„Dass wir wieder merken, da sind ja noch andere“ Daniel Foerster Regisseur _ Leipzig 11.2.2022

Lieber Daniel, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Von außen betrachtet nicht anders als vor der Pandemie – ich befinde mich zwischen den Projekten und sitze am Schreibtisch, um Inszenierungen vorzubereiten, lese viel oder schreibe Konzepte, versuche gut zu kochen, zu wandern und treffe Freund*innen. All das mit einem Unterschied zu Vor-Corona-Zeiten: Jeder dieser Tage ist noch immer von seinem Wesen her nach innen gerichtet, in meine eigene Wohnung oder die vier Wände einer Freundin, eines Freundes. Was mir fehlt ist die unbedachte Leichtigkeit, das Draußen, das öffentliche Leben, die Begegnung mit anderen, fremden Menschen. Bierchen, Partys, überfüllte Räume; der „vibrierende Draht zwischen uns und der Welt“ (Hartmut Rosa) – es scheint (noch) die Zeit zu sein, in der er durchschnitten bleiben muss.

Daniel Foerster Regisseur/ Autor

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich glaube, Gesellschaft. Auf der einen Seite meine ich damit, dass uns die Präsenz von Menschen fehlt und wir uns alle wieder mehr physisch wahrnehmen und (an)erkennen sollten, um uns bald wieder ohne Abbremsmechanismus in die Arme fallen zu können. Dass wir wieder merken, da sind ja noch andere. Auf der anderen Seite meine ich Gesellschaft nämlich als demokratische Gesellschaft, die aus mehr besteht als aus einer Masse singulären, möglichst kaufkräftigen Individuen, die sich als abstrakte Annahmen voneinander aus der eigenen Isolation heraus online oder ganz real mit Hass und Hetze oder kruden Weltdeutungen herabwürdigen, zurechtweisen und übereinander herfallen. Ich mache mir Sorgen, dass Corona bereits stattfindende gesellschaftliche Erosionen noch verstärkt. Dass wir uns in Hass und verrückte Weltbilder hineinsteigern. Dass die Vereinzelung, die Kapitalisierung alles Zwischenmenschlichen sich noch intensiver entwickelt. Dass wir uns zunehmend misstrauen und gegenseitig mustern. Dass wir mehr und mehr darauf achtgeben, was ein anderer Mensch uns bringt im Sinne der eigenen Wertsteigerung auf den Attraktivitätsmärkten. Dass wir, ohne es zu merken, in der sozialen Interaktion wie Großkonzerne handeln. Ich denke, gegen all diese unmenschlichen Entwicklungen hilft nur der Mensch. Der bereit ist, sich einzulassen, zuzuhören, der durchlässig, neugierig und wach bleibt unter der Oberfläche der glänzenden oder bisweilen ätzenden Inszenierung in seinen sozialen Medien und halbdunklen Innenstädten.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Aufbruch klingt mutmachend. Nur frage ich mich, trauen wir uns das noch, wenn sich einmal tatsächlich die Zeit nach Corona einstellt? Schon vor der Pandemie dachte ich, wie unglaublich wichtig die Live-Begegnung für uns ist: so viele Aufführungen im Theater ausverkauft, Konzerte in verschiedensten Besetzungen und Größen allerorten; Ausstellungen, Museen, Galerien, Performances – Austausch, Gespräch, Begegnung; das Smartphone in wertvollen Momenten mal nicht gleich zur Hand, um sich in Digitalität zu flüchten. Ich hoffe, dass wir wieder dahin zurückkommen und dass wir es nicht verlernt haben. Ich glaube dabei nach wie vor an das Potenzial des Theaters als Raum gesellschaftlicher Selbstbefragung, als Raum sinnlichen Durchlebens unserer Ängste und Begierden, als Ort des Rausches, der Konfrontation und der Umarmung, als Ort eines Ereignisses, das zunächst nichts soll und nichts muss, außer uns unser Mensch-Sein in all seinen Facetten, Abgründen und Lichtungen spüren zu lassen und zuzugestehen. Ein Fest, das uns unsere Menschlichkeit im wahrsten Wortsinn zurückspielt. Ich wünsche mir, dass die Kunst und das Theater den Platz in unserer Mitte behält bzw. endlich bekommt, den es verdient und den es braucht. Und dass Barrieren niedergerissen werden, dass wir die Tempelhaftigkeit der städtischen Bühnen überwinden und die Kunst von allen geteilt werden kann.

Was liest Du derzeit?

Andreas Reckwitz – Die Gesellschaft der Singularitäten; Hengameh Yaghoobifarah – Ministerium der Träume; Diana Kinnert – Die neue Einsamkeit; Hartmut Rosa – Resonanz; Lew Tolstoi – Krieg und Frieden; und demnächst: Mein Lieblingstier heißt Winter von Ferdinand Schmalz.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Zeitvertreib oder Lebenswerk – auf einer langen Skala der Metaphorik findet das Kartenhaus überall Platz, je nachdem, wo wir geneigt sind, es hinzudenken.

(Caren Jeß – Eleos. Eine Empörung in 36 Miniaturen)

Daniel Foerster_ Regisseur/ Autor

Vielen Dank für das Interview lieber Daniel, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Theater-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler*innen:

Daniel Foerster_ Regisseur/ Autor

https://www.foersterregie.de/

Fotos_privat.

3.2.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„neue Formen der Gemeinschaft entdecken“ Birgit Ebbert, Schriftstellerin _ Hagen/D 10.2.2022

Liebe Birgit, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Der Ablauf meines Schreiballtags ist in der Pandemie gleich geblieben, ich sitze am Schreibtisch und schreibe. Ich habe eher mehr Zeit dafür, allerdings fallen teilweise Recherchen vor Ort weg oder sind komplizierter. Je nach Phase der Pandemie hat sich der Anteil an Außenterminen für Lesungen, Workshops und Recherche geändert. Was mir aber auffällt, dass ich insgesamt mehr Zeit zum Nachdenken, Lesen und Recherchieren habe, weil Freizeitaktivitäten außer Haus seltener sind.

Birgit Ebbert, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

In der aktuellen Situation ist es, glaube ich, besonders wichtig, nicht den Mut zu verlieren und kreativ zu sein, neue Formen der Gemeinschaft zu entdecken und neue Wege für schöne Erlebnisse auszuprobieren. Beziehungen im Herzen und schöne Bilder im Kopf geben Kraft, die außergewöhnliche Zeit zu bewältigen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Der Aufbruch und Neubeginn wird einerseits befreiend, aber in manchem auch belastend werden. In der Pandemie haben wir viele Menschen und berufliche PartnerInnen neu kennengelernt, positiv oder auch negativ. Das will verarbeitet und gleichzeitig müssen Ideen und Energie entwickelt werden, da können Literatur und Kunst helfen. Für mich war Literatur immer einerseits Mittel zur Flucht aus dem Alltag, mit dem ich neue Energie getankt habe, und andererseits Inspiration für mein Leben. Beides werden wir benötigen verbunden mit dem Optimismus, dass Arbeit und Leben gut oder sogar besser werden können, auch wenn sie anders sind und von dem Gewohnten abweichen.

