Liebe Margret Schopka, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Margret Schopka, Künstlerin
Wenn ich in den Sommermonaten in Island bin, beginnt mein Tag mit dem Gefühl: ist das schön!
Denn wir haben ein kleines Sommerhaus und das Toilettenhaus ist außerhalb, also sehe ich zuerst dies, wenn ich die Tür öffne:
das stärkt mich für den ganzen Tag und für das ganze Jahr. Und sonst viel Draußensein mit Vulkanasche und Schablonen, die Welt verschönern.
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Öfter mal das Worte DANKE sagen, das wärmt und zaubert ein Lächeln aufs Gesicht
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?
Ich bin immer wieder beglückt über die Kraft der Kunst, wie sie uns für eine Weile in andere Welten trägt, wir brauchen es nur zu wollen,
Was liest Du derzeit?
Die Einsamkeit des modernen Menschen von Martin Hecht
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Allein in sicherer Obhut, meinem Traum
(Matthias Johannessen)
Vielen Dank für das Interview liebe Margret, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Margret Schopka, Künstlerin
Zur Person _ Ich habe Malerei in Hamburg studiert , der Schwerpunkt meiner Kunst ist die Landart
Zur Person _ Zur Person _Alexander Absenger wurde 1985 geboren und wuchs in Graz auf. Nach seinem abgeschlossenen Schauspielstudium am Konservatorium der Stadt Wien | MUK folgten zahlreiche Produktionen am Theater der Jugend, Schauspielhaus Magdeburg, Theater Osnabrück sowie Gastspiele am Thalia Theater Hamburg, am HKD Teatar Rijeka und in Bozen. Regelmäßige Arbeiten u.a. mit Claudia Bauer, Mateja Koležnik, Nina Mattenklotz, Amélie Niermeyer, Elmar Goerden, Jan Jochymski, Marc Lunghuß und Sascha Hawemann.
Derzeit Ensemblemitglied am Theater in der Josefstadt. Im Jahr 2015 und 2017 wurde Alexander Absenger für den österreichischen Theaterpreis Nestroy nominiert. 2020 folgte dann der Gewinn des Nestroy Theaterpreises. Er arbeitet auch vermehrt vor der Kamera (Vienna Blood, Tatort, Schnell ermittelt, Soko Kitzbühel, Tage die es nicht gab,… etc.) sowie als Sprecher für Film, Funk und Fernsehen.
Liebe Monika Pallua, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Da ich zur Zeit mit dem Theaterwagen Porcia unterwegs bin und wir ganz Kärnten mit einem Stück für Kinder: Wer findet die Glücks‘chen? und dann im Anschluss mit „Der Bauer als Millionär“ bespielen, wohne ich im Sommer in Spittal an der Drau und wir starten zwischen 14 Uhr und 16 Uhr, um zum Spielort zu fahren, vorher bin ich spazieren oder am Millstätter See, lese oder unternehme etwas mit Kolleg*innen.
Monika Pallua, Schauspielerin _ Szenenfoto: „Wer findet die Glüchs`chen“
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Was jetzt, aber eigentlich immer wichtig ist, ist das Miteinander, das Füreinander, das trotz Allem nicht Verzweifeln. Es ist wichtig daran zu glauben, dass etwas oder vielleicht alles wieder gut wird und dass man im Kleinen dazu beitragen kann. Wichtig ist auch auf sich selbst zu achten, denn mit sich selbst zufriedene Menschen schaffen mehr.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Ist es ein Aufbruch in bessere Zeiten oder sollen wir einen Schritt zurück gehen? Ich glaube wir sollten uns mehr auf die wirklichen Dinge besinnen und dafür ist das Theater gut geeignet, Geschichten zu erzählen in denen man sich wiederfindet, die einen inspirieren , vielleicht vom Alltag ablenken oder uns auch damit konfrontieren, die politisch aufrütteln oder auch nur ein Märchen sind, in das man gerne eintaucht. Auf jeden Fall ist es ein gemeinsames Erlebnis mit vielen unterschiedlichen Menschen, manche Bekannte, Freundinnen, aber viele Unbekannte mit denen man dann etwas teilt. Und das ist auf jeden Fall : schön und wichtig.
Was liest Du derzeit?
Zur Zeit lese ich : Eine Frage der Chemie von Bonnie Garmus
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Jeder Mensch sollte dem anderen helfen, nur so verbessern wir die Welt. Wir sollten am Glück des andern teilhaben und nicht einander verabscheuen. Hass und Verachtung bringen uns niemals näher. Auf dieser Welt ist Patz genug für jeden, und Mutter Erde ist reich genug, um jeden von uns satt zu machen.
