Das Leben beginnt, nimmt seinen Lauf. Der Blick in die Welt. Erste Versuche zu sehen und zu verstehen…
„Meine Mutter, die mir oft vorlas, sagte manchmal, Bücher seien klüger als Menschen. Nicht alle, setzte sie hinzu, aber in den besten finden wir Antworten. Was für Antworten, Mama, fragte ich, doch da starb sie schon und redete überhaupt nicht mehr mit mir…“
Und jetzt gilt es noch mehr zu verstehen. Den Tod, den Verlust, den Schmerz. Der Besuch der Sonntagschule, die Bibel, Gespräche, und die Suche geht weiter, durch Jahrtausende, Kulturen, Vermächtnisse…
Und führt schließlich in einem Londoner Park, wo der mittlerweile gewordene Schriftsteller Paul McCartney sieht und die Welt der Musik und die Erinnerungen nun aufleben und sich verbinden zu einem bunten Reigen der Erfahrungen, Phantasien, Enttäuschungen und Visionen des Lebens in allen schillernden wie auch tief dunklen Farben…
Jón Kalman Stefánsson, geboren 1963 in Reykjavík, ist einer der bedeutendsten Schriftsteller Islands. Mit „Mein gelbes U-Boot“ gelingt ihm ein beeindruckendes existentielles roadmovie durch Sinn und Zeit, das individuelle Erfahrungen mit kulturellen Meilensteinen wie Perspektiven einmalig verbindet.
„Ein Roman über Mensch und Welt mit Witz, Sinn, Charme und Melone, der rundum begeistert!“
Mein gelbes U-Boot. Jón Kalman Stefánsson. Roman. Piper Verlag.
Es sind Geister, welche zu Beginn die Bühne und auch den Zuschauerraum nach und nach füllen. In der Mitte ein junger Mann, Prinz Hamlet, der nun von diesen zur Tat, der Rache an den Mord des Vaters aufgefordert wird und der mit diesem Auftrag an Leib und Seele ringt…
So weit auch in dieser Inszenierung der klassische Beginn eines der berühmtesten Dramen der Theatergeschichte von William Shakespeare, welches in einem Reigen und Rausch des Todes sein tragisches wie berühmtes Finale findet.
Doch dann nimmt jemand sein Geisterleintuch ab, steigt aus der Szene aus, und gibt Hamlet in seiner Darstellung ein Feedback und Rollenkritik. Und diese weitet sich aus und wird zu einem Statement des Bühnenverständnisses. Wie nun den Hamlet spielen und überhaupt Verrat, Mord, Rache auf die Bühne bringen? Das ist hier nun die Frage. Für einen Moment, denn die Szene setzt sich fort und Hamlet geht seinen Weg in vielen Spiegelbildern einer Persönlichkeit in dieser unmöglichen überfordernden Situation zwischen Wort und Tat, Blut und Gewalt…
Regisseurin Karin Henkel und dem exzellenten Ensemble gelingt ein genialer Kunstgriff, der einerseits den Hamletstoff im Kreislauf von Rache und Tod als freie Dramalinie setzt und dazu grundsätzliche Fragen nach der Darstellung von Gewalt, Blut, Mord auf der Bühne stellt, andererseits gerade sehr präzise und erschütternd Gewalt als Kontinuum von Mensch und Gesellschaft über Zeiten hinweg bei der Wurzel zu packen und Gewalt als Teil von Selbstverständnis und Wert patriarchaler Machtstruktur zu entlarven wie auch in der Metakritik im Spiel selbst das Momentum der Satire sprühend zu setzen weiß. So entsteht eine Szenerie, die mehrere Spielebenen in großartiger Darstellung zu mixen weiß und dem Dramastoff mutig frei öffnet wie selbstbewusst zeitübergreifend folgt. Ein Experiment, das voll aufgeht. Ein „Hamlet“, der zum Mit- und Weiterdenken anregt, auffordert und damit bestes Theater bietet.
„Hamlet als mutiger, variantenreicher Dramen-, Satirebogen, der in Regie und Spiel extrem beeindruckt!“
„Hamlet“ Burgtheater Wien
Deutsch von Angela Schanelec und Jürgen Gosch
Regie: Karin Henkel
Ensemble: Tim Werths, Marie Luise Stockinger, Alexander Angeletta, Katharina Lorez, Kate Strong, Michael Maertens, Benny Claessens.
