„Kunst hat die Aufgabe, Menschen zum Nachdenken anzuregen“ Björn D. Neumann, Autor _ Hagen/D 14.4.2023

Lieber Björn, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Da mein Broterwerb in einem klassischen 9to5-Business stattfindet, bleibt mir nur die Freizeit für meine kreative Arbeit. So ist die Zeit für das Schreiben, neben anderen privaten Verpflichtungen und Hobbys, durchaus rar gesät. Trotzdem versuche ich mindestens eine Kurzgeschichte monatlich zu erstellen. Hinzu kommt die Arbeit an meinem Roman-Projekt.

Björn D. Neumann, Autor und Betriebswirt

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Wir stehen vor gewaltigen Herausforderungen. Klima-Krise, Ukraine-Krieg, Energieknappheit, Inflation und die Nachwehen der Pandemie. Dies sind nur die drängendsten Fragen, neben all den Problemen, die uns schon Jahre und Jahrzehnte begleiten. Gerade die aktuellen Krisen zeigen, dass sie die Gräben innerhalb der Gesellschaft vergrößern. Die Spaltung wird immer extremer. Dabei sollte z. B. ein Blick in die Geschichte des letzten Jahrhunderts zeigen, dass gerade hier in Europa, die Wunden, die 2 Weltkriege geschlagen haben, nur durch Zusammenhalt, Vertrauen und aufeinander zugehen geheilt wurden. Dazu gehört auch wieder eine Streitkultur, die nicht in der Anonymität der digitalen Welt stattfindet, sondern respektvoll auf Augenhöhe.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Kunst hat die Aufgabe, Menschen zum Nachdenken anzuregen. Probleme sollten aufgezeigt und versinnbildlicht werden. Möglichst mit der Prämisse, den Konsumenten selbst die Lösung finden zu lassen. Ich halte nichts vom gehobenen Zeigefinger oder Belehrungen. Der Leser z. B. soll von sich aus auf der intrinsischen Ebene den richtigen Weg finden.

Was liest Du derzeit?

Ganz trocken als Recherche-Arbeit für meinen Roman: „Die Templer – Aufstieg und Untergang von Gottes heiligen Kriegern“ von Dan Jones.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Wenn es erlaubt ist, würde ich mich gerne selbst zitieren, mit den Worten, die ich dem Großmeister der Templer Jaques de Molay bei seiner Verhaftung in den Mund gelegt habe und die immer noch aktuell sind.

Aus meiner Kurzgeschichte „Non nobis Domine“:

„Ihr sucht hier nach Gold? Nach einem Schatz? Ihr werdet nicht finden, wonach Ihr sucht. Wisst Ihr, was der Schatz der Templer ist, den wir im Heiligen Land geborgen haben? Ich will es Euch sagen. Erkenntnis. Die Erkenntnis, dass Gottes Kinder von Königen und Päpsten in einen Krieg getrieben wurden, der nicht der ihre war. Nur aus der Verblendung, man sei im Besitz der alleinigen Wahrheit und Gott stände auf seiner, der richtigen Seite. Dabei ist es der Gott aller Kinder Abrahams – egal ob Christen, Juden oder auch Moslems. Es ist die Erkenntnis, dass weder Ihr, noch ein König, ja nicht einmal der Heilige Stuhl über uns richten kann. Allein Gott wird uns richten. Es ist die Erkenntnis, egal welche Lügen und Gerüchte verbreitet werden, Gott die Wahrheit kennt. Und nicht zuletzt die Erkenntnis, dass der Tag kommen wird, an dem die Herrscher dieser Welt sich vor dem Herrn zu verantworten haben und ebenso von diesem gerichtet werden. Die Erkenntnis, dass dies sowohl heute, wie auch morgen, so wie auch in tausend Jahren gültig sein wird. Kein Herrscher steht über Gott. Non nobis Domine, non nobis, sed nomini tuo da gloriam. Nicht uns, o Herr, nicht uns, sondern Deinem Namen gib Ehre.“

Vielen Dank für das Interview lieber Björn, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Björn D. Neumann, Autor und Betriebswirt

Zur Person _ Björn D. Neumann wurde am 13.06.1971 in Iserlohn geboren.

Nach einer kaufmännischen Ausbildung und dem Abschluss zum staatl. gepr. Betriebswirt arbeitet er bis heute im Rechnungswesen eines mittelständischen Unternehmens.

Schriftstellerisch trat Björn D. Neumann anfangs als Verfasser von BVB-Blogs in einem Internet-Forum in Erscheinung.  Zusätzlich begann er mit dem Schreiben von Kurzgeschichten. 

2022 gewann seine Kurzgeschichte „Schach den Asen“ beim Literatur-Festival Rhein-Erft „Herzensstimmen“.

