im Interview _ Nathalie Rouanet, Schriftstellerin, Übersetzerin, Slammerin _ Klosterneuburg/NÖ
Liebe Nathalie, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns?
Ingeborg Bachmann ist mir kein Begriff, als ich 1989 als Masterstudentin an der Uni Toulouse nach Wien komme (Paul Celan sehr wohl, s. unten). Zuerst versuche ich die Prosa, Malina finde ich aber zu schwer, zu kryptisch. Vermutlich reicht meine Sprachkompetenz nicht. Später finde ich eher Zugang zu den Gedichten, in denen ich nach einem Echo auf Celans Gedichten suche. Wie bei anderen Autorinnen, die mich faszinieren (Yourcenar, Colette, Duras, Bouraoui, Debré …), ist es vielmehr der Lebensentwurf und die Persönlichkeit als das Werk selbst, die mich interessieren.
Vor zwei Jahren habe ich übrigens den Film von Margarethe von Trotta (Reise in die Wüste) ins Französische untertitelt und durfte einzelne Zitate selbst übersetzen oder adaptieren. Eine Ehre!
Vicky Krieps als Ingeborg Bachmann, Reise in die Wüste, folgendes
INGEBORG BACHMANN – REISE IN DIE WÜSTE
Schweiz/Österreich/Deutschland/Luxemburg 2023. R: Margarethe von Trotta
D: Vicky Krieps, Ronald Zehrfeld, Tobias Resch.
„…hier kam mir das Lachen zurück“
Was macht das Besondere ihres Schreibens aus?
Für mich das Rätselhafte. Vielleicht entsteht dadurch das Zeitlose. Ihr Werk lässt nach wie vor mehrere Interpretationen zu.
Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben?
Dafür kenne ich ihr Werk zu wenig.
Wie siehst Du Ingeborg Bachmanns Gesellschaftskritik der zerstörenden und zerstörerischen patriarchalen Welt heute?
Leider ist diese Kritik heute noch notwendig, mehr denn je sogar, aber zum Glück wird die Debatte jetzt offen geführt, in allen Sparten der Kunst und in immer mehr Gesellschaftsschichten.
Die Liebe in allen Facetten von Glück und Verhängnis ist ein wesentliches Thema in Gedichten wie Prosa Ingeborg Bachmanns_ „die Männer sind unheilbar krank…“ (Interview, 1971) _ wie lieben wir nach/mit Bachmann?
Mir scheint, es lassen sich heute viel mehr Lebensentwürfe als damals leben. Die Gesellschaft, in der Ingeborg Bachmann aufgewachsen ist und gelebt hat, war heteronormiert und patriarchal. Was ich allerdings nicht verstehe, ist warum sie sich ständig in solche – heute würde man sagen „toxische“ – Liebesbeziehungen hineinmanövriert hat (Frisch, Celan…).
„Es ist eine seltsame, absonderliche Art zu existieren, asozial, einsam, verdammt, es ist etwas verdammt daran“, so charakterisierte Ingeborg Bachmann in ihrer Rede zur Verleihung des Anton Wildgans Preises (1971) Schreiben und Existenz. Ist das Schreiben, die Kunst immer (auch) eine Form des persönlichen „Martyriums“?
Ich glaube nicht, dass man als Kunstschaffende im 21. Jahrhundert noch abseits der Gesellschaft stehen kann. Im Gegenteil macht unser Schaffen nur Sinn, wenn es sich vom äußeren Geschehen nährt. Persönlich empfinde ich einerseits den körperlichen „Drang“ zum Schreiben als erregend, die dafür unumgängliche Einsamkeit jedoch als quälend.
Welche Aspekte in Bachmanns Schreiben möchtest Du neben den existenz- wie gesellschaftskritischen Grundpositionen noch hervorheben?
Keinen Aspekt ihres Schreibens, sondern ihre Stimme. Liest man ihr Werk, ihre Reden oder Interviews auf Papier, hat man eine selbstbewusste, gesellschaftskritische, beinahe eisige Person vor Augen. Ihre Stimme aber, bei Interviews oder bei Lesungen ihrer Gedichte etwa, offenbart ihre ganze Verletzlichkeit, unterdrückte Wut, Unsicherheit, beinahe Schüchternheit. Diese Stimme bewegt mich zutiefst.
Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?
Wäre es mit einer Frau/Frauen nicht einfacher gewesen?
Was sind Deine aktuellen Projektpläne?
Mein nächster Roman Durch Nebel und Nacht über die französische Résistance erscheint Anfang September bei der Edition Atelier. Ich arbeite auch an zwei Auftragstexten (für eine NÖ-Anthologie und für die Zeitschrift der Theodor Kramer Gesellschaft Zwischenwelt). Außerdem nehme ich al Team (Barb’ra Ann!) an der österreichischen Poetry Slam Meisterschaft Anfang September in Klagenfurt teil! Mein Großprojekt wird wieder warten müssen.
Darf ich abschließend um einen Bachmann Text bitten?
