Sabrina Gaber, geboren 1982 in Villach, wohnhaft in Villach. Verheiratet mit meinem größten Unterstützer und Fan der ersten Stunde und ich durfte zwei mittlerweile erwachsene Menschen auf ihrem Weg in ihre Selbstständigkeit begleiten. Konditorgesellin, diplomierte Ernährungstrainerin, Sozialpatin, Ordinationsassistentin und Schriftstellerin. Ich kann mich selbst nicht beschreiben, ich finde: „mich kann man nur erleben.“
Veröffentlichungen
Eine Geschichte in der Anthologie „Satt“ erschienen im Wolf Verlag und ein Buch mit Kurzgeschichten mit dem Titel „Im Blick“, ebenfalls Wolf Verlag. Die nächste Veröffentlichung findet in einer weiteren Anthologie „Vorwerfen-Nachwerfen“ vom Wolf Verlag statt.
Fotos: Portrait_privat; Motiv _ Walter Pobaschnig.
Liebe Sabrina, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ich bin Vollzeit in einer orthopädischen Rehabilitationsanstalt als Ordinationsassistentin tätig. Ich liebe es, mich mit meiner Hündin querfeldein auf die Natur einzulassen, versorge meine Lieben und Vereinsfreunden mit gehäkelten Einzelstücken, frisch gekochten Speisen, immer neuen, kreativen Geschichten, bin mit meiner Schreiberei unter anderem auch für unseren 2023 gegründeten Verein Freigeist tätig, lasse mich für mein Leben gerne auf einer Parkbank, Cafehaus, Strandbadwiese, Stuhl in verschiedensten Wartebereichen nieder und lausche Lebensgeschichten. Eine meiner, derzeit, herausfordernsten Tätigkeiten, ist die Pflege, meiner, in unserer wilden, bunten, lauten, chaotischen und liebevollen Wohngemeinschaft eingezogene, Schwiegermutter. Ansonsten habe ich stets ein offenes Ohr für Probleme/Sorgen/Ängste aller Art, die ich gerne über den Tellerrand sehend, mit neuen Lösungsansätzen beziehungswiese Denkanstößen. Versorge zwischendurch, aber nicht nebenbei, schreibe ich an einer Fabelfibel und meinem zweiten Kurzgeschichtenbuch, besuche Lesungen, lache laut und lebe.
Sabrina Gaber, Schriftstellerin
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Diese Frage ist eine harte Nuss. Die Welt rund um uns ist voller Zorn, Hass, Krieg, Unwetterkatastrophen, Umweltsünden, dubiosen Menschen und Dingen, die ich zum Glück, nur aus Zeitungen und Nachrichten kenne. Ich habe für mich entschieden: Dankbar für alles Gute in meinem Leben zu sein, genießen was ich genussvoll finde, mit Offenheit und Empathie den Menschen zu begegnen, alles zu hinterfragen, nicht immer alles ernst/persönlich zu nehmen und neugierig dem Leben gegenüber zu bleiben. Ich erteile ungerne „Rat-Schläge“ und kann nicht für alle sprechen.
Was liest du derzeit?
Vor allem Selbstgeschriebenes- zur Korrektur.
Robert Musil- „Drei Frauen“, solange ich mich konzentrieren kann.
Drago Janḉar- „Wenn die Liebe ruft“.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Das Leben ist schön, von einfach war nie die Rede!“ Dichter unbekannt.
„Das Leben ist scheiße aber die Grafik ist geil!“ Konstanze Schmunz.
Sabrina Gaber, Schriftstellerin
Vielen Dank für das Interview, liebe Sabrina, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Sabrina Gaber, Schriftstellerin
Zur Person/über mich:Sabrina Gaber, geboren 1982 in Villach, wohnhaft in Villach. Verheiratet mit meinem größten Unterstützer und Fan der ersten Stunde und ich durfte zwei mittlerweile erwachsene Menschen auf ihrem Weg in ihre Selbstständigkeit begleiten. Konditorgesellin, diplomierte Ernährungstrainerin, Sozialpatin, Ordinationsassistentin und Schriftstellerin. Ich kann mich selbst nicht beschreiben, ich finde: „mich kann man nur erleben.“
Veröffentlichungen
Eine Geschichte in der Anthologie „Satt“ erschienen im Wolf Verlag und ein Buch mit Kurzgeschichten mit dem Titel „Im Blick“, ebenfalls Wolf Verlag. Die nächste Veröffentlichung findet in einer weiteren Anthologie „Vorwerfen-Nachwerfen“ vom Wolf Verlag statt.
