„The winner takes it all! … Na gut, ich war beim Bachmannpreis.“ _ 50 Jahre Bachmannpreis _ Nikolai Vogel, Schriftsteller _ München 3.7.2026

50 Jahre Bachmannpreis _

Tage der deutschsprachigen Literatur Klagenfurt


im Interview  _ Nikolai Vogel _ Schriftsteller, Bildender Künstler_ München

Bachmannpreisnominierter 2005

Lieber Nikolai, Du hast 2005 am Bachmannpreis in Klagenfurt dem größten und reichweitenstärksten Literaturwettbewerb im deutschsprachigen Raum teilgenommen. Was sind spontan Deine erste Erinnerungen?

Ich habe bei der Verlosung der Reihenfolge die eher ungeliebte Nummer 1 gezogen … Als ich morgens im Studio war und gerade in die Maske sollte, wurde ich da dann nochmal zurückgerufen, weil jemand von der Jury gerade kam, und wichtiger war. Es gab keine Begrüßung, kein Hallo, kein aufmunterndes Wort zum Start – das fand ich sehr befremdlich, ich war da aber auch noch zu schüchten oder unerfahren, um das einfach selbst zu übernehmen …


Was macht das Besondere des Bachmannpreises aus?

Live, Fernsehen, you never know …


Wie hast Du Deine Lesung, die Jurydiskussion und die Preisverleihung erlebt?

Meine Lesung war wie gesagt sehr früh. Die Diskussion ziemlich spannend, auch lustig. Radisch‘ Vergleich mit Bachmanns Undine ziemlich strange …

Die Preisverleihung ist schon interessant. Diese ganze Interessensdynamik. Ich glaube, ich war in meinem Jahrgang vielleicht der Einzige, der seinen Juror vorher nicht persönlich kannte, und habe mitbekommen, dass andere von Ihren Juror*innen halt gefragt worden waren, ob sie nicht einen passenden Text hätten. Auch die ganzen Verlagsinteressen und Manuskripte, die längst in trockenen Tüchern sind und dort dann womöglich noch einen Werbeschub bekommen sollen … Ich empfand es so, dass etliche Juror*innen das als Power Play verstanden, als taktisches Spiel. Es gab sogar eine Jurorin, die sich dann bei mir entschuldigt hat, dass sie nicht für meinen Text gestimmt hat, den sie toll fand, aber sie habe natürlich den eigenen Kandidaten unterstützen müssen …


Wie hat sich der Bachmannpreis auf Deinen weiteren literarischen, künstlerischen Weg ausgewirkt?

The winner takes it all! … Na gut, ich war beim Bachmannpreis. Kollegen hatten mich gewarnt: Willst Du da wirklich hin – aber ich wollte! Ich wusste, dass teils mit harten Bandagen diskutiert wird, aber ich wollte! Ich wusste, ich lese gerne vor Publikum, ich habe kein schlimmes Lampenfieber, sondern nur eine kribbelnde Grundnervosität, die mich wach hält … 


Was braucht der Bachmannpreis für eine weitere gute Entwicklung?

Gute Texte, Juror*innen, die gute Texte gut finden, Autor*innen, die sich darauf einlassen, im Wissen, dass es Fernsehen ist …


Was möchtest Du aktuellen Teilnehmer:innen, der Jury und dem Publikum in Klagenfurt mitgeben und dem Bachmannpreis zum 50er wünschen?

Mut, Gelassenheit, Neugier, Unangepasstheit!

Herzlichen Dank für das Interview und alles Gute!

Ebenfalls! Rien ne va plus!

Nikolai Vogel _ Schriftsteller, Bildender Künstler

Zur Person: http://www.nikolaivogel.com/

große Begeisterung und Vorfreude beim Publikum vor den Lesungen _
50.Bachmannpreis _ 2026

Bachmannpreis

1976 wurde nach einer Idee und auf Initiative des Autors und Journalisten Humbert Fink (* 13.8.1933 Salerno/I +16.5.1992 Maria Saal/Kärnten) und des damaligen Intendanten Ernst Willner ORF/Kärnten in Klagenfurt ein Literaturwettbewerb gegründet, dessen Hauptpreis nach der in Klagenfurt geborenen und begrabenen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (*25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom) benannt wurde.

