So long, Marianne – Leonard Cohen und seine große Liebe, Sylvia Frank. Roman. Aufbau Verlag. 2023.

„Come over to the window, my little darling

I′d like to try to read your palm

I used to think I was some kind of gypsy boy

Before I let you take me home

Now so long, Marianne

It’s time that we began

To laugh and cry

And cry and laugh about it all again…“

So long, Marianne_Leonard Cohen 1967

Es ist dieser Song des kanadischen singer-songwriters, der über Generationen begeistert und der einem sofort präsent ist, wenn Titel und Name im Kopf klingen und klingeln. Ein Song über Liebe, Leben in aller Faszination und Zerbrechlichkeit. Ein Song, der zum vielfarbigen Spiegel werden lässt und auch nach seinen Ursprüngen fragen lässt…

Und genau dies tut der vorliegende Roman des genialen Autoren:innen Duos in großartiger Weise. Schon mit den ersten Sätzen werden Leserin und Leser nach Griechenland und damit mitten hinein zu Sänger und Muse genommen und können Höhen und Tiefen einer stürmischen Liebe miterleben…

Mit Kenntnis, Phantasie und großer Aufmerksamkeit und Interesse am Klang des Lebens und der Liebe bereiten die Autoren:innen ein Fest der Musik, der Liebe, zu dem Seite um Seite geladen wird…

So long, Marianne…

„Ein Roman als faszinierende Hommage an Leben, Liebe, Kunst desunvergesslichen Leonard Cohen und seiner Muse „Marianne““

Walter Pobaschnig 5/23

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Zu den Autor:innen:

Sylvia Frank ist das Pseudonym eines erfolgreichen deutschen Schriftstellerehepaares, das auf der Insel Rügen lebt.

Sylvia Vandermeer, geboren 1968, ist habilitierte Betriebswirtschaftlerin. Sie studierte darüber hinaus Biologie, Psychologie und Bildende Kunst. Heute ist sie freiberuflich als Schriftstellerin und Malerin tätig.

Frank Meierewert, geboren 1967, ist promovierter Ethnologe und seit 2016 als freier Autor tätig.

Bei Rütten & Loening ist ihr Roman »Das Haus der Winde« über die große Schauspielerin Asta Nielsen erschienen, im Aufbau Taschenbuch liegen ihre Romane »Gala und Dalí – Die Unzertrennlichen« und »So long, Marianne –Leonard Cohen und seine große Liebe« vor.

Mehr Informationen unter https://sylviafrank.myportfolio.com/home

Sylvia Frank | Aufbau Verlage (aufbau-verlage.de)

So long, Marianne – Leonard Cohen und seine große Liebe, Sylvia Frank.

Roman. Aufbau Verlag. 2023.

Aufbau Taschenbuch, Seiten 428

Veröffentlichung: 18.04.2023.

ISBN 978-3-7466-3956-7

14,00

Walter Pobaschnig 5_23

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„Vision“ Melinda Bauer, Theaterpädagogin _ Give Peace A Chance _ Mannheim 23.5.2023

GIVE PEACE A CHANCE

Gerne sehe ich in die Ferne, weit weg sehe ich Frieden

Ich kenne nur Fragen, wenig Antworten

Verzweiflung , blühende Sehnsuchtslandschaften

Ein Niemandsland in dem ich Schutz suche



Peter Pan floh, wo bist du?

Eingetaucht in den eigenen Schmerz der Vergangenheit

Antwortet mir eh keiner, ich lausche meiner Intuition

Chamäleon meiner Emotionen

Entscheide mich Liebe und glückliche Momente zu schenken



Augenblicke der Hoffnung



Collagen ,bunt, surreal und rein

Herzen verbunden, Kometen leuchten, Kinderaugen glänzen vor Freude

Antworten, fröhliche Melancholie

Niemals aufzugeben an das Gute zu glauben

Camouflage- Muster in meinem eigenen Gemälde, ein kleiner Beitrag zum

Frieden

Empathie und Liebe, meine Lösung, meine Überzeugung. mittels Empathie

können wir füreinander sorgen. Ich gebe nicht auf.


Melinda Bauer, 14.5.2023

Melinda Bauer, Theaterpädagogin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Melinda Bauer, Theaterpädagogin

Aktuelles Theaterprojekt_ Start | TheaterLiteraTour – Theaterprojekt: Szenische Lesungen für Kinder im Krankenhaus und Hospiz

Fotos_privat.

