„Unter nächtlichen Dächern“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Andreas Pavlic/Miriam Fontaine _ Wien 30.8.2026

Miriam Fontaine_Schauspielerin_Wien _ acting
_ Originalschauplatz/Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig 8/21

UNDINE GEHT

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz „Malina“ Wien.

UNDINE GEHT_ Akrostichon

Text Andreas Pavlic, Schriftsteller _ Wien.

Performance _  Miriam Fontaine_Schauspielerin, Sängerin _Wien.

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Miriam Fontaine_Schauspielerin_Wien _ acting Malina _ Originalschauplatz/Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig 8/21

UNDINE GEHT

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Andreas Pavlic, 4.5.26

Miriam Fontaine_Schauspielerin_Wien _ acting Malina _ Originalschauplatz/Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig 8/21
Miriam Fontaine_Schauspielerin_Wien _ acting Malina _ Originalschauplatz/Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig 8/21

UNDINE GEHT

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz „Malina“ Wien.

UNDINE GEHT_ Akrostichon

Text Andreas Pavlic, Schriftsteller _ Wien.

Performance _  Miriam Fontaine_Schauspielerin, Sängerin _Wien.

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Undine geht, Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961.

„Undine geht“ ist einer der zentralen Texte in Ingeborg Bachmanns Werk. Dieser erschien im ersten Prosaband „Das dreißigste Jahr“ und nimmt das Motiv des Undine Mythos _ Liebe, weibliche Menschwerdung, Verrat und Rache – auf und transformiert dies in die Struktur gegenwärtiger patriarchal geprägter Gesellschaftsverhältnisse. „Undine geht“ ist einer der meist rezipierten Texte Bachmanns und erfährt zahlreiche künstlerische Zugänge und Dialoge.

Andreas Pavlic, Schriftsteller 

Aktueller Roman von Andreas Pavlic:

Margit, Amela, Gerda und Carla haben vor 30 Jahren voll jugendlicher Tatkraft in Funkberg gegen den Bau eines Kraftwerkes demonstriert. Nun trommelt Gerda die alte Truppe wieder zusammen. Das Funkberger Kloster soll heimlich an Immobilienhaie verhökert und in ein Kongresszentrum umgewandelt werden. Gemeinsam mit der Studentin Bezé und Angelika, der letzten im Kloster lebenden Nonne, wollen sie das bedrohte Kulturgut der Stadt retten. Bei ihren Nachforschungen legen die Frauen eine unglaubliche Geschichte frei, die sie bis zu den Beginen ins 14. Jahrhundert führt. Und damit zu einer der ersten Frauenbewegungen, die weit mehr war als eine religiöse Gemeinschaft.

Andreas Pavlic zeigt in seinem neuen Roman humorvoll und eindrücklich, dass es für zivilen Widerstand immer einen Weg gibt. (Pressetext/Verlag)

Selige Unruhe, Andreas Pavlic. Roman. Edition Atelier.

248 Seiten

Selige Unruhe | Edition Atelier

www.andreaspavlic.com

Miriam Fontaine_Schauspielerin_Wien _ acting Malina _ Originalschauplatz/Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig 8/21

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann.

Foto: Andreas Pavlic _ Jorghi Poll _ Edition Atelier

Fotos: Miriam Fontaine_Schauspielerin_Wien _ acting Malina _ Originalschauplatz/Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig 8/21

Walter Pobaschnig,4.5.2026

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„Das Wichtige war für Ingeborg, dass diese Freundschaft bis zu ihrem Lebensende gehalten hat“ _ 100.Geburtstag Hans Werner Henze/100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann, Oxford/GB 30.8.2026

100.Geburtstag Hans Werner Henze, Komponist _

* 1. Juli 1926 in Gütersloh/D  † 27. Oktober 2012 Dresden

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin _

*25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom

Hans Werner Henze und Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann
Hans Werner Henze und Ingeborg Bachmann

„Mir ist völlig klar, dass die Freundschaft mit Dir die wichtigste menschliche Beziehung ist, die ich habe, und das soll auch so bleiben. Ich habe immer an Dich geglaubt, und an Dich werde ich immer glauben bis ans Ende meines Lebens. Und wo und wann sich unsere Wege auch immer kreuzen werden, es wird ein Fest sein.“ Ingeborg Bachmann an Hans Werner Henze (1956) Briefe einer Freundschaft von Ingeborg Bachmann und Hans Werner Henze | PIPER

Hans Werner Henze zählt zu den bedeutendsten Komponisten moderner Musik. Auf der Tagung der Gruppe 47 (Schriftsteller:innenkreis) lernt er 1952 Ingeborg Bachmann kennen. Daraus entsteht eine lebenslange intensive Zusammenarbeit und Freundschaft.

