„Denn es gibt Menschen, die von deinem Lachen leben“ Yongbo Zhao, Künstler_ München 26.4.2022

Lieber Yongbo, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

06.00 Uhr Aufstehen

09.00 Uhr Fahrt zum Atelier. Im abklingenden Berufsverkehr sind die
Schnellbahnen des ÖPNV der Ort eines kontemplativen Kreativitätsangebotes.
Zwischen den Stationen warten all die Ideen, die sich ganz wunderbar auf einem
Blatt skizzieren lassen.

10.00 Uhr Ankunft im städtischen Atelierhaus in der Domagkstrasse
10.00 Uhr bis 12.00 Uhr Warmmalen mit Übungen zur Verbesserung der
Pinselhaltung

12.00 Uhr bis 14.00 Uhr Erholungsschlaf im Atelier

14.00 Uhr bis 18.00 Uhr Arbeit an Bildern

18.00 Uhr bis 19.00 Uhr Sport, Tischtennis

Ab 19.00 Uhr je nach Auftragslage fortführen der Arbeit an Projekten

Yongbo Zhao, Künstler

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Besonders wichtig, und ich glaube, das gilt wirklich für jeden, ist das Nachdenken
über Globalisierung.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Kunst ist ein Forschen und Nachdenken über Gesellschaft, Systeme, Religion und Globalisierung, ohne sich eingrenzen zu lassen.

Was liest Du derzeit?

Keine Bücher oder Zeitungen. Denn die Augen sind bei den Bildern und arbeiten, während die Ohren die Nachrichten, Radiofeatures oder Podcasts hören.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Lebe dein Leben nie ohne ein Lachen, denn es gibt Menschen, die von deinem
Lachen leben.

Vielen Dank für das Interview lieber Yongbo, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Yongbo Zhao, Künstler

https://www.yongbozhao.com/english/vita/

Foto_privat.

23.9.2021_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Gesetzbringer“ Stefan Hölscher, Schriftsteller – Give Peace A Chance _Heidelberg 25.4.2022

GIVE PEACE A CHANCE

Kosenamen die den Frieden bahnen

Gesetzbringer

Inferno

Verdammnis

Eisenfaust



Phönix

Ewigkeit

Aufräumer

Campingkocher

Einhänder



Allu-Puste



Commander

Hagelschlag

Adlerauge

Nashorn

Cutter

Eiersprenger


Stefan Hölscher, 12.4.2022

Stefan Hölscher, Schriftsteller

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Stefan Hölscher, Schriftsteller_Heidelberg

ZWEITE AUFLAGE: Ich sehe wirklich keinen Matrosen. Queerfeine Gedichte und weise Sprüche

Foto_privat.

Walter Pobaschnig _ 14.4.2022.

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„Martin Luthers Bibel“ Entstehung, Bedeutung, Wirkung. Bernd Kollmann. Verlag Gütersloh.

Martin Luthers Bibel von Bernd Kollmann

Es ist ein Meilenstein. Ein persönlicher und ein kultur-, weltgeschichtlicher. Und es beginnt in einer Burg. Verurteilt, geächtet und verfolgt. Doch nicht ohne Freunde, die ein Versteck ermöglichen. Die Wartburg. Er bekommt einen neuen Namen. Verändert sein Aussehen. Und in seiner Kammer ist ein Schreibtisch und Bücher. Darunter Bibeltexte. Und jetzt beginnt es. Der Weg der Sprache in äußerster persönlicher Bedrängnis. Wort für Wort findet die Übersetzung in die deutsche Sprache, in das Leben der Menschen. Worte, die eine Geschichte erzählen. Von der Begleitung Gottes, dem Weg mit den Menschen, durch das Hell und das Dunkel, das Nah und das Fern…

Sein Name Martin Luther. Geboren in Eisleben 1483. Universitätsprofessor, Reformator, Familienvater, Bibelübersetzer.

