„Montag leuchtet im Spiegel“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Tali Okavi/Sandra Pascal _ Kiel/Klagenfurt 21.9.2026

Sandra Pascal, Schauspielerin _ Klagenfurt acting Malina _
Originalschauplatz _ Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Walter Pobaschnig 3/21, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance _ Originalschauplatz _ Wien

MALINA _ Akrostichon

Text _  Tali Okavi, Schriftstellerin _ Kiel

Performance_ Sandra Pascal, Schauspielerin _ Klagenfurt

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

MALINA

Montag leuchtet im Spiegel

Auch mein Blick, nackt mit

Leder Stiefel.

Ich bin es.

Name bitte, wer bist Du? 

Anima, das bin ich.

Tali Okavi, 29.7.2026

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance _ Originalschauplatz _ Wien

MALINA _ Akrostichon

Text _  Tali Okavi, Schriftstellerin _ Kiel

Performance_ Sandra Pascal, Schauspielerin _ Klagenfurt

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann Rom 1962 _

Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971.

Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Tali Okavi, Schriftstellerin
Sandra Pascal, Schauspielerin 

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Fotos: Tali Okavi _ privat

Fotos: Sandra Pascal, Schauspielerin _ Klagenfurt _  acting Malina _
Originalschauplatz _ Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Walter Pobaschnig 3/21, folgende

Walter Pobaschnig, 29.7.2026

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„Ich verstehe total, wie Du das meinst.“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Tali Okavi, Schriftstellerin _ Kiel 21.9.2026

2026 _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann

im Interview –  Tali Okavi, Schriftstellerin _ Kiel

Liebe Tali, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns? 

„… Mein Schweigen bedeutet vor allem, dass ich die Wochen behalten wollte, wie sie waren, ich wollte nichts, als eben ab und zu durch eine Karte von Dir die Bestätigung bekommen, dass ich nicht geträumt habe, sondern alles wirklich war, wie es war. Ich hatte Dich lieb gehabt, ganz unverändert, auf einer Ebene, die „jenseits der Kastanien“ war.“ August 1949, Ingeborg Bachmann an Paul Celan.

Mein persönlicher Zugang zu Ingeborg Bachmann liegt vor allem in den Themen Melancholie, Sehnsucht und allen Arten von Beziehungen, besonders das Zwischenmenschliche. Ihre Texte zeigen, wie eng Liebe und Schmerz miteinander verbunden sein können – vielleicht auf fatale Weise. Besonders beeindruckt mich, wie sie Gefühle von Einsamkeit, Hoffnung und Enttäuschung beschreibt. Ein Satz, der mich besonders anspricht, lautet: „Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar.“ Er zeigt für mich, wie wichtig Ehrlichkeit ist – auch wenn sie schmerzhaft sein kann und die eigene Schwäche sichtbar macht. Ihre Figuren sehnen sich nach Nähe und Verständnis, erleben aber oft Konflikte und Verletzungen in ihren Beziehungen, genauso wie sie es erlebt hat in ihrem Leben. Gerade diese Mischung aus Liebe, Sehnsucht und Melancholie macht ihre Werke für mich besonders bewegend und zeitlos. Ihre Melancholie trägt eine Wärme in sich, die mich erinnert, dass Tiefe oft im Stillen wächst. Das Schweigen kann so vieles Lebendigkeit und Auseinandersetzung in sich tragen, das Innere Leben ist genauso erregbar wie das äußere, vielleicht auch noch mehr.

Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?

Ich finde, bei Bachmann ist Sprache das Wichtigste. Sie schreibt sehr klar und direkt, aber trotzdem steckt unglaublich viel zwischen den Zeilen. Mich beeindruckt, wie sie über Themen wie Erinnerung, Schuld, Identität und Freiheit schreibt, ohne einfache Antworten zu geben. Ihre Figuren suchen ihren eigenen Platz und kämpfen oft gegen Erwartungen von außen. Außerdem gefällt mir, dass ihre Texte zum Nachdenken anregen und zeigen, wie viel Macht Sprache haben kann – sie kann verletzen, aber auch Menschen eine Stimme geben. Genau das macht ihr Schreiben für mich so besonders.

Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben?

Ein bestimmtes Werk Bachmann hervorzuheben wäre ein einseitiger Akt, den ich ungern vornehme. Es gibt aber ein Lieblingsgedicht; es ist das Gedicht „Das Spiel ist aus“. Das ist aber eine private Sache, es ist persönlich, und hat nur für mich eine spezifische Bedeutung.

Wie siehst Du Ingeborg Bachmanns Gesellschaftskritik der zerstörenden und zerstörerischen patriarchalen Welt heute?

In unserer Zeit ist es absolut aktuell auf mehreren Ebenen. Wir erleben grade den Globalen Wahnsinn der sich durch die Macht dieser Strukturen ermöglicht. Ingeborg Bachmann kritisiert in ihren Werken eine Gesellschaft, die von Macht, Gewalt und patriarchalen Strukturen geprägt ist. Sie zeigt, dass Frauen oft nicht als gleichberechtigt wahrgenommen werden, sondern Erwartungen und Zwänge ausgesetzt sind. Dadurch sind ihre Werke heute selbstverständlich hochaktuell und regen zum Nachdenken über Gleichberechtigung, Geschlecht, Freiheit und Validität an.

Die Liebe in allen Facetten von Glück und Verhängnis ist ein wesentliches Thema in Gedichten wie Prosa Ingeborg Bachmanns_ „die Männer sind unheilbar krank…“ (Interview, 1971) _ wie lieben wir nach/mit Bachmann?

Wir lieben immer noch mit der gleichen Intensität und dem Streben nach dem Wesentlichen. Heute würde man es psychologisch als „Trauma-Bonding“ nennen (die zerstörerische Beziehung mit Celan und Max Frisch). Heute hat man vielleicht mehr Bewusstsein dafür, man redet von „toxischer Männlichkeit“, „narzisstischen Männern“ und so weiter. Nichtsdestotrotz schützt Wissen allein nicht vor Verletzlichkeit, denn in jeder Beziehung, die wir mit jemand anderem eingehen, nehmen wir uns selbst mit, und unsere zuerst unheilbaren Teile agieren mit … Aber genug vom Psychologisieren.