Das Leben kann ja so erfreulich und wunderbar sein. Wir müssen es nur wieder zu leben lernen.
Mehr als alle Maschinen brauchen wir Menschlichkeit. Mehr als Klugheit brauchen wir Freundlichkeit und Güte. Ohne diese Fähigkeiten wird das Leben grausam und alles verloren sein.
Charly Chaplin aus: Der große Diktator
Monika Pallua, Schauspielerin
Vielen Dank für das Interview liebe Monika, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Filmprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Monika Pallua, Schauspielerin
Zur Person _ Monika Pallua ist in Bruneck/Südtirol/Italien geboren und aufgewachsen und lebt in Wien. Ihre Schauspielausbildung absolvierte sie in Mailand an der scuola d´arte drammatica Kuniaki Ida und an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (Abschluss ´98).Im Anschluss war sie für zwei Spielzeiten am Stadtheater Bremerhaven engagiert und seitdem ist sie freischaffend tätig unter anderem am Landestheater Coburg, Theater Factory Kiel, Neue Bühne Villach, Theaternyx Linz, Thalhof Reichenau, Theater im Container Telfs, Theaterinitiative Burgenland, Stadttheater Mödling, Meraner Festspiele, Theater PUR Marchegg, Stadttheater Bruneck, Tiroler Volksschauspiele Telfs und Waldviertler Hoftheater.
In Wien am Theater der Jugend, Theater m.b.H., Ensembletheater, Theater Scala, Theater Gruppe80, Kosmos Theater, Theater Drachengasse, Dschungel Wien u.a. Immer wieder arbeitet sie auch für Film und Fernsehen, zuletzt in den Serien “Brennero“ und “Altes Geld“ und im Kinofilm “Manaslu-Berg der Seelen“
In den Sommern ´21 und ´22 war sie beim Ensemble Porcia engagiert und diese Spielzeit ist sie Teil des Wagenensembles und freut sich auf die neue Herausforderung.
Fotos_ Portraitfoto: Anna Stöcher. Szenenfoto: Marco Riebler aus „Wer findet die Glüchs‘chen“
Das Mittelalter. Eine der faszinierendsten Epoche der Menschheitsgeschichte wurde zunächst in historischer Klassifizierung als Übergangsepoche „Mittelalter“ zwischen Altertum und Renaissance/Neuzeit bezeichnet. Es wurde auch als „dunkles Mittelalter“ bezeichnet, welches mit den Epochen davor bzw. danach in politischer, gesellschaftlicher und kultureller Bedeutung nicht „mithalten“ könnte. Diese Sicht hat sich in den letzten Jahrzehnten aufgrund umfangreicher Forschungen und neuen Erkenntnissen bedeutend geändert. Die Vielfalt, Faszination und die entscheidenden Weichenstellungen in dieser Epoche und Auswirkungen bis in die Gegenwart wurden und werden immer mehr erkannt und sichtbar gemacht.
Das vorliegende Werk, ein opus magnus zum Mittelalter,zur Zeitspanne der Weltgeschichte zwischen dem 5. und 16.Jahrhundert, geht nun einen spannenden Weg der Gesamtschau in exemplarischer Darstellung wie der Offenlegung der großen politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungslinien.
Dan Jones, Historiker und Journalist, wagt sich in vier großen Abschnitten und 16.Kapitel an das Mittelalter heran und überrascht dabei in Information, Wissensdarstellung wie spannender Erzählung. Es gelingt dem Autor beeindruckend Leserin und Leser auf eine Reise zu Mächten und Thronen, Königreichen und Kriegen, Leben und Gesellschaft, Kunst und Kultur mitzunehmen. Eine Reise, in der es viel zu entdecken, bestaunen gibt, bis zur letzten Seite.
„Ein beeindruckendes Leseereignis, das Zeit und Menschen begeisternd lebendig vor den Vorhang der Jahrhunderte treten lässt“
Jones, Dan, Mächte und Throne, Eine neue Geschichte des Mittelalters. C.H.Beck Verlag.
