„Kunst und Literatur sollen eine ernste Alternative, eine Freiheit bieten“ Yevgeniy Breyger_Schriftsteller _ Frankfurt/Main_5.12.2020

Lieber Yevgeniy, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Zurzeit darf ich im Stuttgarter Schriftstellerhaus Residenz beziehen, das bedeutet – der Tag beginnt in der Nacht. Um 2 Uhr morgens beginnt es aus der Großbäckerei nebenan nach backendem Teig zu duften. Das ist die Zeit, wo ich anfange zu schreiben, bis ich vor Müdigkeit einschlafe. Die hellen Stunden sind da, das Nötige zu regeln. Körperhygiene, Lebensmittel, lesen.

Yevgeniy Breyger_Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Achtsam sein mit sich – noch achtsamer mit den Mitmenschen, Verständnis zeigen und Verzeihen üben. Ein wenig ist es, als würden wir auf Scherben laufen, eigentlich also nicht viel anders als sonst.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Von denen, die im Überschuss festwurzeln, seinen Teil zu behaupten, zu nehmen. Und zu teilen. Ich hoffe, dass die Kunst und die Literatur das tun, was sie schon seit jeher leisten – eine ernste Alternative, eine Freiheit bieten. Ich will ernste Politik von Politiker*innen und ernste Literatur von Autor*innen – gerne mit Humor, aber bitte ohne Tagesgeschehen. Literatur soll zeigen, dass sie ohne Politik überleben kann, so wird sie sich behaupten.

Was liest Du derzeit?

„Schiefern“ von Esther Kinsky und „Das Palais muss brennen“ von Mercedes Spannagel

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Das Aus hat (wie
der Laut sagt)

keinen Garten.

– Elke Erb

Vielen Dank für das Interview lieber Yevgeniy, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte wie persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Yevgeniy Breyger_Schriftsteller

Foto_privat.

23.11..2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Sich in Geduld zu üben. Mit sich selbst, anderen, und der Zeit, durch die wir gemeinsam gehen“ Elisabeth Kanettis, Schauspielerin_ Wien 4.12.2020

Liebe Elisabeth, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Wenn ich arbeite, dann mache ich nach dem Aufstehen Yoga, gönne mir ein ausgiebiges Frühstück und beginne dann mit meiner Arbeit. Die setzt sich aus allen möglichen Komponenten zusammen, die ich aber für mich behalte.

Danach gehe ich meistens raus, treffe Freunde, gehe spazieren, Abendessen, Kino, Theater und ähnliche schöne Dinge (sofern sie gerade möglich sind).


Wenn ich in Dreharbeiten stecke, beginnt der Tag natürlich um einiges früher
und dann komme ich abends auch spät und meist bettreif nach Hause.

Elisabeth Kanettis, Schauspielerin


Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich glaube – so schwer es mir selbst auch oft fällt – sich in Geduld zu üben. Mit
sich selbst, anderen, und der Zeit, durch die wir gemeinsam gehen.
Bewusstsein zu schaffen, nicht nur für die eigene sich verändernde
Lebensrealität, sondern auch für jene Menschen, die Unvorstellbares erleben
müssen.


Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und
persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt
dabei dem Schauspiel, der Kunst an sich zu?


Wir Künstler befinden uns mit unserer Arbeit ohnehin oft an der Kippe zwischen
lebensnotwendiger Nahrung für Seele und Geist und der Trivialisierung derselben. Letzteres wurde jetzt umso präsenter und hat aus diesem Grund hoffentlich einen Diskurs angeregt, der Menschen verstehen lässt, wie maßgeblich Kunst und Kultur unsere Gesellschaft prägt.
Schauspiel birgt für mich in diesem Gefüge – egal ob ich selbst spiele oder mir
etwas ansehe – die Chance, Türen zu öffnen, in „fremde“ Welten zu schauen, sie
verstehen zu lernen, und dadurch vielleicht auch sich selbst.


Was liest Du derzeit?

Zuletzt habe ich „Weiter atmen“ von Zsófia Bán gelesen.


Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“ Albert Einstein

Vielen Dank für das Interview liebe Elisabeth, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

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Elisabeth Kanettis_Schauspielerin

Elisabeth

Foto_Volker Schmidt.

24.10..2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Kultur unter allen Umständen zu brauchen, zu wollen, zu leben“ Manuela Linshalm, Schauspielerin_Wien 4.12.2020

Liebe Manuela, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Zur Zeit habe ich wieder/noch einen typischen Tagesablauf wie und je in meinem Beruf – unregelmäßig und von unterschiedlichen Aufgaben geprägt, auf Reisen und zu Hause, spielend, unterrichtend, planend, denkend. Ich bin und war in der glücklichen Lage, seit Sommer immer wieder viel geprobt und gespielt zu haben. Auch jetzt befinde ich mich gerade auf einem Gastspiel in der Schweiz, das im Unterschied zu allen anderen geplanten Auftritten nicht abgesagt wurde, da hier derzeit andere Bestimmungen gelten als zu Hause in Österreich. Daher fühle ich mich im Augenblick sehr privilegiert, noch weiter arbeiten und auftreten zu dürfen. Nach meiner Rückkehr rechne ich allerdings wieder mit zwangsläufiger Entschleunigung.

Manuela Linshalm, Schauspielerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Im „Großen“: Zuversicht, Aufmerksamkeit, Durchhaltevermögen. Im „Kleinen“: sich Gutes tun und den Boden unter den Füßen nicht verlieren – im wörtlichen wie auch im metaphorischen Sinne.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater, der Kunst an sich zu?

Wir befinden uns in einer sehr fordernden Zeit. Niemand kann sich dieser Situation entziehen, sie trifft uns persönlich, gesamtgesellschaftlich, wirtschaftlich, den einen mehr, den anderen weniger in einzelnen Bereichen, jedoch in jedem Fall grundlegend. Wichtig ist meiner Ansicht nach, bei all dem social distancing die innere Verbundenheit zu anderen nicht zu verlieren, uns solidarisch und unterstützend zu zeigen. Denn durch Krisen kommt man nie alleine. Ich hatte gehofft, die Bedeutung und Wichtigkeit von Kunst und Kultur müsse man nicht in Frage stellen. Etwas für den Menschen so Grundlegendes und Essentielles sei unter allen Umständen wertzuschätzen und zu schützen. Umso erschreckender, wie wenig sich dies nun im Laufe dieser Krise bewahrheitet – zumindest von Seiten der Politik. Denn ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass das anwesende Publikum in dieser Zeit noch dankbarer, noch enthusiastischer ist als sonst. Dass es in Krisenzeiten noch wichtiger ist, sich den kurzzeitigen Eskapismus ins Theater zu gehen zu gönnen, sich unterhalten zu lassen, ebenso wie durch die Kunst über die Situation und gesellschaftliche Umbrüche zu reflektieren. Und dass diejenigen, die Veranstaltungen besuchten, sich noch bewusster dafür entschieden haben, Kultur unter allen Umständen zu brauchen, zu wollen, zu leben. Das gibt Hoffnung.

Was liest Du derzeit?

Manchmal lese ich Bücher parallel, eines unterwegs im Zug, andere (meistens die schwereren Wälzer) zu Hause, zwischendurch liebe ich es, in Gedichtbänden zu schmökern. Gerade habe ich Der letzte Satz von Robert Seethaler und Wo ich mich finde von Jhumpa Lahiri fertiggelesen, und auf meinem Gastspiel begleitet mich Sisi, Sex und Semmelknödel von Omar Khir Alanam, einem großartigen Menschen, mit dem ich mich seit unserer Begegnung auf einem Festival im Sommer angefreundet habe. Und je nach Stimmung vertiefe ich mich zur Zeit in Lyrik von Rose Ausländer oder Mascha Kaleko. Solche Bände nehme ich immer wieder zur Hand…

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Auch da möchte ich gerne ein Gedicht teilen, und zwar von Hilde Domin, das mich gerade in der jetzigen Zeit berührt.

Nicht müde werden
sondern dem Wunder
leise
wie einem Vogel
die Hand hinhalten.

