„Weltzärtlichkeit!“ Frieda Paris_ Schriftstellerin_Wien_ 8.12.2020

Liebe Frieda, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Wie immer, einmal mehr Energie für die Organisation von Schreibzeiten und von Broterwerben aufbringen, weil Lesungen ausgefallen sind oder kurzzeitige Beschäftigungen im Veranstaltungssektor nicht mehr möglich. Wobei der zweite Lockdown inzwischen gut reagiert hat, was digitale Veranstaltungen von Wettbewerben (siehe 28. Open Mike in Berlin) oder Streaminglesungen (Alte Schmiede Wien) betrifft. Die Institutionen sind schneller als der hilflose Gondelschlaf der Regierung.

Frieda Paris_Lesung_Alte Schmiede Wien_26.11.2020

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Weltzärtlichkeit.

Das Digitale als effektive Publikations- und Kommunikationsform nutzen, nicht nur zum leeren Zeitvertreib. Unsere Professorinnen am Institut für Sprachkunst öffnen Zoom auch zum Austausch jenseits der Seminare, oder das einfache Gehen (vor dem Lockdown) wurde als Vorlesung in Form von Spaziergängen angeboten.

Ein einander Versichern, dass man noch da ist.

Und: pfeilschnelle Veröffentlichungen wie Belarus! Das weibliche Gesicht der Revolution.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Welche Inszenierungsformen, Abdrücke hinterlässt oder triggert die Krise in der Sprache (Form mitgedacht) über Coronatagebücher hinaus.

(Einmal schrieb ich: Dass eine Scheibe unsere Sinne spaltet)

Was liest Du derzeit?

Belarus! Das weibliche Gesicht der Revolution (edition.fotoTAPETA)

Vom Nachexil (Georges-Arthur Goldschmidt)

Drei Nächte, drei Tage (Marie-Claire Blais)

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

>>Atmen, Sehnen, Sagen<< (Ingeborg Bachmann)

Sagen= meint für mich hier auch àSchreiben. Und vom àTun nicht nur die Rede, sondern die Aktion.

Vielen Dank für das Interview liebe Frieda, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Frieda Paris, Schriftstellerin

Fotos_Jana Volkmann_Literaturquartier_Alte Schmiede Wien_26.11.2020

30.11.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Das utopische Moment, die Wünsche ans Selbst und an die Gesellschaft leuchten kurz auf, wenn alles still steht“ Christian Dittloff, Schriftsteller _ Berlin 8.12.2020

Lieber Christian, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Meine Vorliebe für strukturiertes Arbeiten hat sich in diesem Jahr noch verstärkt, da die Möglichkeiten der Ablenkung einer Stadt wie Berlin leider einfach wegfielen: Freund*innen treffen und Lesungen vor allem. Die Struktur hilft mir, mich im Tag zu verankern.

Ich wache gegen 7 Uhr auf und meditiere. Nach Kaffee und Frühstück (Haferbrei, Obst) lege ich die erste Schreibtisch-Session ein. Eigentlich arbeite ich in meinem Neuköllner Büro, seit Ende November allerdings von zu Hause, wo ich mich gerade sehr kleinteilig meinem zweiten Roman widme. Mit Schere und Schnipseln und Tesafilm.

Gegen 11/12 Uhr gehe ich laufen oder spazieren, damit sich die Gedanken neu ordnen. Zum Glück wohne ich in der Nähe des Tempelhofer Feldes und habe dort viel Platz und sogar einen Horizont. Ich rede mir sogar ein, die Erdkrümmung zu sehen.

Nach der Mittagspause, die ich meist mit einem Buch verbringe, geht es manchmal wieder an den Schreibtisch. Doch oft schleicht der Tag dann einfach aus und ich weiß gar nicht, wo er geblieben ist.

Christian Dittloff, Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Eine wichtige Aufgabe für mich: Innere Widersprüche aushalten.