Christian Tschinkel, Komponist, Sounddesigner, Produzent und Klangregisseur
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:
Christian Tschinkel, Komponist, Sounddesigner, Produzent und Klangregisseur
Zur Person _ Christian Tschinkel
• Studium der Psychologie und Musikwissenschaft an der Karl-Franzens-Universität, Graz
• Lehrgang für Computermusik und elektronische Medien an der Universität für Musik und darstellende Kunst, Wien
• Kurs- und Seminarbelegungen in Tontechnik, Musiktherapie, Kulturmanagement, Kapellmeisterausbildung, Filmmusik und Klangregie
• erste musikalische Erfahrungen in verschiedenen Bläserensembles, Blaskapellen und einer Rockband (mit 8-Spurbandmaschine)
• nach Produktionen als Fusion-Trompeter von der Vorstellung geleitet, originäre Musikwerke im Sinne eines Kinos für die Ohren zu schaffen
• seit Mitte der 2000er Jahre Beschäftigung mit akusmatischer Musik
• aufbauend auf Theorien zu Pop(Musik), Entwicklung des Konzepts einer Popakusmatik, das sich auf psychologischer und philosophischer Ebene mit der Wahrnehmung des (alltäglichen und monumentalen) Lautsprecherklanges zwischen Kunst, Musik, Sound und Design befasst
• „Akusmonautik“ als weitergedachte Form der Musikauffassung hinsichtlich Trans-Art, die u. a. die Metapher des Abhörens eines Flugschreibers (in bevorzugter Weise der Black Box eines UFOs) gebraucht.
• Solo-CD-Produktionen
• Musik- und Klanginstallationen
• Publikationen von theoretischen Schriften über Pop-Produktion und Musique acousmatique (World Scientific, Transcript, Athena, Edition FZA u. a.)
• Aufführungen im ZKM Karlsruhe, Vortex London, Loft Köln, TU Wien, Kunsthalle Wien, Hellerfabrik Wien, Ankerbrotfabrik Wien, Traktorfabrik Wien, Wotrubakirche Wien, Kunstgalerie Klasan Wien, Palais Kabelwerk Wien, Echoraum Wien, Alte Schmiede Wien, IEM Cube Graz, ESC Medien Kunst Labor Graz, Volkshaus Graz, Stockwerk Graz, Club Niesenberger Graz, Kunstgarten Graz, Postgarage Graz, Mariahilferplatz Graz, Kasematten Graz, Sonic Lab Linz, Hauptplatz Leoben, \zentrum Judenburg, Museum Eisenerz, Alte Heumühle Neustift/Rappottenstein, Temple of Sound/Rappottenstein, Schmiede Hallein, Schloss Wolkersdorf, Nitschmuseum Mistelbach, u. a.
• Lehrauftrag für Repertoire und Theorie der elektroakustischen und experimentellen Musik an der Universität für Musik und darstellende Kunst, Wien (Future Art Lab)
Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.
Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.
Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.
Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.
Liebe Christiane Burghofer, wie liest Du den Text „Undine geht“ (Erzählung, 1961) von Ingeborg Bachmann? Welche Grundaussagen gibt es da für Dich?
Im Text „Undine geht“ steckt tiefe Enttäuschung und Wut. Wut auf Männer, die über Frauen herrschen wollen. Die sie zu ihrem Vorteil ausnutzen wollen und „wegwerfen“, wenn sie keine Verwendung mehr für sie haben.
„Undine geht“ wurde vor 60 Jahren veröffentlicht. Was hat sich seit damals im Rollenbild von Frau und Mann verändert und was sollte sich noch ändern?
Puh, ich fürchte es hat sich viel zu wenig geändert. Wobei ich selber natürlich nicht erlebt habe wie das Leben als Frau vor 60 Jahren war. Ich wünsche mir, dass niemand aufgrund der eigenen Geschlechtsidentität verurteilt und diskriminiert wird. Nie und nirgends. Aber bis dahin ist noch ein langer Weg.
Der Monolog geht mit der patriarchalen Gesellschaftswelt schonungslos ins Gericht. Wie siehst Du die Situation patriarchaler Macht heute?
Sie ist leider allgegenwärtig und ich denke, dass durch das Aufbrechen der patriarchalen Macht vieles einfacher werden könnte.
Der Text drückt auch viel Trauer über das Scheitern der Liebe und eines Miteinander von Mensch und Mensch im gesellschaftlichen Lebens aus. Welche Auswege siehst Du da?
Ich glaube, dass es hilft sich selber gut zu kennen und zu spüren. Dann kann man sich vielleicht auch besser auf andere Menschen einlassen und empathisch handeln.
Was bedeutet Dir Natur?
Für mich ist Natur der beste Energiespender.
Was braucht Liebe immer, um zu wachsen, blühen?
Empathie, Offenheit, Respekt, Vertrauen
Was lässt Liebe untergehen?
Der Missbrauch gegenseitigen Vertrauens.
Wie war Dein Weg zum Schauspiel?
Über die Musik, Tanz und Musiktheater hab ich schließlich zum Schauspiel gefunden.
Welche Berührungspunkte/Impulse mit/von Literatur gab es bisher in Deinen künstlerischen Projekten?
