Ernst Jandl zum 100. Lieblingsgedichte – ausgewählt und kommentiert von Luchterhand-AutorInnen. Luchterhand Verlag

Ernst Jandl, Schriftsteller * 1. August 1925 in Wien † 9. Juni 2000 Wien, ist eine der ganz großen Stimmen moderner Lyrik, des Wortes an sich. Sein Konzept, das geschriebene Wort des Gedichtes zum klingenden Wort, von ihm auch als „Sprechgedichte“ , „Lautgedichte“ bezeichnet, und damit mit allen Sinnen erlebbar zu machen, legendär sind seine multiartistischen Performances, ist eine der kreativsten und virtuosesten Zugänge zur Literatur, zur Sprache der Moderne. Sein Werk ist bis heute eine vielseitige Inspirationsquelle in Kunst und Leben.

Tatiana Petkova, Clownin, Künstlerin _
am Wohnort von Ernst Jandl in Wien _ folgende 3_25

Wie nun literaturgeschichtlich an diesen großartigen Dichter und dessen 100.Geburtstag gedenken?

Sein Verlag hat sich dazu ein spannendes Konzept überlegt, das sein Werk in einen Dialog mit Schriftsteller:innen treten und die Worte Jandls so im Resonanzraum der Kollegen:innen vielstimmig klingen lässt. Eine tolle Idee und eine wunderbare Reise an Ufer, Wellen und Wortschiffe eines Ausnahmedichters, die weitersegeln in Sprache, Leben und Welt.

„Eine wunderbare Idee, dass Kollegen:innen den Resonanzraum Jandl in Inspiration und Wirkung in einer großartigen hommage an eine der ganz großen Stimmen moderner Literatur öffnen!“

Ernst Jandl zum 100. Lieblingsgedichte – ausgewählt und kommentiert von Luchterhand-AutorInnen. Luchterhand Verlag

Ausgabe: Hardcover, mit Schutzumschlag, 176 Seiten, 12,5×18,7cm

Erschienen am: 26.02.2025

ISBN: 978-3-630-87806-5

Hardcover  18 EUR

E-Book (epub) 15,99 EUR

https://www.penguin.de/buecher/ernst-jandl-ernst-jandl-zum-100-/buch/9783630878065

Fotos/Performance _ Tatiana Petkova, Clownin, Künstlerin _ Wien _ am Wohnort von Ernst Jandl in Wien_ Walter Pobaschnig 3/25

Walter Pobaschnig 4/25

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„epitalamio“ Esther Hebein, Künstlerin _ Give Peace A Chance _ Villach  21.4.2025

Zyklus „Zeit ist“ _
Esther Hebein, Künstlerin

GIVE PEACE A CHANCE

G     gleitend von

    interstellar zu

V     vollmond

E     eros folgend


P     Platz für

E     entschleunigung

   atem holen

C     crescendo der

E     enthüllung


A     atem für alles


C     chimäre

H     herz in der hand

    andocken

N      neu tanzen

    circle of life

    epitalamio


Esther Hebein, 17.4.2025

Esther Hebein, Künstlerin, Schriftstellerin

GIVE PEACE A CHANCE

Esther Hebein, Künstlerin, Schriftstellerin

geboren in neumarkt/steiermark, 26 jahre protokollantin/referentin in bayern, heute malerin/dichterin in kaernten

Ausstellungen :

zyklus  ‚zeit  ist’  – il tempo è  –  malerei, lyrik, fotografie

Stadtpfarrturm Klagenfurt und Schloss Krastowitz, Klagenfurt

Ausstellung Kultur Stadt Villach/unikART im Dinzlschloss Villach

„Zwischenräume-Kunst als Brücke der Wahrnehmung“

Literatur:

– zahlreiche lyrik- und prosa-veröffentlichungen in anthologien      

  und in kulturzeitschriften

– lesungen – lyrik und prosa –

  in  klagenfurt,  schwetzingen/de, wien, villach

– literaturpreise:

  *christine busta-lyrikpreis – österreichischer schriftstellerverband

  *lyrikpreis literaturpodium deutschland

  *3. preis: lyrikwettbewerb – bibliothek deutschsprachiger gedichte  

Alle Fotos: Esther Hebein

Walter Pobaschnig 17.4.2025

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Der Filmwandler, Peter Reutterer. Roman. Arovell Verlag.

Der Vorhang fällt. Der Kinosaal leert sich. Am Weg nachhause unter dem Sternenhimmel. Bilder, die im Kopf hängen bleiben. Der Birkenwald in schwarz-weiß. Der Indianer „Nobody“ und ein von ihm als Dichter William Blake vorgestellter Reiter am Weg zwischen Leben und Tod in eindringlicher Lichtstimmung und Bildsprache. Und dazu die Musik von Neil Young. Dessen unverwechselbare Gitarrenriffs zum Film von Jim Jarmusch – „Dead man“.

Und jetzt am Boden in der Wohnung blickt er nach oben und es öffnet sich der Vorhang wieder und er ist mittendrin, taucht ein in den tragischen Weg und das (aufhaltsame?) Ende des eben gesehenen Films…

„William Blake und Nobody haben ihre Pferde angehalten…ich bin wild entschlossen, das Skript an dieser Stelle abzuändern…“

Nur mein starker Wunsch, mich in das Filmgeschehen einzumischen, war mir aus der Erinnerung deutlich…“

Was lässt sich ändern, verändern? Wenn ich an der Stelle wäre? Was ist möglich zwischen Leinwand, Liebe, Leben und Tod?

Zwiebel und Thunfisch in der Pfanne. Das Abendessen in der kleinen Wohnung. Die Gedanken wandern weiter auf die Leinwand. „Eyes white shut“. Schnitzler, Kubrick, Kidman, Cruise…und der Blick nach oben…

„Der hauptmotivisch eingesetzte „Walzer Nr.2“ von Schostakowitsch animiert mich zutiefst. Die schlanke Alice steht im Abendkleid neben mir. Bis in alle Ewigkeit könnte ich die Haut von Alice berühren…“

Auch diese Bilder bleiben lange und begleiten in den Tag als Schriftsteller und den Brotjobs rundum…eine Vision, ein Traum…zwischen Papier, Leinwand und Leben…und den Begegnungen der (einen) Liebe…

Peter Reutterer, vielseitiger Schriftsteller und Musiker aus Salzburg, legt mit „Der Filmwandler“ einen wunderbaren Roman zu Traum, Film, Liebe, Leben vor, der in virtuoser narrativer Komposition – dem Dialog zwischen Leinwand und Sehnsucht wie Selbstfindung in Herz und Seele – eine lovestory zu und zwischen Bild und Realität sensationell wie mitreißend in Szene setzt. Es ist ein ganz großes Werk zu Kunstbegeisterung, Inspiration und dem Impuls davon auf dem eigenen Kunst-, Liebes-, und Lebensweg.

