„an das Leben zu glauben“ Yvonne Brandstetter, Schauspielerin _ Wien 8.12.2022

Liebe Yvonne, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Das ist von Tag zu Tag etwas unterschiedlich, unter anderem auch abhängig davon, ob ich am Abend Vorstellung habe oder nicht. Zurzeit spiele ich bei dem neuen Stück des bernhard.ensembles „JEDE(R).NOW“ mit, welches wir dienstags, freitags und samstags (noch bis 10.12.22) aufführen und dann bin ich auch noch gerade dabei mein letztes Jahr an der „Schauspielschule Wien“ abzuschließen. Ich habe daher eher einen geregelten und recht dicht gefüllten Wochenablauf, wo jeder Tag einen anderen Schwerpunkt hat. Wobei auch das Leben mit meinem siebenjährigen Sohn maßgeblich meinen Rhythmus bestimmt. Morgens frühstücken wir Müsli mit frischem Obst, dabei hören wir gerne die Sendung „Gedanken für den Tag“ auf Ö1, dann schlüpfen wir in unser Gewand, putzen die Zähne und radeln zur Volksschule.

An manchen Vormittagen bin ich im Schauspielunterricht, wo wir uns mit Atem- und Stimmübungen aufwärmen, uns mit Gedichten von Goethe, Morgenstern, Ringelnatz, Turrini, Lavant, Jandl, etc. beschäftigen. In der Bewegungslehre erforschen wir unseren Körper und experimentieren damit Text und Bewegung miteinander zu vereinen. Dann gibt es noch Szenisches Spiel, Camera Acting sowie Stückentwicklung, wo wir mit Nika Sommeregger an einem Stück für unseren Abschluss arbeiten.

An anderen Tagen schreibe ich selbst, was mir so in den Sinn kommt, in mein Tagebuch, welches ich gerne als „TRagebuch“ bezeichne, denn ich trage es eher jeden Tag herum, als dass ich wirklich täglich etwas hineinschreibe. Das passiert nach Lust und Laune und nach Raum und Zeit, aber da sich solche Momente gerne auch spontan ergeben, trage ich es eben lieber immer bei mir, um dann und wann niederzuschreiben, was niedergeschrieben werden möchte.

Yvonne Brandstetter, Schauspielerin

Am Nachmittag hole ich meinen Sohn von der Schule ab und wir gestalten die gemeinsame Zeit, wie es sich ergibt und wonach uns ist oder auch, je nachdem, was noch zu erledigen ist. So sind wir oft am Spielplatz neben der Schule, spielen fangen, verstecken, versteinern oder manchmal sitze ich auch abseits und beobachte das wilde Geschehen. Wir sind auch oft bei meinen Eltern, die nur ein paar Straßen entfernt wohnen und ohne deren Unterstützung ich nicht stünde, wo ich heute stehe und nicht das täte, was ich heute tue. Dafür kann man sich niemals oft genug bedanken, denn es ist keine Selbstverständlichkeit jemanden zu haben, der so hinter einem steht. Dass meine Eltern für meinen Sohn da sein können und wollen, etwa während ich am Abend Vorstellungen oder Proben habe, dafür bin ich ihnen ewig dankbar. Dann tauchen mein Sohn und ich, jeder für sich, in eine fantastische Welt ein. Er darf den Traumgeschichten von Oma lauschen oder mit Opa über das Universum philosophieren, während ich mich zur Zeit von Jedermann’s Party ins Patrouillenboot stürze, um durch den dortigen Wahnsinn und Irrwitz zu reisen.

JEDE(R).NOW!im Off Theater Wien. _ folgende Fotos _
Nächste Vorstellungen 9./10.12.2022

An den anderen Abenden genieße ich die Bett-Geh-Routine mit meinem Sohn, mit all ihren immer wieder auftretenden Herausforderungen, sowie wunderschönen und rührenden Momenten, die das Großwerden der Kleinen so mit sich bringt. Und zurzeit lesen wir zusammen „Warum gibt es alles und nicht nichts?“ von Richard David Precht als Gute-Nacht-Geschichte oder manchmal hören wir auch Hörspiele wie „Nils Holgersson“ oder „Der kleine Drache Kokosnuss“.