Neben dem Durchhalten-Mantra auch die eigenen Bedürfnisse artikulieren. Dankbar sein, dass die Pandemie mich bisher nicht existentiell gefährdet und dennoch konstruktive Kritik üben an der Ungerechtigkeit bestimmter Maßnahmen und Verhalten. Ängste zulassen und Hoffnung haben. Mich nicht selbst verurteilen und dennoch ständig hinterfragen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Ich bin mir nicht sicher, ob wir wirklich vor einem Neubeginn stehen oder ob es nicht wie kurz vor einem Jahreswechsel ist: das utopische Moment, die Wünsche ans Selbst und an die Gesellschaft leuchten kurz auf, wenn alles still steht. Es ist, als würde man Buße tun und versprechen, alles zukünftig ganz anders zu machen. Doch dann geht das Leben weiter und die guten Vorsätze werden an die alltäglichen Anforderungen angepasst, gestutzt, bis sie nur noch etwas Symbolisches sind. Literatur kann mittelfristig das überkomplexe Wirrwarr sich täglich ändernder Meinungen, Haltungen, Kämpfe, Versuche und Erkenntnisse in seiner Entwicklung einfangen. Sie kann uns zeigen, wie wir in der Pandemie agierten, wie wir uns entwickelten, sie kann uns unsere Pläne und Hoffnungen für das Danach, für den großen Aufbruch, immer wieder vorhalten und uns ins Handeln bringen.

Was liest Du derzeit?

Ich habe soeben „Incels“ von Veronika Kracher ausgelesen. Das Buch zeigt präzise und fesselnd, dass die US-Internet-Subkultur toxischer Männlichkeit gerade zur internationalen, auch in der echten Welt agierenden Strömung mit großem Zulauf wird und das eine feministische Perspektive auf bestimmte Männlichkeitsbilder ein wichtiges Thema unserer Zeit ist, weil diese eng mit Gewaltausübung verknüpft sind.

Jetzt lese ich gerade „Die Scham“ von Annie Ernaux, die ich zutiefst bewundere und deren Bücher mein derzeitiges Schreiben enorm prägen.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Nicht nur in Hinblick auf argumentative Gräben zwischen den Generationen beschäftigt mich gerade ein Zitat von Audrey Lorde: „I am a reflection of my mother’s secret poetry as well as of her hidden angers.“

Vielen Dank für das Interview lieber Christian, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

Danke gleichfalls!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Christian Dittloff, Schriftsteller

Foto_Christian Werner

4.12.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Liebevolle Geduld ist zurzeit mein A und O“ Brigitta Kanyaro, Schauspielerin_Wien 8.12.2020

Liebe Brigitta, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Neben dem Schauspielen mache ich seit einiger Zeit auch Regie und Drehbuch – von dem her kann ich die Zeit nach dem täglichen Gassi Spaziergang gut im Homeoffice nutzen und „Büroarbeit“ für die anstehenden Projekte erledigen.

Brigitta Kanyaro_Schauspielerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Geduld. Ganz oft setzt das Gefühl von Unzufriedenheit und Unwohlsein zu Beginn ein – weil wir logischerweise einen anderen Rhythmus gelebt haben. Diesen bei sich umzuprogrammieren dauert ein wenig und liebevolle Geduld ist zurzeit mein A und O.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Es ist immer schwierig für eine gesamte Kunstsparte oder eine Branche zu sprechen – daher kann ich es nur persönlich beantworten. Mein Fokus liegt seit Beginn der Krise auf dem Luxusgut Zeit – wie viel, für wen und wie werde ich diese nutzen. Corona für mich, so ernüchternd wie es klingt, hat eine Haltung von „is eh olles wuast“ erweckt, dies aber im positivsten Sinne gemeint. Ich mache mir einfach weniger Sorgen um die Zukunft, weil ich ohnehin absolut keinen Einfluss habe. Und das ist auch endlich mal schön.

Was liest Du derzeit?