Manuela Linshalm, Schauspielerin

Vielen Dank für das Interview liebe Manuela, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

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Manuela Linshalm_Schauspielerin

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Fotos_ 1_Barbara Pàlffy 2,3_Stella Polaris

12.11.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Künstler*innen zu ermöglichen, ihre ganz individuellen Wege zu gehen, das wäre Aufgabe der Kulturpolitik, dort wo es sie noch gibt“ Jürgen Bauer, Schriftsteller _ Wien 4.12.2020

Lieber Jürgen, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich arbeite im Opernbereich, also ist mein Tagesablauf – genau wie unsere Kunstform – im Moment enorm unsicher, von dauernden Veränderungen durchzogen, von nicht immer nachvollziehbaren Entscheidungen gebeutelt. Aufstehen, Medien konsumieren, Büro aufsuchen – und hoffen, dass unsere Kunstform weiterbestehen darf.

Als Autor betreue ich im Moment mein jüngstes Baby weiter, den Roman „Portrait“. Lesungen sind ja gerade schwierig, umso wichtiger ist der Austausch online, sind Interviews, den Kontakt mit all jenen Menschen halten – Buchhändler*innen, Büchermenschen –, die mich seit Jahren kontinuierlich unterstützen.

Und abends wird es jetzt wohl still, nach der Schließung der Kultur, nach Ausgangssperren in Österreich. Also lesen, als quilty pleasure Trash-Fernsehen schauen und ein Bad nehmen!

Jürgen Bauer, Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich weiß nicht, ob es etwas gibt, das für uns alle wichtig ist. Manche brauchen Geld – die wichtigsten Berufe sind ja unterbezahlt, es ist eine Schande – manche brauchen Ausdauer und Nerven, und manche brauchen einen Tritt in den Hintern, wieder andere brauchen einfach ein bisschen Hirn, damit wir gemeinsam gut durch diese Sache kommen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Es wird wohl mit aller Macht ein „Weiter wie bisher“ auch nach der jetzigen Situation versucht werden, egal, wann das sein wird. Schon jetzt wird ja die Kultur geschlossen, um den schon bisher eher schlecht als recht funktionierenden Wintertourismus irgendwie zu retten. Insofern bin ich bei dem Neubeginn skeptisch. Wichtig wäre, die jeweiligen Prioritäten zu ordnen, aber ich gestehe, dass mit hier auch gerade die Kraft fehlt.

Bei Rollen, die die Kunst übernehmen kann, bin ich ebenfalls skeptisch. Kunst lässt sich nicht nach Rollen ordnen – hier werden wohl unterschiedliche Künstler*innen unterschiedliche Rollen finden – vom Thematisieren von Problemen bis hin zum Eskapismus. Und es den Künstler*innen zu ermöglichen, ihre ganz individuellen Wege zu gehen, das wäre Aufgabe der Kulturpolitik, dort wo es sie noch gibt.

Was liest Du derzeit?

Annie Ernaux „Die Scham“ und Didier Eribon „Betrachtungen zur Schwulenfrage“ fertiggelesen – beides sehr wichtig für mein eigenes Schreiben. Jetzt gerade lese ich, spät aber doch, „Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen“ von Philip Weiss, große Empfehlung!

Als nächstes möchte ich „Gipskind“ von Gabriele Kögl lesen.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern.“ Samuel Beckett

Das war vor Jahren schon mein Text in Onlinedating-Portalen und hat auch dort geklappt, warum also nicht auch im echten Leben?

Vielen Dank für das Interview lieber Jürgen, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

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Jürgen Bauer, Schriftsteller

http://www.juergenbauer.at

Foto_Daniel Schönherr

2.11.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Wann können sich KünstlerInnen aus dem Bettelstatus erheben?“ Isabel Pfefferkorn, Sängerin_Feldkirch _ 4.12.2020

Liebe Isabel, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich habe in dieser speziellen Zeit bemerkt, dass mein Lebenstempo vor der Pandemie ein viel zu schnelles war. Zu viele Konzerte in zu kurzen Zeitabständen, zu viele Reisen und zu wenig Möglichkeit, Erlebtes zu verarbeiten, auf professioneller sowie privater Ebene.

