
2026 _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann
Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Bocca de Leone, Rom, um 1970
100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _
Im Interview _ Elizabeta Lindner/Kostadinovska, Schriftstellerin, Künstlerin _ Berlin
Liebe Elizabeta, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns?
Als Germanistin war es für mich schon während des Studiums selbstverständlich, an Bachmanns Werk zu kommen. Insbesondere weil sie eine der wenigen Frauen ist, die es geschafft hat, aufs große, von Männern beherrschte Feld der Literatur, gleichberechtigt mitzumachen. Ihre Präsenz in der deutschsprachigen Literatur ist wie Teilnahme aller Schriftstellerinnen, sie war damals schon unsere Stimme. Bachmann, wie alle guten und zeitlosen Schrifsteller:innen, kann man immer wieder lesen – und deswegen freue mich über dieses Interview, weil ich einfach in mein Buchregal greifen musste und wieder problemlos in ihr Werk eintauchen. Eine eigene Hausbibliothek ohne Bachmann ist, denke ich, immer noch undenkbar.
Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?
Das, was das gute Schreiben im Allgemeinen ausmacht: ehrlich, direkt und tiefgreifend, aber dennoch spontan und verspielt, mit einer besonderen Leichtigkeit, die sich sprachlich und stilistisch so wunderbar liest, egal ob es Schmerz, Trauer oder Witz darin vorkommt, sehr guter „Flow“, obwohl es sich um keine einfache Textmaterie handelt. Und das ist die Kunst des Schreibens: fließend und fesselnd. Da meine ich die Prosa, die für mich poetisch genug ist. Bei den Gedichten ist es manchmal zu viel, zu dicht, zu strukturiert, zu ernst – passend für den schriftstellerischen Durchbruch,- einige Gedichte mag ich sehr, aber ich muss manchen noch eine konzentrierte Chance geben*.
Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben?
Viele ihrer Erzählungen mag ich, ich habe die Gesamtausgabe und es fehlt mir schwer, mich festzulegen. Fast alle haben ihren eigenen Wert. Aber „Malina war so ein unvergesslicher „Lesetrip“, denn es ist definitiv ein Meisterwerk. Deswegen wollte ich den Roman unbedingt ins Mazedonische übersetzen, aber eine meine Kollegin war schneller… zumindest habe ich mir den Wunsch erfüllt, Meisterwerke von Thomas Bernhard zu übersetzen. Aber es kann immer noch sein, dass ich irgendwann einige Geschichten oder Essays auswähle und sie übersetze. Ich will mich unbedingt mit ihren Essays mehr beschäftigen*. Die Briefe zwischen ihr und Paul Celan (den ich ins Mazedonische übersetzt habe) finde ich interessant, aber dennoch sehr privat und ich bin mir nicht sicher, ob Menschen das wirklich wollen, ihre intimen Worte und Gedanken publik machen. Ich glaube alle Autor:innen haben etwas, was sie nicht veröffentlichen wollen… Vielleicht muss man dann Sachen mit einem Testament regeln oder vielleicht sie doch verbrennen, bevor sie als Nachlass bleiben.
Wie siehst Du Ingeborg Bachmanns Gesellschaftskritik der zerstörenden und zerstörerischen patriarchalen Welt heute?
