„Es fasziniert mich, wie Romy Schneider ihre Grenzen auslotet“ Julia Gradl, Musikerin _40.Todesjahr Romy Schneider _ Wien 23.10.2022

Julia Gradl _Musikerin _ Wien _
acting Romy Schneider _ 40.Todestag _ Romy Schneider, Schauspielerin (*1938 Wien +1982 Paris)
Julia Gradl _Musikerin _ Wien _
vor dem Elternhaus von Romy Schneider _ Wien/Döbling
Julia Gradl _Musikerin _ Wien _
vor der Geburtsklinik von Romy Schneider _ Wien/Döbling
Julia Gradl _Musikerin _ Wien _
acting Romy Schneider _
40.Todestag _ Romy Schneider, Schauspielerin (*1938 Wien +1982 Paris)

Liebe Julia, welche Bezüge, Zugänge gibt es von Dir zu Romy Schneider?

Am intensivsten wirkt ein erst kürzlich gesehenes und 2017 veröffentlichtes Interview / Gespräch von Alice Schwarzer und Romy Schneider aus dem Jahr 1976 in Köln nach. Zwei Frauenseelen, die sich in einem Urvertrauen verbinden und Schmerzliches und Unausgesprochenes einen Raum bekommt… Das hat mich sehr berührt.

Gibt es einen Film von Romy Schneider, den Du hervorheben möchtest und warum?

Ich muss gestehen, dass ich noch nicht ausreichend Filme ihrer Filmografie gesehen habe…. Aber erstaunlich ist, wie sie in „Swimmingpool“ mit Alain Delon ein verliebtes Paar spielen konnte. Mir gefällt, dass in ihrer Rolle als Marianne, sie es dann war, die sich von ihm getrennt hat.

Romy Schneider spielte in ihren Filmrollen sehr intensiv und ausdrucksstark, auch körperlich, und ging bis an die Grenzen des persönlich Möglichen. Etwa in den Filmen „Nachtblende“, „Trio infernale“ oder „Die Spaziergängerin von Sans-Souci“. Wie siehst Du als Künstlerin die Darstellerin Romy Schneider in Ihrem Kunstgenre?

Es fasziniert mich, wie sie ihre Grenzen auslotet, wie sie sich in ihren Rollen vom „braven lieben Mäderl“ zur wilden, ungezähmten, verruchten und emanzipierten Frau entwickelt. Ich bewundere ihre Natürlichkeit, Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit im Darstellen.

Wie nah müssen sich Mensch und Kunst intensiv verbinden, um das Publikum erreichen und auch berühren zu können?

In einem ersten Impuls gehe ich davon aus, dass der Mensch selbst die purste Form von Kunst ist: Werden und Vergehen. Vergehen und Werden. Wenn man es als Künstler:in schafft, sich dieser zu ergeben und anzuvertrauen und das Publikum dafür empfänglich ist, kann es zu tiefen Berührungen kommen.

Gibt es Momente in der Kunst, in der sich gleichsam die Kontrolle verlieren kann? Und wenn ja, was holt einen dann zurück?

Das Wort Kontrolle begegnet mir oft, es beschäftigt mich schon lange. In diesem Rahmen ist es mir tatsächlich zu negativ konnotiert und darum versuche ich es, mit einem für mich positiven Gegenüber, nämlich dem aus dem altgriechisch stammenden Wort „mania“ auszudrücken. Sokrates beschreibt es mit den Worten „von etwas ergriffen zu sein und es dadurch zugleich zu verkörpern“. Ich verstehe es als einen Aufruf zum Momenthaften und auch zum Risiko. Für den Verstand ist es glaub ich ein Leichtes, seinen Zensor wieder aufzuschlagen…die Kunst ist es, über ihn hinweg zu walten und durch die Abwesenheit von Kontrolle wahre Intensität zu erspüren.

Würdest Du einen Film von Romy Schneider gerne vertonen und wenn ja, warum?

Wenn ichs mir aussuchen könnte, würde ich eher eine Annäherung an ihre Person bzw. ihr Leben wagen. Vielleicht ein musikalisches Projekt, das dokumentarisch beginnt und sich in Fiktionen verliert… Da kommen mir einige Ideen.

Es gibt von Romy Schneider sehr viele Fotoserien. Gibt es eine Serie, die Du hervorheben möchtest?

Es ist keine bestimmte Fotoreihe, sondern eher ihre Ausstrahlung ab den späten 1960er Jahren, die mich in ihren Bann zieht.

