Bachmannpreis 2025 _ Nominierteninterview _ „diese schreibgeilheit im schreiben selbst herstellen“ Max Höfler, Schriftsteller _ Graz 20.5.2025

Bachmannpreis 2025_  im Interview:

Max Höfler, Schriftsteller _ Bachmannpreis Nominierung 2025

Max Höfler, Schriftsteller _
Bachmannpreis Nominierung 2025

Lieber Max Höfler, herzliche Gratulation zur Bachmannpreisnominierung! Wie und wann hast Du von Deiner Nominierung erfahren? Was war Deine erste Reaktion und wie sieht jetzt die Vorbereitung aus?

es hat mich jemand mit einer unbekannten nummer angerufen. ich habe trotzdem abgehoben und dann danke gesagt.

jetzt ziehe ich um.

Wie war Dein Weg zum Schreiben?

so etwas passiert einfach. da wird man reingezogen und dann hat man den scherben auf.

Wie sieht der Schreibprozess bei Dir aus, gibt es etwa bestimmte Routinen, was inspiriert Dich und was ist Dir in Deinem Schreiben wichtig?

einfach hinsetzen und schreiben. ich verstehe das konzept inspiration nicht. wahrscheinlich existiert sie auch nicht. man muss sich diese schreibgeilheit im schreiben selbst herstellen. das ist nichts äußeres, sondern selbst gebaut. wichtig ist lediglich zeit und eine deadline.

Was hast Du mit Ingeborg Bachmann gemeinsam?

vollräusche in rom

Bitte assoziiere zu den Stichworten:

Gegenwart   

ziemlich scheiße

Literatur

oft scheiße

Leben

ziemlich geil

Klagenfurt

vielleicht ok

Preis

miete

Vielen Dank für das Interview! Viel Freude und Erfolg in Klagenfurt!

danke!

Zur Person: Max Höfler, A

Geboren 1978 in Vorau, lebt in Graz als freier Autor. Liest auf Einladung von Klaus Kastberger.

Germanistik-, Philosophie- und Kunstgeschichtestudium, promovierte mit einer Arbeit über Wittgenstein. Literaturreferent des Forum Stadtparks (2009-2017). Herausgeber des Leinwandliteraturmagazins Glory Hole – Nachrichten von drüben.

Veröffentlichungen (Auswahl):

  • ALLES ÜBER ALLES, Ritter, 2024
  • Alternative Title: BOOK. Sampson Low, London, 2020
  • Traktor. Ritter, 2020
  • Arbeit Freizeit Gewalt. Ritter, 2018
  • wies is is. Ritter, 2014
  • Texas als Texttitel. Ritter, 2010

https://bachmannpreis.orf.at/stories/3304914/

Bachmannpreis 2025 

„ein Fest der Literatur, ein Fest der Weltoffenheit und ein Fest der Menschlichkeit.“ TddL (Tage der deutschsprachigen Literatur) Organisator Horst L. Ebner, ORF Kärnten.

Die Tage der deutschsprachigen Literatur 2025 finden vom 25. bis 29. Juni im ORF-Theater des Landesstudios Kärnten statt. 

Pressekonferenz Bachmannpreis 2025 _ 19.5.2025 Musilhaus Klagenfurt _
Veranstalter und Sponsoren (v. l. n. r.): Reinhard Draxler (KELAG-Vorstand), Brigitte Winkler-Komar (Land Kärnten, Leiterin Kunst und Kultur), Nadja Kayali (Intendantin Carinthischer Sommer), Horst L. Ebner (Koordinator Tage der deutschsprachigen Literatur), Christian Scheider (Bürgermeister von Klagenfurt), Karin Bernhard (ORF-Landesdirektorin), Franz Petritz (Stadtrat von Klagenfurt/Kulturreferent), Ursula Schirlbauer (ORF/3sat), Julian Geyer (Gemeinderat der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee), Michaela Werblitsch (BKS Bank, Leiterin Communication & ESG) und Klaus Wachschütz (Technischer Leiter ORF Kärnten & Regisseur Ingeborg-Bachmann-Preis)

Autorinnen und Autoren 2025

14 Autorinnen und Autoren aus Deutschland, der Schweiz und Österreich lesen um den mit 25.000 Euro dotierten Ingeborg-Bachmann-Preis.

Thomas Bissinger, D

Natascha Gangl, A

Max Höfler, A

Nefeli Kavouras, D

Fatima Khan, D

Laura Laabs, D

Kay Matter, CH

Tara Meister, A

Nora Osagiobare, CH

Josefine Rieks, D/A

Almut Tina Schmidt, D/A

Boris Schumatsky, D

Verena Stauffer, A

Sophie Sumburane, D

Die Jury

Vorsitzender Klaus Kastberger, Graz (A)

Mara Delius, Berlin (D)

Laura de Weck

Mithu Sanyal (D)

Brigitte Schwens-Harrant, Wien (A)

Thomas Strässle (CH)

Philipp Tingler, Zürich (CH)

Am 29. Juni wird in Klagenfurt am Wörthersee der 49. Ingeborg-Bachmann-Preis vergeben. Die Tage der deutschsprachigen Literatur 2025 finden vom 25. bis 29. Juni im ORF-Theater des Landesstudios Kärnten statt. 

Ingeborg _ Bachmannpreis

Weitere Informationen: https://bachmannpreis.orf.at/stories/3305089/

Fotos: Portrait/Max Höfler_Max Trummer; Pressekonferenz _ Johannes Puch;

Alle weiteren Fotos_Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig 5/25

https://literaturoutdoors.com

„dass Literatur wieder „lauter“ wird“ Annabel Herkströter, Schriftstellerin _ Prad am Stilfserjoch/Südtirol/I 19.5.2025

Liebe Annabel Herkströter, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Dreimal am Tag bin ich mit meinem Hund Senta unterwegs. Wir machen lange Spaziergänge in der Natur oder gehen joggen. Den Vormittag widme ich meistens dem Schreiben oder Zeichnen. Am Nachmittag folgt eine weitere Zeit des Schreibens bzw. Zeichnens. Komme ich einmal nicht weiter, was natürlich auch immer wieder vorkommt, verfolge ich meine anderen Interessen, wie zum Beispiel das Musizieren, Lesen oder Handarbeiten. So gewinne ich wieder etwas Abstand.

Ein guter Tagesabschluss ist für mich ein Abend auf dem Sofa mit einem mitreißenden Film oder einem interessanten Buch.     

