„Come, ignore limits/Enter for peace“ Ines Edith Oppitz, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Wels 8.3.2022

Ines Edith Oppitz, Schriftstellerin

Give Peace A Chance

Grauen der Kriege

Im Land nebenan, in der Welt

Verzweiflung, Zerstörung und Angst

Everybody knows, the war isn’t over (frei nach L. Cohen)

Propaganda, Kalkül, Strategie

Eisig despotische Kälte: der Feind

Aufruhr, Protest im eigenen Land da und dort, Verhaftung, Lebensgefahr

Charkiw und Kiew

Exodus, leaving the cities by foot, no roads available

Abschied, Trennung, Trauer und Tod

Care and

Help

All over the world

No to global destruction

Come, ignore limits

Enter for peace

Ines Edith Oppitz, 7.3.2022

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Ines Edith Oppitz, Schriftstellerin _ Wels

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Walter Pobaschnig _ 7.3.2022.

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„Vielleicht bewirkt gerade der unselige Krieg in der Ukraine ein Umdenken“ Eva Holzmair, Schriftstellerin _ Wien 8.3.2022

Liebe Eva, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Tja, das Jetzt hat sich wohl radikal geändert und mit ihm auch ein wenig mein Tagesablauf. War ich selbst in den schwersten Zeiten der Pandemie kein Nachrichten-Junkie, so suche ich nun schon am Morgen nach den letzten Meldungen aus der Ukraine und klicke auch untertags immer wieder einmal auf orf.at, cnn.com, tv5monde.com etc. Ansonsten bin ich diszipliniert und teile die Stunden zwischen Übersetzen/Dolmetschen und Schreiben auf, je nach Auftragslage mal mehr dem einen zugewandt, mal mehr dem anderen.

Aber egal womit ich gerade beschäftigt bin, eines muss sein: die Kaffeepause am Nachmittag! Bei Kongressen (die nun nicht mehr ausschließlich virtuell stattfinden) ist sie Teil des Programms und für mich als Dolmetscherin eine willkommene Verschnaufpause. An einem Schreibtischtag ist sie der Startschuss für den Gang ins Kaffeehaus oder aber in die Küche, um die Kaffeemaschine einzuschalten. Auf Reisen bin ich eine Meisterin im Auskundschaften von geeigneten Lokalen für diese kleine, aber wichtige Unterbrechung, die auch mein Mann liebt. Oft sehen wir uns nach dem Frühstück erstmals beim Nachmittagskaffee wieder und genießen die Entspannung, das Loslassen, das damit einhergeht. Zum Ausgleich fürs ständige Sitzen und begeisterte Kuchenessen (Kaffee ohne Mehlspeise geht gar nicht) wird auch mal zwischendurch gejoggt oder das Fitness-Center aufgesucht. Bewegung macht das Hirn frei für neue Gedanken und literarische Ideen.

Eva Holzmair, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Angesichts des Unsinns, der in Sachen Corona verzapft wird, und des völkerrechtswidrigen Überfalls auf die Ukraine, der u.a. mit dem hanebüchenen Argument der Entnazifizierung gerechtfertigt wurde, sollten wir besonders wachsam sein und nicht allen Aussagen trauen, die in den sozialen Netzwerken kursieren. Doch nicht nur dort bedarf es erhöhter Vorsicht. Es gilt, möglichst viele Medien zu konsultieren, um eine eigene Meinung zu bilden und keinen Fake News aufzusitzen. Bei diesem Wust an Informationen und Bildern keine leichte Aufgabe, aber für unsere persönliche Psychohygiene und generell für eine funktionierende Demokratie enorm wichtig.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Ob es einen Aufbruch oder „more of the same“ geben wird, kann ich nicht sagen. Aber vielleicht bewirkt gerade der unselige Krieg in der Ukraine ein Umdenken, und die Politik geht die Energiewende, den Klimaschutz endlich ernsthaft an. Die Kunst spielt dabei keine Rolle. Sie ist vielmehr Kommentatorin und Archivarin des Geschehens, nicht jedoch dessen treibende Kraft. 

