„Machen wir genug, um das Interesse der jungen Generation zu wecken?“ Huei Chiang, Konzert Geigerin _ Wien 7.6.2021

Liebe Huei, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Normalerweise beginne ich meinen Tag mit einer Tasse Tee und einer halben Stunde Yoga, bevor ich die Geige in die Hand nehme. Wenn ich keinen fixen Termin für Orchester oder Ensemble (Projektaufnahme) habe, suche ich Stücke zum Lernen und Einüben aus, um zukünftige Probespiele vorzubereiten. Diese Zeit eignet sich gut dazu, das eigene Repertoire zu erweitern. Ich treffe mich regelmäßig mit einem befreundeten Pianisten, um neue Sonaten zu proben.

Da ich erst seit letztem Oktober in Wien bin, lerne ich gerade die Stadt kennen. Ich bin hier fast jeden Tag in neuen Gegenden unterwegs. Die Schönheit und die Kuriositäten der Stadt versuche ich auf Fotos festzuhalten und via Social Media zu teilen. Das ist zurzeit mein “self motivation project”.


Seit März poste ich täglich ein Foto mit kurzem Text. Ich werde dies 100 Tage lang machen. 
Obwohl ich aufgrund der beruflichen Situation für mich und meine KünstlerkollegInnen manchmal deprimiert bin, lehrt mich diese Fotoaktion, Freude und Schönheit im Alltag immer wieder neu zu entdecken.

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Dass wir mit positiver Energie weitergehen und uns gegenseitig unterstützen.
In dieser Zeit ist es vor allem wichtig, Freundschaften zu pflegen, uns wenn möglich trotzdem regelmäßig zu treffen und das zu teilen, was uns auf der Seele liegt. Das Beste aus der Situation zu machen und die Hoffnung nicht zu verlieren sind weitere wichtige Punkte.

Ich denke, dass wir im Lockdown die Chance hatten zu überlegen, was wichtig für uns ist. In meinem Fall sah/sehe ich, wie wichtig Musik für mich ist. Das Spiel auf der Geige und vor Zuschauern ist ein wichtiger Teil meiner Identität. Es fehlte mir sehr.

Seit einer Woche sind die Geschäfte wieder offen. Ich sehe viele Menschen für Schuhe und Kleidung Schlange stehen. Bei mir kommt dabei die Frage auf, warum das so wichtig ist. Viele neue Dinge zu kaufen, die meist sogar unnötig sind, schädigt zudem unsere Umwelt.
Wie schön wäre es, wenn Menschen vorm Theater oder Konzertsaal stehen und nach Live-Musik und Vorstellungen fragen würden!

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?

Um ehrlich zu sein, mache ich mir ein bisschen Sorgen um die Zukunft der klassischen Musik. Musik ist für mich so wichtig, dass ich meine Heimat verlassen habe, um in Europa zu studieren und zu arbeiten. Es gibt immer weniger Leute, die sich voll und ganz für klassische Musik interessieren, und in Konzertsälen sehe ich meist ein Meer aus grauen Haaren …

Wenn die Veranstaltungsorte wieder geöffnet sind, haben wir dann das gleiche Publikum wie zuvor? Machen wir genug, um das Interesse der jungen Generation zu wecken? Wir sind viele Musiker auf hohem Niveau, und ich wünsche mir auch viele Zuhörer auf hohem Niveau, die die Schönheit in unserer Kunst empfinden.

Es ist wesentlich, dass wir den Menschen stärker denn je die Magie von Live-Musik und anderen Kunstformen vermitteln. Große, bekannte Theater und andere Veranstaltungsorte werden immer Publikum haben. Wichtig ist mir, dass kleine Strukturen und Nischen gefördert werden.

Was liest Du derzeit?

Hin und wieder komme ich dazu, wieder die Bücher meines Lieblingsphilosophen Krishnamurti zu lesen. Ein kleines Buch, das ich gerade in der Hand habe, heißt „Freedom from the known“.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Aus dem Kapitel “Schönheit”

„Nun, zu schauen ist eines der schwierigsten Dinge im Leben – oder zu lauschen; Schauen und Lauschen sind das Gleiche. Wenn Ihre Augen durch Plackerei blind geworden sind, können Sie die Schönheit eines Sonnenuntergangs nicht wahrnehmen.

…Es gibt eine Erzählung über einen religiösen Lehrer, der an jedem Morgen zu seinen Jüngern zu sprechen pflegte. Eines Morgens begab er sich zu seinem erhöhten Sitz und wollte gerade beginnen, als ein kleiner Vogel kam, sich auf das Fensterbrett setzte und zu singen begann und nicht aufhörte, aus voller Kehle zu singen. Dann schwieg er und flog davon, und der Lehrer sagte: „Die Predigt für heute Morgen ist beendet.“

Huei Chiang, Konzert Geigerin

Vielen Dank für das Interview liebe Huei, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Musikprojekte wie persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Huei Chiang, Konzert Geigerin

www.hueichiang.com

Fotos_Monarca studios

10.5.2021_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Theater/ Film im Kino: Es ist und bleibt ein kollektives Erleben mit sozialer Komponente“ Aurelia Burckhardt _ Schauspielerin_ Wien 6.6.2021

Liebe Aurelia, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Sehr lang ausschlafen. Mails und Nachrichten beantworten für 2 Kulturprojekte. Aufs eine freu ich mich sehr. Vom 22.-25.9.im F23 einem riesigen Kulturgelände in Liesing (ehemaliges Sargerstellungsgelände).

Dann fix tägliche Runde mit coffee to go mit großer Portion Obers im Stammkaffee.

Nachmittags im Garten chillen oder kochen. Kochbier und Musik machen das Ganze zur Privatpartyzone.

Aurelia Burckhardt _ Schauspielerin, Dipl.Kulturmanagerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Soziales Denken und Handeln.

Lachen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Gesellschaftlich: spill the beans out!

Persönlich: die Entschleunigung im Alltag hat ein Ziel noch deutlicher gemacht: Dem weltweiten Rassismus und Populismus muss jede/r einzelne entgegen wirken.

Theater/ Film im Kino: Es ist und bleibt ein kollektives Erleben mit sozialer Komponente vor und nach der Aufführung. Theater/Film wird auch wieder politischer werden und Menschen kurzzeitig und mittelfristig aufrütteln wollen.

Was liest Du derzeit?

Heinrich Mann, der Untertan (ital.Fassung) und Golo Mann, Deutschland. Ich mag zwar Thomas Mann nicht besonders, hingegen Golo Mann und Heinrich Mann sehr.

