Rilke. Dichter der Angst – Eine Biographie. Koch, Manfred. C.H.Beck Verlag

Der Beginn eines Jahrhunderts, das alles bisher Dagewesene nachhaltig zerstören, verändern und in eine ungewisse Zukunft entlassen sollte. Unvorstellbares wird sich ereignen, die Welt wird toben, aus den Angeln gehoben und zum tödlichen Karussell. Nichts wird bleiben, sein wie es war. Alles wird offen sein, bereit für Tag und Nacht und das ungewisse Danach. Der Beginn des 20.Jahrhunderts.

1905. Der Gedichtband „Stundenbuch“ erscheint. Der Lyrikzyklus ist der Geliebten Lou Andreas-Salomé gewidmet. Die Sprache lässt den Raum der Liebe, Sehnsucht, Erinnerung, Lebens-, Weltsicht ganz neu erstrahlen, ertönen. Hier wird das Wort zum Ausdruck inneren Bebens aber auch der Hoffnung, der Sehnsucht nach dem Danach – der Liebe, des Lebens, der Welt…ein Gegenentwurf zu einer Zeit in der Kriegsdämmerung…

Worte aus der und gegen die Angst. Das wird zum Werk- und Lebenskonzept des genialen Poeten Rainer Maria Rilke (* 4.12 1875 Prag † 29. 12 1926 Montreux, Schweiz, dessen 150.Geburtstag sich heuer jährt und zu zahlreichen Gedenkstationen weltweit einlädt.

Manfred Koch, Literaturwissenschaftler und Schriftsteller, legt eine facettenreiche Biographie eines der einflussreichsten Poeten der Moderne vor, der bis heute nichts von seinem Zauber, Inspiration und Impuls verloren hat.

Es sind topographisch-, biographische Lebenswege und Werkstationen, die hier in beeindruckender literaturhistorischer Fachkenntnis wie gleichsam spannender story geöffnet und wunderbar erles- und erlebbar gemacht werden.

Eine einmalige biographisch-literaturhistorische Reise in 12.Kapitel, die wie in einer lang erwarteten Zugfahrt jede Station zelebrieren und neugierig aufmerksam erleben lässt.

„Eine sehr gelungene Biographie, die Leben und Werk wunderbar nach- und miterleben lässt!“

Rilke. Dichter der Angst – Eine Biographie. Koch, Manfred. C.H.Beck Verlag

560 S., mit 30 Abbildungen

Hardcover

Erschienen am 29. Januar 2025

978-3-406-82183-7

Hardcover 34,00 €

e-Book 26,99 €

Walter Pobaschnig 3/25

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„Sich selbst Gutes tun und beispielsweise ins Theater gehen“ August Broos, Schauspieler _ Wien 17.3.2025

Lieber August, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Als Künstler gleicht kein Tag dem anderen und doch gibt es einheitliche Elemente: der Kaffee am Morgen, eine tägliche Yoga-/ Laufrunde, Text lernen/ Rollenarbeit, Castings aufnehmen, gesund kochen und ganz wichtig: am Abend Handy aus.

August Broos, Schauspieler, Künstler

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig? 

Fokus auf individuelle Freude und auf das eigene Nervensystem achten. Sich selbst Gutes tun und beispielsweise ins Theater gehen. Meditation probieren und wenn es anfangs nicht möglich ist, die Gedanken ziehen zu lassen, Musik verwenden. 

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt da bei der Kunst an sich zu? 

Es kommt immer auf die Bedeutung an, welche wir Dingen/ Ereignissen geben. Wie oben kurz erwähnt, auf die eigenen Bedürfnisse achten und wenn Missstände wahrgenommen werden, diese bewusst aufzeigen. Hier kommt Kunst ins Spiel, denn ist beispielsweise die Demokratie in Gefahr, kann ein Stück wie GEFÄHRLICHE GEDANKEN zum Nach- und Weiterdenken anregen. Auch bewusst Freunde und Familie mitnehmen und gemeinsam den Horizont erweitern. 

Was liest Du derzeit?