Liebe Ingrid Zebinger-Jacobi, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Abwechslungsreich. Früh aufstehen, die Kinder mit Frühstück und Jause versorgen und in die Schule schicken, etwas Zeit zum Schreiben finden, arbeiten, ein wenig schreiben, etwas kochen, die Kinder irgendwohin bringen, irgendwas machen, im Supermarkt einkaufen, Kinder wieder abholen, Zähne putzen, müde mit einem Buch in der Hand umfallen, mit einem Buch auf der Nase einschlafen.
Ingrid Zebinger-Jacobi, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Ruhe bewahren. Tief ein- und ausatmen. Ein gutes Buch lesen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?
Ruhe bewahren. Tief ein- und ausatmen. Ein gutes Buch lesen.
Die Kunst? Sie kann aufrütteln. Muss sie aber nicht. Sie kann auch beruhigen. Oder nicht. Hauptsache, sie bleibt frei. Das ist das Wesentliche.
Was liest Du derzeit?
Thomas Manns „Königliche Hoheit“
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„How it happens is a long story, always.“
A.L. Kennedy, “Paradise”
Vielen Dank für das Interview, liebe Ingrid, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Ingrid Zebinger-Jacobi, Schriftstellerin
Zur Person/über mich: Ingrid Zebinger-Jacobi wurde 1978 in Graz geboren, wo sie Musik und Anglistik mit Schwerpunkt Literaturwissenschaft studierte und als Übersetzerin arbeitete. Heute lebt sie in Wien. Veröffentlichungen von Kurzprosa in verschiedenen Literaturzeitschriften (u.a. Wespennest, Lichtungen) und im Rundfunk. Ihre bisherigen Erzählbände Barfuß geht die Zeit (2018), Ich lege mein Herz (2019) und Ein Boot weit draußen (2025) sind bei edition keiper erschienen. Derzeit arbeitet sie an ihrem ersten Roman.
Aktueller Erzählband von Ingrid Zebinger-Jacobi :
Ein Boot weit draußen. Erzählungen von Ingrid Zebinger-Jacobi. Keiper Verlag
Die Geschichten von Ingrid Zebinger-Jacobi entfalten ihre Wirkung leise, aber mit tiefgreifender Suggestivkraft. Ob sie über den November in Venedig, Prometheus oder Bruegels „Bauernfest“ schreibt, stets schwingen Zwischentöne mit, die das Gewöhnliche in ein neues Licht rücken. Ihre Kurzgeschichten überraschen mit unerwarteten Wendungen und ziehen den Leser fast unmerklich in eine Welt, in der das Normale nicht normal ist. Mit Ein Boot weit draußen knüpft Zebinger-Jacobi an ihre Werke Barfuß geht die Zeit und Ich lege mein Herz an an. Es sind Texte voller Zwischenräume und Übergänge, Poesie mit Akzenten, die überraschen, irritieren und bewegen. Ihre Kunst liegt darin, das Alltägliche so zu schildern, dass das Unsichtbare spürbar wird.
Preis: AT € 23,00 / DE € 22,37 Seiten: 156 ISBN13: 978-3-903575-42-4 Erscheinungsdatum: 24. März 2025 Sprache: Deutsch Format: 12,0 x 19,0 cm; Pappband
Romy Schneider ist eine der faszinierendsten Persönlichkeiten der internationalen Filmgeschichte. 1938 in Wien in eine Schauspielfamilie geboren, folgen schon in jungen Jahren erste Filmrollen und schließlich 1954 mit der „Sissi“ Triologie ein Kassenschlager und der Durchbruch in der Filmwelt.
Zwei weitere Sissi Fortsetzungen folgen und katapultieren die erst 17jährige Schauspielerin in den umjubelten Starhimmel. Die Wege führen nun nach Paris, Hollywood, doch auch die Liebe öffnet neue Horizonte und lässt die Herausforderung Theater in Paris unter der Regie von Luchino Visconti und an der Seite ihrer großen Liebe Alain Delon annehmen. Mitten in Leben, Liebe, Bühne, Filmset geht Romy ihren Weg…
Die vorliegende, wunderbar gestaltete Graphic Novel folgt nun diesem Lebensweg von Kindheit, Jugend zur Filmrolle Sissi und dann dem Prozess der Loslösung und Hinwendung zu neuen künstlerischen Herausforderungen, Entwicklungen wie privaten Höhenflügen und Schicksalsschlägen und lässt so spannend, intensiv und mitreißend in das Leben und den Kosmos Romy Schneider eintauchen. Ein ganz besonderes Erlebnis!
