„Die große Pension Europa Show“ sensationelle Uraufführung aktionstheaterensemble Werk X _ Wien 11.1.2023


Da bin ich. Und da bist Du. Nackt. So beginnt es. Könnte es beginnen. Wenn es draußen regnet und still ist. Und die Musik erzählt. Von Erinnerungen.


Doch da ist auch das Scheinwerferlicht. Und das reicht nicht für alle. Nicht hier, nicht im Boot, nicht in Afrika, nicht vor dem Supermarkt, nicht im Brunnen. Also werde ich ich sein und du du sein, bleiben, werden, haben. Basta.


Lass` mich erzählen. Lass` mich fragen. Lass` mich bluten. In meinem Licht.


Bis es regnet und ich träume. Vom Licht…


Und die Show beginnt. Die große Show. Meine große Show. Bis zum Ende…


Bis das Licht ausgeht….im Regen


Martin Gruber und das aktionstheaterensemble eröffnen das Theaterjahr Wiens mit einem sensationellen Bühnentornado im rasenden Dialog von Wort, Körper, Musik, der aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen in unglaublicher Verdichtung und Transformation zwischen Alltag und Reflexion einmalig vor dem grenzenlos staunenden Publikum auf der vor Spielwitz und Spielfreude in Tragik und Komik bebenden Bühne mitreißend oszillieren lässt.

Es ist höchste Theaterkunst wie hier Leben in allen abgründigen Schattierungen von Sehnsucht und Einsamkeit ins lodernde Bühnenlicht gesetzt und in hervorragender Dramaturgie, einmaliger Schauspielkunst wie wunderbarer musikalischer Orchestrierung in Grund und Abgrund zelebriert und zerlegt wird.

„Ein sensationelles Spiegelkabinett von Zeit und Leben als einmaliges Bühnen-Gesamtkunstwerk!“


DIE GROSSE PENSION EUROPA SHOW IM WERK X WIEN _Premiere: 11.01.23 |

Weitere Termine _ 12.01.23 | 13.01.23 | 14.01.23 | 17.01.23 jeweils 19.30h (Dauer ca. 2,5h mit Pause)

Werk X Wien, Oswaldgasse 35A, 1120 Wien

KONZEPT UND INSZENIERUNG: MARTIN GRUBER | TEXT: MARTIN GRUBER UND AKTIONSTHEATER ENSEMBLE SOWIE CLAUDIA TONDL UND ELIAS HIRSCHL | DRAMATURGIE: MARTIN OJSTER | BÜHNE, KOSTÜM: VALERIE LUTZ | VIDEO: RESA LUT | REGIEASSISTENZ: MICHAELA PRENDL | MEDIENKONTAKT: GERHARD BREITWIESER | LIVE-MUSIK: DOMINIK ESSLETZBICHLER, CHRISTIAN MUSSER, DANIEL NEUHAUSER, GIDON OECHSNER, DANIEL SCHOBER, PETE SIMPSON

DARSTELLER:INNEN: BABETT ARENS, MICHAELA BILGERI, AISHA EISA, ISABELLA JESCHKE, ELIAS HIRSCHL, RAPHAEL MACHO, KIRSTIN SCHWAB, TAMARA STERN UND BENJAMIN VANYEK

Die grosse Pension Europa Show


Walter Pobaschnig 1_23

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„Interessiert das, was ich zu bieten habe, irgendjemanden?“ Kevin Krennhuber, Schauspieler _ Wien 12.1.2023

Lieber Kevin, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein künstlerisches Leben ist geprägt von einer Art Dualismus. Es gibt sehr produktive Zeiten, in denen sich oft mehrere Projekte überlappen und mich sehr fordern. Dazwischen entsteht dann aber immer wieder eine Art „Zwischenstopp“, also eine ruhigere Phase, die ich zur Regeneration und Evaluierung nutze.

Diese Unstetigkeit ist einerseits natürlich etwas Schönes. Gerade für eine Persönlichkeit, wie die meine, die ständig nach Neuem sucht und sich nicht im Wiederholenden abnutzen möchte, ist es wunderbar immer wieder neue Menschen kennen zu lernen, neue Geschichten zu erzählen und gemeinsam etwas Einzigartiges zu erschaffen.