Der Seelenheiler von Johannes Huber

Das Skript „Gefährliche Gedanken“ von Benedikt Wallner

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Zitat von Oscar Wilde aus dem Theaterstück Gefährliche Gedanken:

„Ungehorsam ist in den Augen eines jeden, der die Geschichte gelesen hat, die ursprüngliche Tugend des Menschen. Durch Ungehorsam erst wurde der Fortschritt gemacht. Durch Ungehorsam und durch Rebellion.“

August Broos, Schauspieler, Künstler

Vielen Dank für das Interview, lieber August, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspiel-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: August Broos ist ein vielseitiger Künstler für Film, Theater und Musik. Im Alter von acht Jahren gab er sein Theaterdebüt am Stadttheater Steyr und verbrachte seine Jugend auf Österreichs Theaterbühnen. Später zog er für ein Schauspielstudium für Film nach New York City. Er spielte repräsentative Rollen in Film-, Werbe- und Fernsehproduktionen an der Ostküste Amerika, wie in Y2K, Pretty Little Liars oder June’s Kitten. August Broos spielte mehrere Off-Broadway-Rollen, die seinen kreativen Prozess nachhaltig prägten. August arbeitet für Film- und Theaterproduktionen und kreiert weiterhin seine eigene Kunst in Österreich und International.

Aktuelle Produktion mit August Broos _ „Gefährliche Gedanken“ von Benedikt Wallner – _Regie: Jacky Surowitz _ Aera Wien 1.,Gonzagagasse 11 _ 6.4.2025 20.30h

Fotos _ privat

Walter Pobaschnig 16.3.2025

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„Give“ Thomas Erlmoser, Schauspieler _ Give Peace A Chance _ Wien 16.3.2025

GIVE PEACE A CHANCE

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Thomas Erlmoser, 15.3.2025

Thomas ErlmoserSchauspieler

GIVE PEACE A CHANCE

Thomas ErlmoserSchauspieler, Urbesetzung von Gefährliche Gedanken als Ausstellungsleitung und Philosoph.

Diverse Film- und Theaterprojekte (oft in Rollen zwielichtigen, finsterer oder kaputter Gestalten). Theater: Sommernachtstraum (WUK, R: Sophie Mashraki), Sonnentage – die neuen Plagen der Menschheit (Arche, R: Mona May), Im Haus der alten Augustin (Diagonale 2024, R: Gerald Pribek), Familienmensch, Couchpotatoe, Workaholic, Fitnessjunkie, Morgenmuffel

Aktuelle Produktion mit Thomas Erlmoser _ „Gefährliche Gedanken“ von Benedikt Wallner – _Regie: Jacky Surowitz _ Aera Wien 1.,Gonzagagasse 11 _ 6.4.2025 20.30h

Fotos _ privat

Walter Pobaschnig 14.3.2025

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„Auf jeden Fall sollten wir Spaß am Leben haben“ Thomas Erlmoser, Schauspieler _ Wien 16.3.2025

Lieber Thomas, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Na ja, ich bin eher so der Nachtmensch. Daher ist der Tagesablauf eher langweilig. Aufstehen, waschen, anziehen, arbeiten…

Szenenfoto _ Thomas Erlmoser in „Gefährliche Gedanken“ _
Regie: Jacky Surowitz _
Aera Wien 1.,Gonzagagasse 11 _ 6.4.2025 20.30h
Thomas Erlmoser, Schauspieler

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Das Theaterstück „Gefährliche Gedanken“ zu besuchen. Es gibt noch begehrte Restkarten. Es ist zwar ein sehr philosophisches Stück, aber es gibt auch Action und Gewalt.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Ich verstehe an dieser Frage nur das Triviale. Auf jeden Fall sollten wir Spaß am Leben haben. Es ist nämlich viel zu kurz, und meistens nehmen wir es zu ernst.

Was liest Du derzeit?

Mickey mouse, Émile Zola „Germinal“ und Jules Verne.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Leben und leben lassen!

Vielen Dank für das Interview, lieber Thomas, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspiel-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Thomas Erlmoser, Schauspieler, Urbesetzung von Gefährliche Gedanken als Ausstellungsleitung und Philosoph.