1966 in Frankreich geboren, lebt und arbeitet seit 1990 in der Nähe von Wien. Sie ist Autorin (Romane, Kurzprosa, Aufsätze, Spoken Word), Übersetzerin für Film, Kunst, Theater und Literatur, sowie Slammerin unter dem Namen Ann Air. Doktorat an der Universität Wien. Diplomstudium an der Universität Toulouse. Veröffentlichungen in französischen und österreichischen Zeitschriften. Erschienen sind ihre Romane „Von Honig und Absinth“ (2019, edition pen, vergriffen), „Rouge indien“ (2023, Perspective cavalière, Paris) und „Indienrot“ (2024, Edition Atelier, Wien). Im September 2026 erscheint der Roman „Durch Nebel und Nacht“ bei der Edition Atelier. (Nathalie Rouanet, 6.8.26)
Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.
im Interview _ Katharina Riese, Schriftstellerin _ Wien.
Bachmannpreisnominierte 1994
Liebe Katharina, Du hast 1994 am Bachmannpreis in Klagenfurt dem größten und reichweitenstärksten Literaturwettbewerb im deutschsprachigen Raum teilgenommen. Was sind spontan erste Erinnerungen?
Meine erste Erinnerung? Leider nicht so toll. Ich war damals von Konstanze Fliedl eingeladen worden. Ich hatte nichts eingereicht. Das war erst einmal eine freudige Überraschung. Ich war und bin Kurzprosaautorin, hatte also kein Roman- und/oder Buchprojekt, das durch die Lesung hätte lanciert werden können.
Was macht das Besondere des Bachmannpreises aus?
Innerhalb der Literatur als Branche – vor allem bei Verlagen und Literaturkritik – ist die Teilnahme am Wettlesen ein Gewinn. Bei Einreichungen kann man das erwähnen. Durch die vom Piper Verlag herausgegebenen Sammelband waren die gelesenen Texte auch nach dem Wettlesen noch nachlesbar – das ist auch wertvoll.
Wie hast Du deine Lesung und die Jurydiskussion erlebt?
Ich hatte bei der Verlosung den ersten Termin am ersten Tag gezogen – nicht so günstig. Die Reaktionen auf meine Lesung waren sehr unterschiedlich: von sehr gut, interessant, nicht so überzeugend bis einfach schlecht. Ich wurde trotzdem für den Bachmann-Preis nominiert. Habe aber dann bei den Abstimmungen keinen der drei Preise gewonnen. Das fand ich aber nicht so schlimm. Es war trotzdem eine interessante Erfahrung. Schlimm fand/finde ich, dass ich im Fototeil des Piper-Sammelbandes als Einzige unter all den am Bachmannpreis aktiv Beteiligten und Gästen nicht vorkomme – das war/ist tatsächlich eine Kränkung.
Wie hat sich Deine Teilnahme auf Deine literarische Öffentlichkeit wie Deinen weiteren persönlichen literarischen Weg, Deinen Schreibstil, ausgewirkt?
Weder, noch. Ich kann mich auf keine Nachfrage in der Folge meiner Teilnahme erinnern. Auf meinen Schreibstil auch nicht. Dass jemand aufgrund der Jury-Meldungen seinen Schreibstil ändert, kann ich mir auch nicht vorstellen.
Was braucht der Bachmannpreis für eine weitere gute Zukunft?
Die Übertragungen in 3-SAT sind ja super, aber der ORF könnte stolzer sein auf seine „eigene“ Veranstaltung und mehr darüber bringen.
Was möchtest Du aktuellen Teilnehmer:innen, der Jury und dem Publikum in Klagenfurt mitgeben und dem Bachmannpreis zum 50er wünschen?
Ich wünsche das nicht nur, ich glaube auch, dass gerade in unseren Zeiten ‚ die menschliche Stimme – worauf ja auch Ingeborg Bachmann hingewiesen hat – in Konkurrenz mit der Technik als das Wertvollste wahrgenommen wird, das wir haben.
A pro pos Stimme: Im ORF-Kunstradio-Archiv ist meine inzwischen schon selbst historische O-Ton-Komposition aus dem Jahr 1993 „Frau Bachmann. Ein Stimmporträt“ – jederzeit nachhörbar. Produktion: ORF-Kunstradio unter Heidi Grundmann: https://www.kunstradio.at/1993B/23_12_93.html
Herzlichen Dank für das Interview und alles Gute!
Katharina Riese im Ernst Jandl Park/Wien
Zur Person: Katharina Riese, *1946 in Linz, lebt in Wien. Studium der Volkskunde und Kunstgeschichte in Wien und Basel, Dr. phil. Begann ihr literarisches Schreibleben als Mitbewegte der feministischen Avantgarde in den Achtzigerjahren in Wien.
Zuletzt: Gedichtband, Podium Porträt 124 zum 77. Geburtstag; „Die gute Wurst aus Holz. Dr. Peukert. Erfinder. Vater“, Klever, Wien 2023; Projektstipendium des bmwkms 2025/26; „Wieder Tauben. Bilder aus der Oberwelt“, Klever, Wien 2026.
Eröffnung 50.Bachmannpreis
Bachmannpreis
1976 wurde nach einer Idee und auf Initiative des Autors und Journalisten Humbert Fink (* 13.8.1933 Salerno/I +16.5.1992 Maria Saal/Kärnten) und des damaligen Intendanten Ernst Willner ORF/Kärnten in Klagenfurt ein Literaturwettbewerb gegründet, dessen Hauptpreis nach der in Klagenfurt geborenen und begrabenen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (*25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom) benannt wurde.