Zu Leben/Werk_ Hans Werner Henze: Leben

Ingeborg Bachmann prägte die moderne deutschsprachige Literatur in größtem Maße. Ihr bahnbrechendes Werk in Lyrik, Prosa, Hörspiel, Essays ist wegweisend und impulsgebend weit über die Literatur hinaus. Die Bedeutung und die Referenz zur Musik ist wesentlicher Teil davon.

Zu Leben/Werk_ Ingeborg Bachmann: Ingeborg Bachmann: Bücher, Gedichte & Leben

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

Im Interview: Dr.Heinz Bachmann (Bruder von Ingeborg Bachmann) _ Oxford/GB

Lieber Herr Dr.Bachmann, welche Gedanken bewegen Dich zum 100.Geburtstag von Hans Werner Henze?

Das Wichtige war für Ingeborg, dass diese Freundschaft bis zu ihrem Lebnesende gehalten hat.

Welche Bedeutung hatte die Freundschaft und Zusammenarbeit mit H.W.Henze für Deine Schwester Ingeborg Bachmann? 

Die beiden waren ja geistige Zwillinge, daher die wichtigen geimeinsamen Opernprojekte, aber auch sonst‚ Henzes freundschaftlicher Druck: „Arbeite!“ . Die musikalische „Umrahmung“ des Hörspiels „Die Zikaden“. Natürlich auch viel Komik und Trauriges wird im Briefwechsel sichtbar.

Welche Bedeutung hatte Musik für Ingeborg Bachmann und für Dich, Eure Familie insgesamt?

Musik war für unsere Familie in meiner frühesten Kindheit sehr wichtig. Unsere Mutter wollte in ihrer Jugend Opernsängerin werden, was ihr Vater untersagte. Unser Vater spielte Geige. Es wurde also musiziert bis durch die Kreigsereignisse das Klavier, das einen wunderbaren Klang hat, in Klagenfurt blieb und ich bis zu meinem 10. Lebensjahr im Gailtal das Klavier nicht zu sehen bekam. Die Geige wurde schlecht gelagert und  ist nicht reparabel. Ich selbst bin daher nie in den Genuss des Musizierens gekommen.

Hast Du H.W.Henze persönlich getroffen, wenn ja, wo, in welchem Zusammenhang? 

Leider habe ich Henze erst als Ingeborg gerade gestorben war, kennengelernt. Es waren die schrecklichen Umstände des Unfalls und auch das Thema wo Ingeborg begraben werden sollte, die verhinderten, dass noch ein weiterer Kontakt oder gar Freunschaft hätten entstehen können.

Was möchtest Du bitte noch zu Leben/Werk von H.W.Henze sagen? 

Im Rückblick danke ich ihm für seine Freunschaft und Unterstützung, die meine Schwester durch ihn hatte. Diese Unterstützung war natürlich gegenseitig! Er hat so viele Opern komponiert, die ich kaum kenne. Ich kann mich daher nur auf „Der Prinz von Homburg“ und „Der Junge Lord“ beziehen. Der Junge Lord gefällt mir besser! H.W.Henze hat, wenn ich das aus Gesprächen mit Ingeborg richtig verstanden habe, versucht aus der Zwangsjacke der 12-Tonkomposition herauszukommen und zu einer neuen Harmonie (?) zu kommen. Das war ein fast messianisches Bestreben! Das wird auch im neuen Film über Hernze von Nina di Majo angedeutet.

Wie kam es zur Ausgabe des Briefwechsels?

Wir hatten ein Gespäch mit dem Piper Verlag, was man als nächstes von Ingeborg veröffentlichen könnte. Isolde und ich plädierten für diesen Briefwechsel. Wir kannten zwar H. W. Henzes Briefe, die wir als schön, komisch, bewegend und interessant empfanden, aber nicht Ingeborgs Briefe, die ja im Besitz Henzes sein mussten. Der Verlag sezte sich mit Henze in Verbindung, der sehr positiv reagierte und spontan die Briefe zur Verfügung stellte. Diese Ausgabe veränderte den Blick der Forschung auf entscheidende Weise. Man hatte angenommen, dass das Elternhaus und Klagenfurt eine untergeordnete Rolle gespielt hätten. Viele der Ingeborg- Briefe wurden in Klagenfurt geschrieben und viele Briefe Henzes gingen nach Klagenfurt. Das Buch wurde ein erstaunlicher Erfolg.