Vor allem finde ich in Golo Mann meinen Vater wieder, der mit Golo Mann publizierte und arbeitete, aber leider zu früh verstarb.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

We can work it out

Vielen Dank für das Interview liebe Aurelia, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Aurelia Burckhardt _ Schauspielerin, Dipl.Kulturmanagerin

Aurelia Burckhardt – Wikipedia

Foto_privat.

8.5.2021_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Ein Corona-Roman wirkt auf mich wie Leichenfledderei“ Andreas Gruber, Schriftsteller_ Grillenberg/NÖ 6.6.2021

Lieber Andreas, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

So, wie vor Corona auch, da hat sich nichts geändert, weil ich es als Autor sowieso schon seit Jahren gewöhnt bin, im Home-Office zu arbeiten und ich Social Distance ohnehin für meine Kreativität brauche. Konkret heißt das, um 7 Uhr früh aufstehen, eine Stunde mit einem guten Hörspiel auf den Ohren im Wald walken gehen, Wirbelsäulengymnastik (schließlich bin ich schon über fünfzig), um 9 Uhr frühstücken, schreiben bis 16 Uhr, Sport auf dem Heimtrainer, spätes Mittagessen (wegen Intervallfasten meine letzte Mahlzeit am Tag), danach bürokratische Tätigkeiten wie E-Mails beantworten. Der Abend gehört dann der Familie und den Katzen. Aktuell schauen meine Frau und ich die Agatha Christie Poirot-Serie mit David Suchet. Ihr gefällt Ustinov als Poirot besser, mir Suchet, das sorgt immer für interessante Diskussionen.

Andreas Gruber, Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Gegenseitige Toleranz, sowohl von den Rechten als auch von den Linken, damit wir alle an einem Strang ziehen und so rasch wie möglich aus der Pandemie-Krise herauskommen. Wenn wir uns jetzt politisch gegeneinander aufreiben und damit Energien verschwenden, lachen sich die Virus-Mutationen ins Fäustchen, weil wir ihnen unsere Schwachseite zeigen.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Ich kann da jetzt nur für mich persönlich sprechen. Ich werde Corona in meinen Romanen und Kurzgeschichten nicht thematisieren. Es wirkt auf mich wie Leichenfledderei, wenn ich versuchte, damit Geld zu verdienen. Ich werde nach wie vor an meinen Büchern arbeiten – inhaltlich aber völlig coronafrei – und den Lesern dadurch die Möglichkeit geben, wie auch schon in den letzten zwanzig Jahren, für ein paar Stunden aus der Realität in eine spannende und interessante fiktive Welt einzutauchen.

Was ich mit meinen Bücher versuche, ist einfach den Lesern eine Abwechslung zu bieten, auf andere Gedanken zu kommen und sich zu unterhalten, egal, ob gerade die Prüfung an der Uni versemmelt wurde, die Katze gestorben ist, jemand in der Familie krank ist oder eine Pandemie uns alle zu Hause gefangen hält.

Was liest Du derzeit?

Tatsächlich lese ich im Moment gerade so genannte Schundliteratur, d.h. Heftromane aus den 70er Jahren, bei denen ich mich völlig entspannen kann. Davor habe ich mehrere Themenhefte von GEO und Spektrum der Wissenschaft über den Urknall gelesen, und nach meiner Schundheft-Phase werde ich ein Sachbuch über das Mittelmeer lesen. Dazwischen höre ich gerade, beim Walken im Wald, das Hörspiel „Der Schwarm“ von Frank Schätzing.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Eines von Marie von Ebner-Eschenbach über Bücher und Freundschaften, das mir besonders gut gefällt:

„Ein schönes Buch nicht wieder lesen, weil man es schon gelesen hat, das ist, als ob man einen teuren Freund nicht wieder besuchen würde, weil man ihn schon kennt.“

Andreas Gruber, Schriftsteller

Vielen Dank für das Interview lieber Andreas, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Andreas Gruber, Schriftsteller

www.agruber.com

(15) Andreas Gruber | Facebook

Fotos_Lukas Beck.

8.5.2021_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Das Beste von dem zu sein, was wir sein können“ Brigitte Soucek, Schauspielerin_ Klagenfurt 5.6.2021

Liebe Brigitte, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich habe das Glück neben meinem künstlerischen Beruf als Schauspielerin und Sängerin meiner Tätigkeit als Therapeutin nachgehen zu können. Dabei arbeite ich hauptsächlich mit Kindern. Die Ursprünglichkeit und Direktheit dieser kleinen Menschen, bringt mir so viel Freude, bereichert und berührt mich täglich. Einziger Wermutstropfen: Ich stehe drei Mal die Woche um 06.00 Uhr auf, was für einen Nachtmenschen wie mich nicht gerade einfach ist („lach“). An meinen „freien Tagen“ genieße ich dann das Ausschlafen und einen gemütlichen Morgenkaffee.

Brigitte Souček, Schauspielerin, Sängerin, Therapeutin

Während der Lockdown-Phasen habe ich begonnen mich intensiv mit meiner persönlichen Weiterentwicklung, mit meinem „Seelenheil“ zu beschäftigen: Dazu besuchte ich bis vor kurzem einen praxisnahen Philosophiekurs, lese themenspezifische Bücher und Texte, sehe mir naturwissenschaftliche aber auch spirituelle Dokus an, meditiere täglich und halte bewusst Innenschau. Außerdem genieße ich die bereichernden Gespräche mit meinen Freund*innen und meiner Familie. Ich habe auch wieder vermehrt begonnen zu kochen (was ich auch als sehr meditativ empfinde), achte dabei überwiegend auf eine ausgewogene und biologische Ernährung. Kürzlich habe ich festgestellt, dass ich Alkohol kaum noch vertrage, weshalb ich nun beschlossen habe ihn weitestgehend wegzulassen. Nur Schokolade gehört leider noch zu meinem täglichen Laster. Und so bleibt es nicht aus, mich viel, aber auch sehr gerne in der Natur zu bewegen…

In künstlerischer Hinsicht arbeite ich seit einiger Zeit an der Realisierung mehrerer Projekte, die derzeit noch nicht ganz spruchreif sind und besuche – was nun glücklicherweise wieder möglich ist – Kunstausstellungen, Ateliers, Kundgebungen. Last but not least vermisse ich aber soziale Kontakte, das gemütliche Zusammensitzen, den Austausch mit Menschen und insbesondere mit Künstler*innen, was sich zum Glück ja bald wieder ändert.  

Brigitte Souček, _Das Gemälde im Hintergrund stammt von Brigitte Kranz.

