Es ist ein besonderer Ort in Salzburg und es sind besondere Menschen, die sich in diesen so traditionsreichen Klostermauern von Goldenstein seit über 150 Jahren im kontemplativen wie aktiven Dasein bewegen, vor allem im Mitgestalten und Mitbegleiten der konfessionellen Privatschule vor Ort.
Und diese hat eine reiche Kulturgeschichte. Hier sammelte die Schauspielerin Romy Schneider (1938 – 1982) erste Bühnenerfahrungen in Spiel und Regie. Zeitlebens blieb der Kontakt aufrecht.
Das Augustiner Chorfrauen Kloster existiert heute allerdings in der traditionellen Form aus unterschiedlichen Gründen, vor allem der geringen Zahl der Nonnen, nicht mehr. Vielmehr wurde es institutionell übergeben.
Und diese Übergabe betraf nun auch den Lebensort der drei langjährigen Nonnen vor Ort, die ihren Wirkungs- und Lebensraum verlassen sollten. Aber damit waren und sind diese nicht einverstanden und sie leben derzeit noch immer vor Ort.
Edith Meinhart begibt sich nun auf eine Spurensuche und sucht im direkten Gespräch mit den drei Nonnen diese zu Wort kommen zu lassen und ihren Lebensweg in Beruf und Berufung wie gegenwärtigen Wünschen, Träumen, Hoffnungen darzustellen. Daraus ergibt sich ein spannendes historisches wie gegenwärtiges Lebens-, Religion- und Kulturpanorama in allen Spannungen und unterschiedlichen Perspektiven.
„Nicht mit uns!“ Die unglaubliche Geschichte der Nonnen von Goldenstein, Edith Meinhart. Kösel Verlag.
Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.
Nora Lachmann, Schriftstellerin
Zur Person_Nora Lachman, geboren in Berlin. Ummauert aufgewachsen — erst Bücher und dann die Ferne entdeckt. Immer zurückgekehrt. 2014 erschien der Roman „Die Quintessenz von Staub”. Seit 2019 im Vorstand des Netzwerks Freie Literaturszene Berlin. Passionierte Fahrtenseglerin und Reisende mit dem Blog Positionsmeldung: http://www.noralachmann.de
Zur Person_ Natalie Campbell ist eine in Wien lebende, transdisziplinär arbeitende freischaffende Künstlerin und beschäftigt sich mit der Schnittstelle von Bewegung und Text. Seit über einem Jahrzehnt erforscht, lehrt und praktiziert sie Tanz in seinen vielfältigen Formen und lässt sich dabei maßgeblich vom Axis Syllabus, von Contact Improvisation sowie von somatischen Bewegungsansätzen inspirieren. Parallel dazu ist sie als Autorin tätig und hat zwei eigenständige Publikationen im text/rahmen Verlag veröffentlicht sowie Dramen und Kurzgeschichten in literarischen Zeitschriften publiziert. Sie experimentiert mit unterschiedlichen Formaten der Textperformance auf der Bühne und verbindet dabei häufig Sprache mit Musik und Bewegung.
Neben der Entwicklung von Soloarbeiten arbeitet sie in Kollektiven und ist Teil von hydro_kulturverein, Kollektiv Klaus und KIT Ensemble Vienna. Mit hydro_kulturverein feierte sie Premieren im Dschungel Wien; mit Kollektiv Klaus performt sie vorwiegend im öffentlichen Raum; mit dem KIT Ensemble Vienna unterrichtet sie gemeinsam mit Gregory Chevalier im Bereich Somatik und Contact Improvisation.
Zu ihren aktuellen Projekten zählen DONAUSTADT (Dschungel Wien), bei dem sie als Autorin und Regisseurin tätig ist, Kooperationen mit Tanz*Hotel/Bert Gstettner sowie das Unterrichten im zeitgenössischen Tanz für Erwachsene und Kinder.