Was liest Du derzeit?

„Winterrezepte aus dem Kollektiv“ von Louise Glück (ins Deutsche übertragen von Uta Gosmann), Luchterhand, eine zweisprachige Ausgabe, die mich natürlich auch als Übersetzerin interessiert, und „Knochenblüten“ von Monika Vasik, Elif Verlag, über Feministinnen und Frauenrechtlerinnen verschiedener Epochen und Herkunft. Glücks Lyrik ist in der Wortwahl einfach und doch so tiefgründig, ja geheimnisvoll, während Vasik ihr Thema mit überraschenden Sprachbildern angeht, die lange nachklingen.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Im Hinblick auf die gleichgeschalteten Medien und das brutale Vorgehen gegen Oppositionelle in Russland, Belarus und zahlreichen anderen Staaten drei Zitate:

„Rede- und Pressefreiheit bedeuten in erster Linie Recht und Kritik. Niemand hat jemals das Lob der Regierung verboten.“ – Wladimir Konstantinowitsch Bukowski, russischer Menschenrechtsaktivist und Autor

„Ich kann mir nicht vorstellen, wie es ohne Kritik Demokratie geben kann. Damit fängt sie an.“ – Michail Gorbatschow, vormaliger Staatspräsident der UdSSR und Generalsekretär der KPdSU

„Ich bin eine leidenschaftliche Zeitungsleserin. Nicht alles, was ich da über mich lesen muss, gefällt mir. Aber als Ministerin gehört auch das zum Berufsleben dazu. Ich will jedenfalls nicht in einem Land Politik machen, in dem es keine Pressefreiheit gibt.“ – Barbara Hendricks, deutsche Politikerin

Vielen Dank für das Interview liebe Eva, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler*innen:

Eva Holzmair, Schriftstellerin

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2.3.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„An den Händen sollt ihr euch halten“ Marco Kerler, Schriftsteller _ Give Peace A Chance _Ulm 7.3.2022

Marco Kerler _Schriftsteller, Ulm

GIVE PEACE A CHANCE

Glaube an Frieden

In düsteren Zeiten erstrecht

Vanitas so auch der Krieg

Er endet

Pandämonium

Es passiert das Grauen

Aber daran haben wir gar nicht geglaubt

Collagen der Wahrheit und des Kriegs

Er endet

Achtung Achtung

Chance auf Frieden

Habt Geduld habt Liebe

An den Händen sollt ihr euch halten

Nicht die Waffen entgegenstrecken

Chaos und Krieg

Er endet

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Marco Kerler _Schriftsteller, Ulm _ 7.3.2022

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Foto_Susanne Wasserlechner

Walter Pobaschnig _ 7.3.2022.

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„Aufhören, Aufhören!“ Bella Celenca_Schriftstellerin – Give Peace A Chance _ 7.3.2022

Bella Celenca_Schriftstellerin

GIVE PEACE A CHANCE

Gnade, Güte, Gerechtigkeit

Ich bete für den Frieden, jeden Tag

Vielleicht, ein VIELLEICHT, viel zu wenig

Einhalt, endlich Einhalt gewähr`n

Pfeilen des Hasses, des Zorns

Endlich, endlich Einhalt gewähr`n

Aufhören mit sinnloser Gewalt

Chimären der Wut, sie zereissen die Welt

Ein endloses Lied des Schmerzes

Aufhören, Aufhören

Chancen für die Liebe finden, immer

Hoffnung, der Hoffnung helle Räume geben

Auf eine Welt in Frieden

Nie mehr Krieg, niemals mehr

Chancen für den Frieden

Endlich damit beginnen

7.3.2022 Bella Celenca

Vielen Dank, liebe Bella!

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Bella Celenca_Schriftstellerin_ 7.3.2022

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Walter Pobaschnig _ 7.3.2022.

