Hi Lasni Subainghe, what`s your routine at the moment?
My daily routine is quite full and creatively enriching at the moment. Currently, I am actively dancing, choreographing my own pieces, and working as a dance and voice training educator. I usually begin or end my day with exercise and stretching, which helps me stay physically grounded.
During the daytime, I attend my teacher training program in Canadas national ballet school for ballet and take contemporary dance sessions. This keeps me very busy, but it’s exactly what gives me the energy and purpose to jump out of bed each morning.
I dedicate a good amount of time to studying choreography and direction for my dance pieces, as well as deepening my understanding of the subjects I’m learning. Whenever I find a quiet moment, I sing or imagine new creative ideas.
I feel deeply connected to nature—I love singing with the wind and dancing with the falling leaves. Simple joys like hot drinks and fresh salads keep me going through the day. In my spare time, I enjoy reading and exploring new places as a way to stay inspired and refreshed.
Lasni Subainghe, dancer, choreographer _ project „Ballerina from Ceylon“
„Ballerina from Ceylon“
What is particularly important for all of us now?
As an individual, I believe that living a meaningful and balanced life on Earth is becoming increasingly challenging. This question is broad and complex, but from a human perspective, I feel we all need clarity of mind and a compassionate, loving heart in order to live with empathy and understanding toward others.
As artists, we carry a special responsibility—to reflect the world we envision through our work, whether it be in dance, music, poetry, sculpture, or any other creative form. Art has the power to inspire, to awaken, and to guide people toward a better and more valuable way of living.
While I don’t believe the world can ever be completely free of violence or negativity, I do believe we can reduce their impact. We can strive to be examples of kindness and awareness in our everyday lives and use our art to encourage healing, peace, and connection.
New start, new beginning. What will be essential and which roles will dance, art play on society process?
Before a new beginning, we will all become social and personal. What will be essential and what role does music, art itself have?
Before a new beginning, we naturally return to what is most personal and social—our relationships, reflections, and values. In this time, what becomes essential is our ability to lead with empathy, foster connection, and have the courage to embrace change. The heart of all creative work lies in reminding the world of our shared humanity.
Every art form—and every profession—has the power to uplift, to heal, and to help rebuild our societies. When we create, we must do so with a global perspective, knowing that art doesn’t merely reflect life; it helps reshape and renew it.
As a dancer, I see the body as a carrier of memory and emotion. Movement becomes a powerful language of healing—offering release, resilience, and hope.
As a choreographer, I understand art as both a mirror and a path forward. Through dance and music, we express what words often cannot, opening space for deeper understanding and transformation.
As a dance and voice educator, I believe that artistic education goes far beyond technique. It nurtures emotional awareness, creativity, and a sense of purpose. Even the smallest artistic gesture has the potential to connect people and make a meaningful impact.
Dance piece _ choreographed and trained by Lasni Subasinghe
What are you currently reading? Scaramouche is a historical novel by Rafael Sabatini, originally published in 1921. A romantic adventure, Scaramouche tells the story of a young lawyer during the French Revolution. In the course of his adventures, he becomes an actor portraying Scaramouche.
What quote, which text impulse do you want to give us?
-Man is a part of nature, and his war against nature is inevitably a war against himself – Albert Einstein
ballet Opera in Sri Lanka „Patavi „ _ Lasni Subainghe, dancer, choreographer
Thank you very much for the interview, dear Lasni, Much joy and success for your great art projects go and on, all the best for you!
5 questions on artists:Lasni Subainghe, dancer, choreographer
„Backstage“, der Titel für diesen Essayband der Bestseller Autorin Donna Leon, deren Brunetti Venedigkrimis beispiellos erfolgreich sind und ein Genre wesentlich mitprägten, ist ein bestens gewählter.
Wer ist Donna Leon? Im Blick hinter den Star-Vorhang?
