„Glückseligkeit“ Okan Cömert, Schauspieler _ Give Peace A Chance _ Wien 10.1.2023

GIVE PEACE A CHANCE


Glückseligkeit

Inbrunst

Verlangen

Energie

Partnerschaft

Empathie

Ausdauer

Charme

Einlassen

Aufdrehen

Chemie

Haltung

Anstand

Notwendigkeit

Credo

Erlassen


Okan Cömert, 7.12.2022

Okan Cömert, Schauspieler 

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Okan Cömert, Schauspieler 

Foto_Marco Riebler

Walter Pobaschnig _ 7.12.2022.

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„sich nicht zu fürchten und sich nicht den Interessen anderer zu unterwerfen“ Peter Zimmermann, Schriftsteller _ Wien 10.1.2023

Lieber Peter, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Nach dem Aufstehen Kaffee trinken, ein, zwei Zigaretten rauchen, Löcher in die Luft starren, auf Ideen und Motivation warten. Beide lassen nicht lang auf sich warten.

Da ich auf Ö1 für drei wöchentliche Sendereihen zuständig bin, wird das dafür Notwendige zügig und ohne Aufschub erledigt.

Lesen.

Kommunizieren, persönlich oder via diverse elektronische Kanäle.

Schreiben – für die eigenen Sendungen, für andere Medien.

Immer wieder Freiräume fürs literarische Schreiben schaffen. Zuvor muss ich aber warten, ob da etwas zur Sprache kommen will.

Privat sein.

Peter Zimmermann_Schriftsteller, Journalist

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Dass wir nicht jedes Problem der Menschheit zu unserem persönlichen Problem machen. Abstand wahren. Nicht alles glauben, was wir lesen oder hören. Entspannt sein, ohne ignorant zu sein.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Wesentlich jetzt und immer ist: sich nicht zu fürchten, die Ängste klein zu halten und sich nicht den Interessen anderer zu unterwerfen. Auch wenn die behaupten, das sei unsolidarisch. Die Literatur kann dazu beitragen, ein Sensorium für das komplexe Gefüge der Welt zu entwickeln. Einerseits, weil wir uns auf Sprache und darauf, was sie ver- bzw. enthüllt einlassen. Andrerseits, weil Literatur die Bedingungen der Existenz auslotet.

Was liest Du derzeit?

Andrea Giovene: „Die Jahre zwischen Gut und Böse“

Andrea Bajani: „Buch der Wohnungen“

Arno Camenisch: „Die Welt“

Hannes Böhringer: „Lücken im Verhau“

Weil ich immer mal wissen möchte, wie Bestseller (nicht nur aktuelle) konstruiert sind und was sie über eine bestimmte Zeit aussagen: Johannes Mario Simmel: „Die Antwort kennt nur der Wind“ aus dem Jahr 1973.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Der Zweifel ist dein bester Freund.

Vielen Dank für das Interview lieber Peter, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Radio-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Peter Zimmermann_Schriftsteller, Journalist

Foto_privat.

13.11.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Kunst bietet die Escape Rooms der Menschlichkeit, die wir verteidigen müssen“ Isa Tschierschke, Schriftstellerin _ Detmold/D 9.1.2023

Liebe Isa, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Zwischen den Jahren hatte ich Grippe. Das Timing war also perfekt. Jetzt kann’s weitergehen. Morgens Schreiben, nachmittags Lesen. Dazwischen das, was man halt so machen muss. Und Facebook. Weil ich so interessante neue »Freunde« habe, darunter viele Autorinnen und Autoren, verbringe ich viel Zeit auf Facebook und gucke mir an, was die anderen für spannende Sachen machen. Manche Ideen sind so gut, dass sich »Teilen« manchmal wie »Klauen« anfühlt.

