Liebe Susanne Rasser, was macht den österreichischen Gast aus?
Bevor ich hier einen Schmarrn erzähle oder gar ein Klischeebild ausmale, sage ich einfach: ich weiß es nicht.
Etwas nicht zu wissen, vieles auch nicht mehr zu bewerten, das ist für mich – in Zeiten wie diesen – so etwas wie Luxus und Lohn.
Ist Österreich für Deutschland nicht immer (nur) ein Gastland?
„Dinçer Güçyeter gewinnt den Preis der Leipziger Buchmesse“ Unser Deutschlandmärchen« heißt der ausgezeichnete Belletristik-Titel beim Preis der Leipziger Buchmesse. Der 1979 in Nettetal geborene Autor Dinçer Güçyeter sieht seinen Roman als Verbeugung vor den Frauen in seinem Leben.“
Diese Zeitungsnachricht fällt mir beim Nachdenken über den Begriff Gastland ein. Dass der großartige Brückenbauer Dinçer Güçyeterden Leipziger Buchpreis zuerkannt bekam, bewog bei der LBM anwesende österreichische Autorinnen laut HURRA zu schreien.
(Ich habe somit die Frage nur zur Hälfte beantwortet, dafür aber etwas eingeflochten, was mir gerade wirklich wichtig erscheint. Sieh es mir nach, lieber Walter Pobaschnig.)
Wird Leipzig das Literatur-Cordoba für Österreich?
Ha. Was für ein Gedanke. Das Schöne an der Kunst und der Literatur ist ja, dass ein Zusammenspiel sehr oft funktioniert. Das Gegeneinander hat ausgedient, hat auch seinen Reiz vollkommen eingebüßt.
Ist „Meaoiswiamia“ Ausdruck des österreichischen Minderwertigkeitskomplexes?
Ein geglückter Slogan. Meine ich. Der zum Herumspintisieren, zum Sprachspielen taugt. Und der auch deutlich zeigt, dass wir hierzulande kreativ mit unserer Sprache umgehen. Vielleicht bewegen wir uns solcherART weit weg von irgendwelchen Komplexen?
…oder auf den Literaturbetrieb selbst bezogen?
Kann natürlich alles sein. Kommt ja immer auf den Blickwinkel, die Betrachtungsweise und wohl auch auf die gemachten Erfahrungen drauf an. Ich machte in den letzten Jahren die Erfahrung, eine wunderschöne und stärkende Erfahrung übrigens, dass Autorinnen zusammenstehen, dass sie einander fördern, gelten lassen. Die Zeit des Konkurrenzdenkens scheint vorbei zu sein, wir stricken (schreiben und agieren) jetzt nach neuen Mustern, die alten haben ausgedient.
Was hat Österreich was Deutschland nicht hat?
Diesen, so urtypischen österreichischen Schmäh, den kannst Du einem Deutschen nicht vermitteln. Obwohl, stimmt vielleicht auch nicht ganz, denn mein Verleger, Michael Fischer, ein waschechter und kochfester Berliner, der versteht diesen Schmäh und hat ihn sogar selber drauf.
Herzlichen Dank!
Ebenfalls herzlichen Dank.
Zur Person_Susanne Rasser, 1965 geboren, lebt als Autorin und Künstlerin in Rauris, Land Salzburg.
Aktuelle Buchveröffentlichung:ATME DEN HIMMEL. Gedichte. dahlemer verlagsanstalt, Berlin 2022.
Gedichte. Zur Zeit. Zum Leben. Für Sie. Für Dich.
Susanne Rasser Atme den Himmel Gedichte Paperback, 128 Seiten, € 15,- ISBN 978-3-928832-94-6
Interview _ Peter Reutterer, Schriftsteller_Salzburg
Peter Reutterer _ Schriftsteller, Musiker
Lieber Peter Reutterer, ist Österreich als Gastland die vorauseilende Revanche für den deutschen (Sommer) Gast?
Ich habe immer wieder schöne Begegnungen mit Stuttgartern, Berlinern, Leipziger, sogar Bayern erlebt. Und auch im Sommer.
Was zeichnet einen österreichischen Gast aus?
Österreich ist gut, wenn es sich seiner kulturellen Vielfalt erinnert. Diese spiegelt sich auch in der Vielfalt literarischer Stimmen.
Wird Leipzig das Literatur-Cordoba für Österreich?
Sieger sind die Österreicher hier auf jeden Fall. Ich war beeindruckt von der Begeisterung, die den Autorinnen entgegengebracht wird.
Ist „Meaoiswiamia“ als majestetischer Plural gemeint mit dem WIR geschickt Deutschland narzisstisch überlisten?
Ein bisschen Narzissmus sei den Österreichern gestattet. (Und die arroganten Exemplare disqualifizieren sich selbst.)
…oder als Selbstkritik des Literaturbetriebes?
Selbstkritik des Literatur Betriebes sehe ich selten. Immer wieder bedauerlich, weil es großartigen AutorInnen schadet.
Was nimmt ein österreichischer Gast aus Deutschland mit. Offiziell und inoffiziell.
Leipzig ist wunderbar. Wunderbar lebendig. Wenn man nicht unter die Stiefel von Manga-Figuren kommt.
