„Wir brauchen eine zeitgemäße politische Literatur“ Alexander Graeff, Schriftsteller _ Berlin 24.10.2020

Lieber Alexander, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Juli und August sind bei mir immer Schreibmonate, in denen ich mir Zeit nehme für meine eigene Literatur. Auch in diesem Jahr habe ich an meinem Romanmanuskript gearbeitet. In den Monaten davor war der tägliche Ablauf natürlich stark beeinträchtigt durch die coronabedingten Einschränkungen. Nach dem Messe-Reinfall Mitte März bedeutete dies monatelang zuhause zu bleiben, stündlich die Pandemie-Dashboards zu studieren, komische Träume zu träumen, zu viel Junkfood zu essen und unter der Tatsache zu leiden, eine Fernbeziehung zu haben. Ich bin froh, dass diese Phase vorbei ist.

Alexander Graeff _ Foto _ Charlotte Werndt

 

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Was für uns alle wichtig ist, kann ich nicht beantworten. Für uns alle dringlich und politisch notwendig ist meiner Meinung nach, dass wir noch mehr strukturelle Probleme unserer Gesellschaft aufdecken; den queeren Blick kultivieren; dahin schauen, wo es weh tut. Wenn ich mir die Debatten der letzten Wochen anschaue, scheint dies vor allem die Sprache zu sein.

Krisen stören die Gewohnheiten und Selbstverständlichkeiten. Insofern macht auch die Corona-Krise deutlich, wie stark patriarchal verfugt unsere Gesellschaft immer noch ist, wie familialistisch Sozialpolitik ist und wie zutiefst hierarchisch Arbeit und berufliche Qualifikation gedacht werden. Die Frage nach Systemrelevanz zum Beispiel sollte fortlaufend gestellt werden.

Auch die vielfältigen Vernetzungen einzelner Bereiche einer Gesellschaft werden durch die Krise deutlich. Man kann – wie man es verwaltungsdeutsch gewohnt ist – eben nicht einfach nur ein weiteres Hygienerahmenkonzept veröffentlichen, darin von Praxisnähe sprechen und dann nicht berücksichtigen, dass geforderte Mindestabstände in den Berliner U-Bahnen ebenso wie in den meisten soziokulturellen Zentren der Stadt schlicht und ergreifend Unsinn sind. Insbesondere, wenn die Räume, in denen sich die Menschen aufhalten, eng sind und begrenzt (wurden).

 

 

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Literatur und Kunst verhandeln kulturelle Symbole, die nie unabhängig von sozialen Normen und Kontexten entstehen. Diese Symbole können den gesellschaftlichen Status Quo wieder und wieder aktualisieren oder den normativen Symbolkanon einer Gesellschaft stören, herausfordern, dekonstruieren. Die Kunst tut das schon ganz gut, finde ich, die Literatur in Deutschland hinkt aber dreißig Jahre hinterher.

Es wird also höchste Zeit, die oben erwähnten Strukturen und Vernetzungen in der Literatur zu thematisieren. Nicht, weil ich denke, dass dies Aufgabe der Literatur sei. Sondern weil ich denke, dass eine Literatur, die das tut, auch den Lebensrealitäten von Leser*innen entspricht, vielfältige Identifikationen ermöglicht und Sinnbezüge sichtbar macht, die in der Vergangenheit kulturbedingt unsichtbar gemacht wurden.

Konkret: Wir brauchen mehr Literatur über weibliche Körper, überhaupt über Körper jenseits der maskulinen Mythenproduktion. Wir brauchen mehr Literatur über sexuelle und geschlechtliche Vielfalt, mehr Literatur über Klassismus, Rassismus und Antisemitismus – mehr feministische Literatur, mehr queere Literatur usw. usf.

Wir brauchen eine zeitgemäße politische Literatur, die den hegemonialen Symbolkanon durchqueert, Strukturen und soziale Verfugungen sichtbar macht und so kritische Unterhaltung ermöglicht.

 

 

Was liest Du derzeit?

Ich habe gerade mit Chris Kraus‘ »Torpor« begonnen. Davor habe ich Christian Metz‘ hervorragenden poetologischen Essay »Beugung« gelesen. Wichtiger Text!

