Hans Thoma, Der Bienenfreund, 1863, Öl auf Leinwand, 62,5 × 50,5 cm _ Karlsruhe, Staatliche Kunsthalle
Honiggelb. Die Biene in der Kunst. Von der Renaissance bis in die Gegenwart. Hg. Andreas Henning für das Museum Wiesbaden. Hirmer Verlag.
Es ist ein ganz besonderes Kunst-Highlight, welches das Museum Wiesbaden aktuell bis 22.6. bietet. Der über Jahrhunderte so inspirierende Dialog zwischen Kunst und Natur fokussiert sich dabei auf die so vielfältige Darstellung der Biene in der Kunst der frühen Neuzeit bis in die Gegenwart.
140 Exponate – Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Grafik, Kunstgegenstände, Medaillen und Illustrationen aus den bedeutendsten europäischen Museen wie aus Privatsammlungen – Rijksmuseum/Amsterdam, Staatliche Museen/Berlin, British Museum/London, Germanisches Nationalmuseum/Nürnberg, Musée du Louvre/Paris oder dem Musei Reali/Turin – laden zu einem Kennenlernen, Genießen des Bienenfluges in die Kunstgeschichte und deren vielfältigen Referenzen in Religion, Natur und Gesellschaft wie Kunst und Leben ein.
Lucas Cranach d. Ä., Venus mit Amor als Honigdieb, 1527, Schwerin, Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert
Dem außergewöhnlichen Kunstgenuss der Ausstellung begleitet in gewohnt großartiger Form der renommierte Münchner Hirmer Kunstverlag in Wort/Essay/Bild.
Es ist eine Freude der kompakten Information zu Natur, Bedeutung der Biene im Lebenskreislauf wie ihres Werdeganges in der Kunst von der Mythologie der Antike, der Symbolik in der Religion wie der ganz offenen, breitgefächerten Palette der Darstellung in der Kunstgeschichte in Vergangenheit und Gegenwart Seite um Seite zu folgen, zu entdecken und genießen zu können.
„Eine wunderbare Reise zu Natur und Kunst in Wort und Bild!“
Honiggelb. Die Biene in der Kunst. Von der Renaissance bis in die Gegenwart. Hg. Andreas Henning für das Museum Wiesbaden. Hirmer Verlag.
Beiträge von D. Berrens, V. Epple, S. Goertz, U. Pfisterer, J. Tautz u. a.
272 Seiten, 269 Abbildungen 25 x 30 cm, gebunden
ISBN: 978-3-7774-4509-0
49,90 € [D] | 51,30 € [A]
Veranstaltungsdaten:
Honiggelb — Die Biene in der Kunst
Von der Renaissance bis in die Gegenwart
Die Biene ist die Sympathieträgerin des 21. Jahrhunderts. Die große Frühjahrsausstellung gibt einen umfassenden Einblick in die spannende Geschichte der Biene in der Kunst, von der Renaissance bis in die Gegenwart.
Wiesbaden | Hessisches Landesmuseum für Kunst & Natur
Zur Person/über mich:Alyona Pynzenyk ist eine in Wien lebende ukrainische Geigerin, die sich auf freie Improvisation, zeitgenössische Musik und Performance spezialisiert hat. Ihre künstlerische Überzeugung ist, dass die Zusammenarbeit und Interaktion zwischen Künstlern eine große Quelle der Inspiration, der Entdeckung, der Selbstreflexion, des gegenseitigen Wachstums und vor allem der Freude ist.
Sie ist als Solistin und Ensemblemitglied tätig und arbeitet regelmäßig mit renommierten nationalen und internationalen Ensembles für zeitgenössische Musik zusammen, wie z.B. Klangforum Wien, NeuRaum, Schallfeld, Kollektiv Ensemble Coincidence (Mitbegründerin).
In ihren eigenen Projekten, die meist auf frei improvisierter und zeitgenössischer Musik basieren, erforscht sie immer wieder neue Ansätze der Improvisation und Klangästhetik. Dazu gehören die einzigartige Gruppenprojektreihe Impro Gang, das Duo VV mit Stefan Voglsinger (Elektronik), das Duo mit Philipp Kienberger (Bass), das Trio Pynzenyk/Duit/Rosilio (Violine/Schlagzeug/Bass) und andere. In den letzten Jahren spielte Alyona bei renommierten europäischen Festivals und Konzertreihen. Dazu gehören die Salzburger Festspiele, das Festival Wien Modern, das Impuls Festival Graz, die Open music Reihe für zeitgenössische Musik in Graz, das STIO Festival für Neue und Improvisierte Musik, die Styriarte (AT) und das Mixtur Festival (ES).
Alyona ist dafür bekannt, dass sie in ihren Auftritten verschiedene Musikstile kombiniert, sei es klassische, zeitgenössische oder Theatermusik. Dieselbe Flexibilität wendet sie auch auf ihre Arbeitserfahrungen an, z.B. als Substitutin im Grazer Philharmonischen Orchester (AT) (bis 2023), als Assistentin an der Doktoratsschule für künstlerische Forschung (KUG, Graz AT) (bis 2022), als Lehrerin an der Musikschule Zentrum für Musikvermittlung in Wien (derzeit) oder als Performerin/Geigerin in der Volkstheaterproduktion „Villa Orlofsky“ (2025).
