„Geben“ Ariane Swoboda, Schauspielerin _ Give Peace A Chance _ Wien 8.1.2023

GIVE PEACE A CHANCE


G eben

I st

V ölliger

E inklang

P ersönliche

E rrinnerungen

A usteilen

C ouragiert

E rzählen

A llen die Möglichkeit geben

C hancen

H aben

A lle

N iemand

C onferiert

E insam


Ariane Swoboda, 13.12.2022

Ariane Swoboda, Schauspielerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Ariane Swoboda, Schauspielerin

Foto_Daniel Murtagh


Walter Pobaschnig _ 13.12.2022.

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„Mehr lachen, mehr tanzen und vor allem auch viel mehr weinen.“ Franzi Serokina Lindenthaler, Schauspielerin _Wien 8.1.2023

Liebe Franzi, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Das ist sehr unterschiedlich und kommt immer darauf an,  an welchem Projekt ich gerade arbeite. Ich habe über die Jahre gemerkt, dass die erste Stunde des Tages einen großen Einfluss auf meine Stimmung und den restlichen Tag hat, daher habe ich eine Morgenroutine entwickelt, die ich (fast) jeden Tag ausübe J.

Zähneputzen, Zitronenwasser trinken und ab auf die Yogamatte. Den Körper aufwecken und mal ankommen, mich fragen wie es mir geht. Dann sammle ich positive, inspirierende Gedanken für den Tag. Ein Frühstück ist bei mir auch ein Muss. Danach Mails und Nachrichten beantworten und der Rest des Tages ist dann meistens sehr unterschiedlich. Ich habe jedenfalls sehr viel Energie von der abends meistens was übrig bleibt, daher endet der Tag häufig mit Sport und/ oder ich räume in meiner Wohnung herum.

Franzi Serokina Lindenthaler, Schauspielerin, Moderatorin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich glaube, dass das sehr individuell ist.

Zusammenhalt und ein liebevoller Umgang mit unseren Mitmenschen.

Wir leben aktuell in einer sehr intensiven, sensiblen Zeit. Es passiert so viel. Positiv und auch negativ. Ich glaube fest daran, dass es in jeder „negativen Situation“ auch einen positiven Aspekt zu finden gibt. Sogenannte „Learnings“. Meistens hilft dabei ein Perspektivenwechsel und: Humor! Manchmal darf man das Leben einfach nicht zu ernst nehmen. Ein bisschen Leichtigkeit schadet nie.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Abwechslung, Neugierde und ein optimistisches Mindset. Und mehr Akzeptanz dafür, dass nicht immer alles sofort funktionieren kann. Stolpern gehört dazu. Ich glaube daran, dass wir aufhören sollen uns zu sehr für Fehler selbst fertig zu machen. Lieber darüber nachdenken, was wir aus der Situation lernen können. Und wenn es mal absolut nicht läuft, dann ist das auch ok. Mehr lachen, mehr tanzen und vor allem auch VIEL mehr weinen.  

Bei all diesen Dingen, ist die Welt der Kunst eine große Hilfe und ich bin der festen Überzeugung, dass Kunst eine heilende Wirkung auf Körper und Geist hat. Sie schafft neue Perspektiven, Verbindungen und gibt so viel Inspiration.

Was liest Du derzeit?

„Wundstill“ von Renate Aichiger und „die Ameisenzählung“ von Daniel Glattauer.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Eins von Jeff Buckley:

 “Too young to hold on and too old to just break free and run”

und eins von mir:

„Aus dem Aber wird ein Und, aus dem Hoffen ein Wissen, aus dem Wissen ein Sein“

Franzi Serokina Lindenthaler, Schauspielerin, Moderatorin

Vielen Dank für das Interview liebe Franzi, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Schauspiel-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Franzi Serokina Lindenthaler, Schauspielerin, Moderatorin

https://www.franzilindenthaler.at/%C3%BCber-franzi

Fotos_Lisa Fokina

1.12.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Künstlerinnen*er stehen vor großen Herausforderungen“ Isabella Carlotta Gozzo, Schauspielerin/Sängerin _ Wien 7.1.2023

Liebe Isabella Carlotta Gozzo, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Da ich gerne noch intensiver im Filmbereich tätig sein möchte, bereite ich derzeit mehrere Showreels vor. Leider bin ich etwas perfektionistisch veranlagt, deswegen braucht das etwas länger, aber ich bin guter Hoffnung, dass ich es bald präsentieren kann.

