„Gewohnheit ist ein Schimpfwort“ Alina Kunitsyna, Künstlerin_Damtschach/Wien 13.7.2020

Liebe Alina, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Von 8 – 15.15 Wäsche, Klopapier, Loundry Bags, „Loves“ malen, dann Kinder von der Schule abholen, einkaufen, Wäsche waschen, dann liebevoll und inspiriert (wenn`s geht) kochen. Dann Wine and Cigarettes (wenn`s geht) und dann schlafen, außer ich bin in Wien oder unterwegs – dann ist alles anders.

 

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Liebe und Selbstreflexion, wie immer.

 

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Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater, der Kunst an sich zu?

Gewohnheit ist ein Schimpfwort.

Die Rolle der Kultur ist immer gleich und vergleichbar mit der Rolle von junger Mutter zu ihrem neugeborenen Kind gesungenes Liedes. Das Kind wird zwar satt an ihre Brust und es wird ausreichen zum überleben, aber das Lied wird aus ihm einen anderen Mensch machen. Das Lied (bw Kultur) für mich ist kein Luxus, weil dieser Mensch zu werden ist eine Notwendigkeit.

 

 

Was liest Du derzeit?

Fahim Amir „Schwein und Zeit“,

„Derek Jarman Brutal Beauty“,

Robert Musil “Mann ohne Eigenschaften“ (als Hörbuch wehrend malen),

Mann ohne Leidenschaften sage ich immer…

 

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Die Idee von Reinheit – ganz gleich ob es sich um körperliche, spirituelle oder politische Reinheit handelt – ist ein schlechter Rausch. Dieser Fusel macht blind, anstatt Visionen hervorzurufen“. Fahim Amir“ Schwein und Zeit. Tiere, Politik, Revolte“, Nautilus Flugschrift, 2018, S. 154

 

Vielen Dank für das Interview liebe Alina, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen vielfältigen Kunstprojekte wie persönlich in diesen Tagen alles Gute!

 

5 Fragen an KünstlerInnen:

Alina Kunitsyna, Künstlerin

http://alinakunitsyna.net/

Foto: Manu Lasnik

 

5.7.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Auf die Schwächsten, Benachteiligten, Geflüchteten nicht nur in Sonntagsreden nicht vergessen“ Günter Vallaster, Schriftsteller_Wien 12.7.2020

Lieber Günter, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?


Ich kümmere mich verstärkt um Liegengebliebens und Vernachlässigtes, wofür durch das Herumfunktionieren in den verschiedenen Hire- and Fire-Jobmühlen zuvor keine Zeit blieb: So habe ich das Kochen für mich entdeckt, nicht nur aus Gründen der Geldersparnis, sondern auch, um eine kulinarische Weltreise mit Zutaten vor allem aus der näheren Umgebung zu unternehmen, mit einfachen, von mir individualisierten Speisen wie Kapros csirke (Huhn mit Dill) Yellow Submarine, Borschtsch Tetris oder Kaiserschmarren à la Nestroy, „Der Zerrissene“, die allenfalls ein wenig Zeit brauchen, aber das Wohlbefinden enorm anheben. Restaurants, die neben hervorragender Küche zu einem fairen Preis auch Ambiente bieten, wie das „Corbaci“ oder „Automat Welt“, sehen mich als Gast aber schon wieder. Mit Wohnungsinstandhaltungsarbeiten, das Wort ist fast so lange wie der Donaudampfschifffahrtsgesellschaftskapitän, der Star unter den Mehrfachkomposita, hatte ich unmittelbar vor dem Lockdown begonnen, gutes Timing erwischt sozusagen. Nicht zuletzt stehe ich mit mehr Menschen via Skype, E-Mail und Social Media in Kontakt, habe Nachhilfe in Deutsch und Englisch gegeben, einen Deutschkurs und einen literarischen Schreibworkshop als Webinare gehalten. Das macht alles nicht reich an Geld, aber an Lebensqualität und stützt die Fokussierung auf die weitere berufliche Tätigkeit. Den Slogan, die Parole „das Land wieder hochfahren“ habe ich beim Wort genommen und richte gerade meine Homepage neu ein. Das Ausgraben und Übertragen von Content aus alten, teilweise verfallenen Webseiten ist auch eine sehr interessante Introspektion: Was nehme ich mit auf die neue Seite, was lasse ich vorerst mal zurück? Da ich immer schon eher ein Stubenhocker war, hat sich an meinen Aktionsradien ansonsten nicht viel geändert, ich ziehe sie lediglich ein wenig vorsichtiger, aber nicht ängstlich. Insgesamt geht es mir also viel besser, der wahre Lockdown, eigentlich Knockdown war vorher.