Aktuell arbeitet er an seinem historischen Debüt-Roman.

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Walter Pobaschnig _ 6.3.2023

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„im eigenen Umfeld und Bekanntenkreis bestmöglich zu leben und zu wirken“ Philipp Létranger, Autor _ München 13.4.2023

Lieber Philipp, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich stehe recht regelmäßig auf, im Winter später und schwerer als im Sommer, und gehe noch am gleichen Tag zu Bett. Das Schreiben, das Lesen und die Kommunikation drumherum (ich muss euch hier nicht erklären, was ich meine ;)) nehmen breiten Raum ein, sind aber keiner festen Tagesroutine unterworfen. Ich sehe das nicht als Arbeit. Ich bin ja im „Brotberuf“ bereits im Ruhestand, erlebe das Schreiben als Muße und Spätberufung.

Ich gehe täglich mit meinem Hund spazieren, und unterhalte mich gerne mit meiner Frau. Wir machen gerne Ausflüge in die Umgebung, hin und wieder eine kurze Reise. Regelmäßig scheitere ich daran, alles zu erledigen, was das schnöde Leben an Beschäftigungen und Verrichtungen einfordert.

Ich schreibe das meiste auf einen Block oder direkt in mein Tablet, unterwegs auch mal ins Handy. Daher bin ich örtlich und zeitlich in Bezug auf das Schreiben ungebunden.

Philipp Létranger, Autor, Lyriker

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich scheue solche Gedanken und Aussagen. Vermutlich ist es mit Recht völlig individuell, was gerade besonders wichtig ist.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Vieles deutet anscheinend darauf hin, dass die Welt, wie wir sie kennen, auf schwere Krisen zugeht, vielleicht sogar untergeht. Gleichzeitig ist jeder einzelne Mensch dagegen völlig machtlos. Vielleicht ist das Beste, in dieser Wahrnehmung der Situation nicht der Rückzug ins Private, aber die Konzentration darauf, dort im eigenen Umfeld und Bekanntenkreis bestmöglich zu leben und zu wirken.

Oft frage ich mich, ob das Schreiben oder die Ausübung einer Kunstform einer Rechtfertigung bedarf. „Weshalb schreibst du, anstatt die Welt zu retten?“. Da läge es nahe, zu antworten, dass ich mit meinem Schreiben einen Beitrag zum Guten und Besseren leiste.

Vielleicht tue ich das sogar, indem ich Muße pflege und mit meinen Worten an den scheinbar wohlgeordneten Gedankenstäben unserer Wahrnehmung rüttele. Schön wärs.

Was liest Du derzeit?

Ich lese vieles, aber nicht wirklich viel. Täglich lese und kommentiere ich Gedichte in einem kleinen geschlossenen Forum von Dichtern, in dem ich wirken darf. Zusätzlich lese ich gerne aus öffentlich zugänglichen Quellen wie lyrikline.org oder deutschelyrik.de, auch in Facebook.

Es liegen immer ein paar Lyrikbände herum, derzeit zum Beispiel von Elke Erb und Jürgen Brôcan. Da liegt ein Buch über Poetik „Minima Poetica“, und der Romanklassiker „Manhattan Transfer“ .

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ich erlaube mir, ganz unbescheiden, eine Strophe aus einem eigenen Gedicht, passend zur kommenden Jahreszeit:

im straßencafé

küsst mich dein lachen

die stühle blühen

Vielen Dank für das Interview lieber Philipp, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Philipp Létranger, Autor, Lyriker

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Walter Pobaschnig _ 6.3.2023

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The art of the straight line, Mein Tai Chi. Lou Reed, Laurie Anderson, btb Verlag.

Lou Reed. Einer der einflussreichsten und impulsgebendsten Musiker moderner Musik, der mit der Band „Velvet Underground“ seine bahnbrechende Karriere in New York begann und über Jahrzehnte in Soloprojekten sowie zahlreichen Kooperationen, über das Musikgenre hinaus, begeisterte, war ebenso ein interessierter wie versierter Tai Chi Praktiker in Übung, Reflexion Lebensstil. Dies ist eine sehr persönliche Seite des am 2. März 1942 in New York und ebenda am 27. Oktober 2013 verstorbenen singersongwriter, Komponisten, dessen Werk bis heute inspiriert und über Generationen fasziniert.

Im vorliegenden Buch, das seine langjährige Lebensgefährtin und Kunstpartnerin Laurie Anderson, Musikerin, Filmregisseurin, Performerin, als Mitherausgeberin konzipiert, wird der geniale Musiker Lou Reed in zahlreichen Interviews von musikalischen Weggefährten:innen wie Tai Chi Praktiker und privaten Fotos auf seinem Weg der Übung dieser uralten chinesischen Kampfkunst von einer weitgehend unbekannten privaten Seite sichtbar.

