Liebe Silke, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Da ich gerade für ein paar Tage in Berlin und ohne Hund und Familie bin, habe ich den Luxus, sofort mit dem Schreiben anzufangen. Es ist gerade sechs Uhr morgens. Spätestens um neun Uhr mache ich mich für den Tag bereit und treffe einen Künstler, mit dem eine Zusammenarbeit geplant ist. Neben dem Schreiben, betreibe ich einen Kunstblog und kuratiere aktuell eine Ausstellung in Berlin. Den Rest des Tages werde ich mich auf die Ausstellung konzentrieren.
Silke Tobeler, Schriftstellerin, Kunstbloggerin
Normalerweise lebe ich in Hamburg und verbinde meine Arbeit mit dem Familienleben. Drei Kinder, ein Mann, ein Hund. An zwei Tagen gehe ich fest in den writer´s room, der einerseits der perfekte Arbeitsplatz zum Schreiben ist (es darf sich in den Räumen nicht unterhalten werden) und gleichzeitig ein toller Verbund. In der Küche tauschen wir uns dann doch aus, veranstalten Lesungen, arbeiten in Textgruppen und versuchen die Hamburger Literaturlandschaft zu bereichern.
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
An mir selbst und in meinem Umfeld stelle ich eine Mischung aus Unsicherheit und Resignation fest. Unsicher, weil keiner sagen kann, wann diese Krisen aufhören werden. Man hat nicht das Gefühl, dass unser Leben normal sei. Wie auch? Der letzte Lockdown ist nicht allzu lange her. Alle Expert*innen sagen, dass die Pandemie noch nicht beendet sei und man sich auf einen Herbst und Winter mit hohen Infektionszahlen einstellen muss. Das macht nicht gerade Mut.
Hinzu kommt der Angriff Russlands auf die Ukraine. Ein Schock, der uns alle aus der Bahn geworfen hat. So nah ist uns ein Krieg in den letzten achtzig Jahren nicht gewesen. Zudem verunsichern die drohenden Folgen: Ein kalter Winter und die Frage, ob die AKWs wieder aktiviert werden, neben vielen anderen Themen.
Wir müssen eine innere Balance finden, um den Alltag leben zu können. Denn den gibt es noch.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Aufbruch und Neubeginn sind gute Worte, um in all den Krisen Hoffnung zu schöpfen. Einerseits finde ich es schwierig jede Krise als Chance zu sehen. Denn gerade ein Krieg bringt unfassbare Trauer und Schmerz in die Gesellschaft. Aber dennoch glaube ich an die Möglichkeit einer Chance. Wann wenn nicht jetzt, können wir uns aus den zersetzenden wirtschaftlichen Verstrickungen lösen und tatsächlich einen echten Energiewandel forcieren? Auch Despoten nicht alleinig mit beschwichtigenden Worten zu begegnen, sondern sich ernsthaft solidarisch mit den Menschen zu zeigen, die in diesen Diktaturen Folter und Verfolgung ertragen müssen, ist notwendig, um diese Welt zu einem besseren Ort zu machen.
Und hier kommt die Kunst und Literatur ins Spiel. Einerseits lassen uns Worte, Erzählungen und Bilder Missstände auf bildliche und emotionale Weise erleben. Und andererseits spendet Kunst und Literatur Hoffnung und Trost. Denn in der kreativen Umsetzung spürt man die Menschlichkeit, sucht den Sinn hinter allem, stellt Fragen, mit denen sich sowohl die schaffenden Künstler*innen und Literat*innen auseinandersetzen, als auch die Rezipienten, die ihre eigenen Antworten in dem Gelesenen, Gesehenen suchen und hoffentlich finden.
Was liest Du derzeit?
„Für die Ewigkeit“ von Helmut Krausser und Gedichte von Durs Grünbein im gerade erschienen Lyrikband: „Äquidistanz“
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Franz Kafka notierte am 2. August 1914 folgende Ereignisse in seinem Tagebuch:
„Deutschland hat Rußland den Krieg erklärt – nachmittags Schwimmschule.“
Ich habe mich immer gefragt, wie Menschen in Krisensituationen Alltag leben können. Kafkas Zitat spricht von der Banalität neben dem Horror. Und es sagt mir: Weitermachen. Dran glauben, dass die Welt auch morgen noch steht.
Silke Tobeler, Schriftstellerin, Kunstbloggerin
Vielen Dank für das Interview liebe Silke, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
Liebe Evelyn, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ich bin immer viel unterwegs, pendle zwischen verschiedenen Orten; hin und wieder bin ich aber gern allein daheim, dort in einer Nussschale, da unter einem Baum, dort im Hinterlandgestrüpp einer Insel … zwischen dem Aufstehen und dem Schlafengehen … im besten Fall.
