Buchmessse Leipzig: „Das sind Stammgäste. Die kommen jedes Jahr“ Eva Holzmair, Schriftstellerin _ Wien 29.4.2023

Österreich_Gastland Leipziger Buchmesse 2023

Interview _ Eva Holzmair, Schriftstellerin_ Wien 

Eva Holzmair, Schriftstellerin

Liebe Eva Holzmair, was macht den österreichischen Gast aus?

In einem Hotel in Italien fiel uns eine österreichische Familie unangenehm auf, weil sie ständig etwas auszusetzen hatte. Als ich die Hotelbesitzerin fragte, wie sie solche Leute aushalten könne, antwortete sie lachend: „Das sind Stammgäste. Die kommen jedes Jahr.“

Sind wir so? „So sind wir nicht“, meinte Bundespräsident Van der Bellen nach Veröffentlichung des Ibiza-Videos, das ebenfalls österreichische Gäste im Ausland zeigte und so einiges über deren (Politiker)Seele verriet.

Zusammenfassung: DEN österreichischen Gast gibt es nicht. Wir decken wohl die gesamte Palette von unauffällig bis goschert, von freundlich bis nervtötend ab.

Ist Österreich für Deutschland nicht immer (nur) ein Gastland?

Es mag sein, dass wir Ösis von den Wessis mehr als Urlaubsland gesehen und nicht für voll genommen werden. Wir sind ihnen aber auch als Studienort und Arbeitsstätte willkommen, ebenso den Ossis, die wiederum selbst mit den Vorurteilen ihrer westlichen Landsleute zu kämpfen haben. Denken wir nur an die zuletzt publik gewordenen Chats des Springer-Chefs Mathias Döpfner. Deshalb sollte die Leipziger Buchmesse stolz darauf sein, dass sie als die kleine, bunte Schwester der Messe in Frankfurt gilt. Klein und bunt, das sind wir doch gerne, Ösis wie Ossis.

Wird Leipzig das Literatur-Cordoba für Österreich?

Ach Cordoba, daran erinnern sich bloß in Österreich noch ein paar Leute. Und nein, österreichische und deutsche Literatur treten nicht gegeneinander an, außer in Freundschaftsspielen, bei denen unsere autochthone Fußballsprache so recht zur Geltung kommt: Corner versus Eckstoß, Penalty (bitte aussprechen, wie geschrieben) bzw. Elfer versus Strafstoß. Besonders zur Geltung kommt sie, sobald sich das Publikum einmischt: „Wast wos? Geh in Oasch bis zum Zwölffingerdarm, du Gsöchta! Bevor i mi söba vagiss. Soll i da die Hedi-Tant aufn Plotz schickn, mitn Plastik in da Hüftn links und rechts, damit s’ da zagt, wia ma flankt?“ (Zitat Johanna Sebauer, Der Standard, 12. Dezember 2022).  

Ist „Meaoiswiamia“ Ausdruck des österreichischen Minderwertigkeitskomplexes?

Nein. Eher ein Sprachspiel, das mehrmals laut gelesen werden muss, damit es auch in Westösterreich verstanden wird. Der Osten Österreichs vergisst allzu oft, dass es im Westen völlig andere Sprachinseln gibt.

…oder auf den Literaturbetrieb selbst bezogen?

Wieder nein. Ich denke, die österreichische Literatur wird in Deutschland ernst genommen, nicht so an österreichischen Germanistikinstituten, die mittlerweile fest in deutscher Hand sind und wo eine deutsche Literaturprofessorin an der Wiener Universität es ablehnte, eine Dissertation über Heimito von Doderer zu betreuen, mit der Begründung, sie mache „keine Regionalliteratur“. (Zitiert nach Egyd Gstättner, Die Presse, Spectrum, 22.4.2023)  

Was hat Österreich, was Deutschland nicht hat?

Die Österreicher sind „die Latinos des deutschsprachigen Raums.“ Das sagte der Australier Mark Garrett (Noch-Aufsichtsratspräsident der OMV) in einem Interview mit der NZZ (17.5.2021). Ich denke, da ist viel Wahres dran. Wir sind lockerer als die Deutschen und können, gerade in der Literatur, mit (Sprach)Witz und leiser Ironie punkten.

Herzlichen Dank!

Zur Person_Eva Holzmair wurde in Korneuburg geboren und ist in Wien aufgewachsen, wo sie nach Abschluss eines Dolmetschstudiums lebt und arbeitet. Seit mehreren Jahren ist sie auch literarisch tätig mit Veröffentlichungen von Romanen, Erzählungen, Krimis und Theaterstücken. Darin wechselt sie gerne die Sprachebenen und streut fremdsprachige Elemente ein. Die Welt ist bunt, und mit ihr die Sprache!

