„Wir müssen uns von Gewohnheiten lösen“ Michaela Baumgartner, Schriftstellerin _ Wien 16.1.2023

Liebe Michaela, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Wenn ich nicht in der Agentur arbeite mache ich am Morgen so oft wie möglich Sport, dann geht’s los: recherchieren, plotten oder schreiben. In meinen aktiven Schreibphasen verlasse ich den ganzen Tag über kaum meinen Schreibtisch. In diesen Wochen und Monaten vernachlässige ich Freunde und Familie. Danach bin ich ganz verwundert, dass überhaupt noch jemand da ist. Es gibt tatsächlich Beziehung und Freundschaften, die das aushalten.

Michaela Baumgartner, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Besonnenheit, Verständnis, Toleranz und Bewusstsein.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Wir müssen uns von Gewohnheiten lösen, von vielen scheinbaren Bequemlichkeiten verabschieden. Das wird niemandem leichtfallen, weil auch Verzicht damit Hand in Hand gehen wird. Aber wahrscheinlich werden wir irgendwann erkennen, dass dieses neue Leben für alle nicht nur mehr Fairness und Ausgewogenheit, sondern mehr Glück und Freude beinhaltet.

Aufgabe der Literatur, der Kunst an sich ist es wie immer, voranzugehen, dieses neue Bewusstsein zu lancieren.

Was liest Du derzeit?

Einen Klassiker, nämlich Hermann Hesses „Narziß und Goldmund“.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Es kommen härtere Tage.

Die auf Widerruf gestundete Zeit

wird sichtbar am Horizont.“

aus Ingeborg Bachmann, „Die gestundete Zeit“

Vielen Dank für das Interview liebe Michaela, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Michaela Baumgartner, Schriftstellerin

Zur Person_Michaela Baumgartner studierte Geschichte, Germanistik und Kommunikationswissenschaften an der Universität Wien. Die promovierte Historikerin war als Sachbuch-Lektorin, Kommunikationstrainerin und freie Journalistin bei verschiedenen Tageszeitungen und Magazinen und schließlich in einer Agentur für Öffentlichkeitsarbeit und Corporate Publishing in Wien tätig. Mit ihren Romanen gelingt es der gebürtigen Oberösterreicherin und gelernten Buchhändlerin, das traditionsreiche Genre des englischen Regency-Romans um eine österreichische Variante zu bereichern.

Kommende Neuerscheinung_

DER BLUMENKAVALIER_Sehnsucht im Palais 8.2.2023

https://www.gmeiner-verlag.de/buecher/titel/der-blumenkavalier.html

Foto_Rudolf Kremaier

20.12.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

https://literaturoutdoors.com

„Sprachkunst soll erfrischen oder ermüden, erstaunen oder verärgern, überraschen oder langweilen“ Isabella Breier, Schriftstellerin _ Wien 15.1.2023

Liebe Isabella, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein Tagesablauf variiert, je nachdem, ob respektive wie viele Wochenstunden ich gerade als Lehrkraft für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache unterrichte, ob ich vor kurzem ein Stipendium bekommen und aufgrund der damit verknüpften finanziellen Förderung weniger anderweitig zu arbeiten und also mehr Zeit und Kraft fürs literarische Tätigsein habe, ob ich etwas (mit Freund*innen oder der Familie) unternehme oder mich eine Weile zum Schreiben zurückziehe, ob ich mich in Wien befinde oder in Südmexiko, ob ich zu Hause bleibe oder umherstrolche oder reise usw.

Isabella Breier, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich hielte es für notwendig, uns schleunigst weltweit in Richtung egalitäre, sozialistisch-demokratische Gesellschaftstransformation zu begeben beziehungsweise zu einer fürsorglichen, bedürfnisgeprägten Strukturierung unseres Zusammenlebens zu finden – eine solche, die Menschen- und Umweltrechte nicht nur artikuliert oder verhandelt, sondern umfassend verwirklicht. (Den Konjunktiv II verwende ich, weil ich lügen würde, wenn ich vorgäbe, derzeit optimistisch zu sein.)