Herzlichen Dank für das Interview!

Dr.Heinz Bachmann, Geophysiker _
Bruder von Ingeborg Bachmann

Zur Person: Heinz Bachmann, geboren 10. Juni 1939, Kindheit und Jugend verbrachte er in Klagenfurt und Obervellach bei Hermagor. Er besuchte die Mittelschule in Klagenfurt, maturierte 1957, studierte Geologie in Graz und spezialisierte sich beruflich auf Geophysik und arbeitete weltweit in der Öl- und Gasaufschließung vorwiegend in Afrika, dem Mittleren Osten und Europa. Heirat mit Sheila in London 1971. Nach dem Tod seiner Schwester Ingeborg 1973 war er zusammen mit seiner Schwester Isolde für ihren Nachlass verantwortlich. Viele Jahre verbrachte er mit seiner Familie in Spanien. Nach dem Ende der beruflichen Laufbahn 2006 widmete er sich intensiver dem Werk seiner Schwester Ingeborg mit Buchvorstellungen und Vorträgen in Deutschland, Österreich, und vereinzelt auch in den USA, London und Paris. Seit 1995 ist er mit Unterbrechungen in der Nähe von Oxford wohnhaft.

Buchhinweise: Ingeborg Bachmann, meine Schwester von Heinz Bachmann | PIPER

Heinz Bachmann, der 13 Jahre jüngere Bruder, war seiner Schwester Ingeborg ihr Leben lang verbunden. Er kannte sie wie sonst niemand, auch als sie längst zur berühmten Dichterin geworden war. Sie liebte ihren Bruder und wollte ihm die Welt zeigen, nachdem sie früh aus Klagenfurt fortgegangen war. Nun legt Heinz Bachmann einen sehr persönlichen Band vor, in dem er aus dem gemeinsamen Leben erzählt, von Wien und Paris bis nach Zürich und Rom. Ingeborgs tragischer Unfalltod und die Trauer, die die ganze Familie erfasste, kommen ebenso zur Sprache wie ihre Dichterfreunde und ihr Schreiben.

Mit 40 Fotos aus dem Privatarchiv

Briefe einer Freundschaft von Ingeborg Bachmann und Hans Werner Henze | PIPER

Foto: Hans Werner Henze und Ingeborg Bachmann _ Hans Werner Henze Stiftung

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Foto: Heinz Bachmann _ Walter Pobaschnig

Fotos: Cover _ Piper Verlag

Walter Pobaschnig 8/26

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Die Leiden des mittelalten Herbies. (Be-)Gattungslos. Rebecca Ramlow. Roman. Novum Verlag.

„Trotz sexueller Revolution und schriller Pop-Musik scheinen die Eltern des Kindes die 68er erfolgreich übersprungen zu haben. Stattdessen dockten sie nahtlos an die 50er an. Staubsauger fein säuberlich geparkt an Staubsauger. Wie konnte das gelingen?…“

Die Erfahrungswelt des Herbie Bräutigam, der seinem Familienunglück zu entkommen sucht, wird zu einer tour de force von Lebensbeginn an. Der einengenden Welt der Kindheit sucht Herbie zu entkommen und fällt weiter in innerliche und äußerliche Abgründe im Loslösungs- und Bindungschaos des Lebens…

„Hallo Mama, lieber Papa! Ich möchte euch heute meinen Fang, wie Du es bezeichnen würdest, Mama, Anna vorstellen. Wir lernten uns in keiner geringeren als der Psychiatrie kennen…“

Und sein Weg geht weiter im Labyrinth von Verlust und Suche in Begegnung, Scheitern und Einsamkeit…

Rebecca Ramlows Romandebüt ist ein Feuerwerk an Sprachvariation und schonungsloser existentiell gesellschaftlicher Innenschau am Kern von Liebe, Identität, Bewusstsein, Gesellschaft und Verhängnis. Mensch und Zeit werden in einzigartiger Sprachkunst in allen Wegen und Ausweglosigkeiten in Drama wie Witz genial und zeitkritisch in Szene gesetzt.

Die Leiden des mittelalten Herbies. (Be-)Gattungslos. Rebecca Ramlow. Roman. Novum Verlag.

Format: 12 x 19 cm, Broschürt

Seitenanzahl: 464

ISBN: 978-3-903468-08-5

18,95 EUR

Walter Pobaschnig 9/26 

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„Wo die Logik an ihre Grenze stößt, beginnt für sie die Poesie“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Ali E. Danabas, Schriftsteller _ München 29.8.2026

Ingeborg Bachmann _ Ali E. Danabaş

2026 _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann auf der Terrasse in ihrer Wohnung in der Bocca de Leone/Rom, um 1970

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

im Interview _  Ali E. Danabaş, Schriftsteller _ München.