Wer kann besser lesen – Deutschland oder Österreich?
Beide lesen wunderbar.. Und Lesen bleibt wunderbar.
Herzlichen Dank!
Zur Person_Peter Reutterer, Schriftsteller, Musiker, geboren am 13.5.1956 in Waidhofen a.d.Thaya, bis zum achten Lebensjahr im Waldviertel. Übersiedelung nach Salzburg. Neusprachliches Gymnasium, Studium (Germanistik, Psychologie-Pädagogik, Latein), Gymnasiallehrer seit 1980, Veröffentlichungen seit 1987. Lebt mit Familie in Bergheim bei Salzburg.
Aktuelles Buch_ „Bei mir Kind“ Peter Reutterer. Prosa. Bibliothek der Provinz 2022
„Forsthaus“.Kurzprosa.-Bibliothek der Provinz, 1997 „Lokalaugenschein“. Kurzprosa.- Bibliothek der Provinz, 1998 „Movies“. Lyrik.-edition aramo, 2002 “Der Filmgänger”. Eine Erzählung.-Bibliothek der Provinz, 2002 „Silbercolt und Silbersee“. Jugendroman.- edition nove, Jänner 2007 „Schräglage“. Satiren. – Bibliothek der Provinz, Herbst 2007 „Gegenlicht“ .Kriminalerzählung. – arovell, 2008 „Siesta mit Magdalena“. Eine Novella.- arovell, 2010 „Augen.Blicke“. Gesammelte Lyrik.-Edition Tandem, 2010 „Auf den Punkt“. Gedichte mit Geschichten – arovell, 2012 „Unter dem Himmel und in Berlin“. Gedichte mit Geschichten. – arovell, Jänner 2014 „World Wide und auf der anderen Seite“. – Gedichte mit Geschichten. arovell, 2016 „Um das Leben gespielt“. – Gedichte mit Geschichten. arovell, 2018
Publikationen in Anthologien und Zeitschrifften:
„Fugato in S-Moll“. In: „Leben in Salzburg“(MM-Verlag, 1987) „Ad verba“. In: LITERATUR AUS ÖSTERREICH (1993) „Der entschwundene Durst“. In: STERZ (Nr.64/ 1994) „Biomüll“. In: „Mord vor Ort. Neue Kriminalgeschichten aus Österreich“(Vlg. für Gesellschaftskritik, 1994) „Abenteuerspielplatz“. In: „Väter“ (Edition Doppelpunkt, 1996) „Heideland“. In: „Waldviertler Weisheiten“(Edition Stoareich, 1996) „Waldschneisen“. In: SALZ 89, 1997 „Videohelp“. In: STERZ, Nr.76/ 77 (1998) „Lyrik“. In: LITERATUR AUS ÖSTERREICH, Nr.252 (1998) „Demolition“. In: STERZ, Nr.78/ 79 (1998) „Ich rieche“. In: Doppelklick 5, neue edition BUCHKLUB 1999 „Despabilate, amor“. In: STERZ, Nr.82 (1999) „Filmesdichte“. In: SALZ 102, Dez.2000 „Mein Bier am Abend“. In: Edition Aramo, Krems 2001 “Wie Fußball”. In: Mein Leid am Mittwoch. Edition Aramo, Krems 2002 “Rom”. In: SALZ 110, Nahaufnahmen 8. Salzburg 2002 “Movieangels”. In: Beyond, Marsilius 2003 “Erdäpfelklauben”. In:Über das Land, Öst.Agrarverlag (Literaturwettbewerb) 2003 „Bewegende Bilder“. In: Litertatniktechtur 03 (Siemens-Literaturwettbewerb) „Augenlicht und Ewigkeit“. In: SALZ 114, Nahaufnahmen 9. Salzburg 03 „Die Fußballanalysten“. Satire in DIEPRESSE, 10.7.06
Lesungen:
zunächst bei Gruppenlesungen in Salzburg, Graz und Wien. Buchpräsentationen im Salzburger Literaturhaus, in Zwettl und Reichenau, Stifterhaus Linz, Oktober, Hollabrunn u. Raabs, im Literaturhaus Wien, Literaturhaus Krems, im Musilhaus Klagenfurt, 2003 in Budapest, 2004 in Bonn RADIOSENDUNGEN zu „Forsthaus“, (Radio Salzburg 97), zu „Lokalaugenschein“ am Sept.98. In „Beispiele, Ö1“ 1998, in „Literaturminiatur“, Ö1 1999 und 2003 ebenfalls in Ö1, „Leseprobe“ zum „Filmgänger“
Preise:
1995 beim Lieferinger Literaturwettbewerb Herbst 1996: Manuskript-Förderpreis vom Land NÖ März 97: Preisträger beim Hermes-Lyrik-Wettbewerb (Burgenland) 1998: Preisträger „freies lesen“ (Lungau) 1998: 5.Platz beim Bewerb um den Preis des Salzburger Kulturfonds Juli 98: einmaliges Arbeitsstipendium vom Bund, 1999 vom Land Salzburg Juli99: Preisträger bein NÖ-Donaufestival („Die großen Prophezeiungen“) Juli 2000, Preisträger beim KIMNARAS-Wettberb (Drosendorf) September 2003, Landesstipendium Salzburg mit Fritz Popp (Jury Britta Steinwendtner, Werner Thuswaldner und Gudrun Seidenauer) Romstipendien des Bunde 04 und 05 Oktober 20005, Anerkennungspreis „Offener Himmel“
TEILNEHMER an Workshops mit Julian Schutting Mitglied bei der SAG und bei prolit MITARBEIT beim Projekt „Virtuelle Schule“ (PI-Niederösterreich, 2000) Vom Land Salzburg gefördertes Buchprojekt mit Schülern „Lies langsam“, 2002
MUSIKALISCHES TUN (auch engagierbar):
Bandprojekte mit:
Hanna Rose, Ulrich Sick, Thomas Müller, Peter Derfler, Peter Reutterer, „Honey Rose Quintett“
Zsuzsanna Kiss (voc, viol.), Peter Brugger (b), Rainer Furtner (dr): TRIO EXQUISIT
(Standards für die Lounge, Ungarischer und Wiener Jazz)
Liebe Susanne Kristek, ist Österreich als Gastland die vorauseilende Revanche für den deutschen (Sommer) Gast?