Isa Tschierschke, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Eben dieses neu Vernetzen. Wenn andere Sicherheiten wegbrechen, muss ein neues Gefühl der Verbundenheit her. Auch wenn es zunächst nur oberflächlich ist.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Die Kunst bietet die Escape Rooms der Menschlichkeit, die wir verteidigen müssen. Vor allem müssen wir den Wert des künstlerischen Schaffens an die Kinder weitergeben. Als Mittel der Resilienz, das man dem ökonomischen Würgegriff entgegensetzen kann. Viele Eltern schauen zu ängstlich nur auf die ökonomische Verwertbarkeit der Talente ihrer Kinder. So, wie sie es bei sich selbst auch tun im Sinne optimaler Selbst-Verwertung.

Was liest Du derzeit?

Das Jahr ging mit »Das Leuchten der Rentiere« von Ann-Helén Laestadius zu Ende, einer samischstämmigen Autorin, die ich sehr mag. Ich lerne seit 2 Jahren Schwedisch und ihre Jugendromane kann sogar ich schon im Original lesen. Das neue Jahr begann mit »Das andere Mädchen« von Annie Ernaux und als nächstes kommt dann »Innigst« (»Dearly«), Margaret Atwoods Gedichtsammlung in der Übersetzung von Jan Wagner. Ich habe die beiden im Gespräch beim Literaturfestival in Berlin gesehen und war gerührt, wie sie harmonierten. Ich bewundere Übersetzer – die von Lyrik sowieso! Für die Art von Arbeit muss man ein unglaublich gut aufgeräumtes Gehirn haben. Mir würde alles durcheinander geraten.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

»Die Welt wird euch nichts schenken. Wenn ihr ein Leben wollt – stehlt es!«. Das hat Lou Andreas-Salomé gesagt (und getan).

Vielen Dank für das Interview liebe Isa, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

Bitteschön und viele interessante Verbindungen im neuen Jahr!

5 Fragen an Künstler*innen:

Isa Tschierschke, Schriftstellerin

Foto_privat

4.1.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Gern würd‘ ich die Zeit erleben“ Axel Aldenhoven, Schriftsteller _ Give Peace A Chance _ Köln 9.1.2023

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Gern würd‘ ich die Zeit erleben,

In der Menschen alles geben.

Vielleicht naiv von mir zu glauben.

Endzeit ist’s … sie töten … rauben.

Putin hat nur ein Gesicht

Erdgas kaufen wir dort nicht.

Aber das tut uns nicht weh,

China baut ein LNG

Endzeit ist’s … sie kommen schon … die Milliardeninvasion.

Ach wie gut, dass niemand weiß, dass Kapital auch töten heißt.

Caesaren dieser Welt

Hört drauf!

Armut hört durch Geld

Nicht auf.

Cremetörtchen, statt neuer Waffen

Endzeit ist’s, wenn wir’s nicht raffen.


Axel Aldenhoven, 1.12.2022

Axel Aldenhoven  _ Schriftsteller, Blogger

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Axel Aldenhoven  _ Schriftsteller, Blogger

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 2.12.2022.

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„Geben“ Ariane Swoboda, Schauspielerin _ Give Peace A Chance _ Wien 8.1.2023

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G eben

I st

V ölliger

E inklang

P ersönliche

E rrinnerungen

A usteilen

C ouragiert

E rzählen

A llen die Möglichkeit geben

C hancen

H aben

A lle

N iemand

C onferiert

E insam


Ariane Swoboda, 13.12.2022

Ariane Swoboda, Schauspielerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Ariane Swoboda, Schauspielerin

Foto_Daniel Murtagh


Walter Pobaschnig _ 13.12.2022.

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„Mehr lachen, mehr tanzen und vor allem auch viel mehr weinen.“ Franzi Serokina Lindenthaler, Schauspielerin _Wien 8.1.2023

Liebe Franzi, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Das ist sehr unterschiedlich und kommt immer darauf an,  an welchem Projekt ich gerade arbeite. Ich habe über die Jahre gemerkt, dass die erste Stunde des Tages einen großen Einfluss auf meine Stimmung und den restlichen Tag hat, daher habe ich eine Morgenroutine entwickelt, die ich (fast) jeden Tag ausübe J.

