„Die Straßen von Rom, nein, sie geh`n nicht zurück“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Bild am Originalschauplatz _  Markus Witte, Autor _ Nauen/D 26.6.2026

Ingeborg Bachmann, Rom 1962 _ Heinz Bachmann

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Bild am Originalschauplatz

INGEBORG _ Akrostichon

Text Markus Witte, Autor _ Nauen/D

Fotos _ Rom _ Walter Pobaschnig

„…bald, mein Liebster, bald sehen wir uns, nur mehr 12 Tage, und ich kann an Deiner Brust liegen, anstatt Gedichte aufsagen zu müssen, wir werden furchtbar froh sein…

Deine Ingeborg“

Ingeborg Bachmann an Max Frisch, Frühjahr 1961

Ingeborg Bachmann und Max Frisch bezogen 1959 in der Via Giulia 102 ihre erste Wohnung in Rom. Im Frühjahr 1961 zogen sie in die Via De Notaris 1F. 1962, kurz vor ihrer Trennung, entstand in Rom die Fotoserie von Heinz Bachmann anlässlich eines Familienbesuches.

Ingeborg Bachmann und Max Frisch bezogen 1960 ihre erste gemeinsame Wohnung in Rom in der Via Giulia 102 _
Walter Pobaschnig 10/23, folgende

INGEBORG

IInmitten der Via, laternenerhellt, nach Rom gehen alle Gedanken der Welt, der
NNachtwind, die Kerze, das einzelne Blatt, doch wohin
Ggeh’n sie, die Straßen der Stadt, das Ziehen und Rufen, ein ständiger Strom, verwandeln sich in das
Eewige Rom
BBeleih‘ Augenblicke
Ooder das Glück! Die Straßen von
RRom, nein, sie
Ggeh’n nicht zurück

Markus Witte, Autor _ Nauen/D, 31.3.2026

Ich hörte, dass es in der Welt mehr Zeit als Verstand gibt, aber dass uns die Augen zum Sehen gegeben sind.

Ingeborg Bachmann „Was ich in Rom sah und hörte“ (Essay 1955)

Ingeborg Bachmann, Rom 1962 _ Heinz Bachmann

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Bild am Originalschauplatz

INGEBORG _ Akrostichon

Text Markus Witte, Autor _ Nauen/D

Fotos _ Rom _ Walter Pobaschnig

Markus Witte, Autor _ Nauen/D

Fotos_ Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Foto_ Markus Witte _ privat.

Fotos: Rom/Via Giulia _ Walter Pobaschnig 10/23.

Walter Pobaschnig, 31.3.26

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„ihr Werk hat etwas Überzeitliches, sorry für die großen Worte, aber so empfinde ich es“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Martina Hefter, Schriftstellerin _ Leipzig 25.6.2026

Ingeborg Bachmann _ Martina Hefter

2026 _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann, Rom um 1970

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

im Interview _ Martina Hefter, Schriftstellerin _ Leipzig

Liebe Martina Hefter, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns? 

Ich finde alles von Ingeborg Bachmann toll, ihr Werk hat etwas Überzeitliches, sorry für die großen Worte, aber so empfinde ich es.

Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?

Es ist auf gewisse Weise gnadenlos. Es ist ernsthaft, wahrhaftig.

Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben?

Für mich war – und ist -„Malina“ zu lesen eine Art Schlüsselerlebnis. Eine Offenbarung auch in formaler Hinsicht. Wie da eine Stimme hörbar gemacht wird. Wie die Intensität eines Erlebens, die Intensität des Denkens so sichtbar, fühlbar wird.

Wie siehst Du Ingeborg Bachmanns Gesellschaftskritik der zerstörenden und zerstörerischen patriarchalen Welt heute?

Immer noch ziemlich gültig.

Die Liebe in allen Facetten von Glück und Verhängnis ist ein wesentliches Thema in Gedichten wie Prosa Ingeborg Bachmanns_ „die Männer sind unheilbar krank…“ (Interview, 1971) _ wie lieben wir nach/mit Bachmann?

Wenn ich mir die quälenden Beziehungen zu Paul Celan und Max Frisch, aber auch zu Hans Weigel ansehe, erkenne ich darin ein nahezu klassisches patriarchales Muster.  Etwas vereinfacht ausgedrückt: Autoren schmücken sich mit einer bedeutenden Autorin, heiraten aber eine andere Frau, die vielleicht auch weniger Konkurrenz für sie bedeutet und die ihnen den Rücken freihält. Vielleicht geschah das nicht ganz so berechnend, vielleicht haben sich alle auch irgendwie in eine Art verantwortungslose Schwärmerei gestürzt, aus der aber die Männer emotional einfacher herauskamen, weil sie weniger investiert hatten. Ingeborg Bachmann hat ja eigentlich nach außen hin die Unabhängigkeit postuliert und gelebt, fand die Ehe eine rückständige Sache, aber vielleicht war die Zeit noch nicht so weit, dass sie vollkommene Unabhängigkeit, ich meine jetzt eine emotionale, wirklich schon leben konnte. Die Begriffe von Liebe und Zusammensein stecken ja immer tief in einem drin und sind mit dem Zeitalter verknüpft, in dem man groß geworden ist.

Ich kann da eigentlich nur für mich sprechen, aber ich würde mich niemals auf solche Beziehungen einlassen. Jetzt sprechen wir ja von „red flags“ (auch wenn ich den Begriff blöd finde), und wenn man sich z.B. den Briefwechsel mit Max Frisch durchliest, wehen da eine ganze Menge davon. Oder auch im Austausch mit Paul Celan. Da würde ich Ingeborg Bachmann rückwirkend noch gern zurufen: lass sie ziehen, Finger weg, das ist Zeit- und Energieverschwendung! Man braucht doch gar nicht unbedingt eine Beziehung. Für mich persönlich sind zum Beispiel tiefe, nicht sexuelle Freundschaften genauso erfüllend, und darüber hinaus bin ich definitiv romantisch und glaube an die eine absolute, ideale Liebe.

„Es ist eine seltsame, absonderliche Art zu existieren, asozial, einsam, verdammt, es ist etwas verdammt daran“, so charakterisierte Ingeborg Bachmann in ihrer Rede zur Verleihung des Anton Wildgans Preises (1971) Schreiben und Existenz. Ist das Schreiben, die Kunst immer (auch) eine Form des persönlichen „Martyriums“?

Tatsächlich bin ich da anderer Meinung. Für mich ist jede Form künstlerischen Arbeitens wunderschön und erfüllend, auch wenn es natürlich anstrengende Phasen gibt, sowohl auf die handwerklichen, konkreten Prozesse bezogen wie auch auf emotionale Verfasstheiten. Aber was ich schon glaube, ist, dass dieses Schaffen aus einem gewissen Leidensdruck heraus entstehen kann. Und die Kunstausübung ist dann das Mittel, nachträglich etwas zu verstehen, zu begreifen, etwas darüber zu sagen.

