„Unzählige“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Naoko Muneoka, Künstlerin  _ Wien 2.7.2026

Naoko Muneoka, Künstlerin  _ Wien _
performing Nachtblende/Malina am Originalschauplatz _ Wien _
Nachtblende, Film, Romy Schneider, 1975 _
Malina, Ingeborg Bachmann, Roman 1971 _
Walter Pobaschnig, 5/26, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance Originalschauplatz „Malina“ Wien.

UNDINE GEHT _ Akrostichon

Text  & Performance _  Naoko Muneoka, Künstlerin  _ Wien 

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

UNDINE GEHT

U
nzählige

Nichts

Du

Ich

Nie

Einander


Geträumte

Ebene

Hängen

Tief

Naoko Muneoka, 28.5.26

Naoko Muneoka, Künstlerin  _ Wien _
performing Nachtblende/Malina am Originalschauplatz _ Wien _
Nachtblende, Film, Romy Schneider, 1975 _
Malina, Ingeborg Bachmann, Roman 1971 _
Walter Pobaschnig, 5/26, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance Originalschauplatz „Malina“ Wien.

UNDINE GEHT _ Akrostichon

Text  & Performance _  Naoko Muneoka, Künstlerin  _ Wien 

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Undine geht, Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961.

„Undine geht“ ist einer der zentralen Texte in Ingeborg Bachmanns Werk. Dieser erschien im ersten Prosaband „Das dreißigste Jahr“ und nimmt das Motiv des Undine Mythos _ Liebe, weibliche Menschwerdung, Verrat und Rache – auf und transformiert dies in die Struktur gegenwärtiger patriarchal geprägter Gesellschaftsverhältnisse. „Undine geht“ ist einer der meist rezipierten Texte Bachmanns und erfährt zahlreiche künstlerische Zugänge und Dialoge.

Naoko Muneoka, Künstlerin

Zu Person und Werk: Naoko Muneoka/Malerei :

5 Fragen Interview _ Literatur outdoors„Das eigene Leben leben können“ Naoko Muneoka, Künstlerin _ Wien 10.5.2024 | Literatur outdoors – Worte sind Wege

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Fotos: Naoko Muneoka, Künstlerin  _ Wien _
performing Nachtblende/Malina am Originalschauplatz _ Wien _
Nachtblinde, Film, Romy Schneider, 1975 _
Malina, Ingeborg Bachmann, Roman 1971 _
Walter Pobaschnig, 5/26,

Walter Pobaschnig, 30.5.26

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„Es redete niemand mit mir, alles nur Jubel-Trubel um die Preisträger, ich ging zum Bahnhof und fuhr mit dem Zug nachhause.“ _ 50 Jahre Bachmannpreis _ Andrea Wolfmayr, Schriftstellerin _ Gleisdorf/Stm./AT 2.7.2026

50 Jahre Bachmannpreis _

Tage der deutschsprachigen Literatur Klagenfurt

Im Interview _ Andrea Wolfmayr, Schriftstellerin _ Gleisdorf/Stm./AT

Bachmannpreisnominierte 1983

Liebe Andrea, Du hast 1983 am Bachmannpreis in Klagenfurt, dem größten und reichweitenstärksten Literaturwettbewerb im deutschsprachigen Raum, teilgenommen. Was sind spontan Deine ersten Erinnerungen?

Ich war sehr allein. Die GAV, deren Mitglied ich damals noch war, gab mir die Empfehlung, nicht mitzumachen, es sei eine rein kommerzielle Sache, so „unmoralisch“ wie der ESC, nichts für „ernstzunehmende Schriftsteller“, ich würde bloß „verheizt“. Der Bachmannpreis hatte noch nicht im Ansatz die mediale Aufmerksamkeit wie heute, die kam erst mit den Aktionen von Josef Winkler oder Rainald Goetz (er las im selben Jahr wie ich, leider erlebte ich seine Lesung nicht; während er sein Blut vergoss, war ich bei einer Lesung in einer Klagenfurter Schule – wir wurden dafür nebenbei „eingeteilt“). Ich hatte niemand vom Verlag bei mir, niemand, der mir bei der Auswahl meines Textes Tipps gegeben oder lektoriert hätte, ich war überhaupt nicht vernetzt und ganz jung auf dem Literaturmarkt.

Was macht das Besondere des Bachmannpreises aus?

