Zur Person_Eva Reichl wurde in Oberösterreich geboren und lebt mit ihrer Familie im unteren Mühlviertel. Nach einer kaufmännischen Ausbildung und neben ihrer Beschäftigung als Controllerin entdeckte sie schon früh ihre Leidenschaft fürs Schreiben. Mit ihrer Mühlviertler Krimiserie mit Chefinspektor Oskar Stern und den Thrillern rund um Diana Heller verwandelt sie ihre Heimat, das wunderschöne Mühlviertel, in einen Tatort getreu dem Motto: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Böse liegt so nah.
1958. Es ist das Jahr der Begegnung zweier der bedeutendsten und aufstrebendsten Schriftsteller*innen deutschsprachiger Literatur der Zeit.
Einem ersten Zusammentreffen in Zürich folgt ein Wiedersehen in Paris, der Stadt, die für Ingeborg Bachmann so viel Bedeutung in Liebe, Schmerz und Vergänglichkeit hat…
Und in Paris beginnt es auch jetzt.
Ein Anfang zwischen dem Schweizer Schriftsteller Max Frisch, der gerade als Dramatiker Erfolge feiert und deshalb auch in Paris zur Premiere ist, und Ingeborg Bachmann, die eben mit dem Hörspielpreis ausgezeichnet wurde und dabei auf „die Wahrheit verwies, die zumutbar sei“ in der Liebe, im Leben, im Schreiben und davon wird nun in Briefen in aller Aufmerksamkeit, allen Ringen, aller Behutsamkeit, Freude, Zweifel und Traurigkeit wie Inspiration erzählt…
Ein Reigen, ein Drama, eine Liebe in all ihren Jahreszeiten…
Der Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Max Frisch ist eine literarische Sensation des ausklingenden Jahres, der in der wunderbar gemachten Höredition des speak low Verlages eine ganz besondere Würdigung im herrlichen Ohrengenuss erhält.
Die Schauspieler*innen Johanna Wokalek und Matthias Brandt beeindrucken in der Rolle des literarischen Paares in sprachlicher Ausdruckskraft, Rhythmus und Präsenz, die im Schließen der Augen gleichsam eine Bühne erstehen lässt und nach Zürich, Paris, Klagenfurt, Rom reisen lässt…
Ebenso ist das weitere Sprechensemble hervorzuheben wie die gesamte Produktionsleitung!
Ein äußerst aufwendiges wie gelungenes Sprech-, Schauspielprojekt, das sowohl Leben und Liebe wie literarische Entwicklung zweier der bedeutendsten Schriftsteller*innen des 20.Jahrhunderts aus ganz neuen Perspektiven in allen menschlichen Nuancen erklingen lässt. Herzlichen Dank!
„Ein Reigen, ein Drama – eine literarische Liebe in all ihren Jahreszeiten in sensationeller Audio-Edition!
Ingeborg Bachmann/Max Frisch _»Wir haben es nicht gut gemacht.«
Der Briefwechsel
Gelesen von Johanna Wokalek und Matthias Brandt
Kommentiert von Renate Langer und Barbara Wiedemann
Liebe Katharina, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Einerseits sehr zerstreut, andererseits immer wieder aufs Neue spannend.
Ich pendle momentan mit meiner Forschungsarbeit zwischen der Musik- und Kunstuniversität der Stadt Wien (MUK) und der Universität Wien/ Fakultät für Physik hin und her, bin an 2 Tagen in der Woche in niederösterreichischen Musikschulen tätig und leite momentan auch gemeinsam mit einer sehr lieben Tanz-Kollegin eine Community- Klasse im Festspielhaus St.Pölten.