Derzeit arbeite ich an verschiedenen Projekten, die viel Zeit beanspruchen, mich aber auch glücklich machen, meistens halt. Ich trinke viel Kaffee, und das macht mich dann manchmal zittern (wie zum Beispiel beim Fotografieren, wenn man weiß, man hat nur mehr zwei Komma fünf Sekunden, um etwas festzuhalten). Und eigentlich sollte ich mehr tanzen.
Evelyn Bubich_ Schriftstellerin, Lektorin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Vielleicht: Wachsam und nicht gleichgültig sein, sich weder streben gegen Herz noch Verstand. Vielleicht: eine Unmöglichkeit, vielleicht die einzige Möglichkeit. Aber wenn wir sowas wie ehrlich sind, muss jede/r immer selbst wissen, was für sie/ihn besonders wichtig ist, bevor am nächsten Tag die Sonne wieder aufgeht. Wir reden hier mit zu viel Leichtigkeit daher … würde sie das plötzlich nicht mehr tun, würd’s vielleicht anders sein in der Welt.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Dass wir uns gegenseitig nicht hassen – und nicht nicht lassen. Und noch viel krasser: dass wir uns gegenseitig nicht blunzn sind. Wir ist auch schon wieder sowas … In der Literatur, in jeder Form der Kunst steckt die Kraft, Dinge auszudrücken, die mensch (wo)anders nicht »verstehen« kann. Angst (auch vor dem Nicht-Verstehen) ist vielleicht Teil der Wurzel allen Übels. Sobald mensch diesem Wesen näherkommt, das mensch be greifen lässt, ist mensch auch nicht mehr so an sich selbst gekettet. Weiten. Mit einer Figur in einer Geschichte muss man sich auch nicht immer selbst identifizieren.
Das Gegenteil von Leben sei nicht Tod, sondern Gleichgültigkeit, hat Elie Wiesel gesagt.
Was liest Du derzeit?
Neben kürzlich Erschienenem von Luljeta Lleshanaku (»was man mit zugekniffenem Auge sieht, das vergisst man nicht« aus Die Stadt der Äpfel), Pessoa (Erzählungen) oder Katja Petrowskaja (»Ein Mann steht am Strand, allein, er blickt in die Unendlichkeit des Horizonts« aus Das Foto schaute mich an) auch ein paar (Zufalls)funde, wie Helga M. Novak (»die Unkräuter / sind zu einem Siegeszug angetreten« aus Margarete mit dem Schrank, Gedichte) oder J. M. Synge (»Jeder Gegenstand auf diesen Inseln hat einen fast persönlichen Charakter […]« aus Die Aran-Inseln; Reisebericht v. Ende des 19. Jh.).
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Letztens kamen mir Grashüpfer in den Sinn, einfach so … als stünden sie kurz vor ihrer großen Flucht. Was immer das bedeuten mag. Da ist das folgende Zitat, das mich schon länger (immer wieder) begleitet, vielleicht etwas klarer im Ausdruck: »leg deine Vernunft / neben meine Vernunft« (Das Zitat stammt von Dan Coman – aus dem Rumänischen übersetzt von Alexandru Bulucz.) Dieser Vers hält so viele offene und zugleich geheime Räume bereit, dass sich jedes Mal etwas Neues darin entdecken lässt und ich deshalb jedes Mal lächeln muss. A bisserl halt.
Vielen Dank für das Interview liebe Evelyn, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
Da ist das Leben. Die Jahreszeiten. Der Frühling. Das Vertraute im Beruf und der Familie, der Liebe.
Und dann eine Nachricht. Das Glas herum, der Himmel über Tag und Nacht, bricht.
Das Sterben, die Hand am Krankbett. Und die Erinnerungen jetzt. Die warme Erde der Kindheit. Die warmen Arme der Großmutter. Jahreszeiten der Kindheit. Nichts kommt zurück, aber alles war da. Ist jetzt da.
Die Großmutter ist tot. Blick in den Spiegel. Wer bin ich geworden? Welche Reise habe ich genommen? Woher? Wohin?
Einer Lebensspur folgen. Hinblicken und hingehen. Dorthin wo sie war und ich vielleicht sein werde….
Wien. Eine Reise beginnt…
Ingrid Walter, in Offenbach lebende Schriftstellerin, begeistert im vorliegenden Roman mit einer einmaligen „Melange“ beeindruckender Sprach- und Erzählkraft, die direkt wie in ganz feinen Zwischentönen die unerträgliche Leichtigkeit des Kosmos Mensch an Herz, Verstand und Phantasie packt und diesen Wegen, Hochschaubahnen, Bühnen und einsamen Gassen in Aufmerksamkeit, Erinnerung und Liebe mitreißend folgt.