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Menschen stehen (je nach sozialen Variablen, sozioökonomischer Situiertheit u.v.m.) vor höchst unterschiedlichen Problemen und Aufbruchszenarien – ob vor Krisenzeiten, währenddessen oder danach. Auch unter jenen Katastrophen, die alle beziehungsweise den humanen Fortbestand unserer besonderen Spezies betreffen, leiden die Ärmeren und Armen, die Unterdrückten und Marginalisierten heftiger. Um’s kompakt auszudrücken: Wesentlich wäre es meines Erachtens, dass – in internationalem Maßstab – ein starkes vernünftiges Bündnis linker antifaschistischer Parteien und Gruppierungen erfolgreich für die Überwindung der kapitalistischen Wirtschafts- und Sozial- als brutale Kreaturen- und Naturausbeutungsordnung kämpft, d.h. für eine menschenwürdige Gesellschaft als eine der sozialen Gleichheit, in der alle Individuen mit ihren jeweiligen Gemeinsamkeiten und Differenzen ein bestmöglichst gutes Leben führen können sollen und die notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Umwelt beziehungsweise des Planeten (als Existenzraum für uns und alle anderen Tiere und Pflanzen) verantwortungsvoll vollzogen werden.

Bezüglich der Rede von der „Kunst an sich“: Diese ist eine bedeutungsgeladene bis schwärmerische Begrifflichkeit, der sehr komplexe Wirklichkeiten gegenüberstehen. Möchte man auf die Frage, welche Rolle der Literatur in einem bestimmten Zeitraum (als einer vergangenen oder präsenten Etappe einer kulturellen sowie wirtschafts- und soziopolitischen Konstellation) de facto zukommt, ernsthaft sinn- bzw. gehaltvoll replizieren, braucht es notgedrungen eine (literatur)soziologische Analyse respektive fundierte empirische Untersuchungen. (Eine solche Bestandsaufnahme von Präformiertheiten, Korrelationen, Rückkopplungen können KünstlerInnen oder SchriftstellerInnen – in ihrer Position als ebensolche, mit jenen Mitteln oder Instrumentarien – in keinster Weise leisten. Das gilt für sämtliche selbst- und fremdernannte Intellektuelle, die sich nicht an Grundsätzen einer sachlich versierten, konsistenten und nachvollziehbaren Argumentationsführung orientieren (wollen). Ohne irgendetwas genauer erforscht oder durchleuchtet oder sich systematisch ein Mindestlevel an (zu belegenden) Kenntnissen erarbeitet zu haben, kann man maximal sagen oder schreiben, was man so meint, was man erlebt, hört, diskutiert, querliest und vor sich hin oder her sinniert. Mit etwas Glück palavert man originell dahin, und bestenfalls bietet man anregende Denkimpulse. (Genau deswegen nerven mich nicht wenige Essays oder Kommentare gewisser (vor allem prominenter) Kunstschaffender oder Seitenblicke-Sweethearts oder jenseits jeder Fachkompetenz in die Gunst oder Ungunst der Stunde hinein spekulierender Philosophierender zu Themen, von denen sie manchmal (allem Anschein nach) nicht mehr verstehen als ich oder meine (ebenso sachfernen, allerdings weder künstlerisch oder philosophisch tätigen noch prominenten) Nachbarn, deren (nicht geschriebene) Artikel oder Statements nicht veröffentlicht werden würden.))

