„Aber er ist doch so ein netter Kerl“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Cornelia Koepsell/_ Peter Nitsche _ Hermannsburg/D _ Wien 21.4.2026

Peter Nitsche _ Schauspieler _ Wien _ performing „Ivan“ _
am Romanschauplatz Malina _ Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig 8/21 folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz

MALINA _ Akrostichon

Text _ Cornelia Koepsell, Schriftstellerin _ Hermannsburg/D

Performance _ Peter Nitsche _ Schauspieler _ Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Peter Nitsche _ Schauspieler _ Wien _ performing „Ivan“ _
am Romanschauplatz Malina _ Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig 8/21 folgende
Peter Nitsche _ Schauspieler _ Wien _ performing „Ivan“ _
am Romanschauplatz Malina _ Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig 8/21 folgende

MALINA


M
änner       

Alle oder nicht jeder?

Lasst ihr es zu. Wenn euer Kumpel der

Intimpartner*in

Nach dem Leben trachtet? Sie abwertet, fertigmacht, ghosted

Aber er ist doch so ein netter Kerl

Cornelia Koepsell, 6.4.26

Peter Nitsche _ Schauspieler _ Wien _ performing „Ivan“ _
am Romanschauplatz Malina _ Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig 8/21 folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz

MALINA _ Akrostichon

Text _ Cornelia Koepsell, Schriftstellerin _ Hermannsburg/D

Performance _ Peter Nitsche _ Schauspieler _ Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971.

Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.

Cornelia Koepsell,,Schriftstellerin
Peter Nitsche _ Schauspieler _ Wien _
Walter Pobaschnig

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann.

Foto_ Cornelia Koepsell _ privat.

Fotos: Peter Nitsche _ Schauspieler _ Wien _ performing „Ivan“ _
am Romanschauplatz Malina _ Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig 8/21

Walter Pobaschnig, 6.4.26

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„mitdenken, es wird bei Bachmann nichts auf dem Tablett serviert“ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Cornelia Koepsell, Schriftstellerin _ Hermannsburg/D 21.4.2026

Ingeborg Bachmann _ Cornelia Koepsell

2026 _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Im Interview _ Cornelia Koepsell, Schriftstellerin

Liebe Cornelia, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns? 

Ingeborg Bachmann, Jahrgang 1926 ist eine Frau aus der Generation meiner Mutter. Für mich ist ihre Klarsichtigkeit erstaunlich, wie sie beschreibt und benennt, wie Frauen im Patriarchat zugerichtet und regelrecht „liebessüchtig“ werden (siehe Malina)

Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?

Mir kommt es so vor, als ob sie in größeren und kleineren Kreisen immer um das herum schreibt, was sie sagen will, die Außenbezirke sehr genau auslotet, der Leser muss mitdenken, um zu verstehen, es wird ihm nichts auf dem Tablett serviert.

Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben und warum?

Ich habe nicht alles von ihr gelesen, kürzlich die Erzählung „Das Dreißigste Jahr“ angehört, eine Art Wiederauferstehungs-Geschichte. Sie hat mich beeindruckt.

Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?

Ich hätte sie nach der Quelle ihrer Kraft gefragt, woher sie den Mut genommen hat.

Was sind Deine aktuellen Projektpläne?

Eine autofiktionale Erzählung über die Demenzerkrankung meiner Mutter, die mir auch in kleinen Puzzleteilen Zugang zu ihrer Vergangenheit, Kindheit und Jugend verschaffte.

Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?

„Es ist ein großer Irrtum zu glauben, dass man nur in einem Krieg ermordet wird.„

Herzlichen Dank für das Interview!

Cornelia Koepsell,,Schriftstellerin

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann.

Foto_ Cornelia Koepsell _ privat.

Walter Pobaschnig, 6.4.26

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„tief überraschend, schön und zwingend“ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Jens Schröter, Schriftsteller _ Bonn 20.4.2026

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann auf der Terrasse in ihrer Wohnung in der Bocca de Leone/Rom _ um 1970

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Im Interview _ Jens Schröter, SchriftstellerMedienwissenschaftler_ Bonn

Lieber Jens, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns? 