Der Romanspielort Wien ist für diese literarische Seelen- wie Lebensreise zwischen Tod, Erinnerung und Selbsterkenntnis die beste Wahl. Ingrid Walter, 2004 mit dem Literaturpreis der Stiftung „Lesen“ ausgezeichnet, versteht es auf ganz besondere Weise eine Stadt mit all ihren Besonderheiten, Überraschungen und Geheimnissen im Wort lebendig werden zu lassen und in Dialog zum Menschsein in allen Farben und Schattierungen zu setzen. Selbst für in Wien Lebende wird der Roman dabei ein literarischer Reiseführer, der wiederentdecken und neu kennenlernen lässt.
„Ein begeisternder Lebens- und Wienroman, der mit dem Tod beginnt und mit Musik und Leben endet.“
Liebe Lucille, herzlichen Dank für die Einladung in Dein Atelier hier in Wien/Hernals!
Wie gestaltet sich Deine Atelierarbeit und was inspiriert Dich?
Grundsätzlich habe ich eine ganz bestimmte Vorstellung wie ich selbst und mein Tag sein soll. Ich liebe kleine Rituale, Traditionen, mit denen ich in Leben und Kunst nicht brechen werde. Das beginnt schon beim Aufstehen.
Ich bin eine Frühaufsteherin und bin um 4.45h aus dem Bett. Dann mache ich Frühstück, trinke dazu einen Kaffee oder Tee und gehe die Termine für den Tag durch – welche Lieferungen und Aufgaben sind zu erledigen?
Meine Kunstmaterialien stelle ich oft selbst mit Farbpulvern her. Ich arbeite auch gerne mit Kremserweiß, das eine spezielle Genehmigung erfordert und einfach sensationell in seiner Struktur ist.
Neben meiner Tätigkeit als Malerin bin ich auch als Innenarchitektin tätig. Es gibt viele Menschen in Wien, die da auf meinen Geschmack setzen. Auch Wünsche nach Portraits in der Wohnung gibt es.
Inspirationen gibt es sehr viele und vieles, es sind die Menschen und die so lebhafte Kultur in unserer Stadt.
Wie war Dein Weg zur Kunst?
Mein Weg zur Kunst begann mit vier Jahren bei einem Besuch im Kunsthistorischen Museum in Wien. Da war ich begeistert. Es war ein Familienausflug mit meinen Eltern und meinen zwei Brüdern, ein weiterer Bruder kam dann als „Nachzügler“ zur Familie hinzu, aus Bad Schwanberg in der Steiermark, wo wir nach der Flucht aus Rumänien lebten.
Ich habe im Kunsthistorischen Museum in Wien erstmals die einmaligen Werke von Caravaggio (italienischer Maler, Barock, 1571 – 1610) gesehen. Vor seiner „Rosenkranzmadonna“ (1605 – 1607) dachte ich, so will ich auch malen und habe dann angefangen zu zeichnen – tausende Blätter – und es setzte sich in meiner Kindheit/Jugend fort. Ich beschäftige mich mit Egon Schiele, Gustav Klimt, Leonardo da Vinci, um Zeichenformen, das Gefühl für Proportion zu verstehen und wollte einfach zeichnen, malen, um jeden Preis. Meine Eltern sagten, ich müsse einen Beruf erlernen und ich sagte „das ist mein Beruf“. Da war ich vierzehn Jahre alt.
2005 begann ich dann ein Studium an der Universität für Angewandte Kunst in Wien, die Direktorin der Akademie der bildenden Künste Wien hatte mich empfohlen. Ich lernte da Franz West (*16.Februar 1947 +26.Juli 2012, bildender Künstler) und Brigitte Kowanz(* 13. April 1957 Wien, † 28. Jänner 2022, Installationskünstlerin) kennen, die mich wie der damalige Direktor Peter Noever sehr unterstützen in meinem selbstbewussten Weg.
Da ich eine Kooperation mit den großen Galerien in Wien ablehnte hinsichtlich des 45% Galerieanteil bei jedem Verkauf, war ich sehr schnell eine persona non grata in diesem Bereich des Kunstmarketings. Und dann habe ich mein eigenes Ding durchzuziehen versucht, was nicht leicht war und ist. Mein Atelier hier kostet 1700EUR im Monat.