„Es ist eine seltsame, absonderliche Art zu existieren, asozial, einsam, verdammt, es ist etwas verdammt daran“, so charakterisierte Ingeborg Bachmann in ihrer Rede zur Verleihung des Anton Wildgans Preises (1971) Schreiben und Existenz. Ist das Schreiben, die Kunst immer (auch) eine Form des persönlichen „Martyriums“?

Das ist eine sehr gute Frage, die viel Zeit zum Nachdenken braucht. Meines Erachtens geht es hier nicht um Martyrium, sondern um eine Art, das Leben und die Existenz wahrzunehmen – eine ständige Auseinandersetzung mit dem Selbst, dem Umfeld und dem sprachlichen Ausdruck. Schreiben erfordert oft stille, konzentrierte Phasen, in denen Beobachtung und Reflexion über das Innen- und Außenleben im Mittelpunkt stehen. Der Lärm des Alltags ist präsent, doch der eigentliche Raum entsteht in der Stille zwischen den Zeilen, in der sich Gedanken klären und Gefühle ordnen können. Manche erleben das Schreiben als eine Art fließende Leidenschaft, andere als eine harte Disziplin – beides kann intensiv und verdammt zugleich sein. Ob man dieses Schreiben bewusst wählt, hängt sicher vom Temperament ab, von der Bereitschaft, sich verletzlich zu zeigen, und von dem Mut, Grenzen zu verschieben.

Und ja, ob es fröhliche Schriftstellerinnen gibt ?

Welche Aspekte in Bachmanns Schreiben möchtest Du neben den existenz- wie gesellschaftskritischen Grundpositionen noch hervorheben?

Die Zärtlichkeit – die feine, poetische, weiche und zerbrechliche Seite ihrer Persönlichkeit, die sich in ihren Gedichten ausdrückt – zeigt sich in einer sensiblen Wahrnehmung des Anderen, einer tiefen Empathie und der Bereitschaft, Verletzlichkeit zuzulassen. Sie findet sanfte Töne neben scharfer Kritik, lässt Räume der Stille zwischen den Worten entstehen und verleiht Sprache eine zarte, fast berührbare Nähe. Diese Zärtlichkeit ist aber auf gar kein Fall eine naive Sanftmut sondern eine fast religiöse tat der  Offenbarung : “ Mit meiner verbrannten Hand schreibe ich über die Natur des Feuers.“

Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?

Ich verstehe total, wie Du das meinst.

Was sind Deine aktuellen Projektpläne?

Gerade arbeite ich daran, meinen Text zu lektorieren, der im kommenden Herbst in der literarischen Zeitschrift  „Lichtungen“ erscheinen wird, es handelt sich übrigens um die zerstörerischen Wirkungen des Krieges. Dazu arbeite ich an einem neuen Buchprojekt. Da ich auf zwei Sprachen arbeite, suche ich einen deutschsprachigen Verlag für mein Aktuelles Buch, „The Art Of Distance“ das im April 2025 auf Hebräisch erschienen ist.

Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?

ENTFREMDUNG

In den Bäumen kann ich keine Bäume mehr sehen.

Die Äste haben nicht die Blätter, die sie in den Wind halten.

Die Früchte sind süß, aber ohne Liebe.

Sie sättigen nicht einmal.

Was soll nur werden?

Vor meinen Augen flieht der Wald,

vor meinem Ohr schließen die Vögel den Mund,

für mich wird keine Wiese zum Bett.

Ich bin satt vor der Zeit

und hungere nach ihr.

Was soll nur werden?

Auf den Bergen werden nachts die Feuer brennen.

Soll ich mich aufmachen, mich allem wieder nähern?

Ich kann in keinem Weg mehr einen Weg sehen.

(Ingeborg Bachmann, 1948/49)

Herzlichen Dank für das Interview!

Tali Okavi, Schriftstellerin

Zur Person/über mich: Ich bin Tali Okavi, eine Schriftstellerin und Dichterin – geboren 1970 in der kleinen Stadt  Afula im Norden Israels. Ich studierte Kunst und Pädagogik in Israel sowie später in der Schweiz, was mir neue Perspektiven eröffnete und mein Verständnis von Sprache, Ausdruck und Kultur vertiefte. Seit dem Jahr 2000 lebe ich in Kiel, an der Ostsee – einem Ort, der mir Ruhe, aber auch eine produktive Distanz zu meinen Wurzeln schenkt – fern meiner Herkunftslandschaft  und doch in enger Verbindung zu ihr, innerlich und sprachlich. Obwohl ich in Deutschland lebe und in zwei Sprachen denke, schreibe ich nach wie vor auf Hebräisch. Meine Gedichte und Erzählungen erscheinen regelmäßig in renommierten israelischen Literaturzeitschriften und Tageszeitungen.

2013 veröffentlichte ich meinen ersten Gedichtband “ Eardrum of the Night“  beim Indiebook-Verlag in Tel Aviv – ein Werk, das sich mit Klang, Körperlichkeit und dem Fragmentarischen des Erinnerns auseinandersetzt. Es folgten „Strip“ (Bella Luna Verlag, 2017), das auch meine auf Deutsch übersetzte Erzählung Silvester enthält, sowie 2018 der Erzählungsband „Gland of Joy“, der beim angesehenen Verlag Kinneret-Zmora-Bitan-Dvir erschien und von Prof. Yigal Schwarz lektoriert wurde.

2019 wurden fünf meiner Gedichte in der deutschsprachigen Anthologie „Was es bedeuten soll“. Neue hebräische Dichtung in Deutschland (Parasitenpresse) veröffentlicht – herausgegeben von Gundula Schiffer und Adrian Kasnitz.