Als junge Künstlerin will und darf man sich in diesem Business ja keine Chance entgehen lassen und die Liebe und Leidenschaft zur Musik lassen sowieso nur schweren Herzens ein Bremsen zu. Kurz vor einer Not-Operation fragt man sich dann zum Beispiel, ob man das Konzert am gleichen Abend nicht vielleicht trotzdem singen kann. So oder so wäre es total unangebracht, als selbständige Sängerin über zu viel Arbeit zu klagen. Und plötzlich stand aber alles still. Das hat mich durch die verschiedensten negativen und positiven Phasen geführt, die sicherlich alle von uns zu spüren bekommen haben.

Mittlerweile hat sich die Auftrittslage für den Moment tatsächlich wieder etwas verbessert, worüber ich erleichtert bin, aber wenn immer möglich, stelle ich mir morgens keinen Wecker, esse, wann und wo ich will und mache Musik, wann ich will. Außerdem kann ich den Menschen in meinem Umfeld mehr Zeit schenken. Routine mag wichtig für uns Gewohnheitswesen sein, jedoch genieße ich absurderweise gerade die Freiheit inmitten dieses Käfigs der Angst und des Ungewissen.

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Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Meiner Meinung nach spielen Vertrauen, Respekt, Nächstenliebe, Hausverstand und ein kritischer sowie realistischer Blick auf die Dinge eine große Rolle. Die Meinungen, Forschungen und Studien zur momentanen Lage variieren ja so stark, sodass ich beinahe aufgebe, eine klare Meinung dazu haben zu wollen. Trotzdem aber möchte ich meinen Mitmenschen mit liebevollem Respekt entgegentreten, mein Ego zurückstecken und mein Leben nach bestem Gewissen weiterführen.

Natürlich habe auch ich in jenen Monaten, in denen die Künstler als nicht relevant fürs System bezeichnet wurden, Gefühle der Wut und Enttäuschung durchgemacht sowie eine Art Identitätskrise. Wer, wo und wie bin ich, wenn ich nicht durch meine Kunst mit der Welt kommuniziere? Wo ist der Raum meines Nicht-Sänger-Ichs? Warum ich keinen „anständigen Beruf“ erlernt habe, habe ich mich auch 2 Sekunden lang gefragt. Natürlich könnte ich meinen Lebensunterhalt mit anderer Arbeit zu verdienen versuchen, aber jeder, der einmal – ganz kitschig ausgedrückt – seine Berufung gefunden hat, kann nachvollziehen, mit welcher Sinnlosigkeit dies behaftet wäre. Also finde ich es wichtig, die eigenen Aufgaben in der Existenz zu suchen. Dass ein Jeder sich nach dieser Verantwortlichkeit in seinem Leben umsieht, finde ich immer, momentan
aber besonders, essenziell.

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Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?
Meine Befürchtung ist, dass der Mensch schon jetzt vergessen hat, welche guten Seiten dieses gesamte Drama mit sich bringt. Die persönliche Entschleunigung oder die Erholung der Natur, um zwei Beispiele zu nennen. Ich wünschte, die Sensibilität für uns selber und für unsere Welt würden nicht sofort wieder von Profit- und Machtgier überrollt werden.