Annabel Herkströter, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Meiner Meinung nach, brauchen wir momentan mehr denn je etwas, das uns im Leben Halt gibt. Die heutige Zeit ist von schneller Veränderung in jeder Hinsicht geprägt, aber vielleicht besonders in der Arbeitswelt. Wenn wir angesichts dessen etwas haben, was beständig ist und worin wir aufgehen, dann besitzen wir schon sehr viel. Es kann sich dabei um Zeit mit Familie und Freunden handeln, oder auch um kreative Tätigkeiten, denen wir uns regelmäßig widmen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Ich finde, dass Kunst und Literatur immer und in jeder Situation sehr wichtig für eine Gesellschaft sind. Natürlich kommt der Kreativbranche in herausfordernden und von Veränderung geprägten Zeiten eine besondere Bedeutung zu, da ihr Bestehen dann möglicherweise weniger selbstverständlich ist. Leider sind politische Entscheidungsträger schnell darin, Gelder für die Kreativbranche zu kürzen, da Kunst ja scheinbar nicht lebensnotwendig ist. Ich glaube, dass da ein großer Irrtum vorliegt. Eine erstickte Kunst bzw. stark eingeschränkte Ausdrucksmöglichkeiten für Kunst machen eine Gesellschaft ärmer, als materielle Armut es jemals imstande wäre, da Kunst auch sehr viel mit freier Meinungsäußerung zu tun hat. Daher besteht meine Hoffnung darin, dass Kunst und Literatur gerade in der gegenwärtigen, unruhigen Zeit wieder „lauter“ werden.           

Sicherlich werden wir in den nächsten Jahren einige Berufe an die KI verlieren. Auch hier sehe ich eine große Chance für menschliche Kreativität. Die KI ist – manchmal bestimmt auf subtile Weise – geprägt von den Ansichten der Mutterkonzerne und letztlich politischen Interessen. Wollen wir den Lauf der Dinge ein paar wenigen Mächtigen überlassen, die dann freie Bahn hätten, „eine Welt, wie sie mir gefällt“ zu schaffen und dementsprechende Kunst? Dürfte sich so etwas überhaupt Kunst nennen? Ich glaube nicht, dass die KI jemals auf eine Weise kreativ und auch kritisch sein kann, wie ein Mensch es ist. Und außerdem: Wer zieht ernsthaft einen von einem Chatbot geschriebenen Text einem Werk von einem Autor mit Bewusstsein, einem Menschen, vor?

Was liest Du derzeit?

Zurzeit lese ich „The Call of the Wild“ von Jack London.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ich habe gleich zwei Zitate, die mir für die gegenwärtige Zeit bedeutsam erscheinen. Das erste ist ein Aphorismus von Martin Seel: „Die messbare Seite der Welt ist nicht die Welt; sie ist die messbare Seite der Welt.“
Das zweite Zitat ist Virginia Woolfs Essay „A Room of One’s Own“ entnommen: „So long as you write what you wish to write, that is all that matters; and whether it matters for ages or only for hours, nobody can say.“

Annabel Herkströter, Schriftstellerin

Vielen Dank für das Interview, liebe Annabel, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Annabel Herkströter, Schriftstellerin

Zur Person: Annabel Herkströter wurde 1995 in Südtirol geboren. Nach der Matura studierte sie Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Innsbruck. Sie war u.a. in Bibliotheken sowie in einem Bergführerbüro tätig. Seit ihrer Kindheit widmet sie sich mit großer Hingabe dem Schreiben von Geschichten. Beiträge von ihr erschienen im „Komplex Kulturmagazin“ (Innsbruck), in der St. Pöltener Literaturzeitschrift „etcetera“ sowie in der Schweizer Online-Zeitung „DMZ“.

Im Herbst 2024 erschien ihr Kurzgeschichtenband Tragisch bis heiter bei BoD.

Aktuelles Buch von Annabel Herkströter:

Tragisch bis heiterErzählungen, Annabel Herkströter

„Eine junge Frau, die per Knopfdruck die Wahrheit zu sehen bekommt. Ein Hund, der sein Herrchen einfach nicht aufgeben will. Ein Selfie als Damoklesschwert über dem Familienglück. Davon und von vielem mehr erzählen die in diesem Band versammelten Kurzgeschichten. Mal sind sie tragisch, mal heiter, manchmal beides und oft etwas dazwischen.“ (Pressetext Verlag)

Paperback, 142 Seiten

Verlag: BoD – Books on Demand

Erscheinungsdatum: 25.11.2024

Sprache: Deutsch

ISBN-13: 9783769300314

9,30 €

https://buchshop.bod.de/tragisch-bis-heiter-annabel-herkstroeter-9783769300314

Fotos: privat

Walter Pobaschnig 18/5/25

https://literaturoutdoors.com

„Auauauuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu!“ Annabel Herkströter, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Prad am Stilfserjoch/Südtirol/I 19.5.2025

GIVE PEACE A CHANCE

Großmäulig

Ist

Vernünftige

Einsicht


Protestiert

Einfach

Auf

Chancenungleicher

Errungenschaft


Auauauuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu!


Charisma

Hat

Auch

Nicht

Chronischen

Erfolg



Annabel Herkströter, 18.5.2025

Annabel Herkströter, Schriftstellerin

GIVE PEACE A CHANCE

Annabel Herkströter, Schriftstellerin

Zur Person: Annabel Herkströter wurde 1995 in Südtirol geboren. Nach der Matura studierte sie Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Innsbruck. Sie war u.a. in Bibliotheken sowie in einem Bergführerbüro tätig. Seit ihrer Kindheit widmet sie sich mit großer Hingabe dem Schreiben von Geschichten. Beiträge von ihr erschienen im „Komplex Kulturmagazin“ (Innsbruck), in der St. Pöltener Literaturzeitschrift „etcetera“ sowie in der Schweizer Online-Zeitung „DMZ“.

Im Herbst 2024 erschien ihr Kurzgeschichtenband Tragisch bis heiter bei BoD.

