Generously holding space for the unimaginable In awe of high frequency spirits united in gentle faith Vocation as devotion Earthly grace in good natures
Promising beginning, an Ending serves as an opening, sometimes Alchemy for the heart Cares be soothed in playful stillness Elegant floor killer shaking all woes away
At home together is a place
Confidently leave a light on for love Holy enthusiasm bless Apathetic gremlin holiday turns into bliss Nocturnal creature courage walks at night Chameleon softie forgiver pioneer of love Empathy and kindness in action is our radiopia
Kristin Bjork Kristjansdottir, 22.4.2023
Thank you for inviting me to write this. I got a little playful and meditated for 40 minutes before writing and then I did my best to write fast, more or less the first thing that came to mind. But I made myself the rule that each line would include a title of one of my songs. And then proceeded to make a playlist with these 16 songs which you are welcome to share if you like or just enjoy.
Siri Hustvedt, 1955 in den USA geborene Bestsellerautorin, die in ihren Romanen und Erzählungen Meilensteine moderner Erzählkunst setzt, ist auch eine großartige Essayistin, welche diese Literaturform in Sprachkraft, Spannung wie Tiefgründigkeit und Geheimnis impulsgebend neu definiert.
Es ist Autobiographie, Gesellschaftsgeschichte und -kritik, die in feinster Psychologie punktgenau menschliche Mitte in Eigenartigkeit, Verletzlichkeit wie Einmaligkeit zeigt und damit zum Spiegel, zu Sinn und Impuls wird. Das ist literarisch einmalig wie sprachlich einzigartig schön!
Das neueste Essaywerk von Siri Hustvedt kann als literarisches wie autobiographisches Opus Magnum bezeichnet werden, das den Bogen über Kindheit, Familie, Leben, Liebe, Religion und Literatur spannt und zu einem faszinierenden Seiltanz über die Schönheit und Tragik von Leben und Welt einlädt. Vorsicht – und genießen Sie es!
„Mütter, Väter und Täter“ Siri Hustvedt. Essays. Rowohlt Verlag
Dagmar Strobl, Model, Performerin, Visagistin _ Wien _ acting Maria Callas, Sängerin (* 2.12.1923 New York ´16.9.1977 Paris) _ 2023 _100. Geburtstag Maria CallasDagmar Strobl, Model, Performerin, Visagistin _ Wien _ acting Maria Callas, Sängerin (* 2.12.1923 New York ´16.9.1977 Paris) _ 2023 _100. Geburtstag Maria Callas
Liebe Dagmar Strobl, welche Bezüge gibt es von Dir zu Maria Callas?
Klassische Musik, Oper interessieren und begeistern mich sehr. Dies nimmt bereits in meiner Kindheit aufgrund der Wertschätzung von Musik meiner Eltern und Großeltern seinen inspirierenden Anfang und ich lernte schon in der Schulzeit die Faszination Oper kennen und lieben. Einen speziellen Bezug zu Maria Callas gibt es nicht.
Was macht für Dich die Aura der „Callas“ aus?
Ihre Stimme ist einzigartig. Ebenso ihre Präsenz auf der Bühne. Diese Wirkung, Ausstrahlung ist schwer zu erklären. Das haben nur sehr wenige. Das ist da oder nicht.
Gibt es ein bestimmtes Musikstück, das Du hervorheben möchtest und warum?
Musik ist ein Gesamtkunstwerk, das immer neu fasziniert, immer neu entdecken lässt. Als Musikliebhaberin ist es eine Entdeckungsreise in vielen Stationen. Callas ist eine ganz wunderbare davon. Ein Musikstück von ihr möchte ich nicht vorheben.
Wie siehst Du Maria Callas in ihrem künstlerischen Weg, ihrer Entwicklung?
Ich bewundere ihren Ehrgeiz, ihren Fleiß, ihre Akribie wie sie mit ihrem Talent auch ihre Bühnenpräsenz wie auch die Anforderungen abseits der Bühne bewältigte und entwickelte und in Authentizität begeisterte und auch durchsetzte. Callas war ganz Callas. Immer. Und sie wusste, was sie wollte.
Maria Callas und die Liebe. Kunst und Leben. Wie sieht da die Wechselwirkung aus?
Das Scheitern von Leben, Liebe ist ein Teil unseres Menschseins und nimmt Künstler:innen natürlich nicht aus. Der Vorhang fällt, aber er hebt sich auch wieder. Ich denke Callas war dies, wie wohl uns allen, schmerzlich bewusst.