 

 

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Gerne einen aus dem oben erwähnten Essay:

»Politisch engagierte Lyrik behauptet also keinen sicher abgegrenzten, distanzierten Ort poetischer Autonomie mehr für sich, von dem aus sie die Welt und die Mitmenschen reflektieren könnte. Vielmehr besteht ihr Engagement in der fortlaufenden, gegenseitigen Verschränkung des Eigenen mit dem Fremden. […] Das Fremde ist nicht länger das Ausgegrenzte. Grenzen sind aber auch nicht einfach aufgehoben. Dichten ist nicht gleich Politik oder Ökonomie. In der Poesie interferiert […] das Fremde […] gleichwertig mit dem Eigenen und entfaltet sich so im Vielfältigen […]. Statt eine Metaposition oder gar Autonomie in Anspruch zu nehmen, verortet sie das Dichten gleichwertig im Miteinander- und Ineinanderfließen relationaler Diskurse.« (Christian Metz: Beugung. Verlagshaus Berlin, 2020. S. 25.)

 

 

Vielen Dank für das Interview lieber Alexander, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

 

5 Fragen an KünstlerInnen:

Alexander Graeff, Schriftsteller

https://alexander-graeff.blogspot.com/

Foto_Charlotte Werndt

 

 

19.8.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Kingsbridge – der Morgen einer neuen Zeit“ Ken Follett. Historischer Roman. Lübbe Verlag.

Ein Jahrtausend geht zu Ende. Das Jahr 997. Die Welt ist in Bewegung. Kriege und dunkle Wolken überall. Aber auch Hoffnung. Träume und Liebe. Verbotene Liebe…

Der Frühling beginnt sich jetzt mit dem Sommer anzufreunden. Es wird wärmer und der Blick zum Meer ist jetzt von Edgar, dem Bootsbauer,voller Sehnsucht. Er will aufbrechen. Nicht allein. Sunni soll mit ihm zum Horizont aufbrechen. Aufbrechen in ein neues Leben. Mit und durch Wind und Wellen, denn Sunni ist verheiratet. Beide sind entschlossen. Treffen sich am Strand…

Doch dann sieht Edgar noch einmal zurück. Zur Heimat, der Kirche, den Jahren der Kindheit. Erinnerungen, doch er vermisst es nicht. Die Zukunft liegt vor ihm. Jetzt mit jedem Ruderschlag. Mit Sunni neben sich.

Dann der Blick zum Meer. Edgar erschrickt. Er sieht Drachenköpfe. Schiffe am Horizont. Wikinger, Dänen. Er muss jetzt das Dorf warnen. Muss zurück. Die Glocke läuten. Und auch Sunni läuft den Weg entlang. Jetzt gilt es zu überleben…und alles wird sich verändern….

Ken Follett britischer Bestsellerautor legt mit „Kingsbridge – Der Morgen einer neuen Zeit“ einen mitreißenden Mittelalterroman vor, der in bester Spannungs- und Sprachkraft zu begeistern weiß. Der Autor schafft es meisterhaft das Leben in aller Sehnsucht und Dramatik darzustellen und die Mitte mittelalterlicher Zeit und Geschichte damit zu verbinden. Es ist eine Zeitreise in anschaulichen Lebensschicksalen verschiedener Bevölkerungsschichten, die sich alle in Wucht und Unerbittlichkeit von Leben, Liebe und Tod treffen.

„Ein Roman, der die Mitte des Lebens in Sehnsucht und Tragik meisterhaft wie zeitlos spannungsgeladen darstellt“

Walter Pobaschnig 10_20

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„Ich sehe jetzt viele Parallelen zum Improvisieren in der Musik“ Verena Zeiner_Pianistin _Wien 23.10.2020

Liebe Verena, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich versuche viel Zeit beim Klavier und mit Musik zu verbringen; mittlerweile gibt es auch wieder Termine und Besprechungen, aber auch einiges an organisatorischer und administrativer Arbeit. Was ich im heurigen besonderen Frühling für mich entdeckt habe sind ausgedehnte Spaziergänge. Diese versuche ich weiterhin beizubehalten. Meine Tagesgestaltung ist in den letzten Monaten sicher bewusster geworden.

