„Meine Generation blickt ganz anders auf die Welt – weil sie muss“ Fritzi Wartenberg, Theaterregisseurin _ Berlin _ 15.8.2022

Liebe Fritzi, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mich erwartet ab der Spielzeit 22/23 eine einjährige Residency am Berliner Ensemble. Was das Wort „Residency“ für meinen Tagesablauf bedeuten wird, ist mir momentan selber noch ein Rätsel. Ich denke, dass es bei einer künstlerischen Residenz vor allem darum geht, sich seine eigene Routine zu erschaffen – die Suche danach, was für einen selbst funktioniert und in den kreativen Flow versetzt. Mit ein bisschen Glück und der Hilfe meines tollen Teams erforsche ich in diesem Jahr theatrale Methoden, die ich auch zukünftig in meinen Arbeitsprozess integrieren werde. Ich freue mich riesig über diese Chance!

Fritzi Wartenberg, Theaterregisseurin, Autorin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Puh. Ich denke, was „ für uns alle wichtig ist“, kann kein Mensch auf der Welt beantworten. Dann wären sich ja alle einig! Das wäre zwar schön, aber auch ein bisschen langweilig. Ich finde spannend, dass unterschiedlichen Menschen unterschiedliche Dinge wichtig sind. Das ist doch auch der Treibstoff des Theaters: Wo Reibung ist, entsteht Wärme. Da kann sich etwas entwickeln.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Unsere (westliche) Gesellschaft hat in mehrerlei Hinsicht ihren Zenit erreicht; vor allem wirtschaftlich und ökologisch. Als meine Eltern so alt waren wie ich jetzt, ging es darum, die hässliche Nachkriegszeit so gut wie möglich von sich abzuschütteln, um frei, reich und am Besten braungebrannt zu sein. Damals schien alles möglich, denn die Welt befand sich für sie in einem ständigen Aufschwung. Das hat sich radikal geändert. Meine Generation blickt ganz anders auf die Welt — weil sie muss. Für uns ist die Zukunft nicht mehr ewig, sondern ein kostbares Gut, das es zu beschützen gilt. Das Theater muss nun nachziehen und sich trauen, diesen Wandel im Wertesystem nicht als Bedrohung wahrzunehmen, sondern als Chance. Erst wenn wir diese Ignoranz hinter uns lassen und der Welt und ihren Missständen ins Auge blicken, können wir neue Zugänge finden, die das Theater in seine volle Kraft zurückholen.

Was liest Du derzeit?
Sexuelle Revolution von Laurie Penny. Gutes Buch – sehr zu Empfehlen! (Nur vielleicht keine passende Einstiegslektüre für diejenigen, die sich noch nicht mit Feminismus befasst haben. Bitte gerne nachholen.)

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„We’re sick, you know that? We’re sick to the back-fucking teeth of hearing from
old men, with flaky skin, at weddings, patting the back of your hand gently as
they explain what they consider to be the truths of the world, like I share the
same truths, like his truth and my truth are anywhere near the fucking same
when it’s you that gets to make the world and me that’s got to live in it.“

Aus „The Writer“ von Ella Hickson. Premiere 19.11.2022 im Berliner Ensemble.
Regie: le moi. Karten kaufen, kommen, gucken!

Fritzi Wartenberg, Theaterregisseurin, Autorin

Vielen Dank für das Interview liebe Fritzi, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theaterprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Fritzi Wartenberg, Theaterregisseurin, Autorin

Fotos_Anna Breit

13.8.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Gluthitze hält mich wach“ Ingrid Walter, Schriftstellerin _Give Peace A Chance _ Offenbach am Main/Sizilien 15.8.2022

GIVE PEACE A CHANCE

Gluthitze hält mich wach

In den Nächten dieses Sommers

Viele Fragen fahren Karussell in meinem Kopf

Erde, wie fühlst du dich?

Platzt dir nicht bald der Kragen?

Erleben wir gerade das Ende?

Auf diesem Planeten?

Charkiw ist der schmerzhafte Name

Einer europäischen Stadt

Auf der Landkarte des Ostens

Champions wird es keine geben

Hoffnung verglüht

Am Rande der Verzweiflung

Nehme ich die Angst der Welt wahr

Camouflage ist die neue Hautfarbe

Egozentrik bringt uns keinen Schritt weiter


Ingrid Walter, 7. August 2022

Ingrid Walter, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Ingrid Walter, Schriftstellerin und Schreibcoach

Foto_Ilona Herrschaft-Lesnaia

Walter Pobaschnig _ 7.8.2022.