Ich hab` selbst nicht zu Bachmann gearbeitet, ich bin ja auch nicht aus der Literaturwissenschaft. Aber ich habe im Studium zuerst „Anrufung des Großen Bären“ gelesen und das hat mich sehr beeindruckt. Ich komme immer wieder zu dieser Gedichtsammlung zurück.

Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?

Ich finde ihre Bilder und Wortkombinationen tief überraschend, schön und zwingend.

Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben und warum?

„Die Anrufung des Großen Bären“ wird wohl immer mein Lieblingswerk bleiben

Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?

Ach nichts, ich hätte Sie in Ruhe gelassen.

Was sind Deine aktuellen Projektpläne?

Derzeit laufen mehrere Projekte, wir bringen drei Volkswagen-Projekte (eins zu KI in den Wissenschaften, eins zur Digitalisierung von Geruch und Geschmack und eins zu post-monetärer Ökonomie) gerade zuende und arbeiten an den Publikationen.

Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?

Das scheint mir heute angemessen:

In einer großspurigen Zeit

muß man rasch von einem Licht ins andre gehen, von einem Land

ins andre, unterm Regenbogen,

die Zirkelspitze im Herzen,

zum Radius genommen die Nacht.

Herzlichen Dank für das Interview!

Jens Schröter, SchriftstellerMedienwissenschaftler

Foto: Ingeborg Bachmann: Garibaldi Schwarze.

Foto: Jens Schröter _ privat.

Walter Pobaschnig, 1.4.26

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Jens-Philipp Gründler: Nachtumweht. Erzählungen. Agenda Verlag.

Jens-Philipp Gründler, Autor und Journalist, studierte Philosophie, Vergleichende Literaturwissenschaften und Kunstgeschichte, lädt in seinem neuesten Erzählband (Kurzprosa) zu einer Reise, zu einem Sturz in Lebens- und Gesellschaftssituationen ein, in denen Menschen vor Herausforderungen stehen in Krieg und Frieden, Jugend und Alter und ihren Weg in Entscheidung, Mut und Konsequenz suchen und gehen.

Da ist der US-Soldat im Vietnamkrieg, der sich einem Befehl widersetzt und das Gewissen vor dem Befehl stellt. Da ist der schwere Schulalltag zwischen Stille und Ausgrenzung und danach der Blick ins Weite und die Faszination Fotografie, die Anerkennung und Erfolg bringt, was die Schulglocke verweigerte.

Und da sind viele Existenzmodelle mehr, in denen Menschen zwischen Sturm und Sonne ihren Lebensweg erkunden, beschreiten, verändern, geworfen werden und dagegen ankämpfen, um mit letztem Einsatz ihr Weltbild und den Sinn in jedem neuen Tag suchen und danach ringen.

Jens-Philipp Gründler beweist in diesem Erzählband einmal mehr seine große Fähigkeit und sein Talent zu einer spannenden, tiefgehenden Prosa, die in den biographisch-gesellschaftlichen Miniaturen mitreißend einladen, Existenzsituationen in Krisis und Entscheidung wahrzunehmen und zu reflektieren. Wie hätte ich gehandelt? Was würde ich jetzt tun? Was ist für mich Wert und Sinn?

Bilder des so variantenreichen wie beeindruckenden Künstler Michael Blümel bilden einen hervorragenden Bilddialog zu einer Prosa, die in dieser Form einzigartig ist.

„Ein Erzähl-, Bildband, der Mensch in Krisis, Sinn und Entscheidung mitreißend ins Wort und Bild setzt.“

Jens-Philipp Gründler: Nachtumweht. Erzählungen. Agenda Verlag.