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Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich glaube, es lässt sich nicht so leicht verallgemeinern. Aber was wir sicher alle brauchen können, ist eine gewisse Gelassenheit angesichts der Tatsache, dass wir nicht voraussehen können wie sich die Dinge in der nächsten Zeit entwickeln werden. Es lässt sich derzeit schwer vorausplanen. Und diesen Zustand anzunehmen, halte ich für hilfreich. Ich sehe hier viele Parallelen zum Improvisieren in der Musik – was ja mein Kerngebiet ist. Und oft passieren die wirklich spannenden Dinge aus der Improvisation und aus unvorhergesehenen Situationen heraus und nicht weil alles vorgeplant wurde. Ich sehe im Großen immer noch viele Chancen auch wenn mir natürlich klar ist, dass sich die Lage für viele unangenehm und existenziell bedrohlich zeigt.

 

 

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?

Für mich hat sich in den letzten Monaten wieder bestätigt, dass Musik mir gerade in schwierigen Situationen Halt und Sicherheit geben kann, wie sonst fast nichts. Und zwar deshalb, weil mich nichts so sehr in den Moment holt wie das Musizieren bzw. die Beschäftigung mit Musik. Ich bin dann einfach präsent im Hier und Jetzt. Da mache ich mir keine Sorgen, da habe ich keine Ängste, da bin ich einfach anwesend. Und daraus schöpfe ich viel Energie. Bzw. kann ich mich dadurch gestärkt Herausforderungen stellen.

Ich weiß, dass dieses Erlebnis von Präsenz, das ich beim Musizieren habe, sich auf Zuhörende übertragen kann. Kunst kann Menschen auf allen ihren Wahrnehmungsebenen gleichzeitig ansprechen: emotional, körperlich, mental.  Und deshalb ist sie so essentiell!

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Was liest Du derzeit?

Ich lese einiges parallel, aber ein Buch davon ist „Antifragilität“ von Nassim Nicholas Taleb. Ein anderes „Speak out!“ von Soraya Chemaly. Und dann noch ein Wien-Krimi von Alex Beer.

 

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Diese Zeilen sind aus dem Buch „Unverfügbarkeit“ von Hartmut Rosa, das ich auch für sehr passend für die aktuelle Situation finde (S. 71):

„Die unaufhebbare Spannung zwischen dem Versuch und dem Wunsch, Dinge und Ereignisse verfügbar zu machen, sie berechenbar und beherrschbar werden zu lassen, und der Ahnung oder Sehnsucht, sie als „das Leben“ einfach geschehen zu lassen, auf sie zu hören und dann kreativ und spontan auf sie zu antworten, zeigt sich tatsächlich auf allen Stufen und in nahezu allen Prozessen unseres Lebens – von der Geburt bis zum Tod. ….“

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Vielen Dank für das Interview liebe Verena, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

 

5 Fragen an KünstlerInnen:

Verena Zeiner_Pianistin, Komponistin, Rhythmikerin

https://www.verenazeiner.at/de/startseite.html

 

Fotos_Paul Zeiner (oben_1); Ina Aydogan (2,3)

 

18.8.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Ich hoffe, dass in der Kunstwelt ein Aufbruch im Sinne von Öffnung stattfindet“ Doris Schamp_Bildende Künstlerin _Wien _ 22.10.2020

Liebe Doris, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein Tagesablauf hat sich nicht sehr stark verändert. Durch die eingeschränkte Reisetätigkeit bin ich ein wenig sesshafter geworden, denn diesen Sommer wäre ich wieder nach Los Angeles geflogen.

Ich habe seit April einen Hund, der den Tagesablauf wahrscheinlich mehr verändert als die Corona-Krise selbst, und das auf eine sehr positive Weise.

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Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Jetzt ist es besonders wichtig, ein gutes soziales Netzwerk zu haben, das einen durch diese herausfordernde Zeit trägt.

Menschen, die alleine leben, fallen die Einschränkungen der sozialen Möglichkeiten sehr viel schwerer als denen, die eine Familie oder einen Partner haben. Es ist wichtig, dass wir uns alle um diese Leute kümmern, auch wenn es nur ein Anruf ist, um zu fragen, wie es dem anderen geht. Ein Zusammenhalt ist wichtig.

Die Krise hat auch nicht nur schlechte Seiten. Unsere Gesellschaft hat schon lange „eine Watschen“ verdient, um mal vom hohen Ross gestoßen zu werden.

Durch Krisen wächst man immer. Nicht jeder wird durch die Corona-Krise auch geistig wachsen, aber viele werden hinterfragen, was Sinn macht und was nicht. Was brauche ich, was kaufe ich, wohin reise ich?