Andererseits sind die Phasen dazwischen immer wieder eine Herausforderung an das eigene Selbstbild. Stichwort: Evaluierung. Als selbstkritischer Mensch stelle ich mir in ruhigen Momenten natürlich Fragen wie „Wo will ich als Künstler hin?“ „Bin ich auf dem richtigen Weg?“ „Interessiert das, was ich zu bieten habe, irgendjemanden?“ In Zeiten von Instagram natürlich auch „Wieso drehen alle anderen häufiger als ich?“ 

Dann tröstet mich die Einsicht, dass ich mich gerade in einem Wellental befinde, auf das immer wieder ein Wellengipfel folgen wird. Und, dass es vielen Kollegen, mit denen ich darüber gesprochen habe, ähnlich ergeht. Es gehört einfach zum Job. Genauso wie die mittlerweile überhand nehmenden E-Castings.

Kevin Krennhuber, Schauspieler, Sprecher und Musiker

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Während der Pandemie war es wichtig, auf unsere Gesundheit und die der anderen zu achten. Eine vergleichsweiße einfache Aufgabe.

Mittlerweile stehen wir am Beginn einer wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Krise der westlichen Hemisphäre, die das Leben jedes Einzelnen schon jetzt verändert und noch viel stärker verändern wird. Von der Klimakrise ganz zu schweigen. Vieles, was für unser gesamtes Leben bisher selbstverständlich war, wird sich verändern oder ganz verschwinden. Das Außen wird unsicher und vage.

Ich denke deshalb, dass jetzt zwei Dinge für uns alle besonders wichtig werden: Zum einen sollten wir unsere Bedürfnisse und Sicherheiten wieder vom Außen ins Innen transferieren. Wenn wir unabhängig von einer sich ständig stark verändernden und deshalb teilweise auch bedrohlichen Welt sein wollen, dann müssen wir in uns einen Raum schaffen, der unabhängig ist von äußeren Einflüssen. Viktor Frankl wusste, wie das geht.

Zum Anderen, müssen wir uns unsere Ziele enger stecken. Die Zeiten von „Du kannst alles werden, wenn du es dir nur selber eindringlich genug einredest“ sind vorbei. Je mehr Variablen in die Gleichung kommen, desto konkreter sollten die Konstanten sein.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Die Kunst als Funke des Moments hat die magische Fähigkeit aus Nichts Etwas zu erschaffen, und diese Fähigkeit hat uns immer schon durch schwierige Zeiten geholfen, weil sie uns auf der sublimsten Ebene verbindet. Eine Ebene, die ohne alles auskommt.

Die Kunst vergangener Zeiten kann uns aber auch helfen, Ereignisse, die auf uns zukommen, richtig einzuordnen. Wir können von den Erfahrungen unserer Vorgänger lernen, können Trost aus den Beschreibungen ihrer Erlebnisse ziehen.

Und die Kunst als in Beziehung setzendes Medium wird uns auch beim Einordnen und Verarbeiten helfen.

Was liest Du derzeit?

Ich habe vor kurzem ein Buch wieder zur Hand genommen, dass ich vor langer Zeit zu lesen begonnen, aber nie beendet hatte: Stefan Zweigs – Die Welt von gestern. Nun scheint der Zeitpunkt richtig zu sein, es fertig zu lesen.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Keinen klugen Satz eines weisen Autors, sondern die Worte meiner leider schon lange verstorbenen Großtante Mimi – simpel, aber mächtig: „Wer waaß wofür’s guat woa?“ (Wer weiß wofür es gut war?)

Vielen Dank für das Interview lieber Kevin, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Kevin Krennhuber_Schauspieler, Sprecher und Musiker

Zur Person_ Kevin Hermann Krennhuber wurde in Linz geboren. Kindheit und Jugend verbrachte er in Oberösterreich. Nach der Matura am Stiftsgymnasium Kremsmünster führte ihn sein Weg zuerst als Kameramann zum TV danach als Moderator zum Radio.