Sie hat einen Bachelorabschluss in International Development, absolvierte die Leondinger Literaturakademie, studiert derzeit im Teachers Track von Movement Artisans (Berlin) und ist Artist in Residence bei Schule@imFlieger.
2026 (Biografie _ Impulstanz, 21.7.26)
Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann
Foto: Nora Lachmann _ Claudia Haarmann
Fotos: Natalie Campbell, Schriftstellerin, Tänzerin, Künstlerin _ Wien _ performing Malina _ Originalschauplatz Wien _ Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _ Walter Pobaschnig 8/23.
Im Interview _Nora Lachmann, Schriftstellerin_ Berlin
Liebe Nora, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns?
Vor allem ihre Erzählungen, die Frauenleben in allen Beziehungen erlebbar schildern, die Erschöpfung in der trotz und wegen allem Schweigen von Krieg und Faschismus gezeichneten Gesellschaft.
Was macht das Besondere ihres Schreibens aus?
Für mich ist es einmal die Sprache, so genau in den Beschreibungen, so eigen die Bilder, die Menschen hervorrufend. Das Leben in Zweifeln, in Ungewissheiten. Die Betonung der eigenen Stimme.
Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben und warum?
Ich finde, jedes steht für sich.
Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?
Bleib!
Was sind Deine aktuellen Projektpläne?
Nach dem Abschluss meines Romans plane ich eine Reihe von Kurzgeschichten.
Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?
„Dann sind die Wasser über die Ufer getreten, die Flüsse haben sich erhoben, die Seerosen sind gleich hundertweis erblüht und ertrunken, und das Meer war ein machtvoller Seufzer, es schlug, schlug und rannte und rollte gegen die Erde an, dass seine Lefzen trieften vor weißem Schaum.“ Undine geht, 1961
Herzlichen Dank für das Interview!
Nora Lachmann, Schriftstellerin
Zur Person_Nora Lachman, geboren in Berlin. Ummauert aufgewachsen — erst Bücher und dann die Ferne entdeckt. Immer zurückgekehrt. 2014 erschien der Roman „Die Quintessenz von Staub”. Seit 2019 im Vorstand des Netzwerks Freie Literaturszene Berlin. Passionierte Fahrtenseglerin und Reisende mit dem Blog Positionsmeldung: http://www.noralachmann.de
Im Erinnerungsinterview _Elisabeth Halikiopoulos, Schauspielerin, Regisseurin, Wien _
LiebeElisabeth Halikiopoulos, welche Erinnerungen gibt es für Dich an Erni Mangold?
Lieber Walter, wenn ich an Erni Mangold denke, denke ich weniger an eine bestimmte Rolle als an ihre unverwechselbare Präsenz als Frau und Künstlerin. Ich habe sie leider nie persönlich kennengelernt, aber ihre Interviews waren herrlich. Ich muss oft herzlich lachen, wenn ich ihr zuhöre. Ich liebe diese trockene, direkte Art und die Selbstverständlichkeit, mit der sie Dinge ausspricht. Gleichzeitig beeindruckt mich, wie sie sich als Frau in einer Zeit behauptet hat, in der die Machtverhältnisse im Theater- und Filmbetrieb noch ganz andere waren. Sie hat sich ihre Stimme nicht verbieten lassen und sich nicht unterworfen, auch wenn das, wie sie selbst erzählt hat, Konsequenzen für ihre Karriere hatte. Diese Authentizität, ihre Direktheit und ihre Haltung verbinde ich auch mit ihrem Spiel. Sie hatte offenbar nie das Bedürfnis, gefällig zu sein oder sich kleiner zu machen. Und ich glaube, genau das nimmt die Theater- und Filmwelt von ihr mit in die Zukunft: den Mut, ganz man selbst zu sein und die eigene Stimme nicht verstummen zu lassen.
Herzlichen Dank!