Die Kunst vermag es, genau diese Verhaltensweisen zu überbrücken und unsere Empfindungen auf eine andere Ebene zu bringen. Sie existiert, um zu wecken und zu verbinden. Kunst kann irgendwie alles, indem sie einfach nur da ist. Eine Welt ohne sie war nie und ist nicht vorstellbar. Wird sie jemals ernsthaft vom Kollektiv
geschätzt? Wann kann sich der Künstler aus dem Bettelstatus erheben? Ich finde es
problematisch, dass der Künstler von außen betrachtet ein eher egozentrisches Verhalten an den Tag legen und sehr viel Energie auf das persönliche Wohlbefinden ausrichten muss, weil unser System keine Sensibilität, Ehrlichkeit, Authentizität und Achtsamkeit schätzt. Es ist jetzt noch bedeutsamer zu erkennen, dass wir keine Einzelkämpfer sind. Die im klassischen Musikbereich ach so üblichen Ellbogen sollten eingefahren und sich darauf besonnen werden, dass das Schöne an der Essenz von Musik und der ganzen Kunst ist, dass sie für alle da ist und eigentlich gar keinem Vergleich ausgesetzt werden kann. Ich wünsche mir sehr, dass das, was Menschen im
Innersten bewegt, immer einen Weg nach außen finden wird, und irgendwann einen anderen Status erhalten wird. Drum, malt, spielt, singt, schreibt, schreit. Und am besten gemeinsam. Aber halt mit 6 Meter Abstand, bitte. Es sei denn, ihr macht es im Flugzeug.

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Was liest du derzeit?

Momentan lese ich Erich Fromms „Über die Liebe zum Leben“.

 

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Erich Fromm: „Ich finde es sogar außerordentlich schade, und dies umso mehr, als es ja nur ein Symptom eines Defektes unserer Kultur ist, der nicht nur schade, sondern tödlich sein kann. Vielleicht kann ich es einmal so ausdrücken: Mehr und mehr tun wir nur das, was einen Zweck hat, wobei also etwas herauskommt. Es geht um Geld oder Ruhm oder unsere Beförderung. Wir tun kaum noch etwas, was gar keinen Zweck hat. Der Mensch hat vergessen, dass das möglich, sogar wünschenswert und vor allen Dingen schön ist. Das Schönste im Leben ist, seine eigenen Kräfte zu äußern, und zwar nicht für einen Zweck, sondern um des Aktes selber willen. Die richtig verstandene Liebe hat
auch keinen Zweck.“

 

 

Vielen Dank für das Interview liebe Isabel, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

 

 

5 Fragen an KünstlerInnen:

Isabel Pfefferkorn_Sängerin 

https://www.isabelpfefferkorn.com/

Fotos_ 1,2 Pei Shen  _ 3, Maciej Burdzy

 

31.8.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Im Prinzip ist Kunst die Zukunft“ Yanka Smetanina, Künstlerin _ Berlin_Moskau 4.12.2020

Liebe Yanka, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Es ist sehr schwierig, einen freien Zeitplan und Selbstdisziplin zu kombinieren. Um in guter Form zu sein und nicht zu vergessen, wie man spricht, hilft mir der Unterricht. Ein gutes Drittel der Zeit wird für das Schreiben von Texten, Bewerbungen und Korrespondenz aufgewendet.

Ich denke ständig, dass die Zeit knapp wird und es gibt zu wenig davon direkt für die Kunst, aber wenn ich nicht arbeite, fühle ich mich noch schlimmer.

Очень сложно совмещать свободный график и самодисциплину. Для того чтобы быть в тонусе и не разучиться разговаривать мне помогает преподавание, добрая треть времени уходит на  написание текстов, заявок и переписку.

Мне постоянно кажется, что времени не хватает и его слишком мало непосредственно на искусство, но когда я не работаю, я чувствую себя еще хуже.

Yanka Smetanina

 

 

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Die Freiheit, das Bewusstsein, die Handlung

 

 

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Der Zerfall von Hierarchien und das Verwischen von Grenzen, die mangelnde Zentralisierung und der Triumph der Individualität werden erheblich sein, engstirnige Spezialisten werden multifunktionalen Experten weichen. Kunststrategien werden bereits in anderen Branchen, sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft, in vollem Umfang eingesetzt, und im Prinzip ist Kunst die Zukunft.

Существенным будет распад иерархий и размытие границ, отсутвие централизованности и торжество индивидуальности, специалисты узкого профиля уступят место мультифункциональным экспертам. Стратегии искусства и сейчас уже вовсю используются в других отраслях, и в политике, и в бизнесе, да и в принципе, за искусством – будущее)

 

 

Was liest Du derzeit?

Meistens Lehrbücher, Wörterbücher und Nachrichten) Ich habe mir verboten, auf Russisch zu lesen, auf Deutsch lese ich Marc-Uwe Kling „Die Känguru-Chroniken“ und Vladimir Kaminer.