„Eine kurze Geschichte der Menschheit“ – Yuval Noah Harari.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

“We delight in the beauty of the butterfly, but rarely admit the changes it has gone through to achieve that beauty.” Maya Angelou

Vielen Dank für das Interview liebe Brigitta, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte wie persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Brigitta Kanyaro, Schauspielerin, Regisseurin

Foto_Annemone Taake

24.11.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Ich lese immer Mayröcker. Ein Gedicht oder zwei am Tag. Es geht nicht anders“ Stefan Heyer, Schriftsteller, Augsburg _7.12.2020

Lieber Stefan, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Da ich nicht von der Kunst alleine lebe, hat sich diesbezüglich nicht soviel verändert. Abends ist Zeit für die Kunst, tagsüber wird unterrichtet. Dies hat sich zwar verändert, ist hybrid geworden, doch ändert dies den Ablauf des Tages nur marginal.

Es ändern sich die sozialen Kontakte, die Anregungen. Die Kunst, die bereichert, anregt, anstößt, fehlt. Wann war ich zuletzt im Kino und hab geweint? Wann zuletzt im Theater und hab gelacht? Wann zuletzt in einem Konzert?

Stefan Heyer, Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Wir müssen als Menschen bestehen. Wir müssen achten. Wir müssen gemeinsam.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Das Erinnern an die Tragödien, welche sich vor und in den Krankenhäusern abgespielt haben, die Bilder von Leichen, welche mit LKWs abtransportiert worden, Beerdigungen, die wortwörtlich in alle Stille stattgefunden haben, wird die Kunst und Literatur als Aufgabe haben.

Viele Künstler werden einen langen Atem brauchen, Einnahmequellen versiegt. Doch wiederkommen wird die Lust an der Kunst, wir werden sie anders sehen, weniger selbstverständlich. Dankbarer. Wir, die wir davongekommen sein werden.

Was liest Du derzeit?

Ich lese immer Mayröcker. Ein Gedicht oder zwei am Tag. Es geht nicht anders. Es können auch mehr sein. Sicher. Aber ohne nicht. Dies ist nicht alles, natürlich. Viele Bücher liegen auf dem Schreibtisch, auch Hannah Arendt, „Vita activa“. Vielleicht unzeitgemäß. Vielleicht.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Die Geschichte des Menschen lässt sich als endloser Wettlauf mit der Zeit beschreiben.“ Paul Virilio, Revolutionen der Geschwindigkeit

Vielen Dank für das Interview lieber Stefan, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte wie persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Stefan Heyer_Schriftsteller

Foto_privat

7.12.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Essen, Klopapier, eigenes Wohl! Dem gegenüber braucht es Solidarität, unbedingt!“ Romina Nikolic _ Jena/D_7.12.2020

Liebe Romina, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Bisher war bei mir kein Tag wie der andere, alles sehr abwechslungsreich, und ich war viel unterwegs, weil ich generell immer mehrere ganz unterschiedliche Projekte gleichzeitig bearbeite – neben meinem Schreiben und eigenen Lesungen organisiere ich für einen Literaturverein diverse Veranstaltungen und Schreibworkshops, treffe Projektpartner und dergleichen. Momentan ist mein Aktionsradius aus den bekannten Gründen leider etwas kleiner und mein Weg nach dem ersten Kaffee führt mich über die Schule meines Kindes ins Büro oder an den Schreibtisch daheim. Im Idealfall krieg ich bis ca. 15 Uhr erledigt was für den Tag ansteht und geh dann Kiddo abholen und eine Runde spazieren, zum Spielplatz oder einkaufen. An Tagen, an denen kein Präsenzunterricht stattfindet, was dank der Pandemie ja vorkommen kann, bleiben Mails und Texte aber auch mal liegen und wir veranstalten unsere privaten Chaos Workshops und kleine Happenings mit mehr oder weniger didaktischem Mehrwert.

Romina Nikolic, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Insgeheim denke ich, ein paar Wochen Winterschlaf täten uns gerade allen gut… Aber im Ernst: Besonnenheit ist wichtig, die nicht zu Gleichgültigkeit verkümmern darf. Man sollte nicht in Panik verfallen, aber auch nicht das Bewusstsein für die größeren, systemischen Probleme, die die Pandemie jetzt deutlich hat zu Tage treten lassen, abstellen. Ich sehe viele Leute, die sich einigeln und den Fokus auf ungute Weise ganz auf ihr unmittelbares Umfeld verengen – Essen, Klopapier, eigenes Wohl! Dem gegenüber braucht es Solidarität, unbedingt!

