„Richtungen“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _   Roman Seeliger, Kabarettist Wien 1.8.2026

Roman Seeliger, Pianist, Kabarettist _ performing Ivan in „Malina“ _
Romanschauplatz Malina Wien _
Walter Pobaschnig 1/26, folgende _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz

INGEBORG _ Akrostichon

Text & Performance _  Roman Seeliger, Pianist, Kabarettist

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Roman Seeliger, Pianist, Kabarettist _ performing Ivan in „Malina“ _
Romanschauplatz Malina Wien _
Walter Pobaschnig 1/26, folgende _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971

INGEBORG

ihren

noblen,

großherzigen

Essays

besonders

originelle

Richtungen

gegeben.

Roman Seeliger,  27.1.2026

Roman Seeliger, Pianist, Kabarettist _ performing Ivan in „Malina“ _
Romanschauplatz Malina Wien _
Walter Pobaschnig 1/26, folgende _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz

INGEBORG _ Akrostichon

Text & Performance _  Roman Seeliger, Pianist, Kabarettist

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann ist 1946 in Wien angekommen und lebte hier bis 1953. In dieser Lebensphase kommt es zu wesentlichen Begegnungen, Inspirationen ihrer Texte. Ebenso ist es die Zeit erster Anerkennung als Schriftstellerin. Mit Wien bleibt die später in Rom lebende Schriftstellerin zeitlebens verbunden. Ihr einziger Roman Malina, den sie in Rom abschließt, spielt in Wien. Das „Ungargassenland“ im III.Wiener Gemeindebezirk ist dabei topographischer Bezugs- und Mittelpunkt. Ebenso nehmen viele Gedichte auf Wien Bezug.

Roman Seeliger, Pianist, Kabarettist _ performing Ivan in „Malina“ _
Romanschauplatz Malina Wien _
Walter Pobaschnig 1/26

Foto: Ingeborg Bachmann: Heinz Bachmann.

Fotos: Roman Seeliger, Pianist, Kabarettist _ performing Ivan in „Malina“ _
Romanschauplatz Malina Wien _
Walter Pobaschnig 1/26_
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971

Vielen Dank für die freundliche Kooperation an „Teppiche Tarani“ und „Timmy`s cut“ _ Ungargasse, Wien 1030.

Walter Pobaschnig, 27.1.2026

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„highly strung“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _  Norma Norvald, Schriftstellerin _ Waldviertel/AT 1.8.2026

2026 _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann _ Norma Norvald

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

im Interview _  Norma Norvald, Schriftstellerin _ Waldviertel/AT

Liebe Norma, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns? 

Meine erste Begegnung mit Bachmanns Schreiben, war als Germanistikstudentin in Norwegen. Erst hier in Österreich habe ich aber ihre Werke wirklich kennengelernt und erleben dürfen, welche fesselnde Wirkung ihre lyrischen Bilder und ausdruckstarke Sprache jenseits `der Wortlosigkeit` auf mich haben.

Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?

Aufrufe, Ellipsen, Appellen, an einen DU /ihr gerichteten Fragen, konkrete Bilder usw., schaffen eine Unmittelbarkeit und Dringlichkeit, als würde kein Abstand zwischen dem Zeitpunkt und der Räumlichkeit der Niederschrift und der Lesererfahrung bestehen. Ich finde, manche Schriftstellen tragen den Charakter apokalyptischer Vorboten aus einer ungeahnten Tiefe unseres Inneren; Aus jener existenziellen Tiefe, wo Phrasen und Floskeln ohnmächtig sind, kreiert Ingeborg Bachmann neue Wortkonstellationen für Schmerzerfahrungen in Begegnung mit dem Unfassbaren und in der Konfrontation mit der Gesellschaft als `Täter`.

Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben?

Beim Lesen von Bachmanns Texten wirkt stets ihre Stimme als Resonanzboden in mir. Daher möchte ich lieber betonen, wie Bachmann ihre Texte vorgelesen hat:

highly strung: In der Musik charakterisiert dieser Term eine intensive, emotional aufgeladene Spielweise, – ich denke hier unmittelbar an die Interpretation der jungen Cellistin Jaqueline du Pré von Elgars Cellokonzert, die Töne sind in jedem winzigen Nerv in mir bebend spürbar. Als literarisches Pendant zu Jacqueline du Pré gilt für mich Bachmanns Stimme, die ihre sonderbare Kraft in dem Melancholischen, Fragilen, Verletzbaren hat. 