Walter Pobaschnig _ 14.5.2023

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Station bei Malina _ „Ich wünsche mir einen langsameren Buchmarkt“ Alina Lindermuth, Schriftstellerin _Wien. 23.5.2023

Alina Lindermuth, Schriftstellerin _Wien.
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) 
50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)
Alina Lindermuth, Schriftstellerin _Wien.
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) 
50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Liebe Alina Lindermuth, wir sind hier in der Ungargasse in Wien, dem Hauptschauplatz des Romans „Malina“ (1971) von Ingeborg Bachmann. Welche Bezüge und Zugänge gibt es von Dir zu Ingeborg Bachmann und dem Roman?

Kärnten jedenfalls. Ich habe in der Schule meine Fachbereichsarbeit zu Bachmann geschrieben, zu ihrer „Kindheit und Jugend in Kärnten“. Dabei habe ich vor allem gelernt, dass mir wissenschaftliches Arbeiten weniger Spaß macht als kreatives Schreiben.

Gibt es besondere Gedichte, Texte Bachmanns, die Du hervorheben möchtest?

Die Erzählung „Jugend in einer Österreichischen Stadt“ hat mich schon damals in der Schulzeit sehr bewegt. Ihre Nähe und Perspektive, die Welt betrachtet aus Kinderaugen.

Du bist wie Ingeborg Bachmann von Kärnten nach Wien gezogen. Wie war das Ankommen für Dich und welche Erfahrungen hast Du hier als Schriftstellerin gemacht?

Wien war – und ist – für mich Heimat. Wegen der Hochhausschluchten und Donaukanalbuchten, wegen der Menschen, wegen dem Summen bei Nacht, wegen der Vielfalt von allem. Als ich damals ankam, hatte ich gerade Indien hinter mir. Alles Neue an Wien war daher meistens schön und einfach, und das ist es auch geblieben.

Im Roman „Malina“ (1971) von Ingeborg Bachmann geht es um das Leben und Sterben im gesellschaftlichen Kontext weiblicher Identität. Auch in Deinem aktuellen Roman „Fremde Federn“ (Kremayr&Scheriau Verlag) geht es um moderne „Lebens- Todesarten“. Wie siehst Du die Prozesse von Frausein und Identität heute und vor welchen Herausforderungen stehen diese?

Ich denke Daten und Erfahrungen zeigen klar genug, dass das Frausein nach wie vor Nachteile mit sich bringt, die unsere Gesellschaft bisweilen für alle zu einem schlechteren Ort macht, als er eigentlich sein könnte. Das beginnt beim breiten Thema der unbezahlten (und oft unsichtbaren) Arbeit und reicht bis hin zum Gender Pay Gap, zur gläsernen Decke und zu konservativen Rollenbildern.  

Wir haben die Romanschauplätze „Malinas“ in der Ungargasse besucht. Welche Eindrücke hast Du von diesen Orten?

Gute Aussicht jedenfalls!

Was sind Deine derzeitigen Projektpläne?

Aktuell arbeite ich hauptsächlich an meinem Unternehmen Textory, mit dem ich Bücher für und über Unternehmen erarbeite – geschrieben von den Mitarbeiter:innen selbst. Für den Sommer ist eine außergewöhnliche Lesereise mit den „Fremden Federn“ geplant und dann Richtung Herbst würde ich gerne mit meinem nächsten Buchprojekt beginnen. Mal schaun!

Was wünscht Du Dir für den Beruf als Schriftstellerin heute?

Einen langsameren Buchmarkt. Man kommt ja kaum mit dem Lesen nach, geschweige denn mit dem Schreiben.

Darf ich Dich abschließend zu einem Malina Akrostichon bitten?

Morgen

Abend

Liege

Ich

Nicht

Allein

Alina Lindermuth, Schriftstellerin _Wien.
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) 
50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Vielen Dank, liebe Alina Lindermuth!

Station bei Malina_Alina Lindermuth, Schriftstellerin _Wien

Zur Person1992 in Villach geboren. Nach dem Schulabschluss ging sie nach Indien, im Anschluss folgten Studien der Südasienkunde, BWL und VWL in Wien und Singapur. Ihre Kurzgeschichte „Zum Schreien“ wurde 2010 mit dem Bachmann Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. 2020 erschien ihr Debütroman „Die Wahrscheinlichkeit des Zufalls“ (Text/Rahmen Verlag). 2022 war sie Writer-in-Residence in Sri Lanka, Stipendiatin der Werkstatt für junge Literatur und erhielt den Sonderpreis des Wiener Werkstattpreises.

