„Kunst kann helfen einen zweiten Blick auf unser Sein und unsere gesellschaftliche Realität zu werfen“ Ed.Hauswirth, Regisseur_ Graz 3.3.2021

Lieber Ed., wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Jetzt probe ich ganz normal und intensiv, allerdings mit Maske, es schieben sich Dinge ineinander, weil es einen Arbeitsrückstau gab. Im Moment produzieren wir für s Netz und für die Lagerung. Wir werden sehen, was wird.

Ed.Hauswirth_Regisseur

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Solidarität. Kann nicht mehr dazu sagen. Wenn der Mensch kooperiert, funktioniert alles besser.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater, der Kunst an sich zu?

Die Kunst kann das Unbedachte, das Utopische, das an den Rändern, das Unscheinbare, scheinbar Unwichtige ins Zentrum rücken. Sie kann helfen einen zweiten Blick auf unser Sein und unsere gesellschaftliche Realität zu werfen. Und sie kann den Optimismus schüren, dass nicht alles so sein muss, wie es ist.

Was liest Du derzeit?

GRM Sibylle Berg.

Fachliteratur.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Vielen Dank für das Interview lieber Ed, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Schauspielprojekte wie persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Ed.Hauswirth, Regisseur, künstlerischer Leiter Theater im Bahnhof_Graz

Team – Theater im Bahnhof (theater-im-bahnhof.com)

Foto:privat.

26.2.2021_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Literatur und Kunst halten unsere Sinne offen“ Harald Kappel, Schriftsteller_ Aachen 3.3.2021

Lieber Harald, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Der Tag wird zu einem ruhigen Fluss, der unter dem Wasser etwas Beunruhigendes verbirgt…

Ich frühstücke lange und zuviel, hoffe auf Inspiration, die auch lange schläft, schreibe ein bisschen, jogge im Schnee, koche mit Wein,hoffe auf Begegnungen (bald?), höre mehr Musik, und schaue abends Serien, die mich nicht weiterbringen..

aber irgendwie genieße ich auch die Reduktion aufs Zuhause… sehr!

Harald Kappel, Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Geduld, Gemeinsamkeit im Einsamen, Selbstfinden… Geduld

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Literatur und Kunst begleiten uns durch die Zeit des Stillstands und halten unsere Sinne offen… um, sobald sie es dürfen, mit größerer Begeisterung eine neue Freiheit feiern zu können..(wobei ich hoffe, dass die Künstler -mangels Öffentlichkeit und Unterstützung-nicht bis dahin in der oben genannten beunruhigenden Tiefe des Flusses ertrunken und vertrieben wurden…)

Was liest Du derzeit?

Ich lese (durcheinander…):

T.C.Boyle ( Ein Freund der Erde)

 Mircea Catarescu.

(Solenoid)

Michael Stavaric

(Magma)

…die Aachener Nachrichten, die Zeit und das eclipsed-Rockmagazin…😉

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ein jeder Geist baut sich ein Haus und hinter seinem Haus eine Welt und hinter seiner Welt einen Himmel. Wisse also, dass die Welt für dich existiert.

(Ralph Waldo Emerson)

Vielen Dank für das Interview lieber Harald, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte wie persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Harald Kappel, Schriftsteller

Foto_Künstlerin „Márti“

7.2.2021_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Theater ist ein Ort für Emotionen in unserer kontrollierten Welt“ Louise Knof, Schauspielerin_ Berlin 3.3.2021

Liebe Louise, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich bin ein stiller Morgenmuffel und brauche meine Zeit. Ich trinke erstmal  in Ruhe meinen Kaffee. Seit Herbst sitze ich mehr am Schreibtisch als noch vor dem Sommer beim ersten Lockdown. Ich  bereite meinen Unterricht an einem Gymnasium in Berlin vor. Ich habe das Glück dort seit September Darstellendes Spiel zu unterrichten. Zusätzlich nutze ich die Zeit und absolviere gerade eine Weiterbildung und lerne für Prüfungen.

Gerade hilft es sehr gut, halbwegs gefordert zu sein. Ich skype und telefoniere oft mit Freunden und KollegInnen, um mit ihnen in Kontakt und im Austausch zu bleiben. Gehe spazieren.

