„Es ist wie ein sportlicher Wettkampf, nur ohne Regeln“ _ 50 Jahre Bachmannpreis _ Tim Staffel, Schriftsteller _ Berlin 12.6.2026

50 Jahre Bachmannpreis _

Tage der deutschsprachigen Literatur Klagenfurt

im Interview _ Tim Staffel, Schriftsteller _ Berlin

Bachmannpreisnominierter: 1998   Text: „Hüttenkäse“

Einladender Juror: Robert Schindel

Lieber Tim, Du hast 1998 am Bachmannpreis in Klagenfurt dem größten und reichweitenstärksten Literaturwettbewerb im deutschsprachigen Raum teilgenommen. Was sind spontan erste Erinnerungen?

Raul Zelik ist mit mir und meinem Gipsarm im Gepäck auf dem Rad zum Wörthersee gefahren, Pfifferlinge, Sonne und Fußballspiele

Was macht das Besondere des Bachmannpreises aus?

Es ist wie ein sportlicher Wettkampf, nur ohne Regeln, man kann seinen Text so präsentieren, wie man in selbst versteht, also dem Text eine hörbare Stimme verleihen.

Wie hast Du deine Lesung und die Jurydiskussion erlebt?

Die Lesung hatte Sound, Beat, Rhythmus, ich habe es so hinbekommen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Die Jury warf mit teils vor, ich wolle sie provozieren und ließ mich wissen, dass sie sich nicht provozieren lasse, das war lustig. Robert Schindel, der mich eingeladen hatte, kämpfte wie ein Löwe, vergeblich

Wie hat sich Deine Teilnahme auf Deine literarische Öffentlichkeit wie Deinen weiteren persönlichen literarischen Weg, Deinen Schreibstil, ausgewirkt?

Es schöner Stempel war das: Ich war beim Bachmannpreis, letztlich fühlte ich mich bestätigt und habe trotz der Kritik Selbstvertrauen gewonnen

Was braucht der Bachmannpreis für eine weitere gute Entwicklung?

Aufregende Texte und Menschen, die sich selbst nicht zu wichtig nehmen

Was möchtest Du aktuellen Teilnehmer:innen, der Jury und dem Publikum in Klagenfurt mitgeben und dem Bachmannpreis zum 50er wünschen?

Ich hatte 1998 eine tolle Zeit und sehr viel Spaß – das wünsche ich auch allen für dieses Jahr

Herzlichen Dank für das Interview und alles Gute!

Tim Staffel, Schriftsteller

Zur Person: Tim Staffel hat vier Romane veröffentlicht. Sein Debüt „Terrordrom“ wurde 1998 von Frank Castorf für die Volksbühne dramatisiert. Daneben schrieb Staffel zahlreiche Hörspiele. Er wurde u. a. mit dem Alfred-Döblin-Stipendium und mehrmals mit dem Literatur-Stipendium des Deutschen Literaturfonds ausgezeichnet. Sein Roman „Südstern“ stand 2023 auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. 2024 erhielt er das London-Stipendium des Deutschen Literaturfonds.

Bachmannpreis _ Publikum/ORF-Studio

Bachmannpreis

1976 wurde nach einer Idee und auf Initiative des Autors und Journalisten Humbert Fink (* 13.8.1933 Salerno/I +16.5.1992 Maria Saal/Kärnten) und des damaligen Intendanten Ernst Willner ORF/Kärnten in Klagenfurt ein Literaturwettbewerb gegründet, dessen Hauptpreis nach der in Klagenfurt geborenen und begrabenen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (*25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom) benannt wurde.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

Der erste Bachmannpreisträger war 1977 Gert Jonke. Die aktuelle Preisträgerin 2025 ist Natascha Gangl.

Im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt werden ebenso weitere Literaturpreise vergeben – Deutschlandfunk Preis, 3sat Preis, Carinthischer Sommer Stipendium, BKS Publikumspreis.

Der Bachmannpreis, Tage der deutschsprachigen Literatur, findet jährlich Ende Juni/Juli in Klagenfurt statt.

Foto: Tim Staffel _ Ken Yamamoto

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Fotos: Bachmannpreis ORF Studio/Wald/Lendkanal _ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig, 10.6.2026

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„Unruhe und Hoffnung“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Anja Knafl, Schauspielerin _ Klagenfurt 12.6.2026

Ingeborg Bachmann _ Anja Knafl

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz _

„Jugend in einer österreichischen Stadt“ Ingeborg Bachmann, 1961

JUGEND _ Akrostichon

Text & Performance  Anja Knafl, Schauspielerin, Schriftstellerin Klagenfurt.

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Anja Knafl, Schauspielerin, Schriftstellerin _ Klagenfurt _
performing „Jugend in einer österreichischen Stadt“ Ingeborg Bachmann, 1961 _
Originalschauplatz Klagenfurt _
Fotos: Walter Pobaschnig 3/26, folgende
Ingeborg Bachmanns Maturajahrgang 1944 _
Oberschule für Mädchen/Ursulinengymnasium Klagenfurt
_
Wer erkennt Ingeborg? Auflösung unten.

„Die Kinder sind verliebt und wissen nicht in wen…“ „Jugend in einer österreichischen Stadt“ Ingeborg Bachmann, 1961, folgende

„Du mein Wenn. Und Du mein Aber. Entweder. Oder. Mein Alles…mein alles…“

JUGEND

Jeder Tag bringt neue Gedanken und Gefühle mit sich.

Unruhe gehört zu dieser Zeit genauso wie Hoffnung.

Große Fragen stehen oft ohne klare Antworten im Raum.

Ein Weg entsteht erst beim Gehen.

Nicht alles muss sofort verstanden werden.

Diese Phase bleibt ein Anfang von vielem.

Anja Knafl, 29.4.26

„Das Wenigste ist im Leben da, um uns einzuleuchten, und die Jugend gehört nicht dazu, auch die Stadt nicht, in  der sie stattgehabt hat…“

Anja Knafl, Schauspielerin, Schriftstellerin _ Klagenfurt _
performing „Jugend in einer österreichischen Stadt“ Ingeborg Bachmann, 1961 _
Originalschauplatz Klagenfurt _
Fotos: Walter Pobaschnig 3/26, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz _

„Jugend in einer österreichischen Stadt“ Ingeborg Bachmann, 1961

JUGEND _ Akrostichon

Text & Performance  Anja Knafl, Schauspielerin, Schriftstellerin Klagenfurt.

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Pressegger See/Kärnten

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Die in Klagenfurt geborene Schriftstellerin und Büchnerpreisträgerin nimmt in ihren Werken immer wieder auf konkrete Topographien ihrer Kindheit/Jugend Bezug („Jugend in einer österreichischen Stadt“ 1961; „Malina“ 1971) und bearbeitet diese literarisch.