2011 schloss er das Studium der Allgemeinen Sprachwissenschaft in Wien mit Diplom ab. Es folgte eine mehrjährige Schauspielausbildung und schließlich 2017 die paritätische Bühnenreife. Kevin Krennhuber ist als Sprecher vor allem auf ORF III und Servus TV zu hören, zu sehen war er zuletzt im Theaterforum Schwechat als Major Petkoff in G. B. Shaws „Helden“.

https://www.kevinkrennhuber.com/

Foto Portrait_Cherie Hansson; Szenenfotos „Helden reloaded“ Walter Pobaschnig.

21.12.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„———-“ Pupuze Berber, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Frankfurt/Main 12.1.2023

GIVE PEACE A CHANCE

Lieber Walter, ich werde das nicht schaffen. Das Thema ist so traurig, dass ich, egal was ich sagen möchte, an dieses nicht rankomme, alle Wörter nichtig und unwichtig erscheinen. Ich würde es so leer lassen wollen, weil meine Worte sie nicht ausfüllen können.

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Pupuze Berber, 8.12.2022

Pupuze Berber, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Pupuze Berber, Schriftstellerin

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 8.12.2022.

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„pizza erderwärmung“ Thomas Hofer, Schriftsteller _ Give Peace A Chance _ Mattersburg/A 11.1.2022

GIVE PEACE A CHANCE


Gestern

In

Verzweiflung

Eine

Pizza

“Erderwärmung”

Aufgegessen,

Crabbencocktail

Endzeit”

Abermals

Consumiert,

Hoffe

Auf

Nahrhaftere

Chronische

Essgewohnheiten



Thomas Hofer, 12.12.2022

Thomas Hofer, Schriftsteller  

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Thomas Hofer, Schriftsteller

Zur Person_Thomas Hofer, 1978 in Eisenstadt geboren, aufgewachsen in Mattersburg und Walbersdorf. Studium Germanistik, Geschichte und Keltologie in Wien, zahlreiche Studienaufenthalte in der irischen Gaeltacht. Im Frühjahr 2023 erscheint der Kurzgeschichtenband „Shit, Oida! Erlebtes und Erlittenes aus den 80ern“ bei edition lex listz 12.

Fotos_Monika Löff


Walter Pobaschnig _ 12.12.2022.

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„Jene Worte und Sprache zu finden, welche die Geschichte am treffendsten vermitteln“ Franziska Streun, Schriftstellerin _ Buchneuerscheinung _ Roman „unlebbar“ _ Thun/CHE 11.1.2022

Liebe Franziska, Dein aktueller Roman „unlebbar“ ist im Oktober 2022 erschienen. Worum geht es darin?

Der 75-jährige Fred bricht in seiner Wohnung zusammen. Seine Nachbarin Nicole und ihr Sohn Leo finden ihn und alarmieren den Notarzt. Sie übernimmt widerwillig die Aufgabe, bis zu dessen Rückkehr regelmässig nach ihrem Nachbar zu schauen. Fred nutzt die Gelegenheit, sein Gewissen zu erleichtern. Doch Nicole hat mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen. Nach und nach realisiert sie, dass ihre traumatische Kindheit auf verhängnisvolle Weise mit Freds Vergangenheit verknüpft ist.

Wie kam es zu Idee und Entstehung?

2013 ist mein Buch „Mordfall Gyger – eine Spurensuche“ erschienen. Mich erschreckte, dass nicht einmal ein Tötungsdelikt an einem 14-Jährigen das Schweigen innerhalb einer verschworenen Männergruppe brechen konnte. Als eine Frau mir von ihrem Leben voller Angstzustände und Panikattacken erzählte und davon, dass ihre Vergangenheit mit einigen dieser Männer zu tun hatte, wollte ich die beiden Geschichten auf einer psychologischen Ebene miteinander verknüpfen: Die Last des schlechten Gewissens einerseits und die lebenslangen Folgen von Missbrauch und Gewalt andererseits.