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Spontan würde ich sagen, Imagination, Flexibilität und Kreativität sind essentiell für Neustarts. Damit sind LiteratInnen und KünstlerInnen ja theoretisch bestens vertraut. Ich denke aber, dass Literatur und Kunst an sich nun nicht unbedingt funktionalisiert und eingespannt werden müssen, um große Umwälzungen zu bewirken. Sie müssen erst einmal generell da sein, weil sie Menschen in ihrer Existenz komplettieren.
In Sachen Neustart habe ich tatsächlich Zweifel, ob jetzt wirklich der Zeitpunkt da ist, an dem es zu wesentlichen Veränderungen kommen wird, oder ob am Ende der Pandemie nicht der Wunsch nach Rückkehr in die alte comfort zone überwiegt. Hier braucht es wohl tatsächlich die Kompetenzen von Kreativen, die gesellschaftlichen und politischen Narrative soweit mit zu gestalten, dass man abkommt von der Vorstellung eines „Normalzustandes“, den man nach Überwindung der Pandemie wieder erreicht.

Was liest Du derzeit?

Ich lese wie ich arbeite, alles etwas durcheinander. Gerade:
Anna Kavan: Ice
Leona Stahlmann: Der Defekt
Clemens Meyer: Der Untergang der Äkschn GmbH

Die aktuelle Heavy Rotation von Texten, die ich gelesen habe, aber immer wieder hernehme, ist:
Nancy Hünger: 4 Uhr kommt der Hund
Maggie Nelson: Bluets
Dominik Dombrowski: Ich sage mir nichts
Anne Carson: Irdischer Durst
Sünje Lewejohann: Die idiotische Wucht deiner Wimpern

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Zwei Zeilen aus dem Gedicht „Schwermut“ von Marcel Beyer (aus seinem neuen Band Dämonenräumdienst), die mich in ihrer Nüchternheit sehr erheitert haben: Erschreckend häufig nimmt das Unheil / mit einer Augensalbe seinen Lauf.

Vielen Dank für das Interview liebe Romina, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Romina Nikolic_Schriftstellerin

Romina W. Nikolić ‹ Personen ‹ Literaturland Thüringen (literaturland-thueringen.de)

Foto_privat.

29.11.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Demut vor dem Leben, das uns so in der Hand hat und gerade deshalb wertvoll ist “ Julia Kessel_Schriftstellerin _ Berlin _ 7.12.2020

Liebe Julia, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein Tagesablauf hat sich wenig verändert. Glücklicherweise bin ich bisher nicht von Kurzarbeit betroffen. Die Abende und das Wochenende widme ich dem Schreiben, Gesprächen mit meinen Freunden und meiner Familie, Lesen sowie kläglichen Versuchen, zwischen Sofa und Tisch ein paar Ballettübungen zu absolvieren. Dazwischen durchschnittlich alle vierzig Minuten: Essen.