„Alles Wesentliche im Leben einer Schriftstellerin passiert in der Kindheit“ Malina

Anja Knafl und Walter Pobaschnig vor der Schule Ingeborg Bachmanns/Klagenfurt _ 4/26

Auflösung _ „Wo ist Ingeborg?“ am Maturafoto 1944: vorne ganz rechts, unten hockend

Fotos: Ingeborg Bachmann_ Familienarchiv Bachmann.

Fotos: Anja Knafl, Schauspielerin, Schriftstellerin _ Klagenfurt _
performing „Jugend in einer österreichischen Stadt“ Ingeborg Bachmann, 1961 _
Originalschauplatz Klagenfurt _

Walter Pobaschnig 4/26

Walter Pobaschnig 29.4.2026

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„es dauerte Jahre, das „Abgewatscht-worden-sein“ zu verkraften“ _ 50 Jahre Bachmannpreis _  Linda Stift, Schriftstellerin _ Wien 12.6.2026

50 Jahre Bachmannpreis _

Tage der deutschsprachigen Literatur Klagenfurt

im Interview _  Linda Stift, Schriftstellerin _ Wien

Bachmannpreisnominierte 2009 Text: „Die Welt der schönen Dinge“

Einladende Jurorin: Karin Fleischanderl

Liebe Linda, Du hast 2009 am Bachmannpreis in Klagenfurt dem größten und reichweitenstärksten Literaturwettbewerb im deutschsprachigen Raum teilgenommen. Was sind spontan erste Erinnerungen?

Alles war viel unübersichtlicher, als ich es mir vorgestellt hatte. Das Schönste war nach der Lesung und der für mich fatalen Jurydiskussion der Sprung in den Wörthersee.

Was macht das Besondere des Bachmannpreises aus?

Es ist eine einmalige Gelegenheit vor sehr großem Publikum zu lesen, Kolleg:innen zu treffen, vielleicht sogar einen Verlag zu finden.

Wie hast Du deine Lesung und die Jurydiskussion erlebt?

Die Lesung selbst fand ich recht angenehm, umso schlimmer waren dann die Diskussionen. Man hat mir das Recht abgesprochen, über etwas zu schreiben, das ich selbst nicht erlebt habe.

Wie hat sich Deine Teilnahme auf Deine literarische Öffentlichkeit wie Deinen weiteren persönlichen literarischen Weg, Deinen Schreibstil, ausgewirkt?

Ich war lange Zeit verunsichert und geknickt, es dauerte Jahre, das „Abgewatscht-worden-sein“, wie es medial ausgedrückt wurde, zu verkraften. Ich schrieb monatelang nicht, und als ich wieder anfing, war es aus einem Gefühl des Trotzes heraus.

Was braucht der Bachmannpreis für eine weitere gute Entwicklung?

Gut fände ich, wenn es zwei Juroren-Teams gäbe: eines, das die Texte auswählt, und eines, das dann über die Texte spricht.

Was möchtest Du aktuellen Teilnehmer:innen, der Jury und dem Publikum in Klagenfurt mitgeben und dem Bachmannpreis zum 50er wünschen?

Egal, was passiert, man sollte sich nicht alles zu sehr zu Herzen nehmen.

Herzlichen Dank für das Interview und alles Gute!

Linda Stift, Schriftstellerin

Zur Person: Linda Stift, geboren 1969 bei Leibnitz/Steiermark, Studium der Germanistik und Philosophie. Autorin und Redakteurin des »Spectrum« der Presse, lebt in Wien. Zahlreiche Preise, unter anderem Alfred-Gesswein-Preis (2007). Teilnahme am Wettlesen um den Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt (2009). Bücher: Kingpeng (Roman, Deuticke 2005), Stierhunger (Roman, Deuticke 2007), Alle Wege (Anthologie, Sonderzahl 2010), Kein einziger Tag (Roman, Deuticke 2011), Das Meer hat keine Scheibe (Roman, Limbus 2026), Die Handtasche – Eine Kulturgeschichte der Dinge (erscheint am 14. August bei Limbus). https://www.limbusverlag.at/autorinnen/linda-stift/

Bachmannpreis

1976 wurde nach einer Idee und auf Initiative des Autors und Journalisten Humbert Fink (* 13.8.1933 Salerno/I +16.5.1992 Maria Saal/Kärnten) und des damaligen Intendanten Ernst Willner ORF/Kärnten in Klagenfurt ein Literaturwettbewerb gegründet, dessen Hauptpreis nach der in Klagenfurt geborenen und begrabenen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (*25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom) benannt wurde.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

Der erste Bachmannpreisträger war 1977 Gert Jonke. Die aktuelle Preisträgerin 2025 ist Natascha Gangl.

Im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt werden ebenso weitere Literaturpreise vergeben – Deutschlandfunk Preis, 3sat Preis, Carinthischer Sommer Stipendium, BKS Publikumspreis.

Der Bachmannpreis, Tage der deutschsprachigen Literatur, findet jährlich Ende Juni/Juli in Klagenfurt statt.

Klagenfurt_Rizzibrücke/Lendkanal

Foto: Linda Stift _ Christine Andorfer

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Fotos: Bachmannpreis ORF Studio/Klagenfurt_ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig, 10.6.26

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„Was für eine Chance für mich“ _ 50 Jahre Bachmannpreis _ Wolfgang Hegewald, Schriftsteller _ Hamburg 12.6.2026

50 Jahre Bachmannpreis _

Tage der deutschsprachigen Literatur Klagenfurt

Im Interview: Wolfgang Hegewald, Schriftsteller _ Hamburg

Bachmannpreisnominierter 1984

Preis der Industriellenvereinigung

Lieber WH, Du hast 1984 am Bachmannpreis in Klagenfurt dem größten und reichweitenstärksten Literaturwettbewerb im deutschsprachigen Raum teilgenommen. Was sind spontan erste Erinnerungen?

Ich befand mich in einer besonderen Lebenssituation. Ich hatte Ende September 1983 das Weite gesucht und einer kommoden Diktatur namens DDR den Rücken gekehrt. Ich lebte in einer Sozialwohnung in Hamburg, hatte noch kein Buch, kein Ged und auch sonst nichts zu verlieren. Da lud mich Juror Peter Härtling nach Klagenfurt ein; er kante schon Texte von mir. Was für eine Chance für mich, erste Erfahrungen im Konkurrenzuniversum Literaturbetrieb zu sammeln. Aber ich schloss in Klagenfurt auch Freundschaften mit Kolleginnen und Kollegen, jenseits der Rivalität.

Was macht das Besondere des Bachmannpreises aus?