Sie ist leider immer noch sehr aktuell und zutreffend. Heutzutage wäre so eine Schriftstellerin wie Bachmann womöglich runtergespült, denke ich, weil wir viele schreibende Frauen haben und man sich heutzutage eher mit einfacheren und oberflächlicheren Themen beschäftigt, Themen die nicht reizen und eher eine Wohlfühlatmosphäre vermitteln – oder Themen aus der Geschichte oder der zeitgenössischen Geschehnissen (Geschlechtsumwandlungen, Nicht-Binarität, Hipsterismus) schildern, oder sich mit langweiligen Familien- oder Coming-of-Age-geschichten oder pseudo-intellektuellem Unterhaltungskramm auf dem Büchermarkt platzieren, denn Schreiben wird heutzutage an Instituten gelernt und mit ChatGPT betrieben… natürlich gibt es nebenbei auch was Gutes, aber wir haben immer noch das Problem der Ignoranz gegenüber starken und intelligenten Frauen. Man beachtet heutzutage Frauen als Quoten und nicht als Qualität. Damals war Bachmann vielleicht sogar besser am Platz als heute, heute würde sie eventuell in der belanglosen Quantität des Büchermarkts untergehen. Und das wäre großer Verlust, denn der Mangel an starken kritischen Frauenstimmen ist leider einer der Gründe, warum das Patriarchat unter der Regenbogenflagge weiterhin problemlos existiert, weil die Quotenquantität erfüllt ist, aber dadurch kein Fortschritt entsteht. Die Nachfolger:innen Bachmanns (mit wenigen Ausnahmen) werden unter den Teppich gekehrt oder eben aussortiert. Damals gab es keine große Mainstream-konkurrenz und Bachmann war einfach die beste – und bleibt auch für immer eine literarische Größe. Aber das zähe Patriachat müssen wir weiterhin bekämpfen, weil Kritik heute noch viel mehr verpönter ist als damals und die festen patriarchalen Strukturen bestehen weiterhin und bringen neue Kriege – auch wenn die Quotenfrauen manchmal als StrohmännerInnen eingesetzt werden. Dass wir nichts aus der Geschichte lernen, ist auch klar. Bachmann wäre heute zutiefst empört und enttäuscht. Aber Frauen wie Francesca Albanese, Greta Thunberg, Kirsten Hilbig – und viele andere, machen zumindest politisch einen Unterschied und sorgen für Balance.
Die Liebe in allen Facetten von Glück und Verhängnis ist ein wesentliches Thema in Gedichten wie Prosa Ingeborg Bachmanns_ „die Männer sind unheilbar krank…“ (Interview, 1971) _ wie lieben wir nach/mit Bachmann?
Liebe, genau, die Treibkraft des gesamten Lebens… die uns in viele Zustände versetzt. Starke Frauen wie Bachmann lieben ganz stark, obwohl sie extrem empfindlich in ihrem Inneren sind – und diese Liebe können (nicht alle) Männer verkraften… und das macht sie leider eben „unheilbar krank“, weil sie immer das Falsche machen oder eben obwohl unglücklich, lieber im sicheren Nest oder auf dem sicheren Terrain bleiben, keine Risiken mit Künstler:innen eingehen. Frauen wie Bachmann sind nur Geliebten und „unerfüllte Lieben“, weil der Mut dazu fehlt, sie ganz und richtig zu lieben. Frau muss sich damit abfinden und keine Erwartungen von der großen Liebe haben. Falls sie doch passiert, hat man/frau vielleicht ein Geschenk vom Universum bekommen und das wäre auch schön. Ansonsten kann man immer über die unglücklichen Lieben schreiben oder sich davon inspirieren lassen. Liebe ist überall, genauso wie der Schmerz, wir sind Sensoren und Katalysatoren – und das hat nur manchmal mit der Sexualität zu tun. Die Liebe ist stärker als der Körper, deswegen muss man sehr gut auf sich aufpassen. Sowohl Bachmann als auch Paul Celan (und viele Künstler:innen) hatten einen tragischen und mysteriösen Tod, nachdem sie ihren Körper / Gesundheit vernachlässigt haben – weil ihr Geist vorher von zu viel Liebe geschwächt wurde… Denn Liebe an sich kann eben „unheilbar krank“ machen, und eines Tages, eher früher, stirbt man daran…
„Es ist eine seltsame, absonderliche Art zu existieren, asozial, einsam, verdammt, es ist etwas verdammt daran“, so charakterisierte Ingeborg Bachmann in ihrer Rede zur Verleihung des Anton Wildgans Preises (1971) Schreiben und Existenz. Ist das Schreiben, die Kunst immer (auch) eine Form des persönlichen „Martyriums“?
Künstler:in zu sein ist tatsächlich eine seltsame, absonderliche Art zu existieren. Und wenn man sich dafür entscheidet, diese Existenz nicht aufzugeben, muss man bereit sein das „Martyrium“ zu akzeptieren, bzw. sich dann damit abzufinden und das Beste daraus zu machen. Man muss verstehen, dass dieses Leben gleichzeitig verdammt und gesegnet ist, die dunkle Seite als Begleiterin zu haben, auf dem Weg zum un-erreichbaren Licht. Und das ist genau, was die Kunst ausmacht, aus der Dunkelheit ans Licht zu kommen, also sie und das Leben verschmelzen und leiden gemeinsam – ab und zu unterbrochen von magischen Momenten, wenn das Licht sich bemerkbar macht. Aber Kunst ist gleichzeitig auch die bessere Psychotherapie, also das Leiden wird dadurch gelegentlich gemildert, aber man kann sich natürlich in der Kunst auch auflösen oder sich ihr vollkommen ergeben, dann ist das Leben auch egal…und damit auch die Realität und der eigene Körper.