Welche Aspekte in Bachmanns Schreiben möchtest Du neben den existenz- wie gesellschaftskritischen Grundpositionen noch hervorheben?

Auf jeden Fall die Musikalität ihrer Texte. Vor allem in der Prosa.

Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?

Das habe ich oben schon etwas beantwortet. Ansonsten hätte ich sie vielleicht gefragt, ob sie mit mir zusammen durch Italien reisen mag, einfach nur Urlaub machen und sich unterhalten.

Was sind Deine aktuellen Projektpläne?

Gerade habe ich mit einem neuen Romanprojekt  begonnen, das in zwei Zeitaltern spielt, sozusagen wird es zu  einem Teil eine Art historischer Roman. Aber natürlich nicht ohne die Gegenwart.

Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?

Ich muss immer wieder diesen Satz nehmen, auch wenn das einer der meist zitierten Sätze von. Bachmann ist: „Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar“, aus der Dankesrede für den Hörspielpreis der Kriegsblinden 1959. Auch außerhalb seines Kontextes finde ich den Satz komplett gültig.

Herzlichen Dank für das Interview!

Martina Hefter, Schriftstellerin

Zur Person: Martina Hefter ist Schriftstellerin und arbeitet auf dem Gebiet der Performance. Sie lebt in Leipzig, wo sie am Deutschen Literaturinstitut studierte. Ihr Roman »Hey guten Morgen, wie geht es dir?« wurde 2024 mit dem Deutschen Buchpreis sowie dem europäischen Prix Grand Continent ausgezeichnet und war ein SPIEGEL-Bestseller. Für ihre schriftstellerische Arbeit erhielt Martina Hefter den Großen Preis des Deutschen Literaturfonds und den Wiesbadener Literaturpreis. Zuletzt erschienen von ihr die Gedichtbände »Es könnte auch schön werden« und »In die Wälder gehen, Holz für ein Bett klauen«. (Text/Verlag _ Klett-Cotta)

Aktueller Roman:

„Tagsüber hilft Juno ihrem schwerkranken Mann Jupiter dabei, seinen Alltag zu meistern. Außerdem ist sie Künstlerin, tanzt und spielt Theater. Und nachts, wenn sie wieder einmal nicht schlafen kann, chattet sie mit Love-Scammern im Internet. Martina Hefter hat einen berührenden Roman über Bedürfnisse und Sehnsüchte im Leben geschrieben. Und darüber, wie weit man bereit ist, für die Liebe zu gehen.

Juno schreibt online mit Männern, die Frauen online ihre Liebe gestehen und so versuchen, sie um ihr Geld zu bringen. Doch statt darauf hereinzufallen, werden genau diese Männer zu einer Form von Freiheit für Juno. In den Gesprächen kann sie sein, wer sie will und sagen, was sie will – und das vermeintlich ohne Konsequenzen. Ganz im Gegensatz zu ihrem sonstigen Leben, in dem sie immer unterwegs, immer besorgt um Jupiter, immer beschäftigt und eingebunden ist. Also flüchtet Juno ab und zu vor ihrem Alltag ins Internet und spielt dort Spielchen mit Männern, die sie anlügen. Sie selbst wird zur Lügnerin. Aber ist es nicht so, dass man sich beim Lügen zuallererst selbst belügt?

Eines Tages trifft Juno auf Benu, der ihre Behauptungen ebenso durchschaut wie sie seine. Und trotz der Entfernung zwischen ihnen entsteht eine Verbindung. »Hey guten Morgen, wie geht es dir« ist ein tiefgehender Roman, aber so leichtfüßig wie eine Komödie.“ (Pressetext/Verlag)

13. Druckaufl., 2024, Erscheinungstermin: 13.07.2024, 224 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

ISBN: 978-3-608-98826-0

22 EUR

Foto: Ingeborg Bachmann _ Garibaldi Schwarze

Fotos: Martina Hefter _ Maximilian Gödecke Photography; Cover _ Verlag.

Walter Pobaschnig, 21.6.2026

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„Elisabeth kehrt zurück“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Anja Knafl, Schauspielerin _ Klagenfurt 25.6.2026

Anja Knafl, Schauspielerin, Schriftstellerin _ Klagenfurt _
performing „Drei Wege zum See“ am Originalschauplatz Klagenfurt _
„Drei Wege zum See“, Erzählung, Ingeborg Bachmann 1972 _
Fotos: Walter Pobaschnig 3/26, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz _ „Drei Wege zum See“

„Sie kam immer am Bahnsteig II an und fuhr vom Bahnsteig I weg.“

ELISABETH _ Akrostichon

Text & Performance  Anja Knafl, Schauspielerin, Schriftstellerin Klagenfurt.

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Anja Knafl, Schauspielerin, Schriftstellerin _ Klagenfurt _
performing „Drei Wege zum See“ am Originalschauplatz Klagenfurt _
„Drei Wege zum See“, Erzählung, Ingeborg Bachmann 1972 _
Fotos: Walter Pobaschnig 3/26, folgende

ELISABETH

Elisabeth kehrt zurück und merkt, dass die Vergangenheit sie immer schon erwartet hat.

Leben bedeutet manchmal, dieselbe Geschichte mit anderen Augen zu lesen.

Im Wasser des Sees spiegelt sich eine Wahrheit, die man nicht mehr vergessen kann.

Sie versteht plötzlich, dass Heimat nicht dort ist, wo man geboren wurde.

Auch Schmerz kann ein Ort sein, an dem man sich wiederfindet.

Bachmann wusste, dass die größten Reisen im Inneren stattfinden.

Erst wenn wir stehen bleiben, hören wir unsere eigenen Gedanken.

Trotz aller Wege bleibt eine Frage offen:

Haben wir den Mut, zu uns selbst zu reisen?

Anja Knafl, 8.3.2026

Anja Knafl, Schauspielerin, Schriftstellerin _ Klagenfurt _
performing „Drei Wege zum See“ am Originalschauplatz Klagenfurt _
„Drei Wege zum See“, Erzählung, Ingeborg Bachmann 1972 _
Fotos: Walter Pobaschnig 3/26, folgende
Anja Knafl, Schauspielerin, Schriftstellerin _ Klagenfurt _
performing „Drei Wege zum See“ am Originalschauplatz Klagenfurt _
„Drei Wege zum See“, Erzählung, Ingeborg Bachmann 1972 _
Fotos: Walter Pobaschnig 3/26, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz _ „Drei Wege zum See“

„Sie kam immer am Bahnsteig II an und fuhr vom Bahnsteig I weg.“

ELISABETH _ Akrostichon

Text & Performance  Anja Knafl, Schauspielerin, Schriftstellerin Klagenfurt.