Louise Knof, Schauspielerin

Was ist jetzt für uns besonders wichtig?

Geduld ist das Gebot der Stunde. Sich in Geduld zu üben ist schon schwer genug zur Zeit, aber ein kleiner Anfang.

Dann sollten wir uns fragen, welche Dinge wir  steuern und welche wir nicht ändern können. Wir können die jetzige Situation nicht (sofort) ändern, aber können kontrollieren, wie wir mit dieser und mit unseren Mitmenschen umgehen.

Allgemein in Kommunikation bleiben.

Wir sollten ab und zu durchatmen und optimistisch in die Zukunft schauen. Wir werden wachsen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Aufbruch und Neubeginn sind zwei wunderschöne Wörter und machen  erstmal Hoffnung und Freude auf das Leben. Ich hoffe, wir brechen auf mit den Erkenntnissen, die wir jeder durch Corona erlangt haben.

Theater (die Kunst und Kultur an sich!) erfüllt einen wichtigen Bildungsauftrag, ist Versammlungsort, ein Ort für Emotionen in unserer kontrollierten Welt. Theater kann Lebensrezepte und Denkanstöße geben, Perspektiven eröffnen, Bewegung bringen und ist Spiegel der Gesellschaft. Das alles kann es aber nur, wenn es stattfindet.

Was liest Du gerade?

Ausgelesen habe ich gerade das Buch „Trotzdem“ von Alexander Kluge und Ferdinand von Schirach. „Ungezähmt“ von Glennon Doyle lese ich gerade. Danach beschäftige ich mich mit Carl Zuckmayer für mein Engagement im Sommer bei den Festspielen Reichenau. Dazu halte ich dann meine Daumen, dass wir in diesem Sommer spielen dürfen und freue mich auf ein Wiedersehen mit KollegInnen.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Ich möchte laut über die Mauer hinausrufen: O bitte, beachten Sie doch diesen herrlichen Tag! …Beachten Sie doch den Glanz und die Herrlichkeit, die auf diesem Tage liegen, denn dieser Tag kommt nie, nie wieder!

Er ist Ihnen geschenkt wie eine voll aufgeblühte Rose, die zu Ihren Füßen liegt und darauf wartet, dass Sie sie aufheben und an Ihre Lippen drücken.“

– Rosa Luxemburg, 1917-

Louise Knof, Schauspielerin

Vielen Dank für das Interview liebe Louise, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

Ich danke auch und schicke liebe Grüße nach Wien!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Louise Knof, Schauspielerin

Schauspielerin | Louise Knof

Fotos_ 1_Fabian Schelhorn. 2_privat. 3/4 _Philine Hofmann

7.2.2021_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Umdenken ist gefragt“ Tina Steiner, Schauspielerin_ Spittal/Drau 2.3.2021

Liebe Tina, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich stehe auf und trinke 2 Häferlkaffee und lese die Zeitung. Dann suche ich im Internet, ob man sich wo als Schauspielerin bewerben kann und schicke emails. Dann bereite ich mich für die Sommersaison als Kinderanimateurin ab Ende März vor und überlege Programmpunkte. Ich koche jeden Tag ein gutes Mittagessen und gehe dann spazieren und einkaufen. Am Wochenende schaue ich mit meinem Freund alle Staffeln von Walking Dead. Ab und zu gehe ich Skifahren.

Tina Steiner, Schauspielerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ingwer, Kurkuma, Vitamin C, Honig, Knoblauch, frische Luft, Sonne, Hühnersuppe, heiße Duschen oder Bäder.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Umdenken ist gefragt. Kunst und Kultur gibt es weniger hautnah, vielmehr im Internet und TV. Der Gesellschaft ist Kunst und Kultur wichtig und es wird wieder richtige Vorstellungen geben.

Was liest Du derzeit?

