Ich versuche meinen Tag so zu gestalten, dass ich als Schriftstellerin genügend Zeit und Muse habe, kreativ zu sein und meine Geschichten oder Romane entwickeln zu können.
Iris Schmidt, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Seine positive Grundeinstellung zu bewahren, denn die kann uns über kleine Tiefpunkte im Leben hinweghelfen. Einen Halt zu haben in guten Freunden, in der Familie, vielleicht auch in Haustieren. Und sich an kleinen Dingen zu erfreuen: ein inspirierender Duft, ein mitreißendes Lied, ein heller Sonnentag. Und besonders wichtig ist, die Hoffnung nicht zu verlieren.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Kunst, egal in welcher Form, hat die Fähigkeit, den Menschen eine kleine Auszeit vom Alltag zu ermöglichen. Indem sie es vielleicht schafft, uns für eine Weile in eine fremde oder beglückende oder auch abenteuerliche Welt zu entführen.
Was liest Du derzeit?
Ich lese oft mehrere Bücher gleichzeitig. Zur Zeit sind es „Frankreichs fremde Söhne“ von Paul Bonnecarrère, ein halbbiografischer Roman über die Fremdenlegion, der sehr eindrucksvoll ist und den Leser in die feuchte Hitze des Dschungels entführt.
Dazu „Doktor Schiwago“ von Boris Pasternak.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Vor einiger Zeit habe ich einmal den Satz gehört: „Wer liest lebt zweimal“. Ich weiß nicht wer es gesagt hat, aber für mich hatte es immer etwas Wahres.
Vielen Dank für das Interview liebe Iris, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Iris Schmidt, Schriftstellerin
Foto_privat
22.12.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.
Philipp Létranger, geboren 1956 im Bayerischen Wald, aufgewachsen in Stuttgart, lebt seit 1975 in München. Inzwischen im Ruhestand, wohnt er mit Frau und Hund am Stadtrand von München. Seit dem Jahr 2020 hat er seine Gedichte in unterschiedlichen Online-Medien, Literaturzeitschriften und Anthologien veröffentlicht.
Im Jahr 2022 war er Preisträger für Lyrik beim Hildesheimer Literaturwettbewerb und beim Literaturwettbewerb »Kärnten wortwörtlich«.
Im Dezember 2022 erschien sein Buch „zwischen die Kriege geworfen“ in der Reibe EoF.
Zur Person _ Björn D. Neumann wurde am 13.06.1971 in Iserlohn geboren.
Nach einer kaufmännischen Ausbildung und dem Abschluss zum staatl. gepr. Betriebswirt arbeitet er bis heute im Rechnungswesen eines mittelständischen Unternehmens.
Schriftstellerisch trat Björn D. Neumann anfangs als Verfasser von BVB-Blogs in einem Internet-Forum in Erscheinung. Zusätzlich begann er mit dem Schreiben von Kurzgeschichten.
2022 gewann seine Kurzgeschichte „Schach den Asen“ beim Literatur-Festival Rhein-Erft „Herzensstimmen“.
Aktuell arbeitet er an seinem historischen Debüt-Roman.
Liebe Tabea, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Als Erstes brauche ich Kaffee. Am Vormittag schreibe ich, und am Nachmittag mache ich alles andere, Mails beantworten, Festivals organisieren, und am Abend lese ich oder treffe Freunde.
Tabea Steiner, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Das ist eine große Frage. Sicher Freundschaften.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Die Literatur hat, so meine Auffassung, die Aufgabe, genau hinzuschauen, nachzudenken und Verhältnisse aufzuzeigen. Es geht weniger um die Tagesaktualität, die Literatur sollte sich dabei Zeit nehmen können.
Was liest Du derzeit?
„Ein neuer Strukturwandel der Öffentlichkeit und die deliberative Politik“ von Jürgen Habermas sowie „Über die Berechnung des Rauminhalts 1“ von Solvej Balle.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Urs Mannhart beschreibt in seinem Essay „Lentille“, dass Kühe sich selber Schmutzpartikel aus den Augen entfernen können, indem sie dazu die Hörner von anderen Kühen zu Hilfe nehmen, die währenddessen ganz ruhig dastehen.