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann am See _ Kärnten, um 1938 _
Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

„Drei Wege zum See“ Ingeborg Bachmann, 1972

Die Erzählung erschien im letzten Erzählband von Ingeborg Bachmann „Simultan“ ein Jahr vor ihrem Tod in Rom. In der Erzählung kehrt die Protagonistin Elisabeth (Fotografin) zu einem Besuch in ihr Elternhaus in Klagenfurt zurück. Auf den regelmäßigen Spaziergängen am nahen Kreuzbergl, alleine und mit dem Vater, begleiten Erinnerungen von Zeit und Leben wie Geschichte und Gesellschaft in Gedanken und Reflexion auf vertrauten Wegen der Kindheit

Ingeborg Bachmann entwirft eine historische Rück- und Zusammenschau österreichischer Geschichte im Dialog zu Existenzfragen um Familie, Liebe, Beruf. Die Verbindung eines individuellen Lebens- und Herkunftspanoramas mit zahlreichen literarischen Referenzen (Joseph Roth) macht den Text zu einem der Schlüsseltexte zu Leben und Werk Bachmanns.

Anja Knafl, Schauspielerin, Schriftstellerin _ Klagenfurt _

Fotos: Ingeborg Bachmann_ Familienarchiv Bachmann, Heinz Bachmann.

Fotos: Anja Knafl, Schauspielerin, Schriftstellerin _ Klagenfurt _
performing „Drei Wege zum See“ am Originalschauplatz Klagenfurt _
„Drei Wege zum See“, Erzählung, Ingeborg Bachmann 1972 _
Walter Pobaschnig 3/26

Walter Pobaschnig 8.3.2026

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„Mein lieber Bruder, wann bauen wir uns ein Floß“ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text&Bild _ Ingeborg Bachmann/Heinz Bachmann Oxford/GB 25.6.2026

Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann
„Mein lieber Bruder…“
Heinz Bachmann und Ingeborg Bachmann, 1939
Ingeborg Bachmann, Heinz Bachmann 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Bild

Text _ Ingeborg Bachmann

Fotos: Heinz Bachmann

Idee/Regie _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Heinz Bachmann 1962, folgende

„Mein lieber Bruder, wann bauen wir uns ein Floß
und fahren den Himmel hinunter?
Mein lieber Bruder, bald ist die Fracht zu groß
und wir gehen unter.

Mein lieber Bruder, wir zeichnen aufs Papier
viele Länder und Schienen.
Gib acht, vor den schwarzen Linien hier
fliegst du hoch mit den Minen.

Mein lieber Bruder, dann will ich an den Pfahl
gebunden sein und schreien.
Doch du reitest schon aus dem Totental
und wir fliehen zu zweien.

Ingeborg Bachmann, im Hintergrund die Eltern Olga und Matthias Bachmann

Wach im Zigeunerlager und wach im Wüstenzelt,
es rinnt uns der Sand aus den Haaren,
dein und mein Alter und das Alter der Welt
mißt man nicht mit den Jahren.

Laß dich von listigen Raben, von klebriger Spinnenhand
und der Feder im Strauch nicht betrügen,
iß und trink auch nicht im Schlaraffenland,
es schäumt Schein in den Pfannen und Krügen.

Nur wer an der goldenen Brücke für die Karfunkelfee
das Wort noch weiß, hat gewonnen.
Ich muß dir sagen, es ist mit dem letzten Schnee
im Garten zerronnen.

Von vielen, vielen Steinen sind unsre Füße so wund.
Einer heilt. Mit dem wollen wir springen,
bis der Kinderkönig, mit dem Schlüssel zu seinem Reich
    im Mund
uns holt, und wir werden singen:

Es ist eine schöne Zeit, wenn der Dattelkern keimt!
Jeder, der fällt, hat Flügel.
Roter Fingerhut ist’s, der den Armen das Leichentuch
    säumt,
und dein Herzblatt sinkt auf mein Siegel.

Wir müssen schlafen gehn, Liebster, das Spiel ist aus.
Auf Zehenspitzen. Die weißen Hemden bauschen.
Vater und Mutter sagen, es geistert im Haus,
wenn wir den Atem tauschen.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

Text: „Das Spiel ist aus“ Ingeborg Bachmann aus „Anrufung des großen Bären“, 1956 (Piper)

Fotos: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann, Rom 1962

Foto: Heinz Bachmann _ Walter Pobaschnig.

Dr.Heinz Bachmann, Oxford

Dr.Heinz Bachmann (Geologe) ist der Bruder von Ingeborg Bachmann. Seine Fotoserie, die anlässlich eines Besuches mit den Eltern 1962 (Ostern) in Rom entstand, ist die umfangreichste Portraitserie von Ingeborg Bachmann. Die in Klagenfurt geborene und aufgewachsene Schriftstellerin lebte zu dieser Zeit in Rom mit Max Frisch.

Die Fotoserie von Heinz Bachmann wurde 2016 im Musilmuseum in Klagenfurt erstmals in großem Umfang präsentiert. 2020 folgte eine Ausstellung im Literaturhaus Salzburg unter großem Publikumsinteresse.

Dr.Heinz Bachmann, verheiratet mit Sheila Bachmann, zwei Söhne, zwei Enkel, Oxford/GB. Heirat 1971 London, Trauzeugin Ingeborg Bachmann.

Fotoausstellung „Wie ich meine Schwester in Rom sah“ _
Fotografien Heinz Bachmann _
zum 90.Geburtstag von Ingeborg Bachmann _ Musilmuseum Klagenfurt, 2016
Szenische Ausstellungseröffnung mit Heinz Bachmann und Isabella Jeschke, Schauspielerin _ Text/Regie _ Walter Pobaschnig _
25.6.2016 Musilmuseum Klagenfurt
Fotoausstellung _ Heinz Bachmann „Meine Schwester Ingeborg“ _
Literaturhaus Salzburg _ 1/2020
Großes Publikumsinteresse bei der Vernissage 10.1.2020 Literaturhaus Salzburg
„Mein lieber Bruder, komm` nach Rom“
Szenische Eröffnung mit Heinz Bachmann und Olivia Pflegerl 
_
Text/Regie _ Walter Pobaschnig _ Literaturhaus Salzburg 1/2020

Aktuelles Buch von Heinz Bachmann _

Erschienen _31.08.2023_
128 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
EAN 978-3-492-07250-2

Walter Pobaschnig, 25.6.2026

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„Der Medienrummel, die Sensationen, eine Art Gladiatorenkämpfe der Literatur. “ _ 50 Jahre Bachmannpreis _ Daniel Grolle, Schriftsteller _ Hamburg 24.6.2026

50 Jahre Bachmannpreis _ 

Tage der deutschsprachigen Literatur Klagenfurt 

Im Interview _ Daniel Grolle, Schriftsteller _ Hamburg

Bachmannpreisnominierter 1986

Gewinner des Ernst Willner Preises/Stipendium

Lieber Daniel, Du hast 1986 am Bachmannpreis in Klagenfurt dem größten und reichweitenstärksten Literaturwettbewerb im deutschsprachigen Raum teilgenommen. Was sind spontan Deine erste Erinnerungen? 

Das war eine tolle Zeit. Ich war sehr jung. Ich war verliebt und wir haben zwischen all den Literaten und Geistesgrößen rumgeknutscht. 