Es ist eine wundervoll einfühlsame besondere Hommage, die viel über Lebensweg wie -kunst öffnet und den Weg als Musiker, Mensch in Sinn und Reflexion darstellt.

„Eine ganz besondere Hommage an den großartigen Lou Reed!“

The art of the straight line, Mein Tai Chi. Lou Reed, Laurie Anderson

Übersetzung: Alexander, Sissi F.; Grünbach, Julie

Gebunden, btb (2023)

Walter Pobaschnig 4_23

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„Initiative“ Ursula Nocchieri, Schauspielerin, Regisseurin _ Give Peace A Chance _Wien 13.4.2023

GIVE PEACE A CHANCE


Gemeinsam

Initiative

Vertrauen

Einigkeit


Perspektive

Energie

Aufmerksamkeit

Charakter

Echtheit


Atmen


Charisma

Hören

Aufbruch

Nähe

Colours

Emotion

Ursula Nocchieri, 31.3.2023

Ursula Nocchieri, Schauspielerin, Regisseurin und Trainerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Ursula Nocchieri, Schauspielerin, Regisseurin und Trainerin

Zur Person_ Ursula Nocchieri, geb. 1962 in Wien, Schauspielerin, Regisseurin und Trainerin, Ausbildung in der „International School of Humor“ sowie bei internationalen SchauspiellehrerInnen. Schauspiel, Regie, Kabarett, Moderationen, Vorträge und Lesungen. Clown- und Theaterworkshops für Erwachsene, Kinder und Jugendliche und als Motivationstraining für Manager runden ihr künstlerisches Repertoire ab. Vier Jahre Leitung des Lenautheaters Stockerau (www.lenautheater.at). 2020 Gründung des Theatervereins „Il Salottino“ mit Fokus auf Produktion klassischer Theaterstücke. Schauspieltrainerin beim Kindertheater International (www.kindertheater-international.at) sowie in der Musik- und Kunstschule Waidhofen/Ybbstal. Sprachen: Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch.

Info: www.uschi-nocchieri.at

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 31.3.2023

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„Du bist im Theater Teil von Gedanken, Emotionen und Körperempfindungen auf der Bühne“ Fabienne Trüssel, Schauspielerin_ Bern 12.4.2023

Liebe Fabienne, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Bei mir stehen bald Proben zu „Die Verwandlung“ nach Kafka an. Da werde ich Gregor spielen. Und somit habe ich im Moment zu tun, mit Text lernen, mache regelmäßig Sport, gönne mir immer mal wieder Erholungszeit und erledige eben all die Dinge, die so anstehen. Daneben bin ich beschäftigt mit Vorstellungen von Stücken, die ich schon seit einiger Zeit spiele. Aufgrund der Lockdowns wurden viele Vorstellungen abgesagt oder verschoben und die Stücke sind somit länger im Repertoire. Dies finde ich im Moment grad sehr schön, da somit auch eine Entwicklung außerhalb der Rolle stattfindet und diese wiederum das Stück bereichert. Zudem ist es auch schön mit einem Team über einen längeren Zeitraum unterwegs sein zu können. Wenn die Proben beginnen, werde ich für sechs Wochen einen klaren Zeitplan haben und jeden Tag außer am Sonntag im Theater verbringen. Das Stück spielen wir dann ensuite, das heißt jeden Abend außer am Montag. Ich freue mich sehr auf die kommende Zeit und die Entwicklung der neuen Rolle.

Fabienne Trüssel, Schauspielerin, Sprecherin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Gegenseitiger Respekt und Dankbarkeit.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Theater besteht aus Interaktion. Interaktionen auf vielen Ebenen. Die Interaktion zwischen dem Geschehen auf der Bühne und dem Publikum ist ein wichtiger Pfeiler von Theater. Alles geschieht – genauso – nur einmal. Es ist genauso wie es war nicht wiederholbar. Und das ist das, was mich schon immer sehr stark angezogen hat am Theater und das Besonders ist an dieser Kunstform. Wenn du im Publikum sitzt, kannst du dich in einem gemeinsamen Raum erfahren mit anderen Zuschauer:innen, den Schauspieler:innen, der Inszenierung, dem Text und deinen persönlichen Gedanken, Emotionen und Körperempfindungen. Du bist Teil von dem Ganzen. Und diese Erfahrung kannst du nun wieder machen, da die Theater wieder geöffnet sind. Und ein Theaterbesuch kann auch immer bedeuten mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen, neue Menschen kennen zu lernen, sich auszutauschen. Theater als ein Ort der Begegnung und Auseinandersetzung. Diese Rolle kommt dem Theater zu und wird vielleicht gerade nach der Zeit, wo Live Besuche nicht mehr möglich waren, wieder verstärkt geschätzt.