Ihre klassische Musikausbildung absolvierte sie in der Ukraine (Uzhgorod Zador Music College, Mykola, Lysenko Lviv National Music Academy) und in Österreich (Universität für Musik und darstellende Kunst Graz), wo sie ein Bakkalaureat in klassischer Musik und einen Magister in Performance and Practice in Contemporary Music (PPCM) unter der Leitung des Ensembles Klangforum Wien erwarb.
Liebe Alyona Pynzenyk, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus
Ich mag gut und viel frühstücken, wenn möglich mit verschiedenen Geschmäcken, Früchten und gutem Kaffee. Dann gibt es ein paar Variationen des Tages, die die Länge meines Frühstücks beeinflussen: Arbeitstag (mit dem Plan vom aktiven Proben, freiberufliche Büroarbeit, Unterrichten oder Reisen) und Freizeittag, wo ich versuche, nichts zu planen (es ist sehr schwierig) und den Tag so zu erleben, wie er von selbst geht und was er anbietet.
Ich liebe es, mit Menschen zusammen etwas zu schaffen. Das kann alles sein, von wahnsinnig komplexen Stücken zusammen zu üben und nach dem genauesten und schönsten Ergebnis zu suchen, oder ganz intuitiv miteinander zu improvisieren und sich auch im Prozess besser kennenzulernen. Auch das Unterrichten macht mir sehr viel Spaß. Meine Schüler (meistens Kinder 6-12) sind die kreativsten und lustigsten Menschen, die nicht nur das Geigenspiel von mir lernen, sondern auch als Bonus immer die schönsten und freeminded Geschichten mit mir teilen.
So, zwischen Menschenaustausch und Projektgestaltung vergeht mein Tag. Wenn ich es schaffe auch, Vogelsang am Tag zu genießen und ein paar Bäume anzuschauen oder ein paar Minuten in Stille mit meinem Freund zu sitzen, dann kann es jeden Tag, egal ob es ein Arbeitstag oder ein freier Tag ist, gut beeinflussen. Das einzige was noch fehlt ist ein eigener Garten und die Katze.
Alyona Pynzenyk, Geigerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Um sich selbst achten, um anderen bewusst und respektvoll sein, miteinander reden, sich gegenseitig unterstützen, Komplexitäten des Lebens teilen und voneinander lernen. Sich gemeinsam um die Zukunft des Planeten kümmern, dabei durchatmen und sich erinnern, die kleinen Momente hier und jetzt genießen. Und schließlich manchmal wie Kinder spielen, ohne Sinn und Gewinn, aber mit Neugierde.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?
Ich glaube, wir waren schon immer an diesem Punkt, aber jetzt ist es kritisch geworden. Als ob wir als Menschheit jetzt eine Prüfung bestehen müssen. Die Themen sind z.B.: Verantwortung, Selbstvertrauen, Mitgefühl, Recycling von unnötigen Ängsten und Befreiung von blockierenden Emotionen, Vertrauen, Neugier, Spiel, alles was die Qualität des Lebens beeinflusst, jetzt oder später. Musik und Kunst sind immer dabei, bei all diesen Themen kann man sie als Reflexions- und Ausdrucksmittel benutzen.
Musik ist wie eine Blume. Direkt macht sie manchmal keinen Sinn, aber durch das Beobachten (Hören) des Schönen findet sie ihren Weg und verbindet etwas im Gehirn des Schauenden.
Was liest Du derzeit?
Zur Zeit lese ich das Buch „Das Schreckliche, das Schöne und das Hässliche von Tschornobyl“ von Olena Pareniuk (Doktorin der Strahlenbiologie) und Kateryna Shavanova (Doktorin der biologischen Wissenschaften in Genetik).
Das Buch ist auf Ukrainisch erhältlich, aber ich hoffe, dass es übersetzt wird.
Es geht nicht nur darum, die Grundlagen der Strahlenwissenschaft zu entdecken und die Menschen kennenzulernen, die sich mit den Folgen der Katastrophe beschäftigen. Man beginnt zu verstehen, was in Tschornobyl passiert und wie die Zukunft der Strahlung und der nuklearen Sicherheit in der Welt aussehen könnte, wenn der Krieg in der Ukraine vorbei ist. Tschornobyl ist auch der einzige Ort auf der Welt, wo dasselbe Territorium und dieselben Menschen mit den Folgen der Tragödie, der Besetzung durch die russische Armee und dem Schutz der ganzen Welt vor radioaktiver Strahlung zu kämpfen haben.
Auf der anderen Seite fängt man irgendwann an sich zu bewundern, wie stark und potentiell die Kraft der Natur ist, um sogar die schrägsten Fehler der Menschheit ins Leben zu recyceln (es geht um neue Stämme von Bakterien und Pilzen, die die Strahlung verbrauchen).