Julia Kessel, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Mehr denn je: innehalten, nachfragen, zuhören, nicht wegschauen. Den vermeintlichen Selbstverständlichkeiten beim Wegbröckeln zusehen und an Wachstum glauben, den dies in sich birgt. Ausbalancieren von Gegebenheiten, mit denen wir uns abfinden müssen, und Veränderlichem, das wir nicht länger hinnehmen wollen. Sehen, was alles nicht muss und was viel mehr sollte. Dieses kleine Ding von Virus erinnert daran: unser Dasein, unsere Taten, unser Sprechen, ja sogar unser Atmen hat mehr oder weniger direkte Auswirkungen auf andere und kann im schlimmsten Fall tödlich enden. Diese Tatsache verdrängen wir im Alltag allzu gerne, wenn wir uns nicht um die Natur oder um andere Länder scheren, denen wir unseren Müll hinterlassen, oder unseren Mitmenschen das Leben schwermachen. Ich würde mir wünschen, dass wir von Verboten wieder mehr hin zu Geboten rücken, zu einem das Gegenüber mitdenkenden und achtenden Handeln – einen gesunden Menschenverstand vorausgesetzt, einen gewissen moralischen und ethischen Konsens, den wir uns gegenseitig zutrauen müssen. Ich denke, dass wir im Grund fast alle dasselbe wollen – die Liebsten und sich selbst in Sicherheit wissen. Dieses Bedürfnis sollte jedem zugestanden werden. Es gilt abzuwägen, welche Freiheiten wir dafür aufgeben können und welche wir unter allen Umständen verteidigen müssen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Ob wirklich ein Aufbruch und Neubeginn folgt, wird sich zeigen. Die Bequemlichkeit ist ziemlich stark und der Mensch vergesslich. Mein idealistisches Ich möchte sagen: Kunst und Literatur dienen dieser Erinnerung, eine Gesellschaft ohne Kultur ist tot. Mein realistisches Ich sieht das pessimistischer und findet, Kunst sollte nur ihre eigene Rolle einnehmen. Was wesentlich ist? Ich glaube, Demut. Vor dem Leben, das uns so in der Hand hat und gerade deshalb wertvoll und erforschenswert ist. Leichter gesagt, als getan.

Was liest Du derzeit?

Wie immer mehrere Bücher gleichzeitig: „Loyalitäten“ von Delphine de Vigan, „Meine dunkle Vanessa“ von Kate Elizabeth Russell und „Ein Zimmer für sich allein“ von Virginia Woolf.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ein Zitat aus dem oben genannten Buch von Delphine de Vigan über den Kampf, den wir immer, aber besonders spürbar im Augenblick als Gesellschaft und Einzelne austragen: das Ringen zwischen Flügeln und Fesseln.

„Loyalitäten. Das sind die unsichtbaren Verbindungen, die uns mit den anderen – den Toten wie den Lebenden – verbinden, leise gemachte Versprechungen, deren Auswirkungen wir nicht kennen, still gehaltene Treue, das sind Verträge, die wir zuallererst mit uns selbst geschlossen haben, Befehle, die wir hingenommen, aber nie gehört haben, und in den Nischen unserer Erinnerungen nistende Schulden. Das sind die Gesetze der Kindheit, die in unseren Körpern schlummern, die Werte, in deren Namen wir uns aufrecht halten, die Fundamente, die es uns ermöglichen, Widerstand zu leisten, unlesbare Grundsätze, die an uns nagen und uns einschließen. Unsere Flügel und unsere Fesseln. Das sind die Sprungbretter, auf denen sich unsere Kräfte entfalten, und die Gruben, in denen wir unsere Träume begraben.“

Vielen Dank für das Interview liebe Julia, viel Freude weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

Danke ebenfalls.

5 Fragen an KünstlerInnen:

Julia Kessel, Schriftstellerin

Foto_privat.

1.12.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Artistic events are places where real exchange and meetings happen“ Desi Bonato, dancer, Vienna_7.12.2020

Dear Desi, what’s your routine at the moment?

During the current lockdown we stop rehearsing in the theater (I am currently engaged with ‚Das Off Theater‘) but we expect to go back to work from December 7th. My dance classes (I am usually teaching in two dance studios) are happening via zoom. So I am still busy from Monday till Friday teaching one or two classes a day. I am very happy about that so I can keep training with my students even thought the space where I live does not allow me to move big and propose usual exercercies. Usually, within my practices, I challenge my students to learn by watching the movements in order to stimulate their instinctive body by the visual channel rather than stimulating their rational understanding. Why? Because I believe that the body has a self intelligence and knows how to behave without the mind’s interference. Of course I implement the learning process with specific tips on the movement’s mechanic and dynamic. While teaching online classes requires a different approach because there is a filter between us, which creates a cconfusion towards directions and the clarity of the movement itself. I am developing a more efficient way of communcation therefore I take advantage of this particular situation to improve my own skills as a teacher to share my knowledge and energy even through the camera. As I mentioned, I use this ’slow’ time also to dedicate myself to certian activities I don’t usually do, I take longer walks, I read more things and I rest.

Desi Bonato, dancer, artist

What’s particularly important for us all in this moment?