Ich sehe Callas nicht als romantisch verklärte Künstlerin, die an der Ambivalenz von Bühne und Leben scheitert. Bühne, Leben, Liebe waren hart. Es gab Scheinwerfer und Schatten. Callas wusste das, lebte das.
Was lässt Liebe gelingen?
Gelingt Liebe? Muss Liebe gelingen? (lacht). Liebe ist kein Kuchen, der gelingt. Liebe ist nicht so banal.
Liebe ist Bühne, Leidenschaft, Feuer, Drama, Stille. Liebe ist. Da muss nichts gelingen.
Was macht für Dich die Mitte von Musik, Kunst aus?
Kunst muss berühren. Sich selbst und andere. Das ist es.
Wie bereitest Du Dich auf ein thematisches Fotoshooting vor? Was ist Dir dabei wichtig?
Das Thema muss mich berühren, im besten Fall begeistern. Damit beginnt es. Im Shooting selbst bin ich sehr akribisch, da müssen Details – Mode, Style, Acessoires – passen.
Was kannst Du von Maria Callas auf Deinen künstlerischen Weg mitnehmen?
Ein Ziel zu haben und dann – Disziplin, Ehrgeiz, Akribie, Ausdauer.
Was sind Deine kommenden Projektpläne?
Ich bewege mich zwischen Projekten von Fotoshootings als Model, Performerin und der Tätigkeit als Visagistin. Das stimme ich mit privaten Plänen ab. Ich arbeite derzeit auch an einem Kalender mit Porträts.
Der Frühling inspiriert mich auch sehr und ich arbeite gerne mit Natur in meinen Projekten. Ebenso interessiert mich ein Styling mit Recycling Materialien.
Darf ich Dich abschließend zu einem Akrostichon bitten?
M ama
A rbeit
R eaktion
I rrtum
A ntipathie
C harisma
A lles
L iebe
L eidenschaft
A narchie
S ympathie
Dagmar Strobl, Model, Performerin, Visagistin _ Wien _ acting Maria Callas, Sängerin (* 2.12.1923 New York ´16.9.1977 Paris) _ 2023 _100. Geburtstag Maria Callas
Vielen Dank, liebe Dagmar, für das wunderbare gemeinsame Projekt in Bild&Wort und viel Freude und Erfolg weiterhin!
100. Geburtstag Maria Callas _ 2023
Dagmar Strobl, Model, Performerin, Visagistin_ Wien __acting Maria Callas, Sängerin (* 2.12.1923 New York ´16.9.1977 Paris)
Lieber Thorsten, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
(Mo-Fr): Ich schlafe bis 8 Uhr, dann sind meine Lieben zur Arbeit, Schule, Uni. Während ich frühstücke, lese ich Gedichte – diese Woche Leonard Cohen. Dann arbeite ich an meiner Kunst, zur Zeit hauptsächlich Lieder, Songlyrics und Musik. Das mache ich bis etwa 1 Uhr inklusive Mittagessen, danach Supermarkt, Wäschewaschen, Reparaturen, etc., diese ganzen Erwachsenensachen bis 3 Uhr, weil dann unser Juengster, Clive (13), nach Hause kommt (Kanada). Wir erzählen etwas und gucken entweder eine Episode Bob’s Burgers oder machen Musik zusammen (Ukulele, Gitarre, Looper, Gesang) bis irgendwas nach 4 Uhr, dann koche ich Abendessen für die Familie und wir essen zusammen kurz nach 5. Um 5.40 Uhr muss ich los, ab 6 Uhr arbeite ich als Hausmeister bis 10 Uhr. Von 10.30 bis 11.30 mache ich etwas Stilles zuhause bei Kerze und Leselampe: schreiben (Gedichte, Lyrics oder beantworte diese wundervollen Fragen gerade) oder arbeite an Fotos oder Videos – ohne Sound. Meistens in Ruhe, manchmal zu der Musik von BOHREN, BRIAN ENO oder MAX WUERDEN. Um 11.30h starte ich einen Independent oder Classic Film (auf MUBI oder CRITERION) bis c.a. 1.30 Uhr – gefolgt von Schlafen & Träumen (hoffentlich!).
Am Wochenende arbeite noch eine Schicht von 4 Stunden und habe sonst nur Zeit für meine Lieben.
