„Ein Vorbild für die jüngere Generation in ihrem Sosein als starke, politisch gesinnte Frau und Schauspielerin“ _ Erinnerung an +Erni Mangold _ Petra Ganglbauer, Schriftstellerin _ Wien 8.9.2026

+Erni Mangold _ Petra Ganglbauer
+Erni Mangold, Schauspielerin, Regisseurin _
* 26.1.1927 Großweikersdorf/NÖ +5.9.2026 Wien

Zur Person: Erni Mangold – Wien Geschichte Wiki 5.9.2026

Im Erinnerungsinterview _  Petra Ganglbauer, Schriftstellerin _ Wien

Liebe Petra Ganglbauer, welche Erinnerungen gibt es für Dich an Erni Mangold?

Ich erinnere mich, dass ich schon als junge Frau, wenn ich sie beispielsweise im Fernsehen sah, von ihrer eigenwilligen Ausstrahlung fasziniert war. Sie war schwer einschätzbar für mich, nicht festzumachen, wesensmäßig nicht auszuloten. Sie hatte etwas Oszillierendes in ihrer Persönlichkeit.

Was macht für Dich das Besondere ihres Schauspiels aus?

Dass sie trotz der Vielfalt der Rollen für Film, Radio und Fernsehen bzw. Bühne,  einen Kern in sich trug, der unverwechselbar war, ungeachtet dessen wie die Rolle im Speziellen angelegt war. Dieser Kern ist ein Zeichen des Wiedererkennens für mich, zugleich ist er schwer zu definieren. Es ist etwas, das die eigentlichen Rollen durchbricht, eine unbändige Eigenständigkeit, um nicht zu sagen fruchtbare Eigenwilligkeit.

Möchtest Du bestimmte Rollen hervorheben und warum?

Eigentlich nicht. Faszinierend war und ist die Vielschichtigkeit ihrer Präsenz, ob es nun Hörspiele wie „Die letzten Stunden der Menschheit“ von Otto Brusatti (1984) betrifft, ihre Rolle in Franz Antels „Der Bockerer“ (1981) oder jene als kryptische Persönlichkeit im Landkrimi  „Der Tote in See“ (2018).

Wie hast Du Erni Mangold als Kollegin erlebt?

Ich hatte nie persönlichen Kontakt zu ihr, habe sie aber zwei- oder dreimal im Kontakt mit Anderen erlebt, etwas burschikos, mit expliziter Geste und dennoch gleichsam ihr Innerstes verbergend. Da war etwas an und in ihr, das nur ihr gehörte.

Was nimmt die Theater/Filmbühne von ihr in die Zukunft mit?

Ein Vorbild für die jüngere Generation in ihrem Sosein als starke, politisch gesinnte Frau und Schauspielerin, die auch mit Erzählungen und Statements nicht hintanhielt, welche transparent machten, wie sehr sie in jungen Jahren sexuell belästigt und vereinnahmt wurde und an der Seite ihres damaligen Ehemanns Heinz Reincke unter dem sinngemäßen Motto „Du bist ohnehin versorgt!“ kaum Rollen zugedacht bekam.

Herzlichen Dank für das Interview!

Petra Ganglbauer, Schriftstellerin _ Wien _ Station bei Malina _
Romanschauplatz/Wien _
Walter Pobaschnig 4/25

Zur Person/Werk: Petra Ganglbauer – Wikipedia 8.9.26

Aktueller Lyrikband: „Im Augenschein der Dinge“ Petra Ganglbauer. Lyrikzyklus. Edition Melos. | Literatur outdoors – Worte sind Wege

Foto: Erni Mangold _ Österreichisches Filminstitut

Foto: Petra Ganglbauer, Schriftstellerin _ Wien _ Station bei Malina _
Romanschauplatz/Wien _
Walter Pobaschnig 4/25