2020 nahm ich am Parataxe-Symposion in Berlin teil, einer bedeutenden Plattform für inter-nationale Literatur im deutschen Kontext. In der 17. Ausgabe des Stadtsprache Magazins wurden zwei meiner Gedichte veröffentlicht – Texte, die sich mit Fremdheit, Übergängen und dem Spannungsverhältnis von Nähe und Distanz beschäftigen.

Im Jahr 2023 wurde ich zum internationalen Lyrikfestival in Czernowitz eingeladen – eine Stadt, deren literarisches Erbe spürbar und inspirierend ist. Die Begegnungen dort, mit anderen Schreibenden, Sprachen und Geschichten, bereicherten mein Werk und Denken nachhaltig. 2025 erschien mein Aktuelle Buch „Die Kunst des Ferne“ im Pardes Verlag – eine Sammlung von drei Novellen, lektoriert von Prof. Yigal Schwarz.  Im Herbst 2026 wird ein Text von mir zum Thema Krieg, im „Lichtungen“ Magazin publiziert.

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Fotos: Tali Okavi _ privat

Walter Pobaschnig, 29.7.2026

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Zwischen Sturm und Stille. Wie ich der RAF entkam. Astrid Proll, Boris von Brauchitsch. Matthes&Seitz Verlag.

Zwischen Sturm und Stille. Wie ich der RAF entkam. Astrid Proll, Boris von Brauchitsch. Matthes&Seitz Verlag.

„Ich stand im Bad und spülte meinen Pass im Klo runter“

Jetzt geht es um das Loslassen. Vom Weg der Vergangenheit, der Zeit als Mitglied der RAF (linksextremistische Terrororganisation in Deutschland 1970 – 1998), der Gewalt, des Terrors, der Existenzen vernichtet, ein Land erschüttert hat.

„Loslassen fiel mir nie leicht, loslassen musste ich erst lernen.“

Die Trennung der Eltern, die Strenge der Klosterschule, der inhaftierte Bruder, der Besuch im Gefängnis und der Weg in die Gewalt der RAF…

„Manche Entscheidungen treffen andere für einen, manche gibt das Leben vor, aber es bleibt immer noch genug, die man selbst treffen muss…“

Und jetzt die Erinnerung, der Rückblick auf das Leben in Anfängen und Fängen, Aufbrüchen und Zerstörung, Haft und Neubeginn, loslassen und darüber schreiben…

„Gelegentlich kehre ich an Orte meiner Geschichte zurück, um sie mir zu vergegenwärtigen, denn manches kommt mir inzwischen unwirklich vor…“

Astrid Proll, Mitglied der frühen RAF, inhaftiert, untergetaucht und auf ihrem weiteren beruflichen Lebensweg als Fotografin, Autorin, Redakteurin tätig, legt eine Autobiographie vor, die aus erster Hand Einblicke in den persönlichen Lebensweg in und von der RAF wie den Ereignissen in den Jahren des RAF Terrors gibt. Offen und schonungslos schildert Astrid Proll Stationen, Begegnungen, Erfahrungen und legt so ein äußert bemerkenswertes biographisches wie gesellschaftliches Zeitdokument vor. Ebenso begleitet eine außergewöhnliche Fotostrecke dieses in jedem Fall ganz besondere Buch.

„Ein schonungsloser Erfahrungsbericht eines frühen RAF Mitglieds zwischen Gewalt und Befreiung“

Zwischen Sturm und Stille. Wie ich der RAF entkam. Astrid Proll, Boris von Brauchitsch. Matthes&Seitz Verlag.

232 Seiten, gebunden

Preis: 25,00 €

Foto: Cover _ Verlag

Walter Pobaschnig 9/26

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„Im Dunkel entwickelt sich das Ungesagte“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann – Text & Performance _  Asta Cink/Cozy Friedl _ Wien 20.9.2026

  Cozy Friedl, Jazzgeigerin, Sängerin, Komponistin_Wien  
performing Malina am Originalschauplatz Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Walter Pobaschnig 9/21 folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz „Malina“

INGEBORG _  Akrostichon

Text  _  Asta Cink, Bildende Künstlerin _ Wien

Performance _  Cozy Friedl, Jazzgeigerin, Sängerin, Komponistin_Wien 

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

  Cozy Friedl, Jazzgeigerin, Sängerin, Komponistin_Wien  
performing Malina am Originalschauplatz Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Walter Pobaschnig 9/21 folgende
  Cozy Friedl, Jazzgeigerin, Sängerin, Komponistin_Wien  
performing Malina am Originalschauplatz Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Walter Pobaschnig 9/21 folgende

INGEBORG


Im Dunkel entwickelt sich das Ungesagte

Nur Fragmente bleiben scharf

Gesichter tragen die Zeit wie Staub

Echo über Echo im weißen Raum

Blicke schneiden Spuren in den Körper

Ohne Namen stehen Figuren im Licht

Risse werden zu Landschaften

Gegenüber mir atmet noch jemand

Asta Cink, 12.5.29026

  Cozy Friedl, Jazzgeigerin, Sängerin, Komponistin_Wien  
performing Malina am Originalschauplatz Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Walter Pobaschnig 9/21 folgende
  Cozy Friedl, Jazzgeigerin, Sängerin, Komponistin_Wien  
performing Malina am Originalschauplatz Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Walter Pobaschnig 9/21 folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz „Malina“

INGEBORG _  Akrostichon

Text  _  Asta Cink, Bildende Künstlerin _ Wien

Performance _  Cozy Friedl, Jazzgeigerin, Sängerin, Komponistin_Wien 

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971.

Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.

 Asta Cink, Bildende Künstlerin
Cozy Friedl, Jazzgeigerin, Sängerin, Komponistin

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Foto: Asta Cink _ privat.

Fotos: Cozy Friedl, Jazzgeigerin, Sängerin, Komponistin_Wien  
performing Malina am Originalschauplatz Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Walter Pobaschnig 9/21.