Diverse Film- und Theaterprojekte (oft in Rollen zwielichtigen, finsterer oder kaputter Gestalten). Theater: Sommernachtstraum (WUK, R: Sophie Mashraki), Sonnentage – die neuen Plagen der Menschheit (Arche, R: Mona May), Im Haus der alten Augustin (Diagonale 2024, R: Gerald Pribek), Familienmensch, Couchpotatoe, Workaholic, Fitnessjunkie, Morgenmuffel

Aktuelle Produktion mit Thomas Erlmoser„Gefährliche Gedanken“ von Benedikt Wallner – _Regie: Jacky Surowitz _ Aera Wien 1.,Gonzagagasse 11 _ 6.4.2025 20.30h

Fotos _ privat

Walter Pobaschnig 14.3.2025

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„Umjubelte Premiere!“ civitas cunt_ Chantal Dubs/Petra Schnakenberg _ Theater Dschungel _ Wien 15.3.2025

CIVITAS CUNT
eine Produktion von Dubs / Schnakenberg
Österreichische Erstaufführung
im Rahmen des SLUP Festivals im Theater _Dschungel Wien _
Premiere: Samstag, 15.3., 19:30 Uhr
Weitere Vorstellungen: So 16.3., 17 Uhr / Di 18.3., 10:30 Uhr
und 19:30 Uhr mit anschließendem Publikumsgespräch / Mi 19.3., 10:30 Uhr

Wie sind moderne Städte gebaut und organisiert? Wie funktionieren diese und wie werden Generationen davon geprägt? Was sagen Bewohner:innen dazu?

Und was wären nun Gegenentwürfe, Modelle feministischer Stadtplanung in Solidarität, Diversität, Gleichberechtigung, Vielfalt und Entfaltung, welche den Raum als Lebenswelt patriarchaler Werte von Macht, Dominanz zurückerobern könnten?

CIVITAS CUNT, Konzept und Performance von Chantal Dubs und Petra Schnakenberg ist ein Theaterabend, der in Innovationskraft von Dramaturgie und Bühnenkonzeption wie gesellschaftlicher Kritik und Utopie begeistert.

Miniaturmodelle von künstlerischen Stadtentwürfen werden als interaktives Bühnenbild mittels Smartphone-LiveVideo Leinwandprojektionen von den großartigen Schauspielerinnen in einen beeindruckenden Spieldialog gesetzt, der in Narration, Szene, Interview zu einer Begegnung von Lebenswegen, Lebensbrüchen und Lebensauswegen im Lebensraum Stadt einlädt. Es ist ein äußert innovatives wie mutiges Bühnenkonzept, welches zu einem mitreißenden Abend wird, der mit langanhaltendem Applaus belohnt wird.

„Ein mitreißend innovatives Bühnenstück feministischer Stadtutopie, welches zum triumphalen Theaterabend wird!“

CIVITAS CUNT
eine Produktion von Dubs / Schnakenberg

Österreichische Erstaufführung
im Rahmen des SLUP Festivals im Dschungel Wien

Konzept und Performance CHANTAL DUBS, PETRA SCHNAKENBERG, Dramaturgie MARGRIT SENGEBUSCH, Video CLAUDIA POPOVICI Sound ASKE LYCK PEDERSEN, Licht & Technik LILLI UNGER, Produktionsleitung SEBASTIAN SPIELVOGEL, INGRID ADLER

in Kooperation mit DSCHUNGEL WIEN / in Koproduktion mit Schaumburg, Verein für darstellende und bildende Künste (CH) und Kulturverein Schaumburg Österreich / Schweizer Uraufführung 2023 in Koproduktion mit Fabriktheater Rote Fabrik Zürich

Mit freundlicher Unterstützung von Stadt Wien Kultur, Stadt Zürich Kultur und Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.

Premiere: Samstag, 15.3., 19:30 Uhr

Weitere Vorstellungen: So 16.3., 17 Uhr / Di 18.3., 10:30 Uhr
und 19:30 Uhr mit anschließendem Publikumsgespräch / Mi 19.3., 10:30 Uhr
Bühne 2 im Dschungel Wien

https://www.dschungelwien.at/event/civitas-cunt

Walter Pobaschnig 3/25

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„Kunst inspiriert, hinterfragt und verbindet“ Mia Volek, Schauspielerin _ Wien 13.3..2025

Liebe Mia Volek, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

7.10 aufstehen

08.00-17.00 Schule

17.00 nach Hause fahren

18.00 Kochen und Essen

19.00 Aufgaben erledigen

23.00 Zähne putzen

00.00 für den nächsten Tag vorbereiten

1.00 Workout

2.00 einschlafen

Mia Volek, Schauspielerin und Sängerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

RESPEKT UND TOLERANZ

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Neubeginn braucht Mut, Orientierung und Gemeinschaft, Kunst inspiriert, hinterfragt und verbindet – sie ist quasi ein Motor für Wandel und Identität.

