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„Kunst darf und soll selbstbewusst in die Mitte der Gesellschaft drängen“ Mario Wurmitzer, Schriftsteller_ Wien 7.12.2022

Lieber Mario, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Unspektakulär. Ich schreibe an einem Roman und einem Theaterstück, spiele Lego mit meiner Tochter, beantworte Mails, gehe spazieren und möglichst oft ins Theater.

Mario Wurmitzer, Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Empathie. Wir sollten versuchen, uns nicht zu sehr auf uns selbst zu fokussieren. Verständnis füreinander und eine offene Kommunikation sind wichtiger denn je.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Die Kunst darf und soll selbstbewusst in die Mitte der Gesellschaft drängen, denn dort gehört sie hin. Sie muss nicht randständig sein, wenngleich es an den Rändern oft am schönsten ist.

Wir sollten darauf vertrauen, was Kunst seit jeher sein kann und immer sein wird: die faszinierendste Alternative zum Alltag, zur Routine, zur Wirklichkeit. Die Möglichkeit, andere Perspektiven einzunehmen. Eine potenziell lebensrettende Kraft.

Was liest Du derzeit?

„Aus der Zuckerfabrik“ von Dorothee Elmiger, „Die Wahrheit ist“ von Eshkol Nevo, „Johann Holtrop“ von Rainald Goetz und immer wieder gerne „Kasimir und Karoline“ von Ödön von Horváth.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ilse Aichinger: „Ob die weite Welt wirklich weit ist, das liegt an jedem Menschen.“

In Bezug auf mein eigenes Schreiben möchte ich noch ein Zitat aus dem Roman „Irre“ von Rainald Goetz anfügen: „Lieber täte ich mich jedenfalls als den peinlichsten PathetSepp anschimpfen lassen, als daß ich mich zu einem NieNixFalschSchreiber hochloben lassen möcherte, der immer recht schön recht hat.“

Vielen Dank für das Interview lieber Mario, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Mario Wurmitzer, Schriftsteller

Zur Person_ https://werk-x.at/?s=Wurmitzer

Foto Portrait_Ia Chikovani

Aktuelles Projekt_ THE SECRET BUBBLE : EINE VERSCHWÖRUNG

von Barbi Marković, Thomas Arzt und Mario Wurmitzer

WERK X-Petersplatz, 1010 Wien

Premiere_Mi 07. Dezember 2022, 19.30 Uhr _ weitere Spieltermine

THE SECRET BUBBLE : EINE VERSCHWÖRUNG

„Tagebuch für später“ Jörn Hühnerbein. Kul-ja! Publishing

Jörn Hühnerbein, Schriftsteller und Liedermacher, legt mit „Tagebuch für später“ einen Kurzprosa Band vor, der in einer außergewöhnlichen Verbindung literarisch-szenischer Miniaturen, die gekonnt zwischen tagebuchartiger Dokumentation und Fiktion chargieren, und kritischem existentiell-gesellschaftlichen Blick überraschen wie beeindrucken. Es sind Texte, die mitreißend in die Lebenswelt eintauchen lassen, mitnehmen wie auch Gedankenräume öffnen, in denen Leserin und Leser selbst weitergehen in Raum und Zeit.

„Ein Kurzprosaband, der ein szenisches Ereignis ist, und im Perspektivenwechsel einlädt zu hinterfragen, aufzubrechen, zu entlarven und zum Nachdenken anzuregen.“

„Tagebuch für später“ Jörn Hühnerbein. Kul-ja! Publishing 2022

Walter Pobaschnig 12_22

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„Galina“ Iris Schmidt, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ 7.12.2022

GIVE PEACE A CHANCE


Galina tanzt in ihrem Sommerkleid das bald ein Totengewand

Ins kleine Herz sich eingenist` die kalte Angst

Von Stein die Seel`

Ein Fieber heiß du wälzest deinen Kopf in Furcht

Passagen, gesicherte Korridore suchend

Erinnerte Ängste, nächtens

Albe schlüpfen zwischen Falten tiefstem Schwarz

Chöre

Einst Friedenslieder sangen

Am stählernem Himmel Bombendonner dräut

Courage!