 

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Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich finde, was allgemein vorher wichtig war oder gewesen wäre, ist es nun auch, es konturiert sich nur noch stärker: Solidarität nicht nur als leere Worthülse sehen, sondern neue Arbeitsmodelle auf der Höhe der Zeit und der Technik und eben auch vor dem Hintergrund besonderer Umstände wie den derzeitigen denken. Das Konsumverhalten grundlegend ändern, damit nicht auch noch die arktische Hitze statt der arktischen Kälte zur sogenannten „neuen Normalität“ wird. Auf die Schwächsten, Benachteiligten, Geflüchteten nicht nur in Sonntagsreden nicht vergessen.

 

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Kunst und Kultur gehören für mich zu den notwendigen Lebensmitteln und sind absolut systemrelevant, da sie die Kreativität und das Denken begründen und fördern. Ohne Buch, Foto, Film, Bild oder Musik wäre das Leben sehr trüb und dumpf, jede Kunstrichtung eröffnet ganz essenzielle Möglichkeiten für konstruktiven Dialog und sinnvolle Tätigkeiten. Gerade in Zeiten, in denen die Umstände nicht mehr alle physischen Freiräume zulassen, sorgen Kunst und Kultur für geistige Freiräume. Ich werde mich auf jeden Fall noch mehr der Literatur widmen.

 

Was liest Du derzeit?


Ich lese schon länger keine Zeitungsartikel mehr mit „könnte“ in der Überschrift oder in den Absätzen versteckt, verfolge auch keine Ticker mit Statistiken über Genesene und Gewesene. Ansonsten viel mehr als sonst und überwiegend Literatur: Zumal ich im Herbst an einem Literaturprojekt zu James Joyce teilnehmen kann, etwa in seinen Werken. Bislang war zeitbedingt nur „Finnegans Wake“ Gegenstand meiner genaueren Lektüre und das ist einige Jahre her. Wobei seine Romankolosse, vor allem „Ulysses“ ja nicht linear von Anfang bis Ende gelesen werden müssen, eine Lesemontage zu einem individuellen Bloomsday ist durchaus möglich. Weiters lese und betrachte ich mit Dankbarkeit die wunderbaren Beiträge aus mehreren Ländern zu Anthologien, die ich herausgeben durfte und darf, nämlich „Schriftlinien. Transmediale Poesie“, die frisch erschienen ist und „räume für notizen | rooms for notes. visuelle, digitale und transmediale poesie“, deren Beiträge gerade laufend eintreffen.

 

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

 

Vielleicht ein Gedicht von Gerhard Ruiss, mit herzlicher Gratulation zum H.C. Artmann-Preis 2020:

 

„das ende der welt

am ende der welt
sitzt jemand
und zählt geld.“

 

Vielen Dank für das Interview lieber Günter, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen vielfältigen Literaturprojekte wie persönlich in diesen Tagen alles Gute!