Szenenfoto f. _ Aktuelle Produktion von Benedikt Wallner – „Gefährliche Gedanken“ _
Regie: Jacky Surowitz _
Aera Wien 1.,Gonzagagasse 11 _ 6.4.2025 20.30h

Was liest Du derzeit?

Ich lese nicht gerne.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Find your voice in the silence of creation

Vielen Dank für das Interview, liebe Mia, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspiel-, Musikprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Mia Volek, Schauspielerin und Sängerin

Aktuelle Produktion mit Mia Volek _ „Gefährliche Gedanken“ von Benedikt Wallner – _Regie: Jacky Surowitz _ Aera Wien 1.,Gonzagagasse 11 _ 6.4.2025 20.30h

Fotos _ privat

Walter Pobaschnig 11.3.2025

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„Kunst lässt uns sagen: Sieh mal an, auch so kann die Welt sein!“ Elena Winter, Schriftstellerin, _ Berlin 12.3.2025

Liebe Elena Winter, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich beginne den Tag schreibend und beende ihn schreibend. Zwischendurch schreibe ich. Oft Literarisches, meist jedoch Pressetexte, Blogs, Slogans und andere Auftragsarbeiten … Ich wünschte, es wäre umgekehrt.

Elena Winter, Schriftstellerin,
freie Journalistin, Texterin und Redakteurin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich finde es wichtig – jetzt und alle Zeit –, dass wir im Gespräch bleiben. Dass wir einander zuhören, unsere Werte immer wieder abklopfen und für sie einstehen, dass wir Verantwortung übernehmen und dass wir gut miteinander und mit der Welt umgehen. Die Literatur ist der ideale „Ort“, um all das zu lernen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Eine große Frage. Was wird wesentlich sein … Zusammenhalt: klar. Empathie: sicher auch. Die Literatur, die Kunst an sich hat, denke ich, keine Rolle – und erst recht keine Aufgabe. Sie muss frei sein. Im besten Fall irritiert sie und stellt sie die Dinge infrage. Sie berührt uns auf unterschiedliche Weise. Sie weitet unseren Blick und lässt uns sagen: Sieh mal an, auch so kann die Welt sein! Zusammenhalt und Empathie kann die Kunst sicherlich fördern, auch Trost kann sie geben. Aber ohne es zu wollen oder zu sollen.

Was liest Du derzeit?

Patrick Holzapfel: Hermelin auf Bänken

George Saunders: Fuchs 8 (… zum 8. Mal)

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Zufällig glaube ich, einen Kuss zu geben und zu empfangen funktioniert ganz ähnlich wie ein Wort zu geben und zu empfangen – nur geschieht das Geben und Empfangen an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeiten; dennoch sind beides Versuche, zu berühren, berührt zu werden und erkannt zu werden, leidenschaftlich zu leben, menschlich zu sein.“ (A. L. Kennedy)

Ich finde, schöner kann man das Wesen des Schreibens und Lesens nicht auf den Punkt bringen.

Vielen Dank für das Interview, liebe Elena, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur- und so vielfältigen Textprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Elena Winter, Schriftstellerin _
freie Journalistin, Texterin und Redakteurin

Zur Person/über mich: Elena Winter ist freie Journalistin, Texterin und Redakteurin. Sie lebt und schreibt in Berlin. Nach Publikationen in Literaturzeitschriften und Anthologien ist „Im Orbit“ ihre erste Romanveröffentlichung.

Website: www.elenawinter.net   

Aktuelles Buch von Elena Winter:     

Im Orbit, Müry Salzmann Verlag, Salzburg (März 2024, 176 Seiten, ISBN 978-3-99014-254-7, 24,00 €)

Wie in einer Weltraumkapsel fühlt sich Leonie Warmers in ihren vier Wänden: außerhalb von Raum und Zeit, geschützt vor dem, was sie umgibt. Tagsüber, in „der Company“, erträgt sie als Auszubildende die Anzüglichkeiten ihres Chefs. Nachts surft sie in Gesundheits-Foren, tauscht sich aus über Symptome, von stechenden Schmerzen im Fersenbein bis hin zu nächtlichem Schlafwandeln. Leonie fühlt sich fremd in ihrem Körper. Lässt sich vom Arzt ein Dutzend Elektroden auflegen. Irgendwas muss da doch zu finden sein? Das hofft auch ihre Mutter, wenn sie auf Dating-Plattformen nach einem neuen Mann sucht. Über ihren Vater weiß Leonie nicht viel mehr, als dass er Erbsensuppe hasste und ein Langweiler war. Leonie imaginiert ihn sich als Straßenmusiker, Lucky Luke, jedenfalls als eine „coole Sau“.
Dann wird die Umlaufbahn ihrer Kapsel durchkreuzt, von einer Obdachlosen, die ihr „Quartier“ vor Leonies Wohnungstür aufgeschlagen hat, vor allem aber von Torsten ohne h, ihrem Kollegen in der Company. Auf einmal beginnt Leonies Raumschiff zu schweben, völlig schwerelos …