Wow, was für eine Frage. Eigentlich, was immer wichtig ist: Ehrlich bleiben, lieben, Freunde treffen und/oder Familie, lachen, sich selbst hinterfragen, neugierig sein, lernen, ein Teil der Guten zu bleiben, was aber auch beinhaltet, die Bösen in Schach zu halten.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Sehr schwierig. Der Geist wird gerade sturmreif getiktokt (und alle anderen SocialMedia-chisten folgen). Ein sinnvoller Diskurs wird bald kaum mehr möglich sein. Fuer einen Gemeinsamen Nenner, von dem man aus diskutieren kann, braucht man ein allgemeinverständliches Zahlensystem, eine gemeinsame Wissensbasis. Gerade diese wird poroes gebildschirmt und fragmentiert. Zu organisierten Religionen und Sportclubs und anderen Fassaden kommen nun mediale Echokammern, wo der Confirmation Bias des Einzelnen nur zementiert wird. Da hilft nicht, dass die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne von einer Stunde auf 22 Minuten (TV show), auf 15 Minuten (TED talk), auf 1 Minute (Stories), und nun bis auf 6 bis 7 Sekunden kastriert wurde.
Künstler und Intellektuelle wurden durch das Internet (gecrackte Ebooks, Musik etc.), die Playstationifizierung, und nun A.I. als Ersatz für visuelle KünstlerInnen nach und nach ihrer finanziellen Existenz beraubt. Die letzten Jahre haben die Zersplitterung der Gesellschaft (in 1992 gebrauchte ich den Begriff “Parallelgenerationen”) vollendet. Künstler – selbst im Zenit ihrer kreativen Wucht – können nicht mehr davon leben.
Wirkliche KünstlerInnen (sorry, wenn ich das ein paar mal nicht so geschrieben habe, aber ich lebe in der Englischen Sprache) arbeiten Jobs – und verschwenden so mehr und mehr ihrer wertvollen Zeit – die sie der Gesellschaftals Kunst zurückgeben könnten. Leider ist dies das Symptom des Niedergangs jeder alten Zivilisation gewesen: wenn Brot und Spiele (oder Apps und Chips) die Oberhand gewannen.
PS: letztes Jahr habe ich einen Chinesischen Film gesehen, LONG DAY’S JOURNEY INTO THE NIGHT – technisch und finanziell leicht machbar in der sogenannten 1. oder westlichen Welt, aber er wurde eben nicht hier gemacht, und ich staune darüber, dass ich aktiver Zeitzeuge beim Untergang eines Imperiums, der westlichen Welt, sein darf, denn nichts anderes signalisiert die Impotenz der westlichen (Finanz)Kultur so sehr für mich wie dieser Film aus China.
Für die wirklichen KünstlerInnen kann nur der Nicht-Ausverkauf das Ziel sein, das sich nicht-einfügen samt Selbstaufgabe für ein karges Arbeitsentgelt, sondern ein bewusstes Dagegenlehnen, selbst wenn die Nische noch so klein ist.
Was liest Du derzeit?
Leonard Cohen’s “Book of Longing”, die letzten Seiten von Lorca’s Gesamtwerk, “The Broadview Anthology of Poetry” eine kanadische Lyrik-Anthologie, “The Spoken Word Work Book” edited by Sheri-D Wilson, und den Rest von “Solipsist” by Henry Rollins.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Im Mai (ich veröffentliche 1 EP pro Monat und ab Mai immer mit 1 deutschen Song, indie Songwriter) auf allen Streamern wie Spotify und so, und der Titelsong heisst GIVE ME THE CRAZIES, und davon würde ich den Refrain nehmen: “If these are the good people, give me the crazies, the dreamers and the drunks, the screamers and the lazies, and the ones that see hope, where no hope is – and love”.
Neugierig? Bitte lausche hinein, mit Liedtexten und Canvases (Mini video loops gemacht in der Gegend hier, Lethbridge, Alberta)
Vielen Dank für das Interview lieber Thorsten, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musik-, Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
Dank Dir, dank Euch!
-Thor
(mein Spitzname hier – nein, nicht aufgrund meiner Statur… nur wegen der ersten Haelfte meines Namens)
5 Fragen an Künstler*innen:
Thorsten Nesch, Schriftsteller, singer&songwriter
Zur Person_ Thorsten Nesch lebt in Lethbridge, Kanada. Traditionell veroeffentlichte Romane auf Englisch und Deutsch. Seit Januar 2022 veroeffentlicht er 1 EP pro Monat als Songwriter (Bandcamp, Spotify etc.).
Rotraut Schöberl, Schriftstellerin, Buchhändlerin _ im Hof der Lutherkirche _ Wien/Währing _ Sommer 2022
Liebe Rotraut Schoeberl, ist Österreich als Gastland die vorauseilende Revanche für den deutschen (Sommer) Gast?
