Gelegentlich bleiben Narben von Wunden Aber als Kind
In den Krieg Dann schießt es immer weiter auf dich Unter deinem
Verband bleibt es verklebt und verkrustet Du hast eine
Ewige Wunde die nicht heilt Und es
Pocht und brennt Und
Es blutet Und das Blut hört nicht auf
Aus Dir heraus zu fließen Kein Mens
Ch hat so viel Blut Von Dir ist immer was weg Das
Ende deiner Kindheit kam mit dem Krieg Dein
Anfang als
Chance auf Leben macht Ende Der Krieg geht nicht mehr fort Zu
Hause fühlst du dich nirgendwo mehr Dein Zuhause ist Schmerz
Als Kind in den Krieg Das bleibt das geht
Nicht mehr fort Nie mehr ganz fühlst du dich. Kein ganzer Mens
Ch mehr bist du Bist du Kriegskind dann haben dir die
Erwachsenen das Glück weggeschossen
Marco Sagurna, 16.5.2025
Marco Sagurna, Schriftsteller & Publizist
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:
Marco Sagurna, Schriftsteller & Publizist
Zur Person:Marco Sagurna, * in Wiesbaden; Schriftsteller & Publizist, lebt in Hannover. Bücher: Warmia – Roman (2022); Gedichte Über Kunst Poems OnArt; deutsch/englisch (2023) – beide Kulturmaschinen Verlag; Buch der Stunden (2025, Moloko Print);
„Zwei Leben in Deutschland“ Hans Rosenthal. Eine jüdisch-deutsche Geschichte. Die ergreifende Autobiografie von Hans Rosenthal. Quadriga Verlag.
Hans Rosenthal und seine Kultsendung „Dalli Dalli“ waren Fixpunkte der Fernsehunterhaltung der 1970/80er Jahre. Der Donnerstagabend wurde zu einer begeisternden Demonstration des so vielseitigen wie sprühenden Unterhaltungstalentes des 1925 in Berlin geborenen Ausnahmeshowmasters, der über Jahrzehnte zur prägenden Persönlichkeit der Bildschirm-Quizkultur in sagenhaften Quotenhöhen wurde. Neben Dalli Dalli arbeitete er auch an weiteren erfolgreichen Fernsehformaten und seine Zielstrebigkeit wie Energie ließen nicht nach.
Doch wenn der Spot des Scheinwerferlichtes und das Rotlicht der Liveübertragung erlöschen, beginnt wieder das reale Erinnern und Leben des Ehemannes und zweifachen Vaters, der in eine jüdische Familie geboren, in den 1930/40er die Schrecken und Grausamkeiten der NS-Diktatur erleiden musste, in der sein jüngerer Bruder auf einem Kindertransport ermordet wurde, nachdem die Eltern früh verstarben, und diese Ereignisse begleiten und belasten den sozial engagierten Quizmaster zeitlebens, der auch wesentlich die jüdischen Gemeinde Berlin wie weitere deutschlandweit unterstützt.
Hans Rosenthal selbst musste als Jugendlicher Zwangsarbeit leisten und tauchte dann unter ständiger Lebensgefahr und der Hilfe von drei äußerst mutigen Frauen bis zur Befreiung im April 1945 in Berlin unter. Er überlebte und damit begann sein zweites Leben in größtem Einsatz wie sensationellem Erfolg im Scheinwerferlicht…
Seine zu Lebzeiten 1980 erschiene Autobiographie „Zwei Leben in Deutschland“ war ein bewusstes Heraustreten aus dem Schatten gesellschaftlich ausgeblendeter Volks-, und Lebensschicksale im Nationalsozialismus im Schweigen der Gegenwart.
1987 verstarb Hans Rosenthal und wurde in einem Ehrengrab Berlins auf dem Jüdischen Friedhof Heerstraße beigesetzt.
Seine anlässlich des 100.Geburtstages neu aufgelegte und reich bebilderte Autobiographie ist ein erschütterndes wie beeindruckendes Lebenszeugnis und gerade in der Gegenwart unerschütterliches Plädoyer für die Kraft des Willens in aller Dunkelheit, der Sieg der Hoffnung, des Lichtes in gemeinsamer Courage über eine Maschinerie des Todes.
„Zwei Leben in Deutschland“ Hans Rosenthal. Eine jüdisch-deutsche Geschichte. Die ergreifende Autobiografie von Hans Rosenthal. Quadriga Verlag.
Buch (Hardcover)
Autobiografie
Seitenanzahl: 376 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN 978-3-86995-156-0
23,00 €
Autor:in: Hans Rosenthal
Hans Rosenthal, 1925 in Berlin geboren,war Regisseur, Moderator und Entertainer. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs macht er Karriere beim RIAS, einem von den Amerikanern gegründeter Rundfunksender in West-Berlin. Hier erfand er zwischen 1950 und 1980 Dutzende erfolgreiche Rate- und Unterhaltungssendungen. Zeitgleich entwickelte er sich zu einem der beliebtesten TV-Entertainer des Landes. Die von ihm moderierten Sendungen wie Dalli Dalli und Gut gefragt, ist halb gewonnen begeisterten Millionen. Er wurde u.a. mit der Goldenen Kamera, dem Bambi und dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. 1987 starb Hans Rosenthal in Berlin.