Ingeborg Bachmann, Rom, um 1970
Der erste Bachmannpreisträger war 1977 Gert Jonke. Die aktuelle Preisträgerin 2025 ist Natascha Gangl.
Im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt werden ebenso weitere Literaturpreise vergeben – Deutschlandfunk Preis, 3sat Preis, Carinthischer Sommer Stipendium, BKS Publikumspreis.
Der Bachmannpreis, Tage der deutschsprachigen Literatur, findet jährlich Ende Juni/Juli in Klagenfurt statt.
Wörthersee/Abendstimmung
Foto: Katharina Riese _ privat
Foto: Ingeborg Bachmann _ Garibaldi Schwarze
Fotos: Bachmannpreis/Wörthersee _ Walter Pobaschnig
Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.
Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann
Alle Fotos _ Martin Meyer, Schriftsteller _ Scheinfeld/D _ performing „Malina“ _ Romanschauplatz „Malina“ Wien _ Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _Walter Pobaschnig 8/25.
Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.
Mario Kuttnig, Schriftsteller, Schauspieler, singer-songwriter sowie Trainer & Coach, Entertainmentmanager, Moderator
Pia Schiel, Schauspielerin _Wien
Foto: Ingeborg Bachmann: Heinz Bachmann.
Foto: Mario Kuttnig _ privat.
Fotos: Pia Schiel, Schauspielerin_Wien _ acting „Malina“ _ Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _ Szenische Fotos am Originalschauplatz _ Walter Pobaschnig, 10/23.
im Interview _ Yla Margrit von Dach, Schriftstellerin, Übersetzerin _ Paris
Bachmannpreisnominierte 1980
Liebe Yla Margrit von Dach, Du hast 1980 am Bachmannpreis in Klagenfurt dem größten und reichweitenstärksten Literaturwettbewerb im deutschsprachigen Raum teilgenommen. Was sind spontan Deine erste Erinnerungen?
Meine erste und bleibende Erinnerung ist der Anblick eines Teilnehmers, den ich am dritten Tag des Wettbewerbs in der Hotellounge am Tresen hängen sah. Er hatte am ersten Tag seinen Text vorgetragen und war bei den Kritikern sehr gut angekommen. Am Nachmittag sah man ihn umgeben von einem ganzen Schwarm von Journalisten und Bewunderern herumspazieren.
Am nächsten Tag lief ihm ein anderer Wettbewerbsteilnehmer den Rang ab. Der Schwarm der Journalisten und Bewunderer wandte sich dem neuen Favoriten zu, der erste fand sich völlig verlassen in einer wohl ziemlich unerträglichen Leere wieder, die er dann mit irgendwelchen alkoholischen Getränken aufzufüllen versuchte.
Auf mich wirkte dieses Erlebnis wie eine warnende Erkenntnis: Anerkennung und das damit einhergehende Hochgefühl können von einem Tag auf den andern in ihr Gegenteil umschlagen. Also verlass dich nicht darauf!
Was macht das Besondere des Bachmannpreises aus?
Einerseits der Bezug zu Ingeborg Bachmann, dann auch die Ausstrahlung, die dieser Wettbewerb sehr früh schon bekam, und natürlich die Begegnung der Autor:innen mit Kollegen und Kolleginnen, aber auch die direkte Konfrontation mit den anwesenden Kritikern.
Wie hast Du Deine Lesung, die Jurydiskussion und die Preisverleihung erlebt?
Eher anstrengend. Auch ziemlich hart. Als Autorin hatte ich den Eindruck, dass einige Kritiker davon ausgingen, dass ungefähr alle, die an diesem Wettbewerb teilnahmen, von ihren schriftstellerischen Fähigkeiten derart überzeugt waren, dass man ihnen schon einmal eins auf den Deckel geben musste, um sie von ihrem Größenwahn zu befreien.
Zum Glück gab es in meinem Fall nicht nur den damaligen Literatur-Papst, der zu dieser Sorte zählte, sondern auch ein paar Jurymitglieder, die nachfühlen konnten, dass der oder die Schreibende immer auch ein Wagnis eingeht, dass man sich damit aussetzt und verletzbar macht, gerade wenn es sich um einen Text handelt, der nicht den gängigen formalen und stilistischen Kriterien entspricht. Ich bin dann aber doch während der restlichen Wettbewerbstage mit einem Gesicht herumgelaufen, das sich anfühlte, als wäre es zu einer Maske geworden.
Wie hat sich Deine Teilnahme auf Deinen literarischen Stil wie auf Deine literarische Öffentlichkeit ausgewirkt?
Ich habe mich danach vor allem auf meine Arbeit als Übersetzerin konzentriert und mich auch nie in erster Linie als Autorin (und schon gar nicht als Romanautorin) verstanden, obwohl ich im Laufe der Zeit doch dann und wann wieder einen eigenen Text veröffentlichte.
Was braucht der Bachmannpreis für eine weitere gute Entwicklung?
Auf diese Frage kann mit gutem Gewissen nicht antworten. Ich habe die bisherige Entwicklung aus zu großer Distanz verfolgt.
Was möchtest Du aktuellen Teilnehmer:innen, der Jury und dem Publikum in Klagenfurt mitgeben und dem Bachmannpreis zum 50er wünschen?