Doch die Bibel hat eine Vorgeschichte. Über Jahrhunderte. Jahrtausende. Menschen. Kulturen. Sprache und Schrift. Ein Weg zum und mit dem Wort…

Bernd Kollmann gibt in dem vorliegenden großformatigen Text- und Bildband einen Überblick über die Entstehung der Bibel wie im Schwerpunkt zur Übersetzung Martin Luthers und weiterer Wirkungsgeschichte. Das Buch zeichnet sich in einer übersichtlichen Darstellung wie kompakten Zusammenfassung wichtiger Entstehungsstationen aus. Ebenso in einem vielfältigen, anschaulichen Bildteil.

„Eine spannende Zeitreise zu Mensch, Werk und Wirkungsgeschichte einer der wesentlichsten Bibelübersetzungen“

Walter Pobaschnig 5_22

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„Geben und Nehmen“ Cornelia Caufmann, Bildende Künstlerin _ Give Peace A Chance _ Klosterneuburg/AT 25.4.2022

GIVE PEACE A CHANCE

G eben und Nehmen

I  n Liebe und mit

V erantwortungsbewusstsein sowie in gegenseitigem

E inverständnis.



P eace? Frieden! Salam. Ich erinnere mich an Salim und Momo:

E ine Aufgabe zur Bewusstseinsveränderung,

A ll die jungen Menschen unterschiedlicher Herkünfte dahingehend zu erziehen, dass so etwas wie

C harisma entsteht oder zumindest selbst eine charismatische Haltung einnehmen, um

E inklang herzustellen und gemeinsame Identitäten zu erforschen und zu fördern.   



A chtsamkeit als Lebensform braucht Aussöhnung mit sich und seiner Mitwelt –



C harakterstärke:

H ingabe, ohne zu fordern,

A llgegenwart für das Wesentliche.

N ein, niemals gebe ich auf!

C himäre denken die einen,

E intracht, denke ich.


Cornelia Caufmann, 19.4.2022

Cornelia Caufmann _Bildende Künstlerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Cornelia Caufmann _Bildende Künstlerin

http://www.cornelia-caufmann.com

Fotos_privat.

Walter Pobaschnig _ 19.4.2022.

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„nach hause kommen, musik hören, filme schauen, was arbeiten“ Herbert J.Wimmer, Schriftsteller_Wien 25.4.2022

Lieber Herbert, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

mein alltag ist in den letzten zehn, zwölf jahren ziemlich unverändert: aufstehen, wasser lassen, leitungswasser trinken, am gerät (computer) schreiben, frühstücken, post erledigen, lesen, zeichnen, und wenn nicht lockdown ist, weggehen (cafés, ab und zu eine literatur- oder kunstveranstaltung, freundinnen und freunde treffen), nach hause kommen, musik hören, filme schauen, was arbeiten (texte korrigieren etc.).

Herbert J.Wimmer _ Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

dass wir nicht den kontakt untereinander verlieren, und dass wir gesund und produktiv bleiben.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur,der Kunst an sich zu?

„aufbruch und neubeginn“ wird wohl nicht so abrupt eintreten, dazu ist der wunsch nach wiederherstellung des alltags zu gross. literatur und kunst können tun, was sie bisher getan haben: mit ihren ästhetischen und intellektuellen mitteln auf die veränderungen der welt reagieren, jede schriftstellerin, jeder schriftsteller, jede künstlerin, jeder künstler nach ihrem, nach seinem vermögen. weniger allgemein kann ich es jetzt nicht sagen.

Was liest Du derzeit?

adagia des desiderius erasmus von rotterdam, der sprichwörtliche weltbürger. hg. von wolfgang hörner und tobias roth. verlag das kulturelle gedächtnis.berlin 2018

friederike mayröcker, da ich morgens und moosgrün. Ans Fenster trete. bibliothek suhrkamp, berlin 2020

peter stephan jungk, die dunkelkammern der edith tudor-hart. s.fischer-tb, frankfurt am main 2017

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

erasmus: „ein geizhals macht nichts richtig, außer zu sterben. – avarus nisi cum moritur nil recte facit“ – „in der tat, wer seine ganze sorge dem geld widmet, ist während seines lebens niemandem zuträglich. nur sein tod ist für seine erben und seine freunde von vorteil.“

Vielen Dank für das Interview lieber Herbert, viel Freude weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Herbert J.Wimmer _ Schriftsteller

http://www.literaturhaus.at/index.php?id=6389&L=0

Foto_privat.