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„Falco war ein Künstler der Sprache und der Rhythmik“ Nicky Gerzabek _ Schauspielerin _ 65.Geburtstag Falco _ Wien 15.8.2022

Nicky Gerzabek _ Schauspielerin/Sängerin _
Station bei Falco  _ Wien _65.Geburtstag Falco, Sänger, Musiker (19.2.1957 Wien +6.2.1988 Dominikanische Republik)

Liebe Nicky, wir sind hier unterwegs auf der Wiedner Hauptstraße im 5.Bezirk Wiens, in dem der Sänger/Musiker Falco (*1957 Wien +1998 Dominikanische Republik) aufgewachsen ist und auch seine so erfolgreiche Musikkarriere begann.

Wohnhaus _ Falco _ Wien

Um die Ecke hier in der Ziegelofengasse ist Falco aufgewachsen in der SVS (Sozialversicherungsanstalt) in der Wiedner Hauptstraße hat Falco eine Zeit lang gearbeitet. Seine Mutter dürfte da die Fäden gezogen haben. Die Musik war aber natürlich im Mittelpunkt seines Lebens.

Cafè Karlsplatz _ Wien

Mit vier Jahren bekam er ja ein Klavier und man stellte ein absolutes Gehör fest. Mit siebzehn Jahren beginnt er E-Gitarre zu spielen, schließlich wird es dann der E-Bass, dann besucht er das Musikkonservatorium, bricht es ab und geht nach Berlin. Kehrt zurück und schreibt hier zu Beginn der 1980er Jahre den „Kommissar“ in der Wohnung in der Ziegelofengasse. Eine Weltkarriere beginnt.

Welche Berührungspunkte gab es von Dir bisher zu Falco?

Das begann in der Kindheit. Ich habe da in der Familie Shows vorbereitet, bei denen die Eltern zusehen mussten (lacht). Da kam schon der eine und andere Falco-Klassiker vor, wie Rock Me Amadeus oder Jeanny. Die mitreißende Musik, der Rhythmus standen dabei im Mittelpunkt und wir haben da fleißig mitgesungen (lacht). Die Qualität der Texte, diese besondere Form und Performance von Wort und Musik bei Falco, wurde mir erst später bewusst.

Falco ist nach wie vor ein Star. Ich interessierte mich auch im Tanz, Schauspiel für Projekte dazu, etwa im Falco-Musical.

Wir sind jetzt hier an der Abzweigung Wiedner Hauptstraße/Ziegelofengasse beim Gebäude der SVS. Du selbst hast auch lange hier im Bezirk gewohnt und betreibst auch ein Tanzstudio hier. Was schätzt Du hier besonders?

Ich liebe den 4. und 5.Bezirk und kann verstehen, dass sich Falco da wohlgefühlt hat (lacht). Es ist ein cooler Bezirk, der nah am Zentrum liegt aber auch eine Art Nachbarschaftskultur pflegt.

Ein Treffpunkt hier ist etwa „Rudis Beisl“ mit ausgezeichneter Wiener Küche und auch vielen Erinnerungsstücken. Falco war bestimmt auch da (lacht).

Hier in diesen Straßen liegen die persönlichen Anfänge des Musikers Falcos, gleichsam im Herzen Wiens.

Du bist auch in Wien geboren und aufgewachsen. Wie war Dein Weg zum Schauspiel und zum Tanz, zur Musik?

Ich habe früh zu tanzen begonnen und mit sechs Jahren dann Ballett Unterricht genommen. Es gab dann eine Pause und dann setzte ich den Weg fort und studierte in Graz an der Musicalakademie und habe dann das Studium in Wien abgeschlossen.

Ich war dann in verschiedensten Theaterproduktionen tätig. Mit den Kindern habe ich dann aus organisatorischen Gründen auch den Film stärker in den Focus gesetzt, da es zeitlich einfacher ist und es auch viel Freiraum für eigene Projekte ermöglicht.

Workshops und ein Aufenthalt in Los Angeles für zwei Monate waren weitere Stationen am Weg, in denen ich auch die Liebe zum Schauspiel neu entdeckte.

Falco hat ja eine Tournee durch die USA abgelehnt, ebenso ein Duett mit Madonna. Was könnten Gründe dafür gewesen sein und wie ist es für Dich als Künstlerin für Projekte aufzubrechen?