Walter Pobaschnig, 15.5.26

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 „Fieberhaft! Das waren tolle Tage.“ _ 50 Jahre Bachmannpreis _ Nora Gomringer, Bachmannpreisträgerin 2015 _ Bamberg/D 20.9.2026

50 Jahre Bachmannpreis _

Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt

Nora Gomringer, Bachmannpreisträgerin 2015 _ vor der Lesung _
ORF Studio Klagenfurt/2015

im Interview _ 

Nora Gomringer/D  _ Bachmannpreisträgerin 2015,

Bachmannpreisjurorin 2018-2020

Liebe Nora, Du hast 2015 den Bachmannpreis in Klagenfurt, den größten und reichweitenstärksten deutschsprachigen Literaturpreis, gewonnen. Wie hast Du Deine Lesung/Kritik, die Lesetage, die Preisverleihung, diese Zeit rundum vor Ort erlebt? 

Fieberhaft! Das waren tolle Tage. Meine Mutter, meine Verleger, mein Bandkollege Philipp und meine Assistentin waren dabei. Ich hatte eine Art „Pit Stop Team“. Das war wunderbar, weil ich zum Fremdeln neigen kann. Ich war also gelöst und gut drauf und freute mich auf das Lesen des Texts. Sandra Kegel, die Jurorin auf deren Einladung hin ich teilnahm, war sehr von ihm überzeugt. Die wunderbare Maskenbildnerin Michaela Haag hat mich fröhlich gemacht und dann lief der Auftritt rasch und klar ab, es gab Lacher und danach Bravo-Rufe. Ich war happy. Das schönste Geräusch war das Mitblättern der Studiogäste. Die Besprechung der Juroren danach habe ich nicht richtig mitbekommen. Es war das Übliche an Kritik und freundlichen Lobes, sah ich danach. Die restlichen Tage (es war super gut, dass ich am ersten Tag dran war! Das wünsche ich immer allen; da ist die Presse wach, viele Leute schauen drauf und das setzt den Ton) waren eher amüsant. Bei mir war damals ja auch Jürg Halter und Ronya von Rönne, die mit Security ankam.

Am Morgen der Verleihung bin ich in den Gottesdienst und stellte fest, dass ich einen Fleck auf dem designierten Outfit hatte, also musste ich improvisieren. Hätte ich gewusst, was der ORF nach der Preisverleihung noch für den Rest des Tages geplant hätte, hätte ich ein Survival Pack ins Studio gebracht. Danach war es, als hätten sie mich kurzfristig angestellt. Drei Stunden Dreh und Herumfahren. Nette Leute von der Produktion, aber natürlich nicht das Richtige, wenn man gerade gewonnen hat und Eltern, Freunde und Kollegen einen sprechen möchten und man noch 9 Stunden nach Hause fahren muss, um am nächsten Tag um 8 Uhr im Büro zu sein. Die Preisverleihung war also etwas unglücklich, wobei der Moment an sich – im Studio – auf den Fotos viel Glück zeigt. Ich nehme an, dass ganz Österreich extrem enttäuscht war, dass Theresa Präauer nicht gewann. Persönlich gratulierte ich Dana Grigorcea sehr herzlich, denn eigentlich hatte ich mir den 3Sat Preis sehr gewünscht. 

Nora Gomringer, vor der Lesung _ Bachmannpreis 2015
Jury 2015 (nicht im Bild Klaus Kastberger, Hildegard Elisabeth Keller)

Kurz bevor wir gefahren sind, haben wir meinen Studioblumenstrauss noch bei Ingeborg Bachmann aufs Grab gelegt. Das war mir wichtig. Meine Mutter und ich haben die Situation fotografiert. Meine Mutter hat meinem Verleger vor Spannung im Studio fast die Hand gebrochen. Eine niedliche Vorstellung, dass sie Händchen hielten. 

Nora Gomringer im Siegerininterview
Familiengrab Bachmann _ Ingeborg Bachmann und ihre Eltern _
Klagenfurt/Annabichl
Klagenfurt/Henselstraße _ hier wuchs Ingeborg Bachmann auf _ Foto: 2015

Du bist jetzt über 10 Jahre Bachmannpreisträgerin. Wie wirkte/wirkt sich dieser Preis auf Deinen literarischen/künstlerischen Weg aus?

In den Jahren bis Covid wurde ich immer mit dem Preis vorgestellt; letzthin kam jemand in mein Büro und bot sich als Sprechtrainer für Stipendiaten und eventuell auch mich an, falls ich mal beim Bachmann-Preis mitmachen wollte. Als ich ihn informierte, dass ich ihn tatsächlich auch mal gewonnen hatte, war er ahnungslos. Es ist also nicht so, dass sich der Gewinn fest in die Leute einprägte, aber er ist ein Ausweis in der eigenen Vita. Und verbindet mich mit einer gewissen Aura, die das alles trägt. Das ist schön, ehrenvoll und irgendwie tröstlich. Außerdem hat der Preis genau den guten Namen, den es braucht, um ausländische Verlage und Übersetzer – die interessantesten Menschen und Leser der Welt! – auf einen aufmerksam zu machen. Durch die vielen Übersetzungsprojekte, die klugen Fragen meiner Übersetzerinnen und Übersetzer vieler Sprachen verstehe und sehe ich die Welt besser. Denen ist so viel zu danken. So unendlich viel. 

Pressekonferenz nach der Preisverleihung _ Nora Gomringer, Bachmannpreisträgerin 2015 (dritte von links) mit Valerie Fritsch (zweite von links) _ Kelag Preis und BKS-Bank-Publikumspreis  (Stadtschreiberstipendium Klagenfurt) _
Dana Grigorcea (erste von links) _ 3sat-Preis
und Hubert Winkels (Juryvorsitzender, erstmals)

2018-2020 warst Du in der Bachmannpreisjury. Wie hast Du diesen Studiotischwechsel erlebt? 