Lieber Florian Drexler, wie sieht jetzt dein Tagesablauf aus?
Ich stehe auf und mache mir mal einen Kaffee. Das ist jeden Tag so. Dann versuche ich jeden Morgen zu meditieren. Der Rest des Tagesablaufs ist immer verschieden und hängt davon ab, welche Projekte gerade anstehen. Doch am Vormittag ist immer die Zeit, in der ich entweder schreibe, Inszenierungen plane oder übe. Dann gehe ich dreimal die Woche zu Mittag ins Gym, und danach sind entweder Proben, Meetings oder Bürozeit angesagt. Außer mittwochs – da unterrichte ich Schauspiel.
Momentan entwickle ich gerade ein Stück mit Kindern, das auf Orwells „Animal Farm“ basiert und bald im WUK gezeigt wird. Wenn das abgeschlossen ist, werde ich mich wieder mehr der Musik zuwenden und im Juni mit meiner neuen Band „Operation Silberfisch“ ein Album aufnehmen.
Ich mag es, dass mein Beruf so vielfältig ist und ich mit so vielen verschiedenen Menschen zusammenarbeite. Ich finde es außerdem schön mich mit dem Menschsein an sich auseinanderzusetzen.
Florian Drexler, lebt und arbeitet als freier Schauspieler, Regisseur, Theaterpädagoge und Musiker in Wien.
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Ich komme in den letzten zehn Jahren immer wieder zu demselben Punkt: mehr Spürbewusstsein entwickeln. Das heißt, mehr bei unseren Empfindungen und Gefühlen zu verweilen und zu versuchen, nicht aus den erstbesten Impulsen heraus zu handeln, die oft nur blinde Reaktionsmuster auf Empfindungen sind, die wir nicht spüren wollen – wie z. B. Angst und Scham. Und damit auch Verantwortung zu übernehmen – vorerst mal für sich selbst und seine eigenen ungeliebten Anteile.
Und genau da, finde ich, trifft unser aller individuelles Schicksal, unsere ganz persönliche Erfahrung „des In-der-Welt-Seins“ den politischen Raum des Handelns.
Verantwortung für andere kann nur der übernehmen, der für sich selbst Verantwortung übernimmt und sich nicht selbst vor seiner individuellen Erfahrung verschließt, auch wenn diese beängstigend und schmerzhaft ist. Gesunde Beziehungen zu unserer Umwelt beginnen mit der Verantwortung gegenüber uns selbst.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle – gesellschaftlich und persönlich – stehen. Was wird dabei wesentlich sein, und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?
Ich denke, im digitalen Zeitalter, in dem wir alle sehr viel Zeit mit unseren Endgeräten verbringen, ist es wichtig, Räume zu denken und zu schaffen, in denen Menschen tatsächlich miteinander in Kontakt kommen. Räume, in denen wir uns mit unserer vielfältigen Menschlichkeit auseinandersetzen und auch anfreunden können. Räume, die Impulse geben, ungekannte Assoziationen ermöglichen und in denen neue Denkmuster aufgezeigt, aber auch erfahren und erprobt werden können. Diese Räume kann die Kunst schaffen.
Was liest du derzeit?
Ich lese gerade zwei Bücher, die in ihrer Kombination auch ganz gut das beschreiben, womit ich mich zurzeit inhaltlich beschäftige. Einerseits „Die Wunde der Ungeliebten“ von Peter Schellenbaum und andererseits „Survival of the Richest“ von Douglas Rushkoff.
Schellenbaum war ein Psychoanalytiker, und sein Buch handelt von den „Unliebspielen“, die viele von uns miteinander spielen – Spiele, in denen es nicht um Liebe und Wertschätzung, sondern um Macht, Kontrolle und Vermeidung geht. Schellenbaum zeigt auch Möglichkeiten auf, aus diesen „Unliebspielen“ auszubrechen – durch Bewusstmachung und oft schmerzhafte Annahme der eigenen, von uns selbst ungeliebten Anteile, die wir oft nicht sehen wollen.
Rushkoffs Buch hingegen beschreibt die Geisteshaltung der Tech-Milliardäre, ihren politischen Machtwillen und dessen Folgen für unseren Planeten. Er beschreibt die Visionen von Exit-Strategien der Milliardäre bei einem zukünftigen ökonomischen oder ökologischen Kollaps. Egal ob große Bunkeranlagen, Marskolonien oder Uploads „der Seele“ in eine Cloud: Das Menschenbild ist ein feindliches. Viele dieser Tech-Milliardäre wirken von sich und ihrer Umwelt entfremdet, spüren m. E. ihre Ängste und ihre Hilflosigkeit – die uns als Menschen verbinden – nicht.
Sie dehnen ihr Kontroll- und Machtstreben ins Unermessliche aus, um nicht mit ihrer „Menschlichkeit“ in Berührung zu kommen – einer Menschlichkeit, die nicht in eine Cloud upgeloadet werden kann.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest du uns mitgeben?