What really matters in this period is to keep up the spirit! Meaning we have to keep working on ourselves and take advance of the current “slow tempo” to reflect and re-discover what our real interests are how we can still fulfill our needs. It’sa precios time to clear up our minds and dive into some practices we don’t have usually enough time for. This calm moment can for sure arise in our consciousness what are the real important and essential matters in our lives.

New start, new beginning. What will be essential and which roles will dance, theater and art play?

Dance, Art and Theaters are so important to our social community. Artistic events are places where real exchange and meetings happen. Museums, exhibitions and performances have been safe spaces for people to be together in the respect of the current security lows and I guess people are realizing how important those places are, not only for entertainment but for the social value Art gives to the environment. Art does not work for profit or for control…its aim is to reach people’s hearts and minds by talking about different topics very much conntected to our world and its events. Art has the power to inspire people on beauty which is a theme not so present anymore in everyday life. We are constantly bombarded with tragic and catastrophic facts. We need to give hope to people and prospectives for the future. What’s essential in my point of view is to keep united, keep positive and let love win over fear.

What are you reading?

I was always interested about astrology, starts and planets so I am researching and reading a lot about this matter as I am very fascinated by the universe and our cosmus. I take the material from old and new sources, mainly online.

Which quote, imput or text will you propose?

I use my own words to put the attention on a very essential concept: touch, being in contact which is extremely vital for a nation (popolo). We have to physically keep distance. But let’s not disconnect our souls. The other person is not “other from me” but I wish we could aknowledge that “the other is me”. My happiness is the result of “the other” happiness too. Let’s respect one an other, let’s help one an other, let’s not build extra distance in our hearts. Life has cycles, everything comes and goes away as history teaches us. So let’s not fear, we will make it together.

Desi Bonato, dancer, artist

Thank you very much for the Interview, dear Desi, much success for your wonderful art projects on stage and in class-online-teaching, all the best in these days!

Five questions on artists:

Desi Bonato_dancer, artist

Alle Fotos_Walter Pobaschnig_Hotel Regina_Wien _ 20.11.2020

27.11.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Kunst ist Arbeit, Trost, Hoffnung, Abrissbirne und Blumentopf“ Anna Hetzer, Schriftstellerin _ Berlin 7.12.2020

Liebe Anna, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Gerade kann ich von zu Hause arbeiten und brauche mir keine Sorgen zu machen, wo ich unterkomme. Gleichzeitig hilft mir eine feste Tagesstruktur dabei, Stunden und Tage voneinander zu unterscheiden. Regelmäßig rausgehen und Sport sind ebenso wichtig wie lesen und schreiben, um nicht durchzudrehen.

Anna Hetzer, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Nicht zu vergessen, dass wir viele sind. Und dass wir trotz der Hindernisse füreinander da bleiben, anstatt uns in der narzisstischen Einbildung einzuigeln, die einzigen zu sein, um die es gerade geht.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Kunst ist Arbeit, Trost, Traum- und Denkmaschine, Erotik, Hoffnung, Steuerruder, Punching-Ball, Ponyhof, Überleben, Abrissbirne, Blueprint, Blumentopf, Rheumadecke, aber vor allem Schutzweste gegen Rechts. All das und vieles mehr ist sie auch jetzt und wird es bleiben. Umso wichtiger ist es, zu verstehen, dass wir nicht auf Kunst verzichten können, sofern wir frei leben wollen.

Was liest Du derzeit?

Ich habe mir ein paar Klassiker rausgelegt, gerade lese ich Stone Butch Blues von Leslie Feinberg und danach wahrscheinlich The Dispossessed von Ursula K. Le Guin.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Ich möchte wissen wie es ohne Zuschauer war. / Die gab es immer.“ Ohne Titel, Aglaja Veteranyi

Vielen Dank für das Interview liebe Anna, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte wie persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Anna Hetzer_Schriftstellerin

Foto_Helena Parada-Kim

2.12.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Ich wünsche mir Lust seinem Inneren zu begegnen und damit sich selbst und andere zu überraschen“ Katharina Ingrid Godler, Schriftstellerin _ Klagenfurt _ 7.12.2020

Liebe Katharina, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich stehe meistens um sieben Uhr auf, setze mich mit der ersten Tasse Tee in den Fauteuil, blicke aus dem Fenster, lese, höre die Krähen und wie der Nachbar mit der Quietschkurbel die Rollos aufzieht (fast immer um halb acht), die Nase im Buch, dann schreibe ich ein bis zwei Stunden.