Wie sieht es hinter der großen Literatur-Bühne der weltweit gefeierten Autorin, die 1942 in New Jersey/USA geboren ist und deren berufliche Wege rund um die Welt führten, um schließlich in Venedig unvergleichlich Ort, Mensch, Zeit, Leben, Gesellschaft spannend, humorvoll, kritisch ins Wort zu setzen, aus?
Welche Wege, Stationen, Inspirationen gab und gibt es?
Der wunderbar zusammengestellte Essayband lädt zu einer spannenden, kurzweiligen, interessanten Reise zu einem Autorinleben ein und lässt an ihren Reisen, Projekten, Kunst- und Gesellschaftsperspektiven, Mensch- und Weltsicht in ganz neuen Zugängen teilhaben. Entdeckung und Überraschung für Fans und Neugierige, ein großartiges Leseerlebnis!
„Ein Buch als einmaliges „Backstage“ Ticket zu Werk und Leben der unvergleichlichen Bestsellerautorin – Donna Leon.“
Donna Leon, Backstage. Diogenes Verlag.
Aus dem amerikanischen Englisch von Werner Schmitz, Christa E. Seibicke u. a.
Liebe Doris Leeb, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Mein Tagesablauf besteht aus Tagesablauf von mir und meinen Kindern planen, logopädische Therapie planen, durchführen und dokumentieren, Theatertext lernen, die Kinder zum Mathe lernen motivieren und dazwischen leben, atmen und abwaschen. Noch irgendwo dazwischener: schreiben. Romananfänge. Gedichte. Fragmente. Einkaufslisten. Fetzen. Anträge. Morgenseiten. Diese Antworten.
Doris Leeb, Schriftstellerin,Schauspielerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Atmen. Leben. Abwaschen. Handy aus. Zuhören. Anschauen. Atmen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Wesentlich wird sein, dass wir uns wirklich wahrnehmen. Uns selbst und andere. Das wir uns Brücken zueinander bauen und dann auch drüber gehen. Das dürfen wir wieder lernen. Kunst und Literatur kann, wird und muss dabei helfen!
Was liest Du derzeit?
Ich lese im Moment „Es werden schöne Tage kommen“ Von Zach Williams, „Kierkegaard für Gestresste“ (Hrsg. v. Johan de Mylius) und Gedichte von Christine Nöstlinger.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Dieses Zitat ist letzte Woche zu mir herein geflattert und seither beschäftigt es mich: „Sprache ist das Haus des Seins“ (Martin Heidegger). Welch schöner Satz. Sofort gefühlt. Aber auch verstanden? Was meint ihr?
Vielen Dank für das Interview, liebe Doris, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Schauspiel-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Doris Leeb, Schriftstellerin, Schauspielerin
Aktuelles Buch von Doris Leeb: „“Menscha”Dialektpoesie
Liebe Milena Michiko Flašar, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Sehr ruhig und entspannt. Morgens laufe ich eine kleine Runde, danach setze ich mich an den Schreibtisch und arbeite. Im August dieses Jahres erscheint ein Erzählband von mir – „Der Hase im Mond“. Momentan gehe ich zusammen mit meiner Lektorin die Fahnen durch. Eine schöne Phase. Etwas, woran ich lange gesessen habe, nimmt nun Buchform an. Für den letzten Schliff braucht es einen ruhigen und entspannten Blick.
Milena Michiko Flašar, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Für uns alle zu sprechen, ist schwierig. Ich persönlich finde es wichtig, mich und meine Meinungen immer wieder einmal in Frage zu stellen bzw. eine distanzierte Haltung dazu einzunehmen. Recht haben wollen – das ist etwas, worauf ich gerne verzichte.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Die Literatur bewahrt uns vor der schon oben erwähnten Rechthaberei. Indem sie uns die unterschiedlichsten Lebensläufe vor Augen führt, erlaubt sie es uns, in die Schuhe eines anderen zu schlüpfen und uns in aktivem Mitgefühl zu üben. Aufbruch und Neubeginn sind nur dann möglich, wenn wir aus der Enge unseres Selbst heraustreten und uns weitmachen für die Wirklichkeit, die uns umgibt. Dass es immer mehrere Wirklichkeiten sind – nicht nur eine – ist, was wir lesend erfahren können.