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„Ehernes Gesetz eines / Peinigers“ Marina Büttner, Schriftstellerin _ Give peace A Chance_Berlin 7.4.2022

GIVE PEACE A CHANCE

Gefangen

In der

Vergessenheit der Geschichte

Ehernes Gesetz eines

Peinigers

Ende eines

Anfangs

Courage statt Camouflage!

Eine

Axt für das gefrorene Meer im

Chaos

Halten höhere Wesen

Alles zusammen

Nachts singen

Chöre des Friedens mit

Engelszungen

Marina Büttner, 25.3.2022

Marina Büttner, Schriftstellerin, Künstlerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Marina Büttner, Schriftstellerin, Künstlerin_Berlin

Marina Büttner (marinabuettner.de)

Foto_privat.

Walter Pobaschnig _ 25.3.2022.

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„Nicht in der Angst ersticken“ Max Wenning, Schauspieler_ Wien 7.3.2022

Lieber Max, wie sieht jetzt dein Tagesablauf aus?

Die meiste Zeit tue ich vorplanen, herausfinden was das Schicksal noch alles mit mir vorhat. Ich weiß nur eines: jetzt ist nicht die Zeit, um zu zagen und zu verzweifeln. Jetzt ist die Zeit, um dranzubleiben und nicht aufzugeben.

Max Wenning, Schauspieler

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Dranbleiben, nicht den Mut verlieren, neue Entscheidungen treffen, auch wenn alles aussichtslos scheint. Ich denke Corona weist besonders jetzt auf Brüche in unserem gesellschaftlichen System hin. Jetzt ist die Zeit was Neues auszuprobieren, neue Impulse zu setzen, bevor wieder alles zum Stehen kommt.

Was wird wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Kunst hat die Aufgabe zu verbinden. Künstler verbinden was getrennt scheint. Denn wenn wir alles im Augenschein nehmen, dann sind die alltäglichen Unterschiede nicht so groß wie es den Anschein hat. Kaum der Rede wert.

Kunst hat jetzt besonders die wichtige Aufgabe, dass der Verzweifelnde nicht in größere Abgründe stürzt. Corona hat vieles bewegt, doch jetzt ist es wichtig auf der Welle der Erneuerung und Chancen zu reiten, nicht in der Angst zu ersticken. Um es mit einem Wort zu sagen: Mut haben!

Was liest Du derzeit?

Don Juan und Faust von Grabbe Die Bibel.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Da fällt mir nur das erste Zitat von David Mamets brillanter Komödie ein: „Wenn die Götter uns wahnsinnig machen wollen, erhören sie unsere Gebete.“ Jetzt hat jeder von uns die Möglichkeit zu handeln und neue gesellschaftliche Impulse zu setzen. Lasst uns gemeinsam diese Herausforderung bestehen, damit wir am Ende wieder zusammenkommen können und diese Zeit einen guten Abschluss findet.

Vielen Dank für das Interview lieber Max, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Max Wenning, Schauspieler

https://maxwenningactor.de/

Foto_Darek Gontarski

20.10.2021_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Qumran. Die Schriftrollen vom Toten Meer und die Entstehung des biblischen Judentums“ Reinhard G.Kratz. Beck Verlag.

1947. Es ist eine archäologische Sensation und ein kulturgeschichtlicher Krimi, der sich in der Stille der Höhlenlandschaft des Toten Meeres und jahrtausendealter Schätze der Menschheit darin ereignet. Und es ist ein Junge, ein Hirte, der zum Entdecker von Schriftrollen wird, die das Bild des religiösen Lebens vor zweitausend Jahren anschaulich werden lassen.

Das archäologische Puzzle und die neuen Erkenntnisse über jüdisches Glaubensleben der Zeit prägen bis heute Wissenschaft und interessierte Öffentlichkeit. Es ist ein noch nicht abgeschlossener Prozess der Forschung, der immer wieder Neues, Sensationelles ans Licht bringt.