Auch unser Projekt ist ein szenisches Foto/Interviewprojekt. Wie hast Du Dich im Vorfeld darauf vorbereitet und was ist Dir dabei wichtig?

Das mag vielleicht komisch klingen, aber die Vorbereitungen passierten eher zufällig, noch bevor ich wusste, dass dieses Interview-/Fotoprojekt stattfinden wird. Eingeleitet durch das anfangs erwähnte Interview, das mir sprichwörtlich „zugefallen“ ist, und fortgeführt durch einen Aufenthalt Nähe Gmunden vor ein paar Monaten, der an dem von Romy Schneider besuchten Internat vorbeiführte. Und tatsächlich kann ich jetzt sagen, dass mir genau diese „ungeplante“ Art des in-Kontakt-tretens auch für das bevorstehende Fotoshooting kostbar ist.

Wie siehst Du das Spannungsverhältnis von Öffentlichkeit und Schauspielberuf bei Romy Schneider wie an sich im Kunstberuf?

Zum Spannungsverhältnis von Öffentlichkeit und Romy Schneider als Schauspielerin kann ich wenig sagen… Aber generell ist es glaub ich wichtig sich bewusst zu machen, dass es die „Öffentlichkeit“ nicht immer gut mit einem meint, dass aber immer die Möglichkeit besteht, den Blick auf etwas anderes zu richten. Je nachdem, auf welche Weise man mit der „Öffentlichkeit“ in Berührung ist. Es kann andererseits gerade die „äußere“ Anerkennung sein, die ermutigt, anspornt oder Energie bündelt.

Romy Schneider wechselte nach großen Schauspielerfolgen in den 1950er Jahren das Filmgenre wie das Land. Wie siehst Du die Möglichkeiten persönlichen Entwicklungsweges im Kunstberuf?

Jedes neue Projekt als Musiker:in ist eine neue Herausforderung, ein neues Wagnis, ein Wachsen und Entwickeln. Ein Kennenlernen der eigenen Stärken und Schwächen, ein Bewältigen von Höhen und Tiefen, das Risiko, zu versagen, obwohl man eigentlich schon gewonnen hat!

Wie war Dein Weg zur Musik und welche Erfahrungen hast in Wien gemacht?

Das Erlernen von Instrumenten wurde von den Eltern früh gefördert. Gemeinsam wurde gerne gesungen und musiziert. Musikalisch sozialisiert habe ich mich zunächst über die Klarinette. Im Laufe des Studiums befreite ich mich aber zunehmend über und durch das Singen und die Atem-, Körper- und Stimmarbeit, was mich letztlich auch auf die Fährte des Komponierens gelockt hat. Die Stimme ist für mich ganz klar Lichtbringerin und Lichtspenderin.

Relativ bald nach meinem Ankommen und Einfinden in Wien 2019 kündigten sich Corona-Lockdowns und das Einstellen des Kunst- und Kulturbetreibes an… dennoch begann damit auch die musikalische Zusammenarbeit mit der Sängerin und Perkussionistin Jasmin Meiri, mit der ich seither im Duo (KARDAMOM.T) Konzerte spiele. Langsam beginne ich, die Vielfältigkeit der Stadt zu begreifen, was auch die Herausforderung birgt, inmitten so vielen Musiker:innen und Künstler:innen einen Platz einzunehmen.

Was wünscht Du Dir für den Musikberuf?

Im Wort Beruf steckt das Wort „Ruf“, an das ich, um die Frage zu beantworten, anknüpfen möchte. Ich wünsche mir, dass der „Ruf“, der von so vielen engagierten und außergewöhnlichen Musiker:innenpersönlichkeiten in die Welt gesendet wird, Gehör findet. Dass dieser Ruf dazu beiträgt, die ganz großen Themen, die unser Zusammenleben auf der Erde betreffen und prägen, in den Blick zu nehmen und sich selbst als handlungsfähig zu erkennen.

Ich wünsche mir, dass der Beruf ernst genommen, geschätzt und fair honoriert wird. Dass durch ihn möglichst viele Menschen einen Zugang zur Musik und den heilsamen und verbindenden Qualitäten bekommen.

Die Liste geht noch weiter…

Was sind Deine kommenden Projekte?

Musikalisch möchte ich an meinem Herzensprojekt „Kardamom.T“ dranbleiben, sowie das Singen im a capella Vokalensemble wieder aufnehmen. Was das Pädagogische betrifft arbeite ich mit einer Kollegin an Workshop-Konzepten zum Thema atemtypische Stimmentfaltung. Eine Vision ist, mich experimenteller/zeitgenössischer Musik/Kunst anzunähern…aber da plaudere ich jetzt aus dem Nähkästchen.