Das finde ich spektakulär, so als Mensch.
Tabea Steiner, Schriftstellerin
Vielen Dank für das Interview liebe Tabea, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Tabea Steiner,Schriftstellerin
Zur Person_ Tabea Steiner, Jahrgang 1981, hat Germanistik und Geschichte studiert. Sie hat das Thuner Literaturfestival initiiert, ist Mitorganisatorin des Berner Lesefestes Aprillen und Mitglied der Autorinnengruppe RAUF und lebt in Zürich.
Mit ihrem ersten Roman Balg war sie 2019 für den Schweizer Buchpreis nominiert und Stipendiatin am Literarischen Colloquium Berlin. 2020 erhielt sie den Werkbeitrag der Stiftung Landis & Gyr und war 2021 Styrian Artist in Residence in Graz.
Provinces, eine Sammlung ihrer ins Englische übertragenen Essays, erschien im Juli 2022 bei Stranges Press. Ihr zweiter Roman Immer zwei und zwei erscheint im Frühjahr 2023 in der edition Bücherlese.
Da ist der Weg in die Stille. Winnifred, Schauspielerin, Peter, Schriftsteller und Dani, ihre Tochter ziehen sich in ein leeres Haus, ein geschlossenes Theater, zurück...
Doch viele Räume öffnen sich nun und die Geister darin beginnen zu sprechen und nehmen mehr und mehr Raum ein, erzählen, tanzen, lieben, singen und nun beginnt der Boden für alle immer mehr zu wanken, beben und Abgründe tun sich auf, aus denen es kein Entkommen gibt…
Das Bernhard Ensemble begeistert mit seiner neuesten Produktion „DIE.STUNDE.SHINING„, welche als immersives Mashup das Publikum einlädt einer sehr gelungen Transformation und freien Bühnenadaption von Stanley Kubricks „The Shining“ (1980) und Peter Handkes „Die Stunde da wir nichts voneinander wussten“ (1992) im Weg als Stationentheater im Haus zu folgen.
Das Konzept ist ein großartig durchdachtes und inszeniertes, gespieltes, choreografiertes, welches hintergründig und tiefsinnig, dramatisch und humorvoll, das Publikum von Station zu Station der Erlebnis- und Erfahrungsgeschichte des so vielseitigen Off Theater Wien wie auch eines Künstler*innenlebens folgt, welches in wunderbaren Anspielen, Dialogen, Tanzchoreographien mit dem Mashup Vorlagen außergewöhnlich im „roten dramatischen Faden“ in Beziehung gesetzt und umgesetzt wird – großartig ist ebenso das Kostüm-, Bühnenbild in allem fordernden Szenenanspruch der Stationen! Das alles ist einmalige Mashup Bernhard Ensemble Spitzenklasse in Raffinesse und künstlerischer Qualität!
Das Publikum kann den Stationen, die auch die Vielfältigkeit des Hauses von Bühnentheater, Tanz, Marionettentheater wie Musik und mehr sichtbar machen, frei folgen und dieses so experimentierfreudige Konzept nimmt vom ersten Moment an mit und begeistert.
Alles gewagt und alles gewonnen, Gratulation und danke für dieses einmalige vielseitige Bühnenereignis, das mit langanhaltendem Applaus belohnt wird!
DIE.STUNDE.SHINING
Das erste immersive Mashup des bernhard ensembles, inspiriert von Peter Handkes „Die Stunde da wir nichts voneinander wussten“ und Stanley Kubricks „The Shining“
Besetzung:
Regie/Raum: Ernst Kurt Weigel
Konzept: Christina Berzaczy und Ernst Kurt Weigel
Choreografie: Leonie Wahl
Performance: Christina Berzaczy, Yvonne Brandstetter, Isabella Jeschke, Rina Juniku, Tamara Stern, Albane Tröhler, Leonie Wahl, Mathias Krispin Bucher, Kajetan Dick, Bernhard Jammernegg, Gerald Walsberger, Ernst Kurt Weigel, u.a.
