Da ist das Leben im Untergrund. Frau Horvath. Ungesehen als WC Bedienstete in der Burggasse in Wien. Hier ist die Welt hinter der Welt. Die Innenwelt in Einsamkeit, Verzweiflung, Träumen, Sehnsüchten. Festgenagelt im Dunkel, Schatten – alle Tage.
Wie Promotheus. Der Verbannte. Der das Feuer stahl und dafür vom Göttervater mit Folter bestraft wird. Gleich hier neben den Kabinen. Und Frau Horvath versorgt den Leidenden. Hält ihn am Leben. Wie sich selbst…
Ein Leben in Schmerz und Asche. Da und dort. Mit der Hoffnung auf das Licht, irgendwann. Kommt es?…
Ein sensationeller Theaterabend, in dem Literatur und Bühne, die Ausnahmekünstlerinnen Marlene Streeruwitz und Anne Bennent, in treffsicherer Regie und großartig abgestimmtem Bühnenbild wie ganz eindringlicher Akkordeon-Musik aufeinandertreffen und in einem unvergleichlichen Feuerwerk an Ausnahmeschauspielkunst das Publikum begeistern.
Literatur wird hier einmalig sprühend, mitreißend, packend in Szene gesetzt. In ganz feiner Sprach- und Emotionsklaviatur in Mimik, Gestik, Bewegung wird Frau Horvath gleichsam zu einer mythologischen Dramafigur, die das Leben unter und über der Erde messerscharf durchschaut und benennt was zu benennen ist – innen und außen – Feuer und Asche, Leiden und Ausweglosigkeit.
„Ein Theaterabend der Sonderklasse, der fulminant den Bühnenherbst eröffnet und Maßstäbe setzt.“
Text: Marlene Streeruwitz / Schauspiel: Anne Bennent / Regie: Hannes Hametner / Bühne und Kostüm: Christoff Wiesinger / Dramaturgie: Patrick Rothkegel / Musik: Otto Lechner / Regieassistenz: Katalin Pászti
Premiere: 23. September 2026, 20.00 Uhr
Weitere Spieltermine: 30. September & 1., 2., 8., 9., 10., 14., 15., 16., 21., 22., 23., 24. Oktober 2026, 20.00 Uhr
Dauer: 85 Minuten
Nach der Vorstellung vom 1. Oktober 2026 findet ein Publikumsgespräch mit dem Produktionsteam statt.
Markus Keimel _ Musiker, Schriftsteller, Künstler, Journalist _ Graz
Gewalt wird nicht erst in der Faust geboren. Sie geht ihre ersten Schritte stets in einem Weg, der Menschen Recht, Menschlichkeit und Würde abspricht.
In uns liegt in einer tiefen Nacht zu Bette, was einen hoffnungsvollen Morgen ersehnt.
Vorangehen sollen die Hinkenden dürfen, damit jene sie mit Rückhalt stützen, die sicheren Schrittes sind.
Eines Tages kann jetzt sein oder nie.
Politik sollte ein guter Weg für alle sein
Ein Gedanke schwimmt weiter, wenn er sich Wissen gleichermaßen zum Auftrieb nimmt wie einen guten Willen und ein wohlwollendes Herz.
Aus der Geschichte lernt man nur, wenn man sie kennt – UND versteht.
Clownesque soll es nicht werden, wo Ernsthaftigkeit so sehr gebraucht wird.
Eine Hand, die sich in die andere legt: wie Wärme, die den Frierenden vor der Kälte rettet.
Auf dem Grabstein jeder deiner Kriege steht am Ende dein eigener Name.
Chancen finden sich immer, wenn man bereit ist, danach zu suchen.
Hüte dich vor deinem eigenen Feindbild. Es könnte ein Spiegel sein.
Alle wollen recht haben. Vielleicht hat niemand recht.
Neubeginn. Steckt in diesem Wort nicht ein schöner Frühling?
Charakter zeigt sich dort, wo der Applaus leise wird.
Ein einziger Anfang genügt, um allem ein Ende zu setzen.
Markus Keimel , 20.9.2026
Markus Keimel _ Musiker
Akrostichon for peace
Markus Keimel _ Musiker, Schriftsteller, Künstler, Journalist _ Graz
Zur Person/über mich: Markus Keimel ist ein österreichischer Musiker, Künstler, Schriftsteller und Journalist. Er wurde 1987 in der Steiermark geboren, wo er im zarten Alter von zwölf seine ersten Songs zu schreiben begann und bereits mit vierzehn Jahren im Grazer Orpheum sein erstes Konzert spielte.