„Die Stadt geht unter, doch wir bauen drauf. Die Bilder sagen viel, aber eigentlich sagen sie nur: Schau und kauf. Jede Rebellion wird sich einverleibt. Die Antithese sorgt dafür, dass es so ist und auch so bleibt. Das ist die Revolution, die einfach keine ist. Das ist unser Lied, das nur für sich spricht. Das ist, was wir singen, und alles andere singen wir nicht. Das ist der Ausweg, den es so nicht gibt.“ aus dem Lied „Wegwischgesellschaft“ von Operation Silberfisch
Vielen Dank für das Interview, lieber Florian, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Florian Drexler, freier Schauspieler, Regisseur, Theaterpädagoge, Musiker.
Zur Person:Florian Drexler,Jazz Saxophon Studium am Konservatorium der Stadt Wien, diverse Bands. Kurzes Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaften an der Universität Wien; danach an die Schauspielakademie Elfriede Ott. Nebenbei Rollen in Kino, Fernsehen und Theater. 2011 Gründung und Head des Künstlerkollektivs „playground“. Engagements als freier Schauspieler und Regisseur bei WUK Wien, 3Raum-Anatomie-Theater Wien, Palais Kabelwerk Wien, Ragnarhof Wien, F23 Wien, OFF Theater Wien, Stadttheater Wiener Neustadt, Stuedltenn Zillertal, Viertelfestival NÖ, Hin und Weg Theaterfestival, Sommerfestspiele Maria Enzersdrof, t’eig Graz, dramagraz, Literaturhaus Graz, TIK Berlin, u.a. 2019 Regie und Libretto der Oper aKTION nILPFERD im Stadtsaal Hollabrunn und im Festspielhaus St.Pölten.
2024 Regie der Oper „Hamed und Sherifa“ am Musiktheater an der Wien. Theateraufführungen für junges Publikum an etlichen Kindergärten und Volksschulen in Wien und NÖ. Theaterpädagogische Arbeiten bei BRG Linz Hamerlingstraße, Projektschule Graz, MS Hollabrunn, MOKIWE Brunn am Gebirge, International Highschool Herzogberg, SFU Wien, VinciRast, PlayTogetherNow, u.a. Psychotherapeutisches Propädeutikum am ÖAGG in Wien.
Florian Drexler, lebt und arbeitet als freier Schauspieler, Regisseur, Theaterpädagoge und Musiker in Wien.
Nicole Nau | Luis Pereyra _ Tangotänzer _ Quilmes/Buenos Aires/Argentinien
Nicole Nau | Tänzerin & Autorin | Buenos Aires _ Künstlername: Nicole Nau & Luis Pereyra www.vida.show
Liebe Nicole Nau, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ich lebe zusammen mit meinem Mann Luis Pereyra in Quilmes, in der Nähe von Buenos Aires – bin aber auch viel auf Tournee, wie jetzt.
Mein Alltag ist reich gefüllt, früh aufstehen und spät ins Bett gehen gehören dazu. Tanztraining, Balletttraining, Musizieren, Entwerfen von Design im Bereich Kostüm-Licht und Sound, Workshops geben, eigene Bühnenwerke entwerfen, choreografieren und tanzen, Stunden auf der Autobahn und Stunden am Computer, mein Zuhause in Argentinien, meinen Garten und meine Tiere vermisse ich dabei stets! – Und wir schreiben. Unser erstes gemeinsames Buch ist gerade fertig geworden. Nun sind wir mit Pressearbeit beschäftigt und der Vorbereitung der neuen Show. Sie heisst: VIDA! Siga el baile. LEBEN! Der Tanz geht weiter.
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Spontan möchte ich sagen: Natürlichkeit, Ehrlichkeit, Authentizität, Achtsamkeit, Respekt – anderen eine Hand reichen – und damit auch den Frieden ermöglichen. Tiere brauchen Hilfe, unsere Natur braucht Hilfe, andere Menschen brauchen Hilfe. Nur so geht es. Wir alle – so talentiert wir auch sein mögen, könnten ohne die Hilfe anderer nichts erreichen, und sind niemand, wenn wir nicht fähig sind, für andere da zu sein. Und dazu gehört auch Zuhören können und den Eigensinn anderer respektieren.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Tanz/Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Kultur und Literatur, Tanz, Musik und Schauspiel haben die Macht von der tiefen Wahrheit zu erzählen. Leider ist in den letzten Jahren, insbesondere seit der Pandemie, aus der Gesellschaft ein Lautes Etwas von „Likes“ und „Followern“ geworden, eine Plattform moderner Kolonisation und Egozentrismus. Dennoch habe ich große Hoffnung in wahre und ehrliche Kunst.
Was liest Du derzeit?
Ich lese immer mehrere Bücher gleichzeitig, derzeit „Ich, Maija“ von der russischen Ballett Tänzerin Maja Michailowna Plissezkaja. Jorge Luis Borges „4 Konferenzen“ und Julia Franck „Die Mittagsfrau“. Stets dabei ist auch Bert Hellinger „Die Mitte fühlt sich leicht an“.