Elisabeth Halikiopoulos, Schauspielerin, Regisseurin, Wien
Im Erinnerungsinterview _Petra Ganglbauer, Schriftstellerin _ Wien
Liebe Petra Ganglbauer, welche Erinnerungen gibt es für Dich an Erni Mangold?
Ich erinnere mich, dass ich schon als junge Frau, wenn ich sie beispielsweise im Fernsehen sah, von ihrer eigenwilligen Ausstrahlung fasziniert war. Sie war schwer einschätzbar für mich, nicht festzumachen, wesensmäßig nicht auszuloten. Sie hatte etwas Oszillierendes in ihrer Persönlichkeit.
Was macht für Dich das Besondere ihres Schauspiels aus?
Dass sie trotz der Vielfalt der Rollen für Film, Radio und Fernsehen bzw. Bühne, einen Kern in sich trug, der unverwechselbar war, ungeachtet dessen wie die Rolle im Speziellen angelegt war. Dieser Kern ist ein Zeichen des Wiedererkennens für mich, zugleich ist er schwer zu definieren. Es ist etwas, das die eigentlichen Rollen durchbricht, eine unbändige Eigenständigkeit, um nicht zu sagen fruchtbare Eigenwilligkeit.
Möchtest Du bestimmte Rollen hervorheben und warum?
Eigentlich nicht. Faszinierend war und ist die Vielschichtigkeit ihrer Präsenz, ob es nun Hörspiele wie „Die letzten Stunden der Menschheit“ von Otto Brusatti (1984) betrifft, ihre Rolle in Franz Antels „Der Bockerer“ (1981) oder jene als kryptische Persönlichkeit im Landkrimi „Der Tote in See“ (2018).
Wie hast Du Erni Mangold als Kollegin erlebt?
Ich hatte nie persönlichen Kontakt zu ihr, habe sie aber zwei- oder dreimal im Kontakt mit Anderen erlebt, etwas burschikos, mit expliziter Geste und dennoch gleichsam ihr Innerstes verbergend. Da war etwas an und in ihr, das nur ihr gehörte.
Was nimmt die Theater/Filmbühne von ihr in die Zukunft mit?
Ein Vorbild für die jüngere Generation in ihrem Sosein als starke, politisch gesinnte Frau und Schauspielerin, die auch mit Erzählungen und Statements nicht hintanhielt, welche transparent machten, wie sehr sie in jungen Jahren sexuell belästigt und vereinnahmt wurde und an der Seite ihres damaligen Ehemanns Heinz Reincke unter dem sinngemäßen Motto „Du bist ohnehin versorgt!“ kaum Rollen zugedacht bekam.
Herzlichen Dank für das Interview!
Petra Ganglbauer, Schriftstellerin _ Wien _ Station bei Malina _ Romanschauplatz/Wien _ Walter Pobaschnig 4/25
Ingeborg Bachmann am Schreibtisch in ihrer Wohnung in Rom, Bocca de Leone, um 1970
100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _
im Interview _Heike Fiedler, Schriftstellerin_sound and visual artist _ Genf
Liebe Heike, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns?
Den ersten Zugang hatte ich über ihr Buch Malina, das mich damals, als Studentin, sehr beeindruckt hat in seiner Radikalität, der Darlegung, des Sichtbarmachens von Machtstrukturen in sozusagen alltäglichen (Beziehungs)Gefilden. Ich las Malina ungefähr parallel zu Romanen von Christa Wolf, Birgit Vanderbeke.
Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?
Alles schreibend v_erinnern, von innen heraus im Ton der Melancholie, der Distanz, anKlage-gesang vielleicht, auf ihre Lyrik bezogen. In der Prosa die beobachtende Einfühlsambarkeit, mit der wir ihre literarischen Figuren erfahren, die Einbettung von Gegenwart und ihre Kunst, sich mit oft sprachlich syntaktischer Knappheit von der Gegenwart zu distanzieren, sie zu entblössen, sozusagen. Die Übertreibung des Evidenten, die Verarbeitung von Erinnerung…
Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben?