Was macht das Besondere des Bachmannpreises aus?

Der Medienrummel, die Sensationen, eine Art Gladiatorenkämpfe der Literatur. 

Wie hast Du Deine Lesung, die Jury Diskussion und die Preisverleihung erlebt?

Die Lesung habe ich als Show erlebt. Ich erinnere mich an die Kameras, die während ich las auf mich zukamen… oder war das später bei der Diskussion? Die Argumente für und gegen meine Texte konnte ich nachvollziehen und fand sie ok. Eigentlich schön, mal so ehrlich und fachmännisch über meine Texte streiten zu hören. 

Wie hat sich Deine Teilnahme auf Deinen literarischen Stil wie auf Deine literarische Öffentlichkeit ausgewirkt? 

Mein literarischer Stil hat sich nicht verändert. Es war eine gesellschaftliche Anerkennung. Ich habe gemerkt: Das was ich schreibe spielt eine Rolle. Es interessiert die Menschen. Das ist deutlicher als der Verkauf von Büchern und auch deutlicher noch als Lesungen oder sonst Medienauftritte. Es hat mir auch das Gefühl gegeben Teil einer kulturellen Gemeinschaft zu sein. 

Was braucht der Bachmannpreis für eine weitere gute Entwicklung? 

Mich hat damals die Lust an menschlichem Versagen abgestoßen. Da waren Kollegen, die verrissen wurden, die dann begannen zu weinen und die Kameras krochen ihnen dann in die Tränenkanäle. Ich weiß, so geht Unterhaltung. Die Menschen lieben das. Aber ich bin nicht gerne Teil davon. 

Was möchtest Du aktuellen Teilnehmer:innen, der Jury und dem Publikum in Klagenfurt mitgeben und dem Bachmannpreis zum 50er wünschen? 

Ich beglückwünsche die Menschen, die Literatur lieben, nicht unter die Räder geraten, sondern auf ihnen tanzen können. 


Herzlichen Dank für das Interview und alles Gute!

Daniel Grolle, Schriftsteller

Zur Person: Daniel Grolle, Veröffentlichungen als Schriftsteller bei Rowohlt, Luchterhand und anderen Verlagen, Literaturpreise.  Er lebte als Abenteurer und Filmemacher mit Filmreisen unter anderen mit Rüdiger Nehberg bei den Yamomami Indianern in Brasilien. Tai Chi seit 1980. Er lernte zunächst bei Christel Proksch und später bei über 30 der weltbesten Lehrer in China, den USA, Europa und Deutschland. Er rief das Netzwerk Taijiquan und Qigong eV. ins Leben, das heute der stilübergreifende Verband von Tai Chi Lehrern in Deutschland ist. 

Er unterrichtet im In- und Ausland, war mehrfach Europameister in verschiedenen Disziplinen des Tai Chi und hat einige Tai Chi Spezialanwendungen entwickelt wie Tai Chi für MS Erkrankte, für Tinitus, Migräne, Blinde, Inhaftierte, Musiker. Er hat einen Tai Chi Kampftanz entwickelt, Kinder Tai Chi, eine alternative Form von Tai Chi Wettkämpfen sowie Alternativen zu den herkömmlichen Prüfungen in Tai Chi Schulen und Verbänden. Er leitet eine Tai Chi Schule in Hamburg, wo er unterrichtet, ausbildet und Coaching im Einzelunterricht gibt. Neben Tai Chi und Meditation spielt er besonders gerne Push hand als Kunst der Begegnung.  Aus seinem Unterricht sind viele gute Tai Chi Lehrer hervorgegangen, die bei ihm einen sehr eigenständigen Umgang mit dem Tai Chi erlernt haben.  BACOPA ReferentInnen: Daniel Grolle | BACOPA BILDUNGSZENTRUM 24.6.26

Website des Autors: Tai Chi Schule Hamburg | Daniel Grolle | Ausbildung | Workshops | Onlinekurse

großes Publikumsinteresse beim Bachmannpreis im ORF Studio Klagenfurt

Bachmannpreis

1976 wurde nach einer Idee und auf Initiative des Autors und Journalisten Humbert Fink (* 13.8.1933 Salerno/I +16.5.1992 Maria Saal/Kärnten) und des damaligen Intendanten Ernst Willner ORF/Kärnten in Klagenfurt ein Literaturwettbewerb gegründet, dessen Hauptpreis nach der in Klagenfurt geborenen und begrabenen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (*25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom) benannt wurde.

Ingeborg Bachmann auf ihrer Terrasse in Rom, Bocca de Leone, um 1970

Der erste Bachmannpreisträger war 1977 Gert Jonke. Die aktuelle Preisträgerin 2025 ist Natascha Gangl.

Im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt werden ebenso weitere Literaturpreise vergeben – Deutschlandfunk Preis, 3sat Preis, Carinthischer Sommer Stipendium, BKS Publikumspreis.

Der Bachmannpreis, Tage der deutschsprachigen Literatur, findet jährlich Ende Juni/Juli in Klagenfurt statt.

Wörthersee

Foto: Daniel Grolle _ privat

Foto: Ingeborg Bachmann _ Garibaldi Schwarze

Fotos: Bachmannpreis_Klagenfurt/Wörthersee _ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig, 24.6.26

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„Ewig weitermachen und mutig bleiben“ _ 50 Jahre Bachmannpreis _ Iris Radisch, Bachmannpreisjuryvorsitzende 2003-2008 _ Hamburg 24.6.2026

50 Jahre Bachmannpreis _

Tage der deutschsprachigen Literatur Klagenfurt

im Interview _Iris Radisch, Literaturkritikerin, Redakteurin, Autorin _  Hamburg

Bachmannpreisvorsitzende 2003 bis 2008

Bachmannpreisjurorin 1995 bis 2001

Liebe Iris, Du warst langjährige Jurorin und Juryvorsitzende beim Bachmannpreis in Klagenfurt dem größten und reichweitenstärksten Literaturwettbewerb im deutschsprachigen Raum. Was macht das Besondere des Bachmannpreises aus?

Die Lebendigkeit, das Unvorhergesehene, der Zusammenstoß der Temperamente und Köpfe, das noch Unbegradigte der Literatur, man ist hier nah an der Quelle der literarischen Kreativität.

Wie hast Du als Jurorin die Lesungen, die Jurydiskussionen, die Preisverleihungen und die Begegnungen rundum erlebt?

Eigentlich ist es eine Überforderung für alle, für die Zuschauer und Zuschauerinnen, die Lesenden, für die Jury. Aber das ist gerade der Reiz, alle gehen an ihre Grenzen und manchmal darüber hinaus. Es gibt kein Skript, man weiß nie, was passiert. Es gibt wenig derartig Authentisches, das auch noch live im Fernsehen übertragen wird.

Wie gelingt es Objektivität zu bewahren?