Mitglied der GAV, der Mörderischen Schwestern, im Literatukreis Podium sowie in der
Plattform Österreichischer Kriminalschriftstellerinnen und -schriftsteller.

Publikationen

  • Verwandte Seelen, 5-Minuten-Krimi in MordsZeit, Mörderische Geschichten für Zwischendurch
    Karina Verlag, Wien 2022, der Reinerlös aus dem Verkauf dieses Sammelbands geht an die Kinderkrebshilfe
  • Ali Chen Afumba, Kurzkrimi in Tatort Marktamt
    Falter Verlag, Wien 2021
  • Die Giftmischerin, Ländliches Kriminalstück
    Kaiser Verlag, Wien 2021 / http://www.kaiserverlag.at/apollo?METHODE=SHOP_KV_STUECK&IDSTUECK=3124
  • Helena – Ilona, Erzählung in Wien morbid
    Lychatz Verlag, Leipzig 2021
  • Der Verdrüssliche, Roman
    Gmeiner-Verlag, Meßkirch/Deutschland 2021
  • Der Bildermacher, Eine Kleinstadttragödie
    Kaiser Verlag, Wien 2018 / http://www.kaiserverlag.at/apollo?METHODE=SHOP_KV_STUECK&IDSTUECK=3026  
  • Doppelter Gewinn, Hörkrimi
    Hörmordkartell, Melle/Deutschland 2017
  • Hansi und MonaBlue, zwei Erzählungen
    Edition Taschenspiel, Wien 2016
  • Das Wassermännlein, Kurzkrimi in Tatort Gemeindebau 
    Falter Verlag, Wien 2016
  • Memento, Kurzkrimi in Tatort Burgtheater 
    Falter Verlag, Wien 2015
  • Lapis Lazuli – ein Versprechen, Tragikomödie
    edition moKKa, Wien 2014
  • Heimkommen, Erzählband
    edition moKKa, Wien 2014
  • Rose, Löwe Rosmarin, Kriminalroman
    Spittelberg Verlag, Wien 2014
  • Mir träumte, du lägest im Grab, Kriminalroman
    edition moKKa,Wien 2012

sowie Kurzprosa in diversen Literaturzeitschriften.

Foto_privat.

Interview_Walter Pobaschnig 29.4.2023

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Buchmessse Leipzig: „meaoiswiamiad.“ Silvia Pistotnig, Schriftstellerin _ Wien 29.4.2023

Österreich_Gastland Leipziger Buchmesse 2023

Interview _ Silvia PistotnigSchriftstellerin _ Wien 

Silvia PistotnigSchriftstellerin _ Wien

Liebe Silvia Pistotnigist Österreich besser als Wirtin oder Gast?

Gast-wirtin natürlich.

Wird Leipzig das Literatur-Cordoba für Österreich?

Ich weiß nicht genau, was da in Cordoba passiert ist, es muss was Großes für Österreich gewesen sein, irgendwas mit Fußball, glaub ich.

Aber ich weiß gar nicht, ob das gut war oder schlecht. Also kurze Antwort: Ich hab keinen blassen Schimmer.

Ist „Meaoiswiamia“ als Selbstkritik am Literaturbetrieb gemeint?

Ich halt mich an Kollegin Isabella Straub, die daraus mein neues Lieblingswort kreiert hat, das auf mich 100% passt und das nicht nur, weil ich gestern getanzt hab bis 2 Uhr früh im Felsenkeller (Danke Barbara Kadletz fürs Mittanzen!): meaoiswiamiad.

Wer kann besser lesen – Deutschland oder Österreich?

Mein Mann kann lesen, er ist aus Deutschland. Ich kann auch lesen und bin aus Österreich. Wir haben noch nicht verglichen, wer es besser kann. Ich glaub, wir können es beide ganz akzeptabel.

Henne oder Ei. Was zuerst? Wer ist literarische Henne wer literarisches Ei? Deutschland oder Österreich?

Wie so vieles in diesem „Österreich – Deutschland- Ding“ (das irgendwie vorwiegend von Ö ausgeht, wie mir scheint): Es ist sowas von Wurscht.

Herzlichen Dank!

Zur Person: Silvia Pistotnig, 1977 in Kärnten geboren, ist Autorin und Redakteurin. Sie hat Kommunikations- und Politikwissenschaften in Wien studiert, wo sie heute mit ihrer Familie lebt.

»Die Wirtinnen« ist ihr vierter Roman. Zuvor veröffentlichte sie »Teresa hört auf« (2021) und »Tschulie« (2017, beide im Milena Verlag). 2010 erschien ihr Debüt »Nachricht von Niemand« (Skarabaeus Verlag).

Pistotnig wurde u. a. mit dem Projektstipendium des Bundes und dem Literaturförderpreis des Landes Kärnten ausgezeichnet.

Aktueller Roman_ Silvia Pistotnig: Die Wirtinnen _ Wien: Elster & Salis, 2023.