Um auf die Frage, welche Rolle der Literatur (meiner Meinung (als Privatperson, Autorin und ehemaliger Germanistikstudentin) oder meinem Wunschtraum nach) gegenwärtig zukommen sollte oder könnte, eine (höchstpersönliche und provisorische) Antwort zu formulieren, die natürlich – über die unter spezifischen Lebensbedingungen entwickelte Leidenschaft für Kunst und die auch nicht vom Himmel gefallene „(Hass-)Liebe zur Sprache“ etc. hinaus – mit meiner politischen Einstellung zu tun hat: Vielleicht vermag sie – zusätzlich zur Ermunterung zum Genuss von Metrik und Musikalität, zur Vermittlung von Freude an der Sinnlichkeit und an der Schönheit syntaktischer, rhythmischer und lautlicher Sphären oder mannigfaltig vitalisierter Imaginationen, zur Inspiration als Intensivierung eines Lebendigkeitsgefühls oder einer beseelten Stimmung, zur Aktivierung oder Steigerung von Affekten – dazu beizutragen, Zusammenhänge besser zu begreifen beziehungsweise darauf zu verweisen, dass man in der vermeintlichen Selbstverständlichkeit, in der „wir“ „uns“ als Zeitgenoss*innen bewegen, vieles überhaupt nicht oder völlig falsch versteht. Ich schätze Texte, die veranschaulichen oder zumindest anklingen lassen, wie mehrschichtig und diffizil verwoben sich die verschiedensten Verhältnisse oder Aspekte unserer Welt als „Erscheinungs- oder Handlungsraum“ (Arendt) bzw. Umstände wie Facetten unseres je individuell erfahrenen lust- und schmerzvollen Existierens und Probierens und Scheiterns gestalten. (Das muss weder in realistischem noch naturalistischem Stil geschehen. Es braucht dafür nicht unbedingt einen Brechtschen Erklärungsimpetus oder ambitionierte Parabelhaftigkeit. Surrealistische bis dadaistische Schöpfungen, prima facie völlig apolitische Nabelbeschau-Prosa oder die rigoroseste L’art pour l’art können – oft über ihre Intention hinaus, an der Urheberin oder dem Urheber vorbei, kon-/trans-/intertextuell betrachtet – Allgemeines induzieren oder illustrieren (lassen). Zwischen den Zeilen bezeugen auch scheinbar zeitraumlose Sprachopera den Zeitraum, in dem sie entstanden.) Zwar bin ich aufs äußerste zurückhaltend damit, zu behaupten: A und b müsse ein literarischer Text prinzipiell, und c und d dürfe er keinesfalls. Aber mir persönlich gefällt es, wenn sich Literatur mit den Bedingungsgeflechten, in oder mit deren Schlingen wir Menschen leben oder leben könnten, gelebt haben oder gelebt haben könnten, konfrontiert – in welchem Modus auch immer. Kurzum: Innerhalb der Grenzen dessen, was (Sprach-)Kunst kann (ohne aufzuhören, (nur) (Sprach-)Kunst zu sein), ist sie potentiell zu vielerlei in der Lage und soll sowohl desillusionieren als auch Illusionen verschaffen, etwas Punkt für Punkt klären und verrückt vermischen oder nur zu Entspannung, bloßer Unterhaltung und Zerstreuung dienen, demgegenüber auch Engels- oder Eselsgeduld, emotionale wie kognitive Mühe, anstrengenden oder verdrießlichen Lektüreeinsatz einfordern (ich bin keine Anhängerin der auch von zahlreichen RezensentInnen (wie ein göttliches Gebot) gepredigten Leichtigkeitsdirektive), erfrischen oder ermüden, erstaunen oder verärgern, überraschen oder langweilen, zu eutopischen Phantasien animieren und vor dystopischen Zuständen oder erschreckenden Gegebenheiten warnen oder sogar Trost spenden, Hoffnung wecken oder einen Optimismus heraufbeschwören dürfen, der einer „objektiveren Begutachtung“ des realen Stands oder Laufs der Dinge eventuell oder sicher nicht standhalten würde.

(Amen. 😊 Die gestellte Frage ist sehr interessant, wirft weitere Fragen auf. Deswegen zieht sich diese Erläuterung, warum ich mir mit einer knappen Antwort schwertue, extra in die Länge.)

Was liest Du derzeit?

Mehreres gleichzeitig. Letzte Nacht las ich die letzte Seite des Romans Ghana must go. Deswegen bin ich noch ganz im Bann von Taiye Selasis Erzähluniversum. Und mit folgendem Band wurde ich vorgestern fertig: Strehle, Samuel: Kollektivierung der Träume. Eine Kulturtheorie der Bilder. Weilerswist 2019

Einige Tage vor Weihnachten begann ich außerdem mit Infinite Jest von David Foster Wallace. Vor circa zehn Jahren las ich’s in der deutschen Übersetzung (Unendlicher Spaß), und nun genieße ich das Original.

Bei folgenden Büchern stecke ich momentan ebenso mittendrin:

  • Illades, Carlos: El marxismo en México. Una historia intelectual. Méx. 2018
  • Cassirer, Ernst: Lectures on Ancient Philosophy (Hg.: Borbone, G. (Philosophische Bibliothek)). Hamburg 2022
  • Jaeggi, Rahel u. Loick, Daniel (Hg.): Nach Marx: Philosophie, Kritik, Praxis. Berlin 2013

Und mehrmals wöchentlich tagträume ich mich ein wenig durch das Œuvre Rajzel Zychlinskis: di lider 1928-1991. Die Gedichte. Jiddisch und deutsch (Hg. u. übertr. von Witt, Hubert). Frankfurt a.M. 2003

Alle diese Werke möchte ich weiterempfehlen!