Ich weiß nur, dass man als Österreicher nirgends so herzlich empfangen wird wie in Deutschland. Wir beginnen zu sprechen und (fast) alle sind verzückt.
Was charakterisiert einen österreichischen Gast?
Wir bringen Alkohol mit, wenn wir wo eingeladen sind?
Wird Leipzig das Literatur-Cordoba für Österreich?
Hans Krankl forever! Ich liebe auch seine Musik!
Ist „Meaoiswiamia“ als majestetischer Plural gemeint mit dem WIR geschickt Deutschland narzisstisch überlisten oder als Kritik am Literaturbetrieb?
Das ist die logische und sehr gelungene Fortsetzung einer Trilogie:
Band 1: „I wer narrisch“ (Cordoba)
Band 2: „Jetzt hod uns di den Schas gwunna“ (Songcontest)
Band 3: „Meaoiswiamia“ (Buchmesse Leipzig)
…oder eine Aussage bei einem Scheidungsrichter?
Wer kann besser lesen – Deutschland oder Österreich?
Ich hab gestern mein Zutrittsticket bei der Messe mehrfach falsch reingesteckt. Die freundliche Dame hat gesagt: „Das is eine Buchmesse. Lesen hilft!“
Was nimmt ein österreichischer Gast aus Deutschland immer mit? Offiziell und inoffiziell.
Hotelhandtücher?
Herzlichen Dank!
Zur Person_ Was es über mich zu sagen gibt?
Hallo! Mein Name ist Susanne Kristek. Ich bin Autorin, Moderatorin und Veranstalterin der Lesebühne zum Mitsingen in Wien.
Ich habe fast so viele Jobs wie Forrest Gump.
Bin Autorin: „Die nächste Depperte“, Gmeiner Verlag, ET: 25.1.2023, „Nur die Liege zählt“, Milena Verlag, 2020)
Ich moderiere das „Austropodkastl“, einen Podcast von Sony Music über Musik aus Österreich.
Und ich habe die Lesebühne zum Mitsingen erfunden, die ich veranstalte und moderiere.
Weil ich von all dem zu meiner großen Enttäuschung immer noch nicht leben kann, bin ich auch noch Chefin einer Agentur für mysteriöses shoppen. Tagsüber bearbeite ich Excel Listen und führe streng geheime Untersuchungen durch. Nachts nutze ich alle Gelegenheiten, die sich bieten um zu schreiben. Oder zu schlafen.
Ich bin geboren in der Steiermark, lebe mit Mann und Kind in Wien und im Burgenland und trauere immer noch der Absetzung der Lindenstraße nach.
Susanne Kristek, Die nächste Depperte. Von einer, die auszog, um Autorin zu werden. Gmeiner Verlag. 2023
»Vermutlich ist es leichter, unbefleckt schwanger zu werden, als einen Bestseller zu schreiben.«
Das beschwerliche Leben einer Frau, die es sich in den Kopf gesetzt hat, Bestseller-Autorin zu werden und in ihrem Eifer vor keiner durchgeknallten Idee zurückschreckt. Sie bedrängt den Pfarrer für eine Besprechung im örtlichen Pfarrblatt, hält Lesungen vor Toten und lässt sich von Hera Lind in Hausschuhen coachen.
Ein schwarzhumoriger, rasanter Roman über die Höhen und Tiefen des Autorenlebens – satirisch und saukomisch!
Liebe Eva Schreiber, ist Österreich als Gastland die vorauseilende Revanche für den deutschen (Sommer) Gast?
Ich komm nicht drauf, wie die Frage gemeint ist. Ok, es ist 05:26 nach drei intensiven Tagen.
Was zeichnet einen österreichischen Gast aus?
Er führt sich halbwegs anständig auf, wenn er sehr sehr nett behandelt wird.
Wird Leipzig das Literatur-Cordoba für Österreich?
Öhm, das bräuchte jetzt noch einen Edi Finger, den sen. Aber es war schon sehr schön.