Was liest Du derzeit?
Yukio Mishimas „The Frolic of the Beasts”. Ein typischer Mishima: Kraftvoll, verwegen, hart und an die Grenzen des Moralischen bzw. darüber hinaus gehend.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
In Yasunari Kawabatas „The Rainbow“, das ich vor Kurzem gelesen habe, heißt es an einer Stelle: „Don´t dwell too much on worry. Life brings tears at times, joy at others.“ Diese zwei Sätze haben mich – trotz oder wegen ihrer Einfachheit – angesprochen. So banal sie daherkommen, verbirgt sich ihnen eine Lebensaufgabe. Kummer und Freude, sie wechseln einander ab. Mal geht es rauf, mal geht es runter. Dies still zu bezeugen, ohne an jedwedem anzuhaften, das würde ich gerne können.
Vielen Dank für das Interview, liebe Milena, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Milena Michiko Flašar, Schriftstellerin
Zur Person:Milena Michiko Flašar, geboren 1980 in St. Pölten, hat in Wien und Berlin Germanistik und Romanistik studiert. Sie ist die Tochter einer japanischen Mutter und eines österreichischen Vaters. Ihr Roman „Ich nannte ihn Krawatte“ wurde über 100.000 Mal verkauft, als Theaterstück am Maxim Gorki Theater uraufgeführt und mehrfach ausgezeichnet. Er stand unter anderem 2012 auf der Longlist des Deutschen Buchpreises und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Wien.
NOTYOURORDINARY _ Arsén Gürer (links) und Michael Auinger _ aktuelles gemeinsames Musikprojekt _:
GIVE PEACE A CHANCE
GIVING
IS
VASTLY
EVOLUTIONARY,
PROBABLY
ELEVATES
A
CHANGE
EFFECT
AND
CRUELTY
HAS
A
NEEDLE-LIKE,
CATASTROPHIC
EMPTINESS
ARSEN GÜRER, 1.6.2025
Arsén Gürer, pianist and composer
GIVE PEACE A CHANCE
Arsén Gürer, pianist and composer
Zur Person:Growing up in a musical family, Arsén Gürer developed a love for the piano at a young age. His teacher and mentor was his grandfather, also a professional violinist/pianist and composer in Istanbul.
After graduating from the Austrian College St. Georg in Istanbul, Arsén came to Vienna to study musicology, classical composition and jazz piano. He completed his education with Wolfgang Reisinger, Martin Wöss, Michael Tiefenbacher, Alexandra Karastoyanova Hermentin, Clemens Salesny and Ulf Diether Soyka, among others.
Arsén worked as a music director at the International Cultural Association Nazim Hikmet and composed as a freelancer for short films and digital advertisements, whilst performing several concerts with his band Filler’s End, as well as numerous collaborations with professional musicians in various locations throughout Austria and Europe.
Currently, Arsén is living in Vienna, working on his solo piano album, the album of his newest electro-acoustic project NOTYOURORDINARY together with Michael Auinger, and several freelance composing & sound-design projects, such as the award-winning film „That Crow at the End“ with the next showing on January 7th at the Chicago Blowup Film Festival.
In addition to his music, he has been offering workshops and lessons for piano, keyboard & synthesizers for over 10 years. Arsén wants to pass on his passion for music to others and inspire them to create music themselves.
Lieber Arsén Gürer, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus
Als selbstständiger Musiker soll man ziemlich diszipliniert unterwegs sein, also teile ich meine Tage systematisch unter Üben, Komponieren/Produzieren, PR/Organisatorische Beschäftigungen, Unterrichten und Sport. Ich würde eigentlich viel lieber nur komponieren/produzieren, aber dann hat man 100 Stücke, die nie gespielt werden und von niemandem gehört sind und das wäre selbstverständlich nur schade. J
Arsén Gürer, pianist and composer
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Selbstreflexion und ein starkes Verständnis von globalen Ereignissen sind besonders wichtig, wenn wir uns weiterentwickeln wollen, egal was für eine Kunstform wir beherrschen.