Fabienne Trüssel in NORA NORA NORA von Eva Rottmann unter der Regie von Bettina Glaus, Grenzgänger Luzern

Was liest Du derzeit?

„Blutbuch“ von Kim de l’Horizon.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„As you start to walk on the way, the way appears.” Rumi

Vielen Dank für das Interview liebe Fabienne, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Fabienne Trüssel, Schauspielerin, Sprecherin

Zur Person_Fabienne Trüssel absolvierte von 2006-2010 die Freiburger Schauspielschule. Bereits während der Ausbildung spielte sie in verschiedenen Produktionen am E-Werk Freiburg mit. Danach folgte ein Engagement beim Eurotheater Basel mit dem sie deutschlandweit auf Tournee war. Anschliessend spielte sie u.a. Rosalinde in WIE ES EUCH GEFÄLLT, Natalja in DER HEIRATSANTRAG und Meroe in PENTHESILEA. Weitere Engagements führten sie ans Theater Bonn (GETÜRKT, Regie: Marita Ragonese), ans Zimmertheater Rottweil (Lucile in DANTONS TOD, Regie: Tonio Kleinknecht und Myrrhine in LYSISTRATE, Regie: Cornelia Schönwald) und zum Theater Kanton Bern (ROMEO UND JULIA und DES KAISERS NEUE KLEIDER).

Mit ihrem Soloprogramm MAN SUCHT PETERSILIE UND FINDET DILL brachte sie 2013 in Berlin erstmals eigene Texte auf die Bühne. Mit der Company urbanReflects entwickelte sie Formate wie KITCHEN TALK mit TänzerInnen, MusikerInnen und SchauspielerInnen. Mit dem Solostück NICHT ICH von SAMUEL BECKETT (Regie: Marek Kedzierski) trat sie 2017 beim internationalen Beckett Festival 111 im E-Werk Freiburg und in Trondheim (Norwegen) auf. Seit 2017 gehört sie zum Team des Theater Szene Bern. Dort spielt sie bisher in sechs Inszenierungen mit. Am Voralberger Landestheater Bregenz arbeitete sie 2019/20 unter der Regie von Silvia Costa in SPIEL von Samuel Beckett und WRY SMILE DRY SOB, das auch an die Kunstfestspiele Herrenhausen eingeladen worden ist.

In Frankfurt spielte sie 2022 unter der Regie von Mascha Pitz in einem Stück über Empowerment. Mit dem Theater Kanton Bern ist sie weiterhin auf Tournee unter anderem mit dem Stück AM HORIZONT unter der Regie von Antonia Brix. In der Grenzgänger Produktion NORA NORA NORA (Text: Eva Rottmann, Regie: Bettina Glaus) ist sie auch 2023 live zu sehen. Bald wird sie in DIE VERWANDLUNG nach Kafka unter der Regie von Petra Schönwald am Theater an der Effingerstrasse in Bern die Rolle des Gregor spielen.


Vor der Kamera war sie bisher für Tatort und in diversen Kurzfilmen zu sehen.

Sie begleitet zudem Theaterstücke als oeil extérieur, Regie, Workshopleitung und arbeitet als Sprecherin bei Lesungen, im Studio (Hörspiel/Hörbücher, Voice Over, Werbung)  oder liest auf Anfrage ihre selbstverfassten Texte.

http://www.fabiennetruessel.com/

Foto_Gregory B. Waldis

Walter Pobaschnig _ 6.3.2023

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Bachmannpreis 2023 _ „dass die Jury ohne Vorkenntnisse der Texte urteilt, finde ich als Idee weiterhin sehr reizvoll“ Thomas Strässle, Bachmannpreisjuror _Zürich 12.4.2023

Lieber Thomas Strässle, in knapp drei Monaten beginnt der 46. Bachmannpreis in Klagenfurt. Du bist heuer erstmals in der Jury. Wie kam es dazu und wie gehst Du auf Klagenfurt zu?

Wie es dazu kam, kann ich nicht genau sagen. Ich erhielt einen Anruf des ORF, in dem mir mitgeteilt wurde, ich sei in die Klagenfurter Jury „berufen“ worden. Ich freute mich natürlich, erbat mir aber auch Bedenkzeit. Schließlich sagte ich zu. Wie ich auf Klagenfurt zugehe? Ohne bestimmte Erwartung, aber mit gespannter Vorfreude.

Thomas Strässle, Bachmannpreisjuror _
Literaturwissenschaftler, Autor

Welche Schriftsteller:innen, Bachmannpreissieger:innen, Texte, Ereignisse sind Dir spontan zu Klagenfurt in Erinnerung?