Was liest Du derzeit?

Genau aus dem Grund, den ich in der vorherigen Frage genannt habe, lese ich derzeit vor allem Biografien und Romanbiografien, vor allem über Frauen in Zeiten, in denen Frauen es nicht leicht hatten. Ganz aktuell ist das „Fast Girls“ von Elise Hooper über drei amerikanische Sportlerinnen, die 1936 in Berlin bei den olympischen Spielen angetreten sind.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Nur wer erwachsen wird und Kind bleibt, ist ein Mensch.“ Das Epigramm von Erich Kästner ist für mich ein Lebensmotto und in dieser Zeit ist es nicht das Schlechteste gelegentlich offen, neugierig, unvoreingenommen und energiegeladen zu sein wie ein Kind.

Vielen Dank für das Interview liebe Birgit, viel Freude weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Birgit Ebbert, Schriftstellerin

https://www.birgitebbert.de/

Foto_privat.

6.1.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Ich mag diese Räume wo gesellschaftliche Konventionen ausgehebelt werden“ Johanna Sofia Heusser, Choreografin _ Basel 9.2.2022

Liebe Johanna Sofia, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Im Moment arbeite ich am Schauspielhaus in Wien und probe jeden Tag. Meistens gehe ich davor ins Fitnessstudio, um mich für die nächste Produktion im Februar in Genf mit einer Companie vorzubereiten, die sehr physisch wird. Am Abend muss ich oft noch bis spät emails beantworten und mich um meine Freelance Dinge kümmern.

Johanna Sofia Heusser, Choreografin, Tänzerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich glaube es ist wichtig flexibel zu bleiben und sich nicht von Plänen von der Zukunft zu sehr beeinflussen zu lassen. Ich habe gelernt in dieser Zeit, dass es nie so kommt wie man denkt. eigentlich finde ich das aber auch ganz schön.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Tanz, Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Ich glaube die Stärke von Tanz und Theater ist in einen Raum abzutauchen wo sinnlich etwas erfahren werden kann, dass wir sonst mit Worten nicht erklären können. Ich mag diese Räume wo gesellschaftliche Konventionen ausgehebelt werden.

Was liest Du derzeit?

Ich lese im Moment 60 Tage liegen von Dennis Freischlad. Ein Buch über ein NASA Experiment, dass mit 15 Probandinnen einen Versuch macht, wie es wäre zum Mars zu fliegen. Die Menschen dieses Experiments liegen während 60 Tagen nur im Bett und dürfen nicht aufstehen, während sie mit 5 Grad gegen unten liegen während der ganzen Zeit. Dieses Buch hat ein sehr enger Freund von mir geschrieben, den ich in Indien kennengelernt habe und mit dem ich jetzt auch zusammen arbeite.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Johanna Sofia Heusser, Choreografin, Tänzerin

Vielen Dank für das Interview liebe Johanna, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Tanz-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Johanna Sofia Heusser, Choreografin, Tänzerin

https://johannaheusser.ch/

Fotos_Frederica Sumereder

30.1.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Eine in Gedanken gefangene Frau, die wirklich frei ist“ Raphael Steiner, Schauspieler _ Station bei Malina _ Wien 8.2.2022

Raphael Steiner_ Schauspieler _
Romanschauplatz _ Malina _ Wien

Lieber Raphael, was bedeuten Dir Orte?

Es gibt viele Orte denen ich aus nostalgischen Gründen gerne über den Weg laufe. Das Eisgeschäft, wo ich mit der Oma immer war. Die Trafik, in der mir der Opa neue Sticker für mein Stickerheft gekauft hat (damals noch mit Schilling).

Das Haus, in dem ich aufgewachsen bin und die Insel in Schottland, auf der ich zum ersten Mal Heimweh verspürt hab. Das spannende an diesen Besuchen ist aber, dass man den Ort immer wieder durch neue Perspektiven erleben kann und sich so immer wieder neue Schichten und Erkenntnisse offenbaren. Man merkt einfach, dass man gelebt hat.

Was bedeutet Dir Wien?

Im Moment ist Wien für mich hauptsächlich ein Lichtblick ins Unbekannte und
vermutlich noch etwas romantisiert in meinen Gedanken.

Welche Passagen des Romans möchtest Du hervorheben?

„Glauben Sie mir, Ausdruck ist Wahn, entspringt aus unserem Wahn.“

Was sind für Dich Grundaussagen des Romans?

Wer sind wir, wenn wir uns in Ideen von anderen Personen verlieren?

Kann uns die Liebe vor dem ewigen Straucheln zwischen Sinn und Absurdität bewahren?

Wird das sensible, neugierige, feinfühlige und kreative von der Härte dieser Welt erstickt?

Und wie viele Menschen sterben dadurch in ihren eigenen Gedanken?

Wie siehst Du die Protagonisten*innen im Roman? 

Die Ich-Erzählerin sehe ich als eine in Gedanken gefangene Frau, welche sämtliche Leiden und Hoffnungen der Welt in sich aufnehmen muss, egal wie sehr es sie zerfrisst.

Gleichzeitig scheint es aber auch so, als wäre Sie genau deshalb die einzige Figur, die wirklich frei ist.

In Ivan sehe ich einen sehr stoischen, geradlinigen Mann, der seine Art zu leben gefunden hat und sich nicht im Klaren ist, in welchem Maß seine Gleichgültigkeit die Ich-Erzählerin zerstört.

Malina verkörpert, vor allem im späteren Verlauf, die selbstzerstörerische Natur der Ich-Erzählerin.

Was braucht Liebe, um zu wachsen?

Zeit. Aufmerksamkeit. Verständnis. Vertrauen und Kommunikation.

Der Wille gemeinsam zu wachsen und dabei nicht zu vergessen, dass man trotzdem auch ein Individuum ist.

Was lässt Liebe enden?

Wenn eines/oder mehrere der oben genannten Dinge zu lange ausbleibt.


Und natürlich lebt man sich manchmal einfach auseinander und das kann für beide Parteien gesund sein.

Wie hat sich die Rolle des Mannes in Liebe und Beziehung verändert?

Ich denke es gab damals wie heute, solche und solche Männer. Ich kenne leider noch zu viele (auch junge) Männer, die ihre Partner, bewusst oder unbewusst, als Besitz wahrnehmen.