> Dieser Gedanke war mir bis jetzt fremd 😉 Ich denke, wir ‚Ösis’ werden in der Literatur in Deutschland oft nicht als ‚Österreich‘ wahrgenommen, sondern einfach als ‚Deutsch‘. Da war der Gastlandauftritt eine schöne Gelegenheit auf die Vielfalt und Eigenständigkeit der österreichischen Literatur aufmerksam zu machen.
Was charakterisiert einen österreichischen Gast?
Hmm, die grundsätzliche Gemütlichkeit?
Wird Leipzig das Literatur-Cordoba für Österreich?
Hier geht es nicht um Sieg oder Besser-sein, hier gehts darum den (Medien-) Scheinwerfer auf die großartige und so unterschiedliche Literatur des eigentlich kleinen Landes hinzuweisen.
Ist „Meaoiswiamia“ als majestetischer Plural gemeint mit dem WIR geschickt Deutschland narzisstisch überlisten oder als Kritik am Literaturbetrieb?
Ich meine: weder – noch; es ist auch an uns Österreicher*innen gerichtet, wir überwinden das „mir san mir“ zu „meaoiswiamia“ , die unglaubliche Vielfalt der Kulturen in der österreichischen Literatur.
…oder eine Aussage bei einem Scheidungsrichter?
???
Wer kann besser lesen – Deutschland oder Österreich?
Uiii, da bin ich wohl keine Schiedsrichterin.
Was nimmt ein österreichischer Gast aus Deutschland immer mit? Offiziell und inoffiziell.
Die kulturelle Trennung trotz der ‚gemeinsamen‘ Sprache 😉
Herzlichen Dank!
Zur Person_Rotraut Schoeberl
Rotraut Schöberl …
… ist in Reichenau/Rax geboren, hat im Höllental schwimmen und in Wien schreiben & lesen gelernt. Zu der Liebe zur Literatur kam die Liebe zum Theater hinzu.
Im Jahre 1994 erfüllten sich Rotraut Schöberl und Erwin Riedesser ihren lange gehegten Traum von der eigenen Buchhandlung: Das Leporello öffnete seine Tore für alle diejenigen, die wie Schöberl und das Team Leporello ohne gute Literatur nicht leben wollen.
Die nächsten Jahre waren geprägt von der Mitarbeit in diversen Gremien sowie Jurytätigkeiten im Dienste des Buches. Rotraut Schöberl erfreut sich laufender Präsenz in den österreichischen Medien wie z.B. jeden Dienstagmorgen im Cafe-Puls, dem österreichischen Frühstückfernsehen, mit Büchertipps.
Anfang 2021 übergaben Rotraut Schöberl & Erwin Riedesser ihr Leporello an die Medici Gruppe, die mit der Wagnerschen Buchhandlung in Innsbruck, den Buchhandlungen in Salzburg, Hallein und Wien den Leporellogeist engagiert weiterführt.
Stille Wasser sind tief – aber manchmal nicht tief genug …
Rotraut Schöberl ist nicht nur begeisterte Buchhändlerin, ihre Liebe gilt auch dem Meer zu jeder Jahreszeit, ob tiefblau im Sommer oder stürmisch im Winter. Allerdings kann nichts kriminelle Spuren so schnell und gründlich verschwinden lassen wie der Ozean … Von Grado über Sizilien bis Santa Cruz de La Palma wird gemordet, Atlantik, Pazifik und Mittelmeer sind Schauplätze krimineller Untaten im, am und unter Wasser. Davon erzählen Patricia Highsmith, Fred Vargas oder Martin Walker, aber auch zahlreiche frische „meerige“ Kriminalfälle von Alex Beer, Andreas Gruber, Stefan Kutzenberger, Martina Parker, Claudia Rossbacher und vielen anderen. Erstmals steuert auch Rotraut Schöberl einen besonders fiesen Mordfall auf ihren geliebten Kanaren bei…
Mit Texten von: Ljuba Arnautovic, Jean-Luc Bannalec, Alex Beer, Severin Groebner, Andreas Gruber, Patricia Highsmith, P.D. James, Stefan Kutzenberger, Petros Markaris, Martina Parker, Therese Prammer, Thomas Raab, Julya Rabinowich, Erwin Riedesser, Claudia Rossbacher, Eva Rossmann, Wolfgang Salomon, Rotraut Schöberl, Fred Vargas,
Interview _ Katharina Elisabeth Eigner,Schriftstellerin, Salzburg.