Was möchtest Du Musikstudenten*innen mitgeben?

Erstens, die Semester nicht zu voll mit Lehrveranstaltungen packen und die Freizeit genießen, Konzerte besuchen und an der Kulturszene der Stadt teilhaben. Zweitens, wenn die Möglichkeit besteht, über das Erasmus-Programm einen Auslandsaufenthalt wahrnehmen. Drittens, sich im kritisch-hinterfragen üben und aufs Bauchgefühl hören J

Wie siehst Du die Umstände des Todes von Romy Schneider?

Dass sie so früh aus dem Leben geschieden ist, ist tragisch und erschütternd. Das, was wir über die Umstände wissen, ist so wenig. Ich glaube, das meiste wissen wir nicht.

Was würdest Du Romy Schneider sagen, fragen wollen?

Mir würde es schon genügen, im selben Raum wie sie zu sein und ihre Aura und Präsenz zu spüren. Vielleicht könnten wir dann noch gemeinsam was singen. Und vielleicht würde sie mir ihr momentanes Lieblingslied verraten…

Was kann eine Künstlerin von Romy Schneiders Werk und Leben mitnehmen?

Mut zum Aufbruch, zur Emanzipation und zum Folgen der Intuition, auch wenn dadurch Erwartungen anderer nicht erfüllt werden.

Romy Schneider hat auch viele Interviews gegeben. Gibt es ein Interview, das Dich besonders anspricht und möchtest Du vielleicht ein Zitat hervorheben?

Hier möchte ich ein weiteres Mal das eingangs schon erwähnte Interview mit Alice Schwarzer nennen und folgendes zitieren:

„Ich habe keine Lust mehr zu lügen. Ich will endlich meine Wahrheit sagen.“ „Ich habe keine Angst mehr, mich gehen zu lassen oder mich frei zu fühlen.“

Darf ich Dich abschließend zu einem Romy Achrostikon bitten?

R         Rarität

O         Offenbarung

M        Mutter

Y         Ysop, eine Heilpflanze

Julia Gradl _Musikerin _ Wien _
acting Romy Schneider _
40.Todestag _ Romy Schneider, Schauspielerin (*1938 Wien +1982 Paris)

40.Todesjahr _ Romy Schneider, Schauspielerin (*1938 Wien +1982 Paris) _ im Gespräch und szenischem Fotoporträt:

Julia Gradl, Musikerin _ Wien

Interview und alle Fotos_Walter Pobaschnig _Wien_10.2022

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Walter Pobaschnig 10_22

„Ging“ Jakob Leiner, Schriftsteller _ Give Peace A Chance _ Freiburg/D 22.10.2022

GIVE PEACE A CHANCE


Ging

Isidor

Versehentlich

Ernst

Papa

Ernst

Ausgebrochen

Chance

Ernst

Ausgebrochen

Chance

Half

Ausgebrochen

Notgedrungen

Chance

Ernst



Jakob Leiner, 14.9.2022

Jakob Leiner, Schriftsteller

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Jakob Leiner, Schriftsteller

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Foto_Philippe Petiot

Walter Pobaschnig _ 14.9.2022.

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„Ja, lesen! Jeden Tag und zu jeder Tageszeit“ Undine Materni, Schriftstellerin _ Dresden 22.10.2022

Liebe Undine, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Jetzt könnte ich ja die Mär von der Dichterin im Elfenbeintürmchen erzählen, die den ganzen Tag wundersame Dinge sieht und dann in Verse gießt … Aber so ist es nicht, ich schreibe meist, wenn der Kessel voll ist, also, wenn ein Gedicht vorbei kommt, das ausgerechnet mich ausgesucht hat. Was ich sagen will: Jeder Tag ist anders. Manchmal gehe ich früh im vier ins Bett, manchmal stehe ich zu dieser Zeit auf. Seit 17 Jahren bin ich freiberufliche Autorin, Lektorin, Kuratorin … Als Lektorin muss ich zuweilen Projekte kurzfristig fertigstellen und auch Manuskripte bearbeiten, deren Inhalt mich weniger interessiert, schließlich muss ich ja auch meine Miete bezahlen und will ab und an ein Buch kaufen.