Silvia Pistotnig: Die Wirtinnen _ Wien: Elster & Salis, 2023.

360 Seiten, Hardcover, € 24,70.

ISBN 978-3-03930-046-4.

Silvia PistotnigSchriftstellerin _ Wien

Fotos_Walter Pobaschnig 6/21 _ Wien/Kreuzgasse

Interview_Walter Pobaschnig  29.4_23

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Buchmessse Leipzig: „Ich kenne keine Österreicherin oder Österreicher, die Minderwertigkeitskomplexe haben.“ Eva Reichl, Schriftstellerin  _ Ried/Riedmark 29.4.2023

Österreich_Gastland Leipziger Buchmesse 2023

Interview _ Eva Reichl, Schriftstellerin  _Ried/Riedmark

Eva Reichl, Schriftstellerin  

Liebe Eva Reichl, was macht den österreichischen Gast aus?

Er ist gut drauf und meckert nur, wenn es nichts „Gscheites“ zum Essen gibt. Dann ist es allerdings besser, man geht ihm aus dem Weg.

Ist Österreich für Deutschland nicht immer (nur) ein Gastland?

So wie die Deutschen die Österreicher lieben, lieben die Österreicher die Deutschen. Ob wir nun Gastland oder selber Gäste sind, spielt – so glaube ich – nur in den Köpfen von ein paar Wenigen eine Rolle.

Wird Leipzig das Literatur-Cordoba für Österreich?

Das hoffe ich nicht. Es ist erstaunlich, dass Cordoba noch immer nachwirkt.

Ist „Meaoiswiamia“ Ausdruck des österreichischen Minderwertigkeitskomplexes?

Ich kenne keine Österreicherin oder Österreicher, die Minderwertigkeitskomplexe haben – die Politiker mal ausgenommen. 

…oder auf den Literaturbetrieb selbst bezogen?

„Meaoiswiamia“ schaut für mich über den literarischen Tellerrand. Den eigenen und den der anderen.

Was hat Österreich was Deutschland nicht hat?

Wir haben in Cordoba gewonnen. Und wir haben ausgezeichnetes Trinkwasser.

Herzlichen Dank!

Zur Person:

Zur Person_Eva Reichl wurde in Oberösterreich geboren und lebt mit ihrer Familie im unteren Mühlviertel. Nach einer kaufmännischen Ausbildung und neben ihrer Beschäftigung als Controllerin entdeckte sie schon früh ihre Leidenschaft fürs Schreiben. Mit ihrer Mühlviertler Krimiserie mit Chefinspektor Oskar Stern und den Thrillern rund um Diana Heller verwandelt sie ihre Heimat, das wunderschöne Mühlviertel, in einen Tatort getreu dem Motto: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Böse liegt so nah.

www.eva-reichl.at

Foto_Lisa Reichl

Neuerscheinung _ Eva Reichl, RACHEDORF, Thriller 2023

Der 2. Band mit Diana Heller

Rachedorf, Eva Reichl, 280 Seiten

EUR 15,50 [D] / EUR 16,00 [A]

ISBN 978-3-8392-0403-0

Erscheinungstermin: 8. Februar 2023

https://www.gmeiner-verlag.de/buecher/titel/rachedorf.html

28.4.2023_Interview_Walter Pobaschnig.

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Buchmesse Leipzig: „Es könnte auch ein Literatur-Waterloo werden“ Martin Amanshauser, Schriftsteller_Wien 29.4.2023

Österreich_Gastland Leipziger Buchmesse 2023

Interview _ Martin Amanshauser, Schriftsteller_Wien

Martin Amanshauser, Schriftsteller

Lieber Martin Amanshauser, ist Österreich als Gastland die Revanche für den deutschen Gast?

Sicherlich, Österreich ist bekanntlich das Synonym für Revanche, Revanchefouls, Revanchismus.

Was macht einen österreichischen Gast aus?

Österreichische Gäste fordern schon am Frühstücksbuffet brutal starken Kaffee, interessieren sich weniger für Literatur als für die lokalen halluzinogenen Drogen und schlagen einen hysterischen Wirbel, wenn das Schnitzel mit Tunke serviert wird. Dabei ist sächsische Tunke, besonders dann, wenn man sie vollständig auftunkt, im Grunde tierisch gut, ich meine abartig, ich meine krass, ich meine knorke!

Wird Leipzig das Literatur-Cordoba für Österreich?

