
Undine geht, Ingeborg Bachmann. Erzählung 1961 _
Walter Pobaschnig 8/24, folgende



100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _
Text & Performance am Originalschauplatz
UNDINE GEHT _ Akrostichon
Text _ Brigitte Baur, Schriftstellerin _ Wien
Performance _ Mara Christine Koppitsch_Schauspielerin _ Wien
Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig








Undine geht, Ingeborg Bachmann. Erzählung 1961 _
Walter Pobaschnig 8/24, folgende
UNDINE GEHT
U und willig dem Abschied nach jeder Umarmung
N Nein, natürlich nicht, ich sage ja nur, daß das Unglück der Frauen ein besonders unvermeidliches und ganz und gar unnützes ist
D Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.
I Ich mit der deutschen Sprache dieser Wolke um mich die ich halte als Haus
N nur Luft, Nachtluft, Küstenluft, Grenzluft, um immer wieder Atem holen zu können für neue Worte, neue Küsse, für ein unaufhörliches Geständnis: Ja. Ja.
E Es gibt keine guten Liebhaber. Es gibt höchstens Männer, mit denen es völlig hoffnungslos ist, und einige, mit denen es nicht ganz so hoffnungslos ist.
G Geh Tod! Und: Steh still, Zeit!
E Er war rückfällig geworden, und die Ordnung streckte einen Augenblick lang die Arme nach ihm aus
H Hätten wir das Wort, hätten wir die Sprache, wir bräuchten die Waffen nicht
T Tief im Grund verlang ich immer alles restlos zu erzählen, in Akkorden auszuwählen, was an Klängen mich umspielt
Brigitte Baur, 11.3.26
Das Akrostichon „UNDINE GEHT“ zitiert Texte Ingeborg Bachmanns (Undine Geht/Malina/Lyrik/Interviews/Reden). Anm.





Undine geht, Ingeborg Bachmann. Erzählung 1961 _
Walter Pobaschnig 8/24, folgende
100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _
Text & Performance am Originalschauplatz
UNDINE GEHT _ Akrostichon
Text _ Brigitte Baur, Schriftstellerin _ Wien
Performance _ Mara Christine Koppitsch_Schauspielerin _ Wien
Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _
Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.
UNDINE GEHT
Undine geht, Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961.
„Undine geht“ ist einer der zentralen Texte in Ingeborg Bachmanns Werk. Dieser erschien im ersten Prosaband „Das dreißigste Jahr“ und nimmt das Motiv des Undine Mythos _ Liebe, weibliche Menschwerdung, Verrat und Rache – auf und transformiert dies in die Struktur gegenwärtiger patriarchal geprägter Gesellschaftsverhältnisse in Macht und Zerstörung. „Undine geht“ ist einer der meist rezipierten Texte Bachmanns und erfährt zahlreiche künstlerische Zugänge und Dialoge.


Foto: Ingeborg Bachmann: Heinz Bachmann
Foto: Brigitte Baur _ privat.
Fotos: Mara Christine Koppitsch_Schauspielerin _ Wien _ acting „Undine geht““ _
Erzählung, Ingeborg Bachmann (1961) _
Walter Pobaschnig 8/24.
Walter Pobaschnig 11.3.26