Leserin und Leser begleiten den mutigen „Filmwandler“ auf seinen Erfahrungen und Herausforderungen des Lebens getragen von der Bildkraft der Leinwand und deren unendlichen Möglichkeiten für Kunst, Liebe und Leben.

„Ein virtuos komponierter Roman über die Kraft und Vision der Kunst und der Liebe!“

Der Filmwandler, Peter Reutterer. Roman. Arovell Verlag.

136 Seiten, Broschürt.

ISBN   9783950549805

24.90 EUR

https://www.arovell.at/

Zur Person: Peter Reutterer

https://www.peter-reutterer.at/

Walter Pobaschnig 4/25

Fotos _ Walter Pobaschnig _ „Station bei Malina“ _ 1/25

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„Es ist ein Nah und Fern“ Petra Ganglbauer. Kurzprosa. Verlag Bibliothek der Provinz.

Petra Ganglbauer,
Schriftstellerin _ Wien

„Es ist wie dort und doch noch nicht, denn dort ist das Gewesene.

Bilder eines Lebens, eines ganzen, das nun zerfällt.

Brüchiges, Altes, winzige Brocken aus Vermutung und Irrtum.

Und dort auch, genau dort, ist das Erinnerte, kleinste Begebenheiten.

Gesponnen aus Seide und Traum.

„Und Trauma!“, schreit der Traum.

Heimat des Schnees.“

Bilder eines Lebens tauchen auf im Moment des Vergänglichen. Ein Gewand wie Seide am Körper und auf der Seele. Erinnerungen an Reisen, Orte, Meer, Weite…

„In einem schmutzig weißen Campingbus irgendwo in Italien.

Eines spätsommerlichen Nachmittags…“

Wie an einem Bahnsteig treten Personen der Nähe und Ferne, der Familie auf und ab, ein Fluss der Wiederbegegnung und Abreise, ein Dialog zwischen Du und Ich in allen Sinnen und Sinn, ein Strom zwischen Hell und Dunkel…

Es ist ein Nah und Fern…

Petra Ganglbauer,
Schriftstellerin _ Wien

Petra Ganglbauer, vielseitige Wiener Schriftstellerin, Wortkünstlerin legt mit „Es ist ein Nah und Fern“ einen Kurzprosa Band vor, der ganz tief in Zeit und Raum, Erinnerung und Reflexion menschlicher Nähe, Erfahrung, Begleitung im Prozess des Abschiednehmens führt. Es ist ein wunderbar konzipiertes Wortmosaik als eindringliche Reise unseres Menschseins, das in Sprachvirtuosität und großer Behutsamkeit, Aufmerksamkeit wie Offenheit Momente eines gemeinsamen Lebensweges öffnet.

„Eine wunderbare Reise in das Innerste der Existenz im Prozess des Abschieds.“

Es ist ein Nah und Fern. Petra Ganglbauer. Kurzprosa. Verlag Bibliothek der Provinz.

19×11,5 cm, 64 Seiten, fadengeheftetes Hardcover

ISBN: 978-3-99126-289-3

13,00 €   

Buch: Petra Ganglbauer: Es ist ein Nah und Fern

Zur Person: Petra Ganglbauer

http://ganglbauer.mur.at/

geboren in Graz, lebt in Wien und im Burgenland.
Autorin, Radiokünstlerin, Schreibpädagogin.
Lyrik, Prosa, Essays, Hörstücke, Hörspiel, Projektkonzeptionen.

Zuletzt erschienen:
Mit allen Sinnen, Edition Keiper, 2018
Gefeuerte Sätze, Limbus Verlag, 2019
Radix Radices, ORF-Kunstradio, 2020 Aschengeheimnis. Lyrikzyklus. 2023 Edition Melos Lauergrenze, Mensch, Limbus Verlag, 2023

https://www.bibliothekderprovinz.at/autor/petra-ganglbauer/

Walter Pobaschnig 4/25

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„dass wir uns einander treu bleiben – in Liebe, mit Verständnis und offenen Herzen“ Vyara Shuperlieva, Pianistin _ Salzburg 20.4.2025

Vyara Shuperlieva, Pianistin (links)  und Elisabeth de Roo, Sängerin&Schauspielerin in der aktuellen Produktion „Kein leichtes Mädchen. Käuflicher Liederabend“ Schauspiel in zwei Akten – von Elisabeth de Roo _
im ARTist’s, Schützgasse 16, 8020, Graz

Liebe Vyara, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ein erheblicher Teil meiner Zeit ist dem Klavier gewidmet – und selten bin ich dabei allein. Meist begleite ich junge Sängerinnen und Sänger bei der Einstudierung ihres Repertoires. Diese Tätigkeit ist für mich eine große Bereicherung: Sie verleiht mir neue Energie und Inspiration. Besonders erfüllend ist es, die künstlerische Entwicklung einer Person mitzuerleben.

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Es ist entscheidend, dass wir uns einander treu bleiben – in Liebe, mit Verständnis und offenen Herzen. Es geht darum, bei uns selbst und miteinander zu bleiben, uns nicht aus den Augen zu verlieren.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Ein Neubeginn ist stets eine Gelegenheit zur Erneuerung. Vor einem Aufbruch zu stehen, bedeutet, sich selbst und die Welt aus einer neuen Perspektive zu betrachten – mit offenem Herzen und klarem Blick. Es ist entscheidend: unsere Fähigkeit zur Empathie, zur Verantwortung und zur Gestaltung einer zukunftsfähigen Welt. Die Kunst bietet uns Räume, in denen wir uns selbst und einander begegnen können. Sie eröffnen neue Perspektiven, machen das Unsichtbare sichtbar und bringen zum Ausdruck, was Worte oft nicht zu fassen vermögen.

Was liest Du derzeit?

