Das Glück ist ein Engel mit ernstem Gesicht. Josef Winkler. Roman. Suhrkamp Verlag.

Die Erinnerung an die Kindheit zwischen Tal und Albtraum. Ein Sturm der Bilder im Kopf. Damals. Und jetzt hier. Wie ein Hineinstürzen in surreale Welten. Erlebnisse, Erfahrungen eigebrannt in Seele und Körper. Narben überall. Leben und Leiden wie Raumschiffe zwischen fremden Planeten, stürzenden Kometen und schwarzen Löchern. Hier gibt es kein Entkommen, kein Beamen, hier gibt es Schmerz, Tod, Verwesung mitten im Leben, davor und weit darüber hinaus. Bitter auch das Süße in der Konditorei „Patisserie Chaim Soutine“…

Büchnerpreisträger Josef Winkler stellt in seinem neuen Roman das Leben und die Beziehung zu seiner Schwester Maria in den Mittelpunkt und legt damit ein sensationelles episches Werk vor, das Leben, Gesellschaft, Leiden eine unvergleichliche literarische Form gibt, die ganz nah am existentiellen Todesort von Struktur, Macht und Ohnmacht eine surreale Erzählform kreiert, die in Sprache und Wort eine akrobatische Freiheit am Trapez zwischen Erde und schwarzem Himmel findet. Diese Wortkunst ist einzigartig und wohl am besten Wege zum Nobelpreis.

Das Glück ist ein Engel mit ernstem Gesicht. Josef Winkler. Roman. Suhrkamp Verlag.

Erscheinungstermin: 11.03.2026

Fester Einband mit Schutzumschlag, 431 Seiten.

ISBN 978-3-518-43270-9

26 EUR

e-book  21,99 EUR

Walter Pobaschnig 3/26

https://literaturoutdoors.com

„Meer ohne Stimme geblieben“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Tania Rupel/Pia Schiel _ München/Wien 24.3.2026

Pia Schiel, Schauspielerin _
 performing „Undine geht“
 _ Donau/Wien _
„Undine geht“ Ingeborg Bachmann. Erzählung 1961 _
Walter Pobaschnig 7/24, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance

MALINA_ Akrostichon

Text _ Tania Rupel _ Tera _ Schriftstellerin

Performance _ Pia Schiel, Schauspielerin

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Pia Schiel, Schauspielerin _
 performing „Undine geht“
 _ Donau/Wien _
„Undine geht“ Ingeborg Bachmann. Erzählung 1961 _
Walter Pobaschnig 7/24, folgende

MALINA

M
eer ohne Stimme geblieben

Angespült liegen die Silben

Lüge und Wahreswirbeln weiter Sand und Staub

Immer noch an den Pfahl gebunden

Narbenversehrt stehst du da

Atem getauscht mit anderen Wunden

Tania Rupel, 1.3.26

Pia Schiel, Schauspielerin _
 performing „Undine geht“
 _ Donau/Wien _
„Undine geht“ Ingeborg Bachmann. Erzählung 1961 _
Walter Pobaschnig 7/24, folgende
Pia Schiel, Schauspielerin _
 performing „Undine geht“
 _ Donau/Wien _
„Undine geht“ Ingeborg Bachmann. Erzählung 1961 _
Walter Pobaschnig 7/24, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance

MALINA_ Akrostichon

Text _ Tania Rupel _ Tera _ Schriftstellerin

Performance _ Pia Schiel, Schauspielerin

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971.

Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962
Tania Rupel _ Tera _ Schriftstellerin _ München
Pia Schiel, Schauspielerin _ Wien

Foto: Ingeborg Bachmann: Heinz Bachmann

Foto:Tania Rupel/Tera _ privat

Fotos: Pia Schiel, Schauspielerin _ performing „Undine geht“ _ Donau/Wien _
„Undine geht“ Ingeborg Bachmann. Erzählung 1961 _
Walter Pobaschnig 7/24.

Walter Pobaschnig _    1.3.2026

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„Aber wer möchte die Hoffnung verlieren?“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Tania Rupel, Schriftstellerin _ München 24.3.2026

Ingeborg Bachmann _ Tania Rupel _ Tera _

2026 _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Im Interview_ Tania Rupel _ Tera _ Schriftstellerin

Liebe Tania, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns? 

Als ich von ihrer Existenz erfuhr, war ich vielleicht in der achten oder neunten Klasse. Interessanterweise habe ich ihren Namen zeitgleich mit dem Namen von Paul Celan gehört. Als junges Mädchen war ich von der Geschichte und den paar Gedichten, die wir damals gelesen haben, sehr beeindruckt. Ich war begeistert, dass meine Liste mit weiblichen Dichternamen sich verlängert hatte – mit dieser bis dato unbekannten Poetessa (wie wir bei uns sagen). Zu Hause lassen wir viele Gedichte. Natürlich bulgarische – Gegenwartslyrik und Klassik; russisch-, französisch-, englisch-, italienischsprachige Dichterinnen und Dichter, einige von den anderen slawischen Sprachen, aber selten deutschsprachige; manchmal Rilke, Brecht.