Aktuelles Buch von Annabel Herkströter:

Tragisch bis heiter “ Erzählungen, Annabel Herkströter

„Eine junge Frau, die per Knopfdruck die Wahrheit zu sehen bekommt. Ein Hund, der sein Herrchen einfach nicht aufgeben will. Ein Selfie als Damoklesschwert über dem Familienglück. Davon und von vielem mehr erzählen die in diesem Band versammelten Kurzgeschichten. Mal sind sie tragisch, mal heiter, manchmal beides und oft etwas dazwischen.“ (Pressetext Verlag)

Paperback, 142 Seiten

Verlag: BoD – Books on Demand

Erscheinungsdatum: 25.11.2024

Sprache: Deutsch

ISBN-13: 9783769300314

9,30 €

https://buchshop.bod.de/tragisch-bis-heiter-annabel-herkstroeter-9783769300314

Fotos: privat

Walter Pobaschnig 18/5/25

https://literaturoutdoors.com

„Kriegskind“ Marco Sagurna, Schriftsteller _ Give Peace A Chance“ Hannover 18.5.2025

GIVE PEACE A CHANCE

Gelegentlich bleiben Narben von Wunden Aber als Kind

In den Krieg Dann schießt es immer weiter auf dich Unter deinem  

Verband bleibt es verklebt und verkrustet Du hast eine 

Ewige Wunde die nicht heilt Und es  



Pocht und brennt Und  

Es blutet Und das Blut hört nicht auf 

Aus Dir heraus zu fließen Kein Mens 

Ch hat so viel Blut Von Dir ist immer was weg Das  

Ende deiner Kindheit kam mit dem Krieg Dein   



Anfang als 



Chance auf Leben macht Ende Der Krieg geht nicht mehr fort Zu

Hause fühlst du dich nirgendwo mehr Dein Zuhause ist Schmerz

Als Kind in den Krieg Das bleibt das geht

Nicht mehr fort Nie mehr ganz fühlst du dich. Kein ganzer Mens 

Ch mehr bist du Bist du Kriegskind dann haben dir die   

Erwachsenen das Glück weggeschossen

Marco Sagurna, 16.5.2025

Marco Sagurna, Schriftsteller & Publizist

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Marco Sagurna, Schriftsteller & Publizist

Zur Person: Marco Sagurna, * in Wiesbaden;
Schriftsteller & Publizist, lebt in Hannover. Bücher: Warmia – Roman
(2022); Gedichte Über Kunst Poems OnArt; deutsch/englisch (2023) – beide
Kulturmaschinen Verlag; Buch der Stunden (2025, Moloko Print);

https://marcosagurna.de/

Fotos: Portrait Marco Sagurna_privat; Motiv Wald _ Walter Pobaschnig.

Walter Pobaschnig 17.5.25

https://literaturoutdoors.com

„Zwei Leben in Deutschland“ Hans Rosenthal. Eine jüdisch-deutsche Geschichte. Quadriga Verlag.

„Zwei Leben in Deutschland“ Hans Rosenthal. Eine jüdisch-deutsche Geschichte. Die ergreifende Autobiografie von Hans Rosenthal. Quadriga Verlag.

Hans Rosenthal und seine Kultsendung „Dalli Dalli“ waren Fixpunkte der Fernsehunterhaltung der 1970/80er Jahre. Der Donnerstagabend wurde zu einer begeisternden Demonstration des so vielseitigen wie sprühenden Unterhaltungstalentes des 1925 in Berlin geborenen Ausnahmeshowmasters, der über Jahrzehnte zur prägenden Persönlichkeit der Bildschirm-Quizkultur in sagenhaften Quotenhöhen wurde. Neben Dalli Dalli arbeitete er auch an weiteren erfolgreichen Fernsehformaten und seine Zielstrebigkeit wie Energie ließen nicht nach.

Doch wenn der Spot des Scheinwerferlichtes und das Rotlicht der Liveübertragung erlöschen, beginnt wieder das reale Erinnern und Leben des Ehemannes und zweifachen Vaters, der in eine jüdische Familie geboren, in den 1930/40er die Schrecken und Grausamkeiten der NS-Diktatur erleiden musste, in der sein jüngerer Bruder auf einem Kindertransport ermordet wurde, nachdem die Eltern früh verstarben, und diese Ereignisse begleiten und belasten den sozial engagierten Quizmaster zeitlebens, der auch wesentlich die jüdischen Gemeinde Berlin wie weitere deutschlandweit unterstützt.

Hans Rosenthal selbst musste als Jugendlicher Zwangsarbeit leisten und tauchte dann unter ständiger Lebensgefahr und der Hilfe von drei äußerst mutigen Frauen bis zur Befreiung im April 1945 in Berlin unter. Er überlebte und damit begann sein zweites Leben in größtem Einsatz wie sensationellem Erfolg im Scheinwerferlicht…

Seine zu Lebzeiten 1980 erschiene Autobiographie „Zwei Leben in Deutschland“ war ein bewusstes Heraustreten aus dem Schatten gesellschaftlich ausgeblendeter Volks-, und Lebensschicksale im Nationalsozialismus im Schweigen der Gegenwart.

1987 verstarb Hans Rosenthal und wurde in einem Ehrengrab Berlins auf dem Jüdischen Friedhof Heerstraße beigesetzt.

Seine anlässlich des 100.Geburtstages neu aufgelegte und reich bebilderte Autobiographie ist ein erschütterndes wie beeindruckendes Lebenszeugnis und gerade in der Gegenwart unerschütterliches Plädoyer für die Kraft des Willens in aller Dunkelheit, der Sieg der Hoffnung, des Lichtes in gemeinsamer Courage über eine Maschinerie des Todes.

„Zwei Leben in Deutschland“ Hans Rosenthal. Eine jüdisch-deutsche Geschichte. Die ergreifende Autobiografie von Hans Rosenthal. Quadriga Verlag.

Buch (Hardcover)

Autobiografie

Seitenanzahl: 376 Seiten

Sprache: Deutsch

ISBN 978-3-86995-156-0 

23,00 €

Autor:in: Hans Rosenthal

Hans Rosenthal, 1925 in Berlin geboren,war Regisseur, Moderator und Entertainer. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs macht er Karriere beim RIAS, einem von den Amerikanern gegründeter Rundfunksender in West-Berlin. Hier erfand er zwischen 1950 und 1980 Dutzende erfolgreiche Rate- und Unterhaltungssendungen. Zeitgleich entwickelte er sich zu einem der beliebtesten TV-Entertainer des Landes. Die von ihm moderierten Sendungen wie Dalli Dalli und Gut gefragt, ist halb gewonnen begeisterten Millionen. Er wurde u.a. mit der Goldenen Kamera, dem Bambi und dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. 1987 starb Hans Rosenthal in Berlin.

 Hans Rosenthal | Autor:in

Walter Pobaschnig 5/25

https://literaturoutdoors.com

„Das ist, was wir singen, und alles andere singen wir nicht“ Florian Drexler, Regisseur _ Wien 16.5.2025

Lieber Florian Drexler, wie sieht jetzt dein Tagesablauf aus?