In der Zwischenzeit bin ich auf der Leinwand gerne für mich malerisch tätig und gelegentlich als Background Sängerin/Tänzerin engagiert.

Isabella Carlotta Gozzo, Schauspielerin/Sängerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Die Corona-Krise hat uns allen den Boden unter den Füßen weggezogen, deshalb ist es mir persönlich besonders wichtig, alles was ich in den letzten 3 Jahren künstlerisch nicht machen konnte, nachzuholen. Es war mir immer ein Anliegen, den Menschen die Kunst näher zu bringen, ich glaube heutzutage ist dies wichtiger denn je.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Der Neubeginn in der Kunst ist tatsächlich sehr spannend, weil sich eben so viel verändert hat. Künstlerinnen*er stehen vor großen Herausforderungen, aber auch großen Möglichkeiten sich neu zu erfinden und ich kann es nicht erwarten auch meine Ideen und Leidenschaften endlich umzusetzen.

Was liest Du derzeit?

Ich lese gerade ein Buch von Isabel Allende ‚Paula“ , eine chilenische Schriftstellerin, deren Themen und Stil mich schon seit Jahren inspirieren.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Also, da fällt mir mehr als nur eines ein. „sometimes all you need is 20 seconds of insane courage. Just literally 20 seconds of just embarrassing bravery. And I promise you, something great will come of it.” (Benjamin Mee)

“I wish to present myself in front of the camera, each time under the features of a different woman. I would like to live and apprehend the problems, the conflicts, the feelings and the impulses of women radically different from me.” (Romy Schneider

Isabella Gozzo, Schauspielerin, Sängerin _ acting Janis Joplin _
2023 _
80.Geburtstag Janis Joplin (* 19. Januar 1943 Port Arthur, Texas † 4. Oktober 1970 in Los Angeles, Kalifornien)

Vielen Dank für das Interview liebe Isabella, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspiel- Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Isabella Carlotta Gozzo, Schauspielerin/Sängerin

Zur Person_ Mein Name ist Isabella Carlotta Gozzo und bin an einem superheißen Julitag in Rom/Italien auf die Welt gekommen und in Süditalien aufgewachsen. Schon in meiner frühesten Kindheit war Tanz, Musik und Gesang eine große Leidenschaft von mir. Das ist auch der Grund warum ich schon im Alter von 4 Jahren in einer Ballettschule zu tanzen begonnen habe und seitdem auf der Bühne stehe. Mit den Jahren habe ich noch viele andere Tanzstile erlernt und zusätzlich meine Liebe zum Schauspiel entdeckt.

Da ich mich nie zwischen den 3 Kunstrichtungen (Tanz, Gesang & Schauspiel) entscheiden konnte, beschloss ich eine Musical Ausbildung zu absolvieren, in der alle 3 Kunstarten vereint sind. Dieses Studium habe ich vor einem Jahr abgeschlossen und zusätzlich noch ein Diplom in Schauspiel gemacht.

Fotos_Walter Pobaschnig _ Station bei Janis Joplin/Wien 2/2023

20.12.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Genug, mehr als genug“ Elisabeth Schinagl, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Eichstätt/D 7.1.2023

GIVE PEACE A CHANCE


Genug, mehr als genug

Infiltriert

Vergewaltigt

Ermordet

Pausenlose

Erschütterung

Aggressiv

Chaotisch

Ewig?

Atemloses Sehnen:

Chance auf Frieden

Hoffnung auf Freiheit

Aufbau

Neubeginn

Change of time

Endlich?


Elisabeth Schinagl, 11.12.2022

Elisabeth Schinagl, Schriftstellerin  

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Elisabeth Schinagl, Schriftstellerin 

Zur Person_Dr. Elisabeth Schinagl, geb. 1961 in München, studierte Latein und Germanistik in Eichstätt und Regensburg. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für mittellateinische Philologie an der Katholischen Universität Eichstätt und danach Gymnasiallehrerin. Von 2009 bis 2017 war sie als Referentin im Bayerischen Landtag tätig. Seit 2018 ist sie freie Autorin. In ihren Werken befasst sie sich vorwiegend mit Themen aus der bayerischen Geschichte.

https://www.elisabethschinagl.de/

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 11.12.2022.