Ich würde ein Duett mit Madonna nicht ablehnen (lacht).

Die Gründe dafür liegen bei Falco vermutlich tiefer. Im März 1986 gelang es ihm ja erstmal mit einem deutschsprachigen Song an die Spitze der US Charts zu kommen. Das war ein Höhepunkt für die gesamte deutschsprachige Musik und gelang seitdem nicht mehr. Vielleicht liegen in diesem großen Erfolg auch die Gründe für die Zurückhaltung dann noch weiterzugehen.

Ich selbst sehe mich etwas als eine „Nomadin“ und liebe es aufzubrechen, zu reisen und Neues zu entdecken. Privat wie als Künstlerin. Ich teile dies mit meinem Partner. Natürlich gibt es Strukturen, Vertrautes und Alltag und da auf- und auszubrechen erfordert sehr viel Mut. Das ist wohl in jedem Beruf so.

Wir biegen jetzt in die Ziegelofengasse ein und spazieren zur Wohnung Falcos. Was macht für Dich die Faszination seiner Musik und Persönlichkeit aus?

Falco ist immer seinen Weg gegangen. Es war ihm egal was die Anderen sagen. Das ist in der Kunstbranche sehr beeindruckend, weil es viele Einflüsse von allen Seiten gibt. Aber er hat sich da nicht verbogen und verbiegen lassen.

Er war auch ein Grenzgänger und neben dem Erfolg war auch viel Einsamkeit.

Seine Songs, die selbst geschriebenen und auch die für ihm geschriebenen, sind einzigartig und man spürt das „Schwingen seiner Feder“ in ihnen.

Falco war ein Künstler der Sprache. Auch der Rhythmik. Einen Falco-Song zu singen, ist für jeden professionellen Sänger eine Herausforderung.

Die Sprachmelodik, die spezielle Rhythmik, das Betonen der Wörter, die Gewichtung, die er in Sätze, Strophen legt, das ist sehr beeindruckend.

Tanz ist auch ein künstlerischer Schwerpunkt von Dir. Wie kann man zu Falco Songs tanzen?

Das ist gar nicht so einfach (lacht). Es braucht da schon eine besondere Choreografie, die der Musik gerecht wird.

Man sieht dies ja auch in seinen Video-Clips, da muss alles etwas ausgefallener sein, um zur Musik zu passen.

Wie siehst Du Falco als Tänzer in seinen Video-Clips?

Man kann auch da sagen, dass er sich selbst erfunden hat. Er war nicht jemand, der etwas nachgemacht hätte. Er hat einfach selbst gemacht und meistens kam etwas Großartiges dabei raus. Auch im Tanzschritt, seiner Choreografie.

Du hast heute einen großartigen 80er style zum Fotoshooting/Interview gewählt. Welchen Zugang hast Du zu den 1980er Jahren an sich?

Mir gefällt der Stil der 80er. Ich stöbere auch hin und wieder im Kleiderkasten meiner Mutter. Besonders gefallen mir da etwa die weit geschnittenen Jacken mit Schulterpölstern, die liebe ich sehr.

Der Modestil der 80er war auch sehr androgyn. Die Zeit war sehr mutig und verspielt in allem.

Die Betonung der Weiblichkeit fehlt mir etwas im 80er Stil. Dies heute zu verbinden, finde ich sehr spannend.

Wir nähern uns der Wohnung Falcos.

Ich frage mich gerade, konnte Falco als Topstar eigentlich außer Haus gehen und hier spazieren oder zum nahegelegenen Naschmarkt gehen? Ich bin mir da unsicher, ob Falco so herumgeschlendert ist, wie wir gerade (lacht).

Dieser Verlust von Normalität ist sicherlich eine große Herausforderung und auch Belastung gewesen.

Wie siehst Du die Umstände seines Todes?

Sehr tragisch. Vielleicht liegt die Antwort darauf still in diesen Gassen der Kindheit. Das ist auch gut so.

Als Künstler hätte er bestimmt noch Großartiges geschaffen und seine weiteren Schritte wären sehr spannend gewesen.

Gerne hätte ich auch mit ihm in einem Wiener Cafè geplaudert (lacht).

Wir sind beim Wohnhaus, an dem eine Falco- Gedenktafel angebracht ist, angekommen.