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Erstens eine (halbwegs guten Gewissens aus dem Zusammenhang gerissene) Zitatstelle von Hannah Arendt – aus dem zuerst 1971 in „The New York Review of Books“ erschienenen Aufsatz „Lying in Politics: Reflections on The Pentagon Papers“ („Die Lüge in der Politik“):

„Tatsachen bedürfen glaubwürdiger Zeugen, um festgestellt und festgehalten zu werden, um einen sicheren Wohnort im Bereich der menschlichen Angelegenheiten zu finden.“

Und zweitens die (hier von K.-P. Wedekind übersetzte) Anfangsstrophe des Gedichts „Το νοήμα της απλότητας“ („Der Sinn der Einfachheit“) von Jannis Ritsos:

„Hinter einfachen Dingen verstecke ich mich, damit ihr mich findet.

Findet ihr mich nicht, findet ihr die Dinge,

ihr berührt, was meine Hand berührt hat,

die Spuren unserer Hände treffen sich.“

Vielen Dank für das Interview liebe Isabella, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Isabella Breier, Schriftstellerin

Zur Person_Isabella Breier

*1976 in Gmünd/NÖ; aufgewachsen in Wels; Studium der Philosophie und Germanistik in Wien; 2000: Geburt ihrer Tochter Hannah Medea; 2005: Dissertation zu Cassirers „Philosophie der symbolischen Formen“ und Wittgensteins „Sprachspielbetrachtungen“; seit damals u.a. Lehrkraft für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache; regelmäßige Aufenthalte in Südmexiko; zahlreiche Veröffentlichungen (Lyrik, Prosa) in Literaturzeitschriften und Anthologien

http://www.literaturport.de/Isabella.Breier/

literarische Publikationen:

  • 101 Käfer in der Schachtel. Ihr Verschwinden in Bildern. Klagenfurt: Kitab Verlag 2007
  • Interferenzen. Erzählungen, Kurz- und Kürzestgeschichten. Klagenfurt: Kitab Verlag 2008
  • Prokne & Co. Eine Groteske. Klagenfurt: Kitab Verlag 2013
  • Allerseelenauftrieb. Ein Klartraumprotokoll. Wels: Mitter Verl. 2013
  • Anfang von etwas (Reihe: Neue Lyrik aus Österreich; Hg.: Jensen, Treudl, Vyoral; Band 8). Horn: Verlag Berger 2014
  • DesertLotusNest. Anmerkungen zur „Poetik des Phönix“. Weitra: Bibliothek der Provinz. 2017
  • mir kommt die Hand der Stunde auf meiner Brust so ungelegen, dass ich im Lauf der Dinge beinah mein Herz verwechsle (Lyrikband in zwölf Kapiteln). Wien: fabrik.transit 2019

Aktuelle Veröffentlichung:

Grapefruits oder Vom großen Ganzen (Groteske). Wien: fabrik.transit 2022/2023

https://www.fabriktransit.net/grapefruits.html

Foto_privat.

27.12.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Grauer Himmel überall – auch im“ Sam Bennet, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Aalen/D 15.1.2023

GIVE PEACE A CHANCE


Grauer Himmel überall – auch im

Innen der Zerfall

Venus schließt die Augen matt –

Entwürdigung das Feigenblatt


Pegasus hebt sich in die Lüfte

Entfaltet Wut, als ob er‘s wüsste

Ach … !

Charisma erstarrt zur steinern Säule –

Erwartungsgemäß ohne Eile.


Aber träumen dürfen wir? Von


Champagner und freiem Bier!

Halten Reden aus Solidarität

Anstand ist‘s aber, was deutlich fehlt!

Naturgemäß wird alles gut, nur die

Chance brauchts zur friedlichen Wende, für ein gutes, ein notwendiges

Ende


Sam Bennet, 17.12.2022

Sam Bennet, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Sam Bennet, Schriftstellerin

Foto_Christian Frumolt

Walter Pobaschnig _ 17.12.2022.