Home

2023 erschien ihr zweiter Roman „Fremde Federn“ (Kremayr&Scheriau). 

„Fremde Federn“ Alina Lindermuth. Roman.

Hardcover mit Schutzumschlag, 256 Seiten, Format 12,0 x 20,0

1 Auflage, Kremayr & Scheriau 2023

24,00 € inkl. MwSt.

ISBN: 978-3-218-01386-4

Fremde Federn

Besprechung_Literatur outdoors:

„Fremde Federn“ Alina Lindermuth. Kremayr&Scheriau Verlag.

Station bei Malina_Roman Ingeborg Bachmann_Wien_1971

2023 _ 50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Interview und alle Fotos_Romanschauplatz _ Malina_Wien _ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig, 5_23

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„Zeit, Liebe, gute Gespräche, Freundschaften“ Angela Köstler, Schriftstellerin _ Moosburg/D 23.5.2023

Liebe Angela Köstler, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Da ich Lehrerin an einem Gymnasium, kann man sich meinen Tagesablauf gut vorstellen, da ja jeder einmal selbst eine Schule besucht hat: 6 Uhr aufstehen, Frühstück, Aufbruch von Moosburg nach Landshut ans Hans-Carossa-Gymnasium, 4-6 Std Unterricht, am Nachmittag korrigieren oder vorbereiten (oder Nachmittagsunterricht).

Ich veranstalte aber auch regelmäßig Kunstevents an unserer Schule – alle zwei Jahre Literaturtage mit renommierten KünstlerInnen und AutorInnen sowie Theateraufführungen – momentan leite ich unser Oberstufentheater und habe im März „Die Physiker“ von Dürrenmatt inszeniert.

Früher bin ich auch auf Poetry Slams aufgetreten und habe immer noch Kontakte in die Szene. Meine Fächer sind D, E und Spanisch. Künstlerisch tobe ich mich in meinen P-Seminaren für die Oberstufe aus: Momentan leite ich ein P-Seminar LiteraTOUR Berlin, ich hatte aber auch schon Poetry-Slam-P-Seminare, außerdem beispielsweise auch eines mit dem Thema Latin Dance, da ich einen Basic-Trainerschein Zumba besitze.

Am Wochenende oder in den Ferien nähe ich gerne und entwerfe u.a. auch Kleider – gelegentlich gemeinsam mit einer Kollegin.

Angela Köstler _ Schriftstellerin, Kulturarbeiterin und Pädagogin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Zeit, Liebe, gute Gespräche, Freundschaften

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Ich denke, nur die Kunst kann die Wertigkeit des Lebens erhöhen: ein gutes Buch, das uns zum Nachdenken anregt, eine Theateraufführung, die neben den rationalen Seiten auch unsere emotionalen, affektiven Seiten anspricht, ein tolles Konzert, das uns kurzzeitig von den Alltagssorgen erlöst. (um nur wenige Beispiele zu nennen)

Was liest Du derzeit?

Momentan lese ich „Last Night at the Telegraph Club” von Malinda Lo, da ein Kollege und ich die Autorin über das White Ravens Festival nach Landshut an unsere Schulen holen wollen. Und Peter Stamms „In einer dunkelblauen Stunde“ lese ich, unter anderem weil Stamm einer meiner Lieblingsautoren ist.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Peter Stamm „In einer dunkelblauen Stunde“ S. 239: „Es geht um die Präsenz […] ganz da zu sein in diesem Moment, an diesem Ort. Man kann es nicht wirklich erklären, aber wenn es geschieht, dann weiß man es, dann ist man sich so sicher, wie man sich noch nie vorher sicher war. Dabei ist es nichts Großartiges, es kann jederzeit geschehen. Jede und jeder kennt das: dass sich alles richtig anfühlt. Dann kann man ganz Paris mit einem Apfel in Erstaunen versetzen, dann braucht es gar nicht mehr. Nicht einmal mehr Worte.“

Angela Köstler _ Schriftstellerin, Kulturarbeiterin und Pädagogin

Vielen Dank für das Interview liebe Angela, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Angela Köstler _Schriftstellerin, Kulturarbeiterin und Pädagogin

Zur Person_Angela Köstler _ 1973 in Landshut geboren

Studium der Germanistik, Anglistik und Romanistik an der LMU München

1 Jahr Auslandsstudium in Salmanca

1 Jahr Auslandsstudium in Aberdeen

Freie Mitarbeiterin bei Lokalzeitungen im Raum Freising

Nach dem 1. Staatsexamen Volontariat beim Kinder- und Jugendbuchverlag Löwe in Bayreuth

Referendariat in München am Oskar-von-Miller Gymnasium

Anstellung am Michaeli-Gymnasium München

Seit 2007 am Hans-Carossa-Gymnasium in Landshut tätig

Fotos_privat.