Ja, lesen! Jeden Tag und zu jeder Tageszeit. Eigentlich lese ich immer, beginne morgens im Bett und ende damit auch abends. Musik! Musik ist auch jeden Tag dabei, ich kann gar nicht ohne. Seit der Pandemie ist ein regionaler Kultursender mein treuer Begleiter und wenn es mal ohne Stimmen gehen muss, dann höre ich Klaviermusik. Die tröstet, wenn ein Manuskript besonders schlimm ist. Ansonsten gehe ich natürlich auch aus, treffe Freunde, lausche Lesungen, stromere durch Ausstellungen. Oder trinke gern Gin Tonic auf dem Balkon mit meinem wunderbaren Sohn Jakob.

Undine Materni, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Die Frage ist ja: Wer ist hier mit uns gemeint? Wer sind wir? Das hat sich doch gerade in den letzten drei Jahren gezeigt, dass diesbezüglich die Ansichten sehr weit auseinander gehen. Ich glaube, wir sollten jeden Tag beim kleinsten Nenner beginnen, der besteht unter anderem darin, respektvoll miteinander umzugehen, der Bäckersfrau ein Danke über die Theke zu reichen, dem alten Nachbarn Kekse zu schenken (er legt mir dafür Gemüse aus seinem Garten vor die Tür) und auch Dinge ohne unmittelbare Gegenleistung zu tun. Ja, Respekt und … wie soll ich sagen? Auch Demut und Dankbarkeit gegenüber den Dingen und Lebensumständen, die wir hier in Mitteleuropa haben – im Gegensatz zu Menschen, die jeden Tag um Anwesenheit in ihrem Leben kämpfen müssen.

Wir sollten verstehen, dass die Gier und die Maßlosigkeit im Umgang mit den Ressourcen der Erde Katastrophen wie die Pandemie, Hochwasser, Erderwärmung eingebrockt haben. Lange waren diese Dinge weit weg, aber wenn du morgens aufwachst und es riecht hier in Dresden verbrannt, das Fensterbrett ist voller Ruß, weil es in der Sächsischen Schweiz brennt, weil dort irgendwelche Idioten im Wald Shisha geraucht haben, dann bist du mittendrin und fragst dich, ob das Ganze irgendwie noch aufzuhalten ist.

Ja, und bisher waren die Kriege ja auch weit weg, und jetzt mitten in Europa, an Orten, die wir bereist haben und kennen, wie Odessa zum Beispiel. Und dann ist da immer wieder dieser Hass, diese Niederträchtigkeit von Leuten, die glauben, zu kurz gekommen zu sein, die sitzen dann in ihren weichen Sesseln und verfassen niederträchtige Nachrichten, um Schwächere zu beleidigen und zu denunzieren. Hier dürfen wir nicht aufhören, solidarisch zu sein, dem etwas entgegen zu setzen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Wenn Kunst und Literatur authentisch sind, dann ist sie auch lebendig und im besten Fall engagiert. In den letzten drei Jahren hat sich auch gezeigt, wie engagiert und kreativ die Kulturszene sein kann, auch wenn ihr das Wasser am Hals steht. Es wurden neue Formate gefunden, um Kunst und Kultur zu vermitteln und auch Menschen zu erreichen, die vielleicht etwas weiter weg davon waren. So ist beispielsweise während der Pandemie mal ein LKW mit einem Piano auf der Ladefläche nach Berlin Marzahn gefahren und jemand spielte ein paar Stunden für die Bewohner*innen, die nach und nach aus den Häusern kamen und sehr berührt und begeistert waren.

Insofern können wir den Kunstschaffenden vertrauen, dass sie in Bewegung bleiben, ihre Themen finden und diese auch wirkungsvoll vermitteln.

Was liest Du derzeit?

Viel, das kann ich hier nicht alles aufzählen. Was mich kürzlich aber ganz besonders beeindruckt hat, ist das Buch Kinder von Hoy. Freiheit, Glück und Terror von Grit Lemke.Die Autorin arbeitet auf mitreißende Weise die Biografie ihrer Generation auf. In einem dokumentarischen Roman verschränkt sie virtuos die Stimmen der Kinder von Hoyerswerda zu einer mitreißenden Oral History.

Ja, und dann lese ich natürlich auch Gedichte. Die letzte großartige Entdeckung ist der Berliner Dichter Gabriel Wolkenfeld, er ist einer von den Stillen, feinen klugen Stimmen in dieser lärmenden Welt.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Poesie –

was aber ist Poesie.

Manch wacklige Antwort

ist dieser Frage bereits gefolgt.