Vielleicht ein Bewusstsein für dieses Menschliche, das ich oben angesprochen habe. Eine gewisse Behutsamkeit im Umgang mit den Autor:innen und ihren Texten. Der Bachmannpreis ist ja kein Autorennen. Auch kein Kurz- oder Langstreckenlauf. Schreiben ist doch auch nicht einfach die Produktion einer Ware, die sich am Ende möglichst gut verkaufen lässt, obwohl die Buchmessen allenthalben den Verdacht aufkommen lassen, dass es in vieler Hinsicht so ist.
Gerade Ingeborg Bachmann erinnert uns daran, dass dem Schreiben eine existentielle Notwendigkeit zu Grunde liegt, und dass die Form, die der oder die Schreibende dafür findet, ein nie endender Versuch ist, mit Sprache etwas auszudrücken, was sich der Sprache eigentlich entzieht. So dass man selbst nie ganz zufrieden sein kann und entsprechend dankbar ist, wenn sich jemand zwar kritisch, aber doch einfühlend auf den Text einlässt. Denn auch das Urteil der Kritiker dürfte letztlich nicht über alle Zweifel erhaben sein.
Herzlichen Dank für das Interview und alles Gute!
Yla Margrit von Dach, Schriftstellerin, Übersetzerin
Zu Person/Werk: Yla Margrit von Dach
BIOGRAFISCHE ANGABEN & BIBLIOGRAFIE JUNI 2026
Geboren am 24. Juni 1946 in Lyss (BE). Lehrerinnenseminar in Bern, ein paar Jahre Unterricht an einer Primarschule, Neuorientierung zu Journalismus und Publizistik (Arbeit beim Züricher Tagesanzeiger, Diplom für Publizistik an der Schule für Angewandte Linguistik Zürich, Schwerpunkt Schweizer Literatur), Zwischenspiel bei Pro Helvetia, Mitarbeit beim Aufbau des ersten Schweizer Kulturzentrums in Paris, lebt seit 1977 freischaffend abwechselnd in Biel und Paris.
Erste Aufträge als literarische Übersetzerin, vor allem Titel der ch-Reihe ab 1981, die in den ersten Jahren ausschliesslich beim Verlag Benziger erschienen.
Danach Zusammenarbeit mit verschiedenen Verlagen (s. Werkliste).
1990-91 Translator in Residence am Centre de Traduction littéraire (CTL) der Universität Lausanne.
In der Folge regelmässige Zusammenarbeit mit dem CTL wie auch mit dem Literaturinstitut in Biel (Seminare, Mentorate), sowie mehrere Jahre Leitung von Übersetzungsseminaren im Künstlerhaus Boswil.
Besorgte mehrere Jahre die Übersetzung der Zweimonatszeitschrift ANIMAN vom Französischen ins Deutsche.
EIGENE PUBLIKATIONEN:
– Geschichten vom Fräulein – ein Wörter-Buch Sauerländer, Aarau, 1982
– Niemands Tage-Buch – ein Trauman Zytglogge, Gümligen 1990
sowie Beiträge in Zeitungen und Zeitschriften.
– PhiloZoo – Cortège der Tiere / Un Cortège des Animaux –Texte in 3 Sprachen zu einem erweiterten Carnaval des Animaux von Saint Saëns, Verlag die brotsuppe, Biel, 2007
– Kaleidoskop und Konterfei – Eine Welt in Spiegelsplittern, verlag die brotsuppe, Biel, 2019.
– MERCI LA VACHE – Histoires célestes et histoires terrestres en images et en mots – Éditions des Sables, Genève, 2025
Würdigungen:
