Undine geht _ „Es geht um Respekt, Menschlichkeit und Liebe“ Tanja Scheichl-Ebenhoch, Schriftstellerin, Violinistin _ Götzis/Vbg. 20.8.2023

Undine geht _
Tanja Scheichl-Ebenhoch, Schriftstellerin, Violinistin und Pädagogin _
Thematisch-szenisches Fotoshooting _ „Undine geht“ Ingeborg Bachmann (1961) 
50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ 
Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.

Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.

Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.

Liebe Tanja Scheichl-Ebenhoch,  wie liest Du den Text „Undine geht“ (Erzählung, 1961) von Ingeborg Bachmann? Welche Grundaussagen gibt es da für Dich?

Ich staune generell immer wieder über die Leidenschaft und Kraft der Bachmann’schen Sprache. Die Erzählung „Undine geht“ aus den 60er Jahren war ihrer Zeit zudem auch inhaltlich weit voraus, beleuchtet Bachmann darin doch einerseits die schwierige Beziehung zwischen den Geschlechtern und kritisiert damit andererseits das gängige Denken in Rollenbildern.

Dass ein solches klischeehaftes Denken sogar in unserer mitteleuropäischen Gesellschaft noch der Norm entspricht, habe ich als fünfte und letzte Tochter im Laufe meines Lebens von aussen immer wieder erlebt. Neben dezenten Bemerkungen über meinen ach so armen Papa (bestimmt lustig gemeint) mit fünf, nein sechs Mädchen an seiner Seite (eionschließlich meiner Mutter haha), bekam ich auch direktere Reaktionen zu hören. Nein, tatsächlich kein Stammhalter in der Familie, kein „Kronprinz“, der die Familientradition weiterführen würde…Schon als kleines Mädchen haben mich solche Aussagen befremdet. Schließlich wollten meine Eltern von vornherein schlicht sechs gesunde Kinder. Nach mir war verständlicherweise 😉 Schluss.

Ich hatte glücklicherweise dennoch zeitlebens das Gefühl, aufgrund meiner individuellen Persönlichkeit, sozusagen als Mensch, „etwas zu zählen“. Weder aufgrund meines Frauseins noch aufgrund meines Nicht-Frauseins. Der Erziehung meiner Eltern sei Dank!      

Wie siehst Du „Undine“?

Undine befindet sich für mich ständig zwischen Hingabe und Aufgabe. Sie ist eine gespaltene Persönlichkeit, schwankt zwischen Zärtlichkeit, Hoffnung und grenzenloser Wut, unendlichem Zorn. Ich verstehe diese Zwiespältigkeit, auch in Bezug auf „Hans“, und im Endeffekt auf die Welt nur zu gut.

„Undine geht“ wurde vor 60 Jahren veröffentlicht. Was hat sich seit damals im Rollenbild von Frau und Mann verändert und was sollte sich noch ändern?

Natürlich hat sich in den vielen Jahren, die inzwischen vergangen sind, zumindest bei uns in Mitteleuropa zumindest einiges in Richtung Gleichberechtigung verändert. Dass wir aber auch hier bei uns erst in einem langen Prozess und noch nicht endgültig angekommen sind, liegt auf der Hand. Dabei sollte uns klar sein, dass es für Veränderungen jeweils auch Aktivisten braucht. Solche Menschen, die radikaler in der Vorgehensweise sind, als wir selber. Ansonsten hätte sich auf dieser Erde wohl nie etwas verändert und bewegt. Man denke dabei etwa an die Menschenrechtsbewegung der 60er Jahre. Oder auch an die Klimafrage heute, bei der die Politik die Akteure mit Erfolg als kriminelles Feindbild aufbaut, um von der eigenen Unfähigkeit abzulenken.

Der Monolog geht mit der patriarchalen Gesellschaftswelt schonungslos ins Gericht. Wie siehst Du die Situation patriarchaler Macht heute?

Gerade in jüngster Zeit haben uns diverse Vorkommnisse bezüglich Machtmissbrauch in der Kunstszene aufgezeigt, wie wichtig eine lebendige Diskussion der Rollenbild-Thematik heute noch ist. Leider. Auch in der Geschlechterfrage geht es hauptsächlich um Respekt, Menschlichkeit und Liebe einander gegenüber. Diese Aspekte sind es doch, die uns alle ohne Ausnahme einen sollten,. Unabhängig von irgendetwas anderem. In diesem Sinne: „I have a dream…“ 

Der Text drückt auch viel Trauer über das Scheitern der Liebe und eines Miteinander der Geschlechter im gesellschaftlichen Lebens aus. Welche Auswege siehst Du da?

Gespräche und Diskussionen, im Endeffekt Kompromisse, vor allem aber Bewusstseinsbildung, auch schon in der Erziehung

Was kannst Du als Frau und Künstlerin von „Undine geht“ in das Heute  mitnehmen?

Trost – Trost, dass es anderen ähnlich ergeht wie mir. Dass es eben viele Menschen gibt, die immer wieder zweifeln an dieser Welt, die aber auch immer wieder Hoffnung haben, dass sich alles doch noch gut fügt.

Was bedeutet Dir Natur?

Sie ist mein persönliches Energie-Ladegerät. 

Was bedeutet Dir das Element Wasser?

Es steht für mich symbolhaft für Leben allgemein. Ausserdem übte gerade dieses Element von jeher eine besondere Faszination auf mich aus. Eine, die ich nicht genau erklären kann und will. 

Wie war Dein Weg zur Musik, zur Literatur?

Es wird mir erzählt, ich hätte im Alter von ca. fünf Jahren eine Geigerin im TV gesehen und sei dann völlig fasziniert von ihr gewesen. Klingt schlüssig, da damals bei uns recht oft Klassik im TV lief.

Zu schreiben begann ich während meiner Erkrankung, als meine autobiographische Erzählung entstand. Heute könnte ich mir ein Leben ohne Texte zu verfassen gar nicht mehr vorstellen.

Welche aktuellen Projektpläne hast Du derzeit?

Naja, da gibt es so einige. Ideen im Kopf habe ich sowieso immer 1000nde. Mehrere Projekte im Musikbereich stehen an, dann auch Auftritte mit Ensembles und natürlich Lesungen mit Musik (z.B. bei „Die Rahmenhandlung“ in Bad Ragaz im September). Ausserdem arbeite ich gerade am 2. Band meiner Roman-Trilogie.

Welches Zitat aus „Undine geht“ möchtest Du uns mitgeben?

„Wie weit ist es zu dir?“

„Weit ist es, weit…“

„Weit ist es zu mir.“

Darf ich Dich zum Abschluss zu einem Achrostikon zu „Undine geht“ bitten?