Es kommen mir viele in den Sinn, aber besonders gut erinnere ich mich an Hermann Burgers Wasserfallfinsternis von Badgastein, den Siegertext von 1985. Ich kannte Burger durch mein Elternhaus schon als Kind, er war der erste Schriftsteller, den ich aus der Nähe erlebte. Und ich weiß noch genau, wie triumphal er damals aus Klagenfurt zurückkehrte und von sich selber nur noch in der dritten Person als „The Number One“ sprach. Klagenfurt hat seine Manie auf die Spitze getrieben, die Depression danach muss umso schlimmer gewesen sein.

Warst Du auch in den vergangenen Jahren vor Ort?

Ich war noch überhaupt nie da!

Du bist Hochschulprofessor für Literatur in Zürich und Bern und Kritiker im „Literaturclub“ des Schweizer Fernsehens SRF. In Deinen Publikationen hast Du etwa über „Salz. Eine Literaturgeschichte“ (Hanser 2009) und „Gelassenheit. Über eine andere Haltung zur Welt“ (Hanser 2013) publiziert. Was ist für Dich das „Salz“ des Bachmannpreises und die „Gelassenheit“?

Ursprünglich war das Salz des Bachmannpreises, dass die Jury ihre Urteile ohne Vorkenntnisse der Texte treffen musste. Man konnte ihr bei der Urteilsfindung zusehen. Das war natürlich mit viel Risiko verbunden, aber ich finde die Idee weiterhin sehr reizvoll, das Setting ist attraktiv und spontan und auch demokratisch, weil Publikum und Jury dieselbe Ausgangslage haben. Die Gelassenheit besteht wohl darin, sich von dem ganzen Rummel rund um den Bewerb nicht allzu sehr beeindrucken zu lassen.

Welche drei Kriterien machen für Dich wesentlich eine gelungene Literaturkritik aus?

Offenheit, Nachvollziehbarkeit, Fairness.

Auf was freust Du Dich besonders in Klagenfurt und wovor hast Du auch etwas Angst?

Ich freue mich vor allem auf die Texte und die Diskussionen. Und auch auf den Rummel. Angst habe ich höchstens davor, dass mir im Eifer des Gefechts etwas rausrutscht, wofür ich mich nachher schäme.

Was wünscht Du Dir von den teilnehmenden Schriftsteller:innen und Deinen Jurykollegen:innen wie vom Publikum?

Von den teilnehmenden Schriftsteller:innen erhoffe ich mir natürlich Texte, von denen jeder einzelne den Hauptpreis verdienen würde, von den Jurykolleg:innen, dass sie klug, vergnügt und umsichtig auftreten.

Wie siehst Du die Zukunft des klassischen Buches?

Da bin ich sehr zuversichtlich. Abgesänge auf das klassische Buch haben ja ihre eigene Tradition. Wenn ich mir die Absätze von E-Books anschaue, mache ich mir wenig Sorgen um das gedruckte Buch.

„Hätten wir das Wort, hätten wir die Sprache, wir bräuchten die Waffen nicht“, sagte Ingeborg Bachmann in ihren Poetik Vorlesungen, 1959, Frankfurt. Was kann, muss Literatur angesichts des Krieges leisten?

Das ist natürlich eine schwierige Frage. Man sollte die Literatur nicht mit Aufgaben belasten, die sie überfordern. Sie kann den Krieg weder entscheiden noch beenden. Aber sie kann Stimmen hörbar und Perspektiven sichtbar machen, die uns ansonsten verschlossen blieben. Und das ist nicht wenig.

Du bist Präsident der Max Frisch-Stiftung an der ETH Zürich und Mitherausgeber von „Wir haben es nicht gut gemacht. Ingeborg Bachmann/Max Frisch: Der Briefwechsel“ (Suhrkamp 2022). Welche Herausforderungen gab es im Konzeptionsprozess und was ist für Dich das Bemerkenswerteste im literarisch-biographischen Kontext?

Dazu müsste ich weit ausholen, ich habe mich zehn Jahre lang mit diesem Briefwechsel beschäftigt. Eine besondere Schwierigkeit bei der Konzeption bestand darin, überhaupt festzulegen, was alles zu diesem Konvolut gehört, einschließlich Umkreisbriefen etc. Das Bemerkenswerteste am Briefwechsel liegt in dessen literarischer Qualität und in den Korrekturen am klassischen Bachmann/Frisch-Mythos, die nach der Veröffentlichung der Briefe nötig geworden sind.

Was schätzt Du literarisch und persönlich an Ingeborg Bachmann und Max Frisch?

Die Radikalität, mit der sie sich einander und der Literatur verschrieben haben.

Hätten Ingeborg Bachmann und Max Frisch selbst am Literaturformat Bachmannpreis teilgenommen?