Seine Lieder bezeichnet Keimel als Friedensstifter und Seelenstreichler. „Wer meine Musik hört, soll darin abtauchen können und dieser Welt für einen wunderschönen und schwerelosen Augenblick entfliehen.“ Markus Keimel fokussiert sich dabei auf harmonische und einprägsame Melodien, smoothe Sounds und anspruchsvolle handgemachte Musik. Der Stil des Singer-Songwriters knüpft in Keimels Klangnetz zwar den roten Faden, durch die Beimengung von Einflüssen aus unterschiedlichen Genres wie Pop, Rock oder Jazz knotet sich daraus allerdings eine Art Slackline, auf der man angenehm hin und her balanciert, ohne jemals das Gleichgewicht zu verlieren. Markus Keimel bedient sich dabei an einem breiten Instrumentarium, das von Gitarren, Bass, Klavier, Schlagzeug bis hin zu Streichern und E-Gitarren reicht.
„Für mich ist jedes Lied ein eigenständiges Kind mit ebenso eigenständigen Bedürfnissen. Da ich sehr darauf bedacht bin, genau auf diese zu hören und einzugehen, klingt am Ende auch keines gleich. Diese Abwechslung in der Musik ist mir wichtig“, sagt Keimel. Die Texte sind inhaltlich allesamt aus dem Leben gegriffen. Sie handeln von besonderen Erlebnissen, Liebe, Kummer, Sorgen, Träumen, Freundschaft oder anderen Geschehnissen, die dem Sänger am Herzen liegen.
Als Musiker und Sänger veröffentlichte er bisher mehrere Tonträger unterschiedlicher Genres (Rock, Pop, elektronische Musik) und spielte mehrere Hundert Konzerte in Europa. Keimel komponiert, spielt und schreibt all seine Lieder und Texte selbst. Er ist Sänger, beherrscht das Gitarren- und Bassspiel und komponiert für Streichinstrumente sowie Klavier. Weiters schreibt und publiziert Keimel Aphorismen, Sprüche, Lebensweisheiten und Texte, die mittlerweile täglich von Politik, journalistischen und sozialen Medien sowie Wirtschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz zitiert werden.
Markus Keimel: „Mit dem Lied „Flowerz“ möchte ich ein Zeichen gegen Mobbing setzen. Der Song ist daher allen Menschen gewidmet, die Ausgrenzung oder Ungerechtigkeit erfahren haben, und soll Mut machen, den eigenen Wert niemals aus den Augen zu verlieren. Warum „Flowerz“? Weil Menschen wie Blumen sind: In einem Umfeld voller Respekt, Wertschätzung und Liebe können sie aufblühen und ihre ganze Schönheit entfalten. Werden sie hingegen ständig verletzt oder klein gemacht, beginnen sie zu verwelken. Mit „Flowerz“ möchte ich daran erinnern, dass jeder Mensch die Chance verdient, aufzublühen – und dass Mobbing niemals Akzeptanz erfahren darf.
Markus Keimel _ Musiker, Schriftsteller, Künstler, Journalist _ Graz
Lieber Markus, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Jeder Tag beginnt mit einer Tasse Tee, denn ohne Tee geht bei mir gar nichts. Fenchel, Thymian-Spitzwegerich und Kamille sind meine größten Freunde, wenn es um ein gelungenes Morgenritual geht. Der Ablauf danach ändert sich je nach Jobs, Aufgaben und Projekten. Zweimal eine Stunde Bewegung gehört allerdings zum festen Bestandteil meines Tagesablaufs. Aktuell dreht sich natürlich viel um die Promotion und Öffentlichkeitsarbeit zu meiner neuen Single „Flowerz“. Das nimmt einen großen Raum ein. Zudem arbeite ich bereits intensiv an der Vorproduktion einer neuen Single. Ich habe nach einer längeren Pause auch die Schreibarbeiten für meinen neuen Roman wieder aufgenommen. Von langweiligen Tagesabläufen kann ich also zum Glück nicht berichten.
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Dass wir wieder lernen uns als Ganzes zu betrachten und damit aufhören, uns in derart absurde Kleinstpartikel zu spalten, wie das zunehmend der Fall ist. Ich kann das inflationär und leider völlig unbedacht verwendete „N-Wort“ nicht mehr hören. Und auch dieses unnötige Auseinanderdividieren unterschiedlicher Generationen, etwa durch spaltende Begrifflichkeiten aus der Soziologie, die im bürgerlich verwendeten Kontext weniger Konflikte beschreiben, als dass sie sie schüren…das macht mich doch sehr traurig. Zwischen den Generationen liegt nämlich kein Abgrund – lediglich Zeit, der wir viel zu viel Bedeutung schenken.
