Liebe Sybil Amber, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ich wache auf, trinke meinen Cafe. Dann beginnt mein Tag mit Musik, Lernen, Kontakte suchen, EMails schreiben, dazwischen einige Pausen. Meine Arbeitstage sind eher regelmäßig und ruhig, weil ich stundenlang mit Kopfhören und Tastatur gemütlich schreibe, lerne, komponiere, Musik höre, oder Instrumente übe. Performances oder Film ansehen gehört ebenso dazu, wie Musikvideos ansehen. News lesen oder einen Imbiss, geschieht dazwischen. Netzwerken, Freunde besuchen, mit meinem Freund feiern.
Sybil Amber, singer-songwriter, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Für uns alle wäre es wichtig sich zu vergegenwärtigen, dass wirkliche Probleme auf der Erde unser aller Leben sehr verändern werden. Deswegen ist gesunde, vegane Ernährung an erster Stelle, sowie Training.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?
Musik begleitet Menschen, kann heilen, Fröhlichkeit erwirken, grässliche U-Bahnfahrten erleichtern, generell das Leben beflügeln, oder aber auch zum Abtanzen bewegen. Viele Emotionen können mit Musik geordnet werden, dabei tritt Heilung ein. Auch Gehirnwellen können damit beeinflusst, Bedürfnisse nach Ästhetik befriedigt werden. Entspannung, Atmung, Tonus, und weitere körperliche Prozesse verändern sich durch Musik positiv. Musik, Kunst, kann Botschaften übermitteln, die viele Menschen verstehen. Der Künstler, die Künstlerin, kann in der Erschaffung eines Werks sein oder ihr Publikum so ansprechen, dass Zustimmung und Freude, daher sinnvolle Reflexion, entstehen.
Der, die HörerIn, BetrachterIn, das Publikum sind letztlich die reflektierende Oberfläche, und können Werke der Kunst dadurch in ihrer Bedeutung verändern. Siehe dazu Marcel Duchamps Schrift zum Kunst-Koeffizienten und Joseph Beuys zum Begreifen von revolutionären Prozessen.
Was liest Du derzeit?
Thomas Bernhard, die Bibel. Artikel in Tageszeitungen. Lyrics von Nina Hagen, Yoko Ono, John Lennon. Fachbücher.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Fela Kuti: Beasts Of No Nation
How animal go know say dem no born me as slave?
How animal go know say slave trade don pass?
And, they wan dash us human rights
Animal must talk to human beings
Give dem human rights
I beg-I oh, make you hear me well-u well
I beg-I oh, make you hear me very well
Human rights na my property
So therefore, you can’t dash me my property
Human rights na my property
Dey wan dash us human rights
Vielen Dank für das Interview liebe Sybil, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Sybil Amber, singer-songwriter, Schriftstellerin
Zur Person_Sybil Amber, geboren in Wien 1964, Studium der Musik, Kultur,- und Sozialanthropologie, Schauspiel. Erste Gedichte und Poesie seit dem 13. Lebensjahr; Lesungen. Kurze Texte fuer messing Logbuch – Gruppe für kulturelle Produktpräsentation; Theaterarbeit bei daskunst und Cocon. Songs und Lyrics, Arrangement, Music Production.
Foto_privat
17.3.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.
Einstürzende Menschlichkeit und ihre Trümmer liegen frei.
Außer einer Stimme, die eindringlich appelliert.
Cellos verstummten unfreiwillig.
Eindringlich an Humanität.
Alles ist so grauenhaft still.
Chöre haben sich aufgelöst.
Haben sich verloren. Wie so viele im Land.
Alleinsein ist nicht Einsamkeit.
Nichts außer Wind und Regen.
Chorgesang und das Ersehnen danach.
Eigentlich nur Schmerz und Ruf nach weniger Tod.
Sebastian Grayer, 9.4.2023
Sebastian Grayer,Autor
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:
Zur Person_Sebastian Grayer,Autor
*1999 in Klagenfurt (Kärnten) geboren
Beruf und Wohnort Autor, freier Kulturjournalist sowie Student der Soziologie und Germanistik. Lebt, arbeitet und studiert in Graz (Steiermark, Österreich) sowie in Völkermarkt (Kärnten, Österreich).