Zur Person/über mich:Roland Rauschmeier lebt und arbeitet in Wien. Der gebürtige Augsburger besuchte dort die Akademie der bildenden Künste und gründete mit der französischen Tänzerin und Choreografin Anne Juren die Wiener Tanz- und Kunstbewegung. Seine Arbeiten als bildender Künstler sind in der Artothek des Bundes vertreten, die seit 1948 im Rahmen der Kunstförderungsankäufe Kunstwerke erwirbt. Seine Performancearbeiten waren bisher zu sehen u.a. im brut Wien, WUK performing arts und Volkstheater Wien. Er kooperiert mit dem deutschen Film- und Videokünstler Ulu Braun unter dem Pseudonym BitteBitteJaJa und arbeitet an einem genreübergreifenden Oeuvre.
Aktuelle Produktion von Roland Rauschmeier im Theater am Werk Petersplatz, 1010 Wien:
„ADRIAN!“
Die Performance „ADRIAN!“ – Allein gegen Allem zeigt unter anderem einen als Döner verkleideten Boxsack, einen Bierkampf ohne Festzelt und ein verschwollenes Auge vor Buñuels Rasierklinge. Der Titel spielt auf die legendäre Schlussszene des Films Rocky (1976) an, in der der von Sylvester Stallone verkörperte Boxer und „Italian Stallion“ Rocky Balboa am Ende eines brutalen Kampfes den Namen seiner Geliebten „Adrian!“ ruft. Wiederkehrende Motive sind auch dem Werk des bayerischen Multikünstlers Herbert Achternbusch entlehnt. In seinem Film Atlantikschwimmer (1977) prägte er das berühmte Zitat: „Du hast keine Chance, also nutze sie.“ Dieses rebellische Lebensmotto und die Leidenschaft für die Malerei verbinden Achternbusch und Stallone auf eine für manche überraschende, aber auch überragende Weise.
An drei Abenden ( jeder anders als der andere!) erwartet das Publikum eine künstlerische Collage aus Raum, Bild und Performance, die große Themen mit Mut zur pathetischen Selbstzerstörung wortwörtlich abklopft. Der einsame Kampf des Einzelnen gegen sich selbst steht oft im Zentrum. Die Bühne vereint Elemente eines Zoos, einer Sporthalle und eines Bierzelts – ein Ort, an dem die Performer*innen sowohl körperlich als auch emotional an ihre Grenzen stoßen und „ihr Fett abkriegen“.
„We’ll have a good time, a real good time, Adrian.“ (Sylvester S. in Rocky)
Spieltermine:
04.12.2024 – „ADRIAN!“ – Episode I – Allein gegen Allem
06.12.2024 – „ADRIAN!“ – Episode II – Zur Verzweiflung bereit
07.12.2024 – „ADRIAN!“ – Episode III – Der Herausforderer ist dem Herausgeforderten sein Alptraum
Credits
Konzept, Bühne, Video: Roland Rauschmeier
Video; Theo Seidel
Dramaturgie: Claus Philipp
Licht: Andreas Lendais
Maske: Franziska Fröhlich
Musik/Ton: Tom Indge
Mit Maximilian Brauer, Mara Niang, Roland Rauschmeier, Nicola Schößler
Die drei Vorstellungen von „ADRIAN!“ sind unterschiedlich und zeigen Variationen des Themas.
Alle, die bereits eine Vorstellung besucht haben, können unter Vorlage ihres Tickets an der Abendkassa eine oder beide der Folgevorstellungen um einen ermäßigten Preis von €12,- besuchen. Bitte reservieren Sie Ihre Tickets im Vorhinein unter reservierung@theater-am-werk.at.
Lieber Roland Rauschmeier, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ich stehe früh auf und bugsiere meinen jüngeren Sohn zur Schule. Danach fahre ich mit dem Fahrrad ins Theater und beginne mit der Arbeit. Die Produktion eines darstellenden Werks verlangt viel Koordination – es gibt viele Komponenten, die bedacht und aufeinander abgestimmt werden müssen. Das ist oft anstrengend, aber genau das fasziniert mich an dieser Arbeit. Theater vereint viele Kunstformen und bringt sie in einen gemeinsamen Prozess.
Die Abstimmung zwischen Subjekten und Objekten kann jedoch schwierig sein, und manchmal bleibt dabei die Freude auf der Strecke. Aber Arbeit macht nicht immer Spaß. Wenn es allerdings gelingt, dass alles ineinandergreift und die Inszenierung funktioniert, entsteht etwas Besonderes. Genau für diese Momente lohnt sich die Mühe.