Wichtig sind Kontakte mit Menschen, die meine Kunst sehr schätzen oder kennenlernen wollen und ich habe da auch viel Interesse und Unterstützung bis heute, wofür ich sehr dankbar bin. Der Künstler Hubert Winter lud mich vor Jahren nach Spanien ein und stellte mir die tollsten Künstler und Galeristen vor. Ich habe da auch heute noch Kontakte nach New York und Los Angeles. Persönlich freue ich mich auch sehr über zwei Skulpturen von Kiki Kogelnik, die ich als Künstlerin sehr schätze.
Was bedeutet Kunst für Dich?
Kunst ist ein Lebensgefühl. Man kann nicht einfach so Kunst „machen“, das hat einen Grund, muss einen Grund haben. Ich denke, Kunst liegt schon in der Wiege und ist dann ein lebenslanger Prozess in Erinnerung, Erfahrung, Reflexion, Ausdruck.
Ich wurde als drittes Mädchen-Wunschkind, nach zwei Söhnen, in Siebenbürgen/Transsylvanien geboren, das war in der Zeit des Kommunismus. Meine Eltern haben mich und meine Geschwister sehr gefördert, sie waren auch sehr kunstbegeistert. Meine Familie floh dann nach Österreich und siedelte sich in Schwanberg/Steiermark an und musste eine neue Existenz aufbauen. Mein Vater war da sehr konsequent und auch eigenwillig, etwa im Hausbau. Er wusste da, was er wollte und das habe ich vielleicht auch in der Kunst von ihm.
Wir waren auch vor dem Zusammenbruch des Regimes Nicolae Ceaușescu (1989, Anm.) öfters in Wien und hatten da auch eine Wohnung. Nach Wien zu kommen in den Wirren dieses Umbruchs war äußerst schwierig und gefahrvoll. Meine Mutter war da sehr stark und mutig gegenüber dem Geheimdienst und den Soldaten als wir Rumänien verließen. Sie hatte Dollars und Kaffee, Whiskey, weiteres dabei und das öffnete die Fluchttüren. Doch dann waren plötzlich Gewehre auf uns gerichtet und meine Mutter sagte zu den jungen Soldaten: „Eine Mutter und ihre Kinder könnt Ihr nicht ermorden!“ Und sie ließen uns gehen. Ich habe diese Stärke und Sicherheit meiner Mutter in dieser Todesgefahr sehr bewundert und es hat mich geprägt.
Als war dann in Schwanberg ankommen, hatten wir guten Kontakt zur Familie Neuwirth, Griseldis und Harald Neuwirth (Pianist) und ihren Töchtern Olga (Komponistin) und Flora (Bildende Künstlerin). Ich habe viel Zeit bei Ihnen verbracht, ich war da auch sehr gerne bei ihren vielen Tieren, Katzen, Hunden und es war ein wunderschönes geheimnisvolles Haus zwischen Pappeln. Das sind sehr schöne Erinnerungen.
Auch Dein Name ist ein sehr klingender in der österreichischen Kultur- und Geistesgeschichte. Bist Du mit den Wittgenstein Familien verwandt?
Nein, das ist ein gewählter Name. Ich bin eine geborene Filip und in meinem Pass steht Lucille Gabrielle Cäcilia Filip Wittgenstein.
Was bedeutet Dir Wien?
Wien hat mir so viel gegeben. Ich kam als ganz junger Mensch nach Wien und die Stadt sagte „das ist richtig wie Du bist und wir lieben Dich so wie Du bist“. Es war Liebe auf den ersten Blick bei der Ankunft am Südbahnhof. Da war das strahlende Belvedere und auch die dunklen Straßen, ich liebte diese Kontraste sofort, es hat mir imponiert und gefällt mir bis heute als Mensch und Künstlerin.
Herzlichen Dank, liebe Lucille, viel Freude und Erfolg weiterhin!
Lucille Wittgenstein, Künstlerin _ Wien
Atelierbesuch_
Station bei Lucille Wittgenstein, Künstlerin _ Wien/Hernals
Alle Kunstwerke/Atelier: Lucille Wittgenstein, Künstlerin
G Geben, ohne etwas dafür zu verlangen. Das klingt altruistisch, beinah religiös. Aber das ist es mitnichten. Wir müssen nicht einmal den Begriff Spiritualität bemühen. Vielmehr geht es darum, einen Irrweg zu erkennen und durch diese Erkenntnis unser Handeln zu verändern. Was will erkannt werden? Das der Geist der zweckrationalen Unvernunft der Götze der modernen Zeit geworden ist. Ein alles zerstörender Geist. Davor hat bereits die Frankfurter Schule gewarnt.
I Irrwege: Siehe oben!
V Vielschichtigkeit: Hand aufs Herz: Sind wir nicht alle aufgrund der Informationsüberflut überfordert? Was bedeutet es, Unterschiede auszuhalten und auf der anderen Seite rote Linien zu ziehen, wenn Unrecht geschieht? Das müssen wir immer wieder neu verhandeln.