Eines Abends kam mein Vater nach Hause und erzählte aufgeregt über einen Kollegen von ihm, der aus Wien zurückgekommen war (im sozialistischen Bulgarien war das an sich spannend genug – jemand war im Westen und kam wieder nach Hause). Aber das Wichtigste war eigentlich, dass er von den beiden Lyrikern erzählt und einige ihrer bekanntesten Gedichte vorgelesen hatte, die er selbst ins Bulgarische übersetzt hatte. Vater hat lose A4-Blätter mitgenommen. So versuchten wir in unserer Küche Bilder und Sprache zu enträtseln, und staunten. Ab und zu unterbrach Vater sein Vorlesen und erzählte, was er noch erfahren hatte: über das Schicksal dieser kraftvollen Poetin, über den Poeten, der sich in Seine warf; über ihre Beziehung und die Gruppe 47, die uns kein Begriff war … So ist der Name von Ingeborg Bachmann für mich mit etwas fast Mystischem umhüllt. Später dann habe ich Lyrik und Prosa von ihr in meiner Muttersprache gelesen und hatte noch keine Ahnung, dass ich eines Tages sie im Original lesen würde.

Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?

Für mich – die Intensität ihrer Texte, die Dichte und Klugheit. Ich bin mir sicher, wir alle, die beim Interview mitmachen, werden uns oft wiederholen mit  Bezeichnungen wie Herzblut, Wortwucht, Zeitlosigkeit, Originalität.

Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben?

Gedichte, viele Gedichte und Zeilen, die in verschiedenen Momenten meines Lebens aufs Neue in mir hallen, und weiterhin bewegen. Aus dem „Die gestundete Zeit“; aus dem „Anrufung des großen Bären“ und einige der späteren; Alle Tage, Fall ab, Herz; Holz und Späne, Dunkles zu sagen; an die Sonne; Die große Fracht; wie Orpheus spiel ich; Im Zwielicht; Erklär mir, Liebe; Wahrlich; Keine Delikatessen  …

Wie siehst Du Ingeborg Bachmanns Gesellschaftskritik der zerstörenden und zerstörerischen patriarchalen Welt heute?

Ich werde nicht behaupten: Nichts hat sich geändert/verbessert, dennoch bleibt die Kritik definitiv aktuell. Noch mehr sogar, bevor die Gesellschaft etwas Stabiles erreichen konnte, kommen Tendenzen, die mir Sorgen machen. Wiedereinmal wollen dunkle Kräfte das Rad zurückdrehen. Es gibt auch Stimmen, die erwidern: „ohne sorge sei ohne sorge“  (wie aus dem Gedicht „Reklame“) und das macht es unheimlicher.

Die Liebe in allen Facetten von Glück und Verhängnis ist ein wesentliches Thema in Gedichten wie Prosa Ingeborg Bachmanns_ „die Männer sind unheilbar krank…“ (Interview, 1971) _ wie lieben wir nach/mit Bachmann?

Spannende Frage, die nicht einfach zu beantworten ist, wie viele anderen wichtigen Fragen. Wir alle suchen nach Liebe; wir alle sind ab und zu ihre Opfer. Angeblich persönliche Sache, und doch auch immer politisch. Die Liebe hat ihre Phasen und Farben: rosarot oder dunkel, sanft, stürmisch oder aber besitzergreifend, verletzlich, verletzend usw. „Unheilbar krank“ klingt hoffnungslos, und in letzter Zeit häufen sich wieder mal so viele Beweise dafür; und manchmal sind nicht nur die Männer krank … Aber wer möchte die Hoffnung verlieren?

„Es ist eine seltsame, absonderliche Art zu existieren, asozial, einsam, verdammt, es ist etwas verdammt daran“, so charakterisierte Ingeborg Bachmann in ihrer Rede zur Verleihung des Anton Wildgans Preises (1971) Schreiben und Existenz. Ist das Schreiben, die Kunst immer (auch) eine Form des persönlichen „Martyriums“?

Jede(r empfindet es auf eigene Weise. Für Ingeborg Bachmann war es offenbar so. Sie schreibt radikal, geht über Grenzen. Das hat ihr viel abverlangt.

Welche Aspekte in Bachmanns Schreiben möchtest Du neben den existenz- wie gesellschaftskritischen Grundpositionen noch hervorheben?

Beim Lesen von Poesie fühle ich mich wie bei einer Wanderschaft. Manchmal sind die  Wortlandschaften steil oder leicht, hell, dunkel, eher bekannt oder ganz neu, einfach schön oder dramatisch … Alles kann ich sehen, mache mir Gedanken, Kopf und Herz zugleich, oder es überwiegt das eine. Ab und an reißt mich eine Windböe in der Höhe mit, wirbelt mich und ich schwebe. Dieses Gefühl kommt immer wieder, ich vermute, bei anderen ist es ähnlich. Es ist pure Begeisterung und Freude, als ob ich im Lotto gewonnen hätte. Bei manchen Zeilen stehe ich wie vom Abgrund; und bei anderen trete ich auf Worte, die mir fast den Knöchel brechen. Es blitzt durchs Mark und Bein. So was habe ich bei Versen von Ingeborg Bachmann erlebt. Und seltener, aber auch bei ihr ist es passiert – saugte mich ein Strudel so tief nach unten auf, wo ich mich wie in einem Traum befunden habe. Das sind dann „meine“ Gedichte. Es sind Verse, die etwas in meinem Unbewussten bewegen; nicht persönlich verbunden, eher als Mensch, als ein Teil von was Größerem. Nicht leicht zu erklären, dennoch ist es zutiefst berührend.

Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?