Das Leben in den Klippen von Marija Laleva, einer bulgarischen Autorin, die ebenso als Dichterin bekannt ist. Ihre Sprache ist so poetisch, dass jedes ihrer Worte für mich ein Genuss ist. Besonders faszinierend ist, wie sie psychologische Erlebnisse beschreibt. Ihre Erzählweise wird zudem von bulgarischen Mythen und Metaphern begleitet, was mir gut gefällt.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„‚Es bedarf Taten, nicht Worte.‘ – Wassil Lewski

Vielen Dank für das Interview, liebe Vyara, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Vyara Shuperlieva, Pianistin

Zur Person: Vyara Shuperlieva

absolvierte die staatliche Musikakademie in Sofia, Bulgarien als Magistra. Seit 1986 ist sie als Solokorrepetitorin in der Nationaloper in Sofia engagiert. Zwischen 1991 und 1994 war sie als Solokorrepetitorin in der Boris Christov Academia in Rom, Italien tätig. Sie ist Korrepetitorin beim Boris Christov Wettbewerb (Sofia), wo sie die Auszeichnung für die beste Korrepetitorin bekommen hat.

Vyara Shuperlieva ist regelmäßig für Wettbewerben engagiert, wie beispielsweise beim Paolo Neglio (Italien), Neue Stimmen (Deutschland) ,BBC Cardif Competition. Weiters arbeitete die erfahrene Pianistin als Solokorrepetitorin bei vielen Opernproduktionen in Thessaloniki (Griechenland), Bergen (Norwegen), Festival Classic Openair, Solothourn (Schweiz) und den Salzburger Festspielen (Österreich). Seit 2009 arbeitet sie als Korrepetitorin an der Universität Mozarteum in Salzburg.

Aktuelle Produktion mit Vyara Shuperlieva:

„Kein leichtes Mädchen. Käuflicher Liederabend“ Schauspiel in zwei Akten – von Elisabeth de Roo.

im ARTist’s, Schützgasse 16, 8020, Graz

Datum: 25.04.2025 _ Uhrzeit: 20:00 – 21:30 Uhr

Die Sopranistin Elisabeth de Roo, die gerne außerhalb der etablierten Opern – und Konzerthäuser eigene künstlerische Pfade beschreitet, hat mit ihrem Stück „Kein leichtes Mädchen – ein käuflicher Liederabend“ Tabubrüche vollzogen, indem sie das für viele Menschen schmuddelig behaftete Gossenthema „Sexarbeit“ mit einem klassischen Kunstliedabend verbindet und andererseits die Seele und Verletzlichkeit jener Menschen zeigt, für die Sexarbeit manchmal Beruf, manchmal aber auch Berufung ist. Elisabeth de Roo hat für ihr Stück mit 98 Personen, die in der Sexarbeit tätig sind, gesprochen. Über ihr selbstbestimmtes Leben im Umgang mit Sexualität und über die gesellschaftlichen Barrieren, denen sie dabei alltäglich begegnen, denn das „Huren –Stigma“ trifft nicht nur die Sexarbeitenden, sondern auch deren Familien und Freunde. Auch der Vorwurf von Menschenhandel und bezahlter Vergewaltigung ist allgegenwärtig. Kaum jemand jedoch fragt, wie es dem Menschen, der diese für die Gesellschaft wertvolle „psychohygienische Arbeit“ anbietet, geht.

Elisabeth de Roo: „Die gleicherweise erschütternden wie berührenden Erzählungen dieser Menschen habe ich in einen Monolog zusammengefasst und diesen um 13 Kunstlieder erweitert. Einzelne Berichte der Sexarbeiter*innen fließen so zu einem Handlungsstrang zusammen und geben den verwendeten Kunstliedern eine ganz eigene Bedeutung. Es entstand die Geschichte einer jungen, alleinerziehenden und hochverschuldeten Mutter, die in der Sexarbeit eine Möglichkeit sieht, ihrer hoffnungslosen Situation zu entfliehen. Anfangs gelingt es ihr, ihren Beruf vor ihrem privaten Umfeld zu verbergen. Doch dann stellen ihr ihre Kinder folgende Frage: „Mama, was sind Hurenkinder?“. Der entwürdigende Begriff „Hurenkinder“ ist für mich deshalb so erschütternd, weil er offensichtlich auch im 21. Jahrhundert immer noch Anwendung findet. Ich verfolge das Ziel „die Seele“ und die Verletzlichkeit der Menschen zu zeigen, die mir ihre Geschichten erzählt haben. Das daraus entstandene Stück bietet den klassischen Kunstliedern eine neue Aufführungsform.“

„Kein leichtes Mädchen. Käuflicher Liederabend“ Schauspiel in zwei Akten – von Elisabeth de Roo.

Text/ Schauspiel/ Gesang: Elisabeth de Roo 

Am Klavier: Vyara Shuperlieva 

Regie und Ausstattung: Alexander Mitterer.

Erleben Sie die faszinierende Sopranistin Elisabeth de Roo, die mit ihrem mutigen Stück die Grenzen der Kunst erweitert! In „Kein leichtes Mädchen“ verbindet sie eindrucksvoll das Thema „Sexarbeit“ – für viele Menschen ein Gossenthema – mit klassischen Kunstliedern (Schumann, Rachmaninov etc.) und gibt den oft überhörten Stimmen der Sexarbeitenden eine Bühne. Nach Gesprächen mit 98 in der Sexarbeit tätigen Menschen entfaltet sich eine berührende Geschichte über Selbstbestimmung, gesellschaftliche Barrieren und die verletzte Seele einer alleinerziehenden Mutter. Das Theater im ARTist’s lädt Sie ein,Teil dieses einzigartigen Crossovers zu werden – ein Abend, der zum Nachdenken anregt und gesellschaftliche Relevanz besitzt! (Pressetext _ Theater im ARTist`s Kaendace)

Premiere am Freitag, 25.04. 2025 Beginn: 20 Uhr

im ARTist’s, Schützgasse 16, 8020, Graz

Uhrzeit: 20:00 – 21:30 Uhr

Weitere Vorstellungen:

Samstag, 26.04. um 20 Uhr

Sonntag, 27.04. um 17.30 Uhr

Freitag, 02.05. um 20 Uhr

Samstag, 03.05. um 20 Uhr

Sonntag, 04.05. um 17.30 Uhr

Donnerstag, 08.05. um 20 Uhr

Samstag, 10.05. um 20 Uhr

Sondervorstellung in Zusammenarbeit mit der Kunstuniversität Graz mit anschließender Podiumsdikussion zum Thema Sexarbeit am Freitag, 09.05. um 17.30 Uhr im Florentinersaal der Kunstuniversität Graz! 