Ist „Meaoiswiamia“ als majestetischer Plural gemeint mit dem WIR geschickt Deutschland narzisstisch überlisten?
Interessante Idee. So hab ichs noch gar nicht gelesen. Jedenfalls hatte ich das Vergnügen, mit etlichen BesucherInnen ins Gespräch zu kommen, die vergeblich versucht haben, „meaoiswiamia“ auszusprechen. Wies genau gemeint ist, tja, darüber haben wir dann gemeinsam nachgedacht. Lautmalerisch ists jedenfalls wunderschön.
…oder als Selbstkritik des Literaturbetriebes?
Haha. Vielleicht als Lob an den Gastgeber, quasi als Einladung an potenzielle Sommergäste.
Was nimmt ein österreichischer Gast aus Deutschland mit. Offiziell und inoffiziell.
Offiziell: Großartige Organisation, wunderbare Veranstaltungen, großzügige Gastgeber – der Empfang im Gewandhaus, das hatte schon was.
Inoffiziell: Ich lass eine Bitte da: Bitte alle Klo-Kabinen offiziell für alle BesucherInnen vorsehen, dann fühlt man sich nicht so komisch, wenn man aufs Männerklo geht, um die Schlange vor dem Frauenklo etwas abzukürzen.
Wer kann besser lesen – Deutschland oder Österreich?
3:2 für Österreich. Aber warum klingen bloß viele junge AutorInnen aus Österreich wie junge AutorInnen aus Deutschland?
Herzlichen Dank!
Zur Person_Schreiber Eva wurde 1962 geboren und wuchs in Mannersdorf am Leithagebirge in Niederösterreich auf. Sie studierte in Wien und Linz und war 30 Jahre lang als Journalistin, Pressereferentin und Konsumentenschützerin in den Arbeiterkammern für NÖ und später für das Burgenland tätig. Seit 2003 lebt sie in Winden am See, seit 2018 ist sie freie Autorin.
Nach Reportagen aus der Arbeitswelt und Reiseberichten begann Eva Schreiber mit dem Verfassen von literarischen Texten. Erste Veröffentlichungen waren 2017 Nobody saw me writing this über die Künstlerin Fria Elfen (ORF Burgenland) und 2019 Mein Abenteuer Motorsport, die Biografie eines Rennfahrers. Mit dem Text Leermeldung war Eva Schreiber auf der Shortlist des Ö1-Literaturwettbewerbes 2017. Mit Trude und Amalie gewann sie 2019 den ersten Platz beim Literaturpreis der Energie Burgenland. Ihre Kurzgeschichte Schau, da unten sind die Indianer … war auf der Longlist des FM4 Literaturwettbewerbes Wortlaut 2021. Eine Ahnung vom Ende des Glücks ist ihre erste Buchveröffentlichung.
Aktuelles Buch_Eva Schreiber, Eine Ahnung vom Ende des Glücks. Kurzgeschichten. Edition lexliszt12. 2022
„Eva Schreibers Kurzgeschichten handeln vom Vergessen und Vergehen, von der Brüchigkeit menschlicher Beziehungen, aber auch von den Absurditäten des Alltags. Die Autorin schildert all das mit einem wertschätzenden Blick auf ihre Figuren, einem angedeuteten Augenzwinkern und in einer angenehm knappen Sprache, die ohne überflüssige Verzierungen auskommt. Nicht nur die Titelgeschichte vermittelt dabei das, was in Eva Schreibers literarischem Universum allgegenwärtig mitschwingt: eine Ahnung vom Ende des Glücks.
Man muss in Würde sterben können, sag ich immer. Ich wär schon dafür, dass die Ärzte was machen können, wenn man keine Lebensqualität mehr hat. Das Schwierige ist nur, wann ist der Moment? Ich hätt Angst, dass ich den Moment versäum. Aus der Kurzgeschichte: Um einen Strich in der Hose hat man sich nicht gekümmert …“
Eva Schreiber, Eine Ahnung vom Ende des Glücks. Kurzgeschichten. Edition lexliszt12. 2022
Coverbild: Manu Tober Artikel-Nr.: 978-3-99016-223-1 20,00 € Bruttopreis
Lieber Markus Köhle, wie verhält sich ein Gastgeber als Gast zum Gastgeber als Gast im Gastland?
Mit Respekt und Hochachtung für all das, was auf die Beine gestellt wurde und gleichzeitiger Erleichterung, selbst keine Gastgeberrolle gespielt haben zu müssen.
Wie lange bleibst Du? – wird Österreich in Leipzig dies zuerst gefragt?
Auch den City-Light-Posters in Rotation vermutlich sieben Tage lang. In den Herzen vermeintlich für immer. Österreich wird nicht gefragt, Österreich ist gefragt. Gut so.
Warum wird Leipzig Österreich nicht vergessen?
Weil sich das Wienerisch-Nasale als Ohrwurm meaoiswia der Slogan eingenistet hat.
Ist „Meaoiswiamia“ eine Aussage bei einem Scheidungsrichter?
Mia wean kan Richter nit brauchen um uns von Leipzisch wieder zu scheiden.
Was nimmt der Gast Österreich aus Deutschland mit? Offiziell und inoffiziell.