Uns geht es alle an

Nicht morgen sondern heute

Das Jetzt im Irgendwann

Im Wasser und zu Lande

Niemals sagt er dann

Ein Mensch wie du und ich

Geh nicht weg

Ein Mensch wie du und ich

Herz ohne Seele

Tieftraurig – sprich!

Undine geht _
Tanja Scheichl-Ebenhoch, Schriftstellerin, Violinistin und Pädagogin _
Thematisch-szenisches Fotoshooting _ „Undine geht“ Ingeborg Bachmann (1961) 
50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ 
Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Undine geht_Erzählung/Monolog Ingeborg Bachmann_Wien_1961

im Interview und szenischem Fotoportrait_acting Undine

Tanja Scheichl-Ebenhoch, Schriftstellerin, Violinistin und Pädagogin  _Götzis/Vbg.

2023 _ 50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Interview und alle Fotos _ Walter Pobaschnig

Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.

Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.

Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.

Aktueller Roman _ Tanja Scheichl-EbenhochDie Geigerin – Im freien Fall„, Belingbooks. 2023

Sprache: Deutsch

Seitenzahl: 200

Format: A5 hoch / Softcover

ISBN 978-3-907314-07-4

CHF 19.80 Preis

„Der Roman „Die Geigerin – Im freien Fall“ beschreibt auf unterhaltsame und eindringliche Weise die Entwicklung von Sophia Goldmann, einer aufstrebenden Violinistin am Musikerhimmel. Durch die Lebensumstände entwickelt sie sich von der arglosen Kumpel-Frau zur selbstbewussten und international bekannten Künstlerin, die sich in ihrem Leben behauptet.

Die unterschiedlichen Schauplätze – München, Hamburg, Berner Oberland in der Schweiz und Lefkada, eine griechische Insel – repräsentieren symbolisch Sophias Stationen auf ihrem Weg zu sich selber.

Auf eine wilde und unbeschwerte Zeit mit Tom, der Extremsportler und so ganz anders ist als sie selbst, führt sie ihr Weg in die „besseren“ Kreise Münchens. Sophia scheint angekommen zu sein. Eine überraschende Wende nimmt die Geschichte allerdings, als Sophia durch einen Zufall entdeckt, dass ihr Leben keineswegs so ist, wie sie es wahrnimmt.

Sophia lernt auf harte Weise, nicht länger das naive Dummchen zu sein. Sie nimmt ihr Leben in die Hand und dreht den Spiess um. Die junge Frau überwindet ihre Höhenangst und erkennt: Nur wer mutig ist und auch etwas wagt, wird erfahren, was Freiheit wirklich bedeutet!

Die Geigerin – Im freien Fall ists Band 1 einer Trilogie. Band 2 erscheint voraussichtlich 2023.“

https://www.bellingsbooks.com/product-page/die-geigerin-im-freien-fall

Walter Pobaschnig, 8_23

https://literaturoutdoors.com

„Es kann gut werden“ Brigitte Baur, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Wien 19.8.2023

GIVE PEACE A CHANCE

G Güte von Mensch zu Mensch – macht vieles einfacher

I  Ist Herzensbildung nicht wichtiger als die Bildung des Intellekts?

V Viel Bitteres, aber auch viel Schönes auf der Welt.

E  Es gibt das Gute; man muss es nur sehen. Und tun,


P  Perlen, die in der Muschel schimmern

E  Ein lächelndes Kind

A  Alte Menschen, die die Sonne genießen

C  Chili essen und lachen

E  Einfach die Muße genießen


A Anfang und Ende gehören zusammen


C  Christrosen können über dreißig Jahre alt werden

H  Habe ich heut schon gelächelt?

A  Achtsam durch das Leben gehen

N  Nicht immer nur auf den Kopf, sondern auch auf den Bauch hören

C  Charakter; unsere Prägung, unsere Erkenntnis, unser Wesen

E  Es kann gut werden. Wenn wir daran glauben und es wollen.


Brigitte Baur, 10.8.23

Brigitte Baur, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Brigitte Baur, Schriftstellerin

Zur Person_

Brigitte Baur, geb. 1961 in Wien. AHS-Lehrerin von 1986 – 2021.

Seit 2016 als Autorin tätig, sechs Veröffentlichungen.

Aktuelle Bucherscheinung _ „Ein stilles Leben“ Brigitte Baur. Roman. Buchschmiede 2022

Othmar Berger, 1926 geboren, wächst in einfachen Verhältnissen in der Steiermark auf. Sein bester Freund Elias ist Jude. Mit dem Beginn des Hitler-Regimes verlieren sie einander. Als Othmar 1947 aus Krieg und Gefangenschaft heimkehrt, beschließt er, sich in Wien ein neues Leben aufzubauen…

Softcover

Format: 120×190

Seitenzahl: 182

ISBN: 978-3-99139-618-5

https://www.buchschmiede.at/app/book/12103-Brigitte-Baur-Ein-stilles-Leben;bookType=PB

Foto_privat

10.8.2023_Interview_Walter Pobaschnig.

https://literaturoutdoors.com

„Wir sind uns näher als wir denken“ Lisa Gollubich, Schriftstellerin _ Wien 19.8.2023

Liebe Lisa Gollubich, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Meine Tage sind ganz unterschiedlich. Manchmal gehe ich vormittags, manchmal nachmittags meiner Brotarbeit nach und nütze die andere Hälfte des Tages fürs Schreiben und Lesen. Oft lese ich mehr als ich schreibe, und oft lese ich etwas, das mir beim Schreiben hilft.

Aktuell schreibe ich an meinem ersten Roman, meistens abends und immer dann, wenn ich das Bedürfnis dazu habe. Der Abend ist und bleibt aber für mich die beste Zeit zum Sich-Versenken.

Lisa Gollubich, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich würde es gut finden, wenn wir als Teile der Gesellschaft an einem Strang ziehen, statt sich Steine in den Weg zu legen. Manchmal wenn ich in der U-Bahn sitze, habe ich einen Moment, in dem mir auffällt, dass wir alle eigentlich im selben Boot sitzen, auch wenn ich die Leute nicht kenne. Wir sind uns näher als wir denken und dessen könnten wir uns öfter bewusst werden.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Ich glaube, dass wir unsere Bahn, sofern sie einigermaßen bequem ist, nur ändern, wenn wir dazu gezwungen werden oder sich etwas Äußeres radikal ändert. Ich glaube es fehlt vielen Menschen an Zeit und Ruhe, sich über Probleme Gedanken zu machen, insofern erreicht Literatur wahrscheinlich weniger Menschen als man sich wünschen würde.

Was liest Du derzeit?