Das „Wettlesen“. Und Wettbewerbe, Rankings usw., verhelfen zu Bekanntheit, Öffentlichkeit und medialer Präsenz, verführen aber auch … (siehe die wunderbare heurige Rede von Helga Schubert)

Wie hast Du Deine Lesung, die Jurydiskussion und die Preisverleihung erlebt?

Als grausam. Ich war eingeladen von Humbert Fink und Ulrich Weinzierl, die mich natürlich verteidigten. Aber Reich-Ranicki packte während meines Lesens bereits zusammen (ich war die Letzte, durch Verlosung und auch alphabetisch), ich war blind und wie betäubt durch die Scheinwerfer, es war wie eine Matura-Prüfung, ich saß vor einer Kommission. Tod oder Leben. Ich hatte das Gefühl, gut und fehlerlos zu lesen und heute noch finde ich meinen Text absolut passabel. Aber ich fiel durch. Die Diskrepanz zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung ist noch heute ein großes Thema für mich. Im Anschluss an meine Lesung war ich richtig einsam und sehr verwirrt. Es redete niemand mit mir, alles nur Jubel-Trubel um die Preisträger, ich ging zum Bahnhof und fuhr mit dem Zug nachhause. Ich hatte den Eindruck, es wäre keine große Sache gewesen.

Wie hat sich der Bachmannpreis auf Deinen weiteren literarischen, künstlerischen Weg ausgewirkt?

Die Scheu vor Öffentlichkeit, die Angst vor Kritik, Bloßstellung, Sarkasmus, verletzenden Bemerkungen hat sich gesteigert. Die Lust zu schreiben ist geblieben, die Angst vor Öffentlichkeit, vor Lesungen und Auftritten auch.

Was braucht der Bachmannpreis für eine weitere gute Entwicklung?

Sensibilität, Aufmerksamkeit, Freundlichkeit, Achtung und Respekt, wirkliches Interesse – nicht Rankings und Gieren nach Preisen, Macht, Einfluss, Geld …

Was möchtest Du aktuellen Teilnehmer:innen, der Jury und dem Publikum in Klagenfurt mitgeben und dem Bachmannpreis zum 50er wünschen?

Gute Nerven, Achtung und Respekt, Aufmerksamkeit und Interesse

Herzlichen Dank für das Interview und alles Gute!

Andrea Wolfmayr, Schriftstellerin

Zur Person _Andrea Wolfmayr, Schriftstellerin

Wolfmayr, Andrea – Edition Keiper

Großes Publikumsinteresse bei den Lesungen _ 50.Bachmannpreis 2026

Bachmannpreis

1976 wurde nach einer Idee und auf Initiative des Autors und Journalisten Humbert Fink (* 13.8.1933 Salerno/I +16.5.1992 Maria Saal/Kärnten) und des damaligen Intendanten Ernst Willner ORF/Kärnten in Klagenfurt ein Literaturwettbewerb gegründet, dessen Hauptpreis nach der in Klagenfurt geborenen und begrabenen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (*25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom) benannt wurde.

Ingeborg Bachmann, Rom, um 1970

Der erste Bachmannpreisträger war 1977 Gert Jonke. Die aktuelle Preisträgerin 2025 ist Natascha Gangl.

Im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt werden ebenso weitere Literaturpreise vergeben – Deutschlandfunk Preis, 3sat Preis, Carinthischer Sommer Stipendium, BKS Publikumspreis.

Der Bachmannpreis, Tage der deutschsprachigen Literatur, findet jährlich Ende Juni/Juli in Klagenfurt statt.

Wörthersee

Foto: Andrea Wolfmayr _ privat

Foto: Ingeborg Bachmann _ Garibaldi Schwarze

Fotos: Bachmannpreis_Klagenfurt/Wörthersee _ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig, 25.6.2026

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„und willig dem Abschied nach jeder Umarmung“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Brigitte Baur/Mara Christine Koppitsch _ Wien 1.7.2026 

Mara Christine Koppitsch, Schauspielerin, Musikerin_ Wien_performing „Undine geht“ _
Undine geht, Ingeborg Bachmann. Erzählung 1961 _

Walter Pobaschnig 8/24, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz

UNDINE GEHT  _ Akrostichon

Text _ Brigitte Baur, Schriftstellerin _ Wien

Performance   Mara Christine Koppitsch_Schauspielerin _ Wien 

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Mara Christine Koppitsch, Schauspielerin, Musikerin_ Wien_performing „Undine geht“ _
Undine geht, Ingeborg Bachmann. Erzählung 1961 _