Das gelingt überhaupt nicht und sollte in meinen Augen auch nicht der Anspruch sein. Gerade das Offene und manchmal auch Emotionale gehört dazu. Auch der Irrtum. Man kann Literatur nicht wie im Labor messen und sollte es in Klagenfurt vielleicht auch nicht versuchen. Da die Jury ja sehr groß ist, korrigieren sich die schlimmsten Dummheiten und Fehlurteile schon wieder. Der lebendige Streit und die unplanbare Diskussion über Literatur ist für mich lehrreicher als der höfliche Austausch von unangreifbaren Argumenten. Fehler passieren in so einem Zirkus natürlich, aber ist das wirklich so schlimm?

Wie hat sich diese Funktion auf Deinen weiteren beruflichen Weg ausgewirkt?

Dass ich hinterher auch wieder sehr gerne lange, möglichst objektive Literaturkritiken am Schreibtisch geschrieben habe – zum Ausgleich.

Was braucht der Bachmannpreis für eine zukünftige gute Entwicklung?

Tapfere Juroren und Jurorinnen, die sich trauen, überraschende Texte und ungewöhnliche Schreibweisen zu nominieren, auch mal wieder solche, die nicht schon sämtliche Verlagslektorate und Literaturagenturen durchlaufen haben.

Was möchtest Du aktuellen Juroren:innen, Teilnehmer:innen und dem Publikum in Klagenfurt mitgeben und dem Bachmannpreis zum 50er wünschen?

Ewig weitermachen und mutig bleiben.

Herzlichen Dank für das Interview und alles Gute!

_Iris Radisch, Literaturkritikerin, Redakteurin, Autorin

Zur Person: Iris Radisch, geboren 1959 in Berlin, ist Literaturkritikerin, Redakteurin und Buchautorin. Seit 1990 schreibt sie für die Wochenzeitung Die Zeit, deren Feuilleton sie von 2013 bis 2021 leitete. Sie gehörte zum Team der ZDF-Sendung «Das literarische Quartett» und war Mitglied der Jury des Ingeborg-Bachmann-Preises, deren Vorsitz sie fünf Jahre innehatte. 2013 erschien das Buch Camus − Das Ideal der Einfachheit, das viele Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste stand. Ebenfalls bei Rowohlt erschienen Die letzten Dinge – Lebensendgespräche (2015) und Warum die Franzosen so gute Bücher schreiben (2017). Iris Radisch | Rowohlt Verlag 22.6.2026

großes Publikumsinteresse beim Bachmannpreis im ORF Studio Klagenfurt

Bachmannpreis

1976 wurde nach einer Idee und auf Initiative des Autors und Journalisten Humbert Fink (* 13.8.1933 Salerno/I +16.5.1992 Maria Saal/Kärnten) und des damaligen Intendanten Ernst Willner ORF/Kärnten in Klagenfurt ein Literaturwettbewerb gegründet, dessen Hauptpreis nach der in Klagenfurt geborenen und begrabenen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (*25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom) benannt wurde.

Ingeborg Bachmann auf ihrer Terrasse in Rom, Bocca de Leone, um 1970

Der erste Bachmannpreisträger war 1977 Gert Jonke. Die aktuelle Preisträgerin 2025 ist Natascha Gangl.

Im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt werden ebenso weitere Literaturpreise vergeben – Deutschlandfunk Preis, 3sat Preis, Carinthischer Sommer Stipendium, BKS Publikumspreis.

Der Bachmannpreis, Tage der deutschsprachigen Literatur, findet jährlich Ende Juni/Juli in Klagenfurt statt.

Wörthersee Abendstimmung

Foto: Iris Radisch _ Thorsten Wulff_Rowohlt Verlag

Foto: Ingeborg Bachmann _ Garibaldi Schwarze

Fotos: Bachmannpreis_Klagenfurt/Wörthersee _ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig, 22.6.2026

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„Dass man was riskiert. Sich dem aussetzt.“ _ 50 Jahre Bachmannpreis _ Birgit Birnbacher, Schriftstellerin _ Salzburg 24.6.2026

50 Jahre Bachmannpreis _

Tage der deutschsprachigen Literatur Klagenfurt

im Interview _ Birgit Birnbacher, Schriftstellerin _ Salzburg

Bachmannpreisträgerin 2019

Liebe Birgit, Du hast 2019 am Bachmannpreis in Klagenfurt dem größten und reichweitenstärksten Literaturwettbewerb im deutschsprachigen Raum teilgenommen. Was sind spontan erste Erinnerungen?

Es war ein wilder Ritt. Mein Juror Stefan Gmünder und ich waren aus unterschiedlichen Gründen stark vom Bewerb abgelenkt. Wir haben kein einziges Vorbereitungsgespräch gemacht. Ich würde mal sagen, wir hatten, wenn überhaupt, Außenseiterchancen.

Was macht das Besondere des Bachmannpreises aus?

Dass man was riskiert. Sich dem aussetzt. Und dass es immer Überraschungen gibt, weil so Vieles abhängig von Dynamik ist.

Wie hast Du deine Lesung und die Jurydiskussion erlebt?

Meine Lesung war vom ersten Augenblick an durch den Kreislaufzusammenbruch einer Jurorin überschattet. Der Moderator hat mir bedeutet, weiterzulesen und die Kameraleute haben einfach auf mich draufgehalten. Für mich war es von Vorteil, krisenfest zu sein- ich hörte an den Stimmen der Sanitäter, die in den Raum kamen, dass es nicht wirklich ernst- im Sinne von gefährlich- ist. Trotzdem habe ich mir natürlich Sorgen um sie gemacht. Unter diesen Umständen zu lesen, war eine Zumutung – ich wusste bis dahin gar nicht, dass ich den Text auswendig kann.

Wie hat sich Dein Preisgewinn für Dein weiteres Schreiben ausgewirkt?

Schon sehr. Ich habe das ehrlich gesagt unterschätzt und finde es immer noch bemerkenswert, wie viel Wert in unserer Branche auf diesen Preis gelegt wird, da es ja doch sehr von Dynamik und auch Zufällen geprägt ist, wer ihn schließlich bekommt. 

Was braucht der Bachmannpreis an Weiterentwicklung für eine gute Zukunft?

Der Bachmannpreis schafft Aufmerksamkeit für Texte, Schreibende und Literatur im Gesamten, insofern schafft er Aufmerksamkeit fürs Aufmerksamsein. Das ist in Zeiten wie diesen wichtiger denn je.

Was möchtest Du aktuellen Teilnehmer:innen, der Jury und dem Publikum in Klagenfurt mitgeben und dem Bachmannpreis zum 50er wünschen?

Ich fühle mich nicht in der Position, irgendwem was mitzugeben. Ich habe oft das Gefühl, die Jüngeren wissen ohnehin immer genau, was sie tun. Vielleicht, dass sie nicht immer alles so genau wissen sollen und nicht dauernd von Vorschüssen reden. Mir kommt vor, dass dieses dauernde Schielen auf den Betrieb wie so eine bittere Galle ist, die die Poesie versaut. Das eine ist die Ökonomie, das andere ist die Poesie. Man kann beides wollen, aber das muss nicht dauernd vermischt werden, das versaut die Prosa, diesen Geschmack kriegst du, wenn der mal drin ist, nie wieder raus.