Es könnte auch ein Literatur-Waterloo werden, vor allem, wenn meine Kollegen vom Österreichischen Autorenfußballteam beim Match gegen die deutsche „Autonama“ keinen hohen Sieg einfahren, wie sie es aus der 3. Halbzeit gewohnt sind, allerdings bisher vor allem aufgrund meiner aktiven Teilnahme. Durch eine plötzlich auftauchende Senf-Pressereise nach Dijon, die ich in meiner Kolumne „Amanshausers Album“ in der „Presse“ veröffentlichen werde („Brotjob“), ist mir diesmal das Dabeisein verwehrt, und seit meine Abwesenheit ruchbar wurde, schreiben mir sämtiche Mitspieler jammernd, dass sie ohne mich am End gar kein Goal erzielen werden können. Aber Kopf hoch, immerhin treten bei uns Präsident Kurt Leutgeb und Schriftführer Clemens Berger an, beides zertifizierte Spitzenautorenkicker! Und vielleicht zaubert Trainer Wilhelm Kaipel diesmal wieder eine gute Aufstellung auf den Rasen, allerdings eben ohne meine Wenigkeit. Normalerweise will ich ja Stürmer spielen, aber Kaipel stellt mich konsequent auf den Posten des Sechsers, er kalkuliert vermutlich, ich könne dort weniger Schaden anrichten. Jedenfalls sende ich unseren Gegnern metaphorisch senfdurchtränkte Rote Karten aus Dijon!

Ist „Meaoiswiamia“ als majestätischer Plural gemeint mit dem Wir geschickt Deutschland narzisstisch überlisten?

Ich hab ewig lange buchstabieren müssen, bis ich dieses komplizierte Wort „auseinanderdröseln“ konnte, wie die Sachsen sagen. Ich hielt den Claim zunächst für den onomatopoetischen Aufschrei einer Katze, der jemand auf den Schwanz tritt. Der angesprochene Narzissmus steht Autoren/innen beider – ja aller – Länder gleichermaßen nahe, daher sehe ich absolut kein Überlistungspotential.

…oder ist „Meaoiswiamia“ auf den Literaturbetrieb bezogen?

Als könnte es je mehr als wir bzw. als uns geben! Ich trau mir zu sagen, und dieses Selbstbewusstsein muss man als kleine Nation haben, sonst droht der Müllhaufen der Geschichte, es gibt vor allem weniger als uns. Wenn Sie das auch glauben, sage ich nur zustimmend: Ich denke das ebenfalls – i a. Wer jetzt genau?, meinen Sie? Na eh i!

Wer kann besser lesen – Deutschland oder Österreich?

Ich befürchte, dass Deutschland deutlich besser lesen kann, deren Schuls<stem ja halbwegs funktioniert, während Österreich per Pisastudie regelmäßig partieller Analphabetismus bescheinigt wird. Ich hab ein bisschen Angst vor dem Wort Analphabetismus, denn die ersten vier Buchstaben, betont auf der zweiten Silbe, weisen I-Tüpfelreiter wie mich auf die zwängliche Komponente schriftstellerischer Sprachgenauigkeit hin. Wir müssen ja immer genauer, sein als die Deutschen, weil wir uns beim Lesen schwertun, wir Analphabeten.

Herzlichen Dank!

Zur Person _ Martin Amanshauser (1968, Salzburg)

Studium von Geschichte bzw. Portugiesisch/Spanisch/Afrikanistik in Wien. Diplomarbeit Al-Garb und Galicien, Die ´Reconquista´ in Portugal (711-1147), Wien 1994. Dissertation: Taifas und Condados, Die mittelalterliche Stadt im Westen der Iberischen Halbinsel, Wien 2001.

http://www.amanshauser.at/

Aktuelles Buch_ Martin Amanshauser, Es ist unangenehm im Sonnensystem. Verlag Kremayr & Scheriau

„In Martin Amanshausers Universum ist jeder Tag eine neue Chance. Eine Chance, um zu lachen, zu weinen, zu lieben, zu staunen und manchmal auch grandios zu scheitern. Ob Liebesfreud, Liebesleid, politische Ärgernisse, eigenartige Reisen, nervtötend gleichförmiger Alltag oder Selbstreflexion – alles findet seinen Platz in Amanshausers ureigenem Sonnensystem, in dem manchmal nach klassischen Vorlagen gereimt wird, oftmals alles im Chaos versinkt und immer irgendetwas zwickt und zwackt.

Ich hätte meinen Schmerz am liebsten idiotisch.

Ich würde mit ihm um die Wette schrein.

Den Nachbarn würd ich sagen, ich lern Gotisch.

Und meine Katzen (sag ich) quietschen oft allein.

Amanshauser schickt seine literarischen Miniaturen, in denen er Großes verhandelt, aus allen Ecken der Welt, bleibt in Herz und Feder aber immer österreichisch – also skeptisch – und auf dem Boden, den Artmann, Jandl &Co. einst bereitet haben. Durchzogen von feinem Witz, einer guten Portion Selbstironie, realistischer Melancholie, immer scharf beobachtend, schreibt er sich durch die Welt und lässt die Lesenden teilhaben am Allgemeingültigen aus seinem Gefühlskosmos. Was dabei entsteht, sind Texte, die auf jedem Planeten verständlich sind. Aber keine Sorge: Martin Amanshausers Lyrik bleibt stets erfrischend erdverbunden. Wenn sie uns nicht gerade einen Schlag auf den Kopf versetzt.