Walter Pobaschnig 8/24, folgende

UNDINE GEHT

U und willig dem Abschied nach jeder Umarmung

N Nein, natürlich nicht, ich sage ja nur, daß das Unglück der Frauen ein besonders unvermeidliches und ganz und gar unnützes ist

D Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

I Ich mit der deutschen Sprache dieser Wolke um mich die ich halte als Haus

N nur Luft, Nachtluft, Küstenluft, Grenzluft, um immer wieder Atem holen zu können für neue Worte, neue Küsse, für ein unaufhörliches Geständnis: Ja. Ja.

E Es gibt keine guten Liebhaber. Es gibt höchstens Männer, mit denen es völlig hoffnungslos ist, und einige, mit denen es nicht ganz so hoffnungslos ist.

G Geh Tod! Und: Steh still, Zeit!

E Er war rückfällig geworden, und die Ordnung streckte einen Augenblick lang die Arme nach ihm aus

H Hätten wir das Wort, hätten wir die Sprache, wir bräuchten die Waffen nicht

T Tief im Grund verlang ich immer alles restlos zu erzählen, in Akkorden auszuwählen, was an Klängen mich umspielt

Brigitte Baur, 11.3.26

Das Akrostichon „UNDINE GEHT“ zitiert Texte Ingeborg Bachmanns (Undine Geht/Malina/Lyrik/Interviews/Reden). Anm.

Mara Christine Koppitsch, Schauspielerin, Musikerin_ Wien_performing „Undine geht“ _
Undine geht, Ingeborg Bachmann. Erzählung 1961 _

Walter Pobaschnig 8/24, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz

UNDINE GEHT  _ Akrostichon

Text _ Brigitte Baur, Schriftstellerin _ Wien

Performance   Mara Christine Koppitsch_Schauspielerin _ Wien 

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

UNDINE GEHT

Undine geht, Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961.

„Undine geht“ ist einer der zentralen Texte in Ingeborg Bachmanns Werk. Dieser erschien im ersten Prosaband „Das dreißigste Jahr“ und nimmt das Motiv des Undine Mythos _ Liebe, weibliche Menschwerdung, Verrat und Rache – auf und transformiert dies in die Struktur gegenwärtiger patriarchal geprägter Gesellschaftsverhältnisse in Macht und Zerstörung. „Undine geht“ ist einer der meist rezipierten Texte Bachmanns und erfährt zahlreiche künstlerische Zugänge und Dialoge.

Brigitte Baur, Schriftstellerin _ Wien
Mara Christine Koppitsch_Schauspielerin _ Wien

Foto: Ingeborg Bachmann: Heinz Bachmann

Foto: Brigitte Baur _ privat.

Fotos: Mara Christine Koppitsch_Schauspielerin _ Wien _ acting „Undine geht““ _
Erzählung, Ingeborg Bachmann (1961) 
Walter Pobaschnig 8/24.

Walter Pobaschnig   11.3.26

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Atlas der 60er Jahre. Columbus Verlag.

Die 1960er Jahre – ein ganz außergewöhnliches Jahrzehnt an der Schnittstelle des Aufbruches in ganz unterschiedlichsten Gesellschaftsbereichen.

Und es ist ein farbenfroher Aufbruch in Kultur, Kunst, in Musik, Literatur, Theater, der ganz unmittelbar wie metaphorisch Mensch und Zeit in neues Licht stellt und dieses auch zu strahlen einfordert und dies passiert auch in legendären Meilensteinen, von denen das Konzert/Kunstfestival Woodstock 1969 herausragt.

Es ist aber auch ein Jahrzehnt der politischen Konflikte, Kriege und deren Auswirkungen wie auch Protesten quer durch alle Kontinente. Ein Jahrzehnt besonderer Sportereignisse wie Erfindungen, Erfolgen in Wissenschaft und Technik und Medizin.

Der vorliegende Atlas der 60er Jahre bietet nun einen beeindruckenden Überblick in gut strukturierten Kapitel und wunderbaren Übersichtskarten und Bildern, die visuell unmittelbar eintauchen lassen wie auch mit Zahlen/Zuordnungen umfassend informieren.