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„Ganz tief“ Jens-Philipp Gründler, Schriftsteller _ Give Peace A Chance _ Münster in Westfalen 6.1.2023

GIVE PEACE A CHANCE


Ganz tief in meinem

Inneren, weiß ich, dass wir

Vor allem in diesen Tiefen

Ewige Friedlichkeit verspüren.

Portale der Gewaltlosigkeit

Existieren ganz gewiss

An jedem Ort; sogar im

Chaos, wo blutrünstige

Ereignisse um sich greifen.

Ahimsa, Gandhis Prinzip;

Chimären in Uniformen

Haben ihm den Kampf

Angesagt; welchen diese Söldner 

Niemals gewinnen werden.  

Caritas, Frieden und Gleichmut

Ergeben sich schließlich im Inneren.


 Jens-Philipp Gründler, 1.12.2022

Jens-Philipp Gründler, Schriftsteller

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Jens-Philipp Gründler, Schriftsteller

https://jensphilippgruendler.net/

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 1.12.2022.

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„Das Beste ist, am Morgen, mit dem ersten Licht, hell zu werden, gegen den unverrückbaren Himmel zu stehen“ Martina Parker, Schriftstellerin _ Burgenland 6.1.2023

Wie sieht dein Tagesablauf aus?

Ich stehe gegen 7 Uhr auf, mache mir eine große Kanne Earl Grey Tee, rolle die Yogamatte aus und mache eine halbe Stunde Yoga. Dann beginne ich zu schreiben. Mein tägliches, selbst gesetztes Ziel sind 10 000 Zeichen. Meist bin ich damit gegen 14 Uhr fertig. Ich arbeite hauptberuflich als Autorin. Am Nachmittag kümmere ich mich um Marketing, PR, Social Media, Newsletter, E-Mails und natürlich um die Recherche. Dazu kommen rund dreißig bis vierzig Lesungen im Jahr.

Wenn ich über neue Plots nachdenke, gehe ich zum Denken gerne in den Wald. Die Abende verbringe ich mit meinem Mann, oder ich treffe Freunde, besuche Lesungen, Kabaretts und Konzerte.

Ich liebe den Austausch mit anderen Schreibenden. Oft chatte ich bis Mitternacht mit meinen engsten Autorenfreund*innen.

Martina Parker, Schriftstellerin 

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Nicht zu verzweifeln. Klimakrise, Coronakrise, Wirtschaftskrise, Krieg, Energiekrise, Papierkrise. Sich da den Optimismus zu bewahren und im Idealfall auch noch andere zu inspirieren, das ist eine enorme Herausforderung. Ich finde es wichtig, hier ganz bei sich und im Jetzt zu bleiben, statt sich in Worst Case Szenarien zu verlieren. Die aktuellen Bedrohungen sind (noch) nicht das Ende – weder das Ende von uns als Gesellschaft noch das Ende der Kunst.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Ich habe nicht das Gefühl, dass ein Aufbruch bevorsteht. Ganz im Gegenteil. Sehr viele Menschen, mit denen ich rede, sehnen sich nach einer (nostalgieverklärten) Vergangenheit. Sie sehnen sich nach einer Zeit, in der ein Studien- oder Arbeitsplatz sicher(er) war und Arbeit selbstbestimmter und weniger bürokratisiert und reglementiert war. Nach einer Zeit, in der man noch keine Angst hatte, dass man z. B. von einer Haarfarbe oder einem verkohlten Steak Krebs bekommen kann. Eine Zeit in der man noch nicht im Sekundentakt damit konfrontiert wurde, wie korrupt und grausam die Welt ist. Die Sozialen Medien tragen leider zu dieser negativen Wahrnehmung bei. Dabei geht es uns laut Kommunikationsdesigner Stefan Sagmeister langzeitig gesehen eigentlich wesentlich besser als z. B. noch vor hundert Jahren.

Wie Literatur und Kunst die Gegenwart reflektieren, obliegt der individuellen Entscheidung der Künstler:innen. Ich finde hier gerade die Vielfalt der Ausdrucksmöglichkeiten spannend. Manche entscheiden sich für messerscharfe Gesellschaftskritik oder Provokation. Andere ermöglichen dem Rezipienten kleine Fluchten von der Realität, bedienen sich einem Zweckoptimismus. Bis zu Dystopie ist in Kunst und Literatur alles möglich. Ich bin stark von der britischen Kultur geprägt. Mein Stilmittel ist der schwarze Humor. 