Moderation der Podiumsdiskussion: Ulla Pilz

Theater im ARTist`s Kaendace
Hochsteingasse 15/13
8010 Graz

www.theaterkaendace.at

Fotos: Reinhold Sigl

Walter Pobaschnig 18.4.2025

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„Eine Sexarbeiterin erzählte mir, dass sie einen Juwelier geheiratet hatte“ Elisabeth de Roo, Sängerin & Schauspielerin _ Give Peace A Chance _ Obsteig/Tirol 19.4.2025

GIVE PEACE A CHANCE

„Eine Sexarbeiterin erzählte mir, dass sie einen Juwelier geheiratet hatte. Während ihr Mann mit ihrem Beruf kein Problem hatte, war die Nachbarschaft sehr besorgt. Also jetzt nicht um die Frau, sondern um den guten Ruf der Nachbarschaft. Es war schließlich ein sittsamer Ort. Die Nachbarn meinten, dass die Frau – nun, da sie glücklich verheiratet war – sie doch endlich eine „anständige“ Tätigkeit aufnehmen könne. Als die Frau die Einfahrt ihres Hauses fegte, sprachen sie die Nachbarn an:

„Und, was machen Sie jetzt?“

Sie lächelte und antwortete: „Ich tue das, was ich am besten kann: Ich kehre vor meiner eigenen Haustür.“ 

Wenn wir alle ein wenig mehr vor der eigenen Haustür kehren würden – wie diese Frau –, dann, glaube ich, wäre dem Frieden im Kleinen wie im Großen sehr geholfen.

Elisabeth de Roo, Sängerin & Schauspielerin 18.4.2025

Gespräch von Elisabeth de Roo im Zuge ihrer Stückentwicklung: „Kein leichtes Mädchen. Käuflicher Liederabend“ Schauspiel in zwei Akten – von und mit Elisabeth de Roo

Elisabeth de Roo, Sängerin & Schauspielerin
Elisabeth de Roo (rechts) und Vyara Shuperlieva in der aktuellen Produktion „Kein leichtes Mädchen. Käuflicher Liederabend“ Schauspiel in zwei Akten – von und mit Elisabeth de Roo _
im ARTist’s, Schützgasse 16, 8020, Graz

GIVE PEACE A CHANCE

Elisabeth de Roo, Sängerin & Schauspielerin

Zur Person: Elisabeth de Roo

gab ihr Debüt als Susanna in „Sancta Susanna“ von Paul Hindemith unter der Leitung von Hans Graf im Konzerthaus Salzburg. David Garett buchte sie als Sängerin für einen TV- Auftritt auf ORF II. Sie war daraufhin mehrfach als Solistin im ORF zu sehen. Wolfgang Mitterer engagierte Sie für die Uraufführung seines Stücks „Couleurs De La Vent“. 2022 schrieb sie ihr erstes eigenes Stück „Kein leichtes Mädchen. Käuflicher Liederabend“, welches im Treibhaus Innsbruck 2023 uraufgeführt wurde und im Jahr 2024 unter anderem im Schauspielhaus in Salzburg und im ORF RadioKulturhaus in Wien zu sehen war. Im Herbst 2024 war sie Solistin beim Festival „Klangspuren“ in Schwaz und spielte am Theater ARTist’s in Graz die Uraufführung von „Herr Heinrich-der Hexenhammer“ Ihr zweites eigenes Stück „Liebes(film)Konzert“ feierte vor rund 250 Personen im Haus der Musik, Innsbruck Premiere und wird 2025 wiederaufgenommen.

„Kein leichtes Mädchen“ ging im Herbst 2024 in Kooperation mit der Tiroler Bildungsdirektion an die Oberstufen der Tiroler Gymnasien und wird 2025 u.a. am Theater ARTist’s in Graz (Neuinszenierungen), in der Villa Leon in Nürnberg und im Haus der Musik in Innsbruck zu sehen sein.

Elisabeth de Roo absolvierte ihren Master im Fach Lied und Oratorium an der Universität Mozarteum in Salzburg mit Auszeichnung. Ihren Bachelor für Immobilienwirtschaft absolvierte sie mit gutem Erfolg an der Fachhochschule in Kufstein. Für ihre wissenschaftlichen Arbeiten forschte sie empirisch und erhielt für alle Arbeiten die Beurteilung „sehr gut“.

AUSZEICHNUNGEN: – Bundes-Leistungsstipendium für Exzellenz – Österreichischer Musiktheaterpreis 2021 für das Projekt „Dreigroschenoper“ – beste Off -Theaterproduktion

Aktuelle Produktion von und mit Elisabeth de Roo:

„Kein leichtes Mädchen. Käuflicher Liederabend“ Schauspiel in zwei Akten – von Elisabeth de Roo.

im ARTist’s, Schützgasse 16, 8020, Graz

Datum: 25.04.2025 _ Uhrzeit: 20:00 – 21:30 Uhr

Die Sopranistin Elisabeth de Roo, die gerne außerhalb der etablierten Opern – und Konzerthäuser eigene künstlerische Pfade beschreitet, hat mit ihrem Stück „Kein leichtes Mädchen – ein käuflicher Liederabend“ Tabubrüche vollzogen, indem sie das für viele Menschen schmuddelig behaftete Gossenthema „Sexarbeit“ mit einem klassischen Kunstliedabend verbindet und andererseits die Seele und Verletzlichkeit jener Menschen zeigt, für die Sexarbeit manchmal Beruf, manchmal aber auch Berufung ist. Elisabeth de Roo hat für ihr Stück mit 98 Personen, die in der Sexarbeit tätig sind, gesprochen. Über ihr selbstbestimmtes Leben im Umgang mit Sexualität und über die gesellschaftlichen Barrieren, denen sie dabei alltäglich begegnen, denn das „Huren –Stigma“ trifft nicht nur die Sexarbeitenden, sondern auch deren Familien und Freunde. Auch der Vorwurf von Menschenhandel und bezahlter Vergewaltigung ist allgegenwärtig. Kaum jemand jedoch fragt, wie es dem Menschen, der diese für die Gesellschaft wertvolle „psychohygienische Arbeit“ anbietet, geht.