 

5 Fragen an KünstlerInnen:

Günter Vallaster, Schriftsteller

https://guenter-vallaster.net/

Foto: Alain Barbero (Wien, Cafè Bendl)

 

5.7.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Günther Domenig und Ingeborg Bachmann haben viele Gemeinsamkeiten“ _Architektur in Wort und Bild_ Steinhaus_Steindorf _10.7.2020

Architekt DI Günther Domenig (*1934 Klagenfurt +2012 Graz) ist in Kärnten aufgewachsen. Der lebenslange Bezug zu Landschaft und Menschen, Bergen und Seen, fließt auch in das architektonische Konzept des Steinhauses in Steindorf/Kärnten ein. Die Polyeder Form ist dabei eine wesentliche Charakteristik. Die Berge und Wege, Stege des Landes sind gleichsam im Haus gespiegelt. Diese topographischen Erfahrungen, Reflexionen und Manifestationen sind dabei mit persönlichen Erfahrungen im Dialog.

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Mensch und Bauwerk sind hier starker Ausdruck von Kunst und Leben in Bewegung und Ruhe.

 

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Das Haus ist international sehr beachtet und besucht. Viele Urlauber, etwa aus Kalifornien, planen den Besuch des Steinhauses in ihre Zeit in Kärnten/Europa ein.“

 

 

„Die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann und der Architekt des Steinhauses DI Günther Domenig haben viele Gemeinsamkeiten. In ihren Werken ist eine große Aufmerksamkeit, Sensibilität aber auch Direktheit und Kompromisslosigkeit zu erkennen.

 

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Es geht um Erfahrung wie Reflexion von Gegenwart, Herkunft und Lebensumwelt. Die Kärntner Topographie spielt dabei eine besondere Rolle. Das alles fließt in das architektonische wie literarische Werk ein. Bei Bachmann ja explizit im Erzähltops (Drei Wege zum See) wie bei Domenig in der Baustruktur des Steinhauses zu erkennen.

 

Der Weg wie die lebenslange Verbundenheit mit dem Ort, den Orten der Herkunft, mit Blick und Ausblick wird zur Mitte der Kunst. Die Verbindung von Erde und Wasser, die Elemente sind dabei sehr wesentlich. Sie sind der tragende Grund des Lebens.“

 

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„Da ist der Stein nicht tot, der Docht schnellt auf, wenn ihn ein Blick entzündet…“

Mein erstgeborenes Land, Ingeborg Bachmann

 

„Der Steg am Wasser hat die Form einer Hand und weist auf eine Finger-Verletzung Domenigs hin. Schmerz und Schönheit, diese Konstanten eines Lebens, finden in der Architektur hier vom Haus bis zum Wasser ihren Raum und Weg.“

 

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Im Gespräch_

Rechtsanwalt Dr. Wilfried Aichinger,  Vorstand_Domenig Steinhaus

Architekt DI Georg Wald, Vorstand_Domenig Steinhaus

https://architektur-kaernten.at/medien/domenig-steinhaus-spektakulaere-architektur-erleben

 

Im Bild_Maryam Laura Moazedi, Universität Graz, Autorin, Schwerpunkt Diversität.

https://www.moazedi.org/

 

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Vielen Dank an den Vorstand des Steinhauses_Steindorf wie Zsuzsanna Dávid, BSc MSc für die freundliche Organisation und Begleitung vor Ort!

 

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Alle Fotos_Walter Pobaschnig

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„Kunst sollte als Säule der Gesellschaft verankert werden“ Aiko Kazuko Kurosaki_Tänzerin, Choreografin_Wien 11.7.2020

Liebe Aiko, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Sehr ungeregelt, aber sehr viel Homeofficearbeit, im Lockdown mindestens 2 Online-Meetings in der Woche, jetzt gibt es gemischte, aber auch ganz analoge Treffen.

 

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Dass wir Ruhe und Besonnenheit walten lassen und uns nicht verrückt machen lassen.

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Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst zu?

Es wäre schön, wenn die Chance zu einem Aufbruch und Neubeginn wahrgenommen werden würde und nicht die Politik die Wirtschaft möglichst schnell wieder versuchen würde hochzufahren. Gerade jetzt sollte an echter Gleichstellung aller Menschen, eine gerechte Verteilung der Ressourcen und an nachhaltiger Energieerzeugung gearbeitet werden. Kunst sollte einen viel höheren Stellenwert beigemessen werden und zusammen mit der Bildung und der Wissenschaft als Säulen der Gesellschaft verankert werden.