Katharina Elisabeth Eigner, Schriftstellerin
Liebe Katharina Elisabeth Eigner, ist Österreich als Gastland die vorauseilende Revanche für den deutschen (Sommer) Gast?
sich vorauseilend an D zu revanchieren: das ist nicht der österreichische Charme
Was charakterisiert einen österreichischen Gast?
der österreichische Gast sucht verzweifelt guten Kaffee
Wird Leipzig das Literatur-Cordoba für Österreich?
Brauchen wir ein neues Córdoba, das wir D in 3 Jahrzehnten noch aufs Brot schmieren? Obwohl: ein wenig mehr sportliche Sicht auf manche Dinge täte gut
Ist „Meaoiswiamia“ als majestetischer Plural gemeint mit dem WIR geschickt Deutschland narzisstisch überlisten oder als Kritik am Literaturbetrieb?
meaoiswiamia hätte vielleicht am besten nach München gepasst, da verstehen es mehr Leute. Aber es ist eine wunderschöne Zungenbrecher-Revanche für sächsische Orte wie Zschokau
…oder eine Aussage bei einem Scheidungsrichter?
Oder ein neues Doku-Soap-Format über neureiche Österreicher
Wer kann besser lesen – Deutschland oder Österreich?
nächste Frage 😉
Was nimmt ein österreichischer Gast aus Deutschland immer mit? Offiziell und inoffiziell.
offiziell: nichts
Inoffiziell: die Genugtuung, dass unsere Kaffeehauskultur unschlagbar ist
Herzlichen Dank!
Zur Person_Katharina Eigner
geboren 1979, aufgewachsen in Salzburg. Zieht nach der Matura in die Bundeshauptstadt, flirtet mit Publizistik und Kunstgeschichte. Bricht ihre Zelte in Wien ab, tauscht Asphalt gegen Natur und zieht an den südlichen Stadtrand von Salzburg. Sie absolviert eine kaufmännische Ausbildung und arbeitet im Familienbetrieb, zum Schreiben kommt sie erst später. Katharina Eigner lebt mit ihrer Familie in Grödig bei Salzburg.
Katharina Eigner, Diva del Garda. Gardasee-Krimi. Gmeiner Verlag 2023
Haus verloren, Herz gebrochen: In Riva am Gardasee rappelt sich Restauratorin Rosina wieder auf. Ab jetzt residiert sie im Wohnmobil, und zwar solo. Soweit der Plan. Aber dann überfährt sie beinahe Mario, den gutaussehenden Ex-Kardinal, und wirft ihre Vorsätze schnell über Bord. Ihre Camper-WG entwickelt sich rasch zur Arbeitsgemeinschaft, denn ein Kunstwerk hat den Besitzer gewechselt. Rosina will das Gemälde aufspüren und schaltet in den Ermittler-Modus. Freie Fahrt für die Diva del Garda!Restauratorin Rosina Gamper
Katharina Eigner, Diva del Garda. Gardasee-Krimi. Gmeiner Verlag 2023
Erscheinungsdatum: 8 März 2023, 281 Seiten, 13,5 x 21 cm, Paperback
Liebe Susanne Rasser, was macht den österreichischen Gast aus?
Bevor ich hier einen Schmarrn erzähle oder gar ein Klischeebild ausmale, sage ich einfach: ich weiß es nicht.
Etwas nicht zu wissen, vieles auch nicht mehr zu bewerten, das ist für mich – in Zeiten wie diesen – so etwas wie Luxus und Lohn.
Ist Österreich für Deutschland nicht immer (nur) ein Gastland?
„Dinçer Güçyeter gewinnt den Preis der Leipziger Buchmesse“ Unser Deutschlandmärchen« heißt der ausgezeichnete Belletristik-Titel beim Preis der Leipziger Buchmesse. Der 1979 in Nettetal geborene Autor Dinçer Güçyeter sieht seinen Roman als Verbeugung vor den Frauen in seinem Leben.“
Diese Zeitungsnachricht fällt mir beim Nachdenken über den Begriff Gastland ein. Dass der großartige Brückenbauer Dinçer Güçyeterden Leipziger Buchpreis zuerkannt bekam, bewog bei der LBM anwesende österreichische Autorinnen laut HURRA zu schreien.
(Ich habe somit die Frage nur zur Hälfte beantwortet, dafür aber etwas eingeflochten, was mir gerade wirklich wichtig erscheint. Sieh es mir nach, lieber Walter Pobaschnig.)
Wird Leipzig das Literatur-Cordoba für Österreich?