Elisabeth de Roo: „Die gleicherweise erschütternden wie berührenden Erzählungen dieser Menschen habe ich in einen Monolog zusammengefasst und diesen um 13 Kunstlieder erweitert. Einzelne Berichte der Sexarbeiter*innen fließen so zu einem Handlungsstrang zusammen und geben den verwendeten Kunstliedern eine ganz eigene Bedeutung. Es entstand die Geschichte einer jungen, alleinerziehenden und hochverschuldeten Mutter, die in der Sexarbeit eine Möglichkeit sieht, ihrer hoffnungslosen Situation zu entfliehen. Anfangs gelingt es ihr, ihren Beruf vor ihrem privaten Umfeld zu verbergen. Doch dann stellen ihr ihre Kinder folgende Frage: „Mama, was sind Hurenkinder?“. Der entwürdigende Begriff „Hurenkinder“ ist für mich deshalb so erschütternd, weil er offensichtlich auch im 21. Jahrhundert immer noch Anwendung findet. Ich verfolge das Ziel „die Seele“ und die Verletzlichkeit der Menschen zu zeigen, die mir ihre Geschichten erzählt haben. Das daraus entstandene Stück bietet den klassischen Kunstliedern eine neue Aufführungsform.“

„Kein leichtes Mädchen. Käuflicher Liederabend“ Schauspiel in zwei Akten – von Elisabeth de Roo.

Text/ Schauspiel/ Gesang: Elisabeth de Roo 

Am Klavier: Vyara Shuperlieva 

Regie und Ausstattung: Alexander Mitterer.

Erleben Sie die faszinierende Sopranistin Elisabeth de Roo, die mit ihrem mutigen Stück die Grenzen der Kunst erweitert! In „Kein leichtes Mädchen“ verbindet sie eindrucksvoll das Thema „Sexarbeit“ – für viele Menschen ein Gossenthema – mit klassischen Kunstliedern (Schumann, Rachmaninov etc.) und gibt den oft überhörten Stimmen der Sexarbeitenden eine Bühne. Nach Gesprächen mit 98 in der Sexarbeit tätigen Menschen entfaltet sich eine berührende Geschichte über Selbstbestimmung, gesellschaftliche Barrieren und die verletzte Seele einer alleinerziehenden Mutter. Das Theater im ARTist’s lädt Sie ein,Teil dieses einzigartigen Crossovers zu werden – ein Abend, der zum Nachdenken anregt und gesellschaftliche Relevanz besitzt! (Pressetext _ Theater im ARTist`s Kaendace)

Premiere am Freitag, 25.04. 2025 Beginn: 20 Uhr

im ARTist’s, Schützgasse 16, 8020, Graz

Uhrzeit: 20:00 – 21:30 Uhr

Weitere Vorstellungen:

Samstag, 26.04. um 20 Uhr

Sonntag, 27.04. um 17.30 Uhr

Freitag, 02.05. um 20 Uhr

Samstag, 03.05. um 20 Uhr

Sonntag, 04.05. um 17.30 Uhr

Donnerstag, 08.05. um 20 Uhr

Samstag, 10.05. um 20 Uhr

Sondervorstellung in Zusammenarbeit mit der Kunstuniversität Graz mit anschließender Podiumsdikussion zum Thema Sexarbeit am Freitag, 09.05. um 17.30 Uhr im Florentinersaal der Kunstuniversität Graz! 

Moderation der Podiumsdiskussion: Ulla Pilz

Theater im ARTist`s Kaendace
Hochsteingasse 15/13
8010 Graz

www.theaterkaendace.at

Fotos Portrait/Stück: Reinhold Sigl

Foto_Tür: Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig 18.4.2025

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„Ich glaube an die Menschlichkeit der Menschen, an die Hoffnung, die uns stärkt“ Elisabeth de Roo, Sängerin & Schauspielerin _ Obsteig/Tirol 19.4.2025

Elisabeth de Roo, Sängerin & Schauspielerin
Elisabeth de Roo und Vyara Shuperlieva in der aktuellen Produktion „Kein leichtes Mädchen. Käuflicher Liederabend“ Schauspiel in zwei Akten – von Elisabeth de Roo _
im ARTist’s, Schützgasse 16, 8020, Graz

Liebe Elisabeth, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Jeder meiner Tage beginnt mit dem Schreiben in meinem Tagebuch und einer Tasse Kaffee. Danach plane ich den Verlauf meines Tages, und bevor ich mit der Umsetzung meiner Aufgaben beginne, nehme ich mir Zeit für einen ausgedehnten Spaziergang mit meinen beiden Hunden. Das macht meinen Kopf frei. Ich liebe es, draußen in der Welt zu sein. Im Anschluss versuche ich, täglich zu üben und mir Raum für das Schreiben zu schaffen – beides erfüllt mich mit Glück.

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

„‚Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe – diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe.‘ (1. Korinther 13,13) Ich glaube an die Menschlichkeit der Menschen, an die Hoffnung, die uns stärkt, und an die Liebe, die uns miteinander verbindet.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Das Theater, als Spiegel der Gesellschaft, ist der Raum, in dem wir das, was uns fremd, grotesk oder unbequem erscheint, auf die Bühne bringen können. Es wird zu einem Ort der Begegnung: ‚Homo sum, humani nihil a me alienum puto‘ – ‚Ich bin ein Mensch, nichts Menschliches ist mir fremd.‘ In jeder Epoche haben die Unangepassten gezeigt, wie man dem Leben im ‚Unsinn‘ eine tiefere Bedeutung verleihen kann. Sie lehren uns, das Menschliche in all seinen Facetten zu umarmen, es zu feiern und über uns selbst zu lachen.

Was liest Du derzeit?

Ich befinde mich derzeit 20.000 Meilen unter dem Meer, an Bord des gigantischen U-Bootes Nautilus. Gemeinsam mit einer Gruppe von Wissenschaftlern und Ingenieuren befinde ich mich in der Obhut von Kapitän Nemo und tauche mit ihnen in die unerforschten Tiefen der Weltmeere ab.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Wie schön ist es doch zu leben‘, sagte Pippi und streckte ihre Beine weit von sich. – Pippi Langstrumpf

Vielen Dank für das Interview, liebe Elisabeth, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Musikprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Elisabeth de Roo, Sängerin & Schauspielerin

Zur Person: Elisabeth de Roo

gab ihr Debüt als Susanna in „Sancta Susanna“ von Paul Hindemith unter der Leitung von Hans Graf im Konzerthaus Salzburg. David Garett buchte sie als Sängerin für einen TV- Auftritt auf ORF II. Sie war daraufhin mehrfach als Solistin im ORF zu sehen. Wolfgang Mitterer engagierte Sie für die Uraufführung seines Stücks „Couleurs De La Vent“. 2022 schrieb sie ihr erstes eigenes Stück „Kein leichtes Mädchen. Käuflicher Liederabend“, welches im Treibhaus Innsbruck 2023 uraufgeführt wurde und im Jahr 2024 unter anderem im Schauspielhaus in Salzburg und im ORF RadioKulturhaus in Wien zu sehen war. Im Herbst 2024 war sie Solistin beim Festival „Klangspuren“ in Schwaz und spielte am Theater ARTist’s in Graz die Uraufführung von „Herr Heinrich-der Hexenhammer“ Ihr zweites eigenes Stück „Liebes(film)Konzert“ feierte vor rund 250 Personen im Haus der Musik, Innsbruck Premiere und wird 2025 wiederaufgenommen.