Häuserruinen schließen ein die Furcht

Als Feuergarben schlagen hoch

Noch gibt’s ein Entrinnen

Courage! rufen sie

Eine Flucht zu wagen



Iris Schmidt, 17.11.2022

Iris Schmidt, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Iris Schmidt, Schriftstellerin

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 17.11.2022.

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„Gerne“ Nagy Vilmos, Regisseur _ Give Peace A Chance _ Wien 6.12.2022

GIVE PEACE A CHANCE


Gerne

Immer

Viel

Empathie

Praktizieren

Eventuell      

Alternative

Chancen

Ergreifen

Aber

Chaotische

Hybris

Abwehren

Niemals

Cholerisch

Explodieren

Nagy Vilmos, 14.11.2022

Nagy Vilmos_Regisseur, Produzent, Autor und Schauspieler

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Nagy Vilmos_Regisseur, Produzent, Autor und Schauspieler

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 14.11.2022.

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„Theater soll Utopien zulassen“ Susanne Draxler, Regisseurin _ Wien 6.12.2022

Liebe Susanne, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Proben, proben, proben, dazwischen mal kurz Yoga, essen und schlafen. Mehr ist grade im Moment nicht drinnen.

Susanne Draxler, Regisseurin, Schauspielerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Solidarität innerhalb und außerhalb unserer Gesellschaft.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Theater bzw. Kunst war und ist immer ein Spiegel der Gesellschaft, des Lebens. Kunst im Allgemeinen soll einerseits Freude machen, andererseits Alternativen zur Realität aufzeigen, Utopien zulassen und uns emotional zum Schwingen bringen

Was liest Du derzeit?

Narziß und Goldmund von Hermann Hesse, ich weiß nicht zum wievielten Mal.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ein Krieg lässt sich sehr leicht beginnen, unvergleichlich schwerer ist es danach all der Ungeheuer Herr zu werden, die er hervorgebracht hat.

Anna Politkowskaja

Vielen Dank für das Interview liebe Susanne, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

Ich danke auch

5 Fragen an Künstler*innen:

Susanne Draxler, Regisseurin, Schauspielerin

Zur Person_ https://werk-x.at/menschen/werk-x-petersplatz/susanne-draxler/

Foto Portrait_Andrea Peller

Aktuelles Projekt_ THE SECRET BUBBLE : EINE VERSCHWÖRUNG

von Barbi Marković, Thomas Arzt und Mario Wurmitzer

Inszenierung_Susanne Draxler

WERK X-Petersplatz, 1010 Wien

Premiere_Mi 07. Dezember 2022, 19.30 Uhr

THE SECRET BUBBLE : EINE VERSCHWÖRUNG

5.12.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Den Geschmack seiner Kindheit vergisst Peter nicht“ 80.Geburtstag Peter Handke, Schriftsteller _im Gespräch: Valentin Hauser, Autor _ Griffen/Kärnten 6.12.2022

Valentin Hauser, Autor, und Peter Handke_Griffen/Kärnten _
Geburts-, Kindheit-, und Jugendort Peter Handkes _ 80.Geburtstag Peter Handke, Schriftsteller, Literatur Nobelpreisträger 2019 (*6.12.1942 Griffen)
Beim erfolgreichen Schwammerlsuchen _ Valentin Hauser und Peter Handke _
Sommer 2022_Kärnten

Lieber Valentin, Du bist Autor und hast Dich in mehreren beeindruckenden Buchveröffentlichungen der letzten Jahre mit Geschichte, Kultur und Landschaft Deines Lebensraumes Griffen/Kärnten beschäftigt. Wie kommt es zu den Themenschwerpunkten Deines Schreibens und wie gestaltet sich der Schreib- Erarbeitungsprozess dazu?

Im ersten Buch „Greutschach – Ein Bergdorf erzählt“ mit einem ausführlichen Vorwort von Peter Handke, erzähle ich Geschichten über meinen Geburts- und Heimatort auf der Saualpe. Eine Zeitreise zurück in eine Welt, wie man sie sich heute gar nicht mehr vorstellen kann.