Als Teil des siegreichen Slam-Teams nehm ich offiziell eine Urkunde über sieben in Sachsen gepflanzte Bäume mit. Inoffiziell haben wir naturgemäß Vorurteilsberge versetzt.
Herzlichen Dank!
Zur Person_
Markus Köhle schreibt, um gehört zu werden. Er ist Sprachinstallateur, Literaturzeitschriftenaktivist und Papa Slam Österreichs.
Er studierte in Innsbruck und Rom Germanistik und Romanistik, war 2004-2006 Forschungsprojektassistent an der Universität Innsbruck. Seit 2001 ist er literarisch, literaturkritisch, literaturwissenschaftlich und auch als Literaturveranstalter aktiv.
Seit 2002 veranstaltet er Poetry Slams. Er macht Lesungen, Vorträge und Workshops in Schulen, Universitäten und diversen Kulturveranstaltungsorten im In- und Ausland (z.B. Österreich Bibliothek Jerewan, Goethe Institut Alexandria, Taschkent, Österreich Institut Kairo, Ljubljana, Sommerakademie Zakynthos, Universität Maribor, Skopje, Tetovo, Prag, Stellenbosch, Grahamstown, …).
Liebe Evelyn Bubich, ist Österreich als Gastland die vorauseilende Revanche für den deutschen (Sommer) Gast?
Definitiv. Und in Wahrheit freut man sich ja auch ganz narrisch aufeinander. Aber wären (österreichische) Bücher bloß so populär wie österreichische Badeseen …
Was macht den österreichischen Gast aus?
Auch sie:er badet gern (es gibt übrigens auch in unmittelbarer Nähe von Leipzig sehr idyllische Seeufer). Sein:Ihr Pro-Kopf-Absatz von Kaffee (Betonung liegt auf der zweiten Silbe) liegt wiederum über dem der:des deutschen, das mit dem Veltliner und so muss ich ja nicht erwähnen, das ist schon sehr abgedroschen. Lassen wir die Klischeetrommel also eher ungerührt.
Wird Leipzig das Literatur-Cordoba für Österreich?
Also, als Wunder (in »unserem« Fall) würde ich es jetzt nicht bezeichnen. All die Kraft und Arbeit, die hier drinsteckt, allerdings schon. Und es wird garantiert das ein oder andere Wunder geschehen. Oder wie war das bei »uns« … man wird sich noch … Nena wusste es jedenfalls besser. Und in jedem Fall hat die österreichische Literatur(szene) – eben – weit mehr zu bieten, als dies vor Leipzig Erwähnung fand. Auch nach Leipzig.
Ist „Meaoiswiamia“ als majestetischer Plural gemeint mit dem Österreich geschickt narzisstisch Deutschland überlistet?
Ich glaube, je mehr man sich hier hineindenkt, desto mehr denkt man sich hier wieder hinaus.
…oder als Kritik am Literaturbetrieb?
Da bin ich mir nicht ganz sicher. Aber in (Selbst-)Kritik steckt auch Wachstumspotenzial.
Wer kann besser lesen – Deutschland oder Österreich?
Das ist doch ganz klar!
Herzlichen Dank!
Zur Person_Evelyn Bubich lebt und arbeitet als Autorin, Lektorin und Literaturvermittlerin in Wien und gern auch andernorts. Mehr auf https://www.textzeit.at
Liebe Irene Diwiak, was macht den österreichischen Gast aus?
Dass er aus Österreich kommt. Und dass er irgendwann wieder geht.
Irene Diwiak,Schriftstellerin _ Wien
Ist Österreich für Deutschland nicht immer (nur) ein Gastland?
Es ist ja ein Privileg, immer „Gastland“ zu sein – und nicht etwa auf gut amerikanisch ein „asshole state“. Wobei unser Ruf in Deutschland besser ist als verdient, eigentlich, weil Deutsche in der Regel die österreichische Innenpolitik nicht verfolgen. Ihnen würde aber auch der richtige Humor dafür fehlen.
Wird Leipzig das Literatur-Cordoba für Österreich?
Literarisch haben wir kein Cordoba nötig. Da hat sich Österreich schon sehr gut etabliert beim großen Nachbarn. Das liegt auch daran, dass wir (noch!) viel bessere Förderungsstrukturen haben als die Deutschen. Gute Literatur ist nämlich vor allem eine politische Entscheidung. Guter Fußball vermutlich auch. Aber gute Literatur ist mir persönlich wichtiger.
Ist „Meaoiswiamia“ Ausdruck des österreichischen Minderwertigkeitskomplexes?
Das könnte man so interpretieren. Oder auch als Majestätsplural. Die imperialen Phantomschmerzen sind ja auch nach hundert Jahren noch ein bisschen zu spüren. Und manchmal musste ich schon ein bisschen schmunzeln darüber, wie sehr sich Österreich da selbst abfeiert auf der Messe. Ist das noch Ironie oder doch schon so ein ganz, ganz, ganz kleines bisschen Nationalismus?
…oder auf den Literaturbetrieb selbst bezogen?
Oder auf die Literatur an sich. Deswegen ist die Frage „Was hat der Autor / die Autorin mit dem Text gemeint?“ stets obsolet. Literatur ist immer mehr als das, was der Autor / die Autorin meint. Auch mehr, als er / sie schreibt, übrigens. Das macht die Magie der Literatur aus.