Ich stehe auf und mache mir mal einen Kaffee. Das ist jeden Tag so. Dann versuche ich jeden Morgen zu meditieren. Der Rest des Tagesablaufs ist immer verschieden und hängt davon ab, welche Projekte gerade anstehen. Doch am Vormittag ist immer die Zeit, in der ich entweder schreibe, Inszenierungen plane oder übe. Dann gehe ich dreimal die Woche zu Mittag ins Gym, und danach sind entweder Proben, Meetings oder Bürozeit angesagt. Außer mittwochs – da unterrichte ich Schauspiel.

Momentan entwickle ich gerade ein Stück mit Kindern, das auf Orwells „Animal Farm“ basiert und bald im WUK gezeigt wird. Wenn das abgeschlossen ist, werde ich mich wieder mehr der Musik zuwenden und im Juni mit meiner neuen Band „Operation Silberfisch“ ein Album aufnehmen.

Ich mag es, dass mein Beruf so vielfältig ist und ich mit so vielen verschiedenen Menschen zusammenarbeite. Ich finde es außerdem schön mich mit dem Menschsein an sich auseinanderzusetzen.

Florian Drexler, lebt und arbeitet als freier Schauspieler, Regisseur, Theaterpädagoge und Musiker in Wien.

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich komme in den letzten zehn Jahren immer wieder zu demselben Punkt: mehr Spürbewusstsein entwickeln. Das heißt, mehr bei unseren Empfindungen und Gefühlen zu verweilen und zu versuchen, nicht aus den erstbesten Impulsen heraus zu handeln, die oft nur blinde Reaktionsmuster auf Empfindungen sind, die wir nicht spüren wollen – wie z. B. Angst und Scham. Und damit auch Verantwortung zu übernehmen – vorerst mal für sich selbst und seine eigenen ungeliebten Anteile.

Und genau da, finde ich, trifft unser aller individuelles Schicksal, unsere ganz persönliche Erfahrung „des In-der-Welt-Seins“ den politischen Raum des Handelns.

Verantwortung für andere kann nur der übernehmen, der für sich selbst Verantwortung übernimmt und sich nicht selbst vor seiner individuellen Erfahrung verschließt, auch wenn diese beängstigend und schmerzhaft ist. Gesunde Beziehungen zu unserer Umwelt beginnen mit der Verantwortung gegenüber uns selbst.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle – gesellschaftlich und persönlich – stehen. Was wird dabei wesentlich sein, und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?

Ich denke, im digitalen Zeitalter, in dem wir alle sehr viel Zeit mit unseren Endgeräten verbringen, ist es wichtig, Räume zu denken und zu schaffen, in denen Menschen tatsächlich miteinander in Kontakt kommen. Räume, in denen wir uns mit unserer vielfältigen Menschlichkeit auseinandersetzen und auch anfreunden können. Räume, die Impulse geben, ungekannte Assoziationen ermöglichen und in denen neue Denkmuster aufgezeigt, aber auch erfahren und erprobt werden können. Diese Räume kann die Kunst schaffen.

Was liest du derzeit?

Ich lese gerade zwei Bücher, die in ihrer Kombination auch ganz gut das beschreiben, womit ich mich zurzeit inhaltlich beschäftige. Einerseits „Die Wunde der Ungeliebten“ von Peter Schellenbaum und andererseits „Survival of the Richest“ von Douglas Rushkoff.

Schellenbaum war ein Psychoanalytiker, und sein Buch handelt von den „Unliebspielen“, die viele von uns miteinander spielen – Spiele, in denen es nicht um Liebe und Wertschätzung, sondern um Macht, Kontrolle und Vermeidung geht. Schellenbaum zeigt auch Möglichkeiten auf, aus diesen „Unliebspielen“ auszubrechen – durch Bewusstmachung und oft schmerzhafte Annahme der eigenen, von uns selbst ungeliebten Anteile, die wir oft nicht sehen wollen.

Rushkoffs Buch hingegen beschreibt die Geisteshaltung der Tech-Milliardäre, ihren politischen Machtwillen und dessen Folgen für unseren Planeten. Er beschreibt die Visionen von Exit-Strategien der Milliardäre bei einem zukünftigen ökonomischen oder ökologischen Kollaps. Egal ob große Bunkeranlagen, Marskolonien oder Uploads „der Seele“ in eine Cloud: Das Menschenbild ist ein feindliches. Viele dieser Tech-Milliardäre wirken von sich und ihrer Umwelt entfremdet, spüren m. E. ihre Ängste und ihre Hilflosigkeit – die uns als Menschen verbinden – nicht.

Sie dehnen ihr Kontroll- und Machtstreben ins Unermessliche aus, um nicht mit ihrer „Menschlichkeit“ in Berührung zu kommen – einer Menschlichkeit, die nicht in eine Cloud upgeloadet werden kann.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest du uns mitgeben?

 „Die Stadt geht unter, doch wir bauen drauf. Die Bilder sagen viel, aber eigentlich sagen sie nur: Schau und kauf. Jede Rebellion wird sich einverleibt. Die Antithese sorgt dafür, dass es so ist und auch so bleibt. Das ist die Revolution, die einfach keine ist. Das ist unser Lied, das nur für sich spricht. Das ist, was wir singen, und alles andere singen wir nicht. Das ist der Ausweg, den es so nicht gibt.“ aus dem Lied „Wegwischgesellschaft“ von Operation Silberfisch

Vielen Dank für das Interview, lieber Florian, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Florian Drexler, freier Schauspieler, Regisseur, Theaterpädagoge, Musiker.

Zur Person: Florian Drexler, Jazz Saxophon Studium am Konservatorium der Stadt Wien, diverse Bands. Kurzes Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaften an der Universität Wien; danach an die Schauspielakademie Elfriede Ott. Nebenbei Rollen in Kino, Fernsehen und Theater. 2011 Gründung und Head des Künstlerkollektivs „playground“. Engagements als freier Schauspieler und Regisseur bei WUK Wien, 3Raum-Anatomie-Theater Wien, Palais Kabelwerk Wien, Ragnarhof Wien, F23 Wien, OFF Theater Wien, Stadttheater Wiener Neustadt, Stuedltenn Zillertal, Viertelfestival NÖ, Hin und Weg Theaterfestival, Sommerfestspiele Maria Enzersdrof, t’eig Graz, dramagraz, Literaturhaus Graz, TIK Berlin, u.a. 2019 Regie und Libretto der Oper aKTION nILPFERD im Stadtsaal Hollabrunn und im Festspielhaus St.Pölten.

2024 Regie der Oper „Hamed und Sherifa“ am Musiktheater an der Wien. Theateraufführungen für junges Publikum an etlichen Kindergärten und Volksschulen in Wien und NÖ. Theaterpädagogische Arbeiten bei BRG Linz Hamerlingstraße, Projektschule Graz, MS Hollabrunn, MOKIWE Brunn am Gebirge, International Highschool Herzogberg, SFU Wien, VinciRast, PlayTogetherNow, u.a. Psychotherapeutisches Propädeutikum am ÖAGG in Wien.