„Kein leichtes Mädchen“ ging im Herbst 2024 in Kooperation mit der Tiroler Bildungsdirektion an die Oberstufen der Tiroler Gymnasien und wird 2025 u.a. am Theater ARTist’s in Graz (Neuinszenierungen), in der Villa Leon in Nürnberg und im Haus der Musik in Innsbruck zu sehen sein.

Elisabeth de Roo absolvierte ihren Master im Fach Lied und Oratorium an der Universität Mozarteum in Salzburg mit Auszeichnung. Ihren Bachelor für Immobilienwirtschaft absolvierte sie mit gutem Erfolg an der Fachhochschule in Kufstein. Für ihre wissenschaftlichen Arbeiten forschte sie empirisch und erhielt für alle Arbeiten die Beurteilung „sehr gut“.

AUSZEICHNUNGEN: – Bundes-Leistungsstipendium für Exzellenz – Österreichischer Musiktheaterpreis 2021 für das Projekt „Dreigroschenoper“ – beste Off -Theaterproduktion

Aktuelle Produktion von und mit Elisabeth de Roo:

„Kein leichtes Mädchen. Käuflicher Liederabend“ Schauspiel in zwei Akten – von Elisabeth de Roo.

im ARTist’s, Schützgasse 16, 8020, Graz

Datum: 25.04.2025 _ Uhrzeit: 20:00 – 21:30 Uhr

Die Sopranistin Elisabeth de Roo, die gerne außerhalb der etablierten Opern – und Konzerthäuser eigene künstlerische Pfade beschreitet, hat mit ihrem Stück „Kein leichtes Mädchen – ein käuflicher Liederabend“ Tabubrüche vollzogen, indem sie das für viele Menschen schmuddelig behaftete Gossenthema „Sexarbeit“ mit einem klassischen Kunstliedabend verbindet und andererseits die Seele und Verletzlichkeit jener Menschen zeigt, für die Sexarbeit manchmal Beruf, manchmal aber auch Berufung ist. Elisabeth de Roo hat für ihr Stück mit 98 Personen, die in der Sexarbeit tätig sind, gesprochen. Über ihr selbstbestimmtes Leben im Umgang mit Sexualität und über die gesellschaftlichen Barrieren, denen sie dabei alltäglich begegnen, denn das „Huren –Stigma“ trifft nicht nur die Sexarbeitenden, sondern auch deren Familien und Freunde. Auch der Vorwurf von Menschenhandel und bezahlter Vergewaltigung ist allgegenwärtig. Kaum jemand jedoch fragt, wie es dem Menschen, der diese für die Gesellschaft wertvolle „psychohygienische Arbeit“ anbietet, geht.

Elisabeth de Roo: „Die gleicherweise erschütternden wie berührenden Erzählungen dieser Menschen habe ich in einen Monolog zusammengefasst und diesen um 13 Kunstlieder erweitert. Einzelne Berichte der Sexarbeiter*innen fließen so zu einem Handlungsstrang zusammen und geben den verwendeten Kunstliedern eine ganz eigene Bedeutung. Es entstand die Geschichte einer jungen, alleinerziehenden und hochverschuldeten Mutter, die in der Sexarbeit eine Möglichkeit sieht, ihrer hoffnungslosen Situation zu entfliehen. Anfangs gelingt es ihr, ihren Beruf vor ihrem privaten Umfeld zu verbergen. Doch dann stellen ihr ihre Kinder folgende Frage: „Mama, was sind Hurenkinder?“. Der entwürdigende Begriff „Hurenkinder“ ist für mich deshalb so erschütternd, weil er offensichtlich auch im 21. Jahrhundert immer noch Anwendung findet. Ich verfolge das Ziel „die Seele“ und die Verletzlichkeit der Menschen zu zeigen, die mir ihre Geschichten erzählt haben. Das daraus entstandene Stück bietet den klassischen Kunstliedern eine neue Aufführungsform.“

„Kein leichtes Mädchen. Käuflicher Liederabend“ Schauspiel in zwei Akten – von Elisabeth de Roo.

Text/ Schauspiel/ Gesang: Elisabeth de Roo 

Am Klavier: Vyara Shuperlieva 

Regie und Ausstattung: Alexander Mitterer.

Elisabeth de Roo (rechts) und Vyara Shuperlieva 

Erleben Sie die faszinierende Sopranistin Elisabeth de Roo, die mit ihrem mutigen Stück die Grenzen der Kunst erweitert! In „Kein leichtes Mädchen“ verbindet sie eindrucksvoll das Thema „Sexarbeit“ – für viele Menschen ein Gossenthema – mit klassischen Kunstliedern (Schumann, Rachmaninov etc.) und gibt den oft überhörten Stimmen der Sexarbeitenden eine Bühne. Nach Gesprächen mit 98 in der Sexarbeit tätigen Menschen entfaltet sich eine berührende Geschichte über Selbstbestimmung, gesellschaftliche Barrieren und die verletzte Seele einer alleinerziehenden Mutter. Das Theater im ARTist’s lädt Sie ein,Teil dieses einzigartigen Crossovers zu werden – ein Abend, der zum Nachdenken anregt und gesellschaftliche Relevanz besitzt! (Pressetext _ Theater im ARTist`s Kaendace)

Premiere am Freitag, 25.04. 2025 Beginn: 20 Uhr

im ARTist’s, Schützgasse 16, 8020, Graz

Uhrzeit: 20:00 – 21:30 Uhr

Weitere Vorstellungen:

Samstag, 26.04. um 20 Uhr

Sonntag, 27.04. um 17.30 Uhr

Freitag, 02.05. um 20 Uhr

Samstag, 03.05. um 20 Uhr

Sonntag, 04.05. um 17.30 Uhr

Donnerstag, 08.05. um 20 Uhr

Samstag, 10.05. um 20 Uhr

Sondervorstellung in Zusammenarbeit mit der Kunstuniversität Graz mit anschließender Podiumsdikussion zum Thema Sexarbeit am Freitag, 09.05. um 17.30 Uhr im Florentinersaal der Kunstuniversität Graz! 