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„Wiederfinden von Notizen abends, wenn einmal beide Kinder schlafen“ Sabine Schönfellner, Schriftstellerin _ Wien 14.1.2023

Liebe Sabine, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Unser Tagesablauf als Familie ist derzeit wesentlich von den beiden Kindern bestimmt – das Dezemberbaby sucht seinen Rhythmus noch, das „große“ Kind wacht dafür verlässlich beinahe jeden Tag um dieselbe Zeit auf und geht abends nach vielen Warum-Fragen um ungefähr dieselbe Zeit schlafen. Für das Schreiben und anderes sind derzeit eher leere Minuten (so es sie denn gibt) als größere Zeiträume reserviert, schnelles Notieren zwischendurch und Wiederfinden von Notizen abends, wenn einmal beide Kinder schlafen.

Sabine Schönfellner, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Was für alle wichtig ist, wage ich nicht zu beurteilen. Ich stelle nur erfreut fest, dass langsam eine immer breitere gesellschaftliche Diskussion darüber einsetzt, was Arbeit ist und wie viel Zeit wir mit ihr verbringen wollen, ob wir andere Aufgaben und Ziele wirklich immer auf ein vages Später verschieben können und sollen. Das kann für Privatleben, Familienleben und Gesundheit nur von Vorteil sein, denke ich.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Ich möchte Kunst und Literatur ungern zu große Aufgaben aufbürden. Wenn man nach der gesellschaftlichen Relevanz von Literatur fragt, geht es dabei schnell auch um deren Nützlichkeit und Verwertbarkeit. Die Möglichkeiten, mit Literatur andere und neue Denkräume zu erschaffen und Einblicke in Lebenswelten zu geben, die einem fremd sind, erscheinen mir immer lohnenswert – ein direkter Transfer ins Leben ist mir zumindest noch nicht gelungen, aber Anstöße liefern sie auf jeden Fall.

Was liest Du derzeit?

Ich lese aktuell „Die Vermengung“ von Julia Weber, das mich in seiner skizzenhaften, fragmentarischen Annäherung an Beziehungen, Familienleben und die Herausforderungen, die diese für (künstlerisches) Arbeiten bedeuten, sehr anspricht.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„We talk a lot about the weather. All of us miss the weather, which surprised us. It’s as if the only thing we can bear to have in common is weather conditions on a lost planet.“ (Olga Ravn, „The Employees. A workplace novel of the 22nd century“, aus dem Dänischen übersetzt von Martin Aitken, S. 84)

Vielen Dank für das Interview liebe Sabine, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Sabine Schönfellner, Schriftstellerin

Zur Person: Sabine Schönfellner, geboren 1987, studierte Literaturwissenschaft, Skandinavistik und Deutsch als Fremdsprache, anschließend Promotion in Literaturwissenschaft. Arbeitet als freiberufliche Texterin und Lektorin, organisiert und leitet Schreibwerkstätten. Zahlreiche Preise und Stipendien.

Aktuelle Veröffentlichungen:Herbstwespen (Erzählung, mikrotext, 2020), Draußen ist weit (Roman, Literaturverlag Droschl, 2021).

Schreiben. Lesen. Lektorieren. Draußen und im Internet.

Foto_Werner Robitza

29.12.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Give your child a better place“ Nurie Emrullai, poet _ Give Peace A Chance _ Kichevo/North Macedonia 14.1.2023

GIVE PEACE A CHANCE


Give your child a better place,

Indeed, let me listen to your heartbeats.

Very loud is the voice of John Lennon, as he sings „Give peace a chance“,

End, oh, I beg you, end this bay for blood.

Pale faces come and visit my dreams,

End my fate, before I start to breath.

Aeriel- that’s how my life is, aeriel- that’s how my death will be.

Come closer and look me in the eyes

End this bay for blood and cry.

Aeriel- we will be tonight.

Closer to the divine, that’s where we all belong.

Hope you can notice the light

And just that moment we can save the world.

Never turn your back to the sun

Come closer sing the song of doves.

End this bay for blood and cry.


Nurie Emrullai, 13.12.2022

Nurie Emrullai, poet

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Nurie Emrullai, poet

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 13.12.2022.