Davor hatten wir das Gefühl, wir sind unverwundbar.

Auf andere Rücksicht zu nehmen ist durch das Tragen einer Maske eine auferlegte Maßnahme geworden. Rücksicht auf andere zu nehmen war vor Corona out. Da waren schon sehr viele auf einem Ego-Trip unterwegs.

Rücksichtnahme ist ein Wert, den die Gesellschaft jetzt wieder lernt, das finde ich gut. Wie nachhaltig dieser Lernprozess ist, werden wir sehen.

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Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst zu?

Welche Rolle die Kunst in dieser unsicheren Zeit eingenommen haben wird, werden wir, denke ich, erst retrospektiv sagen können.

Als Neubeginn werden wir unsere Werte jedenfalls definieren müssen, jeder für sich.

Generell hat es durch die Corona-Krise aber schon viele neue Initiativen gegeben, die zeigen, wo sich die Kunstwelt digital hineinentwickeln könnte, wenn die Ausstellungsräume nicht bespielt werden können. Solch eine Entwicklung mitzuverfolgen ist sehr interessant.

Im Mai war ich Teilnehmerin einer Kollaboration mit einem amerikanischen Filmemacher mit einer Online Vernissage am Ende. Initiiert wurde dieses Projekt von den Österreichischen Konsulaten in den USA. Die Erfahrung war genial.

Wir saßen mit Prosecco vor den Laptops, und die Eröffnung war genauso feierlich, wie bei einem realen Event. Man konnte Räume begehen und beim Hineinzoomen private Gespräche mit den Besuchern führen.

Kunst dokumentiert immer schon den Zeitgeist, und ich glaube, dass an keinem Künstler diese Zeit vorbeigehen wird, ohne dass sie Spuren in den Arbeiten hinterlässt.

In Salzburg gibt es derzeit eine Ausstellung in der ich vertreten bin, bei der ein Teil der Einkünfte dem Klimaschutz zugute kommt. Sie heißt: ART FOR A BETTER WORLD.

Ich glaube, dass es in Zukunft mehr Initiativen dieser Art geben wird, wo Kunst auch einen karitativen Zweck erfüllt und wichtige gesellschaftliche Themen anspricht.

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Als ich mit 18 Jahren Kunst studieren wollte, hat mein Großvater zu mir gesagt:

“ Kunst, kunst ma net a Göd geben?“

Für mich war immer klar, dass ich neben meiner freien künstlerischen Tätigkeit auch einen „normalen“ Brotjob habe. Ich denke, dass man als Künstler viel besser produzieren kann, wenn man krisensicher aufgestellt ist.

Ich unterrichte mit einer halben Lehrverpflichtung am Gymnasium Zell am See. Vor Corona wurde ich deshalb manchmal von Künstlerkollegen belächelt, weil ich auch in der Schule arbeite. Jetzt bekomme ich plötzlich Reaktionen der Bewunderung. Das ist verrückt.

Ich hoffe, dass in der Kunstwelt ein Aufbruch im Sinne von Öffnung stattfindet, und es in Österreich mehr um Qualität geht, und nicht darum, wessen Klasse man besucht hat, oder wen man persönlich kennt.

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Was liest Du derzeit?

Ich mag Sachbücher und lese momentan ein Buch über den Körper in der Bildenden Kunst.

 

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Wirklich ein Buch gelesen habe ich letzten Sommer im Urlaub in Marrakesch. Das war ein herzerfrischender Roman. Ich wünschte ich hätte mehr Zeit zum Lesen, das ist wie Urlaub ohne sich wegbewegen zu müssen.

 

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 Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

 

                        Can you do something about it?

            NO                                                                             YES

So why worry?                                                      So why worry?