Moderation der Podiumsdiskussion: Ulla Pilz

Theater im ARTist`s Kaendace
Hochsteingasse 15/13
8010 Graz

www.theaterkaendace.at

Fotos: Reinhold Sigl

Walter Pobaschnig 18.4.2025

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„Hyänen“ Roland Freisitzer. Roman. Septime Verlag.

Es ist ein Auftrag der Behörde, der Simon in das Flugzeug und auf den Weg zu den unbekannten Rändern der Stadt bringt. Auf der Suche nach einem Bürgermeister und dessen Machenschaften und Geheimnissen…

Schon als er ankommt, begegnet er immer mehr Überraschungen und Seltsamkeiten, die so gar nicht in herkömmliche Wahrnehmungen von Leben, Gesellschaft, Organisation passen…

„Ich rauchte die Zigarette zu Ende und spielte mit der Idee, den Weg in die Stadt zu Fuß in Angriff zu nehmen. Es waren fast zehn Kilometer, und das in völliger Dunkelheit. Der Natur und ihren Gefahren ausgesetzt. Schlangen, Skorpionen, Hyänen, deren höhnisches Kichern ich leise in der Entfernung bereits zu hören meinte…“

Hier ist etwas im Gange. Und Simon ist, ehe er es sich versieht, mittendrin, im Pool bei der wunderschönen Maria und den mysteriösen Ausblicken auf das unbekannte Reich hinter den Bergen…

Und das Unbekannte liegt vor ihm, in ihm, wo…?

Roland Freisitzer,
Schriftsteller, Komponist, Dirigent

Roland Freisitzer, in Österreich lebender Schriftsteller, Komponist, Dirigent, legt mit seinem dritten Roman „Hyänen“ ein surreales Meistwerk vor, das in Sprachvirtuosität, Spannungsaufbau, Hintergründigkeit und Tiefsinn einmalig mitreißt. Es ist, wie am Erzählbeginn für den Protagonisten Simon, der an K. in Kafkas Schloss und Captain Willard im Film „Apokalypse Now“ erinnert, für Leserin und Leser ein Abheben in einen narrativen Sog, der alles kann, was ein Buch zum Leseereignis werden lässt. Dialoge, Szenenwechsel, literarische Dramaturgie, Kulissenbau und wunderbares Referenzenspiel machen „Hyänen“ zum Meisterwerk moderner Sprach- und Erzählkunst.

„Roland Freisitzer legt ein surreales Meisterwerk moderner Sprach- und Erzählkunst vor, das zum sensationellen Leseereignis des Jahres wird.“

„Hyänen“ Roland Freisitzer. Roman. Septime Verlag.

Gebunden, 216 Seiten

23,40 € (D)

24,00 € (A)

ISBN: 978-3-99120-057-4

Auch als E-Book erhältlich

http://www.septime-verlag.at/Buecher/buch_Hyaenen.html

Walter Pobaschnig  4/25

Alle Fotos_Walter Pobaschnig 2/25

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„Kunst kann ein Wegbereiter zum Frieden sein“ Esther Hebein, Künstlerin, Schriftstellerin _ Villach 18.4.2025   

„Er ist Nomade“
Esther Hebein, Künstlerin, Schriftstellerin _
Öl, mit Akzenten in Acryl. folgende
„Pietà“
„Ay! Flamenco vivo“
Esther Hebein, Künstlerin, Schriftstellerin

Liebe Esther, wie sieht jetzt dein Tagesablauf aus?

Mein Tagesablauf unterliegt keinem festgefahrenen Schema. Bis auf ein paar Rituale, die für mein Wohlbefinden wichtig sind, wie z.B. ein gutes Frühstück, meist am Nachmittag ein herrliches selber gekochtes Essen mit einem Glaserl Wein. Ansonsten richte ich mich sehr flexibel nach den Dingen, die ich erledigen muss für meine täglichen existentiellen Bedürfnisse. Die Zeit, die übrig bleibt, gehört meiner ausgeübten künstlerischen Tätigkeit, wie z.B. Schreiben und Malen. Schreiben in Stille – Malen mit Musik, meist Flamenco. Aber auch die Zeit, in der ich nicht direkt künstlerische Werke „schaffe“, ist geprägt von einem Blick auf die künstlerische Komponente der Dinge, die ich gerade mache. Ob das Garteln in meinem wilden Terrassen-Garten, meine geliebten Solitär-Reisen und Wanderungen, das Zubereiten genussvoller Speisen und vieles mehr – ich glaube, fast alles ist für mich Vorbereitung und Erforschung der Möglichkeiten künstlerischen Ausdrucks.

„sittin‘ on the dock of the bay“

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Im Überholgalopp der Zeit halte ich es für das Wichtigste, seine eigene Individualität zu bewahren, sie zu verteidigen. Wir müssen uns wieder einlassen auf Reflexion, auf das Hinterfragen der Dinge, auf die eigene geistige Auseinandersetzung damit. Das heißt auch auf das Zulassen von seelischer Bewegung. Das Zulassen von Sinnlichkeit, die nicht nur im sexuellen Eros, sondern in allen Komponenten unseres Seins liegt und sich mit einer generell entwickelten Beurteilungskraft die Waage halten sollte.  

Ich erachte es für eine vorrangige Aufgabe unserer Gesellschaftspolitik, die Grundlagen für eine Bildung des Geistes in Bezug auf ethische Werte im Zeichen des Friedens zu schaffen.

„Mars“

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Die ethische Entwicklung einer Gesellschaft schreitet in dem Maße voran, in dem ihr die Vielfalt von Kunst und Kultur ermöglicht und nahegebracht wird. Kunst, egal aus welcher künstlerischen Provenienz sie stammen mag, pocht sehr tief auf die Fähigkeit des Menschen, aus einer vorgegebenen, eingemeißelten Wahrnehmungsschiene heraustreten zu können.

Kunst verlangt die Dualität zwischen ihrem Erschaffer und der Person, die sie aufnimmt, in sich einlässt und ihre eigenen Empfindungen anregt. Die Vielfalt des künstlerischen Ausdrucks eröffnet die Anregung zu eigenständigem Denken. Ich glaube, dies sind die wesentlichen Aspekte für die Bedeutung von Kunst in jeder Lebensphase eines Menschen. Sie kann ein Wegbereiter sein für die Hinwendung zum Frieden, der sich nur durch die Öffnung des Geistes und des Herzens manifestieren kann.

Le petit cocquelico (Ausschnitt)

Was liest du derzeit?

Meist lese ich Schriften, die mit meinem aktuellen Interesse zu tun haben. Zur Zeit gerade über die sizilianische Wassergöttin Nestis, mit der ich verglichen wurde.

Und außerdem im Moment:

“La libertà viaggia in treno“ (von Federico Pace) – ein poetisches Buch über das Reisen mit dem Zug. Erstens, um mein Italienisch nicht einschlafen zu lassen und zweitens, weil auch ich immer und überall hin mit dem Zug reise.

Rauschzeit (aus „zeit ist“

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest du uns mitgeben?

Zeit    –     Zenit

Ein einziger Buchstabe macht aus dem Wort „Zeit“ das Wort „Zenit“.

Kann ein einziger Gedanke das Wort „Krieg“  in das Wort „Frieden“ verwandeln?

Wasserzeit (aus „zeit ist“)
Esther Hebein, Künstlerin, Schriftstellerin

Vielen Dank für das Interview, liebe Esther, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunst-, Literaturprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Esther Hebein, Künstlerin, Schriftstellerin

Zur Person: Esther Hebein, Künstlerin, Schriftstellerin

geboren 1951 in neumarkt/steiermark, 26 jahre protokollantin/referentin in bayern, heute malerin/dichterin in kaernten

Ausstellungen :

zyklus  ‚zeit  ist’  il tempo è  –  malerei, lyrik, fotografie

Stadtpfarrturm Klagenfurt und Schloss Krastowitz, Klagenfurt

Ausstellung Kultur Stadt Villach/unikART im Dinzlschloss Villach

„Zwischenräume-Kunst als Brücke der Wahrnehmung“

Literatur:

– zahlreiche lyrik- und prosa-veröffentlichungen in anthologien      

  und in kulturzeitschriften

– lesungen – lyrik und prosa –

  in  klagenfurt,  schwetzingen/de, wien, villach

– literaturpreise:

  *christine busta-lyrikpreisösterreichischer schriftstellerverband

  *lyrikpreis literaturpodium deutschland

  *3. preis: lyrikwettbewerb – bibliothek deutschsprachiger gedichte  

Alle Fotos: Esther Hebein

Walter Pobaschnig 17.4.2025

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Erinnerung an Barbara Frischmuth _ „ihre Kunst zwischen den Zeilen erzählen zu können“ Roland Freisitzer, Schriftsteller _ St.Pölten/NÖ 17.4.2025

Erinnerung an Barbara Frischmuth, Schriftstellerin  *5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Erinnerung _  Roland Freisitzer, Schriftsteller, Komponist, Dirigent

Lieber Roland, welche Erinnerungen hast Du an Barbara Frischmuth als Kollegin? Gab es persönliche Begegnungen und wie hast Du diese erlebt?

Leider gab es keine persönliche Begegnung.

Was macht für Dich das Werk von Barbara Frischmuth aus und wie ist dieses in die österreichische Literaturgeschichte einzuordnen?

Barbara Frischmuths Werk ist ein gewichtiger, viel zu wenig beachteter Block in der österreichischen Literaturlandschaft. Besonders in Erinnerung ist mir ihr origineller, wenig spektakulärer, aber genau deshalb sehr einfühlsamer und tiefgehender Blick auf das Innenleben ihrer ProtagonistInnen. Auf Beziehungen und das vermeintlich Kleine, das so oft übersehen wird.

Gibt es ein Lieblingsbuch von Ihr und warum dieses?

Das ist schwer zu beantworten, weil es da für mich eine ganze Reihe von Romanen oder Erzählungen gibt, die ich in die Kategorie „Lieblingsbuch von Barbara Frischmuth“ einordnen würde. Vielleicht aber dann doch „Der Sommer, in dem Anna verschwunden war“. Warum dieses? Möglicherweise aufgrund der Machart, des Kunstgriffs, wie die Geschichte einer beeindruckenden Frau erzählt wird, die verschwunden ist und nicht selbst zu Wort kommt.

Welche Inspiration hinterlässt Ihr Schreiben, Ihre Weltsicht, Ihr Künstlerinsein?

Besonders inspirierend finde ich ihre Fähigkeit, oder noch besser, ihre Kunst, Figuren zu zeichnen, aufleben zu lassen und zwischen den Zeilen erzählen zu können.

Gibt es ein Zitat/eine Textstelle von Ihr, die Du uns noch mitgeben möchtest?

Oh, da bin ich jetzt ein wenig überfordert, weil ich mir genaue Zitate nur ganz selten merke, aber ich erinnere mich sehr genau an den ersten Satz von „Der Sommer, in dem Anna verschwunden“ war, weil er den Roman so großartig in Gang setzt und so viel Stimmung und Erklärung vorwegnimmt.

„Die Sonntage waren immer am schlimmsten.“

Vielen Dank für das Interview!

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin 
*5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin

geboren 1941 in Altaussee, studierte Türkisch, Ungarisch und Orientalistik und war seitdem freie Schriftstellerin. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin lebte seit 1999 wieder in Altaussee. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Romane „Die Klosterschule“ (1968), „Die Mystifikationen der Sophie Silber“ (1976) oder „Kai und die Liebe zu den Modellen“ (1979), aber auch ihre zahlreichen Gartenbücher. Zuletzt im Residenz Verlag erschienen: „Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen“ (2021)„Schaufel, Rechen, Gartenschere“ in der Reihe „Dinge des Lebens“ (2023) und „Die Schönheit der Tag- und Nachtfalter“ (2025).    Der Residenz Verlag trauert um Barbara Frischmuth  31.3.2025

Roland Freisitzer, Schriftsteller, Komponist, Dirigent

Zur Person: Roland Freisitzer wurde 1973 in Wien geboren und wuchs in Moskau, Warschau, Kapstadt und St. Pölten auf, bevor er sich 1989 erneut nach Moskau begab, um Komposition zu studieren. Der Komponist und Dirigent ist Dozent im Bereich der zeitgenössischen Musik an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. Seit mehr als einem Jahrzehnt rezensiert Roland Freisitzer zeitgenössische Literatur.

Aktueller Roman von Roland Freisitzer:

„Hyänen“ Roman. Picus Verlag.

http://www.septime-verlag.at/Buecher/buch_Hyaenen.html

Foto_Portrait Barbara Frischmuth: Franz Johann Morgenbesser

Foto_Portrait Roland Freisitzer: Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig 13.4.2025

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