Ingeborg Bachmann auf Ihrer Terrasse in Rom, Bocca de Leone, um 1970

Der erste Bachmannpreisträger war 1977 Gert Jonke. Die aktuelle Preisträgerin 2025 ist Natascha Gangl.

Im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt werden ebenso weitere Literaturpreise vergeben – Deutschlandfunk Preis, 3sat Preis, Carinthischer Sommer Stipendium, BKS Publikumspreis.

Der Bachmannpreis, Tage der deutschsprachigen Literatur, findet jährlich Ende Juni/Juli in Klagenfurt statt.

Klagenfurt/Altstadt
Wörthersee

Foto: Nikolai Vogel _ privat

Foto: Ingeborg Bachmann _ Garibaldi Schwarze

Fotos: Bachmannpreis_Klagenfurt/Wörthersee _ Walter Pobaschnig



Walter Pobaschnig, 26.6.26

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„Thomas von Villach“ _  Regina Schaunig. Historischer Roman. Hermagoras Verlag.

Thomas von Villach – ein klingender, strahlender Name mittelalterlicher Kunst im alpinen Raum. Ein Künstler, der am Ausganspunkt und Arbeitsmittelpunkt Kärnten und darüber hinaus ein gewaltiges sakrales Freskowerk schuf, das bis heute fasziniert und in den Bann zieht. Im Ausgangspunkt biblischer Bildwelten entwickelt der Künstler in/mit seinem Kunstkreis eine selbstbewusste Form an den Schnittstellen zur Neuzeit und deren Aufbrüchen und Umwälzungen. In vielen Kirchen sind diese Zyklen faszinierendes Zeugnis der Ansprache, Vermittlung und Verbindung von Leben, Glaube und Sinn.

Ein Kunstleben, das in allem Arbeitsschwerpunkt aber auch ein gesellschaftlich interessiertes, wahrnehmendes und nach Möglichkeit dialogisches ist, das Wege in eine neue Zeit sucht…

Die renommierte, in Kärnten lebende, Autorin Regina Schaunig legt einen sehr spannenden Roman zu Leben, Werk und Zeit des Thomas von Villach vor, der in seiner Unmittelbarkeit und Lebendigkeit wie historischem Panorama der Zeit begeistert. Es gelingt Leserin und Leser mühelos einzutauchen in Existenz, Kunst und Weg eines kompromisslosen Künstlers zwischen aufgehenden und untergehenden Welten.

Hervorzuheben ist auch die umfassende kunsthistorische und historische Detailkenntnis, die diesen wunderbaren Roman auch zu einem Reiseführer zum Werk dieses einzigartigen Künstlers macht.

„Ein mitreißender Roman als wunderbare Kunstreise zu einer faszinierenden Persönlichkeit und dessen umfassenden Werk im Sturm der Zeit.“

Thomas von Villach, Regina Schaunig. Historischer Roman. Hermagoras Verlag.

Broschürt, 192 Seiten

Format: 14 x 21,5

ISBN: 978-3-7086-1406-9

Hermagoras Verlag, 2026

23, 90 EUR

Walter Pobaschnig 7/26

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„Nichts hält die Vögel fern von mir“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Sigune Schnabel/Elisabeth Blutsch _ Düsseldorf/Wien 3.7.2026

Elisabeth Blutsch, Schauspielerin, Sängerin _ Wien _ acting „Malina“ _
Romanschauplatz „Malina“ Wien _ Roman, Ingeborg Bachmann (1971) 
Walter Pobaschnig 4/21, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz

MALINA  _ Akrostichon

Text _ Sigune Schnabel, Schriftstellerin_Düsseldorf

Performance  _  Elisabeth Blutsch, Schauspielerin, Sängerin _Wien.

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

MALINA

Meine Haut ist schon rissig, weil ich so oft darin verschwinde.

Alles löst sich auf, selbst mein Name.

Längst lasse ich Geier in meinen Brüchen nisten.

Immer weniger finde ich meine Spur, nur Nester.

Nichts hält die Vögel fern von mir.