Roland Rauschmeier, Künstler
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Es ist wichtig, Ruhe zu bewahren und sich nicht verrückt zu machen. Wir sollten uns auf unsere Stärken konzentrieren und nicht ins Klagen verfallen. Ich nehme an, Sie meinen aktuelle Themen wie der Konflikt im Nahen Osten, die US-Wahlen oder die wirtschaftliche Unsicherheit. In diesem Zusammenhang fällt mir ein Interview von Noam Chomsky ein, dass er – wenn ich mich richtig erinnere – in einer Kirche in New York gegeben hat nachdem Trump zum ersten Mal gewählt worden war. Seine Kernaussage war, dass wir uns bewusst machen sollten, was wir bereits erreicht haben und auf welchem Niveau wir starten.
Wir tendieren dazu, aktuelle Krisen zu dramatisieren und vergessen dabei, wie viele gesellschaftliche Fortschritte bereits erzielt wurden. Institutionen, die persönliche Entwicklung fördern, oder unser Diskursklima sind Ergebnisse mühevoller Arbeit früherer Generationen. Auch wenn wir in Zukunft sparsam sein müssen, gibt es hierzulande – bei einem durchschnittlichen BMI von etwa 25,4 – Reserven, sowohl körperlich als auch geistig.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein, und welche Rolle kommt dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich, zu?
Viele Künstler*innen schaffen sich selbst Probleme, um diese dann künstlerisch zu verarbeiten. Das Motto „Ohne Dilemma kein Anspruch“ ist weit verbreitet. Ich halte das für den falschen Ansatz. Kunst sollte nicht immer aus Problemen entstehen, sondern aus dem Wunsch, etwas Großartiges zu schaffen. Dieser Antrieb sollte von innen kommen, nicht durch äußere Erwartungen gesteuert sein.
Das heißt nicht, dass Kunst unpolitisch sein sollte – sie ist es per se, wenn sie gut gemacht ist. Doch sie sollte nicht nur auf Probleme reduziert werden. Kunst fordert das Publikum heraus, bringt neue Perspektiven und regt zum Nachdenken an.
Künstler*innen haben eine große Freiheit, die sie nutzen sollten. Gleichzeitig gibt es Tendenzen, diese Freiheit einzuschränken, indem Meinungsäußerungen reguliert werden sollen. Das ist nicht hinnehmbar. Es gibt keine „alternativen Fakten“, und Gefühle dürfen nicht über der Wahrheit stehen. Kunst muss fundiert bleiben und darf sich nicht dem Zeitgeist unterwerfen.
Was liest Du derzeit?
Ich lese Bild, Der Standard, Kronen Zeitung, The Guardian, The New York Times, Tass und jüngst ein paar Seiten Junge Welt. Ich finde es wichtig, unterschiedliche Perspektiven zu betrachten.
Belletristisch befasse ich mich Herbert Achternbusch, dessen Sprache und Gedankenwelt sehr inspirierend ist, und Elena Ferrante, deren Bücher einen außergewöhnlichen Blick auf zwischenmenschliche Beziehungen werfen.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Symmetrie ist die Ästhetik der Doofen.“
Vielen Dank für das Interview, lieber Roland, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Roland Rauschmeier, Künstler
Zur Person/über mich:Roland Rauschmeier lebt und arbeitet in Wien. Der gebürtige Augsburger besuchte dort die Akademie der bildenden Künste und gründete mit der französischen Tänzerin und Choreografin Anne Juren die Wiener Tanz- und Kunstbewegung. Seine Arbeiten als bildender Künstler sind in der Artothek des Bundes vertreten, die seit 1948 im Rahmen der Kunstförderungsankäufe Kunstwerke erwirbt. Seine Performancearbeiten waren bisher zu sehen u.a. im brut Wien, WUK performing arts und Volkstheater Wien. Er kooperiert mit dem deutschen Film- und Videokünstler Ulu Braun unter dem Pseudonym BitteBitteJaJa und arbeitet an einem genreübergreifenden Oeuvre.