Was ist Dir im Schreiben wichtig?

Wichtig sind mir während des Schreibens zwei Dinge: Erstens, dass sich dabei die erhofften verstärkenden Töne zwischen den Zeilen einflechten und sie in tiefsten Ebenen nachklingen und Zweitens, dass ich intuitiv jene Worte und Sprache finde, welche die Geschichte am treffendsten vermitteln.

Wo wirst Du Dein Buch präsentieren?

Die Buchvernissage hat in der Buchhandlung stattgefunden, weitere Lesungen mit Gesprächen finden an Literatur- und Kunstorten statt und geplant ist eine Lesereise zusammen mit Fachpersonen wie z.B. Opferhilfestellen, Psychiaterinnen und Traumaexperten.

Mit welchen Worten möchtest Du Dein Buch empfehlen?

Schweigen löst keine Probleme. Wegschauen noch weniger. Sich dagegen auf Unangenehmes einzulassen und Anteil nehmen, verstärkt Verständnis und ermöglicht Veränderung. „Unlebbar“ bietet sich an, mitzuerleben, wie sich langjähriges Schweigen und lebenslange Angstattacken anfühlen sowie öffentlich über solche Themen zu sprechen und auf diese Weise Gewalt zu reduzieren und Täter zu schwächen.

Franziska Streun, Schriftstellerin

Vielen Dank für die Buchvorstellung, liebe Franziska, viel Freude und Erfolg! 

„unlebbar“, Franziska Streun, Roman. Zytglogge Verlag, 2022.

www.franziskastreun.ch

Foto Portrait_privat.

Flyer „unlebbar“ (Gestaltung www.michaelstreun.ch)

25.12.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Worte als Herausforderung und Trost“  Dagmar Dusil, Schriftstellerin _ Bamberg/D 11.1.2023

Liebe Dagmar, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Oft Routine, doch auch aus der Routine ausbrechen. Ich bin keine Frühaufsteherin, leider, wenn ich trotzdem ab und dann früh aufstehen muss, begeistert mich der Morgen, und ich nehme mir vor, öfter früh aufzustehen. Der Morgen beginnt für mich mit Vogelgezwitscher, das meiner  Seele gut tut. Dann Kaffee, danach bin ich ansprechbar. Interessante Träume schreibe ich auf. Es folgen Telefonate, E-Mails beantworten, laufende Projekte betreuen, Artikel schreiben. Mindestens eine Stunde Zeit für Klavierüben stehlen. Zu Mittag ein schneller Mittagessen vorbereiten. Am Nachmittag raus in die Natur. Ein wenig Meditieren. Übersetzen. Nach zwei Jahren wieder Freunde treffen, sich austauschen. Kulturelle Veranstaltungen besuchen. Am Abend schreiben bis spät in die Nacht. Worte als Herausforderung und Trost.

Dagmar Dusil, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Empathie und Verständnis, nicht aus dem seelischen Gleichgewicht fallen. Ruhe bewahren und besonnen handeln. Urteilen doch nicht verurteilen. Das Anderessein und anders Handeln akzeptieren. Nicht in der Vergangenheit leben sondern in der Gegenwart. Aus dem Augenblick das Beste machen. Wir müssen verstehen, dass wir ein Teil dieser Erde sind,  und dass alles mit allem zusammenhängt.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Wir schlittern zur Zeit von einer Krise in die andere. Umso wichtiger ist es, achtsam zu sein, sich darauf zu besinnen, dass Zeit Veränderung bringt, hoffen, dass sich die Dinge zum Guten wenden. Literatur und Kunst an sich spielt eine wichtige Rolle für die Gesellschaft und für den Einzelnen, für den Schaffenden und den Kunst Konsumierenden. Sie hat eine heilende Wirkung, führt zu uns selbst, stimmt nachdenklich und lenkt die Aufmerksamkeit auf Wesentliches.  

Was liest Du derzeit?