Walter Pobaschnig, 8.9.2026

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„eine tolle, widerständige, durchaus unbequeme Frau“ _ Erinnerung an +Erni Mangold _ Heide Maria Hager, Schauspielerin _ Wien 8.9.2026

+Erni Mangold _  Heide Maria Hager
+Erni Mangold, Schauspielerin, Regisseurin _
* 26.1.1927 Großweikersdorf/NÖ +5.9.2026 Wien

Zur Person: Erni Mangold – Wien Geschichte Wiki 5.9.2026

Im Erinnerungsinterview _   Heide Maria Hager, Schauspielerin, Sprecherin, Trainerin _ Wien

Liebe Heide Maria Hager, welche Erinnerungen gibt es für Dich an Erni Mangold?

Hallo lieber Walter, Sie war eine tolle, widerständige, durchaus unbequeme Frau. So sehe ich sie. Mit lieben Grüßen, Heide

Herzlichen Dank!

Heide Maria Hager, Schauspielerin, Sprecherin, Trainerin_ Wien _
Station bei Malina _ Romanschauplatz Wien _
Walter Pobaschnig 6/23

Zur Person/über mich/Website: Heide Maria Hager – Professionelle Präsenz – auf der Bühne, vor der Kamera und im Coaching.

Foto: Erni Mangold _ Österreichisches Filminstitut

Foto: Heide Maria Hager, Schauspielerin, Sprecherin, Trainerin_ Wien _
Station bei Malina _ Romanschauplatz Wien _
Walter Pobaschnig 6/23

Walter Pobaschnig, 8.9.2026

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„Unser Nächsten Denkstrukturen“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text&Performance _ Heike Fiedler/Anna Anderluh _ Genf/Wien 8.9.2026

Anna Anderluh, Musikerin_Wien _ performing Undine Geht _ Wien _
Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961 _

Walter Pobaschnig 09/21, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance _ Wien

UNDINE GEHT _ Akrostichon

Text _  Heike Fiedler, Schriftstellerin_ sound and visual artist _ Genf

Performance _ Anna Anderluh, Musikerin_Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

UNDINE GEHT

Unser

Nächsten

Denkstrukturen

Int

N

E


Ganz

Ehrlich

H

T

Heike Fiedler, 6.8.26

Anna Anderluh, Musikerin_Wien _ performing Undine Geht _ Wien _
Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961 _

Walter Pobaschnig 09/21 folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance _ Wien

UNDINE GEHT _ Akrostichon

Text _  Heike Fiedler, Schriftstellerin_ sound and visual artist _ Genf

Performance _ Anna Anderluh, Musikerin_Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Heike Fiedler _ Schriftstellerin, sound and visual artist 
Anna Anderluh, Musikerin

Foto: Heike Fiedler _ Jean-Michel Etchemaïté

Fotos: Anna Anderluh, Musikerin_Wien _ performing Undine Geht _ Wien _
Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961 _
Walter Pobaschnig 09/21.

Walter Pobaschnig, 6.8.2026

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„“Wissen sie das nicht?“ Es ist eine Evidenz. Und eine immer wieder zu wiederholende Frage“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Heike Fiedler, Schriftstellerin_ Genf 8.9.2026

2026 _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann am Schreibtisch in ihrer Wohnung in Rom,
Bocca de Leone, um 1970

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

im Interview _ Heike Fiedler, Schriftstellerin_ sound and visual artist _ Genf

Liebe Heike, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns?  

Den ersten Zugang hatte ich über ihr Buch Malina, das mich damals, als Studentin, sehr beeindruckt hat in seiner Radikalität, der Darlegung, des Sichtbarmachens von Machtstrukturen in sozusagen alltäglichen (Beziehungs)Gefilden. Ich las Malina ungefähr parallel zu Romanen von Christa Wolf, Birgit Vanderbeke.

Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus? 

