„war ständig hin- und hergerissen zwischen Kind und Bewerb“ _ 50 Jahre Bachmannpreis _ Bettina Balàka, Schriftstellerin _ Wien 21.6.2026

50 Jahre Bachmannpreis _

Tage der deutschsprachigen Literatur Klagenfurt

im Interview _Bettina Balàka, Schriftstellerin _ Wien

Bachmannpreisnominierte 2004

Liebe Bettina, Du hast 2004 am Bachmannpreis in Klagenfurt dem größten und reichweitenstärksten Literaturwettbewerb im deutschsprachigen Raum teilgenommen. Was sind spontan Deine erste Erinnerungen?

Es war eine unglaublich schwere Zeit für mich. Ich war alleinerziehend, meine Tochter gerade mal vier Jahre alt. Für die Tage des Wettbewerbs fand ich niemanden, der sie durchgehend übernehmen konnte. Ich musste sie also nach Klagenfurt mitnehmen, war ständig hin- und hergerissen zwischen Kind und Bewerb. Für den Auftritt selbst reisten mein Vater und seine Frau an, um währenddessen meine Tochter zu betreuen. Meine Haupterinnerung ist, dass sie ihr geliebtes Plüscheichhörnchen auf dem Gelände verlor und darob völlig verzweifelt war. Wir suchten stundenlang alles ab, bis wir es irgendwo in den Gängen wiederfanden.

Was macht das Besondere des Bachmannpreises aus?

Dass es so viel Fernsehzeit für Lesungen gibt, ist doch recht einzigartig.

Wie hast Du Deine Lesung, die Jurydiskussion und die Preisverleihung erlebt?

Zweckpessismus erwies sich als sinnvolle Strategie. Insofern, als ich auf das Schlimmste vorbereitet war, konnte ich dann erleichtert sein, als es auch positive Rückmeldungen gab.

Wie hat sich der Bachmannpreis auf Deinen weiteren literarischen, künstlerischen Weg ausgewirkt?

Gar nicht.

Was braucht der Bachmannpreis für eine weitere gute Entwicklung?

Seinen Fortbestand, also Finanzierung.

Was möchtest Du aktuellen Teilnehmer:innen, der Jury und dem Publikum in Klagenfurt mitgeben und dem Bachmannpreis zum 50er wünschen?

Viel Spaß!

Herzlichen Dank für das Interview und alles Gute!

Bettina Balàka, Schriftstellerin

Zur Person: BETTINA BALÀKA, geboren in Salzburg, lebt als freie Schriftstellerin in Wien, schreibt Romane, Erzählungen, Lyrik, Essays. Ausgezeichnet unter anderem mit dem Salzburger Lyrikpreis, Österreich-1-Essay-Preis, Friedrich Schiedel-Literaturpreis, Georg-Trakl-Förderungspreis für Lyrik. Zuletzt erschienen: „Der Zauberer vom Cobenzl“, Roman (2023), „Die glücklichen Kinder der Gegenwart“, Gedichte und Kurzprosa (2024), „Vom Zähmen, Ausbeuten und Bestaunen. Eine ungeordnete Kulturgeschichte der Natur“, Essays (2024), alle im Haymon Verlag, Innsbruck – Wien. Herausgeberin der Reihe: „Haymon Her Story – Wiederentdeckte Literatur von Frauen“. Im Oktober 2026 erscheint ihr neuer Erzählband „Die Abgängigen“, ebenfalls bei Haymon.

Website der Autorin: Bettina Balàka | Bettina Balàka

Großes Publikumsinteresse an den Lesungen im ORF Studio Klagenfurt
Pause im Garten

Bachmannpreis

1976 wurde nach einer Idee und auf Initiative des Autors und Journalisten Humbert Fink (* 13.8.1933 Salerno/I +16.5.1992 Maria Saal/Kärnten) und des damaligen Intendanten Ernst Willner ORF/Kärnten in Klagenfurt ein Literaturwettbewerb gegründet, dessen Hauptpreis nach der in Klagenfurt geborenen und begrabenen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (*25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom) benannt wurde.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

Der erste Bachmannpreisträger war 1977 Gert Jonke. Die aktuelle Preisträgerin 2025 ist Natascha Gangl.

Im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt werden ebenso weitere Literaturpreise vergeben – Deutschlandfunk Preis, 3sat Preis, Carinthischer Sommer Stipendium, BKS Publikumspreis.

Der Bachmannpreis, Tage der deutschsprachigen Literatur, findet jährlich Ende Juni/Juli in Klagenfurt statt.

ORF Garten
Wörthersee

Foto: _Bettina Balàka _ Alain Barbero

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Fotos: Bachmannpreis/Klagenfurt-Wörthersee_ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig, 20.6.2026

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„Es darf nicht um das Ego des Jurors, der Jurorin gehen“ _ 50 Jahre Bachmannpreis _ Ilma Rakusa, Bachmannpreisjurorin _ Zürich 21.6.2026

50 Jahre Bachmannpreis _

Tage der deutschsprachigen Literatur Klagenfurt

Im Interview _ Ilma Rakusa, Schriftstellerin _ Zürich

Bachmannpreisjurorin 2003 – 2007

(Bachmannpreisnominierte 1981)

Liebe Ilma, Du warst Jurorin beim Bachmannpreis in Klagenfurt dem größten und reichweitenstärksten Literaturwettbewerb im deutschsprachigen Raum teilgenommen. Was sind spontan Deine erste Erinnerungen?

Fünfmal hintereinander, von 2003 bis 2007, war ich Jurorin beim Bachmannpreis. Ich musste mich an das Procedere, das in der Maske mit Schminken und Kämmen anfing, zuerst gewöhnen. Von Natur aus bin ich eher introvertiert, scheue die mediale Aufmerksamkeit. Was mich motivierte, war die Möglichkeit, zwei Autor:innen meiner Wahl einzuladen und ihnen die Chance einer Teilnahme zu bieten. Das habe ich mit Freude genutzt. Und mit einigem Erfolg: Zwei meiner Kandidaten – Uwe Tellkamp und Lutz Seiler – bekamen den Bachmannpreis, Farhad Showghi den 3-Sat-Preis, der über sechzigjährige Bodo Hell den Telekom-Austria-Preis und Saša Stanišić den Publikumspreis. (Heute ist er ein gefeierter Bestseller-Autor.) Das Glück der Preisträger machte auch mich glücklich. Und bald schon hatte ich den Ruf einer „Avantgarde-Jurorin“, da ich mich auf sprachlich avancierte Texte fokussierte.

Wie hast Du als Juror/Jurorin die Lesungen, die Jurydiskussionen, die Preisverleihungen und die Begegnungen rundum erlebt? Wie gelingt es Objektivität zu bewahren?