Wir müssen auch verstehen lernen, dass gesellschaftlicher Frieden ein proaktiver Prozess ist, an dem sich alle beteiligen müssen. Frieden ist ein fragiler Zustand, den man sorgsam behandeln muss. Man kann einander auch Freund nennen, wenn man ein unterschiedliches Weltbild hat. Akzeptanz statt Ignoranz, Diskussion statt Gegendemo, Hände reichen statt Fäuste ballen, Brücken statt Gräben, das wäre wünschenswert und aus meiner Sicht sehr wichtig.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?
Bedingt durch die Entwicklung rund um KI empfinde ich zum ersten Mal in meinem Leben reale Angst, dass Kunst und Musik für zukünftige Generationen tatsächlich redundant und bedeutungslos werden könnten. Ich würde mir schon wünschen, dass wir als Gesellschaft besser und möglichst rasch verstehen lernen, dass Freiheit, Realität und Menschlichkeit, erstens analog, und zweitens, existenziell für eine fortschrittliche und freie Zivilisation sind.
Welche Rolle Kunst und Musik dabei spielen, lässt sich wohl variabel auslegen. Ich finde: Kunst darf politisch und kritisch sein, sie muss es aber nicht zwangsläufig! Kunst darf auch lediglich virtuos sein, sich der Ästhetik verschreiben und so eine weitaus höhere Aufgabe bekleiden, als bloß ein gesellschaftspolitischer Spiegel zu sein. Politische Kunst läuft häufig Gefahr, ein Spielball von Ideologien zu werden. Dafür sollte sie nicht herhalten müssen. Ein Künstler trägt im öffentlichen Raum ja auch eine bestimmte Verantwortung, der er sich bewusst sein sollte.
Was liest Du derzeit?
Ich komme leider kaum zum Lesen, da ich derart viel schreibe. Erst vor wenigen Wochen bin ich mit meinem ersten Kinderbuch fertig geworden. Aktuell bin ich in den Arbeiten für meinen neuen Roman verstrickt. Im nächsten Urlaub würde ich aber gerne die Originalfassung von Gulliver’s Reisen lesen, der besonders sprachlich ein Leckerbissen ist. Ich habe auch tatsächlich noch so manchen Klassiker der Weltliteratur nachzuholen: beispielsweise Onkel Toms Hütte von Harriet Beecher Stowe. Alles schafft man eben irgendwie nicht. Aber das steht auf meiner Liste ganz oben.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Da nehme ich gerne eine Metapher meiner neuen Single-Veröffentlichung zum Anlass. Menschen sind wie Blumen: In einem Umfeld voller Respekt, Wertschätzung und Liebe können sie aufblühen und ihre ganze Schönheit entfalten. Werden sie hingegen ständig verletzt oder klein gemacht, beginnen sie zu verwelken. Schaffen wir also gemeinsam ein Umfeld, das uns als Nährboden zum Blühen dient.
Vielen Dank!
Ich danke ebenso und wünsche alles Liebe!
Markus Keimel _ Musiker, Schriftsteller, Künstler, Journalist
Zur Person/über mich: Markus Keimel ist ein österreichischer Musiker, Künstler, Schriftsteller und Journalist. Er wurde 1987 in der Steiermark geboren, wo er im zarten Alter von zwölf seine ersten Songs zu schreiben begann und bereits mit vierzehn Jahren im Grazer Orpheum sein erstes Konzert spielte.
Seine Lieder bezeichnet Keimel als Friedensstifter und Seelenstreichler. „Wer meine Musik hört, soll darin abtauchen können und dieser Welt für einen wunderschönen und schwerelosen Augenblick entfliehen.“ Markus Keimel fokussiert sich dabei auf harmonische und einprägsame Melodien, smoothe Sounds und anspruchsvolle handgemachte Musik. Der Stil des Singer-Songwriters knüpft in Keimels Klangnetz zwar den roten Faden, durch die Beimengung von Einflüssen aus unterschiedlichen Genres wie Pop, Rock oder Jazz knotet sich daraus allerdings eine Art Slackline, auf der man angenehm hin und her balanciert, ohne jemals das Gleichgewicht zu verlieren. Markus Keimel bedient sich dabei an einem breiten Instrumentarium, das von Gitarren, Bass, Klavier, Schlagzeug bis hin zu Streichern und E-Gitarren reicht.