Paperback, 134 Seiten, 2025

ISBN 978-3-89688-907-2

19,90 €

Walter Pobaschnig 4/26

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„Und würzt die Lämmer gut“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Jens Schröter/ Rebecca Celine Richter _ Bonn/Wien 20.4.2026

Rebecca Celine Richter, Schauspielerin, Sängerin  _ Wien _
 performing „Undine geht“
 _ Donau/Wien _
„Undine geht“ Ingeborg Bachmann. Erzählung 1961 _
Walter Pobaschnig 7/2024

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance

UNDINE GEHT _ Akrostichon

Text  Jens Schröter, Schriftsteller, Medienwissenschaftler_ Bonn

Performance _ Rebecca Celine Richter, Schauspielerin, Sängerin _ Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Rebecca Celine Richter, Schauspielerin, Sängerin  _ Wien _
 performing „Undine geht“
 _ Donau/Wien _
„Undine geht“ Ingeborg Bachmann. Erzählung 1961 _
Walter Pobaschnig 7/2024

UNDINE GEHT

U
nd würzt die Lämmer gut.

Nicht daß ich schlief: wach war ich,

Die Zirkelspitze im Herzen,

Ich warf ihn zurück in die Nacht.

Nacht aus Schüsselblumen

Ein Baum unter Bäumen und lädt

Getroffen, der seine Schwingen

Erklär mir, Liebe Dein

Hat jedes Beet ein goldner Staub umsäumt.

Tage in Weiß

Jens Schröter, 1.4.26

Eine Modulation von „Anrufung des Großen Bären“

(1956, Anrufung des Großen Bären_ zweiter Gedichtband von Ingeborg Bachmann, Piper Verlag _ Anm.)

Rebecca Celine Richter, Schauspielerin, Sängerin  _ Wien _
 performing „Undine geht“
 _ Donau/Wien _
„Undine geht“ Ingeborg Bachmann. Erzählung 1961 _
Walter Pobaschnig 7/2024
Rebecca Celine Richter, Schauspielerin, Sängerin  _ Wien _
 performing „Undine geht“
 _ Donau/Wien _
„Undine geht“ Ingeborg Bachmann. Erzählung 1961 _
Walter Pobaschnig 7/2024

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance

UNDINE GEHT _ Akrostichon

Text  Jens Schröter, Schriftsteller, Medienwissenschaftler_ Bonn

Performance _ Rebecca Celine Richter, Schauspielerin, Sängerin _ Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Rom 1962 _ Heinz Bachmann

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Undine geht, Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961.

„Undine geht“ ist einer der zentralen Texte in Ingeborg Bachmanns Werk. Dieser erschien im ersten Prosaband „Das dreißigste Jahr“ und nimmt das Motiv des Undine Mythos _ Liebe, weibliche Menschwerdung, Verrat und Rache – auf und transformiert dies in die Struktur gegenwärtiger patriarchal geprägter Gesellschaftsverhältnisse. „Undine geht“ ist einer der meist rezipierten Texte Bachmanns und erfährt zahlreiche künstlerische Zugänge und Dialoge.

 Jens Schröter, Schriftsteller, Medienwissenschaftler_ Bonn
Rebecca Celine Richter, Schauspielerin, Sängerin  _ Wien

Foto: Ingeborg Bachmann: Heinz Bachmann.

Foto: Jens Schröter _ privat.

Fotos _ Rebecca Celine Richter, Schauspielerin, Sängerin  _ Wien _
 performing „Undine geht“
 _ Donau/Wien _
„Undine geht“ Ingeborg Bachmann. Erzählung 1961 _
Walter Pobaschnig 7/2024

Walter Pobaschnig, 1.4.26

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„Inschrift“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Jovana Nastasijevic/Kerstin Ablasser _ Novi Sad/Wien 19.4.2026

Kerstin Ablasser, Schauspielerin, Model  _ Wien _
 performing „Undine geht“ _ Donau/Wien _

Walter Pobaschnig 6/24, folgende _
„Undine geht“ Ingeborg Bachmann. Erzählung 1961.