Florian Drexler, lebt und arbeitet als freier Schauspieler, Regisseur, Theaterpädagoge und Musiker in Wien.

www.floriandrexler.com

Foto: Lorenz Zenleser

Walter Pobaschnig 5/25

https://literaturoutdoors.com

„von der Wahrheit zu erzählen“ Nicole Nau, Tänzerin _ Buenos Aires/Argentinien 15.5.2025

Nicole Nau | Luis Pereyra _ Tangotänzer _
Quilmes/Buenos Aires/Argentinien
Nicole Nau | Tänzerin & Autorin | Buenos Aires _
Künstlername: Nicole Nau & Luis Pereyra
www.vida.show

Liebe Nicole Nau, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich lebe zusammen mit meinem Mann Luis Pereyra in Quilmes, in der Nähe von Buenos Aires – bin aber auch viel auf Tournee, wie jetzt.

Mein Alltag ist reich gefüllt, früh aufstehen und spät ins Bett gehen gehören dazu. Tanztraining, Balletttraining, Musizieren, Entwerfen von Design im Bereich Kostüm-Licht und Sound, Workshops geben, eigene Bühnenwerke entwerfen, choreografieren und tanzen, Stunden auf der Autobahn und Stunden am Computer, mein Zuhause in Argentinien, meinen Garten und meine Tiere vermisse ich dabei stets! – Und wir schreiben. Unser erstes gemeinsames Buch ist gerade fertig geworden. Nun sind wir mit Pressearbeit beschäftigt und der Vorbereitung der neuen Show. Sie heisst: VIDA! Siga el baile. LEBEN! Der Tanz geht weiter.

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Spontan möchte ich sagen: Natürlichkeit, Ehrlichkeit, Authentizität, Achtsamkeit, Respekt – anderen eine Hand reichen – und damit auch den Frieden ermöglichen. Tiere brauchen Hilfe, unsere Natur braucht Hilfe, andere Menschen brauchen Hilfe. Nur so geht es. Wir alle – so talentiert wir auch sein mögen, könnten ohne die Hilfe anderer nichts erreichen, und sind niemand, wenn wir nicht fähig sind, für andere da zu sein. Und dazu gehört auch Zuhören können und den Eigensinn anderer respektieren.   

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Tanz/Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Kultur und Literatur, Tanz, Musik und Schauspiel haben die Macht von der tiefen Wahrheit zu erzählen. Leider ist in den letzten Jahren, insbesondere seit der Pandemie, aus der Gesellschaft ein Lautes Etwas von „Likes“ und „Followern“ geworden, eine Plattform moderner Kolonisation und Egozentrismus. Dennoch habe ich große Hoffnung in wahre und ehrliche Kunst.

Was liest Du derzeit?

Ich lese immer mehrere Bücher gleichzeitig, derzeit „Ich, Maija“ von der russischen Ballett Tänzerin Maja Michailowna Plissezkaja. Jorge Luis Borges „4 Konferenzen“ und Julia Franck „Die Mittagsfrau“. Stets dabei ist auch Bert Hellinger „Die Mitte fühlt sich leicht an“.

Nicole Nau | Luis Pereyra _ Tangotänzer _
Quilmes/Buenos Aires/Argentinien

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ich versuche nicht besser zu sein als andere, aber besser als ich selbst (Michail Baryshnikov)

Vielen Dank für das Interview, liebe Nicole, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Tanz-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Nicole Nau, Tango Tänzerin

Zur Person: Nicole Nau wurde in Düsseldorf geboren, studierte Grafikdesign und ließ sich in Argentinien zur Tänzerin ausbilden. Es folgten Engagements erst in Kanada, dann Argentinien, auch am Opernhaus Teatro Colón, Buenos Aires. Seit 2001 tanzt Nicole Nau mit ihrem Ehemann Luis Pereyra. Das Paar führt eine eigene Company und bildet Tänzer im Tango Argentino und der argentinischen Folklore aus. 2006 übernahmen sie die künstlerische Leitung im Café de los Angelitos und Viejo Almacén. Ihre Eigenproduktion VIDA! wurde im Folies Bergére Paris, World Forum Den Haag, Admiralspalast Berlin, KKL Luzern, Teatro Astral Buenos Aires, etc. mit Standing Ovations gefeiert. Die argentinische Post widmete ihr zwei Briefmarken.

Ihr Buch „Tanze Tango mit dem Leben“ erschien 2013 im Bastei Lübbe Verlag.

http://www.vida.show | Nicole Nau & Luis Pereyra

Zur Person: Luis Pereyra ist Tänzer, Choreograf, Multiinstrumentalist, Komponist. 1965 in Santiago del Estero geboren, startete er 1969 in Buenos Aires eine umfassende Tanzausbildung an der Escuela Nacional de Danzas, studierte Choreografie am Teatro Colón und lernte dank Héctor Zaraspe die Arbeit der Juilliard School, New York kennen. Seine professionelle Karriere begann 1975 (Ballet Mario Machaco, Ballet Salta, Santiago Ayala „El Chúcaro“). 1987 bis 2000 wirkte er als Solotänzer und Choreograf in der legendären Produktion Tango Argentino mit (2000 Tony Award/beste Choreografie). Er trat mit Al Pacino, Robin Williams, Peter Coyote in den USA auf und tanzte für Lady Diana und Prince Charles. Die Los Angeles Times titelte ihn den „Fred Astaire Argentiniens“. In Buenos Aires übernahm er die künstlerische Leitung diverser Tangotheater und wurde 2012 und 2016 mit dem argentinischen Kulturstaatspreis ausgezeichnet. Eine eigene Company gründete er 1987.

http://www.vida.show | Nicole Nau & Luis Pereyra

Aktuelle Buchneuerscheinung von Nicole Nau | Luis Pereyra:

Der Klang meiner Erde
Von der wahren Geschichte eines Tanzes, der die Welt berührt

Nicole Nau | Luis Pereyra

Ab 01. Juni 2025 im PalmArtPress Verlag, Berlin

Zum Buch: Am 1. Juni 2025 veröffentlichen die Tangotänzer Nicole Nau und Luis Pereyra ihr erzählendes, bebildertes Sachbuch über den wahren Ursprung des Tango Argentino. Der Klang meiner Erde. Von der wahren Geschichte eines Tanzes, der die Welt berührt erscheint im Verlag PalmArtPress, Berlin.