„Romy Schneiders einzigartiger Film-, Lebensweg als mitreißende Graphic Novel!“
„Romy Schneider – Ich bin nicht mehr Sissi“ Stéphane Betbeder/Remi Torregrossa. Splitter Verlag.
Zur Person/über mich: Ingrid Zebinger-Jacobi wurde 1978 in Graz geboren, wo sie Musik und Anglistik mit Schwerpunkt Literaturwissenschaft studierte und als Übersetzerin arbeitete. Heute lebt sie in Wien. Veröffentlichungen von Kurzprosa in verschiedenen Literaturzeitschriften (u.a. Wespennest, Lichtungen) und im Rundfunk. Ihre bisherigen Erzählbände Barfuß geht die Zeit (2018), Ich lege mein Herz (2019) und Ein Boot weit draußen (2025) sind bei edition keiper erschienen. Derzeit arbeitet sie an ihrem ersten Roman.
Aktueller Erzählband von Ingrid Zebinger-Jacobi :
Ein Boot weit draußen. Erzählungen von Ingrid Zebinger-Jacobi. Keiper Verlag
Die Geschichten von Ingrid Zebinger-Jacobi entfalten ihre Wirkung leise, aber mit tiefgreifender Suggestivkraft. Ob sie über den November in Venedig, Prometheus oder Bruegels „Bauernfest“ schreibt, stets schwingen Zwischentöne mit, die das Gewöhnliche in ein neues Licht rücken. Ihre Kurzgeschichten überraschen mit unerwarteten Wendungen und ziehen den Leser fast unmerklich in eine Welt, in der das Normale nicht normal ist. Mit Ein Boot weit draußen knüpft Zebinger-Jacobi an ihre Werke Barfuß geht die Zeit und Ich lege mein Herz an an. Es sind Texte voller Zwischenräume und Übergänge, Poesie mit Akzenten, die überraschen, irritieren und bewegen. Ihre Kunst liegt darin, das Alltägliche so zu schildern, dass das Unsichtbare spürbar wird.
Preis: AT € 23,00 / DE € 22,37 Seiten: 156 ISBN13: 978-3-903575-42-4 Erscheinungsdatum: 24. März 2025 Sprache: Deutsch Format: 12,0 x 19,0 cm; Pappband
Es beginnt mit einem Besuch der Autorin, Historikerin, Kulturmanagerin Marie-Theres Arnbom im Westen Wiens in Dornbach. Ihr Blick fällt dabei auf eine historische Treppe und ein Plateau, dass nun in ein Neubauensemble integriert ist. Das Interesse ist geweckt und lässt der Architektur-, Kulturgeschichte dieses besonderen Lebensraumes in Wien/Hernals im wahrsten Sinne des Wortes umfassend nachgehen…
Das Ergebnis liegt nun in einer wunderbaren Zeitreise zu Lebensorten, Biografien, Gesellschaftsereignissen und vielen Besonderheiten und Überraschungen vor und lädt kulturinteressierte Leserinnen und Leser zu einem einmaligen Spaziergang in Wort und Bild mit fundierter Expertise in Aus- und Einblicken zu Geschichte, Erinnerung und Gegenwart ein.
Es ist eine Begegnung mit so klingenden Namen wie Wittgenstein oder Demel, welche in historischen Fotos im Lebensraum anschaulich sichtbar und in Erläuterungen historisch fassbar werden. Haus und Wege erzählen von Lebenslinien, Lebensspuren und erlauben spannend und facettenreich hineinzuspazieren in Kultur und Geschichte im Westen Wiens.
„Ein wunderbarer Spaziergang in Wort&Bild zu Kultur und Geschichte im Westen Wiens“
Die Villen von Dornbach. Wenn Häuser Geschichten erzählen. Marie-Theres Arnbom. Amalthea Signum Verlag.