Lieber Ali, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns? 

Als Kind keine. Später in der Schule und im Studium auch nicht. Autorinnen waren im Deutschunterricht und in den Germanistikseminaren eine Rarität. Wahrscheinlich auch deshalb, weil Lehrer und Professoren fast ausnahmslos Männer waren. Heute bin ich überzeugt, dass Frauen nicht zufällig ausgelassen wurden. Die subtile Botschaft war: Frauen sind nicht talentiert genug zum Schreiben.

Ingeborg Bachmann habe ich erst nach Annette von Droste-Hülshoff, Else Lasker-Schüler, Isolde Kurz, Rose Ausländer und Sarah Kirsch entdeckt. Literarisch haben mich Frauen stärker inspiriert als Männer. Vor allem, weil sie Machtstrukturen sichtbar machen.

Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?

In ihrem Essay über Wittgenstein stellt Ingeborg Bachmann die Frage, ob unserer Sprache nicht vielleicht genau das Wort fehlt, auf das es ankommt. Der Satz aus dem Tractatus „Gott offenbart sich nicht in der Welt“ gehört für sie zu den bittersten überhaupt. Er bringt die schmerzliche Einsicht auf den Punkt, dass es Dinge gibt, die sich unserer Sprache entziehen.

Darauf sucht Bachmann im Schreiben eine Antwort. Sie interessiert sich für das, was sich nicht einfach aussprechen lässt. Darin sehe ich auch eine Nähe zu Wittgenstein: Sie akzeptiert die Grenzen der Sprache, zieht daraus aber eine andere Konsequenz. Während der Tractatus mit dem Satz endet: „Wovon man nicht sprechen kann, darüber muß man schweigen“, versucht Bachmann, dem Unsagbaren und dem Verschwiegenen mit den Mitteln der Dichtung eine Stimme zu geben. Sie will nicht erklären oder beweisen, sondern sichtbar und spürbar machen. Wo die Logik an ihre Grenze stößt, beginnt für sie die Poesie.

Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben?

Ihr Gedichtzyklus „Lieder auf der Flucht“ ist eine besondere Inspirationsquelle.

Wie siehst Du Ingeborg Bachmanns Gesellschaftskritik der zerstörenden und zerstörerischen patriarchalen Welt heute?

Sie hat an Aktualität sogar gewonnen. Die Strukturen sind subtiler und zugleich engmaschiger geworden. Die Sehnsucht mancher Männer, archaische Machtstrukturen im letzten Moment doch noch wiederherstellen zu können, macht sie aggressiver und offensiver. Sie organisieren sich gegen all jene Gruppen, die unabhängiger und selbstbewusster geworden sind und allein durch ihre Existenz die althergebrachten Machtverhältnisse infrage stellen: gegen Frauen, Einwanderer, Menschen mit Behinderungen, Andersgläubige und Menschen mit anderer sexueller Orientierung.

Wir erleben, wie diese Gruppen gegeneinander aufgehetzt werden – und das funktioniert. Ich befürchte, wir werden auch Zeugen davon, wie das Patriarchat seine zwischenzeitlich etwas geschwächte Macht wieder festigt und ausbaut.

Die Liebe in allen Facetten von Glück und Verhängnis ist ein wesentliches Thema in Gedichten wie Prosa Ingeborg Bachmanns_ „die Männer sind unheilbar krank…“ (Interview, 1971) _ wie lieben wir nach/mit Bachmann?

Die Liebe fällt nicht vom Himmel. Die Art, wie wir lieben, hängt von vielen Faktoren ab. Ich sage: Wir lieben nicht gut. Wir werden nicht gut geliebt. Und sind weit davon entfernt, unser Potenzial voll auszuschöpfen. Da ist ziemlich krank. Wir sind krank. Ich hoffe nur, dass wir genesen.

„Es ist eine seltsame, absonderliche Art zu existieren, asozial, einsam, verdammt, es ist etwas verdammt daran“, so charakterisierte Ingeborg Bachmann in ihrer Rede zur Verleihung des Anton Wildgans Preises (1971) Schreiben und Existenz. Ist das Schreiben, die Kunst immer (auch) eine Form des persönlichen „Martyriums“?

