„Geh,“ Birgit Radeschnig_Kabarettistin _ Give Peace A Chance _ Wien 3.5.2022

GIVE PEACE A CHANCE

Geh,

Irgendwann

Verendet

Eh



Per

sE

Alles!

Chronisch

Einander



Alles, was eh verendet jäh zu beenden ist nicht nur per se schon „geh“, sondern



Chronologisch

Halt

Auch

Nicht

Clever!

Eh.

Birgit Radeschnig, 2.5.2022

Birgit Radeschnig_Musikerin, Kabarettistin, Autorin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Birgit Radeschnig_Musikerin, Kabarettistin, Autorin

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Alle Fotos_Walter Pobaschnig 5_2020.

Walter Pobaschnig _ 2.5.2022.

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„Immer wieder mal 2 Schritte zurück zu gehen, anstatt 5 nach vorne“ Syannah, Singer/Songwriterin _ Wien 3.5.2022

Liebe Claudia, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein Tagesablauf sieht ganz unterschiedlich aus. Morgens nach dem Aufstehen
gönne ich mir meistens einen Kaffe, nehme mir ein paar Minuten für mich selbst,
meditiere oder bewege mich und erledige dann Schritt für Schritt meine To Do’s, die
ich mir für den jeweiligen Tag vorgenommen habe.

Mehrmals die Woche bin ich im Studio und arbeite an neuen Songs bzw. meinem
Album. Ich würde lügen zu sagen, dass momentan jeder einzelne Tag höchstproduktiv ist, aber prinzipiell ist jeder meiner Tage so gefüllt, dass ich an meinen persönlichen
Zielen arbeite und mit meinen Projekten vorankomme. Dazwischen koche ich mir
gerne ein gutes Essen, gehe spazieren und abends schaue ich mir gerne eine Serie
zum Abschalten an, oder lese ein Buch.

Syannah, Singer/Songwriterin


Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Meiner Meinung nach ist eines der wichtigsten Dinge momentan innere Ruhe zu
bewahren und gut für sich selbst zu sorgen. Wir befinden uns in einem
Ausnahmezustand und da ist alles leicht einmal überfordernd. Dabei ist es meiner
Meinung nach essentiell sich in Selbstfürsorge zu üben, immer wieder mal 2 Schritte
zurück zu gehen, anstatt 5 nach vorne und sich immer wieder einmal bewusst zu
machen „Wie geht es mir gerade? Was brauche ich gerade? Was kann ich mir
gerade Gutes tun?“. Ich glaube, dass innere Ruhe und ein guter Zugang zu sich
selbst, vor allem in Krisenzeiten, extrem wichtig sind, um auch mit äußeren
Umständen besser umgehen zu können.


Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und
persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei
der Musik, der Kunst an sich zu?

Ich bin der Ansicht, dass ein gesunder Umgang mit sich selbst, aber auch klare
Kommunikation nach Außen, Wertschätzung und ein respektvoller Umgang
miteinander besonders wichtig sind. Gerade in Krisenzeiten führen Hass, Konflikt,
und Spaltung zu keiner Lösung. Nicht alles ist immer nur schwarz oder weiß.
Ich denke es geht um Verständnis sich selbst und anderen gegenüber, Offenheit für
andere Meinungen, (innere) Balance, bewusste und klare Kommunikation, aber auch
um gesunde Grenzen-Setzung —> man muss nicht alles emotional an sich
heranlassen. Diese Punkte sind meiner Meinung nach eine wertvolle Basis für ein
gesundes Miteinander, vor allem in Krisenzeiten.

Die Rolle der Musik ist dabei denke ich auch nicht zu unterschätzen – Musik
verbindet. Durch Musik können Dinge ausgedrückt werden, die durch Sprache
alleine oft nicht möglich sind. Und Musik kann auch, vor allem in schweren Zeiten ein
enormer Halt für Menschen sein.

Was liest Du derzeit?

„Die 5 Sprachen der Liebe“ von Gary Chapman
„Du bist das Placebo“ von Joe Dispenza

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

“Our heads are round so our thoughts can change direction” – Francis Picabia
„Energie folgt der Aufmerksamkeit“ – Hawaiianische Weisheit
„Let’s get back to the moment.“ – Syannah
„We were Born to inspire!“ – Syannah

Vielen Dank für das Interview liebe Syannah, viel Freude weiterhin für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Syannah, Singer/Songwriterin

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6.12.2021_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Gibt es Regen“ Annette Mathilde Winz, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Niederrhein/D 3.5.2022

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G Gibt es Regen

I in der Nacht will ich

V verliebt sein will ich

E ehrlich werden was mir



P per se ins eigne Fleisch schneidet

E entzündet mich aufmacht

A Altes hervorscheint und nicht aufhört noch ein bisschen

C Camouflage zu spielen

E es gibt keinen Neuanfang



A alles ähnelt vergilbten Träumen


C chronisch sind wir

H hungrig sind wir

A angezündet sind unsere

N Nerven liegen schräg auf unsren

C Chats und am Rande gesagt

E es wird regnen in der Nacht


Annette Mathilde Winz, 30.4.2022

Annette Mathilde Winz, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Annette Mathilde Winz, Schriftstellerin

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Walter Pobaschnig _ 1.5.2022.