Alles schreibend v_erinnern, von innen heraus im Ton der Melancholie, der Distanz, anKlage-gesang vielleicht, auf ihre Lyrik bezogen. In der Prosa die beobachtende Einfühlsambarkeit, mit der wir ihre literarischen Figuren erfahren, die Einbettung von Gegenwart und ihre Kunst, sich mit oft sprachlich syntaktischer Knappheit von der Gegenwart zu distanzieren, sie zu entblössen, sozusagen. Die Übertreibung des Evidenten, die Verarbeitung von Erinnerung…

Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben? 

Malina, Undine geht und andere Erzählungen, zum Beispiel Simultan oder Probleme Probleme, natürlich auch ihre Gedichte: An die Sonne, Früher Mittag, Psalm

Wie siehst Du Ingeborg Bachmanns Gesellschaftskritik der zerstörenden und zerstörerischen patriarchalen Welt heute?

Das Thema ist nach wie vor relevant, das Spektrum etwas breiter, das zeigt ein Blick auf die Statistiken zu Femiziden, auf die Weltpolitik, die Kriege, Genozide, die Unfreiheit der Frauen in vielen Ländern, auf den Maskulinismus, bis hin zu Uncel, auf Sexismus, Rassismus, Transgenderfeindlichkeit.

Die Liebe in allen Facetten von Glück und Verhängnis ist ein wesentliches Thema in Gedichten wie Prosa Ingeborg Bachmanns_ „die Männer sind unheilbar krank…“ (Interview, 1971) _ wie lieben wir nach/mit Bachmann?

Lieben. Einfach. Wie wir lieben, ist letztendlich nicht kollektiv zu beantworten. Kollektiv ist jedoch das Wissen um. Um Unterdrückungsmechanismen, Ungleichheiten, um patriarchalisch geprägte Strukturen. Diesen Satz, sie sagt ihn ja mit diesem – ihrem – lachenden Blick und der Frage: „Wissen sie das nicht?“ Es ist eine Evidenz. Und eine immer wieder zu wiederholende Frage.

„Es ist eine seltsame, absonderliche Art zu existieren, asozial, einsam, verdammt, es ist etwas verdammt daran“, so charakterisierte IngeborgBachmann in ihrer Rede zur Verleihung des AntonWildgans Preises (1971) Schreiben und Existenz. Ist das Schreiben, die Kunst immer (auch) eine Form des persönlichen „Martyriums“?

Meine Beobachtung, vielleicht auch ein Teil meiner literarischen Praxis, ist verbunden mit dem Aspekt des Teilens, auch des kollektiven Schreibens. Die vielen Formen literarisch-poetischer Performances, des Zusammenseins im Hier und Jetzt, zeigen, dass es neben der von Ingeborg Bachmann auf ihre Situation bezogene und zu respektierende Erfahrung heute auch Arten von Schreiben oder Kunst gibt, die nicht der Existenz eines persönlichen Martyriums entsprechen.

Welche Aspekte in Bachmanns Schreiben möchtest Du neben den existenz- wie gesellschaftskritischen Grundpositionen noch hervorheben? 

Ich ziele an der Frage vorbei, denn hervorheben möchte ich ihren Humor, den ich in, nicht neben, den genannten Grundpositionen entdecke, die sie vor allem in ihren Erzählungen mit Blick auf Gesellschaft, Ehe, Familie, heteronormatives Rollenverhalten reflektiert. Frauen bleiben keineswegs verschont. Und dann ist da auch, vor allem, ihr sprachkritischer Ansatz.

Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt? 

 « Danke », nehme ich an.

Was sind Deine aktuellen Projektpläne? 

