„Geblendet von Worten ziehen sie hin“ Helmut Steiner, Schriftsteller  _ Give Peace A Chance _ Thürnthal/NÖ 11.8.2022

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G         Geblendet von Worten ziehen sie hin

I           in den Zwietracht der Macht, der Gier und des Geldes,

V         verführt zum Kampf als Nahrung des Krieges,

E          erhobenen Hauptes mit blitzendem Stahl.

P         Patriotismus im Dreck verblasst, zerfetzt von Granaten,

E          Ehre ersoffen im eigenen Blut und Gott zerfallen zu Staub im

A         apokalyptischen Ritt der Vernichtung, im

C         Chaos des Untergangs.

E          Es gibt keine Sieger im Rasen der Waffen.

A         Am Ende des Schlachtens blutet das Sein, es gebiert die Pein,

das Elend, den Hunger, die Not und den Tod.

C         Chrysanthemen welken im Nebel über

        Hügeln aus Leibern in gekalkten Gruben,

        auf verscharrtem Gebein,

N         namenlos, wenn

C         Chiones weiße Kristalle bitten zum Tanz im

E          eisigen Nordwind.


Helmut Steiner, 3.8.2022

Helmut Steiner, Schriftsteller  

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Helmut Steiner, Schriftsteller  

Helmut Steiner, 1956 in Krems an der Donau in Niederösterreich geboren, wuchs in einer Arbeitersiedlung am Stadtrand von Krems auf. Er studierte in Wien und verbrachte danach mehrere Jahre in Deutschland. Er lebt und arbeitet in Thürnthal (NÖ). In jungen Jahren als Musiker und Komponist aktiv, hat er über das Schreiben einen neuen Zugang zu kreativem Schaffen gefunden und bedient mit Lyrik, Kurzgeschichten und Romanen ein breites Spektrum der Literatur.

Auswahl Veröffentlichungen:

Ein Schneckenmärchen, 2021 Verlag BoD – Books on Demand, Norderstedt _ ISBN 978-3-7534-1649-6

Klagelieder, 2021 Herausgeber literatur thürnthal, Verlag BoD, Norderstedt, ISBN 978-3-7557-1199-5

Novemberwind, Lyrik, 2014 Verlag Berger Horn/Wien ISBN 978.3-85028-671-8

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Walter Pobaschnig _ 3.8.2022.

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„Dass wir aufhören uns anzugiften“ Maxi Obexer, Schriftstellerin _ Berlin 11.8.2022

Liebe Maxi, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Joyce kommt zu mir ans Bett und stubst mir den neuen Tag mit zärtlich an die Seite. Ich trinke Kaffee, lese ein paar Gedanken, geh raus, an meiner Seite der Hund, dem ich beim Schnüffeln zusehe, frage mich, was er dabei alles wahrnimmt und einordnet. Ich bilde mir meine Gedanken und lass sie kommen. Geh zurück an den Schreibtisch.

Maxi Obexer, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Dass wir aufhören uns anzugiften.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Neu wahrzunehmen

Was liest Du derzeit?

Vivian Gornick: The situation and the story

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Don’t walk behind me; I may not lead. Don’t walk in front of me; I may not follow. Just walk beside me and be my friend.“ (Unknown)

Vielen Dank für das Interview liebe Maxi, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Maxi Obexer, Schriftstellerin

https://m-obexer.de/

29.7.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Granaten, Überbleibsel altmodischer Weltkriege …“ Francisca Ricinski, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Bad Neuenahr-Ahrweiler/D 10.8.2022

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Granaten, Überbleibsel altmodischer Weltkriege …

Im Ohr, statt Störche im Flug, noch mehr Kanonen aus dem Bauch des Geparden, die

verjagen, zuschießen, sich für das Schmelzende, das Abstürzende feiern.

Erde. Ein Stück unserer Erde. Schon lange mit gemischtem Blut übersättigt, Stahldrähte strecken sich von Gehirn zu Gehirn,

Panzermotoren singen in der Brust aller Krieger.

Erde, das sind wir. Nicht nur ein Name, ein winzig galaktischer Punkt, Pingpong Ball in zwei angefeindeten Händen.  

Abgründe von unermässlicher Tiefe tun sich, wenn wir es zulassen, vor uns und in uns auf.

Chaos. Choräle und Celloballaden übertönen zwar den countdown, bald aber wird niemand mehr sie hören.

Erschütternder Blick. Jede Straße ist Teil eines Friedhofs. So ließe sich die Sintflut umschreiben.