Danach drehe ich das Radio auf, heize den Kachelofen ein, hole die Zeitung, bereite mir noch einen Tee, esse Porridge, drehe das Radio wieder ab, lese Zeitung. Manchmal gibt‘s dann noch einen dritten Tee. Dann Duschen und Zähneputzen, dann Computerarbeit (Administratives, Emails). Am Restvormittag Abtippen der Schreibarbeit der Vortage. Später Mittagessen, Spazierengehen und dann wieder Abtippen, Texte überarbeiten, lesen. Jeden zweiten Spätnachmittag Yoga. Am Abend „The Crown“ oder „The Queen‘s Gambit“ schauen.

Katharina Ingrid Godler, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

„Für uns alle“ möchte ich die Frage nicht beantworten. Die Bedürfnisse jedes einzelnen sind individuell verschieden. Da hilft es nicht, wenn ich eine von außen definierte Wichtigkeit übernehme und uns allen überstülpe.

Viel wichtiger ist es, dass wir uns nicht zu stark an dem orientieren, was andere sagen.

Was mir persönlich aktuell fehlt, sind Dinge wie Spontanität, Veränderung, Bewegung und Entwicklung. Ich wünsche mir Lust. Lust, seinem Inneren zu begegnen und damit sich selbst und andere zu überraschen. Nur dann kann etwas in Gang gebracht werden.

Doch! Jetzt fällt mir eine Sache ein, die für uns alle wichtig ist (insbesondere für die Geldsäcke da draußen): Reduktion.

Man braucht nicht so viel zum Leben. Auch Glück ist überbewertet. Es geht darum, weiterzumachen, weiterzuschreiben, weiterzuwachsen und nicht stehen zu bleiben und zu verharren.

Oder wie Greta Thunberg sagt: „No matter what, we need to continue.“

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Die Kunst übernimmt die Rolle, die sie immer übernimmt. Ihre Aufgabe ist es, uns wachzurütteln, uns anzuspornen, für jeden/jede, der/die sich ihr zuwendet, da zu sein.

Kunst wird, denke ich, wieder viel zum Reisen einladen, zum Eintauchen in andere Welten und Kulturen, weil die Bewegungsfreiheit zurzeit eingeschränkt ist und auch in Zukunft bleiben wird, was gut ist, weil wir in den letzten Jahren und Jahrzehnten genug herumgeflogen sind. Ein nachhaltiges Kopfkino also.

Was liest Du derzeit?

Peter Handke – Der Bildverlust

Marieke Lucas Rijneveld – Was man sät (Sehr empfehlenswert! Gute Lektüre für trübe, nebelige Tage!)

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Zitronenfalter, Weltverwalter“ (Peter Handke – Gestern unterwegs)

Vielen Dank für das Interview liebe Katharina, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Katharina Ingrid Godler, Schriftstellerin

Foto_Martin Fillafer

5.12.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Die Welt der Musik – Auftrittsverbot hin oder her – hört niemals auf“ Thomas Hechenberger, Gitarrist _ Wien 7.12.2020

Lieber Thomas, wie sieht Dein Tagesablauf aus?

Da ich neben meiner rein musikalischen Tätigkeit auch Dozent an einer Privatuniversität bin, sind Montage und Dienstage für Vorlesungen und Einzelunterricht, im Moment natürlich online, reserviert.