Hm. Ich fühlte mich …seltsam uninformiert. Abgesehen davon, dass ich mir die etwa 180-250 Einsendungen wirklich alle händisch angesehen habe, die mich persönlich erreicht hatten, verstand ich, dass das so wohl längst nicht alle Juroren taten. Jeder schien ein eigenes System zu haben und da ich einfach kein Insider im Literaturbetrieb bin, außer, dass er mich hier und da zu einem macht, weil er dann für Kürzestmomente um mich oder meine Produkte kreist, verstand ich nicht, wie ich mit den anderen Kritikern darüber hätte sprechen können. Auch war ich gegen eine 2020-Produktion. Ich hätte es passend gefunden, im Jahr der globalen Unsicherheit, diese durch ein Aussetzen zu markieren. Aber natürlich nachvollziehbar, dass wenn etwas einmal seine Abwesenheit unbeschadet erlebt, Geldgeber sagen können: Ach, dann braucht es das ja nicht mehr. Man muss in der Kultur auf der Hut sein, sich nicht selbst abzuschaffen, weil man so preiswert, handlich, gefällig wird. Kurzum: Die Juryarbeit, die ich heute in drei Gremieren mache, mache ich besser. Die Autorinnen und Autoren, die ich aber da ins Licht setzen konnte im Studio, hinter denen stehe ich voll und ganz und interessiere mich für deren Wege und Projekte. 

Jury 2020 _ online Bachmannpreis _ Jurorin Nora Gomringer (oben ganz rechts) _
Christian Ankowitsch moderiert den online Bachmannpreis 2020 im leeren ORF Studio/Klagenfurt

Was unterscheidet die Kritik einer Autorin von jener einer literarisch nicht schreibenden Jurorin? Was ist ihre Stärke? 

Ich fühlte zu viel Benommenheit, um pointiert und gut im Juryverband zu wirken. Meine Stärke war vielleicht, besondere sprachliche Bilder recht schnell als Bullshit oder poetische Potenz zu erkennen. Im Schreiben gibt es unendlich viel „Gepose“. Autoren erkennen untereinander, wer sich da wie vor den Spiegel stellt. Es ist dann feine Diplomatie, den stillen Pakt mit Kollegen zu erhalten oder zu verraten, was da läuft. 

Jury Bachmannpreis 2019 _ Nora Gomringer (zweite von links)

Welche Bedeutung hat der Bachmannpreis für die deutschsprachige Literatur – für Schreibende, Verlage, Presse, Publikum? 

Er ist ein Ausweis der Exzellenz. Jede Szene baut sich ihre Formen der Distinktion. Der Preis ist ein großer Teil davon. Der ORF, 3sat und SRF ? machen das mit viel Power. Ich fand die Produktion an sich sehr spannend. Denn was für ein Horror: So viel Text und Bild zu verbinden. Das eine strebt zum Langsamen, das andere verschnellert sich nur noch. Crazy. Zwei Gangarten, die die Sache an sich zu zerreißen drohen und doch: gelingt es. Immer wieder. 

Was ist Dein Bachmannpreis 50er Geburtstagswunsch? 

Dass sich die große Bachmann nicht zu oft im Grabe umdrehen musste bisher. Dass wir nachfolgenden Autorinnen und Autoren ihrem Namen Ehre machen. Und ich wünsche der Produktion des Bewerbs stetige Gelder, um das Aussehen der Produktion stets in ihr Ansehen wandeln zu können. 

Robert Musil Literaturmuseum _ Klagenfurt

Herzlichen Dank für das Interview und alles Gute! 

Nora Gomringer, Bachmannpreisträgerin 2015, vor der Lesung

Zur Person/Website: Nora Gomringer » Vita 18.9.26

Bachmannpreis 2015 _

1. bis 5. Juli 2015 im Klagenfurter ORF-Theater des Landesstudios Kärnten

Die Preisträgerinnen:

Nora Gomringer _ Bachmannpreis

Valerie Fritsch _ Kelag Preis und BKS-Bank-Publikumspreis  (Stadtschreiberstipendium Klagenfurt)

Dana Grigorcea _ 3sat-Preis

Jury:

Meike Feßmann

Stefan Gmünder

Klaus Kastberger (erstmals)

Sandra Kegel

Hildegard Elisabeth Keller

Juri Steiner

Hubert Winkels (Juryvorsitz, erstmals)

Lesestuhl Bachmannpreis _ ORF Studio Klagenfurt

Alle Fotos_ Bachmannpreis 2015/18-20 Klagenfurt/ORF Studio _ Walter Pobaschnig/2015-20

Walter Pobaschnig, 18.9.2026

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„Ich bin ein Bewohner des Alltäglichen“ _ 5 Fragen _ Karl Johann Müller, Schriftsteller _ Vorarlberg 19.9.2026

5 Fragen an Künstler:innen

Karl Johann Müller, Schriftsteller

Lieber Karl Johann, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich bin ein Bewohner des Alltäglichen. Diese Struktur fesselt mich mehr als sie mir Freiheit gibt. Schon am Morgen begegnen mir Belanglosigkeiten, wie lauwarmes Wasser in der Dusche, Zahnbürste und Rasierapparat. Ich rieche Gewohnheit und Hygiene. Die Kleidung von gestern hat sich nicht von der Stelle bewegt. Für dieses Heute ist sie mir noch frisch genug.

Der Kühlschrank wirft ein kaltes Frühstück auf den ungedeckten Tisch. Manchmal denke ich darüber nach, ob ein warmes Porridge für meinen Magen nicht erträglicher wäre. Und manchmal, wenn mir meine Frau eines aufkocht, esse ich es auch brav und denke dabei an frische Brötchen, Marillenmarmelade und Butter. Erst der brühwarme Kaffee erinnert mich daran, dass die Nacht vorbei ist, meine Träume auf die nächste Schlafenszeit warten dürfen und mir die wachen Stunden, die vor mir liegen, Chancen offenbaren, die ich zu selten in der Lage bin, auch zu nutzen.

Ich hätte doch so viel zu sagen, soviel zu schreiben, aber die Trägheit meiner Gedanken und meines Körpers verharren stümperhaft in den leicht zu bewältigenden Gewohnheiten, die keine Mühe erfordern. Seit meine berufliche Tätigkeit ihre Notwendigkeit verloren hat, ist mein Tagesablauf zwanglos geworden. Ich unterliege nur noch der selbstverschuldeten Aufgabe, Texte für das Theater zu lernen, Regiekonzepte auszudenken, den Rasen zu mähen und auf die Mülltrennung nicht zu vergessen.