Zähneputzen, Zitronenwasser trinken und ab auf die Yogamatte. Den Körper aufwecken und mal ankommen, mich fragen wie es mir geht. Dann sammle ich positive, inspirierende Gedanken für den Tag. Ein Frühstück ist bei mir auch ein Muss. Danach Mails und Nachrichten beantworten und der Rest des Tages ist dann meistens sehr unterschiedlich. Ich habe jedenfalls sehr viel Energie von der abends meistens was übrig bleibt, daher endet der Tag häufig mit Sport und/ oder ich räume in meiner Wohnung herum.

Franzi Serokina Lindenthaler, Schauspielerin, Moderatorin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich glaube, dass das sehr individuell ist.

Zusammenhalt und ein liebevoller Umgang mit unseren Mitmenschen.

Wir leben aktuell in einer sehr intensiven, sensiblen Zeit. Es passiert so viel. Positiv und auch negativ. Ich glaube fest daran, dass es in jeder „negativen Situation“ auch einen positiven Aspekt zu finden gibt. Sogenannte „Learnings“. Meistens hilft dabei ein Perspektivenwechsel und: Humor! Manchmal darf man das Leben einfach nicht zu ernst nehmen. Ein bisschen Leichtigkeit schadet nie.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Abwechslung, Neugierde und ein optimistisches Mindset. Und mehr Akzeptanz dafür, dass nicht immer alles sofort funktionieren kann. Stolpern gehört dazu. Ich glaube daran, dass wir aufhören sollen uns zu sehr für Fehler selbst fertig zu machen. Lieber darüber nachdenken, was wir aus der Situation lernen können. Und wenn es mal absolut nicht läuft, dann ist das auch ok. Mehr lachen, mehr tanzen und vor allem auch VIEL mehr weinen.  

Bei all diesen Dingen, ist die Welt der Kunst eine große Hilfe und ich bin der festen Überzeugung, dass Kunst eine heilende Wirkung auf Körper und Geist hat. Sie schafft neue Perspektiven, Verbindungen und gibt so viel Inspiration.

Was liest Du derzeit?

„Wundstill“ von Renate Aichiger und „die Ameisenzählung“ von Daniel Glattauer.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Eins von Jeff Buckley:

 “Too young to hold on and too old to just break free and run”

und eins von mir:

„Aus dem Aber wird ein Und, aus dem Hoffen ein Wissen, aus dem Wissen ein Sein“

Franzi Serokina Lindenthaler, Schauspielerin, Moderatorin

Vielen Dank für das Interview liebe Franzi, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Schauspiel-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Franzi Serokina Lindenthaler, Schauspielerin, Moderatorin

https://www.franzilindenthaler.at/%C3%BCber-franzi

Fotos_Lisa Fokina

1.12.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Künstlerinnen*er stehen vor großen Herausforderungen“ Isabella Carlotta Gozzo, Schauspielerin/Sängerin _ Wien 7.1.2023

Liebe Isabella Carlotta Gozzo, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Da ich gerne noch intensiver im Filmbereich tätig sein möchte, bereite ich derzeit mehrere Showreels vor. Leider bin ich etwas perfektionistisch veranlagt, deswegen braucht das etwas länger, aber ich bin guter Hoffnung, dass ich es bald präsentieren kann.

In der Zwischenzeit bin ich auf der Leinwand gerne für mich malerisch tätig und gelegentlich als Background Sängerin/Tänzerin engagiert.

Isabella Carlotta Gozzo, Schauspielerin/Sängerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Die Corona-Krise hat uns allen den Boden unter den Füßen weggezogen, deshalb ist es mir persönlich besonders wichtig, alles was ich in den letzten 3 Jahren künstlerisch nicht machen konnte, nachzuholen. Es war mir immer ein Anliegen, den Menschen die Kunst näher zu bringen, ich glaube heutzutage ist dies wichtiger denn je.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Der Neubeginn in der Kunst ist tatsächlich sehr spannend, weil sich eben so viel verändert hat. Künstlerinnen*er stehen vor großen Herausforderungen, aber auch großen Möglichkeiten sich neu zu erfinden und ich kann es nicht erwarten auch meine Ideen und Leidenschaften endlich umzusetzen.