Ich lese gerade verschiedene Bücher über das chinesische Denken und den Taoismus. Die Beschäftigung damit lenkt mein Denken oft auf Wege, die ich sonst nicht nehmen würde und zugleich kann ich mir dadurch Antworten auf manche Lebensfragen selbst geben.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

In einem Buch über die japanische Teezeremonie habe ich folgendes gelesen: „Der Mönch Joshu fragte einmal seinen Meister Nansen: ‚Was ist der Weg, unabhängig davon, was vor uns liegt?‘ Der Meister erwiderte darauf sofort: ‚Dein alltäglicher Geist ist der Weg.“ Aus Chado der Teeweg von Soshitsu Sen XV

Vielen Dank für das Interview liebe Lisa, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Lisa Gollubich, Schriftstellerin

Zur Person _ Lisa Gollubich, Schriftstellerin, geboren 1990 in Mistelbach, NÖ, studierte Biologie und Germanistik, lebt und schreibt in Wien, 2021 erschien Die Sensation eines Körpers bei edition Mosaik in Salzburg mit Erzählungen, die während ihrer Studienzeit entstanden sind. Sie schreibt aktuell an ihrem ersten Roman.

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 6.8.2023

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Undine geht _ „Trau dich zu springen!“ Daniela Mitterlehner, Schauspielerin_ Leipzig 19.8.2023

Daniela Mitterlehner, Schauspielerin_
acting „Undine geht“_
Erzählung _Ingeborg Bachmann (1961)
50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ 
Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)
Daniela Mitterlehner, Schauspielerin_
acting „Undine geht“_
Erzählung _Ingeborg Bachmann (1961)
50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ 
Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.

Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.

Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.

Liebe Daniela Mitterlehner, wie liest du den Erzählmonolog „Undine geht“ (1961) von Ingeborg Bachmann? Welche Grundaussagen gibt es da für dich?

Da kommt ein Wesen aus einer anderen Welt in die unsere, beobachtet, versucht, sich anzupassen und versteht doch nicht, wie man so leben kann oder möchte. Genauso wenig, wie wir vielleicht ihre Welt verstehen würden.

Ein Wesen, das an Liebe gebunden ist, ohne Liebe gar nicht an Land leben kann, scheitert an einer (oft patriachal dominierten) Welt, die nicht die ihre ist und ist immer irgendwo gefangen, entweder im Wasser, also ihrer eigenen Welt oder in einer Welt, die sie nicht versteht.

Vielleicht ist eine der Grundaussagen für mich auch, dass jeder Mensch irgendwie doch auch in seiner eigenen Welt lebt – z. B. durch Lebensgewohnheiten, Lebensumstände, das eigene Umfeld – und doch immer wieder versucht und versuchen muss, mit der Welt anderer – die ja auch in ihrer Welt leben und kaum eine andere kennen – klarzukommen.

Wie siehst du Undine?

Einerseits ist sie sehr zerbrechlich, andererseits aber auch sehr stark. Sie lässt sich immer wieder auf etwas – nämlich die Liebe zu einem Wesen aus einer anderen Welt – ein, von dem sie weiß, dass es bisher immer gescheitert ist. Nun hat sie davon genug, immer wieder enttäuscht und emotional missbraucht zu werden und verabschiedet sich wieder in ihre eigene Welt.

Für mich steht dabei aber auch die Frage im Raum, wie oft sie diese Gedanken davor vielleicht schon hatte, wie oft sie sich schon ganz und gar von der Menschenwelt verabschiedet hat, weil sie einfach zu oft verletzt wurde und wie oft sie den Vorsatz, dieser Welt den Rücken zu kehren, vielleicht doch wieder aufgegeben hat, weil sie eben doch wieder gerufen wurde, doch wieder lieben und hoffen wollte und geliebt und gehofft hat. Ich bin mir keineswegs sicher, ob dieser „endgültige“ Abschied der erste ist und ob sie tatsächlich dabei bleibt. Denn auch wenn die Liebe manchmal weh tun kann, ist sie doch auch – und wenn auch oft nur für eine gewisse Zeit – wunderschön und immer wünschenswert.

„Undine geht“ wurde vor 60 Jahren veröffentlicht. Was hat sich seit damals am Rollenbild von Frau und Mann geändert und was sollte sich noch ändern?

Ich glaube, dass sich enorm viel geändert hat, zum Glück und auch Dank vieler kämpferischer Frauen und aufgeschlossener Männer, die sich dafür eingesetzt haben. Leider ist in manchen Kreisen wieder ein gruseliger Rückschritt (bei beiden Geschlechtern) zu sehen. Dennoch denke ich, dass mittlerweile in Österreich und Deutschland für beide Geschlechter (fast) alles möglich ist, auch wenn Frauen in manchen Bereichen vielleicht ein bisschen mehr kämpfen und arbeiten müssen, bis die Männerwelt rund um sie versteht, dass sie zu denselben Dingen fähig sind wie sie. Bei mir jedenfalls hat das immer sehr gut geklappt. Ich wurde immer genauso bezahlt wie meine männlichen Kollegen, mir wurde dasselbe zugetraut wie ihnen und ich hatte dieselben Rechte und Pflichten und das ist auch heute der Fall. Manchmal bin ich kurz an einen Macho geraten, der meinte, mir bestimmte Dinge absprechen zu müssen, weil ich eine Frau bin, aber mit ein bisschen reden und beweisen, dass ich diese Dinge doch kann, haben sich die Ressentiments immer sehr schnell aufgelöst. Mein Umfeld ist allerdings auch sehr künstlerisch, offen und (auch bei den Männern) feministisch geprägt und mir ist bewusst, dass das in anderen Branchen oder sozialen oder kulturellen Umfeldern auch anders aussehen kann. Z. B. sollte die Pay Gap in anderen Branchen dringend geschlossen werden und auch in der Schule vielleicht mehr über Rollenbilder und Realität gesprochen werden, damit auch jede/r von Klein auf versteht, dass alle Möglichkeiten da sind oder da sein sollten und dass es für alle (m/w/d) von Vorteil ist, wenn alle die gleichen Rechte, Pflichten und Möglichkeiten haben, weil man so auch mehr Potential zusammensammelt, dass man nützen kann und das Zusammenleben einfach besser ist, wenn alle frei und gleichwertig sind, andererseits aber auch gleichermaßen mitanpacken.

Der Monolog geht mit der patriachalen Gesellschaftswelt  schonungslos ins Gericht. Wie siehst du die Situation patriachaler Macht heute?

Ich denke, dass es bei uns manche, sehr unsicheren Männer gibt, die Angst vor einer Welt mit gleichen Rechten und Pflichten haben und die sich eine wirklich patriachale Gesellschaft zurückwünschen würden. Ich hoffe, sie werden sich nicht durchsetzen.