Ein Abenteuer, das staunen und Religionsgeschichte neu bzw. tiefer verstehen lässt…

Reinhard G.Kratz, Professor für Altes Testament an der Georg-August-Universität Göttingen, sowie Leiter der dortigen Qumran-Forschungsstelle sowie Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, legt nun einen aktuellen Gesamtüberblick über Funde, Schriften und Inhalt dieses ganz besonderen archäologischen Schwerpunktes antiker Kultur- und Religionsgeschichte vor, der in Fachinformation wie der verständlichen erläuternden Aufbereitung davon, beeindruckt.

Es ist gleichsam eine große „Übersetzungsleistung“ der Erkenntnisse moderner Wissenschaft, die hier hervorragend gelingt und eine Mitteilungs-, Erzählform bietet, die auch nicht Archäolog*innen und Theolog*innen begeistert. Dazu ist zu gratulieren und zu danken!

„Archäologie und Theologie als Abenteuer – ein Lesereignis!“

Walter Pobaschnig 2_22

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„Dem Krieg ein Ende. JETZT!“ Linda Treiber, Schriftstellerin – Give Peace A Chance _ Wien 6.3.2022

Linda Treiber, Schriftstellerin_Wien

Give Peace A Chance

Gewalt und Kriege

In Europa und der Welt  

Viel Leid und Zerstörung

Enden muss das. JETZT!

Politiker aller Nationen

Erhört die

Anklagen der Menschen und zeigt

Courage. Dem Krieg ein

Ende. JETZT!

Alle stimmen im

Chor überein. Der Gesang des

Heeres an friedlichen Kämpfern

Auf Erden wird

Nie verstummen. Dem

Chaos und Krieg ein

Ende. JETZT!

Linda Treiber, 6.3.2022

Vielen Dank, liebe Linda!

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Linda Treiber, Schriftstellerin_Wien _ 6.3.2022

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Walter Pobaschnig _ 6.3.2022.

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„Der Schauspielberuf ist hart, unfair“ Ino Matsou_Schauspielerin_40.Todesjahr Romy Schneider_ Wien 6.3.2022

Ino Matsou_Schauspielerin_
reenacting Romy Schneider _ Wien

Liebe Ino, welche Bezüge, Zugänge gibt es von Dir zu Romy Schneider?

Als kleines Mädchen war ich, wie so viele andere Mädels, von der Kaiserin Sissi fasziniert, also für mich war Romy Schneider einfach diese unglaublich hübsche strahlende Prinzessin, die mich sehr beeindruckt hat.

Gibt es einen Film von Romy Schneider, den Du hervorheben möchtest und warum?

Ich finde Romy Schneider als Schauspielerin bei dem Film „Die Liebe einer Frau“ von Costa Gavras einfach grandios. Sie spielt die existentielle Verzweiflung ihrer Rolle mit enormer emotionaler Intensität.

Gab es Berührungspunkte zu Werk und Leben Romy Schneiders in Deinen bisherigen Schauspielprojekten?

Nein, das kann ich nicht wirklich sagen.

Wie siehst Du das Spannungsverhältnis von Leben und Schauspielberuf bei Romy Schneider wie an sich?

Ich vermute, dass der Schauspielberuf und Schauspielkunst als eine Art Flucht von ihrem eigenen Leben funktioniert hat. Es ist sehr merkwürdig, dass sie nach dem Tod ihres Sohnes bei den Dreharbeiten des Filmes „Die Spaziergängerin von Sans-Souci“ mitmachen wollte.

Für mich gilt meine Familie als mein Team. Sie gibt mir emotionale Sicherheit und Geborgenheit und hat eine große Bedeutung in meinem Leben. Bis jetzt hatte bei allen meiner beruflichen Entscheidungen meine Familie Vorrang, weil meine Tochter noch klein war. Das kann sich in der Zukunft zwar ändern, aber ich werde immer versuchen eine Balance zwischen diesen zwei Welten zu finden.