 

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Vielen Dank für das Interview liebe Doris, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

 

5 Fragen an KünstlerInnen:

Doris Schamp, Bildende Künstlerin und Illustratorin

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Alle Fotos_Doris Schamp

 

18.8.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Das Palais muss brennen“ Mercedes Spannagel. Roman. Kiepenheuer&Witsch Verlag

Sie treffen sich im Cafè. Zu dritt. Ihr Mops ist mit. Heißt Marx. Der Mops muss sein, da der Windhund Saison hat bei der Bundespräsidentin. Und die Bundespräsidentin ist die Mutter von Lu. Lu, die jetzt mit Jo in seine Wohnung geht. Joint, Sex, Gespräche. „Danke, ich liebe Dich“ als Post-it an der Wand am Morgen. Dann geht es in die Sonne.  „Als Individuen können wir die Welt nicht retten“. In den Tag. Mit Marx…

Dann das Cafè Kino und Lili. Amore. Darauf die Jagd. Am Wochenende. Sonnenbrille und Schatten. Waffenschrank und Bar. Spaziergang außerhalb der Schusslinie mit TT. Erinnerungen an Vokuhila und Dutt. Das Wissen über Vater und Mutter. Burschenschaft und Rechtspartei – „Ich sagte, dass ich lieber kein rechtes Gedankengut in mir hätte.“

Und es geht weiter durch Tag und Nacht. Augenblick um Augenblick. „Und was ist das mit uns?“ Wir sind da. Das ist genug. Das ist viel…

Die österreichische Autorin Mercedes Spannagel öffnet mit Ihrem fulminanten Romandebüt „Das Palais muss brennen“ neue Wege moderner Literatur. Wenn das Leben noch einen Funken hat, dann muss die Sprache dafür brennen. Und es hat Funken, die sprühen, leuchten wie verglühen. Die Lebenswelt wird zum Tanz des Wortes. Der Text wird zur Flamme von Gedankenwelt und Realität in allen Erfahrungen, Widersprüchlichkeiten und Sehnsüchten.

Die Autorin verbindet in dieser selbstbewussten formalen Struktur kritischen Persönlichkeits- wie Gesellschaftsblick. Erfahrung als Fragment und Flüchtigkeit wird als Mitte von Sinn und Zeit gesetzt. Rasanz und Fragen bleiben in allem. Eine Generation am Weg. Und die Sprache am Weg dazu. Ein beeindruckender spannender literarischer Kunstgriff. Mercedes Spannagels Sprache ist ein glühendes Eisen, dass sie direkt aus dem verzehrenden Feuer einer Generation holt und in die Hornhaut der Gegenwart brennt.

Mercedes Spannagels genialer Roman sagt uns mit jedem Wort: Wenn das Leben noch einen Funken hat, dann muss die Sprache dafür brennen. Und das tut sie hier. Und wie!“

Walter Pobaschnig 10_20

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„Literatur und Kunst helfen im Widerstand gegen Banalität und Dummheit“ Romana Ganzoni, Schriftstellerin _Engadin/CH_21.10.2020

Liebe Romana, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich stehe um 6.30h auf, spaziere mit Mops Lulu, füttere Mops Lulu, füttere Kater Jachen, der schon seit Stunden an allen Türen kratzt, sein Zerstörungswerk am Teppich vollendet und schreit, esse mein Mus, trinke eine Tasse, dann nochmals zwei, drei, vier Tassen Kaffee. Schwarz. Sehr heiss. Wenn schlechtes Wetter ist, schreibe ich. Am Roman oder an einer Erzählung. Wenn das Wetter gut ist, spaziere ich durch den Wald und springe (im Sommer, Anm.)  in den Bergsee auf 1815 Metern über Meer. Zu Mittag esse ich meist Pasta. Ich spüle mit Prosecco. Immer. Dann mache ich einen Mittagsschlaf. Am Nachmittag habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht schreibe. Also lese ich. Auch Zeitung. Gegen Abend erledige ich Korrespondenz und andere Dinge, die nicht warten sollten. Lebensmittel einkaufen zum Beispiel. Und Prosecco. Seit diesem März kenne ich Netflix persönlich. Ab 22h werde ich sehr müde. Dann richte ich die Ohrstöpsel und höre Tipps zur Selbstvermarktung auf YouTube, denn das bringt mich im Schnitt nach zwei Minuten verlässlich zum Einschlafen.

Romana Ganzoni _ Foto _ Anna Positano

 

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Eine gute Frisur und Nerven wie Drahtseile.

 

Vor einem Aufbruch, Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Durchhaltewillen und tragfähige Beziehungen werden wesentlich sein. Literatur und Kunst schärfen die Wahrnehmung, fördern den Sinn für Ambivalenz, unterhalten und helfen, den Widerstand gegen Banalität und Dummheit aufrecht zu erhalten. 

