V ery much longing to go nowhere as I went nowhere
E ven there was an aim, but you never should name the aim
P erfectly forgotten I had that I was not a peaceful sloth
E ven not an aggressive one, I was no sloth at all
A nd had no chance to live as it, moving slow and low
C ause I am a human, humiliating everything
E ver comes in my way,
Aaaahhrg.
C ause I am a human, human, human
H aunting all the peaceful creatures
A round, sloths, turtles, trees, the nice green grass
N o one is safe from me, I am a monster
C hasing my own nice dreams of something like peez.
E nd (this means end of the poem).
Martina Hefter, 14.3.2022
Martina Hefter __Schriftstellerin
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:
Martina Hefter __Schriftstellerin _Leipzig
Zur Person: Martina Hefter lebt als Autorin und Performerin in Leipzig. Ihre Texte bewegen sich zwischen Gedicht, szenischen Schreibformen und Roman. Viele ihrer Texte setzt sie in Zusammenarbeit mit anderen Künstler*innen szenisch um. Sie veröffentlichte drei Romane und – im kookbooks-Verlag Berlin – fünf Gedichtbände.
Aktueller Roman von Martina Hefter_Deutscher Buchpreis 2024:
Martina Hefter, Hey guten Morgen, wie geht es Dir? . Roman. Klett-Cotta.
Tagsüber hilft Juno ihrem schwerkranken Mann Jupiter dabei, seinen Alltag zu meistern. Außerdem ist sie Künstlerin, tanzt und spielt Theater. Und nachts, wenn sie wieder einmal nicht schlafen kann, chattet sie mit Love-Scammern im Internet. Martina Hefter hat einen berührenden Roman über Bedürfnisse und Sehnsüchte im Leben geschrieben. Und darüber, wie weit man bereit ist, für die Liebe zu gehen.
Juno schreibt online mit Männern, die Frauen online ihre Liebe gestehen und so versuchen, sie um ihr Geld zu bringen. Doch statt darauf hereinzufallen, werden genau diese Männer zu einer Form von Freiheit für Juno. In den Gesprächen kann sie sein, wer sie will und sagen, was sie will – und das vermeintlich ohne Konsequenzen. Ganz im Gegensatz zu ihrem sonstigen Leben, in dem sie immer unterwegs, immer besorgt um Jupiter, immer beschäftigt und eingebunden ist. Also flüchtet Juno ab und zu vor ihrem Alltag ins Internet und spielt dort Spielchen mit Männern, die sie anlügen. Sie selbst wird zur Lügnerin. Aber ist es nicht so, dass man sich beim Lügen zuallererst selbst belügt?
Eines Tages trifft Juno auf Benu, der ihre Behauptungen ebenso durchschaut wie sie seine. Und trotz der Entfernung zwischen ihnen entsteht eine Verbindung. »Hey guten Morgen, wie geht es dir« ist ein tiefgehender Roman, aber so leichtfüßig wie eine Komödie.
6. Druckaufl., 2024, Erscheinungstermin: 13.07.2024, 224 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
Sich wieder in die Welt hinaus trauen, die zum Teil selbstgewählten Beschränkungen abbauen, bewusst sich den Menschen stellen, Freund*innen treffen, Kultur konsumieren.
Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt der Literatur, der Musik, der Kunst an sich zu?
All das abzubilden, was mit uns passiert ist, uns aus den Korsetts raushelfen, anregen und helfen, dass wir wieder raus denken können. Freude, Hoffnung, Zuversicht verbreiten, ohne blauäugig und naiv zu sein und nicht sich der Dystopie hingeben. Gleichzeitig dorthin gehen, wo es weh tut, mit voller Empathie.
Was liest Du derzeit?
Florian Illies – Liebe in Zeiten des Hasses
Eva Menasse – Dunkelblum
Nora Räthzel – 30 Jahre Rassidmusforschung ….
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
The dream of constant change
and progress is over
abuse of power comes as no surprise
The beginning of the war is secret
no suprise but peace and hope is over
Vielen Dank für das Interview lieber Wolfgang, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musik-, Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
Und da kam der Tod. Wie ein Schlag. Riss den Sohn fort. Den einzigen. Alles fällt. Zerfällt…Jetzt. Zurückgehen. Erinnern. Rückwärts leben, um da zu sein. Noch.
Wo anfangen? Die Bilder annehmen, die kommen. Der Kindheit.
Der Fußboden. Der Sonnenstrahl. Und das Fassen der Kinderhände danach…
„Papa ist von der Front zurück!“ Der Lastwagen und dann das Dunkel.
Jetzt spricht die Kindheit. Zuhören, sehen, aufschreiben, leben…
Irina Magritz, Schriftstellerin, wurde 1942 in der Ukraine geboren. Nach dem Studium der Filmtechnik in Leningrad folgte sie 1966 ihren Ehemann nach Ostberlin und arbeitete am Forschungsinstitut für Nachrichtentechnik und Mikroelektronik. Die vielseitige Schriftstellerin ist Mitglied der Gesellschaft für neuere Literatur in Berlin.
Die hier vorgelegten Lebenserinnerungen sind ein außergewöhnliches biografisches, zeitgeschichtliches wie literarisches Dokument. Irina Magritz erzeugt in einem sehr ausdrucksstarken wie eindringlichen Dialog von Stil und Inhalt eine ganz besondere Stille und Aufmerksamkeit, die ergriffen Seite um Seite folgen lässt. Der poetische Stil lädt wie in einem Gespräch zum Zuhören ein. Mit Betroffenheit, Staunen und Spannung. Ein besonderes Leseerlebnis, das auch zeitübergreifend nahe an der Gegenwart ist.
„Lebenserinnerungen als eindringliche poetische Reise und Mahnung über Zeiten hinweg“
Das was vorher auch schon wichtig war; den Blödsinn um uns herum versuchen zu erkennen und zu benennen. Und nach Möglichkeit dabei nicht zu zynisch zu werden.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Ich kann da nur für die Literatur sprechen und viele werden jetzt sofort entrüstet aufschreien, aber wie man es ja bereits während der Pandemie erleben musste; keine besonders große Rolle (von politischer Seite gar als Freizeitaktivität eingestuft).
Und so wichtig und unentbehrlich die Freiheit des Wortes ist; da, wo man (fast) alles sagen kann, interessiert sich kaum einer dafür, oder es entfaltet kaum Wirkung, und wo man es nicht darf, wird man eh mundtot (oder schlimmeres) gemacht.
Was liest Du derzeit?
„Crossroads“ von Franzen
„Vernichten“ von Houllebecq
Danach „Die Dämonen“ von Dostojewski (die Neuübersetzung von Swetlana Geier)
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.“ Nikos Kazantzakis