Romy Schneider wechselte nach großen Schauspielerfolgen in den 1950er das Filmgenre wie das Land. Wie siehst Du die Möglichkeiten persönlichen Entwicklungsweges im Schauspielberuf?

Das war sehr mutig von ihr, sie hat sich entschieden außerhalb ihrer „Comfort Zone“ zu arbeiten und das kann sowohl ängstlich als auch befreiend sein. Dazu habe ich mich auch in meinem eigenen Leben entschieden und es ist eine faszinierte unendliche Entwicklungsreise.

Vor allem der Schauspielberuf bietet verschiedene Wege an, ist aber sehr anstrengend, unsicher und benötigt Flexibilität, die Fähigkeit sich zu adaptieren, neu zu erfinden und psychisch, körperlich und geistig stark zu bleiben.

Was kann eine Schauspielerin von Romy Schneiders Werk und Leben mitnehmen?

Ihr Mut, ihrer Menschlichkeit, ihrer Stärke und vor allem ihrer Zerbrechlichkeit.

Gibt es etwas typisch Wienerisches bei Romy Schneider?

Das kann ich leider nicht beantworten…

Was bedeutet Dir Wien und welche Erfahrungen hast Du hier im Schauspielberuf gemacht?

Wien ist zu meinem zweiten Zuhause geworden, sie ist die Stadt wo ich mein wahres Selbst und meinen echten Weg gefunden habe, wo ich meine Ängste und inneren Konflikte überwunden habe und wo ich in einer multikulturellen Umgebung lebe, etwas das immer meiner Kindheit Traum war.

Wie siehst Du die Möglichkeiten als Schauspielerin in Wien/Österreich?

In meinem Fall sind die Möglichkeiten eher begrenzt, aber die sind sicher da. Ich brauchte Zeit um mich als Künstlerin zu finden, mich zu erkennen und zu definieren, ich denke ab jetzt wird es auch einfacher für mich die verschiedenen Möglichkeiten zu entdecken. Zum Glück Österreich liegt in zentralem Europa, muss man als Künstler immer einen erweiterten Blick haben …

Was wünscht Du Dir für den Schauspielberuf?

Dieser Beruf ist hart, unfair, und alles rund herum ist total subjektiv. Das wird so bleiben, aber ich wünsche, dass die Produzenten und Filmmacher, Regisseure und Theater Intendanten anders zu denken anfangen, und sich über mehr Diversität zu entscheiden.

Was sind Deine kommenden Projekte?

Ich werde endlich mal wieder auf die Bühne sein und meine Freude deswegen ist riesig. Außerdem bin ich in einem tollen Projekt beteiligt, wo ich meine Stimme leihe, um eine sehr berührende Geschichte zu erzählen. Später dieses Jahr werde ich wieder in Berlin bei den Dreharbeiten eines Filmes mitmachen.

Was möchtest Du Schauspielstudenten*innen mitgeben?

Seid fokussiert, diszipliniert, fest entschlossen, geduldig, beharrlich, dankbar, großzugig, und neugierig.

Was würdest Du Romy Schneider sagen, fragen wollen?

Ich würde sie einfach umarmen und in aller Stille einige Sekunden so bleiben.

Darf ich Dich abschließend zu einem Romy Schneider Achrostikon bitten?

Ruhm

Offenheit

Mut

Yin und Yang

Ino Matsou_Schauspielerin_
reenacting Romy Schneider _ Wien

Herzlichen Dank, liebe Ino, für Deine Zeit in Wort und szenischem Porträt! Viel Freude und Erfolg für alle Theater-, Schauspielprojekte!