Aber es gibt sie noch diese Minuten und Stunden, wenn auch nicht täglich, an denen sich Ideen in geschriebene Worte verwandeln. Dann halte ich die Gedanken fest, binde sie an Papier und möchte sie nicht mehr loslassen, bis die Filter, die da heißen Form, Logik und Gemüt, nur wenig davon übriglassen.

Das sind die schönen Tage, an denen der Abend sich mit ein paar Sätzen schließt, die mir wert scheinen, sie zu bewahren.

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Für mich ist jetzt besonders wichtig, dass die Menschen es endlich schaffen, ihr Handeln und Denken nach Immanuel Kants kategorischem Imperativ auszurichten: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ Heruntergebrochen auf unser tägliches Leben formuliert es die Goldene Regel als universeller ethischer Grundsatz folgendermaßen: „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“ Wir sollten als Menschheit endlich lernen, was auch in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union verankert ist: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Es scheint aber, dass es nicht in unserer Natur liegt, sich an solche Grundwerte zu halten, weil sonst würden wir mit mehr Respekt miteinander umgehen. Der Mensch ist eben ein Mängelwesen und diese Mängel sind die Ursache für viele kleine und große Probleme, mit denen wir seit jeher zu tun haben und wahrscheinlich, solange die Menschheit existiert, zu kämpfen haben werden. „Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen“, singen die Engel in Goethes Faust. Mir geht es nicht um die Erlösung, sondern um das Bestreben, die eigene Freiheit dort enden zu lassen, wo die Freiheit des anderen beginnt. Mehr können wir nicht tun, als uns darum zu bemühen, in jedem den Menschen zu sehen, den Menschen in seiner Unzulänglichkeit und Unverlässlichkeit. Und die Mängel, die wir für uns selbst in Anspruch nehmen, auch jenen zuzugestehen, über die wir uns so gerne erheben. Wenn es möglich wäre, uns Menschen dieses Streben als naturgegeben einzupflanzen, könnte es sein, dass viele Konflikte nicht mehr existent wären.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater, der Literatur, der Kunst an sich zu?

Was für einen gesellschaftlichen Neubeginn und Aufbruch soll es denn geben? Ich sehe keinen. Ich wünschte mir so sehr, es gäbe ihn. Und „alle“ suggeriert die Illusion von einer Gemeinschaft, in der jede und jeder zumindest annähernd die gleichen Ansichten teilt. In diesem Sinne gibt es kein Alle. Jeder hat die Freiheit, mit dem, was er wahrnimmt, was er liest und lernt, was die alten und neuen Medien ihm bieten, nach seinem Dafürhalten umzugehen. Jeder nach seinen Möglichkeiten. Noch dürfen wir individuelle Entscheidungen über unser Denken, unsere Einstellung zur Gesellschaft, der Welt und zu unserem Tischnachbarn selbst treffen. Das, finde ich, ist erhaltenswert. Über bestehende Gefahren, die diese Freiheit bedrohen, nachzudenken, zu diskutieren, ist ebenfalls wichtig. Die Welt wächst zusammen. Leider nicht als Gemeinschaft, sondern als Konvolut, innerhalb dessen die einzelnen Teile darum streiten, wer von wem mehr abhängig gemacht werden kann.

Genauso werden die sogenannten „westlichen Gesellschaften“ zunehmend vom Streit der Ideologien beherrscht. Die einen sind auf der Suche nach dem Verbindenden, die anderen nach dem Trennenden, während wir alle unausweichlich in die Abhängigkeit von Digitalriesen und Geldbaronen schlittern und die sogenannte „Mittelschicht“ langsam ausgedünnt wird. Der Schutz der Freiheit des Individuums innerhalb der Regeln, die für ein Zusammenleben unabdingbar sind, ist derzeit nach meinem Dafürhalten die größte Herausforderung. Der Streit innerhalb unserer Gesellschaft um die Vorherrschaft einer Ideologie ist in vollem Gange. Dabei scheinen jene im Vorteil zu sein, die auf unsere emotionalen Reflexe setzen. Insoweit muss es enorm befriedigend und erhebend sein, Schuld zuzuweisen, Feindbilder zu schaffen, ohne dabei genau hinsehen und recherchieren zu müssen.

Genau Hinsehen – das ist die Aufgabe, die der Kunst im Allgemeinen und dem Theater und der Literatur im Besonderen zukommen sollte und im Großen und Ganzen auch zukommt. Sie können, zumindest solange sie diese erhaltenswerte Freiheit noch haben, gesellschaftliche Herausforderungen auf die individuelle Ebene herunterbrechen, Sprachrohr für Einzelschicksale sein und Verallgemeinerungen desmaskieren. Genauso können Sie Utopien und Dystopien entwickeln, ohne den Anspruch auf Realität zu erheben. Real ist nur die Kunst selbst. Ihre Interpretation bleibt individuell. Aber nicht nur ihre Interpretation, auch ihre Wirkung ist es. Wenn vor etwa 250 Jahren Friedrich Schiller von der Schaubühne als moralische Anstalt, als einem Ort der Aufklärung und sittlichen Bildung sprach, mag das damals auf jene Teile der Oberschicht, die sich Theateraufführungen angesehen haben, in eingeschränktem Maße zugetroffen haben. Für alle anderen war es damals schon unbedeutend. Kunst ist vielschichtig, greift nach allen Richtungen. Wenn das nicht so wäre, hätte sie ihre Freiheit verloren. Da sich damals wie auch heute bei Weitem nicht alle Menschen mit Kunst beschäftigten bzw. beschäftigen, sind ihre Themen, Provokationen, leisen Andeutungen, rührenden und umrührenden Performances nur in sehr beschränktem Ausmaß dazu geeignet, gesellschaftlichen Einfluss auszuüben, Denkweisen zu ändern oder zu lenken. Zumal diejenigen, die sich intensiv und bewusst mit Kunst auseinandersetzen, das zum größten Teil nur tun, weil ihnen der ideologische Unterbau, auf dem ein Kunstwerkt ruht, auf den ein Theaterstück Bezug nimmt oder den ein literarischer Text vertieft, schon vorher vertraut waren. Und doch braucht die Gesellschaft alle diese Formen der künstlerischen Auseinandersetzung mit sich selbst, sowohl zur Identifikation, zur Selbstbestätigung, als emotionale Ergänzung als auch als Feindbild, Reibebaum oder kognitive Herausforderung. Ohne die Kunst in ihren vielfältigen Ausdrucksformen wäre die Gesellschaft wie eine Landschaft ohne Farben.