101 Monologe

Zum Vorsprechen, Studieren und Kennenlernen, von Eva Spambalg und Uwe Berend

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Siehe, die Menschheit erschlappt unter diesem Bilde, die Spannkraft des Endlichen lässt nach, und die Phantasie, der mutwillige Affe der Sinne, gaukelt unserer Leichtgläubigkeit seltsame Schatten vor. Nein! Nein! Ein Mann muss nicht Sträuchern – Sei, wie Du willst, namenloses Jenseits – bleibt mir nur dieses mein Selbst getreu. – Sei wie Du willst, wenn ich nur mich selbst mit hinübernehme.

Rolle: Karl von Moor, Schiller, Die Räuber

Vielen Dank für das Interview liebe Tina, viel Freude und Erfolg weiterhin für Ihre großartigen Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an KünstlerInnen:

Tina Steiner, Schauspielerin

Alle Fotos_Tina Steiner.

7.2.2021_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Literatur macht mündig“ Moritz Heger, Schriftsteller _ Stuttgart 2.3.2021

Lieber Moritz, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich sitze ziemlich lange am Laptop. Morgens nutze ich die beste Zeit des Tages zum Schreiben. Danach – ich bin auch Lehrer – viel Online-Unterricht, Video-Konferenzen und so. Mittags fahr ich manchmal zum Restaurant, um sie zu unterstützen und Abwechslung in meinen Speiseplan zu bringen. Und irgendwann muss ich RAUS: aufs Rad oder durch den Schnee laufen! Aber schön zum baden-württembergischen Zapfenstreich wieder daheim sein…  

Moritz Heger, Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Dass wir nicht selbstgerecht und nicht verbittert werden. Freundlich sein auch unter der Maske. Die reale Diversität möglichst wertfrei aushalten – wir erleben Corona unterschiedlich, wir SIND unterschiedlich. Das waren wir natürlich schon zuvor, aber die Krise mit ihrem Druck treibt es zutage.    

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Literatur macht Stimmen hörbar, gerade auch Unerhörtes. Sie schafft Wegräume und Wegträume. Literatur erzeugt Bilder im (kollektiven) Kopf. Sie macht mündig. Das ist existenziell wichtig in einer Zukunft, die auch aus Traumaverarbeitung und gesellschaftlicher Deutung des Erlebten und Erlittenen bestehen wird. 

Was liest Du derzeit?

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Marie T. Martin: „Rückruf“, Yevgeniy Breyger: „Gestohlene Luft“, Philip Roth: „Der menschliche Makel“, Lauren Groff: „Florida“ , Sasha Filipenko: „Rote Kreuze“, Anne Freytag: „Das Gegenteil von Hasen“, Markus Gabriel: „Fiktionen“, Terry Eagleton: „Opfer – Selbsthingabe und Befreiung“

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

To be really wortkarg, one must know every Wort. (Samuel Beckett)

Vielen Dank für das Interview lieber Moritz, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Moritz Heger, Schriftsteller

Aktueller Roman „Aus der Mitte des Sees“ Diogenes Verlag 2_2021

Foto_maurice-haas-diogenes-verlag

11.2.2021_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Ich wünsche mir Bühnen, die nicht nur Perfektion, die Dialoge und Entwicklungen zeigen“ Tini Trampler, Sängerin_Wien 2.3.2021

Liebe Tini, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Als Musikerin, Performern und Autorin, als Mensch der Ideen, Texte & Songs sehr nahe an die Menschen bringen möchte, musste ich mich von einem Tag auf den anderen in die eigenen vier Wände zurückziehen. Auftritte wurden abgesagt, Probenprozesse untersagt, erstmals wurde die Darstellende Kunst als gefährlich, hochinfektiös und riskant eingestuft. Das Gefühl einfach gar nichts mehr machen zu können, um dadurch  Menschen zu schützen (was wirklich das wichtigste auf der Welt ist), hat meinen Alltag auf den Kopf gestellt.

Tini Trampler, Sängerin, Komponistin, Autorin

Musik & Theater brauchen ein Gegenüber. Das wurde in unserer schnelllebigen Zeit kaum mehr angesprochen, denn unsere Lieder und Stücke werden mit ZuhörernInnen im Spiel weiterentwickelt. Konzerte und Performances sind ein grosses Rollenspiel, wo jeder, auch das Publikum, einen wichtigen Part übernimmt.