Aktuelle Produktion von Roland Rauschmeier im Theater am Werk Petersplatz, 1010 Wien:
„ADRIAN!“
Die Performance „ADRIAN!“ – Allein gegen Allem zeigt unter anderem einen als Döner verkleideten Boxsack, einen Bierkampf ohne Festzelt und ein verschwollenes Auge vor Buñuels Rasierklinge. Der Titel spielt auf die legendäre Schlussszene des Films Rocky (1976) an, in der der von Sylvester Stallone verkörperte Boxer und „Italian Stallion“ Rocky Balboa am Ende eines brutalen Kampfes den Namen seiner Geliebten „Adrian!“ ruft. Wiederkehrende Motive sind auch dem Werk des bayerischen Multikünstlers Herbert Achternbusch entlehnt. In seinem Film Atlantikschwimmer (1977) prägte er das berühmte Zitat: „Du hast keine Chance, also nutze sie.“ Dieses rebellische Lebensmotto und die Leidenschaft für die Malerei verbinden Achternbusch und Stallone auf eine für manche überraschende, aber auch überragende Weise.
An drei Abenden ( jeder anders als der andere!) erwartet das Publikum eine künstlerische Collage aus Raum, Bild und Performance, die große Themen mit Mut zur pathetischen Selbstzerstörung wortwörtlich abklopft. Der einsame Kampf des Einzelnen gegen sich selbst steht oft im Zentrum. Die Bühne vereint Elemente eines Zoos, einer Sporthalle und eines Bierzelts – ein Ort, an dem die Performer*innen sowohl körperlich als auch emotional an ihre Grenzen stoßen und „ihr Fett abkriegen“.
„We’ll have a good time, a real good time, Adrian.“ (Sylvester S. in Rocky)
Spieltermine:
04.12.2024 – „ADRIAN!“ – Episode I – Allein gegen Allem
06.12.2024 – „ADRIAN!“ – Episode II – Zur Verzweiflung bereit
07.12.2024 – „ADRIAN!“ – Episode III – Der Herausforderer ist dem Herausgeforderten sein Alptraum
Credits
Konzept, Bühne, Video: Roland Rauschmeier
Video; Theo Seidel
Dramaturgie: Claus Philipp
Licht: Andreas Lendais
Maske: Franziska Fröhlich
Musik/Ton: Tom Indge
Mit Maximilian Brauer, Mara Niang, Roland Rauschmeier, Nicola Schößler
Die drei Vorstellungen von „ADRIAN!“ sind unterschiedlich und zeigen Variationen des Themas.
Alle, die bereits eine Vorstellung besucht haben, können unter Vorlage ihres Tickets an der Abendkassa eine oder beide der Folgevorstellungen um einen ermäßigten Preis von €12,- besuchen. Bitte reservieren Sie Ihre Tickets im Vorhinein unter reservierung@theater-am-werk.at.
Endlösung – der Schrecken des Schreckens ist in einem anderen Land wieder zum Leben erwacht
Aber du atmest, gehst, lebst und hoffst, kämpfst
Couscous mit Gemüse zum Frühstück und Blutkompott zum Abendessen
Hoffnung hat eine feste Wurzel
Alt ist die Zukunft…und doch nicht!
Niemals, du schreist
Christus hat nie Fisch gegessen, darauf kannst du wetten?
Es muss ein neues Kapitel aufgeschlagen werden
Adéla Knapová, 24.11.2024
Adéla Knapová, writer, journalist
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace
Adéla Knapová, writer, journalist
Zur Person/über mich/about:Adéla Knapová, Czech writer and journalist.
She is well-known for her novels, novellas and original reports especially for the weekly Reflex, where she was a chief-reporter for over fourteen years. Winner of numerous awards for her work, she also campaigns for animal welfare. Now she writes weekly commentaries and in-depth reportages for the Czech daily Právo.
She drew attention to herself early on with her first reports for the monthly Koktejl and then with her successful first novel The Uninvited in 2003, which she herself now calls invalid.
In 2016 the Fra publishers brought out her novella The Impossibility of Zero, which Czech Radio ranked among the best Czech and foreign books of the year. Her critically acclaimed novel The Primer was published in 2017, followed two years later by Vanguard.Her latest novel Cowardly Notes from the Ukraine War was published by Fra in 2023 and was inspired by her reporting trip through war-torn Ukraine soon after the full scale invasion started. This novel is being translated into numerous languages including Ukrainian.
A book of reports from wartime Ukraine was named after her reportage story Bread from the Minefield. This title and the story inspired in the September 2023 the Czech Ministry of the Interior to the event We bake bread from a minefield, the aim of which was to raise money for the demining system BOŽENA for Ukraine.
Adéla Knapová also writes short stories and essays, and she is the author of a series of one-act plays. Her texts are part of foreign anthologies of Czech and European authors.
In 2023 she established the Endowment fund ONE HEART to help improve living conditions of animals not only across the EU.