Als Botschafter des Tango Argentino ist es Nicole Nau und Luis Pereyra ein tiefes Anliegen, diesem Tanz den Mythos zu nehmen. Es ranken sich Szenen um ihn, die sich für einen Filmstoff eignen. Der Wahrheit aber entsprechen sie nicht.

Der Tango Argentino gehört nicht in verruchte Hafenkneipen oder in halbdunkle Hinterhöfe. Er erzählt nicht von der Sehnsucht nach der Liebe für ein paar Stunden in verrauchten Bars in Hafennähe. Denn der Tango Argentino ist mehr als die Fantasie, die ihn umrankt. Der Tango Argentino ist Folklore. Er drückt in Bewegung und Musik die Geschichte des argentinischen Volkes aus, er entstand, als dieses Volk nach Freiheit rief.

Vor 150 Jahren begann die nachweisliche Geschichte dieses Tanzes. Einst als Kampftanz entstanden, wurde er im Lauf der Zeit zum Paartanz. Geblieben sind dem Tango Argentino die Rhythmen, die Kraft und die Hoffnung. Bis heute trägt er die Poesie seiner Erfinder in sich, der Indigenen Argentiniens: der schwarzen Sklaven, der Gauchos und Kreolen. Der Klang meiner Erde ist ein Stück Zeitgeschichte, ein Buch, das Musik, Tanz und Wort verbindet.

Argentinien hat wie kein anderes Land afrikanische und europäische Rhythmen in die eigene vorkolumbianische indigene Kultur aufgenommen. Luis Pereyra, selbst Enkel einer Indianerin, will mit diesem Buch seinem Volk eine Stimme geben und die Wahrheit über den Tango Argentino zu erzählen. Nicole Nau will ihrer Tanzkunst mit diesem Buch eine literarische Note hinzufügen. Beide interpretieren als vermutlich weltbeste Tangotänzer das, was ihr Leben bedeutet: der Tanz auf den Bühnen Argentiniens und der Welt. (Pressetext)

Der Klang meiner Erde
Von der wahren Geschichte eines Tanzes, der die Welt berührt

Nicole Nau | Luis Pereyra

Seiten: 300

Einband:Hardcover

Maße:17 x 21 cm

Sprache:Deutsch

Erschienen:Juni 2025

ISBN:978-3-96-258-211-1

35,00 €

https://www.palmartpress.com/p/der-klang-meiner-erde

Termine Lesung DER KLANG MEINER ERDE

  • 08.06.2025    Bücherbummel auf der Kö, Düsseldorf (große Bühne)
  • 05.07.2025    Tanzschule Uta Keup, Dinslaken
  • 11.07.2025    INSEL, Wuppertal
  • 19.07.2025     Futuro SI, Düsseldorf

Show: VIDA Tournee

14.FebSaBurgdorf
15. FebSonntagBuchholz
18.FebMiFFO
20.FebFrLangenfeld
21. FebSaBonn
22.FebSonntagKöln
25.FEBMiFrankfurt
26.FEBDoDortmund
27.FebFrHerford
28.FebSaCoesfeld
01. MrzSonntagLeverkusen
02.MrzMoMannheim
03.MrzDiLimburg
07.MRZSaGermering
09.MrzMoWien
10.MrzDiGraz
13.MrzFrErding

Fotos: Nicole Nau | Luis Pereyra, Verlag.

Walter Pobaschnig 5/25

https://literaturoutdoors.com

„Ergreift das Leben“ Nicole Nau, Tänzerin _ Give Peace A Chance _ Buenos Aires/Argentinien 15.5.2025

Nicole Nau | Luis Pereyra _ Tangodancer _
Quilmes/Buenos Aires/Argentinien

GIVE PEACE A CHANCE

Grazil

Im Flug der

Vögel

Ergreift das Leben


Präzise

Erhaben

Auch mich

Couragiert im

Enthusiasmus


Aufbruch


Charakterstark

Hin zur

Anmut

Nachts

Choreographiert in tiefem

Ernst



Nicole Nau, 14.5.2025

Nicole Nau | Tänzerin & Autorin | Buenos Aires _
Künstlername: Nicole Nau & Luis Pereyra
www.vida.show

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Nicole Nau, Tango Tänzerin

Zur Person: Nicole Nau wurde in Düsseldorf geboren, studierte Grafikdesign und ließ sich in Argentinien zur Tänzerin ausbilden. Es folgten Engagements erst in Kanada, dann Argentinien, auch am Opernhaus Teatro Colón, Buenos Aires. Seit 2001 tanzt Nicole Nau mit ihrem Ehemann Luis Pereyra. Das Paar führt eine eigene Company und bildet Tänzer im Tango Argentino und der argentinischen Folklore aus. 2006 übernahmen sie die künstlerische Leitung im Café de los Angelitos und Viejo Almacén. Ihre Eigenproduktion VIDA! wurde im Folies Bergére Paris, World Forum Den Haag, Admiralspalast Berlin, KKL Luzern, Teatro Astral Buenos Aires, etc. mit Standing Ovations gefeiert. Die argentinische Post widmete ihr zwei Briefmarken.

Ihr Buch „Tanze Tango mit dem Leben“ erschien 2013 im Bastei Lübbe Verlag.

http://www.vida.show | Nicole Nau & Luis Pereyra

Zur Person: Luis Pereyra ist Tänzer, Choreograf, Multiinstrumentalist, Komponist. 1965 in Santiago del Estero geboren, startete er 1969 in Buenos Aires eine umfassende Tanzausbildung an der Escuela Nacional de Danzas, studierte Choreografie am Teatro Colón und lernte dank Héctor Zaraspe die Arbeit der Juilliard School, New York kennen. Seine professionelle Karriere begann 1975 (Ballet Mario Machaco, Ballet Salta, Santiago Ayala „El Chúcaro“). 1987 bis 2000 wirkte er als Solotänzer und Choreograf in der legendären Produktion Tango Argentino mit (2000 Tony Award/beste Choreografie). Er trat mit Al Pacino, Robin Williams, Peter Coyote in den USA auf und tanzte für Lady Diana und Prince Charles. Die Los Angeles Times titelte ihn den „Fred Astaire Argentiniens“. In Buenos Aires übernahm er die künstlerische Leitung diverser Tangotheater und wurde 2012 und 2016 mit dem argentinischen Kulturstaatspreis ausgezeichnet. Eine eigene Company gründete er 1987.

http://www.vida.show | Nicole Nau & Luis Pereyra

Aktuelle Buchneuerscheinung von Nicole Nau | Luis Pereyra:

Der Klang meiner Erde
Von der wahren Geschichte eines Tanzes, der die Welt berührt

Nicole Nau | Luis Pereyra

Ab 01. Juni 2025 im PalmArtPress Verlag, Berlin

Zum Buch: Am 1. Juni 2025 veröffentlichen die Tangotänzer Nicole Nau und Luis Pereyra ihr erzählendes, bebildertes Sachbuch über den wahren Ursprung des Tango Argentino. Der Klang meiner Erde. Von der wahren Geschichte eines Tanzes, der die Welt berührt erscheint im Verlag PalmArtPress, Berlin.