Was liest du derzeit

»Der Hausmann« von Wlada Kolosawa. Ein unkonventioneller Roman. Er kombiniert traditionelle Erzählweisen mit anderen Erzählstilen wie Chatprotokolle oder Comic. Es ist eine Geschichte über Gentrifizierung und Liebe, über exzessive Start-up- Kultur, Klimaerwärmung, veganes Hundefutter und das Darknet. Das Buch hat mir meine „Schreibschwester“, die Autorin Susanne Kristek vor ein paar Tagen geschenkt.

Aktuell bin ich auch Testleserin von Susannes neuem, noch unveröffentlichtem Manuskript. Insofern ist das, das zweite Buch, das ich gerade lese.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Für deinen Blog und zum Thema des Interviews passend, natürlich ein Bachmann Zitat J

„Das Beste ist, müde zu sein und am Abend hinzufallen. Das Beste ist, am Morgen, mit dem ersten Licht, hell zu werden, gegen den unverrückbaren Himmel zu stehen, der ungangbaren Wasser nicht zu achten und das Schiff über die Wellen zu heben, auf das immerwiederkehrende Sonnenufer zu.“ —  Ingeborg Bachmann

Martina Parker, Schriftstellerin 

Vielen Dank für das Interview liebe Martina, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Martina Parker, Schriftstellerin 

Zur Person:

Martina Parker hatte eine herrliche Kindheit am Land. Mit 18 war es trotzdem Zeit über den Gartenzaun zu blicken. Als Journalistin reiste sie in 69 Länder, traf und interviewte Stars und Künstler wie Susan Sarandon, Cate Blanchett, Quentin Tarantino und Karl Lagerfeld. Sie lebt mit ihrer Familie, Pferden, Katzen und Fledermäusen in einem alten Bauernhof im Südburgenländischen. In ihrem Garten gibt es sehr viel Giersch und viel zu viele Nacktschnecken.

Martinas journalistischer Background erklärt die starken Frauenfiguren in ihren Krimis. Ihre Ehe mit einem Engländer den burgenländisch-britischen Humor. Setting für die Abenteuer des Klubs der Grünen Daumen ist das Südburgenland. Für Martina das schönste Ende der Welt. 

Martina Parker / Autorin

Martina Parker begann nach Praktiken beim ORF und bei Der Standard zunächst als Journalistin bei der Österreichischen Gastgewerbe Zeitung, ehe sie die Leitung der beiden Fachzeitschriften Café Journal und Parfümerie&Drogerie übernahm. Parallel dazu schrieb sie unter dem Pseudonym Glenda Gossip Kolumnen, die mit dem Österreichischen Zeitschriftenpreis prämiert wurden. Sie gründete das Beautyressort der Frauenzeitschrift WIENERIN und leitete dieses über zwei Jahrzehnte lang. 2008 wurde sie Beauty Director für sämtliche Frauentitel der Styria. Monatliches Highlight war bis 2020 ihre Kolumne Schöner Leben. Parallel dazu schrieb sie zu unterschiedlichen Themen für WIENER, WIENERIN, DIVA und PRESSE Schaufenster, SERVUS in Stadt & Land. Sie entwickelt Kundenzeitschriften und macht Medienberatung. Aktuell arbeitet sie als Autorin und freie Journalistin. Ihre beiden Kriminalromane Zuagroast und Hamdraht (Gmeiner Verlag) sind beide Bestseller.

Books:

Zuagroast 7/2021 (Gmeiner Verlag)

Hamdraht 3/2022 (Gmeiner Verlag)

Hotel Rock´n Roll 9/2022 mit Manfred Stallmajer (SCHULTZ & SCHIRM Bühnenverlag GmbH)

Autorin — Martina Parker schreibt

Neuerscheinung_Martina Parker neues Buch „Aufblattelt“ erscheint am 25.1.23 

Aufblattelt 1/2023 (Gmeiner Verlag)

https://www.martinaparker.com/aufblattelt

Fotos Portrait_Rafaela Pröll

2.1.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„1848“ Erfolgsgeschichte einer gescheiterten Revolution. Alexandra Bleyer. Reclam Verlag.

