B R A V E H E A R T Mit Bernhard Dechant Regie Alice Buddeberg Text Alice Buddeberg / Bernhard Dechant Bühne Sandra Rosenstiel _ Foto_Walter Pobaschnig, folgende.
Der Wiener Ausnahmeschauspieler, Regisseur und mehrfache Nestroypreisträger Bernhard Dechant begeistert das Publikum mit einem Theaterabend der Sonderklasse, der satirisch wuchtig, zärtlich und tief traurig Leben und Sehnsucht durch ein roadmovie von Traum und Wirklichkeit von Hollywood bis Wien mitreißend galoppieren, stolpern und erwachen lässt, dass sich die Theaterbretter unter Blitz und Donner famoser Bühnenkunst einzigartig zum Schlachtfeld von Existenz und Tragödie im grandiosen Monolog verwandeln und verzaubern.
Es ist eine unglaublich exzellente Spielkunst, Dramaturgie, Regie und Bühnekonzeption, die im ebenso sensationellen Requisitenspiel wie Publikumsdialog einen Seelenstriptease zwischen Mel Gibson und Sigmund Freud, Leinwand und Größenphantasie als Feuerwerk messerscharfer wie humorvoller Reflexion moderner Film-Traumfabriken und menschlicher Einsamkeit explodieren lässt, das punktgenau Pfeil und Pfeil, Szene um Szene in Überraschung, Lachen und Stille trifft.
Bernhard Dechant erschafft mit Braveheart einmalig satirisch-kritisch einen modernen Herrn Karl, der sich aus dem Keller der Nachkriegszeit in den Kinosessel begeben hat und nichts von seiner Einsamkeit und seiner Verführbarkeit in allen inneren Schlachtfeldern verloren hat und jubelt und tobt bis ihn die Wiener Wurstsemmel vom Heldenplatz Hollywoods in die Realität zurückholt.
Ein genialer Theaterabend!
B R A V E H E A R T
Mit Bernhard Dechant
Regie Alice Buddeberg Text Alice Buddeberg / Bernhard Dechant Bühne Sandra Rosenstiel
Im zahlreichen Publikum auch Nagy Vilmos, Regisseur, Schauspieler _ aktuell im „Mann ohne Eigenschaften“ Theater Arche/Wien zu sehen _ in charmanter Begleitung
„Du bist der Gedanke deiner Eltern. Du bist der Schmerz deiner Mutter, das Gesicht deines Vaters. Das gemeinsame Blut. Du bist beide. Sie haben dein Leben in die Hand genommen. Es war klein und warm…“
Am Morgen blickt Paul in den Spiegel. Doch viel weiter. Tief in sich. Schonungslos. In das, was war, ist, vielleicht sein wird…
„Du stolperst über dein Schicksal. Und bleibst liegen. Wie lange muss man aushalten, bis Aufgeben zu einer Möglichkeit wird?…“
Gregor Fink _ Station bei Bachmann _ Foto_Walter Pobaschnig, folgende 9_25
Paul erwacht neben Jana. Vertraut sind Blicke, Bewegungen und Wege der Liebe. Ein Licht und Halt. Bei Tag und Nacht.
In der Nacht, in der nun eine Stimme zu hören ist. Eine vertraute wie tote. Jene des Vaters. Jede Nacht. Und es gibt viel zu besprechen…
Und Paul macht sich auf dem Weg zu sich und zu Ausgangspunkten des Lebens. Zwischen Crash, Begegnungen, Freundschaften, Gesprächen, Verzweiflungen, Orientierungen, Ausweglosigkeiten…
Wird es ein Ankommen geben? Hat es das je gegeben?
„Je älter ich werde, desto mehr kommt mir das Leben wie ein Zimmer vor, das immer kleiner wird. Und jemand dimmt langsam, aber sicher das Licht…“
Gregor Fink, in Klagenfurt und Wien lebender Schriftsteller, legt mit „Streunende Hunde“ ein fulminantes Romandebüt vor, das in direkter mitreißender Sprachform und in schonungsloser existentieller Rasanz und Reflexion begeistert. Hier gibt es keine Tabus, Grenzen, Fassaden, das Leben wird am Kragen gepackt, auf den Kopf gestellt, gerührt und geschüttelt das die Funken in Wut, Verzweiflung, Sehnsucht im Diesseits und Jenseits sprühen wie ein Orkan.