40.Todesjahr _ Romy Schneider, Schauspielerin (*1938 Wien +1982 Paris) _ im Gespräch und szenischem Fotoporträt:

Ino Matsou_Schauspielerin_Wien

www.inomatsou.com

Interview und alle Fotos_Walter Pobaschnig _Wien

Hotel am Stephansplatz_Wien _ 4.2.2022

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Walter Pobaschnig 2_22

„seine Seele zu spüren, und vielleicht auch sein Inneres Kind“ Lisa Antoni, Schauspielerin _ Wien 6.3.2022

Liebe Lisa, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Meine Tage werden zur Zeit von meinem Baby bestimmt 🙂. Anfangs hatte ich gedacht ich könnte mir meine Tage ein wenig strukturieren, und habe To-Do-Listen geschrieben, aber nach kurzer Zeit musste ich diesen Ehrgeiz über Bord werfen, und lebe nun von Moment zu Moment, und nütze die Gelegenheiten wenn sie sich mir bieten, versuche mir aber keinen Stress zu machen. Der einzige Fixpunkt den ich jetzt (abgesehen vom Baby) schaffe ist, dass ich bei einer Yoga- Challenge mitmache, 30 Tage folge ich jeden Tag YouTube Videos von Mady Morrison, und die mache ich wann immer mich das Baby lässt, also meist wenn es unter Tags mal schläft.

Ansonsten versuche ich mich sehr auf mein Baby zu konzentrieren, und erwische mich oft dass es mir schwerfällt scheinbar „nichts zu tun“. Das Handy gebe ich dann sehr oft auf Flugmodus, um besser im hier und jetzt und „Im Moment“ zu sein. Das ist eine sehr schöne Erfahrung für mich!

Lisa Antoni, Schauspielerin, Sängerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich finde Toleranz wäre jetzt besonders wichtig. Weniger Schwarz-Weiss- Denken. Mehr Bescheidenheit, andere Meinungen akzeptieren, lieber mal vor seiner eigenen Türe kehren… das sind Dinge die, wie ich finde, sehr reinigend und entspannend für uns sein können. Das Sokrates Zitat „Ich weiss, dass ich nichts weiss“ mag ich ganz besonders. Ich finde es wichtig sich bewusst zu machen, dass es unmöglich ist, alles zu wissen, und ich maße es mir niemals an. Ich finde es wichtig, offen zu bleiben, um zu lernen.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dem Theater/Schauspiel, der Musik, der Kunst an sich zu?

Für mich ist die Kunst dazu da, zum Denken und Fühlen anzuregen, um Alternativen aufzuzeigen, wie man leben kann/soll, um Lehren zu ziehen, um sich in andere Leute hineinzuversetzen für einen Abend… um Gefühle anzusprechen, die man vielleicht tief in sich vergraben hat, und um seine Seele zu spüren, und vielleicht auch sein Inneres Kind.

Ich denke, dass man mit Kunst durchaus einiges erreichen kann für die Welt. Ich finde sie deshalb auch essentiell. Wir sind alle keine Roboter. Die Kunst macht den Menschen aus, finde ich.

Was liest Du derzeit?

Ich lese aktuell „The Power of Intention“ von Wayne Dyer. Ich habe es vor ein paar Jahren schon einmal gelesen und mich nun wieder daran erinnert und es wieder zu lesen begonnen. Es ist ein Lebensratgeber, und es geht darin darum „in Einklang“ zu leben. Ich kann es sehr empfehlen!

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ein Zitat aus dem Buch „The Power of Intention“:

„Change the way you look at things and the things you look at will change“.

Man nimmt die Welt meist so wahr wie man denkt, dass sie ist, und dann kommen auch dazu passende Ereignisse ins eigene Leben. Anstatt also von aussen zu erwarten dass sich alles ändert, kann man seine Welt auch von innen heraus verbessern, in dem man seine Einstellung(en) ändert.

Ich finde es wichtig, in sich zu gehen, zur Ruhe zu kommen, und sich auf seine eigene Kraft zu besinnen.

Vielen Dank für das Interview liebe Lisa, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspiel-, Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

Lisa Antoni, Schauspielerin, Sängerin

5 Fragen an Künstler*innen:

Lisa Antoni, Schauspielerin, Sängerin

https://www.lisaantoni.com/

Fotos_Christoph M.Bieber

30.1.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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