14.10.2021_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Ach, Menschen:“ Annette Hagemann_Lyrikerin _ Give Peace A Chance _ Hannover 24.4.2022

GIVE PEACE A CHANCE

Großzügige

Initiativen

Versöhnen (manchmal sogar)

Egoisten



Persönliche

Engel

Arbeiten

Choreografisch &

Erdnah



Ach, Menschen:



Charakter

Haben

Aber

Nicht

Chronisch

Engdenken, bitte!



Annette Hagemann, 24.4.2022

Annette Hagemann_Lyrikerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Annette Hagemann_Lyrikerin

Foto_privat.

Walter Pobaschnig _ 24.4.2022.

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„Romy Schneider hat sehr offen über Tabuthemen gesprochen“ Olivia Pflegerl, Schauspielerin_40.Todesjahr_Romy Schneider _ Wien 24.4.2022

Liebe Olivia, welche Bezüge, Zugänge gibt es von Dir zu Romy Schneider?

Romy Schneider hatte eine melancholische und zutiefst traurige Seite, welche vor allem in Bildern von ihr zum Vorschein kommt. Ich erkenne mich in diesem Punkt sehr in ihr. Sie war aber auch sehr kämpferisch und hat immer wieder betont: „Es gibt nur ein Leben, und ich will es leben.”

Olivia Pflegerl _ Schauspielerin _
reenacting _ Romy Schneider

Wie siehst Du Werk und Leben von Romy Schneider?

Glanz und Tragik sind in ihrem Leben und Beruf immer Hand in Hand gegangen.

Gibt es einen Film von Romy Schneider, den Du hervorheben möchtest und warum?

Ich finde es schwierig nur einen Film hervorzuheben. Vielmehr möchte ich die Zeit nach den Sissi Verfilmungen hervorheben. Zwar erreichte Sie durch diese Rolle den Weltruhm, jedoch hat sie stark dagegen angekämpft, dass sie nur noch in diese Schublade gesteckt wurde. Sie wurde in sehr vielen darauffolgenden Rollen kritisiert, aber sie ist sich selbst treu geblieben und wollte immer beweisen, dass sie mehr kann als nur die Kaiserin zu spielen.

Gab es Berührungspunkte zu Werk und Leben Romy Schneiders in Deinen bisherigen Schauspielprojekten?

Bisher leider noch nicht, aber ich bin mir sicher, dass sich noch einige Berührungspunkte ergeben werden.

Wie siehst Du das Spannungsverhältnis von Leben und Schauspielberuf bei Romy Schneider wie an sich?

Es ist schwierig, als Schauspielerin das private Leben und den Beruf zu trennen. Es funktioniert mit sehr viel Mühe, aber sobald man eine gewisse Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit hat, dringt vieles nach Außen, was man gerne privat halten würde.

Ich glaube Romy Schneider hat immer sehr offen über Tabuthemen, wie zum Beispiel Abtreibung gesprochen, nicht nur um zu zeigen, dass dies keine Tabuthemen sein sollten, sondern auch, dass sie immer selbst entscheiden wollte, was man über sie erfährt und was nicht.

Romy Schneider wechselte nach großen Schauspielerfolgen in den 1950er das Filmgenre wie das Land. Wie siehst Du die Möglichkeiten persönlichen Entwicklungsweges im Schauspielberuf?

Für mich gibt es keinen vergleichbaren Beruf, in welchem man sich so weiterentwickeln kann, wie im Künstlerberuf. Die künstlerische Arbeit ist eine wilde Mischung  aus erschütternder Ehrlichkeit und Persönlichkeit, aber auch der Unpersönlichkeit und der Aufrechterhaltung des Scheins.

Gibt es etwas typisch Wienerisches bei Romy Schneider?

“ich war dauernd a Prinzessin, aber dann wollt ich’s halt eines Tages nicht mehr sein”

Was bedeutet Dir Wien und welche Erfahrungen hast Du hier im Schauspielberuf gemacht?