2006 – 2010: Franz Mettinger Volksschule Völkermarkt 2006 – 2009: Musikschule Völkermarkt (Waldhorn) 2010 – 2014: Neue Mittelschule Völkermarkt 2014 – 2018: Bundesoberstufenrealgymnasium Wolfsberg (Matura) 2018 – 2020: Rotes Kreuz Völkermarkt (Zivildienst und Ehrenamt) Seit 2019: Bachelorstudium Soziologie an der Karl-Franzens-Universität Graz
Seit 2022: Blog „Ein Hinterzimmer. Texte zu Literatur, Kultur und Gesellschaft“ 2022: Jurymitglied beim Literaturwettbewerb der HAK und HLW Wolfsberg Seit 2023: Mitglied bei den Völkermarkter Turmschreiber:innen
Seit 2023: Redaktioneller Mitarbeiter beim kärntenweiten Newsletter des Roten Kreuzes Kärnten
Seit 2022: Referent für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit beim Roten Kreuz Kärnten (Bezirk Völkermarkt)
Seit 2022: Ehrenamtlicher Kulturjournalist beim Kärntner Bildungswerk Seit 2022: Literaturjuror beim Kärntner Bildungswerk Seit 2022: Bachelorstudium Germanistik an der Karl-Franzens-Universität Graz Seit 2021: Freier Journalist bei KLiCK Kärnten 2020 – 2021: Tutor für Studienanfänger:innen des Soziologiestudiums an der Karl-FranzensUniversität Graz
Seit 2020: Korrektor für wissenschaftliche Texte (von Student:innen der Karl-FranzensUniversität Graz und Alpen-Adria-Universität Klagenfurt) und andere Textsorten von außeruniversitären Personen sowie auch außeruniversitären Themen
Liebe Gudrun Seidenauer, Du hast 1999 am Bachmannpreis in Klagenfurt teilgenommen. Wie kam es zu Deiner Teilnahme und wie gestaltete sich Deine Vorbereitung? Welche Erwartungen hattest Du?
Robert Schindel hat mich eingeladen, ich sah das Ganze als Chance und fühlte mich erstmal einfach geehrt und habe mich gefreut.
Im Verlauf der Bachmannpreisgeschichte gibt es immer wieder Veränderungen im Setting und des Ablaufes. Wie war es damals bei Dir und wie hast Du das Ankommen, die organisatorische und kollegiale Begleitung erlebt?
Ich hab schon einiges vergessen, fand aber, dass das Kennenlernen unter den Kolleg*innen ein bisschen zu kurz gekommen ist. Manche waren sehr freundlich und offen, andere recht kühl und im Konkurrenzmodus – vielleicht einfach ehrlich, aber mich hat es eingeschüchtert. Es wurde ein kleiner Film zur Vorbereitung gedreht, die Leute waren nett, aber mir war es etwas zu viel. Ich wollte meine Texte sprechen lassen und habe erst damals richtig realisiert, dass es ganz stark auch um mich als Person bzw. um die inszenierte Person geht. Damit konnte ich nicht souverän umgehen, aber anderen ging es ähnlich und es war so weit ok. Ein Stück Entfremdung war es, ich hatte wenig Vorstellung davon und bin eher naiv herangegangen.
Alles andere Organisatorische, die Ankunft, die Begleitung etc. waren sehr professionell und freundlich.
Gab es im Vorfeld der Veranstaltung Kontakte zu den Mitlesenden und der Jury und wie war der Kontakt (Kontaktmöglichkeiten) vor Ort?
Nein, nur zu Robert Schindel. Mit anderen Juror*innen habe ich nicht gesprochenund es hat auch niemand Kontakt gesucht. Die Juror*innen und Teilnehmer*innen wurden einander vorgestellt, ich erinnere mich, besonders bei zwei Frauen beim kurzen Kontakt ein unbestimmtes, aber deutliches „ungutes Gefühl“ empfunden zu haben, was sich später zu bestätigen schien. Die Juroren haben fast nur mit den eigenen Kandidat*innen gesprochen. Es gab schon freundliche und vorsichtige Kontakte unter den Lesenden, ganz unterschiedlich und ungezwungen, vor allem VOR den Lesungen. Danach stieg die Spannung ziemlich, vor allem die, die schlecht abgeschnitten hatten, wurden eher gemieden, scheint mir.
In welchem Hotel und wie war die Unterbringung und an welche Begleitveranstaltungen erinnerst Du Dich?
Ich erinnere mich nicht ans Hotel, war alles unauffällig in Ordnung.
Wie gestaltete sich die Auswahl für die Lesungstermine und wann hast Du gelesen?
Ich weiß es nicht mehr. Irgendwann ziemlich in der Mitte der Veranstaltung.
Wie hast Du Dich unmittelbar auf Deine Lesung vorbereitet? Gab es da eine organisatorische Begleitung?
Ich habe meinen Text öfters laut gelesen, auch mit Robert Schindel. Organisatorisch gab es nur die Termine, wann ich wo sein sollte.
Welchen Text hast Du in Klagenfurt vorgestellt?
Einen Text aus meinem erst 6 Jahre später erschienen ersten Roman „Der Kunstmann“ Residenz Verlag, 2005.
Wie gestaltete sich die Jurydiskussion zu Deinem Text. Wie hast Du diese persönlich erlebt und wie beurteilst Du diese? Hast Du Dich auch in der Diskussion zu Wort gemeldet?