 

Was liest Du derzeit?

Aktuell lese ich den Roman „Hyäne. Eine Erlösungsfantasie“ von Benjamin von Wyl. Das Buch wird im September bei Lektor Books erscheinen. Ich darf am 8. September an Benjamins Vernissage im Sphères, Zürich, moderieren. Den Text zu kennen, ist deshalb von immensem Vorteil.

 

Welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ich möchte mit dem Text, den ich meinem Roman „Tod in Genua“ (Rotpunktverlag, Edition Blau, Zürich, 2019) vorangestellt habe, schliessen. Er stammt vom grossen Genueser Cantautore Fabrizio de André und lautet:

E come tutte le più belle cose,

vivesti solo un giorno,

come le rose.

(Wie alle schönsten Dinge,

lebtest auch du nur einen Tag,

wie die Rosen)

 

Vielen Dank für das Interview liebe Romana, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

Ich habe zu danken, lieber Walter.

5 Fragen an KünstlerInnen:

Romana Ganzoni, Schriftstellerin

Bücher

Foto_Anna Positano

18.8.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Wie schwer ein Menschenleben wiegt – Sophie Scholl. Eine Biografie“ Maren Gottschalk. C.H.Beck Verlag.

1943. Der Zweite Weltkrieg tobt an allen Fronten. Die Schlacht um Stalingrad ist erschütternder Ausdruck von Tod, Leid und Elend im Angesicht und Schatten erbitterter Kriegstage. Das Ende wird herbeigesehnt. Das Schweigen der Waffen. Der Frieden…

18.Februar. Die Geschwister Hans und Sophie Scholl machen sich auf den Weg zur Universität München. In einem Koffer haben sie Flugblätter der Widerstandsgruppe „Die weiße Rose“, deren führende Mitglieder sie sind. Sie verteilen die selbst verfassten und gedruckten Texte, welche ein Ende des Krieges fordern und die nationalsozialistische Herrschaft in Macht und Gewalt anprangern, in den Gängen. Dann wirft Sophie Flugblätter von der Brüstung in den Lichthof. Schnell versuchen die Geschwister Scholl die Universität zu verlassen, es gelingt nicht. Sie werden gefasst, verhört und zum Tode verurteilt.

Es ist der 22.Februr 1943 als das Leben dreier junger hoffnungsvoller und so mutiger Menschen -Sophie Scholl, Hans Scholl, Christoph Probst – unter dem Fallbeil erlischt. Doch ihr Mut, ihr Freiheitsverständnis und Ihre Gemeinschaft bleiben ein leuchtendes Beispiel bis in die Gegenwart.

Maren Gottschalk, Journalistin beim Westdeutschen Rundfunk und Verfasserin zahlreicher Biographien, unter anderem von Sophie Scholl (2010), legt mit „Wie schwer ein Menschenleben wiegt – Sophie Scholl, eine Biographie“ eine beeindruckende sich auf Augenzeugenberichte, Textquellen wie Fotos gründende Lebensspurensuche vor, die Emotion und Gedankenwelt, Interesse und Wertbewusstsein der Studentin und Widerstandskämpferin Sophie Scholl (1921 – 1943) eindringlich öffnet und schildert.

„Eine biographische Spurensuche in bester historischer wie aufmerksam erzählender Lesart“

Walter Pobaschnig 10_20

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„Die Literatur und Kunst sollten Inspiration zu Mut und Aufgeschlossenheit sein!“ Carmen Kassekert_Schriftstellerin _ Klagenfurt 20.10.2020

Liebe Carmen, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Nicht viel anders als vorher. Als Kulturarbeiterin bzw. -veranstalterin habe ich vorher schon viel von zuhause aus gearbeitet. Ich genieße also die Vorteile des Home Office.

 

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Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Angst war noch nie ein guter Berater. Ich verstehe zwar, dass manche Menschen Angst haben, aber wir sollten uns nicht spalten lassen. Für mich heißt das, noch mehr als sonst auf die Bedürfnisse meines Gegenübers einzugehen, ihre/seine Situation wahrzunehmen und bestmöglich zu verstehen. So gut es geht, darauf eingehen – ohne mich selbst dabei zu verlieren. Insofern sehe ich Respekt, Demut, Einfühlungsvermögen und (Nächsten-)Liebe als besonders wichtig an.