Es hat sich schon einiges getan, und ich bin zuversichtlich, dass sich noch vieles verbessern wird, aber Männer wie Ivan und Malina wird es immer geben.

Wie geht es Dir als Mann mit gesellschaftlichen Rollenbildern?

Als Jugendlicher hatte ich (wie so mancher) große Probleme damit. Ich war sehr sensibel und meistens tief in Gedanken versunken, und wurde deshalb nicht selten als „Schwuchtel“ etc. bezeichnet. Und so beginnt es oft. Man(n) äußert keine Gefühle mehr, nur noch „selbstbewusste“ Meinungen, Statements und Witze sind erlaubt und über unsere Hoffnungen und Gedanken zu Welt und Leben sprechen wir dann um 03:00 nach dem fünften Bier.

Heute sind diese Dinge für mich persönlich kein so großes Problem mehr, man wird älter und reflektiert. Aber ich denke schon öfter daran, wie es meinem Neffen damit gehen wird, bzw. irgendwann vielleicht auch meinen Kindern.

Sind Ivan und Malina auch männliche Prototypen der Gegenwart?

Auf jeden Fall.

Wie würdest Du die Vision eines neuen Männerbildes sehen?

Zitat der Ich-Erzählerin aus dem Buch: „Ich weine noch einmal weiter, aber nur weil es jetzt so wohltuend ist.“ Ich würde mir wünschen, dass dieser Zustand für Männer ein gesundes Maß an Normalität erlangt.

Welche Eindrücke nimmst Du vom Romanschauplatz mit?

Es ist noch schwer zu beschreiben. Ich hatte an einigen der Orte das Gefühl, in einem Stück Geschichte zu stehen welches vielen verborgen bleibt.

Was sind Deine derzeitigen Projektpläne?

Im Sommer 2022 spiele ich noch „Roberto Zucco“ und „Don Gil von den Grünen Hosen“ mit der Theaterachse Salzburg. Danach werde ich nach Wien ziehen um dort hoffentlich viel am Theater und im Film zu arbeiten.

Raphael Steiner_ Schauspieler _
Romanschauplatz _ Malina _ Wien

Herzlichen Dank, lieber Raphael, für Deine Zeit in Wort und szenischer Darstellung hier am Romanschauplatz „Malina“! Viel Freude und Erfolg für alle Theater-, Schauspielprojekte!

Malina _ Roman _ Ingeborg Bachmann _ im Gespräch und szenischem Fotoporträt:

Raphael Steiner_ Schauspieler

https://www.raphsteiner.com/

Interview und alle Fotos_Walter Pobaschnig _Wien

Herzlichen Dank an Herrn Friseurmeister Herbert Weber, Friseursalon Weber, Ungargasse 7, 1030 Wien, für die freundliche Kooperation!

Station bei Ingeborg Bachmann_Malina.

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Walter Pobaschnig 2_22

„Der Mut wächst manchmal in der Verzweiflung“ Susanne Rasser, Schriftstellerin _ Rauris 8.2.2022

Liebe Susanne, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ein guter Tag beginnt für mich mit Frühaufstehen. Ich mag es mir mein Notebook zu schnappen, wenn alle anderen noch schlafen. Die Stille des Morgens und der Blick auf die Gebirgslandschaft vor meinem Fenster, das rüstet mich für Tage und Zeiten, in denen es etwas zu bestehen und manchmal auch etwas auszubalancieren gilt.

Susanne Rasser, Schriftstellerin

Derzeit arbeite ich an einem Theaterstück. Und ich brüte an einer Idee. Das Ausbrüten braucht den Rückzug. Es geht dabei ums Schreiben mit der Kamera und um Frauenschicksale.

An guten Tagen befasse ich mich auch gerne mit der Fotografie. Ich füge gerne Textzeilen in Bilder, versuche mich an Collagen, würde gerne eine weitere Ausstellung meiner Textbilder auf die Beine und in einen Rahmen bringen.

Gute Tage enden für mich damit, dass ich bei meinen Projekten etwas weitergebracht und im Idealfall auch etwas begriffen habe.

In meinen Tageausablauf integriere ich seit Ausbruch der Pandemie auch einige Tätigkeiten, die der Gesunderhaltung dienen. Das Immunsystem zu stärken, mich möglichst gesund zu ernähren, das ist mir wichtiger denn je und das artet manchmal in einen Aufwand aus. In einen, der sich rundum lohnt.

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Annehmen. Was ist. Andere Meinungen und Lebensweisen zulassen. Müssen wir immer Recht haben und behalten? Muss ich zu allem einen Standpunkt haben und diesen mit Vehemenz vertreten?

Ich glaube, derzeit ist es wichtig bei sich zu bleiben und der innersten Stimme zu vertrauen.

Bei sich bleiben. Rücksicht nehmen. Laufen lassen. Den Entwicklungen Zeit geben.

Kein Selbstmitleid. Kein Opferdenken. Gutes tun, fröhlich sein, das Leben ist ein Geschenk. Ich war vor einiger Zeit bei einem Begräbnis. Angesichts des Todes, der Endlichkeit dieses Hier-Seins, fiel es mir wieder ein welch großartiges Geschenk doch das Leben ist und wie sehr es an uns selber liegt, was daraus wird.

Das Leben, diese Spanne von Menschenleben, das beginnt zu glänzen, wenn wir es als Geschenk sehen (und auch als solches behandeln).

Ich glaube, grundsätzlich braucht unsere Gesellschaft friedenswillige Ausgleicher, tierliebende Naturschützer, menschenfreundliche Träumer und Gut-Gläubige aller ART.

Ich denke, für uns alle ist es hilfreich, wenn wir diese Krise auch als Chance zur Neuausrichtung und Weiterentwicklung begreifen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Zum Aufbrechen gehört Mut. Der Mut wächst manchmal in der Verzweiflung. Insofern haben Verzweiflungsphasen ab und zu auch eine Sprungbrettfunktion.

Über die Rolle und den Sinn der Kunst denke ich manchmal nach. Ich denke, die Kunst hat die Funktion eines Spiegels. In diesem Spiegel findet der Betrachter das, was auch in ihm ist. Ein Spiegel, der Fragen zurückwirft, der Reflexion ermöglicht. Für den Agierenden genauso wie für jenen, der das Buch, das Stück, den Film, die Aufführung oder Ausstellung betrachtet, hört, sieht, fühlt und vielleicht sogar bei sich oder in sich aufnimmt?

Kunst kann Spiel und Spiegel sein. Ein Spiel, in dem das Wachsen und oft auch das Miteinander seinen tiefen Ausdruck findet.

Kunst ist vielleicht manchmal auch so etwas wie eine Suche, die (be-)glückt.