Welche Aspekte in Bachmanns Schreiben möchtest Du neben den existenz- wie gesellschaftskritischen Grundpositionen noch hervorheben?
Der sprachliche Aspekt – oder der Aspekt der Sprache. Wittgenstein ist auch für mich eine sehr große Inspiration und freue mich, dies mit Bachmann zu teilen. Ein Langgedicht von mir, das auf Veröffentlichung wartet, lehnt an Wittgensteins „Philosophische Untersuchungen Bachmann schafft eine hervorragende Darstellung der Persönlichkeiten durch ihre eigene Sprache.. Für mich als Linguistin, mehrsprachige Autorin und Übersetzerin sind die Aspekte der Sprache und der Mehrsprachigkeit sehr spannend. Die meisterhaft eingesetzte oder komponierte Sprache, die die Persönlichkeiten ihrer Protagonist:innen entblößt – die eigene Sprache als Dasein, nicht die Beschreibung der Charaktere (auch großartig). Dann auch ihre Worte und Sätze aus anderen Sprachen oder auch die Kombinationen und Assoziationen sind reizend, weil sie oft auch psychologisch eingesetzt werden. Wenn man eine Erzählung mit „Bože moj“ anfängt, dann muss das sprachlich und inhaltlich dramatisch sein: In der Erzählung „Simultan“ finde ich eben diesen verspielten Umgang mit Sprachen so großartig: lost in translation goes Babylon, oder: eine Sprache für jede Laune. Da ist die Protagonistin mehrsprachige Dolmetscherin, ein Beruf, den man nur wegen des Geldes machen würde, und ich finde ihre alltäglichen mehrsprachigen Gedanken bzw. Gespräche mit dem Begleiter und die geistige Erschöpfung in ihrem Dasein als Dolmetschen sehr authentisch und verspielt dargestellt – und als Gegensatz dann die langen Gedankenmonologe – und wie in allen ihren Geschichten, kann man auch hier Vieles zwischen den Zeilen und zwischen den Sprachen lesen und eventuell auch verstehen. Das Unbekannte der Fremdwörter, die für ihre Bedeutung und nicht nur für ihre Melodie und Lautmalerei in einen Text eingesetzt werden, finde ich spannender und verspielter, aber auch mysteriös und reizend – manchmal ist es ärgerlich, denn man will alles verstehen und keine Lücken haben. (Heutzutage sind wir gut aufgehoben mit DeepL, um schnell was übersetzt zu bekommen).
Mehrsprachigkeit ist ähnlich wie das künstlerische Dasein: Fluch und Segen gleichzeitig… Weil es nicht mainstreamtauglich ist, wird es ignoriert oder anders klassifiziert, wenn Menschen mehrere Sprachen in Wort und Schrift beherrschen. Dann verliert sich das Nationale (deutsche, österreichische … Schriftstellerin). Ob Bachmann auf Italienisch geschrieben hat, weiß ich nicht, aber ich denke, sie könnte sich bestimmt auch in der anderen Sprache literarisch gut ausdrücken – das wäre vielleicht eben die italienische Bachmann gewesen. Auf jeden Fall war sie als Übersetzerin tätig, hat Gedichte von Ungaretti ins Deutsche übersetzt und kennt sich mit Sprachen aus – denn Bachmann hat in diesem Text (Simultan) auch sehr deutlich gemacht, dass die Fähigkeit zum Dolmetschen und zum Übersetzen eine andere ist, und dieser Moment hat mir besonders gut gefallen, als die Dolmetscherin beim kurzen Bibelzitat auf italienisch ins Schwanken kommt und nur mühsam Worte findet, um es (mündlich) ins Deutsche zu übertragen – und dabei findet sie sich „nutzlos“. Mehrsprachige Personen sind sehr selbstkritisch, wenn es um Sprache geht, aber das liegt auch am tieferen Denken, das damit in Verbindung steht – es ist das Gegenteil von dem, was man mit Worten sonst macht, wie wir in der heutigen Welt sehen: je einfacher, dümmer und gefährlicher sie sind, desto lauter werden die Worte rausgeschrien, aber dennoch stiehlt uns die Propaganda die schönen Worte – schon wieder. Die Sprache ist Teil des Systems, aber der Kontext und die Mehrsprachigkeit, die durch Übersetzung und Assoziationen präsent ist, geben den „eroberten“ Worten (und Gedanken) die Möglichkeit, ihre Grenzen noch mehr zu erweitern.
Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?
Mit solchen Persönlichkeiten kann man sich über Vieles austauschen. Über Sprache, über das Leben, über den (Welt)Schmerz, über Wittgenstein, über Thomas Bernhard. Über das heutige Patriarchat und die Fehler der Frauen. Über das Gesundheitssystem (darüber schreibe ich gerade einen Essay) und die Rückschritte der „modernen“ Welt. Aber auch über Liebe, ihr Unglück und über unsere Gesundheit. Ich hätte sie gefragt, ob sie mit der Veröffentlichung der Briefe einverstanden wäre.
Was sind Deine aktuellen Projektpläne?
In Wien in der Nationalbibliothek läuft eine Sonderausstellung Thomas Bernhard heute, und begleitend dazu werden 40 seiner Übersetzer:innen mit spannenden Interviews Teil davon und der Publikation dazu – ich freue mich eine von denen zu sein! Leider konnte ich nicht zur Eröffnung kommen, aber Ich warte sehnsüchtig auf die Publikation und plane meinen nächsten Wienbesuch zur Ausstellung und vielleicht performe ich wieder im Wiener Underground (es gibt noch Zeit, die Ausstellung läuft bis Februar 2027).
In Berlin ist eine internationale Gruppenausstellung (Fresh Legs 2026) im Juni, wo zwei abstrakte Gouache-Zeichnungen von meiner neuen Kunstserie zu sehen sein werden; einige kleinere Gruppenausstellungen danach. Im Winter eventuell auch meine erste Einzelausstellung in Berlin (um meine 20 Jahre Berlin zu feiern).
Momentan schreibe ich neue Texte: Prosa auf Deutsch (Essay, beunruhigende Geschichte), aber auch Gedichte auf Englisch zu manchen der abstrakten Zeichnungen (und übersetze sie dann in mehrere Sprachen). Und natürlich als „Nebenjob“ verwalte ich die Veröffentlichung des Langgedichts.
Ab Herbst plane ich wieder mehr im Tonstudio zu sein, neues Material für mein avantgardistisches Multimediaprojekt Wortschmerz ‡ noisedestotrotz vorzubereiten – mehrere Auftritte ab Oktober sind bereits geplant.
Im Winter plane ich eine neue spezielle Ausgabe des interdisziplinären text-visual-sound Art Happening SlovoKult :: intersession 2026 zu organisieren; denn neben dem Jubiläum 20 Jahre Berlin sind für mich auch 25 Jahre Deutschland und 10 Jahre SlovoKult :: mehrsprachige Online-Zeitschrift für Text- und bildende Kunst und ihre ersten Veranstaltungen (in Skopje).
Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?
Ingeborg Bachmann/Ein Schritt nach Gomorrha (Auszug)
Nein, erst wenn sie alles hinter sich würfe, alles verbrennte hinter sich, konnte sie eintreten bei sich selber. Ihr Reich würde kommen, und wenn es kam, war sie nicht mehr meßbar, nicht mehr schätzbar nach fremdem Maß. In ihrem Reich galt ein neues Maß. Es konnte dann nicht mehr heißen: sie ist so und so, reizvoll, reizlos, vernünftig, unvernünftig, treu, untreu, anständig oder skrupellos, unzugänglich oder verabenteuert. Sie wußte ja, was zu sagen möglich war und in welchen Kategorien gedacht wurde, wer dieses oder jenes zu sagen fähig war und warum. Immer hatte sie diese Sprache verabscheut, jeden Stempel, der ihr aufgedrückt wurde und den sie jemand aufdrücken mußte – den Mordversuch an der Wirklichkeit. Aber wenn ihr Reich kam, dann konnte diese Sprache nicht mehr gelten, dann richtete diese Sprache sich selbst. Dann war sie ausgetreten, konnte jedes Urteil belachen, und es bedeutete nichts mehr, wofür jemand sie hielt. Die Sprache der Männer, soweit sie auf die Frauen Anwendung fand, war schon schlimm genug gewesen und bezweifelbar; die Sprache der Frauen aber war noch schlimmer, unwürdiger – davor hatte ihr schon gegraut, seit sie ihre Mutter durchschaut hatte, später ihre Schwestern, Freundinnen und die Frauen ihrer Freunde und entdeckt hatte, daß überhaupt nichts, keine Einsicht, keine Beobachtung dieser Sprache entsprach, den frivolen oder frommen Sprüchen, den geklitterten Urteilen und Ansichten oder dem geseufzten Lamento.