Ich war über die Heftigkeit in der Wortwahl bei drei Jurorinnen völlig überrascht. Die Ablehnung war massiv. Ich erinnere mich an Robert Schindels erschrockenen und perplexen Blick, er hat den Text ebenso wie Dieter Bachmann (der damalige Herausgeber der Zetischrift „DU“) ruhig, aber vehement verteidigt. Die Worte „Kitsch“ und „anmaßend“ waren wirklich kränkend. Es wirkte, als würde über mich als Person verhandelt werden. Ich bin mir sehr entwertet vorgekommen und habe gleich gemerkt, dass ich keine Distanz herstellen kann. Ehrlich gesagt habe ich mich auch für meine mangelnde „Coolness“ gegenüber dem Ganzen geschämt, was es noch schlimmer gemacht hat. Ich fand für diese Urteile aber keinerlei sachliche Begründung und nachvollziehbare Argumentation und hatte den Eindruck, in einem rhetorischen Schlagabtausch zum Spielball zu dienen.
Mit welchem Feedback und persönlichen Emotionen hast Du den Lesungsort danach verlassen?
Einige Leute haben mich bedauert, was es nicht besser gemacht hat. Ich war ziemlich verstummt und habe auch sehr an meine Schreiben gezweifelt. Ich merkte auch, dass man sofort uninteressant wurde für Medien und Leute aus dem Betrieb. Vielleicht projizierte ich aber auch dazu, ich war zu durcheinander und wollte am liebsten gleich weg. Ich habe mehr als ein Jahr, fast zwei, nicht mehr weitergeschrieben, aber vieles andere gemacht. Und doch auch einiges über mich und meine Grenzen gelernt.
Wie hast Du die Zeit unmittelbar nach der Lesung verbracht und was war für Dich da wichtig? Gab es Gespräche danach mit Jury, Mitlesenden?
Mit Robert Schindel und Dieter Bachmann, die mich nach Kräften (aber damals vergeblich) aufrichten wollten. Ich konnte mir eigentlich keinen Zuspruch holen, da ich mich zu sehr mit dem negativen Urteil identifiziert hatte und teilweise glaubte, die negativen Stimmen hätten recht. Ich konnte nichts mehr relativieren und einschätzen. Die gefühlte Häme in gewissen Wortmeldungen hatte mich völlig überfordert und ich fragte mich, woher dieser geradezu geifernden Ton bei manchen kam.
Welche Reaktionen gab es nach Deiner Lesung und wie gestalteten sich für Dich die weiteren Lesungstage und die Preisverleihung?
Ich erinnere mich an eine sehr freundliche Reaktion von Gerd Scobel von 3sat, der sich auch über den Ton einer Jurorin ausließ. Einige Zuhörer kamen auf mich zu und drückten aus, dass ihnen der Text gefallen hätte, aber das „hörte“ ich sozusagen nicht mehr. Ich habe noch drei oder vier Lesungen gehört, bin aber vor der Preisverleihung abgereist.
Welche Erinnerung hast Du in Abstand und Resümee an den Bachmannpreis? Welche Erfahrungen hast Du da gemacht?
Ich habe viel über konstruktive und wohlwollende Kritik nachgedacht und handle diesbezüglich sehr bewusst im Umgang mit meinen Schüler*innen, aber auch bei Kritik unter Kolleg*innen. Ich habe auch viel über die medialen Inszenierungen und den theatralen Charakter des Ganzen gelernt und meine Naivität bzgl. deren Mechanismen abgelegt. Zudem war mir meine Vulnerabilität viel zu wenig bewusst, da habe ich viel gelernt, schütze mich besser und setze mich nicht jeder Situation aus.
Wie hat die Teilnahme am Bachmannpreis Deine weitere schriftstellerische Laufbahn beeinflusst?
Zunächst folgte eine lange Schreibpause, in der ich nicht wusste, ob ich das Projekt weiterverfolge, und auch recht deprimiert in Bezug auf das Schreiben war. Ich habe es dann doch zu einem guten Ende gebracht und für genau diesen Text plus Erweiterung das Staatsstipendium und eine Publikation bei Residenz bekommen. Es hat aber Jahre gedauert. Ich war beim Schreiben irgendwann wieder mutig, aber beim Veröffentlichen zögerlich.
Gibt es noch Kontakt zu Mitlesenden, Jury, Journalisten*innen oder Bezugspersonen in Klagenfurt?
Nein, sporadisch zu Robert Schindel.
Würdest Du noch einmal am Bachmannpreis teilnehmen?
Auf keinen Fall. Ich habe die Wirkung klar unterschätzt, besonders rate ich niemandem wie ich damals ohne Verlag hinzugehen.
Was wünscht Du Dir für den Bachmannpreis?
Die Texte sollten anonymisiert sein. Eventuell von Schauspieler*innen gelesen? Alle Faktoren, die nicht den Text selbst betreffen, sollten minimiert werden. Wird nicht klappen, weil dann die “Show“ leidet.
Was möchtest Du den aktuellen Teilnehmer*innen mitgeben?
Ich wünsche ihnen, dass sie sich ehrlich fragen, ob sie mit dieser Situation der öffentlichen Wahrnehmung und vor allem der Beurteilung umgehen können. Man sollte loyale Freunde dabeihaben.