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„Grand-mere:“ Stephanie Divaret, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Waldkirch/D 3.5.2022

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Grand-mère:

Ich

Vertraute

Europa.



Papa

Erzählt

Als

Cassel

Entflammte.



Aber


Chroniken

Heben

Auch

Nur

Chiffren

Entgegen.


Stéphanie Divaret, 27.4.2022

Stéphanie Divaret, Schriftstellerin

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Stéphanie Divaret_Schriftstellerin

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Walter Pobaschnig _ 27.4.2022.

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„Versuche scheitern“ Dagmar Dusil, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Bamberg 2.5.2022

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Gelassenheit

In der inneren Migration

Versuche scheitern

Es gibt keinen Waffenstillstand

Pandoras Büchse

Ermöglicht



Alpträume



Camouflage ist angesagt

Es ist kalt

Auf Waffen verzichten



Code für den Frieden

Habseligkeiten und Hoffnungen bündeln

Abendgebete werden gesprochen

Nächte sind lang

Chaos regiert im Krieg

Entwurzelte ziehen durchs Land


Dagmar Dusil, 25.4.2022

Dagmar Dusil, Schriftstellerin

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Dagmar Dusil, Schriftstellerin

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Walter Pobaschnig _ 25.4.2022.

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„Es ist schon fast halb zwölf“ Zdenka Becker. Roman. Amalthea Verlag

Und jetzt steht er an der Tür. An der Hand seiner Frau. Blickt in den Garten. „Gehen wir nach Hause?“ ´, fragt er. „Karl, wir sind zu Hause.“ „Seit wann?“ Sie sind beide alt geworden. Karl und Hilde. Miteinander. Kinder, Enkelkinder, Urenkel. Jetzt am Gartentisch unter dem Nussbaum steht der Kuchen von Vroni am Tisch. Ein Lebensabend in Ruhe.

„Wir trinken ein, zwei Tässchen Kaffee, essen Kuchen und genießen die Sonne.“Viel ist vergessen für Karl. Es ist ein „nach Hause gehen“ von Geist und Körper. Ein innerliches, das nicht mehr nach Außen dringen kann. Es bleibt das Da-Sein. Das Miteinander-Sein. Für Hilde bleibt jetzt wenig Zeit für sich. Die Zeit ist jetzt bei Karl und seinen Bedürfnissen. Sie denkt, organisiert das Jetzt. Doch dann fällt Ihr Blick auf ein Foto. Ein Blick zurück. In die Vergangenheit. Und da ist diese Kiste. Staub. Und darin das Damals. Die Briefe. Der Krieg. Und Karls Weg darin – wie war sein Weg damals? Wie kam er nach Hause?

„Gehen wir nach Hause?“ Eine Reise in das Gestern beginnt…

Zdenka Becker, mehrfach ausgezeichnete Schriftstellerin, legt mit „Es ist schonfast halb zwölf“ einen Roman vor, der in außergewöhnlicher Weise Zeitzeugnis, Geschichte und Literatur verbindet. Die Konzeption der Erzählform im Dialog von Brief-Rückblick und mitreißender hintergründiger story ist ein besonderer Kunstgriff, welchen die Autorin meisterhaft beherrscht. Geschichte und Gegenwart werden zu Polen von Geheimnis, Erschütterung wie der Frage nach dem Leben in und mit individueller Geschichte. Es ist Literatur, die ganz aufmerksam gegenüber dem Leben in allen Schattierungen und Abgründen ist und viele Fragen stellt, die Lesern und Leser mitnehmen und lange beschäftigen.

„Zdenka Becker verbindet einzigartig Leben und Literatur – aufmerksam, fesselnd und hintergründig.“

Walter Pobaschnig 4_22

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„Literatur und Kunst: Unbestechlichkeit, Dringlichkeit!“ Sandra Hoffmann, Schriftstellerin _ München 2.5.2022

Liebe Sandra, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Was immer gleich ist: der Wecker klingelt um 7:00, aber manchmal wache ich vor ihm auf. Wenn ich nicht unterrichte oder unterwegs bin, sitze ich um kurz nach 9:00 am Schreibtisch, davor: Gymnastik, kalt duschen, Müsli. Zwischen 13:00 und 15:00 Pause. Dann wieder Schreibtisch. Um ca 18:30 treffe ich mich mit meinem Mann in der Küche. Meist legt er Musik auf, ich koche. Manchmal kocht er und ich erzähle ihm Sachen.