 

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Als wesentlich empfinde ich, die gerade (oben) genannten Eigenschaften. Für einen Neubeginn braucht es außerdem Mut zur Veränderung und Aufgeschlossenheit gegenüber neuen (Lösungs-)Wegen – auch im Kunst- und Kulturbetrieb. Die Literatur und Kunst sollte Inspiration dahingehend sein!

 

Was liest Du derzeit?

Ich beginne gerade mit „Omama“ von Lisa Eckhart.

 

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Wir sollten uns alle nicht so wichtig nehmen, stattdessen genauer hinsehen.

 

 

Vielen Dank für das Interview liebe Carmen, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

Ich danke Dir! 😊

 

 

5 Fragen an KünstlerInnen:

Carmen Kassekert, Schriftstellerin

https://www.slamifyoucan.at/blog/

https://www.meinbezirk.at/klagenfurt/c-lokales/ausgezeichnet-fuer-zehn-jahre-poetry-slams-in-klagenfurt_a4154202

Foto_privat

 

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„Der Chauffeur“ Heinrich Steinfest. Piper Verlag.

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„Es waren zwei Sekunden, die das Unglück brauchte…“.

Paul Klee fährt in Tunnel ein. Dann geht alles blitzschnell. Er, der Chauffeur ist nun Passagier seines Audis. Da plötzlich das quergestellte Auto. Dann der Aufprall. Die Wucht, Gewalt von Geschwindigkeit und engem Raum. Dann der Aufschlag. Kopfüber im Auto. Der Sicherheitsgurt hält. Er blickt nach hinten zu seinem Fahrgast. Zieht ihn aus dem Auto. Das ist lebensrettend. Nur diese Entscheidung, dieser Moment ist jetzt da. Kein rundum. Flammen schlagen bald wild um sich. Es gibt Tote und Schwerverletzte. Auch ein Kind.

Martin Rehberg, der hinten im Auto saß, Klees Arbeitgeber, kündigt seinen Chauffeur. Die Rettung des Kindes hätte Vorrang gehabt. Das verlange die Moral. Klee bekommt eine Abfindung. Die ist hoch. Ein anderes, neues Leben wartet…

Jetzt hat Klee neue Pläne. Es geht um ein Haus am Waldrand. Ein Hotel sollte es werden. Zunächst geht es um das Wort. Die Wortschöpfung. Der Name ist das Fundament. „Hotel zur kleinen Nacht“. Das war der Name vor dem Kauf, vor aller Organisation. Mit dem Namen beginnt es. Der Morgen und die Nacht. Und der lange Weg durch die Nacht für Paul Klee und seine Wünsche, Träume und Lebenswendungen…

 

Heinrich Steinfest, vielfach ausgezeichneter Autor, legt mit seinem neuen Roman „Der Chauffeur“ eine ab- wie hintergründige Lebenshochschaubahn vor, die vom ersten Moment an in Bann zieht und spannungsgeladen im Sog weiterlesen lässt. Der Autor versteht es meisterhaft zu erzählen und in eine Geschichte hineinzunehmen, die bis zum letzten Wort nicht loslässt.

 

„Heinrich Steinfest ist ein Erzähler, vor dessen Spannungs- und Wortgewalt es kein Entkommen gibt“

 

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„Wir steuern auf eine Welt zu, in der die Arbeit als Lohnarbeit einmal ausgedient haben wird“ Iris-Maria Stromberger _ Schauspielerin, Schriftstellerin _ Wien 19.10.2020

Liebe Iris Maria, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich war seit Anfang Juli in der glücklichen Lage, wieder proben zu dürfen. Am 14. August konnten wir die Premiere feiern, nachdem wir etliche Wochen die sich wieder zuspitzende Lage der Corona-Erkrankungen verfolgten. Wir spielten im Freien mit genügend Abstand unter den ZuseherInnen, waren dabei jedoch eingeschränkt durch die jeweilige Wetterlage. Ungewohnte Bedingungen für mein Ensemble, mit dem ich hier fast jeden Sommer spiele. (Junges Theater Klagenfurt). Während des Lockdowns war es immer wieder ein Kraftakt, den Tag mit kleinen und größeren Aufgaben zu füllen. Gleichzeitig konnte ich das erste Monat gut zum Schreiben nutzen und einen Text finalisieren- das Stück wird kommenden Winter uraufgeführt. Wenn das Virus es will… 🙂