Was liest Du derzeit?

Ich lese gerade ein Buch von Isabel Allende ‚Paula“ , eine chilenische Schriftstellerin, deren Themen und Stil mich schon seit Jahren inspirieren.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Also, da fällt mir mehr als nur eines ein. „sometimes all you need is 20 seconds of insane courage. Just literally 20 seconds of just embarrassing bravery. And I promise you, something great will come of it.” (Benjamin Mee)

“I wish to present myself in front of the camera, each time under the features of a different woman. I would like to live and apprehend the problems, the conflicts, the feelings and the impulses of women radically different from me.” (Romy Schneider

Isabella Gozzo, Schauspielerin, Sängerin _ acting Janis Joplin _
2023 _
80.Geburtstag Janis Joplin (* 19. Januar 1943 Port Arthur, Texas † 4. Oktober 1970 in Los Angeles, Kalifornien)

Vielen Dank für das Interview liebe Isabella, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspiel- Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Isabella Carlotta Gozzo, Schauspielerin/Sängerin

Zur Person_ Mein Name ist Isabella Carlotta Gozzo und bin an einem superheißen Julitag in Rom/Italien auf die Welt gekommen und in Süditalien aufgewachsen. Schon in meiner frühesten Kindheit war Tanz, Musik und Gesang eine große Leidenschaft von mir. Das ist auch der Grund warum ich schon im Alter von 4 Jahren in einer Ballettschule zu tanzen begonnen habe und seitdem auf der Bühne stehe. Mit den Jahren habe ich noch viele andere Tanzstile erlernt und zusätzlich meine Liebe zum Schauspiel entdeckt.

Da ich mich nie zwischen den 3 Kunstrichtungen (Tanz, Gesang & Schauspiel) entscheiden konnte, beschloss ich eine Musical Ausbildung zu absolvieren, in der alle 3 Kunstarten vereint sind. Dieses Studium habe ich vor einem Jahr abgeschlossen und zusätzlich noch ein Diplom in Schauspiel gemacht.

Fotos_Walter Pobaschnig _ Station bei Janis Joplin/Wien 2/2023

20.12.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Genug, mehr als genug“ Elisabeth Schinagl, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Eichstätt/D 7.1.2023

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Genug, mehr als genug

Infiltriert

Vergewaltigt

Ermordet

Pausenlose

Erschütterung

Aggressiv

Chaotisch

Ewig?

Atemloses Sehnen:

Chance auf Frieden

Hoffnung auf Freiheit

Aufbau

Neubeginn

Change of time

Endlich?


Elisabeth Schinagl, 11.12.2022

Elisabeth Schinagl, Schriftstellerin  

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Elisabeth Schinagl, Schriftstellerin 

Zur Person_Dr. Elisabeth Schinagl, geb. 1961 in München, studierte Latein und Germanistik in Eichstätt und Regensburg. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für mittellateinische Philologie an der Katholischen Universität Eichstätt und danach Gymnasiallehrerin. Von 2009 bis 2017 war sie als Referentin im Bayerischen Landtag tätig. Seit 2018 ist sie freie Autorin. In ihren Werken befasst sie sich vorwiegend mit Themen aus der bayerischen Geschichte.

https://www.elisabethschinagl.de/

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 11.12.2022.

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„Ganz tief“ Jens-Philipp Gründler, Schriftsteller _ Give Peace A Chance _ Münster in Westfalen 6.1.2023

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Ganz tief in meinem

Inneren, weiß ich, dass wir

Vor allem in diesen Tiefen

Ewige Friedlichkeit verspüren.

Portale der Gewaltlosigkeit

Existieren ganz gewiss

An jedem Ort; sogar im

Chaos, wo blutrünstige

Ereignisse um sich greifen.