„Ein Sensationsdebüt einer neuen einzigartigen literarischen Stimme!
Gregor Fink _ Station bei Bachmann _ Foto_Walter Pobaschnig 9_25
Streunende Hunde. Gregor Fink. Roman. Septime Verlag.
Gebunden, 192 Seiten
24,60 € [A]
24,00 € [D]
ISBN: 978-3-99120-068-0
Alle Fotos_ Portrait: Walter Pobaschnig _ Station bei Bachmann/Wohnsitz von Ingeborg Bachmann/Wien 9_25; Cover _ Walter Pobaschnig.
Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.
Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.
Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.
Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.
Liebe Hannelore Schmid, wie liest Du den Text „Undine geht“ von Ingeborg Bachmann? Wie siehst Du „Undine“?
Ich fühle sie von innen her, versuche sie zu verkörpern, sehe dann in den Bildern etwas, das ich vorher nicht kannte und fühle wieder hinein. Ingeborg Bachmanns Text wird Undine besser gerecht; mein Versuch, sie über Eigenschaften zu beschreiben muss scheitern.
„Undine geht“ wurde vor gut 60 Jahren veröffentlicht. Was hat sich seit damals im Rollenbild von Frau und Mann verändert und was sollte sich noch ändern?
Weniger als gehofft hat sich geändert! Ich habe voriges Jahr „Zeitungsweiber“ von Susanna Oberforcher inszeniert, wo es um die Vorreiterinnen der Frauenbewegung um 1900 geht. Rosa Mayreder, Auguste Fickert und Marie Lang haben damals die Zeitschrift „Dokumente der Frauen“ herausgegeben und im Stück kamen Originaltexte daraus vor. Selbst davon waren viele Themen noch erschreckend aktuell!
Aber natürlich gibt es Veränderungen. Das binäre Denken wird heute prinzipiell infrage gestellt. Und das finde ich logisch, wie hat sich das überhaupt so lange halten können?
Der Monolog geht mit der patriarchalen Gesellschaftswelt schonungslos ins Gericht. Wie siehst Du die Situation patriarchaler Macht heute?
Ich sehe vor allem wie sehr ich selbst von patriarchalen Strukturen geprägt wurde. Sich den Prägungen zu widersetzen und zu echten eigenen Gedanken und Handlungen zu kommen, ist kraftaufwendig. Blinde Flecken zu erkennen braucht Zeit. Aber mit dem Strom zu schwimmen wäre nur oberflächlich angenehmer.
Wir leben in gesellschaftlichen sehr herausfordernden Zeiten, in der die Macht des Stärkeren auf höchsten politischen Ebenen zunehmend wieder an Gestalt und Schrecken gewinnt. Ist das auch eine Folge, Erbe unbewältigter bzw. unbewältigbarer patriarchaler Strukturen in der Welt?
Das Patriachat ist tief in unserer Gesellschaft verankert. Entwicklungen geschehen nie linear, bleibt zu hoffen, dass diese „Rückbesinnung auf veraltete Werte“ nur ein Ausschlag des Pendels in die Gegenrichtung ist, bevor es anders weiter geht.
Der Text drückt auch viel Trauer über das Scheitern der Liebe und eines Miteinander der Geschlechter im persönlichen wie gesellschaftlichen Leben aus. Welche Auswege siehst Du da?
Ich frage mich das jeden Tag. Sich dem wieder und wieder zu stellen ist der einzige Weg, der mir einfällt.
Was kannst Du als Frau und Künstlerin von „Undine geht“ in das Heute mitnehmen?
Ich liebe Ingeborg Bachmanns Sprache, sie berührt mich so tief wie kaum eine andere. Ihre Bilder sind zeitlos, ihr Klang unverwechselbar. Sie zieht mich hinein in ihre Welten, ich tauche mit Undine unter und wieder auf.
Was bedeutet Dir Natur?
Rückzugsort. Freude, Kraft und Liebe.
Wie sieht für Dich ein idealer Tag in der Natur aus?
Über Wiesen und Felder streifen und dichten. In Bächen baden und Heidelbeeren pflücken.
Wie kann der moderne Mensch in Harmonie zur und mit der Welt leben?
Es gibt Momente, in denen man sich eins fühlt mit der Welt, und es gibt solche, in denen man sich an der Welt reibt, um an ihr zu wachsen.
Was braucht Liebe immer, um zu wachsen, blühen?
Mut
Was lässt Liebe untergehen?