In den Diskussionen versuchte ich, differenziert und konstruktiv zu sein. Denn apodiktische Urteile können viel Schaden anrichten. Es darf nicht um das Ego des Jurors, der Jurorin gehen, um persönliche Vorlieben bzw. Abneigungen, auch nicht um schiere Rhetorik. Was zählt, ist das stichhaltige Argument. Und dieses operiert ausschließlich textbezogen. So jedenfalls habe ich meine Aufgabe verstanden.

Aus solcher Textbezogenheit ergibt sich eine gewisse Objektivität. Man beurteilt, wie Inhalt und Form bzw. Machart eines Textes sich verbinden, ob der Text seine eigenen Voraussetzungen erfüllt. Tut man das gewissenhaft, ist es für die Autoren:innen nachvollziehbar und unter Umständen sehr gewinnbringend.

Wie hat sich diese Funktion auf Deinen weiteren beruflichen Weg ausgewirkt?

Das Jurieren in Klagenfurt war eine gute Schule für meine weitere Jurytätigkeit an anderen Orten. Dort ging es zwar weit weniger um Publikumswirksamkeit, doch sehr wohl um triftiges Argumentieren. Noch immer bin ich in mehreren Jurys aktiv, mit Überzeugung und Engagement.

Was braucht der Bachmannpreis für eine zukünftige gute Entwicklung?

Der Bachmannpreis sollte vielen Autoren und Autorinnen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Ausrichtung eine Plattform bieten. Was gegenwärtig an Literatur entsteht, ist thematisch und formal äußerst reichhaltig. Diese Reichhaltigkeit sollte der Preis unbedingt abbilden.

Was möchtest Du aktuellen Juroren:innen, Teilnehmer:innen und dem Publikum in Klagenfurt mitgeben und dem Bachmannpreis zum 50er wünschen?

Den aktuellen Juror:innen und Teilnehmer:innen wünsche ich Entdeckerfreude, gute Nerven und viel Glück!

Herzlichen Dank für das Interview und alles Gute!

Ilma Rakusa, Schriftstellerin

Zur Person: Ilma Rakusa (*1946) studierte Slawistik und Romanistik in Zürich, Paris und Leningrad. Sie lebt als Autorin, Übersetzerin und Kritikerin in Zürich. Für ihr umfangreiches Werk, das Lyrik, Erzählungen, Tagebuchprosa, Essays, Dramolette und das Erinnerungsbuch Mehr Meer umfasst, erhielt sie u.a. den Schweizer Buchpreis, den Manès-Sperber-Preis, den Kleist-Preis und 2025 den Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay. Sie ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und in verschiedenen Jurys tätig. Zuletzt erschienen: Mein Alphabet (2019), Kein Tag ohne. Gedichte (2022) und Wo bleibt das Licht. Tagebuchprosa (2025).

Website der Autorin: www.ilmarakusa.info

Bachmannpreis _ Studio ORF Klagenfurt
Pause im ORF Garten

Bachmannpreis

1976 wurde nach einer Idee und auf Initiative des Autors und Journalisten Humbert Fink (* 13.8.1933 Salerno/I +16.5.1992 Maria Saal/Kärnten) und des damaligen Intendanten Ernst Willner ORF/Kärnten in Klagenfurt ein Literaturwettbewerb gegründet, dessen Hauptpreis nach der in Klagenfurt geborenen und begrabenen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (*25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom) benannt wurde.

Ingeborg Bachmann, 1962

Der erste Bachmannpreisträger war 1977 Gert Jonke. Die aktuelle Preisträgerin 2025 ist Natascha Gangl.

Im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt werden ebenso weitere Literaturpreise vergeben – Deutschlandfunk Preis, 3sat Preis, Carinthischer Sommer Stipendium, BKS Publikumspreis.

Der Bachmannpreis, Tage der deutschsprachigen Literatur, findet jährlich Ende Juni/Juli in Klagenfurt statt.

Abendstimmung Wörthersee _ Blick vom Schloss Loretto

Fotos: Ilma Rakusa _ 1 _ ORF Bachmannpreis _ 2_ Katalin Deer/Droschl Verlag

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Fotos: Bachmannpreis/Klagenfurt/Kärnten/Maltschacher See_ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig, 16.6.2026

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„als gerate einer in den Schleudergang einer Waschmaschine“ _ 50 Jahre Bachmannpreis _ Doron Rabinovici, Schriftsteller _ Wien 21.6.2026

50 Jahre Bachmannpreis _

Tage der deutschsprachigen Literatur Klagenfurt

im Interview _ Doron Rabinovici, Schriftsteller _ Wien

Bachmannpreisnominierter 1994

3sat Preisträger

Lieber Doron, Du hast 1994 am Bachmannpreis in Klagenfurt dem größten und reichweitenstärksten Literaturwettbewerb im deutschsprachigen Raum teilgenommen. Was sind spontan erste Erinnerungen?

Es war meine erste Begegnung mit dem Literaturbetrieb, zudem traf ich auf andere Autoren und Autorinnen. Da eben erst mein Debut – Papirnik.stories – in der edition suhrkamp erschienen war, ermunterte mich mein Lektor, bei dem Wettbewerb mitzumachen. Ich schrieb daraufhin einen neuen Text, der alleinig für das Wettlesen entstand. Nachher sollte aus der Geschichte der Ausgangspunkt für meinen ersten Roman „Suche nach M.“ werden.

Was macht das Besondere des Bachmannpreises aus?

Es ist, als gerate einer in den Schleudergang einer Waschmaschine. Die gesamte Rezensionsmechanik läuft im Zeitraffer dahin. Es wird klarer, wie über Literatur geredet werden kann. In diesem dichten Arrangement wird einem bewusst, wie stark die Kritik auch vom Beziehungsgeflecht und von Netzwerken abhängt. Was der eine in diesem Halbkreis lobt, wird von der anderen unweigerlich bemängelt, was dieser Gruppe zusagt, stößt jene eher ab. Es wird leichter verständlich, wie über das Schreiben verhandelt wird und welche Perspektiven auf einen Text möglich sind.

Wie hast Du deine Lesung und die Jurydiskussion erlebt?

Ich fühlte mich von manchen in der Runde, die mir wichtig waren, missverstanden. Aber im Nachhinein überzeugte der Text mehrere innerhalb der Jury.

Wie hat sich Dein Preisgewinn für Dein weiteres Schreiben ausgewirkt?

Er brachte eine gewisse Anerkennung und Aufmerksamkeit. Aber mein weiteres Schreiben blieb davon unberührt. Wichtiger war, dass ich mit anderen, die schrieben, in Kontakt gekommen war. Zudem überzeugten mich die Argumente der Jurorin und Germanistin Konstanze Fliedl, von deren kritischer Lektüre und Analyse ich viel lernen konnte.