ISBN-13: 978-3-99050-296-9
Erscheinungsdatum: 14.11.2025
1. Auflage, mit zahlreichen Abbildungen, ca. 256 Seiten
Liebe Karla, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ich steige in mein Hamsterrad ein und drehe wie die meisten Erwachsenen meistens meine Runden. Manchmal bin auch ich es, die sich dreht.
Karla Mahler, Künstlerin _ Foto: „Station Mahler bei Mahler“ Villa Ast, Wien Döbling _ Walter Pobaschnig, folgende.
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Auch wenn wir lange philosophieren könnten, was Realität ist, finde ich es trotz aller Bejahung konstruktivistischer Ideen wichtig, Dinge beim Namen zu nennen. Aufstehen, aufmerksam machen, Position beziehen. Sich zu Zivilcourage bekennen, menschlich bleiben. Empathie zeigen. Enorm wichtig.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?
Aus meiner Perspektive hat Kunst bei aller handwerklichen Finesse immer einen Innovationsaspekt. Wir Menschen sind schon erstaunlich, denn das haben wir aller organisierter und restrukturierter Information immer noch voraus, wenn wir etwas schaffen. Neben unserem kreativen Geist werden wir auch in Zukunft wie immer dokumentieren und erleben wollen, also auch diese Aspekte werden der Kunst nie abhanden kommen. Wir werden immer dokumentarisch arbeiten, denn wir werden immer den Strom der Zeit in seiner Vergänglichkeit versuchen festzuhalten. Außerdem können wir keine selbst gemachte Erfahrung durch eine hypothetische Erfahrung ersetzen. Wie eine der letzten Szenen im Film „Interview mit einem Vampir“ so schön zeigt: Eine Filmaufnahme eines Sonnenuntergangs ist schlussendlich nur die Simulation eines echten. Wir werden das Echte nie ersetzen können.
Was liest Du derzeit?
Ich habe vor Kurzem „Simulacra und Simulation“ von Baudrillard begonnen. Das Buch ist wie Vollwertkost: Man braucht viele Pausen. Und ich bin so eine, die ca. vier bis fünf Bücher parallel liest, dann wieder liegen sie lange. Ich denke, dass es für jedes Buch den passenden Moment gibt. Und dann schlürfe ich es oft wie eine Vorspeise auf. In meinem Regal wartet auch noch „Man and his symbols“ von Carl Gustav Jung.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Die Terrasse war so gelegen, dass sie an den Tagen, an denen der in Algier immer starke Ostwind sich erhob, mit voller Wucht von der Seite gepeitscht wurde. An jenen Tagen liefen die Kinder zu den ersten Palmen, an deren Fuß immer lange welke Palmenzweige lagen. Sie schabten den Schaft ab, um die Stacheln zu entfernen und ihn mit beiden Händen halten zu können. Die Palmwedel hinter sich herziehend, liefen sie dann zur Terrasse; der tobende Wind pfiff in den großen Eukalyptusbäumen, zerzauste die Palmen, rieb die breiten gelackten Blätter der Gummibäume mit einem Rascheln gegeneinander. Es ging darum, auf die Terrasse zu steigen, die Palmenzweige hinaufzuziehen und sich mit dem Rücken zum Wind aufzustellen. Dann nahmen die Kinder den knisternden trockenen Palmwedel fest in beide Hände, wobei sie ihn teilweise mit ihrem Körper schützten, und drehten sich dann abrupt um. Mit einem Schlag wurde der Palmwedel gegen sie gepresst, sie atmeten seinen Geruch nach Staub und Stroh ein.“ (Albert Camus. Der letzte Mensch. 2014. Rohwolt Taschenbuch Verlag: 205f)
Karla Mahler, Künstlerin _ Foto: „Station Mahler bei Mahler“ Villa Ast, Wien Döbling _ Walter Pobaschnig.
Vielen Dank für das Interview, liebe Karla, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Karla Mahler, Künstlerin_ Wien.
Zur Person/über mich: Karla Mahler BA is a Viennese artist photographer who attended „Schule Friedl Kubelka“ and studied Cultural and Social Anthropology. She writes texts and shoots fotos for buntesAT .You can read her articles under: https://www.buntes.at/p/karla-mahler.html and in part on her instagram account „archingworlds“, where you can update yourself about recent projects and exhibitions, read her dystopian and surrealistic texts and take a look at her fotos and collages.
Alle Fotos: Walter Pobaschnig _ Station „Mahler bei Mahler“ _ Wien/Döbling 10/25.