Egoismus
Welches Zitat aus „Undine geht“ möchtest Du uns mitgeben?
„Weil ich zu keinem Gebrauch bestimmt bin und ihr euch nicht zu einem Gebrauch bestimmt wusstet, war alles gut zwischen uns. Wir liebten einander. Wir waren vom gleichen Geist.“
Welche aktuellen Projektpläne hast Du?
Ich inszeniere „Top Dogs“ von Urs Widmer mit den Darsteller*innen von Theater Nebel, Premiere ist am 2. November 2025 im Theater am Werk. Im Jänner geht es dann mit dem Gemeindebautheater weiter, das ich als Autorin, Dramaturgin und Produktionsleitung gemeinsam mit Regisseurin Julia Vandehof begleite.
Darf ich Dich zum Abschluss zu einem Akrostichon zu „Undine geht“ bitten?
Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.
Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.
Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.
Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.
Mutige, demütige Künstlerinnen dennoch werden ändern auf ewig.
Laura Dee, 10.9.2025
Laura Dee, Musikerin
GIVE PEACE A CHANCE
Laura Dee _ Musikerin, Sängerin, Chansonnière, Komponistin
Zur Person/über mich: Laura Dee ist eine deutsche Chansonnière, Pianistin und Sängerin. Sie studierte Klavier und Gesang in Freiburg und tritt regelmäßig in Deutschland und Frankreich auf. Mit ihrem Projekt „Courageuses“ setzt sie sich für die Sichtbarkeit der französischen Sprache und Musik in Deutschland sowie für mutige Frauen ein.
Aktuelles Crowdfunding-Projekt: Laura Dee startet ihre Album-Tournee mithilfe von Startnext: https://www.startnext.com/courageuses Das Projekt unterstützt die Tournee zu ihrem neuen Album „Courageuses“, die Sichtbarkeit von französischer Sprache und Musik in Deutschland sowie die Förderung von Frauen in der Musik. Einige Goodies beinhalten signierte CDs, Konzertkarten und persönliche Dankeschöns.
Undine geht _ Vortrag/Tanz: Anne Bennent, Johanna Bauer, Ines Birkhan, Laura Boob, Aishe Eisa, Vesi Graf, Katharina Heilig, Margot Pernetstorfer, Otto Lechner, chinesische Mundorgel, Horn_Thales Weilinger, Tanz.
Rede an die Landschaft _ Otto Lechner, Vortrag, Akkordeon, chinesische Mundorgel. Thales Weilinger, Tanz.
An einem strahlenden Spätsommertag begeistern die wunderbaren Anne Bennent/Otto Lechner & Johanna Bauer, Ines Birkhan, Laura Boob, Aishe Eisa, Vesi Graf, Katharina Heilig, Margot Pernetstorfer, Thales Weilinger mit einer literarischen Reise der ganz besonderen unmittelbaren Darstellungs- und Wahrnehmungsweise!
Inmitten von außergewöhnlicher Großstadt-Natur wird das zahlreiche Publikum zu einer Sprach- und Tanzperformance eingeladen, die in eindringlichen Wort-, Musik- und Bewegungswellen die Texte öffnet und Literatur wie höchste Sprech-, Musik- und Bewegungskunst bietet, die in dieser Form und Konzeption einzigartig ist, rundum begeisterte und mit langanhaltendem Applaus belohnt wurde!
Undine geht/Ingeborg Bachmann _
„Ihr Menschen! Ihr Ungeheuer! Ihr Ungeheuer mit Namen Hans! Mit diesem Namen, den ich nie vergessen kann…Die Welt ist schon finster, und ich kann die Muschelkette nicht anlegen. Keine Lichtung wird sein. Du anders als die anderen. Ich bin unter Wasser. Bin unter Wasser…“
„Ja, Berg Du bist schön und die Wälder auf Deinem westlichen Abhang freuen mich. – Auch mit Dir, Blume, bin ich zufrieden und Dein Rosa macht meine Seele fröhlich. – Du Gras auf den Wiesen bist schon hoch und stark und kühlst. – Und Du fremdartiges Buschwerk stichst so unerwartet, so dass unsere Gedanken in Sprünge kommen. – An Dir aber Fluss habe ich so großes Gefallen, dass ich mich durch Dein biegsames Wasser werde tragen lassen…“
WO: Seestadt Aspern,1220 Wien, am See (U2 Station, Ausgang Seestadt), auf der Wiese mit dem großen Nebelhorn und dem naheliegenden Kies Strand. Bei Regen: „Atrium“ in der Seestadt Aspern Kulturgarage, am Ostrompark 18,1220 Wien
MIT: Otto Lechner, Vortrag, Akkordeon, chinesische Mundorgel. Thales Weilinger, Tanz.