Aber ich weiß nicht, ich weiß nicht. Ich halte mich daran fest,

wie an einem rettenden Geländer.

Wisława Szymborska

(übertragen von Karl Dedecius)

Vielen Dank für das Interview liebe Undine, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Undine Materni, Schriftstellerin

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Foto_Anja Schneider

6.9.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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Dass dieser unselige Krieg ein Ende findet“ Gabriel Wolkenfeld, Schriftsteller _ Gelsenkirchen/D 21.10.2022

Lieber Gabriel, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein Tagesablauf ähnelt meinem Tagesablauf nicht: Ich gehe zu früh schlafen und stehe zu früh auf, ernähre mich zu gesund und lebe enthaltsam. Über den Tag verstreut lese ich, höre Menschen zu, die über sich sprechen, mache Notizen, auf die ich nur im äußersten Notfall zurückgreife, schreibe, auf Basis dieser Gespräche, Porträts von Menschen, die in Gelsenkirchen gelebt haben oder leben. Das ist eines der Projekte, mit denen ich mich als Stadtschreiber in Gelsenkirchen beworben habe. Nebenbei bereite ich mit Steffen Marciniak die Publikation meines zweiten Lyrikbands vor. „Nebelkinder“ enthält Gedichte, die sich mit der Ukraine befassen, Porträts der Städte, die ich in meinem Ukrainejahr bereist hab

Gabriel Wolkenfeld, Schriftsteller
Ukraine _ Fotos_Gabriel Wolkenfeld

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Dass dieser unselige Krieg ein Ende findet, Russland entmilitarisiert wird, die Ukraine die besetzten Territorien zurückerhält und die europäischen Staaten die Ukraine beim Wiederaufbau unterstützen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Wesentlich bei Aufbruch und Neubeginn ist, ob man bereit ist, aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Ich würde mir für uns wünschen, dass es gelänge, Wohlstand nicht einzig in wirtschaftlichen Dimensionen zu denken, sondern Abhängigkeiten abzubauen, die Länder stärken, in denen Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Literatur spiegelt, was in dem Raum passiert, den wir Welt nennen. Sie öffnet Augen, regt zum Nachdenken an, zum Überdenken und Ausdenken – eines Erachtens eine Voraussetzung für jeden Aufbruch.

Ukraine _ Fotos_Gabriel Wolkenfeld

Was liest Du derzeit?

Ich lese parallel und mit großer Begeisterung „Im Bauch der Königin“ von Karosh Taha, „Samson und Nadjeschda“ von Andrej Kurkow, „Der Himmel muss warten“ von Sandra Reichert, „Die Füchse haben Gruben, die Vögel haben Nester“ von Yvonne Zitzmann, „Eiscafé Europa“ von Enis Maci und, wild durcheinander, eine Reihe von Gedichtbänden, momentan v.a. von Gertrud Kolmar, Ossip Mandelstam, Wisława Symborska, Christoph Wenzel.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Ich kenne die Rolle, die ich spiele, nicht. / Ich weiß nur, sie ist unauswechselbar mein.“ (Wisława Symborska : „Ein Leben im Handumdrehen“, aus „Die große Zahl“, übersetzt von Karl Dedecius)

Gabriel Wolkenfeld, Schriftsteller

Vielen Dank für das Interview lieber Gabriel, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Gabriel Wolkenfeld, Schriftsteller

Fotos_Gabriel Wolkenfeld

7.10.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Ganze Landstriche“ Hung-min Krämer, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Wuppertal/D 21.10.2022

GIVE PEACE A CHANCE


Ganze Landstriche

Im Innern der Welt

Vögel fallen

Empathie

Psychopathen

Entweder Oder eine

Ausnahme von Zuständen Ausnahmezustand

Chrysanthemen auf dem Beistelltisch

Enzymketten gesprengt

Asche zu Asche aber nicht so

Cremefarbene Wetterverhältnisse

Halt

Auf Autobahnen

Nicht wenden

Chlor wird in Gruben geschüttet

Etwas fehlt schon zu lange



Hung-min Krämer   _ 18.9.2022

Hung-min Krämer, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Hung-min Krämer, Schriftstellerin

Foto_Simone Scharbert

Walter Pobaschnig _ 2.9.2022.