Als Nomadin, als Künstlerin, die von Ideen verfolgt wird – und das ist das ein sehr schönes Leben, meine „Ideenjagd“-, habe ich länger gebraucht, mich auf die neue Situation einzustellen. Die leidigen Themen, wie soll es weitergehen, wie kann ich  starre kapitalistischen Systeme aushebeln, welche anarchistischen Räume, die wir brauchen, können wir jetzt aufmachen, wie bekommen wir Reaktionen auf unsere künstlerischen Arbeiten etc., standen plötzlich im Vordergrund.

Dies Umstellung meines Alltags kann ich auch gut mit Trauerarbeit vergleichen, die 5. Schritte, Leugnen, Zorn Verhandeln, Depression und Akzeptanz. Anfänglich bemühte sich die ganze Welt alles wieder auf „Normal“ zu stellen, man versuchte Ideen umzustellen, neu zu gestalten, bis man akzeptiert hat, dass dieses Virus doch nach Veränderung und Nachhaltigkeit verlangt. Ein Thema das auch ohne Corona schon lange ein internationales Thema der freien Welt ist. Massenfabrikationen, Massenveranstaltungen und kurzlebiger Hype und Style in der Kunst beherrschen schon längst unseren Alltag.

Zeitloses bedarf eben viel Zeit, ist unbezahlbar und bewegt sich immer auf dünnem Eis, ist nicht kontrollierbar. Veränderung, neue Kommunikationswege zu erfinden, das ist es was mich gerade jetzt antreibt weiterzumachen, zu schreiben, Menschen zu erreichen.

Ich schreibe gerade intensiv an einer neuen Platte. „Wiener Rebellion“, Chansons mit unsichtbarer, verzeihender Revolutionswirkung. Ich habe das Glück mit meinem Musik- & Lebenspartner  Stephan Sperlich gemeinsam im „Homestudio“ zu arbeiten. Das haben wir eigentlich immer schon gemacht, und wir lernen gerade noch mehr und neue technische Skills dazu, schneiden mittlerweile selbst Videos, reduzieren viele Ideen aufs Wesentliche.

Träumende Vögel: (vielleicht kann man den link einfügen zu dem Lied?)

:https://www.youtube.com/watch?v=RtvvcHpGhCI

Ein Musikprojekt das vielleicht irgendwann wieder auf der Bühne sein darf, wo sich Menschen berühren dürfen, entwickeln wir in einem neuen Format!

Mein Alltag ist also künstlerisch ausgefüllt, nur sehnt sich meine Sprache und Musik nach Aufführungen und Reaktionen.

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

In Zeiten wie diesen wird uns gezeigt, dass wir uns immer wieder bewusst machen müssen auf Andere zu schauen. Die Welt verkauft uns Individualität, aber nicht die, uns selber zu mögen, sondern eine Individualität, die verlangt, alles selbst schaffen zu müssen. Das stimmt für mich etwas grundsätzlich nicht: Geben und Nehmen sollte selbstverständlich sein.

Wichtig fände ich es, sich endlich von diesem Konsumzwang zu befreien, der uns mehr einschränkt als frei sein läßt, wichtig fände ich immer und immer wieder zu thematisieren, wie wichtig jeder Einzelne im gesellschaftlichen Zusammenspiel ist.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?

Vor einem Neubeginn sollten wir uns besonders bewusst sein, wie schön es ist, in einer Demokratie zu leben, die es zulässt uns persönlich zu  entwickeln und zu äußern und gleichzeitig uns als  grenzenloses Kollektiv zu sehen, das das Leben gemeinsam bestreitet, gemeinsam feiert.

Schon vor Corona ging die Gesellschaft mit unserer Freiheit sehr fragwürdig um, und setzt sich nun immer mehr Grenzen und Regeln, die unsere Freiräume beschneiden. Freiheit ist das Schönste was es gibt, gleichzeitig auch liebevoll gefährlich, und lässt sich nicht manipulieren. Ich glaube man kann sie nicht verkaufen, weil es all zu menschlich ist, Fehler zu machen – und ohne Fehler gibts nun mal keine Entwicklung.