Undinen: Anne Bennent, Johanna Bauer, Ines Birkhan, Laura Boob, Aishe Eisa, Vesi Graf, Katharina Heilig, Margot Pernetstorfer
Am Nachmittag des 5. September 2025
Anne Bennent, Schauspielerin, Regisseurin _ Undine geht _ mit Walter Pobaschnig
Otto Lechner, Musiker _ Rede an die Landschaft
Ines Birkhan, Tänzerin, Schriftstellerin _ Undine geht
Der Mann ohne Eigenschaften von Robert Musil eine ArcheActs Produktion _ Premiere 11.9.2025 _ Walter Pobaschnig, folgende.
Da ist das Leben in allen Wetterlagen der Liebe, der Moral, der Gesellschaft, der Politik. Und da sind Wünsche, Sehnsüchte, Begegnungen, Verführungen und Verrat. Macht und Ohnmacht. Suche und Sinn. Möglichkeit und Wirklichkeit. Oder umgekehrt?
Es beginnt der Tanz in Licht und Schatten, Aktion und Aktion, Nähe und Ferne.
Wer bin ich? Wer bist Du? Wer?
Der Mann ohne Eigenschaften von Robert Musil eine ArcheActs Produktion _ Premiere 11.9.2025 _
„Der Mann ohne Eigenschaften“ von Robert Musil (1930f.) ist ganz großer literarischer Stoff, der in seiner Monumentalität wie Vielschichtigkeit eine ganz besondere Herausforderung für jede Bühne darstellt. Das Team der ThearerArche Wien stellt sich in seiner Eigenproduktion dieser mit großer Bravour in Regie, Dramaturgie und Spiel/Musik/Textsequenzen.
In einer bestens strukturierten Szenenfolge gelingt es Thema und Mitte des Romans in einen mitreißenden existentiellen Dialog zu Identität und Orientierung wie zu den Fragestellungen der Gegenwart in Aufgabe und Zukunft zu bringen.
Regie, Dramaturgie und Ensemble begeistern in großer Sprach- und Bühnenraffinesse, die es ganz außergewöhnlich versteht, Aufmerksamkeit und Spannung in Spiel und Parallelspiel zu erzeugen und vielstimmig in Präsenz und höchster Präzession wirken zu lassen. Das kommt wunderbar beim Publikum an und lässt einen knapp dreistündigen Bühnenabend zu einem Theaterereignis erster Klasse werden, der alle Register zieht und mit großem langanhaltenden Applaus belohnt wird.
Der Mann ohne Eigenschaften
von Robert Musil eine ArcheActs Produktion
TheaterArche _ Münzwardeingasse 2a, 1060, Wien
Premiere: 11. September 2025
Spieltermine: 13., 26., 27. und 28. September 2025
15. – 17. Jänner
22.-24. Jänner 2026
5. – 7. März
12. – 14. März 2026 Jeweils um 19:30
TheaterArche: Münzwardeingasse 2a, 1060 Wien
Regie: Jakub Kavin
Outside eyes: Ute Bauer und Ina Saxl
Dramaturgie: Ute Bauer
Musik: Julia Bayer
Kostüme: Ina Saxl
Raumgestaltung: Jakub Kavin, Ludwig Psenner und Ina Saxl
Regieassistenz: Aimee Straub
Regiehospitanz: Anastasiia Baranova
Ulrich: Jakub Kavin, Peta Klotzberg, Marco Otoya, Julija Pitzek
Agathe: Elisabeth Kofler, Ludwig Psenner, Christian Schiesser, Enzo Visca
Zur Person/über mich:Ann Marien, 1965 in Berlin geboren
2012 Burnout, in diesen Zusammenhang das Buch ( 1000 Gedanken ) geschrieben.
Jetzt tätig als Sozialarbeiterin bei einem freien Träger im psychischen Versorgungssystem.