Was braucht der Bachmannpreis an Weiterentwicklung für eine gute Zukunft?

Vor allem gute Texte, sodann Verlage, die auch kurze Prosa zu schätzen wissen und Menschen, die dichte Schriften lesen wollen. Zudem lebt der Bachmannpreis von dem Kulturprogramm im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Was möchtest Du aktuellen Teilnehmer:innen, der Jury und dem Publikum in Klagenfurt mitgeben und dem Bachmannpreis zum 50er wünschen?

Die Neugier, um sich Neuem zu öffnen, zudem Courage – und Gelassenheit, denn das Urteil der Jury hängt zuweilen von Fragen ab, die wenig mit dem Text zu tun haben.

Herzlichen Dank für das Interview und alles Gute!

Doron Rabinovici, Schriftsteller

Zur Person: Biografie | Doron Rabinovici 20.6.26

Website des Autors: Doron Rabinovici

Empfang der Stadt Klagenfurt _ Schloss Loretto/Wörthersee, folgendes

Bachmannpreis

1976 wurde nach einer Idee und auf Initiative des Autors und Journalisten Humbert Fink (* 13.8.1933 Salerno/I +16.5.1992 Maria Saal/Kärnten) und des damaligen Intendanten Ernst Willner ORF/Kärnten in Klagenfurt ein Literaturwettbewerb gegründet, dessen Hauptpreis nach der in Klagenfurt geborenen und begrabenen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (*25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom) benannt wurde.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

Der erste Bachmannpreisträger war 1977 Gert Jonke. Die aktuelle Preisträgerin 2025 ist Natascha Gangl.

Im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt werden ebenso weitere Literaturpreise vergeben – Deutschlandfunk Preis, 3sat Preis, Carinthischer Sommer Stipendium, BKS Publikumspreis.

Der Bachmannpreis, Tage der deutschsprachigen Literatur, findet jährlich Ende Juni/Juli in Klagenfurt statt.

Klagenfurt/Neuer Platz
Wörthersee mit Dampfschiff Thalia

Foto: Doron Rabinovici _ Lukas Beck

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Fotos: Bachmannpreis/Klagenfurt-Wörthersee_ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig, 20.6.2026

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„„Was lese ich da?“ schreit sie“ _ 50 Jahre Bachmannpreis _ Lioba Happel, Schriftstellerin _ Lausanne/CH 20.6.2026

50 Jahre Bachmannpreis _ 

Tage der deutschsprachigen Literatur Klagenfurt 

im Interview _Lioba Happel, Schriftstellerin _ Lausanne/CH

Bachmannpreisnominierte 1992

Liebe Lioba, Du hast 1992 am Bachmannpreis in Klagenfurt dem größten und reichweitenstärksten Literaturwettbewerb im deutschsprachigen Raum teilgenommen. Was sind spontan Deine ersten Erinnerungen? 

Zunächst, vor der Lesung, viel freundliche Heiterkeit allüberall, dann … im Boden versunken. Diese Frau in der Jury da… ich habe ihren Namen vergessen, sie schreit los…sie schreit immer wieder ein Wort aus meinem Text… „Was lese ich da?“ schreit sie… – welches Wort nur war es… es war ein sehr zerbrechliches Wort, ein altes, ein im Text zitathaft gesetztes Wort…In meiner Erinnerung schreit sie es noch immer und sie hört einfach nicht auf damit und sie gestikuliert dabei, als schwinge sie Schwerter …

Was macht das Besondere des Bachmannpreises aus?

Entweder sie demütigen in der Jury oder sie plätschern.  Es gibt leuchtende Ausnahmen – die machen das Besondere aus. 

Wie hast Du Deine Lesung, die Jurydiskussion und die Preisverleihung erlebt?

Verena Auffermann, ebenfalls Jury, sagte nach dieser plärrenden Schreierei einen Satz: „Ich denke, die Frau Happel lacht über uns.“ Das war sehr, sehr nett, ich habe ihn heute noch im Ohr. Es hat leider lange gedauert, bis es soweit war, dass ich darüber lachen konnte. Trotzdem an dieser Stelle so viele  Jahre später: danke!

Wie hat sich Deine Teilnahme auf Deinen literarischen Stil wie auf Deine literarische Öffentlichkeit ausgewirkt? 

Seitdem die grundsätzliche Überzeugung: wenn du schreibst und veröffentlichst, kann jederzeit etwas Furchtbares über dich hereinbrechen.  Eine einzige Stimme, wie viel oder wenig berufen sie auch sei, kann alles zerstören. Damals kam auch noch ein brutaler Rausschmiss aus meinem Verlag auf mich zu, mein bereits positiv diskutiertes, drittes Manuskript – für das ich übrigens später einen großen Preis bekommen habe- wurde zurückgewiesen. Warum? Weil mein Verleger im Gespräch auf der Buchmesse von mir den Arbeitgeber meines damaligen Partners erfuhr, mitten in unserer Plauderei aufstand und grußlos davonging. Anruf des Verlags später: „Ja, haben Sie denn nicht gewusst, dass…“… Nein, habe ich nicht gewusst. Ich bin jetzt mehr als bereit, meiner äußerst demütigenden Erinnerung an den Bachmannwettbewerb diese Erinnerung hinzuzufügen.

Ich nutze bewusst diese Möglichkeit, nachdem ich jahrelang über beides geschwiegen habe. Und nein, ich habe mich nicht zu beklagen. Ich habe Preise, Stipendien, bekommen. Aber was den Literaturbetrieb betrifft, ist etwas in mir tief „gestört“; ich weiß schon lange nicht mehr, „wie es geht“.  Veritable Angstzustände – es gibt noch weitere gnadenlose „Betriebs Momente“, ich könnte ein Buch darüber schreiben. Und ja, ich werde es vielleicht tun.

Wer sich bei mir zur Mitarbeit melden möchte, Autor:innen, Verlage…?? Gern! Arbeitstitel:

„Der Germanist als Polizist und Wie Verleger Autoren ver-legen“: Fall/Beispiele (der erste Titel Teil stammt von ebenjenem Partner aus früheren Zeiten, werde bei Gelegenheit seine Erlaubnis einholen); die Titelei wird natürlich noch deutlich gegendert.

Was braucht der Bachmannpreis für eine weitere gute Entwicklung? 

Mehr Dichtung.  Ingeborg Bachmann ist eine Dichterin. Mehr Mut, neues Text Bewusstsein zu schaffen – gegen das Gängige. Literatur ist auch Neuschöpfung, ist auch Kunst, verfertigt nicht nur das Bekannte, allgemein Anerkannte, das „Markt Bedienende“ – so schwierig es ist, auch sowas zu schreiben.

