
Malina. Das ist der große und einzige Roman der österreichischen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann, deren 100.Geburtstag 2026 weltweit gefeiert wird.
Und ganz besonders auch im Berliner Suhrkamp Verlag, in welchem der Roman 1971 erschienen ist. Die in Klagenfurt geborene Schriftstellerin (*25.6.1926, erstes Kind von Matthias und Olga Bachmann) entwirft darin ein einzigartiges Kaleidoskop menschlicher Existenz, Liebe und Gesellschaft in allen Facetten von Grund und Abgrund in Erinnerung und Gegenwart.

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Ingeborg Bachmann, am 17.Oktober 1973 in Rom tragisch verstorben (Brandunfall), geht in Malina inhaltlich und formal mutige neue Wege, kombiniert, jongliert Textsorten und lässt im Ungargassenland Wiens eine amour fou in Sehnsucht, Glück und Drama zwischen anonymer Ich-Erzählerin und Malina/Ivan im Spiegel von Geschichte, Macht und Gewalt explodieren. Es gibt kein Entkommen…

Beeindruckend ist neben der literarischen Avantgarde, der Suche nach einer neuen Sprache im Benennen, Berichten, Erzählen und Hinausschreien von Erlebtem, Erlittenem, auch die Wucht und Spannung der Erzähldynamik, die bis zu einem der berühmtesten Schlusssätze der Literaturgeschichte „Es war Mord“ nicht loslässt.

Die sehr gelungene Neuauflage bietet wunderbare Ästhetik (Wortspiel am Cover) wie ergänzend ein Nachwort der Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek. Jelinek schrieb auch das Drehbuch zur Malina Verfilmung (1991) von Werner Schroeter mit Isabelle Huppert.
„Ein wunderbares Geburtstagsgeschenk des Verlages, der 1971 den Mut zur Erstveröffentlichung dieses bahnbrechenden Werkes hatte.“
Malina, Ingeborg Bachmann. Roman. Suhrkamp Verlag.
Erscheinungstermin: 18.02.2026
Fester Einband, 383 Seiten, dekoratives Vorsatzpapier,
Sprachen: Deutsch
ISBN 978-3-518-47526-3
suhrkamp taschenbuch 5526
Suhrkamp Verlag, 1. Auflage, 2026
18,00 € (D), 18,50 € (A), 25,90 Fr. (CH)
ca. 13,4 × 21,0 × 3,2 cm, 468 g
Buchvorstellung: Wort&Biild
Fotos: Cover _ Verlag; Xiting Shan_Schauspielerin_Wien _ acting Malina _
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