Hardcover mit Schutzumschlag

176 Seiten, Format 13,5 x 21,5

1.Auflage, Kremayr & Scheriau 2019

19,90 € inkl. MwSt.

ISBN: 978-3-218-01163-1

Es ist unangenehm im Sonnensystem

Weitere Bücher:

Im Magen einer kranken Hyäne, Wiener Stadtkrimi, 1997.

Erdnussbutter, Roman, 1998.

in der todesstunde von alfons alfred schmidt, Gedichte, 1999.

Der Sprung ins Dritte Jahrtausend, 2 Stories zur Jahrtausendwende, gemeinsam mit Gerhard Amanshauser, 1999/2000.

NIL, Roman, 2001.

100.000 verkaufte Exemplare, Gedichte, 2002.

Chicken Christl, Roman, 2004.

Alles klappt nie, Roman, 2005.

LOGBUCH WELT, 52 Reisegeschichten, 2007.

Viel Genuss für wenig Geld, Sachbuch, 2009.

Das Rogner Bad Blumau, Reiseführer, 2013.

Falsch Reisen, Alle machen es, 100 Geschichten, Reisebuch, 2014.

Der Fisch in der Streichholzschachtel, Roman, 2015.

Pedro und der Drachen, Kinderbuch 2016.

Typisch Welt, 111 Geschichten zum weiter Reisen, 2016.


Übersetzungen

aus dem Portugiesischen:

Hotel Lusitano (Roman) von Rui Zink, 1998.

Apokalüpse Nau (Roman) von Rui Zink, 1999.

Afghanistan! (Roman) von Rui Zink, 2001.

aus dem Englischen:

What is told (Roman) von Askold Melnyczuk, 2006.

Das Witwenhaus (Roman, gemeinsam mit Andrea Marenzeller) von Askold Melnyczuk, 2008.

Musik:

Amanshauser & Wenzl, Auf der falsche Seite von Ikebukuro, CD, 2006.

Foto_privat

Walter Pobaschnig 28.4.2023

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Buchmesse Leipzig: „Ich hoffe das Beste und setze lieber keinen Beistrich“ Anna Baar, Schriftstellerin_Preisträgerin des Großen Österreichischen Staatspreis 2022 _ Klagenfurt 29.4.2023

Anna Baar, Schriftstellerin_
Foto_
Rede_Verleihung des Großen Österreichischen Staatspreises 2022

Liebe Anna Baar, wie verhält sich ein Gastgeberland als Gast zum Gastgeber als Gast im Gastland?

Selbst wenn ich die Frage verstünde, gäbe es zum Glück keine richtige Antwort.

Wie lange bleibst Du? – wird Österreich in Leipzig dies zuerst gefragt?

Will Leipzig Österreich loswerden oder länger dabehalten?

Was macht einen österreichischen Gast aus?

Ist das ein Psychotest?

Ist „Meaoiswiamia“ eine Aussage bei einem Scheidungsrichter?

U.U. „Jetz schanzn´s mei´m Oltn a no mea ois wia mia zua, Eicha Ean.“

…oder eine Selbstkritik des Literaturbetriebes?

Eher nicht.

Was nimmt der Gast Österreich aus Deutschland mit? Offiziell und inoffiziell.

Ich hoffe das Beste und setze lieber keinen Beistrich.

Herzlichen Dank!

Zur Person_Anna Baar, geb. 1973 in Zagreb (ehem. Jugoslawien). Kindheit und Jugend in Wien, Klagenfurt und auf der dalmatinischen Insel Brac. Ihr Debütroman »Die Farbe des Granatapfels« und der Erzählungsband »Divân mit Schonbezug« standen je drei Monate, ihr Roman »Nil« zwei Monate auf der ORF-Bestenliste. 2020 wurde sie mit dem Humbert-Fink-Literaturpreis der Stadt Klagenfurt ausgezeichnet. 2022 erhält sie den Großen Österreichischen Staatspreis. Anna Baar lebt in Klagenfurt und Wien.

https://www.wallstein-verlag.de/autoren/anna-baar.html

Verleihung des Großen Österreichischen Staatspreises 2022 an Anna Baar, Schriftstellerin_ Anna Baar (rechts), Staatssekretärin für Kunst und Kultur Andrea Mayer

Aktuelles Buch_Anna Baar, Divân mit Schonbezug
Erzählungen,
Wallstein 2022
.