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„Carte blanche“ Marilies Jagsch, Musikerin _ Give Peace A Chance _ Wien 13.1.2023

GIVE PEACE A CHANCE


Carte blanche

Groß glaubt er und eng

In ihm ein Durst

Vor ihm die Flut

Er ahnt sie jetzt, die Möglichkeit

Packend heiß

Es juckt und wartet und will

All das kann sein, all das

Changiert im Licht

Er krümmt die Finger zur Faust

Aber –

Carte blanche

Hört er sie rufen

Auf dich wartet ein Gewinn

N’y résiste pas

Carte blanche, aber –

Er zögert, atmet tief


Marilies Jagsch, 8.1.2023

Marilies Jagsch, Musikerin, Lektorin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Marilies Jagsch, Musikerin, Lektorin

Zur Person_Marilies Jagsch lebt und arbeitet als Musikerin und Lektorin in Wien. 2023 erscheint das Debütalbum ihres neuen Projekts MAIIJA.

Foto_privat


Walter Pobaschnig _ 8.1.2023

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„Theater ermöglicht uns gemeinsam zu erleben und uns zu verbinden“ Leni Plöchl, Regisseurin und Performerin _ Wien 13.1.2023

Liebe Leni, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Zu meinem derzeitigen Tagesablauf gehören die Vorbereitungen für meine Wiederaufnahme. Ich verbringe viel Zeit damit, mir alte Aufnahmen meiner Interviews anzusehen, um das Material, das nicht in die endgültige Inszenierung aufgenommen wurde, zu überdenken und zu vertiefen. Ich verbringe auch viel Zeit im Theater, um an der technischen Umsetzung zu arbeiten.

Leni Plöchl, Regisseurin und Performerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich denke, Humor ist in dieser Zeit für uns alle besonders wichtig. Er ermöglicht es uns, die Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten und die Herausforderungen, mit denen wir konfrontiert sind, leichter zu bewältigen. Indem wir über uns selbst und unsere Probleme lachen, erkennen wir die Unsinnigkeit mancher Dinge und können etwas Abstand gewinnen. Wenn wir gemeinsam lachen, können wir uns verbunden fühlen,… auch wenn wir physisch getrennt sind.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater, der Kunst an sich zu?

Ich finde, dass die Fähigkeit, Probleme aus einer anderen Perspektive zu betrachten, besonders wichtig ist, um uns gesellschaftlich und persönlich auf den bevorstehenden Aufbruch vorzubereiten. Theater und Kunst spielen dabei eine wichtige Rolle, indem sie gesellschaftliche Themen ins Bewusstsein rufen und uns dazu ermutigen, Empathie und Verständnis für andere zu entwickeln. Theater ermöglicht uns gemeinsam zu erleben und uns zu verbinden. „

Was liest Du derzeit?

Jacques LE GOFF “Die Geburt Europas im Mittelalter”. Ich bin erst am Anfang…also noch kein Buchtipp 😉

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

“Die Wahrheit im Theater ist immer auf Wanderschaft”

Peter Brook

Vielen Dank für das Interview liebe Leni viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Theater-, Performanceprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler*innen:

Leni Plöchl, Regisseurin und Performerin

Aktuelle Produktion:

DA WAR ICH NICHT MEHR DA

Digitales Maskenspiel von und mit Leni Plöchl

WERK X-Petersplatz, 1010 Wien _14.01.2023, 19:30 Uhr

DA WAR ICH NICHT MEHR DA

Foto_Leni Plöchl

11.1.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Die große Pension Europa Show“ sensationelle Uraufführung aktionstheaterensemble Werk X _ Wien 11.1.2023


Da bin ich. Und da bist Du. Nackt. So beginnt es. Könnte es beginnen. Wenn es draußen regnet und still ist. Und die Musik erzählt. Von Erinnerungen.


Doch da ist auch das Scheinwerferlicht. Und das reicht nicht für alle. Nicht hier, nicht im Boot, nicht in Afrika, nicht vor dem Supermarkt, nicht im Brunnen. Also werde ich ich sein und du du sein, bleiben, werden, haben. Basta.


Lass` mich erzählen. Lass` mich fragen. Lass` mich bluten. In meinem Licht.