E Ehrlichkeit: Oft ist von Spaltung der Gesellschaft die Rede. Dieser Topos wird meiner Meinung nach inflationär gebraucht. Wir führen Debatten kaum noch sensibel, dafür aber unangemessen ideologisch. Das ist nicht mehr meine Gesprächskultur. Denn Alarmismus hat noch nie zu etwas geführt. Die Algorhitmenlogik macht eine ehrliche Debatte unmöglich. Ich muss in Kauf nehmen können, dass mich jemand für das, was ich sage, verachtet. In diesen Zeiten eine sehr schwere Prüfung.
P Pazifismus: Nun schildere ich unumwunden meine Aporie und mein Wort ist nicht in Stein gemeißelt. Ich glaube, dass Pazifismus möglich ist. Sowohl der Fall der Mauer, als auch Ghandis Salzmarsch sind historische Belege dafür. Wer also Pazifisten pauschal Weltfremdheit unterstellt, macht es sich zu bequem. Zur historischen Wahrheit zählt aber auch: Adolf Hitler wurde nicht wegverhandelt. Darum halte ich es für genau so verlogen, jenen, die sich für Waffenlieferungen an die Ukraine ausgesprochen haben (und ich gehöre dazu) das Etikett Bellizismus aufzudrücken. Ich fühlte mich, in politischer Hinsicht, selten so hilflos wie heute.
E Eschatologie: Kaum ein Begriff passt besser in unsere Zeit als dieser. Mit welchen Weltbildern haben wir es zu tun? Durchgesetzt haben sich der Neoliberalismus, ein rückständiger Kommunismus und – noch immer – die monotheistischen Religionen. Eschatologische Weltanschauungen ersticken die Bemühungen um Frieden im Keim. Das erleben wir seit mehr als 2000 Jahren.
A Aufruhr: Täglich muss ich mein inneres Beben aushalten. Hinzu gesellen sich die Horrormeldungen der Realpolitik. Innerer Frieden ist ein ständiger Kampf. Diesem Zwiespalt fühle ich mich hilflos ausgeliefert. Wer noch?
C Christentum: Wir leben in einer pseudochristlichen Kultur. Ständig rechnen wir die Verfehlungen unserer Mitmenschen auf. Und wir vergeben unsererm Nächsten nicht. Würde in diesen Tagen Jesus von Nazareth erscheinen, dann stünde die politische Elite unter Schock. Ich übrigens auch. Die Frage, was ich tun kann, um ein besserer Mensch zu werden, martert mich. Und das ist auch gut so.
E Endlichkeit. In meiner Jugend war der Tod ein romantischer Gedanke. Jetzt, wo ein Freund nach dem anderen stirbt, springt mir dessen Realität förmlich ins Gesicht. Wie dieses Leben nutzen? Wie eine bessere Welt hinterlassen? Fragen, die mich ebenfalls martern und die ich mir stelle bis zum Verrücktwerden.
A Aushilfskräfte. Warum wird in dieser Gesellschaft über alles diskutiert, nur nicht über Armut? Warum wird hingenommen, dass Menschen im Rentenalter Pfandflaschen sammeln müssen und andere wiederum für Billiglöhne arbeiten? Darum spreche ich mich sowohl für ein bedingungsloses Grundeinkommen aus, als auch für ein Gesetz gegen Obdachlosigkeit.
C Cancel Culture: Das ist ein gewaltiges Problem. Auf der einen Seite ist es richtig und gut, dass in einer modernen, demokratischen Gesellschaft nicht alles gesagt werden darf. Auf der anderen Seite befürchte ich ein neues Jakobinertum. Wenn allen Ernstes gefordert wird, die Bücher von Dostojewski oder Flaubert zu verbieten, anstatt diese Werke zu editieren, dann sind wir nicht mehr weit entfernt von den Warnungen George Orwells.
H Heimat. Für mich ein Begriff, der zunehmend an Bedeutung gewinnt. Vielleicht, weil ich älter werde. Wir müssen dieses Wort den reaktionären Kräften stehlen und inhaltlich neu füllen. Die Musik von den Pixies, ein Roman von Gerhard Hentschel, ein Film von Tarkowski, mein Fußballverein Arminia Bielefeld, eine Theaterarbeit, ein geschriebenes Gedicht, der Teutoburger Wald, all das ist Heimat für mich.
A Arbeit: Wenn Arbeit nicht glücklich macht, sollte sie verboten werden. Das sollte ebenfalls im Grundgesetz stehen!
N Nacht: Früher lebte ich in der Dunkelheit auf. Jetzt ertrage ich sie nicht mehr.