Aktuelles Buch von Ann Marien:
„Das Leben ist eine einzige Herausforderung. Wenn Sie glauben, es verläuft glatt und reibungslos, irren Sie sich, oder Sie machen sich etwas vor. Es gibt jeden Tag neue Hindernisse. Niemand wacht morgens auf, ohne dass er irgendein Problem hat, ob körperlich, geistig, auf der Gefühlsebene oder spirituell. Akzeptieren Sie die Tatsache, dass Sie manchmal vor Hürden stehen. Das geht jedem so.”
Eine wahre Geschichte, eine Lebensgeschichte, die uns zeigt, dass es nie zu spät ist sein Leben zu ordnen, um zu erkennen, wie lebenswert das Leben für einen ist. Jedes Leben ist eine Reise voller Herausforderungen, die uns prägen. Unsere Existenz besteht nicht aus reibungslosen Wegen, sondern aus Mut, Hindernisse zu überwinden, um sich selbst zu finden.“
Liebe Ann Marien, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Mein Tagesverlauf ist stark strukturiert und doch gleicht, vom Inhalt her, kein Tag dem anderen.Aufstehen, sehr früh, ohne Wecker, Kaffee !!!Gedanken sortieren. Das Große und Ganze nicht aus den Augen verlieren und trotzdem die kleinen Dinge erkennen und sehen. Mit meinen Hunden spazieren gehen.Dann mein Beruf / Berufung, 40 Stunden die Woche.
Feierabend, kurz innehalten. Meinem Enkel gehört die nächste Zeit und dann zum Abend gehe ich wieder mit meinen Hunden spazieren.Kaum habe ich mich umgeschaut ist der Tag zu Ende.Samstag wird alles erledigt, was in der Woche liegen geblieben ist und der Sonntag gehört ganz mir.
Ann Marien, Autorin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Achtsamkeit, Geduld, Liebe, Weltfrieden, Respekt und Achtung Anderen gegenüber.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Wesentlich sind Informationen, mit Ihnen in den Austausch gehen, die Verarbeitung und die Freude.
Seit über 10 Jahren arbeite ich im psychiatrischen Versorgungssystem bei einem freien Träger und betreue psychisch kranke erwachsene Menschen. Es gibt viele Menschen, die aus dem normalen Leben geworfen werden. Sie verlieren ihr Gleichgewicht. Sie sind „verrückt“.
Jeder Mensch hat seine eigenen Gedanken, Sichtweisen, Ängste, Wünsche, Träume, aber wie fasst man Diese in Worte?Viele Menschen wissen nicht, wie sie das was in ihrer Seele passiert, anderen Menschen gegenüber mitteilen können.
Die Literatur, die Kunst gibt die Möglichkeit seinem Sein, seinen Gefühlen freien Raum zu geben. Mir selbst hat das Schreiben geholfen, aus einem Burnout, aus einer Krise zu entkommen. Ich konnte so meine Vergangenheit aufarbeiten, mich selbst kennenlernen und verstehen, warum ich so bin wie ich bin.
Was liest Du derzeit?
Ich lese täglich zwischen den Zeilen und tauche ein in faszinierende Lebensgeschichten.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Es ist wie es ist. Wer weiß, wozu es gut ist.
Vielen Dank für das Interview, liebeAnn, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Buchprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Ann Marien, Autorin
Zur Person/über mich:Ann Marien, 1965 in Berlin geboren
2012 Burnout, in diesen Zusammenhang das Buch ( 1000 Gedanken ) geschrieben.
Jetzt tätig als Sozialarbeiterin bei einem freien Träger im psychischen Versorgungssystem.
Aktuelles Buch von Ann Marien:
„“Das Leben ist eine einzige Herausforderung. Wenn Sie glauben, es verläuft glatt und reibungslos, irren Sie sich, oder Sie machen sich etwas vor. Es gibt jeden Tag neue Hindernisse. Niemand wacht morgens auf, ohne dass er irgendein Problem hat, ob körperlich, geistig, auf der Gefühlsebene oder spirituell. Akzeptieren Sie die Tatsache, dass Sie manchmal vor Hürden stehen. Das geht jedem so.”