22.4.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Der letzte Sessellift“ John Irving. Roman. Aus dem Amerikanischen von Anna-Nina Kroll und Peter Torberg. Diogenes Verlag 2023.

„Ich kann Gespenster sehen, aber nicht jeder kann das. Und die Gespenster selbst? Was ist Ihnen eigentlich passiert? Ich meine, wie sind sie zu Gespenstern geworden…“

Sein Name ist Adam. Und es beginnt mit der ersten Liebe. Im Schnee. Aspen. Da sind die Erinnerungen an die Familie. An Sprache und Sprachlosigkeit. Und das Schifahren. Die Stars der Zeit und die Träume darin.,,

1941 kommt die Mutter das erste Mal zu den Skimeisterschaften nach Aspen. Es wird dann jeden Winter so sein…Ohne den (kleinen) Adam…

Und es kommt zu Begegnungen, Erfahrungen, Erlebnissen, die Leben und Erinnerungen über Jahrzehnte prägen…

Ein Leben in allen Jahreszeiten…davon erzählen…von allen Gespenstern da und dort…denn…

„Die Vergangenheit dauert ewig…“        

John Irving, vielfach ausgezeichneter, verfilmter Bestsellerautor legt mit „Der letzte Sessellift“ seinen 14 Roman vor, der alle literarischen Ingredienzien begeisternd und mitreißend in sich trägt, die einen Irving Roman so unverwechselbar machen. Da ist eine virtuose Sprachkunst, die federleicht in Spannung, Staunen, Lächeln, Weinen und mehr auf die Hochschaubahn des Lebens in luftige Existenzhöhen und -tiefen mitnimmt und bis zur letzten Seite nicht mehr loslässt.

Es ist ein lesendes Einsteigen in einen wunderbaren „Buch-Sessellift“, der mit faszinierenden Ein- und Ausblicken in Täler, Schluchten wie blaue Himmel des Lebens weiterträgt und reichlich belohnt bis zum Erreichen des Gipfels auf über 1000 Meter/Seiten.

Thank you, Mr.Irving, for this masterpiece! Gold medal!

„John Irving ist eine literarische Ausnahmeerscheinung, die Goldmedaille um Goldmedaille im mitreißenden Leselift schafft!“

Walter Pobaschnig 5/23

„Der letzte Sessellift“ John Irving. Roman. Aus dem Amerikanischen von Anna-Nina Kroll und Peter Torberg. Diogenes Verlag 2023.

Hardcover Leinen, 1088 Seiten, erschien am 26. April 2023.

ISBN: 978-3-257-07222-8      € (D) 36.00 / sFr 47.00* / € (A) 37.10

Walter Pobaschnig 5/23

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100.Geburtstag Maria Callas „Sie war das letzte Märchen“ Yvonne Schneider, Tänzerin _Wien 28.5.2023

Yvonne Schneider, Tänzerin, Model _ Wien _
acting Maria Callas, Sängerin (* 2.12.1923 New York ´16.9.1977 Paris) _ 
100. Geburtstag Maria Callas

Yvonne Schneider, Tänzerin, Model _ Wien _
acting Maria Callas, Sängerin (* 2.12.1923 New York ´16.9.1977 Paris) _ 
100. Geburtstag Maria Callas

Texte: Hommage à Maria Callas _ Ingeborg Bachmann (Fragment). München 1978.

„Maria Callas hat nicht Rollen gesungen, niemals, sondern auf der Rasierklinge gelebt…“

„Sie war der Hebel, der eine Welt umgedreht hat…“

„..sie hat ein Rezitativ, das altbacken schien, neu gemacht…“

„Die Callas – ja, wann hat sie gelebt, wann wird sie sterben?…“

Yvonne Schneider, Tänzerin, Model _ Wien _
acting Maria Callas, Sängerin (* 2.12.1923 New York ´16.9.1977 Paris) _ 
100. Geburtstag Maria Callas

Vielen Dank, liebe Yvonne Schneider, für das wunderbare gemeinsame Projekt in Bild&Wort und viel Freude und Erfolg weiterhin!