Was liest Du derzeit?

Bauer und Bobo. Von Florian Klenk. Eine sehr lange Reportage, exzellent geschrieben. Ein Buch, in dem die brennenden Fragen unserer Zeit verhandelt werden. Es geht dabei um unseren Umgang mit den Tieren, um die Agrarpolitik, die Klimakrise, um das Kranke  im System. Nebenbei ist diese Geschichte auch eine über die große Kraft der Freundschaft. Sehr lesenswert, da aufhellend.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Statt eines Textes oder Zitates hier 6 Korrespondenzkarten und 1 Gedicht. Gerne zur freien Entnahme und fröhlichen Weiterverwendung.

Vielen Dank für das Interview liebe Susanne, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

Lieber Walter Pobaschnig, ich danke für die klugen Fragen, Sie inspirieren zum Weiterdenken.

5 Fragen an Künstler*innen:

Susanne Rasser, Schriftstellerin

Susanne Rasser lebt als Autorin und Fotokünstlerin in Rauris, Österreich, ihre Texte erscheinen im Februar 2022 bei der dahlemer verlagsanstalt, Berlin.

Biografie

Foto_privat.

14.11.2021_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Serge&Jane“ Biographie einer Leidenschaft. Günter Krenn. Aufbau Verlag.

Es sind Lebens-, Kunst- und schließlich Liebeswelten, die sich in der Begegnung des Komponisten, Malers und Schauspielers Serge Gainsburg (1928 – 1991) und der Schauspielerin Jane Birkin (*1946) Ende der 1960er in Paris treffen und gleichsam in Kreativität wie Leidenschaft explodieren. Der 1969 gemeinsam aufgenommene Song „Je t’aime … moi non plus“ wird zum Ausdruck des Lebensgefühls einer Generation und millionenfach weltweit verkauft. Für Serge&Jane beginnt eine Zeit des kreativen Gestaltens, die gleichsam alle persönlichen Lebensbereiche umfasst und Kunst&Liebe in einer Lebensepoche neu definiert.

Es wird ein unvergleichlich öffentliches Kunst- und Liebesleben. Fotostrecken wie Interviews beider werden zum begehrten Bild- und Leseartikel eines Paares, das immer weitere Möglichkeiten persönlichen Entwicklungsweges sucht und dabei gesellschaftliche Grenzen nicht scheut.

„Serge&Jane“ – ein Kunst- und Liebespaar, das bis heute inspiriert und deren Ideen, Wege interessiert staunen lassen…

Der Wiener Autor, Philosoph, Theaterwissenschaftler und Mitarbeiter des Filmmuseums Wiens, Günter Krenn, legt mit „Serge&Jane“, eine Doppel-Biographie wie das Panorama einer Epoche vor, welches im umfassenden Wissen des schillernden Panoptikums der Zeit wie im Erzählstil beeindruckt und begeistert.

Beeindruckend ist einerseits das biographische, kulturelle Detailwissen des Autors wie der gleichsam literarische Erzählstil, der filmgleich Bilder und Ereignisse eines Lebens vor das gebannte Leseauge führt und bis zum letzten Wort gespannt folgen lässt.

Dem so kreativ sprühenden wie rasanten Leben von „Serge&Jane“ setzt Günter Krenn mit dieser Paar-Biographie eine Hommage, die wie ein wunderbares Chanson ist.

Walter Pobaschnig 1_22

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„Vielleicht kommt jetzt eine Literatur, die vergnügt, verspielt ist“ Paul-Henri Campbell, Schriftsteller _ Wien 7.2.2022

Lieber Paul-Henri, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Gefühlt, improvisiert. Was mich immer mehr belastet.

Paul-Henri Campbell, Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Dass alle einen kühlen Kopf bewahren. Die Gegenwart bietet ja viele Chancen für Poesie. Während die Ästhetik der letzten drei Jahrzehnte aus einer Art technokratischen Hermetik bestand, gepaart mit so einem nüchternen Naturalismus, besteht jetzt die Möglichkeit die Lyrik neu auf Basis von Ritual und Zelebration zu begründen. Was heißt das? Dezidiert keine Ideen- oder Gedankengedichte. Sollte man eh vermeiden. Auch nicht rumzitieren. Oder wie eine arme unverstandene Anspielung dahinschleichen. Stattdessen: Ansteckung, Sog, Beat, Drive und Magnetismus. Also, kurzum, lieber Ritual statt Hermetik. Du fragst, was tun? Gedichte schreiben, die wie Spike-Proteine sind.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Literatur und Kunst sollten sich nicht als Lösungen präsentieren. Oder Labore. Oder Problemsimulationen. Literatur und Kunst können im besten Fall meine Zeit okkupieren. So dass ich es nicht bereue bzw. nur ein bisschen.

Ansonsten liegt es ja auf der Hand: sehr präsentische, sehr verortete, sehr sinnliche Erlebnisse schaffen. Die problemorientierte Pädagogik hat vor der Pandemie, wo die Probleme zwar nicht kleiner, aber verdeckter waren, so eine zerknirschte Literatur in die Bücherregale gebracht. Ich hatte bei jedem Gedicht und jedem Roman den Eindruck, mich verdonnert gerade irgendein Lehrer zur Pflichtlektüre. Ständig sollte mich irgendein Text „verändern“ oder „berühren“ oder sonst wie reformieren. Sicher sind da auch unter Umständen tolle Texte entstanden. Was total super ist, viel Glück damit. Vielleicht kommt jetzt angesichts einer permanent beklemmenden Gegenwart jedoch eine Literatur, die vergnügt ist, die inspiriert, die verspielt ist. Jedenfalls eine Literatur, die ihre Konsumenten nicht depressiver oder ohnmächtiger zurück lässt als vor der Lektüre oder jeden Leser zu einem kleinen Advokaten mutieren lässt.

Was liest Du derzeit?