Soundscape: Bernhard Fleischmann
Bühne: Ernst Kurt Weigel
Kostüme: Pia Stross
Kostüm-Mitarbeit: Amy Marlies Tindl, Mael Blau
Lichtdesign/Technik: Julian Vogel
Produktionsleitung: Monika Bangert
Premiere: 3. März, 2023 19:30 Uhr
4.|7.|10.|11.|14.|17.|18.|21.|24.|25.|28.|31. März
Ein erschütternder wie mitreißender Theaterabend – von Eszter Hollósi, Heide Maria Hager, Helena May Heber großartig gespielt – lebendig, ausdrucksstark, spannungsgeladen. Die präzisen intensiven Dialoge, Konfrontationen werden auf der Bühne in brillanter Sprach- und Körperpräsenz des Ensembles zu einer Hochschaubahn und Höllenfahrt des Lebens. Ebenso ist die Abstimmung perfekt und der Spannungsaufbau gelingt atemberaubend.
Es ist ganz großes Theater, das hier in der wunderbaren Regie von Nagy Vilmos und der Assistenz Corinna Orbesz präsentiert wird. Die Regie lässt Text und Ensemble in größtmöglicher Authentizität sprechen, ringen, Wege zueinander finden, und gibt den präzisen dramaturgischen Rahmen dafür. Die Regie-Handschrift des Ausnahmekönners Nagy Vilmos ist deutlich zu erkennen.
Das Bühnenbild von Helena May Heber besticht als elementares Szenenelement, hat eine eigene Sprache, die Szene und Handlung tragen, öffnen, vertiefen und überleiten. Regie und Ensemble nehmen dies auf und interagieren perfekt in den Szenenstationen. Ebenso ist auf die tollen Kontraste – grell, hell, gedeckt, Dunkel – in Kostüm und Bühne zu verweisen. Es sind zwei Welten – das Ringen mit Vergangenheit und die Verdrängung im Scheinwerferlicht – die im Bühnenbild konzipiert und sensationell be- und erspielt werden.
Stimmen von Ensemble/Regie/Bühnenbild:
„Mir war schon vor Jahren klar: „ich will sie spielen, die Daria!, ich will dieses Thema beleuchten, hinschauen, Reflexion (bei mir und dem Publikum) erzeugen, Diskussion anregen, vielleicht sogar Betroffenen (von sexueller Gewalt; Anm.) signalisieren: wir schauen hin, lassen Euch nicht alleine!“
Meine Intention als Schauspielerin ist es, aus mir zu schöpfen, den Weg zuerst nach innen und dann nach außen zu gehen.“
Heide Maria Hager, Schauspielerin, Autorin _ Wien
Heide Maria Hager, Schauspielerin, Autorin (Vordergrund)
„Sexualisierte Gewalt, wie auch seelischer Missbrauch sind immer noch Tabuthemen, deren Inhalte und Vorgänge punktuell an die Öffentlichkeit gelangen...
Ich habe damit gerechnet, dass mir das „Das rote Fahrrad“ unter die Haut gehen würde. Und doch bin ich vor den Kopf gestoßen von der Intensität…“
Eszter Hollósi,Schauspielerin, Autorin, Sprecherin, Kulturredakteurin/Regie _ Wien
„Darias und Sylwias gemeinsame Geschichte muss sichtbar gemacht werden. Der weiße, flauschige Teppich steht für die Unschuld, die befleckt wird, sowie für das Sinnliche. Im Kostüm zeigt sich der Gegensatz der beiden…“
Helena May Heber, Bühnen-, Kostümbildnerin, Schauspielerin _ Wien
Helena May Heber, Bühnen-, Kostümbildnerin, Schauspielerin _ Wien
„Ein Stück, das auf die Bühne muss. Es muss gespielt werden. Es muss gesehen werden.“
Corinna Orbesz, Regieassistenz, Schauspielerin, Clownin _ Wien
„Es gibt so Theaterstücke, die einen finden, die man selbst nicht zwingend suchen würde, die man aber dann dringend auf die Bühne bringen muss…Besonderer Dank gilt Corinna, die viel mehr als Assistenzarbeiten übernommen hat, und uns als gelernte Clownin mit der Gelassenheit am Boden hielt…“
Nagy Vilmos, Regisseur_Wien
Corinna Orbesz, Regieassistenz und Nagy Vilmos, Regisseur
„Ich schreibe nicht, weil ich was weiß, sondern weil ich durch das Schreiben herausfinden will, warum es mich gerade zu dieser Geschichte getrieben hat…“
Fred Apke, Autor
Besprechung _ Walter Pobaschnig 3_23
Alle Fotos_Walter Pobaschnig
Interviews wurden von Regie/Ensemble/Bühnenbild/Autor zur Verfügung gestellt.