Nicole Nau | Luis Pereyra _ Tangotänzer _ Quilmes/Buenos Aires/Argentinien
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Ich versuche nicht besser zu sein als andere, aber besser als ich selbst (Michail Baryshnikov)
Vielen Dank für das Interview, liebe Nicole, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Tanz-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Nicole Nau, Tango Tänzerin
Zur Person: Nicole Nau wurde in Düsseldorf geboren, studierte Grafikdesign und ließ sich in Argentinien zur Tänzerin ausbilden. Es folgten Engagements erst in Kanada, dann Argentinien, auch am Opernhaus Teatro Colón, Buenos Aires. Seit 2001 tanzt Nicole Nau mit ihrem Ehemann Luis Pereyra. Das Paar führt eine eigene Company und bildet Tänzer im Tango Argentino und der argentinischen Folklore aus. 2006 übernahmen sie die künstlerische Leitung im Café de los Angelitos und Viejo Almacén. Ihre Eigenproduktion VIDA! wurde im Folies Bergére Paris, World Forum Den Haag, Admiralspalast Berlin, KKL Luzern, Teatro Astral Buenos Aires, etc. mit Standing Ovations gefeiert. Die argentinische Post widmete ihr zwei Briefmarken.
Ihr Buch „Tanze Tango mit dem Leben“ erschien 2013 im Bastei Lübbe Verlag.
Zur Person: Luis Pereyra ist Tänzer, Choreograf, Multiinstrumentalist, Komponist. 1965 in Santiago del Estero geboren, startete er 1969 in Buenos Aires eine umfassende Tanzausbildung an der Escuela Nacional de Danzas, studierte Choreografie am Teatro Colón und lernte dank Héctor Zaraspe die Arbeit der Juilliard School, New York kennen. Seine professionelle Karriere begann 1975 (Ballet Mario Machaco, Ballet Salta, Santiago Ayala „El Chúcaro“). 1987 bis 2000 wirkte er als Solotänzer und Choreograf in der legendären Produktion Tango Argentino mit (2000 Tony Award/beste Choreografie). Er trat mit Al Pacino, Robin Williams, Peter Coyote in den USA auf und tanzte für Lady Diana und Prince Charles. Die Los Angeles Times titelte ihn den „Fred Astaire Argentiniens“. In Buenos Aires übernahm er die künstlerische Leitung diverser Tangotheater und wurde 2012 und 2016 mit dem argentinischen Kulturstaatspreis ausgezeichnet. Eine eigene Company gründete er 1987.
Aktuelle Buchneuerscheinung von Nicole Nau | Luis Pereyra:
Der Klang meiner Erde Von der wahren Geschichte eines Tanzes, der die Welt berührt Nicole Nau | Luis Pereyra
Ab 01. Juni 2025 im PalmArtPress Verlag, Berlin
Zum Buch: Am 1. Juni 2025 veröffentlichen die Tangotänzer Nicole Nau und Luis Pereyra ihr erzählendes, bebildertes Sachbuch über den wahren Ursprung des Tango Argentino. Der Klang meiner Erde. Von der wahren Geschichte eines Tanzes, der die Welt berührt erscheint im Verlag PalmArtPress, Berlin.
Als Botschafter des Tango Argentino ist es Nicole Nau und Luis Pereyra ein tiefes Anliegen, diesem Tanz den Mythos zu nehmen. Es ranken sich Szenen um ihn, die sich für einen Filmstoff eignen. Der Wahrheit aber entsprechen sie nicht.
Der Tango Argentino gehört nicht in verruchte Hafenkneipen oder in halbdunkle Hinterhöfe. Er erzählt nicht von der Sehnsucht nach der Liebe für ein paar Stunden in verrauchten Bars in Hafennähe. Denn der Tango Argentino ist mehr als die Fantasie, die ihn umrankt. Der Tango Argentino ist Folklore. Er drückt in Bewegung und Musik die Geschichte des argentinischen Volkes aus, er entstand, als dieses Volk nach Freiheit rief.
Vor 150 Jahren begann die nachweisliche Geschichte dieses Tanzes. Einst als Kampftanz entstanden, wurde er im Lauf der Zeit zum Paartanz. Geblieben sind dem Tango Argentino die Rhythmen, die Kraft und die Hoffnung. Bis heute trägt er die Poesie seiner Erfinder in sich, der Indigenen Argentiniens: der schwarzen Sklaven, der Gauchos und Kreolen. Der Klang meiner Erde ist ein Stück Zeitgeschichte, ein Buch, das Musik, Tanz und Wort verbindet.
Argentinien hat wie kein anderes Land afrikanische und europäische Rhythmen in die eigene vorkolumbianische indigene Kultur aufgenommen. Luis Pereyra, selbst Enkel einer Indianerin, will mit diesem Buch seinem Volk eine Stimme geben und die Wahrheit über den Tango Argentino zu erzählen. Nicole Nau will ihrer Tanzkunst mit diesem Buch eine literarische Note hinzufügen. Beide interpretieren als vermutlich weltbeste Tangotänzer das, was ihr Leben bedeutet: der Tanz auf den Bühnen Argentiniens und der Welt. (Pressetext)
Der Klang meiner Erde Von der wahren Geschichte eines Tanzes, der die Welt berührt Nicole Nau | Luis Pereyra
Nicole Nau | Luis Pereyra _ Tangodancer _ Quilmes/Buenos Aires/Argentinien
GIVE PEACE A CHANCE
Grazil
Im Flug der
Vögel
Ergreift das Leben
Präzise
Erhaben
Auch mich
Couragiert im
Enthusiasmus
Aufbruch
Charakterstark
Hin zur
Anmut
Nachts
Choreographiert in tiefem
Ernst
Nicole Nau, 14.5.2025
Nicole Nau | Tänzerin & Autorin | Buenos Aires _ Künstlername: Nicole Nau & Luis Pereyra www.vida.show
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:
Nicole Nau, Tango Tänzerin
Zur Person: Nicole Nau wurde in Düsseldorf geboren, studierte Grafikdesign und ließ sich in Argentinien zur Tänzerin ausbilden. Es folgten Engagements erst in Kanada, dann Argentinien, auch am Opernhaus Teatro Colón, Buenos Aires. Seit 2001 tanzt Nicole Nau mit ihrem Ehemann Luis Pereyra. Das Paar führt eine eigene Company und bildet Tänzer im Tango Argentino und der argentinischen Folklore aus. 2006 übernahmen sie die künstlerische Leitung im Café de los Angelitos und Viejo Almacén. Ihre Eigenproduktion VIDA! wurde im Folies Bergére Paris, World Forum Den Haag, Admiralspalast Berlin, KKL Luzern, Teatro Astral Buenos Aires, etc. mit Standing Ovations gefeiert. Die argentinische Post widmete ihr zwei Briefmarken.