Ich möchte hier wohnen (lacht). Ein wunderbares Alt-Wiener Haus ist es, daneben ein Gasthaus mit Sitzgarten zum Innenhof.

Hier spielte Falco als Kind und später verbrachte er wohl auch viel Zeit mit Projektarbeit hier. Vielleicht schrieb er ja auch hier im sonnigen Hof (lacht)?

Sind Orte für Dich als Künstlerin eine Inspiration?

Orte sind für mich Fluchtpunkte, um abzuschalten.

Generell bin ich ein sehr neugieriger Mensch und liebe es Lebensräume zu erkunden und zu entdecken. Und dieser hier ist ja ein ganz besonderer.

Wir sind jetzt hier im sonnigen Innenhof des Falco-Hauses. Denkst Du jetzt an einen bestimmten Song von Falco?

Ich stelle mir gerade vor, wie es ja auch auf der Gedenktafel vor dem Haus vermerkt ist, dass Falco in seiner Wohnung im ersten Stock sitzt, Polizei rast mit Blaulicht auf der nahen Margarethenstraße vorbei und er schreibt mit Zigarette und Blick aus dem Fenster im beginnenden Abend…“… drah di net um …der Kommissar geht um… …“.

Du bist sehr vielseitig als Künstlerin. Welche Wege gehst Du da?

Es führt bei mir kein Weg an der Kunst vorbei. Ob in der Familie oder meinen Projekten, Kursen, die ich gebe im Studio. Kunst ist da und sie ist es mit einem Lächeln, auch bei den Teilnehmenden (lacht).

Kunst ist bei mir immer mitten im und aus dem Leben.

Wenn Falco jetzt hier in den Hof kommen würde, was würdest Du ihn fragen?

Ah, Du lebst noch? Wo warst Du so lange (lacht)?

Abwesenheit und Anwesenheit sind in einem Leben nicht zu trennen. Was wir geträumt, geliebt, gelebt haben und was auch zerstört hat, ist stumm an Lebensorten zu finden.

Du bist wie Falco in Wien geboren und aufgewachsen? Was bedeutet Dir Wien?

Wien ermöglicht ein wunderbares Stadtleben. Das ist auf der Welt sehr selten.

Nicky Gerzabek _ Schauspielerin/Sängerin _
Station bei Falco  _ Wien _65.Geburtstag Falco, Sänger, Musiker (19.2.1957 Wien +6.2.1988 Dominikanische Republik)

Darf ich Dich abschließend jetzt hier im Gang vor Falcos Wohnung zu einem Falco-Akrostichon bitten?

F ernweh

A symetrie

L ust

C haotisch

O ma (Falco übernahm im Haus die Wohnung seiner Großmutter)

Nicky Gerzabek _ Schauspielerin/Sängerin _
Station bei Falco  _ Wien _65.Geburtstag Falco, Sänger, Musiker (19.2.1957 Wien +6.2.1988 Dominikanische Republik)

Herzlichen Dank, liebe Nicky für diesen wunderbaren gemeinsamen Spaziergang auf den Lebensspuren Falcos in Wien! Schöne Sommertage und alles Gute!

Station bei Falco_

65.Geburtstag_Falco, Sänger, Musiker (19.2.1957 Wien +6.2.1988 Dominikanische Republik) _ im Gespräch und 80thies reenacting Fotoportrait:

Nicky Gerzabek_Schauspielern/Sängerin _ Wien

HOMEPAGE

Interview und alle Fotos_Walter Pobaschnig _ Wien 6_22

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Walter Pobaschnig 8_22

„Literatur gibt uns einen unermesslichen Raum“ Dincer Gücyeter, Schriftsteller, Verleger _ Nettetal/D 14.8.2022

Lieber Dincer, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Lieber Walter, ich bin erst seit einer Woche wieder hier in Deutschland. Davor die fünf Wochen habe ich mich zurückgezogen und die Zeit mit meiner Familie in Ägäis verbracht. Dort steht auf dem menschenleeren Gebiet das Haus meiner Großeltern, das mir mit seinen Herausforderungen gut tut. Das Wasser ist knapp, der Strom wird immer wieder eingestellt, dann kommen die Öllampe, die Kerzen in Einsatz. Die Natur hat ihre, eine eigene Sprache, Geschichten, wenn man gut zuhört. In der Nacht die Glühwürmchen beobachten, oder ein paar Worte mit dem Hirten tauschen, alte CD´s (meistens Rembetikos) laufen lassen, in der Morgendämmerung einen Spaziergang durch das Dorf machen, das alles hat mir geholfen, nach einer langen Lesereise im Frühjahr wieder meine eigene Stimme zu hören. Jetzt bin ich hier, das neue ELIF-Programm will betreut werden, in kommenden Tagen erscheinen hintereinander zehn Bücher, im September beginnt eine neue Lesereise. Die Kinder haben natürlich auch ihre Wünsche, z.B. heute fahre ich mit meinem Sohn nach Venlo zu C&A, er braucht neue Jeans-Hosen.