В основном учебники, словари  и новости) Запретила себе читать на русском, на немецком читаю Marc-Uwe Kling „Die Känguru-Chroniken“ и Владимира Каминера)

 

 

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Wer will – findet eine Gelegenheit, wer nicht will – Gründe.

Denken Sie lange nach – machen Sie es schnell.

Wenn jemand es bereits getan hat, könntest du es auch tun.

Niemand verbietet noch Selbstbildung.

Und vor allem, wenn Sie etwas tun: genießen Sie es!

 

Кто хочет – находит возможность, кто не хочет – причины.

Долго думай -быстро делай

Если кто-то это уже сделал, то сможешь сделать и ты

Самообразование еще никто не запрещал

И самое главное, когда что-то делаешь: enjoy it!

 

 

Vielen Dank für das Interview liebe Yanka, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

 

5 Fragen an KünstlerInnen:

Yanka Smetanina, Künstlerin

https://jankasmetanina.jimdo.com/

Foto_privat

 

 

24.8.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„KünstlerInnen und Kulturschaffende brauchen in dieser Krise greifbare Perspektiven“ Viola Hammer, Musikerin _ Graz _ 4.12.2020

Liebe Viola, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Im Moment versuche ich, eine gewisse Tagesstruktur aufrecht zu erhalten, um im Schaffensprozess zu bleiben. Morgens kümmere ich mich mit einer Tasse Kaffee um Organisatorisches und Termine, sofern sich diese derzeit planen lassen. Danach setze ich mich ans Klavier und widme mich der Musik. Ich arbeite an Kompositionen und neuen Ideen, was mir zum einen erlaubt, im Moment zu verweilen und die Gedanken an Zukünftiges und Vergangenes für diese Zeit auszublenden. Zum anderen fühlt sich diese kreative Arbeit sehr sinngebend an und hat geradezu therapeutische Wirkung. Die restliche Zeit ist mit alltäglichen Freuden und Krisen des Lebens ausreichend ausgefüllt.

Viola Hammer, Musikerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich glaube, eine große Herausforderung ist mitunter das Gefühl der Ohnmacht. Wir befinden uns in einer schwebenden Ungewissheit, die wie ein Herausfallen aus der gewohnten Welt erlebt wird. Eine  Akzeptanz dieser gegenwärtigen Situation ist nicht immer leicht, hilft aber, damit umzugehen. Außerdem werden wir durch die gesellschaftlichen Einschränkungen wieder mehr auf uns selbst zurückgeworfen, was eine bewusste Auseinandersetzung mit sich selbst, den eigenen Bedürfnissen und generell dem eigenen Leben fast unumgänglich macht. Ich denke, wenn man sich traut, darauf einen genaueren Blick zu werfen, kann das auch einem solidarischen Miteinander zu Gute kommen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?

Musik und Kunst generell spiegeln immer die Gesellschaft und sind eine Form von Ausdruck und Eindruck zur selben Zeit. Sie ermöglichen, Dinge von außen zu betrachten, kritisch zu hinterfragen und aus neuen Blickwinkeln zu sehen. Sie führen zur Interaktion, zum gegenseitigen Austausch und haben neben dem Bildungsauftrag einen hohen sozialen Wert. Ich denke, das Bewusstsein hierfür muss sich in Politik und Gesellschaft verschärfen. KünstlerInnen und Kulturschaffende brauchen in dieser Krise greifbare Perspektiven.

Was liest Du derzeit?

„Das Unbehagen in der Kultur“ von Sigmund Freud.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Wir werden die Natur nie vollkommen beherrschen; unser Organismus, selbst ein Stück dieser Natur, wird immer ein vergängliches, in Anpassung und Leistung beschränktes Gebilde bleiben.