 

Was liest Du derzeit?

„Die Stadt mit der roten Pelerine“ von Asli Erdogan

 

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Auf der ganzen Welt regiert die Seuche der Oberflächlichkeit, aber in dieser Stadt wurde sie zur Religion erhoben.“ ( Seite 34 – gemeint ist die Stadt Rio de Janeiro)

 

Vielen Dank für das Interview liebe Aiko, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen vielfältigen Kunstprojekte wie persönlich in diesen Tagen alles Gute!

 

5 Fragen an KünstlerInnen:

Aiko Kazuko Kurosaki, Tänzerin, Choreografin, Performance Künstlerin

Foto: Andrea Peller

 

5.7.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„KünstlerInnen müssen jetzt um Ihre Kunst kämpfen“ Hristina Susak, Komponistin, Performerin_10.7.2020

Liebe Hristina, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Einen bestimmten Tagesablauf habe ich als Komponistin nicht. Es richtet sich alles nach der Präsenz der Inspiration. Es gibt Tage, an denen ich sehr lange am Tisch oder am Computer sitze und komponiere, ohne eine Pause zu machen. Es gibt aber auch Lebens-, Kunstphasen, in denen ich den ganzen Tag absolut nichts Konstruktives mache. Solche Tage sind für mich als Künstlerin ebenfalls sehr wichtig, weil ich mich dann in der Inkubationsphase befinde, wo mein Unterbewusstsein das Material für neue Ideen sammelt, welche dann in der nächsten produktiven Phase realisiert werden.

 

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Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Besonders wichtig sind immer Gesundheit, Familie und enge Freunde, aber auch die Arbeit, die uns erfüllt. Diese Qualitäten haben unter diesen pandemischen Umständen ein besonderes Gewicht bekommen, in denen wir alle nochmals an ihre Wichtigkeit erinnert wurden und werden.

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Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?

In solch schwierigen Zeiten gibt die Musik und überhaupt die Kunst den Menschen eine Hoffnung und hat eine heilende Rolle. Man kann sich erinnern, als die Menschen in Italien sowie in den anderen Ländern während der stärksten Welle der Pandemie alle zusammen von ihren Fenstern gesungen und musiziert haben. Die Musik wird immer als eine absolute Kategorie überleben, die nicht von uns abhängig ist, sondern die ein Geschenk ist.  Für jede Gesellschaft ist die Nachhaltigkeit sehr wichtig, und gerade stehen die KünstlerInnen vor den Schwierigkeiten und der Herausforderung, in der sie um ihre Kunst kämpfen müssen.

 

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Was liest Du derzeit?

Gerade lese ich ein psychiatrisches Buch mit dem Titel „Neurose als Herausforderung“ („Neurosis as Challenge“). Es wurde von einem sehr berühmten serbischen Psychiater und Psychotherapeuten des 20. und 21. Jh.s, Vladeta Jerotic geschrieben. Das Buch beschäftigt sich mit der Theorie und Praxis der Psychotherapie, sowie mit der Anwendung von der psychotherapeutischen Lehre auf das Alltagsleben.

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Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Die Kunst ist fast immer harmlos und wohltätig – sie will nichts anderes sein als Illusion.“ – Sigmund Freud

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Vielen Dank für das Interview liebe Hristina, viel Freude und Erfolg für alle Musik- und Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

 

5 Fragen an KünstlerInnen

Hristina Susak, Komponistin, Musikerin, Performerin

 

 

30.6.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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Alle Fotos_Walter Pobaschnig

 

„Connaisseur“ Martin Walker.Roman. Diogenes Verlag

 