https://www.muerysalzmann.com/belletristik/im-orbit

Fotos: privat; Verlag – Cover.

Walter Pobaschnig 11.3.2025

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„Geduld“ Catrin George Ponciano, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Portugal 12.3.2025

Catrin George Ponciano, Schriftstellerin

GIVE PEACE A CHANCE

Geduld.

Im

Voraus, voreilig

Erteilt.


Plötzliche

Ereignisse.

Angriff. … auf

Chancen – Nein! Schreien wir …

Einigt euch!


Aufstand. Gegen …


Censorship.

Hass.

Angst.

(Noch) nicht untergejocht. Schreibend. Schreiend.

Chancen unbeirrbar nutzend.

Ermunternd. … euch und andere.

»Wer nie unfrei gewesen, erkennt Freiheit nicht, wird nicht merken, was verloren, bis es zu spät ist. Mögen wir ausreichend genug sein, um zu spät, zu verhindern.«



Catrin George Ponciano, 7.3.2025

Catrin George Ponciano, Schriftstellerin

GIVE PEACE A CHANCE

Catrin George Ponciano, Schriftstellerin

Zur Person/über mich: Catrin George Ponciano lebt seit 26 Jahren in Portugal und publiziert journalistische Beiträge, Reiseliteratur, polithistorische Kriminalromane und literarische Essays. Ab Mitte März ist ihr aktueller im AvivA Verlag publizierter Titel „Alles-bloß nicht vage!“ über die portugiesische Dichterin Florbela Espanca im Buchhandel erhältlich. Die Portugal-Kennerin organisiert regelmäßig Literatur-Touren und vermittelt ihr Wissen als Seminarleiterin auf Bildungs- und Lesereisen.

www.catringeorge.com

Aktueller Kriminalroman von Catrin George Ponciano:

„Liebe und Mord an Portugals Traumküste. Der Sommer im portugiesischen Küstenort Carrasqueira ist perfekt, bis eines Nachts ein Toter in der einsamen Korkeiche hängt – dreißig Jahre nachdem dort ein Fischer angeblich Selbstmord beging. Dessen Sohn glaubte jedoch nie an Suizid. Als ihm nun unterstellt wird, seinen Vater gerächt zu haben, bittet er seine Jugendfreundin Dora Monteiro um Hilfe. Die ehemalige Inspetora zögert nicht und stürzt sich in verdeckte Ermittlungen. Doch auf dem Dorf lastet eine alte Schuld, und Dora muss alles daransetzen, das Schweigen der Bewohner endlich zu brechen.“

Catrin Ponciano, Rache im AlentejoEmons Verlag.
Broschur
13.5 x 20.5 cm
256 Seiten
ISBN 978-3-7408-1574-5
13,00 € [DE] 13,40 € [AT]

Fotos Portrait _ Marion Louca; Cover _ Verlag.

Walter Pobaschnig 7.3.2025

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„Gedanken treiben wie Blätter“ Hunor von Horváth, Regisseur _ Give Peace A Chance _ Passau/D 11.3.2025

GIVE PEACE A CHANCE

Gedanken treiben wie Blätter.

Irgendwo fällt ein Schatten, keiner sieht ihn.

Vielleicht war da eine Stimme.

Es bleibt das Rauschen.


Pfade verlieren sich im Nebel.

Eine Hand tastet ins Leere.

Alles beginnt mit Stille.

Chaos vergeht im Warten.

Ein Schritt zurück, ein Blick nach vorn.


Atemholen. Lauschen.


Chancen leuchten im Dunkeln.

Hoffnung wächst, wenn niemand hinsieht.

Alles heilt in der Zeit.

Nichts bleibt, wenn wir nicht bleiben.

Change beginnt, wo Gewalt endet.

Ein Funke genügt.