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„Die Literatur muss sich befreien“ Jonas Gawinski, Dichter und Maler _ Bordeaux/Montalivet 20.10.2022

Lieber Jonas, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Aufwachen, an meine Freundin Emlyne denken, guten Morgen Montalivet sagen, die Sonne küssen, schreiben oder malen oder den Tag verplanen, dazwischen Anrufe und Mails, Gedichte übersetzen, versuchen weder zu viel an gestern noch an morgen zu denken (um es später unabsichtlich absichtlich doch zu machen), Kaffee trinken im Zentrum mit Freunden, über Musik, Kunst, Literatur, die Welt und das Wetter reden, duschen, lesen, schreiben, malen usw.

Eigentlich täglich ab 15 Uhr arbeiten als Kellner, Kassierer, Küchenhilfe (Terassenmanager) im Le Gaia du CHM. Hätte ich mir nicht beim Fußballspielen den Fuß gebrochen…

Jonas Gawinski. Dichter und Maler

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Durchhalten, geduldig sein, für einander da sein, das machen, was einem gut tut, einen Rhythmus oder Rhythmen finden, im Fluss und wenn nötig gegen den Strom schwimmen und tauchen und wieder Luft holen und weiter. Altruistisch denken, ohne das Selbst aufzugeben. Henry Miller sagte mal: „Ein Künstler braucht Druck, kein Paradies.“ Dagegen würde ich meinen: nein, beides ist existenziell. Zumindest für mich ist das eine ohne das andere undenkbar. Kritisch zu sein mit sich selbst, ohne zu viel Druck auszuüben. Das Leben genießen, ohne im Genuss zu ertrinken..tauchen, wieder auftauchen, egal was einen runterzieht ist harte Arbeit. Per aspera ad astra: Durch Leiden zu den Sternen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

„In dem man die Kontrolle abgibt hat man die Kontrolle“ Allen Watts. Verantwortung übernommen und nicht nur die Fehler bei anderen suchen. Es ist an der Zeit in die millionen Spiegel zu sehen, oder den einen oder in zwei. Es spielt keine Rolle. Vielleicht sind das persönliche und das gesellschaftliche sich ähnlicher als man denken würde. Keine Deckungsgleichkeit, klar, aber sie scheinen sich vorsichtig anzunähern. Wir müssen uns tiefer hinterfragen, Risiken eingehen und uns eingestehen, dass alle Antworten flüchtiger Natur sind, dass wir uns nur annähern, ohne uns selbst je zu erreichen. Glücklich zu sein über die kleinen Dinge im Leben, sich besinnen auf das Wesen, ohne die Welt auszublenden. Dem Blendwerk etwas entgegensetzen, tagtäglich mit offenem Herzen und hungrigen Augen, als versuchte man den Wind zu zeichnen. Die Literatur muss sich befreien, da kann sie einiges von der Kunst lernen. Die Kunst muss aufhören sich endlos zu kopieren, was gar nicht so leicht ist…

Was liest Du derzeit?

Jim Dine, french english, a day longer. Poems.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Nachträglich, zum Jahrestag, den 08.08.22

Wir tanzten Salsa zwischen Wirbelwinden, sanguinisch, blind und unwichtig, wie ein nie vollendetes Sudoku, bis die Sterne sich von der rauen Himmelkante stürzten, als hätten sie nichts mehr zu verlieren. Eines abends saßen wir uns gegenüber und sahen uns so tief in die Augen, dass wir meinten die Ameisen an den Nervenenden zu erkennen, wie sie Pampelmusenreste trugen, von dir zu mir. Wir legten die Karten auf den Tisch, du zuerst, ein Joker, der mir ähnlich sah, mein Blatt war schlecht, drei Buben und ein König, dir machte es wenig aus, ständig zu gewinnen und mir machte es nichts aus dich gewinnen zu lassen, es ging schließlich um einen Kurzen voller Freudentränen und einen Nachmittag in der Toskana mit einem Tier deiner Wahl und du suchtest dir einen Blauwal aus, in dessen Bauch meine Wenigkeit mit Weichzeichner die Porträts meiner Helden malte. Leider gehörte Napoleon nie dazu. Und wir weinten aneinander vorbei, als liebten wir. Die Nacht vergewisserte sich ihrer Schönheit und schenkte uns einen Spiegel.

Jonas Gawinski. Dichter und Maler

Vielen Dank für das Interview lieber Jonas, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

Danke dir!