In meinem Fall möchte ich meine Sounddesignfähigkeiten entwickeln, um Schreien, Bomben, Ausbeutung, Manipulation, Medienkontrolle, Biowaffen, Weinen, Trösten, Ärger, Oppression.. (ok, ich stoppe..) beschreiben zu können!
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?
Musik schafft unvergessliche, symbolische Momente. Eine Revolution hat immer einen OST-Playlist. Durch die Verschmutzung von Tiktok/Shorts, usw. wird Musik zu einer unpassenden ‚ „yeaah, burnnt!“-Hype-Rolle‘ gepusht. Aber auch das kommt von der symbolischen Stärke der Musik. Es wird immer Musiker geben, die diese Stärke für nötige, revolutionäre Ziele nutzen werden. Ohne irgendeine Fassade oder „Slay-Internetkultur“ wird Musik uns am Magen greifen und schütteln.
Aktuelles Musikprojekt von Arsén Gürer: NOTYOURORDINARY – Arsén Gürer und Michael Auinger
Was liest Du derzeit?
THE TYGER – William Blake
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
BE REALISTIC – DEMAND THE IMPOSSIBLE!
Vielen Dank für das Interview, lieber Arsén, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Arsén Gürer, pianist and composer
Zur Person:Growing up in a musical family, Arsén Gürer developed a love for the piano at a young age. His teacher and mentor was his grandfather, also a professional violinist/pianist and composer in Istanbul.
After graduating from the Austrian College St. Georg in Istanbul, Arsén came to Vienna to study musicology, classical composition and jazz piano. He completed his education with Wolfgang Reisinger, Martin Wöss, Michael Tiefenbacher, Alexandra Karastoyanova Hermentin, Clemens Salesny and Ulf Diether Soyka, among others.
Arsén worked as a music director at the International Cultural Association Nazim Hikmet and composed as a freelancer for short films and digital advertisements, whilst performing several concerts with his band Filler’s End, as well as numerous collaborations with professional musicians in various locations throughout Austria and Europe.
Currently, Arsén is living in Vienna, working on his solo piano album, the album of his newest electro-acoustic project NOTYOURORDINARY together with Michael Auinger, and several freelance composing & sound-design projects, such as the award-winning film „That Crow at the End“ with the next showing on January 7th at the Chicago Blowup Film Festival.
In addition to his music, he has been offering workshops and lessons for piano, keyboard & synthesizers for over 10 years. Arsén wants to pass on his passion for music to others and inspire them to create music themselves.
Titel: Lichtwächter Technik: Acryl auf Leinwand Maße: 120x80cm Jahr: 2024 Künstlerin: Aleksandra Neric (Info 1)
GIVE PEACE A CHANCE
Gathered from the ash of cries,
I have burned beneath my skies.
Voices left me wrapped in flame—
Every scar now speaks my name.
Peace was never soft or small,
Even fire learns to fall.
Amid the smoke, I found my breath,
Carved from silence, lit by death.
Every ending gave me flight.
Across the dusk, I rose in light.
Child of embers, torn and true,
Holding worlds the dark once knew.
All I loved and all I lost
Nest in feathers lined with frost.
Choosing pain, I found my name
Even ruin births the flame.
