„Eimer überm Kopf“ Kindheitserinnerungen, Irina Magritz. Kunstblatt Verlag Dresden.

Und da kam der Tod. Wie ein Schlag. Riss den Sohn fort. Den einzigen. Alles fällt. Zerfällt…Jetzt. Zurückgehen. Erinnern. Rückwärts leben, um da zu sein. Noch.

Wo anfangen? Die Bilder annehmen, die kommen. Der Kindheit.

Der Fußboden. Der Sonnenstrahl. Und das Fassen der Kinderhände danach…

„Papa ist von der Front zurück!“ Der Lastwagen und dann das Dunkel.

Jetzt spricht die Kindheit. Zuhören, sehen, aufschreiben, leben…

Irina Magritz, Schriftstellerin, wurde 1942 in der Ukraine geboren. Nach dem Studium der Filmtechnik in Leningrad folgte sie 1966 ihren Ehemann nach Ostberlin und arbeitete am Forschungsinstitut für Nachrichtentechnik und Mikroelektronik. Die vielseitige Schriftstellerin ist Mitglied der Gesellschaft für neuere Literatur in Berlin.

Die hier vorgelegten Lebenserinnerungen sind ein außergewöhnliches biografisches, zeitgeschichtliches wie literarisches Dokument. Irina Magritz erzeugt in einem sehr ausdrucksstarken wie eindringlichen Dialog von Stil und Inhalt eine ganz besondere Stille und Aufmerksamkeit, die ergriffen Seite um Seite folgen lässt. Der poetische Stil lädt wie in einem Gespräch zum Zuhören ein. Mit Betroffenheit, Staunen und Spannung. Ein besonderes Leseerlebnis, das auch zeitübergreifend nahe an der Gegenwart ist.

„Lebenserinnerungen als eindringliche poetische Reise und Mahnung über Zeiten hinweg“

Walter Pobaschnig 3_22

https://literaturoutdoors.com

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s