„Für mich ist jedes Lied ein eigenständiges Kind mit ebenso eigenständigen Bedürfnissen. Da ich sehr darauf bedacht bin, genau auf diese zu hören und einzugehen, klingt am Ende auch keines gleich. Diese Abwechslung in der Musik ist mir wichtig“, sagt Keimel. Die Texte sind inhaltlich allesamt aus dem Leben gegriffen. Sie handeln von besonderen Erlebnissen, Liebe, Kummer, Sorgen, Träumen, Freundschaft oder anderen Geschehnissen, die dem Sänger am Herzen liegen.
Als Musiker und Sänger veröffentlichte er bisher mehrere Tonträger unterschiedlicher Genres (Rock, Pop, elektronische Musik) und spielte mehrere Hundert Konzerte in Europa. Keimel komponiert, spielt und schreibt all seine Lieder und Texte selbst. Er ist Sänger, beherrscht das Gitarren- und Bassspiel und komponiert für Streichinstrumente sowie Klavier. Weiters schreibt und publiziert Keimel Aphorismen, Sprüche, Lebensweisheiten und Texte, die mittlerweile täglich von Politik, journalistischen und sozialen Medien sowie Wirtschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz zitiert werden.
Markus Keimel: „Mit dem Lied „Flowerz“ möchte ich ein Zeichen gegen Mobbing setzen. Der Song ist daher allen Menschen gewidmet, die Ausgrenzung oder Ungerechtigkeit erfahren haben, und soll Mut machen, den eigenen Wert niemals aus den Augen zu verlieren. Warum „Flowerz“? Weil Menschen wie Blumen sind: In einem Umfeld voller Respekt, Wertschätzung und Liebe können sie aufblühen und ihre ganze Schönheit entfalten. Werden sie hingegen ständig verletzt oder klein gemacht, beginnen sie zu verwelken. Mit „Flowerz“ möchte ich daran erinnern, dass jeder Mensch die Chance verdient, aufzublühen – und dass Mobbing niemals Akzeptanz erfahren darf.
Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.
Fotos: Clara Maria Traar, Tänzerin, Choreographin _ Graz _ performing „Undine geht“ _ Donau/Wien _ „Undine geht“ Erzählung, Ingeborg Bachmann 1961 _ Walter Pobaschnig 8/26
Franz Josef Danner_Schauspieler_Wien _ performing „Malina“ am Originalschauplatz Wien _ Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _ Walter Pobaschnig 7/21
im Interview _ Patrick Wilden, Schriftsteller _ Dresden
Lieber Patrick, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns?
Nicht viele, aber dafür bleibende. Rund um meinen dreißigsten Geburtstag stieß ich vor vielen Jahren auf ihre Erzählung „Das dreißigste Jahr“, die ich sehr bewegend fand. Außerdem las ich Terézia Moras Roman „Alle Tage“, der damals (2004) erschien und Bachmanns gleichnamiges Gedicht zum Motto nimmt. Und über einen Kurzessay von Libuše Moníková geriet ich an ihr Gedicht „Böhmen liegt am Meer“.
Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?
Eine unauffällige Prägnanz, der man sich erst allmählich bewusst wird, eine freundlich-unnachgiebige Lust an der Wahrheit, ja, der Wahrhaftigkeit. Und durch ihr Schicksal auch eine Tragik.
Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben?
Angeregt durch den Film „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ (2026) auf alle Fälle ihre Dankesrede zum Erhalt des Hörspielpreises der Kriegsblinden (1959): „Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar.“
Wie siehst Du Ingeborg Bachmanns Gesellschaftskritik der zerstörenden und zerstörerischen patriarchalen Welt heute?
Sie trifft den Nagel auf den Kopf – in dem Maße, wie die Autorin unverstanden blieb, sich unverstanden fühlte. Ihre Äußerungen in Interviews – zu diesem Thema, aber auch zum (miserablen) Zustand der Welt allgemein – wirken wie dahingesagt und verraten doch eine poetische Sicht und Einsicht. Es ist keine kurzatmige, sondern eine sehr tiefgehende Kritik. Und nie plakativ.
Die Liebe in allen Facetten von Glück und Verhängnis ist ein wesentliches Thema in Gedichten wie Prosa Ingeborg Bachmanns_ „die Männer sind unheilbar krank…“ (Interview, 1971) _ wie lieben wir nach/mit Bachmann?
Glücklicher, hoffe ich, bedingungsloser – und zugleich mit einem gerechteren Begriff von Freiheit.