Aleksandra Neric, 31.5.2025
Aleksandra Neric, Künstlerin _ in ihrem Atelier Werk: Pegasus Maße: 120 × 80 cm Technik: Acryl mit goldenen Akzenten Jahr: 2024 (Info 2)
GIVE PEACE A CHANCE
Aleksandra Nerić, Künstlerin
Zur Person:Aleksandra Nerićist eine bildende Künstlerin serbischer Herkunft mit Wohnsitz in Österreich (Bruck an der Leitha). Sie ist die Begründerin des künstlerischen Ansatzes MetaLumina, der symbolische, philosophische und spirituelle Elemente durch Licht, Stille und intuitive Formen vereint. Ihr Schaffen ist stark von Mythologie, Archetypen und metaphysischen Themen geprägt – durch die sie innere Prozesse, die Kraft der Verletzlichkeit und künstlerische Transformation erforscht.
Aleksandra hat international ausgestellt, unter anderem in New York, Florenz, Venedig, Wien, Barcelona und Mailand. Im Jahr 2024 wurde sie in New York mit dem Titel „Master Award Artist“ ausgezeichnet und gewann die Global Art Competition. Im Jahr 2025 wurde sie für die Auszeichnung „Living Contemporary Artist in New York“ nominiert.
Neben der Malerei widmet sie sich auch der Poesie – ihre Gedichtsammlung „Die Stille, die ich trage“ erscheint demnächst in einer zweisprachigen Ausgabe (Serbisch–Englisch).
Bildinfos/Aleksandra Nerić:
1 „Lichtwächter“ Dieses Werk gehört zur Kunstbewegung MetaLumina, die durch die Symbolik von Licht, Stille und spirituellen Archetypen den inneren Raum des Seins erforscht. Die Darstellung eines Hirsches mit goldenen Geweihen steht für Wachsamkeit, Stärke und lichtvolles Dasein in der Dunkelheit. Die leuchtenden Geweihe erscheinen wie energetische Antennen, die unsichtbare Dimensionen verbinden – ein Zeichen innerer Reinheit und Verbindung zum Höheren. Vor schwarzem Hintergrund wird der Hirsch zum Symbol des inneren Lichts – still, aber wachsam.
2 „Pegasus„ , ein Symbol für geistige Freiheit und erhobene Bewegung, ist das zentrale Motiv dieses Werkes aus dem Zyklus mythischer Wesen im Rahmen des Kunstansatzes MetaLumina. Vor schwarzem Hintergrund werden die goldenen Flügel zum leuchtenden Kontrapunkt der Stille, während das weiße Pferd die reine Kraft der Intuition und die Unzähmbarkeit des inneren Impulses verkörpert. Dieses Gemälde vereint das Mythische mit dem Zeitgenössischen, das Reale mit dem Spirituellen – und schafft so ein Tor zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren. Raum inneren Erwachens verbinden. Der dunkle Hintergrund verstärkt das Heraustreten aus dem Unbewussten in einen höheren Schwingungszustand.
Aleksandra Neric Werk: „Code of Light: David’s Resonance” Maße: 50×50 Technik: Acryl Jahr: 2025 (1 Bildinfo _ unten)
Liebe Aleksandra Nerić, wie sieht jetzt dein Tagesablauf aus?
Mein Alltag ist ein harmonisches Chaos zwischen Kunst, Intuition und Wirklichkeit. Er beginnt meist mit einem Moment der Stille – einem inneren Impuls, der mich zum Pinsel, zum Wort oder zur Idee führt. Den Großteil des Tages widme ich dem kreativen Schaffen: dem Malen, Schreiben, der Erforschung von Symbolik und der Ausarbeitung meines eigenen künstlerischen Weges MetaLumina, der bald in theoretischer Form vorgestellt wird – durch ein Manifest, eine persönliche Erklärung und einen textuellen Rahmen des Konzepts.
Ich arbeite außerdem an meinem Gedichtband mit dem Titel „Die Stille, die ich trage“, einer inneren Landkarte der Verletzlichkeit, des Lichts und der spirituellen Reifung – die bald das Licht der Welt erblicken soll.
Was meinen Alltag jedoch wahrhaftig vervollständigt, ist meine Rolle als Mutter. Mutter zu sein ist meine tiefste Identität – eine Quelle der Kraft, des Lernens und der bedingungslosen Liebe. In diesem stillen Raum zwischen Kreativität und Mutterschaft entsteht meine innere Welt.