Tja, und dann gibt es noch den Haushalt zu führen, Freunde zu treffen, Texte zu lesen, Filme zu schauen, Weihnachtskekse zu backen, duschen gehe ich auch manchmal, kochen, essen, trinken und so, oder dann gehe ich aufs Klo. Und manchmal will ich auch nur herumgammeln und heimlich Schokolade verdrücken (wenn das Kind dann schläft) oder ich strecke und dehne mich, mache Yoga und schau, dass ich mir bewusst etwas Gutes tue, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

Also, wie ist mein Tagesablauf? Mit einem Wort würde ich sagen: bunt.

Yvonne Brandtstetter in „Der Semmelweiß.Reflex“ _ folgendes _
Aufführung Off Theater Wien

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich glaube, es ist wichtig, dass wir aufeinander Acht geben und Rücksicht nehmen, auf uns selbst, sowie unsere Nächsten, auf die, die besonders bedürftig sind, sowie unsere Umwelt. Was für einen Beitrag kann jede*r einzelne leisten in Bezug auf – zum Beispiel Klimaschutz?

Wie gehe ich mit Ressourcen um? Wie kann ich Nachhaltigkeit in meinen Alltag integrieren, um in meinem ganz persönlichen Umfeld Stellung zu beziehen und über das Wirken im Kleinen eine Veränderung im Großen erzielen zu können? Ist das denn überhaupt möglich?

Ich bin da selber auch noch auf der Suche nach Antworten zu diesen Fragen und denke, dass ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen zumindest einmal ein Anfang ist. Aber es ist auch klar, dass da auf weltpolitischer Ebene noch unglaublich viel zu tun ist und es in einigen Ländern ein radikales Umdenken sowie eine schnelle Umsetzung bedarf, damit wir nicht in eine komplette Selbstzerstörung rasen.

Der Krieg hinterlässt da auch seine Spuren und das auf so vielen Ebenen: vom immensen menschlichen Leid vor Ort, über die wirtschaftlichen Folgen, hin zur Energiekrise, sowie all die Auswirkungen auf Natur und Umwelt.

Dann die mutigen Proteste im Iran, die mit so unfassbar schrecklichen und gewalttätigen Niederschlägen zu kämpfen haben. Oder die Pandemie mit all ihren Folgen. Da passiert gerade so viel, dass man ja fast in einen Zustand der Ohnmacht fallen könnte. Ja, wo stehen wir denn jetzt alle wirklich? Vor einem Aufbruch und Neubeginn, wie es die folgende Frage formuliert, oder vor einem Zusammenbruch, der das Ende mit sich bringt?

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Was ist jetzt wesentlich?

Ach, wenn ich das nur wüsste, dann würde ich die ultimative Antwort nun ausformulieren, doch was jetzt wesentlich ist, weiß ich selbst nicht. Sollte man sich denn auf apokalyptische Zustände vorbereiten, Lebensmittel und Wasser sichern (und Toilettenpapier nicht zu vergessen!) oder sein Erspartes schleunigst in anderen Wertanlagen sichern, bevor es all seinen Wert verloren hat? Wie bereitet man sich denn vor auf … ja, auf was eigentlich? Strom- und Energieausfälle? Lebensmittelknappheit? Wirtschaftskrise? Krieg? Was kommt denn auf uns zu, oder ist das alles Schwarzmalerei? Da bedarf es doch wohl Experten auf diesem Gebiet, um hier konkrete Formulierungen geben zu können.

Was wir meiner Meinung nach aber immer tun können, ist, Ruhe zu bewahren und wachsam zu sein. Achtzugeben, dass wir unsere Dankbarkeit und Wertschätzung nicht verlieren für all das, was uns vielleicht schon so selbstverständlich erscheint und für all das, was die Natur und das Leben uns von sich aus schon geben. Aber vielleicht sollten wir uns auch in einen inneren Zustand der Bereitschaft begeben, um uns jeglichen Veränderungen stellen zu können, auf dass wir mit ihnen umgehen mögen, ohne dabei in Angst und Panik zu geraten.

Ja, und natürlich die Hoffnung nicht verlieren. Denn wenn wir aufhören würden zu hoffen, wenn wir aufhören würden, an das Leben zu glauben, wenn wir aufhören würden, für das Leben zu sein, dann folgen wirklich nur noch Tod und Verderben.

Ich denke, wir dürfen uns von all den entsetzlichen Dingen, die auf der Welt passieren, nicht entmutigen lassen. Wenn wir uns in diesem Weltschmerz verlieren, verlieren wir irgendwie auch unsere Selbstwirksamkeit. Die brauchen wir aber, um die nötige Kraft aufzubringen, all die Herausforderungen auf uns zu nehmen, die das Leben ganz im Allgemeinen einfach mit sich bringt. Wir brauchen Zuversicht und Hoffnung, um uns mit diesen Unsicherheiten auf eine Art und Weise auseinandersetzen zu können, die uns vorwärts bringt – gesellschaftlich, wie persönlich.