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance

INGEBORG _ Akrostichon

Text _ Jovana Nastasijević, Schriftstellerin

Performance _  Kerstin Ablasser, Schauspielerin, Model 

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

INGEBORG

Inschrift in der

Narbe langes

Grübeln

Endlich frei um Erde

Besser zu gehören

Ohne

Reue sich selbst wieder zu

Gebären

Jovana Nastasijević, 15.2.2026

Kerstin Ablasser, Schauspielerin, Model  _ Wien _
 performing „Undine geht“ _ Donau/Wien _

Walter Pobaschnig 6/24, folgende _
„Undine geht“ Ingeborg Bachmann. Erzählung 1961.

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance

INGEBORG _ Akrostichon

Text _ Jovana Nastasijević, Schriftstellerin

Performance _  Kerstin Ablasser, Schauspielerin, Model 

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Jovana Nastasijević, Schriftstellerin
Kerstin Ablasser, Schauspielerin, Model 

Foto: Ingeborg Bachmann: Heinz Bachmann

Foto: Jovana Nastasijevic _ privat

Fotos: Kerstin Ablasser, Schauspielerin, Model  _ Wien _
 performing „Undine geht“ _ Donau/Wien _

Walter Pobaschnig 6/24, folgende _
„Undine geht“ Ingeborg Bachmann. Erzählung 1961.

Walter Pobaschnig, 15.2.2026

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„ehrlich und auf einer zutiefst menschlichen Ebene schmerzhaft“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Miriam Unterthiner, Schriftstellerin _ Wien 19.4.2026

2026 _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann, 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Im Interview _Miriam Unterthiner, Schriftstellerin _ Wien.

Liebe Miriam, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns? 

Ehrlich gesagt, lesen. Lesen als direkteste und unmittelbarste Begegnung. Ich versuche, jedem Text unbefangen zu begegnen, ihn von seiner Rezeption zu trennen und ihn vielleicht mit einem kindlichen, lesenden Eifer unbefangen zu begegnen. Persönlich kann ich Bachmanns Texten auf diese Weise am besten begegnen, daher habe ich bislang davon abgesehen und möchte es weiterhin tun, Texte außerhalb ihrer literarischen Werke wie etwa private Briefwechsel zu lesen.

Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?

In Bachmanns Texten liegt für mich eine Unmittelbarkeit. Ihre Sprache könnte auf den ersten Eindruck als schlicht, womöglich sogar als einfach aufgefasst werden, vielleicht ist sie das auch, aber für mich ist sie vor allem direkt, unvermittelt. Ihre Sprache ringt um das Wort, sie möchte nicht festschreiben, nicht losschreiben, sondern vielleicht eher fragen. Das macht die Texte für mich ehrlich und gleichzeitig auf einer zutiefst menschlichen Ebene schmerzhaft.

Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben und warum?

Wie vermutliche vielen anderen, liegt mir bei dieser Frage „Malina“ auf der Zunge, dennoch möchte ich davon absehen, diesen Roman hervorzuheben. Für mein eigenes Schreiben waren und sind die Essays von Ingeborg Bachmann am bedeutendsten.

Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?

Vermutlich würde ich Ingeborg Bachmann nichts fragen, lieber wäre mir, sie könnte die Zeit für ihr Schreiben verwenden. Ich kann mir vorstellen, dass ihr das selbst auch lieber wäre.

Was sind Deine aktuellen Projektpläne?

In letzter Zeit liebäugle ich mit Prosa. Ich möchte mir die Zeit und den Raum nehmen, um herauszufinden, wohin sie mich führt. Vielleicht wird es ein Roman, vielleicht ein Scheitern, ich weiß es nicht, aber freue mich, es herauszufinden.

Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?

„Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.“

Aus ihrer Dankesrede für die Verleihung des Hörspielpreises der Kriegsblinden (1959)

Diese sechs Worte lassen mich nicht los.

Herzlichen Dank für das Interview!