Was hat Österreich was Deutschland nicht hat?
Die ÖBB.
Herzlichen Dank!
Irene Diwiak,Schriftstellerin _ Wien
Zur Person_Irene Diwiak, geboren am 10. Dezember 1991 in Graz, aufgewachsen in Deutschlandsberg, Studium der Judaistik, Slawistik und Komparatistik in Wien. Nebenher viel Theater, auf und hinter der Bühne. Zahlreiche Literaturpreise, u.a. bei der Jugendliteraturwerkstatt Graz (2005, 2008), FM4-Wortlaut (2013), Theodor-Körner-Förderpreis (2015), Jurypreis beim Autorenwettbewerb der Nibelungen-Festspiele Worms (2015), Förderpreis der Stadt Graz (2018), Stipendiatin am Literarischen Colloquium Berlin (2019), Literaturstipendium der Stadt Graz (2020), Stipendium für Dramatik der Stadt Wien (2021). Ihr Theaterstück „Die Isländerin“ wurde 2016 in Worms uraufgeführt. Ihr Debütroman „Liebwies“ erschien 2017 bei Deuticke (Taschenbuchausgabe 2019 bei Diogenes) und stand auf der Shortlist für den Debütpreis des Österreichischen Buchpreises. Ihr zweiter Roman „Malvita“ ist 2020 bei Zsolnay erscheinen. Ihr dritter Roman erscheint voraussichtlich 2023 bei C. Bertelsmann, München.
„Irene Diwiak schreibt klug, humorvoll und stark. Das mag böse wirken, denn sie löst in keiner Sekunde den Blick von der enormen Eitelkeit des Menschen und enthüllt damit die Brutalität des Banalen.“ (Marija Bakker, WDR5, 15.12.17)
Lieber Volker Kaminski, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Sehr unspektakulär, fürchte ich. Vor dem Frühstück eine Gymnastikeinheit auf der Matte und ein wenig Hanteltraining, gefolgt von einem längeren Spaziergang (zwecks Bewegung und Einfällesammeln).
Anschließend die Vormittagssitzung (Lektüre von Rezensionstiteln oder Masterarbeiten mit anschließendem Verfassen eines Gutachtens o. Ä.).
Nach der Mittagspause ab 16Uhr Nachmittagssitzung: Arbeit am Eigenen! Höhepunkt des Tages!
Abends Privates, Lesung, Konzert, Theater, Vernissage oder Tummeln auf dem Berliner Parkett (z.B. in Botschaften und Landesvertretungen) mit einem Entspannungsgläschen Rotwein.
Volker Kaminski, Schriftsteller
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Sich nicht verdüstern und einschüchtern lassen von der aktuellen Weltlage. Rückgriff auf Ressourcen und Erfahrungswissen. Pläne schmieden, Ziele ins Auge fassen. Als Künstler sich nicht entmutigen lassen, immer den Kopf oben behalten und ansonsten dem folgen, wohin der eigene Antrieb dich steuert. Ganz wichtig auch: sich vernetzen und mit anderen austauschen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Das ist schwer einzuschätzen. Vermutlich wird es wesentlich darum gehen, unser freiheitliches Leben auf der Basis demokratischer Grundrechte und eines funktionierenden Parlaments mit Meinungsvielfalt und Parteienpluralität aktiv zu verteidigen. Kunst und Literatur werden dann die Leuchttürme der freien Individualität bleiben, Ausdruck selbstbewussten Bürgersinns, selbst extreme Kunstwerke muss es weiter geben dürfen – da erwarten uns noch kontroverse Diskussionen.
Was liest Du derzeit?
Den wundervollen Roman „Fünf Minuten vor Erschaffung der Welt“ meines Verlagskollegen Wolf Christian Schröder (PalmArtPress). Eine verrückt-liebenswerte Lektüre, jedoch mit erstaunlich viel negativer Energie, ohne dass sich dabei Hoffnungslosigkeit ausbreitet.
Die Romane von Patrick Modiano, z. B. „Im Café der verlorenen Jugend“ oder „Eine Jugend“. Ein äußerst ökonomisch arbeitender Autor, dessen Romane Geheimnisse enthalten und in ihrer scheinbaren Harmlosigkeit menschlich ins Herz treffen.
Toll und spannend ist auch: „Die Anomalie“, von Hervé Le Tellier. Eine Spur Science Fiction, formal ungewöhnlich. Ein Flugzeug verdoppelt sich auf rätselhafte Weise, samt aller Passagiere und der Crew. Wie ist so etwas möglich? Darauf wird im Roman eine Antwort gesucht. Herrlich verrückt!
Ansonsten mische ich gerne unter die neuen Titel auch immer wieder Älteres, Bewährtes wie zuletzt: „Der Steppenwolf“ von Hermann Hesse oder Aufsätze von Thomas Mann (gerade gelesen: „Deutsche Hörer“, Manns Abrechnung mit Hitler-Deutschland in einer Vielzahl von BBC-Reden).
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Reisen hat keinen Reiz, wenn du nirgendshin heimkehren kannst.“ Stanislaw Lem.