„Jahresringe – Das Leben des Walter Puschl“ ist das zweite Buch; es geht um einen Menschen, der eine sehr bewegte Lebensgeschichte aufweist und es geschafft hat, trotz großen beruflichen und wirtschaftlichen Erfolges bodenständig und seiner Heimat verbunden zu bleiben.  

„Die Saualpe – Eine beschauliche Wanderung durch Kultur und Geschichte“ mit einem Geleitwort von Peter Handke ist das nächste Buch von mir, in dem die Saualpe mit ihren rundum liegenden Dörfern von der Urgeschichte bis zur Gegenwart in vielfältiger Betrachtung vorgestellt wird.

„Die Bluttaten des Franz P.“. Im vierten Buch berichte ich über zwei Gräueltaten, die sich im Jahr 1941 in Griffen und Töllerberg bei Völkermarkt ereigneten. Die Ermordung von insgesamt neun Menschen erregten österreichweites Aufsehen und versetzten die Bevölkerung im Kärntner Unterland in Angst und Schrecken.

„Griffen, wie es früher einmal war – Ein Zeitbild um 1910“ mit einem Vorwort von Peter Handke, war mein fünftes Buch und ist ein Blick weit zurück in vergangene Zeiten; ein Streifzug durch das Alltagsleben der Familien in und rund um den beschaulichen Markt Griffen.

Bgm. Josef Müler, Valentin Hauser, +Fabjan Hafner, Peter Handke in der Gaststätte Mochoritsch, Griffen.

Im September 2022 stellte ich mein sechstes Buch vor, diesmal mit dem Titel „Vergessene Wahrheiten – Die NS- und Kriegszeit in Kärnten | Die Vertreibung der Kärntner SlowenInnen | Die Saualm-Partisanen“. DiesesBuch ist eine Art Chronik der Erinnerungen an eines der dunkelsten Kapitel der Kärntner Geschichte. Im Gespräch mit mir schildern Zeitzeugen oder deren Nachkommen bisher nirgendwo dokumentierte Lebensgeschichte. Die persönlichen Schicksale sind Teil der Erinnerungsarbeit und werden die Herzen der Lesenden berühren.

Du bist ein langjähriger Freund von Peter Handke, Schriftsteller, Nobelpreisträger 2019, der wie Du in Griffen geboren und aufgewachsen ist und heute am 6.Dezember seinen 80.Geburtstag feiert. 

Wann nahm Eure Freundschaft ihren Anfang und wie gestaltete sich diese in den Jahren und heute?

Mit Peter Handke verbindet mich eine jahrzehntelange Freundschaft, die durch Offenheit und gegenseitigem Respekt gewachsen ist. Wenn Peter in seine Heimat Griffen kommt, war/bin ich seit vielen Jahren immer wieder Quartiergeber und Freizeitbegleiter.

Peter Handke hat auch heuer Griffen und Kärnten besucht. Was ist für Euch ein „geglückter Tag“ (in Kärnten)?

Bereits zu Ostern ließen wir mit Peter und seiner Ehefrau Sophie einen alten Unterkärntner Brauch aufkommen. Wir waren bei der Auferstehungsmesse in der Kirche Griffen, dann wurde bei uns die Osterjause genossen. (Kärntner Reindling, Schinken, Salami, Eierkren , usw.) Das anschließende „Eierpecken“ durfte natürlich auch nicht fehlen.

In der Küche _ „Der Geschmack der Kindheit“

Im August waren Peter und Sophie für fünf Tage in Griffen und im Gebiet der südlichen Saualm, im Bergdorf Grafenbach. Es waren angenehme, lange Tage mit Wanderungen und Ausflugsfahrten und viel Bereden und deshalb kurzen Nächten.

„Erinnerungen“ Versuch über die Jukebox…
Peter Handke und Valentin Hauser an der Musikbox _ Griffen/Kärnten

Peter Handke ist ja ein begeisterter Schwammerlsucher. War dies auch auf dem Plan und wenn ja, war es erfolgreich? Welche Schwammerln bevorzugst Du und Peter Handke? Wie bereitet Ihr diese zu?