„Ein Atlas als ganz lebendiges farbenfrohes Kaleidoskop eines einzigartigen Jahrzehnts!“

Atlas der 60er Jahre

Gebundene Ausgabe, 192 Seiten.

Artikel-Nr.: 9783690780094

ISBN: 9783690780094

25,00 €*

Walter Pobaschnig 6/26

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„Morgen“ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Alina Lindermuth, Schriftstellerin _Wien 29.6.2026

Alina Lindermuth, Schriftstellerin _Wien _ performing _
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) 
100.Geburtstag_Ingeborg Bachmann_ 
Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom) _
Walter Pobaschnig 5/23

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz

MALINA _ Akrostichon

Text & Performance _ Alina Lindermuth, Schriftstellerin _Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Alina Lindermuth, Schriftstellerin _Wien _
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) 
100.Geburtstag_Ingeborg Bachmann_ 
Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom) _
Walter Pobaschnig 5/23

Malina

Morgen

Abend

Liege

Ich

Nicht

Allein

Alina Lindermuth, 5_23

Alina Lindermuth, Schriftstellerin _Wien _
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) 
100.Geburtstag_Ingeborg Bachmann_ 
Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom) _
Walter Pobaschnig 5/23

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz

MALINA _ Akrostichon

Text & Performance _ Alina Lindermuth, Schriftstellerin _Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971.

Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.

Alina Lindermuth, Schriftstellerin _Wien _

Foto: Ingeborg Bachmann: Heinz Bachmann.

Fotos: Alina Lindermuth, Schriftstellerin _Wien _
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) 
100.Geburtstag_Ingeborg Bachmann_ 
Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom) _
Walter Pobaschnig 5/23

Walter Pobaschnig   29.6.2026

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Siegel des Seins. Lyrische Lebensreise V. Prosa, Balladen, Gedichte & Satiren. Hubert Maria Moran. Hermagoras Verlag, 2026

Hubert Maria Moran, einer der facettenreichsten Schriftsteller im deutschsprachigen Raum, legt ein beeindruckendes Kaleidoskop von Mensch, Zeit, Gesellschaft, Sinn in Prosaskizzen und poetischen Textvarianten vor, die wunderbar einladen, mitzuwandern zu und in Erfahrungen, Ereignissen, Reflexionen an Orten der Seele und Sinne.

Es ist einerseits eine existentielle Reise in Stationen von Glück, Herausforderung und Aufbruch wie ein historisches Panorama durch die Zeit der Lebensalter in Beziehung zum umgebenden Horizont von Gesellschaft und Welt.

Der in Kärnten aufgewachsene und lebende Autor ist vom ganz großen Anspruch der Arbeit an der Sprache als Aufgabe des Dichters getragen und steht dabei ganz in der Tradition einer Ingeborg Bachmann oder eines Peter Handke, die ebenfalls aus Kärnten stammen.

Es ist ein Buch voller Inspiration, ein Vademecum, das Verweilen, Nachdenken, Genießen und nicht zuletzt wunderbar Staunen lässt über die Schönheit des Menschseins wie der Natur und deren Seelenkraft.

Hubert Maria Moran ist ein Dichter mit Leib und Seele, ein einzigartiger Sprachkünstler!“

Siegel des Seins. Lyrische Lebensreise V. Prosa, Balladen, Gedichte & Satiren. Hubert Maria Moran. Hermagoras Verlag, 2026

Broschürt, 320 Seiten.

14,6 x 21 cm

ISBN: 978-3-7086-1428-1

29.90 EUR

Walter Pobaschnig 6/26

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„Ungeheuer! Ihr, in meiner“ _100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Jens-Philipp Gründler/Anna Possarnig _ Münster/Wien 28.6.2026

Anna Possarnig_Tänzerin, Choreografin _ Wien _
performing „Malina“ _ Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Romanschauplatz _ Malina _ Wien _

Walter Pobaschnig 7/21

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz

UNDINE GEHT _ Akrostichon

Text _ Jens-Philipp Gründler, Schriftsteller _ Münster/Westfalen

Performance _ Anna Possarnig _Tänzerin, Choreographin _Wien 

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Anna Possarnig_Tänzerin, Choreografin _ Wien _
performing „Malina“ _ Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Romanschauplatz _ Malina _ Wien _

Walter Pobaschnig 7/21
Anna Possarnig_Tänzerin, Choreografin _ Wien _
performing „Malina“ _ Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Romanschauplatz _ Malina _ Wien _

Walter Pobaschnig 7/21

UNDINE GEHT

Ungeheuer! Ihr, in meiner

Nähe seid Ungeheuer,

Die ins Männliche wie

In die Tiefsee tauchend,

Notwendige Distanz unbedingt

Erkennen lassen müssen.