Was liest Du derzeit?

Zuletzt gelesen habe ich „Das Café ohne Namen“ von Robert Seethaler und „Der Abituriententag. Die Geschichte einer Jugendschuld“ von Franz Werfel. Jetzt habe ich eine Ausgabe von Ingeborg Bachmanns sämtlichen Erzählungen zum Wiederlesen zur Hand genommen.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Freiheit herrscht nicht“ von Erich Fried

Vielen Dank!

Karl Johann Müller, Schriftsteller

Zur Person: Karl Johann Müller, geb. 1960 in Bludenz, lebt in Vorarlberg, schreibt Kurzgeschichten und Lyrik seit 2013, Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien, Hauptpreisträger Hildesheim 2017 und Lyrik Preis International 2024, 2. Preis Lyrik beim Landschreiber Wettbewerb 2025, Einzelveröffentlichung: „Da war doch noch. Prosa trifft Lyrik – Edition ArtScience 2024

Foto: Karl Johann Müller _ privat

Motiv: Walter Pobaschnig.

19.7.2026_ Walter Pobaschnig

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„Lautlos erklingt diese Stimme“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Elfriede Schüsseleder, Schauspielerin _ Wien 19.9.2026

Undine geht _
Elfriede Schüsseleder, Schauspielerin, Autorin _ Wien
performing Undine geht/Donau Wien _
_ „Undine geht“ Ingeborg Bachmann (1961) _ Wien _
Walter Pobaschnig 7/26, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance  _ Donau/Wien

LIEBE _ Akrostichon

Text & Performance _ Elfriede Schüsseleder, Schauspielerin, Autorin _ Wien.

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

LIEBE

L
autlos erklingt diese Stimme.

I nneres Beben und staunendes

E rkennen.

B ündnis der Seelen in

E wigkeit.

Elfriede Schüsseleder, 5.8.26

Undine geht _
Elfriede Schüsseleder, Schauspielerin, Autorin _ Wien
performing Undine geht/Donau Wien _
_ „Undine geht“ Ingeborg Bachmann (1961) _ Wien _
Walter Pobaschnig 7/26

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance  _ Donau/Wien

LIEBE_ Akrostichon

Text & Performance _ Elfriede Schüsseleder, Schauspielerin, Autorin _ Wien.

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Undine geht, Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961.

„Undine geht“ ist einer der zentralen Texte in Ingeborg Bachmanns Werk. Dieser erschien im ersten Prosaband „Das dreißigste Jahr“ und nimmt das Motiv des Undine Mythos _ Liebe, weibliche Menschwerdung, Verrat und Rache – auf und transformiert dies in die Struktur gegenwärtiger patriarchal geprägter Gesellschaftsverhältnisse. „Undine geht“ ist einer der meist rezipierten Texte Bachmanns und erfährt zahlreiche künstlerische Zugänge und Dialoge.

Elfriede Schüsseleder, Schauspielerin, Autorin

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann.

Fotos: Elfriede Schüsseleder, Schauspielerin, Autorin _ Wien_ 
performing Undine geht/Donau Wien _
_ „Undine geht“ Ingeborg Bachmann (1961) _ Wien _
Walter Pobaschnig 7/26.

Walter Pobaschnig, 5.8.2026

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„Allein, immer allein, selbst zu zweit“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _   Ioana Miron/Lara Bumbacher _ Bukarest/Wien _ 18.9.2026

Lara Bumbacher, Schauspielerin _ Wien  _  acting Malina _
Originalschauplatz _ Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Walter Pobaschnig 12/21, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance Originalschauplatz „Malina“ _ Wien.

MALINA_ Akrostichon

Text  Ioana Miron, Schriftstellerin _ Bukarest

Performance _ Lara Bumbacher, Schauspielerin

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

MALINA

M
anche Leute wissen nicht ganz genau

Alles, was ich in Momenten der Einsamkeit über sie sagen kann

Laut, oder still, die Rippen das Herz wie ein Korsett einengen –  Schweigen

Insgesamt, sind wir die Summe all dessen, was unausgesprochen bleibt

Nachts, wenn die Stille wie ein zu früh aufgesetzter Grabstein lastet

Allein, immer allein, selbst zu zweit.

Ioana Miron, 29.7.26

Lara Bumbacher, Schauspielerin _ Wien  _  acting Malina _
Originalschauplatz _ Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Walter Pobaschnig 12/21

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance Originalschauplatz „Malina“ _ Wien.

MALINA_ Akrostichon

Text  Ioana Miron, Schriftstellerin _ Bukarest

Performance _ Lara Bumbacher, Schauspielerin

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971.

Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.

 Ioana Miron, Schriftstellerin

Lara Bumbacher, Schauspielerin

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann.

Foto: Ioana Miron_ privat

Fotos: Lara Bumbacher, Schauspielerin _ Wien  _  acting Malina _
Originalschauplatz _ Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Walter Pobaschnig 12/21

Walter Pobaschnig, 29.7.26

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„eine Mischung aus Autorität und lyrischer Klarheit“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Ioana Miron, Schriftstellerin _ Bukarest 18.9.2026

Ingeborg Bachmann _ Ioana Miron

2026 _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

im Interview _ Ioana Miron, Schriftstellerin _ Bukarest

Liebe Ioana, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns? 