Im Gegenteil: Allein zu sein und einsam zu sein, bietet die Möglichkeit, Abstand von der Härte der Welt zu gewinnen. Das größere Martyrium liegt für mich eher in der Weichherzigkeit gegenüber einer ungerechten Welt – in der Sehnsucht, nicht allein zu sein, und gerade dabei etwas von sich selbst aufzugeben. Diese Selbstverleugnung kann am Ende in eine noch tiefere Einsamkeit oder in das Gefühl münden, die eigene Existenz habe keinen Sinn. Für mich ist sie sogar schwerer auszuhalten als die Einsamkeit selbst. Schreiben und Kunst helfen mir, dieses Gefühl der Ausweglosigkeit zu verarbeiten. Diese vielleicht absonderliche Art zu existieren entsteht also nicht durch das Schreiben – vielmehr ist das Schreiben eine Reaktion auf dieses Martyrium. Anders ausgedrückt: Nicht die Kunst erzeugt diese Fremdheit, sondern diese Fremdheit bringt die Kunst hervor.

Welche Aspekte in Bachmanns Schreiben möchtest Du neben den existenz- wie gesellschaftskritischen Grundpositionen noch hervorheben?

Ich sehe sie weniger als Kritikerin denn als Protokollantin ihrer eigenen Gefühlswelt. Mich inspiriert vor allem die Art, wie sie diese für andere erfahrbar macht.

Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?

Ich hätte mich mit ihr bis zum Exzess über alles ausgetauscht.

Was sind Deine aktuellen Projektpläne?

Eigentlich müsste ich einmal alle meine Gedichte sichern, ausdrucken und ordnen. Doch es gibt keinen Anlass dafür. Also lasse ich es bleiben – und schreibe weiter.

Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?

„Die Fahrt ist zu Ende,
doch ich bin mit nichts zu Ende gekommen, (…)“

(Die Welt ist weit)

Herzlichen Dank für das Interview!

Ali E. Danabaş, Schriftsteller _ München

Zur Person/über mich: Ali E. Danabaş (geb. 1970 in Ankara) ist Lyriker und Schriftsteller. Seit seinem neunten Lebensjahr lebt er in Deutschland. Nach Stationen in Lippstadt, Münster, Ankara, Köln und Bergisch Gladbach wohnt er seit 2004 in der Nähe von München. Er ist Vater zweier Kinder. Nach dem Abi tur studierte er in Münster Philosophie, Publizistik, Politik und Germanistik. Anschließend setzte er sein Studium in Ankara fort und schloss es dort mit dem Diplom als Bildhauer ab. Nach einem Zeitungsvolontariat in Lippstadt (Westfalen) arbeitete Danabaş als Redakteur, unter anderem beim Münchner Merkur. Mitte der 1990er-Jahre war er in Ankara Herausgeber und Verleger der Literaturzeitschrift „Kavram ve Karmaşa“ („Begriff und Komplexität“). Er veröffentlichte seinen Gedichtband „Sokak“ und übersetzte Erich Frieds Werk „Befreiung von der Flucht“ ins Türkische, das im Ankaraner Suteni-Verlag als Buch erschien. Zeitweise war er stellvertretender Generalsekretär des türkischen Schriftstellerverbandes. In dieser Funktion veröffentlichte er eine Monografie über Hasan Ali Yücel, den ersten türkischen Minister für Bildung und Kultur. Neben seiner beruflichen Tätigkeit widmet sich Danabaş weiterhin intensiv der Literatur. Er arbeitet an mehreren Gedichtzyklen, aus denen er regelmäßig einzelne Gedichte in sozialen Medien veröffentlicht. (Ali E. Danabaş, 30.7.2026)

Foto: Ingeborg Bachmann _ Garibaldi Schwarze

Fotos: Ali E. Danabaş _ privat

Walter Pobaschnig, 30.7.2026

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„gefroren“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text&Performance _Ali E. Danabas/Lara Bumbacher _ München/Wien 29.8.2026

Lara Bumbacher, Schauspielerin_Wien_ performing Malina _
Originalschauplatz Malina, Roman, Ingeborg Bachmann 1971 _ Wien  _
Walter Pobaschnig, 12/21, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance _ Originalschauplatz „Malina“_ Wien

MALINA_ Akrostichon

Text  Ali E. Danabas, Schriftsteller _ München

Performance _ Lara Bumbacher, Schauspielerin_Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

MALINA

meine wut ist erwachsen geworden

alt und erfahren

liebe mich jetzt wie eine bedrohung

ich suche dich heim

nachts werden wir

asche und stille

ali e. danabaş, 30.7.2026

Lara Bumbacher, Schauspielerin_Wien_ performing Malina _
Originalschauplatz Malina, Roman, Ingeborg Bachmann 1971 _ Wien  _
Walter Pobaschnig, 12/21
.