Geschlechter fanden einst in

Existenzen polymorph zueinander.

Heute zerfallen sie, wie

Tote, um Erlösung flehend.

Jens-Philipp Gründler, 29.3.26

Anna Possarnig_Tänzerin, Choreografin _ Wien _
performing „Malina“ _ Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Romanschauplatz _ Malina _ Wien _

Walter Pobaschnig 7/21
Anna Possarnig_Tänzerin, Choreografin _ Wien _
performing „Malina“ _ Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Romanschauplatz _ Malina _ Wien _

Walter Pobaschnig 7/21

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz

UNDINE GEHT _ Akrostichon

Text _ Jens-Philipp Gründler, Schriftsteller _ Münster/Westfalen

Performance _ Anna Possarnig _Tänzerin, Choreographin _Wien 

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Undine geht, Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961.

„Undine geht“ ist einer der zentralen Texte in Ingeborg Bachmanns Werk. Dieser erschien im ersten Prosaband „Das dreißigste Jahr“ und nimmt das Motiv des Undine Mythos _ Liebe, weibliche Menschwerdung, Verrat und Rache – auf und transformiert dies in die Struktur gegenwärtiger patriarchal geprägter Gesellschaftsverhältnisse in Macht und Zerstörung. „Undine geht“ ist einer der meist rezipierten Texte Bachmanns und erfährt zahlreiche künstlerische Zugänge und Dialoge.

Jens-Philipp Gründler, Schriftsteller
Anna Possarnig _Tänzerin, Choreographin

Foto: Ingeborg Bachmann: Heinz Bachmann.

Foto: Jens-Philipp Gründler _ privat.

Fotos: Anna Possarnig_Tänzerin, Choreografin _ Wien _
performing „Malina“ _ Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Romanschauplatz _ Malina _ Wien _

Walter Pobaschnig 7/21

Walter Pobaschnig, 29.3.26

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„Die Straßen von Rom, nein, sie geh`n nicht zurück“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Bild am Originalschauplatz _  Markus Witte, Autor _ Nauen/D 26.6.2026

Ingeborg Bachmann, Rom 1962 _ Heinz Bachmann

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Bild am Originalschauplatz

INGEBORG _ Akrostichon

Text Markus Witte, Autor _ Nauen/D

Fotos _ Rom _ Walter Pobaschnig

„…bald, mein Liebster, bald sehen wir uns, nur mehr 12 Tage, und ich kann an Deiner Brust liegen, anstatt Gedichte aufsagen zu müssen, wir werden furchtbar froh sein…

Deine Ingeborg“

Ingeborg Bachmann an Max Frisch, Frühjahr 1961

Ingeborg Bachmann und Max Frisch bezogen 1959 in der Via Giulia 102 ihre erste Wohnung in Rom. Im Frühjahr 1961 zogen sie in die Via De Notaris 1F. 1962, kurz vor ihrer Trennung, entstand in Rom die Fotoserie von Heinz Bachmann anlässlich eines Familienbesuches.

Ingeborg Bachmann und Max Frisch bezogen 1960 ihre erste gemeinsame Wohnung in Rom in der Via Giulia 102 _
Walter Pobaschnig 10/23, folgende

INGEBORG

IInmitten der Via, laternenerhellt, nach Rom gehen alle Gedanken der Welt, der
NNachtwind, die Kerze, das einzelne Blatt, doch wohin
Ggeh’n sie, die Straßen der Stadt, das Ziehen und Rufen, ein ständiger Strom, verwandeln sich in das
Eewige Rom
BBeleih‘ Augenblicke
Ooder das Glück! Die Straßen von
RRom, nein, sie
Ggeh’n nicht zurück

Markus Witte, Autor _ Nauen/D, 31.3.2026

Ich hörte, dass es in der Welt mehr Zeit als Verstand gibt, aber dass uns die Augen zum Sehen gegeben sind.

Ingeborg Bachmann „Was ich in Rom sah und hörte“ (Essay 1955)

Ingeborg Bachmann, Rom 1962 _ Heinz Bachmann

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Bild am Originalschauplatz

INGEBORG _ Akrostichon

Text Markus Witte, Autor _ Nauen/D

Fotos _ Rom _ Walter Pobaschnig

Markus Witte, Autor _ Nauen/D

Fotos_ Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Foto_ Markus Witte _ privat.