Miriam Unterthiner, Schriftstellerin _
österreichische Buchpreisträgerin/Debüt 2025 _

Zur Person: Miriam Unterthiner, geboren 1994, wuchs am Rande eines kleinen Bergdorfes in Italien auf. Sie studierte Philosophie, Germanistik sowie Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst Wien. Der Theatertext „Blutbrot“ wurde mit dem Kleist-Förderpreis für neue Dramatik, dem Literaturpreis der Universität Innsbruck sowie dem Debütpreis des Österreichischen Buchpreises ausgezeichnet. Bei edition laurin, innsbruck university press, erschien der Text ebenso in gedruckter Version. Der Theatertext „Mundtot“ wurde mit dem Hans-Gratzer-Stipendium sowie dem Hans-Gratzer-Preis des Schauspielhauses Wien ausgezeichnet.

Miriam Unterthiner, Schriftstellerin

Fotos_ Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann; Miriam Unterthiner _ Anna Sommerfeld.

Walter Pobaschnig, 14.4.26

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„Männliche Anlagen“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _  Isa Tschierschke/Raphael Steiner _ Detmold/D/Wien 18.4.2026

Raphael Steiner_ Schauspieler _ Wien _ acting Malina „Ivan“ _
Romanschauplatz _ Malina _ Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig, 2/22 f.

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz

MALINA _ Akrostichon

Text _  Isa Tschierschke, Autorin und Buch-Bloggerin auf Lightning-bug.de

Performance _ Raphael Steiner, Schauspieler, Musiker _ Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Raphael Steiner_ Schauspieler _ Wien _ acting Malina „Ivan“ _
Romanschauplatz _ Malina _ Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig, 2/22 f.

MALINA

M ännliche

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L assen

I hre 

N atur

A uftrumpfen

 Isa Tschierschke, 2.4.2026

Raphael Steiner_ Schauspieler _ Wien _ acting Malina „Ivan“ _
Romanschauplatz _ Malina _ Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig, 2/22 f.
Raphael Steiner_ Schauspieler _ Wien _ acting Malina „Ivan“ _
Romanschauplatz _ Malina _ Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig, 2/22 f.

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz

MALINA _ Akrostichon

Text _  Isa Tschierschke, Autorin und Buch-Bloggerin auf Lightning-bug.de

Performance _ Raphael Steiner, Schauspieler, Musiker _ Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971.

Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.

Isa Tschierschke, Autorin
und Buch-Bloggerin auf Lightning-bug.de
Raphael Steiner_ Schauspieler _ Wien

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Foto: Isa Tschierschke _ privat.

Fotos: Raphael Steiner_ Schauspieler _ Wien _ acting Malina „Ivan“ _
Romanschauplatz _ Malina _ Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig, 2/22

Walter Pobaschnig, 2.4.2026

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„Wie eine Prophezeiung“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Isa Tschierschke, Autorin _ Detmold/D 18.4.2026

2026 _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ 

Im Interview _  Isa Tschierschke, Autorin und Buch-Bloggerin auf Lightning-bug.de

Liebe Isa, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns? 

Als ich noch Teenager war, lasen wir „Die gestundete Zeit“ im Lesebuch. Die Patriarchatkritik habe ich damals noch nicht wahrgenommen, aber etwas anderes hat sich sofort verfangen: Die Sehnsucht nach einem erfüllten Arbeitstag, an dem man etwas Körperliches getan hat. Ich fühlte, wie sehr das Gymnasium mich auf mein Nervensystem reduzierte. Wie krank das macht. 

Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus? 

Die Reduktion, das bis auf die eigenen Knochen schreiben. 

Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben? 

Genau jene „Gestundete Zeit“.

Wie siehst Du Ingeborg Bachmanns Gesellschaftskritik der zerstörenden und zerstörerischen patriarchalen Welt heute?

Wie eine Prophezeiung.