Wir dürfen aber auch nicht unsere Augen verschließen vor dem, was ist. Zu akzeptieren, dass das Leben, aus welchen Gründen und Umständen auch immer, brutal sein kann, ist eine Aufgabe für sich. Und doch sind wir diesen Urgewalten seit jeher ausgesetzt und oft bleibt uns auch nichts anderes übrig, als Schmerz und Leid einfach aushalten zu müssen. Aber die Frage ist doch immer: Wie gehen wir damit um? Was können wir tun? Welcher Handlungsspielraum bleibt uns offen? Wie können wir helfen – uns selbst und den anderen? Und da wären wir wieder beim aufeinander Acht geben und Rücksicht nehmen.

Welche Rolle hat dabei das Theater/ die Kunst an sich?

Nun ja, ich denke, in der Kunst treten wir immer in eine Art Dialog. Es findet ein Austausch statt zwischen Künstler*innen und Rezipient*innen. Gerade beim Theater, beziehungsweise allgemein bei den darstellenden Künsten, ist dieser direkte Kontakt besonders stark gegeben. Man begibt sich mit einem Haufen mehr oder weniger fremder Menschen in einen Raum und teilt eine Geschichte, Stimmungen, Bilder und Emotionen, schafft Erlebnisse – konkret oder abstrakt, persönlich oder politisch. Durch das Aufeinandertreffen selbst sind wir miteinander in Kontakt, und dieser gemeinsame Raum gibt uns die Möglichkeit auf bestimmte Themen aufmerksam zu machen oder Assoziationen auszulösen, die zum Nachdenken anregen, oder vielleicht sogar dazu provozieren neue Perspektiven einzunehmen. Ich würde sagen, das In-Verbindung-treten, das Eröffnen von Diskurs-Möglichkeiten ist eine wesentliche Rolle des Theaters bzw. der Kunst an sich.

Was liest Du derzeit?

Momentan lese ich „How much Schatzi“ von H.C. Artmann für unser Abschlussstück an der Schauspielschule Wien.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ein Text von Khalil Gibran aus „Der Prophet“:

Von der Freude und von dem Leid

Eure Freude ist euer Leid ohne Maske. Und derselbe Brunnen, aus dem euer Lachen aufsteigt, war oft von euren Tränen erfüllt.

Und wie könnte es anders sein? Je tiefer sich das Leid in euer Sein eingräbt, desto mehr Freude könnt ihr erfassen.

Ist nicht der Becher, der euren Wein enthält, dasselbe Gefäß, das im Ofen des Töpfers gebrannt wurde?

Und ist nicht die Laute, die euren Geist besänftigt, dasselbe Holz, das mit Messern ausgehöhlt wurde?

Wenn ihr fröhlich seid, schaut tief in eure Herzen, und ihr werdet finden, dass nur das, was euch Leid bereitet hat, euch auch Freude gibt.

Wenn ihr traurig seid, schaut wieder in eure Herzen, und ihr werdet sehen, dass die Wahrheit um das weint, was euch Vergnügen bereitet hat.

Einige von euch sagen: „Freude ist größer als Leid“. Und andere sagen: „Nein, Leid ist größer“.

Aber ich sage euch, sie sind untrennbar.

Sie kommen zusammen, und wenn einer alleine mit euch am Tisch sitzt, denkt daran, dass der andere auf eurem Bett schläft.

Wahrhaftig, wie die Schalen einer Waage hängt ihr zwischen eurem Leid und eurer Freude.

Nur wenn ihr leer seid, steht ihr still und im Gleichgewicht.

Wenn der Schatzhalter euch hochhebt, um sein Gold und sein Silber zu wiegen, muss entweder eure Freude oder euer Leid steigen oder fallen.

Yvonne Brandstetter, Schauspielerin

Vielen Dank für das Interview liebe Yvonne, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

Viel Freude und Erfolg für die kommenden Vorstellungen „JEDE(R).NOW!im Off Theater Wien.