Lieber Walter, ich glaube, dass es der lebendige, grüne, kantige Stil ist, das mich an Ingeborg Bachmann schikt. Ich glaube, wir beide verstehen es, in die Tiefe des Seins zu blicken, wir verstehen es, jedes Gefühl zu analysieren, wie tief es auch sein mag, wir verstehen es, jeden Faden aufzunehmen und ihn zu einem Knäuel zu verwickeln, nämlich jenem des geschriebenen Bewusstseins, der Literatur, die wir als Lebensstil angenommen haben.

Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?

Sie nutzt die Sprache und ihre Kraft in hohem Maße. Es ist eine Mischung aus Autorität und lyrischer Klarheit, ein spielerisches Gleichgewicht zwischen Intellekt, Emotion und existenziellen Spannungen. All dies wird einzeln betrachtet, verschmilzt aber letztendlich auf künstlerische Weise mit einer einzigartigen Präzision, die immer wieder fasziniert. Ihr Stil besitzt eine zeitlose Lebendigkeit.

Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben und warum?

Die gestundete Zeit und Der Fall Franza diese beiden Werke sind meiner Meinung nach Meilensteine, sowohl was ihre Schriften betrifft als auch meine spätere Entwicklung als Schriftstellerin. Wenn man Texte findet, mit denen man sich identifizieren kann, wird der Weg des schriftstellerischen Schicksals immer klarer.

Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?

Ich hätte sie gefragt, wie sie dasselbe Bild, dieselbe Silhouette oder dieselbe Figuren wahrnehmen kann, wenn sie von unterschiedlichen Gemütszuständen beherrscht wird. Wie sie den Regen betrachtet, wenn sie traurig oder glücklich ist, wie sie sich in einem Museum verirrt und was sie dann erzählt. Wie sie die Zustände, die sie in den Gesichtern der Menschen ablesen kann, interpretiert.

Ich würde ihr auch sagen, dass ich mich in ihr wiederfinde, als hätten wir als Kinder zusammen gespielt und unsere Wege hätten sich irgendwann unwiderruflich getrennt. Doch ihr Eindruck, das, was in unserer gemeinsamen Erinnerung geblieben ist, würde mich immer leiten.

Was sind Deine aktuellen Projektpläne?

Meine Hauptprojekte sind meine Kinder. Es ist mir sehr wichtig, dass sie zu Menschen mit einem ausgeprägten Charakter heranwachsen. Daher schreibe ich still, übersetze viel, entdecke Welten durch die Verse und epischen Passagen von Schriftstellern. Ich möchte nicht so sehr poetische oder epische Stile kennenlernen, sondern auch Fragmente von Leben, die darin geschildert werden. Meine Projekte scheinen sich von selbst zu entwickeln, ich gebe ihnen nur die Richtung vor, und wenn die Zeit reif ist, werden sie sich von selbst bemerkbar machen. So finde ich zu mir selbst zurück, erschaffe mich neu, stelle mich wieder zusammen: durch Schreiben.

Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?

»Lesen ist ein Laster, das alle anderen Laster ersetzen kann oder zuweilen an ihrer Stelle intensiver allen zum Leben verhilft, es ist eine Ausschweifung, eine verzehrende Sucht. Nein, ich nehme keine Drogen, ich nehme Bücher zu mir, Präferenzen habe ich freilich auch, viele Bücher bekommen mir nicht, einige nehme ich nur am Vormittag ein, andere nur in der Nacht, es gibt Bücher, die ich nicht loslasse, ich ziehe herum in der Wohnung mit ihnen, trage sie vom Wohnzimmer in die Küche, ich lese stehend im Korridor …«

Aus dem Roman Malina

Weil ich selbst büchersüchtig bin. Und neben meinem Bett liegen immer Bücher. Edvard Munchs Tagebuch, Thomas Manns Doktor Faustus, Die stumme Patientin von Alex Michaelides, Being a man von Siri Hustvedt, Michael A. Singers Die Seele wird frei sein… Und viele andere, die wiederkehren oder umherirren wie die Träume.

Herzlichen Dank für das Interview!

Ioana Miron, Schriftstellerin

Zur Person/über mich Ioana Miron, geboren 1989 in Botoşani, Rumänien, schreibt Gedichte und hat vor kurzem Zeit begonnen, mit Prosa zu jonglieren, um ihre eigene Realität zu überdenken und zu polieren. Sie übersetzt Gedichte und Prosa aus dem deutschen und nordischen Raum. Sie ist auch Illustrator und Grafiker und Mitglied für Pen Rumänien. Sie lebt derzeit in Bukarest. (Iona Miron, 11/2022)

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann.

Foto: Ioana Miron_ privat

Walter Pobaschnig, 29.7.26

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„Männlichkeit“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Petra Mickl/Lisa Kröll _ Klagenfurt/Wien 17.9.2026

Lisa Kröll, Schauspielerin _ Wien _ acting Malina _
Ungargasse/Romanschauplatz Malina _ Wien
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig 1/22

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz Wien

MALINA _ Akrostichon

Text  _   Petra Mickl, Schriftstellerin _ Klagenfurt

Performance _ Lisa Kröll, Schauspielerin_Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

MALINA

M
ännlichkeit

A bhängigkeit

L iebe und Hass

I nnere Abgründe

N utzloses Unglück von Mann und Frau

A llgegenwärtig

Petra Mickl, 2.6.26

Lisa Kröll, Schauspielerin _ Wien _ acting Malina _
Ungargasse/Romanschauplatz Malina _ Wien
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig 1/22

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz Wien

MALINA _ Akrostichon

Text  _   Petra Mickl, Schriftstellerin _ Klagenfurt

Performance _ Lisa Kröll, Schauspielerin_Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971.

Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.

Petra Mickl, Schriftstellerin
 Lisa Kröll, Schauspielerin

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Foto: Petra Mickl _ privat.

Fotos: Lisa Kröll, Schauspielerin _ Wien _ acting Malina _
Ungargasse/Romanschauplatz Malina _ Wien
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Walter Pobaschnig 1/22

Walter Pobaschnig, 2.6.26

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