Die Liebe in allen Facetten von Glück und Verhängnis ist ein wesentliches Thema in Gedichten wie Prosa Ingeborg Bachmanns_ „die Männer sind unheilbar krank…“ (Interview, 1971) _ wie lieben wir nach/mit Bachmann?

Genauso unwissend wie zuvor.

„Es ist eine seltsame, absonderliche Art zu existieren, asozial, einsam, verdammt, es ist etwas verdammt daran“, so charakterisierte Ingeborg Bachmann in ihrer Rede zur Verleihung des Anton Wildgans Preises (1971) Schreiben und Existenz. Ist das Schreiben, die Kunst immer (auch) eine Form des persönlichen „Martyriums“? 

Ja. Leid ist DAS Wachstumshormon der Kunst.

Welche Aspekte in Bachmanns Schreiben möchtest Du neben den existenz- wie gesellschaftskritischen Grundpositionen noch hervorheben? 

Die Rezeption nach ihrem Tod. Der Eingang in die Schulbücher, die Veröffentlichung ihrer Korrespondenz mit Frisch gegen ihren Willen. 

(Männer mit Geld verlegen Frau mit Talent)

Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?  

Wärst du lieber heute Dichterin als zu deiner Zeit?

Was sind Deine aktuellen Projektpläne?  

Ein Roman. Frau mit Katze liebt Mann mit Boot. 

Nicht so seicht, wie es klingt, deutsch-deutsche Verwerfungen kommen vor, aber nicht so tragisch wie bei Bachmann (Frau mit Herz liebt Mann mit Brille).

Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten? 

“Das Beste ist, müde zu sein und am Abend hinzufallen. Das Beste ist, am Morgen, mit dem ersten Licht, hell zu werden, gegen den unverrückbaren Himmel zu stehen, der ungangbaren Wasser nicht zu achten und das Schiff über die Wellen zu heben, auf das immerwiederkehrende Sonnenufer zu.” 

(„Ausfahrt“ / „Die gestundete Zeit“ 1953)

Herzlichen Dank für das Interview!

Ich danke für die Impulse!

  Isa Tschierschke, Autorin
und Buch-Bloggerin auf Lightning-bug.de

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Foto: Isa Tschierschke _ privat.

Walter Pobaschnig, 2.4.2026

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„mittendrin das Unvollendete“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Markus Witte/Mara Christine Koppitsch _ Nauen/Wien 17.4.2026

Mara Christine Koppitsch_Schauspielerin _ Wien _ performing „Malina“ _
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) 
100.Geburtstag_Ingeborg Bachmann_ 
Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom) _
Walter Pobaschnig 5/23, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance Originalschauplatz „Malina“ Wien.

MALINA_ Akrostichon

Text Markus Witte, Autor _ Nauen/D

Performance _ Mara Christine Koppitsch_Schauspielerin _ Wien _

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Mara Christine Koppitsch_Schauspielerin _ Wien _ performing „Malina“ _
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) 
100.Geburtstag_Ingeborg Bachmann_ 
Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom) _
Walter Pobaschnig 5/23, folgende

MALINA

Mmittendrin das Unvollendete
Aabrupt vollendet, die
LLettern
Iin Regalen zwischen Buchdeckeln geduldig, das
NNichtvollendete pulsiert mit grellem Blitz im
AAll

Markus Witte, Autor _ Nauen/D, 31.3.2026

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance Originalschauplatz „Malina“ Wien.

MALINA_ Akrostichon

Text Markus Witte, Autor _ Nauen/D

Performance _ Mara Christine Koppitsch_Schauspielerin _ Wien _

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971.

Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.

Markus Witte, Autor _ Nauen/D
Mara Christine Koppitsch_Schauspielerin _ Wien 

Fotos_ Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Foto_ Markus Witte _ privat.

Fotos: Mara Christine Koppitsch_Schauspielerin _ Wien _ performing „Malina“ _
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) 
100.Geburtstag_Ingeborg Bachmann_ 
Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom) _
Walter Pobaschnig 5/23.

Walter Pobaschnig, 31.3.26

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