Ich wünsche mir, dass die Kunst wieder Räume bereitstellt, die, ob klein oder groß, experimentell und autonom arbeiten können, ich wünsche mir Bühnen, die nicht nur Perfektion zeigen, die Dialoge und Entwicklungen zeigen, ich wünsche mir dass man Künstlerinnen mehr Zeit gibt.

Ich wünsche mir von der Welt, dass sich die „Verpackungsindustrie“ auflöst und Ideen wieder an Wert gewinnen.

Was liest Du derzeit?

„Der Platz“ von Annie Ernaux

„Nachricht an den Großen Bären“  von Eva Schörkhuber

„Die unsichtbaren Städte“ von Italo Calvino

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Da sollten wir uns ständig bewegen, dann durften wir uns nicht mehr bewegen, und in dieser Bewegungslosigkeit bewegen wir uns plötzlich unsichtbar in alle Richtungen…“(Tini Trampler – Song Lyrik 2021)

Vielen Dank für das Interview liebe Tini, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Musik-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Tini Trampler, Sängerin, Komponistin, Autorin

Sängerin Komponistin Autorin | Tini Trampler | Österreich

Fotos_Teresa Marenzi

5.2.2021_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Klagenfurterinne-r-n“ Eine frauengeschichtliche Spurensuche, Alexandra Schmidt (Hg.). Heyn Verlag

Es ist ein beeindruckende Spurensuche nach Lebenswegen von Frauen und ihren Träumen, Wegen, Werken, Impulsen, ihrem Selbstbewusstsein und  Gemeinschaftssinn, ihrer Hoffnung wie ihrer Individualität und Tragik,  ihrem Weitergehen und Weiterwirken in Identität und selbstgewählter Rollendefinition bis zur Gegenwart, die sich hier Leserinnen und Lesern öffnet. Und es ist ein herausragender Blick auf die Geschichte und die Entwicklung einer Stadt und eines Landes, den dieses außergewöhnliche Buch in Wort wie einmaliger Bilddokumentation öffnet – der Titel „Klagenfurterinnern“ bringt es im Doppelsinn auf den Punkt: eine Stadt erinnert sich im Wirken seiner Frauen an ihren Weg und ihr Werden, ihre Aufgabe in Gegenwart und Zukunft.

Alexandra Schmidt, freischaffende, in Kärnten lebende, Historikerin, Studium der Frauen- und Geschlechtergeschichte an der Universität Köln, legt mit „Klagenfurterinnern“ ein informatives, staunend machendes wie spannendes Buch über Lebenswege von Frauen in Klagenfurt vor, das ob der wunderbaren Aufbereitung biographischer gesellschaftskultureller Schätze und deren geschichtlichen Details beeindruckt. Beginnend von Hexenprozessen im 16.Jahrhundert, über die Etappen erster Bildungseinrichtungen für Frauen bis zu herausragenden Persönlichkeiten des 20.Jahrhunderts wie Ingeborg Bachmann oder Maria Lassnig spannt sich ein vielfältiger Bogen von Gesellschaftsentwicklung im Kontext von Lebensspuren von Frauen, die in Klagenfurt ihre Wirkung und ihre Bedeutung bis heute bewahren und Stadt- und Lebensbild prägen.

Die gute übersichtliche Kapitelaufbereitung wie das Register im Anhang erlauben auch ein schwerpunktmäßiges schnelles Nachschlagen von Biografien.

„Ein Buch, das in seiner herausragenden Dokumentation und der lebendigen Erzählweise in Wort und Bild begeistert.“

Walter Pobaschnig 3_21

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„Ich lese noch mehr, breiter und intensiver und vergesse dabei sehr viel Mist und Ballast“ Marius Hulpe, Schriftsteller_Berlin 1.3.2021

Lieber Marius, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Vor allem versuche ich, mir eine Struktur zu schaffen, durch Arbeit, aber auch „schöne“ und langsame Rituale, zu denen ich außerhalb der Pandemie so gar nicht käme: mit dem ersten Kaffee in die frühe Sonne setzen, dann meine Apfelessigkur, ein kleines Frühstück samt der ersten Lektüre; danach habe ich mich soweit aufgebaut, dass Arbeiten möglich ist. Angesichts auch meiner leisen Verzweiflung gab es irgendwann keine andere Wahl mehr, als die Perspektive komplett zu drehen und nach den Vorteilen dieser Zeit zu suchen. Es gibt sie ja. Und bedenken wir, welch hohen Preis wir für diese Zeit zahlen, sind wir beinahe genötigt, einen Wert daraus mitzunehmen. Auch das geht.
Aber am besten ist, sich in der Tätigkeit zu vergessen.