Auch meine Sprache habe ich in ihre Schnäbel gelegt.

Sigune Schnabel, 15.6.26

Elisabeth Blutsch, Schauspielerin, Sängerin _ Wien _ acting „Malina“ _
Romanschauplatz „Malina“ Wien _ Roman, Ingeborg Bachmann (1971) 
Walter Pobaschnig 4/21, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz

MALINA  _ Akrostichon

Text _ Sigune Schnabel, Schriftstellerin_Düsseldorf

Performance  _  Elisabeth Blutsch, Schauspielerin, Sängerin _Wien.

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971.

Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.

Sigune Schnabel, Schriftstellerin

Zur Person: Autorenseite Sigune Schnabel (sigune-schnabel.de)

  Elisabeth Blutsch, Schauspielerin, Sängerin

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Foto: Sigune Schnabel _ privat.

Fotos: Elisabeth Blutsch, Schauspielerin, Sängerin _ Wien _ acting „Malina“ _
Romanschauplatz „Malina“ Wien _ Roman, Ingeborg Bachmann (1971) 
Walter Pobaschnig 4/21.

Walter Pobaschnig   15.6.26

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 „Unzählige“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Naoko Muneoka, Künstlerin  _ Wien 2.7.2026

Naoko Muneoka, Künstlerin  _ Wien _
performing Nachtblende/Malina am Originalschauplatz _ Wien _
Nachtblende, Film, Romy Schneider, 1975 _
Malina, Ingeborg Bachmann, Roman 1971 _
Walter Pobaschnig, 5/26, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance Originalschauplatz „Malina“ Wien.

UNDINE GEHT _ Akrostichon

Text  & Performance _  Naoko Muneoka, Künstlerin  _ Wien 

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

UNDINE GEHT

U
nzählige

Nichts

Du

Ich

Nie

Einander


Geträumte

Ebene

Hängen

Tief

Naoko Muneoka, 28.5.26

Naoko Muneoka, Künstlerin  _ Wien _
performing Nachtblende/Malina am Originalschauplatz _ Wien _
Nachtblende, Film, Romy Schneider, 1975 _
Malina, Ingeborg Bachmann, Roman 1971 _
Walter Pobaschnig, 5/26, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance Originalschauplatz „Malina“ Wien.

UNDINE GEHT _ Akrostichon

Text  & Performance _  Naoko Muneoka, Künstlerin  _ Wien 

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Undine geht, Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961.

„Undine geht“ ist einer der zentralen Texte in Ingeborg Bachmanns Werk. Dieser erschien im ersten Prosaband „Das dreißigste Jahr“ und nimmt das Motiv des Undine Mythos _ Liebe, weibliche Menschwerdung, Verrat und Rache – auf und transformiert dies in die Struktur gegenwärtiger patriarchal geprägter Gesellschaftsverhältnisse. „Undine geht“ ist einer der meist rezipierten Texte Bachmanns und erfährt zahlreiche künstlerische Zugänge und Dialoge.

Naoko Muneoka, Künstlerin

Zu Person und Werk: Naoko Muneoka/Malerei :

5 Fragen Interview _ Literatur outdoors„Das eigene Leben leben können“ Naoko Muneoka, Künstlerin _ Wien 10.5.2024 | Literatur outdoors – Worte sind Wege

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Fotos: Naoko Muneoka, Künstlerin  _ Wien _
performing Nachtblende/Malina am Originalschauplatz _ Wien _
Nachtblinde, Film, Romy Schneider, 1975 _
Malina, Ingeborg Bachmann, Roman 1971 _
Walter Pobaschnig, 5/26,

Walter Pobaschnig, 30.5.26

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„Es redete niemand mit mir, alles nur Jubel-Trubel um die Preisträger, ich ging zum Bahnhof und fuhr mit dem Zug nachhause.“ _ 50 Jahre Bachmannpreis _ Andrea Wolfmayr, Schriftstellerin _ Gleisdorf/Stm./AT 2.7.2026

50 Jahre Bachmannpreis _

Tage der deutschsprachigen Literatur Klagenfurt

Im Interview _ Andrea Wolfmayr, Schriftstellerin _ Gleisdorf/Stm./AT

Bachmannpreisnominierte 1983

Liebe Andrea, Du hast 1983 am Bachmannpreis in Klagenfurt, dem größten und reichweitenstärksten Literaturwettbewerb im deutschsprachigen Raum, teilgenommen. Was sind spontan Deine ersten Erinnerungen?