Wien ist neben Kärnten meine zweite Heimat geworden. In Wien durfte ich meine ersten Rollen, abseits des Stadttheater Klagenfurts spielen. Ich habe erfahren, wie schwer es ist als Künstlerin Fuß zu fassen und das dieser Beruf bedeutet, sich jeden Tag beweisen zu müssen und das man im Grunde nie wirklich stillsteht. Es sind eben nicht nur die Kontakte und das Talent wichtig, sondern auch die Geduld und zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

Wie siehst Du die Möglichkeiten als junge Schauspielerin in Wien/Österreich?

Puh nicht einfach. Es gibt mittlerweile so viele tolle KünstlerInnen und leider nicht genug Projekte, um alle zu beschäftigen. Noch dazu in Zeiten der Pandemie.

Vor allem ist mir schon sehr lange bewusst geworden, dass es NachwuchsspielerInnen besonders schwer gemacht wird. Mal die Chance zu bekommen überhaupt gesehen zu werden und zu zeigen was man kann, muss hart erkämpft werden.

Nur wenige schaffen es wirklich bei diesem Gegenwind dran zu bleiben.

Was wünscht Du Dir für den Schauspielberuf?

Geschichten zu erzählen und in andere Rollen zu schlüpfen, solange es geht. Ein Leben voller Kreativität und Herausforderungen, über mich selbst hinauszuwachsen und eine intensive Zusammenarbeit mit anderen tollen Künstlern, gemeinsam etwas zu erreichen.

Was sind Deine kommenden Projekte?

Mitte März ist Probenbeginn von “Annie get your gun” am Stadttheater Klagenfurt. Premiere dann im Mai. In Dezember ist die Wiederaufnahme vom Kinderstück “Neinhorn” in den Kammerlichtspielen Klagenfurt.

 Was möchtest Du Schauspielstudenten*innen mitgeben?

Nicht aufzugeben , auch wenn man immer wieder gegen eine Wand läuft, gerade im Schauspielberuf. Stets an sich selbst zu arbeiten und die eigene kreative Arbeit und Reise nicht von Engagements abhängig zu machen. Zieht euer eigenes Ding durch, zeigt euch.

Was würdest Du Romy Schneider sagen, fragen wollen?

Was sie sich selbst in schweren Zeiten gesagt hat und was ihre Motivation war, um weiterzumachen.

Was kann eine Schauspielerin von Romy Schneiders Werk und Leben mitnehmen?

Das zwischen Leben und Tod nur ein schmaler Grad liegt und dass die künstlerische Arbeit sich immer auf diesem Grad bewegt, hin und her springt, tanzt, weint und lacht. Ein Leben voller Emotionen, Konflikten und Schicksalsschlägen, welche in die Arbeit einfließen. Man muss sich gut überlegen, ob man das auch wirklich will und welchen Preis man dafür bereit ist zu zahlen.

Darf ich Dich abschließend zu einem Romy Schneider Achrostikon bitten?

 R ebellisch,

Offenherzig und

M it viel Mut kämpfte sie für das

Yin Yang zwischen Leben und Beruf

Olivia Pflegerl _ Schauspielerin _
reenacting _ Romy Schneider

Herzlichen Dank, liebe Olivia, für Deine Zeit in szenischem Porträt und Interview! Viel Freude und Erfolg für alle Schauspielprojekte!

40.Todesjahr _ Romy Schneider, Schauspielerin (*1938 Wien +1982 Paris) _ im Gespräch und szenischem Fotoporträt:

Olivia Pflegerl, Schauspielerin_Wien

Interview und alle Fotos_Walter Pobaschnig _Wien

Grand Hotel_Wien _ 6.2.2022

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Walter Pobaschnig 4_22

„Gräueltaten“ Klara Hurkova, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Aachen 24.4.2022

GIVE PEACE A CHANCE

Gräueltaten – was für ein Wort

In unseren Köpfen entstehen Bilder

Von dem, was wirklich geschieht

Erahnen wir nur wenig




Publik wird der Krieg gemacht

Er geistert in unserem Alltag herum

Aber wir begreifen ihn nicht:

Charkiw ist nur ein Punkt auf der Landkarte

Eine Vergewaltigung wie eine Szene aus Filmen




Anders als sonst wächst jedoch die Angst




Charascho, denkt sich der Diktator

Heute ist mir wenigstens das gelungen

Angst sollen sie haben, alle und überall

Nie werde ich aufhören, das zu genießen

Charakterfest stehe ich hinter meinen Entscheidungen

Egal wie viele Menschenleben das kostet


Klara Hurkova, 15.4.2022

Klara Hurkova, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Klara Hurkova, Schriftstellerin

https://www.hurkovaklara.de/

Foto_privat.