Buchpreise des Kantons Bern für Geschichten vom Fräulein und Niemands Tage-Buch
1998 Förderpreis der ch-Reihe
2000 Prix Lémanique de la Traduction für ihre übersetzerische Arbeit.
2016 Terra Nova-Preis der Schweizerischen Schillerstiftung für Melken mit Stil von Jean-Pierre Rochat.
2018 Spezialpreis Übersetzung des Bundesamts für Kultur.
ÜBERSETZUNGEN F- A
– Michel Layaz Les vies de Chevrolet – brotsuppe, Biel, 2023
– Antoinette Rychner Peu importe où nous sommes – Wo auch immer wir sind, brotsuppe, Biel, 2022
– Nathacha AppanahTropiques de la Violence : Das grüune Auge – Lenos, Basel 2021
– Yvette Z’GraggenJuste avant la pluie : Kurz vor dem Regen – Lenos, Basel 2020
– Michel Layaz Louis Soutter probablement : Louis Soutter sehr wahrscheinlich –
verlag die brotsuppe, Biel, 2020
– Jean-Pierre Rochat Petite Brume : Nebelstreif – verlag die brotsuppe, Biel, 2019
– Antoinette Rychner Le Prix : Der Preis – verlag die brotsuppe, Biel, 2018
– Marius Daniel Popescu Les Couleurs de l’Hirondelle : Die Farben der Schwalbe – verlag die brotsuppe,
Biel, 2017
– Michel Layaz Le Tapis de Course : Auf dem Laufband – verlag die brotsuppe, Biel 2016
– Jean-Pierre Rochat L’Ecrivain suisse allemand : Melken mit Stil – verlag die brotsuppe, Biel 2015
– Michel Layaz La Joyeuse Complainte de l’Idiot : Die fröhliche Moritat von der Bleibe – verlag die brotsuppe, Biel 2014
– Nicolas Bouvier Il faudra repartir : Es wird kein Bleiben geben – Lenos, Basel 2013 – TB 2016
– Henri Roorda Le roseau pensotant : Das denkelnde Schilfrohr – Ausgewählte Chroniken – verlag die brotsuppe, Biel 2013
– Henri Roorda Mon internationalisme sentimental : Ein lauwarmer Planet mit Läusen –
verlag die brotsuppe, Biel 2011
– Sandrine Fabbri La Béance : Dieses endlose Schweigen – Lenos Verlag, Basel, 2011
– Henri RoordaMon Suicide :Mein Selbstmord – verlag die brotsuppe, Biel. 2010
– Pierre RouyerAm Puls der Wildnis – Der Schweizerische Nationalpark –Les éditions du Midi, Lausanne, 2008
– Jean-Pierre Richardot Une autre Suisse : Die andere Schweiz, Aufbau, Berlin 2005 ( mit Gabriela Zehnder)
– Nathacha AppanahBlue Bay PalaceBlue Bay PaLACE, Lenos, Basel 2006
– Jean-Claude Boré/Gil Pidoux Worte der Wüste (Fotoband mit Gedichten) Slatkine 2003
– Janine Massard Trois mariages : Drei Hochzeiten – eFeF-Verlag, Bern 1999
– Henry Troyat Rasputin: Rasputin – Artemis 1998
– Sylviane Châtelain Le Manuscrit : Das Manuskript – eFeF-Verlag, Bern 1998
– Alice Ferney L’Elégance des Veuves Eine Kette schöner Frauen –Rowohlt 1997
– Catherine Colomb Pile ou Face Kopf oder Zahl – eFeF-Verlag, Bern 1997
– Jean-Michel Thibaux Das Eisige Gold – Benziger 1996
– Sylviane Roche Le Salon Pompadour Der Salon Pompadour – Benziger 1995
– Jean-Michel Thibaux Les 7 Esprits de la Révolte : Die sieben Geister der Revolte Benziger, 1993
– François Debluë Trouble Fêtes : Jubel Trubel – 1992
– Jean-Michel Thibaux Les Ames Brûlantes : Die brennenden Seelen –Benziger, 1991
– Christophe Gallaz Mozart –La Joie de Lire, Genève 1990
– Marie-Claire Dewarrat Carême Im Winter des Kometen – 1989
– Marc Vuilleumier Flüchtlinge und Immigranten in der Schweiz – Pro Helvetia, Zürich1989
– Jean-Michel Thibaux L’Or du Diable : Das Gold des Teufels –Benziger, Zürich1989
– Monique Laederach Trop Petits pour Dieu Zu klein für den lieben Gott – 1988
– Anne Marie Im Hof-Piguet Fluchtweg durch die Hintertür – Im Waldgut, 1987
– Catherine SafonoffRetour Retour Die Umkehr – 1986
– Monique Laederach La Femme séparée Allein durchs Labyrinth – Schweizer Verlagshaus, Zürich 1985
– Alexandre Voisard L’année des Treize Lunes Das Jahr der dreizehn Monde – 1985
– Marie Féraud Wie Engel ohne Flügel Sauerländer, 1982
– Michel Campiche L’Enfant triste : Das traurige Kind – 1981
Theaterstücke (F-A) :
– Olivier Chiacchiari Hypothese 667(dans le cadre de VOX, 2009)
– Michel Beretti Darwin(commande de la snat 2009)
– Nacer Khemir Disparition oder Ich will hier raus 2007 – joué au Spiegeltheater Zürich
– Michel Beretti De la Nature des Choses : Die Natur der Dinge, SSA 2003
– Isabelle Daccord Les Rats les Roses : Die Ratten, die Rosenpublié par la SSA, 2001, mis en scène par Gisèle Sallin au Théâtre des Osses Fribourg
– Isabelle Daccord Le Grabe : Der Grabe, publiziert durch die SSA, 2000
– Gisèle Sallin/Marie-Hélène Gagnon les enfants de la truie – tragicomédie 1993
Theaterstücke (A-F) :
– Marianne Freidig Neger im Schnee : Des nègres dans la neige, 2012 – Lecture scénique auThéâtre des Osses, Avril 2013
– Marianne FreidigTop Kids : Top Kids, 2012 – Lecture scénique au Théâtre des Osses, April 2013
– Laura de Weck SumSum Dramatique radiophonique (A-F) 2010
– Marianne Freidig Poison– La restitution du Paradis(2009) Lecture scénique au, Thèâtre des Osses, 2009
Verschiedene Texte
– Dominique de Rivaz Un Selfie avec Tchekhov(essai filmique, documentaire) 2021
– Chtistiane Yvelin Patrimoine en héritage – Kulturerbe als Vermächtnis – Till Schaap Edition, 2021
– Catherine Bolle Des eaux nomades (trad. : un texte de Sylviane Dupuis) – Till Schaap Edition, 2021
– Matthieu Enard Kommando Dürrenmatt – Texte paru dans l’ Anthologie en hommage à Friedrich Dürrenmatt, Vom Dorf um die Welt und zurück, Diogenes, Zürich, 2021
Beiträge in Zeitschriften. u.a. :
Revue Versants Henri Roorda – le charme d’un suicide
Revue La cinquième saison (no 10) Disparaître, pour être là
Viceversa Nr. 17 (Trotz) François Debluë, Der Kindheit in dir (Gedichte)
Bachmannpreis 2026
Bachmannpreis
1976 wurde nach einer Idee und auf Initiative des Autors und Journalisten Humbert Fink (* 13.8.1933 Salerno/I +16.5.1992 Maria Saal/Kärnten) und des damaligen Intendanten Ernst Willner ORF/Kärnten in Klagenfurt ein Literaturwettbewerb gegründet, dessen Hauptpreis nach der in Klagenfurt geborenen und begrabenen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (*25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom) benannt wurde.