Hunor von Horváth, 6.3.2025

Hunor von Horváth, Regisseur

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Hunor von Horváth, Regisseur

Zur Person/über mich: Hunor Horváth

Projektmanagement und Multimedia

Der gebürtige Rumäne Hunor Horváth absolvierte nach dem Abitur zunächst eine Ausbildung zum Regisseur an der Athanor Akademie in Burghausen. Nach seinem Diplom im Jahr 2011, zog es ihn nach Bern, wo er an der Hochschule der Künste einen Aufbaustudiengang (Scenic Arts Practice – Vertiefung Regie und mediale Künste) belegte. Parallel dazu belegte er an der Universität Basel ein Master-studium im Fach Kulturmanagement. Hovath besuchte zahlreiche Fortbildungen im Bereich Theater, Film und Projektmanagement.

Als Regisseur bzw. Lichtdesigner wirkte er u.a. bei folgeneden Projekten mit.
Inszenierungen – Theater u.a.
2010 „Seiltanz“ – Abschlussinszenierung, ein Experiment zum Thema Tod
2011 „Was ihr Wollt“ – Koproduktion mit der Need Company – Belgium
2011 Regieassistent und Visueller Konzept der Inszenierung von Vivane de Muynck
2012 “Ora Pro Nobis” – Inszenierung und Forschungsprojekt zur Interpassivität
2013 „Is there a Happening happening?“ – Side Specific Perfomrance, Rumänien
2014 „Kamaloka“ – Theaterperformance zu Thema Tod. Schweiz & Rumänien
2015 „Keep Calm and Wait for Godot“ – Performance, Rumänien, Schweiz und DE.

Filme und Visual Arts u.a.
2008 „SuDoKu“ – Dokumentarische Übung – MiniDv
2009 „Autodestruktion“ – Kurzfilm, Regie, Idee, Schnitt und Ton – Hdv
2009 „Authentizität“ – Trailer, Realisierung und Idee – Hdv
2010 „das Athanor Experiment“ – Dokumentarfilm, Realisierung – Hdv
2010 Filmische und Multimediale Arbeiten in der Inszenierung „Müder Vater“ – HD
2011 „ARTiFictional“ – filmischer Essay über das Leben und seinem Tod – HD Video
2012 “Singing in the Sun” – Kurzfilm in HD -Schnitt und Konzept
2013 “Is there a Happening Happening?” – Dokumentarfilm – Realisierung in HD Video

https://athanor.de/dozierende/hunor-horvath/

Foto _ privat

Walter Pobaschnig 6.3.2025

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„Literatur nennt Bedrohungen beim Namen“ Catrin George Ponciano, Schriftstellerin _ Portugal 10.3.2025

Liebe Catrin George Ponciano, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Anders. Andersartig, anderszeitig, anders geordnet. Die global sich rasante verändernde politische Temperatur beschäftigt mich. Sie fasst mich an. Mein Alltag verschiebt sich. Durch das Tagesgeschehen weilen meine Gedanken länger fort vom Schreibtisch. Meine Produktivität ist zwar weiterhin stark, worüber ich sehr froh bin, aber auch sie verschiebt sich. Nachrichten habe ich sonst am Ende des Tages gelesen. Seit Jahresbeginn verhält es sich umgekehrt. Produktive Phasen fallen in die nachmittags und Abendstunden, weil mein Kopf vorher nicht friedlich genug reagieren kann. Erst nachdem ich der verspürten Fassungslosigkeit mit absurdem Beigeschmack freien Lauf gelassen habe, gelingt es mir, meinen inneren ethischen Kompass auf Schaffensprozesse zu justieren. Dann ist auch der Bauch wieder weich. Und ich greife symbolisch zum Stift.

Catrin George Ponciano, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Distanz. Das hört sich angesichts der Gesamtlage – in der Ukraine, in den Staaten, im Nahen Osten und an etlichen weiteren globalen Brennpunkten – sonderbar an. Distanz hilft, meines Erachtens klarzusehen, klarzudenken, und weder auf Propagandatricks noch auf Fakenews hereinzufallen, gar auf abstruse Täter-Opfer-Verdrehung zu reagieren oder sie zu polemisieren.