„die Männer sind unheilbar krank…sie sind es, wussten sie das nicht? Alle…“ Ingeborg Bachmann in einem Interview, 1971.  Wie siehst Du Ingeborg Bachmanns Gesellschaftskritik der zerstörerischen wie selbst zerstörerischen patriarchalen Welt heute?

Die Kategorien `Mann` und `Frau` werden nicht mehr überall als absolute Größen gesehen, es gibt öffentliche und private Initiative, die für genderfluide Toleranz und Respekt kämpfen. Auf der anderen Seite werden in gewissen politischen Lagern sowohl eine verschärfte Intoleranz gegenüber diese Offenheit als auch eine Favorisierung der patriarchalischen Machtstruktur immer stärker spürbar. In Bezug auf solche Haltungen finde ich die Äußerung von Bachmann durchaus immer noch und immer wieder aktuell. Weiter ist es auch zu unserer Zeit de facto, dass Werbung, Mode und Trend immer noch starre Klischeebilder von Männlichkeit und Weiblichkeit präsentieren.

Was eine Gendersprache betrifft, finde ich das weiblich indizierende Suffix – in in einer Gesellschaft die Toleranz gegen Genderfluid zeigen will problematisch. Die – in Form unterstreicht eine kulturelle Sichtweise, in der das grammatikalische Geschlecht weitgehend mit den sexuellen Kategorien Mann / Frau gleichgesetzt wird, und die Vorstellung bei fehlendem Suffix männlich ist. Fehlt das Suffix – in, ist die kulturelle Logik, dass der Arzt, Autor, Hörer, Zuschauer weiblich sein könnte, auszuschließen. In meiner ursprünglichen Sprachkultur wurde die weiblich angehängte -in u.a. vor mehr als 40 Jahren aufgegeben, und daher ist der Vergleich vom grammatikalischen Geschlecht und biologischem Sexus weniger relevant, was auch nicht immer unproblematisch ist…

„Es ist eine seltsame, absonderliche Art zu existieren, asozial, einsam, verdammt, es ist etwas verdammt daran“, so charakterisierte Ingeborg Bachmann Schreiben und Existenz in ihrer Rede zur Verleihung des Anton Wildgans Preises 1971. Ist das Schreiben, die Kunst immer (auch) eine Form des persönlichen „Martyriums“?

Natürlich nicht, es ist wohl vor allem eine Frage an die Natur und die Weltsicht des schreibenden Menschen und wie er (der Mensch) worüber was schreibt. Aber ich neige dazu zu denken: gute Literatur kann Mensch nicht nur lediglich schreiben, die muss er (der Mensch) leben. Wie ein Teil des Lebens und des Lebendigen Leid ist, muss notwendigerweise auch ein Teil seines literarischen Ausdrucks Leid sein, oder?

Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?

Ganz oben auf meiner Wunschliste wäre, dass sie mir ihre Texte persönlich vorlesen würde.

Was sind Deine aktuellen Projektpläne?

Da ist schon einiges… Jetzt freue ich mich aber zuerst auf ein halbes Jahr als Stadtschreiberin für Waidhofen an der Ybbs, wo ich vor allem lyrisch wirken werden.

Herzlichen Dank für das Interview!

Norma Norvald, Schriftstellerin

Zur Person: Norma Norvald

*1978/ Norwegen. Seit 2015 sesshaft in Österreich. Lebt und arbeitet im Waldviertel. Beruflich: Autorin (GAV, Podium, IG Autorinnen und Autoren), Dozentin (BÖS) Kursleiterin für Deutsch und Basisbildung, Skandinavische Sprachen und Literatur Studium: Deutsche Philologie und Nordistik an der Uni. Bergen / Norwegen. Schreibt Lyrik und Prosa. Sonstiges: Vorliebe für alte Schreibmaschinen, schwarzen Kaffee, Waldlaufen und Katzen. Norma Norvald 17.6.26

Foto: Norma Norvald _ Station bei Undine _ Donau/Wien _ Walter Pobaschnig 10/25

Foto: Ingeborg Bachmann _ Garibaldi Schwarze

Walter Pobaschnig, 10.6.2026

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