Damals war Klagenfurt eine Art Familienausflug des deutschsprachigen Literaturbetriebes. Kontakthof. Gerüchteküche. Prosabörse. Expedition. Kritiker, Lektoren, Agenten, Autoren, Enthusiasten und Verächter des Schaulesens unter sich. Das generische Maskulinum war 1984 noch nicht unter geschlechterpolitischen Verdacht geraten.

Familienbande eben.

Wie hast Du deine Lesung und die Jurydiskussion erlebt?

Ich trat als völlig unbeschriebenes Blatt an, schwer und leicht zugleich. Ich erinnere mich, wie mich Marcel Reich-Ranicki während meiner Lesung von der Seite fixierte. Die unausgesprochene Frage, die sich in seiner Mimik ausdrückte, lautete: Ist dieser Typ arrivierbar oder hat er nicht das Zeug dazu.

Später hat MRR meinen Text „Burgenland“ immerhin in der Tiefdruckbeilage der FAZ veröffentlicht.

Wie hat sich Dein Preisgewinn für Dein weiteres Schreiben ausgewirkt?

Im Herbst 1984 erschien mein erstes Prosabuch, und der Erfolg in Klagenfurt hat ihm Aufmerksamkeit eingetragen.

Ich war damals sehr knapp bei Kasse, und mit dem Preisgeld reiste ich sofort nach Venedig. Was für ein Erlebnis, wenn man vor Jahresfrist noch in der DDR eingemauert war.

Was braucht der Bachmannpreis an Weiterentwicklung für eine gute Zukunft?

Dafür fehlt mir die Phantasie. Im Moment verliert die Formel „gute Zukunft“ nicht nur für den Bachmannpreis ihre semantische Plausibilität.

Was möchtest Du aktuellen Teilnehmer:innen, der Jury und dem Publikum in Klagenfurt mitgeben und dem Bachmannpreis zum 50er wünschen?

Alles Gute. Alles Gute.

„Frohe Ostern, frohe Western“, mit Wolfgang Neuss gesprochen. Falls sich noch jemand an ihn erinnert.

Herzlichen Dank für das Interview und alles Gute!

Wolfgang Hegewald, Schriftsteller

Zur Person:

Bachmannpreis

1976 wurde nach einer Idee und auf Initiative des Autors und Journalisten Humbert Fink (* 13.8.1933 Salerno/I +16.5.1992 Maria Saal/Kärnten) und des damaligen Intendanten Ernst Willner ORF/Kärnten in Klagenfurt ein Literaturwettbewerb gegründet, dessen Hauptpreis nach der in Klagenfurt geborenen und begrabenen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (*25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom) benannt wurde.

Humbert Fink, Bachmannpreisgründer,
langjähriger Juror beim Bachmannpreis

Der erste Bachmannpreisträger war 1977 Gert Jonke. Die aktuelle Preisträgerin 2025 ist Natascha Gangl.

Im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt werden ebenso weitere Literaturpreise vergeben – Deutschlandfunk Preis, 3sat Preis, Carinthischer Sommer Stipendium, BKS Publikumspreis.

Der Bachmannpreis, Tage der deutschsprachigen Literatur, findet jährlich Ende Juni/Juli in Klagenfurt statt.

Foto: Wolfgang Hegewald _ Roman Pawlowski

Foto: Humbert Fink/privat.

Fotos: Bachmannpreis/ORF Studio_ Klagenfurt/Alter Platz _ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig, 3.6.2026

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„der Bachmannpreis zeigt, was in der Literatur alles möglich ist“ _ 50 Jahre Bachmannpreis _ Ulrike Haidacher, Schriftstellerin _ Wien 12.6.2026

50 Jahre Bachmannpreis _

Tage der deutschsprachigen Literatur Klagenfurt

Im Interview _  Ulrike Haidacher, Schriftstellerin _ Wien

Bachmannpreisnominierte 2024 _ Text: „Schwestern“

Einladender Juror: Klaus Kastberger

Liebe Ulrike, Du hast am Bachmannpreis in Klagenfurt dem größten und reichweitenstärksten Literaturwettbewerb im deutschsprachigen Raum teilgenommen. Was sind spontan erste Erinnerungen?

Eine sehr aufregende und besondere Zeit. Ein bisschen wie Schullandwoche, ein bisschen wie Aufnahmsprüfung, ein bisschen wir Urlaub, stolz dabei zu sein, Freude und gleichzeitig Selbstzweifel. Dazu gekommen ist, dass ich in einem ganz frühen Stadium schwanger war. Ich habe es vor Ort niemandem erzählt, es hab nur ich gewusst, dass ich nicht alleine lese. Kurz nach dem Bachmannpreis ist außerdem mein zweiter Roman „Malibu Orange“ erschienen. Insgesamt also eine sehr besondere Zeit.

Was macht das Besondere des Bachmannpreises aus?

Der Bachmannpreis ist etwas Einzigartiges. Dass literarische Lesungen und die Diskussion über Literatur zu einer Show werden, die so viele Menschen mitreißt, ist schon ziemlich cool. Die Persönlichkeiten, die lesen und diskutieren, die vielen unterschiedlichen Texte – der Bachmannpreis zeigt, was in der Literatur alles möglich ist.

Wie hast Du deine Lesung und die Jurydiskussion erlebt?

Ich habe es überraschend bewusst und ruhig erlebt. Ich kann mich auch jetzt noch an viele Details ganz klar erinnern. An meinen Weg ins Studio, das Hinsetzen, den Beginn der Lesung, die Lesung selbst und die Diskussion. Ich war in dem Moment dann ganz ruhig. Gleichzeitig war alles sehr surreal.

Was braucht der Bachmannpreis für eine weitere gute Entwicklung?

Weiterhin viele unterschiedliche und spannende Texte, Persönlichkeiten und Mut.

Was möchtest Du aktuellen Teilnehmer:innen, der Jury und dem Publikum in Klagenfurt mitgeben und dem Bachmannpreis zum 50er wünschen?

Viel Spaß!

Herzlichen Dank für das Interview und alles Gute!

Ulrike Haidacher, Schriftstellerin

Zur Person: Ulrike Haidacher studierte Germanistik und lebt als Schriftstellerin und Kabarettistin in Wien. Sie schreibt Romane und Bühnenprogramme sowie satirische Kolumnen für das Radio (FM4).

Ihr Debütroman „Die Party“ wurde 2024 am Schauspielhaus Graz uraufgeführt, ihr zweiter Roman „Malibu Orange“ erschien m Juli 2024 im Leykam Verlag.