An den Wochenenden bin ich meistens eingeteilt – entweder sind es Tanzaufführungen oder Visual Artist Projekte in diversen Clubs. Mein Tagesablauf ist meistens sehr schwer Außenstehenden zu erklären, darum versuche ich es auch oft gar nicht oder stelle mich je nach Situation nur mit einem Teil davon vor. Diese Zerstreutheit kommt daher, weil ich Tanzpädagogik als auch Physik studiert habe und immer wieder nach Querverbindungen suche. Momentan gelingt mir das mit einem vom FWF (Österreichischer Wissenschaftsfond) geförderten Wissenschaftskommunikationsprojekt, das versucht, physikalische Themen mit dem Medium Tanz zu verbinden und zu kommunizieren; daher auch die Kooperation zwischen der Universität Wien und der MUK. Auch zwischen Tanz und Visuals Arts gibt es immer wieder Kunstsparten-übergreifende Projekte.
Das ist eine schwere Frage und sicherlich nicht objektiv beantwortbar. Wir schlittern ja momentan von einer Krise in die nächste. Da jede Lebenslage anders ist, sind auch die momentanen Sorgen individuell. Spürbar am meisten ist momentan sicherlich die hohe Inflation. Ich frage mich dann immer am Ende des Tages, wie viel Budget wird in Zukunft noch für Kunst und Wissenschaft übrig bleiben und merke persönlich auch, dass die junge Generation eher wieder krisenfeste Jobs anstrebt. Ich kann es ihnen auch nicht verübeln, denn als Freelancer in der Kunstszene gibt es so was nicht wie bezahlten Krankenstand, Urlaubsgeld oder unbefristete Verträge. Ein Großteil der Arbeit ist auch nicht die künstlerische Arbeit selbst, sondern alles was drum herum geschehen muss, wie Konzepte einreichen, Probenplan erstellen, Räume organisieren, Kalkulationen & Verträge ausarbeiten bis hin zum Auf- und Abbau der Bühne und der Ton- und Lichttechnik. Man ist sich für nichts zu schade und packt überall gleich mit an.
Aber um auf deine Frage zurückzukommen. Ich persönlich hatte sehr mit mir zu kämpfen in der Corona-Zeit und ich glaube so ging es vielen, die einfach gerne unter Menschen sind und mit ihren Mitmenschen gemeinsam Projekte gestalten oder einfach eine Berührung, eine Umarmung oder einen „Schulterklopfer“ sehr wertschätzen.
Ich hatte das große Glück, dass ich gleich nach dem letzten Lockdown Ende 2021 ein wahnsinnig, tolles Projekt im Festspielhaus St.Pölten als Tanzcoach und Choreographic Advisor in Angriff nehmen durfte. Es ging um ein Mega-Tanzprojekt mit über 100 Teilnehmer*innen, die gemeinsam mit einem kanadischen Choreografen zeitgenössische Line Dance Stücke erlernten und im Juni dieses Jahres zur Aufführung brachten. Die Dynamik, der Ehrgeiz und vor allem das wertschätzende Miteinander dieser großen Gruppe war unglaublich.
Ich kann mich noch sehr gut an einen Augenblick erinnern, als eine Tänzerin wegen einer sehr emotionalen Botschaft im Vertrauen zu mir kam. Ich habe sie wortlos einfach nur lange umarmt, weil ich instinktiv genau wusste, dass das jetzt gebraucht wird. Viel später wurde mir erst bewusst, dass diese Umarmung eigentlich auch mir gut getan hat. Ich glaube vor dieser Aufgabe stehen wir Künstler*innen, Kulturvermittler*innen und vor allem auch Tanzschaffende/Tanzpädagog*innen, die ja speziell mit dem Körper, Berührungen, körperliche Nähe und Distanz zu anderen etc. arbeiten und zwar wieder das herzustellen was wir einmal als normal angesehen haben – ein Körper, der viel mehr sein kann als nur Oberfläche für Viren.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es ein allzu großer Aufbruch oder Neubeginn sein wird. Wie oben bereits erwähnt ist Kunst und Wissenschaft sicherlich das Letzte worauf nach einer Krise geschaut wird. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt…
Was liest Du derzeit?
Das sind ausgedehnte Phasen bei mir. Manchmal kippe ich in ein Buch, manchmal höre ich aber auch nur diverse Dokus zum Einschlafen. Momentan sind es verschiedene Arte-Dokus. Den letzten Essay, den ich mit Begeisterung verschlungen habe, war: Die Vereindeutigung der Welt: Über den Verlust an Mehrdeutigkeit und Vielfalt (Thomas Bauer).