Aktueller Termin: 3.Dezember 2024 Di 19:00
Österreichische Gesellschaft für Literatur, Herrengasse 5, 1010 Wien
Adéla Knapová:CZ-AT (t∫æt) MIT MICHAEL STAVARIČ
Adéla Knapová: »Eine Pussy im Ukraine Krieg« (»Zbabělé zápisky z ukrajinské války«; teilw. übers. von D. Kouba)
In seiner Gesprächsreihe lädt Michael Stavarič Autor*innen aus Tschechien ein und überrascht diese mit ungewöhnlichen Fragen: zu ihrem Werk, der Literatur im Allgemeinen und dem Zustand der Welt im Besonderen.
An diesem auf Tschechisch und Deutsch stattfindenden Abend spricht Adéla Knapová über ihre nur wenige Stunden nach Kriegsbeginn im Februar 2022 angetretene Reise in die Ukraine und das daraus entstandene Buch.
Liebe Sabine Eva Meier, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Mein Tagesablauf ist ziemlich strukturiert und manchmal auch herausfordernd – aber ich liebe ihn so, wie er ist. Früh am Morgen starte ich mit einer Tasse Kaffee, die mir den nötigen Schwung gibt, um in den Tag zu starten. Danach geht es in die Arbeit, wo ich als Geschäftsführerassistentin tätig bin. Dort ist mein Tag voller Abwechslung, Planung und Organisation – ein Umfeld, das mich fordert und inspiriert.
Zeit für mein Schreiben finde ich vor allem an den Wochenenden. Dann tauche ich voll und ganz in meine Geschichten ein, lasse die Gedanken frei fließen und genieße die Ruhe, die diese kreativen Stunden mit sich bringen. Schreiben ist für mich nicht nur ein Hobby, sondern auch ein Ausgleich und eine Leidenschaft, die mir unglaublich viel bedeutet.
Sabine Eva Meier, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Ich denke, es ist entscheidend, dass wir uns gegenseitig zuhören und respektieren. Die Welt verändert sich schnell, und in all dem Wandel ist Empathie wichtiger denn je. Es geht darum, Verbindungen zu schaffen, im Großen wie im Kleinen – sei es im Gespräch mit Freunden oder durch das Teilen von Geschichten, die Menschen berühren und inspirieren.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Ein Aufbruch erfordert Mut, Offenheit und Reflexion. Literatur und Kunst können uns helfen, uns selbst und die Welt um uns herum besser zu verstehen. Sie geben uns die Möglichkeit, Perspektiven zu wechseln, Fragen zu stellen und die Welt in ihrer Komplexität zu begreifen. Gerade in Zeiten des Wandels sind Geschichten wichtig, um uns Orientierung und Hoffnung zu geben – und uns daran zu erinnern, dass wir nie allein mit unseren Gedanken und Gefühlen sind.
Was liest Du derzeit?
Aktuell lese ich den neuen Roman von Charlotte Link. Ihre Art, Geschichten zu erzählen, fasziniert mich immer wieder – sie schafft es, ihre Figuren so lebendig und ihre Handlungen so spannend zu gestalten, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Es ist immer wieder ein Genuss, in ihre Welten einzutauchen und mit den Charakteren mitzufiebern.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Ein Zitat, das mich immer wieder berührt, stammt von Hermann Hesse:
„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“
Gerade jetzt, in einer Zeit des Wandels, erinnert es uns daran, dass jeder Neubeginn auch eine Chance ist – voller Möglichkeiten und Zauber.
Vielen Dank für das Interview, liebe Sabine Eva, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Sabine Eva Meier, Schriftstellerin
Zur Person/über mich:Sabine Eva Meier, Schriftstellerin. Die gebürtige Münchnerin lebt am oberbayerischen Tegernsee und hatte immer schon ein Faible für Kriminalgeschichten. Aber erst Kommissar Zufall brachte sie auch zum Schreiben. Weil ein Wochenendausflug nach Nürnberg gesundheitsbedingt ausfiel, schrieb sie sich und ihre Freundinnen kurzerhand dort hin. Daraus entstand der erste Feelgood Krimi aus der Reihe „Ladies of the front row“, in dem das Quartett mit Witz und kriminalistischem Spürsinn einen spannenden Fall löst.