C Corona: Mehr als nur ein Brandbeschleuniger. Nicht alle mussten die gleichen Opfer bringen. Wo wir wieder beim Thema Armut wären.
E Erlösung: Wie gelingt es, dem unsäglichen Leid um uns herum zu begegnen? Und wie gelingt es, Mitgefühl für uns selbst zu entwickeln? Eine Antwort darauf kann ich nicht geben. Aber diese Fragen zu stellen, ist elementar.
Edgar Bangert, 17.8.2022
Edgar Bangert_Schauspieler, Theaterregisseur, Schriftsteller
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:
Edgar Bangert_Schauspieler, Theaterregisseur, Schriftsteller
Constanze Sophie Passin, Schauspielerin _ reenacting „Malina“ Ingeborg Bachmann _ Wien 2021 _ Foto_folgende_Walter Pobaschnig _ am Romanschauplatz „Malina“ Wien.
1956. Die aus Kärnten gebürtige und nun in Rom lebende Schriftstellerin ist dreißig Jahre alt. Der Literaturpreis der Gruppe 47, das Coverbild des Spiegel, eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Komponisten Hans Werner Henze liegen hinter ihr. Ihr langerwarteter zweiter Gedichtband erscheint. Ihre poetische Sprache, die gleichsam Fragen nach Leben und Zukunft, Himmel und Erde, aus dem Herz der Zeit reißt und ohne Kompromisse in faszinierender Formkraft mit der Welt teilt, begeistert. Preise, neue Aufgaben und Herausforderungen, und eine neue Liebe folgen…der Gedichtband „Anrufung des großen Bären“ ist das Fundament für all das was an Licht, Schatten und Dunkelheit in Literatur, Liebe und Leben folgen wird…
„…Wir wanderten im Wunder und wir streiften
die alten Kleider ab und neue an.
Wir sogen Kraft aus jedem neuen Boden
und hielten nie mehr unseren Atem an…“
Von einem Land, einem Fluss und den Seen _ Ingeborg Bachmann
Constanze Sophie Passin, Schauspielerin _ reenacting „Malina“ Ingeborg Bachmann _ Wien 2021 _ Fotos_Walter Pobaschnig _ am Romanschauplatz „Malina“ Wien.
Der sechste Band der großartigen und literaturwissenschaftlich wegweisenden Ingeborg Bachmann Werkausgabe, Salzburger Edition, schließt an die vorangehenden in fundierter wie umfassender Präsentation in Aufarbeitung des umfangreichen Nachlassmaterials in Wort und Bild, hervorragendem Kommentar wie der Verbindung dieser literaturwissenschaftlichen Parameter in fließender wie spannender Lesbarkeit an. Neugierde, Interesse und Überraschung begleiten dabei gleichermaßen mitreißend Seite um Seite. Literaturwissenschaft als sensationelle Werkgeschichte im zeitgeschichtlichen wie biographischen Kontext. Eine ganz außerordentliche Leistung eines außerordentlichen Gesamtprojektes!
„Wie spannend mitreißend Literaturgeschichte sein kann, zeigt die Salzburger Ingeborg Bachmann Edition mit jedem neuen Meisterstück!“
Fotos_Constanze Sophie Passin, Schauspielerin _ reenacting „Malina“ Ingeborg Bachmann.
Alle Fotos_Walter Pobaschnig_2021 _ Romanschauplatz _ Malina _ Wien_
Neue kreative Ideen und Lösungen miteinander finden und kreieren. Ungewöhnlich denken und handeln. Sich der eigenen Vergänglichkeit bewußt sein, Lebensqualität im Alltag entdecken. Sich auch im Miteinander bewegen.
Impulse und Inspirationen fühlen können und in Handlungsabläufe verwandeln.
Wichtig ist gerne zu leben und unbedingt das eigene Leben zu wollen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?
Eine Besinnung auf das Wesentliche erscheint notwendig. Über unterschiedliche Gesellschaftsformen hinaus Konsensfähigkeit anstreben und vertiefen, Gemeinsamkeiten entwickeln und stärken. Eine Kulturrevolution wird stattfinden. Das gestalterische und bildhafte Denken von Kulturschaffenden und Künstlern-Künstlerinnen ist mehr denn je erforderlich, um Krisen zu regulieren.
Was liest Du derzeit?
Power from within-Anthony Martin von Sager Die Biographie eines Menschen, vom Rollstuhl zum Weltmeister. Durch die Kraft des Willens.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
The sky is not the limit !