Was möchtest Du aktuellen Teilnehmer:innen, der Jury und dem Publikum in Klagenfurt mitgeben und dem Bachmannpreis zum 50er wünschen? 

Mehr scharfe – äußerst respektvolle – Debatten und Schluss mit dem altbackenen Schweigegebot für die Lesenden.  

Herzlichen Dank für das Interview und alles Gute!

Lioba Happel, Schriftstellerin

Zur Person: Happel, Lioba, 1957, Aschaffenburg, geboren und aufgewachsen in Franken, studierte in Berlin Sozialarbeit, Pädagogik, Ältere und Neuere deutsche und spanischsprachige Literatur. Für ihre Veröffentlichungen, Lyrik und Prosa, erhielt sie zahlreiche Preise und Stipendien. Um immer schreiben zu können, arbeitete sie in Brotberufen an verschiedensten Stellen, v.a. in Schulen. Sie lebt in Lausanne und Berlin. 20.6.26

Bachmannpreis/ORF Studio Klagenfurt

Bachmannpreis

1976 wurde nach einer Idee und auf Initiative des Autors und Journalisten Humbert Fink (* 13.8.1933 Salerno/I +16.5.1992 Maria Saal/Kärnten) und des damaligen Intendanten Ernst Willner ORF/Kärnten in Klagenfurt ein Literaturwettbewerb gegründet, dessen Hauptpreis nach der in Klagenfurt geborenen und begrabenen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (*25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom) benannt wurde.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

Der erste Bachmannpreisträger war 1977 Gert Jonke. Die aktuelle Preisträgerin 2025 ist Natascha Gangl.

Im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt werden ebenso weitere Literaturpreise vergeben – Deutschlandfunk Preis, 3sat Preis, Carinthischer Sommer Stipendium, BKS Publikumspreis.

Der Bachmannpreis, Tage der deutschsprachigen Literatur, findet jährlich Ende Juni/Juli in Klagenfurt statt.

Wörthersee

Foto: Lioba Happel _ Rimbaud Verlag

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Fotos: Bachmannpreis/Klagenfurt-Wörthersee_ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig, 20.6.2026

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„Eine experimentierfreudige Jury, die auch offen gegenüber „abseitigen“ Texten ist“ _ 50 Jahre Bachmannpreis _ Cornelia Manikowsky, Schriftstellerin _ Hamburg 20.6.2026

50 Jahre Bachmannpreis _

Tage der deutschsprachigen Literatur Klagenfurt

im Interview _ Cornelia Manikowsky, Schriftstellerin _ Hamburg

Bachmannpreisnominierte 1990

Text: „Eine Frau und ein Junge“

Preisträgerin _ Stipendium der Kärntner Industrie

Liebe Cornelia, Du hast 1990 am Bachmannpreis in Klagenfurt dem größten und reichweitenstärksten Literaturwettbewerb im deutschsprachigen Raum teilgenommen. Was sind spontan erste Erinnerungen?

Ohje. Kopfschmerzen? Merkwürdige Aufgeregtheiten? Es war irrsinnig heiß, nicht nur draußen, sondern auch im Sendesaal, parallel lief die Fußballweltmeisterschaft und von Klagefurt habe ich eigentlich nur den Lindwurm in Erinnerung. (Der war aber ganz friedlich.)

Was macht das Besondere des Bachmannpreises aus?

Die vielen Begegnungen.

Wie hast Du Deine Lesung und die Jurydiskussion erlebt?

Das ist jetzt 36 (!) Jahre her … „bizarr“ ist das Wort, das mir auf diese Frage als Erstes einfällt: Man sitzt also da vorne und hört die Jury über den eigenen Text sprechen, den sie gerade zum ersten Mal gelesen bzw. gehört haben (damals bekam die Jury die Texte erst unmittelbar vor der Lesung). Ein eigenartiges Gemisch aus persönlichen Leseeindrücken und spontanen Einfällen. Asche auf mein Haupt, ich kann mich nicht einmal erinnern, etwas davon mitgenommen zu haben.

Wie hat sich Dein Preisgewinn für Dein weiteres Schreiben ausgewirkt?

Kurz nach dem Preisgewinn ist mein erstes Buch erschienen, in dem auch die Erzählung enthalten war, aus der ich in Klagenfurt gelesen habe. Das Buch ist sehr oft besprochen worden, das wäre ohne die Bachmann-Preis-PR vermutlich anders gewesen. Und das Preisgeld: Klasse, natürlich!

Was braucht der Bachmannpreis an Weiterentwicklung für eine gute Zukunft?

Neue Ufer? Mehr Vielfalt? Eine experimentierfreudige Jury, die auch offen gegenüber „abseitigen“ Texten ist?

Was möchtest Du aktuellen Teilnehmer:innen, der Jury und dem Publikum in Klagenfurt mitgeben und dem Bachmannpreis zum 50er wünschen?

Keine Kopfschmerzen (o. äh.)! Den Wörthersee genießen! Und viel Literatur natürlich. Lyrik! 

Herzlichen Dank für das Interview und alles Gute!

Cornelia Manikowsky, Schriftstellerin

Zur Person: Über | Schriftstellerin Hamburg

Website der Autorin: Cornelia Manikowsky | Schriftstellerin, Hamburg

gespannte Aufmerksamkeit im Publikum _
Bachmannpreis/ORF Studio Klagenfurt

Bachmannpreis

1976 wurde nach einer Idee und auf Initiative des Autors und Journalisten Humbert Fink (* 13.8.1933 Salerno/I +16.5.1992 Maria Saal/Kärnten) und des damaligen Intendanten Ernst Willner ORF/Kärnten in Klagenfurt ein Literaturwettbewerb gegründet, dessen Hauptpreis nach der in Klagenfurt geborenen und begrabenen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (*25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom) benannt wurde.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

Der erste Bachmannpreisträger war 1977 Gert Jonke. Die aktuelle Preisträgerin 2025 ist Natascha Gangl.

Im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt werden ebenso weitere Literaturpreise vergeben – Deutschlandfunk Preis, 3sat Preis, Carinthischer Sommer Stipendium, BKS Publikumspreis.

Der Bachmannpreis, Tage der deutschsprachigen Literatur, findet jährlich Ende Juni/Juli in Klagenfurt statt.