„So war das nicht geplant! Ein toter Museumswärter. Ein mysteriöses Verbrechen aus dem Mittelalter. Und was hat ein kleiner, blauer Wal mit der sizilianischen Mafia zu tun? Auf dem alljährlichen „Ladiesausflug“ wollen Luise, Cosima, Thea und Mia die Nürnberger Altstadt erkunden. Doch sie geraten mitten in einen spektakulären Museumsraub und in eine spannende Verfolgungsjagd in den historischen Felsengängen unter der Altstadt. Und wer glaubt, als Mitglied der High Society Nürnbergs sei man unantastbar, der wird sein blaues Wunder erleben. Spannend, lustig, überraschend!“
Dear Adéla Knapová, what’s your routine at the moment?
I am currently living in Kharkiv in Ukraine for a long time. And so my routine had to adapt not only to the constant Russian bombing. In addition to my own writing, which I always try to do early in the morning with a fountain pen and paper, I try to perceive the place, the city, the situation as much as possible. But in general I write in the morning. I’m either working on a new novel, or on a weekly commentary for a Czech newspaper, or I’m writing a report. After that, I go to one of my favorite cafés for a coffee. Or I go with local volunteers to the front to help evacuate the last residents and feed the abandoned animals. Or I meet local artists and philosophers, intellectuals…mostly already my friends, and we debate. It is a difficult and at the same time revolutionary time. And in the evenings, we often work together with my partner, the Kharkov cult artist Kostiantyn Zorkin – he is currently creating illustrations for my book of Kharkov short stories, which I have already written here and which will be published in the Czech Republic in the spring.
Adéla Knapová, writer, journalist
What’s now particularly important for all of us?
Respect for life. Every life matters. None of us has the right to take it from others, and none of us has the right to knowingly torture or harm others. I felt it long before the war. And here I realize it every day.
New start, new beginning. What will be essential and which new roles will literature and art play in society?
The role of art and literature is crucial for any civilization. I can see it here, in Kharkiv, every day. Art is here a real life changer. In the worst possible times full of death and fear, hopelessness and despair it gives people hope, strenght, context, helps them feel love, importance of inner integrity and bravery, solidarity, shows perspectives… Without culture, we do not know our roots, we have no idea who we are, how to live and why. And without literature we fall into the void. Every life, every day is a story. We can perceive ourselves only as a part of our own life story. Humanity is woven from stories, we are part of this dense fabric, which is also made up of literature.
What are you reading currently?
Documentaries about the Ukrainian famine and the Katyn massacre. When I’m working on a new novel like I am now, I can’t read fiction.
Which quote, text will you propose to us?
Sometimes even the worst and most hopeless things turn out well.
Vielen Dank für das Interview, liebe Adéla, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Adéla Knapová, writer, journalist
Zur Person/über mich/about:Adéla Knapová, Czech writer and journalist.
She is well-known for her novels, novellas and original reports especially for the weekly Reflex, where she was a chief-reporter for over fourteen years. Winner of numerous awards for her work, she also campaigns for animal welfare. Now she writes weekly commentaries and in-depth reportages for the Czech daily Právo.
She drew attention to herself early on with her first reports for the monthly Koktejl and then with her successful first novel The Uninvited in 2003, which she herself now calls invalid.
In 2016 the Fra publishers brought out her novella The Impossibility of Zero, which Czech Radio ranked among the best Czech and foreign books of the year. Her critically acclaimed novel The Primer was published in 2017, followed two years later by Vanguard.Her latest novel Cowardly Notes from the Ukraine War was published by Fra in 2023 and was inspired by her reporting trip through war-torn Ukraine soon after the full scale invasion started. This novel is being translated into numerous languages including Ukrainian.
A book of reports from wartime Ukraine was named after her reportage story Bread from the Minefield. This title and the story inspired in the September 2023 the Czech Ministry of the Interior to the event We bake bread from a minefield, the aim of which was to raise money for the demining system BOŽENA for Ukraine.
Adéla Knapová also writes short stories and essays, and she is the author of a series of one-act plays. Her texts are part of foreign anthologies of Czech and European authors.
In 2023 she established the Endowment fund ONE HEART to help improve living conditions of animals not only across the EU.
Aktueller Termin: 3.Dezember 24 Di 19:00
Österreichische Gesellschaft für Literatur, Herrengasse 5, 1010 Wien
Adéla Knapová:CZ-AT (t∫æt) MIT MICHAEL STAVARIČ
Adéla Knapová: »Eine Pussy im Ukraine Krieg« (»Zbabělé zápisky z ukrajinské války«; teilw. übers. von D. Kouba)
In seiner Gesprächsreihe lädt Michael Stavarič Autor*innen aus Tschechien ein und überrascht diese mit ungewöhnlichen Fragen: zu ihrem Werk, der Literatur im Allgemeinen und dem Zustand der Welt im Besonderen.