Ingeborg Bachmann, Rom 1962
Der erste Bachmannpreisträger war 1977 Gert Jonke. Die aktuelle Preisträgerin 2025 ist Natascha Gangl.
Im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt werden ebenso weitere Literaturpreise vergeben – Deutschlandfunk Preis, 3sat Preis, Carinthischer Sommer Stipendium, BKS Publikumspreis.
Der Bachmannpreis, Tage der deutschsprachigen Literatur, findet jährlich Ende Juni/Juli in Klagenfurt statt.
Klagenfurt/Strandbad
Foto: Yla Margrit von Dach _ privat
Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann
Fotos: Bachmannpreis/Wörthersee _ Walter Pobaschnig
Vermutlich weniger romantisch, als sich viele das Autorenleben vorstellen. Ich schreibe Romane, recherchiere und entwickle neue Projekte und arbeite an einem wöchentlichen Videopodcast, in dem ich interessante Gäste zum Gespräch einlade. Gleichzeitig bin ich nach wie vor an drei Tagen pro Woche als Kieferorthopädin tätig – ein Beruf, den ich ganz bewusst nicht aufgegeben habe. Mein Tag ist deshalb klar strukturiert. Geschrieben wird morgens, in freien Stunden zwischendurch und auch abends.
Dass meine beruflichen Themen ständig zwischen Literatur, Medizin und neuen kreativen Projekten wechseln, empfinde ich als Bereicherung. Den Kontrast zwischen beiden Welten schätze ich sehr. Meine medizinische Arbeit verlangt Präzision und analytisches Denken. Das Schreiben eröffnet mir die Freiheit, neue Welten und Figuren entstehen zu lassen. Ich habe nie das Gefühl, zwischen zwei Berufen zu pendeln, vielmehr ergänzen sie sich auf überraschende Weise und halten mich geistig beweglich.
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Ich glaube, wir müssen wieder lernen, genau hinzuschauen und zuzuhören. Unsere Welt wird immer rasanter. Informationen, Bilder und Meinungen erreichen uns im Sekundentakt und oft fällen wir unser Urteil ebenso schnell.
Ein Roman verlangt das Gegenteil. Er lässt sich nicht in einem Reel oder kurzen Video erfassen. Wer liest, begleitet die Romanfiguren auf einem Weg, bei dem sich Beweggründe erst nach und nach erschließen. Ein Leser akzeptiert, dass echtes Verstehen Zeit braucht.
Geschichten entfalten ihre Wirkung nicht in Sekunden, sondern über viele Seiten hinweg. Sie erfordern Geduld und Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, sich auf andere Lebenswirklichkeiten einzulassen. Einem guten Buch schenken wir gerne Zeit – und oft schenkt es uns dafür eine neue Perspektive.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Gesellschaften sind ständig im Wandel. Jede Generation steht vor einer neuen Herausforderung und muss ihren eigenen Weg finden. Kunst und Literatur liefern darauf keine fertigen Antworten – und genau das ist ihre Stärke. Sie eröffnen neue Ansichten und machen erfahrbar, wie unterschiedlich Menschen die Welt erleben.
Ein Roman kann keine Wirklichkeit verändern. Aber er kann verändern, wie wir auf die Wirklichkeit blicken. Wer liest, verlässt für eine Weile die eigene Perspektive und begegnet anderen Lebensentwürfen.
Was liest Du derzeit?
Zur Zeit lese ich – wieder einmal – das Bildnis des Dorian Gray von Oscar Wilde. Es gehört zu den Büchern, zu denen ich immer wieder zurückkehre und in denen ich jedes Mal etwas Neues entdecke.
Parallel dazu lese ich Lebe, was du wirklich bist von Dr. Andreas Reichstädter.
Ich finde es spannend, wie Literatur und Persönlichkeitsentwicklung auf ganz unterschiedliche Weise dieselbe Frage stellen können: Wer sind wir und wer könnten wir sein?
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Mich begleitet seit vielen Jahren ein Gedanke von Astrid Lindgren:
„Alles, was an Großem in der Welt geschah, vollzog sich zuerst in der Phantasie eines Menschen.“
Der Satz stammt aus ihrer Rede anlässlich der Verleihung des Hans-Christian-Andersen-Preises. Im weiteren Verlauf macht sie dann deutlich, dass die Welt von morgen wesentlich von der Vorstellungskraft der Kinder geprägt wird, die heute lesen lernen.
Für mich erinnert dieser Gedanke daran, was Literatur vermag. Nämlich Räume der Fantasie zu öffnen und neue Möglichkeiten denkbar zu machen.