Dem Bachmannpreis wünsche ich ein langes Leben.

Herzlichen Dank für das Interview und alles Gute!

Birgit Birnbacher, Schriftstellerin

Zur Person: Birgit Birnbacher, geboren 1985, lebt als Schriftstellerin in Salzburg. Ihr Debütroman »Wir ohne Wal« (2016) wurde mit dem Literaturpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung ausgezeichnet, darüber hinaus erhielt sie zahlreiche Preise und 2019 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Bei Zsolnay erschienen zuletzt die Romane »Ich an meiner Seite« (2020), »Wovon wir leben« (2023) und »Sie wollen uns erzählen« (2026). (Pressetext _ Verlag)

Aktueller Roman:

„Ein literarischer Roman über die brennenden Themen der Gegenwart: Das neue Buch der Bachmannpreisträgerin Birgit Birnbacher

Birgit Birnbacher, der Meisterin der „unpathetischen Empathie“ (Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau), gelingt es, die Frage, wie und wovon wir leben wollen, in einer packenden und poetischen Sprache zu stellen.
Ein einziger Fehler katapultiert Julia aus ihrem Job als Krankenschwester zurück in ihr altes Leben im Dorf. Dort scheint alles noch schlimmer: Die Fabrik, in der das halbe Dorf gearbeitet hat, existiert nicht mehr. Der Vater ist in einem bedenklichen Zustand, die Mutter hat ihn und den kranken Bruder nach Jahren des Aufopferns zurückgelassen und einen Neuanfang gewagt. Als Julia Oskar kennenlernt, der sich im Dorf von einem Herzinfarkt erholt, ist sie zunächst neidisch. Oskar hat eine Art Grundeinkommen für ein Jahr gewonnen und schmiedet Pläne. Doch was darf sich Julia für ihre Zukunft denken?“ (Pressetext/Verlag)

Eröffnung des 43.Bachmannpreises _ Nominierte Bachmannpreis 2019 _ Birgit Birnbacher, dritte von links.
Preisträger:innen 2019 _ Bachmannpreisträgerin Birgit Birnbacher vierte von links.

Bachmannpreis

1976 wurde nach einer Idee und auf Initiative des Autors und Journalisten Humbert Fink (* 13.8.1933 Salerno/I +16.5.1992 Maria Saal/Kärnten) und des damaligen Intendanten Ernst Willner ORF/Kärnten in Klagenfurt ein Literaturwettbewerb gegründet, dessen Hauptpreis nach der in Klagenfurt geborenen und begrabenen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (*25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom) benannt wurde.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

Der erste Bachmannpreisträger war 1977 Gert Jonke. Die aktuelle Preisträgerin 2025 ist Natascha Gangl.

Im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt werden ebenso weitere Literaturpreise vergeben – Deutschlandfunk Preis, 3sat Preis, Carinthischer Sommer Stipendium, BKS Publikumspreis.

Der Bachmannpreis, Tage der deutschsprachigen Literatur, findet jährlich Ende Juni/Juli in Klagenfurt statt.

Jury 2019 _Vorsitzender Hubert Winkels (Mitte) _ links Klaus Kastberger, Vorsitzender 2026
Abendstimmung Wörthersee/Schloss Loretto _ Empfang der Stadt Klagenfurt


Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Fotos: Birgit Birnbacher/Bachmannpreis 2019/Klagenfurt _  Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig, 9.6.2026

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„Sich ganz auf dieses Klagenfurter Literaturparadies einzulassen“ _ 50 Jahre Bachmannpreis _ Alexandru Bulucz, Schriftsteller _ Berlin 24.6.2026

50 Jahre Bachmannpreis _

Tage der deutschsprachigen Literatur Klagenfurt

im Interview _ Alexandru Bulucz, Schriftsteller _ Berlin

Bachmannpreisnominierter 2022

Deutschlandfunkpreisträger

Lieber Alexandru, Du hast 2022 am Bachmannpreis in Klagenfurt dem größten und reichweitenstärksten Literaturwettbewerb im deutschsprachigen Raum teilgenommen. Was sind spontan erste Erinnerungen?

Ich habe nur gute Erinnerungen daran – Österreich war immer gut zu mir. Die Verbundenheit unseres Jahrgangs hat mich beeindruckt – fast hätten wir Teilnehmende das gesamte Preisgeld unter uns allen aufgeteilt. Ich denke gern zurück an die Zeit mit Hannes Stein, Usama Al Shahmani, Leona Stahlmann – eigentlich müsste ich alle nennen. Und vor allem bin ich Insa Wilke dankbar, mir damals meinen Auftritt ermöglicht zu haben – sie hatte mich eingeladen.

Zum Glück war ich dann schon zuhause in Berlin, als mich die Punktevergabeliste erreicht hatte – ihr kann man das Taktieren der Kritikerinnen und Kritiker ablesen, jedenfalls dann, wenn man ihre Punktevergaben mit ihren in den Teilnehmenden bestimmte Erwartungen weckenden Diskussionsbeiträgen abgleicht. Taktieren, das machen wohl alle, wenn es darauf ankommt, die eigenen Eingeladenen zu schützen oder ihnen gar eine höhere Platzierung zu ermöglichen. Es tut halt nur weh, wenn man davon betroffen ist als Teilnehmender. Das ist der verzichtbare Aspekt des Bachmannpreises.

Alexandru Bulucz _ Lesung _ pandemiebedingt auf der Bühne im ORF Garten _
Bachmannpreis 2022, folgende

Was macht das Besondere des Bachmannpreises aus?

Die Aufmerksamkeitsökonomie, unter der die Literatur und die Literaturkritik stehen. Die Intensität der literaturkritischen Rezeption von Literatur. Der Wörthersee. Die ständige Begleitung der Erinnerung an die Namensgeberin Ingeborg Bachmann. Der Sandwirth als Begegnungsstätte. Josef Winkler, den ich so sehr liebe als Schriftsteller. Ach, die Liste könnte weitergehen.

Alexandru Bulucz und Büchnerpreisträger Josef Winkler

Wie hast Du deine Lesung und die Jurydiskussion erlebt?

In der Lesung war ich im Tunnelblick, nichts konnte mehr schief gehen. Die Diskussion war fair. Selbst die Kritikpunkte, die Philipp Tingler vorgetragen hat, konnte ich nachvollziehen. Mara Delius und Michael Wiederstein fand ich großartig!

Was braucht der Bachmannpreis für eine weitere gute Entwicklung?

Die finanzielle Unterstützung seitens der Politik und das Vertrauen der Sender. Alles andere ergibt sich schon.

Was möchtest Du aktuellen Teilnehmer:innen, der Jury und dem Publikum in Klagenfurt mitgeben und dem Bachmannpreis zum 50er wünschen?