Marius Hulpe, Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Zum Beispiel zurückzutreten mit seiner Meinung, ohne sich die Stimme nehmen zu lassen. Nicht aufgeben. Auch hilft mir der Versuch, hinter die Beschaffenheit der Dinge zu sehen, etwa bei Landschaften: was sehe ich dort, was wurde vom Menschen hineingeschrieben und was ist sozusagen universell, was noch zeitlos? Und zu beobachten: was macht dieser Gedanke mit mir? Ich glaube, viel. Und noch etwas finde ich hilfreich: kritisch zu fragen, wo ich mich eigentlich befinde auf der Skala der menschlichen Existenzmöglichkeiten, also gedanklich, sozial und psychisch. Das hilft insofern, als dass alle irdischen Lasten gerade umso schwerer auf die Psyche drücken und heißt nicht, die eigene Beteiligung am Weltgeschehen zu relativieren oder zu leugnen, vielmehr sie besser wahrnehmen zu können. Wir müssen dieses komische gegenwärtige Gefühl neutralisieren, weil es das Denken stört.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Machen wir uns klar: Literatur, aber auch die Geisteswissenschaften können richtig hinderlich für das Denken und Erkennen sein. Aber im günstigsten Falle helfen, beflügeln, befördern sie. Es fragt sich nur, wobei? Möchte ich tatsächlich im wissenschaftlichen Sinne hinter die Dinge schauen, oder möchte ich im Sinne meiner ohnehin vorhandenen Intentionen bestärkt werden? Was, wenn diese Intentionen auf fragwürdigem Grund stehen, ohne dass ich es ahne?
Manchen Menschen fällt es jetzt noch schwerer, konzentriert zu lesen, mir zum Glück noch nicht, ich lese noch mehr, breiter und intensiver und vergesse dabei sehr viel Mist und Ballast.

Was liest Du derzeit?

Heikle Frage, sehr viel gleichzeitig. Das geht nicht anders.
Was nenne ich also? Am besten bewusstseinserweiternde Sachen:
Yevgenyi Breyger. Gestohlene Luft.
Sonja vom Brocke. Düngerkind.
(beides jetzt zum zweiten Mal, dazu Gedichte von Barbara Köhler und José F.A. Oliver, und ohnehin von vielen anderen)
Tim Crane. Die Bedeutung des Glaubens. Religion aus der Sicht eines Atheisten.
Abraham Sutzkever: Wilner Getto 1941—45.
Und ein Buch, das ich jahrelang desinteressiert in der Ecke versauern ließ, und das mir jetzt plötzlich ungemein weiterhilft:
Michael Hampe. Das vollkommene Leben. Vier Meditationen über das Glück.
(klingt wirklich nicht nach dem sagenhaften Buch, das es ist)

Welches Zitat, Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Den Hampe möchte ich gerade dauernd zitieren, genauso Crane.
Aber ein Gedicht von Ernst Stadler geht auch:

Der Spruch

In einem alten Buche stieß ich auf ein Wort,
Das traf mich wie ein Schlag und brennt durch meine Tage fort:
Und wenn ich mich an trübe Lust vergebe,
Schein, Lug und Spiel zu mir anstatt des Wesens hebe,
Wenn ich gefällig mich mit raschem Sinn belüge,
Als wäre Dunkles klar, als wenn nicht Leben tausend wild verschlossne Tore trüge,
Und Worte wiederspreche, deren Weite nie ich ausgefühlt,
Und Dinge fasse, deren Sein mich niemals aufgewühlt,
Wenn mich willkommner Traum mit Sammethänden streicht,
Und Tag und Wirklichkeit von mir entweicht,
Der Welt entfremdet, fremd dem tiefsten Ich,
Dann steht das Wort mir auf: Mensch, werde wesentlich!