Ich lese augenblicklich viel Kurzprosa: Essay und Erzählungen. Gestern beispielsweise habe ich short stories von Ernest Hemingway nach langer Zeit wieder gelesen. Viele finden Hemingway oberflächlich. Er ist aber ein großartiger Erzähler. Hemingway ist der Typ, den Du in der Kneipe triffst und dann erzählt er dir die Geschichte von einem wohlhabenden Paar, das auf Safari ging; ihre ganze Beziehung steht auf der Kippe; überall tun sich mehr und mehr Risse auf; schließlich kommt so eine Szene, wo ein Bison auf die Jäger zustürmt und die Frau aus dem Auto erst auf das Tier und dann auf ihren Mann schießt und ihn tötet. Dann ist diese Sache da vom Arzt in Michigan, irgendwann so um 1900, der mit seinem Sohn zu einer Indianersiedlung gerufen wird, um bei einer komplizierten Entbindung zu assistieren. Als das Kind schließlich durch einen Kaiserschnitt geboren wird, finden sie den Vater – der aber nicht der Vater ist – mit durchschnittener Kehle im anderen Zelt. Oder die Geschichte vom kanadischen Schmied, der seine Chance, eine glückliche Liebe mit der einzigen jungen Frau im Holzfällerdorf am Lake Superior zu haben, im Suff verspielt. Es gibt den Jungen aus der galizischen Provinz, der auf der Suche nach Arbeit in einem Hotel in Madrid Kellner wird, sich wünscht Stierkämpfer zu sein, deshalb die drittklassigen Toreros und Picadores im billigen Hotel besonders ehrfürchtig bedient, aber durch ein zufälliges Spiel in der Hotelküche mit dem Fleischmesser von seinem Kumpel erstochen wird. Die englischen Marineoffiziere, die am Bosporus nicht mehr an Land dürfen, weil sie eine ziemliche Scheiße gebaut hatten. Oder dann ist ja noch der beliebte Torero, der an einem Tag fünf Stiere töten soll und beim letzten Tier so müde ist, dass er das Schwert nicht in den Nacken kriegt. Ständig tragen sich kleine Theodizeen, Revolutionen, Abgründe und verschleppte Triumphe zu. Alles entspinnt sich in den Handlungen und Dialogen. In Hemingway kann ich etwas schätzen, was mir oft bei anderen Narrativen fehlt: eine weltgewandte Urteilskraft. Da ist nicht eine kluge, beflissene, humanistisch verwöhnte Erzählstimme, die zu viel Zeit in der Bibliothek mit Ringelblumentee verbracht hat und dir die Welt erklären will, ohne sie zu erkennen bzw. ohne zu wissen, was sie selbst in ihr will, oder die dir Figuren vorsetzt, ohne selbst Charakter zu besitzen; Hemingway – und man könnte eine ganze Reihe weiterer Autor*innen anführen – war wirklich ein Original. His sin was original. Ich glaube Hemingway war jemand, von dem William Carlos Williams oder Carl Shapiro in ihren Essays geschwärmt haben, ohne dass sie überhaupt über ihn sprechen.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ich möchte empfehlen mehr John Cowper Powys (1872-1963) zu lesen. Wenn James Joyce früh gestorben wäre, ohne Ulysses und Finnegan’s Wake zu schreiben, vielleicht hätte die Weltliteratur John Cowper Powys Modernisten-Roman A Glastonbury Romance (1932) mehr schätzen können. Ich glaube, es gibt auch eine deutschsprachige Übersetzung davon, bin aber gerade nicht sicher.

Vielen Dank für das Interview lieber Paul-Henri, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler*innen:

Paul-Henri Campbell, Schriftsteller

https://de.wikipedia.org/wiki/Paul-Henri_Campbell

Foto_Tamara Stajner

5.1.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Romy Schneider ist ihren künstlerischen Weg weiter gegangen“ Judith Mahler, Schauspielerin_40.Todesjahr_Romy Schneider _ Wien 6.2.2022

Judith Mahler_ Schauspielerin_Performerin

Liebe Judith, welche Bezüge, Zugänge gibt es von Dir zu Romy Schneider?

Wir haben beide Bezüge zu Deutschland und Österreich und ich übe denselben Beruf aus, den sie hatte. Ich habe nur einen Zugang zu dem Mythos Romy Schneider, denn ich glaube, dass kaum jemand Zugang zu dem Menschen Romy Schneider hat – es handelt sich hierbei eher um persönliche Projektionen.

Wie siehst Du das Spannungsverhältnis von Leben und Schauspielberuf bei Romy Schneider wie an sich?

Romy Schneider musste einige Schicksalsschläge hinnehmen, hat viel gelitten und weitergemacht. Ich bin überzeugt davon, dass das Spielen ihr immer wieder auch geholfen hat und neue Hoffnung und Kraft gegeben hat, doch es verlangt auch viel von einem und irgendwann kann es passieren, dass man nichts mehr zu geben hat; besonders weil einen der Arbeitsmarkt des Schauspielberufs nicht gerade mit Samthandschuhen anfasst.

Der Beruf geht mit vielen Veränderungen und Unsicherheiten einher, so zum Beispiel etlichen Wohnungswechseln, dem immer wieder Einlassen auf ein wechselndes Arbeitsumfeld, dem sich den eigenen Ängsten Aussetzen, dem Verhandeln von Gagen, der Ungewissheit über die eigene finanzielle wie berufliche Existenz etc. Das ist sehr aufregend und bereichert auch mein Leben, jedoch in Phasen, in denen gehäuft auch im Privatleben Stressfaktoren und Belastungen dazukommen, wie der Tod eines nahen Angehörigen, das Ende einer Partnerschaft etc., kann es manchmal sehr schwer sein, mit so vielen Unsicherheiten auf einmal klarzukommen. Immerhin haben wir Menschen auch alle das Bedürfnis nach Sicherheit.


Ich bin sehr froh, dass sich unsere Gesellschaft in Mitteleuropa in eine Richtung entwickelt, in der Psychologie und Persönlichkeitsentwicklung immer mehr und mehr in den Blickpunkt der Gesellschaft rücken. Das war zu Romy Schneiders Zeiten noch nicht so. Ich glaube, dass sie mit ihren Ängsten und ihrer Trauer sehr alleine war und Hilfe gebraucht hätte.

Ich finde toll, was sie trotz all dieser Widrigkeiten geschafft hat. Jedoch müssen wir aufpassen solche mythischen Figuren, wie Romy Schneider, nicht zu sehr zu romantisieren. Denn es war hart für sie und ich hoffe, dass Menschen, die ähnliche Schicksalsschläge betreffen, die nötige Hilfe bekommen und auch nicht stigmatisiert werden.

Gibt es einen Film von Romy Schneider, den Du hervorheben möchtest und warum?

Nachtblende – Der Film hat so viele Facetten und ihre Darstellung wirkt aufgrund ihrer persönlichen Geschichte besonders authentisch und geht unter die Haut. Die Zerrissenheit, die Ermüdung Nadines (Romy Schneiders) ist deutlich zu spüren.


Außerdem stößt der Film so viele Themen an, die mich immer wieder beschäftigen:
Inwieweit ist Schauspielkunst Prostitution? Man verkauft seinen Körper, seine Gefühle, Gedanken..


Dieser vielschichtige, raue und leidenschaftliche Film zeigt die harten Seiten des Schauspielberufs in Theater und Film.