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Das Verbindende vor das Trennende zu stellen. Ich habe den Eindruck, dass sich die Menschheit gerade sehr spaltet, leider. Diese Pandemie bringt viele Wahrheiten ans Licht, schöne und unschöne. Trotzdem halte ich es gerade jetzt für notwendig nicht in der Energie der Angst zu verweilen, sondern nach vorne zu sehen, im Vertrauen zu bleiben. Eine Krise bedeutet in ihrer ursprünglichen Form ja einerseits „wichtige Veränderung“, aber andererseits auch „Chance“.

Vielleicht sind wir in dieser Zeitqualität alle dazu aufgerufen mehr Antworten im Innen zu suchen. So viele Fragen beschäftigen mich gerade: Wer oder was tut mir in meinem Leben (noch) gut? Wie und mit wem kann ich sinnvoll(e) Zeit verbringen? Was kann ich im eigenen Umfeld tun, um eine „bessere“ Welt mitzugestalten, um ein besserer Mensch zu werden ohne dabei Ecken und Kanten zu verlieren? Dazu benötigt es den Blick über den eigenen Tellerrand. Es ist der Versuch gelebter Toleranz und Geduld mit sich und anderen; einander wertschätzend und respektvoll zu begegnen, mit Humor und Empathie, aber auch gesunde Grenzen zu setzen, wahrhaftig zu sein und aus dem Herzen heraus zu agieren.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Kunst und Kultur sind gerade jetzt wichtiger denn je – ja notWENDig! Denn sie schaffen Brücken zu einem verständnisvolleren Miteinander durch Kommunikation, durch Reflexion über unterschiedliche Kulturen und Identitäten. Künste berühren und inspirieren uns nicht nur, sie können und sollen veränderte Sichtweisen, neue Räume in uns eröffnen, uns
(weiter-)bilden und entwickeln. Kulturvermittlung hat ja auch einen gewissen „Erziehungsauftrag“. Im philosophischen Ideal Platons bedeutet Erziehung „von innen heraus ziehen“, was so viel heißt wie uns zu transformieren, uns (neu) zu entdecken, uns die Frage zu stellen: Wer oder was sind wir wirklich? Es bedeutet das Beste von dem zu sein, was wir sein können.

Die Tendenz zeigt, dass künftig wohl vermehrt Synergien zwischen Kunst und Kultur geschaffen werden, um noch konkreter Themen die nicht so gerne angesprochen, nicht so gerne gesehen werden, aufzugreifen und sichtbar zu machen. Erst kürzlich habe ich in diesem Kontext u.a. die deutsche Schauspielerin Maren Kroymann und ihre gleichnamige TV-Show entdeckt. Kroymann und ihr Team verpacken aktuelle – häufig noch immer tabuisierte Themen – auf sehr scharfsinnige und humorvolle Weise in ein Comedy-Format. Dies entspricht nur einem von vielen künstlerischen Mitteln gesellschaftliche Normen und Normierungen sichtbar zu machen, sie zu hinterfragen und Menschen dazu zu bewegen ihre Haltungen zu unterschiedlichen Lebensweisen zu überdenken.

Was liest Du derzeit?

„Konzentration und inneres Erwachen“ – Anleitungen aus dem tibetischen Buddhismus. Ein kleines, praxisbezogenes Büchlein mit mentalen und physischen Anregungen bzw. Konzentrationsübungen, um alltäglichen Herausforderungen konstruktiv zu begegnen.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Kümmere dich nur um die richtige Ausführung der Handlung und nicht um die Belohnung, die sich daraus ergeben könnte.“ (aus den Lehren der Bhagavadgita)

Eine hohe Kunst in dieser herausfordernden Zeit…

Brigitte Souček, Schauspielerin, Sängerin, Therapeutin

Vielen Dank für das Interview lieber Brigitte, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Brigitte Souček, Schauspielerin, Sängerin, Therapeutin

Brigitte Souček, Bsc – Schauspielerin, Sängerin, Sprecherin & Logopädin (wordpress.com)

Fotos_1 u.3 Monika Havekost; 2 Antia Wiegele.

8.5.2021_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„„Malina“ spiegelt den Albtraum einer Gesellschaft“ Gudrun Liemberger, Sängerin_Romanjubiläum Malina_Wien 5.6.2021

Liebe Gudrun, ich bitte Dich um eine Vorstellung von Dir:

Ich bin Singer- Songwriterin, aufgewachsen im Waldviertel, seit langem jetzt schon in Wien lebend. Mein bekanntestes Bandprojekt bisher war „SheSays“, mein bisher größter Erfolg als GuGabriel ist mein Song „Salvation“. Ich bin Mutter einer Tochter, mit Leidenschaft auch Gärtnerin und mein nächstes Projekt ist ein Bienenbaumstamm für Wildbienen.

Gudrun Liemberger _ GuGabriel – singer/songwriter

Ich sehe mich als spirituellen Menschen, das war schon als Kind so. Mein Leben, Sein und Gedankengut drehen sich um eine ganzheitliche Sicht- und Erfahrungsweise meines Lebens, meiner Nächsten und der Welt. Dieses Verstehen und Erkennen von Zusammenhängen und deren Auswirkung und der gesunde Umgang damit, mir selbst und meinem Umfeld wird immer wichtiger für mich.

Ich sehe mich als Transformator und fokussiere mich so gut ich kann auf Licht und Liebe. Auf Bewusstes Sein und Heilung wo geht… das alles, meine Themen und Geschichten spiegeln sich in meinem Wesen wieder, in meiner Musik, meinen Bildern, meinem Denken und Fühlen…

Was sind Deine derzeitigen musikalischen Schwerpunkte und Projekte?

Ich habe 17 neue Lieder geschrieben, diesmal in deutscher Sprache. Die Demos sind soweit fertig, jetzt bin ich auf der Suche nach Möglichkeiten der Umsetzung. Sollte es zu schwierig sein ein ganzes Album zu verwirklichen, werde ich mich wieder auf ein paar mögliche Singles konzentrieren. Der Markt arbeitet meist eh so, weil sich die HörerInnen ihre Playlisten ohnehin hauptsächlich selbst erstellen. Dann habe ich auch kritisches Songmaterial, da ist es glaub´ ich auch schwieriger wirklich gute Leute zu finden, die das mittragen wollen. Gerade in dieser spannungsreichen und herausfordernden Zeit.