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance _ Originalschauplatz „Malina“_ Wien

MALINA_ Akrostichon

Text  Ali E. Danabas, Schriftsteller _ München

Performance _ Lara Bumbacher, Schauspielerin_Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Rom, um 1970

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971.

Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.

  Ali E. Danabas, Schriftsteller
Lara Bumbacher, Schauspielerin

Foto: Ingeborg Bachmann _ Garibaldi Schwarze

Fotos: Ali E. Danabaş _ privat

Fotos: Lara Bumbacher, Schauspielerin_Wien_ performing Malina _
Originalschauplatz Malina, Roman, Ingeborg Bachmann 1971 _ Wien  _
Walter Pobaschnig, 12/21

Walter Pobaschnig, 30.7.2026

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„der Mut und die Wut in ihrem Schreiben“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Katharina Kohm, Schriftstellerin _ München 28.8.2026

2026 _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Im Interview _ Katharina Kohm, Schriftstellerin _ München

Liebe Katharina, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns? 

Da ich während meines Studiums in Heidelberg und der Promotion zu Paul Celan viel zu ihm gearbeitet habe, habe ich über diesen Zugang auch zur Bachmann gefunden. Den Briefwechsel Herzzeit habe ich sehr bald nach Erscheinen gelesen und dabei die korrespondierenden Welten der beiden Dichter auch besser verstanden, Winke mit Sprache in den frühen Bänden von Celan und in den Gedichtbänden der Bachmann. Es gab aber auch problematische Einblicke in das Verhältnis der beiden.

Das letzte Stück Literatur, das ich am Ende meines Studiums in Heidelberg im Petit Paris las, war Bachmanns Malina.

Was macht das Besondere ihres Schreibens aus?

Ihre Bildsprache, ihre Reflexion des eigenen Schreibens sowie auch Mut und Wut darin. Sie ist zugänglich, aber gleichzeitig bleibt sie auch verborgen in der Sprache, was die Intonation und die Begegnung mit ihrem Schreiben prägt. Gleichzeitig ist es ein zutiefst menschliches Schreiben.

Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben und warum?

Ich halte Malina für besonders lesenswert. Undine geht hat bei mir ebenfalls einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Von ihren Gedichten sind mir am eindrücklichsten die Zyklen Auf der Flucht und Von einem Land, einem Fluß und den Seen, besonders Gedicht V, weil es aktuell und wahr bleibt, im Gedächtnis geblieben: „Wir aber wollen über Grenzen sprechen, / und gehen auch Grenzen noch durch jedes Wort: / wir werden sie vor Heimweh überschreiten / und dann im Einklang stehn mit jedem Ort.“ Beide Zyklen finden sich in ihrem Gedichtband Anrufung des Großen Bären.

Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?

Ich wäre ihr einfach gerne begegnet.  

Was sind Deine aktuellen Projektpläne?

Ich hatte für mein Promotionsprojekt meine literarischen Tätigkeiten etwas auf Eis gelegt, die tauen und tauchen gerade wieder auf. Ich arbeite gerade an meinem vierten Gedichtband, der im Grunde auch schon länger steht, ich schreibe neue, was ich sehr genieße, mich sehr freut und vielleicht wird auch irgendwann der Roman fertig, an dem ich immer wieder arbeite.

Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?

„Mein Königreich, mein Ungargassenland, das ich gehalten habe mit meinen sterblichen Händen, mein herrliches Land, jetzt nicht mehr größter als meine Herdplatte, die zu glühen anfängt, während der Rest des Wassers durch diesen Filter tropft…“ Malina, S. 353

Herzlichen Dank für das Interview!

Katharina Kohm, Schriftstellerin

Zur Person: Katharina Kohm, geboren 1985 in Frankfurt am Main und aufgewachsen in Mörfelden-Walldorf, studierte Deutsche Philologie, Kunstgeschichte und Psychologie in Heidelberg. Sie spielte u.a. in Mannheim und Heidelberg Theater. Ihr Stück „Das Kind und die Königin“ wurde 2012 uraufgeführt. Seit 2017 promoviert sie an der Universität Vechta, verfasst wissenschaftliche Aufsätze, Essays und Rezensionen über Gegenwartslyrik, gibt Seminare und leitet Workshops zu Kreativem Schreiben. Katharina Kohm lebt und arbeitet in München, Vechta und Frankfurt.