Manchmal gibt man so viel von sich preis, investiert viel Zeit und Energie; man nimmt so viel auf sich, belastet sein Privatleben, seine Psyche, führt hitzige Diskussionen mit Regisseur*innen etc. ..und dann endlich: die lang ersehnte Premiere. Jetzt kann es ganz toll werden. Manchmal sitzt man jedoch genau so da wie die Darsteller*innen im Film. Das Stück wird von der Kritik zerrissen oder es kommt beim Publikum nicht gut an, oder Vorstellungen fallen aus und Gagen werden gestrichen (wie in Coronazeiten).


Sehr spannend finde ich an dem Film auch das Phänomen, dass Betrogene die Nähe zu dem Mann/der Frau suchen, mit der sie betrogen wurden, obwohl sie sich dadurch nur schlechter fühlen.


Die problembehafteten Verstrickungen jeder/jedes Einzelnen führen dazu, dass die Menschen in ihrem Unglück versinken, sich gegenseitig unglücklich machen.

Gab es Berührungspunkte zu Werk und Leben Romy Schneiders in Deinen bisherigen Schauspielprojekten?

Nein.

Romy Schneider wechselte nach großen Schauspielerfolgen in den 1950er das Filmgenre wie das Land. Wie siehst Du die Möglichkeiten persönlichen Entwicklungsweges im Schauspielberuf?

Alles ist möglich. Immer. Meist schränken wir uns nur selbst in unserem Kopf ein. Das kann ganz schön heimtückisch sein. Wenn man da immer wieder einen Weg rausfindet, hat man schon viel gewonnen.

Was kann eine junge Schauspielerin von Romy Schneiders Werk und Leben mitnehmen?

Romy Schneider hatte Ruhm und Geld, nachdem sie die Rolle der Sissi verkörpert hatte. Trotz der Erwartung der Öffentlichkeit weitere Sissiteile zu drehen, hat sie dies abgelehnt und ist ihren künstlerischen Weg weiter gegangen, in dem sie Deutschland, wo sie so berühmt war, verlassen hat, sich auch von ihrer Mutter losgelöst hat und neue Wege in Frankreich eingeschlagen hat. Dafür ist sie bei der breiten Masse nicht gerade auf Verständnis gestoßen.


Sicherheit auf’s Spiel zu setzen finde ich immer mutig und zeigt, dass es ihr um andere Werte ging als Geld und Bekanntheit.

Gibt es etwas typisch Wienerisches bei Romy Schneider?

Ich glaube, sie hatte Wien im Herzen; war jedoch sehr weltoffen, was ich an ihr mag.

Was bedeutet Dir Wien/Österreich und welche Erfahrungen hast Du hier im Schauspielberuf gemacht?

Ich liebe Österreich; wegen seinem Humor, wegen seiner Herzlichkeit, Geselligkeit, Kaffeehausatmosphäre, wegen seinen Würschtlstandln und weil man so herrlich auf österreichisch schimpfen kann.


Meine Erfahrungen als Schauspielerin auf der Bühne in Wien gehen ganz weit zurück, noch auf die Zeit vor meinem Schauspiel-Studium.


Mit meinen Anfängen verbinde ich: dreckige kleine Bühnenprobenräume, viel Ehrgeiz, Engagement, Flucht vom Alltag, meine eigene emanzipatorische Kraft, die Suche nach mir selbst.

Wie siehst Du die Möglichkeiten als junge Schauspielerin in Wien/Österreich?

Aus einer Sicht mathematischer Wahrscheinlichkeit: schlecht bis beschissen.
Aus einer Sicht entschlossenem Idealismus: passt scho, moch ma scho.


Spaß beiseite. Einfach machen! Es passiert immer was. Man muss dem Leben und auch seinen eigenen Fähigkeiten vertrauen.

Was wünscht Du Dir für den Schauspielberuf?

Dass wir uns alle da abholen, wo wir als Menschen gerade stehen und wer wir als Menschen sind, statt irgendetwas zu erfüllen, für irgendwelche Strukturen oder Geldgeber.
Auch wünsche ich mir inhaltlich relevante Themen zu bearbeiten und Geschichten von und über Menschen zu erzählen.

Was sind Deine kommenden Projekte?

„Donna Juanita“ nach Moliere unter der Regie von Niko Eleftheriadis am Neuen Theater Halle – ein Fünf-Frauen (!!) Stück: ich kann es kaum erwarten, dass die Proben beginnen.

Was möchtest Du Schauspielstudenten*innen mitgeben?

Macht euch bewusst, warum ihr das tut, was ihr tut. Da liegt der Weg zur eigenen Persönlichkeit und eigenen Unabhängigkeit in dem Beruf.
Und macht euch sichtbar. Es kommt niemand und entdeckt euch – das passiert nur in den seltensten Fällen.

Was würdest Du Romy Schneider sagen, fragen wollen?

Ich glaube Stille sagt mehr als Worte. Ich würde gerne mit ihr schweigen können; sie in der Stille spüren können.

Darf ich Dich abschließend zu einem Romy Schneider Akrostichon bitten?

Rar

Ohnmächtig

Müde

Yrschtachaaatuschjakaltschackarrrrrrrr

Judith Mahler_ Schauspielerin_Performerin

Herzlichen Dank, liebe Judith, für Deine Zeit in Wort und szenischer Darstellung! Viel Freude und Erfolg für alle Theater-, Schauspielprojekte!

40.Todesjahr _ Romy Schneider, Schauspielerin (*1938 Wien +1982 Paris) _ im Gespräch und szenischem Fotoporträt:

Judith Mahler_ Schauspielerin_Performerin

https://www.judithmahler.at/

Interview und alle Fotos_Walter Pobaschnig _Wien

Hotel am Stephansplatz_Wien _ 16.1.2022

https://hotelamstephansplatz.at/

https://literaturoutdoors.com

Walter Pobaschnig 1_22

„Ein generelles beständiges Auffangnetz für Künstler*innen wäre wichtig“ Claudia Carus, Schauspielerin _ Wien 6.2.2022

Liebe Claudia, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich bin gerade in Deutschland für die Produktion „der Gott des Gemetzels“, habe also eigentlich das Glück gerade proben zu dürfen, was in diesen Zeiten ja alles andere als selbstverständlich ist.

Claudia Carus, Schauspielerin und Kulturmanagerin

Warum „eigentlich“?

Gerade mal nach nur 6 Probentagen wurde eine meiner Kolleg*innen positiv auf Corona getestet. Obwohl wir uns innerlich von Anfang an auf so eine Situation eingestellt haben – mit so einem Szenarium müssen wir Kunstschaffenden ja gerade täglich rechnen und umgehen, war das in dem Moment doch ein echter Dämpfer.