Wir brauchen viele Menschen, die offen sind und wertneutral. Mit vielleicht sogar viel Liebe im Herzen. Die sich nicht reinziehen lassen in diese „Spaltungs-Theater“. Und in der Kunst ist es auch so. Das ist ja eben so, dass man die Dinge umsetzt, die einen beschäftigen. Normalerweise – als künstlerischer, wahrhaftiger Mensch. Wenn es nicht einfach „nur“ Konzipiertes – des Geldes wegen – ist. Zeitdokumente im besten Fall. Eine durchaus schwierige Aufgabe…

Am 10. Juli spiele ich ein Konzert, möglicherweise kommen noch Termine dazu…

und am 1. September habe ich die zum 5. Mal verschobene Premiere von „Theater in der Vorstadt“ von Karl Valentin, im Theater Forum Schwechat. Evtl. Coronaauflagenbedingt auch auf Schloss Rothmühle, im Freien dann. Da habe ich – gemeinsam mit einem Kollegen – die musikalische Leitung über, mache Musik auf der Bühne, spiele die „Mizzi“ und tanze auch. Ich finde die Inszenierung super und eine schöne Herausforderung, die viel Freude macht. Ich wünsche mir von Herzen, dass es diesmal stattfindet! 

Welche Themen sind Mittelpunkte Deiner Musik?

Alles was mir begegnet und wichtig ist. Was mich berührt. ZB. hab´ ich vor ein paar Jahren ein Lied über Wasser, Heilung und Leben geschrieben „Pure Water“. In „What About Us“ geht es um GMOs und meine Sehnsucht nach einer schönen Welt für uns alle.

Liebe ist ein großes Thema, immer wieder. Beziehungen. Meine Tochter. Heilung und Erlösung im hier und jetzt und nicht irgendwann.

In einem Lied singe ich über meine Beziehung zu einer Freundin, die letztes Jahr gestorben ist und die mir sehr wichtig war. 

Zum Teil geht es in meinen neuen Liedern auch um „Krieg gegen die Natur“.  So empfinde ich das. Um eine stille Welt, in der keine Vögel mehr singen, in der die Technik den Menschen in vielen Bereichen ersetzt hat. In einem der Lieder geht es um Superintelligenz und dass niemand über dem Leben stehen darf hier auf der Welt. Das finde ich ganz wichtig. Der respektvolle und im positiven demütige Umgang mit dem Leben. Mit dem Leben in und um uns herum. Diese Ressourcen Verschwendung und der Umgang mit unserer Natur ist nicht tragbar. Und wir wissen es. Ein Bienenlied habe ich geschrieben, mit sehr archaischen Chören die sehr gregorianisch klingen finde ich. Hier frage ich mich, was eine schöne Welt kostet.

Was bedeutet Dir Wien?

Als ich nach Wien gekommen bin, um hier Musical zu studieren, bin ich jede Woche nach Hause gefahren. Ich hab`s nicht gut ausgehalten. Die vielen Menschen, die Luft, diese vielen Energien und Informationen. Jetzt, nachdem ich schon mehr als die Hälfte meines Lebens in Wien verbracht habe, auch gute Freunde gefunden und schon viel erlebt habe, hab´ ich Wien schätzen gelernt. Ich finde die Kombination von nicht allzu riesiger Weltstadt – voll Kultur – mit viel Natur rundherum und auch immer wieder mitten drin, sehr angenehm und auch gemütlich. Ich bin in kurzer Zeit im grünen Prater um zu laufen oder auch an der Alten oder Neuen Donau, in die man einfach reinhupfen und endlos schwimmen kann.

Die Clubs und Lokale in den Gürtelbögen, die Märkte mit orientalischem Flair versetzen einen bei Schönwetter sofort in Urlaubsstimmung…  ich finde es auch wunderschön durch die Innenstadt zu schlendern… ich habe Wien ins Herz geschlossen, obwohl ich nach wie vor ein absoluter Naturmensch bin.

Momentan mach´ ich mir immer wieder Gedanken darüber, wer es hoffentlich durch diese Krise schafft. In meinem Fall auch, wo man dann noch spielen können wird. Wie es den vielen kleinen Ladenbesitzern geht… diese ganzen vielen unterschiedlichen Cafés, Geschäfte… das alles ist ganz wichtig für Wien. Das ist städtische Vielfalt und Lebendigkeit. Es ist das was letzten Endes den ganz eigenen, hoffentlich bunten und farbenprächtigen, gewebten Teppich einer Gemeinschaft ausmacht.

Welche Bezüge gibt es von Dir zu Ingeborg Bachmann?

Sie war die Lieblings Schriftstellerin einer ehemaligen Sprechlehrerin von mir, da hab´ ich sie kennen gelernt. Ich habe Gedichte von ihr, die fand ich recht schwermütig. Nachdem ich selbst – besonders in meiner Jugend – sehr schwermütig war, hab´ ich schwermütige Literatur eher gemieden. Ich muss gestehen, dass ich erst wieder durch dich auf sie aufmerksam wurde.

Was kann der Roman „Malina“ für die Gegenwart aussagen?

Hier verarbeitet eine Schriftstellerin ihre Traumata, welche sie zeitlebens offensichtlich nicht überwinden konnte. Das spiegelt sich auch in ihren Gedichten wieder. Im Ende spiegelt „Malina“ den Alptraum einer Gesellschaft, die es bisher nicht geschafft hat zu heilen.

Bachmann hat bis zu ihrem Tod offensichtlich keinen Frieden machen können. Das Kriegstrauma ihrer Kindheit und auch ihre gestörte Beziehung zu Männern hat sie wohl getötet.

Momentan passieren erneut schwerste Traumatisierungen, erneut betrifft es ganz arg wieder Kinder und Jugendliche. Mir schnürt es den Hals zu wenn ich daran denke, wo das alles noch hinführen kann und wie kaputt unser Kollektiv zur Zeit ist. Vielleicht war es immer so, wer weiß.

Wenn wir es nicht bald schaffen möglichst unvoreingenommen Missstände zu klären, das passiert meiner Meinung nach – wenn überhaupt – nur zögerlich, werden wir sehr viele gebrochene Menschen haben. Die haben wir jetzt schon aber die Frage ist, wo die Grenze des Erträglichen aufhört. Gebrochene Menschen, die so gebrochen sind, dass sie nicht mehr heilen können oder sich das Leben nehmen. Wie Bachmann. Sie hatte ihren Ausdruck in der Literatur und hat es trotzdem nicht geschafft über diese wahnsinnigen Dinge hinwegzukommen. Viele haben gar keinen Ausdruck (mehr). Die meisten dröhnen sich zu oder lenken sich ab. Oder ignorieren alles so gut als möglich.