Dinçer Güçyeter_Schriftsteller,Verleger _
Peter-Huchel-Preisträger 2022

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich will auf gar keinen Fall romantisches oder sprirituelles Zeug labern. Jeder soll für sich entscheiden, was für ihn wichtig ist. Einen Wunsch hätte ich doch: die Welt wird lauter und lauter, zu schnell wird ein Urteil getroffen, abgestempelt, ausgegrenzt, die Medien machen es sich auch zu einfach, statt einer objektiven Analyse bekommen wir private Meinungen hingeworfen. Es gibt nicht immer eine einzige Perspektive. Dazu kommt, dass wir in diesem Chaos viele schönen Dinge übersehen, die gibt es und sind nicht weit weg. Der Mensch braucht auch eine Inspektion, das darf man nie vergessen. Du kannst nicht alles retten, Verluste gehören zu unserem Alltag.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Es ist nichts Neues, die Menschheit steht seit ihrer Existenz vor diesen Herausforderungen. Ich kann mich nie an eine Zeit erinnern, wo es mal der Welt besser ging. Kriege, Ausbeutungen … Vielleicht nicht so nah, aber es gab sie. Die Machtkämpfe zwischen Lobbies, Managern in der Wirtschaft sind wieder ein anderes Kapitel, ich bin gespannt, wo es hinführt, ich habe immer einen bitteren Geschmack im Mund, wenn ich daran denke. Auf der anderen Seite kommt eine junge Generation, die mir Hoffnung schenkt. Die Rolle der Literatur/Kunst will ich auch nicht belasten. Es sind Orte, die uns einen unermesslichen Raum geben, wichtiger ist, wie sensibel wir diese Räume besetzen wollen. Darin liegt sehr viel Kraft, ich hoffe, wir werden es zu schätzen wissen. 

Was liest Du derzeit?

In Ägäis habe ich mir sehr viele Gedichtbände (meistens Debüts) besorgt. Es ist mir wichtig, was die neue Literatur in dieser Geographie erzählen möchte, und ich muss sagen: sehr viel, ich bin begeistert! Seit meiner Ankunft beschäftige ich mich mit zwei Büchern. Das eine ist “Werden sie uns mit Flix-Bus deportieren?“ von Mely Kiyak, ich bin ein grosser Fan ihrer Kolumnen, liebe ihren direkten/humorvollen/hochsensiblen Dialekt.  Den Gedichtband “Mutantengarten“ von Volha Hapeyeva hatte ich schon im Frühjahr gelesen, muss zugeben, in der Hektik war ich kein guter Leser und deshalb lese ich ihre Gedichte nochmal und kann diesen Band (übersetzt von Matthias Göritz, Martina Jakobson und Uljana Wolf) allen empfehlen. Beim Lesen entdeckt/spürt man ganz neue Kräfte …

#Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

in unseren Wunderkammern bergen wir seltsame Dinge … Nancy Hünger

Dinçer Güçyeter wuchs als Sohn eines Kneipers und einer Angestellten auf. Er machte einen Realschulabschluss an einer Abendschule.Von 1996 bis 2000 absolvierte er eine Ausbildung als Werkzeugmechaniker. Zwischenzeitlich war er als Gastronom tätig. Im Jahr 2012 gründete Güçyeter den ELIF VERLAG. Dieser hat sich Lyrik zum Schwerpunkt gesetzt. Seinen Verlag finanziert Güçyeter bis heute als Gabelstaplerfahrer in Teilzeit. Sein letzter Gedichtband “Mein Prinz, ich bin das Ghetto“ wurde mit dem Peter-Huchel-Preis 2022 ausgezeichnet. 