*Fußnote
Noch während des Interviews, begann ich nach „verpassten“ Büchern und Schriften von ihr zu suchen, und habe dann einige Essays, Reden und kurze Schriften gelesen, die mich absolut ansprechen und begeistern. Etwas würde ich gerne übersetzen, aber ich werde mich auch anders damit weiterbeschäftigen. Auch ihre unveröffentlichte Poesie habe ich gelesen, die noch in Notizbüchern war, und erst 2000 erschienen ist, mit Fotos von der Originalschrift. Diese Gedichte waren mir sehr nah, einfach großartig…Manchmal fand ich sogar, dass wir ähnlichen Stil haben, mit meinen 2020 veröffentlichten Gedichten. Im Unterschied zu den frühen Gedichten, merkt man hier die „reife“ Bachmann, die ihre eigene poetische und besondere Denkweise und den entsprechenden Ausdruck sehr gut kennt. Und manche dieser Gedichte würde ich auf jeden Fall übersetzen wollen.
Das Interview hat mich sehr inspiriert (deswegen so lang geworden), und ich habe auch „Alle Tage“ ins Mazedonische übersetzt. Herzlichen Dank für die Einladung!
Herzlichen Dank für das Interview!

Zur Person: Elizabeta Lindner / Kostadinovska
Übersetzerin, Herausgeberin, Kuratorin / mehrsprachige Autorin, visuelle, interdisziplinare und experimentelle Künstlerin und avantgardistische Multimedia Performerin
geboren in Skopje, Mazedonien, Studium der Germanistik und Slawistik in Skopje (Dipl. Phil., 2001) und Regensburg (M.A., 2005). Im Wintersemester 1999/2000 war sie DAAD-Semesterstipendiatin an der TU Dresden. Seit 2001 in Deutschland, seit 2006 lebt und arbeitet sie in Berlin.
E. Lindner: vielfach ausgezeichnete Literaturübersetzerin (mehr als 30 Titel Prosa und Poesie), Herausgeberin (Bücher, Anthologien), Gründerin von SlovoKult (Portal 2007/8-2016), ab 2016 zweisprachigen Online-Zeitschrift für mehrsprachigen Text und visuelle Kunst, und Kuratorin für alle Projekte in Skopje, Berlin aber auch andere Städte, mittlerweile als interdisziplinäre + Multimedia Echtzeit-Art-Sessions als Polyphonie aus mehrsprachigem Text und improvisiertem Sound sowie Videoausstellung als Projektion.
E. Kostadinovska: mehrsprachige Autorin (Deutsch, Mazedonisch, Englisch), die in (Online) Zeitschriften, Anthologien und eigenständigen Publikationen: Gedichte, Essays, Kurzgeschichten und experimentelle Texte (und Bilder) veröffentlichte; visuelle und interdisziplinäre Künstlerin, die mit abstrakten (Gouache und Stift) und experimentellen (Collagen, mixed media mit Text) Kunstwerken an verschiedenen Gruppenausstellungen und Veranstaltungen (in Berlin, Skopje, Gevgelija, Riga, Düsseldorf) teilgenommen hat. Sie verbindet drei Künste miteinander und experimentiert interdisziplinär: Text- + Bild- + Klangkunst – und seit 2017 präsentiert sie live in Multimedia Performance, seit 2022 mit avantgardistischen Elementen: mehrsprachige Polyphonie + Kunstvideo + Klang/Noise live mit ihrem Projekt Wortschmerz ‡ noisedestotrotz (div. Kollaborationen mit Soundkünstler:innen), seit 2025 auch Solo (Klang: Tocante, Gitarre, Electronics).
Mehr: https://www.slovokult-literatur.de/index.php/lyrik/elizabeta-lindner-kostadinovska/
Foto: Ingeborg Bachmann _ Garibaldi Schwarze
Foto: Elizabeta Lindner/Kostadinovska _ privat
Walter Pobaschnig, 13.5.2026




























































