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Ich denke, es ist viel interessanter, in Unwissenheit zu leben, als Antworten zu haben, die falsch sein könnten“ – Richard Feynman
Vielen Dank für das Interview liebe Katharina, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Tanz-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
auf den frieden, auf den krieg, auf waffen und zeichen,
nur feuer können wir mit den reden bekämpfen, ein
credo verlangen sie, ein resumee,
es ist, als ob immer wieder die zeit stillstünde.
Uli Rothfuss, 1.12.2022
Uli Rothfuss, Schriftsteller, Professor für Kulturwissenschaft
Vielen Dank für das Interview lieber Uli, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Uli Rothfuss, Schriftsteller, Professor für Kulturwissenschaft
Zur Person: Präsident der Europäischen Autorenvereinigung Die KOGGE und Präsidiumsmitglied und writers-for-peace Beauftragter Deutsches PEN-Zentrum.
Ukraine 2022 _ all photos by Maxym Kozmenko, photographer, photojournalist, Ukraine.Maxym Kozmenko, photographer, photojournalist, Ukraine.
Lieber Maxym, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Dear Maxim, what`s your routine at the moment?
My day starts with a cup of coffee and hot news from the frontline in Ukraine. Than I take the camera and go to my workplace, where I search any information about situation in Chernivtsi and region. If there is something interesting and newsfull, I go and take pictures. The day ends with playing with my kids.
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
What`s now particularly important for all of us?
We should stay honest and chierful. Strong and brave. In this hard days for my country the people of Ukraine struggle for their freedom, for their lifes. And we are very greatful to those nations who support our fight. All of them are brave and honest in their position.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Fotografie, der Kunst an sich zu?
New start, new beginning. What will be essential and which roles will fotografie, art play?
The power of photography is undoubtly high. Capturing the moment, which exists right here and right now, photographer creates the history. No matter is it a street photography from a small peaceful town or is it a reportage from the warzone. Every photo has it’s value, because it holds the time and space in one concrete picture.
Today photography plays the key role in the journalism. Just one photo can strenghen the article with a thousand of words. And I see how it works. From the beginning of the fullscale agression by russian forces in Ukraine I photographed the huge crowd of people at the state border, I made reportages about displaced Ukrainians who will never come back home anymore, I pictured soldiers who lost their legs and arms at the war, I was shooting funerals of killed Ukrainian warrios, and I saw through the lens the happiness of people at the liberated areas in Ukraine. Photography gave me ability to show to the world what is happening in my country.
Was liest Du derzeit?
What are you reading currently?
The huge number of the news articles goes at the first place. And when I am exhausted with information I open Tolkien’s „Silmarilion“ and flee to the imagineable world.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Which quote, text will you propose to us?
„The biggest lost is the lost of time“, said Ukrainian philosopher Hryhoriy Skoworoda. And he was right.
Thank you very much for the Interview, dear Maxym, all the best for your great fotowork and all the best in these days for you, your family, your country!
Sommer 1958. Paris. Die gefeierte österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann, Preisträgerin der „Gruppe 47“, reist in jene Stadt, die so schwer für sie mit vergangener Liebe beladen ist. Daran muss sie jetzt im Cafè mit Blick auf das bunte Leben am Montmatre denken. Dennoch war sie hierhergekommen. Es ist Sommer, das Leben scheint leichter und freier als sonst. Die Briefe ihres Literaturkollegen Max Frisch, der mit seinem Drama „Biedermann und die Brandstifter“ neue Wege beschreitet und Erfolge feiert, waren der Grund. Oder war es doch?…
Als Max Frisch das Cafè betritt, sieht sich Ingeborg Bachmann kurz um, macht eine Bewegung als wolle sie etwas abschütteln, etwas wie Mohn und Gedächtnis, das gleichsam auf ihrer Schulter zu liegen scheint. Es ist Paul Celan, der gleichsam unsichtbar mit am Tisch sitzt. Ihre große Liebe. Doch es ist genug. Jetzt soll Neues beginnen.