5 Fragen an Künstler*innen:

Jonas Gawinski. Dichter und Maler

Fotos_privat

30.8.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„ich schließ euch einen Raum auf“ Kathrin Bach, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Berlin 20.10.2022

GIVE PEACE A CHANCE


ich schließ euch einen Raum auf
mit Bett, fließend Wasser,
einer Heizung, die gluckert

ich schließ euch einen Raum auf
der euch an Fenster gewöhnt
und den Umgang mit Licht

ich schließ euch einen Raum auf
der hat keine Decke, keine Wände,
weder Boden noch Strom,
nur Worte, Hände

Kathrin Bach 8.3.2022

Kathrin Bach, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Kathrin Bach, Schriftstellerin

Foto_Sascha Kokot

Walter Pobaschnig _ 18.9.2022.

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„Oder gehen wir weiter wie bisher…“ Andreas Lukas, Schriftsteller _ Wiesbaden/D 19.10.2022

Lieber Andreas, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Zunächst gilt es mein neues Buch „Welten-Gewitter“ bekannt zu machen. Die erste Lesung habe ich bereits hinter mir. Die offizielle Präsentation war auf der BuchBerlin. Dann hat der Publikumspreis beim Hildesheimer Literatur-Wettbewerb einiges verändert. Ich werde anders wahrgenommen und erhalte auch mehr Anfragen seit diesem Sommer. Daneben bin ich mit dem Musiker Aeham Ahmad, wir haben zusammen das Buch TAXI DAMASKUS geschrieben und gerade ist die Italienische Ausgabe erschienen, auf Konzertlesungen. In den nächsten Wochen stehen einige auf dem Programm und die Vorbereitungen laufen.

Corona hat mir neben der Prosa auch die Lyrik eröffnet. Inzwischen sind über 30 Stücke entstanden, die ich „Lyrische Gedankenwolken“ nenne, weil damit die Freiheit, die ich brauche, zum Ausdruck kommt. Da die Zeit so intensiv ist, entstehen ständig neue. Ich will daraus eine Publikation machen. Mit einigen Verlagen bin ich in Kontakt. Bin aber offen für weitere, die sich vielleicht durch dieses Interview angesprochen fühlen. Gebe gerne eine Kostprobe.

Als neues Mitglied der Gruppe 48 bin ich auch in der Jury für den Themenpreis 2023 „Auf der Flucht“. Die ersten Beiträge, die zu lesen und zu bewerten sind, sind eingegangen. Die Ausschreibung läuft bis Ende Oktober.

Nicht zuletzt arbeite ich an einer Projekt-Idee für ein neues Buch. Mehr dazu gibt es in den nächsten Monaten.

Andreas Lukas, Schriftsteller  

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Die beiden zurückliegenden Jahre haben uns allen ein anderes Leben und eine andere Realität beschert. Wie fröhlich und voller Erwartungen sind wir in diese Dekade gestartet, die unsere 20er Jahre werden sollten. Das konnte man mit Rückblick auf die Goldenen 20er vor hundert Jahren immer wieder hören. Und dann kommen die Nanos. Aus dem Nichts und ohne Vorwarnung! Unvorbereitet treffen sie uns an. Sie wirbeln alles durcheinander. Sie erobern in kürzester Zeit den Globus. Vieles gerät ins Wanken. Unsicherheit und Angst machen sich breit. Was wird aus unserer Befindlichkeit? Wo wird unser Leuchten bleiben? Was wird uns noch Hoffnung geben? Was für ein Leben werden wir führen? Nach der Erschütterung – anders als bisher?

Fragen, die uns überrennen mit dem Ankommen der Winzlinge. Und dann das Jahr 2022 mit dem 24. Februar und dem sehr warmen und trockenen Sommer. Unsere Festungen und Gewohnheiten, in denen wir uns – so sicher geglaubt – eingemauert hatten, sind erschüttert. Risse zeigen sich überall. Wir müssen zu einem anderen Blick auf unser Leben und unser Tun kommen. Das allgemeine Bewusstsein muss eine andere Richtung einschlagen. Wir können nicht im „Weiter-so“ verharren!

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Ich will dazu einen Gedanken bringen, der sich durch mein neues Buch „Welten-Gewitter“ zieht: „Sind die menschlichen Wesen wirklich unersättlich und wollen unaufhörlich mehr, ständig Anderes und Neues?“

Genau dies zu hinterfragen wird wesentlich sein. Schaffen wir eine Abkehr von eingefahrenen und lieb gewordenen Pfaden? Oder gehen wir weiter wie bisher nach dem Motto: „Nur nicht mein bisheriges Leben ändern, damit ich mich in meinem gemütlichen und gewohnten Lebensstil kuscheln kann.“ Die letzten Monate haben uns viele Grenzen aufgezeigt.