Ahimsa, Gandhis Prinzip;

Chimären in Uniformen

Haben ihm den Kampf

Angesagt; welchen diese Söldner 

Niemals gewinnen werden.  

Caritas, Frieden und Gleichmut

Ergeben sich schließlich im Inneren.


 Jens-Philipp Gründler, 1.12.2022

Jens-Philipp Gründler, Schriftsteller

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Jens-Philipp Gründler, Schriftsteller

https://jensphilippgruendler.net/

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 1.12.2022.

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„Das Beste ist, am Morgen, mit dem ersten Licht, hell zu werden, gegen den unverrückbaren Himmel zu stehen“ Martina Parker, Schriftstellerin _ Burgenland 6.1.2023

Wie sieht dein Tagesablauf aus?

Ich stehe gegen 7 Uhr auf, mache mir eine große Kanne Earl Grey Tee, rolle die Yogamatte aus und mache eine halbe Stunde Yoga. Dann beginne ich zu schreiben. Mein tägliches, selbst gesetztes Ziel sind 10 000 Zeichen. Meist bin ich damit gegen 14 Uhr fertig. Ich arbeite hauptberuflich als Autorin. Am Nachmittag kümmere ich mich um Marketing, PR, Social Media, Newsletter, E-Mails und natürlich um die Recherche. Dazu kommen rund dreißig bis vierzig Lesungen im Jahr.

Wenn ich über neue Plots nachdenke, gehe ich zum Denken gerne in den Wald. Die Abende verbringe ich mit meinem Mann, oder ich treffe Freunde, besuche Lesungen, Kabaretts und Konzerte.

Ich liebe den Austausch mit anderen Schreibenden. Oft chatte ich bis Mitternacht mit meinen engsten Autorenfreund*innen.

Martina Parker, Schriftstellerin 

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Nicht zu verzweifeln. Klimakrise, Coronakrise, Wirtschaftskrise, Krieg, Energiekrise, Papierkrise. Sich da den Optimismus zu bewahren und im Idealfall auch noch andere zu inspirieren, das ist eine enorme Herausforderung. Ich finde es wichtig, hier ganz bei sich und im Jetzt zu bleiben, statt sich in Worst Case Szenarien zu verlieren. Die aktuellen Bedrohungen sind (noch) nicht das Ende – weder das Ende von uns als Gesellschaft noch das Ende der Kunst.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Ich habe nicht das Gefühl, dass ein Aufbruch bevorsteht. Ganz im Gegenteil. Sehr viele Menschen, mit denen ich rede, sehnen sich nach einer (nostalgieverklärten) Vergangenheit. Sie sehnen sich nach einer Zeit, in der ein Studien- oder Arbeitsplatz sicher(er) war und Arbeit selbstbestimmter und weniger bürokratisiert und reglementiert war. Nach einer Zeit, in der man noch keine Angst hatte, dass man z. B. von einer Haarfarbe oder einem verkohlten Steak Krebs bekommen kann. Eine Zeit in der man noch nicht im Sekundentakt damit konfrontiert wurde, wie korrupt und grausam die Welt ist. Die Sozialen Medien tragen leider zu dieser negativen Wahrnehmung bei. Dabei geht es uns laut Kommunikationsdesigner Stefan Sagmeister langzeitig gesehen eigentlich wesentlich besser als z. B. noch vor hundert Jahren.

Wie Literatur und Kunst die Gegenwart reflektieren, obliegt der individuellen Entscheidung der Künstler:innen. Ich finde hier gerade die Vielfalt der Ausdrucksmöglichkeiten spannend. Manche entscheiden sich für messerscharfe Gesellschaftskritik oder Provokation. Andere ermöglichen dem Rezipienten kleine Fluchten von der Realität, bedienen sich einem Zweckoptimismus. Bis zu Dystopie ist in Kunst und Literatur alles möglich. Ich bin stark von der britischen Kultur geprägt. Mein Stilmittel ist der schwarze Humor. 