„Es ist eine seltsame, absonderliche Art zu existieren, asozial, einsam, verdammt, es ist etwas verdammt daran“, so charakterisierte Ingeborg Bachmann in ihrer Rede zur Verleihung des Anton Wildgans Preises (1971) Schreiben und Existenz. Ist das Schreiben, die Kunst immer (auch) eine Form des persönlichen „Martyriums“?
Daraus klingt mir eine viel zu starke Absicht. Sicher, wenn man schreibt – und wie Ingeborg Bachmann, noch dazu in einer für Frauen schier unmöglichen Zeit, Erfolg hat – entsteht etwas Bleibendes, nämlich das Werk, welches ein solches Martyrium erträglich, verkraftbar macht. Aber in der Zwickmühle des Schreibens, noch dazu wenn man, wie Bachmann, davon auskömmlich leben will oder muss, spürt man nichts davon. Es ist eine Überzeugung, vielleicht auch eine Berufung: Man muss das tun – und Punkt. Es ist harte Arbeit. Es ist zum Verzweifeln. Sie ist noch dazu durch ihre nachsichtige, aber auch tragische Unnachgiebigkeit für viele Frauen zum Vorbild geworden.
Welche Aspekte in Bachmanns Schreiben möchtest Du neben den existenz- wie gesellschaftskritischen Grundpositionen noch hervorheben?
Mir fällt noch ein menschlicher Zug ein. Ich habe sie in den Ausschnitten aus Interviews, die ich gesehen habe, nie wirklich unfreundlich, patzig, ausrastend erlebt. Wie schafft so jemand das nur, der ,im öffentlichen Interesse‘ stehend sich permanent blöd anreden lassen muss…?
Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?
Dass sie so vielen Menschen Mut gemacht hat.
Was sind Deine aktuellen Projektpläne?
Ich versuche mich gerade an Gedichten, die ich zu Bildern eines Dresdner Fotografen und zu Radierungen einer Leipziger Grafikerin schreibe. Den Winter über habe ich ein Langgedicht verfasst, das den Calembour als poetische Form nutzt. Ich hoffe nun auf eine Veröffentlichungsmöglichkeit.
Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?
„Grenzt hier ein Wort an mich, so laß ich’s grenzen. Liegt Böhmen noch am Meer, glaub ich den Meeren wieder. Und glaub ich noch ans Meer, so hoffe ich auf Land.“
Ich sehe sie noch die Straße hinauf zur Bushaltestelle gehen, ihre ausgebeulte dunkelrote Lederreisetasche in der Hand, die kurzen Finger fest um den abgewetzten Griff geschlossen…“
Zurück bleibt die Tochter. 12 Jahre alt. Der Sommer in Istrien. Der erste Sommer alleine. Beim Onkel und dessen Tochter. Menschen, Begegnungen. Meer. Einsamkeit…
„Sehnte ich mich nach ihr oder wollte ich, dass es so war, dass sie fehlte? Liebe hat viel mit Abwesenheit zu tun, dachte ich.“
Ingrid Zebinger-Jacobi legt ihren ersten Roman vor und dieser ist ein strahlender Komet in Wort, Geheimnis, flirrender Spannung. Da sind ganz feine Hintergründigkeit, überraschende, packende Zwischenräume, in denen gleichsam David Lynch mit Ingemar Bergmann und Alfred Hitchcock am Tisch setzt, gleich neben Joseph Roth. Ein unverwechselbarer Stil, Menschen freischwebend wie auf der Achterbahn im Wiener Prater, immer vor dem Fall ihrer Existenz und dann geht es doch weiter, nach oben oder unten, irgendwie, durch das Leben…
Ein fulminantes Romandebüt einer Autorin, die sprachlich alles kann und deren weiterer Weg in großer Freude und Aufmerksamkeit zu verfolgen ist.
Als Mutter nicht hier war, Ingrid Zebinger-Jacobi. Roman. Edition Keiper.
Seiten: 180
Erscheinungsdatum: 1. September 2026
Sprache: Deutsch
Format: 13 x 20 cm; Broschur
ISBN13: 978-3-903575-86-8
Preis: AT € 21,00 / DE € 20,43
Foto: Cover _ Verlag
Fotos: Anja Knafl, Schauspielerin _ performing „Drei Wege zum See“/Klagenfurt _100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Walter Pobaschnig 3/26
Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.
Zwischen Sturm und Stille. Wie ich der RAF entkam. Astrid Proll, Boris von Brauchitsch. Matthes&Seitz Verlag.
„Ich stand im Bad und spülte meinen Pass im Klo runter“
Jetzt geht es um das Loslassen. Vom Weg der Vergangenheit, der Zeit als Mitglied der RAF(linksextremistische Terrororganisation in Deutschland 1970 – 1998), der Gewalt, des Terrors, der Existenzen vernichtet, ein Land erschüttert hat.