Vielen Dank für das Interview!
Sehr gerne. Vielen Dank, dass ich mitmachen durfte.
Eva Winter, Autorin
Zur Person: Eva Winter schreibt als Autorin in unterschiedlichen Genres mit besonderer Vorliebe für internationale Settings. Sie lebte und arbeitete in England und Italien und reist viel- Erfahrungen, die ihr Geschichten authentisch prägen. Ihr Hintergrund verbindet analytisches Denken mit erzählerischer Sensibilität. In ihren Texten stehen Emotionen, Entwicklung und zwischenmenschliche Dynamiken im Fokus.
Aktueller Roman: „Rowing Hearts“, Eva Winter _ Atlantik Verlag
„Ein Unfall. Ein zerstörter Traum. Eine zweite Chance, die alles verändert: „Rowing Hearts“ von Eva Winter ist ein mitreißender Roman über Liebe und Hoffnung. Bella ist eine leidenschaftliche Ruderin und trainiert für Olympia. Sie lebt in Henley-on-Thames, wo sich alles um den Fluss und die Regatta dreht. Doch nach einem lebensbedrohlichen Unfall landet sie auf der Intensivstation. Olympia und ihr frisch unterzeichneter Sponsoringvertrag: zerplatzte Träume. Der Royal Regatta schaut Bella in diesem Jahr nur vom Ufer aus zu. Dabei lernt sie allerdings den wohlhabenden Milo kennen, der sich entschlossen für den Schutz der Gewässer einsetzt. Durch ihn lernt Bella eine neue Welt kennen und erkämpft sich eine zweite Chance. Doch findet sie auch die Kraft, um diese zu ergreifen?„
Mit „Rowing Hearts“ legt Eva Winter eine New-Adult-Sports-Romance voller Herzklopfen und Glamour vor, bei der große Gefühle auf sportliche Leidenschaft treffen.
(Pressetext/Murielle Rousseau I buchcontact, 7/26)
In ihnen begegnen wir Menschen, die wir sonst nie kennengelernt hätten.
Vielleicht beginnt Frieden genau dort.
Erst wenn wir verstehen, hören wir auf zu urteilen.
Perspektiven sind kostbar.
Ein Roman schenkt sie uns.
Auf seinen Seiten wächst Empathie.
Charaktere werden zu Begleitern.
Erinnerungen bleiben.
Alles Lesen ist eine Reise.
Chancen entstehen durch Begegnungen.
Hoffnung braucht Phantasie.
Auch die Welt von morgen beginnt mit Geschichten.
Neugier hält sie lebendig.
Courage lässt sie Wirklichkeit werden.
Erzählen verbindet.
Eva Winter, 29.7.2026
Eva Winter, Autorin
Zur Person: Eva Winter schreibt als Autorin in unterschiedlichen Genres mit besonderer Vorliebe für internationale Settings. Sie lebte und arbeitete in England und Italien und reist viel- Erfahrungen, die ihr Geschichten authentisch prägen. Ihr Hintergrund verbindet analytisches Denken mit erzählerischer Sensibilität. In ihren Texten stehen Emotionen, Entwicklung und zwischenmenschliche Dynamiken im Fokus.
Aktueller Roman: „Rowing Hearts“, Eva Winter _ Atlantik Verlag
„Ein Unfall. Ein zerstörter Traum. Eine zweite Chance, die alles verändert: „Rowing Hearts“ von Eva Winter ist ein mitreißender Roman über Liebe und Hoffnung. Bella ist eine leidenschaftliche Ruderin und trainiert für Olympia. Sie lebt in Henley-on-Thames, wo sich alles um den Fluss und die Regatta dreht. Doch nach einem lebensbedrohlichen Unfall landet sie auf der Intensivstation. Olympia und ihr frisch unterzeichneter Sponsoringvertrag: zerplatzte Träume. Der Royal Regatta schaut Bella in diesem Jahr nur vom Ufer aus zu. Dabei lernt sie allerdings den wohlhabenden Milo kennen, der sich entschlossen für den Schutz der Gewässer einsetzt. Durch ihn lernt Bella eine neue Welt kennen und erkämpft sich eine zweite Chance. Doch findet sie auch die Kraft, um diese zu ergreifen?„
Mit „Rowing Hearts“ legt Eva Winter eine New-Adult-Sports-Romance voller Herzklopfen und Glamour vor, bei der große Gefühle auf sportliche Leidenschaft treffen.
(Pressetext/Murielle Rousseau I buchcontact, 7/26)
Zur Person: Günter Neuwirth,geboren 1966, wuchs in Wien auf. Nach einer Ausbildung zum Ingenieur und dem Studium der Philosophie und Germanistik zog es ihn für mehrere Jahre nach Graz und später in die Weststeiermark. Heute wohnt der Autor in Wien und ist in einem Entwicklungsteam an der TU Graz berufstätig. Günter Neuwirth veröffentlicht in steter Folge Bücher in verschiedenen Genres. Bekanntheit erhielt vor allem eine Serie historischer Romane, die im vormals k.u.k. Triest angesiedelt sind. Mehrmals trat Neuwirth als Organisator des internationalen Festivals CRIMINALE in Erscheinung. (Presseinfo Verlag Kremayr&Scheriau 5.8.26)
Aktueller Roman von Günter Neuwirth:
Carl Schreiner ist das mediale Aushängeschild seiner Zunft. Der Salzburger Philosoph reüssiert sowohl im akademischen Bereich, auf den Bestsellerlisten als auch auf TV-Bühnen. Bis er während einer Live-Übertragung von der Leipziger Buchmesse einen Herzinfarkt erleidet.