Bachmannpreis _ ORF Studio Klagenfurt

Bachmannpreis

1976 wurde nach einer Idee und auf Initiative des Autors und Journalisten Humbert Fink (* 13.8.1933 Salerno/I +16.5.1992 Maria Saal/Kärnten) und des damaligen Intendanten Ernst Willner ORF/Kärnten in Klagenfurt ein Literaturwettbewerb gegründet, dessen Hauptpreis nach der in Klagenfurt geborenen und begrabenen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (*25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom) benannt wurde.

ORF Garten

Der erste Bachmannpreisträger war 1977 Gert Jonke. Die aktuelle Preisträgerin 2025 ist Natascha Gangl.

Im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt werden ebenso weitere Literaturpreise vergeben – Deutschlandfunk Preis, 3sat Preis, Carinthischer Sommer Stipendium, BKS Publikumspreis.

Der Bachmannpreis, Tage der deutschsprachigen Literatur, findet jährlich Ende Juni/Juli in Klagenfurt statt.

„Drei Wege zum See“ _ Ingeborg Bachmann outdoors _
szenische Wanderung am Weg der Erzählung in Klagenfurt/Kreuzbergl/Wörthersee _

Walter Pobaschnig/Alina Nedwed 2016-2020
„Drei Wege zum See“ _ Christina Wuga/Schauspielerin
Abendstimmung Wörthersee

Fotos: Ulrike Haidacher _ Walter Pobaschnig

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Fotos: Bachmannpreis ORF Studio/“Drei Wege zum See“/Wörthersee _ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig, 10.6.2026

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„Der Bachmannpreis ist Fenster zur Literatur, Mythos und Legende“ _ Bachmannpreis 2026 _ Nominierteninterview: Seraina Kobler, Schriftstellerin _ Zürich 12.6.2026

Bachmannpreis 2026 _

Tage der deutschsprachigen Literatur Klagenfurt _

50 Jahre Bachmannpreis

Nominierteninterview: Seraina Kobler, Schriftstellerin _ CH

Geboren 1982 in Locarno, lebt in Zürich _ eingeladen von Juror Philipp Tingler.

Seraina Kobler, Schriftstellerin

Liebe Seraina, herzliche Gratulation zur Bachmannpreisnominierung! 

Wie hast Du davon erfahren und was war Deine erste Reaktion? 

Ich erhielt eine Nachricht von meinem Juror Philipp Tingler, da stand ich gerade unter frisch erblühten Hyazinthen neben einem Wartehäuschen. Ich sah in die gelben Blüten, den Frühlingshimmel und dachte: Wörthersee! 

Dein Weg zur Literatur führte über ein Linguistikstudium und die Tätigkeit als Politikjournalistin. 2026 ist Dein vierter Roman „Tal der Schwalben“ im Diogenes Verlag erschienen. 

Was waren Stationen auf Deinem Weg zu den Buchveröffentlichungen und schließlich jetzt zur Bachmannpreisnominierung?  Was macht für Dich die Faszination des Schreibens aus?

Lesen und Schreiben gehörten für mich schon immer zusammen. Denke ich an meine Kindheit, dann sind da immer die Bücher, Baumhütten und der Geruch des Felles meines Hundes Charly. Ich glaube, der Wunsch, einen Roman zu schreiben und ihn nicht nur zu lesen, hatte mit dieser Zeit zu tun. Mit der unendlichen Leichtigkeit, die einen ausgefüllt, wenn man in einem Text verschwinden kann. Später kam dann aber zuerst einmal der Journalismus, das faktische Schreiben, die Politik. Fragen an die Welt, Ideale, Wut auch. 

Vielleicht wollte ich auch deswegen andere Bilder suchen, entwickelte sich der Wunsch, ins Metaphorische zu gehen. Dazwischen, damit und eigentlich immer – waren da auch die Kinder, sind sie Teil meines Schreibens. In dem sie es strukturieren, mich dazu bringen, jeden Tag zu fragen, was wirklich wichtig ist. Diese Fragen haben mich auch in das Tal der frühen Kindheit geführt und somit zu dem Text, den ich nun nach Klagenfurt trage. 

Du lebst mit Deiner Familie, fünf Kindern, in Zürich. Wie bringst Du alles unter einen Hut und wo und wie schreibst Du?  

Nun, das ist ein bisschen wie beim Jonglieren. Da beginnst du ja auch nicht mit fünf Bällen, zuerst mal einer, dann noch einer … So sind wir in den letzten bald zwanzig Jahren zu einer eingespielten Gruppe zusammengewachsen. Das lustige ist, oft schreibe ich im Alltag mit den Kindern besser, als wenn ich mich in ein Kämmerchen einschliesse und sie dann wiederum vermisse. Die meiste Zeit über schreibe ich sowieso im Kopf, spreche mit den Stimmen, knete die Themen, sammle Fragmente, die ich oft unterwegs einfach kurz und kryptisch in den Notizen festhalte. Sitze ich dann vor einem Word-Dokument, ist da schon eine Fülle an Material, dass ich dann verarbeiten kann, wenn Schule ist oder die Kinder draussen am Spielen sind. 

Was man aber auch leider sagen muss: Die letzten fast zehn Jahre dieses Lebens verlangten auch eine unglaubliche Fokussierung auf den Wert des Augenblicks, denn in puncto Absicherung und Altersvorsorge lebe ich sehr prekär. Residenzen kommen mit schulpflichtigen Kinder sowieso nicht in Frage. Oder um Virginia Woolf zu erweitern: Schreibende Mütter und Väter brauchen in der Lebensphase nicht unbedingt Raum zum Schreiben, sondern Geld. 

Welche Bedeutung hat der Bachmannpreis heute? 

Nun, für mich ist er Mythos und Legende, ein Fenster in den Prozess der Literaturenstehung, Echtzeit-Anlass und natürlich denkt man immer gleich an Sommer und See. Was er tatsächlich für den Literaturbetrieb bedeutet, das müssen andere beurteilen, ich bleibe auf der Ebene des Textes: Da freue ich mich auf Überraschungen. 

Wie bereitest Du Dich nun auf Klagenfurt vor und worauf freust Du Dich besonders? 

Natürlich gibt es einiges zu organisieren, wenn ich eine Woche weg bin. Meine Jüngste und mein Ältester, sowie meine Schwester und ihr Hund Abrakadabra werden mich begleiten, die anderen bleiben in Zürich.

Als mein Text in die engere Auswahl kam, da hat meine Lektorin spontan gesagt, wenn das klappt, dann komme ich auch mit. Und wir springen zusammen nach der Lesung in den See, antwortete ich ihr. Auf diesen Platsch freue ich mich ganz besonders. 

Herzlichen Dank für das Interview, viel Freude und Erfolg in Klagenfurt!