Ha. Was für ein Gedanke. Das Schöne an der Kunst und der Literatur ist ja, dass ein Zusammenspiel sehr oft funktioniert. Das Gegeneinander hat ausgedient, hat auch seinen Reiz vollkommen eingebüßt.
Ist „Meaoiswiamia“ Ausdruck des österreichischen Minderwertigkeitskomplexes?
Ein geglückter Slogan. Meine ich. Der zum Herumspintisieren, zum Sprachspielen taugt. Und der auch deutlich zeigt, dass wir hierzulande kreativ mit unserer Sprache umgehen. Vielleicht bewegen wir uns solcherART weit weg von irgendwelchen Komplexen?
…oder auf den Literaturbetrieb selbst bezogen?
Kann natürlich alles sein. Kommt ja immer auf den Blickwinkel, die Betrachtungsweise und wohl auch auf die gemachten Erfahrungen drauf an. Ich machte in den letzten Jahren die Erfahrung, eine wunderschöne und stärkende Erfahrung übrigens, dass Autorinnen zusammenstehen, dass sie einander fördern, gelten lassen. Die Zeit des Konkurrenzdenkens scheint vorbei zu sein, wir stricken (schreiben und agieren) jetzt nach neuen Mustern, die alten haben ausgedient.
Was hat Österreich was Deutschland nicht hat?
Diesen, so urtypischen österreichischen Schmäh, den kannst Du einem Deutschen nicht vermitteln. Obwohl, stimmt vielleicht auch nicht ganz, denn mein Verleger, Michael Fischer, ein waschechter und kochfester Berliner, der versteht diesen Schmäh und hat ihn sogar selber drauf.
Herzlichen Dank!
Ebenfalls herzlichen Dank.
Zur Person_Susanne Rasser, 1965 geboren, lebt als Autorin und Künstlerin in Rauris, Land Salzburg.
Aktuelle Buchveröffentlichung:ATME DEN HIMMEL. Gedichte. dahlemer verlagsanstalt, Berlin 2022.
Gedichte. Zur Zeit. Zum Leben. Für Sie. Für Dich.
Susanne Rasser Atme den Himmel Gedichte Paperback, 128 Seiten, € 15,- ISBN 978-3-928832-94-6
Interview _ Peter Reutterer, Schriftsteller_Salzburg
Peter Reutterer _ Schriftsteller, Musiker
Lieber Peter Reutterer, ist Österreich als Gastland die vorauseilende Revanche für den deutschen (Sommer) Gast?
Ich habe immer wieder schöne Begegnungen mit Stuttgartern, Berlinern, Leipziger, sogar Bayern erlebt. Und auch im Sommer.
Was zeichnet einen österreichischen Gast aus?
Österreich ist gut, wenn es sich seiner kulturellen Vielfalt erinnert. Diese spiegelt sich auch in der Vielfalt literarischer Stimmen.
Wird Leipzig das Literatur-Cordoba für Österreich?
Sieger sind die Österreicher hier auf jeden Fall. Ich war beeindruckt von der Begeisterung, die den Autorinnen entgegengebracht wird.
Ist „Meaoiswiamia“ als majestetischer Plural gemeint mit dem WIR geschickt Deutschland narzisstisch überlisten?
Ein bisschen Narzissmus sei den Österreichern gestattet. (Und die arroganten Exemplare disqualifizieren sich selbst.)
…oder als Selbstkritik des Literaturbetriebes?
Selbstkritik des Literatur Betriebes sehe ich selten. Immer wieder bedauerlich, weil es großartigen AutorInnen schadet.
Was nimmt ein österreichischer Gast aus Deutschland mit. Offiziell und inoffiziell.
Leipzig ist wunderbar. Wunderbar lebendig. Wenn man nicht unter die Stiefel von Manga-Figuren kommt.
Wer kann besser lesen – Deutschland oder Österreich?
Beide lesen wunderbar.. Und Lesen bleibt wunderbar.
Herzlichen Dank!
Zur Person_Peter Reutterer, Schriftsteller, Musiker, geboren am 13.5.1956 in Waidhofen a.d.Thaya, bis zum achten Lebensjahr im Waldviertel. Übersiedelung nach Salzburg. Neusprachliches Gymnasium, Studium (Germanistik, Psychologie-Pädagogik, Latein), Gymnasiallehrer seit 1980, Veröffentlichungen seit 1987. Lebt mit Familie in Bergheim bei Salzburg.