1848. Es ist eine Zeit der Krisen. Kriege begleiten den Beginn des Jahrhunderts. Missernten, Hungersnöte prägen Europa. Herrschaftsformen kommen ins Wanken. Mit- und Selbstbestimmung werden zu Forderungen und Ansprüchen von breiten Gesellschaftsschichten, die sich mehr und mehr zu Wort und auch auf der Straße melden und formieren. Es kommt zu bewaffneten Zusammenstößen und Kämpfen. Die Staatsmacht kann sich behaupten, doch es kommt zu wesentlichen demokratischen Konzessionen und Neuerungen. Ein Grundstein wurde gelegt, der bis in die Gegenwart ganz wesentlich nachwirkt…

Alexandra Bleyer, Historikerin lässt in Ihrem kompakten Sachbuch die Zeit der Revolution 1848 in ihrem Verlauf wie ihrem Davor und Danach facettenreich lebendig werden und öffnet Hintergründe, die überraschen und ganz neue Blickwinkel eröffnen.

Die Autorin, ausgewiesene Kennerin dieser entscheidenden Epoche europäischer Geschichte, verbindet profunde Sachkenntnis wie Detailinformation mit ausgezeichneter Narrativität und lässt das Lesen so zu einem Erlebnis Zeitreise werden, dass rundum begeistert.

„Ein europäisches Entscheidungsjahr als Erlebnis Geschichte, das rundum begeistert!“

„1848“ Erfolgsgeschichte einer gescheiterten Revolution. Alexandra Bleyer. Reclam Verlag.

Walter Pobaschnig  1_23

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„Ein Stempel ist keine Waffe, aber er kann auch töten“ Viviane de Santana, Schriftstellerin _ Berlin 5.1.2022

Liebe Viviane, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ganz normal, ich arbeite, lese und schreibe, besuche Freunde und kulturelle Veranstaltungen. Und ich fühle mich privilegiert, ein solchen Alltag zu haben.

Viviane de Santana, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich glaube, dass Rücksichtnahme, Freundschaft und das Bewusstsein, dass das Leben ein Wandel ist, die wichtigsten Dinge sind. Und wir müssen endlich begreifen, dass wir alle zu einer gemeinsamen Gesellschaft gehören, trotz der Entfernung und Unterschiede. Diese Zeit sollte endlich die Zeit sein, in der Kriege aus der Geschichte der Menschheit ausgelöscht wären. Die Zeit, in der der Mensch diese Art der Konfliktlösung, die im Grunde keine Lösung ist, bereits überwunden hätte. Es gibt keinen Krieg, der nicht ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist!

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Im Laufe der Geschichte sind wir oft mit Ausbrüchen und Neuanfängen konfrontiert worden. Die Menschen neigen dazu, sich ernsthaft mit Problemen auseinanderzusetzen, wenn die Situation bereits akut ist. Für den Einzelnen bedeutet dies, dass er sich neu orientieren und anpassen muss. Der Mensch ist aber sehr anpassungsfähig. Für Menschen, die sich für Gerechtigkeit und die Umwelt einsetzen, gibt es keinen Neuanfang, es ist nämlich ein ständiger Kampf. Heutzutage, und seit jeher, ist es wesentlich einander zuzuhören, und objektiv und ehrlich zu argumentieren.

Die Rolle der Literatur in der Gesellschaft besteht gerade darin, andere Sichtweisen aufzuzeigen und einen tieferen Einblick in menschliche Konflikte zu geben, die Möglichkeit, sich in die Lage des anderen zu versetzen. Durch Literatur können wir einen neuen Blickwinkel auf die Realität gewinnen und kritisches Denken entwickeln.

Kunst hat die Kraft, Sensibilität für die Wahrnehmung neuer Perspektiven zu schaffen. Außerdem zeigt uns die Kunst die Schönheit der Ästhetik, die zur Entspannung führt.

Was liest Du derzeit?

Ich habe die Angewohnheit, mehrere Bücher gleichzeitig zu lesen.