„Loslassen fiel mir nie leicht, loslassen musste ich erst lernen.“
Die Trennung der Eltern, die Strenge der Klosterschule, der inhaftierte Bruder, der Besuch im Gefängnis und der Weg in die Gewalt der RAF…
„Manche Entscheidungen treffen andere für einen, manche gibt das Leben vor, aber es bleibt immer noch genug, die man selbst treffen muss…“
Und jetzt die Erinnerung, der Rückblick auf das Leben in Anfängen und Fängen, Aufbrüchen und Zerstörung, Haft und Neubeginn, loslassen und darüber schreiben…
„Gelegentlich kehre ich an Orte meiner Geschichte zurück, um sie mir zu vergegenwärtigen, denn manches kommt mir inzwischen unwirklich vor…“
Astrid Proll, Mitglied der frühen RAF, inhaftiert, untergetaucht und auf ihrem weiteren beruflichen Lebensweg als Fotografin, Autorin, Redakteurin tätig, legt eine Autobiographie vor, die aus erster Hand Einblicke in den persönlichen Lebensweg in und von der RAF wie den Ereignissen in den Jahren des RAF Terrors gibt. Offen und schonungslos schildert Astrid Proll Stationen, Begegnungen, Erfahrungen und legt so ein äußert bemerkenswertes biographisches wie gesellschaftliches Zeitdokument vor. Ebenso begleitet eine außergewöhnliche Fotostrecke dieses in jedem Fall ganz besondere Buch.
„Ein schonungsloser Erfahrungsbericht eines frühen RAF Mitglieds zwischen Gewalt und Befreiung“
Zwischen Sturm und Stille. Wie ich der RAF entkam. Astrid Proll, Boris von Brauchitsch. Matthes&Seitz Verlag.
im Interview – Tali Okavi, Schriftstellerin _ Kiel
Liebe Tali, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns?
„… Mein Schweigen bedeutet vor allem, dass ich die Wochen behalten wollte, wie sie waren, ich wollte nichts, als eben ab und zu durch eine Karte von Dir die Bestätigung bekommen, dass ich nicht geträumt habe, sondern alles wirklich war, wie es war. Ich hatte Dich lieb gehabt, ganz unverändert, auf einer Ebene, die „jenseits der Kastanien“ war.“ August 1949, Ingeborg Bachmann an Paul Celan.
Mein persönlicher Zugang zu Ingeborg Bachmann liegt vor allem in den Themen Melancholie, Sehnsucht und allen Arten von Beziehungen, besonders das Zwischenmenschliche. Ihre Texte zeigen, wie eng Liebe und Schmerz miteinander verbunden sein können – vielleicht auf fatale Weise. Besonders beeindruckt mich, wie sie Gefühle von Einsamkeit, Hoffnung und Enttäuschung beschreibt. Ein Satz, der mich besonders anspricht, lautet: „Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar.“ Er zeigt für mich, wie wichtig Ehrlichkeit ist – auch wenn sie schmerzhaft sein kann und die eigene Schwäche sichtbar macht. Ihre Figuren sehnen sich nach Nähe und Verständnis, erleben aber oft Konflikte und Verletzungen in ihren Beziehungen, genauso wie sie es erlebt hat in ihrem Leben. Gerade diese Mischung aus Liebe, Sehnsucht und Melancholie macht ihre Werke für mich besonders bewegend und zeitlos. Ihre Melancholie trägt eine Wärme in sich, die mich erinnert, dass Tiefe oft im Stillen wächst. Das Schweigen kann so vieles Lebendigkeit und Auseinandersetzung in sich tragen, das Innere Leben ist genauso erregbar wie das äußere, vielleicht auch noch mehr.
Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?
Ich finde, bei Bachmann ist Sprache das Wichtigste. Sie schreibt sehr klar und direkt, aber trotzdem steckt unglaublich viel zwischen den Zeilen. Mich beeindruckt, wie sie über Themen wie Erinnerung, Schuld, Identität und Freiheit schreibt, ohne einfache Antworten zu geben. Ihre Figuren suchen ihren eigenen Platz und kämpfen oft gegen Erwartungen von außen. Außerdem gefällt mir, dass ihre Texte zum Nachdenken anregen und zeigen, wie viel Macht Sprache haben kann – sie kann verletzen, aber auch Menschen eine Stimme geben. Genau das macht ihr Schreiben für mich so besonders.
Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben?