Sich ganz auf dieses Klagenfurter Literaturparadies einzulassen. Den Teilnehmenden rate ich nur, sich von harter Kritik nicht allzu sehr mitnehmen zu lassen. Literaturkritik in Klagenfurt hat stets auch eine Showkomponente an sich. Das war immer so und wird es bleiben. Am Vortag der Lesung keinen Alkohol trinken und nicht zu spät ins Bett gehen.

Preisverleihung 2022_
Alexandru Bulucz, Deutschlandfunkpreisträger 2022 _
mit einladender Jurorin Insa Wilke

Herzlichen Dank für das Interview und alles Gute!

Alexandru Bulucz, Schriftsteller _ Lesung Bachmannpreis 2022 _
ORF Gartenbühne

Zur Person: Alexandru Bulucz, geboren 1987 im rumänischen Alba Iulia, wo er seine ersten 13 Jahre verbrachte, studierte Germanistik und Komparatistik in Frankfurt am Main. Er ist Lyriker, Herausgeber, Übersetzer und Kritiker. Sein Lyrikdebüt Aus sein auf uns erschien 2016. Für Gedichte aus was Petersilie über die Seele weiß erhielt er 2019 den Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis. 2022 wurde er in Klagenfurt im Rahmen der  Tage der deutschsprachigen Literatur mit dem Deutschlandfunk-Preis ausgezeichnet. 2024 bekam er mit dem Hölty-Preis den höchstdotierten Lyrikpreis Deutschlands. Er lebt in Berlin. Alexandru Bulucz – Schöffling Verlag 20.6.2026

Bachmannpreis _ Studiosetting

Bachmannpreis

1976 wurde nach einer Idee und auf Initiative des Autors und Journalisten Humbert Fink (* 13.8.1933 Salerno/I +16.5.1992 Maria Saal/Kärnten) und des damaligen Intendanten Ernst Willner ORF/Kärnten in Klagenfurt ein Literaturwettbewerb gegründet, dessen Hauptpreis nach der in Klagenfurt geborenen und begrabenen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (*25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom) benannt wurde.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

Der erste Bachmannpreisträger war 1977 Gert Jonke. Die aktuelle Preisträgerin 2025 ist Natascha Gangl.

Im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt werden ebenso weitere Literaturpreise vergeben – Deutschlandfunk Preis, 3sat Preis, Carinthischer Sommer Stipendium, BKS Publikumspreis.

Der Bachmannpreis, Tage der deutschsprachigen Literatur, findet jährlich Ende Juni/Juli in Klagenfurt statt.

Wörthersee

Fotos: Alexandru Bulucz/Lesung Bachmannpreis _ Walter Pobaschnig; Alexandru Bulucz/Josef Winkler im ORF Garten _ privat.

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Fotos: Bachmannpreis/Klagenfurt-Wörthersee_ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig, 20.6.2026

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„Ich sah Reich-Ranicki an und dachte, wenn Sie meinen _ mein Buch kommt. Und es kam“ _ 50 Jahre Bachmannpreis _ Elisabeth Plessen, Schriftstellerin _ Berlin 24.6.2026

50 Jahre Bachmannpreis _

Tage der deutschsprachigen Literatur Klagenfurt

Im Interview _ Elisabeth Plessen, Schriftstellerin _ Berlin.

Premierenteilnehmerin 1977

Liebe Elisabeth, Du hast am ersten Bachmannpreis 1977 in Klagenfurt dem größten und reichweitenstärksten Literaturwettbewerb im deutschsprachigen Raum teilgenommen. Was sind spontan Deine erste Erinnerungen?

Ich hätte nicht hinfahren sollen, war privat in einer sehr labilen Situation, kein glücklicher Ausgangspunkt für eine solche Einladung, zumal ich Ingeborg Bachmann mehrmals begegnet war, in Wien, in Rom in ihrer Wohnung in der Via Bocca Leone, bei Hans Werner Henze in La Leprara

Was macht das Besondere des Bachmannpreises aus?

Ich nahm im ersten Jahr teil, zusammen mit meinen Freunden Gerd Jonke und Jörg Läderach. Das war wichtig der Front der Kritiker gegenüber. Da war man nicht so allein und ihren ad-hoc-Urteilen ausgeliefert. Wir waren sehr aufgeregt und versuchten, uns gegenseitig zu beruhigen…

Wie hast Du Deine Lesung, die Jurydiskussion und die Preisverleihung erlebt?

Ich las aus der 1. Fassung meines 2. Romans ’Kohlhaas‘, und Marcel Reich-Ranicki, der Jury-Vorsitzende, erklärte im Vollton der Überzeugung: ‚Dieses Buch kommt nie über die Rampe.‘ Ich sah ihn an und dachte, wenn Sie meinen – es kommt. Und es kam. Die 2. Fassung wurde zum gerade von Günter Grass gestifteten Döblin-Preis eingereicht. In der Jury: Hans Werner Richter, Prof. Hans-Dieter Zimmermann und Fritz J. Raddatz. HWR und Zimmermann wollten mir den Preis zuteilen. Der Einwand von Raddatz: Der erste Döblin-Preis kann unmöglich an eine Frau gehen. Danach hatte ich genug von diesem ‚Ringen‘.

Wie hat sich Deine Teilnahme auf Deinen literarischen Stil wie auf Deine literarische Öffentlichkeit ausgewirkt?

Auf meinen Stil hatte die Teilnahme keinen Einfluss.

Was braucht der Bachmannpreis für eine weitere gute Entwicklung?

Ich kann es nicht sagen, habe das Prozedere nicht hinreichend weiterverfolgt.

Was möchtest Du aktuellen Teilnehmer:innen, der Jury und dem Publikum in Klagenfurt mitgeben und dem Bachmannpreis zum 50er wünschen?

Dass die Tage vergnüglich werden und sich für die Autoren neue Begegnungen eröffnen. Das Drumherum damals – nicht nur das Schwimmen im See – war das Lebendige.

Herzlichen Dank für das Interview und alles Gute!

Elisabeth Plessen, Schriftstellerin

Zur Person: Elisabeth Plessen | internationales literaturfestival berlin 20.6.2026

Bachmannpreis _ Jury (1986)

1976 wurde nach einer Idee und auf Initiative des Autors und Journalisten Humbert Fink (* 13.8.1933 Salerno/I +16.5.1992 Maria Saal/Kärnten) und des damaligen Intendanten Ernst Willner ORF/Kärnten in Klagenfurt ein Literaturwettbewerb gegründet, dessen Hauptpreis nach der in Klagenfurt geborenen und begrabenen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (*25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom) benannt wurde.

Bachmannpreisgründer und langjähriger Juror, Autor und Journalist _ Humbert Fink
Ingeborg Bachmann, Rom 1962

Der erste Bachmannpreisträger war 1977 Gert Jonke. Die aktuelle Preisträgerin 2025 ist Natascha Gangl.

Im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt werden ebenso weitere Literaturpreise vergeben – Deutschlandfunk Preis, 3sat Preis, Carinthischer Sommer Stipendium, BKS Publikumspreis.