Als gäbe es einen Übergott, der seinen Anhängern eine Unmenge an Kampfsucht einhauchte, oder eher einen grimmigen

Clown, der scheint, den Zweig in dem Schnabel der Taube nicht richtig zu mögen.

Homo homini lupus, das waren wir mal, doch nun sind wir wüster als Wölfe,

anstatt mit der Ausweglosigkeit der eigenen Falle zu hadern.

Noch steigt das Wurzelwasser zu den Zweigen. Selbst wenn die Wiedererlangung des Friedens eine

Chimäre ist,

Erde, gefährdeter Lebensbaum, rüttel und schüttel dich, lass Vögel und Raupen über gärende Kriegssprüche und -Aufrufe herfallen.


Francisca Ricinski, 2.8.2022

Francisca Ricinski, Schriftstellerin und Journalistin   

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Francisca Ricinski, Schriftstellerin und Journalistin   

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Walter Pobaschnig _ 2.8.2022.

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„Kunst ist für mich ein unbedingtes Lebenselixier“ Valentin Hauser, Autor _ Griffen/Kärnten 10.8.2022

Lieber Valentin, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Derzeit – also Anfang August 2022 – bestimmt das 290 Seiten umfassende und von mir geschriebene Manuskript für das Buch „Vergessene Wahrheiten“ den Tagesablauf. Gerade lese ich den vom Grafiker „gesetzten“ Text nochmals und achte dabei besonders auf die Positionierung der 130 Schwarzweißfotografien. Die Arbeiten werden aber bald abgeschlossen sein und der Auftrag für den Buchdruck bald erfolgen; geplantes Erscheinungsdatum ist der 23. September 2022.

Valentin Hauser, Autor

Zwischendurch bin ich mit der Erstellung eines Besuchsprogrammes für meinen Freund Peter Handke befasst, der – so wie alle Jahre – ganz privat und abseits von Medien im August einige Tage bei uns verbringt. Wir werden mit Sicherheit wieder die von ihm so geliebte Kärntner Almluft (Saualpe) genießen.

Valentin Hauser mit Nobelpreisträger und Freund Peter Handke, welcher in Griffen geboren und aufgewachsen ist

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?                                                        

Krisen hinterlassen oft Spuren und verändern unser Leben. Gerade jetzt in Zeiten von „Pandemie“ und „Putin“ (Krieg in der Ukraine) sind aus meiner Sicht gute Freunde, Partner und ein intaktes Familienleben besonders wichtig. Wertemäßig würde ich mir wünschen, dass uns (Nächsten-)Liebe, Solidarität, Toleranz, Verantwortung, Bescheidenheit und Kompromissbereitschaft begleiten.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Ich glaube, das wird sich noch zeigen. Wünschenswert aus meiner Sicht wäre es jedenfalls, dass es noch verstärkter zu einer Rückbesinnung kommt und sich die Menschen wieder mit dem befassen, was wirklich wichtig ist im Leben. Dazu gehören auch – in der modernen Zeit mitunter bereits stark vernachlässigten „altmodischen“ Dingen – beispielsweise das Lesen und die Beschäftigung mit Kunst und Kultur. Ich persönlich bevorzuge definitiv Bücher in Papierform und Kunst ist für mich ein unbedingtes Lebenselixier.

Was liest Du derzeit?

Bis vor einigen Tagen waren es in etwa 30 Bücher zu den Themen „Die NS-Zeit – Zweiter Weltkrieg in Kärnten – Die Aussiedlung Kärntner Slowenen*innen – Die Saualmpartisanen*innen“; all diese Bücher und Dokumenten aus zahlreichen Archiven bzw. Recherchen haben mich lange begleitet und stellten Sekundärliteratur für mein bereits erwähntes neues Buch „Vergessene Wahrheiten“ dar. Momentan steht das letztmalige Korrekturlesen desselben am Programm und danach freue ich mich – nicht ohne ein kleines Lächeln auf den Lippen habend – auf eine kleine Lesepause.

Erfahrungsgemäß wird diese jedoch nicht lange anhalten, denn es warten bereits eine Reihe neuer Bücher darauf, von mir verschlungen zu werden!

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Es gäbe wahrlich sehr viele, die mir hier einfallen würden. Aber bezogen auf mein neues Buch „Vergessene Wahrheiten“ drängt sich mir wahrlich ein Zitat von Ingeborg Bachmann auf: „Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar.“

Valentin Hauser, Autor

Vielen Dank für das Interview lieber Valentin, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Buchprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Valentin Hauser, Autor

https://www.valentinhauser.at/griffen.htm

Fotos_1 Karl Heinz Essl; 2 privat; 3 Kalian.