Vielen Dank für das Interview lieber Marius, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Marius Hulpe, Schriftsteller _ lebt in Berlin und Soest. Mit Beginn des Monat März 2021 ist er Stadtschreiber von Hausach.

Foto_Ekko von Schwichow schwichow.de

5.2.2021_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Aus der Mitte des Sees“ Moritz Heger. Roman. Diogenes Verlag.

Da sind der See und die Basilika. Und die wechselnden Perspektiven im Blick darauf. Die Gedanken am Steg vor dem Wasser. Mensch, Welt, Gott. Was führte hierher? Was lässt ja sagen zum Leben hier in der Gemeinschaft des Klosters? Was lässt bleiben und was lässt gehen?

Der Brief von Andreas an Lukas. Andreas hat das Kloster verlassen und ist jetzt Vater geworden. Er sendet Bilder seines neugeborenen Kindes. Ein neuer Lebensabschnitt, Stolz und Freude. Dies mit dem langjährigen Freund, dem „Mitbruder“, zu teilen, das wäre schön…

Doch Lukas spürt und sieht jetzt all die Bilder der Vergangenheit. Die gemeinsamen Gespräche, Gedanken, Zweifel und Entscheidungen. Eine schnelle Antwort ist da nicht möglich. Es braucht Behutsamkeit und Aufmerksamkeit. Worte sind Wege. Und die sollten überlegt sein…

Lukas stellt sich jetzt dem Blick in seine Seele, seine Wasser und Bewegungen der Jahre. Begegnungen und Abschiede. Beginn und Aufbruch. Ansprüche und Entscheidungen. Und wie wird es jetzt für ihn sein? Wohin wird sein Weg führen….

Moritz Heger, Schriftsteller, Germanist, evang.Theologe, Theaterwissenschaftler und Pädagoge, legt mit seinem zweiten Roman „Aus der Mitte des Sees“ eine mitreißende Seelenreise vor, die in psychologischer Aufmerksamkeit und Tiefe wie sprachlicher Sensibilität und Kraft beeindruckt. Lebenssinn und Lebenswelt werden in der menschlichen Bewegung des Suchens, Orientierens und Konfrontierens zur Gesamtschau von Mensch und Gegenwart in Moment und Entscheidung. Der Autor versteht es meisterhaft zu erzählen und gleichsam still zu fragen und damit Leserin und Leser miteinzubeziehen in Stationen eines Lebens – nicht zuletzt des eigenen.

„Moritz Heger führt eine Sprachklinge, die einzigartig ist. Er ist ein wagemutiger Musketier des Wortes und ein genialer Leseverführer.“

Walter Pobaschnig 2_21

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„Kunst kann dabei helfen, näher zu sich selbst zu kommen“ Katerina Teresidi, Künstlerin_ Wien 1.3.2021

Liebe Katerina, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Meine Tage sind trotz der Pandemie meist sehr vollgepackt mit wechselnden Aufgabenstellungen, da ich zurzeit an mehreren Tätigkeitsbereichen gleichzeitig arbeite und versuche, diese bestmöglich zu positiven Ergebnissen zu führen.

Neben meiner Teilzeitanstellung im Immobiliensektor helfe ich bei der Verwaltung des Nachlasses des Künstlers und Akademieprofessors Herwig Zens aus. Seine Arbeiten sind sehr inspirierend, insbesondere die zahlreichen architektonischen Radierungen seines Frühwerkes lehren mich sehr viel – selbst nach seinem Tod fühle ich mich geehrt, von ihm auf diese Art und Weise unterrichtet zu werden.

Ein weiteres Aktionsfeld nimmt das Schreiben über Kunst ein. Im Rahmen des Projektes Kunst zu Recht Wien – einer Ausstellung österreichischer und internationaler Kunstschaffenden im Justizzentrum Wien Mitte auf 23 Stockwerken sind über 100 Künstler und Künstlerinnen mit ihren Arbeiten vertreten. Beim Schreiben tauche ich ins Werk aller Kunstschaffenden ein und verfasse jeweils einen separaten Artikel über jede Position. Es ist fordernd, doch gleichzeitig eine enorme Inspirationsquelle – wiederum eine dankbare Arbeit, die mich vieles lehrt.

