„A place where things stay frozen and a place where they are sweet“ Tanja Schwarz, Schriftstellerin_ Hamburg 28.11.2020

Liebe Tanja, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Nicht wirklich anders als zu anderen Zeiten. Ich schmeiße die Kinder aus den Betten und schiebe sie zur Tür hinaus. Ich sortiere mich und arbeite zu Hause an meinen Texten. An einzelnen Tagen ziehe ich maskiert in die pandemische Welt hinaus zum Geldverdienen. An wieder anderen radle ich weit aus der Stadt hinaus, wo Hamburg ländlich wird. Dort wohnt erstens in einer Hütte am Elbstrand, hinter dem Deich eine alte Dame, die ich für ein Theaterprojekt interviewe. Sie erzählt mir ihr ganzes, fast 92-jähriges Leben. Zufällig in die gleiche Richtung, am Zollenspieker in Vierlanden, liegt mein Acker. Den bewirtschafte ich nebenbei, eine kleine Teilzeit-Ranch mit Obst, Gemüse und massenhaft Wildwuchs. Im Sommerhalbjahr schreibe ich auch da draußen. In der Lockdown-Situation ist es natürlich toll, ein Stück Land mit einem bewegten Himmel drüber zu haben.

Tanja Schwarz, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Uns gegenseitig nicht aus den Augen, aus dem Sinn zu verlieren. Es sind herausfordernde Zeiten, in denen wir uns kaum der Zusammengehörigkeit versichern und uns unbefangen austauschen können. Dann jeden Tag schreckliche Nachrichten von Terror, Hass von rechts, von religiösen Extremisten, gegen Juden, Flüchtlinge, LGBT-Menschen. Geköpfte Politiklehrer, und erst gestern Abend bewaffnete Islamisten in Wien. Sich davon nicht einschüchtern, vereinzeln und entmutigen lassen ist schwer. Wenn ich merke, ich ersticke in schlechten Nachrichten, packe ich das Handy tief in die Tasche und radle auf den Acker hinaus. Erinnere mich im Lauf des Tages an diese allein lebende Freundin, jenen afghanischen Jungen, der allein nach Deutschland gekommen ist und unbedingt Abi machen will. Zu denen nehme ich dann an diesem Tag Kontakt auf. Wie geht es dir? Was machst du so? Die sozialen Medien sind dann tatsächlich der Kommunikationskanal der Stunde. Telefonieren mag ich nicht so gern. Oder ich lade mal jemand ein, mit nach draußen zu kommen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich  zu?

Kunst und also auch Literatur muss zeigen, dass sie unverzichtbar ist. Dass wir uns mittels Kunst unserer selbst versichern. Vermitteln zwischen den ganzen Blasen und Einzelzellen, in denen wir feststecken. Es gibt einen großartigen Schwung von Büchern junger, nicht-weißer, politisch ganz wacher und entschiedener Autorinnen. Die bedeuten mir sehr viel, machen Hoffnung: Mely Kiyak, Kaśka Bryla, Ronya Othmann, Olivia Wenzel, Deniz Ohde. Und das sind längst nicht alle. Ist es nicht toll, dass es eine so lange Liste ist, von welthaltigen, sprachlich anspruchsvollen, eigenwilligen Texten? Die wirklich was zu erzählen haben? Als ich mein Studium abschloss, war in der deutschen Literatur die Rede vom „Fräuleinwunder“. Bei dem Wort schon klappte mir das Messer auf. Insofern bewegen wir uns literarisch in einer interessanten Gegenwart. Aber nicht nur deutschsprachig schreibende Frauen lese ich, nein. Edouard Louis habe ich entdeckt, den jungen Franzosen. Amos Oz wartet, Eine Geschichte von Liebe und Finsternis. Ich hätte gern ein paralleles Lese-Leben ohne irgendwelche Verpflichtungen.

Was liest Du derzeit?

Ich habe GRM – Brainfuck von Sibylle Berg angefangen. Ihre Kraft pustet mich wirklich um! Auf ihre radikale Art empfinde ich sie als sehr zärtlich.

Anne Webers Annette – Ein Heldinnen-Epos – habe ich mir auch bestellt.