Welche Erinnerung hast du an den Lesungsort Klagenfurt und welche Aktivitäten hast Du in der Stadt unternommen?
Kann mich nicht recht erinnern. Ländlich, ruhig, schön, Badewetter….
Welche aktuellen Projekte gibt es derzeit für Dich?
Gerade ist mein neuer Roman erschienen. Weiteres ist noch offen, aber ich freue mich wieder auf die Zeit, etwas sich annähern lassen zu können.
Vielen Dank für das Interview, liebe Gudrun Seidenauer, und alles Gute!
geboren 1965 in Salzburg, lebt in Adnet, Studium der Germanistik und Romanistik. Autorin und Lehrerin am Musischen Gymnasium Salzburg für Deutsch und Kreatives Schreiben. 1991-2018 Erwachsenenbildnerin, Leiterin von Schreibwerkstätten für Erwachsene und Jugendliche
Veröffentlichungen:
Aktueller Roman_Gudrun Seidenauer, Libellen im Winter. Jung und Jung Verlag (2023)
432 Seiten, gebunden mit SU auch als E-Book erhältlich
Was wir einander nicht erzählten. Milena Verlag (2018)
Zuvor drei Romane im Residenz Verlag: Der Kunstmann (2005)
Aufgetrennte Tage (2009), Hausroman (2013)
Zahlreiche Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien
Preise und Stipendien: u.a. österreichisches Staatsstipendium für Literatur, Rauriser Förderungspreis, Lyrikpreis des Landes Salzburg und Jahresstipendium des Landes Salzburg
Liebe Lotte, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Nach einem gemütlichen Frühstück, Zeitunglesen und mit dem Beantworten meiner E-Mails, Erledigen wichtiger Telefonate ist der Vormittag meist vorbei.
Danach geht es an die künstlerische Arbeit… In letzter Zeit sind das meist organisatorische Tätigkeiten für kommende Ausstellungen in Wien (Textilgalerie), Beteiligung in Zagreb u.a. Texte schreiben und wegschicken, im Atelier Bilder rahmen, Ausstellungskonzepte erarbeiten, Pläne zeichnen, …. Bilder zusammenstellen/in bestimmte Ordnungssysteme bringen, fotografieren und dokumentieren. Manches wird bereits verpackt und für den Ausstellungsbau bereitgestellt…. Meist überschneiden sich mehrere Projekte gleichzeitig, z.B. für das kommende Projekt „Recycling-Säulen der Welt“ sind auch meine Objekte zu bearbeiten, zu verkleben, zu streichen etc.
Irgendwann, am späteren Nachmittag, gibt es eine Pause mit Essenszubereitung und Stärkung.
Auch Facebook ist ein Thema, da ich meine Projekte ins Netz stelle und Ausstellungseinladungen verschicke. Mein Tagesablauf ist natürlich flexibel und hin und wieder sind Ausstellungs-, Theater- und Konzertbesuche am Programm.
Lotte Hubmann, bildende Künstlerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Mir ist meine kontinuierliche Arbeit sehr wichtig, eine positive Botschaft innerhalb des Transformationsprozesses, indem ich in unterschiedlichen Medien arbeite, zum Ausdruck zu bringen. Es geht immer wieder um den Kreislauf des Lebens, um das Wachsen, Werden und Vergehen. Dieser Kreislauf wird immer wieder sichtbar, ob ich Impulse aus der Natur bekomme oder das Hinterfragen unserer/meiner Existenz geht, wo das Innere und das Äußere zum Thema werden. Alles ist in Veränderung, mutiert, stirbt, wird neu…. Damit beschäftige ich mich seit vielen vielen Jahren und es ist ein Prozess, der nie enden wird…
ASCENSION-trans,form in red-earth.heaven&universe by Lotte Hubmann, June2019, P1160198ASCENSION-trans.form by Lotte Hubmann, P1230106
ASCENSION – PLASTIC.EARTH – 12+1 by Lotte Hubmann, P1230082
WALKING-beWEGung by Lotte Hubmann, 20180814_164241
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?
Die Kunst kann zumindest Impulse geben, zum Denken anregen, vielleicht manchmal sogar auch etwas bewirken, um mehr Leichtigkeit, Staunen, Farbe, Frieden und Freude ins Leben zu bringen. Für mich ist die positive Ausrichtung auf das Leben und mein Arbeiten total wichtig, um nicht mit dem Strom, wo nur Angst geschürt wird, mitzuschwimmen.
Fragmented Identity by Lotte Hubmann, P1070829KÖRPER-Fragmente des Seins-INNEN-AUSSENHAUT-SCHATTEN by Lotte Hubmann, P1040148
Was liest Du derzeit?
Joachim Meyerhoff, Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war
SKINning by Lotte Hubmann, P1070796
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Panta Rhei – alles fließt, alles ist Prozess…
NAT UR
KULT UR
FIG UR
SP UR
SIG NAT UR sind mit dem ewigen Kreislauf des Lebens verbunden.