Ihr Buch „Tanze Tango mit dem Leben“ erschien 2013 im Bastei Lübbe Verlag.
Zur Person: Luis Pereyra ist Tänzer, Choreograf, Multiinstrumentalist, Komponist. 1965 in Santiago del Estero geboren, startete er 1969 in Buenos Aires eine umfassende Tanzausbildung an der Escuela Nacional de Danzas, studierte Choreografie am Teatro Colón und lernte dank Héctor Zaraspe die Arbeit der Juilliard School, New York kennen. Seine professionelle Karriere begann 1975 (Ballet Mario Machaco, Ballet Salta, Santiago Ayala „El Chúcaro“). 1987 bis 2000 wirkte er als Solotänzer und Choreograf in der legendären Produktion Tango Argentino mit (2000 Tony Award/beste Choreografie). Er trat mit Al Pacino, Robin Williams, Peter Coyote in den USA auf und tanzte für Lady Diana und Prince Charles. Die Los Angeles Times titelte ihn den „Fred Astaire Argentiniens“. In Buenos Aires übernahm er die künstlerische Leitung diverser Tangotheater und wurde 2012 und 2016 mit dem argentinischen Kulturstaatspreis ausgezeichnet. Eine eigene Company gründete er 1987.
Aktuelle Buchneuerscheinung von Nicole Nau | Luis Pereyra:
Der Klang meiner Erde Von der wahren Geschichte eines Tanzes, der die Welt berührt Nicole Nau | Luis Pereyra
Ab 01. Juni 2025 im PalmArtPress Verlag, Berlin
Zum Buch: Am 1. Juni 2025 veröffentlichen die Tangotänzer Nicole Nau und Luis Pereyra ihr erzählendes, bebildertes Sachbuch über den wahren Ursprung des Tango Argentino. Der Klang meiner Erde. Von der wahren Geschichte eines Tanzes, der die Welt berührt erscheint im Verlag PalmArtPress, Berlin.
Als Botschafter des Tango Argentino ist es Nicole Nau und Luis Pereyra ein tiefes Anliegen, diesem Tanz den Mythos zu nehmen. Es ranken sich Szenen um ihn, die sich für einen Filmstoff eignen. Der Wahrheit aber entsprechen sie nicht.
Der Tango Argentino gehört nicht in verruchte Hafenkneipen oder in halbdunkle Hinterhöfe. Er erzählt nicht von der Sehnsucht nach der Liebe für ein paar Stunden in verrauchten Bars in Hafennähe. Denn der Tango Argentino ist mehr als die Fantasie, die ihn umrankt. Der Tango Argentino ist Folklore. Er drückt in Bewegung und Musik die Geschichte des argentinischen Volkes aus, er entstand, als dieses Volk nach Freiheit rief.
Vor 150 Jahren begann die nachweisliche Geschichte dieses Tanzes. Einst als Kampftanz entstanden, wurde er im Lauf der Zeit zum Paartanz. Geblieben sind dem Tango Argentino die Rhythmen, die Kraft und die Hoffnung. Bis heute trägt er die Poesie seiner Erfinder in sich, der Indigenen Argentiniens: der schwarzen Sklaven, der Gauchos und Kreolen. Der Klang meiner Erde ist ein Stück Zeitgeschichte, ein Buch, das Musik, Tanz und Wort verbindet.