Bis es regnet und ich träume. Vom Licht…


Und die Show beginnt. Die große Show. Meine große Show. Bis zum Ende…


Bis das Licht ausgeht….im Regen


Martin Gruber und das aktionstheaterensemble eröffnen das Theaterjahr Wiens mit einem sensationellen Bühnentornado im rasenden Dialog von Wort, Körper, Musik, der aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen in unglaublicher Verdichtung und Transformation zwischen Alltag und Reflexion einmalig vor dem grenzenlos staunenden Publikum auf der vor Spielwitz und Spielfreude in Tragik und Komik bebenden Bühne mitreißend oszillieren lässt.

Es ist höchste Theaterkunst wie hier Leben in allen abgründigen Schattierungen von Sehnsucht und Einsamkeit ins lodernde Bühnenlicht gesetzt und in hervorragender Dramaturgie, einmaliger Schauspielkunst wie wunderbarer musikalischer Orchestrierung in Grund und Abgrund zelebriert und zerlegt wird.

„Ein sensationelles Spiegelkabinett von Zeit und Leben als einmaliges Bühnen-Gesamtkunstwerk!“


DIE GROSSE PENSION EUROPA SHOW IM WERK X WIEN _Premiere: 11.01.23 |

Weitere Termine _ 12.01.23 | 13.01.23 | 14.01.23 | 17.01.23 jeweils 19.30h (Dauer ca. 2,5h mit Pause)

Werk X Wien, Oswaldgasse 35A, 1120 Wien

KONZEPT UND INSZENIERUNG: MARTIN GRUBER | TEXT: MARTIN GRUBER UND AKTIONSTHEATER ENSEMBLE SOWIE CLAUDIA TONDL UND ELIAS HIRSCHL | DRAMATURGIE: MARTIN OJSTER | BÜHNE, KOSTÜM: VALERIE LUTZ | VIDEO: RESA LUT | REGIEASSISTENZ: MICHAELA PRENDL | MEDIENKONTAKT: GERHARD BREITWIESER | LIVE-MUSIK: DOMINIK ESSLETZBICHLER, CHRISTIAN MUSSER, DANIEL NEUHAUSER, GIDON OECHSNER, DANIEL SCHOBER, PETE SIMPSON

DARSTELLER:INNEN: BABETT ARENS, MICHAELA BILGERI, AISHA EISA, ISABELLA JESCHKE, ELIAS HIRSCHL, RAPHAEL MACHO, KIRSTIN SCHWAB, TAMARA STERN UND BENJAMIN VANYEK

Die grosse Pension Europa Show


Walter Pobaschnig 1_23

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„Interessiert das, was ich zu bieten habe, irgendjemanden?“ Kevin Krennhuber, Schauspieler _ Wien 12.1.2023

Lieber Kevin, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein künstlerisches Leben ist geprägt von einer Art Dualismus. Es gibt sehr produktive Zeiten, in denen sich oft mehrere Projekte überlappen und mich sehr fordern. Dazwischen entsteht dann aber immer wieder eine Art „Zwischenstopp“, also eine ruhigere Phase, die ich zur Regeneration und Evaluierung nutze.

Diese Unstetigkeit ist einerseits natürlich etwas Schönes. Gerade für eine Persönlichkeit, wie die meine, die ständig nach Neuem sucht und sich nicht im Wiederholenden abnutzen möchte, ist es wunderbar immer wieder neue Menschen kennen zu lernen, neue Geschichten zu erzählen und gemeinsam etwas Einzigartiges zu erschaffen.

Andererseits sind die Phasen dazwischen immer wieder eine Herausforderung an das eigene Selbstbild. Stichwort: Evaluierung. Als selbstkritischer Mensch stelle ich mir in ruhigen Momenten natürlich Fragen wie „Wo will ich als Künstler hin?“ „Bin ich auf dem richtigen Weg?“ „Interessiert das, was ich zu bieten habe, irgendjemanden?“ In Zeiten von Instagram natürlich auch „Wieso drehen alle anderen häufiger als ich?“ 

Dann tröstet mich die Einsicht, dass ich mich gerade in einem Wellental befinde, auf das immer wieder ein Wellengipfel folgen wird. Und, dass es vielen Kollegen, mit denen ich darüber gesprochen habe, ähnlich ergeht. Es gehört einfach zum Job. Genauso wie die mittlerweile überhand nehmenden E-Castings.