Die Fortsetzung meiner Zusammenarbeit mit der iranischen Lyrikerin Maryam, initiiert durch Ecrire Encore Suisse Schweiz; das Ko-Projekt The kitchen and the self mit der Performerin Manmeet Devgun aus Indien, auch arbeite ich (noch) an der Lyrik-Übersetzung eines Buches von Augusta Laar und an eigenen Schreibprojekten. Das naheliegendste ist eine Präsentation am Ende meiner Schreibresidenz Artist in Residence @Villa Waldberta. In drei Wochen nehme ich an dem von der Literaturzeitschrift Orte im Vorfeld des Jazzfestivals Willisau veranstalteten Abend poesie und Jazz teil. Die beiden letzten sind im Moment der Veröffentlichung des Interviews schon gar nicht mehr aktuell, beziehen sich aber gerade auf die Frage.

Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten? 

« … die Bewusstseinslage in einer Zeit, das heisst doch nicht, dass man die Sätze nachspricht, die diese Gesellschaft spricht, sondern sie [die Bewusstseinslage] muss sich anders zeigen und sie muss sich radikal anders zeigen, denn sonst wird man nie wissen, was unsere Zeit war… »

Ingeborg Bachmann

Herzlichen Dank für das Interview!

Heike Fiedler, Schriftstellerin_ sound and visual artist

Zur Person/über mich _ website der Autorin: https://heikefiedler.ch/ (9.8.26)

Foto: Ingeborg Bachmann _ Garibaldi Schwarze

Fotos: Heike Fiedler _ Jean-Michel Etchemaïté

Walter Pobaschnig, 6.8.2026

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„Erni war und blieb immer Mensch, in der Szene, vor der Kamera, wie auch im Leben“ _ Erinnerung an +Erni Mangold _ Peter Nitsche, Schauspieler _ Wien 7.9.2026

+Erni Mangold _  Peter Nitsche
+Erni Mangold, Schauspielerin, Regisseurin _
* 26.1.1927 Großweikersdorf/NÖ +5.9.2026 Wien

Zur Person: Erni Mangold – Wien Geschichte Wiki 5.9.2026

Im Erinnerungsinterview _  Peter Nitsche, Schauspieler _ Wien

Lieber Peter Nitsche, welche Erinnerungen gibt es für Dich an Erni Mangold?

Erni Mangold lebt in unseren Herzen. Ihre authentische Gesamtheit, nie als Star im LICHT, um andere Kollegen in den Schatten zu stellen, war einer ihrer wertvollen  Schätze.

Was macht für Dich das Besondere ihres Schauspiels aus?

Flexibel, situativ variabel. Immer präzise. Erni spielte die Rolle nicht einfach, sie LEBTE die Figuren, in die sie schlüpfte.

Möchtest Du bestimmte Rollen hervorheben und warum?

Kaisermühlenblues. Pure Authentizität als Prostituierte Minka .

Einerseits arbeitete ich auch in der Folge als „Kabelhund“ der Technik zu, wurde  dann kurzfristig als ein potschada Freier gecastet und war kurz in actio.. Es war genial.

Wie hast Du Erni Mangold als Kollegin/e erlebt?

Erni war und blieb IMMER MENSCH, in der Szene, vor der Kamera, wie auch in Pausen. Hilfsbereit, freundlich, verbindend.

Was nimmt die Theater/Filmbühne von ihr in die Zukunft mit?

Ehrlichkeit, Können, Verlässlichkeit, Witz, MENSCH SEIN.

Danke, Erni, 🙏🙏🙏

Herzlichen Dank für das Interview!

 Peter Nitsche, Schauspieler _
Station bei Georg Danzer _ performing „Vorstadtcasanova“ _
80.Geburtstag Georg Danzer _

Walter Pobaschnig 5/26

Zur Person/über mich: about me 7.9.2026

Foto: Erni Mangold _ Österreichisches Filminstitut

Fotos: Peter Nitsche, Schauspieler _ Station bei Georg Danzer _ performing „Vorstadtcasanova“ _ 80.Geburtstag Georg Danzer _
Walter Pobaschnig 5/26

Walter Pobaschnig, 7.9.2026

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“dass man sich kein Blatt vor den Mund nehmen muss“ _ Erinnerung an +Erni Mangold _ Felix Kucher, Schriftsteller _ Wien 7.9.2026

+Erni Mangold _ Felix Kucher
+Erni Mangold, Schauspielerin, Regisseurin _
* 26.1.1927 Großweikersdorf/NÖ +5.9.2026 Wien

Zur Person: Erni Mangold – Wien Geschichte Wiki 5.9.2026

Im Erinnerungsinterview _  Felix Kucher, Schriftsteller _ Wien

Lieber Felix Kucher, welche Erinnerungen gibt es für Dich an Erni Mangold?