Termine: Dez: 9.|10. _ Beginnzeit: 19:30 Uhr WHITE.BOX

https://www.off-theater.at/index.html

5 Fragen an Künstler*innen:

Yvonne Brandstetter, Schauspielerin

Zur Person:

2011 – 2012: Mitglied der Phoenix Fire Dancers

2016/17: FLIC Scuola di Circo Torino (Hand-Balance & Acro-Dance)

2017: Contemporary Circus Performance von Francesco Sgrò, Festival di Circo,“Überschwemmt“ Acro-Dance Solo von Yvonne Brandstetter – Spazio FLIC, Torino,

2017: “URSULA” eine Contemporary Circus  Performance, Teatro della Concordia, Torino

2018-2019: Internationale Schule für Bewegungsschauspiel (Physical Theatre), Berlin

2019: Atelier für physisches Theater, Berlin, Pfefferberg Theater, Berlin

2019-2020: Tanzausbildung Wien (Contemporary Dance)

seit September 2021 Ensemblemitglied des bernhard ensembles _ Wien

https://www.bernhard-ensemble.at/performer.html

Fotos_ 1 u. 7 Stefan Reiterer; 2,3 Walter Pobaschnig Szenenfotos „JEDER(R).NOW!“; 4, 5, 8 Gunter Macho Szenenfotos „Der Semmelweiß.Reflex“ / „JEDER(R).NOW!“; 6 Wolfgang Springler;

7.12.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

https://literaturoutdoors.com

„Kunst darf und soll selbstbewusst in die Mitte der Gesellschaft drängen“ Mario Wurmitzer, Schriftsteller_ Wien 7.12.2022

Lieber Mario, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Unspektakulär. Ich schreibe an einem Roman und einem Theaterstück, spiele Lego mit meiner Tochter, beantworte Mails, gehe spazieren und möglichst oft ins Theater.

Mario Wurmitzer, Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Empathie. Wir sollten versuchen, uns nicht zu sehr auf uns selbst zu fokussieren. Verständnis füreinander und eine offene Kommunikation sind wichtiger denn je.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Die Kunst darf und soll selbstbewusst in die Mitte der Gesellschaft drängen, denn dort gehört sie hin. Sie muss nicht randständig sein, wenngleich es an den Rändern oft am schönsten ist.

Wir sollten darauf vertrauen, was Kunst seit jeher sein kann und immer sein wird: die faszinierendste Alternative zum Alltag, zur Routine, zur Wirklichkeit. Die Möglichkeit, andere Perspektiven einzunehmen. Eine potenziell lebensrettende Kraft.

Was liest Du derzeit?

„Aus der Zuckerfabrik“ von Dorothee Elmiger, „Die Wahrheit ist“ von Eshkol Nevo, „Johann Holtrop“ von Rainald Goetz und immer wieder gerne „Kasimir und Karoline“ von Ödön von Horváth.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ilse Aichinger: „Ob die weite Welt wirklich weit ist, das liegt an jedem Menschen.“

In Bezug auf mein eigenes Schreiben möchte ich noch ein Zitat aus dem Roman „Irre“ von Rainald Goetz anfügen: „Lieber täte ich mich jedenfalls als den peinlichsten PathetSepp anschimpfen lassen, als daß ich mich zu einem NieNixFalschSchreiber hochloben lassen möcherte, der immer recht schön recht hat.“

Vielen Dank für das Interview lieber Mario, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Mario Wurmitzer, Schriftsteller

Zur Person_ https://werk-x.at/?s=Wurmitzer

Foto Portrait_Ia Chikovani

Aktuelles Projekt_ THE SECRET BUBBLE : EINE VERSCHWÖRUNG

von Barbi Marković, Thomas Arzt und Mario Wurmitzer

WERK X-Petersplatz, 1010 Wien

Premiere_Mi 07. Dezember 2022, 19.30 Uhr _ weitere Spieltermine

THE SECRET BUBBLE : EINE VERSCHWÖRUNG

„Tagebuch für später“ Jörn Hühnerbein. Kul-ja! Publishing

Jörn Hühnerbein, Schriftsteller und Liedermacher, legt mit „Tagebuch für später“ einen Kurzprosa Band vor, der in einer außergewöhnlichen Verbindung literarisch-szenischer Miniaturen, die gekonnt zwischen tagebuchartiger Dokumentation und Fiktion chargieren, und kritischem existentiell-gesellschaftlichen Blick überraschen wie beeindrucken. Es sind Texte, die mitreißend in die Lebenswelt eintauchen lassen, mitnehmen wie auch Gedankenräume öffnen, in denen Leserin und Leser selbst weitergehen in Raum und Zeit.