An sich sehe ich unsere Gesellschaft aber nicht mehr als klassisch patriachal. (Word übrigens auch nicht, denn es zeigt mir ständig an, dass es das Wort „patriachal“ nicht gibt. Finde ich gut. 😉)

Sicher hängt das auch von der eigenen Familie und Erziehung ab, mit der man aufgewachsen ist, mit dem Beruf, den man ausübt oder ausüben möchte, mit dem eigenen Umfeld und von vielen weiteren Aspekten. Ich bin immer wieder überrascht und schockiert, wenn ich dann doch mal wieder jemandem begegne, der oder die noch nach den Regeln und Ideen dieser alten Zeit lebt und an sie glaubt, weil ich für mich in meinem Leben bisher immer das Gefühl hatte, dass das längst der Vergangenheit angehört. (Sicher nicht überall, aber in Österreich und Deutschland, vor allem im urbanen Raum habe ich das Gefühl, dass für alle alles möglich ist, auch wenn man/frau sich dafür anstrengen und Frauen vielleicht noch ein Bisschen mehr dafür arbeiten müssen als Männer. Das sollte sich vielleicht noch ändern. Es wäre schön, wenn man – wie ich es meist erlebe – jedem Menschen erstmal alles Positive zutraut, jede Fähigkeit, jede Möglichkeit, egal, welches Geschlecht die Person hat. Das sollte normal sein.)

Der Text drückt auch viel Trauer über das Scheitern der Liebe und einem Miteinander der Geschlechter im gesellschaftlichen Leben aus. Welche Auswege siehst du da?

Dass Liebe scheitern kann, gehört dazu. Dafür gibt es keinen Ausweg, denke ich, denn Menschen und Lebensumstände ändern sich und dann passt es manchmal eben einfach nicht mehr. Viel mehr geht es für mich darum, die Liebe zu genießen, solange sie funktioniert und daran zu arbeiten, dass sie funktioniert so lange es geht. Sie kann so etwas Schönes sein! Und wenn sie dann eben zu Ende ist, tut das zwar manchmal fürchterlich weh, aber dieses Risiko geht man/frau nunmal ein, wenn man sich auf die Liebe einlässt. Und ich denke, wenn die Zeit, in der die Liebe funktioniert, schön ist, dann ist es das auch wert, danach mal eine Weile ein bisschen traurig zu sein. Man sollte dabei nur die Freude und Dankbarkeit über und für die schöne Zeit, die man gemeinsam hatte, nie vergessen.

Was kannst du als Frau und Künstlerin von „Undine geht“ in das Heute mitnehmen?
1. Jeder lebt in seiner eigenen Welt und hat manchmal Schwierigkeiten, die Welt des Anderen zu verstehen. Trotzdem hat Undine es nicht nur bei einem Versuch belassen. Es muss also doch auch was sehr Schönes an der Liebe zu all den Hansen gewesen sein. Sonst hätte sie es nicht so oft probiert. Es lohnt sich also vielleicht doch – wenn auch meist nicht für die Ewigkeit – sich immer wieder darauf einzulassen, die Welt des Anderen zu erkunden, auch wenn sie manchmal schwer zu verstehen oder auszuhalten ist. Sie birgt auch viele schöne Dinge.

2. Auch wenn man mal enttäuscht oder wütend oder traurig ist, sollte man auch die positiven Seiten des anderen Menschen oder der anderen Welt nicht vergessen. Ich finde es schön, dass Undine am Ende ihrer Abrechnung auch das Positive erwähnt und würdigt.

3. Vielleicht haben wir auch alle beide Seiten der Undine in uns: Die schwache, hochemotionale, verletzliche Seite und die starke, sich wehrende, aktive und analysierende.

Was bedeutet dir Natur?

Sehr viel. Wir sind aus der Natur entstanden und ein Teil davon, auch wenn wir das vor lauter Technik, Arbeit, Stress, Sich-selbst-viel-zu-wichtig-Nehmen, Stadt und „Fortschritt“ oft vergessen. Genauso ist die Natur ein Teil von uns. Ohne sie würden wir verhungern, verdursten, ersticken (auch die Luft, die wir atmen, ist Teil der Natur) oder im mindesten Falle etwas vermissen, von dem wir nicht wissen würden, was es ist.

Für mich sind Orte der Natur auch Orte der Erholung, der Entspannung und des Runterkommens vom Stress des Alltags. Ich bin viel auf Tournee und wann immer ich kann, suche ich mir Orte der Natur, um einfach mal runterzukommen. Ich gehe im Wald spazieren, besteige kleine Hügel (für Berge reicht die Zeit auf Tour meist nicht), genieße die Aussicht, höre den Vögeln beim Zwitschern zu, genieße die gute Luft und die Gerüche des Waldes oder der Wiese, nasche Brombeeren, die ich auf dem Weg finde, etc.
Auch Schwimmen in einem Naturgewässer, zum Beispiel in einem See finde ich wunderbar, energetisierend, erfrischend und entspannend zugleich. 🙂

Was bedeutet dir das Element Wasser?
Ohne Wasser kann man nicht leben. Wir bestehen zum größten Teil daraus, wir müssen trinken (und auch Fruchtsaft, Cola oder sonstige Getränke bestehen zum größten Teil aus Wasser), wir schwitzen, um keinen Hitzestau zu bekommen und ein Mensch, der sich nicht wäscht ist nicht nur unangenehm, sondern auf Dauer sicher auch nicht gesund und glücklich.

Ich mag Wasser enorm. Nicht nur, weil es notwendig ist, sondern weil es toll ist. Ich trinke zu Hause fast nur Leitungswasser und Tee. Das schmeckt mir am besten, ist gesund und günstig und ich muss es nicht erst mühsam in schweren Glasflaschen oder umweltschädigenden Plastikflaschen nach Hause tragen.

Ich gehe aber auch sehr gerne schwimmen. Wenn ich die Möglichkeit dazu habe, genieße ich es natürlich besonders, in einem See oder Meer zu schwimmen, auch die alte Donau in Wien mag ich sehr gerne und auch die Lobau, wo ich – obwohl ich so lange in Wien gelebt habe – erst vor Kurzem zum ersten Mal geschwommen bin – ist wunderschön!

Auf Tour nütze ich aber auch oft die Möglichkeit, in Hotelpools zu schwimmen, wenn gerade kein Naturgewässer in der Nähe ist. Besonders gerne mache ich das vor dem Frühstück, denn da hat man den Pool meist (fast) für sich alleine und damit genug Platz zum wirklich zu schwimmen und nicht nur zu platschen. Außerdem ist man danach richtig wach und kann entspannt in den Tag starten und hungrig das Frühstück genießen. 🙂

Wie lebst du den Kreislauf der Jahreszeiten?