Argentinien hat wie kein anderes Land afrikanische und europäische Rhythmen in die eigene vorkolumbianische indigene Kultur aufgenommen. Luis Pereyra, selbst Enkel einer Indianerin, will mit diesem Buch seinem Volk eine Stimme geben und die Wahrheit über den Tango Argentino zu erzählen. Nicole Nau will ihrer Tanzkunst mit diesem Buch eine literarische Note hinzufügen. Beide interpretieren als vermutlich weltbeste Tangotänzer das, was ihr Leben bedeutet: der Tanz auf den Bühnen Argentiniens und der Welt. (Pressetext)
Der Klang meiner Erde Von der wahren Geschichte eines Tanzes, der die Welt berührt Nicole Nau | Luis Pereyra
Katrin Koch, Sopranistin _ Wien _ in der Wohnung von Peter Alexander (Kindheit/Jugend) in Wien IX _ folgende
Gedenkbild in der angrenzenden Konditorei _ Wohnhaus von Peter Alexander in Wien IX
Peter Alexander, Sänger, Schauspieler, Entertainer *30.6.1926 Wien +12.2.2011 Wien _ Foto: Privatbesitz/Werner, folgendevon Peter Alexander
in der Straße vor dem Wohnhaus
spontanes Gespräch vor dem Wohnhaus _ Peter Alexander Erinnerungen werden ausgetauscht
im Eingangsbereich des Wohnhauses _ Wege der Kindheit und wohl die erste „Showtreppe“
im Hof
im Stiegenhaus
vor der Wohnung
Peter Alexander lebte hier in dieser Wohnung im IX Wiener Gemeindebezirk mit seinen Eltern bis zum 17.Lebensjahr. Danach zog er aufgrund eines Schulwechsels zu Verwandten seiner Mutter nach Znaim/Tschechien. Legte die Kriegsmatura ab, danach war er im Arbeitsdienst, anschließend Flakhelfer und bei der Kriegsmarine bis er in britische Gefangenschaft geriet – „ich war in vier oder fünf Lagern in Ostfriesland, da gab es eine Bühne und Aufführungen, da habe ich meine Liebe zum Theater, zum Spiel entdeckt…ich wusste, das möchte ich machen“ –
1946 kehrte er nach Wien zurück und trat nach einem abgebrochenen Medizinstudium, das Studium war der Wunsch der Eltern, zur Aufnahmsprüfung am Reinhardt Seminar in Wien an, wurde aufgenommen und schloss es 1948 mit Auszeichnung ab.
Danach folgte eine beispiellose Karriere in Film „Das weiße Rössl“ , Musik „Das kleine Beisl“, Entertainment „Peter Alexander Show“ im deutschen Sprachraum.
Hier wuchs der Wiener Sänger, Schauspieler, Entertainer auf. Seine Mutter lebte nach dem frühen Tod des Vaters (1947) bis zu ihrem Tod 1987 in dieser Wohnung im IX Wiener Gemeindebezirk. Nach ihrem Tod wurde die Wohnung verkauft und ist heute in Privatbesitz.
„Hier ist ein Mensch, öffne die Tür…“
Liebe Ulrike, lieber Werner, herzlichen Dank für das so freundliche Türöffnen, den Kaffee und die gemeinsame Zeit in Gespräch und Erinnerungen an Peter Alexander!
Peter Alexander und sein langjähriger Filmpartner Gunter Philipp
Peter Alexander und Waltraut Haas
Katrin Koch, Sopranistin _ Wien _ in der Wohnung von Peter Alexander (Kindheit/Jugend) in Wien IX _ folgende
Station bei Peter Alexander _ Kindheit/Jugendhaus Wien
Interview _ Katrin Koch, Sopranistin _ Wien
Peter Alexander, Sänger, Schauspieler, Entertainer *30.6.1926 Wien +12.2.2011 Wien
Liebe Katrin Koch, wir sind hier am Lebensort der Kindheit/Jugend von Peter Alexander im IX Wiener Gemeindebezirk. Ist Dir die Umgebung hier vertraut?
Ja sehr, mein Mann und ich haben hier in nächster Nähe 10 Jahre lang gelebt.
Welche Zugänge gibt es von Dir zu Peter Alexander? Was macht für Dich den Sänger, Schauspieler, Entertainer Peter Alexander aus?
Peter Alexander war mein Kindheitsidol, vor allem die gemeinsamen Filme mit Caterina Valente weckten in mir den Wunsch Sängerin zu werden. Ich bin dann halt in die klassische Musik abgebogen. Aber seine Fähigkeit, Menschen zu begeistern, zu berühren, zu unterhalten, das nehme ich mir nach wie vor als Vorbild.
Welche Eindrücke hast Du vom Wohnhaus, der Wohnung, in dem/der Peter Alexander aufwuchs?
Peter Alexander wuchs auf wie ganz viele andere Menschen in Wien auch, in einer für die damalige Zeit gar nicht so kleinen Altbauwohnung, aber in eher bescheidenen Verhältnissen. Seine Karriere, die er dann gemacht hat, zeigt, dass im Leben ganz Vieles möglich ist und man nie aufhören soll Visionen und Träume zu haben.
Wie nimmt man als Künstlerin seine Kindheit in den lebenslangen künstlerischen Prozess mit und wie ist der Umgang damit?
Die Kindheit prägt alle Menschen natürlich enorm. In der Kunst hat man sehr viele Gelegenheiten und Möglichkeiten sich auszudrücken und vielleicht auch gewisse Dinge aufzuarbeiten, die Kreativität bietet da sehr viel Spielraum zum persönlichen Wachsen.
Gibt es besondere Lieder, Filme, Shows, des in Wien geborenen und verstorbenen Künstlers, die Du hervorheben möchtest?
Ich hab Peter Alexanders Leopold im Weißen Rössl ganz besonders geliebt, vielleicht war das in früher Kindheit schon der Grundstein für meine große Liebe zur Operette.
Welche Inspiration nimmst Du von diesem Besuch bei Peter Alexander mit?