Fotos: Rom/Via Giulia _ Walter Pobaschnig 10/23.

Walter Pobaschnig, 31.3.26

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„ihr Werk hat etwas Überzeitliches, sorry für die großen Worte, aber so empfinde ich es“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Martina Hefter, Schriftstellerin _ Leipzig 25.6.2026

Ingeborg Bachmann _ Martina Hefter

2026 _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann, Rom um 1970

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

im Interview _ Martina Hefter, Schriftstellerin _ Leipzig

Liebe Martina Hefter, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns? 

Ich finde alles von Ingeborg Bachmann toll, ihr Werk hat etwas Überzeitliches, sorry für die großen Worte, aber so empfinde ich es.

Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?

Es ist auf gewisse Weise gnadenlos. Es ist ernsthaft, wahrhaftig.

Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben?

Für mich war – und ist -„Malina“ zu lesen eine Art Schlüsselerlebnis. Eine Offenbarung auch in formaler Hinsicht. Wie da eine Stimme hörbar gemacht wird. Wie die Intensität eines Erlebens, die Intensität des Denkens so sichtbar, fühlbar wird.

Wie siehst Du Ingeborg Bachmanns Gesellschaftskritik der zerstörenden und zerstörerischen patriarchalen Welt heute?

Immer noch ziemlich gültig.

Die Liebe in allen Facetten von Glück und Verhängnis ist ein wesentliches Thema in Gedichten wie Prosa Ingeborg Bachmanns_ „die Männer sind unheilbar krank…“ (Interview, 1971) _ wie lieben wir nach/mit Bachmann?

Wenn ich mir Bachmanns Beziehungen zu Paul Celan und Max Frisch, ansehe, erkenne ich darin ein – aus heutiger Sicht betrachtet  – nahezu klassisches patriarchales Muster.  Etwas vereinfacht ausgedrückt: Autoren schmücken sich mit einer bedeutenden Autorin, heiraten aber eine andere Frau, die vielleicht auch weniger Konkurrenz für sie bedeutet und  die ihnen den Rücken freihält. Wahrscheinlich geschah das nicht berechnend, vor allem Celan und Bachmann waren noch jung und hatten jeweils einen riesigen Ballast an Vergangenheit zu tragen, aber die Strukturen waren dennoch eben patriarchal, noch viel rigider als heute. Wenn ich jetzt auf diese Beziehungen schaue, die Briefe lese, erscheint es mir oft wie eine Art kopflose Schwärmerei, in die sich alle stürzten. Aber sowohl Celan als auch Frisch schienen da emotional einfacher wieder herausgekommen zu sein, weil sie weniger investiert hatten. Ingeborg Bachmann hat ja eigentlich nach außen hin die Unabhängigkeit postuliert und gelebt, fand die Ehe eine rückständige Sache, aber vielleicht war die Zeit noch nicht so weit, dass sie vollkommene Unabhängigkeit, ich meine jetzt eine emotionale, wirklich schon leben konnte.

Ich kann eigentlich nur für mich sprechen, und natürlich aus meiner Gegenwart heraus: Ich würde mich niemals auf solche Beziehungen einlassen. Jetzt sprechen wir ja von „red flags“ (auch wenn ich den Begriff blöd finde), und wenn man sich z.B. den Briefwechsel mit Max Frisch durchliest, wehen da eine ganze Menge davon. Auch im Austausch mit Paul Celan. Da würde ich Ingeborg Bachmann rückwirkend gern zurufen: Lass sie ziehen, Finger weg,  das ist Zeit- und Energieverschwendung! Man braucht doch gar nicht unbedingt eine Beziehung.“

„Es ist eine seltsame, absonderliche Art zu existieren, asozial, einsam, verdammt, es ist etwas verdammt daran“, so charakterisierte Ingeborg Bachmann in ihrer Rede zur Verleihung des Anton Wildgans Preises (1971) Schreiben und Existenz. Ist das Schreiben, die Kunst immer (auch) eine Form des persönlichen „Martyriums“?

