Hendrix – Die illustrierte Biographie, Gilian G.Gaar. Hannibal Verlag.

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Hendrix – Die illustrierte Biographie, Gilian G.Gaar. Hannibal Verlag.

 Da ist der geniale Musiker Jimi Hendrix, der die Epoche moderner Rockmusik der 1960/70er Jahre fulminant revolutionierte und prägte. Und da ist eine Buchneuerscheinung zu Leben und Werk, die ebenso schon im ersten Anblick und Fühlen! eine Sensation ist.

Da ist ein schwarzer Samtstoff mit dem Bild des Künstlers auf der Buchvorderseite – eine großartige Idee und Umsetzung! Es ist eine ganz unmittelbare sinnliche Hinführung zu Kunst und Stil von Jimi Hendrix, die genial umgesetzt ist und sich auf den weiteren, in den bunten Farbenausdrücken der Zeit gehaltenen, Seiten bis zum Titelblatt fortsetzt. Ein Buchkunstauftakt, der in Expression, Phantasie und Originalität schon sehr nahe an die Kunst eines Jimi Hendrix herankommt und ihm wunderbar gerecht wird – Gratulation!

Es sind Sinneseindrücke, Songs, Bilder, die wesentlich Erinnerungen, und gerade die der 1960er Jahre prägen. Die renommierte Musikjournalistin und Schriftstellerin Gillian G.Gaar nimmt in der vorliegenden Biographie diesen Ansatz von ganzheitlichem wie traumgleichem Rückblick auf und nimmt Leserin und Leser auf eine Zeitreise in Wort und Fotostrecke mit, die intensiv und außergewöhnlich ist. Ganz besondere Fotodokumente begleiten auf den sieben Schwerpunktkapitel des Buches, die musikalische Anfänge und Werdegang wie biographische Stationen von Jimi Hendrix dokumentieren. Die großartige Bildsprache kreiert gleichsam jedes Kapitel zu einer sehr lebendigen story und lässt ganz unmittelbar teilhaben und erleben. Umfassende Informationen zu Konzertstationen, Musikveröffentlichungen und biographischen Daten runden dieses Meisterwerk der Buch- Fotokunst wie des Musikjournalismus wunderbar.

 

„Zweifellos ein Meilenstein moderner Buchkunst im Zusammenspiel von Design und biographischer Aufbereitung in Wort und Bild“

 

Walter Pobaschnig 11_19

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„Dante Baby, das Inferno ist da!“ 94 unzensierte Gedichte, Charles Bukowski. Neuerscheinung Maro Verlag.

 

„Dante Baby, das Inferno ist da!“ 94 unzensierte Gedichte, Charles Bukowski. Neuerscheinung Maro Verlag.

Hier gibt es keine Umwege in der Sprache. Wie das Leben täglich über Wegen und Träumen hereinbricht, so ist das Wort ein, und eigentlich das einzige Lebensmittel in den wiederkehrenden Dunkelheiten der versuchten und auseinanderfallenden Bemühungen um Miteinander oder wenigstens Nebeneinander in dieser Welt. Beim Tanzabend bricht der Tango der Aggression los wie beim Aussteigen aus dem demolierten Auto. Der Tag und der Mensch sind immer ein starres Gegenüber und es gibt nur wenige Nischen und Risse von Glück in dieser Mauer. Das Wort ist da ein Hammer und eine Leiter. Gegen das Starre, Feste und Unverrückbare kämpft das Wort an. Und die Musik – Mahler. Es ist das Lied der Erde, dessen verhängnisvolles Libretto benannt werden muss. Vom Boden aus. Vom Hingefallensein. Schonungslos. In der Poesie. Und dieser Text muss an Wände und Himmel geschrieben werden. Und in die Sonne oder was davon noch zu sehen ist am Ende des Flurs in der kalten Wohnung. Heute und vielleicht morgen…

 

Der US-amerikanische Dichter Charles Bukowski (1920-1994) ist einer der radikalsten und schonungslosesten Stimmen moderner Poesie. In seinen Gedichten wird die gnadenlos fordernde wie zerstörerische Lebenswelt zum ästhetischen Aus- und Angelpunkt einer sehr existentiellen wie sozialkritischen Sprache. In den jahrzehntelangen Versuchen Öffentlichkeit und Anerkennung zu erlangen, wurden viele Gedichte gleichsam in alle Winde zerstreut. Vieles ging verloren. Der Literaturwissenschaftler Abel Debritto machte es sich zur Aufgabe diese verlorene Poesie wiederzufinden und auch die jahrelangen Zensuren zu analysieren und zurückzunehmen.

Das ganz besondere Ergebnis ist der vorliegende Gedichtband, der gleichsam die Stimme Bukowskis ungefiltert posthum zum staunenswerten wie erschütternden Lesen bringt.

„Die Gedichte Bukowskis sind Schreie wie Gebete der Seele im alltäglichen Inferno dieser Welt. Dieser unzensurierte Gedichtband zeigt dies eindrücklich.“

 

Walter Pobaschnig 11_19

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Tommy – Stil, Zeitgeist und Vermächtnis der legendären Rockoper von The Who, Chris Charlesworth und Mike McInnerney. Hannibal Verlag.

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Tommy – Stil, Zeitgeist und Vermächtnis der legendären Rockoper von The Who. Chris Charlesworth und Mike McInnerney. Hannibal Verlag.

Es ist die Zeit des summer of love. Das Jahr, in dem das legendäre woodstock Konzert eine Generation prägen und weitertragen wird. Es geht um Freiheit, Veränderung und ein neues Zusammenleben und Verbinden von Kunst, Welt und Liebe. Mittendrin die Musik der Zeit. Und eine Band ist dabei federführend – my generation ist ihr legendärer song mit dem sie die Hitparaden stürmen. Es ist die englische Rockband The Who.

Ihre Rockoper Tommy wird zum Meilenstein moderner Konzeptrockmusik. Es ist die vertonte Geschichte des jungen Tommy Walker, der das Familiendrama in der Rückkehr des Vaters aus dem Krieg miterleben muss und dabei Gehör, Stimme und Augenlicht verliert. Von Sinnen beraubt taumelt er weiter in und durch die Welt. Einer Welt, in der Gewalt an der Tagesordnung steht und vor nichts Halt macht. Tommy sucht einen Ausweg, den er auch findet. Sein Leben kehrt zurück und es ist auch der Ruhm, dem er nun in die Arme fällt. Ein Aufstieg und dann? Das Karussell des Lebens dreht sich, schnell und schneller doch wohin jetzt?…

Chris Charlesworth, renommierter Musikjournalist, legt gemeinsam mit Mike McInnereney, Grafiker und wesentlicher Künstler der 1960 Jahre, eine umfassende Bestandsaufnahme von Tommy und des Intentions- und Produktionsprozesses dieses bahnbrechenden Musikwerkes vom Mai 1969 vor. Es sind Interviews, Analysen, Kommentare, Fotostrecken und Kunstabbildungen der Zeit, die einerseits eine Epoche sehr lebendig werden lassen wie auch die Voraussetzungen und den Produktionsverlauf wiedergeben. Ein highlight neben den vielen Fotografien und Kunstgrafiken der Zeit ist dabei das Interview mit dem Gitarristen und gleichsam mastermind von Tommy – Pete Townshend.

„Ein Buch wie ein Rockkonzert. Mit fesselndem Rhythmus in Wort und Bild.“

Walter Pobaschnig 11_19

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