Aktuelles Buch_ „Bei mir Kind“ Peter Reutterer. Prosa. Bibliothek der Provinz 2022
„Forsthaus“.Kurzprosa.-Bibliothek der Provinz, 1997 „Lokalaugenschein“. Kurzprosa.- Bibliothek der Provinz, 1998 „Movies“. Lyrik.-edition aramo, 2002 “Der Filmgänger”. Eine Erzählung.-Bibliothek der Provinz, 2002 „Silbercolt und Silbersee“. Jugendroman.- edition nove, Jänner 2007 „Schräglage“. Satiren. – Bibliothek der Provinz, Herbst 2007 „Gegenlicht“ .Kriminalerzählung. – arovell, 2008 „Siesta mit Magdalena“. Eine Novella.- arovell, 2010 „Augen.Blicke“. Gesammelte Lyrik.-Edition Tandem, 2010 „Auf den Punkt“. Gedichte mit Geschichten – arovell, 2012 „Unter dem Himmel und in Berlin“. Gedichte mit Geschichten. – arovell, Jänner 2014 „World Wide und auf der anderen Seite“. – Gedichte mit Geschichten. arovell, 2016 „Um das Leben gespielt“. – Gedichte mit Geschichten. arovell, 2018
Publikationen in Anthologien und Zeitschrifften:
„Fugato in S-Moll“. In: „Leben in Salzburg“(MM-Verlag, 1987) „Ad verba“. In: LITERATUR AUS ÖSTERREICH (1993) „Der entschwundene Durst“. In: STERZ (Nr.64/ 1994) „Biomüll“. In: „Mord vor Ort. Neue Kriminalgeschichten aus Österreich“(Vlg. für Gesellschaftskritik, 1994) „Abenteuerspielplatz“. In: „Väter“ (Edition Doppelpunkt, 1996) „Heideland“. In: „Waldviertler Weisheiten“(Edition Stoareich, 1996) „Waldschneisen“. In: SALZ 89, 1997 „Videohelp“. In: STERZ, Nr.76/ 77 (1998) „Lyrik“. In: LITERATUR AUS ÖSTERREICH, Nr.252 (1998) „Demolition“. In: STERZ, Nr.78/ 79 (1998) „Ich rieche“. In: Doppelklick 5, neue edition BUCHKLUB 1999 „Despabilate, amor“. In: STERZ, Nr.82 (1999) „Filmesdichte“. In: SALZ 102, Dez.2000 „Mein Bier am Abend“. In: Edition Aramo, Krems 2001 “Wie Fußball”. In: Mein Leid am Mittwoch. Edition Aramo, Krems 2002 “Rom”. In: SALZ 110, Nahaufnahmen 8. Salzburg 2002 “Movieangels”. In: Beyond, Marsilius 2003 “Erdäpfelklauben”. In:Über das Land, Öst.Agrarverlag (Literaturwettbewerb) 2003 „Bewegende Bilder“. In: Litertatniktechtur 03 (Siemens-Literaturwettbewerb) „Augenlicht und Ewigkeit“. In: SALZ 114, Nahaufnahmen 9. Salzburg 03 „Die Fußballanalysten“. Satire in DIEPRESSE, 10.7.06
Lesungen:
zunächst bei Gruppenlesungen in Salzburg, Graz und Wien. Buchpräsentationen im Salzburger Literaturhaus, in Zwettl und Reichenau, Stifterhaus Linz, Oktober, Hollabrunn u. Raabs, im Literaturhaus Wien, Literaturhaus Krems, im Musilhaus Klagenfurt, 2003 in Budapest, 2004 in Bonn RADIOSENDUNGEN zu „Forsthaus“, (Radio Salzburg 97), zu „Lokalaugenschein“ am Sept.98. In „Beispiele, Ö1“ 1998, in „Literaturminiatur“, Ö1 1999 und 2003 ebenfalls in Ö1, „Leseprobe“ zum „Filmgänger“
Preise:
1995 beim Lieferinger Literaturwettbewerb Herbst 1996: Manuskript-Förderpreis vom Land NÖ März 97: Preisträger beim Hermes-Lyrik-Wettbewerb (Burgenland) 1998: Preisträger „freies lesen“ (Lungau) 1998: 5.Platz beim Bewerb um den Preis des Salzburger Kulturfonds Juli 98: einmaliges Arbeitsstipendium vom Bund, 1999 vom Land Salzburg Juli99: Preisträger bein NÖ-Donaufestival („Die großen Prophezeiungen“) Juli 2000, Preisträger beim KIMNARAS-Wettberb (Drosendorf) September 2003, Landesstipendium Salzburg mit Fritz Popp (Jury Britta Steinwendtner, Werner Thuswaldner und Gudrun Seidenauer) Romstipendien des Bunde 04 und 05 Oktober 20005, Anerkennungspreis „Offener Himmel“
TEILNEHMER an Workshops mit Julian Schutting Mitglied bei der SAG und bei prolit MITARBEIT beim Projekt „Virtuelle Schule“ (PI-Niederösterreich, 2000) Vom Land Salzburg gefördertes Buchprojekt mit Schülern „Lies langsam“, 2002
MUSIKALISCHES TUN (auch engagierbar):
Bandprojekte mit:
Hanna Rose, Ulrich Sick, Thomas Müller, Peter Derfler, Peter Reutterer, „Honey Rose Quintett“
Zsuzsanna Kiss (voc, viol.), Peter Brugger (b), Rainer Furtner (dr): TRIO EXQUISIT
(Standards für die Lounge, Ungarischer und Wiener Jazz)
Liebe Susanne Kristek, ist Österreich als Gastland die vorauseilende Revanche für den deutschen (Sommer) Gast?