Freedom I, 2022 by Lotte Hubmann, P1220656
Vielen Dank für das Interview liebe Lotte, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Lotte Hubmann, bildende Künstlerin
Zur Person _ Lotte Hubmann, bildende Künstlerin
1954 in Leutschach an der Südsteirischen Weinstraße geboren, lebt in Graz, Österreich
1977 – 2005 : Kunsterzieherin in Graz/Austria
Seit 2005: – freischaffende Bildende Künstlerin
– Seminartätigkeit als Kreativ- und Meditationstrainerin
– spürMAL&schau-Workshops
– LOHUteXtiles
Ausstellungen seit 1977 im In- und im Ausland; Einzelausstellungen kontinuierlich seit 1993
Lotte Hubmannskünstlerische Entwicklung wurde durch Studienreisen in den Orient, nach Irland, Großbritannien, Indien, Mexiko, in die USA, Nordafrika und die europäischen Mittelmeerländer,… geprägt.
Immer waren es die Natur, speziell Gesteinsformen, Oberflächenstrukturen und Farbe, Materie an sich, „Landkarten der Seele“, die sie berührten und gestalterisch forderten.
Die Beobachtung und die Faszination der Natur bildeten die Essenz, um die Spuren der Zeit zu thematisieren – einer Zeit, die ephemer und un(be)greifbar vergeht und die nur an ihren Zeichen, die sie an den Dingen hinterlässt, erkennbar ist.
In ihren konzeptuellen Arbeiten in unterschiedlichen Medien, den seriellen Fotoarbeiten, Malereien, Objekten, Zeichnungen,… werden Äquivalenzen zu einem Grundzug des künstlerischen Schaffens, die auf ein PROZESSHAFTES, auf ein „IM FLUSS SEIN“ verweisen.
Es ist ein Ausloten von Materie, die einem ständigen Wandlungsprozess unterliegt, ein Spiel mit der Dualität, den Kontrasten von Farbe, Strukturen, Formen, Licht- und Schattenreflexionen – Oberflächen als Außenhaut zu sehen und der Versuch, über diese hinaus- und hineinzuschauen, dahinter und unter die Oberfläche zu blicken.
Statement:
PANTA RHEI: alles fließt, alles ist Prozess…
NAT UR
KULT UR
FIG UR
SP UR
SIG NAT UR sind mit dem ewigen Kreislauf des Lebens verbunden.
Lotte Hubmann
Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)
1977 Galerie Carneri, Graz (Kunstpreis/Plastik)
1977 Ganggalerie der Pädagogischen Akademie Graz-Eggenberg
Vladimir Vertlib, Schriftsteller_ Salzburg _ Bachmannpreisteilnehmer 1999
Lieber Vladimir Vertlib, Du hast 1999 am Bachmannpreis in Klagenfurt teilgenommen. Wie kam es zu Deiner Teilnahme und wie gestaltete sich Deine Vorbereitung? Welche Erwartungen hattest Du?
Robert Schindel, den ich über meinen guten Freund und Kollegen Doron Rabinovici kennengelernt hatte, war damals Vorsitzender der Jury. Er fragte mich, ob ich teilnehmen möchte. Ich bejahte, schickte ihm einige Texte zur Auswahl, er hat sich einen davon ausgesucht, den sind wir durchgegangen …
Vladimir Vertlib, Schriftsteller_ Salzburg _ Bachmannpreisteilnehmer 1999
Im Verlauf der Bachmannpreisgeschichte gibt es immer wieder Veränderungen im Setting und des Ablaufes. Wie war es damals bei Dir und wie hast Du das Ankommen, die organisatorische und kollegiale Begleitung erlebt?
Die Organisation war sehr gut. Das Startgeld von öS 15.000,- , etwa 1.200 Euro, berücksichtigt man die damalige Kaufkraft und die Inflation der letzten Jahrzehnte, war es, wenn man es in aktuellem Euro umrechnen wollte, wohl sogar doppelt so viel, also mindestens 2.000 Euro. Es war das höchste Honorar, das ich bis dahin jemals für eine Lesung erhalten hatte.
Die Unterkunft war perfekt.
Mit den Kolleg:innen kam ich gut aus. Die spätere Siegerin Terézia Mora kannte ich noch vom letzten Jahr, als wir beide am Literaturkurs in Klagenfurt teilgenommen hatten. Grundsätzlich waren alle freundlich zu mir, und dass ich von den Mitarbeiterinnen meines Verlags, des Deuticke Verlages, die ebenfalls in Klagenfurt waren, gut betreut wurde, versteht sich von selbst.
Gab es im Vorfeld der Veranstaltung Kontakte zu den Mitlesenden und der Jury und wie war der Kontakt (Kontaktmöglichkeiten) vor Ort?
Zur Jury hatte ich mit Ausnahme meines Jurors Robert Schindel bis zum Abschlussmittagessen keinen Kontakt. Zu den Mitlesenden hatte ich von Anfang an Kontakt (siehe oben). Es gab Restaurants und Lokale, wo wir uns trafen, ein gutes Rahmenprogramm und vor allem die Gesprächsmöglichkeiten im und rund um das ORF-Zentrum in Klagenfurt.