Vielen Dank für das Interview lieber Dincer, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Dinçer Güçyeter, Schriftsteller, Verleger _ Peter-Huchel-Preisträger 2022

https://elifverlag.de/

Foto_Yavuz Arslan

13.8.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Geben“ Ganna Gnedkova, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Kyjiw/Wien 14.8.2022

GIVE PEACE A CHANCE

Geben

Ich muss

Viel geben – alles, was notwendig ist

Es bleibt bald wenig übrig, doch alle wollen Frieden

Packen, ich muss wenig packen – nur das, was notwendig ist

Essen, ich kann wenig essen – nur das, was notwendig ist

Angst haben – ich hätte gerne wenig, aber ich habe viel davon

Canceln darf ich wenig, würde gerne viel

Es bleibt mir bald nichts anderes übrig, doch alle wollen Frieden

Aber

Chancen muss ich natürlich geben

Hunger muss ich natürlich verhindern

Agonie muss ich – natürlich – unnatürlich korrekt ausdrücken   

Nur kämpfen darf ich kaum, genauso wie

Canceln, doch kapitulieren darf ich jederzeit

Es bleibt bald nicht viel übrig von mir, denn alle wollen Frieden


Ganna Gnedkova, 8.8.2022

­Ganna Gnedkova, Schriftstellerin: Kyjiw, Ukraine / Wien, Österreich

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Ganna Gnedkova_Schriftstellerin, Literaturwissenschafterin, Übersetzerin, Journalistin

Foto_Georgii Kravchenko

Walter Pobaschnig _ 8.8.2022.

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„Gerechtigkeit“ Valentin Hauser, Buchautor _ Give Peace A Chance_Griffen/Kärnten 13.8.2022

GIVE PEACE A CHANCE


Gerechtigkeit

Initiativen

Verantwortung

Ehrlichkeit


Politische und

Ebenso

Apolitische

Courage und

Einsicht.


All das ergibt:


Charakter,

Harmonie,

Akzeptanz,

Neugierde,

Charisma und

Ebenbürtigkeit.


Valentin Hauser, 7.8.2022

Valentin Hauser, Buchautor

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Valentin Hauser, Buchautor

www.valentinhauser.at

Foto_Karl Heinz Essl

Walter Pobaschnig _ 7.8.2022.

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„Das Herz wieder zu öffnen!“ Elisabeth Halikiopoulos_Schauspielerin_ Wien 13.8.2022

Liebe Elisabeth, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich komme gerade aus dem Urlaub zurück…also hatte ich bis vor kurzem immer einen sehr gemütlichen Start in den Tag, mit ausgedehntem Kaffeetrinken und langen Gesprächen auf unserer Terrasse mit Blick aufs Meer. Dann schwimmen, in den Tag leben und sich treiben lassen können – ohne Hektik! Meinen Tag/Abend habe ich immer mit köstlichem griechischem Essen ausklingen lassen. Herrlich…

Aber auch zurück in Wien bleibt es diesen Sommer bei mir entspannt. Neben ein paar Vorstellungen bereite ich gerade einige Projekte vor und kann mir daher den Tag selbst einteilen, ohne von Probe zu Probe hetzen zu müssen.

Elisabeth Halikiopoulos_Schauspielerin, Regisseurin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Das Herz wieder zu öffnen! Aufeinander zugehen, zuhören und in Verbindung gehen. Auf allen Ebenen. Aussteigen aus der Angst und wieder ein Gefühl für das Miteinander entwickeln. Nur so können wir gemeinsam neue Lösungen und Wege finden.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Die eigenen Werte überprüfen und auch die unserer Gesellschaft. Wonach wollen wir uns ausrichten? Was funktioniert und wo haben wir uns verrannt?

Das Theater kann uns dabei wieder an unser „Mensch sein“ erinnern. Ein Raum für Begegnung sein. Ich glaube, wir hungern auch förmlich danach, Emotionen im Theater oder im Konzert wieder kollektiv zu erleben, das Gefühl der Verbundenheit zu spüren.

Robert Schumann sagte: „Licht senden in die Tiefe des menschlichen Herzens – des Künstlers Beruf!“ Kunst kann uns in unserem Innersten berühren und dort etwas zum Klingen bringen, wie kaum etwas anderes. Sie ist wichtige Nahrung für die Seele. Ariane Mnouchkin sagt treffend: „performance is a ceremony, a ritual. You should go out of it more human than when you went in.”

Dieses Potential sollten wir nutzen!

Was liest Du derzeit?

Hauptsächlich Stücke und Drehbücher, mit denen ich gerade beruflich zu tun habe… Ich gestalte eine szenische Lesung beim Festival in Litschau, bereite mich aber auch schon auf einen Dreh und Theaterproben danach vor.

Daher habe ich mir jetzt im Urlaub einen Roman rein zur Unterhaltung gegönnt: „Olivensommer“ von Isabelle Broom, der auf der Insel Zakynthos spielt, die quasi meine zweite Heimat ist.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

“There is a vitality, a life force, an energy, a quickening that is translated through you into action, and because there is only one of you in all of time, this expression is unique. And if you block it, it will never exist through any other medium and it will be lost. The world will not have it. It is not your business to determine how good it is nor how valuable nor how it compares with other expressions. It is your business to keep it yours clearly and directly, to keep the channel open. You do not even have to believe in yourself or your work. You have to keep yourself open and aware to the urges that motivate you. Keep the channel open. … No artist is pleased. There is no satisfaction whatever at any time. There is only a queer divine dissatisfaction, a blessed unrest that keeps us marching and makes us more alive than the others”

― Martha Graham

Elisabeth Halikiopoulos_Schauspielerin, Regisseurin

Vielen Dank für das Interview liebe Elisabeth, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Film-, Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Elisabeth Halikiopoulos_Schauspielerin, Regisseurin

Fotos_Barbara Maria Hutter

8.8.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Der Kaugummi wurde genug gekaut“ Pegah Ahmadi, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Köln 12.8.2022

GIVE PEACE A CHANCE

Der Kaugummi wurde genug gekaut

Übersetzt von Annika Reich

Als wäre es mittags,

dass ich in einem Krankenhaus namens Sowjet geboren bin.

In großen Ölkanistern

hat mein Vater rasant 

seine Bücher verbrannt,

dann

wurden wir die Generation der Revolution genannt.

Du hast diese Frau nicht einmal gesehen,

deren Stimme die Luft 

wie Krähen spaltete.

Im Film

war die abgetrennte Hand des Mannes

im Ärmel seines Mantels versteckt.

Ein Film über die Zeit des Krieges im Iran.

Der Mann

war einer der besten und ältesten Theaterschauspieler

mit einem Blick aus Jade und Magie.

Ach, es ist sinnlos,

mehr davon zu erzählen.

Du hast diesen Film

auch nicht gesehen.

Schau!

Der Himmel trägt etwas Zerbrochenes

Rauch und Marmor 

haben die Öffnung blockiert.

Die Welt dreht sich weiter,

wir wachsen weiter wie Gras

und enden wie eine Kuh.

Die Vergangenheit hält uns konstant,

dieser Raum aber bewegt sich weiter.

Ich halte mich wie eine Substanz 

und drücke den Knopf im Licht.

Auf meiner linken Schulter

wird mein Haar dunkel.

Das Geräusch des Bohrers endet.

Der Kaugummi wurde genug gekaut.

Pegah Ahmadi, 10.8.2022

Pegah Ahmadi, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Pegah Ahmadi, Schriftstellerin

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 10.8.2022.

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„Film und Theater machen Standpunkte und Visionen spürbar“ Lisa Olah, casting director _ Wien 12.8.2022

Liebe Lisa, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein gestreifter Kater weckt mich sehr früh, in dem er sich neben meinen Kopf stellt und mir ins Ohr atmet. Recht irritierende Angelegenheit. Früh aufzustehen habe ich wirklich spät in meinem Leben gelernt. Es hat Vorteile, denn meine Arbeit umfasst auch Lesen, Recherche, Weiterbildung- das sind Dinge, die ich am liebsten morgens ungestört mache. Wenn ich dann zu Mittag ins Training losziehe, hab‘ ich schon fast einen Arbeitstag hinter mir.

Dieser Mittagsbreak mit Sport und Kochen ist wichtig für mich – Stillsitzen vor dem Computer fällt mir echt schwer. Ich liebe die Arbeit mit den Händen und fühle mich am Wohlsten, wenn ich körperlich etwas zu tun habe…meine Arbeit beinhaltet zum Glück viel Rumgerenne, auf Knien Rumgerutsche und Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen, die mich fordern..

Castingtagen im Studio blicke ich also meistens mit etwas Unruhe entgegen: komplizierte Dispos, unterschiedliche AnspielpartnerInnen, Szenen, die man noch nie gespielt gesehen/gehört hat. Werden die Kombis funktionieren? Hat jede(r) seinen Text von mir bekommen?

Sobald ich allerdings dann im Studio zwischen den Menschen stehe (oder knie, haha), mit denen ich gerne arbeite, kommt die Freude. Ein Tag vergeht so schnell wie 10 Minuten und ich falle nachts k.o. ins Bett, selbst der Kater, der dann wahrscheinlich meinen Zeh essen will, kann daran nicht viel ändern. Außer in Flugzeugen schlafe ich überall wie ein Stein.

Lisa Olah, casting director

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Jetzt und immer besonders wichtig ist das Wissen um ein bestimmtes Paradox:

Wenn ich mir selbst nicht vertraue, gibt’s vielleicht einen Grund. Klingt hart, aber lässt sich ändern! Also los.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Wesentlich- gerade jetzt – sind ein Bildungssystem und die Fähigkeit von Eltern, mutige und verantwortungsvolle Menschen zu erziehen, mit einer gehörigen Portion angebrachtem Realismus, Neugierde und Humor ausgestattet. Zumindest wäre das mein Wunsch für einen Neubeginn oder den Ort, wo er zuerst stattfinden sollte.

Schauspiel und Kunst an sich kann sehr differenziert Perspektiven schildern ohne sie zu erklären. Besonders Autorenfilm (und auch Theater natürlich) macht Standpunkte und Visionen, persönliche Wahrheiten spürbar. Je mehr Perspektiven, die man auf so subtile Weise erfährt, desto toleranter und selbstbestimmter wählt man sein eigenes Schicksal, desto genauer werden Prognosen. Man lernt etwas – es gibt ein Wort dafür, aber es ist sehr missverständlich und sein Einsatz in den Medien inflationär und ungenau. Ich verwende es nicht mehr so gern.

Was liest Du derzeit?

Thinking Styles von Robert J. Sternberg

Mardi von Herman Melville

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

It’s a feeling. You don’t have to act on it.

Vielen Dank für das Interview liebe Lisa, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Lisa Olah, casting director

https://lisaolah.at/

Foto_privat.

3.8.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Geblendet von Worten ziehen sie hin“ Helmut Steiner, Schriftsteller  _ Give Peace A Chance _ Thürnthal/NÖ 11.8.2022

GIVE PEACE A CHANCE


G         Geblendet von Worten ziehen sie hin

I           in den Zwietracht der Macht, der Gier und des Geldes,

V         verführt zum Kampf als Nahrung des Krieges,

E          erhobenen Hauptes mit blitzendem Stahl.

P         Patriotismus im Dreck verblasst, zerfetzt von Granaten,

E          Ehre ersoffen im eigenen Blut und Gott zerfallen zu Staub im

A         apokalyptischen Ritt der Vernichtung, im

C         Chaos des Untergangs.

E          Es gibt keine Sieger im Rasen der Waffen.

A         Am Ende des Schlachtens blutet das Sein, es gebiert die Pein,

das Elend, den Hunger, die Not und den Tod.

C         Chrysanthemen welken im Nebel über

        Hügeln aus Leibern in gekalkten Gruben,

        auf verscharrtem Gebein,

N         namenlos, wenn

C         Chiones weiße Kristalle bitten zum Tanz im

E          eisigen Nordwind.


Helmut Steiner, 3.8.2022

Helmut Steiner, Schriftsteller  

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Helmut Steiner, Schriftsteller  

Helmut Steiner, 1956 in Krems an der Donau in Niederösterreich geboren, wuchs in einer Arbeitersiedlung am Stadtrand von Krems auf. Er studierte in Wien und verbrachte danach mehrere Jahre in Deutschland. Er lebt und arbeitet in Thürnthal (NÖ). In jungen Jahren als Musiker und Komponist aktiv, hat er über das Schreiben einen neuen Zugang zu kreativem Schaffen gefunden und bedient mit Lyrik, Kurzgeschichten und Romanen ein breites Spektrum der Literatur.

Auswahl Veröffentlichungen:

Ein Schneckenmärchen, 2021 Verlag BoD – Books on Demand, Norderstedt _ ISBN 978-3-7534-1649-6

Klagelieder, 2021 Herausgeber literatur thürnthal, Verlag BoD, Norderstedt, ISBN 978-3-7557-1199-5

Novemberwind, Lyrik, 2014 Verlag Berger Horn/Wien ISBN 978.3-85028-671-8

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 3.8.2022.

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