Vielen Dank für das Interview lieber Volker, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Volker Kaminski, Schriftsteller
Zur Person_
VOLKER KAMINSKI, geb. 1958 in Karlsruhe, Studium Germanistik/Philosophie, lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Er veröffentlicht Kurzgeschichten, Glossen (Berliner Zeitung), zahlreiche Romane, z.B. „Herzhand“ 2021, „Der Gestrandete“ 2019, „Auf Probe“ 2018, „Rot wie Schnee“ 2016. Im Herbst 2023 erscheint der Roman „RUA17“ bei PalmArtPress Berlin.
Kaminski rezensiert Romane aus dem arabisch-persischen Kulturraum für die Deutsche Welle. Seit 2014 ist er Lehrbeauftragter an der Alice Salomon Hochschule in Berlin und unterrichtet dort Creative Writing in einer Romanwerkstatt. Außerdem bildet er Autor*innen aus über das Institut für kreatives Schreiben (IKS). Stipendien: Alfred Döblin-Stipendium. Stipendium Kunststiftung Baden-Württemberg, Stipendium Künstlerhaus Edenkoben.
Ist Österreich als Gastland die vorauseilende Revanche für den deutschen (Sommer) Gast?
Ich hoffe nicht
Was liest ein österreichischer Gast in Deutschland?
Ein Buch eines deutschen Autors, das mich unlängst sehr beeindruckt hat, war „Freudenberg“ von Carl-Christian Elze
Wird Leipzig das Literatur-Cordoba für Österreich?
Hoffentlich ist es nur der Beginn einer Reihe von außergewöhnlichen Erfolgen
Ist „Meaoiswiamia“ als majestetischer Plural gemeint mit dem WIR geschickt Deutschland narzisstisch überlisten?
Ich denke, meaoiswiamia ist ein spannender Zugang zu der Vielfältigkeit und Vielgestaltigkeit eines Landes, das diese viel zu oft und ohne ersichtlichen Grund zu verstecken versucht.
Was kann Österreich aus Deutschland und Deutschland aus Österreich gestohlen bleiben?
Gegenseitige Vorurteile.
Wer kann besser lesen – Deutschland oder Österreich?
Ich freue mich über jeden Menschen, der tatsächlich bereit ist, sich mit Herz und Hirn einem Buch zu widmen, egal woher er kommt
*1990 in Wien, Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (Magisterium) und der Philosophie (Bachelor) an der Universität Wien.
Publikation des Debütromans „Das Fell der Tante Meri“ (2014) und des zweiten Romans „Chikago“ (2017) im Picus Verlag. Mit ihren Theaterstücken steht Theodora Bauer seit 2016 bei Schultz & Schirm unter Vertrag.
Teilnahme am 20. Klagenfurter Literaturkurs im Rahmen des Ingeborg-Bachmann-Preises mit dem Manuskript von „Chikago“ (2016). „papier.waren.pospischil“ gewinnt den 1. Preis beim Festival „Die Freiheit des Lachens“ am Salzburger Landestheater (2017) und wird im März 2019 dort uraufgeführt. Theodora Bauer erhält den Anerkennungspreis der Burgenlandstiftung Theodor Kery für „Chikago“ (2018) und das DramatikerInnenstipendium des Bundes für ein in Arbeit befindliches Theaterstück (2018). Die Süddeutsche Zeitung setzt den Roman auf die Liste der „10 Bücher des Jahres“ (2017). Mit „Chikago“ kommt sie ins Finale des Alpha-Literaturpreises 2018. 2019 erhält Theodora Bauer den Förderungspreis für Literatur der Stadt Wien. 2019-2020 verbringt sie zwei Monate am Deutschen Haus der New York University in NYC im Rahmen eines Schreibaufenthaltes. Im Spring Term 2022 ist Theodora Bauer Writer in Residence und Gastdozentin an der BGSU (Bowling Green State University) in Ohio. 2022 erhält sie sowohl das Projektstipendium des Bundes für ihren neuen Roman als auch den rotahorn-Literaturpreis.
Sie moderiert die Literatursendung „literaTOUR“, die im österreichischen Sender ServusTV ausgestrahlt wird.
Short Biography in English
Born in Vienna in 1990, Theodora Bauer studied Philosophy (Bachelor) and Communication Science (Master) at the University of Vienna. Her debut novel „Das Fell der Tante Meri“ („Aunt Meri’s Fur“) was published in 2014, followed by her second novel „Chikago“ in 2017, both with Picus Verlag / Vienna. Her plays have been represented by Verlag Schultz & Schirm / Vienna since 2016.
Theodora Bauer participated in the „20th Klagenfurt Literaturkurs“ being organised parallel to the Ingeborg-Bachmann-Preis in 2016, working on the manuscript of „Chikago“. The German paper Süddeutsche Zeitung listed „Chikago“ among the 10 best books of the year 2017. Her reading trips presenting the book took her, amongst others, to the US and Canada.
Her play „papier.waren.pospischil“ won the first prize at a competition called „Die Freiheit des Lachens“ at Salzburg State Theatre (Salzburger Landestheater) in 2017 and premiered there in March 2019.