Um die Erzählungen meiner alten Dame einordnen zu können, lese ich eine großartig lesbare Zeitgeschichte von Harald Jähner: Wolfszeit, gerade bei Rowohlt erschienen. Er beleuchtet das unmittelbare Nachkriegsjahrzehnt in Deutschland, 1945-1955, zwischen Kapitulation, Besatzung durch die Alliierten und Gründung der Bundesrepublik bzw. DDR. Das ist sehr interessant. Im täglichen Überlebenskampf zwischen Schwarzmarkt, komplett zerstörten Städten, der Allgegenwart entwurzelter Menschen hat man die Frage nach den Millionen Opfern des Nationalsozialismus gar nicht gestellt. In der „schweren Zeit“ fühlten sich alle als Opfer. Die Verantwortlichen waren irgendwelche bizarr bösen und besessenen Nazifunktionäre. Weder die Wehrmachtssoldaten, die halbtot aus Russland zurückkehrten, die Frauen, die den täglichen Mangel an allem ausgleichen mussten, die Männer, die zu alt fürs Kämpfen gewesen waren und nur aus Pragmatismus „in der Partei“, die Vertriebenen aus Polen, sie alle fühlten sich als Überlebende, als Opfer. Wenn dazwischen Überlebende aus den Lagern oder entlassene Zwangsarbeiter herumliefen, waren sie eigentlich Fremdkörper. Ihr bloßes Vorhandensein beschämte und störte eigentlich. Gar nicht hoch genug kann man die zivilisatorische Leistung der Alliierten, insbesondere der USA anrechnen. Deutschland hatte wirklich ganz unverdientes Glück, auf eine so großmütige und großzügige Art demokratisiert zu werden. Das ist vielleicht zur Stunde auch etwas, das man sich vor Augen halten kann.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ein Gedicht! Ich fand es vor ein paar Monaten im New Yorker. Es ist von Christian Wiman.

I Don’t Want to Be a Spice Store

I don’t want to be a spice store.
I don’t want to carry handcrafted Marseille soap,
or tsampa and yak butter,
or nine thousand varieties of wine.
Half the shops here don’t open till noon
and even the bookstore’s brined in charm.
I want to be the one store that’s open all night
and has nothing but necessities.
Something to get a fire going
and something to put one out.
A place where things stay frozen
and a place where they are sweet.
I want to hold within myself the possibility
of plugging one’s ears and easing one’s eyes;
superglue for ruptures that are,
one would have thought, irreparable,
a whole bevy of non-toxic solutions
for everyday disasters. I want to wait
brightly lit and with the patience
I never had as a child
for my father to find me open
on Christmas morning in his last-ditch, lone-wolf drive
for gifts. “Light of the World” penlight,
bobblehead compass, fuzzy dice.
I want to hum just a little with my own emptiness
at 4 a.m. To have little bells above my door.
To have a door

Vielen Dank für das Interview liebe Tanja, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Tanja Schwarz_Schriftstellerin

https://www.forum-hamburger-autoren.de/autorinnen-autoren/tanja-schwarz/

Foto_Marc Wortmann

2.11.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Dass wir der Angst nicht so viel (Lebens)Raum schenken“ Jutta Fastian, Schauspielerin_Wien 28.11.2020

Liebe Jutta, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
So wie sonst auch – immer unterschiedlich und doch ähnlich. Als freischaffende Schauspielerin lernt man seit jeher, sich eine Struktur zu schaffen für die Zeiten zwischen den Engagements; mal gelingt das besser, mal schlechter. Ich hab das Meditieren wieder in mein Leben integriert, das hilft.

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Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Dass wir der Angst nicht so viel (Lebens)Raum schenken und darauf vertrauen, dass es irgendwann auch wieder schwitzenden und umarmenden Rock’n Roll geben wird.
Und Menschlichkeit und Humor. Eine große Menge davon.

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Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle
gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein
und welche Rolle kommt dabei dem Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Die Zukunft war schon immer ungewiss. Und die Kunst hat sich schon immer damit beschäftigt. Das wird so bleiben.