Ingeborg Bachmann legt die Zigarette in den Aschenbecher. Sie ist in den ersten Worten, Blicken neugierig, freundlich und interessiert. Ihr Gegenüber ist sofort begeistert vom Intellekt, dem Selbstbewusstsein und ihrer Ausstrahlung, die jene der vielen Fotos und Fernsehbilder übertrifft. Ebenso ist es ihr Humor, der Frisch überrascht. Das Gespräch kommt schnell in Gang. Dem Kaffee folgt ein Pernod. Der Nachmittag geht in den Abend über. Frisch wollte jetzt eigentlich ins Theater, um sein Stück zu sehen. Doch er bleibt und ihr Weg führt jetzt entlang der Seine und dann zum Zürichsee, zum Wörthersee, dem Elternhaus Bachmanns, und schließlich zum Tiber, wo es enden wird. Es werden vier gemeinsame Jahre sein. Den Briefen folgen nun Worte in Büchern, Andeutungen, Anklagen. Es ist das Danach. Doch es beginnt mit Briefen, mit dem Sommer in Paris…
Der Briefwechsel von Ingeborg Bachmann und Max Frisch ist eine Sensation, die vielseitig zu begeistern weiß – in literarischen Perspektiven wie biographischen Hintergründen. Zahlreiche Fotos und Faksimiles machen diesen langerwarteten Briefwechsel eines der schillerndsten Liebespaare moderner Literatur zusätzlich zu einem einzigartigen Ereignis und Erlebnis.
„Eine literarische Sensation, die vielseitig zu begeistern weiß!“
Ingeborg Bachmann, Max Frisch „Wir haben es nicht gut gemacht“. Der Briefwechsel. Suhrkamp Verlag 2022.
Liebe Naama Isabelle, welche Bezüge, Zugänge gibt es von Dir zu Romy Schneider?
Romy Schneider ist in ihrer Schönheit und Qualität ein Vorbild für mich.
Gibt es einen Film von Romy Schneider, den Du hervorheben möchtest und warum?
César und Rosalie. Weil Dreiecksgeschichten früher Teil meines Lebens waren.
Romy Schneider spielte in ihren Filmrollen sehr intensiv und ausdrucksstark, auch körperlich, und ging bis an die Grenzen des persönlich Möglichen. Etwa in den Filmen „Nachtblende“, „Trio infernale“ oder „Die Spaziergängerin von Sans-Souci“. Wie siehst Du als Schauspielerin die Darstellerin Romy Schneider?
Sie ist in ihrer Interpretation und Authentizität großartig!
Müssen Mensch und Rolle sich immer ganz nah, intensiv, berühren, um diese zu spielen und auch das Publikum erreichen zu können?
Ja teilweise, aber es muss Grenzen geben.
Gibt es Momente in einer Darstellung, in der sich gleichsam die Kontrolle über die Rolle verlieren kann? Und wenn ja, was holt einen dann zurück?
Wenn es passiert, holt einen atmen und essen wieder zurück.
Würdest Du einen Film von Romy Schneider gerne spielen und wenn ja, warum?
Sissi – ich bin die geborene Prinzessin😉
Es gibt von Romy Schneider sehr viele Fotoserien. Gibt es eine Serie, die Du hervorheben möchtest?
Die aus „Max und die Schrotthändler“
Wie siehst Du Romy Schneider vor der Fotokamera? Ist sie da Schauspielerin oder Privatperson oder beides?
Beides
Auch unser Projekt ist ein szenisches Foto/Interviewprojekt. Wie hast Du Dich im Vorfeld darauf vorbereitet und was ist Dir dabei wichtig?
Ich habe mir ein paar Filme von Romy Schneider angeschaut. Die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede.
Wie siehst Du das Spannungsverhältnis von Öffentlichkeit und Schauspielberuf bei Romy Schneider wie an sich?
Ihre frühen Rollen haben sie extrem determiniert. Sie musste erst nach Frankreich gehen, um sich davon zu befreien.