Hmm, keine Ahnung. Ich vermute, hätte ich eine unerwartete Begegnung mit ihr, wäre ich wahrscheinlich verstummt. Mir fällt selten das Richtige oder was Kluges schnell ein. Muss ich gerade lachen, denn ich stelle es mir vor … Bis ich die Worte gefunden habe, wäre sie schon sicher weg. Aber „wem es ein Wort nie verschlagen hat“? … Dann ist es auch gut, nichts zu sagen, statt Belangloses.

Was sind Deine aktuellen Projektpläne?

Ich möchte Gedichte für einen neuen Lyrikband sammeln/verfeinern:). 2016 wurde mein erstes deutsches Buch im Salon LiterturVerlag veröffentlicht – Gedichte und eigene Bilder. Es wäre prima, wenn wir es nach 10 Jahren wiederholen!

Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?

Oft wenn ich wieder mal bei etwas scheitere, sage ich mir: Wer fällt, hat Flügel … und ich erinnere mich nicht mehr, woher die Zeile stammt. Muss ich bald nachsehen:). Ein kurzes Gedicht werde ich doch hinzufügen, aber zuerst möchte ich mich herzlich bei Dir bedanken, lieber Walter, für Deine wichtige Arbeit und bemerkenswerte Geduld!

Enigma

            Für Hans Werner Henze aus der Zeit der Ariosi

Nichts mehr wird kommen.

Frühling wird nicht mehr werden.

Tausendjährige Kalender sagen es jedem voraus.

Aber auch Sommer und weiterhin, was so gute Namen

wie „sommerlich“ hat –

es wird nichts mehr kommen.

Du sollst ja nicht weinen,

sagt eine Musik.

sonst

sagt

niemand

etwas.

Herzlichen Dank für das Interview!

Tania Rupel _ Tera _ Schriftstellerin

Foto: Ingeborg Bachmann: Heinz Bachmann

Foto: Tania Rupel _ Tera _ _ privat.

Walter Pobaschnig, 24.2.26

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Zwei Leichen zum Prosecco. Eva Reichl. Oberösterreich-Krimi. Gmeiner Verlag.

„Martin betrügt mich“, stieß sie aus, nahm das Glas wieder in die Hand und leerte es in einem Zug.“

Jetzt braucht es Trost. Prosecco. Und Freundinnen.

„Ihr könnt ihn für mich umbringen“ Elke lachte. Zeitgleich füllten sich ihre Augen mit Tränen.

Der Nachmittag im Restaurant „Stadtliebe“ in Linz endet – „bedrücktes Schweigen lastete auf den vier Freundinnen…“

Chefinspektorin Lotta Meinich besucht ihren Vater. Sein Beruf, sein Spürsinn, seine Leidenschaft hatte sie denselben Weg gehen lassen. Dem Tod, dem Verbrechen hinterher, immer weiter, bis zum Ziel…auch wenn sie gerade eine Auszeit hat. Da tut ein Spaziergang mit Vater und Hund gut.

Und dann – unter den Blättern im Wald eine Leiche. Martin Froschberger. Juwelier. Ja, jener Martin…Lotta Meinich ist plötzlich wieder mittendrin. In Grund und Abgrund.

Die Reise beginnt, Station um Station, Spur um Spur, Rätsel um Rätsel, dem Tod, dem Mord hinterher…

Eva Reichl, Krimi-Bestsellerautorin, legt einen neuen Lotta Meinich Fall vor und begeistert dabei einmal mehr mit mitreißender Spannung, sprachlicher Raffinesse auf Wegen zwischen Land und Menschen in allen abgründigen Jahreszeiten des Lebens.

Eva Reichl verbindet einmalig Lebenswelt in allen menschlichen, allzumenschlichen allgemeinen wie regionalen Besonderheiten mit Krimispannung, ein Ereignis!“

Zwei Leichen zum Prosecco. Eva Reichl. Oberösterreich-Krimi. Gmeiner Verlag.

320 Seiten, 12,5 x 20,5 cm, Paperback

Print 15,50 € / E-Book 11,99 €

ISBN 978-3-8392-8059-1

Walter Pobaschnig 3/26

https://literaturoutdoors.com

„Mein Allein“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Jovana Nastasijevic/Julia Gradl _ Novi Sad/Wien 23.3.2026

Julia Gradl, Sängerin, Musikerin, Model  _ Wien _
Thematisch-szenisches Fotoshooting am Originalschauplatz _ Wien _
„Malina“ , Roman, Ingeborg Bachmann (1971) _
Walter Pobaschnig 3/23, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz

MALINA _ Akrostichon

Text _ Jovana Nastasijević, Schriftstellerin

Performance _  Julia Gradl, Sängerin, Musikerin, Model

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig


Julia Gradl, Sängerin, Musikerin, Model  _ Wien _
Thematisch-szenisches Fotoshooting am Originalschauplatz _ Wien _
„Malina“ , Roman, Ingeborg Bachmann (1971) _
Walter Pobaschnig 3/23, folgende

MALINA


Mein

Allein

Lechzt

Inbrünstig

Nach deinem

Allein

Jovana Nastasijević, 15.2.2026

Julia Gradl, Sängerin, Musikerin, Model  _ Wien _
Thematisch-szenisches Fotoshooting am Originalschauplatz _ Wien _
„Malina“ , Roman, Ingeborg Bachmann (1971) _
Walter Pobaschnig 3/23, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz

MALINA _ Akrostichon

Text _ Jovana Nastasijević, Schriftstellerin

Performance _  Julia Gradl, Sängerin, Musikerin, Model

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971.

Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.