100. Geburtstag Maria Callas _ 2023

Yvonne Schneider, Tänzerin, Model _ Wien __acting Maria Callas, Sängerin (* 2.12.1923 New York ´16.9.1977 Paris)

Alle Fotos _ Walter Pobaschnig

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„Der heutige Tag“, Helga Schubert. Ein Stundenbuch der Liebe. dtv Verlag

„Jede Sekunde mit dir ist ein Diamant, sagt Derden zu mir und umarmt mich, als ich morgens in sein Zimmer und an sein Pflegebett komme.

Wir sind seit 58 Jahren zusammen.

Zwei alte Liebesleute…“

Dann der Blick und Griff zu den Windeln/Katheter, zum Rollstuhl. Zum Alltag jetzt. Dann der Weg zum Frühstück in die Sonne. Der Blick ins Licht, in den Tag. Den heutigen Tag. Und ins Leben. In das Leben im Lauf der Jahreszeiten, in denen der Moment der Gegenwart, Jetzt, seine ganze Stärke wie Brüchigkeit zeigt und fordert…jeden Tag, jede Nacht…

Ein Stundenbuch der Liebe…

Helga Schubert, Bachmannpreisträgerin 2020, legt mit „Der heutige Tag“ eine mitreißende hommage an das Leben und die Liebe vor, die vom ersten Moment an fasziniert, verzaubert und allen Licht- und Schattenwegen eines Paar-Tages im Alter folgen lässt.

Beeindruckend ist die gleichsam musikalische Sprachkunst, die das Leben in Glück, Herausforderung und Hoffnung literarisch transformiert und damit Existenz im Weg der Jahreszeiten spürbar werden lässt. Es ist einzigartig wie Alltagssituationen, Reflexionen, Erinnerungen hier im wahrsten Sinne des Wortes zur Sprache kommen.

Die schonungslosen Fragen und Zweifel in Paar- wie Selbstperspektive, ist ebenso eine der großen existentiellen Stärken dieses „Stundenbuches“. Es ist ein Plädoyer für Empathie, Sinn wie Selbstbestimmung in ganz realistischer Erfahrung, Wahrnehmung, die im liebevollen Dialog mit der Wertschätzung eines langen gemeinsamen Weges ist und sich hier immer wieder vergewissert, stärkt und weiter geht in eine Zukunft, in der nur der heutige Tag wirklich bedeutend ist. Das Vertrauen ist dabei Weg, Kompass, Horizont in einem.

„Helga Schubert legt ein begeisterndes Meisterwerk der Liebe, des Lebens im Horizont des Alters vor.“

Walter Pobaschnig 5/23

„Der heutige Tag“, Helga Schubert. Ein Stundenbuch der Liebe. dtv Verlag

EUR 24,00 [DE] – EUR 24,70 [AT]

ISBN: 978-3-423-28319-9

Erscheinungsdatum: 16.03.2023

1. Auflage

272 Seiten

Format: 11,8 x 19,5 cm

Sprache: Deutsch

Walter Pobaschnig 5/23

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„9:15, Bahnhof Wien Meidling, an einem Freitag“ Mira Rot, Künstlerin _ Give Peace A Chance _ Wien 22.5.2023

GIVE PEACE A CHANCE

7_©MR_Freundgasse_s
10_©MR_Jugendstil Hauseingang

9:15, Bahnhof Wien Meidling, an einem Freitag

Wie immer bin ich früh dran…auf dem Bahnsteig 5 treffe ich noch immer auf Familien aus der Ukraine, die in den Zug nach Hamburg Altona einsteigen. Offensichtlich auf der Abreise, vor 1 Jahr mehrheitlich auf der Durchreise. Gemurmel, Wortfetzen. Ein kurzer Zwischenstopp, bei dem sie Vorräte aufstockten und wahrscheinlich das nächste Ticket in eine ungewisse Zukunft erwarben. Dieser Zug fährt am selben Bahnsteig nur 15 Minuten vor meinem Zug nach Osttirol ab. Direkt vor mir breitet sich Unruhe aus, Angespanntheit, eine Starre in ihren Bewegungen. Müdigkeit in den Knochen. Ein Beben. Alles wirkt eintrainiert, kein Schritt zur Seite, kein Blick zur Seite.