Was liest du derzeit

»Der Hausmann« von Wlada Kolosawa. Ein unkonventioneller Roman. Er kombiniert traditionelle Erzählweisen mit anderen Erzählstilen wie Chatprotokolle oder Comic. Es ist eine Geschichte über Gentrifizierung und Liebe, über exzessive Start-up- Kultur, Klimaerwärmung, veganes Hundefutter und das Darknet. Das Buch hat mir meine „Schreibschwester“, die Autorin Susanne Kristek vor ein paar Tagen geschenkt.

Aktuell bin ich auch Testleserin von Susannes neuem, noch unveröffentlichtem Manuskript. Insofern ist das, das zweite Buch, das ich gerade lese.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Für deinen Blog und zum Thema des Interviews passend, natürlich ein Bachmann Zitat J

„Das Beste ist, müde zu sein und am Abend hinzufallen. Das Beste ist, am Morgen, mit dem ersten Licht, hell zu werden, gegen den unverrückbaren Himmel zu stehen, der ungangbaren Wasser nicht zu achten und das Schiff über die Wellen zu heben, auf das immerwiederkehrende Sonnenufer zu.“ —  Ingeborg Bachmann

Martina Parker, Schriftstellerin 

Vielen Dank für das Interview liebe Martina, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Martina Parker, Schriftstellerin 

Zur Person:

Martina Parker hatte eine herrliche Kindheit am Land. Mit 18 war es trotzdem Zeit über den Gartenzaun zu blicken. Als Journalistin reiste sie in 69 Länder, traf und interviewte Stars und Künstler wie Susan Sarandon, Cate Blanchett, Quentin Tarantino und Karl Lagerfeld. Sie lebt mit ihrer Familie, Pferden, Katzen und Fledermäusen in einem alten Bauernhof im Südburgenländischen. In ihrem Garten gibt es sehr viel Giersch und viel zu viele Nacktschnecken.

Martinas journalistischer Background erklärt die starken Frauenfiguren in ihren Krimis. Ihre Ehe mit einem Engländer den burgenländisch-britischen Humor. Setting für die Abenteuer des Klubs der Grünen Daumen ist das Südburgenland. Für Martina das schönste Ende der Welt. 

Martina Parker / Autorin

Martina Parker begann nach Praktiken beim ORF und bei Der Standard zunächst als Journalistin bei der Österreichischen Gastgewerbe Zeitung, ehe sie die Leitung der beiden Fachzeitschriften Café Journal und Parfümerie&Drogerie übernahm. Parallel dazu schrieb sie unter dem Pseudonym Glenda Gossip Kolumnen, die mit dem Österreichischen Zeitschriftenpreis prämiert wurden. Sie gründete das Beautyressort der Frauenzeitschrift WIENERIN und leitete dieses über zwei Jahrzehnte lang. 2008 wurde sie Beauty Director für sämtliche Frauentitel der Styria. Monatliches Highlight war bis 2020 ihre Kolumne Schöner Leben. Parallel dazu schrieb sie zu unterschiedlichen Themen für WIENER, WIENERIN, DIVA und PRESSE Schaufenster, SERVUS in Stadt & Land. Sie entwickelt Kundenzeitschriften und macht Medienberatung. Aktuell arbeitet sie als Autorin und freie Journalistin. Ihre beiden Kriminalromane Zuagroast und Hamdraht (Gmeiner Verlag) sind beide Bestseller.

Books:

Zuagroast 7/2021 (Gmeiner Verlag)

Hamdraht 3/2022 (Gmeiner Verlag)

Hotel Rock´n Roll 9/2022 mit Manfred Stallmajer (SCHULTZ & SCHIRM Bühnenverlag GmbH)

Autorin — Martina Parker schreibt

Neuerscheinung_Martina Parker neues Buch „Aufblattelt“ erscheint am 25.1.23 

Aufblattelt 1/2023 (Gmeiner Verlag)

https://www.martinaparker.com/aufblattelt

Fotos Portrait_Rafaela Pröll

2.1.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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