Anna Baar, Divân mit Schonbezug
Erzählungen,
Wallstein 2022

153 S., geb., Schutzumschlag, 12 x 20 cm
ISBN 978-3-8353-5194-3 (März 2022)

ISBN 978-3-8353-5194-3
€ 20,00 (D) | € 20,60 (A)

https://www.wallstein-verlag.de/autoren/anna-baar.html

Fotos_Walter Pobaschnig _Staatspreisverleihung _ Künstlerhaus Wien 23.1.2023

Interview_Walter Pobaschnig 29.4.2023

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„Guide me!“ Ivana Orsolic, Tänzerin, Choreographin _ Give Peace A Chance _ Wien 29.4.2023

GIVE PEACE A CHANCE

Ivana Orsolic, Tänzerin, Choreographin



Guide me!

Imagine all the places we could go.

Vanish? Yes, we could vanish.

Everyone would wonder.

Pull them in too,

Embark them on our journey!

And don´t forget to

Celebrate.

Ever so loudly!

Abandon the hate, while

Chasing the freedom.

Help the dreamers,

Awake the sleepers.

Navigate them to move, to

Change.

Ever so loudly!


Text&Performance _ Ivana Oršolić, 23.4.2023

Ivana Orsolic, Tänzerin, Choreographin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Ivana Orsolic, Tänzerin, Choreographin

Zur Person_ Ivana Orsolic, born in 1996 in Zagreb, Croatia, Ivana started her professional dance education at early age. After graduating Art Schools Silvija Hercigonja and Franjo Lučić, she spent one year at Academy of Dramatic Arts Zagreb.

In 2020 she graduated from Music and Arts University of the City of Vienna (MUK), receiving a Bachelor of Art in contemporary dance and ballet. During her studies she intensely worked with choreographers such as Esther Balfe, Eldad Ben Sasson, Alberto Franceschini, Chris Haring and Mani Obeya, as well as spending her internship in Scottish Dance Theater and Croatian National Theater Rijeka. As a freelance dancer Ivana works between Austria and Germany and has performed on stages such as MuTh, Theater an der Wien, Volksoper, Werk X, Theater Arche, Theatre Patraix and Staatstheater Augsburg. She is a dancer and artistic assistant for platform Choreoloop, based in Augsburg, Germany

Text&Choreographie&Styling _ Ivana Orsolic,

Fotos_Walter Pobaschnig 4_23

Walter Pobaschnig _ 23.4.2023

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„Die Verwandlung und die Ambiguität der Literatur werden sicherlich dringend gebraucht“ Paul Jennerjahn, Autor _ Köln 29.4.2023

Lieber Paul Jennerjahn, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Um 8 Uhr klingelt der Wecker. Ich stehe auf, frühstücke am liebsten mit der Zeitung, trinke Cappuccino. Danach geht es an den Schreibtisch, Romanschreiben. Am Nachmittag breche ich zur Spätschicht in einer Geflüchtetenunterkunft auf, in der ich arbeite, vielleicht auch erst kurz vor Mitternacht, wenn eine Nachtschicht ansteht.

Paul Jennerjahn, Autor

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Intuitiv gesagt, denn ich bin nicht kompetent in dieser Frage, weil ich Künstler bin: uns in ein emotionales Verhältnis setzen zu den Krisen, unter denen wir leben. Betroffenheit, nicht im Sinne eines sentimentalen Traurigseins, sondern als Erfahrung.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Ich bin skeptischer geworden, was die unmittelbare Politik der Kunst und der Literatur angeht. Der politische Aufbruch zu einer sozial-ökologischen Transformationsgesellschaft braucht zwingend die Zuspitzung, Eindeutigkeit, Entschiedenheit. Der Literatur nimmt aber Vereindeutigung tendenziell die Luft, die Figuren und die Sprache zum Atmen benötigen. Andererseits: Die Verwandlung und die Ambiguität der Literatur werden sicherlich dringend gebraucht.

Was liest Du derzeit?

Mehrere Bücher gleichzeitig, wie immer. Von Annett Gröschner Walpurgistag. Von Böll Fürsorgliche Belagerung, das stärkere Buch über die Nachwehen seiner Auseinandersetzung mit der Springer-Presse Anfang der 1970er als Katharina Blum. Dann lese ich gerade endlich Girl, Woman, Other von Bernardine Evaristo. Gedichte von Charles Simic, aus der zweisprachigen Anthologie Picknick in der Nacht.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

In ihrem überaus beeindruckenden Buch Death of a Discipline schreibt die Postcolonial-Denkerin Gayatri Chakravorty Spivak über das Mensch-Erde-Verhältnis in Zeiten, die Globalisierung genannt werden, unter anderem das hier: “The globe is on our computers. No one lives there. It allows us to think that we aim to control it.”