Der Bachmannpreis, Tage der deutschsprachigen Literatur, findet jährlich Ende Juni/Juli in Klagenfurt statt.

Klagenfurt _ Innenstadt
Wörthersee

Fotos: Elisabeth Plessen _ 1 Renate von Mangoldt (1976); 2 Petra Seeger.

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Fotos: Bachmannpreis/Klagenfurt-Wörthersee_ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig, 20.6.2026

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„Als der Bachmannpreis mit Gert Jonke nach Paris kam“ _ 50 Jahre Bachmannpreis _ Heinz Schwarzinger, Schriftsteller _ Paris 23.6.2026

50 Jahre Bachmannpreis _

Tage der deutschsprachigen Literatur Klagenfurt

im Interview _ Heinz Schwarzinger, Schriftsteller, Übersetzer, Regisseur und Schauspieler  _ Paris

Bachmannpreisjuror 1990

Lieber Heinz, Du warst 1990 Juror beim Bachmannpreis in Klagenfurt dem größten und reichweitenstärksten Literaturwettbewerb im deutschsprachigen Raum teilgenommen. Was sind spontan Deine erste Erinnerungen?

Eine anziehende Stadt, noch dazu meine Geburtsstadt. In der ich nie gelebt habe. Oder nur wenige Monate, die ersten nach Kriegsende. Dann in der Südsteiermark. Aber der Tonfall des Kartnerischen ging mir nie mehr aus dem Ohr, und blieb mir immer lieb. Nahe Verwandtschaft sorgte dafür.

Erste Erinnerung also ein Gefühl von Zugehörigkeit, von Heimat, gleich wieder zerstört von der leiblichen Anwesenheit des Landeshauptmanns J Haider, welcher von Publikum und Teilnehmenden jedoch konsequent ignoriert wurde.

Was macht das Besondere des Bachmannpreises aus?

Das Auswahlsystem: Die Juroren wählen ihre Kandidat.innen aus und können sich im Voraus mit ihnen besprechen. Der Bekanntheitsgrad der Autor.innen spielt keine Rolle, sie müssen nur in deutscher Sprache schreiben.

Die Möglichkeit, vor Ort Vertreter großer und kleiner Verlagshäuser mit den Autor.innen bekannt zu machen.

Wie hast Du als Juror die Lesungen, die Jurydiskussionen, die Preisverleihungen und die Begegnungen rundum erlebt?

Die Juroren wählen im vorab die Texte bzw. Auszüge in Absprache mit den Autor.innen aus. Das ist der „private“ Teil der Veranstaltung. Bei der Jurydiskussion betätigt sich der.die Juror.in als Fürsprecher bzw. Verteidiger des Kandidatin. Außerhalb des Versammlungorts steht es dem.r Juror.in frei, mit seinem.r Kandidaten.in zu verkehren.

Ich erinnere mich an einen Kandidaten, T.M., der im letzten Moment die Textauswahl änderte und im Radiosaal einen Auszug vorlas, über den wir nicht gesprochen hatten. Schlecht darauf vorbereitet, konnte ich ihm beim Jurygespräch nur notdürftig beistehen.

Wie gelingt es Objektivität zu bewahren?

Indem man den Auswahltext unter allen möglichen Gesichtspunkten untersucht und beurteilt, wenn „Objektivität“ auch nicht unbedingt unabdingbar ist.

Wie hat sich diese Funktion auf Deinen weiteren beruflichen Weg ausgewirkt?

Ein paar Jahr nach meiner Teilnahme in Klagenfurt habe ich in Paris in der Maison de la Poesie den Bachmannpreis einmal nachvollzogen, mit Gert Jonke z.B. als „Kandidat“, entsprechende Textauszüge wurden ausgewählt, übersetzt und von Schauspielern gelesen. Die Veranstaltung wurde von der Presse interessiert besprochen, Bachmann ist auch in Frankreich eine bekannte Autorin, aber zu weiteren derartigen Veranstaltungen kam es meines Wissens nicht.

Was braucht der Bachmannpreis für eine zukünftige gute Entwicklung?

Gute Autor.innnen und vielleicht Schauspieler.innen, die statt der Autor.innen die Texte lesen.

Was möchtest Du aktuellen Juroren:innen, Teilnehmer:innen und dem Publikum in Klagenfurt mitgeben und dem Bachmannpreis zum 50er wünschen?

Viel Spaß und viel Glück! Auf dass die Veranstaltung andauere! Und schönes Wetter am See.

Herzlichen Dank für das Interview und alles Gute!

Heinz Schwarzinger_ freier Übersetzer, Autor, Regisseur und Schauspieler

Zur Person: Heinz Schwarzinger lebt als freier Übersetzer mit dem Schwerpunkt auf zeitgenössische Dramatik, sowie als Autor, Regisseur und Schauspieler in Paris.

Schwarzinger studierte Theaterwissenschaft in Wien und Paris, 1969 erfolgte seine Promotion. Seit 1972 übersetzt er Theatertexte ins Französische, meist unter dem Pseudonym “Henri Christophe”. Seit 1986 konzipiert und leitet und konzipiert Schwarzinger die Österreichischen Theaterwochen in Paris und die seit 1991 bestehenden Französischen Theatertage in Wien. Daneben leitet er Übersetzungsseminare und Workshops in Österreich, Deutschland und Frankreich. Schwarzinger ist Herausgeber der Theaterwerke von Ödön von Horváth und Arthur Schnitzler in französischer Sprache. 1991 wurde er mit dem Österreichischen Staatspreis für literarisches Übersetzen ausgezeichnet. Heinz Schwarzinger – Literaturhaus Wien 23.6.26

Bachmannpreis _ Publikum

Bachmannpreis

1976 wurde nach einer Idee und auf Initiative des Autors und Journalisten Humbert Fink (* 13.8.1933 Salerno/I +16.5.1992 Maria Saal/Kärnten) und des damaligen Intendanten Ernst Willner ORF/Kärnten in Klagenfurt ein Literaturwettbewerb gegründet, dessen Hauptpreis nach der in Klagenfurt geborenen und begrabenen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (*25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom) benannt wurde.

Ingeborg Bachmann auf ihrer Terrasse in Rom, Bocca de Leone, um 1970

Der erste Bachmannpreisträger war 1977 Gert Jonke. Die aktuelle Preisträgerin 2025 ist Natascha Gangl.

Im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt werden ebenso weitere Literaturpreise vergeben – Deutschlandfunk Preis, 3sat Preis, Carinthischer Sommer Stipendium, BKS Publikumspreis.

Der Bachmannpreis, Tage der deutschsprachigen Literatur, findet jährlich Ende Juni/Juli in Klagenfurt statt.

Wörthersee _ Abendstimmung

Foto: Heinz Schwarzinger _ Eva Trummer/Verlag der Autoren

Foto: Ingeborg Bachmann _ Garibaldi Schwarze

Fotos: Bachmannpreis_Klagenfurt/Wörthersee _ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig, 23.6.2026

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