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Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich denke, es ist wichtig, das Virus Ernst zu nehmen, verantwortungsvoll zu handeln, ohne die Lebendigkeit völlig zu untergraben. Wir haben alle (unterschiedlich starke) Bedürfnisse nach Nähe, Beisammensein, Austausch im Live-Modus, nach der physischen Präsenz anderer Personen. Hier gilt es abzuwägen. Wen möchte ich tatsächlich berühren, wieviel Kontakt benötige ich, um meine Psyche zu versorgen und gesund zu bleiben? Worauf kann ich – Hand aufs Herz- gut verzichten? Und wieviel Bussi-Bussi-Gesellschaft war mir ohnehin immer lästig? Eine isolierte, vereinzelte, kontaktscheue Gesellschaft darf ebensowenig Folge der Corona-Krise sein wie eine zynisch-verrohte Haudrauf-Kultur. Ob Corona-Party oder zwanghafte Selbstisolation, beides sind traurige Auswüchse einer überfordernden Situation.

Ich denke, es ist wichtig Halt zu finden. Einen Blick nach innen zu werfen, falls dieser durch Geschäftigkeit gerne und leicht abgelenkt wird. Denn wenn es darauf ankommt, halten wenige Dinge dem Vakuum stand.

 

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater, Schauspiel, der Kunst zu?

Ich habe als Theatermacherin und Schauspielerin natürlich spezifisch eigene Ansprüche an mein Erzeugnis, aber allgemein halte ich eine breite Streuung und Förderung von künstlerischen Produkten für gesellschaftlich wichtig und wertvoll.

Aus meiner Sicht hat die Kunst dieselbe Aufgabe wie seit jeher: Vorlaut sein und sich nichts dreinreden lassen. Kunst soll nicht von der Politik vereinnahmt werden, nicht von herrschender noch von unterdrückter Ideologie. Im besten Fall ist ihre Ideologie nichts als sie selbst. Kunst oder Theater kann ohnehin nie auftreten, ohne gesellschaftlich relevante Kommentare zu hinterlassen. (Außer es handelt sich um eine wirklich stumpfsinnige Schenkelklopfer-Komödie)

Darum möchte ich dem Theater keine andere Bürde auftragen als vielleicht diese: Weiterzumachen.

Die Gesellschaft benötigt aus meiner Sicht eine bedingungslose Grundsicherung für alle Menschen, da wir auf eine Welt zusteuern, in der die Arbeit als Lohnarbeit einmal ausgedient haben wird. Es gilt, einen Lebenssinn zu fördern, der über den Broterwerb hinausgeht. Auch dafür kann das Theater gute Impulse geben, indem es das Thema direkt anspricht oder allgemein Menschliches verhandelt.

Was liest Du derzeit?

Ich habe vor Kurzem den Roman „Vater Unser“ der jungen Kärntner Autorin Angela Lehner gelesen, den ich sehr weiterempfehlen möchte. Im Mittelpunkt steht die „Anti-Heldin“ Eva, welche einen Amoklauf im Kindergarten behauptet, um in der Psychiatrie aufgenommen zu werden. Sie ist Überlebenskünstlerin, Schwindlerin, voller Lebensenergie und der festen Überzeugung, ihren magersüchtigen Bruder aus den Fängen der ÄrztInnenschaft retten zu müssen. Der Welt aus Evas Sicht zu begegnen ist ein großes Lesevergnügen aus schwarzem Humor und provokant-widerspenstigen Gedanken.

 

 

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

 Gerne eine Zitat von Theodor Adorno, das ich mir wie durch ein Wunder gemerkt habe (Zitate sind wirklich nicht meines, aber dieses ist an Poesie kaum zu überbieten). Aus dem Text Sur l´eau: „Vielleicht wird die wahre Gesellschaft der Entfaltung überdrüssig und lässt aus Freiheit Möglichkeiten ungenützt, anstatt unter irrem Zwang auf fremde Sterne einzustürmen.“ 

Vielen Dank für das Interview liebe Iris-Maria, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Theater- und Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Iris-Maria Stromberger_Schauspielerin, Schriftstellerin

https://www.landestheater-linz.at/public/Person%20Details?pid=2879

Foto_Florentina Amon

17.8.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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