Ein bestimmtes Werk Bachmann hervorzuheben wäre ein einseitiger Akt, den ich ungern vornehme. Es gibt aber ein Lieblingsgedicht; es ist das Gedicht „Das Spiel ist aus“. Das ist aber eine private Sache, es ist persönlich, und hat nur für mich eine spezifische Bedeutung.
Wie siehst Du Ingeborg Bachmanns Gesellschaftskritik der zerstörenden und zerstörerischen patriarchalen Welt heute?
In unserer Zeit ist es absolut aktuell auf mehreren Ebenen. Wir erleben grade den Globalen Wahnsinn der sich durch die Macht dieser Strukturen ermöglicht. Ingeborg Bachmann kritisiert in ihren Werken eine Gesellschaft, die von Macht, Gewalt und patriarchalen Strukturen geprägt ist. Sie zeigt, dass Frauen oft nicht als gleichberechtigt wahrgenommen werden, sondern Erwartungen und Zwänge ausgesetzt sind. Dadurch sind ihre Werke heute selbstverständlich hochaktuell und regen zum Nachdenken über Gleichberechtigung, Geschlecht, Freiheit und Validität an.
Die Liebe in allen Facetten von Glück und Verhängnis ist ein wesentliches Thema in Gedichten wie Prosa Ingeborg Bachmanns_ „die Männer sind unheilbar krank…“ (Interview, 1971) _ wie lieben wir nach/mit Bachmann?
Wir lieben immer noch mit der gleichen Intensität und dem Streben nach dem Wesentlichen. Heute würde man es psychologisch als „Trauma-Bonding“ nennen (die zerstörerische Beziehung mit Celan und Max Frisch). Heute hat man vielleicht mehr Bewusstsein dafür, man redet von „toxischer Männlichkeit“, „narzisstischen Männern“ und so weiter. Nichtsdestotrotz schützt Wissen allein nicht vor Verletzlichkeit, denn in jeder Beziehung, die wir mit jemand anderem eingehen, nehmen wir uns selbst mit, und unsere zuerst unheilbaren Teile agieren mit … Aber genug vom Psychologisieren.
„Es ist eine seltsame, absonderliche Art zu existieren, asozial, einsam, verdammt, es ist etwas verdammt daran“, so charakterisierte Ingeborg Bachmann in ihrer Rede zur Verleihung des Anton Wildgans Preises (1971) Schreiben und Existenz. Ist das Schreiben, die Kunst immer (auch) eine Form des persönlichen „Martyriums“?
Das ist eine sehr gute Frage, die viel Zeit zum Nachdenken braucht. Meines Erachtens geht es hier nicht um Martyrium, sondern um eine Art, das Leben und die Existenz wahrzunehmen – eine ständige Auseinandersetzung mit dem Selbst, dem Umfeld und dem sprachlichen Ausdruck. Schreiben erfordert oft stille, konzentrierte Phasen, in denen Beobachtung und Reflexion über das Innen- und Außenleben im Mittelpunkt stehen. Der Lärm des Alltags ist präsent, doch der eigentliche Raum entsteht in der Stille zwischen den Zeilen, in der sich Gedanken klären und Gefühle ordnen können. Manche erleben das Schreiben als eine Art fließende Leidenschaft, andere als eine harte Disziplin – beides kann intensiv und verdammt zugleich sein. Ob man dieses Schreiben bewusst wählt, hängt sicher vom Temperament ab, von der Bereitschaft, sich verletzlich zu zeigen, und von dem Mut, Grenzen zu verschieben.
Und ja, ob es fröhliche Schriftstellerinnen gibt ?
Welche Aspekte in Bachmanns Schreiben möchtest Du neben den existenz- wie gesellschaftskritischen Grundpositionen noch hervorheben?
Die Zärtlichkeit – die feine, poetische, weiche und zerbrechliche Seite ihrer Persönlichkeit, die sich in ihren Gedichten ausdrückt – zeigt sich in einer sensiblen Wahrnehmung des Anderen, einer tiefen Empathie und der Bereitschaft, Verletzlichkeit zuzulassen. Sie findet sanfte Töne neben scharfer Kritik, lässt Räume der Stille zwischen den Worten entstehen und verleiht Sprache eine zarte, fast berührbare Nähe. Diese Zärtlichkeit ist aber auf gar kein Fall eine naive Sanftmut sondern eine fast religiöse tat der Offenbarung : “ Mit meiner verbrannten Hand schreibe ich über die Natur des Feuers.“
Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?
Ich verstehe total, wie Du das meinst.
Was sind Deine aktuellen Projektpläne?