Peter ist ein leidenschaftlicher „Schwammerlklauber“ und hervorragender Pilzkenner, der neben Eierschwammerln und Herrenpilzen auch Schwämme sammelt, die mir unbekannt sind. Und genau diese unbekannten Pilze musste die Klade-Gastwirtin in Grafenbach für eine Freundesrunde als Vorspeise zubereiten. Hat ausgezeichnet geschmeckt.

Peter Handke bei der Kontrolle eines Pilzabdruckes.
Schuheputzen nach dem Schwammerlsuchen _
Sommer _ Griffen/Kärnten

Gibt es Kärntner Spezialitäten, die Peter Handke bevorzugt?

Peter ist nicht heikel, er bestellt sehr oft Cevapcici. Aber den Geschmack seiner Kindheit vergisst Peter nicht: es waren heiße Kartoffeln ohne Schale mit frischer Bauernbutter.

Sind bestimmte Feierlichkeiten, Ehrungen zum 80.Geburtstag Peter Handkes in Griffen geplant?

Aus Anlass des 80. Geburtstages ihres Ehrenbürgers Peter Handke wird die Marktgemeinde Griffen im Ortskern von Griffen einen „Peter-Handke-Platz“ mit einer Eisenskulptur (6 x 3 m) mit Zitaten von Handke und einem sog. Sprechbrunnen gestalten.

Gespräch im Bürgermeisteramt _ Griffen

Es gibt in Griffen auch ein Peter Handke Museum. Wie kam es dazu, was ist da zu sehen, wann ist es geöffnet?

Seit dem Jahr 1997 gibt es im ehemaligen Prämonstratenserstift Griffen (3 km westlich des Marktes Griffen) die „Peter Handke Literaturausstellung“, die 2012 und 2017 neu gestaltet wurde.Sie dokumentiert vor allem Handkes Leben und Werke mit verschiedensten Exponaten und Fotos und ist täglich von 9 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Nähere Auskünfte: https://www.griffen.gv.at/Peter_Handke

Was macht für Dich den Freund Peter Handke aus und was schätzt Du an Peter Handke sehr?

Peter wirkt in die Medien anders als er privat im Freundeskreis tatsächlich ist. Ich schätzte an ihm, dass er in privatem Kreis sehr gesellig sein kann, die einfache Sprache (seiner Freunde am Land) liebt und einem in Not geratenen Freund sein letztes Hemd geben würde.

Am „Wutzler“ _
Peter Handke, Bgm.Josef Müller, Valentin Hauser _ Griffen/Kärnten

Gibt es ein Buch Peter Handkes, das Du hervorheben möchtest?

Diese Frage stellte mir sinngemäß Handke vor einigen Jahren und er war überrascht, als ich ohne Zögern sagte: „Über die Dörfer“. Peter meinte, dass dieses Buch eigentlich (s)eine Familiengeschichte mit starken Inhalten und emotionalen Erinnerungen sei. In der Nobelpreiserede zitierte Handke einige Textpassagen aus diesem Buch.

Du bist selbst auch erfolgreicher Autor. Was sind Deine aktuellen Projekte?

Nach der Buchpräsentation „Vergessene Wahrheiten“ im September d. J.  dachte ich: jetzt wird Ruhe einkehren. Das war ein Trugschluss, ich erhielt sehr viele Einladungen zur Präsentation meines Buches, unter anderem von Buchhandlungen, Schulen, Büchereien, Bildungsinstitutionen bis hin zur Universität Wien.

Im Hinterkopf habe ich zwei, drei Ideen, die wieder zu Papier gebracht werden könnten!

Lieber Valentin, herzlichen Dank für das Gespräch und die Fotoimpressionen!

Alles Gute für Dich persönlich und Deine Buchneuerscheinung! Herzliche Grüße und Gebrtstagswünsche bitte auch an Peter Handke!