The Falling Sky von dem Yanomami Davi Kopenawa unterscheidet sich sehr von dem, was ich bisher gelesen habe, denn es zeigt eine vollige neue Sicht der Welt, eine neue Philosophie. Er beschreibt seine Erfahrung, Schamane zu werden, den ersten Kontakt mit nicht-indigenen Menschen, mit den Goldgräbern und der Gier der Industriegesellschaften, und seine Eindrücke von Europa auf seiner ersten Reise außerhalb Brasiliens. Für mich offenbart die Narrative den Ursprung unserer spirituellen Beziehung zur Natur, die die Großstadtbewohnern vor langer Zeit verloren haben. Insbesondere die Europäer, die einen eurozentrischen und verschwenderischen Lebensstil pflegen. Eine Form von Verschwendung, die absurderweise immer noch als Reichtum angesehen wird!

Notes on Nationalism, von George Orwell, ist eine Pflichtlektüre für alle, die das Thema ernsthaft und rational diskutieren wollen. Das Buch ist kurz und präzise!

Und ich lese auch Schutzzone von Nora Bossong, eine Schriftstellerin, die ich sehr schätze!

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Eine Notiz von mir:  Ein Falkenweibchen ist in zweiundvierzig Tagen mit 230 km/h von Südafrika nach Finnland geflogen, hat dabei zehntausend Kilometer zurückgelegt und ist einer geraden Linie gefolgt. Die Natur ist erstaunlich! Der Mensch ist ebenso in der Lage, mehrere Kilometer zurückzulegen, ist ebenso bewundernswert und Teil der Natur. Eine Art Natur, die einen Pass verlangt. Der Pass wurde als Barriere, als Kontrolle geschafft, und er wurde Teil der menschlichen Natur, genau wie die Konflikte, Grenzen, Nationalität und Kriege. Es ist ein Dokument, das rettet oder verurteilt. Und selbst wenn eine Familie mit Kindern dahintersteckt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, einen Ablehnung-Stempel zu erhalten. Ein Stempel ist keine Waffe, aber er kann auch töten. Meines Erachtens sollte es bei der Diskussion über Migration nicht in erster Linie darum gehen, ob ein Land die Voraussetzungen für die Aufnahme „aller“ hat oder nicht, sondern darum, wie sichergestellt werden kann, dass eine große Zahl von Menschen nicht ihre Familien und ihre Heimat verlassen muss, um in einem anderen Land zu leben. Es geht um die Gründe, die Menschen dazu bringen, sich bedroht zu fühlen und riesige Entfernungen zurückzulegen, Wüsten, Meere und Wälder zu durchqueren, um anderswo auf dem Planeten ein besseres Leben zu suchen, und dafür bestraft zu werden.

Vielen Dank für das Interview liebe Viviane, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Viviane de Santana, Schriftstellerin

Foto_privat


23.11.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Gegebenenfalls“ Frank Klötgen, Bühnenpoet _ Give Peace A Chance _ München 5.1.2022

GIVE PEACE A CHANCE

Gegebenenfalls
Interesse
Vermelden!
Eh ein Kuschelbedürfnis nach Schlachtfeld und Helden

Perturbiert
Ethikbasen mit
Ambivalenz –
Choraleinsam singt sich grad „Give Peace a Chance“.
Entsetzensentstellt

Attackiert man

Charakter,
Höhnt hastig den Paz zu ’nem -ismus-ad-acta.
Aufrüstungsbrüstend wird kühn überblendet:
Normal ist Gewalt das, was
Chancenlos
Endet!


Frank Klötgen, 18.12.2022

Frank Klötgen, Bühnenpoet

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Frank Klötgen, Bühnenpoet

Zur Person_Frank Klötgen lebt als Autor, Bühnenpoet und Kabarettist in München. Er spielt im Ensemble der Münchner Lach- & Schießgesellschaft und ist Mitglied mehrerer Lesebühnen. Veröffentlichte bislang neun Bücher, zuletzt »Lebhaft im Abgang. Tödliches & Tröstliches in 200 Gedichten« (Satyr: 2021)

http://www.xn--kltgen-xxa.de/

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 18.12.2022.

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„Ins Tun zu kommen“ Alexandra Rath, Autorin _ Wien 4.1.2023

Liebe Alexandra, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Sehr frei. Ich habe gerade das Manuskript für ein neues Buch abgegeben und darf jetzt ein paar Tage entspannen.