Aleksandra Neric, Künstlerin _ in ihrem Atelier Werk: Pegasus Maße: 120 × 80 cm Technik: Acryl mit goldenen Akzenten Jahr: 2024 (Info 2)
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Ehrlichkeit. In einer Welt voller Lärm und Oberflächlichkeit wird das, was wahrhaftig ist, heilend. Es ist nicht mehr wichtig, perfekt zu sein, sondern authentisch zu leben: zu fühlen, zu erschaffen und sich ehrlich zu verbinden – mit sich selbst, mit anderen Wesen, mit der Natur.
Ich glaube, dass die Kunst heute eine leise, aber kraftvolle Rolle hat – nicht um zu dominieren, sondern um zu berühren. Und genau das ist mir am wichtigsten: das Wahre in mir zu bewahren, selbst wenn sich im Außen alles verändert.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?
Wir stehen an der Schwelle einer Konfrontation mit unseren eigenen Grenzen. Als Gesellschaft verlieren wir zunehmend den Kontakt zum Wesentlichen – überflutet von Geschwindigkeit, Informationen, Konflikten. Die Welt befindet sich in einem angespannten Zwischenraum: zwischen Technologie und Menschlichkeit, zwischen Kontrolle und Freiheit, zwischen Lärm und echtem Dialog.
Künstler:innen tragen heute mehr denn je eine Verantwortung: nicht zu schweigen. Nicht nur Schönheit zu schaffen, sondern auch Zeugnis abzulegen, zu reagieren, Fragen zu stellen, die wehtun. Kunst verändert die Welt nicht über Nacht – aber sie kann Bewusstsein wecken und dort berühren, wo sonst nichts mehr durchdringt.
Wir stehen vor etwas Ungewissem. Und die Kunst bleibt einer der Orte, an dem Ehrlichkeit möglich ist.
Aleksandra Neric bei der Ausstellung in Golling (Österreich) Werk: Echoes of Majesty Maße: 60x80cm Technik: Acryl auf Leinwand Jahr: 2024 (4)
Was liest du zurzeit?
Zurzeit lese ich den Roman „Schuld und Sühne“ von Fjodor Dostojewski ein Werk, das in mir nicht nur literarische Bewunderung, sondern auch ein tiefes inneres Infragestellen auslöst. Es ist ein Buch, das keine Antworten gibt, sondern zur Konfrontation zwingt. In jedem Kapitel spüre ich die Schatten der Schuld, den inneren Bruch und das verzweifelte Verlangen nach Erlösung. Dostojewski schreibt über die dunklen Tiefen der menschlichen Seele – aber mit einer solchen Wahrheit, dass man nach dem Lesen nicht mehr derselbe ist. Seine Figuren suchen keine Rettung im Äußeren, sondern in der inneren Umkehr – und genau das berührt mich. ´
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Ich erschaffe nicht, um verstanden zu werden, sondern um das zu erkennen, was die Welt noch nicht auszusprechen vermochte.“
— Aleksandra Nerić
Kunst ist für mich keine Erklärung, sondern eine Offenbarung. Kein Weg zur Zustimmung, sondern zur Wahrheit. In einer Zeit, in der alle sprechen, wähle ich das Zuhören dem, was noch nicht gesagt wurde. Und durch das Schaffen gebe ich der Stille eine Form, die darauf wartet, Bedeutung zu werden.
Titel: Lichtwächter Technik: Acryl auf Leinwand Maße: 120x80cm Jahr: 2024 Künstlerin: Aleksandra Neric (Info 3)
Vielen Dank für das Interview, liebe Aleksandra, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Aleksandra Nerić, Künstlerin
Zur Person:Aleksandra Nerićist eine bildende Künstlerin serbischer Herkunft mit Wohnsitz in Österreich (Bruck an der Leitha). Sie ist die Begründerin des künstlerischen Ansatzes MetaLumina, der symbolische, philosophische und spirituelle Elemente durch Licht, Stille und intuitive Formen vereint. Ihr Schaffen ist stark von Mythologie, Archetypen und metaphysischen Themen geprägt – durch die sie innere Prozesse, die Kraft der Verletzlichkeit und künstlerische Transformation erforscht.