Eigentlich ein beschaulicher, gemütlicher Morgen wie ihn Bruno, Chef de Police, in der Kleinstadt Saint-Denis in Südfrankreich liebt. Ein morgendlicher Ausritt und danach ins Fauquets Cafè. Der Blick in die Zeitung und dazu Kaffee. Zu seinen Füßen Balzac, sein Besset, in Erwartung seines Anteils am Croissant. So geordnet, berechenbar und genussvoll kann das Leben sein…

Doch dann der Anruf von Florence. Das Außen dringt jetzt in den Kaffeeduft und dem treuherzigen Blick Balzacs, der sich jetzt müde und verspielt auf den Bauch gerollt hat. Bruno ist beunruhigt, geht es um seine Familie? Doch Florence verneint. Es geht um Claudia, die amerikanische Dissertantin der Universität Yale, die wegen ihrer kunstgeschichtlichen Forschungsschwerpunkte und Interessen nach Frankreich gekommen war. „Gestern Abend kam sie nicht nachhause“, sagt Florence beunruhigt. Bruno stellt einige Fragen. Er scheint zu spüren, das geradec ein Idyll zerreißt. Dieses hier im Cafè und jenes einer jungen Frau mit so vielen Träumen von Schönheit und Zukunft…

Bruno verlässt das Cafè und nimmt die Spur auf. Und schon bald muss er Grausames entdecken. Der Tod zerreißt jetzt die Stille dieses Tages und das scheinbar so unverwundbare Leben um ihn…

 

Im zwölften Bruno-Fall  nimmt der schottische Bestseller Autor Martin Walker wieder alle Zutaten seiner spannungsgeladenen Krimis mit ins Buch, die sein Schreiben so auszeichnet. Es ist ein einmaliger Erzählstil, der Welt und Persönlichkeit sehr fein weben kann und so Leserin und Leser neugierig und gepackt folgen lässt…

 

„Ein Krimierlebnis, dass alle Lese- und Spürsinne begeistert“

 

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„Es ist wichtig, den Menschen die Angst vor Theateraufführungen zu nehmen“ Peta Klotzberg, Schauspielerin_Wien 9.7.2020

Liebe Peta, wie sieht Dein Tagesablauf jetzt aus?

langsam wieder offener nach aussen. bis vor kurzem noch fokussierter, natürlich einsamer, allerdings auch unabgelenkt von organisatorischen, produktionstechnischen angelegenheiten und erledigungen. da bleibt mehr energie für kreatives werken. eine atempause, auch. irgendwo zwischen annäherungen an melodien, texte, langsam auch wieder sport, schwimmen und erste lese- und konzeptproben. umarmungen – das ist mir wichtig und hat mir gefehlt. und immer wieder austausch mit freunden: wie geht es Dir?

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Was ist für uns jetzt besonders wichtig?

zusammenhalt. echter zusammenhalt. endlich die verflachung von hierachien. glaube an die sache, also das theater, die resonanz, an die magie zwischen publikum und darsteller. liebe, hoffnung, freude am tun und freude am dasein. eigentlich wie immer, nur vielleicht mit stärkerem impuls im herzen. erschaffen wollen. aber das ist ja normal. zum glück.

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Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater und der Kunst zu?

als erstes muss ich sagen, dass ich auf diesen neubeginn sehr hoffe und mit neugierde hinschaue. dass wir was tun müssen, wir alle, das ist klar, sonst geht das gerade ein bisschen ein alles was die menschen aufgebaut haben. wobei auch dies nichts neues ist, im grunde. der zusammenbruch und der neuaufbau. geschichtlich betrachtet sind die zeiten des neubaus ja meist die „glücklicheren“. was ich etwas befürchte bzw. mit besorgnis beobachte, dass doch eine menge menschen gar nicht so sehr auf einen neubeginn hinarbeiten sondern lieber ein „reloaded“ angehen möchten. eine rückkehr zu dem, was war. was natürlich illusorisch und nicht zweckmäßig ist. und leider kristallisiert sich ja nicht unbedingt eine wertverschiebung heraus, also ein direkter lernfaktor: „systemrelevante“ berufe wie supermarktangestellte oder pflegekräfte wurden benannt, es wird applaudiert – aber was verändert das, was wird das diesen menschen konkret in den nächsten monaten, jahren bringen? meine befürchtung ist, dass dieses bewusstsein für so wichtige personengruppen, auch lehrer_innen, gleich wieder im alltagstrott untergeht. eine gehaltsrochade wär eigentlich jetzt eine logische konsequenz. aufwertung dieser berufsgruppen, auch finanziell.