5.8.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Gewalt herrscht“ Jolanda Spirig, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Marbach/CH 9.8.2022

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Gewalt herrscht

In Europa

Verhandlungen? Verfolgung der Kriegsverbrechen?

Ein Frieden zeichnet sich nicht ab

Patriarchen hetzen – Geistliche auch

Es sei schon immer ihr Land gewesen

An diesen Flüssen hätten ihre Väter und Großväter gekämpft

Chancenlose junge Männer werden in die sinnlose Schlacht geworfen

Enkel, Söhne, Brüder

Angst und Gewalt zerstören Frauen, Männer und Kinder

Cocktailpartys finden trotzdem statt, Waffen rentieren und faszinieren

Hurra-Militarismus ersetzt das kritische Denken

An der Heimatfront regt sich zaghaft der verbotene Widerstand

Nicht alle Mütter wollen ihre Söhne auf dem

Champ d’honneur besuchen

Es muss ein Ende haben – jetzt!


Jolanda Spirig _ 2.8.2022

Jolanda Spirig, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Jolanda Spirig, Schriftstellerin

http://www.jolandaspirig.ch

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Walter Pobaschnig _ 2.8.2022.

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„Ein Buch ist oft der schnellste und günstigste Urlaub vom Alltag. Ohne Anreisestress.“ Susanne Kristek, Schriftstellerin _ Wien 9.8.2022

Liebe Susanne, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Aufstehen, Frühstück machen, duschen, schminken, ins Büro fahren, wo ich eine Agentur für Verkaufsförderung und Mystery Shopping leite.  

Susanne Kristek, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Das wir trotz aller Dramen den Humor nicht verlieren.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Schwierig, weil die Literatur doppelt betroffen ist. Preiserhöhungen in der Produktion auf der einen Seite, auf der anderen Seite wird das verfügbare Kulturbudget bei den Konsumenten auch deutlich weniger.

Dabei wäre ein Buch oft der schnellste und günstigste Urlaub vom Alltag. Ohne Anreisestress. Susanne Kristek, Schriftstellerin _ Wien 2.9.2022

Was liest Du derzeit?

Hamdraht von Martina Parker, meiner Schreibschwester.

Maksym von Dirk Stermann.

Beton Rouge von Simone Buchholz.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtet Du uns mitgeben?

„Du wirst nicht allzu weit kommen, wenn du nicht mutig genug bist es zu versuchen“ Dolly Parton

Vielen Dank für das Interview liebe Susanne, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Susanne Kristek, Schriftstellerin

https://superklumpert.com/

Foto_privat.

5.8.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Stille Kometen“ Gedichte. Angelika Stallhofer. Mit Illustrationen von Andrea Zambori. Edition ch

Angelika Stallhofer, in Villach geborene und in Wien lebende Schriftstellerin, legt mit „Stille Kometen“ einen Gedichtband vor, dessen Titelmetapher genau ins Herz dieser eindrucksvollen Poesie trifft. Ein einzigartiger sprachlicher Komet landet hier faszinierend im literarischen Jahr.

In einzigartig verdichteter Sprachkraft treffen hier Seite um Seite Gedichte genau wie „stille strahlende Kometen“ auf Leserin/Leser und es ist ein staunendes wie ergreifendes Lesen und Wirkenlassen im Zurücklehen und zum Sommerhimmel blicken. Stallhofer lädt zu einem poetischen Dialog zu Mensch, Welt und Zeit ein, der von der Aufmerksamkeit und Beobachtung, sowohl nach Innen wie nach Außen, ausgeht und dies in eine Sprache bringt, die direkt und konzentriert mitteilt wie Impuls gibt.

Die Gedichte Angelika Stallhofers knüpfen an große österreichische lyrische Traditionen mit Namen wie Ingeborg Bachmann und Christine Lavant im eindringlichen Sprachspiel einer Metaphorik, die immer ganz direkt auf Existenz und Sinn zurückverweist, an und finden dabei ihre ganz eigene Form und Ausdruckskraft, die begeistert.

Ein Gedichtband als wegweisendes Kunstwerk, der ohne Zweifel eine der großen Entdeckungen des literarischen Jahres ist. Hervorzuheben ist auch die wunderbare Bildsprache der Illustrationen der genialen in Neu-Ulm lebenden Künstlerin Andrea Zámbori, die ein einzigartiges Gesamtkunstwerk erzeugen.