Viola Hammer, Musikerin

Vielen Dank für das Interview liebe Viola, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Viola Hammer, Pianist/ Composer/ Arranger

https://www.violahammer.com/

Fotos_Hanna Fasching

1.11.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Und was die Bedeutung von Literatur betrifft: Es wird eng“ Karsten Krampitz, Schriftsteller_Berlin 3.12.2020

Lieber Karsten, sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Gegen 7 Uhr mache ich mir den ersten Kaffee, lese eine Stunde. Frühstück. Und dann versuche ich (seit dem Sommer, Anm.) erst mindestens zwei Stunden am neuen Roman zu schreiben und danach meinen Berg Schreibschulden abzutragen:

  • ein Theaterstück für VADA in Klagenfurt.
  • für den Deutschlandfunk einen 20minütigen Sonntagsspaziergang zum Thema: Die Kärntner Seele.
  • ebenso für den Deutschlandfunk, jedoch für die Redaktion „Religion und Gesellschaft“, einen 20minütigen Beitrag über Luthers Judenfeindschaft im Kontext seiner Rechtfertigung auf dem Reichstag zu Worms am 16. April 1521, unter besonderer Berücksichtigung von Leben und Werk des in Auschwitz ermordeten Rabbiners Reinhold Lewin, dessen Dissertation aus dem Jahr 1911 den Titel trägt: „Luthers Stellung zu den Juden“
  • jeden Monat zwei Texte für die Tageszeitung Neues Deutschland und
  • ab September einmal monatlich in der Wochenzeitung Freitag meine Kolumne „Sucht & Ordnung“.

Ich habe also keine Zeit zum Ausfüllen irgendwelcher Fragebögen. Den Rest des Tages verbringe ich mit meiner Liebsten oder Kneipe bei mir im Haus, manchmal auch beides.

Karsten Krampitz _ Foto _ Nane Diel

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

  • Die Freiheit und den Sozialstaat gegen Rechts verteidigen.
  • Europa gerecht gestalten und danach die Welt. Und nicht zuletzt:
  • Klimakatastrophe abwenden.

 

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur zu?

Ich stehe vor keinem Aufbruch und keinem Neubeginn. Allenfalls mache ich anders weiter. Und was die Bedeutung von Literatur betrifft: Es wird eng. Die bürgerliche Mitte schafft gerade das generische Maskulinum ab – mit der bürgerlichen Literatur wird es dann in Zukunft nicht weit her sein. Mit dem Gendersternchen kann mensch keine Gedichte, keine Satire und auch keine Romane schreiben. Nur Flugblätter und Verordnungen.

 

Was liest Du derzeit?

  • Erwin Ringel: Die Kärntner Seele.
  • Ernst Bloch: Das Prinzip Hoffnung.

 

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Bis heute habe ich immer empfunden, dass nichts mir mehr schadet, als wenn jemand auf dem Bahnhof auf mich wartet.“ Karl Marx (am 4. Juni 1982 in einem Brief an seine Tochter Jenny)

Vielen Dank für das Interview lieber Karsten, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literatur-, Textprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Karsten Krampitz, Schriftsteller

Foto_Nane Diel

24.8.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Vielleicht kann die Kunst uns also helfen, zu verstehen, womöglich auch, indem sie uns erschreckt“ Miku Sophie Kühmel, Schriftstellerin_Berlin 3.12.2020

Liebe Miku Sophie, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Das ist ja immer so eine Sache mit der Regelmäßigkeit, wenn man so eine Arbeit hat, wie ich; deshalb weiß ich eigentlich nur: von 15-17 Uhr mache ich in der Regel gar nichts, oder jedenfalls nichts wichtiges, weil mein Hirn da auf Pausenfunktion ist. Ich versuche, vormittags zu schreiben und war dankbar, dass im September die Bibliotheken noch geöffnet hatten. Das „noch“, welches man diesertage ja die ganze Zeit mitführt, lasse ich an dieser Stelle raus, denke es aber mit.