und ich bin auch überzeugt, dass kunst absolut relevant ist war und immer sein wird. das aufgedrehte radio mit der musik an, der zehnte klingelton, kabarett sowieso, aber natürlich auch gerade für mit zeitgemäßer, moderner literatur arbeitende ist das erfassen der gegenwart und des prozesses essentiell, soll nicht heißen, dass ich mich auf eine flut von „corona-stücken“ freue. obwohl ich ja scherzhaft den „corona-theater-style“ mit masken und mindestabstand als erfassens- und pseudo-historisch dokumentierbar halte. es ist wichtig, den menschen die angst vor theateraufführungen zu nehmen. also das bewusstsein der menschen für gruppenerlebnisse wieder zu wecken. momentan erlebe ich da eine große scheu und verunsicherung. das wird sich sicher wieder ändern. und ja, das ist doch die aufgabe des theaters: zeitzeuge sein. erfassen, beobachten, und in kreativer form widergeben, festhalten, dazu addieren, meinung und standpunkt zeigen. natürlich ist das systemrelevant. brotbacken auch. es trennt sich auch ein wenig die spreu vom weizen gerade: die künstler, die schaffen müssen, weil es nicht anders geht, aus diesem inneren bedürfnis heraus, und die eher finanziell interessierten. wobei ich das nicht werten möchte in irgendeiner form. es ist einfach beobachtbar. tatsache ist, dass wir alle perspektiven brauchen. das prekariat ist noch größer, wackeliger, und auftritte und zusagen unplanbarer geworden.

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Was liest Du derzeit? 

sonnentage – das neue theaterstück von mona may der argeLeute.com

recherchen zur odyssee und zu ulysses

 

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Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

wir könnten erstarren, verstummem

wir können neue chancen suchen, summen

singen, kreieren, neu bauen was zerfiel

war vielleicht gut so – auf, neues spiel

(letzte strophe von „Gischt“, 05_2020)

 

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Vielen Dank für das Interview liebe Peta, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Theater-, Schauspiel- und Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

 

5 Fragen an KünstlerInnen:

Peta Klotzberg, Schauspielerin, Künstlerin

https://petaklotzberg.jimdofree.com/kontakt/

Fotos_Peta Klotzberg

 

28.6.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Die Infantin trägt den Scheitel links“ Helena Adler. Roman. Jung und Jung Verlag.

 

Bevor die Stille, die Nacht kommt, wird gegessen. Alle sind jetzt hier versammelt. Die Urgroßeltern. Die Eltern, die Zwillingsschwestern und sie, ihre Schwester. Das Dach ist undicht und daher essen sie den Himmel mit, den schwarzen, in der Suppe. Jeden Abend, jeden Morgen. Es gibt keinen Raum zum Wachsen für alle hier. Hier am Bauernhof. Es geht weiter in Arbeit und Schweigen. Von Generation zu Generation. Ohne Schutz, ohne alles. Tagtäglich.