Werkauswahl: 2010 erschien Katharina Kohms Debütband „Schuppenflügel. Ein Zyklus in Kehrtwenden“ (Llux-Verlag). Es folgten der Lyrikband „Phosphor. Ein Übergeben“ (2019, Geest-Verlag), der innerhalb des Bandes in Korrespondenz zu Zeichnungen und Graphiken der Berliner Künstlerin und Professorin Ruth Tesmar tritt, und der Band „In Melanin“ (2021, gutleut verlag). Kohm, Katharina – Hessischer Literaturrat e.V. 27.7.26

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Foto: Katharina Kohm _ privat

Walter Pobaschnig, 26.7.2026

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„Melonenlicht“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Katharina Kohm/Christina Cervenka _ München/Wien 28.8.2026

Christina Cervenka, Schauspielerin _ Wien _ acting Malina _
Ungargasse/Romanschauplatz Malina _ Wien
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig 6/23

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz Wien

MALINA _ Akrostichon

Text  _  Katharina Kohm, Schriftstellerin _ München

Performance _ Christina Cervenka, Schauspielerin _ Wien 

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

MALINA

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        elonenlicht

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 Katharina Kohm, 26.7.26

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz Wien

MALINA _ Akrostichon

Text  _  Katharina Kohm, Schriftstellerin _ München

Performance _ Christina Cervenka, Schauspielerin _ Wien 

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971.

Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.

Katharina Kohm, Schriftstellerin

Zur Person: Katharina Kohm, geboren 1985 in Frankfurt am Main und aufgewachsen in Mörfelden-Walldorf, studierte Deutsche Philologie, Kunstgeschichte und Psychologie in Heidelberg. Sie spielte u.a. in Mannheim und Heidelberg Theater. Ihr Stück „Das Kind und die Königin“ wurde 2012 uraufgeführt. Seit 2017 promoviert sie an der Universität Vechta, verfasst wissenschaftliche Aufsätze, Essays und Rezensionen über Gegenwartslyrik, gibt Seminare und leitet Workshops zu Kreativem Schreiben. Katharina Kohm lebt und arbeitet in München, Vechta und Frankfurt.

Werkauswahl: 2010 erschien Katharina Kohms Debütband „Schuppenflügel. Ein Zyklus in Kehrtwenden“ (Llux-Verlag). Es folgten der Lyrikband „Phosphor. Ein Übergeben“ (2019, Geest-Verlag), der innerhalb des Bandes in Korrespondenz zu Zeichnungen und Graphiken der Berliner Künstlerin und Professorin Ruth Tesmar tritt, und der Band „In Melanin“ (2021, gutleut verlag). Kohm, Katharina – Hessischer Literaturrat e.V. 27.7.26

 Christina Cervenka, Schauspielerin 

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Foto: Katharina Kohm _ privat

Fotos: Christina Cervenka, Schauspielerin _ Wien _ acting Malina _
Ungargasse/Romanschauplatz Malina _ Wien
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Walter Pobaschnig 6/23

Walter Pobaschnig, 26.7.2026

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Zwischen Wahn und Weisheit. Psychische Erkrankungen im Leben biblischer Gestalten. Simone Paganini, Claudia Paganini. Gütersloher Verlagshaus.

Die Welt der Bibel zeichnet sich in einer großen Erzählkraft aus, die von einer großen Bandbreite menschlicher Erfahrungen, Wahrnehmungen, Charaktere aller gesellschaftlichen Schichten gekennzeichnet ist. Das betrifft Hirten und Könige, Propheten und engste Familienkonstellationen. Freude, Schmerz, Verrat, Intrige alles ist dabei und wird nicht geglättet, sondern authentisch geschildert. Darüber hinausgehend, gibt es ebenso psychische Erkrankungen, die manifest sind. Das Auftreten und das Leiden an psychischen Erkrankungen ist dabei ein wesentliches und wiederkehrendes Phänomen. Dies zieht sich von der Erschaffung der Welt bis zum apokalyptischen Schluss der christlichen Bibel.

Simone Paganini und Claudia Paganini, studierte katholische Fachtheologen:innen und versierte Buchautoren:innen, begeben sich nun auf eine biblische Spurensuche nach psychischer Erkrankung, deren Beschreibung und weitere Entwicklung in den Büchern des Alten und Neuen Testamentes.

In guter Kapitelstruktur werden sowohl Personen im biblischen Kontext in Referenz zu gegenwärtigen psychischen Krankheitskriterien gestellt wie auch der geschilderte Umgang mit Erkrankung in biblischer Zeit und dessen Deutung wie Veränderung, Heilung geschildert.

In Summe ein spannender Zugang zu biblischer Lebenswelt und der Darstellung wie dem Umgang von psychischer Erkrankung zur Zeit des Alten und Neuen Testaments.