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Was liest Du derzeit?
„Der Gott der kleinen Dinge“ von Arundhati Roy und
„Kurze Antworten auf große Fragen“ von Stephen Hawking

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Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Take your protein pills and put your helmets on.“ David Bowie – Space
Oddity

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Vielen Dank für das Interview liebe Jutta, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Jutta Fastian_Schauspielerin

http://www.juttafastian.com/

Alle Fotos_Walter Pobaschnig_Hotel Regina_Wien_11_2020

27.8.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Kunst visualisiert und konkretisiert die Alltagswelt“ Verena Kandler, Künstlerin _ Augsburg_ 28.11.2020

Liebe Verena, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Im Prinzip nicht sehr viel anders wie vor der Pandemie. Vormittags schaue ich, dass ich organisatorische Dinge fertigbekomme, sodass ich nachmittags Zeit habe für Praktisches oder meine Arbeit im Atelier. Am Wochenende fehlen mir allerdings Kneipenbesuche, Ausgehen oder Konzerte schon sehr.

Verena Kandler, Künstlerin _Portrait_2019


Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Einigermaßen einen Fokus auf die eigene Arbeit bewahren, für Gesundheit sorgen und in regelmäßigen Abständen offline gehen. Gerade ist im Prinzip die perfekte Zeit um unabgelenkt zu arbeiten und sich auf eine Sache/Projekt etc. zu konzentrieren. Dennoch scheint mir, dass die verschiedenen Diskussionen um die Pandemie und deren Einschränkungen selbst einen viel zu großen Anteil einnehmen und den Platz für andere,
eigentlich wichtigere Themen – u.a. die Klimakrise – wegnehmen. Die Pandemie ist keine Auszeit an sich, es ist zwar eine ungewöhnliche Zeit, die Zeit bleibt dadurch aber nicht stehen.

#boobssexy“ 2019

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und
persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt
dabei der Kunst an sich zu?

Es liegen derzeit sicher viele Spannungen in der Luft, manchmal hat man das Gefühl es herrscht die Ruhe vor dem Sturm, dann wiederum meint man wir befinden uns schon mittendrin. Ob es ein Aufbruch oder ein Neubeginn wird – da bin ich mir bei beidem noch nicht sicher. Es gibt eine Menge abstrakte, ungreifbare Problematiken, die deswegen so viele Menschen nicht wahrhaben, da sie nicht wirklich sichtbar sind. Ich denke eine Facette der Kunst ist es, diese zu visualisieren und zu konkretisieren und die nötigen Bilder, Klänge etc. zu schaffen, damit uns vieles greif- und nahbarer wird. Ich versuche daher Zeichen und Gefundenes der Alltagswelt in meine Arbeit zu integrieren, um Ansatz- und Referenzpunkte herzustellen.

„Haltungsform“ 2020
„Hundemeute“ 2020


Was liest Du derzeit?

Prinzipiell bin ich keine große Leseratte, lese aber gerade Fachtexte zur Appropriation Art und Barbara Kruger, habe ein Buch von Michel Houellebecq und Christa Wolf angefangen

„Unser Erbe“ 2020
„Sitz oder Spring“ 2020


Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ein Zitat aus einem ZEIT-Artikel von 2018 zur Klimakrise: „Wer sich für das Richtige einsetzt, tut das nicht, weil er glaubt, es wird funktionieren. Er tut es, weil es das Richtige ist. Ethisches Handeln muss nicht skalierbar sein um ethisch zu sein.“ (Tobias Haberkorn: Die Sintflut kommt, 4.11.2018).

„Plastic Neptune“ 2019

Vielen Dank für das Interview liebe Verena, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen

Verena Kandler_Künstlerin

www.verenakandler.com

Alle Werke im Beitrag_Verena Kandler _ „Sitz oder Spring“ 2020, „Haltungsform“ 2020, „Plastic Neptune“ 2019, „Unser Erbe“ 2020, „#boobssexy“ 2019, Portrait 2019, „Hundemeute“ 2020

Alle Werke_Fotos_Verena Kandler_privat.