Jovana Nastasijević, Schriftstellerin
Julia Gradl, Sängerin, Musikerin, Model  

Foto: Ingeborg Bachmann: Heinz Bachmann

Foto: Jovana Nastasijevic _ privat

Fotos: Julia Gradl, Sängerin, Musikerin, Model  _ Wien _
Thematisch-szenisches Fotoshooting am Originalschauplatz _ Wien _
„Malina“ , Roman, Ingeborg Bachmann (1971) _
Walter Pobaschnig 3/23.

Walter Pobaschnig, 15.2.2026

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„Liebe zum Leben in einer Welt, die das Leben verachtet“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Jovana Nastasijevic, Schriftstellerin _ Novi Sad 23.3.2026

Jovana Nastasijević _ Ingeborg Bachmann

2026 _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann auf ihrer Terrasse in Rom,
Bocca de Leone, Rom um 1970

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Im Interview _ Jovana Nastasijević, Schriftstellerin

Liebe Jovana, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns? 

Es gibt mehrere Wege, die mich zu Ingeborg Bachmann geführt haben. Vor allem, mein Germanistikstudium und der Wunsch, das Werk der Frauen durch die Literaturgeschichte besser zu erforschen. Dann, auch mein eigenes Schreiben – das ist ein Handwerk, das am besten durch das Lesen erlernt wird.

Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?

Die Wucht ihrer Sprache und die Unverblümtheit der Bilder. Der „endlose“ Satz. Das Urweibliche durchschimmert jede Kulisse, unabhängig davon, ob ihre lyrische bzw. epische Heldin die Position einer Indifferenten, Leidenden oder Liebenden einnimmt. Das ist jene lebensspendende Kraft, die so zuversichtlich ist, dass das Leben weitergehen wird – auch wenn sie sich dabei selbst zugrunde richtet. Es ist Liebe zum Leben in einer Welt, die das Leben verachtet und die Liebe verschmäht.  

„Ein Tag wird kommen, an dem die Frauen rotgoldene Augen haben, rotgoldenes Haar, und die Poesie ihres Geschlechts wird wiedererschaffen werden…“ („Malina“)

Bachmanns Heldin ist zerrissen zwischen ihren eigenen Sehnsüchten – die sie kaum je vollständig äußert und die in die Bereiche psychischer Instabilität abgeschoben werden – und dem, was die Gesellschaft von ihr erwartet.

„Ich bin in ein kleines Grab gefallen.“

Für mich ist dieses Bild („Malina”) vielleicht das stärkste Motiv überhaupt. Wie böse kann ein Mensch zu einem anderen sein? Der Krieg – das Männergebrüll ohne Inhalt, dem wir auch heute Zeugen sind – endet nie, weil er in der menschlichen Seele weitergedeiht. Besitzen, kontrollieren, erobern. Sich rächen, abstumpfen. In diesem Inferno der Selbstleugnung, im Gefüge aus Macht und Gewalt, ist das Frauenwesen der Vernichtung geweiht. Doch sie macht immer weiter – und genau das macht Bachmanns Werk so besonders.

Viele Figuren in ihren Werken resignieren – aber sie tun es so wundervoll. Am Ende ist es immer die Welt im Ich, mitsamt ihren Schwächen und scharfen Kanten, die uns zu Menschen macht – nicht das Ich in der Welt.

Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben?

„Simultan“, weil es das erste Werk von Ingeborg Bachmann war, das ich gelesen habe. Meine bachmannsche Feuertaufe.

„die Männer sind unheilbar krank…sie sind es, wussten sie das nicht? Alle…“ Ingeborg Bachmann in einem Interview, 1971 _ wie siehst Du Ingeborg Bachmanns Gesellschaftskritik der zerstörerischen wie selbst zerstörerischen patriarchalen Welt heute?

Wenn sich die patriarchale Welt von heute selbst zerstören würde, wäre das für mich ok. 😊 Und es läuft offensichtlich darauf hinaus, so wie die Dinge heute aussehen; die Frage ist nur, wie lange es dauern wird. Patriarchat, Kapitalismus und Faschismus gingen immer schon Hand in Hand. Dieses Besitz- und Eroberungsdenken ist die Ursache allen Übels. Aus ihm resultierten sämtliche Imperial- und Kolonialpolitiken, Unterdrückungsstrategien, die normalisiert wurden, sowie die Überzeugung, dass das Leben eines Menschen mehr wert ist als das eines anderen. Seit dem Neolithikum, als der Mensch sesshaft wurde und den Begriff „Besitz“ für sich instrumentalisierte (laut Fromm war es der Mann), um andere Wesen zu unterwerfen, gibt es dieses Konzept. Davor waren Menschen nomadisch und Frauen hatten die Dominanz: Sie sorgten für eine gleichmäßige Verteilung der Güter.

Dieses System zermürbt Frauen, indem es all ihre distinktiven Eigenschaften pathologisiert. Oft sind es jedoch – auch bei Bachmann – die männlichen Figuren, die wirklich „erkrankt“ sind: an den Eigenschaften, die die Gesellschaft wiederum ihnen zuschreibt und denen sie nicht gerecht werden können, sowie an ihren eigenen Emotionen, die sie leugnen müssen.

Seit Bachmanns Lebens- und Schaffenszeit hat sich bis heute wenig verändert. Die gleichen Anomalien nehmen nur andere, monströsere Formen an.