Walter Pobaschnig _ 15.4.2022.

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„Gestern“ Larissa Schwarz, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Dinslaken/D 24.4.2022

GIVE PEACE A CHANCE

Gestern

Ist

Völlig weit weg.

Endlich.



Plötzlich war Frieden ausgebrochen.

Einfach so.

Am Abend, kurz vor der blauen Stunde.

Circa Viertel vor neun.

Es tönte Vogelsang durch die vordem bleischwangere Luft.




Am Morgen noch hätte niemand damit gerechnet.




Citrusblüten hängen satt in den Bäumen.

Hektisch beseitigen

Alle die Spuren an ihren Häusern, in ihren Gesichtern.

Nur in ihren Köpfen werden sie die

Chimäre nicht verwischen können.

Es geht weiter.


Larissa Schwarz, 19.4.2022

Larissa Schwarz _ Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Larissa Schwarz _ Schriftstellerin

https://www.larissaschwarz.de/

Fotos_Portrait_Kai Dauvermann; Typoskript/Schreibmaschine_Larissa Schwarz.

Walter Pobaschnig _ 19.4.2022.

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„Es braucht Diskussionen über die Zukunft der Literatur“ Martina Caluori, Schriftstellerin _ Chur/CHE 24.4.2022

Liebe Martina, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich versuche vor meinen zwei Kindern aufzustehen, um in Ruhe den ersten Kaffee zu trinken und Musik zu hören. Danach lese ich vor, spiele mit ihnen drinnen und draußen, vorzugsweise am Wasser oder im Wald. Tagsüber – und nachts, wenn ich aufwache – notiere ich mir Momente und Gedanken. So versuche ich die Momente und Gedanken einzufangen, die ich anschließend beim Schreiben verdichte, sodass ihre Flüchtigkeit für einen Moment stillsteht.

Martina Caluori, Schriftstellerin 

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Unsere Aufmerksamkeit und Ängste nicht nur auf einen Punkt, auf ein Ereignis, zu konzentrieren. Es ist wichtig, dass die anderen Menschheitskrisen nicht an den Rand unserer Wahrnehmung gedrängt werden. Und, dass wir – egal wie eingebunden und eingeschränkt wir sind – uns unserer Gedankenfreiheit bewusst sind; es geht darum, im Kopf neue Fenster zu öffnen, um etwas neu, anders oder frisch zu denken.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Vielleicht ist es auch ein Umbruch, eine Transformation. Ich glaube, dass die Sehnsucht nach Kunst und Kultur gewachsen ist. Die Rolle, Wichtig- und Dringlichkeit von Literatur, der Kunst an sich wird bleiben. Denn in keiner anderen Kunstform wird Erinnerung über und durch Jahrhunderte hinweg so vermittelt wie in der Literatur. Es braucht aber Diskussionen über die Zukunft der Literatur, Kunst an sich, ihre Entwicklungsmöglichkeiten und ihr Selbstverständnis sowie auch über Werte.

Was liest Du derzeit?

Ich lese immer mehrere Bücher parallel, aktuell sind es „Im Zimmer ist Winter“ von Natascha Berlehner, „Null“ von Gine Cornelia Pedersen und „Taubenleben“ von Paulina Czienskowski.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Natürlich mein Prosadebüt “Weisswein zum Frühstück“ mit Zeichnungen von Simone Züger, erscheint am 25. April.

Und wer hier lieber ein Zitat lesen will: „Every moment happens twice: inside and outside, and they are two different histories.“ – Zadie Smith

Vielen Dank für das Interview liebe Martina, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler*innen:

Martina Caluori, Schriftstellerin 

Buchneuerscheinung: “Weisswein zum Frühstück“ Martina Caluori, mit Zeichnungen von Simone Züger. Verlag_lectorbooks

martinacaluori.com

Foto_Michel Gilgen.

18.4.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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