Gute Frage! Mal mehr, mal weniger, je nachdem wieviel ich beruflich unterwegs bin und wieviel Freizeit ich dann auf Tour habe. (Oft verbringt man den größten Teil des Tages ja unterwegs von einem Spielort zum nächsten und hat dann manchmal tagsüber nur eine halbe Stunde Freizeit, um im Hotel anzukommen, bevor es weitergeht. An anderen Tagen hat man mehrere Stunden Freizeit.)

Manchmal merke ich also nur wenig von den unterschiedlichen Jahreszeiten, außer dass es beim Ent- und Beladen des Tourwagens sehr kalt oder sehr warm ist, aber das ist ja oft eher tagesabhängig. Wenn ich mehr Zeit habe, dann genieße ich den Wechsel der Jahreszeiten bei Spaziergängen und suche die Schönheit und das Erlebbare an jeder einzelnen Jahreszeit. Die vielen Blumen und Blüten mit ihren Farben und Düften im Frühling, die schönen, duftenden und wohlschmeckenden, reifen Früchte und die schönen reifen Felder im Sommer, die wunderschön bunten Blätter im Herbst und die Schönheit von Schnee und Eiskristallen im Winter. Ich versuche, die Wärme und Kälte, Wind, Sonne und Regen ganz bewusst zu spüren und zu genießen. Manchmal ist das leichter, manchmal will man einfach nur rein, weil einem kalt ist, aber es ist ein Teil des Lebens, der mir sehr wichtig ist.

Außerdem bin ich in manchen Dingen dann doch auch ein Traditionsmensch und liebe es, Ostern und Weihnachten mit meiner Familie in Österreich zu feiern.

Wie kann der moderne Mensch in Harmonie zur und mit der Welt leben?

Kann er das?
Vielleicht, indem er begreift, dass er ein Teil davon ist. Einer von vielen, vielen, vielen Teilen, von denen jeder wichtig und wertvoll ist, aber auch seinen Beitrag leisten sollte.

Was braucht Liebe immer, um zu wachsen, zu blühen?

Ich bin nicht sicher, ob ich das so pauschal weiß, ob das irgendjemand pauschal sagen kann. Ich glaube, dass Liebe für mich immer Vertrauen, gegenseitigen Respekt und Interesse am Anderen braucht und die Bereitschaft, Konflikte auch mal auszuhalten (ihnen nicht immer aus dem Weg zu gehen), danach aber sehr schnell wieder offen und liebevoll aufeinander zuzugehen. Ich denke, man muss auch bereit sein zu akzeptieren, dass jeder Mensch eben bis zu einem gewissen Grad in seiner eigenen Welt lebt, neugierig auf die Welt des Anderen sein, aber auch akzeptieren, dass man eben nicht immer alles gleich (oder überhaupt) versteht und es trotzdem okay ist. Dem Anderen geht es da bestimmt genauso.

Wahrscheinlich ist es auch wichtig, dem Anderen eine Mischung aus Geborgenheit, Zusammenhalt und Freiheit zu geben.

Und ein Bisschen was, das den Anderen neugierig macht und dazu bringt, mehr zu wollen, schadet bestimmt auch nicht.

Was lässt Liebe untergehen?

Machtkämpfe, Ungleichgewicht, zu denken, der Andere müsse genauso sein und alles genauso sehen wie man selbst. Klammern und Einengen.

Wie war dein Weg zum Schauspiel?

Ich habe schon als Kind großes Interesse am Beruf des Schauspielers bzw. der Schauspielerin entwickelt, weil ich es faszinierend und toll fand und finde, dass man andere Menschen für eine gewisse Zeit mit dieser Kunst (vielleicht auch mit jeder Art von Kunst) aus ihrem Alltag heraus- und von ihren Sorgen, Ängsten, Problemen, etc. wegholen, ihnen eine gute Zeit bereiten und sie dann entspannt, mit einem Lächeln, einem guten Gefühl und/oder neuen Gedanken und Ideen wieder in ihrem Leben absetzen kann, das so vielleicht ein Bisschen schöner und bereicherter (gibt’s dieses Wort?) ist als davor.

Ich habe das selbst oft als Zuschauerin erlebt, wenn es mir mal nicht gut ging und ich wollte das auch anderen Menschen, meinen Zuschauer/innen geben.

Und als ich es dann ausprobiert habe – zuerst in einem der Spielclubs des Linzer Landestheaters – habe ich gemerkt, dass es auch noch unglaublich viel Spaß macht, viele tolle Erfahrungen ermöglicht und ganz viel Gutes mit mir macht. Manchmal bringt es einen natürlich auch an Grenzen, weil man sich mit Themen beschäftigt, die vielleicht nicht angenehm sind oder bei denen man merkt, dass sie einem doch recht nahe gehen oder man Dinge über sich selbst lernt, die man so genau eigentlich gar nicht wissen wollte, aber auch das ist im Grunde immer gut, weil man daran wächst und sich weiterentwickelt. Man wird stärker und selbstbewusster dadurch.
Nach meiner ersten Premiere damals mit ca. 15 Jahren war mir klar, dass Schauspiel das ist, was ich mit meinem Leben und damit auch beruflich machen möchte. Zum Glück hat es geklappt und ich kann seit Ende meiner Schauspielausbildung ganz gut davon leben. 🙂

Welche aktuellen Projekte hast du derzeit?

Ich gründe gerade mit einem wunderbaren Kollegen, mit dem ich auch gut befreundet bin, ein eigenes kleines Tourneetheater. Im Grunde genommen übernehmen wir damit den Familienbetrieb seines Vaters, in dem wir beide lange Zeit gespielt haben, aber da wir beschlossen haben, neben den bewährten und tollen Dingen, die es schon lange gab (das Konzept ist seit über 50 Jahren erfolgreich unterwegs!), auch neue Dinge auszuprobieren, gründen wir es nun unter einem neuen Namen neu. Es heißt nun „Überall-Theater“, denn wir haben vor, damit überall zu spielen. Unsere Haupt-Zielgruppe sind (wie schon im Theater seines Vaters) Schulen, aber wir würden uns sehr freuen, auch ab und zu an ganz normalen Bühnen und für Erwachsene zu spielen! Die Stücke und unsere Inszenierungen würden sich jedenfalls auch dafür bestens eignen.

Wir spielen Klassiker und moderne Klassiker, die Matura- bzw. in Deutschland Abiturstoff sind, auf wenige Personen und auf das Wesentliche reduziert, aber zum größten Teil im Originaltext. Dazu gibt es immer eine kleine Einführung und ein kurzes Gespräch danach, bei dem wir für Fragen und Diskussionen zur Verfügung stehen. Neu ist, dass wir auch mit einem tollen Theaterpädagogen zusammenarbeiten, der für zusätzliche theaterpädagogische Vor- oder Nachbereitungen dazugebucht werden kann.