Was hat sich in fünfzig Jahren seit Erscheinen des Romans für die Situation der Frau in der Gesellschaft verändert und wie ist die Situation für die Frau heute, in Gesellschaft und Kunst?

In unserem Land wird man als Geschiedene nicht mehr geächtet und ausgegrenzt, zumindest weitgehend, das ist ein großer Fortschritt. Nach wie vor – da können viele Alleinerzieherinnen ein Lied singen – wird die Verantwortung der Kinder mit allem Drum und Dran sehr oft auf die Frau abgeschoben. Viele Männer drücken sich vor Verantwortung und auch echter Unterstützung. Frauen dürfen sich leben, ohne gleich einen Stempel aufgedrückt zu bekommen.

Es gibt auch Frauenquoten – was zwar immer noch traurig ist und zeigt, dass hier noch viel getan werden muss – aber immerhin gibt es das. Und ich bin keine Freundin von Gendern, aber vielleicht dringt das sonst nicht ausreichend in unser Bewusstsein. Dass Frauen wichtig sind und Chancengleichheit die Basis eines gesunden Zusammenlebens voraussetzt. Man muss sehr stark sein als Frau, wenn man nicht das übliche Spiel spielen will, des „sich verkaufen“. Im Endeffekt ist es eine Frage von Selbstrespekt und Standhaftigkeit und Ehrlichkeit. Da sind wir alle gefordert.

Wie würdest Du selbst in der Romansituation zwischen Ivan und Malina handeln bzw. was würdest Du einer Freundin raten ?

Ich würde zu Ehrlichkeit und Abgrenzung raten und mit ihr gemeinsam alles durchkauen, um ihr zu einem anderen Blickwinkel zu verhelfen und hoffentlich etwas mehr emotionaler Klarheit. Die Situation mit ihrem Mann, der sie ja erhält und den sie lange hintergeht ist unerträglich in Wahrheit. Und da sie ihn nicht liebt, wäre es gut das zu beenden und sich einen Job zu suchen. Aber das alles ist zu komplex jetzt. Es wäre ein Weg… zu eigener Wahrheit, Freiheit und essentieller und nachhaltig positiver Veränderung, hin zu einem möglichst unabhängigen und erfüllten Leben. In Eigenverantwortung und Selbstbestimmtheit. Also eine 180 Grad Drehung.

Was würdest Du Ivan, Malina und der weiblichen Hauptperson sagen wollen?

Schwierig. Ich würde ihnen sagen, dass einem dieses „Spielchen spielen“ auf Dauer nicht weiterbringt und es alle Beteiligten ziemlich sicher leer und oder verbrannt zurücklassen wird.

Bachmann spricht von Paarbeziehungen als „Todesarten“, wie siehst Du das?

Eine grauenhafte Vorstellung. Es gehören immer zwei dazu…Im besten Fall ergänzt man sich. Ich hatte viele Beziehungen, sehr unterschiedlicher Natur. Für vieles bin ich mittlerweile schon zu alt, Gott sei Dank.

Ich habe mit vielem Frieden gemacht und Dramatik brauche ich nicht mehr. Da hatte ich auch genug Erlebnisse, die mich beinahe zerstört haben. Das ist dann das Schöne, wenn man viel erfahren und auch überstanden hat, dass man weitergehen kann und darf, jederzeit…dass man sich im Endeffekt für sich selbst entscheidet.

Wie siehst Du die Gegenwart und Zukunft von Liebe und Paarbeziehung bzw. Partnerschaften an sich?

Ich sehe einen bunten Haufen mit den unterschiedlichsten Beziehungsformen. Wie die Zukunft aussieht, weiß ich nicht. Meiner Meinung nach mangelt es uns fast allen an Erfahrungswerten. Die meisten Menschen kommen aus zerrütteten Familienverhältnissen und unsere Gesellschaft hat sich so sehr von der Idee eines Familienverbandes hin zum Single Leben entwickelt – extrem ausgedrückt – dass ganz vielen die Idee fehlt wie so eine Partnerschaft und Zukunftsplanung aussehen könnte. Und zwar etwas das möglichst von Dauer und auch wirklich erfüllend sein kann. Weit über die materielle Ebene hinaus.

Dieses Wettbewerbsdenken und die Idee vom ständigen und wahnwitzigen Wirtschaftswachstum hat – glaube ich – einfach ganz viel zerstört. Diese Erwartungshaltung an irgendwas, mit all dem Druck. Weil sich die Prioritäten von einem Innenleben zu einem Außenleben hin verschoben haben. Das Schönste ist einfach eine tiefe Verbundenheit und Verständnis für einander.  Und die Idee einer gemeinsamen Lebensgestaltung, wo ganz viel Platz für Liebe und deren Ausdruck ist.

Was würdest Du Ingeborg Bachmann sagen wollen?

Ich würde sie umarmen, ganz fest und möglichst lange halten und ihr sagen, dass ich sie lieb hab und ihr dabei ganz viel Liebe geben. Damit sie spürt wie sich das anfühlt. Liebe ist Heilenergie, die Stärkste die wir zur Verfügung haben. Und damit meine ich die eine erfahrbare Kraft, die wir alle haben und die in unserer Gesellschaft total vernachlässigt wird. Es ist wie beten und man kann sie leiten. Eine Essenz, die auch in der Meditation erfahrbar ist. Eine konzentrierte starke und weite Kraft, die sich ganz warm anfühlt. Sie ist unbegrenzt und geht durch alle Schichten. Leider haben wir verlernt damit umzugehen und in unserer Kultur machen sich auch viele lustig darüber. Weil sie nicht erkannt wird, diese Liebe. Und in Wahrheit schneiden sich diese Leute davon ab und verweilen in Kälte, Dunkelheit und Leere. Depression.

Welche Vision hast Du für Kunst und Gesellschaft?

Kunst sollte selbstverständlich sein. In Form von kreativem, schöpferischem Ausdruck. Jedem zugänglich. Diese Ebene fehlt den meisten Menschen, spätestens nach dem Kleinkindalter. Es ist ein Privileg so etwas machen zu können, sein Potential zu entfalten. Wir sollten zu einer Gesellschaftsform gelangen, wo das jedem Menschen möglich ist. Sein Potential zu entfalten. Da sind wir ganz weit weg davon.

Es ist eher ein Kampf ums Materielle. Ums Überleben. Oder um einen übermässigen Materialismus. Eine Frage des zu erreichen wollenden/könnenden Status um der eigenen Wichtigkeit wegen. Es ist alles auch sehr politisch und von echter Chancengleichheit oft sehr weit entfernt. Finde ich. Auch dieses vorherrschende kleinliche Schubladendenken sollte mal aufgelöst werden. Da sind wir alle gefordert.