Claudia Carus _
Klagenfurter Ensemble – „KATZENNACHT“ – Regie: Josef Maria Krasanovsky:

Gerade am Anfang sprüht man ja immer vor Energie und Neugierde auf den neuen Stoff, Text und die gegebenfalls noch unbekannten Menschen, mit denen man jetzt die nächsten Wochen so intensiv zusammenarbeiten wird. Vier Tage später wurde auch ich dann plötzlich positiv getestet – zum 2. mal Corona positiv – Jackpot! Also in Quarantäne, Proben über Zoom und hoffen, dass nicht noch mehr Kolleg*innen infiziert sind, damit die Produktion am Ende nicht doch noch abgesagt wird und ausfällt.

Claudia Carus _
Sommerspiele Melk – „Die 10 Gebote“ – Regie: Alexander Hauer:

Das Ganze hat mich sehr verunsichert – genesen, geimpft , geboostert – ich dachte, besser geschützt kann man doch gar nicht sein…

„KATZENNACHT“

Während ich nun also dreimal täglich inhalierend, hustend, schniefend (diesmal hat es mich echt ganz schön umgehauen) unter meinem Handtuch des Dampfbads abhing, versuchte ich die Situation neu einzuordnen und zu greifen. (Macht das alles Sinn? Bringt diese ganze Impftirade denn tatsächlich was? – ach nein, das darf man ja nicht denken, geschweige denn überhaupt in Frage stellen, sonst wird man gleich in eine Ecke mit den Coronaleugnern gestellt und von seinen Freunden und der Familie verbannt…)

„KATZENNACHT“

Und auch, wenns mir jetzt bei der zweiten Infektion noch dreckiger als bei der ersten ging, konnte ich dem Ganzen doch etwas Positives abgewinnen. Mir ist durch dieses erneute große „STOP“ bewusst geworden, dass ich eigentlich das letzte Jahr komplett durch gepowert und mich damit in Wahrheit total übernommen habe.

„KATZENNACHT“

Seit meine Mutter Anfang 2021 an ALS gestorben ist, bin ich von einem Projekt zum nächsten und habe teilweise wieder vergessen, wie wichtig Pausen und Ruhephasen sind, abgesehen davon, dass das Verarbeiten meines schmerzhaften Verlustes Raum und Zeit braucht – und zwar ganz schön viel mehr, als ich mir selbst zugestehen will. Einerseits haben mir die künstlerischen Projekte und die damit verbundene Ablenkung extrem gut getan, das hat mir Energie gegeben und war auch gerade jetzt sehr wichtig, andererseits war das auch Teil meines Verdrängungsmechanismus, der sich in all dem Stress etwas zu breit gemacht hat.

Claudia Carus_
Klagenfurter Ensemble – „Die lächerliche Finsternis“ – nach einem Hörspiel von Wolfram Lotz – Regie: Josef Maria Krasanovsky:

Es ist immer schwer die goldene Mitte und das Gleichgewicht zu finden. So habe ich in der letzten Woche zum ersten mal so richtig Zeit gehabt – wenn auch aufgezwungen – zum Nachdenken, rekapitulieren. Natürlicherweise ist alles hochgekommen, all die Bilder, Erinnerungen, Gefühle – die Trauer. Und auch wenn das unglaublich anstrengend war und ist, bin ich froh, dass sie da ist und glücklich über jede Träne, weil das doch irgendwie zum Abschied nehmen dazu gehört.

Claudia Carus_
„Alles ist Plüsch – ein Leben in Seufzern“ – eine Produktion von „Fiese Matenten Kollektiv“ in Kooperation mit dem TAK Theater Liechtenstein und Kulturzentrum Gasometer Triesen:

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich weiß nicht, ob es für alle besonders wichtig ist, denn wie sich gezeigt hat, hat die Pandemie die verschiedensten Auswirkungen auf die ebenso verschiedensten Menschen in ebenso verschiedensten politischen und gesellschaftlichen Strukturen. Für mich persönlich und wenn ich mein Umfeld so betrachte ist es glaube ich vor allem wichtig menschlich offen zu bleiben und sich nicht zu verschließen, keine Spaltung zuzulassen, sich nicht im schwarz-weiß – denken zu verlieren, nachzuspüren eben genau „was“ denn wirklich wichtig ist im Leben – für mich individuell, ohne mich zu vergleichen (eine der schwersten Aufgaben, wie ich finde), diese Ruhe zu nutzen, um in uns zu kehren, nicht ungeduldig zu werden, einfach auch mal was neues auszuprobieren, mit Menschen in Kontakt zu bleiben, die sich jetzt noch einsamer fühlen als zuvor, das Vertrauen in sich und seine Mitmenschen nicht zu verlieren – im Großen und Ganzen LOVE! Ach ja, und unbedingt ab -und zu einfach mal auf nen Berg steigen und sich alles mal von oben aus ner anderen Perspektive anschauen – so ein Panoramablick bewirkt echt Wunder!

„Alles ist Plüsch – ein Leben in Seufzern“

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater, der Kunst an sich zu?

Wenn man sich ansieht wie die inzwischen schon 2 letzen Jahre verlaufen sind, weiß ich leider nicht, ob es so viel „Neubeginn“ geben wird, wie ich vielleicht am Anfang gehofft habe. Wir Menschen können uns in Wahrheit viel zu schnell auf neue Situationen einstellen und vergessen leider ebenso schnell auch wieder – gehen weiter als wäre nichts gewesen. Dieses Gefühl hatten wahrscheinlich die meisten von uns im letzten Sommer, ich nehme mich selbst da nicht raus…Immerhin ist auch in der Öffentlichkeit noch bewusster geworden, was für eine wesentliche Rolle die Kunst und das Theater tatsächlich in unserer Gesellschaft einnehmen – und zwar unabhängig vom wirtschaftlichen Aspekt. Diese Präsenz bleibt hoffentlich erhalten.

„Die 10 Gebote“

Auch sind viele Missstände, die schon seit Jahren bestehen endlich nochmal konkret auf den Tisch gekommen, vor allem was uns freischaffende Künstler*innen betrifft. Da hat man auch gemerkt wie verblendet und unwissend die in der Politik teilweise leider wirklich sind.

„Die 10 Gebote“

Aber auch viele Theaterhäuser haben ihre eigenen Leute im Regen stehen lassen – nach außen wird propagiert, wie furchtbar das alles für die Institutionen und Kunstschaffenden ist und im nächsten Atemzug werden die eigenen Leute auf die Straße gesetzt, Produktionen ohne Ausfallvergütung und ohne Nachholoption abgesagt, Verträge monatelang auf Kurzarbeit gehalten etc. – und in diesem Dilemma sind wir ja nach wie vor.