Unsere Idee ist einerseits, Lehrer/innen das Leben zu erleichtern, indem wir die Stücke auf der Bühne zum Leben erwecken, die sie mit den Schüler/innen ohnehin durchnehmen müssen und auf der Bühne ist das für Schüler/innen viel spannender, unterhaltsamer, lebendiger und leichter zu verstehen als wenn man den Text – noch dazu womöglich in einer altertümlichen Sprache – selber lesen muss. Andererseits möchten wir Schüler/innen – die vielleicht selber nie ins Theater gehen würden, weil sie das gar nicht kennen oder nicht die Möglichkeit dazu haben – die Schönheit und Lebendigkeit dieser alten Sprache und diese tollen und zeitlosen Stücke näherbringen und sie so vielleicht auch für die Kunstform Theater und für Literatur begeistern.  Dass das „Überall-Theater“ überall spielt ist übrigens wörtlich gemeint, denn wir fahren auch in ländliche Gegenden, in denen die nächste größere Stadt mit einem Theater zu weit weg ist für eine kleine Exkursion und wir spielen direkt an den Schulen, egal ob im Turnsaal, in der Aula, in der Mensa oder sonstwo, eben wirklich überall!

Im kommenden Schuljahr spielen wir „Woyzeck“, „Die Physiker“ und „Nathan der Weise“. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und wir freuen uns riesig darauf, in wenigen Wochen in unsere erste eigene Spielzeit zu starten, mit einem tollen kleinen Team und größter Liebe für das, was wir tun.

Diese Zusammenarbeit bringt mich übrigens derzeit auch wieder öfter nach Wien, was mich sehr freut!

Infos gibt es auf www.ueberall-theater.de
Wir spielen in Deutschland und auf Anfrage auch liebend gerne in Österreich, denn ungefähr die Hälfte des Teams kommt aus Österreich und die andere Hälfte aus Deutschland.

Welches Zitat aus „Undine geht“ möchtest du uns mitgeben?

„In euren schwerfälligen Körpern ist eure Zartheit zu loben.“
Ich mag dieses Zitat sehr, denn es zeigt, dass jeder zwei Seiten hat und dass hinter mancher rauen, harten, schwerfälligen Schale, ein liebender, weicher, zarter, vielleicht ängstlicher Kern schlummert, vielleicht das Weibliche im Mann? So wie es auch die harten, schwerfälligen, rauen, taffen Elemente unter der Zartheit vieler Frauen gibt. Wir haben alle beide Seiten in uns, trauen uns aber manchmal nicht, sie herzuzeigen und wenn beide Seiten sich doch trauen, merken wir, dass wir einander gar nicht so unähnlich sind.
Außerdem finde ich es großartig, dass Undine nicht nur mit den Menschen und insbesondere den Männern abrechnet, sondern eben auch das Gute an und in ihnen sieht und bedenkt. Alles hat zwei Seiten. Das sollten wir nicht vergessen.

Darf ich dich zum Abschluss zu einem Achrostikon zu „Undine geht“ bitten?

Und

Nun

Doch

Irgendwie

Noch

Eine

Gemeinsamkeit,

Eine

Haltung.

Trau dich zu springen! Ins Wasser oder in die Liebe!

oder etwas klassischer

Unendlichkeit
Neugier
Dankbarkeit
Innigkeit
Nur Mut!
Eigenheiten

Geduld
Eigentlich schön!
Heulen
Treue

Daniela Mitterlehner, Schauspielerin_
acting „Undine geht“_
Erzählung _Ingeborg Bachmann (1961)
50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ 
Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Danke für die spannenden Fragen und die tollen Fotos!

Ich danke vielmals, liebe Daniela Mitterlehner! Viel Freude und Erfolg weiterhin!

Undine geht_Erzählung/Monolog Ingeborg Bachmann_Wien_1961

im Interview und szenischem Fotoportrait_acting Undine

Daniela Mitterlehner, Schauspielerin

2023 _ 50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Interview und alle Fotos _ Walter Pobaschnig

Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.

Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.

Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.

Walter Pobaschnig, 8_23

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„Grace“ Herwig Maria Stark, Künstler _ Give Peace A Chance _ Wien 18.8.2023

GIVE PEACE A CHANCE

Grace is the ability to receive

Ideas shall be realized

Victory is to overcome your fear

Enemies should be loved


Peace is the most important aim

Empathie…you are not alone in this world.. appreciate the person oppsiteYou

Anger is not a good advisor

Create your own reality

Embrace life


Another day in paradise


Come with me

Hold my hand

Always

Now

Create

Eternity


Herwig Maria Stark, 6.8.2023

Herwig Maria Stark, Künstler

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Herwig Maria Stark, Künstler

Zur Person _ Herwig Maria Stark, der gebürtige Salzburger studierte Modedesign in Wien/ Modeschule Hetzendorf und schloss dieses an der Accademia Italiana Moda/ Florenz mit Auszeichnung ab.

Nach einigen Jahren als freischaffender Modedesigner für die europäische Bekleidungsindustrie folgte ein Staatspreis in Wien für die beste Herren Kollektion 1996 durch das österreichische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur.

Ab dem Jahr 2000 wandte er sich den bildenden Künsten zu, studierte Malerei bei Irina Nakhova/ NYC, sowie bei Professor Franz Graff/ Akademie der bildenden Künste, Faber Castell Akademie/ Nürnberg und altmeisterliche Techniken bei Angel Ramiro Sanchez in Florenz. Herwig Maria Stark wurde mehrfach national sowie international ausgezeichnet und ist in zahlreichen privaten wie öffentlichen Sammlungen vertreten.

HERWIG MARIA STARK – Artwork

Foto_privat

6.8.2023_Walter Pobaschnig

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„Was braucht es wirklich im Leben?“ Alexander Absenger, Schauspieler _ Wien 18.8.2023

Lieber Alexander Absenger, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Urlaub. Meer. Wald. Sonne.

Alexander Absenger, Schauspieler

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Einander zuhören. Wachsam sein. Miteinander. Vertrauen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Wir sollten uns einige wichtige Fragen stellen: Wie können wir Frieden schaffen? Wie sieht es mit einer gerechten Verteilung aus? Was wollen wir unseren nachfolgenden Generationen hinterlassen? Was braucht es wirklich im Leben?,…

Theater/Kunst kann Antworten auf diese Fragen geben und stets ein fordernder und sinnlicher Begleiter sein.

Was liest Du derzeit?