Nach den Wochen in der Intensivstation zeigt sich sein Denken völlig verändert. Nichtig sind ihm Ruhm, Anerkennung und Auflagenzahlen. Carl sieht immer klarer, auf welch brüchigem Eis die menschliche Gesellschaft steht. Und er wird zusehends unnahbarer. Seine Frau Ashton, eine renommierte britische Übersetzerin, sorgt sich zusehends und rät Carl, auf dem Bergbauernhof seiner Großeltern im Lungau ein paar Tage Urlaub zu verbringen.
Dort angekommen verfolgt Carl ehrgeizige Pläne.
Dann erhält er unerwarteten Besuch. (Presseinfo Verlag)
Günter Neuwirth, Des Winters helle Tage, Roman
Hardcover mit Lesebändchen, gebunden, 312 Seiten, Format 12,0 x 20,0
Lieber Günter, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ich wache früh auf und arbeite kreativ vorzugsweise am Vormittag. Das, was ich literarisch bis Mittag nicht schaffe, kriege ich bis Mitternacht auch nicht mehr fertig.
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Im Moment des Schreibens ist die Mittagszeit des 5. August 2026. Gestern erreichte die Temperatur in Wien Stammersdorf 41 Grad, somit den höchsten jemals in Österreich gemessenen Wert, also ist besonders wichtig, kühlen Kopf zu bewahren.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Die Möglichkeiten der Kunst, die Welt oder die Menschen zu verändern, sind sehr beschränkt, da mache ich mir als Autor keine Illusionen. Und ich sehe auch keinen gesellschaftlichen Aufbruch, sondern das immer schneller heranziehende Ende der menschlichen Hochpopulation. Ich bin kein Endzeitspinner, sondern natur- und geisteswissenschaftlich geschulter Realist, der Mathematik anzuwenden in der Lage ist. Wenn die globale landwirtschaftliche Produktion und die Verteilung der Wasserreserven durch Klimawandel, Misswirtschaft und strohdumme Kriege ins Stocken gerät, wird es finster.
Was liest Du derzeit?
Den sprachlich ausgezeichneten historischen Kriminalroman meiner Grazer Kollegin Gudrun Wieser: Geheimnisse in der Grünen Mark. Exzellente Stilistin!
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Ich zitiere hier gern den unvergesslichen Musiker und Gelegenheitspoeten Joe Zawinul (Erdäpfee Blues)
I schau aus wira Erdäpfee Von Kopf zu Fuaß Des is o.k. Solang I ma need de Erdäpfeen Von unt anschaun muaß
Hier eine hochdeutsche Übersetzung aus dem Wiener Dialekt:
Ich sehe aus wie eine Kartoffel Von Kopf bis Fuß Das ist okay Solange ich mir nicht die Kartoffeln von unten ansehen muss (Redewendung für begraben sein)
Vielen Dank für das Interview!
Günter Neuwirth, Schriftsteller
Zur Person: Günter Neuwirth,geboren 1966, wuchs in Wien auf. Nach einer Ausbildung zum Ingenieur und dem Studium der Philosophie und Germanistik zog es ihn für mehrere Jahre nach Graz und später in die Weststeiermark. Heute wohnt der Autor in Wien und ist in einem Entwicklungsteam an der TU Graz berufstätig. Günter Neuwirth veröffentlicht in steter Folge Bücher in verschiedenen Genres. Bekanntheit erhielt vor allem eine Serie historischer Romane, die im vormals k.u.k. Triest angesiedelt sind. Mehrmals trat Neuwirth als Organisator des internationalen Festivals CRIMINALE in Erscheinung. (Presseinfo Verlag Kremayr&Scheriau 5.8.26)
Aktueller Roman von Günter Neuwirth:
Carl Schreiner ist das mediale Aushängeschild seiner Zunft. Der Salzburger Philosoph reüssiert sowohl im akademischen Bereich, auf den Bestsellerlisten als auch auf TV-Bühnen. Bis er während einer Live-Übertragung von der Leipziger Buchmesse einen Herzinfarkt erleidet.
Nach den Wochen in der Intensivstation zeigt sich sein Denken völlig verändert. Nichtig sind ihm Ruhm, Anerkennung und Auflagenzahlen. Carl sieht immer klarer, auf welch brüchigem Eis die menschliche Gesellschaft steht. Und er wird zusehends unnahbarer. Seine Frau Ashton, eine renommierte britische Übersetzerin, sorgt sich zusehends und rät Carl, auf dem Bergbauernhof seiner Großeltern im Lungau ein paar Tage Urlaub zu verbringen.
Dort angekommen verfolgt Carl ehrgeizige Pläne.
Dann erhält er unerwarteten Besuch. (Presseinfo Verlag)
Günter Neuwirth, Des Winters helle Tage, Roman
Hardcover mit Lesebändchen, gebunden, 312 Seiten, Format 12,0 x 20,0