Malina, Undinegeht und andere Erzählungen, zum Beispiel Simultan oder Probleme Probleme, natürlich auch ihre Gedichte: An die Sonne, Früher Mittag, Psalm…
Wie siehst Du Ingeborg Bachmanns Gesellschaftskritik der zerstörenden und zerstörerischen patriarchalen Welt heute?
Das Thema ist nach wie vor relevant, das Spektrum etwas breiter, das zeigt ein Blick auf die Statistiken zu Femiziden, auf die Weltpolitik, die Kriege, Genozide, die Unfreiheit der Frauen in vielen Ländern, auf den Maskulinismus, bis hin zu Uncel, auf Sexismus, Rassismus, Transgenderfeindlichkeit.
Die Liebe in allen Facetten von Glück und Verhängnis ist ein wesentliches Thema in Gedichten wie Prosa Ingeborg Bachmanns_ „die Männer sind unheilbar krank…“ (Interview, 1971) _ wie lieben wir nach/mit Bachmann?
Lieben. Einfach. Wie wir lieben, ist letztendlich nicht kollektiv zu beantworten. Kollektiv ist jedoch das Wissen um. Um Unterdrückungsmechanismen, Ungleichheiten, um patriarchalisch geprägte Strukturen. Diesen Satz, sie sagt ihn ja mit diesem – ihrem – lachenden Blick und der Frage: „Wissen sie das nicht?“ Es ist eine Evidenz. Und eine immer wieder zu wiederholende Frage.
„Es ist eine seltsame, absonderliche Art zu existieren, asozial, einsam, verdammt, es ist etwas verdammt daran“, so charakterisierte IngeborgBachmann in ihrer Rede zur Verleihung des AntonWildgans Preises (1971) Schreiben und Existenz. Ist das Schreiben, die Kunst immer (auch) eine Form des persönlichen „Martyriums“?
Meine Beobachtung, vielleicht auch ein Teil meiner literarischen Praxis, ist verbunden mit dem Aspekt des Teilens, auch des kollektiven Schreibens. Die vielen Formen literarisch-poetischer Performances, des Zusammenseins im Hier und Jetzt, zeigen, dass es neben der von Ingeborg Bachmann auf ihre Situation bezogene und zu respektierende Erfahrung heute auch Arten von Schreiben oder Kunst gibt, die nicht der Existenz eines persönlichen Martyriums entsprechen.
Welche Aspekte in Bachmanns Schreiben möchtest Du neben den existenz- wie gesellschaftskritischen Grundpositionen noch hervorheben?
Ich ziele an der Frage vorbei, denn hervorheben möchte ich ihren Humor, den ich in, nicht neben, den genannten Grundpositionen entdecke, die sie vor allem in ihren Erzählungen mit Blick auf Gesellschaft, Ehe, Familie, heteronormatives Rollenverhalten reflektiert. Frauen bleiben keineswegs verschont. Und dann ist da auch, vor allem, ihr sprachkritischer Ansatz.
Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?
« Danke », nehme ich an.
Was sind Deine aktuellen Projektpläne?
Die Fortsetzung meiner Zusammenarbeit mit der iranischen Lyrikerin Maryam, initiiert durch Ecrire Encore Suisse Schweiz; das Ko-Projekt The kitchen and the self mit der Performerin Manmeet Devgun aus Indien, auch arbeite ich (noch) an der Lyrik-Übersetzung eines Buches von Augusta Laar und an eigenen Schreibprojekten. Das naheliegendste ist eine Präsentation am Ende meiner Schreibresidenz Artist in Residence @Villa Waldberta. In drei Wochen nehme ich an dem von der Literaturzeitschrift Orte im Vorfeld des Jazzfestivals Willisau veranstalteten Abend poesie und Jazz teil. Die beiden letzten sind im Moment der Veröffentlichung des Interviews schon gar nicht mehr aktuell, beziehen sich aber gerade auf die Frage.
Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?
« …die Bewusstseinslage in einer Zeit, das heisst doch nicht, dass man die Sätze nachspricht, die diese Gesellschaft spricht, sondern sie [die Bewusstseinslage] muss sich anders zeigen und sie muss sich radikal anders zeigen, denn sonst wird man nie wissen, was unsere Zeit war… »
Ingeborg Bachmann
Herzlichen Dank für das Interview!
Heike Fiedler, Schriftstellerin_sound and visual artist
Im Erinnerungsinterview _Peter Nitsche, Schauspieler _ Wien
Lieber Peter Nitsche, welche Erinnerungen gibt es für Dich an Erni Mangold?
Erni Mangold lebt in unseren Herzen. Ihre authentische Gesamtheit, nie als Star im LICHT, um andere Kollegen in den Schatten zu stellen, war einer ihrer wertvollen Schätze.
Was macht für Dich das Besondere ihres Schauspiels aus?
Flexibel, situativ variabel. Immer präzise. Erni spielte die Rolle nicht einfach, sie LEBTE die Figuren, in die sie schlüpfte.
Möchtest Du bestimmte Rollen hervorheben und warum?
Kaisermühlenblues. Pure Authentizität als Prostituierte Minka .
Einerseits arbeitete ich auch in der Folge als „Kabelhund“ der Technik zu, wurde dann kurzfristig als ein potschada Freier gecastet und war kurz in actio.. Es war genial.
Wie hast Du Erni Mangold als Kollegin/e erlebt?
Erni war und blieb IMMER MENSCH, in der Szene, vor der Kamera, wie auch in Pausen. Hilfsbereit, freundlich, verbindend.
Was nimmt die Theater/Filmbühne von ihr in die Zukunft mit?
Ehrlichkeit, Können, Verlässlichkeit, Witz, MENSCH SEIN.
Danke, Erni,🙏🙏🙏
Herzlichen Dank für das Interview!
Peter Nitsche, Schauspieler _ Station bei Georg Danzer _ performing „Vorstadtcasanova“ _ 80.Geburtstag Georg Danzer _ Walter Pobaschnig 5/26
Im Erinnerungsinterview _Felix Kucher, Schriftsteller _Wien
Lieber Felix Kucher, welche Erinnerungen gibt es für Dich an Erni Mangold?
Vorwiegend sind es Filme aus ihrer frühen und späten Zeit: Einerseits die ziemlich seichten Komödien aus den 1950ern, die in meiner Kindheit noch im ORF am Sonntagnachmittag liefen, andererseits die vielen Charakterrollen in den 2000er Jahren. Von dazwischen kenne ich eigentlich fast nichts.
Was macht für Dich das Besondere ihres Schauspiels aus?
Ihre unglaubliche Wandlungsfähigkeit.
Möchtest Du bestimmte Rollen hervorheben und warum?
Es gibt so viele. Als erstes fallen mir aber Rollen ein, in denen sie eher fiese Gestalten verkörpert hat, wie die Vera Dorfmeister in Xaver Schwarzenbergers Film „Edelweiß“ (2001) oder der legendäre Tatort „Nie wieder Oper“ (1999) ein, in der sie an der Seite von Marta Eggerth und Walter Berry als Mörderin entlarvt wird.
Was nimmt die Theater/Filmbühne von ihr in die Zukunft mit?
Ich denke, dass man sich kein Blatt vor den Mund nehmen muss.
Herzlichen Dank für das Interview!
Felix Kucher, Schriftsteller _vor den Rosenhügel Filmstudios Wien _ Bezugspunkt zu seinem aktuellen Roman „Von Stufe zu Stufe“, Picus Verlag 2025 _ Walter Pobaschnig 2/25.