Gazing speechless, mourning hour, I can feel it, threat approaches. Venom chosen to devour, Ever human hate advances.
Powerless and yet not hopeless, Eloquence! oh! guide my way! Another light goes out, relentless, Call of sorrow ends the day. Ended freedom on command,
A game of snakes keeps moving further.
Children! Grow to understand, How war is nothing more than murder. And yet instinct seeks for kindness, Neither lost nor burdensome. Choose to end these times of darkness! Empathy must overcome
Da ist das Leben und da die Erinnerung. Der 10.Oktober in der Schule, die Polizeistation und der Führerschein. Stationen und Wege von Sprache und Leben.
Und jetzt Tehran. „Is it nice where you live?“„Wo ich lebe, Sir, liegt über allen ein Schweigen…Dirndln…Bierzelt…“ „Nice, nice, Baby!“
„Wenn mich die Traurigkeit längere Zeit nicht besucht, beginne ich mich heimlich nach ihr umzusehen…“
Jetzt Maulbeeren und Märtyrerbilder am Weg. Bilder am Weg im Kopf. Heute und damals. Da und dort.
„Inschallah! „Inschallah!“
Und da ist in der Erinnerung die Diva und der Leichenschmaus. Die Todesarten, nein Sterbensarten. Das Ende der Kindheit und der saure Regen…und die Sonne…da und dort…
Die vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin, Anna Baar, legt mit „Divan mit Schonbezug“ einen Erzählband vor, der in seiner sprachlichen Virtuosität wie seiner kaleidoskopartigen historisch-biographischen kritischen Zeitreise begeistert.
Anna Baar lädt zu einem fliegenden Teppich von Sprache, Nation, Identität, Schein und Sein von Lebenswelt und Gesellschaft, der alles scheinbar Feststehende unter den Füßen wegzieht und im Fliehen oder Bleiben erstaunt wie erschüttert darauf blicken lässt. Bei Anna Baar geht es im Schreiben immer um das Ganze des Lebens in Zeit und Raum. Und das Ankommen im Lesen ist dabei immer offen.
„Anna Baar schreibt mit so schonungsloser aufmerksamer Zärtlichkeit über Mensch und Welt wie es nur Liebende vermögen“
Lieber Klaus, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ich wache ca. um 6:30h auf, obwohl ich mir den Wecker für 6:55h gestellt habe. Kaffee, der zwanghafte Griff zum Handy (man könnte ja etwas versäumen), dann normalerweise ins Studio/Büro… doch im Moment eher nur Vermarktung/PR- Tätigkeiten, daher auch von zu Hause möglich.
Gerade (also heute) der erste Teil meiner 4 teiligen Jubiläumsreihe „20 Jahre Dope Noir“ erschienen. Konzerte im Moment kaum… die Pandemie hat ihre Verwüstung in den Köpfen der Menschen hinterlassen. Planungsunsicherheit bei Konzertveranstaltern…
Klaus Waldeck, Musiker/Produzent/Komponist
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Zusammenhalt. Halt in der Familie – sofern vorhanden. Ein optimistischer Blick in die Zukunft wäre zwar nötig… irgendeine Vision. Leider fast nicht möglich. Daher stehen wir eher am Beginn eines neuen Biedermeier Zeitalters.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?
Wesentlich wird sein, die Gräben die die Pandemie verstärkt hat wieder langsam zu schließen. Leider sehe ich hier keine baldige Lösung, eher im Gegenteil. Soziale Medien fungieren als Brandbeschleuniger und Echo-Kammern. Tendenziell sehe ich eher ein weiteres Auseinanderdriften.. angefeuert insbesonders von Gruppierungen, die sich moralisch über andere erheben.
Die Kunst kommt hierzulande oft als Letztes und sie kann gesellschaftlich auch wenig bewegen. Das gilt auch für die Musik. Bis zu einem gewissen Grad ist das verständlich.
Was liest Du derzeit?
Habe gerade von Kazuo Ishiguro „Klara and the Sun“ gelesen. Er ist einer der wenigen Autoren, von denen ich bisher noch nie entäuscht wurde
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Ich habe das Buch schon weitergegeben.. Auswendig weiß ich daraus kein Zitat;-).
Vielen Dank für das Interview lieber Klaus, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!