So wie auch in den Schulen und überhaupt an allen Ecken und Enden ganzheitliches Denken fehlt. Wir sollten anfangen, Zusammenhänge erkennen zu wollen und konsequent Dinge zu verändern, die ungesund oder nicht förderlich sind. Uns als Teil des Ganzen sehen, miteinander verbunden.

Ich denke mir immer, jeder Mensch und jedes Leben das heilt, ist so eine Bereicherung für alle und alles. Immer. Jeder Mensch der sich entfalten kann ist ein Geschenk für (uns) alle und alles. Wenn wir mehr in solch einem Bewusstsein wären, dann gäbe es wahrscheinlich keinen Hunger mehr, keine Umweltzerstörung, dann wären Kunst, Kultur und eine Gesellschaft die ihr schöpferisches Potential – im Guten – entfaltet keine immer wiederkehrende Frage mehr sondern einfach eine willkommene Notwendigkeit.

Gudrun Liemberger _ GuGabriel – singer/songwriter

50 Jahre Malina _ Roman _ Ingeborg Bachmann _ im Gespräch:

Gudrun Liemberger gugabriel_singer/songwriter _Wien. 

gugabriel (gudrunliemberger.com)

Station bei Ingeborg Bachmann _Mercure Grand Hotel Biedermeier_Wien_2_2021

Interview und alle Fotos_Romanschauplatz Malina_Walter Pobaschnig _ 2_2021.

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„Kultur/Kunst ist vielfältig und gleichermaßen wichtig“ Elisabeth Osterberger, Schauspielerin_Wien 5.6.2021

Liebe Elisabeth, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Noch vor einem Jahr, begann mein Morgen hektisch. Nach einem Morgenkaffee mit meinem Mann, Katzenkuscheln und füttern, Text, Frühstück, To-do-Liste verstauen und ab ins Theater zur Probe. Abends Vorstellung und zwischendurch, sich Zeit nehmen für Freundinnen und Familie. Heute nach dem dritten Lockdown ist alles anders.

Elisabeth Osterberger, Schauspielerin

Jedoch will ich nicht nur negatives aus dieser Zeit mitnehmen. Ich habe meine Heimatstadt mit den Augen eines Touristen gesehen und neu entdeckt.

Kleine und große architektonische Juwele  und Hinterhöfe.  Dazu hätte ich mir vor dieser Krise keine Zeit genommen. Auch habe ich an einem eigenen Projekt geschrieben und eine Webserie mit dem Handy gefilmt.

Zeit für sich selbst haben, das habe ich genossen. Aber nicht das Fehlen der sozialen Kontakte, die Sehnsucht nach Freiheit. Sehnsucht spontan auf einen Kaffee zu gehen. Sehnsucht nach der Bühne, nach meiner Arbeit.

Fragen wie es weitergeht, was sich verändern wird. Wird sich überhaupt was verändern. Haben wir etwas aus dieser Pandemie gelernt? Wie wird sich die Kultur verändern, wo doch die Kultur vom Stellenwert her, weit hinter dem Friseur lag? Wie viele Künstler*innen werden es sich noch leisten können Künstler zu sein. Ich kenne einige, vor allem junge Kollegen*innen die bereits umgesattelt haben. Doch Jammern hilft niemanden.

Dann schleicht sich auch ein zartes Glücksgefühl und Dankbarkeit ein. Ich bin dankbar, dass ich meine Familie habe und alle gesund sind. Dankbar, dass wir in einem Land leben, in dem das Gesundheitssystem niemanden auf der Strecke lässt und glücklich dass ich nach der Krise wieder auf die Bühne darf.

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Vertrauen in sich und das Leben

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Ich wünsche mir, dass die Kulturschaffenden, egal ob Hochkultur oder freie Theater, mehr zusammenrücken. Alleine die Bezeichnung Hochkultur finde ich unpassend. Kultur/Kunst ist vielfältig und gleichermaßen wichtig und verdient gefördert zu werden.  Ich hoffe, dass die Menschen sich nach dieser schrecklichen Zeit mit noch mehr Freude ins Theater setzen oder ins Kino gehen. Ich versuche mein Bestes, um mein Publikum zum Lachen zu bringen, denn ich glaube Lachen ist die beste Medizin.

Gerade in Zeiten wie diesen darf man den Humor nicht verlieren, sonst verliert man sich selbst.

Was liest Du derzeit?

Aufregend war es immer (Autobiographie Hugo Portisch)

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Begegne dem, was auf dich zukommt nicht mit Angst, sondern mit Hoffnung

(Franz von Sales)

Elisabeth Osterberger, Schauspielerin

Vielen Dank für das Interview liebe Elisabeth, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Elisabeth Osterberger, Schauspielerin

Elisabeth Osterberger Homepage – elisabeth-osterbergers Homepage

Fotos_1,2 Pamela Russmann; 3 C.Hofbauer;; 4 S.Schwarz.

18.5.2021_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Und wenn was nicht klappt, dann halt ein neuer Plan“ Norbert Holoubek, Regisseur_Wien 4.6.2021

Lieber Norbert, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Zur Zeit schreibe ich an einem Jugendbuch. Darum stehe ich gerade tatsächlich um vier Uhr in der Früh auf und schreibe. Ich habe zwei kleine Buben, da sind die Morgenstunden eine kostbare Zeit. Das ist allerdings in der Tat nur gerade so. Nicht die Norm. Aber ich habe schon immer am liebsten gleich in der Früh geschrieben. Um sechs kommt der Kleine dazu, eine Stunde später der Große. Eigentlich würden wir dann beide in den Kindergarten bringen. Zur Zeit aber wieder mal nicht, da der Große K1 ist und daher in Quarantäne. Seit September waren die Beiden gefühlte 8 Wochen im Kindergarten, sonst daheim. Schon eine Challenge. Aber auch Einteilungssache. Mein Mann ist gerade sehr gerne Papa und Hausmann. Ich unterrichte am PCA. (Performing Center Austria) Der ganze Unterricht verlief über viele Monate Online. Also von zu Hause. Da musste man schon kreativ sein um zu motivieren. Aber eigentlich haben wir die Zeit gut genützt. Jetzt aber dürfen wir wieder richtig in die Schule. Auch die Proben für den Sommer haben begonnen. Für teatro habe ich das Textbuch für das Musical „Little Women“ geschrieben. Jetzt inszeniere ich es gerade und wir spielen im August in der Europahalle Mödling. Sind die Kinder im Kindergarten, versuche ich alles so zu regeln, dass ich meistens um 15.30 fertig bin, um sie abzuholen. Jetzt wo das Wetter besser ist, sind wir sehr viel draußen. In unserem Garten, oder im Hof hinterm Haus, wo die Buben mit vielen Kindern spielen können. Langweilig wird es nie.