Ich war sehr allein. Die GAV, deren Mitglied ich damals noch war, gab mir die Empfehlung, nicht mitzumachen, es sei eine rein kommerzielle Sache, so „unmoralisch“ wie der ESC, nichts für „ernstzunehmende Schriftsteller“, ich würde bloß „verheizt“. Der Bachmannpreis hatte noch nicht im Ansatz die mediale Aufmerksamkeit wie heute, die kam erst mit den Aktionen von Josef Winkler oder Rainald Goetz (er las im selben Jahr wie ich, leider erlebte ich seine Lesung nicht; während er sein Blut vergoss, war ich bei einer Lesung in einer Klagenfurter Schule – wir wurden dafür nebenbei „eingeteilt“). Ich hatte niemand vom Verlag bei mir, niemand, der mir bei der Auswahl meines Textes Tipps gegeben oder lektoriert hätte, ich war überhaupt nicht vernetzt und ganz jung auf dem Literaturmarkt.

Was macht das Besondere des Bachmannpreises aus?

Das „Wettlesen“. Und Wettbewerbe, Rankings usw., verhelfen zu Bekanntheit, Öffentlichkeit und medialer Präsenz, verführen aber auch … (siehe die wunderbare heurige Rede von Helga Schubert)

Wie hast Du Deine Lesung, die Jurydiskussion und die Preisverleihung erlebt?

Als grausam. Ich war eingeladen von Humbert Fink und Ulrich Weinzierl, die mich natürlich verteidigten. Aber Reich-Ranicki packte während meines Lesens bereits zusammen (ich war die Letzte, durch Verlosung und auch alphabetisch), ich war blind und wie betäubt durch die Scheinwerfer, es war wie eine Matura-Prüfung, ich saß vor einer Kommission. Tod oder Leben. Ich hatte das Gefühl, gut und fehlerlos zu lesen und heute noch finde ich meinen Text absolut passabel. Aber ich fiel durch. Die Diskrepanz zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung ist noch heute ein großes Thema für mich. Im Anschluss an meine Lesung war ich richtig einsam und sehr verwirrt. Es redete niemand mit mir, alles nur Jubel-Trubel um die Preisträger, ich ging zum Bahnhof und fuhr mit dem Zug nachhause. Ich hatte den Eindruck, es wäre keine große Sache gewesen.

Wie hat sich der Bachmannpreis auf Deinen weiteren literarischen, künstlerischen Weg ausgewirkt?

Die Scheu vor Öffentlichkeit, die Angst vor Kritik, Bloßstellung, Sarkasmus, verletzenden Bemerkungen hat sich gesteigert. Die Lust zu schreiben ist geblieben, die Angst vor Öffentlichkeit, vor Lesungen und Auftritten auch.

Was braucht der Bachmannpreis für eine weitere gute Entwicklung?

Sensibilität, Aufmerksamkeit, Freundlichkeit, Achtung und Respekt, wirkliches Interesse – nicht Rankings und Gieren nach Preisen, Macht, Einfluss, Geld …

Was möchtest Du aktuellen Teilnehmer:innen, der Jury und dem Publikum in Klagenfurt mitgeben und dem Bachmannpreis zum 50er wünschen?

Gute Nerven, Achtung und Respekt, Aufmerksamkeit und Interesse

Herzlichen Dank für das Interview und alles Gute!

Andrea Wolfmayr, Schriftstellerin

Zur Person _Andrea Wolfmayr, Schriftstellerin

Wolfmayr, Andrea – Edition Keiper

Großes Publikumsinteresse bei den Lesungen _ 50.Bachmannpreis 2026

Bachmannpreis

1976 wurde nach einer Idee und auf Initiative des Autors und Journalisten Humbert Fink (* 13.8.1933 Salerno/I +16.5.1992 Maria Saal/Kärnten) und des damaligen Intendanten Ernst Willner ORF/Kärnten in Klagenfurt ein Literaturwettbewerb gegründet, dessen Hauptpreis nach der in Klagenfurt geborenen und begrabenen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (*25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom) benannt wurde.