28.11.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Kunst lässt dich träumen, weinen, lachen, tanzen, nachdenken, diskutieren, vergessen und vieles mehr“ Caro Athanasiadis, Kabarettistin, Sängerin_Wien 28.11.2020

Liebe Caro, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Stressiger als vor dem Lockdown. Dadurch, dass die Kinder zu hause sind, vergeht die Zeit viel schneller und ich habe das Gefühl ich komme zu nichts mehr.

Caro Athanasiadis_Kabarettistin_Kernölamazonen_Sängerin, Schauspielerin, Moderatorin. .


Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Nicht die Nerven zu verlieren und bewusst Zeit für sich alleine zu schaffen, sonst dreht man durch und das würde niemanden weiterbringen.


Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle
gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein
und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?

Ohne Kunst und Kultur kann der Mensch zwar leben, aber nicht überleben. Die Kunst ist dazu da anzuregen, sowohl den Geist, als auch die Gefühlswelt. Sie lässt dich träumen, weinen, lachen, tanzen, nachdenken, diskutieren, vergessen und vieles mehr. All das versüßt unseren Alltag und lässt uns glücklicher und zufriedener unser Leben
leben.

Was liest Du derzeit?

Das Biologie Buch meines Sohnes.


Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Nicht ärgern, nur wundern!
Ganz bewusst diesen Satz anwenden, wirkt Wunder!

Vielen Dank für das Interview liebe Caro, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Kabarett-, Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen

Caro Athanasiadis,_Kabarettistin, Sängerin, Schauspielerin, Moderatorin.

Fotos_Felicatas Matern

KERNÖL​AMAZONEN (kernoelamazonen.at)

28.11.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Die Rolle von Kunst und Kreativität ist eine positive, welche die Welt wieder zusammenbringen wird“ Carolin Anna Pichler_Komponistin _ Klagenfurt_28.11.2020

Liebe Carolin, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Durch die Online Seminare meines noch andauernden Studiums an der Gustav Mahler Privatuniversität haben einige Wochentage ohnehin schon eine Struktur mit mehreren 1,5 stündigen Einheiten, ansonsten versuche ich viel nach draußen zu gehen und auch mit meinen Freunden in Kontakt zu sein. Diese Zeit ohne aktuelle Konzerte nutze ich auch, um neue Werke zu schaffen und über Vergangene nachzudenken.

Carolin Anna Pichler_Komponistin, Autorin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Wir sollten auch in dieser schwierigen Zeit uns nicht selbst verlieren und trotzdem weiter machen. Natürlich ist Gesundheit derzeit am wichtigsten! Und auch wenn es schwer vorstellbar ist, immer daran denken, dass auch diese Zeit vorübergehen wird.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Musik, der Kunst an sich zu?

Ich sehe in der Thematik oder Perspektive eine große Frage. Soll man als Künstler*in nun wirklich die schwierige durchstandene Zeit aufgreifen oder vielleicht nach vorne sehen? Soll man dokumentieren und über Isolation schreiben, oder vielleicht über den Wiederaufbau des eigenen Soziallebens und the new roaring twenties? Dies ist aber natürlich jedem selbst überlassen. Kunst soll hinterfragen, kritisieren, aber andererseits ist die Rolle von Kreativität auch eine positive, die die Welt danach wieder zusammenbringen wird.

Was liest Du derzeit?

„Why Theatre?“, die neue Publikation von NTGent, greift ein Thema auf, mit welchem ich mich während dieses Jahres auch in meiner (nun abgeschlossenen) Masterarbeit beschäftigt habe – das Medium Theater steht heute vor einer Krise, oder wie ich es sehe, vielen neuen Möglichkeiten. In diesem Buch haben viele Künstler*innen rund um den Globus sich zu dieser Lage geäußert. Außerdem lese ich derzeit eine Biografie von Leonard Bernstein, der für mich als Komponistin natürlich eine wichtige und spannende Persönlichkeit ist.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

 „Wenn die Zeit kommt, in der man könnte, ist die vorüber, in der man kann.“

Dieses Zitat von Marie von Ebner-Eschenbach passt für mich deswegen gut in diese Zeit, da uns die Pandemie gezeigt hat, wie schnell Dinge sich ändern können. Das können wir uns in Zukunft mitnehmen, und nicht mehr zögern, wenn es beispielsweise um die Erfüllung unserer Träume als Künstler*in geht.