Im Moment ist mein Tagesablauf eher unstrukturiert. Ich ziehe derweil um und ordne mein Leben neu. Morgens aufstehen mit meinem Freund, zusammen essen und dann nachdem er gegangen ist, mich nochmal kurz hinzulegen, gehört meistens zu meinem Ablauf. Dann, nach dem Aufstehen, plane ich erst wirklich, was ich tun will. Oftmals mache ich schon die Woche davor aus, wann ich Straßenmusik machen gehe. Nebenbei gehe ich in Therapie und beschäftige mich mit Selbstentwicklung. Ab und an, kommen auch Auftrittsanfragen dazu. Also mein Tagesablauf ist wirklich immer anders. Das Einzige, was ich fest weiß, ist morgens kurz kalt zu duschen und abends einmal kurz warm zu duschen. Es ist eine Art Ritual von mir, um den Tag frisch zu starten und Ihn wohlig und gemütlich zu verabschieden.
Kim Müller, Musikerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Neulich haben mein Freund und ich uns einen Film angesehen. Den ganzen Inhalt zu erklären, wäre jetzt etwas zu viel des Guten, denn es ist viel passiert, aber die Aussage, die tief in mir hängen geblieben ist, ist, dass das Leben, egal in welcher Form etwas ganz Besonderes ist. Dass die Liebe, die wir für unsere Mitmenschen empfinden, etwas ganz Besonderes ist. Dass wir sehen sollten, was wir haben und nicht, was wir nicht haben. Dass wir das, was wir haben, schätzen und pflegen. Und dass wir, was auch immer uns für Schmerzen plagen, immer wieder auf diese Liebe zurückgreifen können und sollten. Denn, wir sind niemals allein und den einzigen Feind den wir haben, ist die böse Stimme in unserem Kopf, die uns davon abhält Liebe und Glückseligkeit zu empfinden. Damit meine ich nicht, dass wir nur noch in Glückseligkeit schweben sollten, nein, auch Schmerzen zu fühlen, zu trauern, wütend zu sein, sind alles Qualitäten der Liebe, wenn wir sie in Liebe annehmen und uns unseren Mitmenschen mitteilen.
Was, meiner Meinung nach gerade besonders wichtig ist, ist sich zu öffnen, ohne sich selbst zu verurteilen, Liebe zuzulassen, gut zu sich selbst und anderen zu sein und immer zu sehen, was dahinter steckt, was man gerade fühlt.
Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?
Musik und Kunst öffnet Menschen. Sie verbindet Menschen physisch und auch mental. Sie entsteht aus Menschen, für Menschen. Damit man sich darin wiedererkennt, inspiriert wird, sich Selbst tiefer begegnet. In einer Zeit des Aufbruchs, in einer Zeit in der Mann und Frau den Boden unter den Füßen verlieren, sucht man nach Halt, nach Antworten auf die etlichen Fragen, nach Hoffnung. Kunst und Musik kann vielleicht nicht immer Halt verschaffen aber Sie kann uns Kraft und Hoffnung schenken, dem Leben weiter auf der Spur zu sein. Sie kann uns zeigen, dass wir niemals alleine sind und dass, dort draußen noch mehr Menschen sind, die sich so fühlen, wie wir.
Was liest Du derzeit?