Meist 3er-Gemeinschaften, Mutter mit 2 Töchtern oder Mutter mit Sohn und Tochter. Aber auch einzelne junge Frauen im Teenager Alter reisen mit. Gut gekleidet, nur ihre erstarrten, angespannten Gesichtsausdrücke heben sie von anderen Passagieren ab. Sie haben je einen kleinen Koffer, die jungen Mütter sind nervös darauf bedacht, ihre Kinder und deren Gepäckstücke alle einzusammeln und mit dem ganzen Pulk einzusteigen. Sie sind nun schweigsam, reden gar nicht mehr. Sie sind verstummt. Die Kinder wirken erwachsen, konzentriert, „On a Mission“. Sie lachen nicht. Sie spielen nicht am Bahnsteig.

Mich überkommt dabei regelmäßig das Gefühl, mit einsteigen zu wollen, um sie zu begleiten.

Es scheint mir bedeutend, wie sie dem Schicksal trotzen. Sie haben vorerst ein genaues Ziel, der Zug führt sie dorthin. Ihre Schritte sind leicht, sie schweben fast. Als ob der sichere Boden, auf dem sie stehen, verloren gegangen ist. Manchmal spreche ich mit einer der jungen Frauen in Englisch während des Wartens.

Ein Leben auf der Flucht, ein Leben auf Durchzug. Was wird dann sein…wenn sie ankommen?

6_©MR_Putzfassade_s

Mira Rot,19.5.2023

Mira Rot, Künstlerin _
1b_©MR_Original Diapositiv Je_ Antik-Portraitfoto, Venice (sw)

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Mira Rot, Künstlerin

Zur Person_ Mira Rot, wohnhaft in Wien. Künstlerin _ Texte, Fotografie, Philosophie

Work: Urban Itineraries – Stadtwanderungen

Fotos_ 1b_      ©MR_Original Diapositiv Je,  Titel: Antik-Portraitfoto, Venice (sw); 10_©MR_Jugendstil Hauseingang; 7_©MR_Freundgasse_s; 6_©MR_Putzfassade_s

Walter Pobaschnig _ 19.5.2023

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„Uns gegenseitig zuhören, dieser Welt zuhören, verstehen und beginnen für uns zu sorgen.“ Frau Tistic, Künstlerin _ D 22.5.2023

Liebe Frau Tistic, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Hoffentlich immer gleich: Um 7 Uhr klingelt der Wecker, oder eines der Kinder schon früher. Kinder (und Tiere) werden versorgt, Kinder gekleidet und ihre Taschen vorbereitet. Ich mache Frühstück und Pausenbrote und dann werden alle in Kindergarten und Schulen verteilt.

Gegen 9 Uhr sitze ich an meinem Platz. Ich bin ein Morgenmensch, dh. kreativ arbeite ich nur am Vormittag. Ich arbeite grundsätzlich in Projekten, momentan sind es mehrere denen ich mich widme. In der Regel schiebt sich immer eines der Kunstprojekte in den Fokus und lässt mir dann Monate, manchmal Jahre keine Ruhe, während alles andere drum herum mehr oder weniger zum Stillstand kommen kann. Wenn ein neues Projekt mich findet, kann ich kaum noch an etwas anderes denken (und meine Familie seufzt). Seit letzter Woche gibt es nun Frau Tistics Seite und ich freue mich sehr auf die Beiträge, die ich dafür schreiben und recherchieren darf (die Familie seufzt wieder). https://www.facebook.com/FrauTistic/


Am Mittag mache ich manchmal noch etwas Sport, bevor ich nachmittags dann die Kinder abhole, koche, den Haushalt werfe.

Gegen 21 kehrt im ganzen Haus Ruhe ein, ich lese oder sehe fern, das ist für mich notwendig, um das System herunterzufahren und abzukühlen.