Vielen Dank für das Interview lieber Ingolf, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
Lola Lindenbaum (alle weiteren) _ IM KONKRETEN FREIEN FALL _ 160×120 Öl, Acryl, Ölkreide auf Leinwand_6/2022
IM KONKRETEN FREIEN FALL
VOM YUPPIE
ZUM PUPPIE
TRÖSTET DANDY
MIT HEISSEM
BAKER MILLER
EIS
„Room with a view“ 160×120, Öl, Acryl, Ölkreide, Asche, Spray auf Leinwand_2022
Liebe Lola, herzlichen Dank für die Einladung in Dein beeindruckendes neues Atelier „Kunstraum Tabaktrafik“ im Herzen Wiens!
Wann hast Du Dein Atelier bezogen und welche Pläne hast Du jetzt hier?
Ich habe den Raum zu Beginn des Sommers übernommen, also taufrisch. Aufgrund sommerbedingter Reisetätigkeit habe ich das Atelier bisweilen nur rudimentär genutzt, aber im September findet die offizielle Eröffnung mit einem Salongespräch mit Prof. Robert Pfaller statt. Dann wird es im Herbst „open evenings“ geben, bei denen man die aktuelle Ausstellung bildender Arbeiten besichtigen kann. Die Ankündigung erfolgt unter http://www.kunstraumtabaktrafik.com .
Fix geplant sind ein Herbst-, Winter-, Frühlings- und Sommersalon sowie auch in weiterer Folge Gemeinschaftsausstellungen.
Import-Export Handel mit Zähren aller Art, 250×120 Öl, Acryl, Spray auf textilisiertem Holzrahmen 2022
Es stand: Ein Vogel wollte Hochzeit machen…Sie sprachen: A murds Lackl, a trum kund, 80×120, Öl, Acryl, Ölkreide, Spray, Collageelemente auf textilisiertem Holzrahmen 12/2021
Hast Du den Lebens- und Kunstraum um Dein Atelier schon etwas kennenlernt?
Da ich seit einigen Monaten in der Nähe wohne, ja. Der 2.Bezirk ist so spannend zu entdecken, er liegt einerseits sehr zentral, andererseits fühle ich mich wie in einer eigenen Stadt in der Stadt – das ist großartig. An vielen Ecken, wie eben dem Czerninviertel, finde ich ein geheimnisvolles, unentdecktes Wien vor. Die Atmosphäre beispielsweise links von der Praterstrasse, also im Rotensternviertel oder Kameliterviertel, empfinde ich ganz anders als rechts v.d.Praterstrasse, im Czerninviertel- und genau diese Unterschiede machen die Gegend so spannend und bereichernd. Sie sehen schon, ich liebe das Grätzel.
Abhängen mit Schuh, 120×180 Öl, Acryl, Ölkreide auf textilisiertem Holzrahmen 4/2022
Abhängen mit Schuh
Nichts vor mit Lichterkette
Macht skeptisch am Teppich
Flugmodus gut gegen Klugscheisser
Fliegenpilz schön fürs Auge
Heugeigen besser als Ruf
Maggi-Halter aus der Mode
Himmel meerblau
Miami Vice geht immer
Wie waren/sind Reaktionen des Lebensumfeldes hier?
Da die Tabaktrafik lange leer stand, erweckt die neue Nutzung großes Interesse, vor allem auch weil ich zu völlig unregelmäßigen Zeiten vor Ort bin. Ich habe dann meist die Eingangstüre offen stehen und die am Gehsteig vorbeiziehenden Leute bleiben stehen und fragen Dinge wie: “Was machen sie denn da?“ oder konkreter “Ich habe eine Freundin, die ist Künstlerin, hat die die Möglichkeit hier auszustellen?“….
Es ist eine Mischung aus skeptischer Neugier und Interesse. Ich beantworte oft mehr Fragen, als mir beim Arbeiten eigentlich lieb ist.
Was schätzt Du jetzt schon besonders hier in der Leopoldsstadt, dem zweiten Wiener Gemeindebezirk?
Ich sage immer:“ Der 2.Bezirk drängt sich einem nicht auf“.
Ich habe, seit ich in Wien lebe, schon in vielen unterschiedlichen Bezirken gelebt und gearbeitet, aber das Gefühl in einer eigenen Welt zu sein, erlebe ich hier- im Mikrokosmos Leopoldstadt- am intensivsten.
Welche Schwerpunkte hast Du derzeit in Deinen Kunstprojekten?
Ich arbeite ja schon seit längerem mit textilen Strukturen, aktuell fokussiere ich mich diesbezüglich auf Großformate, was technisch besondere Anforderungen mit sich bringt. Das heißt das Bespannen der großen Holzrahmen ist ein vorbereitender, aber prägnanter Arbeitsschritt für mich- das Bild ist schon im Entstehen, ich stehe praktisch selten vor der berühmt berüchtigtem weißen Leinwand.