Als das Gebet gesprochen wird, brüllen die Rinder im Stall. Jetzt geht sie dorthin. Zu Stroh und Kerze. Dann passiert es. Das Feuer. Der dunkle Qualm. Der Ruß. Nichts anderes als das Innere. Das Innerste. Das Gefrorene…

Doch diese vier Wände sind jetzt verbrannt. Diese Episode verbannt. Die nächste wartet bereits. Die engen Mauern bleiben. Überall. In der Wohnung der Großmutter. Im Dorf. Eiskalt…

Ihr Weg geht weiter. Das Tasten, das Stürmen, das Fallen. Leben und Tod. Liebe und Leiden. Hoffnung und Angst. Rudern und schwimmen. Über das Eis. Und noch mehr darunter. Ein Tag wird kommen…

 

Die Salzburger Autorin und Künstlerin Helena Adler, Mitglied der Salzburger AutorInnengruppe SAG und Mitbegründerin der Literatur-Werkstatt LiLoLa (Literatur-Lobby-Land), reißt mit Ihrem neuen Roman „Die Infantin trägt den Scheitel links“ die Axt der Sprache aus großen Traditionen der Literatur. Und wenn sie dann das gefrorene Meer der Welt im Wort betritt, wird die Axt zum selbstbewussten variantenreichen Florett und tanzt über das Eis der Abgründe dieses Lebens als gebe es kein Morgen.

 

Helena Adler ist eine Tänzerin der Sprache. Hintergründig, atemlos, sprachgewaltig.

 

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„Kunst ist unentbehrliches Sprachrohr des Menschen“ Daniela Trinkl_Bildende Künstlerin_Wien 8.7.2020

Liebe Daniela, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich arbeite gerade an einem Projekt, das ich während des Lockdowns entwickelt habe und derzeit finalisiere. Während Corona hatte ich die Möglichkeit mich völlig auf meine künstlerische Ideensammlung und –entfaltung zu konzentrieren. Der von außen aufgedrängte Rückzug hatte also auch was Gutes. Allerdings hat das Projekt zwischendurch gestockt, da ich für die Entwicklung meiner Arbeiten für Testobjekte Kunststoffplatten benötigt hätte. Diese waren bzw. sind immer noch in ganz Europa ausverkauft, da sie Corona bedingt für die Herstellung von Visiermasken und Trennwände verwendet werden. Aus diesem Grund musste ich nach einer anderen Umsetzungsmöglichkeit für meine Arbeiten suchen. Nachdem ich das Projekt jetzt so gut wie fertig habe, überlege ich nun bezüglich Ausstellungsmöglichkeiten, also viel Recherchen, Kommunikation und Büroarbeit. Daneben gibt´s wieder ein soziales Leben im Real Life, viele Spaziergänge im Wienerwald und das Hegen und Pflegen meines Terrassengartens. Gelegentlich Eis essen und sofern sie scheint, die Sonne genießen. Außerdem bin ich sehr froh drüber, dass nun auch die Museen und Galerien in Wien wieder geöffnet haben. Ohne Inspiration gibt`s keine Kunst.

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Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich denke, wichtig sollte die Revision von bestehenden Werten sein. Was ist wirklich wichtig, was macht uns glücklich im Leben. Außerdem Zusammenhalt, das Stärken von zwischenmenschlichen Beziehungen. Solidarität. Und vor allem das Überdenken unseres Konsumverhaltens in allen Bereichen des Lebens.

 

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Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst zu?

Die Kunst ist und bleibt ein wichtiges Reflexionsmedium des Menschen. Sie schafft Verbindungen zwischen Menschen, Resonanzräume, Identifikationsflächen. Sie ist unentbehrliches Sprachrohr des Menschen und wesentliches Ausdrucksmedium. Sie hat die Fähigkeit Menschen zu berühren und in einer Zeit von großer Ungewissheit Halt zu geben.

 

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Was liest Du derzeit?

Die Kunst des Liebens, Erich Fromm.

Die Erzählungen, Franz Kafka.

 

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Ich kann nicht mehr wollen, aber jemand will für mich und ich gehorche.“

Aus Der Horla, Guy de Maupassant.