Miku Sophie Kühmel, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Durchhalten, womöglich. Und: sich nicht ärgern, wenn man zuhause bleiben muss, sondern froh sein, dass man ein Zuhause hat und nicht nur ein Zelt, das brennt.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Abstraktion und Einfühlung sind’s wohl nach wie vor. Vielleicht ist es möglich, manche Dinge, Topoi, Probleme, all das, besser zu begreifen in der Langsamkeit einer Lektüre, dem Moment einer Installation. Vielleicht kann die Kunst uns also helfen, zu verstehen, womöglich auch, indem sie uns erschreckt, den Spiegel vorhält, uns unsere Grundwerte  in einem hermetisch abgeriegelten Raum bewusster betrachten und hinterfragen lässt – und wenn das Aushalten besonders schwer wird, dann hilft auch manchmal, sich Ablenkung zu erlauben.

Was liest Du derzeit?

Sandra Gugićs zweiten Roman Zorn und Stille. Lest ihn alle!

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Ich bin kein allzugroßer Hoffnungsmensch. Ich handle und erwarte unmittelbare Ergebnisse. Ich weiß – zu meinem Leidwesen – dass „hoffen“ in den meisten Situationen nicht weiterhilft. Deswegen hoffe ich nicht, sondern will und erwarte von der Europäischen Union Unterstützung. Ich erwarte, dass die EU mich schützt und Homophobie verbietet – sie in Polen einfach illegal macht.“ (Magdalena Korpas)

Vielen Dank!

De nada.

Vielen Dank für das Interview liebe Miku Sophie, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte wie persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Miku Sophie Kühmel, Schriftstellerin

tach.

Foto_Olga Blackbird

23.9.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Kunst kann das Gute in uns wecken“ Robert Lehrbaumer, Pianist_Wien 3.12.2020

Lieber Robert, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Immer gleich, nämlich spontan und situationsentsprechend: Üben, Proben, Studium von Partituren, Unterricht, Meetings, Interviews, Fotoshootings u.a. geben jedem Tag eine andere Struktur.

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Mensch bleiben. Das Leben leben (anstatt unsere Existenz auf bloßes „Corona-Reagieren“ zu reduzieren). Lieb zu uns selbst und den anderen sein. Jeglicher Hysterie und Panikmache ausweichen. Selbständig denken. Selbstverantwortlich agieren.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?

Platon hat die Musik als Ausdruck der Zeit bzw. als Medium zur Formung einer besseren Gesellschaft begriffen. Das hat sich nach bald 2.500 Jahren nicht geändert. – Kunst kann das Gute in uns wecken. Auch in der Erschütterung und aus dem Leid heraus geschaffen, kann wahre Kunst – durch Transformation – etwas Erhebendes vermitteln. Und Erhebung benötigen wir derzeit dringendst.

Was liest Du derzeit?

Neben meinem Bett liegen üblicherweise ein Dutzend und mehr Bücher. An jedem Abend greife ich zu einem anderen – stimmungsentsprechend: Humorvolles, Spirituelles, Fachliteratur, Belletristik…

Welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Gar keinen, außer alle guten Wünsche. – Wir nehmen uns mit unseren eigenen Meinung in der Regel zu wichtig, wir wollen sie anderen aufzwingen bzw. würdigen wir andere oft herab, wenn diese nicht so denken wie wir selbst. Derzeit leben wir in einem Meinungsbildungskrieg; echte Meinungsfreiheit gibt es im strengen Sinne nicht (auch wenn es damit woanders noch deutlich schlechter damit bestellt ist). Andere Meinungen werden heutzutage tendenziell als feindlich angesehen. Das ist sehr, sehr bedenklich.

In diesem Sinne maße ich mir nicht an anderen Ratschläge zu geben.

Ich persönlich möchte in mir in Balance bleiben und die richtige Mischung finden mich dort zu Wort zu melden, wo es Sinn macht, und mich dort zurück zu nehmen, wo reine Polemik oder Intelligenz-tötende Angst herrschen und man durch Wortmeldung nichts weiter als die in dieser Zeit vorherrschende Aggression und Spaltung in der Gesellschaft nur verstärkt. – Bleiben wir positiv!

Vielen Dank für das Interview lieber Robert, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Robert Lehrbaumer, Pianist. Organist, Dirigent

http://www.lehrbaumer.com/

Alle Fotos_Walter Pobaschnig _ Palais Auersperg Wien 10_20.

22.10.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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