Vielen Dank für das Interview lieber Paul, und viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Paul Jennerjahn, Autor

Zur Person_Paul Jennerjahn, geboren 1993, studierte Germanistik und Sozialwissenschaften in Hamburg und arbeitete zunächst als Lehrer. Heute lebt er als Autor in Köln, schreibt regelmäßig Reportagen und Rezensionen für die Stadtrevue und studiert Literarisches Schreiben an der Kunsthochschule für Medien Köln. 2020 erhielt er den Friedrich Engels-Essay-Preis, 2021 den Bad Godesberger Literaturpreis und eine Nominierung zum 29. open mike, 2022 war er Stipendiat am Center for Literature in Münster. Seine Erzählungen, Gedichte und Essays erscheinen in Zeitschriften und Anthologien, u.a. BELLA triste, JENNY, mosaik und KARUSSELL. Gemeinsam mit Julie Sophia Schöttner kuratiert und moderiert Paul Jennerjahn die neue Lesereihe AUSWÄRTSLESUNGEN, die Anfang Mai in Köln Premiere feiern wird. Aktuell arbeitet er an einem Roman und einem Gedichtband.

6.4.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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Buchmesse Leipzig: „Mitgenommen habe ich 3 dosen paulaner spezi“ Nicolas Mahler, Bildender Künstler_Wien 28.4.2023

Österreich_Gastland Leipziger Buchmesse 2023

Interview _ Nicolas Mahler, Bildender Künstler_Wien 28.4.2023

Nicolas Mahler, Bildender Künstler _ Wien

Lieber Nicolas Mahler, was macht den österreichischen Gast aus?

das beginnt ja schon einengend.

Ist Österreich für Deutschland nicht immer (nur) ein Gastland?

kann ich auch nicht beantworten, ich verreise normalerweise in kleingruppen von 1-3 personen, selten als land.

Ist „Meaoiswiamia“ Ausdruck des österreichischen Minderwertigkeitskomplexes?

weil es kleingeschrieben ist?

…oder auf den Literaturbetrieb selbst bezogen?

vielleicht soll es implizieren, dass nicht alle österreicher zur buchmesse reisen konnten?

Was hat Österreich was Deutschland nicht hat?

weniger einwohner natürlich. Die messe ist größer als die buchwien.

Wie hast Du die Messetage erlebt und was nimmst Du aus Deutschland mit?

Mitgenommen habe ich 3 dosen paulaner spezi für meinen sohn.

Herzlichen Dank!

Zur Person_Selbsbeschreibung _ Nicolas Mahler, geboren 1969 in Wien. Lebt immer noch dort. Autodidakt.

Diverse Ausstellungen (genaue Ausstellungsliste und minutiöser Lebenslauf erhältlich gegen Vorauskasse.)

Illustrationen u.a. für Die Zeit, Insel Verlag, Gallimard.
Witze u.a. für NZZ am Sonntag, Titanic.
Comics u.a. für FAZ, Le Monde, Fluide Glacial, La Repubblica.

Seine Bücher erscheinen in 12 Ländern.

https://www.mahlermuseum.com/titel/sprache/deutsch/

Aktuelles Buch_Nicolas Mahler, Akira Kurosawa und der meditierende Frosch

Nicolas Mahler, Akira Kurosawa und der meditierende Frosch

Reprodukt Verlag/Berlin

€16,00 inkl. MwSt., zzgl. Versand

Versandkostenfrei ab EUR 29,00

Akira Kurosawa und der meditierende Frosch

Foto_privat

Interview_Walter Pobaschnig 28.4.2023

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Buchmesse Leipzig: „Österreich war immer der Gockel, der alle befruchtet.“ Gabriele Kögl, Schriftstellerin_Wien 28.4.2023

Österreich_Gastland Leipziger Buchmesse 2023

Interview _ Gabriele Kögl, Schriftstellerin_Wien

Ist Österreich als Gastland die vorauseilende Revanche für den deutschen (Sommer) Gast?

Nicht nur für den Gast, auch für die vielen deutschen Hackler und Hacklerinnen. Wie wir wissen, stellen die Deutschen den größten Anteil an Gastarbeitern und Gastarbeiterinnen dar. Jetzt hackeln wir einmal ordentlich in Leipzig auf der Buchmesse und sind heuer dort wohl die meisten Gastarbeitenden.

Gabriele Kögl, Schriftstellerin_Wien

Was zeichnet den österreichischen Gast aus?

Das Klischee: Grantig sein, jammern, alles mit daheim vergleichen und draufkommen, dass es dort eh am Besten ist, wo man herkommt. Und im Ausland wäre es nur wirklich schön, wenn es die Ausländer nicht gäbe.

Manchmal muss man sich als Gast aber auch richtig bemühen, das Klischee zu erfüllen, um die Gastgeber oder das Gastland in der Erwartung nicht zu enttäuschen. Das wird in Leipzig nicht anders sein. Wir werden ihnen schon zeigen, wo der Bartl den Most holt mit unserem Österreichisch.

Wird Leipzig das Literatur-Cordoba für Österreich?