In 2018, Theodora was awarded a prize by the Burgenland Foundation Theodor Kery for „Chikago“ and a scholarship for playwrights by the Austrian Ministry of Culture for a play that she recently finished. She was nominated for the Alpha Literary Prize 2018 for her second novel. In 2019 she got a literary award from the City of Vienna. In 2019/2020, Theodora spent two months in NYC at the Deutsches Haus at New York University on a writer’s residency. Theodora spent the spring term of 2022 as a writer in residence and guest lecturer at BGSU (Bowling Green State University) in Ohio. In 2022 she received a scolarship by the Austrian government to finish her current novel and the prestigious rotahorn literary award.
Theodora is hosting the show „literaTOUR“ on the Austrian TV station ServusTV.
Romane:
Zahlreiche Lesungen und wohlwollende mediale Berichterstattung nach der Publikation von „Chikago“ in deutschen und österreichischen Medien. Die Süddeutsche Zeitung setzt den Roman auf die Liste der „10 Bücher des Jahres“ (2017). Lesereisen mit „Chikago“ nach Paris, nach Budapest und zwei Mal in die USA (2018). Förderung von Lesungen aus „Chikago“ an österreichischen öffentlichen Bibliotheken im Rahmen des Programmes „Geschichte in Geschichten“ des BVÖ (2018). Theodora Bauer erhielt den Anerkennungspreis der Burgenlandstiftung Theodor Kery für “Chikago” (2018) und wurde mit dem Buch für den Literaturpreis Alpha nominiert (2018). Im Oktober 2018 wurde „Chikago“ in einer dramatisierten Fassung auf die Bühne gebracht.
„Das Fell der Tante Meri“ erscheint als Taschenbuch im Aufbau Verlag (2016)
Recherchereise nach Chicago, nach Hamburg und Bremerhaven (2015)
Lesereise durch Deutschland und Österreich anlässlich der Veröffentlichung von „Das Fell der Tante Meri“ (2014). Umfangreiche mediale Berichterstattung zur Veröffentlichung u.a. im ORF, auf WDR und BR. Rezensionen in nahezu allen wichtigen österreichischen Medien. Lesereisen nach Serbien, Belgien, in die Türkei und nach Luxemburg. (2014 – 2016)
Theater:
Uraufführung von „papier.waren.pospischil“ am Landestheater Salzburg (2019)
Dramatisierung von „Chikago“ und Aufführung im Rahmen von „Szene Österreich“ (2018)
Aufführung des Theaterstücks „Am Vorabend“ anlässlich des Sommertheaters „thalhof wortwiege“ am Thalhof in Reichenau an der Rax unter der Regie von Anna Maria Krassnigg und Jérôme Junod (2018).
Aufführung des Theaterstücks „papier.waren.pospischil“ als Szenische Skizze beim Festival Neues Wiener Volkstheater (2017), bei den Österreichischen Theatertagen in Paris (2018) und beim Festival „Hin & Weg“ in Litschau am Herrensee (2018). „papier.waren.pospischil“ gewinnt den 1. Preis beim Festival „Die Freiheit des Lachens“, ausgeschrieben vom Salzburger Landestheater (2017).
Auswahl für das Projekt „Schreib’ Drama“ des Theaterzentrums Deutschlandsberg; Premiere des dort entstandenen Stückes (2013)
Entwicklung des Stückes „Und wir, die Neuen. Eine Tragödie“ im Rahmen des vom bm:ukk geförderten Projekts „macht.schule.theater“ am Offenen Haus Oberwart. Regie: Angelika Messner (2013)
Literaturpädagogik:
Kontinuierliche Betreuung von literarischen Workshops für Kinder und Jugendliche am Literaturhaus Mattersburg (verstärkt ab 2017), in Eisenstadt und für KulturKontaktAustria in Kooperation mit dem UNHCR (2018).
Teilnahme an zahlreichen Schreibwerkstätten und Workshops, u.a. der Literaturwerkstatt Graz, der Jungen Literaturwerkstatt Wien, des Offenen Hauses Oberwart und des Schauspielhauses Wien. (2001-2013)
Andere Betätigungsfelder:
Moderation der Fernsehsendung „literaTOUR“ auf ServusTV (ab 2018)
Moderation von Diskussionsveranstaltungen (ab 2015)
Austauschsemester an der University of Illinois at Urbana-Champaign in den USA. Teilnahme ermöglicht durch ein Stipendium der Universität Wien (SS 2014). Im Rahmen davon Internship beim “Ebertfest: Roger Ebert’s Film Festival” in Champaign, IL. (2014)
Teilnahme am Europäischen Forum Alpbach mit einem Stipendium des Club Alpbach Burgenland (2013 – 2015, 2017). 2019 ist Theodora Bauer als „Art Scholar“ am Forum Alpbach vertreten.
Studium in klassischem Gesang bei Eva Lindqvist, Wien (2008 – 2013)
Tutoriatsauftrag an der Universität Wien, Betreuung der Seminare von Univ.-Prof. Dr. Alfred Pfabigan am Institut für Philosophie. Thema: Politische Philosophie (2011 – 2012)
Praktikum in der Kulturredaktion des ORF Burgenland (2010)