Literatur und Kunst kommen bei allem eine wichtige Rolle zu. Sie können die Dinge ins Bewusstsein rücken, die Sicht verändern und schärfen. Aus diesem Grund lautet der Titel meines gerade erschienen Buches auch „WELTEN-GEWITTER“.

Was liest Du derzeit?

Das Buch von Daniel Speck „Jaffa Road“. Aber insgesamt ist das im Moment etwas schwierig. Mir fehlt die Ruhe dazu. Ein Tag ist so schnell vorüber mit neuen Kontakten, Anfragen, Mails, Gesprächen, Schreiben usw. Und wenn ich dann eine Inspiration habe beim Lesen, lege ich das Buch auf die Seite, setze ich mich hin und schreibe schnell meine Gedanken nieder. So entstehen neue Ansätze und Ideen.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Das Leben beginnt dort, wo Momente innehalten.“ (auf der Rückseite von „Welten-Gewitter“)

Andreas Lukas, Schriftsteller  

Vielen Dank für das Interview lieber Andreas, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Andreas Lukas, Schriftsteller 

Bücher u.a.

Fotos_privat

2.9.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„ich wünsche mir frieden. aber ich hasse so viel“ Sünje Lewejohann, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Berlin 19.10.2022

GIVE PEACE A CHANCE

(ich wünsche mir frieden. aber ich hasse soviel)

Gespenster toben in deinen venen. du bist verflucht. es gibt keinen anderen weg.

In deinem leben ist kein gutes ende mehr vorgesehen

Verlauf dich im wald, vladimir! verlieb dich unsterblich in die bärin, erfahre absolute

Einsamkeit und dann wird es karmisch: knabbern die bären an deinen zehen,

Picken die krähen an deinen augen und brennnesseln wachsen aus deinem mund, schau:

Es wird dich verschlucken. du wirst einfach zerfallen

Als das, was aus dir geworden ist. mit einem körper aus

Charkiw und ich rate dir: bete um die gnade

Einer trauernden mutter, die sich deiner annimmt, die ihre

Arme um dich schließt, vladimir. die dich mit schwarzer tollkirsche füttert.

Cherubim kämpfen unter deiner haut. du bist verflucht. vielleicht

Hilft es deiner jämmerlichen seele, zehntausend mal

Als winziger käfer wiedergeboren zu werden, der sich um sich dreht

Nicht aufhören kann, sich zu drehen. denn du weißt, der grausame

Chor der waldtiere schweigt eben

Erst, wenn du es endlich wagst zu gehen, ohne abschied zu nehmen.


Sünje Lewejohann, 3.10.2022

Sünje Lewejohann, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Sünje Lewejohann, Schriftstellerin

https://suenjelewejohann.com/

Foto_privat


Walter Pobaschnig _ 3.10.2022.

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„Bowie Odyssee71“ Simon Goddard. Hannibal Verlag

Das Leben der 1970er Jahre. Pulsierend, bunt, grell. Und voller Musik…von London bis New York City und über die ganze Welt gespannt. Neue Wege werden im Musikexperiment im Studio wie auf der Bühne begangen. Musikpersönlichkeiten finden sich, verlieren sich und formen neue Musikstile…Kein Tag gleicht dem anderen…und jeder Tag, jede Nacht bringt neue Erfahrungen, Inspirationen, Begegnungen…

Ein strahlender Stern am Bühnenhimmel ist dabei David Bowie, der in seiner Musik wie der unvergleichlichen Performance in schillernden Bühnenoutfits begeistert. Jeder Auftritt wird zum Ereignis…

Doch wie gestaltete sich das Leben um und abseits der Bühne? Wie lebte David Bowie in diesem klingenden Zeitalter der Kunst und Gesellschaft? Wem begegnete er und wie waren die Tage damals zwischen Bühne und neuen Erfahrungen…?

Simon Goddard legt mit „Bowie Odyssee71“ nun die Fortsetzung seines beeindruckenden Panoptikums der Zeit vor und nimmt Leserinnen und Leser auf eine faszinierende Zeitreise mit.

Goddard zeichnet sich als bester Kenner der Musikszene wie als mitreißender Erzähler aus und so wird das Buch ein wunderbares Erlebnis von Musik und Zeit und vielem mehr…

„Eine faszinierende Zeitreise zu einer der beeindruckensten Musikpersönlichkeiten und dem bunten Leben der 1970er Jahre“

„Bowie Odyssee71“ Simon Goddard. Hannibal Verlag

Walter Pobaschnig 10_22

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