Im Beruf der Schauspielerin hab` ich als ersten Arbeitsschritt meistens einen Text mit dem ich mich befassen muss. Der Text gibt also in gewisser Art und Weise vor was passiert. Auch wenn dabei natürlich viel Interpretationsspielraum bleibt.
Was bedeutet Dir das Element Wasser?
Ich war als Kind schon eine Wasserratte und bin auch heute gern im Wasser, habe aber auch großen Respekt vor der Macht, die Wasser hat.
Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.
Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.
Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.
Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.
Liebe Swantje Lampert, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
im besten Fall: Meditation, Gymnastik, mit meiner Hündin spazieren gehen, üben, mittagessen, Mittagsschläfchen (20 min. power nap). Dann was immer ansteht (eine Probe, unterrichten oder weiterüben), abends je nachdem ein Konzert oder eine Probe, ansonsten eventuell noch eine Meditation, eine Jamsession oder einfach schachpielen mit meinem Mann.
Swantje Lampert, Saxophonistin und Komponistin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Uns nicht von einer negativen Grundstimmung völlig mitreissen zu lassen, denn das bedeutet Fatalismus. Nicht Reagieren auf das, was falsch läuft, sondern als Vorbild agieren um vorzuleben, wie es anders gehen könnte.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Dass wir uns als Individuen nicht (schon wieder!) in populistischen Ideen verlieren. In Zeiten von Fake News und Chat GPT wird es für die Spezies Mensch zudem überlebensnotwendig sein, sich eine eigene Meinung zu bilden und nicht denjenigen blind zu folgen, die am lautesten schreien.
Während die Literatur intellektuell reflektieren kann spricht die Musik die emotionale Ebene an. Für die psychosoziale Gesundheit der Gesellschaft ist beides wichtig. Convey emotion!
Was liest Du derzeit?
Rick Rubin: „kreativ. Die Kunst zu sein.“
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Wer das Unerhoffte nicht zu hoffen wagt, wird es nie erlangen.“ Heraklit
Vielen Dank für das Interview liebe Swantje, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Swantje Lampert, Saxophonistin und Komponistin
Zur Person _Swantje Lampert studierte Jazzsaxophon am Konservatorium der Stadt Wien und „Contemporary Writing and Production“am Berklee College of Music in Boston (MA), (Graduierung Summa cum Laude 2009), sowie ev. Theologie an der Universität Wien (BTheol., 2022).
2010 gründet sie gemeinsam mit der Pianistin Barbara Rektenwald die Band „The FeMale Jazz Art.“ (CDs: „MOODS“, 2010, ATS-Records, „Auf nach Spitzbergen“, 2012, ATS-Records)
Zusammenarbeit als Saxophonistin und Komponistin mit: Barbara Bruckmüller Big Band, Vienna Big Band Unit, Alexander Ehrenreich Big Band, Kalistos Orchestra, Richard Oesterreicher, Gina Schwarz, Betty Semper, Cleo Panther, Julia Siedl uvm.
2019 gründet Swantje Lampert ihr eigenes Projekt „SWANtje“ mit dem Bassisten Karol Hodas und dem Schlagzeuger Christian Eberle. Das Debütalbum „NOW!“ erschien 2020 bei Alessa Records und bekommt außerordentlich gute Pressestimmen (u.a. Platz 3 Falter Album Charts des Jahres 2020). 2023 erschien das Folgealbum „Phönix“(ebenfalls Alessa Records).
Lieber Johann Seidl, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Mit den letzten Wochen bis Jahresende 2023 wochentags offiziell noch ein nützliches Mitglied der Gesellschaft zwischen Homeoffice und Büro. Wenn ich endlich eine Idee habe, mache ich demnächst das Mittagessen für meine hart arbeitende Frau.
Ansonsten pendle ich zwischen Garten, Pinsel, Pixel und Schreibmaschine – und das wortwörtlich, meine Aufmerksamkeitsspanne gleicht der einer Eintagsfliege. Dann freue ich mich des Lebens, wenn ich kann, was nicht immer der Fall ist, sogar eher selten…
Nachts bin ich froh, dass wieder ein Tag geschafft ist und bald das Licht ausgeht.
Johann Seidl, Poet und Autor, Lieder- und Bildermacher, Naturgärtner
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Mutig an sich selbst und andere glauben, trotz alledem. Nicht die Posaunen der Apokalypse blasen und den Flöten der Rattenfänger folgen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?
Sich die Hände dreckig machen – mit Erde, Farbe und Tinte, beim Denken, Fühlen und Umarmen.