„Ein Kurzprosaband, der ein szenisches Ereignis ist, und im Perspektivenwechsel einlädt zu hinterfragen, aufzubrechen, zu entlarven und zum Nachdenken anzuregen.“

„Tagebuch für später“ Jörn Hühnerbein. Kul-ja! Publishing 2022

Walter Pobaschnig 12_22

https://literaturoutdoors.com

„Galina“ Iris Schmidt, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ 7.12.2022

GIVE PEACE A CHANCE


Galina tanzt in ihrem Sommerkleid das bald ein Totengewand

Ins kleine Herz sich eingenist` die kalte Angst

Von Stein die Seel`

Ein Fieber heiß du wälzest deinen Kopf in Furcht

Passagen, gesicherte Korridore suchend

Erinnerte Ängste, nächtens

Albe schlüpfen zwischen Falten tiefstem Schwarz

Chöre

Einst Friedenslieder sangen

Am stählernem Himmel Bombendonner dräut

Courage!

Häuserruinen schließen ein die Furcht

Als Feuergarben schlagen hoch

Noch gibt’s ein Entrinnen

Courage! rufen sie

Eine Flucht zu wagen



Iris Schmidt, 17.11.2022

Iris Schmidt, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Iris Schmidt, Schriftstellerin

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 17.11.2022.

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„Gerne“ Nagy Vilmos, Regisseur _ Give Peace A Chance _ Wien 6.12.2022

GIVE PEACE A CHANCE


Gerne

Immer

Viel

Empathie

Praktizieren

Eventuell      

Alternative

Chancen

Ergreifen

Aber

Chaotische

Hybris

Abwehren

Niemals

Cholerisch

Explodieren

Nagy Vilmos, 14.11.2022

Nagy Vilmos_Regisseur, Produzent, Autor und Schauspieler

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Nagy Vilmos_Regisseur, Produzent, Autor und Schauspieler

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 14.11.2022.

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„Theater soll Utopien zulassen“ Susanne Draxler, Regisseurin _ Wien 6.12.2022

Liebe Susanne, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Proben, proben, proben, dazwischen mal kurz Yoga, essen und schlafen. Mehr ist grade im Moment nicht drinnen.

Susanne Draxler, Regisseurin, Schauspielerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Solidarität innerhalb und außerhalb unserer Gesellschaft.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Theater bzw. Kunst war und ist immer ein Spiegel der Gesellschaft, des Lebens. Kunst im Allgemeinen soll einerseits Freude machen, andererseits Alternativen zur Realität aufzeigen, Utopien zulassen und uns emotional zum Schwingen bringen

Was liest Du derzeit?

Narziß und Goldmund von Hermann Hesse, ich weiß nicht zum wievielten Mal.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ein Krieg lässt sich sehr leicht beginnen, unvergleichlich schwerer ist es danach all der Ungeheuer Herr zu werden, die er hervorgebracht hat.

Anna Politkowskaja

Vielen Dank für das Interview liebe Susanne, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

Ich danke auch

5 Fragen an Künstler*innen:

Susanne Draxler, Regisseurin, Schauspielerin

Zur Person_ https://werk-x.at/menschen/werk-x-petersplatz/susanne-draxler/

Foto Portrait_Andrea Peller

Aktuelles Projekt_ THE SECRET BUBBLE : EINE VERSCHWÖRUNG

von Barbi Marković, Thomas Arzt und Mario Wurmitzer

Inszenierung_Susanne Draxler

WERK X-Petersplatz, 1010 Wien

Premiere_Mi 07. Dezember 2022, 19.30 Uhr

THE SECRET BUBBLE : EINE VERSCHWÖRUNG

5.12.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Den Geschmack seiner Kindheit vergisst Peter nicht“ 80.Geburtstag Peter Handke, Schriftsteller _im Gespräch: Valentin Hauser, Autor _ Griffen/Kärnten 6.12.2022

Valentin Hauser, Autor, und Peter Handke_Griffen/Kärnten _
Geburts-, Kindheit-, und Jugendort Peter Handkes _ 80.Geburtstag Peter Handke, Schriftsteller, Literatur Nobelpreisträger 2019 (*6.12.1942 Griffen)
Beim erfolgreichen Schwammerlsuchen _ Valentin Hauser und Peter Handke _
Sommer 2022_Kärnten

Lieber Valentin, Du bist Autor und hast Dich in mehreren beeindruckenden Buchveröffentlichungen der letzten Jahre mit Geschichte, Kultur und Landschaft Deines Lebensraumes Griffen/Kärnten beschäftigt. Wie kommt es zu den Themenschwerpunkten Deines Schreibens und wie gestaltet sich der Schreib- Erarbeitungsprozess dazu?