Brida von Paulo Coelho
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Die Blüten der Blume welken, wenn es Zeit ist und fallen ab. Die Blume lässt einfach los, denn sie weiß, Sie braucht Ihre Kraft jetzt für etwas Anderes. Wir sollten uns öfters ein Beispiel an der Natur nehmen.“
(meine Beobachtung einer Blume)
-Kim Müller (Ich :D)
Vielen Dank für das Interview liebe Kim, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Kim Müller, Musikerin
Zur Person_
Die Künstlerin Kim Müller, ursprünglich aus Frankfurt am Main, jetzt in Wien lebend, verzaubert mit ihrem tiefgründigen Gesang und begleitet die Zuhörer in andere Welten. Eine Reise ins Unergründliche mit einprägsamen Klängen und Melodien, nur mit der Einfachheit ihrer einzigartigen Stimme und ihres Instruments (Gitarre / Klavier / Ukulele).
Einem konkreten Genre würde sie sich nicht verschreiben, es ist allerdings eine bunte Mischung mit vielen Einflüssen, in Richtung psychedelischem / alternativem Pop, Folk und Soul, mit viel Herz. Kim war schon von klein auf musikbegeistert und probierte sämtliche Instrumente aus, die ihr in die Finger kamen und verarbeitete die Erfahrungen des Lebens in ihrer Musik. Ihre Songs sind also wortwörtlich vom Leben geschrieben. Schon früh stand Kim auf Bühnen und ebenso auf der Straße, um ihre Musik zu präsentieren, was sie seitdem regelmäßig tut.
Ihre Songs sind vorwiegend in Englisch, aber auch in Deutsch geschrieben, dazu improvisiert sie die letzten Jahre viel und erzeugt damit eine gewisse Freiheit für sich Selbst, die das Publikum immer wieder aufs Neue fesselt. Heute mit 23 Jahren, weiß sie, dass Musik eines der stärksten Heilmittel der Welt ist und möchte dies mit den Menschen teilen.
im hof versammelt sich eine gruppe männer sie blicken auf das dach eines schuppens wirf es ordentlich weit weg, ruft der erste von ihnen im widerhall der geschosse und in die luft fliegen körner.
die tauben picken sie dann schon auf, spricht ein zweiter haben wir was gegen magenschmerzen, fragt der dritte und geht in deckung.
im baum flattert ein weißer fetzen …
Olav Amende, 7.2.2023
Hallo Walter, ich schicke Dir anbei mein Gedicht. Ich habe mich für eine Binnenvariante entschieden, weil mich eine Szene aus „Mariupolis 2“ von Mantas Kvedaravičius nicht mehr losgelassen hat.
Olav Amende, Schriftsteller, Regisseur und Performancekünstler.
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:
Olav Amende, Schriftsteller
Zur Person _ Olav Amende (*1983 in Berlin) ist Schriftsteller, Regisseur und Performancekünstler. Er hat Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (MA) an der Universität Leipzig studiert. Er schreibt und inszeniert Theaterstücke (u. a. „Das Versprechen“ – Cammerspiele Leipzig, „Die Ungeliebten“ – Die Bühne Dresden, „Im Arrest“ – Neues Schauspiel Leipzig, „Führ‘ mich ans Licht!“ – Anhaltisches Theater Dessau) und veröffentlichte Texte in diversen Literaturmagazinen (u. a. „metamorphosen“, „Maulkorb“, „mosaik“, „GYM“, „apostrophe“). Sein Gedicht „Phantasie in Eile“ wurde im Rahmen der „Superpreis-Anthologie“ der „metamorphosen“ veröffentlicht.
Im Sommer 2021 brachte er sein Theaterstück „Zwischen Dingen“ am Anhaltischen Theater Dessau zur Uraufführung. Im Sommer 2022 erschien sein Langgedicht „abwesenheiten“ im Kölner Lyrik-Verlag „parasitenpresse“. Im Herbst 2022 produzierte er seinen ersten Dokumentarkurzfilm, der 2023 erscheint. Derzeit arbeitet er an einem weiteren Langgedicht für die „parasitenpresse“.