„Inge“ _ Hauptpreis _ Bachmannpreis

Bachmannpreis

1976 wurde nach einer Idee und auf Initiative des Autors und Journalisten Humbert Fink (* 13.8.1933 Salerno/I +16.5.1992 Maria Saal/Kärnten) und des damaligen Intendanten Ernst Willner ORF/Kärnten in Klagenfurt ein Literaturwettbewerb gegründet, dessen Hauptpreis nach der in Klagenfurt geborenen und begrabenen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (*25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom) benannt wurde.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

Der erste Bachmannpreisträger war 1977 Gert Jonke. Die aktuelle Preisträgerin 2025 ist Natascha Gangl.

Im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt werden ebenso weitere Literaturpreise vergeben – Deutschlandfunk Preis, 3sat Preis, Carinthischer Sommer Stipendium, BKS Publikumspreis.

Der Bachmannpreis, Tage der deutschsprachigen Literatur, findet jährlich Ende Juni/Juli in Klagenfurt statt.

Anspannung vor der Lesung im ORF Studio
Mittagspause im schattigen ORF-Garten
Abendstimmung Wörthersee

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Foto: Seraina Kobler _ Franco Tettamanti

Fotos: Bachmannpreis/ORF Studio/Garten _ Walter Pobaschnig

 Walter Pobaschnig, 8.6.2026

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„meine allererste Lesung überhaupt. Dann gleich in dieser Kulisse!!“ _ 50 Jahre Bachmannpreis _ Jan Lurvink, Schriftsteller _ Basel 12.6.2026

50 Jahre Bachmannpreis _

Tage der deutschsprachigen Literatur Klagenfurt

Im Interview _  Jan Lurvink, Schriftsteller _ Basel

Bachmannpreisnominierter 1998 Text: „Windladen“ (Romanauszug)

Lieber Jan, Du hast 1998 am Bachmannpreis in Klagenfurt dem größten und reichweitenstärksten Literaturwettbewerb im deutschsprachigen Raum teilgenommen. Was sind spontan erste Erinnerungen?

Ich war ein wenig überfordert. Mein Text stammte aus meinem Erstlingsroman und die Lesung war meine allererste Lesung überhaupt. Dann gleich in dieser Kulisse! – Schön war die Verbundenheit unter den 16 Schreibenden. Wir bildeten eine schöne Einheit, an der sich der Literaturbetrieb wie eine riesige Zecke festbiss. Das fühlte sich wiederum beklemmend an.

Was macht das Besondere des Bachmannpreises aus?

Die Aufmerksamkeit, die er erzeugt, ist wertvoll für Autoren, Verlage und den Literaturbetrieb.

Zur Live-Übertragung: Mir fiel damals auf, dass während der Lesungen eine gewisse telegene Verlegenheit herrschte. Die Kamera schweifte ziellos umher, vom Ohr einer Zuschauerin zum wippenden Fuss eines Jurymitglieds, dann zum Schweisstropfen auf der Stirn des Lesenden usw. Erst nachdem die Lesung überstanden war, fand das Medium Fernsehen auf sein Gleis.

Wie hast Du deine Lesung und die Jurydiskussion erlebt?

Ich war am letzten Tag an der Reihe und hörte am Vorabend zu meiner Verwunderung eine Jurorin beim Abendessen lauthals und selig verkünden, sie habe ihre Wahl bereits getroffen. –

Ich kann mich erinnern, dass während der Diskussion ein Juror sagte, mein Text müsste nochmals lektoriert werden. Mein Lektor sass mit im Publikum. Wir beide hatten sehr sorgfältig, Satz für Satz, an dem Text gearbeitet und wollten jedes Wort genauso haben, wie es da stand.

Da ich mir vorgenommen hatte, mich nicht an der Debatte um meinen Text zu beteiligen, blieb ich still. Im Nachhinein tat mir mein Schweigen leid, mehr leid noch als die Blasiertheit des Jurors. Ich hätte meinen Lektor verteidigen sollen.   

Es tat mir auch leid, dass die Jürgen Ponto-Stiftung ihren Preisträger für den besten Erstlingsroman des Jahres 1998 erst in der Woche nach dem Wettlesen bekannt gab. Ich war der Preisträger und vermutete, dass die Jury im Wissen darum meinen Text respektvoller aufgenommen hätte.

Wie hat sich Deine Teilnahme auf Deine literarische Öffentlichkeit wie Deinen weiteren persönlichen literarischen Weg, Deinen Schreibstil, ausgewirkt?

Die Teilnahme beeinflusste weder meinen Schreibstil noch meinen weiteren literarischen Weg. Um eine Resonanz zu erzeugen, reicht, so glaube ich, eine Teilnahme alleine nicht aus.– Da braucht es schon die Preisträgerschaft. Vielleicht kann die Teilnahme AutorInnen helfen, die noch auf Verlagssuche sind.

Was braucht der Bachmannpreis für eine weitere gute Entwicklung?

Ich habe den Bachmannpreis nach 1998 nicht weiter verfolgt und kann daher nichts dazu sagen.

Was möchtest Du aktuellen Teilnehmer:innen, der Jury und dem Publikum in Klagenfurt mitgeben und dem Bachmannpreis zum 50er wünschen?

Alles Gute. (Und möglichst wenige blasierte Jurierende.)

Herzlichen Dank für das Interview und alles Gute!

 Jan Lurvink, Schriftsteller, Organist, Trauerredner

Zur Person/Website: Home – Trauerredner Basel-Jan Lurvink

Publikum _ ORF Studio Klagenfurt

Bachmannpreis

1976 wurde nach einer Idee und auf Initiative des Autors und Journalisten Humbert Fink (* 13.8.1933 Salerno/I +16.5.1992 Maria Saal/Kärnten) und des damaligen Intendanten Ernst Willner ORF/Kärnten in Klagenfurt ein Literaturwettbewerb gegründet, dessen Hauptpreis nach der in Klagenfurt geborenen und begrabenen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (*25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom) benannt wurde.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

Der erste Bachmannpreisträger war 1977 Gert Jonke. Die aktuelle Preisträgerin 2025 ist Natascha Gangl.

Im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt werden ebenso weitere Literaturpreise vergeben – Deutschlandfunk Preis, 3sat Preis, Carinthischer Sommer Stipendium, BKS Publikumspreis.

Der Bachmannpreis, Tage der deutschsprachigen Literatur, findet jährlich Ende Juni/Juli in Klagenfurt statt.

Klagenfurt _ Alter Platz
Wörthersse _ Strandbad Klagenfurt _ Abendstimmung

Foto:  Jan Lurvink _ privat

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Fotos: Bachmannpreis ORF Studio/Klagenfurt/Wörthersee _ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig, 11.6.26

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„Ich bin erstaunt, gibt es den Bachmannpreis überhaupt noch?“ _ 50 Jahre Bachmannpreis _ Christoph Simon, Schriftsteller _ Bern 12.6.2026

50 Jahre Bachmannpreis _

Tage der deutschsprachigen Literatur Klagenfurt

im Interview _ Christoph Simon, Schriftsteller, Slam Poet und Kabarettist _ Bern.