Norbert Holoubek, Regisseur, Autor, Dozent, Schauspieler

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Für uns, weiß ich nicht? Dazu erscheinen mir die Schicksale gerade zu unterschiedlich. Für mich: Die Hoffnung nicht aufgeben: und zwar an das Gute. Zur Zeit ist man umgeben von so vielen negativen Nachrichten, die eher Hoffnung nehmen, als geben. Und realistisch bleiben, was ist gerade alles möglich. Und was nicht. Und mich auf das Mögliche konzentrieren und nicht auf das Unmögliche. Kreativ kann ich immer sein, auch wenn ich mit den Buben ein Legohaus baue. Die Kinder helfen. Die bleiben im Moment. Nur das Jetzt zählt. Das hilft. Und raus gehen. Leute suchen, die einem gut tun. Spazieren. An die Luft. Ich bin kein Konsummensch. Ich brauche wenig. Darum vermisse ich auch nicht viel. Außer das Theater. Und Livemusik.

teatros_Alice im Wunderland

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Vor einem Aufbruch? Ich weiß nicht. Ich glaube an ein Miteinander. An Ruhe bewahren. An: Emotionen raus und Pläne rein. Und wenn was nicht klappt, dann halt ein neuer Plan. In den letzten Monaten, war ich der Meister in Plan B bis Z.  Wahrscheinlich wir alle. Darum den Augenblick nützen. Wenn etwas abgesagt wird, oder andere Umstände eintreffen, denke ich mir nicht „schade“, sondern „Cool, neue Zeit. Was kann ich damit machen?“ Jammern liegt mich nicht. Was kann man sonst tun? Achtsam sein. Zuhören. Nicht alles so wichtig nehmen. Auch sich nicht. Und schon gar nicht laute Menschen. Füreinander da sein. Ein positives Vorbild. Weitermachen. Schritt für Schritt.

Was das Theater betrifft: Ich kann nur von meiner Kunst sprechen. Sie soll vor allem unterhalten und die Menschen (und zwar alle, Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Alte) Zufrieden bin ich mit einer Geschichte, wenn viel gelacht wird, auch einmal geweint wird, wenn ich Gänsehaut bekomme und ein paar unterschwellige Botschaften verkünden kann. Meine Stücke und Bücher sind immer von einer positiven Energie geprägt. Auch wenn die Figuren oft Antihelden sind und sie es bestimmt nicht immer leicht haben, bleiben sie im Kern positiv und geben nie auf. Sie gehen ihren Weg. Auch wenn er über Strecken steinig ist. Und sie hinterfragen sich immer wieder: Bin ich noch der Mensch, der ich sein möchte? Und wenn nicht, was für ein Mensch möchte ich jetzt sein. Und natürlich den Humor nicht verlieren. Lachen hilft. Viel Lachen noch mehr.

teatros_Heidi

Was liest Du derzeit?

Den Buben lese ich am Abend „Die Brüder Löwenherz“ von Astrid Lindgren vor. Das habe ich selber schon oft gelesen und verschenkt. Das sind genau die Geschichten, die ich liebe.

Ich selber lese gerade viel für meine anstehenden Projekte: eine Biographie von Anne Frank,  „Robotermärchen“ von Stanislaw Lem und eine Biographie von der Fiakermilli.

Privat lese ich gerade „Das Flüstern der Bäume“ von Michael Christie. Gefällt mir sehr bis jetzt.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Herrlich ist das Leben!“ (Lilo Lustig)

„Alles wird gut und wenn nicht, dann doch“ (teatro: Der Kleine Prinz)

Norbert Holoubek, Regisseur, Autor, Dozent, Schauspieler

Vielen Dank für das Interview lieber Norbert, viel Freude weiterhin für Deine großartigen Theater-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an KünstlerInnen:

Norbert Holoubek, Regisseur, Autor, Dozent, Schauspieler

norbertholoubek@gmx.de

Fotos_1 privat; 2, 3 teatros; 4 Roman Zagler.

7.5.2021_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

https://literaturoutdoors.com

„Die Musik/Kunst nimmt die Rolle der energetischen Wiedervereinigung ein“ Madeleine Joel Kaindl, Musikerin_Wien 4.6.2021

Liebe Madeleine, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein Tag startet immer früh morgens mit einer Tasse Espresso und Musik von u.a. Frank Sinatra, Shirley Horn oder Anita O’Day. Die Tage laufen immer unterschiedlich ab da ich ein facettenreiches Leben lebe. Entweder ich studiere online, unterrichte an der Musikschule, übe Saxophon, singe, lerne Texte, schreibe neue Kompositionen für mein Trioprojekt „Autobiographie“ oder ich lade Freunde zum Spielen und Kochen ein. Natürlich verbringe ich auch viel Zeit vor dem Tablet, um Gigs für das Jahr 2022 zu organisieren. Ab und an gehe ich ausgiebig spazieren um einen klaren Kopf zu bewahren.

Madeleine Joel Kaindl, Saxophonistin und Sängerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Verständnis, Liebe und Aufmerksamkeit. Wir müssen einander zuhören, achten, Meinungen respektieren und tolerieren. Es wäre für uns alle wichtig das eigene Ego mal an zweite Stelle zu reihen und mehr an ein fried,-und respektvolles Miteinander zu denken.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?

Nicht zu übertreiben, am Boden und vernünftig zu bleiben und sein Ding menschlich wie auch künstlerisch genauso bzw. besser und reflektierter weiterzuführen, wie man es vor der Pandemie getan hat. Ich vermute, dass Kunst/Musik nun deutlich mehr Wertschätzung erfahren wird als wie vor einem Jahr. Ich werde höchstwahrscheinlich viel Dankbarkeit und Demut spüren, wenn ich wieder auf die Bühne darf. Die Musik/Kunst nimmt die Rolle der energetischen Wiedervereinigung ein. Menschen treffen sich wieder, freuen sich auf Konzerte, freuen sich auf die Gemeinsamkeit. Musik wird heilend sein, Musik wird die Menschen für ein paar Stunden die Schwere und die Konsequenzen der Pandemie vergessen lassen. Musik bedeutet Seelenheil, Seelenbalsam, Lebensfreude, Unbeschwertheit.