Königin der Berge – Daniel Wisser

Auf den Spuren des Hummus – Ariel Rosenthal, Orly Peli-Bronshtein, Dan Alexander

Lustiges Taschenbuch

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Heiterkeit ist weder Tändelei noch Selbstgefälligkeit, sie ist die höchste Erkenntnis und Liebe, ist Bejahen aller Wirklichkeit, Wachsein am Rand aller Tiefen und Abgründe. Sie ist das Geheimnis des Schönen und die eigentliche Substanz jeder Kunst. (Hermann Hesse)

Vielen Dank für das Interview lieber Alexander, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Alexander Absenger, Schauspieler

Zur Person _ Alexander Absenger wurde 1985 geboren und wuchs in Graz auf. Nach seinem abgeschlossenen Schauspielstudium am Konservatorium der Stadt Wien | MUK folgten zahlreiche Produktionen am Theater der Jugend, Schauspielhaus Magdeburg, Theater Osnabrück sowie Gastspiele am Thalia Theater Hamburg, am HKD Teatar Rijeka und in Bozen. Regelmäßige Arbeiten u.a. mit Claudia Bauer, Mateja Koležnik, Nina Mattenklotz, Amélie Niermeyer, Elmar Goerden, Jan Jochymski, Marc Lunghuß und Sascha Hawemann.

Derzeit Ensemblemitglied am Theater in der Josefstadt. Im Jahr 2015  und 2017 wurde Alexander Absenger für den österreichischen Theaterpreis Nestroy nominiert. 2020 folgte dann der Gewinn des Nestroy Theaterpreises. Er arbeitet auch vermehrt vor der Kamera (Vienna Blood, Tatort, Schnell ermittelt, Soko Kitzbühel, Tage die es nicht gab,… etc.) sowie als Sprecher für Film, Funk und Fernsehen.

Foto_Teresa Marenzi

8.8.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Schalenmenschen“ Lydia Steinbacher. Erzählungen. Septime Verlag.

Da sind Esther und Linhard. Im Cafè in Madrid. Eine Affäre im Dickicht des Lebens. Nähe und Ferne…

„…heute Abend werden sie schon Zuhause sein und Esther zurück bei ihrer Familie. Allein ist sie nie, obwohl Esther sagt, sie wäre es ohne ihn. Fast ein Jahr sind sie jetzt ein Geheimnis…“

Esther sendet eine Postkarte an ihre Familie. Linhard hatte sie daran erinnert.  

Wie wird es nun weitergehen? Kann das Geheimnis eine Zukunft haben? Heute Abend sind sie wieder zurück. Die Schiebetüren des Flughafens werden geöffnet und geschlossen und dann sie wieder da und dort…oder doch nicht?

Da sind das Aquarium und der knieende Professor davor. Fasziniert vom Mosaikfadenfisch. Es ist in Marlenes Wohnung. Der Mann ist, oder besser war, Nederlandistik Professor Noel auf der Universität. Marlene besuchte seinen Kurs, weil sie eine Sprache lernen wollte und im Bekanntenkreis alle studieren. Jetzt ist er bei ihr, weil er aufgrund von Studenten Beschwerden über seine Unterrichtsfähigkeiten suspendiert worden war und daraufhin auch seine Wohnung kündigte. Schließlich wollte er nach Utrecht zurück, aber Marlene überredete ihn zu bleiben.

„Am nächsten Abend gehen Marlene und Noel ins Planetarium…Alles nimmt seinen Lauf mit dem Meteoriten…Zwischen Mars und Jupiter…“

Ein neues Leben beginnt zwischen Sternen, Himmel und Erde…

Lydia Steinbacher, in Wien lebende Schriftstellerin, legt mit ihren Erzählband „Schalenmenschen“ ein mitreißendes Kaleidoskop von Menschen, Lebenswegen, Begegnungen vor, die individuell bunt gleichsam wie Meteoriten auf die Erde und in Leben fallen, einschlagen, glühen und für Momente verändern, verwandeln, im Erkennen und Leuchten. Bei Sonne und Mond.

Es ist eine ganz außergewöhnliche Aufmerksamkeit für Mensch und Leben, die in einer Leichtigkeit wie Tiefe von Sprache lebendig werden und denen Leserin und Leser begeistert folgen muss.

„Lydia Steinbachers Sprache und Erzählwelt ist ein begeisterndes Universum voll funkelnder faszinierender Lebenssterne!“

„Schalenmenschen“ Lydia Steinbacher. Erzählungen. Septime Verlag.

Gebunden mit Schutzumschlag, Lesebändchen

ca. 216 Seiten

erschienen 2019

Preis: 19,40 € [D] 20,00 € [A]

ISBN: 978-3-902711-86-1

Auch als E-Book  

Septime: Lydia Steinbacher | Schalenmenschen (septime-verlag.at)

Zur Person_Lydia Steinbacher

geboren 1993, lebt und arbeitet in Wien und Niederösterreich, studierte Deutsche Philologie an der Universität Wien. Mitglied der Grazer Autorinnen Autorenversammlung sowie des Literaturkreises Podium. Sie wuchs in Hollenstein an der Ybbs auf und sammelte schon früh Erfahrungen im Schreiben, u. a. im Rahmen der Schreibakademie Niederösterreich. Steinbacher ist Trägerin zahlreicher nationaler und internationaler Aufenthalts- und Literaturstipendien. 2017 sorgte ihr Lyrikband Im Grunde sind wir sehr verschieden (Limbus Verlag) für großes mediales Interesse, es folgte die Teilnahme am Poesiefestival Treci Trg in Belgrad. Ihre Erzählungen erschienen in zahlreichen Anthologien. Ihr Erzählband Schalenmenschen erschien 2019. Wolgaland (2022) ist ihr erster Roman.

http://www.septime-verlag.at/autoren/steinbacher.html

Lydia Steinbacher, Schriftstellerin _
Portrait bei Malina _ Wien 5/23

Fotos_Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig  8/2023

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„Einmalig ist unsere Welt, und wir haben nur diese“ Julia Prock-Schauer, Schauspielerin _ Give Peace A Chance _ Klosterneuburg/NÖ 17.8.2023

GIVE PEACE A CHANCE

Gerne würde

Ich immer mehr und mehr, jedenfalls

Viel Liebe und Freude in die Welt bringen,

Eine Welt die oft zu Unrecht als so hart gilt


Passend gemacht zu den Gemütern mancher Menschen

Einsam und hart,

Aber ist sie wirklich so, die Welt?

Chaotisch, chancenlos, sagen manche.

Egoistisch, ehrgeizig seien die Menschen.


Aber wir haben doch nur die eine Welt!


Chancen müssen wir sehen, nicht

Hass und Härte.

Alle sind wir verantwortlich, wie es weitergeht,

Niemand ausgenommen.

Chancen können wir sehen, wenn wir es nur wollen.

Einmalig ist unsere Welt, und wir haben nur diese.