Bachmannpreisnominierter 2005

Lieber Christoph, Du hast 2005 am Bachmannpreis in Klagenfurt dem größten und reichweitenstärksten Literaturwettbewerb im deutschsprachigen Raum teilgenommen. Was sind spontan Deine erste Erinnerungen?

Dass ich nicht gewonnen habe. Dass ich Sasa Stanisic kennengelernt habe. Dass ich mir die Fussballschuhe von Robert Renk ausleihen durfte fürs Spiel gegen die Journalisten, und dass ich dann wochenlang Blasen hatte. Dass es viel zu trinken gab bei den Professor:Innen, die gegen Jörg Haider wetterten.

Was macht das Besondere des Bachmannpreises aus?

Man kommt im Fernsehen. Aber zuhause mag eigentlich niemand zuschauen.

Wie hast Du Deine Lesung, die Jurydiskussion und die Preisverleihung erlebt?

An der Lesung war ich noch am Ausnüchtern. Die Diskussion war zahmer als eine Textdiskussion zu Hause mit Autorenfreunden. Die Preisverleihung war vorallem wieder Trinken am See vorne, zu Ehren des Siegers.

Wie hat sich der Bachmannpreis auf Deinen weiteren literarischen, künstlerischen Weg ausgewirkt?

Gar nicht. Ich war da auch mal dabei – unter Autor:innen kann es eine verbindende Erinnerung sein, wie für mich als Schweizer und ehemaliger Milizsoldat die Verbindung zu anderen Schweizer:innnen, die Militärdienst geleistet haben.  

Was braucht der Bachmannpreis für eine weitere gute Entwicklung?

Ich verfolge ihn nicht mehr. Ich bin erstaunt, gibt es ihn überhaupt noch?

Was möchtest Du aktuellen Teilnehmer:innen, der Jury und dem Publikum in Klagenfurt mitgeben und dem Bachmannpreis zum 50er wünschen?

Oh, sie sollen eine gute Zeit haben. Und über Politik wettern.

Herzlichen Dank für das Interview und alles Gute!

 Christoph Simon, Schriftsteller, Slam Poet und Kabarettist

Zur Person: Christoph Simon ist 1972 im Emmental geboren, im Berner Oberland
aufgewachsen und lebt heute als Schriftsteller, Slam Poet und Kabarettist in Bern.

Immatrikulationshintergrund. Diverse berufliche Sackgassen und Reisen. An manchen Tagen ein fröhlicher Pessimist, an anderen ein trauriger Optimist. Zweifacher Poetry Slam Schweizermeister und Preisträger des Salzburger Stiers. Zuletzt erschienen: „Die Regeln des Spiels“, Roman Atlantis.

Aktueller Buch:

„Ehe er sich auf den Weg zur Hochzeit seiner Tochter macht, stiehlt Paul Gertsch sich zusammen, was er braucht: Ohne Anzug kann er Alina nicht zum Altar führen, und weil er zugesagt hat, sich um die Verpflegung der Festgesellschaft zu kümmern, muss er dringend einen Grill besorgen. Dass wie aus dem Nichts ein Unbekannter auf dem Rücksitz seines Autos auftaucht und ihm eine Pistole an den Kopf hält, bringt die komplette Planung durcheinander. Erschwerend hinzu kommt, dass Alina einen Kriminalpolizisten zum Mann nehmen will, was Gertsch, der im Hauptberuf einen Trödelladen führt und im Nebenberuf weniger legalen, aber finanziell einträglicheren Geschäften nachgeht, vor gewisse Herausforderungen stellt. Während Alina alle Hebel und ihren künftigen Gatten in Bewegung setzt, um ihren Vater zu finden, wird Gertsch in eine Geschichte verwickelt, die blutig enden wird, wenn er das nicht verhindert …“ (Pressetext/Verlag)

Christoph Simon, Die Regeln des Spiels. Ein Gertsch-Krimi_Kriminalroman. Atlantis Verlag.

192 Seiten | Klappenbroschur

€ (D) 19,90 | sFr 22,90 | € (A) 20,50

ISBN 978-3-7152-5543-9

Bachmannpreis

1976 wurde nach einer Idee und auf Initiative des Autors und Journalisten Humbert Fink (* 13.8.1933 Salerno/I +16.5.1992 Maria Saal/Kärnten) und des damaligen Intendanten Ernst Willner ORF/Kärnten in Klagenfurt ein Literaturwettbewerb gegründet, dessen Hauptpreis nach der in Klagenfurt geborenen und begrabenen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (*25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom) benannt wurde.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

Der erste Bachmannpreisträger war 1977 Gert Jonke. Die aktuelle Preisträgerin 2025 ist Natascha Gangl.

Im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt werden ebenso weitere Literaturpreise vergeben – Deutschlandfunk Preis, 3sat Preis, Carinthischer Sommer Stipendium, BKS Publikumspreis.

Der Bachmannpreis, Tage der deutschsprachigen Literatur, findet jährlich Ende Juni/Juli in Klagenfurt statt.

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Foto: Christoph Simon _ Peter Bachmann

Fotos: Bachmannpreis/Klagenfurt/Kärnten _  Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig, 9.6.2026

https://literaturoutdoors.com

„Es gibt kein vergleichbares Format“ _ 50 Jahre Bachmannpreis _  Olivia Kleinknecht, Schriftstellerin _ Zürich 12.6.2026

50 Jahre Bachmannpreis _

Tage der deutschsprachigen Literatur Klagenfurt

Im Interview _ Olivia Kleinknecht, Schriftstellerin_ Zürich

Bachmannpreisnominierte 1998

Liebe Olivia, Du hast 1998 am Bachmannpreis in Klagenfurt dem größten und reichweitenstärksten Literaturwettbewerb im deutschsprachigen Raum teilgenommen. Was sind spontan erste Erinnerungen?

Die Ängste, die ich ausgestanden habe, nicht nur in publico zu lesen, sondern auch noch im Fernsehen übertragen zu werden.

Was macht das Besondere des Bachmannpreises aus?

Es gibt kein vergleichbares Format, das zum Teil noch unentdeckte literarische Talente nicht nur über eine Jury bewertet, sondern auch einem Fernsehpublikum zu vermitteln versucht.

Wie hast Du deine Lesung und die Jurydiskussion erlebt?

Ich las zu schnell, bin dabei allerdings entgegen meinen Befürchtungen ruhig geblieben, vielleicht zu ruhig. Die Jury kam mir ein bisschen vor wie ein Exekutionskommando.