Wörthersee

Fotos: Cornelia Manikowsky _ privat

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Fotos: Bachmannpreis/Klagenfurt-Wörthersee_ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig, 20.6.2026

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„In der Sprache wohnen Wunden“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Rotraut Schöberl/Maxi Blaha _ Wien 20.6.2026

Maxi Blaha, Schauspielerin _Station bei Ingeborg Bachmann_ Wien_Romanschauplatz „Malina“ _ 3/21 _
Walter Pobaschnig, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz

INGEBORG

Text _ Rotraut Schöberl, Schriftstellerin, Buchhändlerin _ Wien

Performance _ Maxi Blaha, Schauspielerin _ Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

INGEBORG

In der Sprache wohnen Wunden

Niemals nur privat

Gegen die Zumutungen der Welt

Existieren heißt widerstehen

Begehren und Angst

Ohne Schonung geschrieben

Radikal ehrlich

Gegen das Vergessen

Rotraut Schöberl10.1.2026

Maxi Blaha, Schauspielerin _Station bei Ingeborg Bachmann_ Wien_Romanschauplatz „Malina“ _ 3/21 _
Walter Pobaschnig, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

Ingeborg Bachmann ist 1946 in Wien angekommen und lebte hier bis 1953. In dieser Lebensphase kommt es zu wesentlichen Begegnungen, Inspirationen ihrer Texte. Ebenso ist es die Zeit erster Anerkennung als Schriftstellerin. Mit Wien bleibt die später in Rom lebende Schriftstellerin zeitlebens verbunden. Ihr einziger Roman Malina, den sie in Rom abschließt, spielt in Wien. Das „Ungargassenland“ im III.Wiener Gemeindebezirk ist dabei topographischer Bezugs- und Mittelpunkt. Ebenso nehmen viele Gedichte auf Wien Bezug.

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz

INGEBORG

Text _ Rotraut Schöberl, Schriftstellerin, Buchhändlerin _ Wien

Performance _ Maxi Blaha, Schauspielerin _ Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Rotraut Schöberl, Schriftstellerin, Buchhändlerin _ Wien
Maxi Blaha, Schauspielerin _Station bei Ingeborg Bachmann_ Wien_Romanschauplatz „Malina“ _ 3/21 _
Walter Pobaschnig.

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann, Rom, 1962.

Foto: Rotraut Schöberl _  im Hof der evangelischen A.B. Lutherkirche _ Wien/Währing _ Sommer 2022_ Walter Pobaschnig.

Fotos: Maxi Blaha, Schauspielerin _Station bei Ingeborg Bachmann_ Wien_Romanschauplatz „Malina“ _ 3/21 _ Walter Pobaschnig.

Walter Pobaschnig   10.1.2026

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„Was willst du eigentlich noch hier?“ _ 50 Jahre Bachmannpreis _ Gabriele Kögl, Schriftstellerin _ Wien 20.6.2026

50 Jahre Bachmannpreis _

Tage der deutschsprachigen Literatur Klagenfurt

Im Interview _ Gabriele Kögl, Schriftstellerin _ Wien

Bachmannpreisnominierte 1993

Liebe Gabriele, Du hast 1993 am Bachmannpreis in Klagenfurt dem größten und reichweitenstärksten Literaturwettbewerb im deutschsprachigen Raum teilgenommen. Was sind spontan Deine ersten Erinnerungen?

Ich erinnere mich an eine Männerriege alter weißer Herren, denen ich nicht gewachsen war. Ich hatte noch keine Ahnung vom Literaturbetrieb, keinen Verlag und keine Vorstellung davon, was es vor dreißig Jahren mit älteren Herren machen würde, wenn eine junge Frau über Kindesmissbrauch aus der Sicht des Kindes schreibt. Sie ließen mich deutlich spüren, dass es ein absolutes „No Go“ war.

Was macht das Besondere des Bachmannpreises aus?

Die große Aufmerksamkeit, die man für ein bisschen mehr als fünfzehn Minuten im Rampenlicht bekommt. Und mindestens zweimal fünfzehn Minuten, wenn man zu den Gewinnern gehört.

Wie hast Du Deine Lesung, die Jurydiskussion und die Preisverleihung erlebt?

Schrecklich demütigend. Es gab damals noch elf Juroren. Davon drei Jurorinnen. Ich wurde eingeladen, weil ich einen Auszug aus meinem Roman „Das Mensch“ an die Juroren und Jurorinnen geschickt hatte. Ich hatte nicht damit gerechnet, wie herablassend manche der Männer über den Text sprechen würden. Nachher hat mir Angela Present, ein Jurymitglied, gesagt, ihr hätte der Text gut gefallen. Aber sie hätte es nicht gewagt, ihn einzuladen, weil sie wusste, bei diesen selbstgefälligen Männern hätte er keine Chance. Bei der Preisverleihung waren die Nichtgewinner so gut wie nicht mehr vorhanden. Man wurde völlig ignoriert. So als wäre die Frage im Raum gestanden: Was willst du eigentlich noch hier?

Wie hat sich der Bachmannpreis auf Deinen weiteren literarischen, künstlerischen Weg ausgewirkt?

Ich vermute, nicht wirklich negativ. Nach der schrecklichen Veranstaltung und nach einigen Tagen des Wundenleckens habe ich den Roman an zehn Verlage geschickt. Drei haben mir in kurzer Zeit geantwortet und wollten ihn machen.  Ich habe mich für den Wallstein-Verlag entschieden und dann den Clemens-von-Brentano-Preis für das beste Debüt bekommen.

Was braucht der Bachmannpreis für eine weitere gute Entwicklung?

Ich schau kaum in die Sendung hinein. Ich weiß, dass er wichtig ist, weil die Literatur in diesen Tagen Aufmerksamkeit bekommt, die sie sonst nicht hätte. Der Preis hat sich auch schon weiterentwickelt. Texte werden nicht mehr so grausam verrissen und soweit ich weiß, werden Nichtgewinner nach der Veranstaltung auch nicht mehr ignoriert, sondern dürfen am gemeinsamen Abschlussessen teilnehmen. Das ist schon ein Fortschritt. Auch dass man über das Wesen der Literatur viel mehr streitet als früher und der Kriterienkanon immer wieder in Frage gestellt wird.   

Was möchtest Du aktuellen Teilnehmer:innen, der Jury und dem Publikum in Klagenfurt mitgeben und dem Bachmannpreis zum 50er wünschen?

Den Teilnehmenden: Das immerwährende Bewusstsein, dass Literatur keiner absoluten Bewertung unterliegt und ein Text von anderen Kritikern ganz anders beurteilt werden kann. Der Jury: dass gegenseitige Animositäten möglichst nicht auf Kosten der teilnehmenden Schreibenden ausgetragen werden. Dem Publikum: spannende Texte, die sich etwas Neues trauen und eine Jury, die lieber zweifelt als vernichtet. 

Herzlichen Dank für das Interview und alles Gute!