Sandra Hoffmann, Schriftstellerin

 Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Auf jeden Fall ein großräumiges, gesellschaftliches Denken, Empathie, Solidarität, Demokratie und Differenziertheit. Neugier.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Ich glaube, das habe ich in der Frage davor bereits beantwortet, und dazu noch für Literatur und Kunst: Unbestechlichkeit, Dringlichkeit! Sich nicht vereinnahmen lassen für und von Diskursen.

 Was liest Du derzeit?

Viel. Am meisten bewegt und beschäftigt hat michMarieke Lucas Rijnefeld: Mein kleines Prachttier. (Suhrkamp) Es ist sehr sehr gut geschrieben, aber ich weiß immer noch nicht, was ich davon halten soll.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtet Du uns mitgeben?

Ich kann zitieren nicht leiden. Aber AMORE (Zitat) find ich gut!

Vielen Dank für das Interview liebe Sandra, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler*innen:

Sandra Hoffmann, Schriftstellerin

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10.11.2021_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Es war kühler geworden und sie umarmten sich“ Katrin Butt, Schriftstellerin_Give Peace A Chance _ Wien 1.5.2022

GIVE PEACE A CHANCE

„Gib Gas!“,rief Anna ,im Auto sitzend
„Ich kann nicht!“, ich muß nach Hause,arbeiten!
Vielleicht sagst Du mir das das nächste Mal früher?
Eh klar,verzeih mir!


Peter aß einen Apfel.
Etwas war heute anders.
Anna sah hinaus aus dem Fenster in den blauen Himmel,“schön!“,sagt sie.
Chorklänge,so wie die schönste Musik,die er jemals gehört hatte,zogen auch
ihn an und und lächelnd ging er zum Fenster und blickte auch hinaus in die
Landschaft.„Einmal,Anna ,fliegen wir!“,sagte er und legte seine Hand auf ihre Schulter.

„Auch wenn ich einen gebrochenen Flügel habe?“fragte Anna?

„Claro Madame!“antwortete Peter lächelnd ,und umfaßte ihre Arme,als ob
sie Flügel wären und er sie damit heilte.
„Hah!“seufzte sie,“ aber wenn das Licht nicht von innen scheint,ist es so
dunkel in mir.“
Aber sie griff sich an ihr eigenes Herz und schloß die Augen,“ich spüre es“-
sagte sie
Nebel zogen vorbei.
„Come on!“, scherzte Peter
Es war kühler geworden und sie umarmten sich.

Katrin Butt, 31.3.2022

Katrin Butt
_Schriftstellerin, Sängerin, Schauspielerin, Filmemacherin, Regisseurin, Künstlerin

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Katrin Butt_Schriftstellerin,Sängerin,Schauspielerin,Filmemacherin,Regisseurin, Künstlerin

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Walter Pobaschnig _ 1.5.2022.

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„Gerade dachte ich:“ Marina Maggio, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _Würzburg 1.5.2022

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Gerade dachte ich:

Ist das still hier.

Vogelstimmen im Ohr. Nur Vogelstimmen.

Engel spielen Friedenslieder auf ihrer



Posaune. Ist das etwa das

Ende vom Krieg oder nur ein Traum?

Am Anfang war das Wort, eine

Chance für jeden. Das ist eine

Erlösung. Vielleicht sogar die Lösung.



Anfangen, neu anfangen. Das geht auch inmitten von Trümmern.

Chancen muss man ergreifen mit beiden Händen. Viele

Hände braucht es für den

Aufbau eines Miteinanders.

Nachdem wir das geklärt haben, können wir vorab schon mal mit

Champagner auf den Frieden anstoßen und auf den Anfang vom

Ende…End…En…E…


Marina Maggio, 21.4.2022

Marina Maggio, Schriftstellerin

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Marina Maggio, Schriftstellerin

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Walter Pobaschnig _ 21.4.2022.

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„Pazifistinnen“ Nicole Makarewicz, Schriftstellerin _Give Peace A Chance _ Wien 1.5.2022

GIVE PEACE A CHANCE – PAZIFISTINNEN

Gibbs, Olive (1918–1995)

Innes, Kathleen (1883–1967)

Von Suttner, Bertha (1843–1914)

Eastman, Crystal Catherine (1881–1928)



Peckover, Priscilla Hannah (1833–1931)

Evans, Maya (*1979)

Augspurg, Anita (1857–1943)

Chown, Alice Amelia (1866–1949)

Evans, Dorothy (1888–1944)



Addams, Jane (1860–1935)



Chew, Ada Nield (1870–1945)

Hasegawa, Marii (1918–2012)

Andreen, Andrea (1888–1972)

Ngirmang, Gabriela (1922–2007)

Chaumet, Simone Tanner (1916–1962)

Eckstein, Anna Bernhardine (1868–1947)



Pazifismus: von lateinisch pax (= Frieden) und facere (= machen, tun, handeln)

Nicole Makarewicz, 23.4.2022

Nicole Makarewicz, Schriftstellerin, Journalistin

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Nicole Makarewicz, Schriftstellerin, Journalistin

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Walter Pobaschnig _ 23.4.2022.

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