Immer mehrere Bücher, die sich auf meinem Nachtkästchen stapeln. „Die Wand“ von Marlen Haushofer (ein faszinierendes Buch) , Dinçer Güçyeter „Mein Prinz, ich bin das Ghetto“ (Gedichte, die meine Nächte einläuten) , Lucian Blaga „Trilogia culturii“ (der mich seit meiner Studentenzeit begleitet), Irene Andrews „About One Whom Chopin Loved“ (ein Buch über das Wunderkind Carl Filtsch, der als Fünfzehnjähriger in Venedig starb und über den ich einen musikalisch-literarischen Salon vorbereite.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ein Gedicht aus meinem zweisprachigen Band „Beleuchtete Busse in denen keiner saß“.

Panta rhei

Lass es geschehen / Das Werden, Vergehen / Lass es geschehen /

Das Leben im warmen Atem / Lass die Wasser fließen /

Über die Stoppeln der Felder / Lass Türme sich neigen /

Und Äpfel verfaulen / Lass Brunnen austrocknen /

Lass es geschehen / Dass Menschen kommen /

Dass Menschen gehen / Lass es geschehen /

im Blätterfall / Lass Abschiede regnen / Und Pfützen entstehen.

Vielen Dank für das Interview liebe Dagmar, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler*innen:

Dagmar Dusil, Schriftstellerin

Foto_privat.

7.5.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Glückseligkeit“ Okan Cömert, Schauspieler _ Give Peace A Chance _ Wien 10.1.2023

GIVE PEACE A CHANCE


Glückseligkeit

Inbrunst

Verlangen

Energie

Partnerschaft

Empathie

Ausdauer

Charme

Einlassen

Aufdrehen

Chemie

Haltung

Anstand

Notwendigkeit

Credo

Erlassen


Okan Cömert, 7.12.2022

Okan Cömert, Schauspieler 

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Okan Cömert, Schauspieler 

Foto_Marco Riebler

Walter Pobaschnig _ 7.12.2022.

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„sich nicht zu fürchten und sich nicht den Interessen anderer zu unterwerfen“ Peter Zimmermann, Schriftsteller _ Wien 10.1.2023

Lieber Peter, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Nach dem Aufstehen Kaffee trinken, ein, zwei Zigaretten rauchen, Löcher in die Luft starren, auf Ideen und Motivation warten. Beide lassen nicht lang auf sich warten.

Da ich auf Ö1 für drei wöchentliche Sendereihen zuständig bin, wird das dafür Notwendige zügig und ohne Aufschub erledigt.

Lesen.

Kommunizieren, persönlich oder via diverse elektronische Kanäle.

Schreiben – für die eigenen Sendungen, für andere Medien.

Immer wieder Freiräume fürs literarische Schreiben schaffen. Zuvor muss ich aber warten, ob da etwas zur Sprache kommen will.

Privat sein.

Peter Zimmermann_Schriftsteller, Journalist

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Dass wir nicht jedes Problem der Menschheit zu unserem persönlichen Problem machen. Abstand wahren. Nicht alles glauben, was wir lesen oder hören. Entspannt sein, ohne ignorant zu sein.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Wesentlich jetzt und immer ist: sich nicht zu fürchten, die Ängste klein zu halten und sich nicht den Interessen anderer zu unterwerfen. Auch wenn die behaupten, das sei unsolidarisch. Die Literatur kann dazu beitragen, ein Sensorium für das komplexe Gefüge der Welt zu entwickeln. Einerseits, weil wir uns auf Sprache und darauf, was sie ver- bzw. enthüllt einlassen. Andrerseits, weil Literatur die Bedingungen der Existenz auslotet.

Was liest Du derzeit?

Andrea Giovene: „Die Jahre zwischen Gut und Böse“

Andrea Bajani: „Buch der Wohnungen“

Arno Camenisch: „Die Welt“

Hannes Böhringer: „Lücken im Verhau“

Weil ich immer mal wissen möchte, wie Bestseller (nicht nur aktuelle) konstruiert sind und was sie über eine bestimmte Zeit aussagen: Johannes Mario Simmel: „Die Antwort kennt nur der Wind“ aus dem Jahr 1973.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Der Zweifel ist dein bester Freund.