In welchem Hotel und wie war die Unterbringung und an welche Begleitveranstaltungen erinnerst Du Dich?
Ich weiß nicht mehr, wie das Hotel hieß. Es war auf jeden Fall zentral gelegen, und es war perfekt. Ich glaube, es war ein Viersternhotel. Zu den Begleitveranstaltungen gehörten gemeinsame Abendessen (auch am See!) und Gespräche und sicher noch viel mehr. Ich kann mich allerdings kaum mehr daran erinnern. Mein gesamter Klagenfurt-Aufenthalt wird in meiner Erinnerung vom Tod meines Vaters überschattet, der etwa einen Monat später im Alter von nur 67 Jahren plötzlich verstarb.
Wie gestaltete sich die Auswahl für die Lesungstermine und wann hast Du gelesen?
Die Reihenfolge wurde ausgelost. Ich las an einem Donnerstag – das weiß ich noch; ich glaube, das war der erste Tag – als Letzter, was nicht wirklich günstig war, weil alle schon müde waren. Im Saal waren weniger Leute, und das Fernsehen übertrug meinen Auftritt und die nachfolgende Diskussion nicht zur Gänze.
Wie hast Du Dich unmittelbar auf Deine Lesung vorbereitet? Gab es da eine organisatorische Begleitung?
Soweit ich mich erinnern kann (und das ist nun fast 24 Jahre her!), gab es nur das Übliche: Verkabelung, Hinweis, wie nah ich am Mikro sein muss, etc. Eine organisatorische/technische Begleitung gab es natürlich. Das war ja eine Zeit, als organisatorische Dinge meist noch besser funktionierten als heute.
Welchen Text hast Du in Klagenfurt vorgestellt?
Mein Text hieß „Innere Werte“. Darin geht es um einen österreichischen Mann, der nach Russland fährt, um sich eine Frau zu kaufen. Das Problem, dass Männer sich Frauen aus Osteuropa, Russland, Südostasien oder anderen Regionen der Dritten Welt wie aus einem Katalog aussuchen, um sie dann als Konkubinen oder Ehefrauen oder als Sexsklavinnen nach Europa zu holen, war damals genauso aktuell wie heute. Als literarisches Thema war es damals allerdings noch nicht wirklich zeitgeistig.
Wie gestaltete sich die Jurydiskussion zu Deinem Text. Wie hast Du diese persönlich erlebt und wie beurteilst Du diese? Hast Du Dich auch in der Diskussion zu Wort gemeldet?
Die Reaktion auf meinen Text war verhalten positiv. Einzig Ulrike Längle hat einige kritische Bemerkungen gemacht. Die Begeisterung der Jury war allerdings ebenfalls verhalten bzw. endenwollend. Das war für mich spürbar. Ich war trotzdem zufrieden. Als damals noch wenig bekannter, junger Autor hatte ich wenig zu verlieren und konnte eigentlich nur gewinnen. Zu Wort gemeldet habe ich mich nicht. Das war nicht üblich. Was hätte ich auch sagen sollen?
Wie hast Du die Zeit unmittelbar nach der Lesung verbracht und was war für Dich da wichtig? Gab es Gespräche danach mit Jury, Mitlesenden?
Ja, ich verbrachte die Zeit mit Leuten von meinem Verlag und einigen Mitlesenden. Das war sehr angenehm. Wir haben uns gegenseitig unterstützt und einander Mut zugesprochen.
Welche Reaktionen gab es nach Deiner Lesung und wie gestalteten sich für Dich die weiteren Lesungstage und die Preisverleihung?
Die Reaktionen waren im Wesentlichen sachlich und fair. Jene Journalist:innen, mit denen ich sprach, sagten mir ganz offen, dass ich mit diesem Text und nach dieser verhalten Reaktion der Jury nichts gewinnen werde. Das wusste bzw. ahnte ich auch selbst. Die weiteren Lesetage gestalteten sich für mich angenehm: Es war wie ein bezahlter Urlaub. Das Wetter war schön, die Veranstaltung spannend. Natürlich war ich ein wenig nervös, genoss aber im Großen und Ganzen die Zeit in Klagenfurt.
Welche Erinnerung hast Du in Abstand und Resümee an den Bachmannpreis? Welche Erfahrungen hast Du da gemacht?
Alles in allem waren die Erfahrungen positiv, und ich hatte Glück. Seitens der Jury gab es in meinem Fall weder böse Bemerkungen noch persönliche Untergriffe. Ich habe durch meinen Fernsehauftritt aufmerksam auf mich gemacht – das hat mir zweifellos geholfen. Das Startgeld war gut, die Stimmung angenehm, das Wetter gut. Dass ich nichts gewonnen habe, war ein wenig enttäuschend, aber – ehrlich gesagt – hatte ich kaum damit gerechnet, etwas zu gewinnen. Ich wusste, dass mein Schreibstil und meine Themen nicht wirklich optimal für einen solchen Wettbewerb geeignet sind.