Frau Tistic, Künstlerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Wichtig wäre damit zu beginnen, vielmehr dahin zurückzukehren, uns als immanenten Teil dieser Erde zu begreifen und, dass alles auf ihr miteinander in Verbindung steht. Wir mit dem Rest, der Rest mit uns, aber vor allem auch wir mit uns. Ich mag das Bild, dass unsere Atmung uns alle miteinander verbindet, wir atmen alle dieselbe Luft, ich atme aus, du atmest mich ein, du atmest uns aus, der/die nächste atmet uns ein – uns alle füllt dieses eine Element, dass wir immer und immer wieder berühren und weiterreichen. Ich finde, wer sich das einmal in seiner letzten Konsequenz vorgestellt hat, diese Verbindung, kann nicht mehr auf die Idee kommen z.B. das Nachbarland anzugreifen. Wichtig wäre also, dass wir beginnen diesem gemeinsamen Atemgeräusch zu lauschen, uns gegenseitig zuzuhören, und dabei schließe ich alles Leben mit ein, uns allen zuzuhören. Im Zuhören gründet Verstehen und im Verstehen liegt Fürsorge. Uns gegenseitig zuhören, dieser Welt zuhören, verstehen und beginnen für uns zu sorgen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Die Kunst ist für mich ein Wesenszug des menschlichen Seins. Kunst zu schaffen und zu konsumieren, gehört für mich also zu den menschlichen Grundbedürfnissen, wie Nahrungsaufnahme oder Schlaf. Natürlich kommt diesen anderen beiden zunächst eine scheinbar wichtigere Rolle zu, doch selbst in den schwärzesten Momenten der Menschheit, in größter Armut oder unter schlimmsten Terror, hat der Mensch von Anbeginn der Zeit niemals aufgehört Kunst zu schaffen. Weil sie Teil unseres Seins ist, das Bedürfnis nach Ausdruck unserer Erfahrungswelt. Anders formuliert und damit zur Eingangsfrage zurückgekehrt: „Die Kunst ist die höchste Form von Hoffnung.“ Gerhard Richter

Was liest Du derzeit?

Sexographies, Gabriela Wiener, Random House
ROSA IN GRAU, Simone Scharbert, Edition Azur
Timo Brandt, Nachumahmungen, Aphaia Verlag
Unser Deutschlandmärchen, Dinçer Güçyeter, Mikrotext
22 Things a Woman with Asperger’s Syndrome Wants Her Partner to Know, Rudy Simone, Jessica Kingsley Publishers Ltd

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

No need to hurry, no need to sparkle, no need to be anybody but oneself. Virginia Woolf

Vielen Dank für das Interview liebe Frau Tistic, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Frau Tistic, Künstlerin

Zur Person_Frau Tistic hatte gerade erst Geburtstag, im Sinne des Wortes, sie kam gerade erst auf die Welt. Sie ist Künstlerin und neurodivers, neurotisch, exotisch, Aspergerin, Ängstlerin, Angeberin, obsessiv, naiv, aktiv, dativ, manchmal vielleicht fantastisch, aber sicher immer autistisch. Frau Tistic schreibt über das Frausein. Mit Autismus. Ohne Autismus. Das Frausein als Mutter. Als Künstlerin. Als Alternde. Als Alberne. Frau Tistic zieht jede Woche Themen, Interviews, Artikel, Studien, Menschen aus ihrem Koffer und fasst das jeden Freitag zusammen, zu einer Art Wochenschau, vielleicht auch Nabelschau, wir werden sehen. Frau Tistic selbst sieht nicht mehr so gut, sie lebt und liebt irgendwo in den Vierzigern, hat Kinder und ein Leben vollgestopft bis oben hin, wie der Koffer, den sie mitschleppt. Und bis oben hin hat sie manches auch satt, auch darüber will sie schreiben, manches reicht ihr dermaßen. Manches nicht. https://www.facebook.com/FrauTistic/

Foto_privat

15.5.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Ggggggrrrrrrrrrr“ Adele Maria Knall, Musikerin, Bildende Künstlerin _Give Peace A Chance _ Wien 21.5.2023

Adele Maria Knall, Musikerin, Bildende Künstlerin

GIVE PEACE A CHANCE


Ggggggrrrrrrrrrr

Ich

Verlier

Euch.


Piece by piece

Euch und eure Ausbrüche

Ach, wär die Welt doc

Ccccccchhhhhhhhhh

Einfach,


Auch mal Leiwand….


Chr also so Gerecht für alle.

Ha! Was?

Aaaaaaaa schreist du, aber ich hör dich

Nicht.

Chor

Erbricht.


Adele Maria Knall, 10.5.2023

Adele Maria Knall, Musikerin, Bildende Künstlerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Adele Maria Knall, Musikerin, Bildende Künstlerin

Fotos_Anna Zet

10.5.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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