Als Botschafter des Tango Argentino ist es Nicole Nau und Luis Pereyra ein tiefes Anliegen, diesem Tanz den Mythos zu nehmen. Es ranken sich Szenen um ihn, die sich für einen Filmstoff eignen. Der Wahrheit aber entsprechen sie nicht.

Der Tango Argentino gehört nicht in verruchte Hafenkneipen oder in halbdunkle Hinterhöfe. Er erzählt nicht von der Sehnsucht nach der Liebe für ein paar Stunden in verrauchten Bars in Hafennähe. Denn der Tango Argentino ist mehr als die Fantasie, die ihn umrankt. Der Tango Argentino ist Folklore. Er drückt in Bewegung und Musik die Geschichte des argentinischen Volkes aus, er entstand, als dieses Volk nach Freiheit rief.

Vor 150 Jahren begann die nachweisliche Geschichte dieses Tanzes. Einst als Kampftanz entstanden, wurde er im Lauf der Zeit zum Paartanz. Geblieben sind dem Tango Argentino die Rhythmen, die Kraft und die Hoffnung. Bis heute trägt er die Poesie seiner Erfinder in sich, der Indigenen Argentiniens: der schwarzen Sklaven, der Gauchos und Kreolen. Der Klang meiner Erde ist ein Stück Zeitgeschichte, ein Buch, das Musik, Tanz und Wort verbindet.

Argentinien hat wie kein anderes Land afrikanische und europäische Rhythmen in die eigene vorkolumbianische indigene Kultur aufgenommen. Luis Pereyra, selbst Enkel einer Indianerin, will mit diesem Buch seinem Volk eine Stimme geben und die Wahrheit über den Tango Argentino zu erzählen. Nicole Nau will ihrer Tanzkunst mit diesem Buch eine literarische Note hinzufügen. Beide interpretieren als vermutlich weltbeste Tangotänzer das, was ihr Leben bedeutet: der Tanz auf den Bühnen Argentiniens und der Welt. (Pressetext)

Der Klang meiner Erde
Von der wahren Geschichte eines Tanzes, der die Welt berührt

Nicole Nau | Luis Pereyra

Seiten: 300

Einband:Hardcover

Maße:17 x 21 cm

Sprache:Deutsch

Erschienen:Juni 2025

ISBN:978-3-96-258-211-1

35,00 €

https://www.palmartpress.com/p/der-klang-meiner-erde

Termine Lesung DER KLANG MEINER ERDE

  • 08.06.2025    Bücherbummel auf der Kö, Düsseldorf (große Bühne)
  • 05.07.2025    Tanzschule Uta Keup, Dinslaken
  • 11.07.2025    INSEL, Wuppertal
  • 19.07.2025     Futuro SI, Düsseldorf

Show: VIDA Tournee

14.FebSaBurgdorf
15. FebSonntagBuchholz
18.FebMiFFO
20.FebFrLangenfeld
21. FebSaBonn
22.FebSonntagKöln
25.FEBMiFrankfurt
26.FEBDoDortmund
27.FebFrHerford
28.FebSaCoesfeld
01. MrzSonntagLeverkusen
02.MrzMoMannheim
03.MrzDiLimburg
07.MRZSaGermering
09.MrzMoWien
10.MrzDiGraz
13.MrzFrErding

Fotos: Nicole Nau | Luis Pereyra, Verlag.

Walter Pobaschnig 5/25

https://literaturoutdoors.com

Station bei Peter Alexander _ „seine Fähigkeit, Menschen zu begeistern, zu berühren, zu unterhalten“ Katrin Koch, Sopranistin _ Wien 11.5.2025

Katrin Koch, Sopranistin _ Wien _
in der Wohnung von Peter Alexander (Kindheit/Jugend) in Wien IX _
folgende
Gedenkbild in der angrenzenden Konditorei _
Wohnhaus von Peter Alexander in Wien IX
Peter Alexander, Sänger, Schauspieler, Entertainer *30.6.1926 Wien  +12.2.2011 Wien _
Foto: Privatbesitz/Werner, folgende von Peter Alexander
in der Straße vor dem Wohnhaus
spontanes Gespräch vor dem Wohnhaus _
Peter Alexander Erinnerungen werden ausgetauscht
im Eingangsbereich des Wohnhauses _
Wege der Kindheit und wohl die erste „Showtreppe“
im Hof
im Stiegenhaus
vor der Wohnung

Peter Alexander lebte hier in dieser Wohnung im IX Wiener Gemeindebezirk mit seinen Eltern bis zum 17.Lebensjahr. Danach zog er aufgrund eines Schulwechsels zu Verwandten seiner Mutter nach Znaim/Tschechien. Legte die Kriegsmatura ab, danach war er im Arbeitsdienst, anschließend Flakhelfer und bei der Kriegsmarine bis er in britische Gefangenschaft geriet – „ich war in vier oder fünf Lagern in Ostfriesland, da gab es eine Bühne und Aufführungen, da habe ich meine Liebe zum Theater, zum Spiel entdeckt…ich wusste, das möchte ich machen“ –

1946 kehrte er nach Wien zurück und trat nach einem abgebrochenen Medizinstudium, das Studium war der Wunsch der Eltern, zur Aufnahmsprüfung am Reinhardt Seminar in Wien an, wurde aufgenommen und schloss es 1948 mit Auszeichnung ab.

Danach folgte eine beispiellose Karriere in Film „Das weiße Rössl“ , Musik „Das kleine Beisl“, Entertainment „Peter Alexander Show“ im deutschen Sprachraum.

Hier wuchs der Wiener Sänger, Schauspieler, Entertainer auf. Seine Mutter lebte nach dem frühen Tod des Vaters (1947) bis zu ihrem Tod 1987 in dieser Wohnung im IX Wiener Gemeindebezirk. Nach ihrem Tod wurde die Wohnung verkauft und ist heute in Privatbesitz.

„Hier ist ein Mensch, öffne die Tür…“

Liebe Ulrike, lieber Werner, herzlichen Dank für das so freundliche Türöffnen, den Kaffee und die gemeinsame Zeit in Gespräch und Erinnerungen an Peter Alexander!