Kevin Krennhuber, Schauspieler, Sprecher und Musiker

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Während der Pandemie war es wichtig, auf unsere Gesundheit und die der anderen zu achten. Eine vergleichsweiße einfache Aufgabe.

Mittlerweile stehen wir am Beginn einer wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Krise der westlichen Hemisphäre, die das Leben jedes Einzelnen schon jetzt verändert und noch viel stärker verändern wird. Von der Klimakrise ganz zu schweigen. Vieles, was für unser gesamtes Leben bisher selbstverständlich war, wird sich verändern oder ganz verschwinden. Das Außen wird unsicher und vage.

Ich denke deshalb, dass jetzt zwei Dinge für uns alle besonders wichtig werden: Zum einen sollten wir unsere Bedürfnisse und Sicherheiten wieder vom Außen ins Innen transferieren. Wenn wir unabhängig von einer sich ständig stark verändernden und deshalb teilweise auch bedrohlichen Welt sein wollen, dann müssen wir in uns einen Raum schaffen, der unabhängig ist von äußeren Einflüssen. Viktor Frankl wusste, wie das geht.

Zum Anderen, müssen wir uns unsere Ziele enger stecken. Die Zeiten von „Du kannst alles werden, wenn du es dir nur selber eindringlich genug einredest“ sind vorbei. Je mehr Variablen in die Gleichung kommen, desto konkreter sollten die Konstanten sein.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Die Kunst als Funke des Moments hat die magische Fähigkeit aus Nichts Etwas zu erschaffen, und diese Fähigkeit hat uns immer schon durch schwierige Zeiten geholfen, weil sie uns auf der sublimsten Ebene verbindet. Eine Ebene, die ohne alles auskommt.

Die Kunst vergangener Zeiten kann uns aber auch helfen, Ereignisse, die auf uns zukommen, richtig einzuordnen. Wir können von den Erfahrungen unserer Vorgänger lernen, können Trost aus den Beschreibungen ihrer Erlebnisse ziehen.

Und die Kunst als in Beziehung setzendes Medium wird uns auch beim Einordnen und Verarbeiten helfen.

Was liest Du derzeit?

Ich habe vor kurzem ein Buch wieder zur Hand genommen, dass ich vor langer Zeit zu lesen begonnen, aber nie beendet hatte: Stefan Zweigs – Die Welt von gestern. Nun scheint der Zeitpunkt richtig zu sein, es fertig zu lesen.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Keinen klugen Satz eines weisen Autors, sondern die Worte meiner leider schon lange verstorbenen Großtante Mimi – simpel, aber mächtig: „Wer waaß wofür’s guat woa?“ (Wer weiß wofür es gut war?)

Vielen Dank für das Interview lieber Kevin, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Kevin Krennhuber_Schauspieler, Sprecher und Musiker

Zur Person_ Kevin Hermann Krennhuber wurde in Linz geboren. Kindheit und Jugend verbrachte er in Oberösterreich. Nach der Matura am Stiftsgymnasium Kremsmünster führte ihn sein Weg zuerst als Kameramann zum TV danach als Moderator zum Radio.

2011 schloss er das Studium der Allgemeinen Sprachwissenschaft in Wien mit Diplom ab. Es folgte eine mehrjährige Schauspielausbildung und schließlich 2017 die paritätische Bühnenreife. Kevin Krennhuber ist als Sprecher vor allem auf ORF III und Servus TV zu hören, zu sehen war er zuletzt im Theaterforum Schwechat als Major Petkoff in G. B. Shaws „Helden“.

https://www.kevinkrennhuber.com/

Foto Portrait_Cherie Hansson; Szenenfotos „Helden reloaded“ Walter Pobaschnig.

21.12.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„———-“ Pupuze Berber, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Frankfurt/Main 12.1.2023

GIVE PEACE A CHANCE

Lieber Walter, ich werde das nicht schaffen. Das Thema ist so traurig, dass ich, egal was ich sagen möchte, an dieses nicht rankomme, alle Wörter nichtig und unwichtig erscheinen. Ich würde es so leer lassen wollen, weil meine Worte sie nicht ausfüllen können.

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Pupuze Berber, 8.12.2022

Pupuze Berber, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Pupuze Berber, Schriftstellerin

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 8.12.2022.

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