Tatsächlich bin ich da anderer Meinung. Für mich ist jede Form künstlerischen Arbeitens wunderschön und erfüllend, auch wenn es natürlich anstrengende Phasen gibt, sowohl auf die handwerklichen, konkreten Prozesse bezogen wie auch auf emotionale Verfasstheiten. Aber was ich schon glaube, ist, dass dieses Schaffen aus einem gewissen Leidensdruck heraus entstehen kann. Und die Kunstausübung ist dann das Mittel, nachträglich etwas zu verstehen, zu begreifen, etwas darüber zu sagen.

Welche Aspekte in Bachmanns Schreiben möchtest Du neben den existenz- wie gesellschaftskritischen Grundpositionen noch hervorheben?

Auf jeden Fall die Musikalität ihrer Texte. Vor allem in der Prosa.

Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?

Das habe ich oben schon etwas beantwortet. Ansonsten hätte ich sie vielleicht gefragt, ob sie mit mir zusammen durch Italien reisen mag, einfach nur Urlaub machen und sich unterhalten.

Was sind Deine aktuellen Projektpläne?

Gerade habe ich mit einem neuen Romanprojekt  begonnen, das in zwei Zeitaltern spielt, sozusagen wird es zu  einem Teil eine Art historischer Roman. Aber natürlich nicht ohne die Gegenwart.

Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?

Ich muss immer wieder diesen Satz nehmen, auch wenn das einer der meist zitierten Sätze von. Bachmann ist: „Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar“, aus der Dankesrede für den Hörspielpreis der Kriegsblinden 1959. Auch außerhalb seines Kontextes finde ich den Satz komplett gültig.

Herzlichen Dank für das Interview!

Martina Hefter, Schriftstellerin

Zur Person: Martina Hefter ist Schriftstellerin und arbeitet auf dem Gebiet der Performance. Sie lebt in Leipzig, wo sie am Deutschen Literaturinstitut studierte. Ihr Roman »Hey guten Morgen, wie geht es dir?« wurde 2024 mit dem Deutschen Buchpreis sowie dem europäischen Prix Grand Continent ausgezeichnet und war ein SPIEGEL-Bestseller. Für ihre schriftstellerische Arbeit erhielt Martina Hefter den Großen Preis des Deutschen Literaturfonds und den Wiesbadener Literaturpreis. Zuletzt erschienen von ihr die Gedichtbände »Es könnte auch schön werden« und »In die Wälder gehen, Holz für ein Bett klauen«. (Text/Verlag _ Klett-Cotta)

Aktueller Roman:

„Tagsüber hilft Juno ihrem schwerkranken Mann Jupiter dabei, seinen Alltag zu meistern. Außerdem ist sie Künstlerin, tanzt und spielt Theater. Und nachts, wenn sie wieder einmal nicht schlafen kann, chattet sie mit Love-Scammern im Internet. Martina Hefter hat einen berührenden Roman über Bedürfnisse und Sehnsüchte im Leben geschrieben. Und darüber, wie weit man bereit ist, für die Liebe zu gehen.

Juno schreibt online mit Männern, die Frauen online ihre Liebe gestehen und so versuchen, sie um ihr Geld zu bringen. Doch statt darauf hereinzufallen, werden genau diese Männer zu einer Form von Freiheit für Juno. In den Gesprächen kann sie sein, wer sie will und sagen, was sie will – und das vermeintlich ohne Konsequenzen. Ganz im Gegensatz zu ihrem sonstigen Leben, in dem sie immer unterwegs, immer besorgt um Jupiter, immer beschäftigt und eingebunden ist. Also flüchtet Juno ab und zu vor ihrem Alltag ins Internet und spielt dort Spielchen mit Männern, die sie anlügen. Sie selbst wird zur Lügnerin. Aber ist es nicht so, dass man sich beim Lügen zuallererst selbst belügt?

Eines Tages trifft Juno auf Benu, der ihre Behauptungen ebenso durchschaut wie sie seine. Und trotz der Entfernung zwischen ihnen entsteht eine Verbindung. »Hey guten Morgen, wie geht es dir« ist ein tiefgehender Roman, aber so leichtfüßig wie eine Komödie.“ (Pressetext/Verlag)

13. Druckaufl., 2024, Erscheinungstermin: 13.07.2024, 224 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

ISBN: 978-3-608-98826-0

22 EUR

Foto: Ingeborg Bachmann _ Garibaldi Schwarze

Fotos: Martina Hefter _ Maximilian Gödecke Photography; Cover _ Verlag.