An diesem auf Tschechisch und Deutsch stattfindenden Abend spricht Adéla Knapová über ihre nur wenige Stunden nach Kriegsbeginn im Februar 2022 angetretene Reise in die Ukraine und das daraus entstandene Buch.
„vanilla baby!“ _ Choreography, concept, artistic direction: Soraya Leila Emery / hot stuff _ Dancers: Desi Bonato, Abraham Iglesias Rodriguez _ TANZ IM OFF II: hot stuff & Cie.tauschfühlung _TANZFESTIVAL Montag 9.12.202419.30hOff Theater Wien
Generosity
Imagination
Voice
Empowerment
Pleasure
Equality
Aliveness
Courage
Easy-peasy
Abracadabra
Curiosity
Harmony
Adaptability
Nurture
Creativity
Exhilarating
Soraya Leila,23.11.2024
Soraya Leila, Choreographin
„vanilla baby!“ _ Choreography, concept, artistic direction: Soraya Leila Emery / hot stuff _ Dancers: Desi Bonato, Abraham Iglesias Rodriguez _TANZ IM OFF II: hot stuff & Cie.tauschfühlung _TANZFESTIVAL Montag 9.12.202419.30hOff Theater Wien
I. hot stuff: “Vanilla Baby!” Choreografie: Soraya Leila Emery Tanz: Desi Bonato, Abraham Iglesias Rodriguez Sound Design: Sinan Moses
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace
Soraya Leila, Choreographin_
Zur Person/über mich/about: Soraya Leila (born 1993) is a Swiss-Moroccan choreographer of hot stuff based in Zürich.
For 2025/2026, she is Tanzhaus Zürich Accomplice with her new solo work Coming Soon. In 2023/24 she is TanzPlan Ost Associated Artist with her latest group piece TURN ON, premiere at Tanzhaus Zürich in October 2024, followed by a tour in Eastern Switzerland in Phönix Theater and Bachturnhalle, and internationally in 2025.
She currently works on the theme of pleasure, trying to define what pleasure is and translate it into a choreographic score to redefine the narrative around female sexuality, body autonomy, and empowerment. Her present medium is combining movement and grappling techniques, to create a vocabulary of submission/dominance, power dynamics, and abstract components of grappling. She explores female pleasure, with an intersectional decolonial feminist perspective. Her works provide a platform for MENA female-identifying WINTA* artists. Earlier research and works question the preservation and transmission of cultural identity and the question of the female Arab body representation.
Her dance career includes engagements and collaborations with choreographers and companies such as Archipelago, Cie 7273, Humanhood, Theater Pforzheim, Compagnie Mafalda, Horizon Vertical and many more. She is also the rehearsal director and choreographic assistant of Zurich’s Cie O. and guest choreographer for the next production of the up-and-coming company Cie WILD LIFE.
She got her Master in Choreography at ZHdK Zürich in June 2024. She graduated as a contemporary dancer from SEAD Salzburg in 2017 and from CFPArts Geneva in 2014.
„vanilla baby!“ _ Choreography, concept, artistic direction: Soraya Leila Emery / hot stuff _ Dancers: Desi Bonato, Abraham Iglesias Rodriguez _ TANZ IM OFF II: hot stuff & Cie.tauschfühlung _TANZFESTIVAL Montag 9.12.202419.30hOff Theater Wien
I. hot stuff: “Vanilla Baby!” Choreografie: Soraya Leila Emery Tanz: Desi Bonato, Abraham Iglesias Rodriguez Sound Design: Sinan Moses
Liebe Soraya Leila, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ich bin ständig in Bewegung, und jeder Tag ist anders. / I am in constant movement and everyday is different.
Soraya Leila, Choreographin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Räume schaffen, die die Vorstellungskraft fördern – durch Kunst. / Creating spaces that nurtures imagination, through art.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Tanz/Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Offenheit und Mut. / Openness and courage.
Was liest Du derzeit?
Pleasure Activism: The politics of feeling good. – Adrienne Maree Brown.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Create a world, your world. Alone. Stand alone. Create. – Anais Nin
TANZ IM OFF II: hot stuff & Cie.tauschfühlung _TANZFESTIVAL Montag 9.12.202419.30hOff Theater Wien
I. hot stuff: “Vanilla Baby!” Tanz: Desi Bonato, Abraham Iglesias Rodriguez Choreografie: Soraya Leila Emery Sound Design: Sinan Moses
Vielen Dank für das Interview, liebe Soraya Leila, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Tanzprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Soraya Leila, choreographer/Choreographin
Zur Person/über mich/about:Soraya Leila (born 1993) is a Swiss-Moroccan choreographer of hot stuff based in Zürich.