Valentin Hauser und Peter Handke _
Sommer 2022_Kärnten
Zum 70. Geburtstag erhielt Peter Handke von seiner Heimatgemeinde Griffen einen sechsfach veredelten Apfelbaum mit verschiedenen Apfelsorten. Der Baum wurde mit dem Wohnmobil von Valentin und Edith Hauser nach Chaville gebracht und von Peter Handke eigenhändig gepflanzt.

Walter Pobaschnig 12_22

https://literaturoutdoors.com 12_22

„Blutmond“ Harry Hole ermittelt. Jo Nesbo. Ullstein Verlag.

Los Angeles. Da ist die Bar. Der Whiskey. Der Schmerz. Die Frau. Alles liegt weit zurück und weit fort für ihn. Sein Leben, seine Liebe, seine Jahre in der Mordkommission in Oslo…Aber immer wieder kehren die Bilder im Kopf zurück. Die Liebe. Der Tod. Und die lange Nacht, die kein Ende nimmt…hier im Westen… this is the end

Doch die Welt schläft nicht und das Dunkel birgt noch immer Gewalt und Schatten im fernen Oslo, von dem er zu fliehen sucht…zwei tote Frauen…

Und jetzt kommt der Hilferuf an ihn. Und es tut sich ein Weg auf, dem er folgen muss…der Spur des Verbrechens…

Wird er noch Kraft haben für diesen Weg der Verbrechensaufklärung? Was vermag Harry Hole noch zu leisten?

Der Weg, die Suche beginnt für Harry Hole…und es ist auch ein Weg zu sich selbst…zurück ins Leben…

Jo Nesbo, gefeierter Bestsellerautor, legt einen neuen Harry Hole Krimi vor und begeistert damit wie in „alten Tagen“ der ersten Hole Ermittlungen.

Da ist ein eleganter, mitreißender Sprachstil in Spannung und Erzählkunst, der Leserin und Leser von der ersten Seite an mitnimmt und bis zum Finale nicht loslässt.

„Harry Hole regiert wieder – lang lebe er!“

„Blutmond“ Harry Hole ermittelt. Jo Nesbo. Ullstein Verlag. 2022

Walter Pobaschnig 12_22

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„Theater oder heizen – wir stehen vor großen Herausforderungen“ Manuela Seidl, Intendantin Theater Forum Schwechat/NÖ _ 5.12.2022

Liebe Manuela, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Momentan: um 7 Uhr eine Runde mit meinen zwei Hunden, dann kurz ins Büro, von 10 bis 15 Uhr Probe, Mittagessen, Büro und am Abend Vorstellung!

Manuela Seidl, Intendantin des Theater Forum Schwechat,
Schauspielerin, Regisseurin
Manuela Seidl in „Helden reloaded“ Produktion Theater Forum Schwechat 9/22

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Wir leben in einer sehr herausfordernden Zeit, die Inflation ist auf einem neuen Höhepunkt, Kriege rücken näher und viele Menschen können ihre Grundbedürfnisse immer schwieriger decken.

Es ist wichtiger denn je, dass wir zusammenhalten, uns unterstützen, den Humor und die Lebensfreude nicht verlieren! Mein größter Wunsch ist, dass die Welt wieder friedlicher wird und wir wieder mehr Rücksicht aufeinander nehmen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Kunst sollte der Gesellschaft einen Spiegel vor die Nase halten, Menschen zum Lachen und Weinen bringen, sie berühren und Menschen zum Diskurs anregen. Kunst sollte alles sagen und sich frei entfalten dürfen, nur so kann es für uns alle eine Unterstützung in unserer Weiterentwicklung sein.

Das Theater steht momentan vor ganz großen Herausforderungen, die durch die letzten zwei Jahr noch verstärkt wurden. Es gibt noch immer viele Menschen, die nicht mehr so viel fortgehen wie vor der Pandemie und es gibt auch sehr viele, die sich das auch gar nicht mehr leisten können durch die ganzen Teuerungen und wenn ich vor die Wahl gestellt bin: Theater oder heizen, dann bleibe ich auch lieber zu Hause und schaue mir einen Film an!

Was liest Du derzeit?