Gerade arbeite ich daran, meinen Text zu lektorieren, der im kommenden Herbst in der literarischen Zeitschrift „Lichtungen“ erscheinen wird, es handelt sich übrigens um die zerstörerischen Wirkungen des Krieges. Dazu arbeite ich an einem neuen Buchprojekt. Da ich auf zwei Sprachen arbeite, suche ich einen deutschsprachigen Verlag für mein Aktuelles Buch, „The Art Of Distance“ das im April 2025 auf Hebräisch erschienen ist.
Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?
ENTFREMDUNG
In den Bäumen kann ich keine Bäume mehr sehen.
Die Äste haben nicht die Blätter, die sie in den Wind halten.
Die Früchte sind süß, aber ohne Liebe.
Sie sättigen nicht einmal.
Was soll nur werden?
Vor meinen Augen flieht der Wald,
vor meinem Ohr schließen die Vögel den Mund,
für mich wird keine Wiese zum Bett.
Ich bin satt vor der Zeit
und hungere nach ihr.
Was soll nur werden?
Auf den Bergen werden nachts die Feuer brennen.
Soll ich mich aufmachen, mich allem wieder nähern?
Ich kann in keinem Weg mehr einen Weg sehen.
(Ingeborg Bachmann, 1948/49)
Herzlichen Dank für das Interview!
Tali Okavi, Schriftstellerin
Zur Person/über mich: Ich bin Tali Okavi, eine Schriftstellerin und Dichterin – geboren 1970 in der kleinen Stadt Afula im Norden Israels. Ich studierte Kunst und Pädagogik in Israel sowie später in der Schweiz, was mir neue Perspektiven eröffnete und mein Verständnis von Sprache, Ausdruck und Kultur vertiefte. Seit dem Jahr 2000 lebe ich in Kiel, an der Ostsee – einem Ort, der mir Ruhe, aber auch eine produktive Distanz zu meinen Wurzeln schenkt – fern meiner Herkunftslandschaft und doch in enger Verbindung zu ihr, innerlich und sprachlich. Obwohl ich in Deutschland lebe und in zwei Sprachen denke, schreibe ich nach wie vor auf Hebräisch. Meine Gedichte und Erzählungen erscheinen regelmäßig in renommierten israelischen Literaturzeitschriften und Tageszeitungen.
2013 veröffentlichte ich meinen ersten Gedichtband “ Eardrum of the Night“ beim Indiebook-Verlag in Tel Aviv – ein Werk, das sich mit Klang, Körperlichkeit und dem Fragmentarischen des Erinnerns auseinandersetzt. Es folgten „Strip“ (Bella Luna Verlag, 2017), das auch meine auf Deutsch übersetzte Erzählung Silvester enthält, sowie 2018 der Erzählungsband „Gland of Joy“, der beim angesehenen Verlag Kinneret-Zmora-Bitan-Dvir erschien und von Prof. Yigal Schwarz lektoriert wurde.
2019 wurden fünf meiner Gedichte in der deutschsprachigen Anthologie „Was es bedeuten soll“. Neue hebräische Dichtung in Deutschland (Parasitenpresse) veröffentlicht – herausgegeben von Gundula Schiffer und Adrian Kasnitz.
2020 nahm ich am Parataxe-Symposion in Berlin teil, einer bedeutenden Plattform für inter-nationale Literatur im deutschen Kontext. In der 17. Ausgabe des Stadtsprache Magazins wurden zwei meiner Gedichte veröffentlicht – Texte, die sich mit Fremdheit, Übergängen und dem Spannungsverhältnis von Nähe und Distanz beschäftigen.
Im Jahr 2023 wurde ich zum internationalen Lyrikfestival in Czernowitz eingeladen – eine Stadt, deren literarisches Erbe spürbar und inspirierend ist. Die Begegnungen dort, mit anderen Schreibenden, Sprachen und Geschichten, bereicherten mein Werk und Denken nachhaltig. 2025 erschien mein Aktuelle Buch „Die Kunst des Ferne“ im Pardes Verlag – eine Sammlung von drei Novellen, lektoriert von Prof. Yigal Schwarz. Im Herbst 2026 wird ein Text von mir zum Thema Krieg, im „Lichtungen“ Magazin publiziert.
Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.
Asta Cink, Bildende Künstlerin
Cozy Friedl, Jazzgeigerin, Sängerin, Komponistin
Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann
Foto: Asta Cink _ privat.
Fotos: Cozy Friedl, Jazzgeigerin, Sängerin, Komponistin_Wien _ performing Malina am Originalschauplatz Wien _ Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _ Walter Pobaschnig 9/21.