Wie hat sich Deine Teilnahme auf Deine literarische Öffentlichkeit wie Deinen weiteren persönlichen literarischen Weg, Deinen Schreibstil, ausgewirkt?

Ich könnte mir denken, dass sich die Teilnahme hauptsächlich auf den Gewinner positiv auswirkt. The winner takes it all. In meiner schriftstellerischen Laufbahn blieb die Teilnahme eine Episode, deren positive Auswirkungen sich in Grenzen hielten und deren negative Auswirkungen ich nicht ermessen kann.

Was braucht der Bachmannpreis für eine weitere gute Entwicklung?

Vielleicht mehr Werbung im Vorfeld, etwa mehr in den sozialen Netzwerken verbreitete Reels über die Autoren und deren Werk. Eventuell einen zweiten Preis im Bereich Unterhaltungsliteratur (worunter auch Thriller und Kriminalromane fallen könnten), wobei die Gattungen immer mehr ineinanderfließen, „Hochliteratur“ kaum mehr auszumachen ist (dem wirkt schon der standardisierende kommerzielle Druck entgegen).

Was möchtest Du aktuellen Teilnehmer:innen, der Jury und dem Publikum in Klagenfurt mitgeben und dem Bachmannpreis zum 50er wünschen?

Den Teilnehmer:innen würde ich sagen, bleibt gelassen, ihr werdet nicht erschossen. Es droht keine Lebensgefahr. Der Jury lege ich ans Herz, sich das quälende Lampenfieber der Autor:innen immer wieder bewusst zu machen und behutsam mit den literarischen Werken der Teilnehmer:innen umzugehen. Um publikumswirksam zu sein, braucht es aber wohl die „harten Hunde“. Dem Publikum braucht man nichts mitzugeben, es macht ohnehin, was es will und dem Bachmannpreis zum 50er wünsche ich eine noch umfangreichere Verbreitung in sämtlichen Medien.

Herzlichen Dank für das Interview und alles Gute!

Olivia Kleinknecht, Schriftstellerin

Zur Person: Olivia Kleinknecht, wurde 1960 in Stuttgart geboren, studierte Rechtswissenschaft in München und promovierte am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz. Weitere Studien an der Kunsthochschule Accademia delle Arti del Disegno in Florenz folgten; die Aquarelle und Ölbilder der Künstlerin wurden bei Ausstellungen in Lausanne, Florenz und Stuttgart gezeigt.

Seit 1994 ist sie freie Autorin und verfasst Romane und Sachbücher. Sie publizierte u.a. bei der Frankfurter Verlagsanstalt, S. Fischer und der Edition Epoca.

1998 nahm sie am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil. Olivia Kleinknecht ist Mitglied des Deutschschweizer PEN-Zentrums, des Verbandes „Autorinnen und Autoren der Schweiz“, des Syndikats e. V., Associate Member der ESSWE und lebt in Ludwigsburg und
Zürich.

Website: Olivia Kleinknecht – Autorin

Bachmannpreis

1976 wurde nach einer Idee und auf Initiative des Autors und Journalisten Humbert Fink (* 13.8.1933 Salerno/I +16.5.1992 Maria Saal/Kärnten) und des damaligen Intendanten Ernst Willner ORF/Kärnten in Klagenfurt ein Literaturwettbewerb gegründet, dessen Hauptpreis nach der in Klagenfurt geborenen und begrabenen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (*25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom) benannt wurde.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

Der erste Bachmannpreisträger war 1977 Gert Jonke. Die aktuelle Preisträgerin 2025 ist Natascha Gangl.

Im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt werden ebenso weitere Literaturpreise vergeben – Deutschlandfunk Preis, 3sat Preis, Carinthischer Sommer Stipendium, BKS Publikumspreis.

Der Bachmannpreis, Tage der deutschsprachigen Literatur, findet jährlich Ende Juni/Juli in Klagenfurt statt.

Wappensaal _ Klagenfurt
Wörthersee _ Strandbad

Foto:  Olivia Kleinknecht _ privat

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Fotos: Bachmannpreis/Klagenfurt _  Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig, 9.6.26

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„Ich wäre mit Bachmann gern durch Rom spaziert“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Andreas Pavlic, Schriftsteller _ Wien 11.6.2026

Ingeborg Bachmann _ Andreas Pavlic

2026 _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann, Rom/Bocca de Leone, um 1970

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

im Interview _ Andreas Pavlic, Schriftsteller _ Wien.

Lieber Andreas, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns? 

Es gibt bei mir keine systematischen Zugänge, sondern es handelt sich um Leseerfahrungen, die ich über die Jahre gemacht habe. Meine Entdeckung von Ingeborg Bachmann liegt viele Jahre zurück. Ich arbeitete damals noch in einer Spedition und besuchte die Abendschule. Es war die Zeit in der ich die Literatur für mich entdeckte, vor allem die Lyrik und ebenfalls Gedichte schrieb – für die Schublade. Mein erster Zugang verlief also über ihre Gedichte und gleichzeitig blieb mir dieser etwas verwehrt (zumindest bei einigen). Auch wenn mir damals bereits klar war, dass Bachmanns Gedichte sehr fein gearbeitet sind.

Ich las dann andere Text von ihr. Stärker angesprochen hatte mich der Text das dreißigste Jahr. Ich war zwar noch nicht dreißig, hatte aber das Gefühl, dass sich nun Dinge entscheiden, ich Dinge entscheiden musste, um nicht zurück zu fallen. Ich wollte weiter und da passte dieser Text gut in meine Lebenssituation.

Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?

Das ist für mich schwer zu sagen. Am ehesten ist es die Vielfältigkeit ihres Schreibens, sie hat ja Gedichte, Essays, Hörspiele, Reden, Erzählungen, Roman(e) und Libretti geschrieben. Das, was ich von ihr kenne, klingt, als hätte sie ihren eigenen Tonfall gefunden.

Natürlich ist es auch die poetische Kraft ihrer Essays und die Klarheit ihrer Erzählungen. Auch wenn Malina, den Roman las ich wiederum ein paar Jahre später, mir unheimlich war.

Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben?

Nein, aber was mir damals noch sehr gefiel war der „Gute Gott von Manhattan“.  Gibt es eine Liebe, die nicht durch eine Bombe zerstört werden kann? Die über die, nennen wir sie, romantische Zweierbeziehung hinaus reicht?

Es gibt eine Stelle die ich mir damals unterstrich. Der ‚Gute Gott‘ erwähnt in dieser Textstelle das Lachen der beiden Liebenden. Ein unbeschreibliches Lächeln ohne Grund und er empört sich darüber, dass die beiden Liebenden in der Öffentlichkeit lachten und noch dazu, diese ausschlossen. Da frische Liebesbeziehungen für andere etwas Unverständliches haben, da die Liebenden es selbst oft noch nicht richtig verstehen.