Schließlich finde ich, dass die Katastrophe von Tschornobyl und wie die Menschheit damit umgeht (Verantwortlichkeit, Schutz, sich gegenseitig zu unterstützen und ein Land nicht mit der Verantwortung allein zu lassen) genau das widerspiegelt, was schön und gleichzeitig hässlich an unserer menschlichen Natur ist. Die Tragödie dient als Mikroskop der menschlichen Natur.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Mein Großvater war ein auf den ersten Blick ganz normaler Lehrer in einem kleinen Dorf. Aber er war auch einer der besten Menschen in meinem Leben, ein Vorbild an Freigeist mit eigener Lebensphilosophie, eigenen Ideen und Selbstvertrauen in diese, Neugier und Empathie.
Er erwähnte immer das Zitat des berühmten ukrainischen Philosophen Hryhorii Skovoroda (1722 – 1794). Es lautet: „Svit lovyv mene, ale ne spijmav“, „Die Welt hat versucht, mich zu fangen, aber es ist ihr nicht gelungen“. Wie ich es verstehe, bedeutet es: der eigenen Freiheit treu zu bleiben, sie zu pflegen und mit sich selbst ehrlich zu sein.
Alyona Pynzenyk, Geigerin
Vielen Dank für das Interview, liebe Alyona, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Alyona Pynzenyk, Geigerin
Zur Person/über mich:Alyona Pynzenyk ist eine in Wien lebende ukrainische Geigerin, die sich auf freie Improvisation, zeitgenössische Musik und Performance spezialisiert hat. Ihre künstlerische Überzeugung ist, dass die Zusammenarbeit und Interaktion zwischen Künstlern eine große Quelle der Inspiration, der Entdeckung, der Selbstreflexion, des gegenseitigen Wachstums und vor allem der Freude ist.
Sie ist als Solistin und Ensemblemitglied tätig und arbeitet regelmäßig mit renommierten nationalen und internationalen Ensembles für zeitgenössische Musik zusammen, wie z.B. Klangforum Wien, NeuRaum, Schallfeld, Kollektiv Ensemble Coincidence (Mitbegründerin).
In ihren eigenen Projekten, die meist auf frei improvisierter und zeitgenössischer Musik basieren, erforscht sie immer wieder neue Ansätze der Improvisation und Klangästhetik. Dazu gehören die einzigartige Gruppenprojektreihe Impro Gang, das Duo VV mit Stefan Voglsinger (Elektronik), das Duo mit Philipp Kienberger (Bass), das Trio Pynzenyk/Duit/Rosilio (Violine/Schlagzeug/Bass) und andere. In den letzten Jahren spielte Alyona bei renommierten europäischen Festivals und Konzertreihen. Dazu gehören die Salzburger Festspiele, das Festival Wien Modern, das Impuls Festival Graz, die Open music Reihe für zeitgenössische Musik in Graz, das STIO Festival für Neue und Improvisierte Musik, die Styriarte (AT) und das Mixtur Festival (ES).
Alyona ist dafür bekannt, dass sie in ihren Auftritten verschiedene Musikstile kombiniert, sei es klassische, zeitgenössische oder Theatermusik. Dieselbe Flexibilität wendet sie auch auf ihre Arbeitserfahrungen an, z.B. als Substitutin im Grazer Philharmonischen Orchester (AT) (bis 2023), als Assistentin in der Doktoratsschule für künstlerische Forschung (KUG, Graz AT) (bis 2022), als Lehrerin an der Musikschule Zentrum für Musikvermittlung in Wien (derzeit) oder als Performerin/Geigerin in der Volkstheaterproduktion „Villa Orlofsky“ (2025).
Ihre klassische Musikausbildung absolvierte sie in der Ukraine (Uzhgorod Zador Music College, Mykola, Lysenko Lviv National Music Academy) und in Österreich (Universität für Musik und darstellende Kunst Graz), wo sie ein Bakkalaureat in klassischer Musik und einen Magister in Performance and Practice in Contemporary Music (PPCM) unter der Leitung des Ensembles Klangforum Wien erwarb.
Marseille 1940. Eine Stadt und ein Jahr, die zu einem dramatischen europäischen Fluchtpunkt nach der Invasion deutscher Truppen in Frankreich werden. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, den sich Jüdinnen und Juden, wie weitere politisch und ideologisch Verfolgte ohne Gewissheit in die Freiheit zu gelangen zu können, stellen müssen.
Darunter sind auch viele Schriftsteller:innen, die mittels Fluchthilfe oder auf eigene Faust zu entkommen suchen. Es sind Monate, Tage und schließlich Stunden voller Angst, bis es gelingt in die rettende Freiheit zu gelangen oder das grausame Ende in Verfolgung und Tod erleiden zu müssen.
Uwe Wittstock, renommierter Schriftsteller und Autor,legt ein bestens recherchiertes literaturhistorisches Buch vor, welches Stationen und Wege deutschsprachiger Schriftsteller:innen in schlimmster Wendezeit mitreißend darstellt und erzählt.
„Eine beeindruckende Zeitreise zu dunkelsten wie mutigsten Tagen deutschsprachiger Literatur zwischen Flucht, Freiheit und Verhängnis“
Marseille 1940. Die große Flucht der Literatur. Wittstock, Uwe. C.H.Beck Verlag
Liebe Monica Cantieni, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Als würde ich in ein Büro gehen. Körperpflege und danach ein Cappuccino. Ich versuche, keine Mail zu lesen früh am Morgen, wenn ich dabei bin, an einem Text zu schreiben. Dann habe ich die Recherche schon erledigt, wenn ich schreibe oder ich brauche so wenig Recherche für den Text, dass ich sie beim Schreiben erledigen kann. Zwischendurch. Bei einer Kurzgeschichte, wie ich sie schrieb für die nationale Veranstaltungsreihe MENSCH SEIN | BEING HUMAN, Autor*innen gegen Hass, die noch bis Herbst 2025 läuft – die letzte Station ist im November in Lausanne – habe ich nur Details recherchieren müssen. Die Fragen taten sich beim Schreiben auf. Ich las Statistiken. Mehr brauchte es nicht. Aber beispielsweise beim spartenübergreifenden Projekt «Alberi arrabiati/Wütende Bäume», einer Installation im Park des Museo Villa dei Cedri in Bellinzona recherchierten das Künstlerpaar Hemauer / Keller und ich parallel wissenschaftliche Texte zu Vorgängen in Bäumen. Wie sie trinken, wie Buchen auf die Klimaerwärmung reagieren, was die neuesten Erkenntnisse sind, ob und falls ja: wie sie kommunizieren. Wie sich der Stress bei ihnen zeigt, weil es zu warm und somit zu trocken ist, wie sie sich zu wehren versuchen. Erst danach konnte ich die Monologe des Baums schreiben, der in fünf Eskalationsstufen immer wütender wird und spricht, flucht, lästert und uns schlussendlich die Pest an den Hals wünscht. Die Audios werden ausgelöst durch ein Feuchtigkeitsmessgerät, das am Baum angebracht ist. Je schlechter es dem Baum geht, desto mehr flucht und wütet er – gegen uns, die Menschen.
Lange Texte verlangen einen anderen Atem. Er muss länger halten. Es ist wie Apnoetauchen ohne den Wunsch nach einem neuen Rekord. Es ist ein Aufgehen im Text, ein Kennenlernen und Erfahren des Textes beim Schreiben, sogar für das Meer um mich bin ich zuständig; immer mit dem Wissen, dass ich wieder auftauchen muss und auch soll. Je nach Mix der Textsorten und auch Arbeiten, die wohl die meisten von uns tun, um zusätzliches Geld zu verdienen, kann ich also nicht sagen, dass mein Tagesablauf ein geregelter ist. Er beginnt immer um 08.00 Uhr. An Schulen – mit einem Workshop oder dem Jugendbuch unter dem Arm – selbstverständlich auch früher. Das schon. Aber danach ist vieles offen und wird laufend angepasst. Immer an das, was es braucht.
Monica Cantieni, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Darüber nachzudenken, in welcher Gesellschaft wir leben wollen, wer wir als Gesellschaft und als Einzelne sein wollen. Menschlich und auf unsere Umwelt bezogen.
Wollen wir ökologisch weiter Raubbau betreiben? Unsern Kindern und Enkel*innen Wüsten und Trümmer hinterlassen?
Wollen wir eine Gesellschaft sein, die dem Märchen von der Lügenpresse aufsitzt und aktiv daran mitarbeitet, die Pressefreiheit abzuschaffen? Wer würde dann berichten über sozialisierte Verluste und personalisierte Gewinne, kostspielige Missstände über Gemauschel auf Kosten der Steuerzahler*innen, von denen viele ärmer werden und sehr wenige immer reicher?
Wollen wir eine Gesellschaft sein, die weiterhin dem Aufstiegsmärchen hinterherrennt, nur um irgendwann feststellen zu müssen, dass das Versprechen ein leeres ist und wir aus Wut und Frustration gewillt sind, ohne einen Funken von Menschlichkeit Schwächere und Geschwächte zu treten? Wollen wir eine Gesellschaft werden, welche Empathie und demokratische Werte für Schwäche hält, eine Gesellschaft, die so hochgradig individualisiert lebt, dass wir als Individuen nicht mehr fähig sind oder uns in der Lage sehen, Gemeinsinn zu pflegen; eine Gesellschaft, die Minderheiten nicht schützt sondern ausgrenzt und sie zunehmender Gewalt ausliefert? Dazu gehören auch Frauen, die beileibe keine Minderheit sind. Möchten wir da dabeigestanden haben? – Beim Rückschritt? Beim Einschüchtern, bei Prügel, dem Blut, der Demütigung, der Angst, einem ersten Toten, dann einem nächsten, später vielen? So lange, bis es unsere Liebsten trifft oder uns selbst – aus irgendeinem Grund, den wir nicht verstehen?
Möchten wir also eine Gesellschaft sein, die Menschenrechte mit Füssen tritt, die Gesetze, die sie uns garantieren, wieder ersetzen durch das Recht des Stärkeren? Um dann die Würde ganzen Menschengruppen einfach willkürlich abzusprechen, zu Hause oder am Stammtisch zu entscheiden, wer letztendlich ein Existenzrecht hat und wer nicht und danach die Exekution in Auftrag zu geben, zu exekutieren oder der Exekution billigend beizuwohnen? Ob nun ökonomisch oder mit einer Waffe in der Hand.
Wollen wir unsere Freiheit wahrnehmen, die wir alle haben?. Unsere Verantwortung darin – oder lieber nicht? Hier. In noch weiten Teilen Europas.
Wir sind an einem Scheideweg.
Manchmal hilft es mir, mir vorzustellen, wie ich erinnert werden möchte? Wer möchte ich gewesen sein? Möchte ich jemand sein, für den sich meine Kinder, meine Enkel*innen mit dem Abstand eines halben Jahrhunderts schämen, wenn sich der Wertekompass wieder erholt hat oder möchte ich jemand sein, von dem sie gerne erzählen? Ich frage mich tatsächlich nie, was meine Nachbarn von mir denken. Aber wie die Geschichte in Form meiner Enkel*innen auf mich zurückschaut sehr wohl.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Sie soll unbestechlich Zeuge sein. Stark soll sie sein wie der Espresso an jedem italienischen Autogrill, süss und schmerzhaft wie die erste glückliche Liebe und frech wie der Wellensittich meine Tante Tilde.
Was liest Du derzeit?
Asal Dardan, Traumaland, Hoffmann und Campe (Sachbuch)
Paul Lynch, Das Lied des Propheten, Klett-Cotta (Roman)
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Nicht müde werde, Hilde Domin
Nicht müde werden
sondern dem Wunder
leise
wie einem Vogel
die Hand hinhalten
Monica Cantieni, Schriftstellerin
Vielen Dank für das Interview, liebe Monica, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Monica Cantieni, Schriftstellerin
Zur Person/über mich:Monica Cantieni, Schriftstellerin, wohnt in Wettingen. Ihr Roman Grünschnabel, Schöffling & Co, Frankfurt a.M., 2011 wurde für den Schweizer Buchpreis nominiert, sowie – in seiner englischen Übersetzung 2015 – für den First Book Award des Edinburgh International Book Festivals. Der Roman ist in sechs Sprachen übersetzt. Für SRF baute sie das Onlineangebot der Abteilung Kultur auf und leitete es mehrere Jahre. Ihre Filmplattform Frischfilm gewann den Grimme Online Award. Ihr erstes Jugendbuch, Zwischen Leben, erschien 2023 bei da bux und ist in Bangla und Mararthi übersetzt.
Sie ist Mitbegründerin von «MENSCH SEIN | BEING HUMAN, Autor*innen gehen Hass», einer nationalen Lese-Veranstaltungsreihe gegen Hass und ferner Mitglied der «Creative Climate Leadership Switzerland», die mit künstlerischen Projekten auf die Klimaveränderung aufmerksam macht. Zum Beispiel mit dem Künsterduo Hemauer / Keller im Museo Villa dei Cedri, Bellinzona mit der Parkinstallation «Alberi arrabiati/Wütende Bäume».
„Mein Vater hat mich für 365.- Franken von der Stadt gekauft.“ So beginnt die Geschichte eines Kindes, das, zur Adoption freigegeben, bei neuen Eltern im Immigrantenmilieu der 1970er Jahre landet. Inmitten dieser bunt gemischten Umgebung versucht das Kind Fuß zu fassen und sich, mit Hilfe einer Wörtersammlung in vielen Streichholzschachteln, zurechtzufinden. Was nicht so einfach ist; und richtig groß werden die Probleme, als es beim italienischen Gastarbeiter im Kleiderschrank eine Entdeckung macht, die eine Lawine auslöst.
GRÜNSCHNABEL besticht durch ungewöhnlichen Bilderreichtum, eine eigenwillige Erzählweise und lakonische Dialoge.
Monica Cantieni wurde für diesen Roman vom Aargauer Kuratorium gefördert. Felicitas Hoppe urteilte als Mitglied der Jury: „Der tragisch-komische Ton bricht mit vertrauten realistischen Erzählmustern und öffnet, Traditionen osteuropäischer Literatur folgend, bei aller Zeitgenossenschaft imaginäre Räume jenseits von Ort und Zeit.“
Josephine Baker, einer der klingendsten Namen des modernen Varieté/Revue Theaters der 1920/30er Jahre. Die so vielseitige Künstlerin wurde am 3. Juni 1906 in St. Louis, Missouri/USA geboren und ging unter schwierigsten familiären, sozialen Verhältnissen selbstbewusst ihren künstlerischen Weg in Tanz, Gesang, Style (legendär das Bananenkostüm) von Berlin bis Paris.
Josephine Baker war ein schillernder Star, der umjubelt wie auch angefeindet und etwa mit Auftrittsverboten in Wien, Prag, Budapest und München belegt wurde. Doch das schüchterte sie nicht an. Engagiert ging sie ihren Weg künstlerisch wie auch gesellschaftspolitisch weiter und setzte sich mutig im II.Weltkrieg in der Resistance wie in der Bürgerrechtsbewegung in den USA zu Beginn der 1960er ein. Beim legendären Marsch auf Washington am 28.August 1963 war sie die einzige weibliche Rednerin. Ebenso adoptierte sie 12 Kinder unterschiedlicher Hautfarben und Herkunft, um gegen Rassismus zu protestieren.
Am 12. April 1975 stirbt sie in Paris an den Folgen einer Hirnblutung und wird in Monaco beigesetzt. 2021 wird sie in das Pariser Panthéon eingenommen.Der Kreis einer beeindruckenden Persönlichkeit, Frau, Künstlerin und Aktivistin schließt sich auf würdevollste Weise.
So gut dokumentiert ihr künstlerischer wie gesellschaftspolitischer Lebensweg ist, so groß sind bisher Leerstellen des persönlichen Lebens in vielen Aufbrüchen und Herausforderungen. Was waren die Beweggründe, Gedanken des Superstars am Weg zu Bühne, Leben, Liebe? Wie blickte sie auf ihre Kindheit, ihre so früh verordnete Ehe und ihre weiteren Begegnungen, Beziehungen zurück? Was war ihr als Künstlerin, Frau, engagierte Weltbürgerin wichtig?
All diesen Fragen und mehr gehen nun die vorliegenden Memoiren nach, von denen ihr Adoptivsohn Jean-Claude-Bouillon Baker im Vorwort kurz und bündig treffend sagt „Dieses Buch ist ein Wunder“.
Und das ist es. Ein Staunen, Miterleben begleitet Seite um Seite eine künstlerische Lebensreise zu einem ganz außergewöhnlichen schillernden Leben in schwierigsten politischen Zeiten.
Der französische Journalist und Schriftsteller Marcel Sauvage zeichnete diese Lebenserinnerungen auf. Im Vorwort beschreibt er erste Begegnungen in den 1920er Jahren und blickt auf den Prozess der Zusammenarbeit zurück.
Und dann beginnt das „Wunder“ – der Vorhang hebt sich, die Künstlerin spricht, erzählt selbst und ein Buch wird zum fliegenden Teppich hinein in Zeit und Leben Josephine Bakers in allen Jahreszeiten von Kunst, Existenz, Gesellschaft.
„Die Memoiren des Superstars des Revuetheaters der 1920/30er Jahre wie engagierten Aktivistin als biographische Buchsensation des Jahres!“
Es sind Worte der portugiesischen Dichterin Florbela Espanca (* 8.12 1894 Vila Viçosa; † 8.12 1930 Matosinhos), die in ihrem kurzen Leben in größten Herausforderungen wie intensivsten poetischen Transformationen von Liebe, Verlust, Schmerz ein ganz außergewöhnliches literarisches Erbe hinterließ, dessen Entdeckung ein besonderer Schatz weiblicher, erschütterter Existenz zwischen Leben und Kunst in den gesellschaftspolitischen Umbrüchen zu Beginn des 20.Jahrhunderts ist.
„Liebe mich, wie wahnsinnig, wie von Sinnen,
Oh, mein Liebster! …
So winzig klein ist das Leben…
wie Wasser, das verfließt…“
Catrin George Ponciano, seit 26 Jahren in Portugal lebende Schriftstellerin und Journalistin, stellt im vorliegenden Buch in einem wunderbaren Dialog von Biographie, Poesie in Wort&Bild die literarische Stimme wie die Lebensstationen von Florbela Espanca in großartiger Recherche, Auswahl und Kombination vor.
Es ist eine sensationelle Buch-Reise in ein Leben, ein Land, eine Poesie, die Herz und Seele ganz aufmerksam wie intensiv öffnen und eintauchen lassen in ein Meer von Existenz in allen Schönheiten, Horizonten, Stürmen und stillen Ufern.
„Eine wunderbare Vorstellung einer faszinierenden literarischen Stimme Portugals!“
Zur Autorin: Catrin George Ponciano lebt seit 26 Jahren in Portugal und publiziert journalistische Beiträge, Essays, Reiseliteratur und polithistorische Kriminalromane. Die Portugal- Kennerin organisiert regelmäßig Literatur-Touren und vermittelt ihr Wissen als Seminarleiterin auf Bildungs- und Lesereisen.
Nikoletta Kiss, Schriftstellerin _ Wien _ Station bei Malina 3/25
„Wir versteckten uns im Maisfeld, erzählten uns Geschichten von erfundenen Liebschaften, pflückten Maispuppen mit goldenen Haaren. Nichts geschah jeden Tag. Es waren die glücklichsten…“
Es sind Erinnerungen Mártas an die Sommertage am Balaton mit ihrer Cousine Theresa.Die Weite des Sees, die Weite der Tage und Nächte, die Wege, Worte der Jugend im Augenblick endloser Träume hinter Grenzen und Mauern der 1980er Jahre in Osteuropa.
Erfahrungen erster Liebe, Nähe, Stürme in Kopf und Körper, die sie miteinander teilten und bewahrten. Jetzt so viele Jahre später im Angesicht der Nachricht des Todes von Theresa tauchen über dem Horizont des gewordenen Lebens an der Seite von Andràs all diese Bilder, Orte, Worte wieder auf…
Und die Gedanken wandern weiter in der Erinnerung zum Aufbruch Mártas nach dem Schulabschluss. Nach Ost-Berlin, zu Theresa, in die Welt der Worte, der Kunst, hinter der drohenden Mauer mitten durch geteiltes Leben in Ost und West. Und dann Konstantin, Schriftsteller, der selbstbewusst seinen Weg geht, hin zur Freiheit in Kunst und Leben. Gespräche, Nähe, Begehren, eine sanfte Welle, die alle Drei nun trägt und doch so viel zerreißen, abbrechen lassen wird…zwischen Freiheit und Unfreiheit der Zeit, der Liebe, der Freundschaft, zwischen Schuld und Erinnerung…
„Ich stelle mich Deinen Fragen, Màrta, stelle Du Dich meinen. Du liebtest ihn, nicht wahr? Du liebtest ihn von Anfang an.“
Nikoletta Kiss, in Wien lebende Schriftstellerin, legt mit „Rückkehr nach Budapest“ einen Roman als sensationellen Polit- und Liebesthriller der 1980er Jahre vor, der filmgleich Leben und Zeit um die Mitte einer dramatischen Liebe, Freundschaft großartig lebendig werden lässt und in ganz intensiven dichten wie überraschenden Momenten Seite um Seite mitreißt.
Dieser Roman, der in Budapest geborenen und in Berlin aufgewachsenen Schriftstellerin, ist zweifellos eine literarische Sensation, die in einem ganz besonderen Sprachrhythmus, leicht, dicht, direkt, packend Atmosphäre und Dramatik erzeugt wie in dem komplementären Stil von Gesellschaft, Leben, Liebe an ganz große Traditionen der Literatur wie des Polit-Thrillers anschließt und spannend wie selbstbewusst neu öffnet.
Ein großartiger Roman über Zauber und Verhängnis von Liebe und Freundschaft zwischen Zeit und Grenzen.
Nikoletta Kiss ist eine fantastische literarische Stimme, die Liebe und Freundschaft in Zauber, Drama und Verhängnis einmalig gesellschaftshistorisch wie zeitlos lebendig werden lässt. Sie ist der neue Milan Kundera.
Nikoletta Kiss, Schriftstellerin _ Wien _ Station bei Malina 3/25
„Rückkehr nach Budapest“ Nikoletta Kiss. Roman. Insel Verlag.
Fester Einband mit Schutzumschlag, 301 Seiten,
Erscheinungstermin: 24.02.2025
Sprachen: Deutsch
978-3-458-64501-6
Insel Verlag, 1. Auflage, Originalausgabe
23,00 € (D), 23,70 € (A), 32,90 Fr. (CH)
ca. 13,4 × 21,0 × 3,0 cm, 394 g
eBook (EPUB), 301 Seiten
978-3-458-78294-0
Insel Verlag, 1. Auflage, Originalausgabe
19,99 € (D), 19,99 € (A), 25,00 Fr. (CH)
Walter Pobaschnig 3/25
Fotos _ Walter Pobaschnig _ Romanschauplatz „Malina“ _ Wien _ 3/25
Mario Wurmitzer, Schriftsteller und Theater-Autor, Wien Mario Wurmitzer, Schriftsteller und Theater-Autor, Wien
Es beginnt mit einem Zufall im Lebensfluss von Emil, in dem er sich treiben lässt, zu schwimmen sucht, je nachdem
„Ich habe die Stellenausschreibung auf willhaben entdeckt und mir gedacht, na ja, könnte besser sein, als Essen auszuliefern oder in einem Versandlager Pakete zu sortieren…“
Und jetzt ist er da, in einem Tiny House der Firma „Modern Home“, in dem er rundum um die Uhr gefilmt wird, im Live-Stream ist, um diese Wohnform vorzustellen, zu bewerben und vor allem zu verkaufen. Er schreibt, empfängt Maxim und beobachtet das Leben rundum.