Vielen Dank für das Interview liebe Carolin Anna, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen

Carolin Anna Pichler_Komponistin, Autorin

http://www.carolinannapichler.com/

Fotos_Daniel Waschnig

9.11.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Mit einem Maß an Nichtgewissheit leben“ Sabine Burkhardt, Schriftstellerin _ Schwabach/D _28.11.2020

Liebe Sabine, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein Tagesablauf ist jetzt mehr auf das Schreiben/Lesen/Korrigieren/Soziale Medien als auf Präsenzangebote konzentriert. Die äußere Begrenztheit tut auf eine Art gut. Dann ist der Einkauf, auch mal das Saubermachen ein bewussterer Akt, der neue Gedanken entstehen lässt. Bewegung schafft wieder mehr Raum. Inzwischen plane ich eine ganze Reihe von Präsenzangeboten wieder neu (Philosophie/Gesellschaft/Literatur) in der Nicht-Gewissheit des Stattfindens.

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Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

In einer der Pausen ist es sehr wichtig, in den nahe gelegenen Stadtpark unter alten Bäumen ‚Luft zu holen‘. Manchmal treffe ich mich dort mit einer Kanne Kaffee mit einer Person meiner Wahl auf einer Bank, mit Abstand und Nähe. Analoges Leben war lange mein Normal, daran halte ich gerne fest, wenn auch gezielter. Dieser Austausch, ob harmonisch oder kontrovers, gibt mir immer Zuversicht. In Ruhe und Bewusstheit atmen, denken, handeln. Eine Gangart, die wohler tut als das Atemlose. Pausen sind existentiell wichtig. Für uns alle.

 

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Wesentlich ist für mich auch hier Bewusstheit. Über das, was wir lieben, wertschätzen. Es ist möglich, dass wir weniger, aber wertschätzender konsumieren. Und damit gut über die Runden kommen. Weil es einen Mehrwert ergibt durch das Schätzen einer guten Lektüre, eines gut gemachten Films, einer Performance, eines Interviews, einer Führung, eines kunstvollen Gegenstandes … (hier können beliebig viele Künste eingesetzt werden). Auch mit einem Maß an Nichtgewissheit leben, solange das Existentielle geklärt ist, setzt neue Ideen frei.

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 Was liest Du derzeit?

Christopher Kloeble: Das Museum der Welt, dtv
Christine Langer: Körperalphabet und: Findelgesichter, Klöpfer&Meyer
Margarete Stokowski: Untenrum frei, rororo.

 

Welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Auf der Suche nach etwas Schönem wie Schnee ging ich leer aus bis es des Wegs zu schneien begann. (Elisabeth Borchers)

Vielen Dank für das Interview liebe Sabine, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Sabine Burkhardt, Schriftstellerin

https://www.thomasruegerverlag.de/die-autoren/sabine-burkhardt/

Fotos_Klaus Burkhardt

31.8.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Kunst ist immer da! Die Wertschätzung dieser ist nicht immer da.“ Andreas Max Martin, Sänger_Weimar_28.11.2020.

Lieber Andreas, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ein großzügig bemessener Kaffee steht am Anfang des Tages. Die Kinder strukturieren dann den Tag mit einem über jegliche Zweifel erhabenen Imperativ, insbesondere am Morgen und des Abends.

Dazwischen schreibe ich Songtexte, komponiere und fahre ins nahegelegene Fernsehstudio, um meine kleine regelmäßige Sendung aufzuzeichnen. Die abendlichen Konzerte liegen im Moment brach. Ich schreibe umso mehr. Den Tagesablauf umschwebt daher immer ein Gedanke, ein in meinen Augen besonders schönes Wort, eine ausschlaggebende Zeile für einen neuen Text. Ich liebe diese latente Schöpfungssituation, die mich bei allen Tätigkeiten begleitet.

Andreas Max Martin_Sänger, Songwriter, Entertainment

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Differenzieren. Wichtiges von Unwichtigem trennen. Offen zu bleiben, ohne
porös zu werden.


Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und
persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt
dabei der Musik, der Kunst an sich zu?

Die Veränderungen sind gravierend und vielschichtig, voller Ambivalenz für den
Menschen und sein Selbstverständnis. Während die Natur offensichtlich
aufatmet, ist für die Gesellschaft die scheinbare Planbarkeit der nahen und
ferneren Zukunft ins Wanken geraten. Es bewegt sich sehr viel gleichzeitig. Die
Rolle der Kunst hat sich in meinen Augen nicht verändert, die Art und Weise der
Rezeption sehr wohl. Kunst ist immer da! Die Wertschätzung dieser ist nicht
immer da.

Interessant für mich sind die Folgen und Chancen der Entschleunigung, sowohl im individuellen kreativen Prozess, als auch in zwischenmenschlicher Dimension. Da passiert etwas mit uns, das es zu beobachten gilt. Dem Moloch Internet möchte ich in diesem Zusammenhang keinesfalls uneingeschränkt huldigen, doch sehe ich es als Fenster, besser als Schaufenster für die Verbreitung der Kunst, den Genuss dieser und die
Möglichkeit des Feedbacks zu künstlerischem Schaffen. Die Zukunft mäandert.
Sydney Smith empfahl im 18. Jahrhundert, nur bis zur Teatime zu denken. Ich
übe mich darin.


Was liest Du derzeit?

Oliver Hilmes: Witwe im Wahn – Das Leben der Alma Mahler-Werfel
Arkadi und Boris Strugazki: Picknick am Wegesrand


Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

In diesem Moment zurückkommend aus dem Park geschrieben:


Wie schön es ist, durch Laub zu laufen
die alten Gräser bilden Schlaufen
ich fall in einen Blätterhaufen
und kletter unbeholfen raus
mit großem schönen Munde
lachst Du mich milde aus
nun rieche ich nach Herbst
und hoffe, daß du es nicht merkst
du schmiegst dich an mich
deine Nasenflügel beben
zumindest heute Nacht
bleib ich noch am Leben

Andreas Max Martin_Sänger, Songwriter, Entertainment

Vielen Dank für das Interview lieber Andreas viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Musik-, Entertainmentprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Andreas Max Martin_Entertainer, Sänger und Songwriter

https://www.andreas-max-martin.de/startseite.html

Fotos_von oben nach unten _ 1,2 _Roman Möbius. 3_Guido Werner.

2.11.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Kunst kann vereinen“ Eva Oskarsdottir, Schauspielerin _Wien 11.12.2020

Liebe Eva, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein Tagesablauf ist sehr flexibl und kein Tag gleicht dem anderen. Momentan führe ich Regie bei dem One-Women-Theaterstück „Hot Mess“, geschrieben und gespielt von Evelyne Werzowa. Ich schaue auch, dass ich selbst mindestens einmal im Monat mit meinem Schauspielcoach trainiere. Ich biete auch lösungsfokussiertes Coaching an und coache SchauspielerInnen für deren E-Castings. Es ist mir wichtig, dass ich jeden Tag bewusst lebe und jede Herausforderung als eine Möglichkeit sehe etwas Neues zu lernen. Wie wir Künstler wissen, hat es das Jahr 2020 in sich und aufgrund dessen, bin ich dazu übergegangen vieles über das Internet zu machen.

Eva Oskarsdottir, Schauspielerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Das wir es nicht zulassen, dass die Angst die Oberhand gewinnt. Angst kann einen schwächen und Menschen trennen. Daher ist es so wichtig, mit gegenseitigem Respekt gemeinsam neue Wege zu suchen/zu gehen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Kunst kann vereinen. Daher ist es mir wichtig, dass Theater/Film/Kunst ein Sprachrohr der Vielfältigkeit, der Akzeptanz und der Wichtigkeit des Zusammenhaltes ist.

Was liest Du derzeit?

Ich lese gerne mehrere Bücher gleichzeitig bzw. höre mir auch einige Hörbücher an. Meine eigene Selbstreflektion hat an dem Tag begonnen, als ich mich für Schauspiel entschied. Besonders im Jahr 2020 merkte ich, wie wichtig Bücher, welche mich motivieren und unterstützen noch tiefer in die eigene Seele einzutauchen, für mich sind.