Ingeborg Bachmann, Rom, um 1970

Der erste Bachmannpreisträger war 1977 Gert Jonke. Die aktuelle Preisträgerin 2025 ist Natascha Gangl.

Im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt werden ebenso weitere Literaturpreise vergeben – Deutschlandfunk Preis, 3sat Preis, Carinthischer Sommer Stipendium, BKS Publikumspreis.

Der Bachmannpreis, Tage der deutschsprachigen Literatur, findet jährlich Ende Juni/Juli in Klagenfurt statt.

Wörthersee

Foto: Andrea Wolfmayr _ privat

Foto: Ingeborg Bachmann _ Garibaldi Schwarze

Fotos: Bachmannpreis_Klagenfurt/Wörthersee _ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig, 25.6.2026

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„und willig dem Abschied nach jeder Umarmung“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Brigitte Baur/Mara Christine Koppitsch _ Wien 1.7.2026 

Mara Christine Koppitsch, Schauspielerin, Musikerin_ Wien_performing „Undine geht“ _
Undine geht, Ingeborg Bachmann. Erzählung 1961 _

Walter Pobaschnig 8/24, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz

UNDINE GEHT  _ Akrostichon

Text _ Brigitte Baur, Schriftstellerin _ Wien

Performance   Mara Christine Koppitsch_Schauspielerin _ Wien 

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Mara Christine Koppitsch, Schauspielerin, Musikerin_ Wien_performing „Undine geht“ _
Undine geht, Ingeborg Bachmann. Erzählung 1961 _

Walter Pobaschnig 8/24, folgende

UNDINE GEHT

U und willig dem Abschied nach jeder Umarmung

N Nein, natürlich nicht, ich sage ja nur, daß das Unglück der Frauen ein besonders unvermeidliches und ganz und gar unnützes ist

D Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

I Ich mit der deutschen Sprache dieser Wolke um mich die ich halte als Haus

N nur Luft, Nachtluft, Küstenluft, Grenzluft, um immer wieder Atem holen zu können für neue Worte, neue Küsse, für ein unaufhörliches Geständnis: Ja. Ja.

E Es gibt keine guten Liebhaber. Es gibt höchstens Männer, mit denen es völlig hoffnungslos ist, und einige, mit denen es nicht ganz so hoffnungslos ist.

G Geh Tod! Und: Steh still, Zeit!

E Er war rückfällig geworden, und die Ordnung streckte einen Augenblick lang die Arme nach ihm aus

H Hätten wir das Wort, hätten wir die Sprache, wir bräuchten die Waffen nicht

T Tief im Grund verlang ich immer alles restlos zu erzählen, in Akkorden auszuwählen, was an Klängen mich umspielt

Brigitte Baur, 11.3.26

Das Akrostichon „UNDINE GEHT“ zitiert Texte Ingeborg Bachmanns (Undine Geht/Malina/Lyrik/Interviews/Reden). Anm.

Mara Christine Koppitsch, Schauspielerin, Musikerin_ Wien_performing „Undine geht“ _
Undine geht, Ingeborg Bachmann. Erzählung 1961 _

Walter Pobaschnig 8/24, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz

UNDINE GEHT  _ Akrostichon

Text _ Brigitte Baur, Schriftstellerin _ Wien

Performance   Mara Christine Koppitsch_Schauspielerin _ Wien 

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

UNDINE GEHT

Undine geht, Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961.

„Undine geht“ ist einer der zentralen Texte in Ingeborg Bachmanns Werk. Dieser erschien im ersten Prosaband „Das dreißigste Jahr“ und nimmt das Motiv des Undine Mythos _ Liebe, weibliche Menschwerdung, Verrat und Rache – auf und transformiert dies in die Struktur gegenwärtiger patriarchal geprägter Gesellschaftsverhältnisse in Macht und Zerstörung. „Undine geht“ ist einer der meist rezipierten Texte Bachmanns und erfährt zahlreiche künstlerische Zugänge und Dialoge.