Eine wahre Geschichte, eine Lebensgeschichte, die uns zeigt, dass es nie zu spät ist sein Leben zu ordnen, um zu erkennen, wie lebenswert das Leben für einen ist. Jedes Leben ist eine Reise voller Herausforderungen, die uns prägen. Unsere Existenz besteht nicht aus reibungslosen Wegen, sondern aus Mut, Hindernisse zu überwinden, um sich selbst zu finden.“
Lieber Klaus Brinkbäumer, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Geprägt wird der Tagesablauf durch meinen Sohn Alexej, der gerade seinen ersten Schultag hatte; die ganze kleine Familie muss die disziplinierte Ernsthaftigkeit am frühen Morgen noch ein bisschen üben. Dann schreibe ich einige Stunden lang. Und am Nachmittag kümmere ich mich um Film- oder Podcast-Projekte, und dann möchte meistens mein Sohn spielen. (Nein, er will immer spielen.) Anders sind natürlich die Tage, an denen ich mit Rieke Havertz den Podcast OK, America? moderiere oder mit Kim Fisher die Talkshow Riverboat, denn beides braucht Konzentration und Sorgfalt.
Klaus Brinkbäumer, Autor
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Diese Frage ist sehr groß, und ich möchte mir nicht anmaßen, für uns alle zu antworten. Wünschen würde ich mir mehr Integrität und Teamgeist, echten gesellschaftlichen Zusammenhalt also, und dann eine Konzentration auf jene Dinge, die wir beeinflussen und ändern können und die wichtig oder sogar lebenswichtig sind.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Wissenschaft, der Kunst an sich zu?
Ja, das stimmt, ich glaube auch, dass wir gerade von Gewissheiten und Gewohnheiten Abschied nehmen, von Sicherheiten und Wahrheiten, die lange galten. Wichtig ist, dass wir uns nicht ablenken lassen durch Lärm und Banales, oder auch, dass wir uns ein Gerüst der Normen und Werte und den Glauben an diese so anstrengende wie wundervolle Demokratie erhalten. Wissenschaft liefert Erkenntnisse und bestenfalls Wahrheiten, Kunst liefert Erkenntnis und kann Wege weisen.
Was liest Du derzeit?
„The Identity Trap“ von Yascha Mounk, auf Deutsch „Im Zeitalter der Identität“ (bei Klett-Cotta).
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Das wird jetzt etwas länger, aber schön. Bruce Springsteen über das Schreiben: „I’m a soul miner. So I’m down in the mine and I’m chipping away. And very often I’m getting nothing, nothing, nothing — more often than not. Nothing, nothing, nothing. And then you hit a vein. And when you hit that vein, Bang! Things come pouring out. And you’ve struck some gold, musical gold. And then you’ll play through that vein. And then you’re back. Nothing, nothing, and you’re looking for another vein.“
Vielen Dank für das Interview, lieberKlaus, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Buch-, Kulturprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Autoren*innen:Klaus Brinkbäumer _ Autor, Filmemacher, Moderator und Kolumnist.
Zur Person/über mich:Klaus Brinkbäumer war von 2015 bis 2018 Chefredakteur des SPIEGEL. Er gewann u.a. den Egon Erwin Kisch-Preis sowie den Henri-Nannen-Preis. Zwischen 2021 und 2024 hatte er die Programmleitung des MDR inne. Heute arbeitet er als Moderator, Autor, Filmemacher und Kolumnist. Von ihm erschienen zuletzt die beiden SPIEGEL-Bestseller «Im Wahn. Die amerikanische Katastrophe» (zus. mit Stephan Lamby, C.H.Beck, 2020) und «Das kluge, lustige, gesunde, ungebremste, glückliche, sehr lange Leben: Die Weisheit der Hundertjährigen. Eine Weltreise» (zus. mit Samiha Shafy, S. Fischer, 2019)
Aktuelles Buch von Klaus Brinkbäumer:
Brinkbäumer, Klaus, Zeit der Abschiede. Sieben Jahre des Loslassens und Wiederfindens. C.H.Beck Verlag
„Es gibt eine Zeit im Leben, in der sich die Abschiede häufen: von Träumen, Gewissheiten und von Freunden – und vor allem von jenen Menschen, die uns geprägt und am längsten begleitet haben, unseren Eltern. Klaus Brinkbäumer schildert in diesem sehr persönlichen Buch seine sieben Jahre des Abschieds.