Gabriele Kögl, Schriftstellerin

Zur Person: Gabriele Kögl, geboren in Graz, Lehramtsstudium in Graz, sowie „Buch und Dramaturgie“ an der Filmakademie Wien. Bezeichnet sich selber als Wortklauberin und Satzbäuerin. Zahlreiche Preise, darunter: „Clemens-von-Brentano-Preis für das Debüt “Das Mensch”, dreimal „Volksstückepreis Baden-Württemberg“,  und  „Prix Europa“ für das beste europäische Hörspiel „Höllenkinder“.  

Website der Autorin: Gabriele Kögl – Schriftstellerin

gespannte Aufmerksamkeit im Publikum _
Bachmannpreis/ORF Studio Klagenfurt

Bachmannpreis

1976 wurde nach einer Idee und auf Initiative des Autors und Journalisten Humbert Fink (* 13.8.1933 Salerno/I +16.5.1992 Maria Saal/Kärnten) und des damaligen Intendanten Ernst Willner ORF/Kärnten in Klagenfurt ein Literaturwettbewerb gegründet, dessen Hauptpreis nach der in Klagenfurt geborenen und begrabenen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (*25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom) benannt wurde.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

Der erste Bachmannpreisträger war 1977 Gert Jonke. Die aktuelle Preisträgerin 2025 ist Natascha Gangl.

Im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt werden ebenso weitere Literaturpreise vergeben – Deutschlandfunk Preis, 3sat Preis, Carinthischer Sommer Stipendium, BKS Publikumspreis.

Der Bachmannpreis, Tage der deutschsprachigen Literatur, findet jährlich Ende Juni/Juli in Klagenfurt statt.

Klagenfurt Rathaus _ Ankündigung Bachmannpreis/2015
Wörthersee

Foto: Gabriele Kögl _ G.Ankenbrand

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Fotos: Bachmannpreis/Klagenfurt-Wörthersee_ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig, 19.6.26

https://literaturoutdoors.com

„Grissemann bot mir am Ende der Lesung eine Zigarette an“ _ 50 Jahre Bachmannpreis _ Margit Schreiner, Schriftstellerin _ Gmünd/NÖ 20.6.2026

50 Jahre Bachmannpreis _

Tage der deutschsprachigen Literatur Klagenfurt

im Interview _ Margit Schreiner, Schriftstellerin _ Gmünd/NÖ

Bachmannpreisnominierte 1990 und 1998

Liebe Margit, Du hast 1990 und 1998 am Bachmannpreis in Klagenfurt dem größten und reichweitenstärksten Literaturwettbewerb im deutschsprachigen Raum teilgenommen. Was sind spontan erste Erinnerungen?

Ich habe zwei erste Erinnerungen.

Die erste Lesung („Mein erster Neger“) beim Bachmann Wettbewerb war bis zu meiner Disqualifizierung großartig. Grissemann bot mir am Ende der Lesung eine Zigarette an. 

Die zweite Lesung („Die Tasche“) über den Krankenhausaufenthalt meiner Mutter war heldenhaft, weil ich vor der Lesung erfuhr, dass sie gerade gestorben war.

Was macht das Besondere des Bachmannpreises aus?

Die Breitenwirkung

Wie hast Du deine Lesung und die Jurydiskussion erlebt?

Vor der ersten Teilnahme war ich total aufgeregt. Das hat sich dann schon während der Lesung gelegt und die Jurydiskussion war euphorisch. Beim wohl verdienten Prosecco nachher an der Bar erfuhr ich allerdings, dass derjenige, der den Text, nachdem ich bei einem Literaturwettbewerb mitgemacht und nicht gewonnen hatte, mit falscher Überschrift und auf die Hälfte gekürzt ohne mein Wissen irgendwo vorher abgedruckt hatte, worüber er die Jury sofort verständigte. Ich wurde disqualifiziert.

Die Härte nach der zweiten Lesung, bei der es unter anderem darum ging, eine Tasche mit stark verschmutzter Kleidung der Mutter aus dem Krankenhaus irgendwo unauffällig loszuwerden, war die Diskussion der Jury darüber, dass die Tasche mit den verschmutzten Kleidern, die entsorgt werden musste, zwar grauslig, aber nicht grauslig genug war.

Wie hat sich Deine Teilnahme auf Deine literarische Öffentlichkeit wie Deinen weiteren persönlichen literarischen Weg, Deinen Schreibstil, ausgewirkt?

Nach der Disqualifikation bei der ersten Teilnahme, haben sämtliche Rundfunkanstalten beschlossen, meinen Text zu senden. Das hat sich auf meine Geldtasche ausgewirkt, auf meinen Schreibstil nicht. Beim zweiten Mal hat es sich weder finanziell noch meinen Schreibstil betreffend ausgewirkt.

Was braucht der Bachmannpreis für eine weitere gute Entwicklung?

Am Anfang des Bachmann Wettbewerbes kannten die Juroren vorher die Texte nicht, die vorgelesen wurden. Jetzt bereiten sie sich vor, während die Autoren schweigen. Das ist zwar verständlich, aber demütigend.

Was möchtest Du aktuellen Teilnehmer:innen, der Jury und dem Publikum in Klagenfurt mitgeben und dem Bachmannpreis zum 50er wünschen?

Den Teilnehmer:innen rate ich zu mehr Lockerheit (es handelt sich ja um keinen Schönheitswettbewerb), der Jury rate ich zu weniger Effekthascherei und mehr Respekt den Texten gegenüber, dem Publikum zu keiner Autoritätsgläubigkeit.

Den Teilnehmer:innen wünsche ich gute Nerven, der Jury Selbstreflexion und dem Publikum viel Vergnügen!

Herzlichen Dank für das Interview und alles Gute!

Margit Schreiner, Schriftstellerin

Zur Person: Zur Person: Margit Schreiner wurde 1953 in Linz geboren. Nach längeren Aufenthalten in Tokio, Paris, Berlin, Italien und dann wieder in Linz lebt sie derzeit in Gmünd, Niederösterreich. Sie erhielt für ihre Bücher zahlreiche Stipendien und Preise, u. a. den Oberösterreichischen Landeskulturpreis und den Österreichischen Würdigungspreis für Literatur. 2015 wurde sie mit dem Johann-Beer-Literaturpreis und dem Heinrich-Gleißner-Preis ausgezeichnet, 2016 erhielt sie den Anton-Wildgans-Preis. Mit Kein Platz mehr war sie 2018 für den Österreichischen Buchpreis nominiert. Margit Schreiner – Schöffling Verlag

Website: www.margitschreiner.com

Bachmannpreis

1976 wurde nach einer Idee und auf Initiative des Autors und Journalisten Humbert Fink (* 13.8.1933 Salerno/I +16.5.1992 Maria Saal/Kärnten) und des damaligen Intendanten Ernst Willner ORF/Kärnten in Klagenfurt ein Literaturwettbewerb gegründet, dessen Hauptpreis nach der in Klagenfurt geborenen und begrabenen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (*25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom) benannt wurde.