Zwischen Wahn und Weisheit. Psychische Erkrankungen im Leben biblischer Gestalten. Simone Paganini, Claudia Paganini. Gütersloher Verlagshaus.

Hardcover, Pappband, 256 Seiten, 13,5×21,5cm

Erschienen am: 27.05.2026

ISBN: 978-3-579-06291-4

20 EUR

Walter Pobaschnig 8/26

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blumenleere – wohin ein wind uns jemals traegt. KILLROY media.

V

Denn wenn gelassenheit singt sinkt

sie à la schluessel an schloss beinah

gen urgrund unsre lose aufloesung…

Blumenleere _ Michael Johann Bauer, Schriftsteller, Künstler, Philosoph_ Augsburg _ legt mit wohin ein wind uns jemals traegt“ ein poetisches Gesamtkunstwerk vor, das im zyklischen Formkonzept unvergleichlich Sprache, Wort, Gedanken trägt und weiterträgt gleichsam wie eine wunderbare Kaskade, die sich wandelt und verwandelt, einlädt wahrzunehmen, aufzunehmen und sich vom Wind der Gedankenblitze, Fragen, Inspirationen zu Mensch, Zeit, Sinn Station und Station mitnehmen zu lassen und weiter zu gehen ohne anzukommen im endgültig Festgelegtem, vielmehr sich immer wieder neu zu öffnen im Aufnehmen dieser einzigartigen poetischen Türen, die Labyrinth und Spiegelsaal, Wind und Weite zugleich sind.

Blumenleere ist eine poetische Ausnahmeerscheinung in Sprachspiel, Ausdruckskraft und Faszination und das in einem Gesamtkonzept, das zu den ganz großen Entwürfen und Freiheiten moderner Kunst zählt.

blumenleere – wohin ein wind uns jemals traegt

164 Seiten

KILLROY media, 2026

KILLROY Künstlerbuch

ISBN 978-3-931140-74-8

Preis: 16,00€

Walter Pobaschnig 8/26

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„Und es ist doch nicht so wenn du dir“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Undine Materni/Christina Cervenka _ Dresden/Wien 27.8.2026

Christina Cervenka, Schauspielerin  _
 performing „Undine geht“
 _
„Undine geht“ Ingeborg Bachmann. Erzählung 1961 _
Walter Pobaschnig 6/24

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz_Donau/Wien

UNDINE GEHT _ Akrostichon

Text  Undine Materni, Schriftstellerin _ Dresden

Performance _ Christina Cervenka, Schauspielerin  _ Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

UNDINE GEHT


U
nd es ist doch nicht so wenn du dir

Nichts weiter wünscht als all

Das Blau das der Himmel verschenkt

In den nicht enden wollenden Sommern

Nach den Küssen oder zuvor in der Hand

Eine leere wunderbare weiße Seite Papier


Genau dann wenn du dir nichts weiter

Erhoffst und still badest im Blau das der

Himmel dir schenkte dann kannst du

Tanzen weil dir alles zuteil wird und nichts

Undine Materni, 28.7.26

Christina Cervenka, Schauspielerin  _
 performing „Undine geht“
 _
„Undine geht“ Ingeborg Bachmann. Erzählung 1961 _
Walter Pobaschnig 6/24

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz_Donau/Wien

UNDINE GEHT _ Akrostichon

Text  Undine Materni, Schriftstellerin _ Dresden

Performance _ Christina Cervenka, Schauspielerin  _ Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Undine geht, Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961.

„Undine geht“ ist einer der zentralen Texte in Ingeborg Bachmanns Werk. Dieser erschien im ersten Prosaband „Das dreißigste Jahr“ und nimmt das Motiv des Undine Mythos _ Liebe, weibliche Menschwerdung, Verrat und Rache – auf und transformiert dies in die Struktur gegenwärtiger patriarchal geprägter Gesellschaftsverhältnisse. „Undine geht“ ist einer der meist rezipierten Texte Bachmanns und erfährt zahlreiche künstlerische Zugänge und Dialoge.

Undine Materni, Schriftstellerin

Zur Person/Website: https://www.undine-materni.com/

 Christina Cervenka, Schauspielerin 

Foto: Ingeborg Bachmann _ Garibaldi Schwarze

Foto: Undine Materni _ Anja Schneider

Fotos: Christina Cervenka, Schauspielerin  _
performing „Undine geht“ _
„Undine geht“ Ingeborg Bachmann. Erzählung 1961 _
Walter Pobaschnig 6/24

Walter Pobaschnig, 28.7.26

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