Romy Schneider wechselte nach großen Schauspielerfolgen in den 1950er das Filmgenre wie das Land. Wie siehst Du die Möglichkeiten persönlichen Entwicklungsweges im Schauspielberuf?
Billy Wilder sagte: Die Talentierten werden immer einen Weg finden.
Ich sehe das anders.
Wie war Dein Weg zum Schauspiel und welche Erfahrungen hast Du in Wien im Schauspielberuf gemacht?
Schauspiel hat mein Leben immer wieder bereichert, jedoch ist Gesang mein Leben, wobei mir das Schauspiel für die Bühnenpräsenz wichtig ist.
Wien ist dafür kein einfaches Pflaster.
Was wünscht Du Dir für den Schauspielberuf?
Mehr Teamgeist in den Ensembles.
Was sind Deine kommenden Projekte?
Verschiedene Konzerte und Lesungen, u.a. Frauenthemen und jüdische Themen.
Was möchtest Du Schauspielstudenten*innen mitgeben?
Nie aufgeben, wenn eine Schule dich nicht nimmt!
Wie siehst Du die Umstände des Todes von Romy Schneider?
Tragisch. Sie starb an Alkohol und Tablettenmissbrauch.
Was würdest Du Romy Schneider sagen, fragen wollen?
Warum hast du dir immer die falschen Männer ausgesucht?
Was kann eine Schauspielerin von Romy Schneiders Werk und Leben mitnehmen?
Intensität und Leidenschaft
Romy Schneider hat auch viele Interviews gegeben. Gibt es ein Interview, das Dich besonders anspricht und möchtest Du vielleicht ein Zitat hervorheben?
Drei Tage in Quiberon- dass ihre Mutter wahrscheinlich ein Verhältnis mit Hitler hatte
Darf ich Dich abschließend zu einem Romy Achrostikon bitten?
Jeder Tag ist ein bisschen anders. Ich gehe als Selbstständige meiner Arbeit nach, lese, schreibe an meinem nächsten Roman und an Kurzgeschichten, spaziere, treffe Leute, scherze mit dem Hund, recherchiere, koche Marmelade als Weihnachtsgeschenk … Und das alles zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten!
Lisa Mundt, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Dass wir in Bezug auf unsere Ängste ehrlich sind. Nur so finden wir zu mehr Mut.
Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Wir brauchen einander, um einen Sinn und ein Verständnis für schmerzhafte Veränderungen, Erfahrungen und Herausforderungen zu entwickeln. Kunst schafft Verständnis, und sie schafft die Verbindung zu anderen.
Was liest Du derzeit?
„People In Trouble“ von Sarah Schulman
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„I don’t think about art when I’m working. I try to think about life.“
– Jean-Michel Basquiat
Vielen Dank für das Interview liebe Lisa, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Lisa Mundt, Schriftstellerin
Zur Person_ Lisa Mundt, geb. 1990 in Wien, Studium der Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst Wien, Debütroman „Als meine Therapeutin schwieg“ bei MILENA Verlag (2019), lebt und arbeitet in Wien und Niederösterreich.
Hätten wir nur nicht vergessen, dass wir ohne etwas kommen und ohne etwas gehen.
Am Anfang und am Ende. Und dazwischen wäre es leichter, wir machten es uns
Nicht so schwer.
Clever leben in Fortschritt und Frieden.
Es ist für alle genug da, es ist für alle genug Platz, es wäre ja so leicht.
Barbara Plagg, 4.12.2022
Barbara Plagg, Autorin, Wissenschaftlerin
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:
Barbara Plagg, Autorin, Wissenschaftlerin
Zur Person: Barbara Plagg (Wissenschafterin und Autorin) arbeitet als Wissenschaftlerin am Institut für Allgemeinmedizin und Public Health in Bozen und schreibt als Autorin vordergründig sozialkritische Beiträge im Südtiroler online Magazin barfuss. Ihr Theaterstück „72 Stunden – Eine Anklage“, das zum Thema Femizid sensibilisiert, wurde diesen Herbst als Ko-Produktion der Städtetheater Bruneck, Bozen und Meran aufgeführt. Barbara lebt mit ihrer Familie in Südtirol.