Bücher die ich gerade lese: „The Dark Side of the Light Chasers“ von Debbie Ford, „Everything Is Figureoutable“ von Marie Forleo, „Breaking the Habit of Being Yourself“ von Dr. Joe Dispenza

Meine aktuellen Hörbücher für unterwegs: „Lifespan“ von Dr. David A. Sinclair und „Joyful Wisdom“ von Yongey Mingyur Rinpochen.

Wie man meiner aktuellen Bücherliste entnehmen kann, liebe ich Abwechslung und schaue mir ein Thema gerne von mehreren Blickwinkeln an.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Der Schüler kann nicht erwarten Meister zu werden. Der Meister weiß, er wird für immer Schüler bleiben.

Autor ist mir leider unbekannt.

Vielen Dank für das Interview liebe Eva, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Eva Oskarsdottir, Schauspielerin

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Foto_Andrea Sojka

15.11.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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Foto_Alain Barbero

13.11.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Und wir fragen uns in diese Stille hinein: Was brauchen wir wirklich?“ Simone Meier, Schriftstellerin _ Zürich _27.11.2020

Liebe Simone, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich sitze im Corona-Homeoffice und simuliere Normalität. Das heisst ich gehe am Morgen raus und spaziere durch den Park vor unserem Haus oder durch den Park hinter unserem Haus. Im einen hab ich mal Roger Federer getroffen, im anderen noch niemanden. Ich mache das, weil ich am Morgen einen Ersatz für den Arbeitsweg an der frischen Luft in die Redaktion brauche. Das bisschen Bewegung und Hirnlüften. Dann gehe ich heim, mache eine WhatsApp-Sitzung mit den Redaktions-Kollegen, schreibe meine Artikel und blicke dabei auf den Park. Die Kinder aus dem Hort spielen in ihrem Winterzeug wie gepolsterte Zwerge unter den Bäumen, Hunde sind Hunde, und gelegentlich kommt ein Mann mit einem Laubbläser vorbei, was sinnlos ist. Zwischendurch erhalte ich Mails von meiner Lektorin aus Zürich, meiner Pressefrau aus Berlin oder meiner Bookerin aus Frankfurt, im nächsten Februar erscheint mein neues Buch, gerade heute ist es druckfertig geworden, die Maschine, die loslegt, wenn die kreative Arbeit abgeschlossen ist, läuft. Abends mixe ich Drinks, meine Freundin kocht was Feines, zum Essen schauen wir Kochshows, danach was Besseres. Dann schlafen. Viel träumen. 

Simone Meier, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Gelassenheit. Auch Dankbarkeit für alles, was gut ist im Leben. Vorsicht. Rücksicht. Für Freunde da sein, die alleine sind. Vom inneren Vorrat zehren, von Erinnerungen an Reisen und Feste und eine Unbeschwertheit, die irgendwann zurückkommt.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Wenn man sich unsere Gesellschaft vor Corona anschaut, dann herrschte da ein Rausch der Überangebote. Mit Corona wurde es still. Und wir fragen uns in diese Stille hinein: Was brauchen wir wirklich? Und da muss es der Kunst, muss es der Literatur gelingen, sich wichtig zu machen. Ihre Systemrelevanz zu beweisen und zu behaupten. Das braucht ein Selbstbewusstsein, das jetzt gerade vielen Kulturschaffenden abgehen mag. Die Zeiten sind absolut zermürbend. Ich denke, wir sollten mit der größten Ernsthaftigkeit und Aufrichtigkeit an unsere Bücher, Filme, Bilder etc. gehen, sollten ihnen alle Wertigkeit einbrennen, zu der wir fähig sind und alle Liebe. Damit sie leuchten und sichtbar sind.

Was liest Du derzeit?