Walter Pobaschnig, 21.6.2026

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„Elisabeth kehrt zurück“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Anja Knafl, Schauspielerin _ Klagenfurt 25.6.2026

Anja Knafl, Schauspielerin, Schriftstellerin _ Klagenfurt _
performing „Drei Wege zum See“ am Originalschauplatz Klagenfurt _
„Drei Wege zum See“, Erzählung, Ingeborg Bachmann 1972 _
Fotos: Walter Pobaschnig 3/26, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz _ „Drei Wege zum See“

„Sie kam immer am Bahnsteig II an und fuhr vom Bahnsteig I weg.“

ELISABETH _ Akrostichon

Text & Performance  Anja Knafl, Schauspielerin, Schriftstellerin Klagenfurt.

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Anja Knafl, Schauspielerin, Schriftstellerin _ Klagenfurt _
performing „Drei Wege zum See“ am Originalschauplatz Klagenfurt _
„Drei Wege zum See“, Erzählung, Ingeborg Bachmann 1972 _
Fotos: Walter Pobaschnig 3/26, folgende

ELISABETH

Elisabeth kehrt zurück und merkt, dass die Vergangenheit sie immer schon erwartet hat.

Leben bedeutet manchmal, dieselbe Geschichte mit anderen Augen zu lesen.

Im Wasser des Sees spiegelt sich eine Wahrheit, die man nicht mehr vergessen kann.

Sie versteht plötzlich, dass Heimat nicht dort ist, wo man geboren wurde.

Auch Schmerz kann ein Ort sein, an dem man sich wiederfindet.

Bachmann wusste, dass die größten Reisen im Inneren stattfinden.

Erst wenn wir stehen bleiben, hören wir unsere eigenen Gedanken.

Trotz aller Wege bleibt eine Frage offen:

Haben wir den Mut, zu uns selbst zu reisen?

Anja Knafl, 8.3.2026

Anja Knafl, Schauspielerin, Schriftstellerin _ Klagenfurt _
performing „Drei Wege zum See“ am Originalschauplatz Klagenfurt _
„Drei Wege zum See“, Erzählung, Ingeborg Bachmann 1972 _
Fotos: Walter Pobaschnig 3/26, folgende
Anja Knafl, Schauspielerin, Schriftstellerin _ Klagenfurt _
performing „Drei Wege zum See“ am Originalschauplatz Klagenfurt _
„Drei Wege zum See“, Erzählung, Ingeborg Bachmann 1972 _
Fotos: Walter Pobaschnig 3/26, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz _ „Drei Wege zum See“

„Sie kam immer am Bahnsteig II an und fuhr vom Bahnsteig I weg.“

ELISABETH _ Akrostichon

Text & Performance  Anja Knafl, Schauspielerin, Schriftstellerin Klagenfurt.

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann am See _ Kärnten, um 1938 _
Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

„Drei Wege zum See“ Ingeborg Bachmann, 1972

Die Erzählung erschien im letzten Erzählband von Ingeborg Bachmann „Simultan“ ein Jahr vor ihrem Tod in Rom. In der Erzählung kehrt die Protagonistin Elisabeth (Fotografin) zu einem Besuch in ihr Elternhaus in Klagenfurt zurück. Auf den regelmäßigen Spaziergängen am nahen Kreuzbergl, alleine und mit dem Vater, begleiten Erinnerungen von Zeit und Leben wie Geschichte und Gesellschaft in Gedanken und Reflexion auf vertrauten Wegen der Kindheit

Ingeborg Bachmann entwirft eine historische Rück- und Zusammenschau österreichischer Geschichte im Dialog zu Existenzfragen um Familie, Liebe, Beruf. Die Verbindung eines individuellen Lebens- und Herkunftspanoramas mit zahlreichen literarischen Referenzen (Joseph Roth) macht den Text zu einem der Schlüsseltexte zu Leben und Werk Bachmanns.

Anja Knafl, Schauspielerin, Schriftstellerin _ Klagenfurt _

Fotos: Ingeborg Bachmann_ Familienarchiv Bachmann, Heinz Bachmann.

Fotos: Anja Knafl, Schauspielerin, Schriftstellerin _ Klagenfurt _
performing „Drei Wege zum See“ am Originalschauplatz Klagenfurt _
„Drei Wege zum See“, Erzählung, Ingeborg Bachmann 1972 _
Walter Pobaschnig 3/26

Walter Pobaschnig 8.3.2026

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