Ingeborg Bachmann Rom 1962

Der erste Bachmannpreisträger war 1977 Gert Jonke. Die aktuelle Preisträgerin 2025 ist Natascha Gangl.

Im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt werden ebenso weitere Literaturpreise vergeben – Deutschlandfunk Preis, 3sat Preis, Carinthischer Sommer Stipendium, BKS Publikumspreis.

Der Bachmannpreis, Tage der deutschsprachigen Literatur, findet jährlich Ende Juni/Juli in Klagenfurt statt.

Elternhaus Ingeborg Bachmann/Klagenfurt _
hier wuchs Ingeborg Bachmann auf und kehrte auch immer wieder zu Besuchen zurück _
„Drei Wege zum See“
„Drei Wege zum See“ Ingeborg Bachmann outdoors/Klagenfurt _
szenische Wanderung _
Walter Pobaschnig/Alina Nedwed 2015-2020

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Foto: Margit Schreiner _ Patricia Marchart

Fotos: Bachmannpreis/Klagenfurt/Kreuzbergl_  Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig, 9.6.2026

https://literaturoutdoors.com

„dass wieder öfter bereits etablierte Autoren eingeladen werden und diese Einladung auch annehmen“ _ 50 Jahre Bachmannpreis _ Inka Parei, Schriftstellerin _ Berlin 20.6.2026

50 Jahre Bachmannpreis _

Tage der deutschsprachigen Literatur Klagenfurt

Im Interview _ Inka Parei, Schriftstellerin _ Berlin

Bachmannpreisträgerin 2003

Liebe Inka, Du hast 2003 am Bachmannpreis in Klagenfurt dem größten und reichweitenstärksten Literaturwettbewerb im deutschsprachigen Raum teilgenommen und den Ingeborg Bachmann Hauptpreis gewonnen. Was sind spontan erste Erinnerungen?

Es war außergewöhnlich heiß und dadurch ein besonderer Sommer, an den ich mich später, Ende der Zehnerjahre, als die erste große Reihe  klimawandelbedingter Hitze-Sommer kam, wieder erinnert habe. Die ganze Stadt Klagenfurt war in eine gleißende Wärme getaucht, die alles, was passierte, manchmal unwirklich und dadurch auch etwas unwichtig erscheinen ließ.

Ich weiß auch noch, dass ich mit meinen damaligen Verleger, Klaus Schöffling, an einem der ersten Tage zu Fuß eine Kreuzung überquert habe, auf dem Weg ins Studio. Wir blickten auf ein hässlichen 70er Jahre- Hochhaus, es war frühmorgens, und in dem Moment regnete es. Wir blieben auf der Mittelinsel des Überwegs stehen, unter einem gemeinsamen Regenschirm, kurz bevor die Ampel auf Grün sprang, gab es ein paar Sekunden Stille, und plötzlich meinte Klaus zu mir: „Ist doch egal, ob du da jetzt gewinnst oder nicht.“ Darüber haben wir später gelacht.

Was macht das Besondere des Bachmannpreises aus?

Es ist eine mehrfache Live-Situation, die allen Beteiligten einiges abverlangt. Was normalerweise getrennt und zeitversetzt abläuft, Schreibprozess, Veröffentlichung, Lesung und Kritik, kommt zusammen, und man spürt direkt und gemeinsam die Stimmungen, die dabei entstehen und manchmal auch aufeinander prallen.

Wie hast Du deine Lesung und die Jurydiskussion erlebt?

Ich hatte ganz simple Gedanken, das weiß ich noch. Ich habe mich komplett auf das Lesen konzentriert. Da ist der Stuhl, da deine Blätter. Du setzt dich jetzt hin und liest, dafür bist du gekommen. Sonst musst du nichts machen, alles andere hast du schon vorher getan. Und was danach kommt, dafür bist du nicht verantwortlich, das machen dann andere. Wer einen Moment großer Selbstübereinstimmung erleben möchte, ohne jede Mehrdeutigkeiten, der gehe nach Klagenfurt und lese dort vor, es ist schon etwas Besonderes.

Anschließend gab es lobende Worte und auch eine Kontroverse. Das damalige Jurymitglied Thomas Steinfeld mochte meinen Text nicht, er war ihm zu trocken. Er meinte, was ich da mache, sei so, als würde ich eine 1:1 Karte der Wirklichkeit erstellen. Er erwähnte dazu Frankreich während der Zeit der Französischen Revolution. Offenbar gibt es eine in dieser Zeit verankerte Anekdote über das Anfertigen einer solchen Karte. Mein Sohn, der damals elf war und zu Hause vorm Fernseher saß, war gar nicht einverstanden, dass ich kritisiert wurde, aber gleichzeitig auch begeistert von diesem Vergleich. Er hat mich später noch oft daran erinnert.

Wie hat sich Dein Preisgewinn für Dein weiteres Schreiben ausgewirkt?

Ich war eine Zeit lang sehr bekannt. Wobei mein erstes Buch auch schon ein Erfolg gewesen war mit vielen Übersetzungen, sodass es mich nicht ganz so überraschend getroffen hat wie vielleicht andere. Ich erinnere mich deutlich an einen Moment, in dem eine Traube von Fotografen vor mir stand und mich ablichtete, ein seltsames Gefühl, dass ich nicht mochte.

Was braucht der Bachmannpreis an Weiterentwicklung für eine gute Zukunft?

Ich finde das Format an und für sich wirklich gut. Es ist so transparent. Kritik äußert sich öffentlich und legt so gleichzeitig ihre eigenen Kriterien zur Bewertung für andere frei. Das Ganze ist ja auch ein Kritikerwettbewerb. Der direkte Vergleich, also die Aufnahme eines Textes und das sofortige Erleben von Reaktionen darauf, kann, wenn das im Gespräch gut gemacht wird, sehr horizonterweiternd sein.

Was mir nicht so gefällt ist die Aura von „unbekannte Autoren reisen an und verlassen dann als mit Preisen ausgezeichnete Stars das Gelände“, die diesen Tagen in Klagenfurt anhaftet. Das hatte schon immer etwas Anmaßendes und Schmälerndes.  Ich würde mir wünschen, dass wieder öfter bereits etablierte Autoren eingeladen werden und diese Einladung auch annehmen. Kritik, die den Literaturbegriff schärft, ist sehr wichtig, und die Veranstaltung würde davon profitieren, denn je besser die Texte, um so herausgeforderter ist ja auch die Kritik. Wir brauchen gute Texte und einen kritischen Blick darauf.

Was möchtest Du aktuellen Teilnehmer:innen, der Jury und dem Publikum in Klagenfurt mitgeben und dem Bachmannpreis zum 50er wünschen?