Im ersten Buch „Greutschach – Ein Bergdorf erzählt“ mit einem ausführlichen Vorwort von Peter Handke, erzähle ich Geschichten über meinen Geburts- und Heimatort auf der Saualpe. Eine Zeitreise zurück in eine Welt, wie man sie sich heute gar nicht mehr vorstellen kann.

„Jahresringe – Das Leben des Walter Puschl“ ist das zweite Buch; es geht um einen Menschen, der eine sehr bewegte Lebensgeschichte aufweist und es geschafft hat, trotz großen beruflichen und wirtschaftlichen Erfolges bodenständig und seiner Heimat verbunden zu bleiben.  

„Die Saualpe – Eine beschauliche Wanderung durch Kultur und Geschichte“ mit einem Geleitwort von Peter Handke ist das nächste Buch von mir, in dem die Saualpe mit ihren rundum liegenden Dörfern von der Urgeschichte bis zur Gegenwart in vielfältiger Betrachtung vorgestellt wird.

„Die Bluttaten des Franz P.“. Im vierten Buch berichte ich über zwei Gräueltaten, die sich im Jahr 1941 in Griffen und Töllerberg bei Völkermarkt ereigneten. Die Ermordung von insgesamt neun Menschen erregten österreichweites Aufsehen und versetzten die Bevölkerung im Kärntner Unterland in Angst und Schrecken.

„Griffen, wie es früher einmal war – Ein Zeitbild um 1910“ mit einem Vorwort von Peter Handke, war mein fünftes Buch und ist ein Blick weit zurück in vergangene Zeiten; ein Streifzug durch das Alltagsleben der Familien in und rund um den beschaulichen Markt Griffen.

Bgm. Josef Müler, Valentin Hauser, +Fabjan Hafner, Peter Handke in der Gaststätte Mochoritsch, Griffen.

Im September 2022 stellte ich mein sechstes Buch vor, diesmal mit dem Titel „Vergessene Wahrheiten – Die NS- und Kriegszeit in Kärnten | Die Vertreibung der Kärntner SlowenInnen | Die Saualm-Partisanen“. DiesesBuch ist eine Art Chronik der Erinnerungen an eines der dunkelsten Kapitel der Kärntner Geschichte. Im Gespräch mit mir schildern Zeitzeugen oder deren Nachkommen bisher nirgendwo dokumentierte Lebensgeschichte. Die persönlichen Schicksale sind Teil der Erinnerungsarbeit und werden die Herzen der Lesenden berühren.

Du bist ein langjähriger Freund von Peter Handke, Schriftsteller, Nobelpreisträger 2019, der wie Du in Griffen geboren und aufgewachsen ist und heute am 6.Dezember seinen 80.Geburtstag feiert. 

Wann nahm Eure Freundschaft ihren Anfang und wie gestaltete sich diese in den Jahren und heute?

Mit Peter Handke verbindet mich eine jahrzehntelange Freundschaft, die durch Offenheit und gegenseitigem Respekt gewachsen ist. Wenn Peter in seine Heimat Griffen kommt, war/bin ich seit vielen Jahren immer wieder Quartiergeber und Freizeitbegleiter.

Peter Handke hat auch heuer Griffen und Kärnten besucht. Was ist für Euch ein „geglückter Tag“ (in Kärnten)?

Bereits zu Ostern ließen wir mit Peter und seiner Ehefrau Sophie einen alten Unterkärntner Brauch aufkommen. Wir waren bei der Auferstehungsmesse in der Kirche Griffen, dann wurde bei uns die Osterjause genossen. (Kärntner Reindling, Schinken, Salami, Eierkren , usw.) Das anschließende „Eierpecken“ durfte natürlich auch nicht fehlen.

In der Küche _ „Der Geschmack der Kindheit“

Im August waren Peter und Sophie für fünf Tage in Griffen und im Gebiet der südlichen Saualm, im Bergdorf Grafenbach. Es waren angenehme, lange Tage mit Wanderungen und Ausflugsfahrten und viel Bereden und deshalb kurzen Nächten.

„Erinnerungen“ Versuch über die Jukebox…
Peter Handke und Valentin Hauser an der Musikbox _ Griffen/Kärnten

Peter Handke ist ja ein begeisterter Schwammerlsucher. War dies auch auf dem Plan und wenn ja, war es erfolgreich? Welche Schwammerln bevorzugst Du und Peter Handke? Wie bereitet Ihr diese zu?