Jedenfalls sagt der Gute Gott: „Dieses Lächeln steht da wie ein Fragezeichen, aber ein sehr rücksichtsloses.“ Ich glaube das trifft es sehr gut. Jede romantische Liebe  hat etwas Rücksichtsloses und hat etwas Unaussprechliches. Trotz alledem – ich würde mich dennoch für die Liebe aussprechen und gegen den ‚Guten Gott‘.

Wie siehst Du Ingeborg Bachmanns Gesellschaftskritik der zerstörenden und zerstörerischen patriarchalen Welt heute?

Ich denke mir, in unsere Gegenwart wird die destruktive Kraft der patriarchal geprägten Männer deutlich sichtbar. Dabei sind die Femizide nur ein Teil der Spitze dieses patriarchalen Eisbergs.

Auch die patriarchal geprägten gesellschaftlichen Strukturen zeigen auf vielen Ebenen die Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern – das reicht von der Entlohnung bis zur Medizin.

Die zerstörerische patriarchale Kraft zeigt sich in den Beziehungen, den Familien, den Betrieben, der Politik, aber auch im Bereich der Kunst und Kultur.

Bachmann war, soweit ich das sagen kann, eine der Stimmen der aufkommenden zweiten Frauenbewegung. Jedoch ging sie insofern weiter, da sie in ihrer Romantrilogie oder in ihrem Projekt der Todesarten, sie diese Welt mit einer Analyse des Faschismus bzw. Nationalsozialismus verband. Beide können als Ideologie des Krieges und Todes, um es so mal ganz allgemein zu formulieren, bezeichnet werden. Jedoch hat sie diese Verschränkung von Patriarchat und Faschismus in den vielen alltäglichen Handlungen von Männern wie Hans von nebenan, gezeigt und nicht an Hand von den mächtigen Männern. Somit hat sie einen immens wichtigen politischen Ansatz gefunden.

Die Liebe in allen Facetten von Glück und Verhängnis ist ein wesentliches Thema in Gedichten wie Prosa Ingeborg Bachmanns_ „die Männer sind unheilbar krank…“ (Interview, 1971) _ wie lieben wir nach/mit Bachmann?

Ich kenne jetzt das Interview nicht zur Gänze. Interessant wäre zu wissen, worin für Bachmann die Krankheit besteht. Für mich würde sie in den unterschiedlichen Formen von Gewalt bestehen; es geht um Machtansprüche, um Dominanz und die Abwertung von Anderen – vor allem von Frauen und die eigenen Privilegien nicht erkennen und falls doch, sie als Selbstverständlich zu erachten. Das ist für mich die Krankheit „der Männer“ unter der andere Leiden müssen. Das Lieben beginnt gegenüber davon, auf der anderen Seite.

„Es ist eine seltsame, absonderliche Art zu existieren, asozial, einsam, verdammt, es ist etwas verdammt daran“, so charakterisierte Ingeborg Bachmann in ihrer Rede zur Verleihung des Anton Wildgans Preises (1971) Schreiben und Existenz. Ist das Schreiben, die Kunst immer (auch) eine Form des persönlichen „Martyriums“?

So etwas zu lesen schmerzt. Sich einsam und verdammt zu fühlen, ist für mich ein Ausdruck einer großen existentiellen Krise. Jedoch kann ich und will ich Bachmanns Leben hier nicht weiter beurteilen, dafür kenne ich es zu wenig und das was ich weiß, umfasst hauptsächlich die tragischen Seiten ihres Lebens. Jedoch sollte diese Aussage von Bachmann nicht verallgemeinert werden und ich halte Vorstellungen, wie Künstler:innen leiden oder Kunst als Martyrium, wenig zuträglich. Sie sind eher Ausdruck einer Mystifizierung, als sie etwas über künstlerische Zugänge oder Prozesse aussagen. Für mich stimmt es jedenfalls nicht. Ich schreibe lachend, singend und pfeifend.

Welche Aspekte in Bachmanns Schreiben möchtest Du neben den existenz- wie gesellschaftskritischen Grundpositionen noch hervorheben?

Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?

Ich wäre mit ihr gern durch Rom spaziert und hätte mit ihr über die politische Bewegung in Italien der 60er und 70er Jahre gesprochen. Auch in Italien gab es einen Aufbruch und eine unglaublich breite „68er“ Bewegung – von Arbeiter:innen, Jugendliche und Studierende – die von den politischen Kräften kaum gezähmt werden konnten. Ich hoffe sehr, sie hatte damals noch Augen und Ohren dafür. Mich würde es sehr interessieren wie sie diese Zeit wahrgenommen hat.

Was sind Deine aktuellen Projektpläne?

Im Moment feiere ich meinen neuen Roman „Selige Unruhe“ und widme mich meinem Lyrikprojekt „Echos of Krach“.

Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?

„Ich glaube, dass dem Menschen eine Art des Stolzes erlaubt ist – der Stolz dessen, der in der Dunkelhaft der Welt nicht aufgibt und nicht aufhört, nach dem Rechten zu sehen.“

Herzlichen Dank für das Interview!

Andreas Pavlic, Schriftsteller

Aktueller Roman von Andreas Pavlic:

Margit, Amela, Gerda und Carla haben vor 30 Jahren voll jugendlicher Tatkraft in Funkberg gegen den Bau eines Kraftwerkes demonstriert. Nun trommelt Gerda die alte Truppe wieder zusammen. Das Funkberger Kloster soll heimlich an Immobilienhaie verhökert und in ein Kongresszentrum umgewandelt werden. Gemeinsam mit der Studentin Bezé und Angelika, der letzten im Kloster lebenden Nonne, wollen sie das bedrohte Kulturgut der Stadt retten. Bei ihren Nachforschungen legen die Frauen eine unglaubliche Geschichte frei, die sie bis zu den Beginen ins 14. Jahrhundert führt. Und damit zu einer der ersten Frauenbewegungen, die weit mehr war als eine religiöse Gemeinschaft.

Andreas Pavlic zeigt in seinem neuen Roman humorvoll und eindrücklich, dass es für zivilen Widerstand immer einen Weg gibt. (Pressetext/Verlag)

Selige Unruhe, Andreas Pavlic. Roman. Edition Atelier.

248 Seiten

Selige Unruhe | Edition Atelier

www.andreaspavlic.com

Foto: Ingeborg Bachmann _ Garibaldi Schwarze.

Foto: Andreas Pavlic _ Jorghi Poll _ Edition Atelier

Walter Pobaschnig,4.5.2026

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