Kunst ist unmittelbare Kommunikation – DER Mega-Skill im communication breakdown
Was liest Du derzeit?
Erde 0, Debütroman von Micaiah Johnson („Erde 0 lässt uns dankbar zurück, in dieser Welt zu existieren, einer Welt, in der Autorinnen solche Bücher schreiben.“ – The New York Times. „Leibniz trifft Mad Max!“ -teilzeithelden.de)
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Das Leben wirft einen mitten unter Fremde, die seltsame Bewegungen machen, unerklärliche Liebkosungen und Drohungen verteilen; man drückt Knöpfe ohne Beschriftung und wird von unvorhergesehen Ereignissen überrascht.“ Alice B. Sheldon alias James Tiptree Jr.
Vielen Dank für das Interview lieber Johann, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
Ich danke!
5 Fragen an Künstler*innen:
Johann Seidl, Poet und Autor, Lieder- und Bildermacher
Zur Person_ Johann Seidl, geboren 15.12.1960, hat sich schon früh als Liedermacher und Lyriker engagiert. Er malt, fotografiert und schreibt Gedichte und Kurzgeschichten, die in zahlreichen Literaturzeitschriften und Anthologien veröffentlicht wurden. Im November 2022 wurde er in der Sparte Lyrik beim Literaturwettbewerb der Bonner Buchmesse Migration mit dem 2. Preis ausgezeichnet. Er kocht mit Leidenschaft und ist passionierter Naturgärtner mit einem gut besuchten Garten/Food-Blog. Johann Seidl war einige Jahre Herausgeber des noch heute regelmäßig erscheinenden SF-Magazins “Andromeda- Nachrichten” und arbeitet als Pressesprecher einer Umwelt-Forschungseinrichtung.
Mehr unter johann-seidl.de
Veröffentlichungen
Zwei Gedichte erschienen in Literaturzeitschrift Neue Literarische Pfalz (NLP) 49, Juli 2023
Zwei Balladen erschienen in Literaturzeitschrift Dichtungsring, Juni 2023
Konkrete Poesie, erschienen in experimenta – Magazin für Literatur, Kunst und Gesellschaft, Feb. 2023
Drei Gedichte erschienen in Anthologie Ortswechsel: Vom Kommen und Gehen, Dez. 2022
Literaturpreis: 2. Platz beim Literaturwettbewerb der Bonner Buchmesse Migration, Nov. 2022
Gedicht erschienen in der Anthologie Traumfabrik, Nov. 2022
Essay, erschienen in Goethe – eine Streitschrift. Der Dichterfürst in der Kontroverse, August 2022
Kurzgeschichte erschienen in Literaturmagazin introspektiv, Ausgabe #3 (Juli 2022)
SF-Story erschienen in SF-Magazin Gegen Unendlich (Juni 2022)
Kim Müller. Musikerin _ Station bei Bachmann _ 50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_Schriftstellerin (1926 – 1973)Kim Müller. Musikerin _ Station bei Bachmann _ 50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_Schriftstellerin (1926 – 1973)
Interview &Song „what a tragic way to find yourself“ _ Kim Müller, Musikerin _ Wien
Station bei Bachmann _ Wien
Interview & Song_Kim Müller, singer, songwriter _ Wien
Dabei sind es in (meinem) Alltag ganz viele kleine Frieden, die den Großen ausmachen.
Wo fängt Dein Frieden an – und wo sind seine Grenzen…
GIVE PEACE A CHANCE
G eben
I nnehalten / Intuition
V erzeihen
E hrlich sein
A nnehmen was ist
C harmant sein
H erz zeigen
A kzeptieren
N euem öffnen
C harakterstärke zeigen – Verantwortung übernehmen
E inigen & sich die Hand geben
Christine Perseis, 19.8.23
Christine Perseis, Künstlerin
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:
Christine Perseis, Künstlerin
Zur Person _ Christine Perseis,
1978 geboren in Eggenfelden 1996–2012 Multimedia-Design, Grafik, Illustration, Events für Kunst & Kultur – angestellt und selbstständig. Eggenfelden, Pfarrkirchen, Deggendorf, München, Ried im Innkreis, Sydney, Newcastle 2012–2015 Ausbildung zur Bildhauerin (Staatspreis) Berufsfachschule für Holzbildhauerei und Schreinerei im Berchtesgadener Land, 2015–2016 Meisterbrief für Bildhauerei, HTL Hallein mit Auszeichnung seit 2016 freischaffende Bildhauerin
Mitglied der Innviertler Künstlergilde, BBK Niederbayern, NÖ Kulturvereinigung, Münchner Künstlergenossenschaft