Neben Weihnachtsgeschichten, Theaterstücken, „Gespräche mit Gott“ von Neale Donald Walsch, „Morgen kann kommen“ von Ildikó von Kürthy

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ich mag verdammen, was du sagst,

aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,

dass du es sagen darfst.

Voltaire (1694 – 1778)

„Helden reloaded“ Produktion Theater Forum Schwechat 9/22

Vielen Dank für das Interview liebe Manuela, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theaterprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Manuela Seidl, Intendantin des Theater Forum Schwechat, Schauspielerin, Regisseurin

https://www.forumschwechat.com/spielplan

https://www.manuelaseidl.at/

Foto_Portrait: Mirjam Koch

Szenenfotos_“Helden reloaded“ : Walter Pobaschnig _ „Helden reloaded“ Uraufführung, Theater Forum Schwechat 9/2022

1.12.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„we really have to learn how to care“ Eszter Petrany, dancer, choreographer _ Wien 4.12.2022

Liebe Eszter, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Dear Eszter, what`s your routine at the moment?

As a freelance dancer my daily routine is constantly changing. At the moment I am doing a research for an upcoming piece, so I have a pile of books on my desk, I am reconstructing an old dance notation. Also, I am travelling a lot between Vienna and Budapest, my life is quite hectic right now, therefore I have some ground rules that are absolutely needed in order to find (and hold onto) some sort of a structure.

I start every day with a huge breakfast and I do a training that includes strengthening, stretching and dance improvisation. I had some injuries in the past and fortunately I was able to avoid surgeries, but that means there are certain rehab exercises which I need to include in my routine every single day.

Another important part of my day is my dog, Mr. Darcy, who needs his big walks and my attention. He gives me so much joy and happiness, I am trying to be a good dog-owner and a little bit of a mother to him. Last but not least we try to find some quality time with my boyfriend too, either it’s a lunch or dinner together, or just walking the dog together.

Eszter Petrány, MA
dancer, choreographer, dance educator

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

What`s now particularly important for all of us?

I am not sure if this is a general question or you mean something specific, but I will just say what came to my mind first. Empathy. I think taking care of ourselves and our environment is more important than it’s ever been. Whether it’s our bodies, our micro-environments, families, workplaces, whether it’s all those unknown people who are currently escaping from war-zones or we talk about our planet itself, we really have to learn how to care. Anywhere. Anyhow. I think kindness, empathy and care are very-very important.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Tanz/Theater, der Kunst an sich zu?

New start, new beginning. What will be essential and which roles will dance/theatre, art play?

I don’t really believe in concrete ends and beginnings, life is continuously waving, changing, pulsing, even though we experience more and more of those extreme swings… I can see it very closely how important the role of the theatre is right now, even for those who can’t really afford it. In Hungary the general, public mood is truly awful, but those theatres that offer smart, critical, reflective performances are still constantly sold out. I think it’s because that layer of the society, who want to understand the world, themselves and each other a little bit more, that layer that is full of open-minded, curious people who want to evolve (in one way or another) is for sure existing! I think the role of dance, theatre and all art forms are not changing. It can expand or sometimes go rather into the background, but I still think that its role, importance and power are quite stable and contiunous to be. My biggest wish would be to judge and support dance and theatre companies based on their qualities and successes. It would be a dream to exclude more of those political and highly personal decisions that are working underneath.

Was liest Du derzeit?

What are you reading currently?

I am currently reading the short stories of William Somerset Maugham. They are light and smart. My mother gave me the book and I really like her taste.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Which quote, text will you propose to us?

I have two quotes for you, which are very different, but actually they talk about the same in different contexts. One is from James Baldwin, who said: “Ignorance, allied with power, is the most ferocious enemy justice can have.“ The other one is from my idol, Jane Goodall: “Only if we understand, can we care. Only if we care, we will help. Only if we help, we shall be saved.”

Vielen Dank für das Interview lieber Eszter, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Tanzprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Eszter Petrány, MA
dancer, choreographer, dance educator

www.petrany.com

Foto_Balázs Koch

29.11.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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