Ich war ganz besonders berührt von den beiden jetzigen Besitzern der Wohnung. Sie haben einfach zwei Fremden ihre Tür geöffnet und dann hat sich herausgestellt, dass die Bewunderung für Peter Alexander uns alle verbindet. Vielleicht sollte wir alle mehr auf das achten, was uns eint anstatt auf das, was uns unterscheidet.
Was sind Deine derzeitigen Projektpläne?
Einige Konzerte und Auftritte bei diversen Festivals in den nächsten Monaten, und viel Kirchenmusik.
Was wünscht Du Dir für das weitere Andenken an Peter Alexander?
Dass dieser große Wiener Künstler auch jungen Generationen noch ein Begriff ist!
Katrin Koch, Sopranistin _ Wien _ Station bei Peter Alexander
Vielen Dank und alles Gute!
Katrin Koch und Walter Pobaschnig vor dem Wohnhaus von Peter Alexander in Wien IX _ 9/5/25
Station bei Peter Alexander _ Kindheit/Jugendhaus Wien
Interview _ Katrin Koch, Sopranistin _ Wien
Peter Alexander, Sänger, Schauspieler, Entertainer *30.6.1926 Wien +12.2.2011 Wien
Peter Alexander, Sänger, Schauspieler, Entertainer *30.6.1926 Wien +12.2.2011 Wien
Interview&alle Fotos_ Kindheit/Jugendhaus/Wohnung von Peter Alexander in Wien_ Walter Pobaschnig
Peta Klotzberg, Schauspierin _ Zentralfriedhof Wien _ 10/24 _ Walter Pobaschnig
GIVE PEACE A CHANCE
G estern träumten wir
I n europäischer Eintracht –
V erträge, Vertrauen, Handel, Ordnung
E rschafften den Frieden.
P lantenweit – oder zumindest:
E uropaweit
A uch hier
C hancen auf
E wigen Frieden
A ber wir täuschten uns:
C hance, vertan.
H offnung, verflogen.
A ber vergesst
N icht
C horesgesänge
E rklingen auch im Kanonendonner.
– Frieden.
Florian Birnmeyer, 10.5.2025
Florian Birnmeyer, Schriftsteller
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:
Florian Birnmeyer, Schriftsteller
Zur Person _Florian Birnmeyer
Geb. 1990 in Nordschwaben, Bayern, lebt seit 2010 in der Region Nürnberg. Studium der Frankoromanistik und Latinistik (Lehramt). Mehrere Austausche, Auslandsaufenthalte und Praktika (Bibliothek, Radio) in Frankreich, dazu ein einjähriges Auslandsstudium in Paris. Aktuell Tätigkeit als Dozent/Lehrkraft, Literaturkritiker und Rezensent.
Seine Gedichte wurden in den letzten Jahren in Anthologien und Zeitschriften veröffentlicht. Die erste größere Veröffentlichung ist der Sammelband Auf der Zugspitze, in dem im Anschluss an einen Wettbewerb über 66 eigene Gedichte publiziert wurden. Themen sind Identität, Homosexualität, Liebe, Freundschaft, Natur, Krankheit, Antike, Frankreich, Fernweh u. a. Er hat auch an mehreren Lesungen im Raum Nürnberg teilgenommen.
Seit mehreren Jahren Betreiber eines eigenen Literaturblogs mit Schwerpunkt französischer Literatur im Original und in Übersetzung.
Es ist ein ganz besonderer Lebens-, Architektur-, Geschichts- und Naturraum, der sich im Westen Wiens im Cottageviertel auf sanften Höhen zwischen wunderbaren Parkanlagen und Villen erstreckt und so viel über Stadt, Menschen und Welt zu erzählen hat. Wer sich Zeit und Muse nimmt, sich in diesen Kosmos von ganz außergewöhnlicher Baugeschichte und biografischer Fundgrube zu begeben, wird zu jeder Jahreszeit reich belohnt.
Umso mehr, wenn ein so wunderbarer Reiseführer wie das vorliegende Buch zur Hand ist, der von der Historikerin und ehemaligen Direktorin des Theatermuseums Wien, Marie-Theres Arnbom, in besterSachkenntnis, Archivrecherche und Zusammenschau verschiedenster kulturhistorischer Mosaiksteine in Wort&Bild gestaltet wurde. Die in Wien geborene und vielseitig aktive Wissenschaftlerin und Kulturmanagerin lädt zu einem ganz außergewöhnlichen Kulturspaziergang in zwei großen Überblicksrouten, der bestens zu informieren wie zu erzählen weiß.
Ein umfassender Anhang mit Literatur/Quellenverzeichnis wie Personenregister machen das Buch (mit über 130 Abbildungen) zu einem unverzichtbaren Vademecum, um in den Zauber des Wiener Cottage einzutreten.
„Eine großartige Hommage wie wunderbarer Begleiter in das Zauberland Wiener Cottage“
Die Villen vom Wiener Cottage. Wenn Häuser Geschichten erzählen. Marie-Theres Arnbom. Amalthea Verlag.
Liebe Maureen Reitinger, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Momentan sind meine Tage gefüllt mit Familie, Freundinnen, Arbeit, Ausbildungsseminaren, Praktikum und meinem Essay Mut, wenig Freizeit, dafür viel wundervolles Neues.