Viele von uns haben diese Lebensphase vor oder hinter sich oder stecken mittendrin: Das Gefühl, dass alles im Leben weitergehe wie bislang, löst sich auf. Die alten Eltern werden krank oder dement, kommen ins Heim, vereinsamen, leiden, sterben. Die Generation der Söhne und Töchter, selbst schon in den Fünfzigern und Sechzigern, fühlt sich in der Pflicht, ist aber unsicher, wie diese zu erfüllen ist. Der eigene Nachwuchs verlässt das Haus und geht seiner Wege. Freundschaften enden ohne Erklärung, die politische Welt und mit ihr die Gesellschaft wandeln sich rasant und der Beruf, in dem wir jahrzehntelang erfolgreich und zuhause waren, bricht plötzlich weg. Klaus Brinkbäumer ergründet mit großer Ehrlichkeit diesen Bruch in seinem Leben, diese sieben Jahre der Trauer und der Verluste, in denen er loslassen muss. Er erlaubt sich Gefühle, die ihm zuvor in dieser Intensität fremd waren. Und er erfährt das Glück zweier Kinder, zweier Umzüge nach New York und zurück und letzter Gespräche mit den Eltern – eine Chance, loszulassen und sich selbst wiederzufinden.“ Presse _ Verlagstext
Liebe Laura Dee, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Mein Tag beginnt damit, dass ich zur Schule fahre. Seit kurzem arbeite ich dort wieder und jongliere nun zwischen Klassenzimmer, Proben, Konzerten und allem Organisatorischen rund um mein Album. Es ist ein ständiges „unter einen Hut kriegen“, und trotzdem freue ich mich, beides leben zu dürfen: die Arbeit mit jungen Menschen und meine Musik.
Laura Dee, Musikerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Ganz wichtig scheint mir: Die Balance zwischen dem „Was tue ich für mich“ und „Was mache ich für die Gesellschaft?“ zu finden, über den Tellerrand zu schauen, internationale Kontakte zu pflegen und Europa zusammenzuhalten. Wir brauchen Offenheit, Neugier und die Bereitschaft, über Grenzen hinweg gemeinsam an einer Zukunft zu bauen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?
Wesentlich wird sein, dass wir mutig bleiben und uns gegenseitig zuhören. Musik und Kunst sind für mich dabei wie Brücken – sie verbinden Menschen, lassen uns Emotionen teilen und machen sichtbar, dass wir mehr sind als nur unsere Alltagspflichten. Sie sind oft der Anfang für Begegnungen, die sonst nicht stattfinden würden.
Was liest Du derzeit?
Gerade lese ich das Curriculum der neuen Schule – sehr praktisch, aber nötig! Zwischendurch schaue ich in die Mails meiner Freunde und Fans, die mir immer wieder Energie und Freude geben – und scrolle durch Instagram. Das Buch meiner Mutter „Hinter dem Seidenhimmel spannt sich die flockige Nacht wie Zunder“ über die Afrikareisende Erica de Bary lese ich immer wieder an, aber ich habe zu viel zu tun und kann mich schlecht enspannen. Das möchte ich irgendwann wieder können!
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„On ne voit bien qu’avec le cœur. L’essen el est invisible pour les yeux.“ (SaintExupéry) – Auch Musik sieht man nicht, aber sie erinnert uns an das, was wirklich zählt.
Da mein neues Album „Courageuses“ (mutige (Frauen)) heißt hier mein
Akrostichon zum Titel:
Courage! (Mut!)
Ose
(Wage)
Urgemment (Dringend)
Rampenlicht,
Akkorde,
Gentillesse. (Freundlichkeit)
Elles (Sie
Utilisent. (Verwenden)
splendeur , (Großar gkeit)
élegance (Eleganz)
sentiment (Gefühl)
Herzlich,
Laura Dee
Vielen Dank für das Interview, liebeLaura, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Laura Dee _ Musikerin, Sängerin, Chansonnière, Komponistin
Zur Person/über mich: Laura Dee ist eine deutsche Chansonnière, Pianistin und Sängerin. Sie studierte Klavier und Gesang in Freiburg und tritt regelmäßig in Deutschland und Frankreich auf. Mit ihrem Projekt „Courageuses“ setzt sie sich für die Sichtbarkeit der französischen Sprache und Musik in Deutschland sowie für mutige Frauen ein.
Aktuelles Crowdfunding-Projekt: Laura Dee startet ihre Album-Tournee mithilfe von Startnext: https://www.startnext.com/courageuses Das Projekt unterstützt die Tournee zu ihrem neuen Album „Courageuses“, die Sichtbarkeit von französischer Sprache und Musik in Deutschland sowie die Förderung von Frauen in der Musik. Einige Goodies beinhalten signierte CDs, Konzertkarten und persönliche Dankeschöns.