Nie jedoch ohne Fragmente der verstummten Kehle zu sehen, nie nur einen Tag ohne die groben Hände der
Chimären dich packen zu spüren, die dich verschwommen umrissen aus der Schussbahn schleifen. Und doch:
Ewig wortlos bleibt dieser Moment.
Karla Mahler, 19.11.2025
Karla Mahler, Künstlerin _ performing „Undine geht“ _ Fotos: Walter Pobaschnig.
GIVE PEACE A CHANCE
Karla Mahler, Künstlerin_ Wien.
Zur Person/über mich: Karla Mahler BAis a Viennese artist photographer who attended „Schule Friedl Kubelka“ and studied Cultural and Social Anthropology. She writes texts and shoots fotos for buntesAT .You can read her articles under: https://www.buntes.at/p/karla-mahler.html and in part on her instagram account „archingworlds“, where you can update yourself about recent projects and exhibitions, read her dystopian and surrealistic texts and take a look at her fotos and collages.
Alle Fotos: Walter Pobaschnig _ „Undine geht“ _ Donau/Wien 10/25.
Zur Person/über mich:Anna Maltschnig (Jahrgang 1980) lebt in Wien. Annas Spezialgebiet sind treffsichere Wortspiele und Kurzgedichte. Deren Inhalte drehen sich um (Kontroll-)verlust, menschliches Scheitern und die emotionale Schwebelage dazwischen. Wiederholte Veröffentlichungen v.a. in der Straßenzeitung „Augustin“. (www.annamaltschnig.com/poetry)
Liebe Anna Maltschnig, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Die besten bzw. dringendsten Ideen fürs Schreiben kommen mir stets über Nacht bzw. am frühen Morgen, wenn das Denken noch unbeeinflusst von äußeren Einflüssen ist. Deshalb schreibe ich auch am liebsten vormittags oder in der Nacht, wenn die Stadt „schläft“.
Meine Woche ist sonst recht zweigeteilt. Werktags bin ich meistens im 7. Bezirk und am Wochenende pendle ich oft nach Kaisermühlen; derzeit genieße ich die Vorzüge und Gegensätze beider Welten.
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Sich in Zeiten wachsender Polarisierung nicht auseinander dividieren zu lassen; innerhalb der eigenen Person nicht und auch andere nicht. Gleichzeitig bei aller Empathie für „Andersdenkende“, sich vom Mitgefühl auch nicht „völlig vereinnahmen“ zu lassen; das sehe ich als die hohe Kunst unserer Zeit an; sich darauf zurückbesinnen, was „Mensch sein“ letztendlich ausmacht und dabei auszuhalten, sich von abgestumpften Leidensgenossen als „naiv“ bzw. „Gutmensch“ schimpfen zu lassen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Die Kunst fordert heraus, schaut hin, wo viele lieber wegschauen, sie sucht stets nach Wahrheit und stellt das Dringliche vor das Bequeme; Die Kunst hinterfragt und hilft Unbegreifliches zu abstrahieren; damit sich die Menschen in ihrem Alltag und Alltagssorgen nicht vollständig verlieren.
Was liest Du derzeit?
Bis auf den einen oder anderen Lebensratgeber, derzeit nicht viel. Mir fehlt in diesen hektischen Zeiten, zugegeben, etwas die Muße und Gelassenheit, mich 300 Seiten lang ungehindert auf die Gedankenwelt eines anderen einzulassen. Derzeit konzentriere ich mich darauf, mein unmittelbares Umfeld zu reflektieren (über das Schreiben von Gedichten). Das hilft mir ein wenig Distanz in all die emotionell aufgeladenen Momente, Meinungen und Medienberichterstattungen zu bringen und mir im Alltag etwas Bodenhaftung zu verleihen.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Lebensmotto: „Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?“
Vielen Dank für das Interview, liebe Anna, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunst-, Literaturprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Anna Maltschnig, Schriftstellerin, Künstlerin
Zur Person/über mich:Anna Maltschnig (Jahrgang 1980) lebt in Wien. Annas Spezialgebiet sind treffsichere Wortspiele und Kurzgedichte. Deren Inhalte drehen sich um (Kontroll-)verlust, menschliches Scheitern und die emotionale Schwebelage dazwischen. Wiederholte Veröffentlichungen v.a. in der Straßenzeitung „Augustin“. (www.annamaltschnig.com/poetry)