Darüber lässt sich nur spekulieren. Mit anderen Worten: Ich weiß es nicht. Frisch hat ja nicht einmal an den Treffen der Gruppe 47 teilgenommen, Bachmann schon.

Welche 3 Dinge kommen unbedingt in die Reisetasche für Klagenfurt?

Sonnenbrille, Lesebrille, frische Hemden.

Thomas Strässle, Bachmannpreisjuror _
Literaturwissenschaftler, Autor

Vielen Dank für das Interview, lieber Thomas Strässle! Gutes Ankommen und viel Freude in Klagenfurt!

Zur Person_ Thomas Strässle

Thomas Strässle wurde 1972 in Baden (CH) geboren, lebt in Zürich.

Er studierte Germanistik, Philosophie und Musikwissenschaft in Zürich, Cambridge und Paris. promovierte über Grimmelshausens „Simplicissimus Teutsch“ und habilitierte sich mit einer Studie über die Symboliken des Salzes von Homer bis zur Gegenwart. Parallel dazu ließ er sich zum Flötisten ausbilden und erlangte sein Konzertdiplom „mit Auszeichnung“.

Heute ist er Leiter des spartenübergreifenden Y Instituts an der Hochschule der Künste Bern und Professor für Neuere deutsche und vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Zürich. Außerdem ist er ständiger Kritiker im „Literaturclub“ von Schweizer Fernsehen SRF und Präsident der Max Frisch-Stiftung an der ETH Zürich.

Zu seinen Publikationen zählen „Salz. Eine Literaturgeschichte“ (Hanser 2009), „Gelassenheit. Über eine andere Haltung zur Welt“ (Hanser 2013), „Fake und Fiktion. Über die Erfindung von Wahrheit“ (Hanser 2019) sowie, zusammen mit Carolin Emcke, „Für den Zweifel“ (Kampa 2022) und, als Mitherausgeber, „Wir haben es nicht gut gemacht. Ingeborg Bachmann/Max Frisch: Der Briefwechsel“ (Suhrkamp 2022).

https://bachmannpreis.orf.at/stories/3183750/

Bachmannpreis 2023_Interview

Walter Pobaschnig 4_23

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„It will be worth it and you will never ever regret it!“ Eszter Petrány, dancer _ Give Peace A Chance _ Wien 12.4.2023

GIVE PEACE A CHANCE

I always loved disappearing in the crowd and breathing the air so quietly, refusing to project any attention whatsoever, that even I believed: nobody can see me. This was and is my observing-mode, those moments when I’m able to look at the bigger picture and sink into life invisibly.

It’s a great contradiction, because as many other artists I do as well enjoy being on a stage, showing something that might surprise the audience, showing qualities that can appear as extraordinary in that specific context. Most of the time I make a splash and I swim happily on stage. What I mean with this is that nothing and nobody is black or white, and a certain amount of chaos will always remain. Being an artist is a big contradiction, not only because of my introvert side, but because while we all aim for integrity, completeness and for some sort of a value, beauty or miracle, art also has a purpose to trigger and challenge peace. James Baldwin once said: “Nobody knows what is going to happen to them from one moment to the next, or how one will bear it. This is irreducible. And it’s true for everybody. Now, it is true that the nature of society is to create, among its citizens, an illusion of safety; but it is also absolutely true that the safety is always necessarily an illusion. Artists are here to disturb the peace. They have to disturb the peace. Otherwise, chaos.” I belive that most people are aiming for some sort of a balance through life. A balance between all these contradictions, a balance between professional and private life, a balance between money and humanity, a balance between sugar and greens, shy and arrogant, Lexus and running, airplane and bike, trash and value, joy and pain, good and evil, etc… Today we miss this balance in regards tot hat greater picture. It is unbearable to see so much suffering, so much pain, so much money and evilness around. We often switch to survival mode and try to close out all that, because we don’t want to get sick, we don’t want to feel so much stress and sadness, we still want to live happily, feeling joy and beauty. I truly understand that, I often fall into that mode as well. As a Hungarian I experienced from close how good conscience can disappear from humans when power, money and the lack of knowledge overrules everything. Now an ongoing war is in the neighbour, and nobody has the power, ability or access to stop it. I do want to disturb peace when I am on stage, cause I want to show something interesting, something irregular, something extraordinary, but I wish that nobody would disturb peace when it comes to basic human rights, to the safety health and well-being of people, animals and nature. I don’t know whom to ask, but I do ask the WORLD to please, give peace a chance! It will be worth it and you will never ever regret it!