Vorwiegend sind es Filme aus ihrer frühen und späten Zeit: Einerseits die ziemlich seichten Komödien aus den 1950ern, die in meiner Kindheit noch im ORF am Sonntagnachmittag liefen, andererseits die vielen Charakterrollen in den 2000er Jahren. Von dazwischen kenne ich eigentlich fast nichts.


Was macht für Dich das Besondere ihres Schauspiels aus?

Ihre unglaubliche Wandlungsfähigkeit.

Möchtest Du bestimmte Rollen hervorheben und warum?

Es gibt so viele. Als erstes fallen mir aber Rollen ein, in denen sie eher fiese Gestalten verkörpert hat, wie die Vera Dorfmeister in Xaver Schwarzenbergers Film „Edelweiß“ (2001) oder der legendäre Tatort „Nie wieder Oper“ (1999) ein, in der sie an der Seite von Marta Eggerth und Walter Berry als Mörderin entlarvt wird.

Was nimmt die Theater/Filmbühne von ihr in die Zukunft mit?

Ich denke, dass man sich kein Blatt vor den Mund nehmen muss.

Herzlichen Dank für das Interview!

Felix Kucher, Schriftsteller _ vor den Rosenhügel Filmstudios Wien _
Bezugspunkt zu seinem aktuellen Roman „Von Stufe zu Stufe“, Picus Verlag 2025 _
Walter Pobaschnig 2/25.

Zur Person/Werk/Website: Felix Kucher

Aktueller Roman von Felix Kucher: „Von Stufe zu Stufe“, Picus Verlag 2025 _ darin die reiche wie spannende Wiener Filmgeschichte im Mittelpunkt steht. https://literaturoutdoors.com/2025/04/17/von-stufe-zu-stufe-felix-kucher-roman-picus-verlag/

Foto: Erni Mangold _ Österreichisches Filminstitut

Fotos: Felix Kucher _ Walter Pobaschnig 5/25

Walter Pobaschnig, 7.9.2026

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„Mein Gott, sie war ein Bilderbuch an Schrulligkeit, Wahrhaftigkeit und Mut – gesegnet mit einem riesigen Haufen Talent“ _ Erinnerung an +Erni Mangold _ Michael Schottenberg, Schauspieler _ Wien 7.9.2026

+Erni Mangold _ Michael Schottenberg 
+Erni Mangold, Schauspielerin, Regisseurin _
* 26.1.1927 Großweikersdorf/NÖ +5.9.2026 Wien

Zur Person: Erni Mangold – Wien Geschichte Wiki 5.9.2026

Im Erinnerungsinterview _  Michael Schottenberg _ Schauspieler, Regisseur, Autor _ Wien

Lieber Schotti, welche Erinnerungen gibt es für Dich an Erni Mangold?

Mein Gott, sie war ein Bilderbuch an Schrulligkeit, Wahrhaftigkeit und Mut – gesegnet mit einem riesigen Haufen Talent.

Was macht für Dich das Besondere ihres Schauspiels aus?

Erni war nicht verführbar zur Aufschneiderei, zu Täuschung, Anmaßung, Prahlerei oder Hoffart. Sie tat nicht so als ob, sie war so wie sie war. 

Möchtest Du bestimmte Rollen hervorheben und warum?