„Die 10 Gebote“

Aber da wir theaterleidenschaftlich – verhungerten Mensch*innen unseren Beruf so sehr lieben und brauchen, um uns lebendig zu fühlen, hüpfen wir hin- und her in der Hoffnung, auf etwas Beständigkeit und Seelenerfüllung. Das Schwierige ist, dass man sich auf nichts mehr verlassen kann und so gut wie nichts planbar ist. Durch die vielen Absagen und damit verbundenen Verschiebungen gibt es teilweise auch keine neuen Jobs mehr, da die letzten 2 Jahre immer noch nachgeholt werden müssen.

„Die 10 Gebote“

Und das wünsche ich mir: mehr Vertrauen, mehr Transparenz, mehr Verlass, mehr Planbarkeit. Insgesamt mehr Sicherheit für auch freischaffende „Künstler*innen“ – das ist ja auch kein neues Thema – ein generelles beständiges Auffangnetz wäre wichtig. Ich kenne leider zu viele wahnsinnig inspirierende und talentierte Vollblut -Theatermenschen, die durchs Raster fallen – da spreche ich auch von offiziellen Fördergebern, aber das ist wieder ein eigenes Kapitel. Ja, es ist gerade viel im Umbruch, was gut ist, aber weiter weiter weiter!

„Alles ist Plüsch – ein Leben in Seufzern“

Was liest Du derzeit?

Ich lese meistens parallel. Im Moment das Buch „Mein kreatives Geheimnis sind bequeme Schuhe – Musenküsse – Die täglichen Rituale berühmter Künstlerinnen“ von Mason Currey, ein Selbsthilfebuch über Trauerbewältigung und „Die New-York-Trilogie“ von Paul Auster.

„Alles ist Plüsch – ein Leben in Seufzern“

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Lebe im Jetzt“ – das ist eigentlich der Leitfaden für meinen Lebensweg, beziehungsweise gleichzeitig, die größte Herausforderung und Aufgabe. Die positiven Begebenheiten im Hier und Jetzt wahrzunehmen und zu schätzen. Das Bewusstsein, dass ich mein Leben jederzeit selbst in der Hand habe und auch neu gestalten kann. Dazu gehört aber auch immer wieder nachzuspüren, ob ich mit dem, was ich tue glücklich bin oder mich selbst eventuell in Strukturen gefangen halte, die mir eigentlich nicht gut tun und aus denen ich gerne ausbrechen möchte und – auch kann!

Claudia Carus_
„Hundewetter und Katzenjammer“ – Regie: Heiner Kondschak: _Die Tonne Theater Reutlingen –

Und hier noch ein Spruch, der mir gerade vor zwei Tagen wieder zugeflogen ist – den ich irgendwie sehr schön finde und der vielleicht auch gerade in diese Zeit passt: „Was die Raupe Ende der Welt nennt, nennt der Rest der Welt Schmetterling.“  Laotse

Claudia Carus, Schauspielerin und Kulturmanagerin _
„Alles ist Plüsch – ein Leben in Seufzern“

Vielen Dank für das Interview, liebe Claudia, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspiel-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Claudia Carus, Schauspielerin und Kulturmanagerin

www.claudia-carus.de

https://www.fiese-matenten.com

Foto_Portrait_Volker Schmidt.

Fotos_Theater: Klagenfurter Ensemble – Foto: Günther Jagoutz; Sommerspiele Melk – Fotos_Daniela Matejschek; Fiese Matenten Kollektiv – Fotos_Ilja Mess.

5.2.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

https://literaturoutdoors.com

„Dass wir nicht unbehelligt zur Tagesordnung zurückkehren“ Valentina Himmelbauer, Schauspielerin _ Wien 5.2.2022

Liebe Valentina, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Sehr unterschiedlich! Wenn es nicht unbedingt sein muss, halte ich mich nicht gerne an immer gleiche Tagesabläufe, sondern ziehe es vor, mir meine Freiheiten zu bewahren – auch und gerade in alltäglichen Tätigkeiten. Eine zu starre Tagesstruktur würde mir als Persönlichkeit auch gar nicht entsprechen, sondern mich viel zu sehr einengen und letztlich auch meine Kreativität beschränken.  
Einzig das Frühstück und mein Morgengebet sind mir jeden Tag heilig. Dafür nehme ich mir auch gut eine Stunde Zeit.

Valentina Himmelbauer, Schauspielerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Geduld und Durchhaltevermögen – die Krise dauert an, viele sind müde geworden und es ist noch kein Ende in Sicht. Da ist es oft schwer, zuversichtlich zu bleiben.
Ganz unabhängig von der Pandemie ist es aber zu allen Zeiten besonders wichtig, liebevoll mit anderen, aber auch mit sich selbst umzugehen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Wichtig wird sein, ob wir diesen Neubeginn auch als solchen begreifen und in die Tat umsetzen können. Ich glaube, dass viele Menschen gerade zu Beginn der Corona-Krise das Gefühl hatten, einen Weckruf vernommen zu haben – eine Vollbremsung, die viele dazu ermuntert hat, einen Gang runter zu schalten, den Leistungsgedanken beiseitezuschieben und einfach nur zu sein. Der Weckruf spielte sich aber nicht nur auf persönlicher Ebene ab: Althergebrachtes wurde hinterfragt und kritisch in den Blick genommen – unser Umgang mit der Natur ist dabei nur ein Beispiel unter vielen. Ist es etwa wirklich notwendig für jeden Urlaub um den halben Globus zu fliegen? Einige haben diese Frage am Anfang der Pandemie – vielleicht auch gezwungenermaßen – mit Nein beantwortet. Entscheidend wird eben auch sein, dass wir die durch Corona gewonnenen Erkenntnisse nach Bewältigung der Krise nicht einfach verdrängen und unbehelligt zur Tagesordnung zurückkehren. Ob das gelingt, wird sich zeigen.

Hier sehe ich auch eine Aufgabe, die unter vielen anderen der Kunst zukommt: Missstände müssen aufgezeigt und auch als solche benannt werden, um zumindest im Bewusstsein des Publikums präsent zu sein und zu bleiben – das bereitet den Boden für notwendige Veränderungen.

Was liest Du derzeit?

„Simone de Beauvoir. Ein modernes Leben“ von Kate Kirkpatrick – sehr empfehlenswert und motivierend – nicht nur für Frauen 😉

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Man wird erst wissen, was die Frauen sind, wenn ihnen nicht mehr vorgeschrieben wird, was sie sein sollen.“ (Rosa Mayreder)

Valentina Himmelbauer, Schauspielerin

Vielen Dank für das Interview, liebe Valentina, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Valentina Himmelbauer, Schauspielerin

https://www.valentinahimmelbauer.com/

Alle Fotos_Walter Pobaschnig 1_22 _ Grand Hotel _ Wien.

30.1.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

https://literaturoutdoors.com