Julia Prock-Schauer, 10.8.2023

Julia Prock-Schauer, Schauspielerin und Theatermacherin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Julia Prock-Schauer, Schauspielerin und Theatermacherin

Zur Person _ Julia Prock-Schauer, Schauspielerin.
Sie spielte bereits in Theaterproduktionen in Österreich, Deutschland, Südkorea, Rumänien, Polen und der Slowakei, unter anderem im Sommertheater Klosterneuburg, Theater in der
Drachengasse, Staatstheater Oradea, Stadttheater Leoben, Festival am Semmering, Badener Theatertage, Beethovenfestival Baden, OFF Theater, Pygmaliontheater und viele weitere, darunter zahlreiche Titel- und Hauptrollen: Gretchen in Faust, Cecily in Bunbury, Hermia in Ein Sommernachtstraum, Marie in Woyzeck, Elsa in Lohengrin, Titelrollen in Effi Briest, Antigone, Fräulein Julie, Schneeweißchen und Rosenrot, Leonce und Lena, Lady Windermeres Fächer, Der kleine Prinz, Dornröschen und viele mehr.

Julia Prock-Schauer ist Mitbegründerin und Co-Intendantin des Sommertheaters Klosterneuburg, außerdem Gründerin und Leiterin von Theater und mehr. Auch war sie bereits in Hauptrollen in mehreren Kinospielfilmen, zwei TV-Serien sowie in TV-Produktionen für ORF, ZDF und ARTE und zahlreichen Werbespots zu sehen, zuletzt im Hauptcast der History-Produktion „Wo die Liebe stärker war“ für den ORF. Julia Prock-Schauer
wurde bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet – unter anderem mit dem Kulturförderpreis der Stadt Klosterneuburg und der Auszeichnung als beste Nachwuchsschauspielerin beim Opera Prima Festival.

https://www.juliaprockschauer.at/

Foto_Kristian Achtsnith

10.8.2023_Interview_Walter Pobaschnig.

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„Es macht wenig Sinn, Dinge festzuhalten und uns vor dem Fluss des Lebens zu verschließen.“ Elvira Deim, Künstlerin _ Aachen/D 17.8.2023

Liebe Elvira Deim, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Vereinfacht gesagt – ich gehe mit einer Mischung aus Impulsivität, Routine und regelmäßig wechselnden Gewohnheiten an den Tag heran. Das kann gleich zu Tagesbeginn das Lesen eines poetischen Textes sein (in den letzten Monaten lese ich hier gerne Erich Fried, Selma Meerbaum-Eisinger oder Rainer Maria Rilke)…. Es gibt leider auch Momente der stumpfen Morgenroutine oder, was ich sehr gerne habe, spontane Begegnungen mit Menschen, aus denen sich anregende Gespräche ergeben.

Elvira Deim, Künstlerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich denke, offen zu sein für die Meinung anderer Menschen. Das bedeutet für mich trotzdem, sich bei Gesprächen positionieren zu dürfen. Aber die prinzipielle kindliche Offenheit beim Zuhören und Lernen ermöglicht Entwicklung und Prozesse, die vermutlich wichtig sind, um in Zukunft Weisheit zu erlangen. Ich denke, es macht wenig Sinn, Dinge festzuhalten und uns vor dem Fluss des Lebens zu verschließen.

Weiters schätze ich, dass Humor, Lebensfreude und Leichtigkeit wichtige Wegbegleiter in den kommenden Jahren sein könnten. Wir nehmen uns alle selbst sehr ernst, fühle ich… 

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Das ist eine schöne Frage! Und eine Freude, darüber nachdenken zu dürfen.
Neben der oben bereits angesprochenen Offenheit könnte ein wesentlicher Punkt das Vorausfühlen sein. Die Intuition und das Bauchgefühl sprechen zu lassen. Das hat mir im Schauspielstudium sehr geholfen. Ich kann mich noch gut erinnern, als ich mich am Ende des ersten Studienjahres fragte, wie ich es jemals schaffen sollte, die ganzen wunderschönen Dinge zu erkennen, zu erfühlen und an mich heranzulassen, die scheinbar an die anderen Studierenden herankamen… in ihr Sein, oft wie selbstverständlich. Im Sommer sah ich einen Film über Intuition und musste danach heftig weinen.

Was liest Du derzeit?

Ich lese momentan Texte meiner eigenen nächsten Rolle im Schauspiel… und musste beim Lesen oft lächeln, Krimis können sehr  amüsant geschrieben sein!

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Das Glück des Schauspielers besteht darin, dringend gebraucht zu werden.

Rudolf Tyrolt

Vielen Dank für das Interview liebe Elvira, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspiel-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Elvira Deim, Künstlerin

Zur Person _ Elvira Deim _Aufgewachsen, Leben in Wien, Ausbildung in der Physiotherapie und des Schauspiels in Wien, besonders in der Kindheit oftmaliges Verweilen bei Verwandten väterlicherseits im mystischen Waldviertel, vor einem halben Jahr Umzug nach Aachen in Deutschland,

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 5.8.2023

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„Die Literatur bietet einen wunderbaren Raum, sich auf das Wesentliche zu besinnen“ Brigitte Baur, Schriftstellerin _ Wien 16.8.2023

Liebe Brigitte Baur, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Sehr friedlich und erfüllt. Da ich nicht mehr berufstätig bin (ich war Lehrerin für Deutsch und Geschichte), kann ich mich nun meinen Interessen widmen, für die früher nicht ausreichend Zeit war.

Brigitte Baur, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Das LEBEN nicht aus den Augen zu verlieren.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Sich des enorm hektischen Zeitgeistes bewusst zu sein und der zunehmenden Digitalisierung kritisch gegenüberzustehen, halte ich für enorm wichtig. Die Literatur, die Kunst an sich, bietet einen wunderbaren Raum, sich auf das Wesentliche zu besinnen.

Was liest Du derzeit?

Ralph Waldo Emerson: Natur

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Heard melodies are sweet, but those unheard are sweeter.“ (John Keats)

Vielen Dank für das Interview liebe Brigitte, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Brigitte Baur, Schriftstellerin

Zur Person_Brigitte Baur, geb. 1961 in Wien. AHS-Lehrerin von 1986 – 2021.

Seit 2016 als Autorin tätig, sechs Veröffentlichungen.

Aktuelle Bucherscheinung _ „Ein stilles Leben“ Brigitte Baur. Roman. Buchschmiede 2022

Othmar Berger, 1926 geboren, wächst in einfachen Verhältnissen in der Steiermark auf. Sein bester Freund Elias ist Jude. Mit dem Beginn des Hitler-Regimes verlieren sie einander. Als Othmar 1947 aus Krieg und Gefangenschaft heimkehrt, beschließt er, sich in Wien ein neues Leben aufzubauen…

Softcover

Format: 120×190

Seitenzahl: 182

ISBN: 978-3-99139-618-5

https://www.buchschmiede.at/app/book/12103-Brigitte-Baur-Ein-stilles-Leben;bookType=PB

Foto_ privat

10.8.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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