Peter ist ein leidenschaftlicher „Schwammerlklauber“ und hervorragender Pilzkenner, der neben Eierschwammerln und Herrenpilzen auch Schwämme sammelt, die mir unbekannt sind. Und genau diese unbekannten Pilze musste die Klade-Gastwirtin in Grafenbach für eine Freundesrunde als Vorspeise zubereiten. Hat ausgezeichnet geschmeckt.

Peter Handke bei der Kontrolle eines Pilzabdruckes.
Schuheputzen nach dem Schwammerlsuchen _
Sommer _ Griffen/Kärnten

Gibt es Kärntner Spezialitäten, die Peter Handke bevorzugt?

Peter ist nicht heikel, er bestellt sehr oft Cevapcici. Aber den Geschmack seiner Kindheit vergisst Peter nicht: es waren heiße Kartoffeln ohne Schale mit frischer Bauernbutter.

Sind bestimmte Feierlichkeiten, Ehrungen zum 80.Geburtstag Peter Handkes in Griffen geplant?

Aus Anlass des 80. Geburtstages ihres Ehrenbürgers Peter Handke wird die Marktgemeinde Griffen im Ortskern von Griffen einen „Peter-Handke-Platz“ mit einer Eisenskulptur (6 x 3 m) mit Zitaten von Handke und einem sog. Sprechbrunnen gestalten.

Gespräch im Bürgermeisteramt _ Griffen

Es gibt in Griffen auch ein Peter Handke Museum. Wie kam es dazu, was ist da zu sehen, wann ist es geöffnet?

Seit dem Jahr 1997 gibt es im ehemaligen Prämonstratenserstift Griffen (3 km westlich des Marktes Griffen) die „Peter Handke Literaturausstellung“, die 2012 und 2017 neu gestaltet wurde.Sie dokumentiert vor allem Handkes Leben und Werke mit verschiedensten Exponaten und Fotos und ist täglich von 9 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Nähere Auskünfte: https://www.griffen.gv.at/Peter_Handke

Was macht für Dich den Freund Peter Handke aus und was schätzt Du an Peter Handke sehr?

Peter wirkt in die Medien anders als er privat im Freundeskreis tatsächlich ist. Ich schätzte an ihm, dass er in privatem Kreis sehr gesellig sein kann, die einfache Sprache (seiner Freunde am Land) liebt und einem in Not geratenen Freund sein letztes Hemd geben würde.

Am „Wutzler“ _
Peter Handke, Bgm.Josef Müller, Valentin Hauser _ Griffen/Kärnten

Gibt es ein Buch Peter Handkes, das Du hervorheben möchtest?

Diese Frage stellte mir sinngemäß Handke vor einigen Jahren und er war überrascht, als ich ohne Zögern sagte: „Über die Dörfer“. Peter meinte, dass dieses Buch eigentlich (s)eine Familiengeschichte mit starken Inhalten und emotionalen Erinnerungen sei. In der Nobelpreiserede zitierte Handke einige Textpassagen aus diesem Buch.

Du bist selbst auch erfolgreicher Autor. Was sind Deine aktuellen Projekte?

Nach der Buchpräsentation „Vergessene Wahrheiten“ im September d. J.  dachte ich: jetzt wird Ruhe einkehren. Das war ein Trugschluss, ich erhielt sehr viele Einladungen zur Präsentation meines Buches, unter anderem von Buchhandlungen, Schulen, Büchereien, Bildungsinstitutionen bis hin zur Universität Wien.

Im Hinterkopf habe ich zwei, drei Ideen, die wieder zu Papier gebracht werden könnten!

Lieber Valentin, herzlichen Dank für das Gespräch und die Fotoimpressionen!

Alles Gute für Dich persönlich und Deine Buchneuerscheinung! Herzliche Grüße und Gebrtstagswünsche bitte auch an Peter Handke!

Valentin Hauser und Peter Handke _
Sommer 2022_Kärnten
Zum 70. Geburtstag erhielt Peter Handke von seiner Heimatgemeinde Griffen einen sechsfach veredelten Apfelbaum mit verschiedenen Apfelsorten. Der Baum wurde mit dem Wohnmobil von Valentin und Edith Hauser nach Chaville gebracht und von Peter Handke eigenhändig gepflanzt.

Walter Pobaschnig 12_22

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„Blutmond“ Harry Hole ermittelt. Jo Nesbo. Ullstein Verlag.