For 2025/2026, she is Tanzhaus Zürich Accomplice with her new solo work Coming Soon. In 2023/24 she is TanzPlan Ost Associated Artist with her latest group piece TURN ON, premiere at Tanzhaus Zürich in October 2024, followed by a tour in Eastern Switzerland in Phönix Theater and Bachturnhalle, and internationally in 2025.
She currently works on the theme of pleasure, trying to define what pleasure is and translate it into a choreographic score to redefine the narrative around female sexuality, body autonomy, and empowerment. Her present medium is combining movement and grappling techniques, to create a vocabulary of submission/dominance, power dynamics, and abstract components of grappling. She explores female pleasure, with an intersectional decolonial feminist perspective. Her works provide a platform for MENA female-identifying WINTA* artists. Earlier research and works question the preservation and transmission of cultural identity and the question of the female Arab body representation.
Her dance career includes engagements and collaborations with choreographers and companies such as Archipelago, Cie 7273, Humanhood, Theater Pforzheim, Compagnie Mafalda, Horizon Vertical and many more. She is also the rehearsal director and choreographic assistant of Zurich’s Cie O. and guest choreographer for the next production of the up-and-coming company Cie WILD LIFE.
She got her Master in Choreography at ZHdK Zürich in June 2024. She graduated as a contemporary dancer from SEAD Salzburg in 2017 and from CFPArts Geneva in 2014.
Lieber Florian Hamela, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Mein Tagesablauf beginnt mit einer Tasse Espresso um 7:45. Nachdem ich koffeiniert und lebensfähig bin, gönne ich mir eine Stunde für die körperliche Gesundheit in Form von Dehnen & Gewichtheben. Danach geht’s in das Übezimmer um an musikalischen Projekten zu arbeiten, zu üben, oder Übungsmaterial / Transkriptionen für die Musikschule vorzubereiten. Ab 11:30 geht es dann an die Musikschule, wo ich bis spät Abends Gitarre / E-Gitarre / Ensemble / E-Bass unterrichte.
Florian Hamela, Musiker
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Geduld, Einsicht, Selbstreflexion, Empathie
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?
Ich kann dabei nur sagen, was ich mir wünsche: Mehr Wertschätzung und Respekt sowohl für Musik als auch für das Gegenüber / Miteinander.
Was liest Du derzeit?
Ich lese im Moment mehrere Bücher: „Es gibt keine Narzissten! Nur Menschen in narzisstischen Nöten“ – Klaus Eidenschink ; „Wie wirklich ist die Wirklichkeit?“ – Paul Watzlawick und „Becoming the instrument: Lesson on Self-Mastery from Music to Life – Kenny Werner
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Was wir nicht denken können, das können wir nicht denken; wir können also nicht sagen, was wir nicht denken können“ Ludwig Wittgenstein
Florian Hamela, Musiker
Vielen Dank für das Interview, lieber Florian, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Florian Hamela, Musiker
Zur Person/über mich: Schon von klein auf hat Florian Hamela die Musik in ihren Bann gezogen. Als Teenager begann er autodidaktisch E-Bass zu lernen und stieg im alter von 15 Jahren schließlich auf die E-Gitarre um, von der er sich seither nicht mehr trennen kann.
Seine musikalische Ausbildung begann mit Hauptfachunterricht bei Christof Gigacher im Instrumentalzweig des BORG Krems und abgeschlossener Reifeprüfung im Fach E-Gitarre, gefolgt von 2 Jahren Hauptfachunterricht bei C. Gigacher in der Musikschule Krems. Danach beginnt er sein Konzertfachstudium bei Martin Nitsch und Miroslav Mirosavljev an der JML private University for jazz and popular music in Wien, welches er nach 8 Semestern mit Erfolg abschließt.
Im Anschluss an das abgeschlossene Studium, folgt ein Diplomstudium der Instrumentalpädagogik an der International Academy of Music and Performing Arts Vienna (jetzt Friedrich Gulda School of Music), das er mit Auszeichnung absolviert.
Aktuell unterrichtet Florian an der Johannes Brahms Musikschule der Stadt Mürzzuschlag und privat in 2540 Bad Vöslau.
Neben seiner Unterrichtstätigkeit und seinem Soloprojekt war und ist er in diversen Formationen und Ensembles aktiv beteiligt. Hierzu zählen unter anderem: