„Authentizität, sich zu zeigen mit all seinen Ecken und Kanten“ Heike Stuckstedde, Lichtkünstlerin _ Wien 2.4.2025

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Liebe Heike, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Vor dem Frühstück mache ich Yoga und meditiere, danach beginne ich zu arbeiten. Die Entscheidung, welche Aufgaben ich umsetze, treffe ich vollkommen intuitiv, außer ich habe Termine.

Es gibt Tage, an denen arbeite ich vorwiegend organisatorisch und Tage, an denen bin ich nur in der Schöpferenergie.

Da mir Essen wichtig ist, koche ich gerne und vor allem Gutes mittags und abends.

Ich gehe abends auch gerne zu Veranstaltung wie Ausstellungseröffnungen in Galerien oder Museen oder anderen Kunstevents, um mich inspirieren zu lassen und Menschen zu treffen. Der Austausch mit Gleichgesinnten ist mir wichtig.

Heike Stuckstedde, Lichtkünstlerin und Designerin _
ATARA design

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Meiner Meinung nach ist die aktuelle Zeit wichtig, damit wir uns alle auf unser Innerstes, unseren Wesenskern, besinnen. Es geht um Selbstliebe, Authentizität, sich zu zeigen mit all seinen Ecken und Kanten. Nur dann ist ein wahres Miteinander möglich.

LIGHT TRACE No.11 by ATARA©ATARA design

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Für mich ist Kunst, seit ich denken kann, mein Lebenselixier, meine Inspirationsquelle und Freude. Es sind verschiedene Sparten, die ich über die Jahre durchlaufen habe und nun bin ich in der Lichtkunst zuhause. Das Wesen des Lebens ist wohl der stete Wandel und daher denke ich, dass täglich ein Neubeginn stattfindet. Vielleicht nicht immer stark sichtbar, aber dennoch spürbar.

LIGHTTRACE No.8 by ATARA©ATARAdesign

Der gesellschaftliche Wandel lässt sich vom Großen ins Kleine hinunterbrechen und hier hat jeder die Chance, etwas beizutragen.

Die Rolle der Kunst dabei ist mit einem meiner Lieblingszitate von Maxim Gorki auf den Punkt gebracht: „Die Wissenschaft ist der Verstand der Welt, die Kunst ihre Seele.“ 

Es geht darum, nicht nur mit dem Verstand zu begreifen, sondern vor allem zu fühlen, zu berühren – und das ist der Beitrag der Kunst für die Welt.

LIGHT TRACE No.2 by ATARA ©ATARA design

Was liest Du derzeit?

Liebe in Zeiten des Hasses von Florian Illies

RINGLIGHT No. 1 by ATARA ©ATARA design

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Mein zweites Lieblingszitat ist von Jean Cocteau:

„Sie wussten nicht, dass es unmöglich war, deshalb taten sie es.“

Das ermutigt mich, Dinge einfach zu tun und mich nicht von etwas oder jemandem abhalten zu lassen, etwas zu verwirklichen. Und nur durch Erfahrungen lerne ich und bin bereichert.

LIGHTTRACE No. 9 by ATARA©ATARAdesign

Vielen Dank für das Interview, liebe Heike, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Heike Stuckstedde, Lichtkünstlerin und Designerin _ _
ATARA design

Zur Person/über mich: Heike Stuckstedde aka ATARA design
*1971 in Wuppertal, Deutschland, lebt und arbeitet in Wien
*Studium der Kunstgeschichte (Mag.) sowie der Innenarchitektur (M.A.)
*bis 2014: leitende Positionen im Kunst- und Kulturmanagement
*künstlerische Tätigkeit und Schwerpunkt seit 2015: Lichtobjekte und Lichtinstallationen als skulpturale, raumgreifende Elemente aus Lichtleitern

Auszeichnungen und Nominierungen:

Born Global Champion 2016

Women in Lighting 2023

Phönix Gründerpreis Finalist 2020

Rado Star Prize Austria Finalist 2019

FEMtrepreneur Alpbach 2019

German Design Award Nominee 2018

German Design Award Special Mention 2017

Fotos: ©ATARAdesign; Gudrun-Barenbrock.

Walter Pobaschnig 30.3.2025

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„Gleissende Linien weben ein Flüstern“ Heike Stuckstedde, Lichtkünstlerin _ Give Peace A Chance _ Wien 2.4.2025

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GIVE PEACE A CHANCE

Gleissende Linien weben ein Flüstern,

Innere Welten erwachen durch Licht.

Vergänglichkeit tanzt in schimmernden Mustern,

Ein sanfter Schein, der Schatten bricht.



Pulsschlag der Formen, flirrende Stille,

Ein Hauch von Glanz auf atmender Zeit.

Auf Wand und Raum fließt leuchtender Wille,

Chiffren des Strahlens in Unendlichkeit.

Ein Echo aus Licht, das Dunkel besiegt.



Atem der Strahlen, leise gewoben,



Chance auf Frieden in schimmernden Wellen.

Hoffnung erhebt sich, golden verwoben,

Am Rande der Nacht, in flüsternden Schwellen.

Nachthauch aus Glanz, so sanft und weit,

Changeierend funkelt die Ewigkeit.

Heike Stuckstedde, 30.3.2025

Heike Stuckstedde, Lichtkünstlerin und Designerin

GIVE PEACE A CHANCE

Heike Stuckstedde, Lichtkünstlerin und Designerin _
ATARA design

Zur Person/über mich: Heike Stuckstedde aka ATARA design
*1971 in Wuppertal, Deutschland, lebt und arbeitet in Wien
*Studium der Kunstgeschichte (Mag.) sowie der Innenarchitektur (M.A.)
*bis 2014: leitende Positionen im Kunst- und Kulturmanagement
*künstlerische Tätigkeit und Schwerpunkt seit 2015: Lichtobjekte und Lichtinstallationen als skulpturale, raumgreifende Elemente aus Lichtleitern

Auszeichnungen und Nominierungen:

Born Global Champion 2016

Women in Lighting 2023

Phönix Gründerpreis Finalist 2020

Rado Star Prize Austria Finalist 2019

FEMtrepreneur Alpbach 2019

German Design Award Nominee 2018

German Design Award Special Mention 2017

Fotos: ©ATARAdesign; Gudrun-Barenbrock.

Walter Pobaschnig 30.3.2025

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Erinnerung an Barbara Frischmuth _ „Lass dich inspirieren von allem, was dich umgibt“ Petra Ganglbauer, Schriftstellerin _ Wien 2.4.2025

Erinnerung anBarbara Frischmuth, Schriftstellerin  *5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Interview _  Petra Ganglbauer, Schriftstellerin 

Liebe Petra, welche Erinnerungen hast Du an Barbara Frischmuth als Kollegin? Gab es persönliche Begegnungen und wie hast Du diese erlebt?

Ich habe anläßlich von gemeinsamen Lesungen Barbara Frischmuth als äußerst liebenswerte und freundliche Kollegin kennengelernt, die jedoch nie vergaß, dort, wo es gesellschaftlich oder politisch vonnöten war, auch vehement ihre Stimme zu erheben.

Was macht für Dich das Werk von Barbara Frischmuth aus und wie ist dieses in die österreichische Literaturgeschichte einzuordnen?

Ich würde zum einen vermeinen, daß sie einen wichtigen Beitrag zum Verhältnis bzw. Verständnis der Geschlechter leistete, indem sie starke, selbstbewußte  Frauenfiguren in ihr Werk einband; andererseits kommt ihre Arbeit auch einer Mittlerrolle für die Verständigung von Kulturen gleich, im besonderen jene von Okzident und Orient betreffend. Ihr sensible und verständige Hinwendung zur Natur fand auch in ihrem bisweilen beinahe magisch aufgeladenen Werk ihren Niederschlag.

Gibt es ein Lieblingsbuch von Ihr und warum dieses?

Ich schätze alle ihre Bücher, möchte an dieser Stelle jedoch „Die Schönheit der Tag- und Nachtfalter“ (Residenz Verlag) hervorheben, geht es darin doch nicht nur um einen eigenwillig phantastischen Zugang zu Insekten oder ungewöhnlichen Wesen, sondern auch um Artenzerstörung, Umweltausbeutung oder einen achtsameren Umgang mit anderen Spezies.

Welche Inspiration hinterlässt Ihr Schreiben, Ihre Weltsicht, Ihr Künstlerinsein?

Ich möchte es so formulieren: Laß dich inspirieren von allem, was dich umgibt, schenke ihm deinen Blick und deine Stimme! Gehe behutsam damit um.

Gibt es ein Zitat/eine Textstelle von Ihr, die Du uns noch mitgeben möchtest?

Signifikant finde ich: „Wo immer man einen Schnitt macht, bleibt eine Wunde, aber manchmal fördert der Schnitt auch das Wachstum.“ (Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen“, Residenz Verlag)

Vielen Dank für das Interview!

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin 
*5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin

geboren 1941 in Altaussee, studierte Türkisch, Ungarisch und Orientalistik und war seitdem freie Schriftstellerin. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin lebte seit 1999 wieder in Altaussee. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Romane „Die Klosterschule“ (1968), „Die Mystifikationen der Sophie Silber“ (1976) oder „Kai und die Liebe zu den Modellen“ (1979), aber auch ihre zahlreichen Gartenbücher. Zuletzt im Residenz Verlag erschienen: „Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen“ (2021)„Schaufel, Rechen, Gartenschere“ in der Reihe „Dinge des Lebens“ (2023) und „Die Schönheit der Tag- und Nachtfalter“ (2025).    Der Residenz Verlag trauert um Barbara Frischmuth  31.3.2025

Petra Ganglbauer, Schriftstellerin 

Zur Person: Petra Ganglbauer, geboren 1958 in Graz, lebt in Wien und im Burgenland.
Autorin, Radiokünstlerin, Schreibpädagogin.
Lyrik, Prosa, Essays, Hörstücke, Hörspiel, Projektkonzeptionen.

Zuletzt erschienen:
Mit allen Sinnen, Edition Keiper, 2018
Gefeuerte Sätze, Limbus Verlag, 2019
Radix Radices, ORF-Kunstradio, 2020

Aschengeheimnis, Edition Melos 2022
Lauergrenze, Mensch, Limbus Verlag, 2023


Im Verlag Bibliothek der Provinz erschienen:

Wie eine Landschaft aus dem Jahre Schnee – Kurzprosa
Die Tiefe der Zeit – Zwei langsame Geschichten

Aktuelles Buch von Petra Ganglbauer_

„Es ist ein Nah und Fern“ Kurzprosa

https://www.bibliothekderprovinz.at/buch/8410

Fotos_

Portrait Barbara Frischmuth: Franz Johann Morgenbesser

Portrait Petra Ganglbauer: Marko Lipus

Walter Pobaschnig 1.4.2025

https://literaturoutdoors.com

Erinnerung an Barbara Frischmuth _ „dass Österreich viel mehr ist als das idyllische Urlaubsland für Berg-begeisterte Deutsche“ Bettina Frfr. von Minnigerode, Schriftstellerin _ Erlangen 1.4.2025

Erinnerung anBarbara Frischmuth, Schriftstellerin  *5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Interview _  Bettina Frfr. von Minnigerode, Schriftstellerin

Liebe Bettina, welche Erinnerungen hast Du an Barbara Frischmuth als Kollegin? Ga es persönliche Begegnungen und wie hast Du diese erlebt?

Als Barbara Frischmuth im Alter von 27 Jahren ihren Debütroman „Die Klosterschule“ veröffentlichte, wurde ich „in dunkelblauem Faltenrock und weißer Bluse“ wie einst Frischmuth an einem Mädchengymnasium eingeschult. Ihren Roman las ich erst mit Ende Zwanzig, nachdem ich, wie sie, mein Studium am Dolmetsch-Institut der Universität Graz abgeschlossen und einige Jahre in diesem Beruf gearbeitet hatte. Ich veröffentlichte jedoch keine Literatur, sondern heiratete und wurde schwanger.

Was macht für Dich das Werk von Barbara Frischmuth aus und wie ist dieses in die österreichische Literaturgeschichte einzuordnen?

Barbara Frischmuth hätte altersmäßig meine Mutter sein können, eine junge allerdings, aber sie entsprach nicht meiner eigenen Erfahrung mit Müttern. Sie war emanzipierter als meine Mutter, kritischer und selbstbewusster. Frischmuth schilderte in ihrem Debütroman eine restriktive Schulerziehung, wie ich sie, wenngleich nicht konfessionell gebunden, in ähnlicher Form zwei Jahrzehnte später in Deutschland erlebte. Viele Werke Frischmuths standen im Bücherregal meiner Mutter, die sie begeistert las. Den Widerspruch zwischen Lektüre und eigenem Leben mochte meine Mutter wohl gespürt, aber nicht überwunden haben.

Gibt es ein Lieblingsbuch von Ihr und warum dieses?

Barbara Frischmuth war eine unter vielen österreichischen Schriftstellerinnen, die ich im zweiten und dritten Lebensjahrzehnt begeistert las, ich schrieb selbst wie besessen, traute mir aber den Weg zur Autorin, den Traum (von) der Literatur nicht zu. Entdeckte in der Studienzeit in Graz das Forum Stadtpark und die damit verbundene „Grazer Gruppe“. Nahm wie meine Mutter den Widerspruch zwischen Lektüre und eigenem Leben zur Kenntnis, ohne diese Selbstbeschränkung zu überwinden.

Welche Inspiration hinterlässt Ihr Schreiben, Ihre Weltsicht, Ihr Künstlerinsein?

Meine Begeisterung für österreichische Literatur aber prägte unter anderem Barbara Frischmuth, ich bedauere heute sehr, ihr nie persönlich begegnet zu sein. Sie steht für mich stellvertretend für Literatinnen, die gezeigt haben, dass Österreich viel mehr ist als das idyllische Urlaubsland für Berg-begeisterte Deutsche. Und da, wie Klaus Kastberger nicht müde wird, zu betonen, die Geschichte der deutschsprachigen Literatur ein einziges Missverständnis zwischen Deutschland und Österreich sei, dass nicht von Kenntnis, sondern gegenseitigen Spiegelungen geprägt sei, freue ich mich, dass Walter Pobaschnig mich gebeten hat, aus meiner deutschen Sicht Barbara Frischmuth zu würdigen. Eine der Wortkünstlerinnen aus dem kleineren deutschsprachigen Land, die uns vorgeführt hat, dass geografische Größe nichts mit literarischer Größe zu tun hat.

Gibt es ein Zitat/eine Textstelle von Ihr, die Du uns noch mitgeben möchtest?

„Sich anschließen oder sich ausschließen: als ob wir die Wahl hätten!“

Das ist aus Klosterschule, 1. Satz Kapitel 2. Das ist nur einer von hunderten Lieblingssätzen

Vielen Dank für das Interview!

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin 
*5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin

geboren 1941 in Altaussee, studierte Türkisch, Ungarisch und Orientalistik und war seitdem freie Schriftstellerin. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin lebte seit 1999 wieder in Altaussee. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Romane „Die Klosterschule“ (1968), „Die Mystifikationen der Sophie Silber“ (1976) oder „Kai und die Liebe zu den Modellen“ (1979), aber auch ihre zahlreichen Gartenbücher. Zuletzt im Residenz Verlag erschienen: „Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen“ (2021)„Schaufel, Rechen, Gartenschere“ in der Reihe „Dinge des Lebens“ (2023) und „Die Schönheit der Tag- und Nachtfalter“ (2025).    Der Residenz Verlag trauert um Barbara Frischmuth  31.3.2025

Bettina Frfr. von Minnigerode, Schriftstellerin

Zur Person_ Bettina von Minnigerode wurde in Hannover geboren. Sie machte 1978 in Hannover Abitur, um alsbald die Stadt zu verlassen: ihre Stationen waren Konstanz, London, Graz, München, Erlangen. Wissenswertes…? Na ja…
Studien: Psychologie, Anglistik, Germanistik und Geschichte. Abschluss als Übersetzerin in Graz. 2008 – 2012 erneut Psychologiestudium in Erlangen (diesmal erfolgreich…)

Berufliches:
Technische Übersetzerin und technische Redakteurin sowie Redakteurin in Abteilung für Produktnamen und Produktbroschüren im Marketing bei Siemens, alles München; Kunsthandel mit Prints and Drawings (Gillray, Cruikshank, Rowlandson, Hogarth) in London; Freiberufliche Übersetzerin für technische Texte, Sachbücher und Museen in München; Ausbildung in systemischer Beratung / Psychotherapie in Nürnberg; Mitautorin Theaterstücke im Autorenkollektiv Poetisches Theater, Nürnberg; Freie Autorin seit 2015, diverse Lesungen in und um Nürnberg. Mitautorin im Poetischen Theater Nürnberg Mitglied im VS (Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller), im Pegnesischen Blumenorden (Sprachgesellschaft in Nürnberg seit dem Barock) und in der Autorengruppe Wortwerk (Nürnberg und Erlangen).

Zahlreiche Veröffentlichungen u.a.
– “Perspektiven – Ein multiples Narrativ”, Bettina v. Minnigerode & Karsten P. Sturm, Iatros Verlag, Sonnefeld 201
– “Lyrical Lapses – Verse und Verfehlungen”, Bettina v. Minnigerode, Iatros Verlag, Sonnefeld 2019
– “Raben spät verlegen”, Kulturmaschinen Verlag, 2022

https://kulturmaschinen.com/wir-kulturmaschinen-autorinnen-2021/bettina-von-minnigerode/

Fotos_

Portrait Barbara Frischmuth: Franz Johann Morgenbesser

Portrait Bettina Frfr. von Minnigerode: privat

Walter Pobaschnig 1.4.2025

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Erinnerung an Barbara Frischmuth _ „Einen feinfühligen, kritischen und naturnahen Blick auf die Welt“ Verena Dolovai, Schriftstellerin _ Klosterneuburg/NÖ 1.4.2025

Erinnerung an_ Barbara Frischmuth, Schriftstellerin  *5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Interview _  Verena Dolovai, Schriftstellerin

Liebe Verena, welche Erinnerungen hast Du an Barbara Frischmuth als Kollegin? Ga es persönliche Begegnungen und wie hast Du diese erlebt?

Ihr Name begleitet mich, seit ich mich mit Literatur befasse, also schon viele viele Jahre. Verbundenheit mit ihr empfinde ich wegen des Studiums von Fremdsprachen bzw. der Ausbildung und des Wirkens im Dolmetschen und Übersetzen. Barbara Frischmuth war ein unglaublich beeindruckender Mensch und hat ein umfassendes Werk geschaffen. Persönlich habe ich sie leider nicht kennengelernt.  

Was macht für Dich das Werk von Barbara Frischmuth aus und wie ist dieses in die österreichische Literaturgeschichte einzuordnen?

Die österreichische Literatur ist ohne Barbara Frischmuth nicht denkbar. Mir gefällt ihre Sprache, ihre Liebe zur Natur.

Gibt es ein Lieblingsbuch von Ihr und warum dieses?

„Die Klosterschule“ Die direkten und klaren Worte, die Eindrücklichkeit, die das Buch hinterlässt.  

Welche Inspiration hinterlässt Ihr Schreiben, Ihre Weltsicht, Ihr Künstlerinsein?

Einen feinfühligen, kritischen und naturnahen Blick auf die Welt.

Gibt es ein Zitat/eine Textstelle von Ihr, die Du uns noch mitgeben möchtest?

Aus der „Klosterschule“: „Nichts ist schöner, als den Körper frei zu bewegen.“

Vielen Dank für das Interview!

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin 
*5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin

geboren 1941 in Altaussee, studierte Türkisch, Ungarisch und Orientalistik und war seitdem freie Schriftstellerin. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin lebte seit 1999 wieder in Altaussee. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Romane „Die Klosterschule“ (1968), „Die Mystifikationen der Sophie Silber“ (1976) oder „Kai und die Liebe zu den Modellen“ (1979), aber auch ihre zahlreichen Gartenbücher. Zuletzt im Residenz Verlag erschienen: „Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen“ (2021)„Schaufel, Rechen, Gartenschere“ in der Reihe „Dinge des Lebens“ (2023) und „Die Schönheit der Tag- und Nachtfalter“ (2025).    Der Residenz Verlag trauert um Barbara Frischmuth  31.3.2025

Verena Dolovai, Schriftstellerin

Zur Person_ Verena Dolovai

* 1975 in Gmunden als Verena Obrovski

lebt und arbeitet als Juristin und Autorin in Klosterneuburg und Wien. Absolventin der Rechtswissenschaften & Dolmetsch- und Übersetzerwissenschaften (Englisch / Italienisch), Universität Wien. Schreibt Lyrik und Prosa.

https://www.verenadolovai.at/vita/

Aktueller Roman von Verena Dolovai: „Dorf ohne Franz“ Septime Verlag. 3.Auflage

http://www.septime-verlag.at/Buecher/buch_dorf_ohne_franz.html

Fotos_

Portrait Barbara Frischmuth: Franz Johann Morgenbesser

Portrait Verena Dolovai: Walter Pobaschnig _ Homestory/Klosterneuburg 2024

Walter Pobaschnig 4/25

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Erinnerung an Barbara Frischmuth _ „weltoffen, modern, poetisch, klug“ Valerie Springer, Schriftstellerin _ Wien 31.3.2025

Erinnerung an_ Barbara Frischmuth, Schriftstellerin  *5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Interview _  Valerie Springer, Schriftstellerin

Liebe Valerie, welche Erinnerungen hast Du an Barbara Frischmuth als Kollegin? Gab es persönliche Begegnungen und wie hast Du diese erlebt?

Ich war traurig, als ich die Nachricht erhalten habe, dass diese großartige österreichische Schriftstellerin verstorben ist. Und ich bin traurig, dass ich ihr nie persönlich begegnet bin, ich hätte sie sehr gerne kennengelernt. Nähergebracht haben mir Frischmuth die Interviews, die sie gegeben hat, ihre Klugheit, ihre Wärme und diese charmante, kritische Selbstreflexion. Das hat für mich fast etwas wie Kennenlernen geschaffen, eine Nähe über die Distanz hinaus.

Was macht für Dich das Werk von Barbara Frischmuth aus und wie ist dieses in die österreichische Literaturgeschichte einzuordnen?

Frischmuths Werk lebt für mich von einer faszinierenden Verbindung aus klarer Sprache, spielerischer Fantasie und kluger Reflexion gesellschaftlicher Themen. Bemerkenswert finde ich, wie sie kulturelle Grenzen überschreitet, unterschiedliche Welten öffnet und dennoch immer ganz nah bei den Menschen bleibt. In der österreichischen Literaturgeschichte hat sie einen wichtigen Stellenwert, ich sehe sie dort als weltoffen, modern, poetisch, klug und von Kritik und Leserschaft zutiefst respektiert.

Gibt es ein Lieblingsbuch von ihr und warum dieses?

Mein Lieblingsbuch von Barbara Frischmuth: „Die Mystifikationen der Sophie Silber“. Ich war damals noch nicht einmal volljährig, als ich es gelesen habe, und ich erinnere mich, wie sehr es mich hingerissen hat: Die beschwingte und beschwingende (scheinbare) Leichtigkeit der Geschichte hat mir gezeigt, wie viel Freiheit Literatur schenken kann.

Welche Inspiration hinterlässt ihr Schreiben, ihre Weltsicht, ihr Künstlerinsein?

Barbara Frischmuths Werk inspiriert mich durch ihre Neugier und ihre Fähigkeit, das Bekannte neu zu sehen, neue Welten zu öffnen und dabei kritisch zu bleiben. Ihre zutiefst bewegende Weltoffenheit und Liebe zu allem Menschlichen begleiten mich seit langer Zeit. Ihr Drang nach immer neuen Erfahrungen und Erkenntnissen, verbunden mit der feinen Einsicht in unsere menschlichen Grenzen sind für mich als Schreibende durchaus ein Vorbild.

Gibt es ein Zitat/eine Textstelle von ihr, die Du uns noch mitgeben möchtest?

Mein Lieblingszitat von ihr stammt aus einem Interview zu ihrem 70. Geburtstag im „Standard“:

„Mir ist leider nichts genug, aber die Physis setzt Grenzen.“

Dieser Satz hat mich schon damals, 2011, an mein eigenes Begrenztsein gemahnt, er ist wahrhaftig, reflektiert und zugleich tröstlich, er zeigt, wie leicht es trotz allem sein kann, die eigenen Grenzen anzunehmen, ohne jemals aufzuhören, von mehr zu träumen.

Vielen Dank für das Interview!

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin 
*5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin

geboren 1941 in Altaussee, studierte Türkisch, Ungarisch und Orientalistik und war seitdem freie Schriftstellerin. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin lebte seit 1999 wieder in Altaussee. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Romane „Die Klosterschule“ (1968), „Die Mystifikationen der Sophie Silber“ (1976) oder „Kai und die Liebe zu den Modellen“ (1979), aber auch ihre zahlreichen Gartenbücher. Zuletzt im Residenz Verlag erschienen: „Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen“ (2021)„Schaufel, Rechen, Gartenschere“ in der Reihe „Dinge des Lebens“ (2023) und „Die Schönheit der Tag- und Nachtfalter“ (2025).    Der Residenz Verlag trauert um Barbara Frischmuth  31.3.2025

Valerie Springer, Schriftstellerin

Zur Person_ Valerie Marie Springer, 1958 in München geboren, Gym und Abi/Matura in der Schweiz, seither Österreich als Homebase. Nach abgebrochenem Studium in vielfältigsten Bereichen tätig, lange Zeit auf Reisen: Jamaika, USA, Indien, Lateinamerika, Nordafrika und Europa.

Ausbildung zur Schriftstellerin formlos und unkonventionell, geprägt von zahllosen Brotjobs – u.a. als Sektbar-Besitzerin, Kulturredakteurin, Komparsin bei Hollywood-Produktionen, Gründerin und Managerin einer Hotelanlage in Goa, Betreiberin einer Werbeagentur, Montessori-Französischlehrerin, Privat-Spanischlehrerin, Yogalehrerin (ja, Yoga-Alliance-zertifiziert!), Radio-Aktivistin und als unspektakulär-büroangestellte Allrounderin.

Schreibt Features, Essays, Gedichte für Kinder, Lyrik für Erwachsene, Kindergeschichten, Erwachsenenbelletristik, Radiobeiträge, Spanischlehrbücher. Und natürlich Romane. Nimmt das Schreiben ernst, betrachtet es gleichzeitig mit Skepsis. Lehnt es ab, sich auf ein Genre oder eine bestimmte Art von Publikation festlegen zu lassen (auch nicht auf eine bestimmte Art von Leben).

Privates: verheiratet (erfolgreich, seit Jahrzehnten), zwei erwachsene Kinder. Lebt im Sommer am Attersee, im Winter ist sie auf Reisen oder in Südspanien, wo sie ihre Liebe zur spanischen Kultur (Essen, Wein, Sprache) zelebriert. Fast alle Erlebnisse mit ihrem Mann und ihren damals noch minderjährigen Kindern (homeschooling) geteilt. Süchtig nach Wissen, Lesen und Schreiben, macht Yoga, wandert, meditiert, kocht gern, genießt gern, lacht gern.

Kennt menschliche Schicksale (Eltern, Großeltern, ihre eigenen), private Dramen, Verlust und Wiederhochzappeln, lebensbedohliche Krankheit, Verkehrsunfälle, Fremdsein und das Gefühl, nie wirklich anzukommen. Und lacht trotzdem immer noch gern.

https://www.valerie-springer.at/

Neuerscheinung von Valerie Springer _

ÜBER DIE ANMUT DER ZUFÄLLIGKEITEN

Gereimtes und Ungereimtes

im Verlagshaus Hernals

https://www.valerie-springer.at/

Fotos_

Portrait Barbara Frischmuth: Franz Johann Morgenbesser

Portrait Valerie Springer: Walter Pobaschnig _ Station bei Malina _ 2021

Walter Pobaschnig 31.3.2025

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Erinnerung an Barbara Frischmuth _ „Feministin, Grenzgängerin, Vermittlerin“ Franziska Bauer, Schriftstellerin _ Großhöflein/AT 31.3.2025

Erinnerung anBarbara Frischmuth, Schriftstellerin  *5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Interview _ Franziska Bauer, Schriftstellerin _ Großhöflein/AT

Liebe Franziska, welche Erinnerungen hast Du an Barbara Frischmuth als Kollegin? Gab es persönliche Begegnungen und wie hast Du diese erlebt?

Persönlich habe ich Barbara Frischmuth nie kennengelernt, aber ich habe sie als Schriftstellerin, Übersetzerin und Neuphilologin immer sehr geschätzt und bewundert.

Was macht für Dich das Werk von Barbara Frischmuth aus und wie ist dieses in die österreichische Literaturgeschichte einzuordnen?

Die Bibliographie und die Liste der Preise und Auszeichnungen der Autorin Barbara Frischmuth sind allein schon vom Umfang her beeindruckend. Darüber hinaus kann
Barbara Frischmuth durchaus als Feministin verstanden werden und wird zu Recht als Grenzgängerin zwischen Okzident und Orient und Vermittlerin zwischen den Kulturen bezeichnet. Ihre Romane, Erzählungen, Essays, Hör- und Fernsehspiele, Kinderbücher, Essays ihre literarischen Gartenbücher sind nicht nur humor- und phantasievoll, sondern auch bestechend genau recherchiert.

Gibt es ein Lieblingsbuch von Ihr und warum dieses?

Neben ihren Kinderbüchern fällt mir da der erst im Februar im Residenz Verlag erschienene Erzählband „Die Schönheit der Tag- und Nachtfalter“ ein, der uns humorvoll darauf hinweist, dass die Spezies Mensch als Teil der Natur nur dann überleben kann, wenn sie achtsam mit ebendieser Natur umgeht.

Welche Inspiration hinterlässt Ihr Schreiben, Ihre Weltsicht, Ihr Künstlerinsein?

Das Werk Barbara Frischmuths inspiriert durch seine erstaunliche Bandbreite und Naturverbundenheit und durch die Bereitschaft der Autorin, Grenzen zu überschreiten.

Gibt es ein Zitat/eine Textstelle von Ihr, die Du uns noch mitgeben möchtest?

Ein Zitat, das mir spontan einfällt, weil es so sehr meiner eigenen Lebenseinstellung entspricht, lautet: “Was kannst du dir denn sonst vom Leben mitnehmen als das Lachen!”

Vielen Dank für das Interview!

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin 
*5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin

geboren 1941 in Altaussee, studierte Türkisch, Ungarisch und Orientalistik und war seitdem freie Schriftstellerin. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin lebte seit 1999 wieder in Altaussee. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Romane „Die Klosterschule“ (1968), „Die Mystifikationen der Sophie Silber“ (1976) oder „Kai und die Liebe zu den Modellen“ (1979), aber auch ihre zahlreichen Gartenbücher. Zuletzt im Residenz Verlag erschienen: „Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen“ (2021)„Schaufel, Rechen, Gartenschere“ in der Reihe „Dinge des Lebens“ (2023) und „Die Schönheit der Tag- und Nachtfalter“ (2025).    Der Residenz Verlag trauert um Barbara Frischmuth  31.3.2025

Franziska Bauer, Schriftstellerin _ Großhöflein/AT

Franziska Bauer, Schriftstellerin

Zur Person_Franziska Bauer, geb. 1951, Studium der Russistik und Anglistik in Wien, wohnhaft im Burgenland, pensionierte Gymnasiallehrerin, Schulbuchautorin, schreibt Lyrik, Essays und Kurzgeschichten für Zeitschriften und Anthologien, zwei Lyrikbände beim Apollon Tempel Verlag, Gewinnerin des 10. Bad Godesberger Literaturpreises

Publikationen und Lesungen:
www.galeriestudio38.at/Franziska-Bauer
youtube-Kanal:
https://www.youtube.com/channel/UC5pC-XIT48NhDDWbeTSSXxA
Facebookseite:
https://www.facebook.com/franziska.bauer.56211
Verlagshomepage:
https://www.apollontempelverlag.com/verlag/autoren/franziska-bauer

https://www.pohlmann-verlag.de/

DONA NOBIS PACEM, mit Originalen und Übersetzungen von Franziska Bauer und Mary Nikolska in drei Sprachen; Druck: Buchschmiede, Großebersdorf © 2022 Franziska Bauer
Vertrieb: E. Weber Verlag, www.eweber.at, ISBN 978-3-85253-780-1

Fotos_

Portrait Barbara Frischmuth: Franz Johann Morgenbesser

Portrait Franziska Bauer: privat

Walter Pobaschnig 31.3.2025

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Erinnerung an Barbara Frischmuth _ „Dass man nichts unversucht lassen soll.“ Felix Kucher, Schriftsteller _ Klagenfurt 31.3.2025

Erinnerung an_ Barbara Frischmuth, Schriftstellerin  *5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Interview _ Felix Kucher, Schriftsteller _ Klagenfurt/Wien.

Lieber Felix, welche Erinnerungen hast Du an Barbara Frischmuth als Kollegin? Gab es persönliche Begegnungen und wie hast Du diese erlebt?

Persönliche Begegnungen im engeren Sinne gab es leider keine. Ich erinnere mich aber an eine Lesung, die ist aber mindestens 15 Jahre her.

Was macht für Dich das Werk von Barbara Frischmuth aus und wie ist dieses in die österreichische Literaturgeschichte einzuordnen?

Ich tu mir mit dem Begriff „das Werk“ ein wenig schwer, weil es für mich so viele Barbara Frischmuths gibt: Von der frühen Autorin der Klosterschule und den Mystifikationen der Sophie Silber (Werke, die ich als Jugendlicher vor 40 Jahren gelesen habe) bis zur Gartenschriftstellerin der 2000er Jahre, von der Kinderbuchautorin (Ida – und Ob – auch das eine Kindheitserinnerung!) bis zur Theater- und Hörspielautorin.  Über die Einordnung in die österreichische Literaturgeschichte sollen Berufenere urteilen.

Gibt es ein Lieblingsbuch von Ihr und warum dieses?

Immer noch Die Klosterschule. Erster Eindruck, der geblieben ist.

Welche Inspiration hinterlässt Ihr Schreiben, Ihre Weltsicht, Ihr Künstlerinsein?

Vielleicht: Dass man nichts unversucht lassen soll.

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Vielen Dank für das Interview!

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin 
*5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin

geboren 1941 in Altaussee, studierte Türkisch, Ungarisch und Orientalistik und war seitdem freie Schriftstellerin. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin lebte seit 1999 wieder in Altaussee. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Romane „Die Klosterschule“ (1968), „Die Mystifikationen der Sophie Silber“ (1976) oder „Kai und die Liebe zu den Modellen“ (1979), aber auch ihre zahlreichen Gartenbücher. Zuletzt im Residenz Verlag erschienen: „Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen“ (2021)„Schaufel, Rechen, Gartenschere“ in der Reihe „Dinge des Lebens“ (2023) und „Die Schönheit der Tag- und Nachtfalter“ (2025).    Der Residenz Verlag trauert um Barbara Frischmuth  31.3.2025

Felix Kucher, Schriftsteller _ Klagenfurt/Wien.

Felix Kucher, Schriftsteller

Aktueller Roman „Von Stufe zu Stufe“ Picus Verlag

https://www.picus.at/produkt/von-stufe-zu-stufe/

https://felix.kucher.at/

Fotos_

Portrait Barbara Frischmuth: Franz Johann Morgenbesser

Portrait Felix Kucher: Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig 31.3.2025

https://literaturoutdoors.com

Erinnerung an Barbara Frischmuth _ „Sie fehlt uns gerade auch in diesen Zeiten sehr“ Klaus Kastberger, Juryvorsitzender Bachmannpreis _ Graz 31.3.2025

Erinnerung an_ Barbara Frischmuth, Schriftstellerin  *5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Interview _ Klaus Kastberger, Professor für neuere deutschsprachige Literatur am Franz-Nabl-Institut der Universität Graz und Leiter des Literaturhauses Graz. Juryvorsitzender Bachmannpreis seit 2024; Jurymitglied Bachmannpreis seit 2015.

Lieber Klaus, was macht für Dich die Persönlichkeit und das Werk von Barbara Frischmuth aus? Wie ist dieses in die österreichische Literaturgeschichte einzuordnen?

Barbara Frischmuth war eine der ersten und wichtigsten Frauen, die es im Umfeld der österreichischen Avantgarde zu Anerkennung gebracht hat. Die sanft wirkende, dabei aber immer absolute unnachgiebige Art und Weise, in der sie das mit der Art ihres Schreibens geschafft hat, nötigt dem deutschsprachigen Literaturbetrieb bis heute höchsten Respekt ab. Mit ihrem Roman Die Klosterschule hat sie dem emanzipatorischen Schreiben eine breite und neue Leserschaft erschlossen. Viele außergewöhnliche Bücher, die auch andere kulturelle Räume verständlich gemacht haben, sind dem nachgefolgt. Frischmuths Leben und Schreiben waren von Haltung geprägt. Es war eine große Freude, mit ihr zu sprechen und sie als eine höchst markante Person zu erleben. Ihr Werk gehört zum Besten, was die österreichische Literatur hervorgebracht hat. Auch der österreichischen Politik hat sie ihre Meinung gegeigt. Sie fehlt uns gerade auch in diesen Zeiten sehr.  

Vielen Dank für das Interview!

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin 
*5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin

geboren 1941 in Altaussee, studierte Türkisch, Ungarisch und Orientalistik und war seitdem freie Schriftstellerin. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin lebte seit 1999 wieder in Altaussee. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Romane „Die Klosterschule“ (1968), „Die Mystifikationen der Sophie Silber“ (1976) oder „Kai und die Liebe zu den Modellen“ (1979), aber auch ihre zahlreichen Gartenbücher. Zuletzt im Residenz Verlag erschienen: „Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen“ (2021)„Schaufel, Rechen, Gartenschere“ in der Reihe „Dinge des Lebens“ (2023) und „Die Schönheit der Tag- und Nachtfalter“ (2025).    Der Residenz Verlag trauert um Barbara Frischmuth  31.3.2025

Klaus Kastberger

Klaus Kastberger, Professor für neuere deutschsprachige Literatur am Franz-Nabl-Institut der Universität Graz und Leiter des Literaturhauses Graz. Juryvorsitzender Bachmannpreis seit 2024; Jurymitglied Bachmannpreis seit 2015.

https://www.literaturhaus-graz.at/

https://bachmannpreis.orf.at/

Fotos_

Portrait Barbara Frischmuth: Franz Johann Morgenbesser

Portrait Klaus Kastberger: Konstantin Tzivanopoulos

Walter Pobaschnig 31.3.2025

https://literaturoutdoors.com

„Rücksicht“ David Stöckl, Schauspieler _ Wien 31.3.2025

Lieber David Stöckl, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Sehr voll, aber auch unterschiedlich: manchmal habe ich Kindertheater am Morgen, dann
natürlich unsere Proben für „Gefährliche Gedanken“. Jetzt gerade bin ich auch mit einer
anderen Produktion in den Endproben – also es gibt immer etwas zu tun!

David Stöckl, Schauspieler und Sprecher

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Rücksicht aufeinander nehmen. Keiner weiß zu 100% was im Leben des anderen los ist, mal ist es stressiger, mal entspannter. Besonders in den stressigen Zeiten tun sich oft körperliche und mentale Schwierigkeiten auf, die man selbst unterdrückt und dann kann es schnell einmal zu viel werden. Gegenseitige Nachsicht macht dies auf jeden Fall leichter.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Kunst ist ein Ventil sich auszudrücken, war es schon immer. Ich würde gar nicht akut von
„Aufbruch und Neubeginn“ sprechen, denn eigentlich ändert sich ständig etwas. Allerdings
können wir mit Hilfe der Kunst mit diesen Änderungen besser umgehen und sie verarbeiten.

Was liest Du derzeit?

Ich lese zurzeit „Warum in Wien das Römische Reich unterging und Vorarlberg nicht hinterm
Arlberg liegt“
von Fritz Dittlbacher. Es sind die verschiedensten Schmankerl aus allen Ecken
der österreichischen Geschichte.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Have a break, have a KK. 😉

Vielen Dank für das Interview, lieber David, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: David Stöckl, Schauspieler und Sprecher

Zur Person/über mich: David Stöckl, geboren 2001 in Mistelbach, ist ausgebildeter Schauspieler und Sprecher.

Im Weinviertel aufgewachsen, entdeckte er während seiner Oberstufenzeit die Leidenschaft für das Theater. Nach Abschluss der Matura und seines Zivildienstes besuchte er ab 2021 die Schauspielschule Krauss in Wien, die er 2024 mit Diplom abschloss.

Derzeit spielt er Theater für Volksschulen und Unterstufen mit dem Kontaktiertheater und probt nebenbei für Auftritte im Stadttheater Mödling und in der Scala Wien.

Aktuelle Produktion mit David Stöckl„Gefährliche Gedanken“ von Benedikt Wallner – _Regie: Jacky Surowitz _ Aera Wien 1.,Gonzagagasse 11 _ 6.4.2025 20.30h

Foto Portrait: privat

Walter Pobaschnig 30.3.2025

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