Da ich Malerin bin, darf die Kunst bei all diesen Beschäftigungen auch nicht zu kurz kommen: in der Pandemie hat sich mein Arbeitsschwerpunkt vorerst merkbar auf Portraits verschoben. Ich vermute, dass die Menschen durch das Zusammenrücken im familiären Kreis näher zueinander gefunden haben und deswegen ihr Glück mithilfe eines Ölbildes festhalten wollen.

Währenddessen drängen sich immer wieder meine eigenen Bildideen auf und ich versuche hinterher zu kommen, diese zu visualisieren. Wie ich immer wieder erkenne, muss ich meine Planung häufig über den Haufen werfen und lernen mit den gegebenen Umständen zu fließen.

Katerina Teresidi_Künstlerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Das ist sehr schwer zu sagen, da jeder Mensch ein individuelles Leben hat und eine völlig unterschiedliche Sicht auf die gegebene Situation der Pandemie und des Lockdowns. Ich erkenne aber, dass es anscheinend kollektiv ein Zustand des Überganges ist, daher ist es wahrscheinlich hilfreich sich Gedanken darüber zu machen, welche Eigenschaften jetzt abgestoßen werden müssen und welche neuen Fähigkeiten und Kenntnisse entwickelt werden sollen, um für die Zukunft bestmöglich gerüstet zu sein.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Hier kann ich wiederum nur Vermutungen anstellen. Ich beobachte, dass sich derzeit immer mehr Menschen zu politischen Ereignissen und gesellschaftlichen Umwälzungen äußern und aufgrund widersprüchlicher Informationen die Tendenz aufweisen, sich zu radikalisieren. Kunstschaffende sind dabei wahrscheinlich keine Ausnahme. Dabei besteht die Gefahr, Kunst zu politisieren, mit dem Ziel, Ideologien zu mehr Aufmerksamkeit und gesellschaftlichem Diskurs zu verhelfen. Ich glaube, dass hier besondere Achtung geboten ist, um Kunst auf diese Weise nicht zu missbrauchen.  

Ich glaube, dass die Beschäftigung mit Kunst, gerade in Zeiten der Einsamkeit dabei helfen kann, in erster Linie näher zu sich selbst zu kommen und das eigene Leben in Ordnung zu bringen.

Was liest Du derzeit?

Gerade fertiggelesen habe ich Carl Gustav Jung’s Aion und bin dabei Alexander Solschenizyn’s Archipel Gulag durchzulesen. Jungs Konstrukt vom Aufbau und der Funktionsweise der Psyche ist sehr inspirierend für mein künstlerisches Wirken.

Alexander Solschenizyn erinnert hingegen an die harte Realität der menschlichen Neigungen und Extreme – institutionalisierte Gewalt, Freiheitsberaubung und eine übergestülpte Ideologie zeigen die möglichen Abgründe menschlichen Verhaltens auf – die Gefahr von radikalisierten Positionen.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Betreffend die Notwendigkeit zur Beschäftigung mit unbewussten Prozessen im Inneren, um die eigene Psyche und in Folge das eigene Leben ins Gleichgewicht zu bringen, wozu die Kunst einer der Wege sein kann:

„It is, in fact, one of the most important tasks of psychic hygiene to pay continual attention to the symptomatology of unconscious contents and processes, for the good reason that the conscious mind is always in danger of becoming one-sided, of keeping to well-worn paths and getting stuck in blind alleys. The complementary and compensating function of the unconscious ensures that these dangers, which are especially great in neurosis, can in some measure be avoided“

– Carl Gustav Jung, Psychiater, Begründer der analytischen Psychologie

Katerina Teresidi_Künstlerin

Vielen Dank für das Interview liebe Katerina, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Kunstprojekte wie persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Katerina Teresidi_Künstlerin

– Teresidi

Homepage: https://www.teresidi.at
Instagram: https://www.instagram.com/teresidiart/
Facebook: https://www.facebook.com/teresidi/
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/katerina-teresidi/

Fotos_Helmut Sagmeister

25.2.2021_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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