Alexandra Rath, Autorin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ins Tun zu kommen. Mein Spezialgebiet ist die Nachhaltigkeit in der Ernährung und die Natur in Städten, im Speziellen in Wien. Wir sollten alle weniger „gscheit“ reden und mehr machen. Nicht immer darauf warten dass Behörden, die EU, oder sonst wer aktiv wird, sondern selbst aktiv werden. Ansonsten heißt es Ruhe bewahren und zusammenhalten. Damit meine ich kein nationales Verhalten, sondern ein menschliches.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Auf Missstände aufmerksam zu machen. Manchmal laut und manchmal leise. Sie muss sich hinter Menschen stellen, die etwas bewegen. Farbe bekennen. Manchmal darf Kunst aber auch ablenken. Freude und Genuss bereiten. Und uns helfen, den Alltag zu entfliehen oder Inspiration zu finden.

Was liest Du derzeit?

Das lektorierte Manuskript zu meinem neuen Buch. Ansonsten bin ich für Empfehlungen offen 😉

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Aus Stefan Zweig „Die Welt von gestern“ „Wider meinem Willen bin ich Zeuge geworden der furchtbarsten Niederlage der Vernunft und des wildesten Triumphes der Brutalität innerhalb der Chronik der Zeiten; nie – ich verzeichne dies keineswegs mit Stolz, sondern mit Beschämung – hat eine Generation einen solchen moralischen Rückfall aus solcher geistigen Höhe erlitten wie die unsere.“

Alexandra Rath, Autorin

Vielen Dank für das Interview liebe Alexandra, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Buch-, Stadt/Natur/Kulinarikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

Bitte, gerne!

5 Fragen an Künstler*innen:

Alexandra Rath, Autorin

Zur Person_Alexandra Maria Rath, geboren in Villach und seit ihrem ersten Lebensjahr Wienerin, studierte Marktkommunikation ebendort. Nach zehn Jahren in internationalen Werbeagenturen folgte die Ausbildung zur Vital- und Ernährungstrainerin sowie zum Wildkräutercoach. Parallel dazu setzte sie ihre Karriere in der Werbebranche fort und stieg bis zur Agenturleiterin einer renommierten internationalen Werbeagentur auf. 2014 hängte sie ihren Kommunikations-Job endgültig an den Nagel, seitdem widmet sie sich mit Herz und Seele ihren Leidenschaften: Dem Kochen, der Natur und der Stadt Wien. Die Autorin veranstaltet regelmäßige Kochworkshops sowie »essbare Stadt-Spaziergänge«, bei denen sie Wildpflanzen in den Mittelpunkt stellt, zubereitet und verkosten lässt.

Mehr Informationen zur Autorin unter: http://www.wildes-wien.at

Neuerscheinung _Alexandra Rath_

SÜSSES WILDES WIEN

Genascht wird, was in der Stadt wächst

erscheint_8.März 2023

Ernährungsexpertin Alexandra Maria Rath widmet sich den süßen Seiten des Lebens und präsentiert Wien – die lebens- und liebenswerteste Stadt der Welt – von ihrer grünsten, schmackhaftesten Seite. Essbare Blüten, Wildobst und andere köstliche Wildpflanzen sowie Wiener Stadthonig werden zu genussvollen Mehlspeisen, Desserts und einzigartigem Zuckerwerk verarbeitet. So wird aus den sternchenförmigen Blüten vor der historischen Sternwarte in Ottakring der süße Holunder-Zabaione, aus der orientalischen Maulbeere im Türkenschanzpark die erfrischende Maulbeer-Joghurt-Torte und aus dem Dirndl vor dem Wiener Heurigen ein köstliches Fruchtgelee.

Über 40 Rezepte sowie Anekdoten und Wissenswertes zu den vorgestellten Sehenswürdigkeiten ergeben eine einzigartige Mischung aus spannendem City-Guide und verführerischem Kochbuch.

Alexandra Rath, Preisträgerin des »Swiss Gourmet Bookaward«

» Mit 13 Top-Sehenswürdigkeiten und über 40, eigens kreierten Rezepten 

» Die süße Küche von Welt, zubereitet mit Wildpflanzen aus der Stadt

» Von der Altwiener Topfentorte über italienische Struffolis bis hin zum französischen Creme Caramel

» Mit Speisen-Fotos des Fotografen Stefan Mayer (Fotostudio Mayer mit Hut) sowie einer wunderschönen Buchgestaltung des Art Directors David Maninger und Handzeichnungen von Alfons Theininer

Fotos_Portrait: Philipp Knoll

22.12.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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