Wie hat die Teilnahme am Bachmannpreis Deine weitere schriftstellerische Laufbahn beeinflusst?
Das ist schwer zu sagen. Es war auf jeden Fall eine wertvolle, spannende menschliche Erfahrung. Dass sie mein Schreiben wesentlich beeinflusst hat, glaube ich allerdings nicht.
Gibt es noch Kontakt zu Mitlesenden, Jury, Journalisten*innen oder Bezugspersonen in Klagenfurt?
Ja, ich kenne Terézia Mora, habe aber nur mehr sehr losen Kontakt zu ihr. Wir sehen uns alle paar Jahre auf gemeinsamen Veranstaltungen. Dasselbe gilt auch für andere Leute aus der Verlagsbranche oder Journalist:innen. Zu manchen habe ich noch losen Kontakt, zu anderen gar keinen mehr.
Befreundet war ich später mit der jungen Autorin Aglaja Veteranyi, die leider schon 2002 verstorben ist. Auch Gudrun Seidenauer und Monika Helfer kenne ich persönlich und schätze sie als Kolleginnen. Dasselbe gilt für Christian Mähr, der ja Verlagskollege von mir war.
Würdest Du noch einmal am Bachmannpreis teilnehmen?
Wenn ich zwanzig Jahre jünger wäre und in meinem literarischen Werdegang wieder dort wäre, wo ich damals war – gewiss.
Was wünscht Du Dir für den Bachmannpreis?
Darüber habe ich wenig nachgedacht. Es ist eine spannende Veranstaltung, die schon Tradition hat. Vielleicht sollte sie ganz zu ihren Ursprüngen zurückkehren, das heißt: Die Juror:innen sollten die Texte erst während der Lesung das erste Mal hören und spontan darauf reagieren.
Was möchtest Du den aktuellen Teilnehmer*innen mitgeben?
Nehmt die Sache nicht zu ernst! Es ist in erster Linie eine Show. Wer dort verrissen wird, ist nicht automatisch ein schlechter Autor bzw. eine schlechte Autorin. Es wurden schon viele gute Autor:innen in Klagenfurt verrissen, und es gab Gewinner:innen, die heute kaum mehr jemand kennt. Allein die Teilnahme an diesem Wettbewerb ist eine große Werbung für Euch, insbesondere dann, wenn ihr noch jung und wenig bekannt seid. Dann habt ihr eigentlich nichts zu verlieren und könnt nur gewinnen.
Welche Erinnerung hast an den Lesungsort Klagenfurt und welche Aktivitäten hast Du in der Stadt unternommen?
Ich war oft in Klagenfurt und mag die Stadt sehr. Was ich damals genau unternommen hatte, weiß ich nicht mehr. Aber ich habe meine Zeit dort sehr genossen und war einige Male am Wörthersee – daran erinnere ich mich noch.
Welche aktuellen Projekte gibt es derzeit für Dich?
Ich arbeite an einem neuen Roman, an einem Theaterstück, an zahlreichen Essays und Artikel zum Thema Ukraine-Krieg, aber auch zu anderen Themen. Einige Lesungen und Auftritte in Schulen, Zoom-Termine und andere Verpflichtungen stehen mir bevor …
Vielen Dank für das Interview, lieber Vladimir Vertlib, und alles Gute!
Danke!
Bachmannpreis _ Rückblick _Interview:
Vladimir Vertlib, Schriftsteller_ Salzburg _ Bachmannpreisteilnehmer 1999
Zur Person _ Vladimir Vertlib, geboren 1966 in Leningrad. 1971 emigrierte die Familie nach Israel, dann nach Italien, Holland und die USA, bevor sie sich 1981 in Österreich niederließ. Er studierte Volkswirtschaftslehre und lebt seit 1993 als Schriftsteller in Salzburg und Wien. Sein Werk umfasst Romane, Erzählungen, Essays sowie zahlreiche Artikel. 2001 erhielt er den Adelbert von Chamisso-Förderpreis sowie den Anton Wildgans Preis. Vertlib schrieb u.a. den Roman “Lucia Binar und die russische Seele“, der 2015 auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis stand. 2022 erscheint sein Roman „Zebra im Krieg“.
Aktueller Roman _ „ZEBRA IM KRIEG“ Roman nach einer wahren Begebenheit. Vladimir Vertlib, 288 Seiten, Format: 125 x 205, ISBN: 9783701717521; € 24,00 inkl. MwSt.
„Als mir die Welt gehörte“ Bastian Kresser. Roman. Braumüller Verlag.
Jetzt der Blick zurück. In der Zelle. In die Kindheit:
„Immer schon verlangte etwas in mir, meinen größten Feind, die Langeweile, mit allen Mitteln zu bekämpfen…“
Jetzt bleibt Zeit zum Nachdenken. Und zum Begegnen auf engem Raum nach dem Coup, der hierhergeführt hat. Da ist der Gangsterboss Al Capone und es gibt eine Vorgeschichte…
Und schon wieder neue Pläne. Nur eine Zwischenstation hier. Und schließlich gibt es für den Umgang mit Menschen bestimmte Regeln. Und die sind zu beherrschen…dann klappt alles.