Peter Alexander und sein langjähriger Filmpartner Gunter Philipp
Peter Alexander und Waltraut Haas
Katrin Koch, Sopranistin _ Wien _
in der Wohnung von Peter Alexander (Kindheit/Jugend) in Wien IX _
folgende

Station bei Peter Alexander _ Kindheit/Jugendhaus Wien

Interview _ Katrin Koch, Sopranistin _ Wien

Peter Alexander, Sänger, Schauspieler, Entertainer *30.6.1926 Wien  +12.2.2011 Wien

Liebe Katrin Koch, wir sind hier am Lebensort der Kindheit/Jugend von Peter Alexander im IX Wiener Gemeindebezirk. Ist Dir die Umgebung hier vertraut?

Ja sehr, mein Mann und ich haben hier in nächster Nähe 10 Jahre lang gelebt.

Welche Zugänge gibt es von Dir zu Peter Alexander? Was macht für Dich den Sänger, Schauspieler, Entertainer Peter Alexander aus?

Peter Alexander war mein Kindheitsidol, vor allem die gemeinsamen Filme mit Caterina Valente weckten in mir den Wunsch Sängerin zu werden. Ich bin dann halt in die klassische Musik abgebogen. Aber seine Fähigkeit, Menschen zu begeistern, zu berühren, zu unterhalten, das nehme ich mir nach wie vor als Vorbild.

Welche Eindrücke hast Du vom Wohnhaus, der Wohnung, in dem/der Peter Alexander aufwuchs?

Peter Alexander wuchs auf wie ganz viele andere Menschen in Wien auch, in einer für die damalige Zeit gar nicht so kleinen Altbauwohnung, aber in eher bescheidenen Verhältnissen. Seine Karriere, die er dann gemacht hat, zeigt, dass im Leben ganz Vieles möglich ist und man nie aufhören soll Visionen und Träume zu haben.

Wie nimmt man als Künstlerin seine Kindheit in den lebenslangen künstlerischen Prozess mit und wie ist der Umgang damit?

Die Kindheit prägt alle Menschen natürlich enorm. In der Kunst hat man sehr viele Gelegenheiten und Möglichkeiten sich auszudrücken und vielleicht auch gewisse Dinge aufzuarbeiten, die Kreativität bietet da sehr viel Spielraum zum persönlichen Wachsen.

Gibt es besondere Lieder, Filme, Shows, des in Wien geborenen und verstorbenen Künstlers, die Du hervorheben möchtest?

Ich hab Peter Alexanders Leopold im Weißen Rössl ganz besonders geliebt, vielleicht war das in früher Kindheit schon der Grundstein für meine große Liebe zur Operette.

Welche Inspiration nimmst Du von diesem Besuch bei Peter Alexander mit?

Ich war ganz besonders berührt von den beiden jetzigen Besitzern der Wohnung.  Sie haben einfach zwei Fremden ihre Tür geöffnet und dann hat sich herausgestellt, dass die Bewunderung für Peter Alexander uns alle verbindet. Vielleicht sollte wir alle mehr auf das achten, was uns eint anstatt auf das, was uns unterscheidet.

Was sind Deine derzeitigen Projektpläne?

Einige Konzerte und Auftritte bei diversen Festivals in den nächsten Monaten, und viel Kirchenmusik.

Was wünscht Du Dir für das weitere Andenken an Peter Alexander?

Dass dieser große Wiener Künstler auch jungen Generationen noch ein Begriff ist!

Katrin Koch, Sopranistin _ Wien _
Station bei Peter Alexander

Vielen Dank und alles Gute!

Katrin Koch und Walter Pobaschnig vor dem Wohnhaus von Peter Alexander in Wien IX _ 9/5/25

Station bei Peter Alexander _ Kindheit/Jugendhaus Wien

Interview _ Katrin Koch, Sopranistin _ Wien

Peter Alexander, Sänger, Schauspieler, Entertainer *30.6.1926 Wien  +12.2.2011 Wien

Peter Alexander, Sänger, Schauspieler, Entertainer *30.6.1926 Wien  +12.2.2011 Wien

Interview&alle Fotos_ Kindheit/Jugendhaus/Wohnung von Peter Alexander in Wien_ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig   11/5/25

https://literaturoutdoors.com

„Gestern träumten wir“ Florian Birnmeyer, Schriftsteller _ Give Peace A Chance _ Nürnberg 10.5.2025

Peta Klotzberg, Schauspierin _ Zentralfriedhof Wien _ 10/24 _
Walter Pobaschnig

GIVE PEACE A CHANCE

G estern träumten wir

I n europäischer Eintracht –

V erträge, Vertrauen, Handel, Ordnung

E rschafften den Frieden.

P lantenweit – oder zumindest:

E uropaweit

A uch hier

C hancen auf

E wigen Frieden


A ber wir täuschten uns:


C hance, vertan.

H offnung, verflogen.

A ber vergesst

N icht

C horesgesänge

E rklingen auch im Kanonendonner.

– Frieden.



Florian Birnmeyer, 10.5.2025

Florian Birnmeyer, Schriftsteller

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Florian Birnmeyer, Schriftsteller

Zur Person _ Florian Birnmeyer

Geb. 1990 in Nordschwaben, Bayern, lebt seit 2010 in der Region Nürnberg. Studium der Frankoromanistik und Latinistik (Lehramt). Mehrere Austausche, Auslandsaufenthalte und Praktika (Bibliothek, Radio) in Frankreich, dazu ein einjähriges Auslandsstudium in Paris. Aktuell Tätigkeit als Dozent/Lehrkraft, Literaturkritiker und Rezensent.

Seine Gedichte wurden in den letzten Jahren in Anthologien und Zeitschriften veröffentlicht. Die erste größere Veröffentlichung ist der Sammelband Auf der Zugspitze, in dem im Anschluss an einen Wettbewerb über 66 eigene Gedichte publiziert wurden. Themen sind Identität, Homosexualität, Liebe, Freundschaft, Natur, Krankheit, Antike, Frankreich, Fernweh u. a. Er hat auch an mehreren Lesungen im Raum Nürnberg teilgenommen.

Seit mehreren Jahren Betreiber eines eigenen Literaturblogs mit Schwerpunkt französischer Literatur im Original und in Übersetzung.

http://www.der-leser.net

Fotos_ Heike Bogenberger_Portrait Florian Birnmeyer;

Peta Klotzberg/Zentralfriedhof _ Walter Pobaschnig.

Walter Pobaschnig _ 9.5.2025

https://literaturoutdoors.com