Maureen Reitinger, Autorin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Zusammenrücken, weg vom Trennenden, hin zum Verbindenden. Hinsehen und nicht wegsehen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Wissenschaft, der Kunst an sich zu?
Wir brauchen beides um mutig, neugierig, offen aber auch entschlossen in die Zukunft zu gehen. Die Wissenschaft, die uns Erkenntnisse und Fakten liefert und die Kunst, um uns unsere Imaginationsräume zu bewahren. Beides bildet eine Synergie, beim Beantworten unserer Sehnsucht, die flüstert „Da ist mehr.“
Was liest Du derzeit?
Chimamanda Ngozi Adichie, Dream Count
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Mut brüllt nicht immer nur. Mut kann auch die leise Stimme am Ende des Tages sein, die sagt: Morgen versuche ich es nochmal.“
Mary Anne Radmacher
Vielen Dank für das Interview, liebe Maureen, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Buch-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Maureen Reitinger, Autorin
Zur Person:Maureen Reitinger, (she/her), in Wien geboren, lebt und arbeitet in Wien und Niederösterreich, HTL-Abschluss in Betriebsmanagement & Produktionstechnik. Jahrelange ehrenamtliche Tätigkeit bei der Caritas und VinziPort. Feministin. Mutter. Großmutter. Leidenschaft für Kunst und Kultur, Kommunikation und Menschen. Absolviert gerade das Psychotherapeutische Propädeutikum.
Aktuelle Buchneuerscheinung von Maureen Reitinger:
„Wenn wir an Mut denken, haben wir sofort spektakuläre Leistungen oder außergewöhnliches Engagement vor Augen. Aber wie viel Mut braucht es für den ganz normalen Alltag? Wen sehen wir gesellschaftlich als mutig an, und wer beweist tatsächlich tagtäglich den meisten Mut? Und was bedeutet es überhaupt, mutig zu sein?
Diesen Fragen geht Maureen Reitinger auf den Grund, wenn sie sich an das Thema Mut in all seinen Facetten herantastet und uns einlädt, unser eigenes Verständnis davon neu zu denken. In ihrem persönlichen, inspirierenden Essay holt sie Alltagsheld:innen vor den Vorhang und erkundet, was unsere Vorstellung von Stärke mit dem Patriarchat und Kapitalismus zu tun hat.
Stellen wir den Mut auf die Probe. Erlauben wir uns den Blick auf den alltäglichen, kleinen Mut, der nur allzu häufig übersehen wird.“ (Pressetext/Verlag)
Station bei Mutzenbacher _ performing_Katrin Fuchs, Schauspielerin, Sängerin _ Wien _ Fotos: Walter Pobaschnig 5/25
„Josefine Mutzenbacher“ _ Der Buchtitel eines 1906in Wien in Privatdruck erschienen Buches „Josefine Mutzenbacher oder die Geschichte einer Wienerischen Dirne von ihr selbst erzählt“ hat eine ganz besondere gesellschaftskulturelle Wirkungsgeschichte und ist gleichsam zu einem Angelpunkt moderner Sexual-, Aufklärungs- und Moralgeschichte geworden, der etwa in den 1970er Jahren als plakativer Trigger von Publikationen wie Softpornos große Breitenwirkung und Wirkungen erzielte ohne auf den Text selbst, die Voraussetzungen des Milieus der Entstehung und dessen sozialkulturelle Substanz, einzugehen. So bliebe und bleibt bis heute größtenteils der Name „Mutzenbacher“ als vielfältige Projektionsfläche im persönlichen wie gesellschaftlichen Unbewussten.
Die vorliegende Edition, fußend auf einem 2016 von Clemens Ruthner organisierten und geleiteten Symposium im Wien Museum und der darauffolgenden Edition im Sonderzahl Verlag, geht nun in hervorragender wissenschaftlich-kritischer Weise dem Text, der Textüberlieferung, der Worterklärung wie der Autorenschaftsfrage nach. Hier wird ein absolut neuer Standard des Zuganges zu einem zu wirkmächtigen wie tabuisierten Text gesetzt, der hoch zu loben ist.
In diesem wunderbaren wissenschaftlichen Rahmen ergibt sich nun ein vielseitig interessanter wie spannender Zugang zu einem Text, der in so vielem noch Entdeckungen bietet und gesellschaftliche Tabus auch über 100 Jahre nach seiner Entstehung.
„Eine hervorragende wissenschaftliche Edition einer der spannendsten, wirkmächtigsten wie tabuisiertesten literarischen Texte moderner Gesellschaftsgeschichte.“
Station bei Mutzenbacher _ performing_Katrin Fuchs, Schauspielerin, Sängerin _ Wien _ Fotos: Walter Pobaschnig 5/25
Josefine Mutzenbacher. Kritische Ausgabe nach dem Erstdruck mit Beiträgen von Oswald Wiener. Sonderzahl Verlag.
Herausgegeben von Clemens Ruthner, Herausgegeben von Matthias Schmidt, Herausgegeben von Melanie Strasser, Beiträge von Oswald Wiener
424 Seiten,16,5 x 23 cm
September 2021
ISBN 978-3-85449-575-8
€34,00
Walter Pobaschnig 5/25
Fotos: Station bei Mutzenbacher _ performing_Katrin Fuchs, Schauspielerin, Sängerin _ Wien _ Walter Pobaschnig 5/25