Wir schauen im Live-Modus zu, wie Lebensverachtung funktioniert. Am schlimmsten ist die unermessliche Gleichgültigkeit gegenüber dem menschlichen Leben, sogar dem von Kindern. Regierungen reagieren lasch auf einen nachgewiesenen Völkermord. Staatsoberhäupter spielen Kindermissbrauch herunter. Es herrscht ein „kill-the-messenger“-Modus, in dem es lebensgefährlich geworden ist, die Wahrheit zu sagen. Viele lenken sich lieber ab, als hinzuschauen und Empathie zu zeigen. Was ist mit unseren Werten passiert? Gab es sie überhaupt, oder dienten sie von Anfang an nur als Tarnung für die Gräueltaten, die nie aufgehört haben? Anders als im Zweiten Weltkrieg, kann heute niemand sagen: „Ich habe es nicht gewusst.”

Bachmann wurde auch teilweise scharf kritisiert und ihre Werke abgewertet, vor allem durch die konservativen Vertreter der damaligen Literaturwelt. Ihre eigene Kraft und die Fähigkeit, Dinge zu sehen und zu verstehen, die Wahrheit beim Namen zu benennen, wurden abgelehnt.

In ihrem Werk wird deutlich, wie sehr sie weiß, dass das Gute im Menschen, nicht zuletzt auch das Urweibliche, in Ketten gelegt wurden. Mir fällt Miranda aus der Erzählung „Ihr glücklichen Augen“ ein. Trotz ihrer Kurzsichtigkeit und ihres scheinbaren Verlorenseins in der Außenwelt weiß sie ganz genau, warum sie ihre Brille ständig liegen lässt und Laternenmasten statt Menschen grüßt. Ihre innere Welt ist in Ordnung. Vielleicht ist es auch Eskapismus. Ich glaube aber lieber daran, dass sie die Dinge kristallklar sieht, mit ihrem geistigen Auge.

„Es ist eine seltsame, absonderliche Art zu existieren, asozial, einsam, verdammt, es ist etwas verdammt daran“, so charakterisierte Ingeborg Bachmann Schreiben und Existenz in ihrer Rede zur Verleihung des Anton Wildgans Preises 1971. Ist das Schreiben, die Kunst immer (auch) eine Form des persönlichen „Martyriums“?

Hätte es keine „Verdammung“ gegeben, hätten wir wahrscheinlich nichts geschrieben. Kunst entsteht nicht, weil man „zu viel“ davon hat, sondern aus der Unzulänglichkeit heraus.

Einerseits sind persönliche Martyrien Symptome der Gesellschaftskrankheiten – Ausgrenzung, Diskriminierung, Manipulation, Machtspiele, Unterdrückung; Eigenschaften wie Egoismus, Arroganz, Empathielosigkeit – bestimmen die menschliche Existenz. Hier und da gab es in der Geschichte eine Revolution, die die Dinge wieder einigermaßen in Ordnung brachte; danach fing alles wieder von vorne an. Das bekommt jede denkende, fühlende Person mit – und das nicht ohne Spuren. Künslter:innen sind jedoch dafür „gebaut“, das Ungestüm der Zeit wie eine Art Stromleiter zu absorbieren und weiterzuleiten. „Viver ardendo e non sentire il male“, schrieb Gaspara Stampa. Das ist wiederum – die Liebe für das Leben.

Andererseits: Künstler:innen sind dafür da, um als unangenehmes Korrektiv in der Gesellschaft zu wirken. Kunst muss unbequem sein, ansonsten ist es nur Entertainment (und lenkt vom eigentlichen Problem ab). Die Wahrheit ist immer unangenehm. Die Kunst ist da, um wachzurütteln, zum Denken und Fühlen zu bewegen.

Literatur ermöglicht es uns, in andere Welten einzutauchen, um unsere eigene besser zu verstehen. Bachmanns Werk ist in diesem Sinne von unschätzbarem Wert, gerade weil es sämtliche Syndrome einer unheilbar kranken Gesellschaft durch die Perspektive des Individuums dekonstruiert. Das Persönlichste ist das Universellste.

Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?

Wie geht es dir?

Was sind Deine aktuellen Projektpläne?

Eine Gedichtsammlung zum Thema verlorene Kinder. Kriegskinder, tote und verschwundene Kinder. Mit diesem Thema befasse ich mich schon seit vielen Jahren. Unter all den Opfern – ob in Kriegen oder außerhalb – sind Kinder die Unschuldigsten. Vielleicht ist diese Sammlung nur ein Teil eines größeren Ganzen, denn ich glaube nicht, dass ich mit nur einer Veröffentlichung mit diesem Thema fertig sein werde. Mit toten Kindern wird man nicht fertig.

Zudem möchte ich einige meiner Gedichte in Fremdsprachen übersetzen und meinen ersten deutschsprachigen Gedichtband fertigstellen.

Herzlichen Dank für das Interview!

Ich habe zu danken.

Jovana Nastasijević, Schriftstellerin

Foto: Ingeborg Bachmann: Garibaldi Schwarze.

Foto: Jovana Nastasijevic _ privat

Walter Pobaschnig, 15.2.2026

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Station bei Falco _ „provokant und direkt, mit einer Portion Zynismus“ Christina Cervenka, Schauspielerin _ Wien 22.3.2026

Station bei Falco _

Falco, Sänger, Musiker *19.2.1957 Wien 6.2.1998 Dominikanische Republik.

Christina Cervenka _ Falco

Im Interview _

Christina Cervenka, Schauspielerin _ Wien

Christina Cervenka, Schauspielerin _ Wien _
performing Falco/80thies _
Walter Pobaschnig 3/26, folgende

Liebe Christina, was ist Dein Falco Lieblingssong?

Einer der Songs, der mir sofort zu Falco einfällt, ist „Egoist“. Heute empfinde ich ihn als besonders aktuell, da wir uns immer mehr voneinander entfremden. Vor allem natürlich in Großstädten, wo wir uns sehr anonym fühlen.

Singst Du auch? 

Manchmal beim Snowboard fahren! Ich kann gar nicht begründen warum, aber da fühle ich mich vielleicht unbeobachtet… 

Während meines Studiums an der Kunstuni in Graz hatte ich auch Gesangsunterricht und habe im Musical „Cabaret“ am Schauspielhaus Graz „Kit Kat Girl Helga“ gespielt. Sehr viel zu tanzen und zu singen hat mir großen Spaß gemacht!

Ich würde mich schon als musikalisch bezeichnen – ich singe, soweit es als Schauspielerin gebraucht wird, spiele Instrumente und kann Notenlesen. Aber ich bin keine professionelle Sängerin. Also Solo-Auftritte wird es vorerst keine geben. 

Welche Zugänge gibt es von Dir zu Falco? 

Seine Musik hat mich immer schon fasziniert! Auch die „Figur Falco“ als Künstler – er spielt in seinen Songs immer wieder andere Rollen. Als Schauspielerin finde ich das natürlich besonders interessant! Er ist für mich ein ganz spezieller Musiker, seinen Sound und seine Stimme erkennt man sofort. In meinen Augen hat er auch etwas von einer tragischen Figur.

Was macht für Dich das Besondere seiner Musik aus? 

Seine Texte sind extrem dicht, darin kann man meist mehr entdecken, als man im ersten Moment meint. Er ist provokant und direkt, aber immer mit einer Portion Zynismus – gleichzeitig spüre ich diese Tragik dahinter durch. Das macht ihn für mich einzigartig als Künstler und Musiker! Er konnte viele begeistern, ohne dabei aber an Qualität einzubüßen und sich einfach nur dem „Mainstream“ hinzugeben.

Das ist zumindest mein Eindruck von ihm, ich habe ihn ja leider nicht mehr live erleben dürfen.

Gab es bisher Berührungspunkte zu Falco in Deinen Film/Theaterprojekten? 

Bis jetzt noch nicht, aber das wäre ein großer Wunsch! Sehr spannend fand ich den Film „Falco – Verdammt, wir leben noch“ mit Manuel Rubey. Zum ersten Mal bekam ich dabei einen Einblick in den Mensch Falco, nicht nur in seine Musik. Da hätte ich natürlich sehr gerne mitgespielt – aber 2008 habe ich noch die Schulbank gedrückt… 

In Falco steckt Wien in ganz unterschiedlichen Facetten, wie siehst Du da seine Zugänge?

Für mich präsentiert er Wien als Ort der Gegensätze: einerseits die Klassik, Hochkultur und Tradition, andererseits Drogen, Nachtleben und auch den Hang zur Melancholie. Man spürt in Wien einen gewissen Weltschmerz – das empfinde ich als „Nicht-gebürtige-Wienerin“ sehr stark, wenn ich hier bin.

Die 80thies sind heute wieder sehr präsent, wie siehst Du diese Epoche und ihr Revival? 

Wenn man die Bereiche Kunst, Musik und Mode betrachtet, waren die 80s schon eine spannende Zeit! Mein Eindruck ist, dass sie wild, bunt und ausgelassen waren. Aber da ich sie selbst ja nicht erlebt habe, ist das natürlich sehr oberflächlich beschrieben. Sicherlich gab es große Unsicherheiten und Spannungen, die unter dem Glanz lagen. Falco bringt das in seiner Musik ja sehr gut zum Ausdruck!

Dennoch finde ich es toll, sich „die Perlen“ aus allen Epochen herauszupicken und sie mit der Gegenwart zu verbinden. Viele Trends kommen ja in anderer Form immer wieder zurück.

Was hättest Du Falco gerne gefragt und gesagt? 

Wie hast du diese extremen Höhen und Tiefen und den Druck des Star-Seins über so lange Zeit ausgehalten? Was hat dir Kraft gegeben, weiterzumachen – und was hat dich gleichzeitig so verzweifeln lassen? Und hast du im Innersten immer an dich selbst geglaubt?

Was sind Deine aktuellen Projektpläne?

Letzten Sommer haben wir das Projekt „Herzklang – Zurück zu mir“ mit Melissa Naschenweng in der Hauptrolle in Kärnten gedreht (Koproduktion JewelLabs Pictures & Graf Filmproduktion, ORF). Der Film wird voraussichtlich auch noch dieses Jahr im ORF ausgestrahlt. Sonst kommen 2026 auch neue Filmprojekte auf mich zu – da ist aber leider noch nichts, was ich verraten darf. J Wird aber sicher spannend!

Zusätzlich möchte ich probieren, beruflich etwas über den Tellerrand von Österreich hinauszublicken: Deutschland, Europa, … – die Welt ist kleiner als man denkt und wächst auch in der Branche immer mehr zusammen. Mich würde es sehr interessieren, mehr in historischen Filmen und Serien zu spielen – dann könnte ich vielleicht endlich mal meine Leidenschaft für das Bogenschießen, Reiten und Fechten vor der Kamera einbringen! Ob sich meine kürzlich erworbenen Schmiedekünste auch beruflich einsetzen lassen, wird sich zeigen… 

Christina Cervenka, Schauspielerin _ Wien _
performing Falco/80thies _
Walter Pobaschnig 3/26, folgende

Herzlichen Dank für das Interview!

Station bei Falco _

Falco, Sänger, Musiker *19.2.1957 Wien 6.2.1998 Dominikanische Republik.

Christina Cervenka, Schauspielerin _ Wien

Foto _ Falco: privat.

Fotos_ Christina Cervenka, Schauspielerin _ Wien _
performing Falco/80thies _
Walter Pobaschnig 3/26.

Walter Pobaschnig 3/26

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„Faszination Abgrund“ Station bei Falco _ Text&Performance _ Christina Cervenka, Schauspielerin _ Wien 22.3.2026

Christina Cervenka, Schauspielerin _ Wien

Station bei Falco _

Falco, Sänger, Musiker *19.2.1957 Wien 6.2.1998 Dominikanische Republik.

Christina Cervenka _ Falco

Christina Cervenka, Schauspielerin _ Wien _
performing Falco/80thies _
Walter Pobaschnig 3/26, folgende

FALCO

Faszination

Abgrund.

Liebe

Chaotische

Ohnmacht.

Christina Cervenka, 19.2.26

Christina Cervenka, Schauspielerin _ Wien _
performing Falco/80thies _
Walter Pobaschnig 3/26, folgende
Christina Cervenka, Schauspielerin _ Wien _
performing Falco/80thies _
Walter Pobaschnig 3/26, folgende

Station bei Falco _

Falco, Sänger, Musiker *19.2.1957 Wien 6.2.1998 Dominikanische Republik.

Christina Cervenka, Schauspielerin _ Wien 

Foto _ Falco: privat.

Fotos_ Christina Cervenka, Schauspielerin _ Wien _
performing Falco/80thies _
Walter Pobaschnig 3/26.

Walter Pobaschnig 3/26

https://literaturoutdoors.com

„Glaube an die Zukunft, tu das“ Günther Pfeifer, Schriftsteller _ Give Peace A Chance _ Weinviertel/Nö 21.3.2026

GIVE PEACE A CHANCE


Glaube an die Zukunft, tu das

Immer wieder

Versuch` zu fliegen, und wenn’s schiefgeht

Einmal klappt es wieder


Pflege Freundschaft und Beziehung – denn

Einem zarten Pflänzchen gleich

Ausgerissen sind sie schnell, blüh’n dann nie wie früh’r so reich 

Chorgesang verbindet mehr als Solos – und man lerntgeschwind

Es sind nicht immer die Lauten stark, auch wenn sie lautstark sind


Alle Menschen brauchen Liebe, alter Spruch und dennoch wahr


Charakterstärke zahlt sich aus – ach wenn’s dauert etlich‘ Jahr

Hör allen zu, es könnte sein, dass eine

Andre Meinung als die deine

Noch niemals in den Sinn dir kam – und trotzdem mehr Sinn macht als deine

Chancen gibt es jederzeit, drum lerne sie zu lieben

Ergänze diese schöne Reihe doch bitte nach Belieben…

[„Es sind nicht immer die Lauten stark, auch wenn sie lautstark sind“ ist eine Textzeile von Konstantin Wecker]

Günther Pfeifer, 19.3.26

Günther Pfeifer, Schriftsteller

GIVE PEACE A CHANCE

Günther Pfeifer, Schriftsteller

Zur Person/über mich: Günther Pfeifer, geboren 1967 in Hollabrunn, einer niederösterreichischen Kleinstadt, erlernte ein Handwerk und war jahrelang Berufssoldat. Später in der Privatwirtschaft im Ein- und Verkauf tätig, entdeckte er seine Liebe zum Theater. Er veröffentlichte Beiträge in Programmzeitungen und Magazinen, schrieb Theaterstücke, Kindermusicals, Reiseführer und Kriminalromane. Günther Pfeifer lebt in einem kleinen Dorf im Weinviertel.

Aktuelles Buch von Günther Pfeifer:

„Für einen aufgeweckten Fünfjährigen und seinen Fantasiefreund kann sogar eine österreichische Kleinstadt in den Siebzigerjahren spannend sein. Noch spannender jedoch ist Italien, ein Land, in dem alle Menschen singen, Eis verkaufen und in Gondeln fahren. Ein tolles Land, da muss er hin! Äußert man als Fünfjähriger jedoch Reisewünsche, stößt man leicht auf taube Ohren. Die Großmutter, allmächtige Matriarchin, verweigert schlicht den Ausreiseantrag. Und dann sind da noch ganz andere Hindernisse, wie die Angst vorm Rawuzer, die nervenkrankte Mutter und eine Abneigung gegen Wasser, was das Schwimmenlernen nicht unbedingt vereinfacht. Schwimmen allerdings ist Pflicht in einem Land am Meer und einer Stadt, in der alle Straßen unter Wasser sind. Der kleine Rabauke fühlt sich hilflos, sein Fantasiefreund ist ratlos und die Lage aussichtslos. Als letzter Ausweg bleibt eigentlich nur noch ein Brief an Don Renzo, der im gelobten Land residiert und schon einmal ein kleines Familienwunder zuwege gebracht hat.“ Pressetext Verlag

Günther Pfeifer. Als ich an Don Renzo schrieb. Roman. Kremayr&Scheriau Verlag.