Sie spielte Sarah Bernhardt und die Großmutter in „Geschichten aus dem Wiener Wald“ – eine auf ihrem Talent Schwebende, ein Monstrum an Bösartigkeit. Es machte ihr Freude, ihr Publikum mit sich selbst zu überraschen.

Wie hast Du Erni Mangold als Kollegin erlebt?

Unerbittlich, listig, nachtragend. Kindlich, aufrichtig, verliebenswert.

Was nimmt die Theater/Filmbühne von ihr in die Zukunft mit?

Eine Darstellerin, die alles konnte. Eine politische Unbeugsame. Ein Mensch, wie es ihn nur alle 99 Jahre gibt.

Herzlichen Dank für das Interview!

Michael Schottenberg _ Schauspieler, Regisseur, Autor

Zur Person: Amalthea – Michael Schottenberg

Foto: Erni Mangold _ Österreichisches Filminstitut

Fotos: Michael Schottenberg _ Martina Berger

Walter Pobaschnig, 7.9.2026

https://literaturoutdoors.com

„Immer ein Spaß, hart und gerecht und gerne mit den jüngeren Kollegen zusammen“ _ Erinnerung an +Erni Mangold _ Alexander Jagsch, Schauspieler _ Wien 7.9.2026

+Erni Mangold _  Alexander Jagsch
+Erni Mangold, Schauspielerin, Regisseurin _
* 26.1.1927 Großweikersdorf/NÖ +5.9.2026 Wien

Zur Person: Erni Mangold – Wien Geschichte Wiki 5.9.2026

Im Erinnerungsinterview _  Alexander Jagsch, Schauspieler, Regisseur _ Wien

Lieber Alexander Jagsch, welche Erinnerungen gibt es für Dich an Erni Mangold?

Ich habe mit Erni Mangold „Arsen und Spitzenhäubchen“ in den Kammerspielen der Josefstadt gespielt (2004!) und war jedes Mal von Neuem von Ihrer Agilität und Jugendlichkeit fasziniert.

Was macht für Dich das Besondere ihres Schauspiels aus? 

Ihr Schauspiel war genau so ehrlich und direkt, wie ihr privater Umgang. Sie hatte immer den natürlichen Ton, der zu 100% stimmte.

Möchtest Du bestimmte Rollen hervorheben und warum?

Ich würde keine einzelne Rolle hervorheben. Sie war ein Gesamtkunstwerk.

Wie hast Du Erni Mangold als Kollegin erlebt? 

Immer ein Spaß, hart und gerecht und gerne mit den jüngeren Kollegen zusammen.

Was nimmt die Theater/Filmbühne von ihr in die Zukunft mit? 

Dieses Schöne Gedicht hoffentlich zumindest:

Herzlichen Dank für das Interview!

  Alexander Jagsch, Schauspieler, Regisseur

Zur Person: Alexander Jagsch – Wikipedia 7.9.2026

Foto: Erni Mangold _ Österreichisches Filminstitut

Foto: Alexander Jagsch _ f6 studios

Walter Pobaschnig, 7.9.2026

Literatur outdoors – Worte sind Wege

„I sags halt, wenn man einmal recht schön war und man wird noch so alt – es bleibt doch allweil noch a bissl was übrig!“ _ Erinnerung an +Erni Mangold _ Elfriede Schüsseleder, Schauspielerin _ Wien 7.9.2026

+Erni Mangold _  Elfriede Schüsseleder
+Erni Mangold, Schauspielerin, Regisseurin _
* 26.1.1927 Großweikersdorf/NÖ +5.9.2026 Wien

Zur Person: Erni Mangold – Wien Geschichte Wiki 5.9.2026

Im Erinnerungsinterview _  Elfriede Schüsseleder, Schauspielerin, Autorin _ Wien

Liebe Elfriede Schüsseleder, welche Erinnerungen gibt es für Dich an Erni Mangold?