„Angelika Stallhofer ist eine beeindruckende Sprachvirtuosin und ihr Gedichtband ist ein faszinierender poetischer Begleiter des Sommers, wie aller Jahreszeiten“

Angelika Stallhofer: Stille Kometen. Gedichte. Mit Illustrationen von Andrea Zámbori. Edition ch.

Walter Pobaschnig 8_22

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„feuer / frei“ Kerstin Becker, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Dresden 8.8.2022

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feuer

frei

espenlaub zittert uns gleich

unterholz hülsen gemäuer angstpisse

es klaffen die risse

rennt gottverdammt rettet euch

Kerstin Becker _ 31.7.2022

Kerstin Becker, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Kerstin Becker, Schriftstellerin

https://www.kerstin-becker-autorin.de/

Foto_Dirk Skiba

Walter Pobaschnig _ 1.8.2022.

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„Kunst ist eine Reflexion darüber, wie wir sein wollen“ Marianne Lang, Bildende Künstlerin _ Wien 8.8.2022

Liebe Marianne, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Den Sommer verbringe ich großteils am Land. Ich arbeite an kleineren Zeichenserien, nütze die Zeit aber vor allem dafür Ideen zu sammeln, zu erproben und neue Projekt zu planen.

Im September geht es zurück ins Atelier nach Wien und der Kalender ist wieder dicht gefüllt.

Marianne Lang, Bildende Künstlerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Die Welt stellt uns vor immer komplexere Probleme und fordert schnelle Anpassungsfähigkeit.

Was wir brauchen ist Kreativität, Einfallsreichtum, die Fähigkeit ungewöhnliche Transfers herzustellen und den Mut gängige Strukturen infrage zu stellen. Wenn wir Kreativität zulassen, sind wir alle dazu fähig.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Die Beschäftigung mit Kunst, ob Literatur, bildende Kunst, Musik…regt die eigene Kreativität an, erweitert aber vor allem unser Vorstellungsvermögen.

Ich denke, es ist auch eine Reflexion darüber, wie wir sein wollen.

Was liest Du derzeit?

Ich habe gerade von Barbara Frischmuth das Buch ,Die Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen, gelesen.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Wo immer man einen Schnitt macht, bleibt eine Wunde, aber manchmal fördert der Schnitt auch das Wachstum.“

Vielen Dank für das Interview liebe Marianne, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Marianne Lang, Bildende Künstlerin

www.mariannelang.at

Fotos_Marianne Lang

4.8.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Milde Gaben“ Donna Leon. Roman. Diogenes Verlag.

Es sind Zeiten, in denen sich so schnell alles verändert, denkt Commissario Brunetti, als er auf dem Heimweg von der Questura die Zeitung in den Papierkorb wirft. Alles ist in dieser Welt so im Fluss und darin gibt es so viel Helles und Dunkles, das sich so oft um das Geld dreht. Wie jetzt in der Pandemie, wenn so vielen Menschen geholfen wird und doch auch so viel Geld sich auflöst und auflöste ins dunkle Nirgendwo. So ist diese Welt, denkt er jetzt Zuhause am Sofa.

„Um seine Stimmung zu verscheuchen, machte Brunetti sich auf den Weg zu Paolas Arbeitszimmer…Ohne aufzublicken, sagte sie: „Gut, dass du da bist…“.

Und dann erzählt seine Frau vom Leben und der Liebe auf der Universität, die einen älteren verheiraten Professorenkollegen gerade durcheinanderwirbelt. Paola ist sehr wütend und schreibt einen Brief…

Hell und Dunkel der Liebe denkt Brunetti…

Und dann ist da Elisabeth, die Nachbarn, und sie bittet Brunetti um Hilfe in der Sorge um ihre Tochter. Sein Spürsinn und seine Erfahrung sind gefragt. Und Brunetti sagt zu und die Welt in Hell und Dunkel beginnt sich schonungslos zu öffnen und zu drehen…

Donna Leon, in New Jersey geborene Bestsellerautorin, legt mit ihrem „einunddreißigsten Fall“ des in Venedig ermittelnden Commissario Brunetti, einen weiteren wunderbaren Krimi vor, der in Sprachglanz, Spannung, Witz und Überraschung wie auch kritischen Gedankenimpulsen zu Leben und Gesellschaft erneut begeistert. Unvergleichlich lässt die Autorin in Lebens-, Gefühlswelten und deren Abgründe eintauchen und Seite um Seite brennt im begeisterten Lesen.

„Ein wie immer wunderbares Lesegeschenk von Donna Leon.“

„Milde Gaben“ Donna Leon. Roman. Diogenes Verlag.

Walter Pobaschnig 7_22

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