«2666» von Roberto Bolano.  Ein Freund, der Schriftsteller Christoph Höhtker, hat es mir empfohlen. Tolles Buch. Auch wenn ich fast nie Bücher von Männern lese …

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ich habe zwei Lieblingsgedichte. «Ode on Melancholy» von John Keats und «Im Gewitter der Rosen» von Ingeborg Bachmann. Einen Fragebogen aus Österreich beantworte ich selbstverständlich mit Bachmann. Was genau die Dichterin mit ihren Zeilen gemeint haben könnte, interessiert mich nicht. Texte müssen losgelöst von einer Autorschaft überdauern können. Aber ich finde Bachmanns Sprachbilder gewaltig schön und mich fasziniert die Atmosphäre der Bedrohung, der Gefahr, die sie hervorrufen.

Wohin wir uns wenden im Gewitter der Rosen,
ist die Nacht von Dornen erhellt, und der Donner
des Laubs, das so leise war in den Büschen,
folgt uns jetzt auf dem Fuß.

Vielen Dank für das Interview liebe Simone, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte wie persönlich in diesen Tagen alles Gute!

Simone Meier, Schriftstellerin

5 Fragen an KünstlerInnen:

Simone Meier, Schriftstellerin, Journalistin

Fotos_Renate Wernli

19.11.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Ein Grundeinkommen könnte noch mehr Kunstprojekte ermöglichen, die einen ideellen Sinn haben“ Pola Polanski, Schriftstellerin, Künstlerin _ Stuttgart _ 27.11.2020

Liebe Pola, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Morgens um halb acht aufstehen, eine Stunde lang Kaffee trinken und in den Garten schauen. Eine Kombi aus Yoga- und Rückengymnastik steht an. Meistens gehe ich danach eine Stunde in den Wald zum Walken. Nach dem Essen arbeite ich (meistens Grafik Design) per Homeoffice für einen Verlag, bei dem ich einen Minijob habe.

Am späten Nachmittag kümmere ich mich um meine Romanprojekte. Im Moment
überarbeite ich meinen ersten Roman mit dem Schriftsteller Rüdiger Heins zusammen. Die Arbeit an meinem achten Roman, einem Psychothriller mit dem Arbeitstitel „Jagd auf Irrwegen“ ruht gerade ein wenig, da das Lektorat im Vordergrund steht. Rüdiger Heins und ich machen die Lektorats-Termine per Telefon. Ein Telefonat dauert ungefähr zwei Stunden. Hin- und wieder habe ich virtuelle Treffen über Zoom mit meiner Romangruppe. Wenn ich Zeit habe, male ich ein neues Bild. Mein neues Kunstprojekt ist: Bekannte Persönlichkeiten zu malen, die sich entweder umgebracht haben oder wahnsinnig geworden sind.

Einen Tag in der Woche bin ich im Büro des VBKW Verband Bildender Künstler und Künstlerinnen Baden-Württemberg. Dort bin ich alleine und bearbeite den eMail-Verkehr. Wenn es Fragen gibt, telefoniere ich mit der Vorstandsvorsitzenden des Verbandes.

Pola Polanski, Schriftstellerin, Künstlerin


Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Die sozialen Kontakte nicht zu verlieren. Die Arbeit im Homeoffice ist zeitweise sehr einsam. Ich vermisse meine Künstler- und Schriftstellerkollegen, genauso auch all die Vernissagen und Lesungen.

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Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Ich hoffe auf das bedingungslose Grundeinkommen. In dem Fall könnte man auch Projekte verfolgen die einen ideellen Sinn haben, die im Kapitalismus wenig Wert haben.


Was liest Du derzeit?

Von Juli Zeh „Die Stille ist ein Geräusch – Eine Fahrt durch Bosnien“
und James Joyce „Ulysses“.
Wegen Romanrecherche für den Psychothriller: von Günter Wulf „Sechs
Jahre in Haus F“ (in dem Text kommt ein Heimkind vor),
von Gabriel Rolón „Auf der Couch, Wahre Geschichten aus der Psychotherapie“ (ich versuche mich in „Jagd auf Irrwegen“ in eine Psychologin einzufühlen)


Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Wie ich einmal den Himmel zertrümmern wollte, aber keine Kraft
mehr hatte.“

Vielen Dank für das Interview liebe Pola, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literatur- und Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Pola Polanski, Schriftstellerin, Künstlerin

Romane – Pola Polanski

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23.11.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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