Brigitte Baur, Schriftstellerin _ Wien
Mara Christine Koppitsch_Schauspielerin _ Wien

Foto: Ingeborg Bachmann: Heinz Bachmann

Foto: Brigitte Baur _ privat.

Fotos: Mara Christine Koppitsch_Schauspielerin _ Wien _ acting „Undine geht““ _
Erzählung, Ingeborg Bachmann (1961) 
Walter Pobaschnig 8/24.

Walter Pobaschnig   11.3.26

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Atlas der 60er Jahre. Columbus Verlag.

Die 1960er Jahre – ein ganz außergewöhnliches Jahrzehnt an der Schnittstelle des Aufbruches in ganz unterschiedlichsten Gesellschaftsbereichen.

Und es ist ein farbenfroher Aufbruch in Kultur, Kunst, in Musik, Literatur, Theater, der ganz unmittelbar wie metaphorisch Mensch und Zeit in neues Licht stellt und dieses auch zu strahlen einfordert und dies passiert auch in legendären Meilensteinen, von denen das Konzert/Kunstfestival Woodstock 1969 herausragt.

Es ist aber auch ein Jahrzehnt der politischen Konflikte, Kriege und deren Auswirkungen wie auch Protesten quer durch alle Kontinente. Ein Jahrzehnt besonderer Sportereignisse wie Erfindungen, Erfolgen in Wissenschaft und Technik und Medizin.

Der vorliegende Atlas der 60er Jahre bietet nun einen beeindruckenden Überblick in gut strukturierten Kapitel und wunderbaren Übersichtskarten und Bildern, die visuell unmittelbar eintauchen lassen wie auch mit Zahlen/Zuordnungen umfassend informieren.

„Ein Atlas als ganz lebendiges farbenfrohes Kaleidoskop eines einzigartigen Jahrzehnts!“

Atlas der 60er Jahre

Gebundene Ausgabe, 192 Seiten.

Artikel-Nr.: 9783690780094

ISBN: 9783690780094

25,00 €*

Walter Pobaschnig 6/26

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„Morgen“ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Alina Lindermuth, Schriftstellerin _Wien 29.6.2026

Alina Lindermuth, Schriftstellerin _Wien _ performing _
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) 
100.Geburtstag_Ingeborg Bachmann_ 
Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom) _
Walter Pobaschnig 5/23

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz

MALINA _ Akrostichon

Text & Performance _ Alina Lindermuth, Schriftstellerin _Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Alina Lindermuth, Schriftstellerin _Wien _
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) 
100.Geburtstag_Ingeborg Bachmann_ 
Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom) _
Walter Pobaschnig 5/23

Malina

Morgen

Abend

Liege

Ich

Nicht

Allein

Alina Lindermuth, 5_23

Alina Lindermuth, Schriftstellerin _Wien _
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) 
100.Geburtstag_Ingeborg Bachmann_ 
Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom) _
Walter Pobaschnig 5/23

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz

MALINA _ Akrostichon

Text & Performance _ Alina Lindermuth, Schriftstellerin _Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971.

Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.

Alina Lindermuth, Schriftstellerin _Wien _

Foto: Ingeborg Bachmann: Heinz Bachmann.

Fotos: Alina Lindermuth, Schriftstellerin _Wien _
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) 
100.Geburtstag_Ingeborg Bachmann_ 
Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom) _
Walter Pobaschnig 5/23

Walter Pobaschnig   29.6.2026

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Siegel des Seins. Lyrische Lebensreise V. Prosa, Balladen, Gedichte & Satiren. Hubert Maria Moran. Hermagoras Verlag, 2026

Hubert Maria Moran, einer der facettenreichsten Schriftsteller im deutschsprachigen Raum, legt ein beeindruckendes Kaleidoskop von Mensch, Zeit, Gesellschaft, Sinn in Prosaskizzen und poetischen Textvarianten vor, die wunderbar einladen, mitzuwandern zu und in Erfahrungen, Ereignissen, Reflexionen an Orten der Seele und Sinne.

Es ist einerseits eine existentielle Reise in Stationen von Glück, Herausforderung und Aufbruch wie ein historisches Panorama durch die Zeit der Lebensalter in Beziehung zum umgebenden Horizont von Gesellschaft und Welt.