Schließlich wird er gekündigt und muss das Haus verlassen, zu wenig Umsatz
„Mit 40 Grad Fieber schleppe ich mich zum Fenster, öffne es und schreie hinaus „Den Umsatz muss der Vertrieb machen, nicht ich! Der Vertrieb, hört ihr, der Vertrieb!““
Und jetzt geht es wieder in die Stadt, hinein in die Suche nach Wohnraum, Lebensraum, Arbeitsraum, Glück zwischen und all dem Morast und Labyrinth eines Landes, einer Gesellschaft am Weg nach vor oder zurück, je nachdem
„Mir hingegen ist das ja alles egal, der große Crash, der Untergang, na und, das Leben geht weiter…“
Mario Wurmitzer, in Wien lebender Schriftsteller und Theater-Autor, Bachmannpreis Nominierter 2023, lädt in seinem dritten Roman zu einer Hochschaubahn modernen Lebens, Orientierens im Arbeits- wie Privatleben.
Zwischen ungewissem Morgen, der Forderung und Überforderung von Sein und Schein in online und realen Erfahrungen, Darstellungen, Begegnungen und dem Scheitern, Aufbrechen und Wiederbeginnen rundum.
Der in Ich-Perspektive gehaltene Roman ist sowohl in seiner direkten mitreißenden Sprach- und Erzählform, die genuin wie genial ist, wie auch der satirisch gesellschaftskritischen Kraft, ein ganz großer Wurf. Hier meldet sich ein Schriftsteller ganz laut und unüberhörbar zu Wort und stürmt in die erste Reihe deutschsprachiger Literatur der Gegenwart.
„Schonungslos mutig und unerschrocken satirisch genial in Sprache, Leben und Gegenwart ist Tiny House ohne Frage ein Spitzentitel des Literaturjahres!“
Mario Wurmitzer, Schriftsteller und Theater-Autor, Wien
Tiny House, Mario Wurmitzer. Roman. Aufbau Verlag.
Hardcover mit Schutzumschlag
221 Seiten
Veröffentlichung 12.03.2025
ISBN 978-3-351-04231-8
Hardcover 22,00 €
E-Book 16,99 €
Walter Pobaschnig 3/25
Fotos _ Walter Pobaschnig _ Beatrixgasse/Wien 5/23
Martin Horváth, Schriftsteller _ Station bei „Malina“ _ Wien 3/25
Es beginnt mit einer Ansprache:
„Meine Damen&Herren, ich hoffe, Sie nehmen das nicht persönlich: Ich habe vor die Menschheit auszurotten.“
Das wird passieren, sagt die Stimme. Wann, wie, wo bleibt noch offen. Doch nun wird Jakob Metzger angekündigt, der an einem Februartag 2024 im Kloster von San Lorenzo Settefratti ankommt.
„Steigen Sie also ein, meine Herren&Herrinnen, machen sie es sich herinnen bequem: Treten wir gemeinsam die Reise in den sonnigen Süden an…“
Jakob klopft eingeladen an die Tür des Klosters darin eine Gemeinschaft am geheimen Projekt der radikalen Veränderung von Gesellschaft, der Zusammenhänge von Macht&Geld mit den modernen Mitteln und Möglichkeiten der KI (Künstliche Intelligenz) arbeitet und den Neuankömmling nun neugierig begutachtet. Sein Vorleben in der Wirtschaft wie auch in einem Franziskanerkloster lässt zunächst Skepsis aufkommen, was könnte er wollen?
Doch dann öffnen sich die Türen…und die Reise beginnt für alle spannend, dramatisch und überraschend in die Gründe und Abgründe von Gesellschaftsprozessen und den Chancen künstlicher Intelligenz und Algorithmen bei Umverteilung und Gerechtigkeit zu werden inmitten aller Lebensbegegnungen, Erfahrungen…
Martin Horváth, in Wien geborener und lebender Schriftsteller und Musiker, legt mit „Baroco“ einen Roman voller sprachlicher, existentieller wie gesellschaftskritischer und -visionärer Strahlkraft vor, der in einmaliger erzählerischer Virtuosität, die spielerisch im wunderbaren Rhythmuswechsel Leserin und Leser vom ersten Satz an großartig zu einem Erlebnis von Wort, Welt und Überraschung mitnimmt.
Martin Horváth, Schriftsteller _ Station bei „Malina“ _ Wien 3/25
Der so vielseitige Schriftsteller, der lange Spaziergänge in der Stadt wie in der Natur liebt und auch für das Fotoshooting zu dieser Buchvorstellung die Höhe nicht scheute, jongliert in seinem dritten ganz fein gesponnenen Roman genial historische, politische, theologische Referenzen in einem hintergründigen Story-Labyrinth, das in Witz und Überraschung einmalig lesend genießen wie kritische Reflexionsimpulse von Mensch und Gesellschaft mitnehmen lässt.
„Ein Roman als begeisterndes literarisches Feuerwerk von Sprache, Welt und Zukunft!“
„Baroco“ Martin Horváth. Roman. Kremayr & Scheriau Verlag.
Hardcover mit Schutzumschlag, gebunden
440 Seiten, Format 12,0 x 20,0
1.Auflage, Kremayr & Scheriau März 2025
27,00 € inkl. MwSt.
ISBN: 978-3-218-01450-2
E-Book
ISBN: 978-3-218-01451-9
Walter Pobaschnig 3/25
Alle Fotos _ Walter Pobaschnig, Wien/Ungargasse 3/25