Was liest Du derzeit?

Hildegard Knef – Die Biografie

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Es ist mehr wert, jederzeit die Achtung der Menschen zu haben, als gelegentlich ihre Bewunderung.

Vielen Dank für das Interview liebe Madeleine, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

Madeleine Joel Kaindl, Saxophonistin und Sängerin

5 Fragen an Künstler*innen:

Madeleine Joel Kaindl, Saxophonistin und Sängerin

Fotos_Lukas Beck.

8.5.2021_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Unsere Werte und unser Verhalten in Bezug auf Konsum, Klimaschutz und den Wert eines Menschenlebens zu überdenken“ Ines Honsel, Schauspielerin_München 3.6.2021

Liebe Ines, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Derzeit drehe ich noch für die 6. Staffel der Vorstadtweiber.

Zudem bin ich Teil der Erzähltheatercompagnie Altenbach + Honsel. Gemeinsam mit meiner Kollegin Gabi Altenbach arbeite ich zurzeit an unserer neuen StoryPerformance „Mein Leben als Ameise“ nach dem Roman „Max Butziwackel, der Ameisenkaiser“ von Luigi Bertelli. Wir sind gerade dabei den Roman zu bearbeiten und in eine moderne Erzählfassung zu bringen. Gemeinsam leiten wir auch das „GUTE STUBE Erzählfestival“ in München, dass im November 2021 – nachdem es 2020 ausfallen musste – wieder stattfinden soll. Das erfordert jede Menge Organisation.
Mein Tagesablauf bewegt sich also zwischen: Text lernen, spielen, organisieren, lesen und schreiben.

Ines Honsel_Schauspielerin, Erzählerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

In Kommunikation zu bleiben, um der Spaltung der Gesellschaft und der zunehmenden politischen Radikalisierung entgegenzutreten. Solidarität und natürlich: Nie den Humor verlieren.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Ich denke, dass es kein „Zurück“ in die vermeintliche „alte Normalität“ geben sollte. Wir sollten die Krise als Chance nutzen, um unsere Werte und unser Verhalten in Bezug auf Konsum, Klimaschutz und den Wert eines Menschenlebens zu überdenken. Wir haben erfahren, dass menschlicher Kontakt wichtiger ist als Konsum, dass übermäßiger Konsum unseren Planeten zerstört, dass wir unsere Klimaziele nur erreichen können, wenn wir uns stark einschränken. So hat z.B. Deutschland 2020 sein Klimaziel gemäß des Pariser Abkommens nur geschafft durch die starken Einschränkungen in der Pandemie(!). Und wie kann es sein, dass wir einerseits das Leben so wertschätzen, dass wir das öffentliche Leben dafür herunterfahren (was ich richtig finde!) aber andererseits Menschen im Mittelmeer ertrinken lassen?

In Bezug auf die Kunst haben wir gelernt, dass sie keine Lobby hat und zahnlos ist in einer solchen Krise. Also sollte die Aufgabe von uns Kulturschaffenden sein, „sich Zähne zu besorgen“!

Was liest Du derzeit?

„Eva schläft“ von Francesca Melandri, „Max Butziwackel, der Ameisenkaiser“ von Luigi Bertelli und „Der fremde Ferdinand – Märchen und Sagen des unbekannten Grimm-Bruders“ von Heiner Boehncke und Hans Sarkowicz.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Ich bin ja mit dem lieben Gott so weit einverstanden, aber dass er der Klugheit Grenzen gesetzt hat und der Dummheit nicht, das nehme ich ihm wirklich übel.“

(Konrad Adenauer)

Ines Honsel_Schauspielerin, Erzählerin

Vielen Dank für das Interview liebe Ines, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Film-, Schauspiel-, Literaturprojekte wie persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler*innen:

Ines Honsel_Schauspielerin, Erzählerin

www.altenbach-honsel.com

www.gute-stube-erzaehlfestival.de

Fotos_Sabine Biedermann Photography.

30.5.2021_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

https://literaturoutdoors.com

„Kunst ist ein verbindendes Element zwischen Menschen, Kulturen, sozialen Schichten“ Andrea Reinbacher, Schauspielerin_Wien 3.6.2021

Liebe Andrea, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Grundsätzlich versuche ich eine gewisse Struktur aufrecht zu erhalten, das gelingt mal besser mal schlechter. Frühstücken, Office Tätigkeiten, kochen, frische Luft schnappen, sehr gerne Yoga. Und so gut es geht, meine sozialen Kontakte pflegen. Aber auch mal nichts tun und den Gedanken nachhängen. Nun ist der Unterschied eben, dass man nicht weiß, wann und wie es wieder richtig „produktiv“ werden wird; sozusagen mit allem, was dazugehört. Aber ich versuche, die Zeit natürlich sinnvoll zu nutzen und viel zu machen, was mir
auch gut tut. Alte Hobbys neu entdecken und auch bewusst Raum geben. Aber wieder einmal so richtig erschöpft und erfüllt nach einer Probe/Aufführung ins Bett fallen, das vermisse ich ua. doch sehr.

Andrea Reinbacher, Schauspielerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Die Hoffnung nicht aufgeben und trotz allem „dem Wahnsinn“ nicht „klein beigeben“. Einen kühlen Kopf bewahren und Dinge/Themen auch kritisch hinterfragen, nicht alles glauben, was einem so aus der „Röhre“ entgegenspringt.


Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und
persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt
dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Kunst war für mich schon immer ein verbindendes Element zwischen Menschen,
Kulturen, sozialen Schichten…, Kunst ist auch zur Unterhaltung da und das finde
ich schön und wichtig. Menschen in eine andere Welt zu entführen und auch
mal aus der Realität holen – von der gibt es ja genug.

Kunst ist immer ein Ausdruck von etwas…etwas von innen nach außen zu
tragen und mit Menschen teilen – sie wird auch diesen „Wahnsinn“ überstehen!
So, wie sie es auch davor schon gemacht hat; davon können wir sicherlich
lernen.

Was liest Du derzeit?

„Der Heimweg“ von Sebastian Fitzek
und natürlich die Nachrichten….

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Im Theater ist Schweigen bloß die Abwesenheit von Worten, aber niemals die
Abwesenheit von Bedeutung.“ Sanford Meisner

Vielen Dank für das Interview liebe Andrea, viel Freude weiterhin für Deine großartigen Theater-, Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an KünstlerInnen:

Andrea Reinbacher, Schauspielerin

https://www.andrea-reinbacher.at

Foto_Ingo Pertramer

7.5.2021_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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