Vielen Dank für das Interview lieber Peter, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Radio-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Peter Zimmermann_Schriftsteller, Journalist

Foto_privat.

13.11.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Kunst bietet die Escape Rooms der Menschlichkeit, die wir verteidigen müssen“ Isa Tschierschke, Schriftstellerin _ Detmold/D 9.1.2023

Liebe Isa, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Zwischen den Jahren hatte ich Grippe. Das Timing war also perfekt. Jetzt kann’s weitergehen. Morgens Schreiben, nachmittags Lesen. Dazwischen das, was man halt so machen muss. Und Facebook. Weil ich so interessante neue »Freunde« habe, darunter viele Autorinnen und Autoren, verbringe ich viel Zeit auf Facebook und gucke mir an, was die anderen für spannende Sachen machen. Manche Ideen sind so gut, dass sich »Teilen« manchmal wie »Klauen« anfühlt.

Isa Tschierschke, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Eben dieses neu Vernetzen. Wenn andere Sicherheiten wegbrechen, muss ein neues Gefühl der Verbundenheit her. Auch wenn es zunächst nur oberflächlich ist.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Die Kunst bietet die Escape Rooms der Menschlichkeit, die wir verteidigen müssen. Vor allem müssen wir den Wert des künstlerischen Schaffens an die Kinder weitergeben. Als Mittel der Resilienz, das man dem ökonomischen Würgegriff entgegensetzen kann. Viele Eltern schauen zu ängstlich nur auf die ökonomische Verwertbarkeit der Talente ihrer Kinder. So, wie sie es bei sich selbst auch tun im Sinne optimaler Selbst-Verwertung.

Was liest Du derzeit?

Das Jahr ging mit »Das Leuchten der Rentiere« von Ann-Helén Laestadius zu Ende, einer samischstämmigen Autorin, die ich sehr mag. Ich lerne seit 2 Jahren Schwedisch und ihre Jugendromane kann sogar ich schon im Original lesen. Das neue Jahr begann mit »Das andere Mädchen« von Annie Ernaux und als nächstes kommt dann »Innigst« (»Dearly«), Margaret Atwoods Gedichtsammlung in der Übersetzung von Jan Wagner. Ich habe die beiden im Gespräch beim Literaturfestival in Berlin gesehen und war gerührt, wie sie harmonierten. Ich bewundere Übersetzer – die von Lyrik sowieso! Für die Art von Arbeit muss man ein unglaublich gut aufgeräumtes Gehirn haben. Mir würde alles durcheinander geraten.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

»Die Welt wird euch nichts schenken. Wenn ihr ein Leben wollt – stehlt es!«. Das hat Lou Andreas-Salomé gesagt (und getan).

Vielen Dank für das Interview liebe Isa, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

Bitteschön und viele interessante Verbindungen im neuen Jahr!

5 Fragen an Künstler*innen:

Isa Tschierschke, Schriftstellerin

Foto_privat

4.1.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Gern würd‘ ich die Zeit erleben“ Axel Aldenhoven, Schriftsteller _ Give Peace A Chance _ Köln 9.1.2023

GIVE PEACE A CHANCE


Gern würd‘ ich die Zeit erleben,

In der Menschen alles geben.

Vielleicht naiv von mir zu glauben.

Endzeit ist’s … sie töten … rauben.

Putin hat nur ein Gesicht

Erdgas kaufen wir dort nicht.

Aber das tut uns nicht weh,

China baut ein LNG

Endzeit ist’s … sie kommen schon … die Milliardeninvasion.

Ach wie gut, dass niemand weiß, dass Kapital auch töten heißt.

Caesaren dieser Welt

Hört drauf!

Armut hört durch Geld

Nicht auf.

Cremetörtchen, statt neuer Waffen

Endzeit ist’s, wenn wir’s nicht raffen.


Axel Aldenhoven, 1.12.2022

Axel Aldenhoven  _ Schriftsteller, Blogger

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Axel Aldenhoven  _ Schriftsteller, Blogger

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Walter Pobaschnig _ 2.12.2022.

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