So der Plan…
Bastian Kresser, vielfach ausgezeichneter Schriftsteller, legt mit „Als mir die Welt gehörte“ eine sensationelle hintergründige Scharade im Karussell von Phantasie und Spannung vor, in der eine Lebensgeschichte zur Parabel von Sein und Schein einer Welt wird, in der Sinn und Wert sich in Ziel und Zweck auflösen. Es ist ein spielerisches wie raffiniertes hinter die Fassaden blicken von Identität und Menschenbild, das in mitreißend erzählender wie feiner psychologischer Sprachfaszination erfolgt.
„Ein Roman als sprachliches Feuerwerk raffinierter wie tiefsinniger Erzählkunst!“
„Als mir die Welt gehörte“ Bastian Kresser. Roman. Braumüller Verlag.
Immer anders. Nur, dass die Kinder morgens um 8 Uhr in der Schule sein müssen, bleibt eine ungeliebte Konstante. Wenn ich abends noch bei irgendwelchen Lesungen war oder unterrichtet habe, übernimmt das Aufstehen, Wecken, Frühstück machen zum Glück mein Mann.
Anja Schwennsen, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Der Glaube an die Möglichkeit des Neuanfangs.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Die Kunst muss das Spiel der Möglichkeiten erhalten. Wir brauchen die Fiktion, um über das, was ist, hinauszudenken. Gleichzeitig brauchen wir sie, um uns die Realitäten der anderen vorstellen zu können.
Was liest Du derzeit?
„Die bessere Geschichte“ von Anselm Neft und Gedichte von Ulrike Draesner: „hell und hörig“
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Wie heißt du?“ – Eilig verließ ich das Zimmer und rannte in alle Richtungen davon.
(Fiston Mwanza Mujila, Tanz der Teufel)
Vielen Dank für das Interview liebe Anja, viel Freude weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Anja Schwennsen, Schriftstellerin
Zur Person_Anja Schwennsen wurde 1981 in Hamburg geboren. Sie lebt am Rand der Fischbeker Heide, schreibt Lyrik und Prosa und unterrichtet Deutsch als Fremdsprache an der Bucerius Law School. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Hamburg und Straßburg und wurde mit einer Arbeit über „Mythische Rede in der Literatur“ promoviert. Seit 2020 veranstaltet sie die „Lesung unterm Kirschbaum“ in ihrem Garten.
Zur Person_Renate Maria Riehemann lebt in Osterode am Harz. Die Pädagogin, Dichterin und Erzählerin hat mehrere Einzelveröffentlichungen vorzuweisen. Zuletzt: Die Zeit in den Leinenlumpen. Erzählungen, Geest-Verlag Vechta 2022; Von Weitem Kraniche. Haiku. Rotkiefer-Verlag Berlin 2022. R. M. Riehemann ist in Sachen Lyrik nicht nur im Harz aktiv. Sie ist Initiatorin des Literaturpreises Harz und Herausgeberin der dazugehörigen Anthologien. Zudem ist sie Vorsitzende des Vereins Lyrik lebt e. V. mit Sitz in Osterode am Harz, Mitglied u.a. in der europäischen Autorenvereinigung Die Kogge, der Gruppe 48 und der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik Leipzig.
Lieber Andreas, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Zusammenfassend würde ich sagen ‚Und täglich grüßt das Murmeltier‘.
Andreas Ortner, Schauspieler & Regisseur, Model
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Geduld, Gelassenheit & Zuversicht.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Film/Theater, der Kunst an sich zu?
Step by step und Augen sowie Ohren auf.
Was liest Du derzeit?
Ich lese sehr gerne zwischen den Zeilen.
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Die kreative Schöpfungskraft ist jene Antriebsfeder, welche wahrhaftige Werte schafft.
Andreas Ortner, Schauspieler & Regisseur, Model
Vielen Dank für das Interview lieber Andreas, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Andreas Ortner, Schauspieler & Regisseur, Model
Zur Person_
Andreas Ortner wurde in den letzten 4 – 5 Jahren für zahlreiche Film-, Fernseh- und Werbeprojekte als Darsteller/Schauspieler/Model vor der Kamera gebucht:
TV/Film: Landkrimi Steiermark, Riesending – Jede Stunde zählt, Fahndung Österreich, CROOK (gezeigt Filmfestival Freistadt und Kino Linz);
Als Regisseur / Produzent / Ideen-Lieferant bzw. Drehbuchautor im Kurzfilmbereich mehrfach international ausgezeichnet:
Richtungswechsel (engl. Change of Course) = zigfach international ausgezeichnet
Schach Matt – The Game = internationale Auszeichnung
Der Waldläufer = Auszeichnung & Aufführung in Deutschland