Ich möchte ihnen zurufen: Seid politisch! So gut ihr es nur irgendwie könnt. Das ist nicht einfach, ganz klar. Aber wir brauchen es.

Herzlichen Dank für das Interview und alles Gute!

Inka Parei, Schriftstellerin

Zur Person: Inka Parei, 1967 in Frankfurt am Main geboren, lebt seit 1987 in Berlin.  Sie veröffentlichte  neben Erzählungen die Romane „Die Schattenboxerin“ (1999), „Was Dunkelheit war“ (2005), „Die Kältezentrale“ (2011), „Humboldthain“ (2024). Ihre Arbeiten wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Hans Erich Nossack Förderpreis, dem Ingeborg Bachmann Preis und einem Stipendium an der New York University. Darüber hinaus arbeitete sie in Texwerkstätten, u. a. als Gastprofessorin am Deutschen Literatur Institut in Leipzig.

Bachmannpreis/ORF Studio Klagenfurt

Bachmannpreis

1976 wurde nach einer Idee und auf Initiative des Autors und Journalisten Humbert Fink (* 13.8.1933 Salerno/I +16.5.1992 Maria Saal/Kärnten) und des damaligen Intendanten Ernst Willner ORF/Kärnten in Klagenfurt ein Literaturwettbewerb gegründet, dessen Hauptpreis nach der in Klagenfurt geborenen und begrabenen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (*25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom) benannt wurde.

Ingeborg Bachmann, 1962

Der erste Bachmannpreisträger war 1977 Gert Jonke. Die aktuelle Preisträgerin 2025 ist Natascha Gangl.

Im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt werden ebenso weitere Literaturpreise vergeben – Deutschlandfunk Preis, 3sat Preis, Carinthischer Sommer Stipendium, BKS Publikumspreis.

Der Bachmannpreis, Tage der deutschsprachigen Literatur, findet jährlich Ende Juni/Juli in Klagenfurt statt.

Abendstimmung am Wörthersee

Foto: Inka Parei _ privat

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Fotos: Bachmannpreis/Klagenfurt-Wörthersee_ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig, 19.6.26

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„dass Autorinnen und Autoren für kurze Zeit eine Öffentlichkeit erreichen – wie später vielleicht nie mehr“ _ 50 Jahre Bachmannpreis _ Christoph W. Bauer, Schriftsteller _ Innsbruck 19.6.2026

50 Jahre Bachmannpreis _

Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt

im Interview _ Christoph W. Bauer, Schriftsteller _ Innsbruck

Bachmannpreisnominierter 2002

erster Publikumspreisträger des 2002 neueingeführtem Preises

Lieber Christoph, Du hast am Bachmannpreis in Klagenfurt dem größten und reichweitenstärksten Literaturwettbewerb im deutschsprachigen Raum teilgenommen. Was sind spontan Deine erste Erinnerungen?

Dass ich mich nicht sehr wohl gefühlt habe in meiner Haut, nix wie weg, hatte ich mir gedacht. Angespannt war ich und auch überfordert vom Interesse an meiner Person, das beginnt ja alles schon Wochen zuvor mit Video-Drehs etc.

Was macht das Besondere des Bachmannpreises aus?

Zunächst einmal der Name Ingeborg Bachmann, und dass Autorinnen und Autoren für kurze Zeit eine Öffentlichkeit erreichen – wie später vielleicht nie mehr.

Wie hast Du Deine Lesung, die Jurydiskussion und die Preisverleihung erlebt?

Die Lesung war der entspannteste Teil, da konnte ich ganz bei mir bleiben, mich auch ein wenig hinter dem Text verstecken. An die Jurydiskussion habe ich kaum Erinnerungen, vielleicht verdränge ich sie auch aus meinem Gedächtnis. Aber das ist alles lange her, ich habe 2002 dort gelesen, damals wurde zum ersten Mal ein Publikumspreis vergeben, ich hatte das Glück, ihn zu bekommen, eine schöne Erinnerung.

Wie hat sich der Bachmannpreis auf Deinen weiteren literarischen, künstlerischen Weg ausgewirkt?

Ich habe damals in Klagenfurt Freundschaften geschlossen, Wegbegleiter gefunden wie Mirko Bonné oder Raphael Urweider.

Was braucht der Bachmannpreis für eine weitere gute Entwicklung?

Gute Literatur und eine Jury, die diese erkennt.

Was möchtest Du aktuellen Teilnehmer:innen, der Jury und dem Publikum in Klagenfurt mitgeben und dem Bachmannpreis zum 50er wünschen?

Alles Gute, seid unerschrocken, bleibt heiter!

Herzlichen Dank für das Interview und alles Gute!

Christoph W. Bauer, Schriftsteller

Zur Person: Christoph W. Bauer, geb. 1968 in Kolbnitz/Kärnten, lebt als Schriftsteller und Herausgeber in Innsbruck. Zahlreiche Publikationen, zuletzt Lärm. Novelle (Haymon 2026), Trotta und Ich. Pariser Depeschen, Reportagen, Porträts (Haymon 2024), an den hunden erkennst du die zeiten. Gedichte (Haymon 2022) und Niemandskinder. Roman (Haymon 2019); diverse Auszeichnungen und Stipendien u.a. Tiroler Landespreis für Kunst (2015), Outstanding Artist Award (2015), Preis für künstlerisches Schaffen der Stadt Innsbruck (2021), Anton-Wildgans-Preis (2023) und Robert-Musil-Stipendium (2023)

Christoph W. Bauer – Haymon Verlag

gespannte Aufmerksamkeit im Publikum _
Bachmannpreis/ORF Studio Klagenfurt

Bachmannpreis

1976 wurde nach einer Idee und auf Initiative des Autors und Journalisten Humbert Fink (* 13.8.1933 Salerno/I +16.5.1992 Maria Saal/Kärnten) und des damaligen Intendanten Ernst Willner ORF/Kärnten in Klagenfurt ein Literaturwettbewerb gegründet, dessen Hauptpreis nach der in Klagenfurt geborenen und begrabenen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (*25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom) benannt wurde.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

Der erste Bachmannpreisträger war 1977 Gert Jonke. Die aktuelle Preisträgerin 2025 ist Natascha Gangl.

Im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt werden ebenso weitere Literaturpreise vergeben – Deutschlandfunk Preis, 3sat Preis, Carinthischer Sommer Stipendium, BKS Publikumspreis.

Der Bachmannpreis, Tage der deutschsprachigen Literatur, findet jährlich Ende Juni/Juli in Klagenfurt statt.

Wörthersee-Abendstimmung _ Blick vom Schloss Loretto

Foto: Christoph W. Bauer _ Fotowerk Aichner

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Fotos: Bachmannpreis/Klagenfurt-Wörthersee_ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig, 19.6.2026

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