Give

Include

Vote

Evolve


Protect

Encourage

Appreciate

Change

Empower


Acknowledge


Care

Help

Allow

Notice

Challenge

Empathtize


Eszter Petrány, 31.3.23

Eszter PetrányMA
dancer, choreographer, dance educator

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Eszter PetrányMA
dancer, choreographer, dance educator

www.petrany.com

Foto_Balázs Koch

Walter Pobaschnig _ 31.3.2023

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„“Malina“ ist ein intensiver Roman, ein genaues, schmerzhaftes Hinsehen“ Karin Peschka, Schriftstellerin _Station bei Malina _ Wien 14.4.2023

Liebe Karin Peschka, wir sind hier in der Ungargasse in Wien, den literarischen Bezugsorten des Romans „Malina“ (1971) von Ingeborg Bachmann.

Welche Bezüge und Zugänge gibt es von Dir zu Ingeborg Bachmann und dem Roman Malina?

Ich habe spät begonnen, Bachmann zu lesen, und nach wie vor entdecke ich sie mit Freude und Neugier. „Malina“ ist ein intensiver Roman, ein genaues, schmerzhaftes Hinsehen, ein schriftstellerisches Unterfangen von großem Wert.

Karin Peschka, Schriftstellerin _
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) _
 50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

In „Malina“ geht es auch um die Möglichkeiten von Liebe, Beziehung vor dem Hintergrund der Erfahrungen der Kindheit und des Heranwachsens in einer patriarchalen Welt. In Deinem aktuellen Roman „Dschomba“, Otto Müller Verlag/2023, steht des Heranwachsens und die Erfahrungswirklichkeit im patriarchalen „Kosmos“ eines Wirtshauses im Mittelpunkt. Wie prägend und bestimmend ist eine Kindheit darin?

Ich habe den „Wirtshaus-Kosmos“ nicht als patriarchal wahrgenommen. Ja, es stimmt, mein Großvater ist mir als eher strenger Mann in Erinnerung und mein Vater hatte eine zentrale Rolle in diesem Gefüge. Aber sowohl meine Großmutter als auch meine Mutter galten mir immer als ebenbürtige Gegenüber ihrer Männer, es gab ein spürbares Gleichgewicht. Vielleicht – oder sogar sicher – mit temporären Schwankungen auf beiden Seiten. Aber im Grunde war dieser Ausgleich bestimmt prägend für mein Bild einer erstrebenswerten Partnerschaft: sich gegenseitig Stütze zu sein, zueinander stehen, sich Freiraum geben und Eigenheiten akzeptieren.

Ungargasse _ Gasthaus „Zum alten Heller“
Ungargasse _ Frisör Herr Weber

Der Krieg in seiner Bedeutung als Generationenlast- und -aufgabe ist bei „Malina“ wie bei „Dschomba“ ein wichtiges Thema. Wie kann es gelingen vom Krieg zum Frieden in der Gegenwart und dann in den Generationen danach zu kommen?

Eine große Frage, auf die ich keine Antwort weiß.

Was hat Dich zum Thema Deines aktuellen Romans geführt?

Wie bei allen anderen Büchern: Die Lust, etwas Neues anzugehen. Und bei „Dschomba“ auch die Frage, wie es wäre, meine eigene Biographie zu korrigieren. Zu behaupten, als Kind schon vom großen Lager gewusst zu haben, das auf dem Gelände unter der Schaunburger Leithen errichtet worden war. Ohne dieses Bild zu dramatisieren, sondern es mir erzählen zu lassen von einem Fremden.

Ingeborg Bachmann hat einmal gesagt „alles Wesentliche im Leben einer Schriftstellerin passiert in der Kindheit“. Stimmst Du dem zu?

Nein, mir ist auch noch nach der Kindheit recht Wesentliches passiert. Aber ich denke, ich weiß, was sie mit diesem Satz meint.

Welche Bedeutung haben Orte in Deinem Schreiben?

Im besten Fall sind sie ein guter „Boden“ für die Erzählung, im allerbesten Fall werden sie selbst zu Protagonisten.

Welche Eindrücke hast Du von den Schauplätzen in der Ungargasse, die wir besucht haben?

Interessant! Besonders der weite Blick über die Dächer, sehr beeindruckend.

Ende April beginnt die Buchmesse in Leipzig mit dem Gastland Schwerpunkt „Österreich“. Du wirst daran teilnehmen. Welche Erwartungen und Wünsche hast Du als österreichische Schriftstellerin?

Nach den Absagen der letzten beiden Jahre: Die Messe soll stattfinden und ich gesund und munter teilnehmen können. Ich freu mich ganz egoistisch auf den Beginn der Reise, auf dem Moment, wo der Zug abfährt, ich ein Buch auspacke, meinen Kaffee trinke, ein Kipferl esse und weiß: Jetzt geht es los.

Mit Erwartungen halte ich mich lieber zurück. Wenn es gelingt, Literatur aus Österreich eine schöne Bühne zu bieten, ist  viel gelungen. Und danach sieht es im Vorfeld schon aus.