Ich habe es ja schon miterlebt, als Österreich in Frankfurt Gastland war. Damals gab es Leipzig in dieser Form noch gar nicht. Seither sind wir zweimal Weltmeister geworden (LNP)und haben zweimal in Frankfurt gesiegt (DBP). Insofern können wir diesem Medienspektakel gelassen entgegenschauen. Wir haben nichts zu verlieren.  

Ist „Meaoiswiamia“ als majestetischer Plural gemeint, um Deutschland geschickt narzisstisch zu überlisten, oder als Selbstkritik am Literaturbetrieb?

Ich hoffe, irgendjemand in Deutschland versteht es. Wenn wir schon in unserer Geheimsprache dort auftreten, hätte ich gesagt: Meaoiswiamiasanmia. Vielleicht besteht die Überlistung darin, die unüberwindliche Tiefe zwischen der deutschen und der österreichischen Sprache zu manifestieren. Also doch ganz narzisstisch: Miasanmia (und nur die Eingeweihten kriegen es mit, also nur mia söba).

Henne oder Ei? Wer zuerst? Wer war literarisch zuerst da? Österreich oder Deutschland – Wer ist literarische Henne oder literarisches Ei?

Ich glaube, Österreich war immer der Gockel, der alle befruchtet.

Herzlichen Dank!

Zur Person_Gabriele Kögl wurde in Graz geboren und wuchs in der Weststeiermark auf. Sie absolvierte ein Lehramtsstudium in Graz sowie ein Studium an der Filmakademie Wien. Sie verfasste Drehbücher für Kurz- und Dokumentarfilme, seit 1990 schreibt sie literarische Texte: Romane, Theaterstücke und Hörspiele. Gabriele Kögl erhielt zahlreiche Preise, zuletzt wurde sie 2019 für ihr Hörspiel »Höllenkinder« mit dem Prix Europa für das beste europäische Hörspiel des Jahres ausgezeichnet. Im Picus Verlag erschien 2020 ihr Roman »Gipskind«. members.aon.at/gkoegl

http://www.gabrielekoegl.at/

https://www.picus.at/autoren/gabriele-koegl/

Aktueller Roman_

Gabriele Kögl, Gipskind, Picus Verlag

Einband gebunden, 336 Seiten

Format 13,5 x 21,0

ISBN 978-3-7117-2098-6

Ersch.Datum August 2020

€26,00kaufen

E-Book €19,99E-Book kaufen

Gipskind

Foto_privat

28.4.2023_Interview_Walter Pobaschnig.

https://literaturoutdoors.com

Buchmesse Leipzig:“Ist der heimische Literaturbetrieb fähig zur Selbstkritik?“ Wolfgang Salomon, Schriftsteller_Wien 28.4.2023

Österreich_Gastland Leipziger Buchmesse 2023

Interview _ Wolfgang Salomon, Schriftsteller_Wien

Wolfgang SalomonAutor

Lieber Wolfgang Salomon, wie verhält sich ein Gastgeberland als Gast zum Gastgeber als Gast im Gastland?

Fair? Vielleicht ist das ja eine kleine Chance, österreichischen Verlagen zukünftig auch in Deutschland genügend Spielraum zu geben.

Wie lange bleibst Du? – wird Österreich in Leipzig dies zuerst gefragt?

Bei musikalischen Veranstaltungen habe ich Leipzig nicht als Gastgeberstadt, sondern als herzliche Stadt mit noch herzlicheren Menschen kennengelernt. Ich wurde nur gefragt, ob die Anreise lang und beschwerlich war.

Was macht einen österreichischen Gast aus?

Demütig in den spröden Charme dieser faszinierenden Stadt einzutauchen.

Ist „Meaoiswiamia“ eine Aussage bei einem Scheidungsrichter?

Ich kann sowenig mit dieser hölzernen Aussage anfangen, wie ein Scheidungsrichter es könnte.

…oder eine Selbstkritik des Literaturbetriebes?

Ist der heimische Literaturbetrieb fähig zur Selbstkritik?

Was nimmt der Gast Österreich aus Deutschland mit? Offiziell und inoffiziell.

Kulturelle Ohnmacht ist offiziell und inoffiziell grenzüberschreitend.

Herzlichen Dank!

Zur Person_Jahrgang 1967, typischer Wiener, Reisender, Beobachter und Stimmungsvermittler. Schreibt und fotografiert seit zehn Jahren literarische Reisebücher über Wien, Triest und Venedig und versucht sich zur Zeit gerade an seiner ersten venezianischen Krimi-Trilogie.

Foto_Götz Schrage

Kommende Neuerscheinung _

Wolfgang Salomon, Genießen in Venedig.

Styria Verlag 2023 (Erscheinungsdatum 8. Mai 2023)

Musilhaus Klagenfurt

Weitere Bücher von Wolfgang Salomon_

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