Aleksandra hat international ausgestellt, unter anderem in New York, Florenz, Venedig, Wien, Barcelona und Mailand. Im Jahr 2024 wurde sie in New York mit dem Titel „Master Award Artist“ ausgezeichnet und gewann die Global Art Competition. Im Jahr 2025 wurde sie für die Auszeichnung „Living Contemporary Artist in New York“ nominiert.
Neben der Malerei widmet sie sich auch der Poesie – ihre Gedichtsammlung „Die Stille, die ich trage“ erscheint demnächst in einer zweisprachigen Ausgabe (Serbisch–Englisch).
Bildinfos/Aleksandra Nerić:
1 „Code of Light: David’s Resonance“ Dieses Gemälde gehört zur Kunstbewegung Meta Lumina, die Lichtcodes, heilige Geometrie und die innere Architektur des Bewusstseins durch zeitgenössische Symbolik und metaphysischen Ausdruck erforscht. Inspiriert von den Idealen der Renaissance wird die Figur des David nicht nur als Form dargestellt, sondern als Träger einer leuchtenden Resonanz. Die goldenen Linien symbolisieren Bewusstseinscodes – Fäden, die klassische Schönheit mit dem quantenhaften Raum inneren Erwachens verbinden. Der dunkle Hintergrund verstärkt das Heraustreten aus dem Unbewussten in einen höheren Schwingungszustand. Dieses Werk ist keine bloße Neuinterpretation, sondern eine energetische Karte eine Einladung zur inneren Aktivierung.
2„Pegasus„ , ein Symbol für geistige Freiheit und erhobene Bewegung, ist das zentrale Motiv dieses Werkes aus dem Zyklus mythischer Wesen im Rahmen des Kunstansatzes MetaLumina. Vor schwarzem Hintergrund werden die goldenen Flügel zum leuchtenden Kontrapunkt der Stille, während das weiße Pferd die reine Kraft der Intuition und die Unzähmbarkeit des inneren Impulses verkörpert. Dieses Gemälde vereint das Mythische mit dem Zeitgenössischen, das Reale mit dem Spirituellen – und schafft so ein Tor zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren. Raum inneren Erwachens verbinden. Der dunkle Hintergrund verstärkt das Heraustreten aus dem Unbewussten in einen höheren Schwingungszustand.
3 „Lichtwächter“ Dieses Werk gehört zur Kunstbewegung MetaLumina, die durch die Symbolik von Licht, Stille und spirituellen Archetypen den inneren Raum des Seins erforscht. Die Darstellung eines Hirsches mit goldenen Geweihen steht für Wachsamkeit, Stärke und lichtvolles Dasein in der Dunkelheit. Die leuchtenden Geweihe erscheinen wie energetische Antennen, die unsichtbare Dimensionen verbinden – ein Zeichen innerer Reinheit und Verbindung zum Höheren. Vor schwarzem Hintergrund wird der Hirsch zum Symbol des inneren Lichts – still, aber wachsam.
4 Dieses Foto entstand während der Ausstellung in Golling, bei der Aleksandra Nerić Werke ihres künstlerischen Ansatzes MetaLumina präsentierte. Das dargestellte Bild zeigt einen Löwen – ein archetypisches Symbol für Kraft, Würde und inneren Autoritätsraum. Der Blick des Löwen richtet sich auf einen unsichtbaren Horizont, was im Kontext von MetaLumina die innere Stabilität inmitten äußerer Unruhe verkörpert. Durch die Kombination von Gold- und Neutraltönen lädt das Werk die Betrachtenden ein, ihre eigene Kraftquelle zu finden – leise, aber unerschütterlich.