Darf ich Dich abschließend zu einem Malina Akrostichon bitten?

Meine Fähigkeit, Gedichte zu schreiben.

Akrostichon? Musste ich nachschlagen, das Wort.

Lieber das Dichten jenen überlassen, die es

In sich tragen und spüren und

Nicht wie ich darauf angewiesen sind, vom Gedicht

Angefallen zu werden. Oder an der Hand genommen.

Karin Peschka, Schriftstellerin _
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) _
 50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Vielen Dank, liebe Karin Peschka, für Deine Zeit in Wort und Bild bei „Malina“, alles Gute und viel Freude und Erfolg weiterhin!

Station bei Malina_Roman Ingeborg Bachmann_Wien_1971

Karin Peschka, Schriftstellerin _ Wien _

2023 _ 50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Interview und alle Fotos_ Walter Pobaschnig

Aktueller Roman von Karin Peschka _

„Dschomba“ Karin Peschka. Otto Müller Verlag. 2023.

„Karin Peschkas Sprachreich ist ein Wunderland des Lebens, das überrascht, fasziniert und bereichert.“

„Dschomba“ Karin Peschka. Otto Müller Verlag.

Walter Pobaschnig, 4_23

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„Es ist Zeit für gelebten Humanismus“ Sandra Reinhart, Schriftstellerin _ Berlin 11.4.2023

Liebe Sandra, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein Alltag ist eigentlich immer wieder der gleiche. Familienleben, Liebesleben mit meinem Herzmann, momentan die Fortbildung… Und dazwischen sich immer wieder Freiräume schaffen, um schreiben zu können.

Ich hätte gerne mehr Raum für die Kunst! Manchmal habe ich das Gefühl, dass es mir als Frau immer noch einen Spagat abverlangt um alles unter einen Hut zu bekommen, dort braucht es mehr Gleichberechtigung.

Sandra Reinhart, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ein  aufmerksameres und liebevolleres Miteinander. Es ist definitiv eine Zeit des Umbruchs und bei all dem Irrsinn, der hier passiert, ist es  gerade unsere „kleine“ Welt, die uns jetzt Halt geben kann. Große Veränderungen fangen ja bekanntlich klein an.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Schwierige Frage…

Gesellschaftlich gesehen, wäre eine „Entgiftung des Geistes“ notwendig. Es geschieht so viel Unrecht aus Egoismus und Engstirnigkeit,  aus einem noch zu starkem patriarchalem Machtstreben heraus. Es ist Zeit für gelebten Humanismus. Was eine große Portion Mut erfordert,  sich einzugestehen, dass wir alle auf unsere eigene Art und Weise etwas ändern müssen. Wir dürfen wieder lernen, unseren Lebensraum und unsere Mitmenschen wert zu schätzen und die Welt für nachfolgende Generationen zu schützen.

Künstlerisch ist die Frage einfacher zu beantworten. Erreichen wir nur eine Person mit unserem Schaffen, dann haben wir die Welt schon ein Stückchen verändert… Und der Sinn und die Aufgabe der Kunst ist erfüllt…

Was liest Du derzeit?

Jens Böttcher: Das Leben ist sinnlos wenn du nicht liebst

Martina Laubner, Bettina Lindmeier, Anika Lübeck: Schulbegleitung in der inklusiven Schule

Gabriel Wolkenfeld: Nebelatlas

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Dieses Zitat begleitet mich schon längere Zeit:

“ Zwischen den Zeilen liegt der stille Friede des Himmels“

 Jens Böttcher

Vielen Dank für das Interview liebe Sandra, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Sandra Reinhart, Schriftstellerin

Zur Person_

Kurzbio_Sandra Reinhart wurde am 21. Januar 1978 im Landkreis Aschaffenburg geboren. Ihre ersten literarischen Versuche machte sie im Alter von 18 Jahren.  Sie ist auch als Bloggerin aktiv. Auf Facebook betreut sie ihre Seelenherzseite.

Ihr Ziel ist es, ihre Text und Gedichte allen Menschen zugänglich zu machen. Das Gedicht Sternentraum ist 2022 in der Frankfurter Bibliothek erschienen. Regelmäßig nimmt die Autorin an Lesungen im Berliner Raum teil. Derzeit arbeitet sie an ihrem ersten Gedichtband.

Die Autorin ist Mutter von drei Kindern und lebt mit ihrem Partner in Berlin.

Foto_privat

5.3.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

https://literaturoutdoors.com

„Geliebter,“ Renate Pirker, Künstlerin _ Give Peace A Chance _ Völkermarkt 11.4.2023

GIVE PEACE A CHANCE


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Renate Pirker, 30.3.2023

Renate Pirker, Künstlerin


Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Renate Pirker, Künstlerin

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 30.3.2023

https://literaturoutdoors.com