Lieber Walter,

drei Erinnerungen an Erni Mangold:

Ein Raimund-Abend, den wir gemeinsam mit Fritz Muliar und Christian Futterknecht für die Raimundgesellschaft gestaltet haben – für die Sträußelsäle der Josefstadt und für Gutenstein. Erni Mangold war „das alte Weib“ aus dem Verschwender: umwerfend verschmitzt und klug, wenn sie sagte: “ … I sags halt, wenn man einmal recht schön war und man wird noch so alt – es bleibt doch allweil noch a bissl was übrig!“ Das passte auf niemand besser, als auf sie.

Sie war damals weit über 80 Jahre alt – und nach dem Auftritt, stöckelte sie mit roten, hohen Stöckelschuhen und wallenden Haaren ins Wirtshaus.

Jahre später habe ich, in der Josefstadt in „Geschichten aus dem Wienerwald“,  innerhalb von 48 Stunden für sie die Rolle der „Großmutter“ übernommen, für zwei Vorstellungen, dann war sie wieder gesund. Es war mir eine Ehre in „ihrem“ Rollstuhl zu sitzen – so war die Rolle von der Regie angelegt -, denn diese Großmutter war eine ihrer Paraderollen.

Und als Schauspielstudentin besuchte ich den Workshop, den sie in „meiner“ Schule, der Schauspielschule Krauss, gab – unvergesslich ihre Kraft, mit der sie uns antrieb, und ermutigte, uns auf der Bühne selbst zu entdecken.

Später, als ich dort selbst unterrichtete, hatte ich ihre unbedingte Authentizität – als Lehrerin und als Mensch – immer im Hinterkopf. Wie sie selbst von sich sagte: „Ein Bühnenviech“, ja, das war sie.

Und ein beeindruckend starker Mensch. Sie hatte ein langes, erfülltes Leben – schön, wenn einem das gelingt.

 Elfriede Schüsseleder, Schauspielerin, Autorin _ Wien 7.9.2026

Elfriede Schüsseleder, Schauspielerin, Autorin 

Zur Person: Elfriede Schüsseleder – Wikipedia 7.9.2026

Foto: Erni Mangold _ Österreichisches Filminstitut

Foto: Elfriede Schüsseleder _ Michael Markl

Walter Pobaschnig, 7.9.2026

https://literaturoutdoors.com

„Für mich ist sie absolut zeitlos und einmalig. Ein Vorbild. Ich verbeuge mich.“ _ Erinnerung an +Erni Mangold _ Marion Mitterhammer, Schauspielerin _ Wien 7.9.2026

+Erni Mangold _ Marion Mitterhammer
+Erni Mangold, Schauspielerin, Regisseurin _
* 26.1.1927 Großweikersdorf/NÖ +5.9.2026 Wien

Zur Person: Erni Mangold – Wien Geschichte Wiki 5.9.2026

Im Erinnerungsinterview _ Marion Mitterhammer, Schauspielerin _ Wien

Liebe Marion Mitterhammer, welche Erinnerungen gibt es für Dich an Erni Mangold?

Lieber Walter, ich würde dir diese Fragen (Anm: Erinnerungsinterviewfragen _ Literatur outdoors +Erni Mangold) gerne beantworten.
Aber ich bin dieser großen wunderbaren Schauspielerin leider nur zweimal ganz kurz begegnet. Wir haben in den selben Filmen gespielt, aber leider keine gemeinsamen Szenen gedreht. So blieb mir nichts anderes, als sie zu verehren und zu bewundern. Für mich ist sie absolut ZEITLOS und EINMALIG. Ein Vorbild. Ich verbeuge mich. Herzlichen Gruß

Marion Mitterhammer, Schauspielerin

Zur Person: Marion Mitterhammer – Wikipedia 7.9.2026

Foto: Erni Mangold _ Österreichisches Filminstitut

Foto: Marion Mitterhammer _ Rafaela Pröll

Walter Pobaschnig, 7.9.2026

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