Der in Kärnten aufgewachsene und lebende Autor ist vom ganz großen Anspruch der Arbeit an der Sprache als Aufgabe des Dichters getragen und steht dabei ganz in der Tradition einer Ingeborg Bachmann oder eines Peter Handke, die ebenfalls aus Kärnten stammen.

Es ist ein Buch voller Inspiration, ein Vademecum, das Verweilen, Nachdenken, Genießen und nicht zuletzt wunderbar Staunen lässt über die Schönheit des Menschseins wie der Natur und deren Seelenkraft.

Hubert Maria Moran ist ein Dichter mit Leib und Seele, ein einzigartiger Sprachkünstler!“

Siegel des Seins. Lyrische Lebensreise V. Prosa, Balladen, Gedichte & Satiren. Hubert Maria Moran. Hermagoras Verlag, 2026

Broschürt, 320 Seiten.

14,6 x 21 cm

ISBN: 978-3-7086-1428-1

29.90 EUR

Walter Pobaschnig 6/26

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„Ungeheuer! Ihr, in meiner“ _100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Jens-Philipp Gründler/Anna Possarnig _ Münster/Wien 28.6.2026

Anna Possarnig_Tänzerin, Choreografin _ Wien _
performing „Malina“ _ Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Romanschauplatz _ Malina _ Wien _

Walter Pobaschnig 7/21

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz

UNDINE GEHT _ Akrostichon

Text _ Jens-Philipp Gründler, Schriftsteller _ Münster/Westfalen

Performance _ Anna Possarnig _Tänzerin, Choreographin _Wien 

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Anna Possarnig_Tänzerin, Choreografin _ Wien _
performing „Malina“ _ Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Romanschauplatz _ Malina _ Wien _

Walter Pobaschnig 7/21
Anna Possarnig_Tänzerin, Choreografin _ Wien _
performing „Malina“ _ Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Romanschauplatz _ Malina _ Wien _

Walter Pobaschnig 7/21

UNDINE GEHT

Ungeheuer! Ihr, in meiner

Nähe seid Ungeheuer,

Die ins Männliche wie

In die Tiefsee tauchend,

Notwendige Distanz unbedingt

Erkennen lassen müssen.


Geschlechter fanden einst in

Existenzen polymorph zueinander.

Heute zerfallen sie, wie

Tote, um Erlösung flehend.

Jens-Philipp Gründler, 29.3.26

Anna Possarnig_Tänzerin, Choreografin _ Wien _
performing „Malina“ _ Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Romanschauplatz _ Malina _ Wien _

Walter Pobaschnig 7/21
Anna Possarnig_Tänzerin, Choreografin _ Wien _
performing „Malina“ _ Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Romanschauplatz _ Malina _ Wien _

Walter Pobaschnig 7/21

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz

UNDINE GEHT _ Akrostichon

Text _ Jens-Philipp Gründler, Schriftsteller _ Münster/Westfalen

Performance _ Anna Possarnig _Tänzerin, Choreographin _Wien 

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Undine geht, Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961.

„Undine geht“ ist einer der zentralen Texte in Ingeborg Bachmanns Werk. Dieser erschien im ersten Prosaband „Das dreißigste Jahr“ und nimmt das Motiv des Undine Mythos _ Liebe, weibliche Menschwerdung, Verrat und Rache – auf und transformiert dies in die Struktur gegenwärtiger patriarchal geprägter Gesellschaftsverhältnisse in Macht und Zerstörung. „Undine geht“ ist einer der meist rezipierten Texte Bachmanns und erfährt zahlreiche künstlerische Zugänge und Dialoge.

Jens-Philipp Gründler, Schriftsteller
Anna Possarnig _Tänzerin, Choreographin

Foto: Ingeborg Bachmann: Heinz Bachmann.

Foto: Jens-Philipp Gründler _ privat.

Fotos: Anna Possarnig_Tänzerin, Choreografin _ Wien _
performing „Malina“ _ Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Romanschauplatz _ Malina _ Wien _

Walter Pobaschnig 7/21

Walter Pobaschnig, 29.3.26

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