Denn denen die Stimme gerade durch Oppression aberkannt wird, helfen wir nicht mit emotional verbalen Eruptionen, sondern mit Klarsicht. Durch konsequent kommunizierte Bestärkung humanistischer Werte. Wir, Demokratie und Menschenrechtskonvention vertretend, sind Viele – und das schafft Stärke. Nutzen wir sie in Wort und Tat.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Während der Avantgarde vor etwa 100 Jahren rebellierten Literaten und Künstler gegen sich erhebende totalitäre System schon einmal und plädierten in Schriften und Farben für Frieden, Gleichstellung, Zusammenhalt und freiheitliche Selbstbestimmung. Es mag der Zeitpunkt für eine neue andersartig vorausdenkende Bewegung gekommen sein.

Denn jede Person und jede politische Gesinnung, die demokratische Muster versuchen zu demontieren, bedrohen die Menschenrechte. Die Literatur und die sie verfassen, nennen diese Bedrohung beim Namen. Kunst zeigt uns die Gefahr darstellend. Gemeinsam machen Künste emotional bewusst, was tatsächlich auf dem Spiel steht. Nämlich eine Veränderung der Weltenordnung einhergehend mit dem mögliche Totalverlust freiheitlich und ethischer Werte.

Nun sind wir dran. Wir. Schriftsteller. Poeten. Künstler. Musiker. Nehmen wir das Wort, den Ausdruck, die Melodie, als pazifistische Waffe in die Hand, verteidigen wir die Bastion der Freiheit – und die Zukunft unserer Kinder.

Was liest Du derzeit?

Politische Essays, Politphilosophische Thesen in diversen Sprachen, die mir diverse Perspektiven anbieten. Ja, und manchmal auch ein Buch. Um der eigenen Melancholie zu entfliehen. Meistens lese ich mehrere Bücher gleichzeitig. Hang Kang „Menschenwerk“, Francesca Melandri „Eva schläft“, Serhi Zhadan „Hymne der demokratischen Jugend“, Kant neu interpretiert. Manchmal verreise ich im Kopf in Gaughins Bretagne, oder ich folge Annie Ernaux’ Lebensspuren, lese Poesie querbeet und wünsche mir noch unzählbar viele solch winziger Momente aufgeschobene Endlichkeit.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Der Menschheitstraum von Freiheit ist unsterblich. Daran glaube ich ganz fest, denn wer ein Herz besitzt, kämpft für seine Träume – und dafür, dass andere träumen dürfen.

(Kein Zitat, sondern ein Textimpuls von mir)

Vielen Dank für das Interview, liebe Catrin, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur- und so vielfältigen Buchprojekte und persönlich alles Gute! 

 Ich danke Dir, lieber Walter.

Catrin George Ponciano, Schriftstellerin

5 Fragen an Künstler*innen: Catrin George Ponciano, Schriftstellerin

Zur Person/über mich: Catrin George Ponciano lebt seit 26 Jahren in Portugal und publiziert journalistische Beiträge, Reiseliteratur, polithistorische Kriminalromane und literarische Essays. Ab Mitte März ist ihr aktueller im AvivA Verlag publizierter Titel „Alles-bloß nicht vage!“ über die portugiesische Dichterin Florbela Espanca im Buchhandel erhältlich. Die Portugal-Kennerin organisiert regelmäßig Literatur-Touren und vermittelt ihr Wissen als Seminarleiterin auf Bildungs- und Lesereisen.

www.catringeorge.com

Aktueller Kriminalroman von Catrin George Ponciano:

„Liebe und Mord an Portugals Traumküste. Der Sommer im portugiesischen Küstenort Carrasqueira ist perfekt, bis eines Nachts ein Toter in der einsamen Korkeiche hängt – dreißig Jahre nachdem dort ein Fischer angeblich Selbstmord beging. Dessen Sohn glaubte jedoch nie an Suizid. Als ihm nun unterstellt wird, seinen Vater gerächt zu haben, bittet er seine Jugendfreundin Dora Monteiro um Hilfe. Die ehemalige Inspetora zögert nicht und stürzt sich in verdeckte Ermittlungen. Doch auf dem Dorf lastet eine alte Schuld, und Dora muss alles daransetzen, das Schweigen der Bewohner endlich zu brechen.“

Catrin Ponciano, Rache im Alentejo. Emons Verlag.
Broschur
13.5 x 20.5 cm
256 Seiten
ISBN 978-3-7408-1574-5
13,00 € [DE] 13,40 € [AT]

https://emons-verlag.de/p/rache-im-alentejo-6504

Fotos Portrait _ Marion Louca; Cover _ Verlag.

Walter Pobaschnig 7.3.2025

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