Los Angeles. Da ist die Bar. Der Whiskey. Der Schmerz. Die Frau. Alles liegt weit zurück und weit fort für ihn. Sein Leben, seine Liebe, seine Jahre in der Mordkommission in Oslo…Aber immer wieder kehren die Bilder im Kopf zurück. Die Liebe. Der Tod. Und die lange Nacht, die kein Ende nimmt…hier im Westen… this is the end

Doch die Welt schläft nicht und das Dunkel birgt noch immer Gewalt und Schatten im fernen Oslo, von dem er zu fliehen sucht…zwei tote Frauen…

Und jetzt kommt der Hilferuf an ihn. Und es tut sich ein Weg auf, dem er folgen muss…der Spur des Verbrechens…

Wird er noch Kraft haben für diesen Weg der Verbrechensaufklärung? Was vermag Harry Hole noch zu leisten?

Der Weg, die Suche beginnt für Harry Hole…und es ist auch ein Weg zu sich selbst…zurück ins Leben…

Jo Nesbo, gefeierter Bestsellerautor, legt einen neuen Harry Hole Krimi vor und begeistert damit wie in „alten Tagen“ der ersten Hole Ermittlungen.

Da ist ein eleganter, mitreißender Sprachstil in Spannung und Erzählkunst, der Leserin und Leser von der ersten Seite an mitnimmt und bis zum Finale nicht loslässt.

„Harry Hole regiert wieder – lang lebe er!“

„Blutmond“ Harry Hole ermittelt. Jo Nesbo. Ullstein Verlag. 2022

Walter Pobaschnig 12_22

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„Theater oder heizen – wir stehen vor großen Herausforderungen“ Manuela Seidl, Intendantin Theater Forum Schwechat/NÖ _ 5.12.2022

Liebe Manuela, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Momentan: um 7 Uhr eine Runde mit meinen zwei Hunden, dann kurz ins Büro, von 10 bis 15 Uhr Probe, Mittagessen, Büro und am Abend Vorstellung!

Manuela Seidl, Intendantin des Theater Forum Schwechat,
Schauspielerin, Regisseurin
Manuela Seidl in „Helden reloaded“ Produktion Theater Forum Schwechat 9/22

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Wir leben in einer sehr herausfordernden Zeit, die Inflation ist auf einem neuen Höhepunkt, Kriege rücken näher und viele Menschen können ihre Grundbedürfnisse immer schwieriger decken.

Es ist wichtiger denn je, dass wir zusammenhalten, uns unterstützen, den Humor und die Lebensfreude nicht verlieren! Mein größter Wunsch ist, dass die Welt wieder friedlicher wird und wir wieder mehr Rücksicht aufeinander nehmen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Kunst sollte der Gesellschaft einen Spiegel vor die Nase halten, Menschen zum Lachen und Weinen bringen, sie berühren und Menschen zum Diskurs anregen. Kunst sollte alles sagen und sich frei entfalten dürfen, nur so kann es für uns alle eine Unterstützung in unserer Weiterentwicklung sein.

Das Theater steht momentan vor ganz großen Herausforderungen, die durch die letzten zwei Jahr noch verstärkt wurden. Es gibt noch immer viele Menschen, die nicht mehr so viel fortgehen wie vor der Pandemie und es gibt auch sehr viele, die sich das auch gar nicht mehr leisten können durch die ganzen Teuerungen und wenn ich vor die Wahl gestellt bin: Theater oder heizen, dann bleibe ich auch lieber zu Hause und schaue mir einen Film an!

Was liest Du derzeit?

Neben Weihnachtsgeschichten, Theaterstücken, „Gespräche mit Gott“ von Neale Donald Walsch, „Morgen kann kommen“ von Ildikó von Kürthy

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ich mag verdammen, was du sagst,

aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,

dass du es sagen darfst.

Voltaire (1694 – 1778)

„Helden reloaded“ Produktion Theater Forum Schwechat 9/22

Vielen Dank für das Interview liebe Manuela, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theaterprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Manuela Seidl, Intendantin des Theater Forum Schwechat, Schauspielerin, Regisseurin

https://www.forumschwechat.com/spielplan

https://www.manuelaseidl.at/

Foto_Portrait: Mirjam Koch

Szenenfotos_“Helden reloaded“ : Walter Pobaschnig _ „Helden reloaded“ Uraufführung, Theater Forum Schwechat 9/2022

1.12.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

https://literaturoutdoors.com