 

Vielen Dank für das Interview liebe Daniela, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Kunst-, Ausstellungsprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

 

5 Fragen an KünstlerInnen:

Daniela Trinkl, Bildende Künstlerin

https://www.danielatrinkl.com/

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26.6.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Menschen brauchen Menschen!“ Tamara Stern, Schauspielerin_Wien 7.7.2020

Liebe Tamara, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich muss gestehen, dass ich schon immer eine Nachteule bin. Aber durch die letzten zweieinhalb Monate hat sich meine innere Uhr noch mehr verschoben. Ich schlafe also lang! Was aber nicht weiter schlimm ist, denn die Vorproben in denen ich gerade stecke, beginnen gnädigerweise erst um 12 Uhr. Wir proben momentan noch über Zoom. Aber im August geht’s dann richtig los. Ich freue mich schon sehr auf die Produktion. Quartett von Heiner Müller. In einer Coproduktion vom Off Theater und Sterne*reissen- dem Verein den ich und Ernst Kurt Weigel vor 4 Jahren gegründet haben. Und mit dem wir zum Beispiel „Kein Groschen Brecht“ oder „Lola Blau“ coproduziert haben. Regie macht Luca Palyi, eine tolle junge Regisseurin und spielen werde ich mit meinem großartigen Bernhard-Ensemble Kollegen Gerald Walsberger. Ansonsten lese ich viel, koche noch mehr und esse am meisten!

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(Szenenfoto_„Kein Groschen Brecht“)

 

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich denke, das ist schwer zu sagen. Generell ist es so, dass die meisten ein großes Bedürfnis danach haben wieder unter Menschen zu gehen, Freunde zu treffen und zu vergessen, dass es Corona und die Maßnahmen je gab. Ich finde das auch absolut verständlich. Menschen brauchen Menschen! Aber es fällt mir sehr schwer diesen Reiz zu verstehen, aus Grant gegenüber der Regierung (kann ich absolut nachvollziehen!) und aus einem Unwohlsein in dieser seltsamen Situation (kann ich auch nachvollziehen!) , als rebellische Reaktion zu sagen: Ich mach da nicht mit, ich will meine Mitmenschen nicht schützen, denn es ist unbequem für mich. Masken schützen nicht uns, sondern unsere Mitmenschen! Das zu verweigern heißt: Ihr seid mir eigentlich egal und ich entscheide, dass von mir keine Gefahr ausgeht. Das macht mich traurig. Wir gehen zu Zehntausenden gemeinsam gegen Rassismus und Hass auf die Straße. Das ist fantastisch! Aber wenn ich dort den hustenden Typen neben mir bitte, seine Maske über Mund und Nase zu ziehen, bekomme ich ein herablassendes „ du stirbst auch irgendwann“ als Antwort. Das ist doch vollkommen gaga!

 

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Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater und der Kunst an sich zu? 

Das ist eine Frage, die so komplex ist, dass ich gar nicht wüsste wie ich da anfangen oder enden sollte. Da das Theater aber das Zentrum meines Lebens, meine Mitte sozusagen, ist und auch immer war, wird sich an meiner Arbeit auf der Bühne, an der Energie, die ich in sie hineinstecke, wohl nichts ändern. Die Rahmenbedingungen allerdings werden uns in einen Strudel der Ungewissheiten und permanent neuen Veränderungen werfen. Sich diesen anzupassen verlangen von einem kleinen Haus wie zum Beispiel dem Off Theater eine finanzielle Flexibilität die es einfach nicht hat! Es wird hart werden. Sehr hart!

 

Was liest Du derzeit?

„Eine Ehe in Wien“ von David Vogel. Und ein Buch über Lillith, die erste Frau Adams.

 

Welches Zitat möchtest Du uns mitgeben?

„… und so saß er da. Allein in der Nacht. Stumm, ohne Sinn vor sich. Hektisch kauend, als verschlingt er die trockene Welt mitsamt dem Fett ihrer Menschen.“

Ernst K. Weigel, aus „Kein Groschen Brecht“

 

Vielen Dank für das Interview liebe Tamara, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Theaterprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

 

5 Fragen an KünstlerInnen:

Tamara Stern, Schauspielerin

Programm

 

5.6.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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