Ab Mittwoch beginne ich den Tag entweder mit der Erledigung geschäftlicher Dinge, wenn welche anstehen (Mailverkehr, Zahlungen,…) oder kann sofort meinem Beruf nachgehen, das heißt nicht nur – aber auch in Corona Zeiten: Songs komponieren, arrangieren und in meinem kleinen Recordingstudio aufnehmen, oftmals auch für andere KünstlerInnen. Gerade am Vormittag sind die Ohren und der Geist noch frisch, eine Aufnahme dauert dann aber doch meist bis in die Abendstunden. Gibt es keine Deadline zur Abgabe, nütze ich den Nachmittag auch zum Üben, je nachdem, ob ich kompositions-, arrangier- oder recordingtechnisch gerade im Flow bin, oder nicht.

Der Abend – zumindest ab 20 Uhr – gehört aber der Freizeit. Die verbringe ich gerne lesenderweise.

Thomas Hechenberger_Gitarrist, Musiker

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich glaube die Zauberformel heisst „Aktiv bleiben“. Die Welt der Musik ist unendlich groß, es gibt, einem Forscher gleich, so vieles zu entdecken, das hört – Auftrittsverbot hin oder her – niemals auf. Diese Neugier, dieses Feuer für den Beruf, für die Sache, ist die eigentliche Triebfeder, warum ich Musiker geworden bin. Das lässt sich natürlich nur so lange bewerkstelligen, solange man auch ökonomisch abgesichert ist, denn sonst überlagern Existenzängste jegliche Form der Neugier, des Forschergeistes, der Kreativität.

Sozioökonomisch ist es wichtig, dass sich Musiker, auch wenn sie einer künstlerischen Tätigkeit nachgehen, als Unternehmer verstehen. Ein grosses Problem sehe ich da gerade im Versuch, aus Angst nicht präsent zu sein, gratis Online Konzerte zu veranstalten und damit den Marktwert eines Musikers, eines Konzertes, für das komponiert, arrangiert, geprobt, jahrelang geübt wird, zu untergraben. Daraus ergibt sich die Sorge, dass sich der Verdienst nach Beendigung der Krise, nach unten nivellieren wird.

Dabei sollten aber die Bemühungen der ökonomischen Verwertung nicht der Kreativität im Wege stehen, das ist die grosse Kunst. Wenn 90% meiner Zeit für social media und nur 10% für den künstlerischen Inhalt verwendet werden, wird sich die künstlerische Progressivität in Grenzen halten.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?

Zum einen hat die Kunst an sich die Chance und das Privileg, auf gesamtgesellschaftliche Parameter in einer abstrakten Form hinzuweisen oder sie darzustellen. Dabei muss sie sich nicht wissenschaftlichen Parametern unterwerfen und kann eben andere Kommunikationsmittel wählen und sie verknüpfen, die über Worte und Zahlen hinausgehen. Damit ist sie in der Lage auch emotionale Verknüpfungen bei Menschen herzustellen. Gerade in Anbetracht dessen kann Kunst und insbesondere die Musik der Verständigung auch unterschiedlicher Gesinnungen, Meinungen, Herkünfte dienlich sein. Das Gemeinsame über das Trennende zu stellen ist etwas, das Musik vermag und zwar auf einer emotionalen Ebene.

Zum anderen wird es notwendig sein, dies weiterhin hör und sichtbar zu machen und zu verwerten, Inhalte bestmöglich zu verbreiten, da sonst der/die Musiker/in ökonomisch nicht mehr von dieser Arbeit leben kann und es zum Hobby wird.

Was liest du derzeit?

Ich bin während des zweiten Lockdowns tatsächlich etwas in die Lektüre des „Falters“ reingekippt, die Woche ist damit recht gut ausgefüllt.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Gerade in Zeiten wie diesen, aber auch sonst gilt für mich: Aktiv bleiben, neugierig bleiben. Und versuche stets, das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen.

Thomas Hechenberger, Gittarist/Musiker _ Josh Tour 2019, Dortmund_Foto_Daniel Wesely.

Vielen Dank für das Interview lieber Thomas, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Thomas Hechenberger_Gitarrist, Musiker

Thomas Hechenberger | Jam Music Lab University

Josh. (joshsmusik.at)

Waldeck | Grand Casino Hotel

http://www.hfb.at

Fotos_1,2 _privat. 3_Daniel Wesely.

5.12.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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