Achtung! Lichtung! 160×120, Öl, Acryl, Ölkreide, Spray auf Leinwand_2022Jenes Alter, 160×120, Öl, Acryl, Ölkreide auf Leinwand_2022
Jenes Alter, als er das Bouquet des erträumten Lebens aufsog, liegt weit zurück
und doch kann er an guten Tagen noch erahnen, wie es gerochen haben könnte.
Dufte! Er lächelt milde
Wir haben als Thema für das Fotoshooting in Deinem Atelier die Zeit der 1970er Jahre gewählt. Welche Zugänge gibt es für Dich zu dieser Epoche?
Nun, dass die Tendenz besteht, dass man retrospektiv Epochen oder Lebensgefühle glorifiziert oder Aspekte in der Nachsicht ausspart, ist ein bekanntes Phänomen. Jedoch glaube ich, dass sich viele Menschen in den 1970ern der Glamourösität dieses Zeitgefühls bereits bewusst waren, nicht erst retrospektiv betrachtet.
Was unterscheidet die 70er von den Jahrzehnten davor/danach?
Rein von der Formensprache und Ästhetik symbolisieren die 70er Fülle, Lebensfreude, Glamour und Leichtigkeit.
HIER SOIR, 200×100 Öl, Acryl, Spray auf Leinwand_6/2022new years eve 8 120×160 Öl,Ölkreide,Acryl a.Leinwand 31.12.2021
Was zeichnete die Mode und die Gegenstände/Accessoires der Lebenswelt damals aus?
Die Mode war natürlich von den Auswirkungen der sexuellen Revolution ab 1968 geprägt- kurz, bunt, lebensfroh. Die bevorzugte geometrische Form war rund, das zeigt sich in Tapetenmustern, Möbeln, Schriftzügen und Karosserieelementen. Das Interieur konnte nicht bunt genug sein, wobei man sich hier meist in Bereich des warmen Farbsegments bewegte- orange, braun, beige, ocker. Die Einrichtung von Colombo-Häusern war der Inbegriff des damaligen Ästhetikbegriffs.
Was schätzt Du besonders an den 70er und fließt dies auch in Deine Kunstprojekte ein?
Meine Arbeiten sind füllig und bunt, alles ist erlaubt. Die Manifestierung von Lebensgefühlen ist ein wesentlicher Motivator für meine Arbeiten, dazu gehören auch Gefühlswelten die ich anachronistisch verorte. Und als Kind der 1970er ist diese Welt zumindest auch unbewusst immer prägend für die eigene Arbeit.
Living room, 120×80 Öl, Acryl, Ölkreide auf textilisiertem Holzrahmen 2022Vertreten, 160×120 Öl,Ölkreide, Acryl a.Leinwand, 2022,
Vertreten
Das gesellschaftliche Ich tanzt mit dem eigentlichen tritt auf den Anspruch des Standpunkts mit Füßen vertreten werden darf.
Gibt es einen Film der Zeit, den Du hervorheben möchtest?
Ich habe unlängst „Der Eissturm“ wiedergesehen, ein Film des taiwanesischen Regisseurs Ang Lee, der zwar 1997 herausgekommen ist, jedoch im Jahr 1973 spielt und sich-dramatisch- mit den Eigenheiten der amerikanischen Gesellschaft in den 70ern auseinandersetzt. Hier geht es – eingebettet in vordergründige Glamourösität – um die innerpsychologischen Tücken und gesellschaftlichen Dramen der Zeit des Vietnamkriegs und der Watergate-Affäre.
Diese werden nun in der warmen, emsigen Stube geraucht.
Tüchtig, sehr tüchtig.
Du hast in Modestil und Accessoires eine perfekte Zeitreise in die 70er erschaffen! Welche Schwerpunkte hast Du dabei ausgewählt?
Psychodelische oder florale Muster in feinem Strick – und ein weißer Filzhut. Große Ohrringe, Ringe und Ketten in Bronze oder Gold.
Was können wir aus den 70er in Leben und Kunst in das Heute mitnehmen?
Es schleicht sich heute wieder eine vermehrte Prüderie ein, da kann die Offenheit als Maxime der 70er sicher als Impulsgeber dienen.
Was wünscht Du Dir für den Kunst- und Lebensraum in „Deinem“ Bezirk hier?
Die Unverwechselbarkeit und das Anachronistische möge länger erhalten bleiben, als in anderen Innenstadtbezirken – die mögliche Zeitreise möge lange währen.
Herzlichen Dank, liebe Lola, viel Freude und Erfolg weiterhin!