Hardcover mit Lesebändchen

gebunden

192 Seiten, Format 12,0 x 20,0

1 Auflage, Kremayr & Scheriau 2026

25,00 € inkl. MwSt.

ISBN: 978-3-218-01501-1

Kommende Lesungstermine: 16.04.2026 , Wien _ 18:30 in der Buchhandlung Leporello 

und am 

25.04.2026 19:30im Theater Westliches Weinviertel

Fotos: Portrait _ privat; Cover _ Verlag.

Walter Pobaschnig 19.3.2026

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„nicht anstecken lassen – wer der lauteste Rüpel ist“ Günther Pfeifer, Schriftsteller _ Weinviertel/NÖ 21.3.2026

Lieber Günther, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich habe einen erfüllenden Full-Time Job als Einkäufer in einer IT-Firma. Also stehe ich um 6 Uhr auf, steige um 7 in einen Pendlerzug und schreibe dann am jeweils aktuellen Buch. Anderthalb Stunden später bin ich in der Firma, arbeite bis nach 5, steige um 6 in den Pendlerzug, schreibe am aktuellen Buch weiter und komme kurz nach 7 heim. Dann verbringe ich Zeit mit meiner Frau, erledige diverse Kleinigkeiten und lese bis zum Einschlafen. An den Wochenenden bin ich im Theater Westliches Weinviertel (www.tww.at) aktiv, treffe Freunde und gehe Laufen.  Und natürlich wieder lesen, lesen…

Günther Pfeifer, Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Uns nicht von dem Gedanken anstecken lassen, dass es am weitesten bringt, wer der lauteste Rüpel ist. Außerdem nicht in die bequeme Einstellung zu verfallen, dass wir ohnehin nichts tun können. Schon allein durch unser Konsumverhalten können wir etwas bewegen. Wir müssen nur konsequent sein, darüber reden, diskutieren, ohne uns einer Gegenmeinung von vornherein zu verschließen, wählen gehen und vor allem: Uns selbst an der Nase nehmen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Wissenschaft, der Kunst an sich zu?

Was auch immer auf uns zukommt, wesentlich werden die Sachen sein, die uns schon immer gegen Widrigkeiten geholfen haben: Liebe, Zusammenhalt, Anständigkeit. Um uns als (lebenswerte) Gesellschaft zu behaupten, ist die Wissenschaft Pflicht und die Kunst ist Kür. Wir brauchen beides, um uns gemeinsam weiterzuentwickeln. Für den Einzelnen ist die Kunst Seelennahrung und zur persönlichen Entfaltung unabdingbar.

Was liest Du derzeit?

Vea Kaiser: Fabula Rasa und Richard Russo: Mohawk.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Waunnsd wüsst dass si wos ändert
faung amoi bei dir aun
bessa di, daunn bessat si di Wöd

Georg Danzer „Loch amoi“

Vielen Dank für das Interview, lieber Günther, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Buchprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler*innen: Günther Pfeifer, Schriftsteller

Zur Person/über mich: Günther Pfeifer, geboren 1967 in Hollabrunn, einer niederösterreichischen Kleinstadt, erlernte ein Handwerk und war jahrelang Berufssoldat. Später in der Privatwirtschaft im Ein- und Verkauf tätig, entdeckte er seine Liebe zum Theater. Er veröffentlichte Beiträge in Programmzeitungen und Magazinen, schrieb Theaterstücke, Kindermusicals, Reiseführer und Kriminalromane. Günther Pfeifer lebt in einem kleinen Dorf im Weinviertel.

Aktuelles Buch von Günther Pfeifer:

„Für einen aufgeweckten Fünfjährigen und seinen Fantasiefreund kann sogar eine österreichische Kleinstadt in den Siebzigerjahren spannend sein. Noch spannender jedoch ist Italien, ein Land, in dem alle Menschen singen, Eis verkaufen und in Gondeln fahren. Ein tolles Land, da muss er hin! Äußert man als Fünfjähriger jedoch Reisewünsche, stößt man leicht auf taube Ohren. Die Großmutter, allmächtige Matriarchin, verweigert schlicht den Ausreiseantrag. Und dann sind da noch ganz andere Hindernisse, wie die Angst vorm Rawuzer, die nervenkrankte Mutter und eine Abneigung gegen Wasser, was das Schwimmenlernen nicht unbedingt vereinfacht. Schwimmen allerdings ist Pflicht in einem Land am Meer und einer Stadt, in der alle Straßen unter Wasser sind. Der kleine Rabauke fühlt sich hilflos, sein Fantasiefreund ist ratlos und die Lage aussichtslos. Als letzter Ausweg bleibt eigentlich nur noch ein Brief an Don Renzo, der im gelobten Land residiert und schon einmal ein kleines Familienwunder zuwege gebracht hat.“ Pressetext Verlag

Günther Pfeifer. Als ich an Don Renzo schrieb. Roman. Kremayr&Scheriau Verlag.

Hardcover mit Lesebändchen

gebunden

192 Seiten, Format 12,0 x 20,0

1 Auflage, Kremayr & Scheriau 2026

25,00 € inkl. MwSt.

ISBN: 978-3-218-01501-1

Kommende Lesungstermine: 16.04.2026 , Wien _ 18:30 in der Buchhandlung Leporello 

und am 

25.04.2026 19:30im Theater Westliches Weinviertel

Fotos: Portrait _ privat; Cover _ Verlag.

Walter Pobaschnig 19.3.2026

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