Ich weiß nur, dass man als Österreicher nirgends so herzlich empfangen wird wie in Deutschland. Wir beginnen zu sprechen und (fast) alle sind verzückt.
Was charakterisiert einen österreichischen Gast?
Wir bringen Alkohol mit, wenn wir wo eingeladen sind?
Wird Leipzig das Literatur-Cordoba für Österreich?
Hans Krankl forever! Ich liebe auch seine Musik!
Ist „Meaoiswiamia“ als majestetischer Plural gemeint mit dem WIR geschickt Deutschland narzisstisch überlisten oder als Kritik am Literaturbetrieb?
Das ist die logische und sehr gelungene Fortsetzung einer Trilogie:
Band 1: „I wer narrisch“ (Cordoba)
Band 2: „Jetzt hod uns di den Schas gwunna“ (Songcontest)
Band 3: „Meaoiswiamia“ (Buchmesse Leipzig)
…oder eine Aussage bei einem Scheidungsrichter?
Wer kann besser lesen – Deutschland oder Österreich?
Ich hab gestern mein Zutrittsticket bei der Messe mehrfach falsch reingesteckt. Die freundliche Dame hat gesagt: „Das is eine Buchmesse. Lesen hilft!“
Was nimmt ein österreichischer Gast aus Deutschland immer mit? Offiziell und inoffiziell.
Hotelhandtücher?
Herzlichen Dank!
Zur Person_ Was es über mich zu sagen gibt?
Hallo! Mein Name ist Susanne Kristek. Ich bin Autorin, Moderatorin und Veranstalterin der Lesebühne zum Mitsingen in Wien.
Ich habe fast so viele Jobs wie Forrest Gump.
Bin Autorin: „Die nächste Depperte“, Gmeiner Verlag, ET: 25.1.2023, „Nur die Liege zählt“, Milena Verlag, 2020)
Ich moderiere das „Austropodkastl“, einen Podcast von Sony Music über Musik aus Österreich.
Und ich habe die Lesebühne zum Mitsingen erfunden, die ich veranstalte und moderiere.
Weil ich von all dem zu meiner großen Enttäuschung immer noch nicht leben kann, bin ich auch noch Chefin einer Agentur für mysteriöses shoppen. Tagsüber bearbeite ich Excel Listen und führe streng geheime Untersuchungen durch. Nachts nutze ich alle Gelegenheiten, die sich bieten um zu schreiben. Oder zu schlafen.
Ich bin geboren in der Steiermark, lebe mit Mann und Kind in Wien und im Burgenland und trauere immer noch der Absetzung der Lindenstraße nach.
Susanne Kristek, Die nächste Depperte. Von einer, die auszog, um Autorin zu werden. Gmeiner Verlag. 2023
»Vermutlich ist es leichter, unbefleckt schwanger zu werden, als einen Bestseller zu schreiben.«
Das beschwerliche Leben einer Frau, die es sich in den Kopf gesetzt hat, Bestseller-Autorin zu werden und in ihrem Eifer vor keiner durchgeknallten Idee zurückschreckt. Sie bedrängt den Pfarrer für eine Besprechung im örtlichen Pfarrblatt, hält Lesungen vor Toten und lässt sich von Hera Lind in Hausschuhen coachen.
Ein schwarzhumoriger, rasanter Roman über die Höhen und Tiefen des Autorenlebens – satirisch und saukomisch!